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1916 - Gastwirt Heinrich Schuldt, Dückerstieg

1916 Gastwirt Heinrich Schuldt, Dückerstieg.
Die zeitgenössische handschriftliche Notiz auf der Anschriftenseite der Karte lautet:
H. Schult, Gastwirt, Dükersdick b. Wilster, Holstein
Es ist anzunehmen, dass die Beschriftung von einem Kameraden des im I. Weltkrieg als Soldat seinen Dienst verrichtenden Heinrich Schuldt vorgenommen wurde, dem die zutreffende Schreibweisen der Namen nicht geläufig waren.
Das Gasthaus "Zum Dückerstieg" in Neuendorf-Sachsenbande gehörte zu den vielen früher an den Landstraßen gelegenen Krügen mit Ausspann, die den Fuhrleuten Möglichkeiten zur Rast und zur Versorgung der Gespanne boten. Das "Zum Dückerstieg" gehört heute zu den wenigen noch betriebenen ländlichen Gasthäusern, die vor Jahrzehnten in den Dörfern der Wilstermarsch noch zahlreich vorhanden waren; er erfreut sich heute eines ganz ausgezeichneten Rufes. Einer der Nachfolger des Gastwirtes Heinrich Schuldt war Otto Prüß, dessen Nachkommen heute das Haus sehr erfolgreich bewirtschaften. Der auch für die Örtlichkeit verwendete Name Dückerstieg - früher auch: Dükerstieg - verweist offenbar auf eine dort einmal vorhanden gewesene Brücke über die Wilsterau (dort verlief vom Goldbogen kommend früher die Wilsterau); vgl. lat. ducere = führen; eine Überführung (Brücke) oder Unterführung (Düker). Ein ähnlicher Name mit vergleichbarer Bedeutung findet sich auch für den heute noch an der Wilsterau gelegenen Nortorfer Ortsteil Duckunder (manchmal auch: Dukunder), wo ebenfalls ein Gasthof betrieben wurde.

Bildrechte: nicht bekannt, sogen. Private Postkarte

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1924 - Gasthaus Zum Dückerstieg in Neuendorf Sachsenbande (SF)

1924 Gasthaus "Zum Dückerstieg" in Neuendorf-Sachsenbande.
Der Gasthof gehörte zu den vielen früher an den Landstraßen gelegenen Krügen mit Ausspann, die den Fuhrleuten Möglichkeiten zur Rast und zur Versorgung der Gespanne boten.
Das "Zum Dückerstieg" gehört heute zu den wenigen noch betriebenen ländlichen Gasthäusern, die vor Jahrzehnten in den Dörfern der Wilstermarsch noch zahlreich vorhanden waren; er erfreut sich heute eines ganz ausgezeichneten Rufes. Zur Zeit der Aufnahme wurde das Gasthaus von Heinrich Schuldt betrieben; einer seiner Nachfolger war Otto Prüß, dessen Nachkommen heute das Haus sehr erfolgreich bewirtschaften.
Hier findet sich aktuelles zum Landgasthof Dückerstieg
Der auch für die Örtlichkeit verwendete Name Dückerstieg - früher auch: Dükerstieg - verweist offenbar auf eine dort einmal vorhanden gewesene Brücke über die Wilsterau (dort verlief vom Goldbogen kommend früher die Wilsterau); vgl. lat. ducere = führen; eine Überführung (Brücke) oder Unterführung (Düker).
Ein ähnlicher Name mit vergleichbarer Bedeutung findet sich auch für den heute noch an der Wilsterau gelegenen Nortorfer Ortsteil Duckunder (manchmal auch: Dukunder), wo ebenfalls ein Gasthof betrieben wurde.
Die ergänzend beigestellte Luftaufnahme (Bild 3) zeigt die Standorte von Dückerstieg und Duckunder (orange Kreise) und läßt auch den ursprünglichen Verlauf der Wilsterau vom Goldbogen zum Dückerstieg erkennen.

Bildrechte: Ludwig Behning, Wilster
Luftbild: google maps
Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung von Ingrid Schröder, Burg/Dithmarschen

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1963 - Gasthaus Zum Dückerstieg in Neuendorf-Sachsenbande

1963 Gasthaus "Zum Dückerstieg" in Neuendorf-Sachsenbande.
Der Gasthof gehörte zu den vielen früher an den Landstraßen gelegenen Krügen mit Ausspann, die den Fuhrleuten Möglichkeiten zur Rast und zur Versorgung der Gespanne boten.
Das "Zum Dückerstieg" gehört heute zu den wenigen noch betriebenen ländlichen Gasthäusern, die vor Jahrzehnten in den Dörfern der Wilstermarsch noch zahlreich vorhanden waren; er erfreut sich heute eines ganz ausgezeichneten Rufes.
Hier findet sich aktuelles zum Landgasthof Dückerstieg
Der auch für die Örtlichkeit verwendete Name Dückerstieg - früher auch: Dükerstieg - verweist offenbar auf eine dort einmal vorhanden gewesene Brücke über die Wilsterau (dort verlief vom Goldbogen kommend früher die Wilsterau); vgl. lat. ducere = führen; eine Überführung (Brücke) oder Unterführung (Düker).
Ein ähnlicher Name mit vergleichbarer Bedeutung findet sich auch für den heute noch an der Wilsterau gelegenen Nortorfer Ortsteil Duckunder (manchmal auch: Dukunder), wo ebenfalls ein Gasthof betrieben wurde.
Die ergänzend beigestellte Luftaufnahme (Bild 4) zeigt die Standorte von Dückerstieg und Duckunder (orange Kreise) und läßt auch den ursprünglichen Verlauf der Wilsterau vom Goldbogen zum Dückerstieg erkennen.
Ergänzend vorgestellt ist ein Zündholz-Heftchen (Bild 3), mit welchem etwa zum Zeitpunkt des Erscheinens der Ansichtskarte für das Lokal geworben wurde.

