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1921 - Topp-Segel Dreimast-Schoner EMMY FRIEDRICH - gebaut in Wewelsfleth

1921 Topp-Segel Dreimast-Schoner „Emmy Friedrich“, erbaut auf der Werft und Maschinenfabrik Friedrich Sternemann Co. in Wewelsfleth;
die Werft gehörte zu den Vorgängerbetrieben der heutigen Peters Werft.
Nachdem der Schiffbaumeister Jürgen Peters 1871 die Werft von Hans Stelling übernommen und den Betrieb in den folgenden Jahrzehnten zu einem erfolgreichen Unternehmen entwickelt hatte, vernichtete im Jahr 1906 ein Großfeuer nahezu die gesamte Werft. Danach wurde sie mehrfach kurzzeitig von unterschiedlichen Eigentümern geführt, bis sie 1919 von dem Hamburger Unternehmen Friedrich Sternemann & Co. erworben und mit der benachbarten Junge-Werft zur Störwerft zusammengefaßt wurde. Diese bestand bis zu ihrem Konkurs im Jahr 1927; danach ruhte der Betrieb bis 1938 – er wurde erworben von Hugo Peters, welcher im benachbarten Beidenfleth seit 1922 eine Werft betrieb.
Anmerkung: Der auf der Ansichtskarte als "Neubau" vorgestellte Schoner war allerdings kein solcher.
Die Störwerft hat für ihn vielmehr den stählernen Rumpf des russischen Minenlegers HELLY verwendet, der aus der Konkursmasse der Norddeutschen Werft in Glückstadt stammte. Der Umbau zu einem 3-Mast-Gaffelschoner erfolgte 1921 auf der Störwerft unter deren technischen Leiter Gustav Junge.
Der Schoner EMMY FRIEDRICH hatte 231 BRT u. 131 NRT und folgende Abmessungen: 33,38 x 7,48 x 3,42m.
Maschine 4 Zylinder Deutz Motor 80 PS.
Das Schiff fuhr in der Folge unter folgenden Namen
1921 EMMY FRIEDRICH , Kapt. E. Friederich, Bremen
1928 MARIE SCHWINGE, Kapt. Diedrich Schwinge, Brake
1938 DANKWART, Kapt. Claus Möller, Brake
1953 wurde eine Verlängerung vorgenommen, 282 BRT, neue Maschine MAK 230 PS
Name ?, Kapt. Hermann Böhmer, Kiel
1963 Name ?, Kapt. Willy Falk, Landsbrück
1968 ANTHOULA, Reederei Klinistalis Volos, Griechenland
1978 ASTERIX, Elli Shipping Volos
1982 CLAVEL, noch in Fahrt
Keine Informationen über den weiteren Verbleib

Quelle: Mitteilung Schiffshistorisches Archiv, Flensburg
Daten aus Herbert Karting, Schiffe aus Wewelsfleth, Band 2, S. 230-233

Bildrechte: Stör-Werft Friedrich Sternemann & Co., Wewelsfleth

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1930 - Dreimast-Schoner AMALIE in der Schleuse am Kasenort

1930 Schoner AMALIE in der Schleuse am Kasenort
Ein auch in früheren Zeiten eher ungewöhnlicher Anblick bot sich, als in der Schleuse am Kasenort ein Dreimastschoner fest machte.
Bei dem Schiff handelt es sich um die AMALIE, welche in dem Werk „Deutsche Schoner“ (Band VI, ab Seite 258) von Herbert Karting ausführlich beschrieben ist.
Die AMALIE ist im Jahr 1910 im niederländischen Martenshoek auf der Werft der Gebrüder G. & H. Bodewes für den Schiffer Heinrich Dehde, Bützfleth, als 2-mastiger Schoner gebaut worden. Das stählerne Kielschiff war etwa 23,00 m lang, 6,00 m breit und hatte einen Tiefgang von 2,30m. Es wurde von seinem Eigner und Schiffer als Frachtschiff für den Transport von Holz eingesetzt.
Es liegt nahe, daß die AMALIE ihre für eine Adresse in Wilster bestimmte Ladung in der Schleuse am Kasenort löschte, denn die Wilsterau konnte sie wegen ihres Tiefganges nicht befahren.
Es ist kein Widerspruch, wenn auf dem Foto ein 3-Mast-Schoner abgebildet ist, denn die bereits 1921 mit einer Maschine ausgerüstete AMALIE wurde im Jahre 1923 auf einer Werft in Kiel um 6,00 m verlängert und als 3-Mast-Schoner aufgeriggt.
Es ist glücklichen Umständen zu verdanken, wenn die AMALIE nach einer wechselvollen und von mehrmaligen Umbenennungen geprägten Geschichte der Abwrackwerft entkam und auch heute noch, jetzt unter dem Namen „Leão Holandês“ (d.h.: Holländischer Löwe) in den Gewässern vor Portugal unterwegs ist.
Hier gibt es ausführliche Informationen zur LEAO HOLLANDES

Bildrechte:
Bild 1 bzw. 2: nicht bekannt
Bild 3: Ludwig Behning, Wilster
Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Fotos aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweisen wir auf die Seite Alt-Wilster

