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Chronik Nordsee Sturmfluten

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1020 - Sturmflut im Sommer
hauptsächlich Niederungsgebiete an den Mündungsbereichen von Elbe und Weser betroffen

In den folgenden Jahren treten in dem überflutet gewesenen Gebieten viele Krankheiten auf - vermutlich Malaria
1158 - Schwere Sturmflut
Gebiete an der Deutschen Bucht betroffen

Viele Menschen ertrunken
17. Februar 1164 - Erste Julianenflut
Ostfriesland und Weser-Elbe-Gebiet betroffen

Große Schäden in den Gebieten an der Unterelbe
Jadebusen beginnt zu entstehen,
vermutlich ca. 20.000 Tote
Januar / Februar 1216 - schwere Sturmflut
gesamte Westküste von Schleswig-Holstein schwer betroffen

Etwa 10.000 Menschenleben waren zu beklagen
Helgoland soll sieben von neun Kirchspielen verloren haben
Seriöse Quellen zu dem Ereignis fehlen!
28. Dezember 1248 - Allerkindleinsflut
große Schäden im  Elbegebiet und an der Westküste von Schleswig und Holstein,
Zertrennung der historischen Elbinsel Gorieswerder in mehrere Teile,
viele Tote

die Westfriesischen Inseln sollen bei der Sturmflut vom Festland getrennt worden sein.
andere Quellen datieren das Sturmflutereignis auf das Jahr 1249
14. Dezember 1287 - Luciaflut
deutsche und niederländische Nordseeküste betroffen,
viele Dörfer zerstört, ca. 50.000  Menschen ertrunken
Einbruch des Dollart; Erweiterung der Zuiderzee und der Lauwerszee

Große Landverluste; überlebende Menschen verlassen die Marschen und ziehen auf höher gelegene Gebiete
15.-17. Januar 1362 - Zweite Marcellusflut oder Grote Mandränke
große Landverluste in Ost- und Nordfriesland und der Wesermarsch,
Meeresbuchten Dollart und Leybucht erweitern sich,
Vergrößerung der Mündungen von Jade und Eider
Entstehung des Lockfleth,
30 Dörfer im Dollart untergegangen

Untergang der nordfriesischen Uthland, Entstehung der Insel Strand und der Halligen
Zerstörung von Rungholt, Aufgabe und Untergang zahlreicher Dörfer,
Westermarsch bei Norden überflutet,
das Lockfleth frißt sich in der Folge tiefer ins Binnenland, verbindet sich mit der Harrier Brake und wird zu einem Mündungsarm der Weser
genannte Opferzahl der verheerenden Sturmflut ca. 100.000 Tote (vermutlich zu hoch gegriffen)
09. Oktober 1374 - Erste Dionysiusflut
Flandrische, niederländische und deutsche Küste betroffen

Leybucht erreicht ihre größte Ausdehnung bis zur Stadt Norden,
Untergang des Dorfes Westeel bei Norden,
Harlebucht erweitert sich
17. Januar. 1396 - Antoniflut
Flandrische, niederländische und deutsche Küste und Gebiete an der Elbe betroffen

im Raum Hamburg viele Menschen ertrunken
21. November 1412 - Cäcilienflut
Deutsche Küste und Gebiete an der Niederelbe schwer betroffen

Krempermarsch weiträumig überschwemmt,
Dorf Zesterfleth an der Estemündung vernichtet,
Elbinsel Hahnöfersand vom Festland abgetrennt,
vermutl. 30.000 Tote
01. November 1436 - Allerheiligenflut
deutsche Küste betroffen, Überflutungen an der gesamten Küste
keine Landverluste, jedoch viele Tote und große Schäden

Halbinsel Eiderstedt, Nordfriesische Inseln und insbesondere Nordstrand, Dithmarschen und Land Hadeln betroffen,
etwa 500 Menschen ertrunken,
Kirchdorf Eydum auf Sylt aufgegeben (Anm. aus der östlich des Ortes neu begründeten Siedlung ging später Westerland hervor)
06. Januar 1471 - Heilige Dreikönigsflut
Gebiete an der Küste von Schleswig und Holstein sowie der Niederelbe betroffen

Überflutungen in den Elbmarschen und Dithmarschen, der Halbinsel Eiderstedt und der Insel Nordstrand
27. September 1477 - Erste Cosmas und Damianflut
gesamte deutsche, niederländische und flandrische Küste betroffen

mehrere Ortschaften im Rheiderland aufgegeben
Dollart erweitert sich weiter
Schloß Baarland im niederländischen Seeland und Ortschaft Arnemuiden auf der Halbinsel Walcheren werden zerstört
16. Oktober 1483 - Gallusflut
gesamte Deutsche Küste betroffen

Nordfriesische Inseln besonders betroffen,
große Schäden auf den Inseln Pellworm und Nordstrand
09. September 1510 - St. Magnus Flut
01. November 1510 - Allerheiligenflut

Küste von Eiderstedt bis Flandern betroffen

nach der Sturmflut des Vorjahres nur unzureichend wiederhergestellte Deiche brechen infolge der kurz aufeinander folgenden Sturmfluten, es kommt zu umfangreichen und große Verwüstungen bewirkenden Überflutungen
1521 Frühjahrsflut
Deutsche Küste betroffen

vielerorts große Sachschäden
31. Oktober bis 2. November 1532 -Allerheiligenflut auch Große Flut
Küstenregionen von Flandern bis Nordfriesland bis weit ins Binnenland betroffen,
Städte und Dörfer überschwemmt, viele tausend Opfer
Ereignis bewirkt in der Folge vielerorts den Beginn massiven Deichbaus

in Nordfriesland und insbesondere auf Nordstrand und der Halbinsel Eiderstedt weit über tausend Opfer
Flutmarke in der Kirche von Klixbüll (östl. von Niebüll) überliefert
in Ostfriesland Untergang und Aufgabe der Dörfer Osterbur und Ostbense
verheerende Situation in der niederländischen Provinz Zeeland mit zehntausenden Opfern, viele Orte untergegangen oder aufgegeben, Teile der Insel Zuid-Beveland versinken
27. Juli 1561 - Sommerflut
Gebiete links der Niederelbe betroffen

Westerschleuse in Otterndorf und „Schüttels“ (Aufziehschleusen) in Neuenkirchern, Nordleda und Groden zerstört
01. November 1570 - Allerheiligenflut
Gebiete von Flandern bis Jütland betroffen

viele Deiche zerstört, vielerorts großflächige Überflutungen
große Schäden auf den Inseln der niederländischen Provinz Zeeland
Opferzahl geschätzt zwischen 15.000 und 25.000 Toten
allein für das Gebiet zwischen Ems und Weser wird die Opferzahl beziffert mit 10.000
Untergang der Dörfer Oldendorf und Westbense bei Esens in Ostfriesland
große Landverluste in Ostfriesland
Deichbrüche an der Elbe im Alten Land und den Vier- und Marschlanden
Flutmarke an der nördlich von Emden gelegenen Kirche zu Suurhusen: + 4,40 m NN
Dangast: Fluthöhe + 4,41 m NN, MThw NN +0,61m, Windstau 3,80 m
10. November 1571 - Martiniflut
Gebiete an der Niederelbe und ihres Nebenflusses Oste betroffen

am Deich der Oste kommt es zu Grundbrüchen (Peers-Kuhle)
Deich bei Mahrdorf (östlich von Otterndorf) weggespült

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