Bildrechte: Werner Behning, Wilster

Luftbild: google maps
Das ergänzend vorgestellte Zündholz-Heftchen befindet sich in der Sammlung von Ingrid Schröder, Burg/Dithmarschen

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1917 - Gasthaus Zum Dückerstieg in Neuendorf-Sachsenbande a (SF)

1917 Gasthaus "Zum Dückerstieg" in Neuendorf-Sachsenbande.
Der Gasthof gehörte zu den vielen früher an den Landstraßen gelegenen Krügen mit Ausspann, die den Fuhrleuten Möglichkeiten zur Rast und zur Versorgung der Gespanne boten.
Das "Zum Dückerstieg" gehört heute zu den wenigen noch betriebenen ländlichen Gasthäusern, die vor Jahrzehnten in den Dörfern der Wilstermarsch noch zahlreich vorhanden waren; er erfreut sich heute eines ganz ausgezeichneten Rufes. Zur Zeit der Aufnahme wurde das Gasthaus von Heinrich Schuldt betrieben; einer seiner Nachfolger war Otto Prüß, dessen Nachkommen heute das Haus sehr erfolgreich bewirtschaften.
Hier findet sich aktuelles zum Landgasthof Dückerstieg
Der auch für die Örtlichkeit verwendete Name Dückerstieg - früher auch: Dükerstieg - verweist offenbar auf eine dort einmal vorhanden gewesene Brücke über die Wilsterau (dort verlief vom Goldbogen kommend früher die Wilsterau); vgl. lat. ducere = führen; eine Überführung (Brücke) oder Unterführung (Düker).

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Udo Urban, Wilster

Besonderheit: Die handschriftliche Mitteilung auf der Bildseite der Karte ist nicht jugendfrei.

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1917 - Gasthaus Zum Dückerstieg in Neuendorf-Sachsenbande b (SF)

1917 Saal im Gasthaus "Zum Dückerstieg" in Neuendorf-Sachsenbande.
Der Gasthof gehörte zu den vielen früher an den Landstraßen gelegenen Krügen mit Ausspann, die den Fuhrleuten Möglichkeiten zur Rast und zur Versorgung der Gespanne boten.
Das "Zum Dückerstieg" gehört heute zu den wenigen noch betriebenen ländlichen Gasthäusern, die vor Jahrzehnten in den Dörfern der Wilstermarsch noch zahlreich vorhanden waren; er erfreut sich heute eines ganz ausgezeichneten Rufes. Zur Zeit der Aufnahme wurde das Gasthaus von Heinrich Schuldt betrieben; einer seiner Nachfolger war Otto Prüß, dessen Nachkommen heute das Haus sehr erfolgreich bewirtschaften.

Bildrechte: Ludwig Behning, Wilster
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Udo Urban, Wilster

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1990 - Gasthaus Zum Dückerstieg in Neuendorf-Sachsenbande

1990 Gasthaus "Zum Dückerstieg" in Neuendorf-Sachsenbande.
Der Gasthof gehörte zu den vielen früher an den Landstraßen gelegenen Krügen mit Ausspann, die den Fuhrleuten Möglichkeiten zur Rast und zur Versorgung der Gespanne boten.
Das "Zum Dückerstieg" gehört heute zu den wenigen noch betriebenen ländlichen Gasthäusern, die vor Jahrzehnten in den Dörfern der Wilstermarsch noch zahlreich vorhanden waren; er erfreut sich heute eines ganz ausgezeichneten Rufes.
Hier findet sich aktuelles zum Landgasthof Dückerstieg

Bildrechte: Foto Pilsinger; St. Michaelisdonn

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Zündholz-Schachtel Etikett - Werbung Gasthaus Dückerstieg in Hackeboe

Zündholz-Schachtel Etikett - Werbung Gasthaus Dückerstieg in Hackeboe, Gemeinde Neuendorf-Sachsenbande
Zündholzschachteln, auch Streichholzschachtel genannt, wurden in der Vergangenheit gerne als Werbeträger genutzt, denn ihr Nutzer schaute sie sich entsprechend der enthaltenen Anzahl der Hölzchen häufig an. Seit der Gebrauch von Einwegfeuerzeugen zugenommen hat, ist der Gebrauch von Zündhölzern stark rückläufig.
Insbesondere Gaststätten nutzten die Zündholzschachteln, um mit einem darauf angebrachten Schildchen auf ihren Betrieb hinzuweisen.
Vorgestellt ist hier das
Etikett einer Reklame Zündholz-Schachtel der Gaststätte Dückerstieg in Neuendorf-Sachsenbande.
Das Etikett stammt nachweislich der vierstelligen Postleitzahl aus der Zeit nach 1962 und wurde von der Firma Werbezündholz - Vertrieb Mayer in Zang (Baden-Würtemberg) hergestellt.
Seinerzeit wurde die in Hackeboe an der Landstraße L 135 Wilster - Burg i. Dithm. stehende Gaststätte "Dückerstieg" von Otto Prüß betrieben, wobei ihre Nutzung als Tanzlokal besondere Bedeutung hatte, denn nahezu an jedem Wochenende wurden hier Tanzveranstaltungen mit Life-Musik veranstaltet.

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1952 - Reklamekarte Sattlerei und Möbelhandlung Wilhelm Schuldt

ca. 1952 Reklamekarte Sattlerei Wilhelm Schuldt
Der seinerzeit in den Gebäuden Schmiedestraße 8 und 9 sein Geschäft betreibende Malermeister und Sattler Wilhelm Schuldt warb mit der Karte für seine Produkte:
Möbel- und Dekorations Geschäft,
grosses Lager in Möbelstoffen, Teppichen, Gardinen, Tapeten und Borden,
Sattlerei - großes Lager feiner Lederwaren
Reit- und Sportartikel.

Anmerkung: Wann der Betrieb eingestellt wurde, konnte noch nicht ermittelt werden; im Wilsteraner Adressbuch von 1958 ist die Firma noch aufgeführt.

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1952 - Liedertafel Wilster - 110 jähriges Stiftungsfest

1952 Liedertafel Wilster
Die Sänger der Wilsteraner Liedertafel von 1842 begingen im Jahre 1952 festlich das einhundertzehnjährige Bestehen ihrer Gemeinschaft, da sie wegen der Kriegsereignisse das Hundertjährige im Jahr 1942 nicht feiern konnten.
Auf dem Foto haben 45 Sänger vor dem Neuen Rathaus (Rückseite) Aufstellung genommen.
Fast allen Sängern konnten bereits Namen und teilweise auch ihre Berufe zugeordnet werden (vgl. Bild 2):
1 Heinrich Ahsbahs, 2 Ferdinand Wehn (Klempnermeister), 3 Christian Haack (Kolonial- und Eisenwarenhändler), 4 NN Wessel (Tischler Meister),
5 Markus Schwardt, 6 NN Spiegel (Chorleiter), 7 Adolf Schuldt, 8 Hans Winter (Justiz Angestellter), 9 Wilhelm Schuldt (Malermeister),
10 Willi Stegemann (Malermeister)
11 Otto Stücker (Schmiedemeister), 12 Wilhelm Kock (Malermeister), 13 Klaus Engel, 14 Karl Köritz (Bäckermeister), 15 Heinrich Ballerstädt (Fotografen Meister), 16 Werner Scharf, 17 Otto Voß (Rechtsanwalt), 18 Hans Wolfsteller (Tischlermeister), 19 Rudolf Führer, 20 Alfred Barthen (Klempnermeister),
21 Willi Meyer (Zimmermeister), 22 Conrad Stade (Gastwirt), 23 Dieter Karnat, 24 Willy Hagemann, 25 NN Hesse, 26 Uwe Paulsen (Deichbaumeister),
27 Theodor von Holdt (Maurer), 28 Walter Bahr (Zahnarzt), 29 Harald Schütt (Kellner), 30 Emil Wilkens (Krankenwagen Fahrer)
31 Werner Jonigh, 32 Max Brandt, 33 Arthur Kock jun., 34 Hermann Noffke (Verwaltungsangestellter), 35 Arthur Kock sen., 36 NN unbenannt, 37 NN Carstens,
38 Johannes Bülow (Ofensetzermeister), 39 NN unbenannt, 40 Hans Behrens (Gärtnermeister)
41 NN unbenannt, 42 H. Hinrichs, 43 Johannes Rahna (Spielwarenhändler), 44 Arthur Witt, 45 NN unbenannt.
Noch heute sind in der Liedertafel Wilster etwa zwei Dutzend Sänger aktiv, um Freude an dem Erlebnis des gemeinsamen anspruchsvollen Singens zu haben.
Gegenwärtiger (in 2010) Vorsitzender des Vereins ist
Karl Paulsen Tel. 04823 8101
er leistete freundliche Hilfe bei der Benennung der Sänger

Bildrechte: nicht bekannt
Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Gerd Heutmann, Nutteln

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1911 - Averfleth, Dampf-Schöpfwerk, Gasthof Dukunder, Schule

1911 Averfleth, Dampf-Schöpfwerk, "Gasthof Duckunder", Nortorfer Schule.
Das linksseitig der Wilsterau gelegene Averfleth gehört zur Gemeide Neuendorf-Sachsenbande im Übergangsbereich der alten Marsch zu dem erst spät besiedelten hohen Moor, welches seit einer Ewigkeit die Wilstermarsch von Dithmarschen trennte.
Uralte Deiche – der Moordeich und der Borlboom - schützten die Niederungslandschaft vor Abflüssen aus dem Moor.
Bei Averfleth ersetzte recht früh (vor 1910) ein auf die Wilsterau entwässerndes Dampf-Schöpfwerk zuvor in Gebrauch befindliche Entwässerungs-Mühlen.
Wie in so vielen bäuerlichen Ortschaften bestanden auch in Averfleth eine Dorf-Schule und eine Gastwirtschaft.
Das rechtseitig der Wilsterau gelegene Dukunder gehört zur Gemeinde Nortorf.
Die Gebäude standen wegen der hier etwas tragfähigeren Bodenverhältnisse nahe der Wilsterau auf deren ehemaliger Uferrehne.
Die Schule in Averfleth bestand bis 1972.
Die Gastwirtschaft „Zum Duckunder“ wurde bis 1974 betrieben.
Der auch für den Ortsteil verwendete Name Duckunder (manchmal auch: Dukunder) verweist offenbar auf eine dort vorhanden gewesene frühe Brücke über die Wilsterau, so wie wohl auch eine solche bei der Örtlichkeit Dückerstieg vorhanden gewesen war (dort verlief vom Goldbogen kommend früher die Wilsterau); vgl. lat. ducere = führen; eine Überführung (Brücke) oder Unterführung (Düker).
Die ergänzend beigestellte Luftaufnahme (Bild 3) zeigt die Standorte von Duckunder und Dückerstieg (orange Kreise) und läßt auch den ursprünglichen Verlauf der Wilsterau vom Goldbogen zum Dückerstieg erkennen.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

Luftbild: google maps

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1819 - – 1867 Hans Henning Peter Möller – Gastwirt und Pächter des Colosseum

1819 – 1867 Hans Henning Peter Möller – Gastwirt und Pächter des Colosseum
In der Mitte des vorletzten Jahrhunderts hatte der am 20.10.1819 im Landrecht geborene Hans Henning Peter Möller das Colosseum in Wilster gepachtet und als Gastwirt betrieben. Wahrscheinlich hat er den Betrieb vor dem Jahr 1846 übernommen, denn auf dem in genanntem Jahr aufgenommenen Photo (eine der ersten in Wilster gefertigten Fotografien) mit den Mitgliedern der Liedertafel Wilster ist auch er abgebildet (der zweite von links in der unteren Reihe; sh. 1846 Sänger der Liedertafel Wilster)
Offenbar unterhielt der Gastwirt Hans Henning Peter Möller seine Gäste nicht nur mit Speisen und Getränken sondern auch mit allerlei eigenen künstlerischen Darbietungen, denn es existieren zwei alte Aufnahmen, auf der er sich mit seiner Klampfe (Gitarre) abbilden ließ (Bilder 2 und 3). Bei diesen Aufnahmen handelt es sich um Atelier-Aufnahmen, welche nachweislich der Rückseiten der seit 1865 am Rosengarten in Wilster ansässige Photograph Hans Peter Mohr fertigte.
Die überlieferte Porträtaufnahme (Bild 1) hingegen wurde offenbar von dem Photographen Hinrich Mehlert gefertigt, welcher im Jahre 1859 kurzzeitig in Wilster tätig war (Wohnung am Neumarkt); der Abzug (nachweislich der Rückseite) allerdings wurde später gefertigt (nach 1876), nachdem Hinrich Mehlert in der Breite Straße in Itzehoe sich angesiedelt hatte.
Der Gastwirt Hans Henning Peter Möller ist kurz vor seinem 48ten Geburtstag bereits am 03.09.1867 gestorben; er wurde in Wilster beerdigt (sh. Grabstein, Bild 4). Seine Ehefrau Katharina Elise Möller geb. Schult (*14.12.1832 in Neuenbrook, + 31.12.1895 Westdorf/St. Michaelisdonn), führte danach den Betrieb allein weiter.
Die gemeinsame Tochter Elise (*1856, + 1894) heiratete 1875 Johannes Plagmann, den Rektor der Mädchenschule im Landrecht.

Anmerkung: Fotos und Informationen wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Frau Silke Brenner, Freiburg

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1967 - Bürger-Gilde angetreten auf der Rückseite des Palais Doos (Neues Rathaus)

1967 Die Mitglieder der Bürger-Schützen-Gilde (Bürgergilde) haben sich gemeinsam mit ihren Gästen und den Spielleuten auf der Rückseite des Palais Doos (Neues Rathaus) aufgestellt.
Die Bürger-Schützen-Gilde in Wilster ist eine der ältesten Gilden in Schleswig-Holstein. Sie führt sich zurück auf die "broderscopp des Hilghen Lichnames der schutten", welche bereits im Jahre 1380 genannt wurde. Gilden waren früher in der Art von Versicherungen freiwillige Vereinigungen der Bürger zum gegenseitigen Schutz; sie pflegten auch die Geselligkeit untereinander sowie Belange der Tradition. In letzteren bestehen heute noch Anspruch und Aufgabe der Bürgergilde, wie sie in Wilster abkürzend genannt wird.

Bildrechte: nicht bekannt, vermutlich Werner Behning

Einigen der abgebildeten Personen (Bild 2 sowie Bildausschnitte Bild 3 und 4) konnten bereits - mit Vorbehalt - Namen und Berufe zugeordnet werden;
um Mithilfe bei der Vervollständigung bzw. Korrektur der Benennung wird gebeten!
1 Rolf Ossenbrüggen (Zimmerer), 2 Hugo Schünemann (Dipl.-Bibliothekar), 3 Manfred Witt (Kaufmann), 4 NN Junge (Kreisrat), 5 – 8 NN, 9 Werner Busch (Hotelier), 10 Dieter Röckendorf, 11 -12 NN, 13 Jochen Schwarck (Redakteur), 14 Willi Kuhrt (Sparkassen-Inspektor), 15 Hubert Holm (Kaufmann), 16 Helmut Wilckens (Klempner Meister), 17 (Jörn) Jürgen Dethlefs, 18 Dieter Thörmer (Konditor Meister), 19 Johannes Handt (Bürgermeister), 20 Hans-Wilhelm Weingardt (Steuerberater), 21 Helmut Lemke (Ministerpräsident Schleswig-Holstein), 22 Alfred Spieß (Friseur Meister), 23 Bruno Wilckens (Klempner Meister), 24 Peter Voß, 25 Margrit Mohr, 26 Hans Schlüter (Schuster), 27 Peter Matthiessen (Landrat Kreis Steinburg), 28 Helmer Constabel, 29 NN, 30 Karl Huusfeldt (Maler Meister, Bürgervorsteher in Wilster), 31 Willy Gilde (Elektro Meister), 32 Uwe Schöne (Versicherungs-Kommissar), 33 Willy Oxwang (Ex-Bürgermeister in Wilster), 34 Egon Hoinke (Gastwirt und Hotelier), 35 Hans Behrens (Gärtner Meister), 36 Dieter Bodenstedt (Friseur Meister), 37 Heinz Kühn (Elektro Ingenieur), 38 Peter Ramm (Friseur Meister), 39 Ernst Bürger, 40 NN, 41 Albert Tiedemann (Kaufmann), 42 Richard Horstmann (Arbeiter), 43 Karl Brauer (Maurer), 44 Wilhelm Holler (Schuster Meister), 45 Hans Kreutzfeld (Tabakwaren Händler), 46 Heinz Schumann (Kaufm. Angestellter), 47 Johann Carstensen (Maler Meister), 48 Klaus Schlüter (Schlachter), 49 Hubert Stücker (Viehhändler), 50 Arthur Steinhövel (Handelsvertreter), 51 Hubert Tönsing (Schuster Meister), 52 Richard Huusmann (Kaufmann), 53 NN Kahle, 54 – 63 NN, 64 Wilhelm Petukat (Bankangestellter), 65 Peter Kahle, 66 – 68 NN, 69 Wilhelm Ehlert (Kaufmann), 70 – 71 NN, 72 NN Schmidt, 73 Fritz-Heinrich Grothusen (Holzkaufmann), 74 NN, 75 Herbert Stahl (Bauer), 76 Kurt Schulze (Bierverleger), 77 Reinhold Hoyer (Buchhalter), 78 Max Hintz (Getränke-Großhändler), 79 Hans Egge (Konditor Meister), 80 Theodor Andersen jun. (Textil Kaufmann), 81 Heino Looft (Textil Kaufmann), 82 Karl-Heinz Rathjen (kaufmännischer Angestellter), 83 Jörg Tiedemann (Schüler), 84 NN, 85 Peter Reinsberg, 86 Alfred Pech (Gastwirt), 87 NN, 88 Karl Behmer Drogist, 89 NN, 90 Uwe Goldmann (Schlachter), 91 Hans Kruse (Kaufmann), 92 Joachim Kühl (Buchhalter), 93 NN, 94 Thies Hencke (Buchdrucker), 95 NN Holm (Schüler), 96 Theodor Andersen sen. (Textil Kaufmann), 97 Eduard Behnert (Schneider Meister), 98 Jörg Holtfoth, 99 Herbert Witt (Bäcker Meister), 100 (Peter-Arthur Pruter (Bau Ingenieur), 101 – 103 NN, 104 Günther Meyer (Elektro Meister), 105 Peter Reese (Textil Kaufmann), 106 Peter J. von Holdt (Bau-Ingenieur), 107 Tade Magnussen (Schlachter Meister), 108 NN, 109 Rolf Hencke (Tabakwaren-Händler), 110 Delf Martens (Müller Meister), 111 Uwe Dethlefs (Ziegelei Inhaber), 112 NN Lindemann, 113 Renate Wudarski, 114 – 115 Schwestern Schmidt, 116 Eduard Gahrmann (Uhrmacher Meister)

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1930 - Schinkenfahrt der Liedertafel Wilster

1930 Schinkenfahrt der Liedertafel Wilster
Die Mitglieder der Liedertafel Wilster nutzten am Donnerstag, 29.05.1930 den Feiertag Christi Himmelfahrt für eine als Schinkenfahrt bezeichnete sogenannt Vatertagstour nach Burg in Dithmarschen.
Die festtäglich gekleideten Herren genossen die Tour unter Musikbegleitung eines Gitarristen und stärkten sich mit Schinken und "geistigen Getränken".
Von den Personen konnten bisher benannt werden:
Hans Winter (im Vordergrund in der Mitte sitzend), rechts neben ihm Heinrich Danielsen; ganz rechts sitzend Otto Stücker; Adolf Schuldt (hinten stehend zweiter von rechts) (Bild 1).

Bildrechte: Photo Lorenz, Burg in Dithmarschen
Anmerkung: Die Fotos wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Udo Urban, Wilster

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1930 - Schinkenfahrt der Liedertafel Wilster nach Burg (SF)

1930 Schinkenfahrt der Liedertafel Wilster
Die Mitglieder der Liedertafel Wilster nutzten am Donnerstag, 29.05.1930 den Feiertag Christi Himmelfahrt für eine als Schinkenfahrt bezeichnete sogenannt Vatertagstour nach Burg in Dithmarschen.
Die festtäglich gekleideten Herren genossen die Tour unter Musikbegleitung eines Gitarristen und stärkten sich mit Schinken und "geistigen Getränken".
Von den Personen konnten bisher benannt werden:
Hans Winter (im Vordergrund in der Mitte sitzend), rechts neben ihm Heinrich Danielsen; ganz rechts sitzend Otto Stücker; Adolf Schuldt (hinten stehend zweiter von rechts) (Bild 1).

Bildrechte: Photo Lorenz, Burg in Dithmarschen
Anmerkung: Die sogenannten "Privaten Ansichtskarten" befinden sich in der Sammlung Udo Urban, Wilster

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1938 - Klasse 9 der Mittelschule Wilster

1938 Klasse 9 der Mittelschule Wilster
Das Foto zeigt eine 9. Klasse der Mittelschule Wilster mit ihrem Klassenlehrer Dr. Kurt Pfeifer.
Dr. Kurt Pfeiffer war seit Mai 1937 an der Schule tätig. Er unterrichtete Physik, Chemie und Biologie.
Im August 1957 wurde er Rektor der Schule und übte dieses Amt bis Juli 1968 aus. Seine Vorgänger waren Heinrich Schulz (1913 - 1937), Walter Hiller (1937 - 1945), Rudolf Kroll (1946 - 1956), Otto Schuldt (1956 - 1957).
Es ist auffällig, dass bei den Schülern die Anzahl der Mädchen mit vier gegenüber vierundzwanzig Knaben sehr unausgeglichen war. Insgesamt besuchten im Schuljahr 1938/39 insgesamt 93 Knaben und 48 Mädchen die Schule. Auffällig ist außerdem, dass alle Jungen ein weißes Hemd mit offenem Kragen, kurze Hosen und überwiegend Kniestrümpfe tragen.
Leider sind die Namen der Schüler nicht bekannt; Ausnahme ist der Schüler Karl Ernst Jebens (mittlere Reihe, 5. von links). Er verließ am 13. März 1940 die Mittelschule Wilster mit der Mittleren Reife (sh. Abbildung 2).

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: Foto und Abbildung wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Helmut Jebens, Hamburg

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1953 - Lehrer-Kollegium an der Mittelschule Wilster

1953 Lehrer Kollegium an der Mittelschule Wilster
Die im Jahre 1913 gegründete Mittelschule Wilster bestand 1953 bereits vier Jahrzehnte; die Schule wurde 1966 in Realschule umbenannt.
Das Foto zeigt das damalige Lehrerkollegium im Lehrerzimmer, welches im Raum C des 1951 erbauten Pavillon eingerichtet worden war.
stehend von links nach rechts: Herr Hans Adam (ein Bruder des berühmten Ratzeburger Rudertrainers Karl Adam), Frau Charlotte Neumann, Herr Rudolf Kroll (Rektor von 1946 - 1956), Fräulein Charlotte Eckert, Herr Erich Grothmann, Herr Richter, Herr Hans Möller;
sitzend von links nach rechts: Herr Gernot Rosenau, Herr Heinz Dahn, Herr Heinz Mosel, Herr Heinrich Danielsen (genannt: Hein D.), Herr Werner Gebühr (genannt: Mister), Frau Catharina Ahrens (genannt: Ciele), Herr Detlef Jessen, Frau Ursula Bruhn, Fräulein Else Madré, Herr Ludwig Heider, Herr Dr. Kurt Pfeiffer (Rektor von 1957 - 1968; genannt: Schlauch).
Nach Rudolf Kroll und vor der Amtsübernahme durch Dr. Kurt Pfeiffer übte 1956 kurze Zeit Otto Schuldt das Amt des Schulleiters aus.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: die Bezeichnung "Fräulein" war seinerzeit für unverheiratete Frauen üblich.

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1963 - Dr. Kurt Pfeiffer, Rektor der Mittelschule Wilster - 50 Jahre MSW

1963 feierte die Mittelschule Wilster ihr fünfzigjähriges Bestehen. Rektor Dr. Pfeiffer hält den Festvortrag.
Die Schule war im Jahre 1913 als erste Mittelschule im Kreis Steinburg gegründet worden. Damals mußte die Stadt Wilster alle Kosten der Schule - auch die Gehälter der Lehrer - tragen; die Eltern der Schüler mußten ein Schulgeld aufbringen.
Als die Mittelschule Wilster im Jahre 1963 ihr Jubiläum feierte, war Dr. Kurt Pfeiffer ihr Rektor. Das Foto zeigt ihn bei seinem Festvortrag.
Dr. Kurt Pfeiffer war seit Mai 1937 an der Schule tätig. Er unterrichtete Physik, Chemie und Biologie.
Im August 1957 wurde er Rektor der Schule und übte dieses Amt bis Juli 1968 aus. Seine Vorgänger waren Heinrich Schulz (1913 - 1937), Walter Hiller (1937 - 1945), Rudolf Kroll (1946 - 1956), Otto Schuldt (1956 - 1957)
Wegen seiner Körperhaltung wurde Dr. Kurt Pfeiffer von den Schülern respektvoll respektlos "Schlauch" genannt - wenn er es nicht hörte.
Die Wilstersche Zeitung berichtete ausführlich über das Jubiläum der Schule; die Artikel können in der unten aufrufbaren Datei nachgelesen werden.

Bildrechte: nicht bekannt
das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Frau Anke Reinke, Wilster

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1902 - Vaalermoor - Schule, Gasthöfe Mohr und Sachau

1902 Vaalermoor - Schule, Gasthöfe Mohr und "Zur Laube".
Die kleine Gemeinde Vaalermoor gehörte bis 1970 zum Amtsbezirk Wacken (nach dessen Auflösung zum Amt Schenefeld) im Kreis Rendsburg. Mit der Gebietsreform im genannten Jahr gelangte das Amt Schenefeld – und mit ihm die Gemeinde Vaalermoor – ab dem 26.04.1970 zum Kreis Steinburg. 
Vaalermoor ist aber auch aus dem Grunde eine sehr junge Gemeinde der Wilstermarsch, als die Gemeindeflächen erst weitgehend im 19ten Jahrhundert der Kolonisierung zugeführt wurden. Entwässerung und Urbarmachung der Moorflächen stellten die Siedler vor große Probleme.
oben links: Schule Vaalermoor. Seit etwa 1850 hatte in der damals abgelegenen Kolonie mehr schlecht als recht eine Schule bestanden, für welche 1895 ein Schulhaus errichtet wurde. Die Schule bestand bis 1966, wonach dann die Schüler in der Dörfergemeinschaftsschule in Vaale unterrichtet wurden.
oben rechts (Bild 2): Mohr´s Gastwirtschaft wurde 1875 für den Höker und Gastwirt Jacob Mohr erbaut und hatte in der Folgezeit in kurzen Abfolgen verschiedene Betreiber. Die Gebäude wurden 1969 durch ein Schadenfeuer vernichtet und nicht wieder aufgebaut.
unten: Der Gasthof „Zur Laube“, auch Sachau´s Gastwirtschaft genannt, bestand seit 1891, als der Händler und Gastwirt Hans Hinrich Höft das Anwesen erbauen ließ; seine Nachfolger waren Hans Sachau ab 1899, Hans Struve ab 1921, Max Sell ab 1922;
im Jahr 1939 wurde der Betrieb des ab 1924 auch über einen Festsaal verfügenden Gasthofes aufgegeben.

Bildrechte: nicht bekannt

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1904 - Vaalermoor - Doppeleiche, Sachau´s Gastwirtschaft

1904 Vaalermoor - Doppeleiche, Sachau´s Gastwirtschaft
Die kleine Gemeinde Vaalermoor gehörte bis 1970 zum Amtsbezirk Wacken (nach dessen Auflösung zum Amt Schenefeld) im Kreis Rendsburg. Mit der Gebietsreform im genannten Jahr gelangte das Amt Schenefeld – und mit ihm die Gemeinde Vaalermoor – ab dem 26.04.1970 zum Kreis Steinburg.
Vaalermoor ist aber auch aus dem Grunde eine sehr junge Gemeinde der Wilstermarsch, als die Gemeindeflächen erst weitgehend im 19ten Jahrhundert der Kolonisierung zugeführt wurden. Entwässerung und Urbarmachung der Moorflächen stellten die Siedler vor große Probleme.
Bild oben links (sh. auch Abbildung 2): In früheren Zeiten bestanden in den Dörfern der Wilstermarsch ein oder mehrere Gasthöfe. Sachau´s Gastwirtschaft bestand bereits 1891, als der Händler und Gastwirt Hans Hinrich Höft das Anwesen erbauen ließ; seine Nachfolger waren Hans Sachau ab 1899, Hans Struve ab 1921, Max Sell ab 1922; im Jahr 1939 wurde der auch unter dem Namen „Zur Laube“ bekannte Gasthof, der ab 1924 auch über einen Festsaal verfügte, aufgegeben.
Bild oben mittig (Sh. auch Abbildung 3): Mohr´s Gastwirtschaft wurde 1875 für den Höker und Gastwirt Jacob Mohr erbaut und hatte in der Folgezeit in kurzen Abfolgen verschiedene Betreiber. Die Gebäude wurden 1969 durch ein Schadenfeuer vernichtet und nicht wieder aufgebaut.
Bild links unten: Der Händler Jacob Nottelmann betrieb in dem Gebäude von 1891 bis 1919 sein Geschäft.
Bild oben rechts: Die Doppel-Eiche, als Symbol für den Zusammenhalt der Landesteile Schleswig und Holstein, wurde am 24. März 1898, dem Tag der fünfzigsten Wiederkehr des Tages der Schleswig-Holsteinischen Erhebung, gepflanzt.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

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1930 - Kraftfahrzeug Weinhandlung Georg Schmidt in der Schmiedestraße

ca. 1930 Kraftfahrzeug Weinhandlung Georg Schmidt in der Schmiedestraße
Die Weinhandlung von Georg Schmidt wurde im Haus Schmiedestraße 32 betrieben. An der Fassade des Gebäudes machte viele Jahre eine große hängende Traube auf die Art des Betriebes aufmerksam.
Der auch in großen Korbflaschen - Demijohn - angelieferte Wein wurde auf Flaschen gezogen und vermarktet.
Der Lieferwagen der Firma Georg Schmidt steht hier in der Schmiedestraße vor dem gegenüber dem Betrieb auf der jenseitigen Straßenseite stehenden Geschäftshaus von Wilhelm Schuldt (Möbel und Dekorationsartikel, Sattlerei).

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: Das Foto wurde zur Verfügung gestellt von Ralf Steffens, Luzern, Schweiz

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1938 - Schmiedestraße, Automobil Korso

ca. 1938 Schmiedestraße
Vor der Gaststätte "Zum Landhaus" hat eine größere Anzahl der seinerzeit in den Straßen von Wilster noch nicht zahlreich verkehrenden Personenkraftwagen Station gemacht.
Hinweise zu den erkannten Wagentypen werden gerne entgegen genommen per Mail: info@mein-wilster.de
Hinweis:
Das vordere Fahrzeug hat offenbar ein Kennzeichen mit den Buchstaben IP 43496. Im Deutschen Reich galten ab 1906 Kennzeichen mit I (steht bei den römischen Zahlen für "Eins") für den größten Staat im Reich, nämlich für Preußen. Das P auf dem Schild steht für die preußische Provinz Schleswig Holstein (das P wurde der Provinz entsprechend der nach dem ABC erfolgten Auflistung der preußischen Provinzen zugeteilt). Für den Kreis Steinburg galten nach den Buchstaben IP u.a. die Ziffern 42001 bis 45000.
Das Gebäude links (Schmiedestraße 8 und 9) wurde von dem Malermeister und Sattler Wilhelm Schuldt als Ladengeschäft und Wohnhaus genutzt.
Das folgende Gebäude (Schmiedestraße 10) ist der Gasthof "Zum Landhause", welcher seinerzeit von Konrad Staade betrieben wurde.
Aktuell wird der Gasthof "Zum Landhaus" von den Familien Reikowski-Schmidtke betrieben.
Dahinter das Wohn- und Geschäftshaus, in welchem der Stellmacher Rudolf Ossenbrüggen seinen Betrieb hatte; der Nachfolgebetrieb Ossenbrüggen ist nach Beidenfleth verlagert worden und hat sich zu einem modernen leistungsfähigen Betrieb entwickelt.
In dem folgenden kleineren Haus hatte der Malermeister Karl Huusfeldt seinen Betrieb. Karl Huusfeldt hatte in der seinerzeit herrschenden Partei Funktionen inne, weshalb der mit den Automobilen angereiste Besuch möglicherweise ihm galt.
In dem dahinter folgenden und mit der Traufe zur Straße stehenden Gebäude betrieb der Sattlermeister Albert Massuthe sein Geschäft.

Bildrechte: nicht bekannt

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1956 - Chronik Klasse 5b der Mittelschule Wilster

1956 Chronik der Klasse 5b der Mittelschule Wilster - Schuljahr 1955/56
Die Mädchen und Knaben der 5 Klasse der MSV dokumentierten mit mehreren zu einer Klassenchronik zusammengefaßten Berichten das erste Jahr ihrer Schulzeit an der Mittelschule Wilster.
Zunächst waren insgesamt 54 Kinder, davon 33 Mädchen und 21 Jungen, in einer (!) Klasse zusammen unterrichtet worden. Die ob der Enge unvermeindliche Unruhe führte dazu, dass dann zwei nach Geschlechtern getrennte Klassen gebildet wurden. Zahlreiche Abgänge - viele Heimatvertriebene zogen seinerzeit mit ihren Familien aus Wilster fort - bewirkten dann, dass zunächst wieder eine gemischte Klasse gebildet wurde.
Aktiv lieferten folgende Schüler einen Bericht:
Frauke Jürgens - Vorwort
Ellen Kelting - Der erste Schultag (Klassenlehrer Gernot Rosenau)
Heimke Ahrens - Die erste Englischstunde (Frau Catharina Ahrens (genannt: "Ciele")
Antje Jansen - Wir werden zwei Klassen
Antje Looft - Immer neue Lehrer (Klassenlehrerin Frau Annelie Daske)
Marianne Schmidt - Der neue Klassenlehrer (Herr Gerhard Krause)
Antje Jansen - Gisela Kohn kommt (neue Mitschülerin)
Anita Pufahl - Die Verlobung unserer ehemaligen Lehrerin
Gisela Kohn - Die Fahrt nach Heiligenstedten (Ausflug)
Gerlinde Thomsen - Kindergilde
Alice Göttsche - Sängerwettstreit
Gisela Kloppenburg - Wir fuhren nach Burg (Wandertag)
Marlene Stitterich - Unser Sportfest
Heidemarie Resag - Eine Stunde Schulverbot (Rektor Rudolf Kroll griff durch)
Hannelore Mittelsteiner - Der Abgang unserer Englischlehrerin (Ruhestand Frau Ahrens)
Silke Ahsbahs - Hundert weniger eins ist neunundneunzig (Theaterstück der 9. und 10. Klassen)
Margot Claussen - Ein Besuch im wandernden Museum
Karin Schaak - Blut und Liebe (Theaterstück der 9. u. 10. Klassen beim Mittelschulball)
Marlis Rollenhagen - Wie wir einen Denkzettel bekamen (Disziplinierung)
Ursula Piske - Wir packen Päckchen für die Ostzone
Ilse Lindemann - Julklapp
Renate Stimming - Antwort aus der Ostzone (Dankschreiben)
Karin Schaak - Der Tag des Baumes (Pflanzaktion)
Lisa Wilde - Unser Klassenlehrer wird versetzt (Versetzung Lehrer Gerhard Krause)
Gisela Kloppenburg - Unser Rektor verläßt die Schule (Rektor Rudolf Kroll wechselt nach Lübeck)
Hannelore Mittelsteiner - Kunterbunt nach Ostern (Neuzuschnitt der Klassen)
Gerhard Martens - Ein neuer Rektor an der MSV (Rektor Otto Schuldt)
Günther Hollstein - Alles wieder im richtigen Gleis (Bildung von neuen 6ten Klassen)
Maren Hencke - Achtgeben - länger leben (Verkehrsübungswoche)
Gisela Kloppenburg - Erfolg im Sängerwettstreit
Ernst Witt - Erfolg beim Kinderfest (König: Heiner Stitterich; Kopfkönig: Bernd-Uwe Schröder)

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1925 - Brücke über die Wilsterau in Rumfleth, Gemeinde Nortorf

1925 Brücke über die Wilsterau in Rumfleth
Blick vom rechtsseitigen Ufer der Wilsterau auf den Fluß und die Rumflether Brücke.
Die ursprünglich von einer Brücken-Interessengenossenschaft gebaute hölzerne Brücke in Rumfleth wurde 1949/50 als Stahlbetonbrücke neu gebaut die Maßnahme wurde von der Wilsteraner Tiefbau-Firma Robert Looft, Landrecht, durchgeführt.
Links der Wilsterau ist das Gehöft Auhage (Hof 495 gem. dem Buch die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild) zu erkennen. Der zuvor im Eigentum von Marcus Nagel stehende und von diesem bewirtschaftete Hof ist 1918 von Heinrich Auhage erworben worden und steht heute noch im Eigentum von dessen Nachkommen. Das Gebäude ist heute noch weitgehend in seiner alten Form bewahrt.
Der hier sichtbare Abschnitt der Wilsterau verläuft jenseits der Brücke in schnurgeradem Verlauf bis zum Goldbogen. Der kanalartige Verlauf verdeutlicht, das dieser Gewässerverlauf nicht natürlichen Ursprunges ist. Die Strecke wurde im Mittelalter künstlich gegraben, um die Entwässerungsverhältnisse für die oberhalb gelegenen und auf die Wilsterau entwässernden Flächen zu verbessern. Die begrenzenden Deiche verlaufen beiderseits unmittelbar neben dem Gewässerbett.
Ursprünglich verlief die Wilsterau in einem großen Mäander vom Goldbogen zum Dückerstieg, sodann in Bögen entlang der heutigen nach Burg führenden Landstraße bei Hackeboe und schlußendlich am Rumflether Deich (daher der Name dieser Straße) entlang wieder zurück zu ihrem alten Verlauf.
Aufmerksame Beobachter können auch heute noch nahe der Landstraße (L 135) in Hackeboe Fragmente des alten Deiches der Wilsterau im Gelände erkennen.

Bildrechte: nicht bekannt (vermutlich Heinrich Ballerstädt, Wilster)

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1969 - Kegelclub Fall um 50 Jahre alt

1969 Kegelclub "Fall um" 50 Jahre alt
Der heute noch bestehende und im Jahre 1919 gegründete Kegelclub "Fall um" konnte im Jahre 1969 sein fünfzigjähriges Bestehen feiern. Es ist zu erwarten, dass der Club - er ist kein eingetragener Verein - auch sein einhundertjähriges Bestehen wird begehen können.
Das außergewöhnlich lange Bestehen des Clubs ist vor allem auch darauf zurück zu führen, als sich seine Mitglieder sehr frühzeitig dem sportlichen Kegeln verschrieben haben. Ein besonders engagierter Förderer dieses Gedankens war Heinz Ehlers; der langjährige Sportwart des Clubs verstarb im Jahr 2010.
Der Club "Fall um" zeichnet sich auch dadurch aus, dass er über fast die gesamte Zeit seines Bestehens heute noch vorhandene Protokollbücher führte, welche auch über seine Quees-Abende (Jahreshauptversammlungen) Zeugnis abgeben.
Zur Zeit der 50jährlichen Jubiläums gingen die Kegler ihrem Sport nach auf der Doppelbahn im "Krug zum grünen Kranze" bei der Wirtin Magda Busch am Kohlmarkt in Wilster. Zu der Zeit gab es mehrere dort kegelnde Clubs und es war schwierig, Bahnzeiten zu bekommen. Heute ist die Kegelsportanlage im Landgasthof Dückerstieg Heimbahn der Kegler, welche mit zwei Mannschaften unter dem Namen Wilster 1919 am Punktspielbetrieb teilnehmen (Landes- und Kreisliga). Die Mitgliederzahl des Clubs ist gegenwärtig höher als vor 50 Jahren, denn die Doppelbahn in Wilster gab seinerzeit eine Beschränkung vor.
Bild 1 zeigt die Mitglieder im Jubiläumsjahr,
oben von links: Arthur Schmidt (Vorsitzender), Rober Kallwat, Hans-Hermann Tiedemann, Heinz Ehlers (Sportwart), Werner Knoblau, Gerd Wolf, Helmut Kuhrt, Uwe Böge, Günter Horstmann, Bruno Meinke.
unten von links: Peter von Holdt, Heinrich Jacobs, Wolfgang Plötz (nicht auf dem Foto: Heinrich von Holdt).
Bilder 2 und 3 zeigen die seinerzeit in der Kreisliga kegelnde Mannschaft
von links: Bruno Meinke, Helmut Kuhrt, Uwe Böge, Wolfgang Plötz, Peter von Holdt

Bildrechte: Werner Behning, Wilster

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1956 - Landmaschinenhandel und -reparatur - Johannßen & Krohn in Hackeboe

ca. 1956 Firma Johannßen & Krohn in Hackeboe
Die Firma war lange Zeit in der Wilstermarsch eine Institution für den Handel mit Landmaschinen und deren Reparatur. Zeitweilig versuchte sich die Firma auch mit dem Vertrieb von Pumpen für die Schöpfwerke der Wilstermarsch.
Nachdem der Betrieb längere Zeit eine Filiale der Firma Boddien geworden war, wurde er 1996 von der neu gegründeten Firma Schröder & von Osten GmbH übernommen.
Fast unverändert stellt sich heute noch der beim Dückerstieg an der Kurve der nach Burg führenden Landstraße liegende Betrieb dem Blick des Betrachters dar.

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Wilster

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