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1928 - Schoner WILHELM in der Schleuse der Wilsterau am Kasenort

ca. 1928 Schoner WILHELM in der Schleuse am Kasenort
Weshalb der Schoner in der Schleuse lag, ist nicht bekannt; er hatte bestimmt beladen 2,50 Meter Tiefgang - nach Wilster kam er damit wohl nicht. Vielleicht war er auf dem Weg nach Itzehoe und widrige Umstände zwangen den Kapitän dazu, einen Zwischenstopp einzulegen.
Die Aufnahme wurde Ende der 20er Jahre gemacht, da die WILHELM schon Anfang der 30er Jahre keine Breitfock (die Rah am Fockmast) mehr führte.
Hier nun die Geschichte des Gaffelschoners WILHELM:
Gebaut 1911 bei J.J. Pattje & Zonen in Waterhuizen für Kapitän Hans Wilhelm Sievers aus Breiholz
Rufzeichen: RSDC / DIMR / DJFJ
Heimathafen: Hamburg
L. 26,00 m X Br. 6,50 m X T. 2,58 m / 119 BRT / 99 NRT
GL Klasse +100A4 für große Küstenfahrt
Im Mai 1922 bekam der Schoner auf der Nobiskrugwerft in Rendsburg die erste Maschine mit 80 PS Leistung eingebaut.
Im Mai 1929 wurde Kapitän W.J. Sievers aus Breiholz neuer Eigner des Schiffes.
Am 2. Febr. 1931 strandete der Schoner auf der Reise von Hamburg nach Karlshamn bei schwerem Schneesturm nur wenige Meilen von seinem Löschhafen entfernt. Das Schiff konnte aber später abgebracht werden. In Rendsburg erfolgte dann die Reparatur. Danach kam die WILHELM für Kapitän Claus Sievers, die nächste Generation, wieder in Fahrt.
1935 erfolgte in Beidenfleth der Einbau eines Motors der Deutschen Werke Kiel mit 100 PS Leistung.
1939 ging der Küstensegler an Kapitän Heinrich Meeder aus Süderstapel, der ihm den Namen EIDER gab.
Den Krieg überstand der Motorsegler unbeschadet.
Nach dem Krieg bekam er von den Alliierten die TMMC-Nr. 982 zugeteilt, also keine X-Nr. und war somit auch nicht von der Gefahr einer eventuellen Ablieferung an die Siegermächte bedroht.
1961 bekam das Schiff seine 3. Maschine, einen 195 PS leistenden Mercedes-Benz 4 Takt Diesel. Es wurden auch verschiedene Umbauten im
Decksbereich durchgeführt. Mit der starken Maschine verschwanden auch die letzten Reste der Besegelung endgültig.
1967 - 1974 war die EIDER noch für Kapitän Johann Heldt Meeder aus Süderstapel in Fahrt. Dann war es mit der Frachtfahrt vorbei und das
Schiff fand als Sportangelfahrzeug eine neue Beschäftigung.
Unter dem neuen Namen NAJADE I ist die alte Lady noch heute von Cuxhaven aus in Fahrt und ist "still going strong".

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Wilster
Das Foto und der erläuternde Text wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt aus dem Archiv André Konietzko
Herbert Karting, Deutsche Schoner, Band VI, S. 113-115

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1925 - Schifffahrt auf Wilsterau, Holstenau und Burger Au a

1925 Schifffahrt auf Wilsterau, Holstenau und Burger Au
Bis in die 1930er Jahre bestand für die auf der Wilsterau verkehrenden Schiffer die Möglichkeit, über eine Schleuse von der Holstenau/Wilsterau direkt in den Kaiser-Wilhelm-Kanal (heute: Nord-Ostsee Kanal bzw. Kiel Kanal bzw. NOK) und von dort über eine weitere Schleuse in die Burger Au zu gelangen.
In der Burger Au war vor der Schleuse eine Gewässeraufweitung, der Kattenstieg, angelegt worden. Sie diente den Schiffern als Liegeplatz; hier siedelte sich 1913 die zuvor in Friedrichstadt betriebene Werft von Detlef Schöning an.
In der Werft am Kattenstieg wurden nach dem I. Weltkrieg zunächst Küsten-Torpedoboote abgewrackt und dann mangels Neubauaufträge Reparaturen an Küstenschiffen ausgeführt.
Als einziger nennenswerter Neubau wurde von 1924 - 1926 auf eigene Rechnung der 26 m lange Schoner IRENE SCHÖNING gebaut.
Mit der IRENE SCHÖNING hatte es insofern eine besondere Bewandtnis, als sie das letzte in Deutschland ohne Motor gebaute Frachtschiff war. Der Schoner fuhr in seinem ersten Jahr nur unter Segeln; ein Hilfsmotor wurde erst nach einem Jahr eingebaut.
Bild 1 zeigt die IRENE SCHÖNING am Kattenstieg. Ein Modell des Schiffes befindet sich im Burger Museum
Hinter der IRENE SCHÖNING liegt die in Delfzijl, Niederlande, gebaute MARTHA SCHÖNING (Eigner: Karl Schöning).
Hölzerne Schiffe für die Berufsschifffahrt wurden zu dieser Zeit nicht mehr hergestellt; sie wurden von Stahlschiffen, vor allem aus Holland, verdrängt. Lediglich Anfang der 30er Jahre wurde auf der Werft Schöning noch ein kleines Ausflugsschiff aus Stahl gefertigt; danach wurde die Werft aufgegeben. In der Folge waren die Schöning´s nur noch als Schiffseigner und Kapitäne tätig. Der Itzehoer Kapitän, Lotse und Autor Herbert Karting hat der Schiffer- und Schiffbauerfamilie Schöning mit seinem Buch "Segel von der Eider" ein Denkmal gesetzt.
Bild 2 zeigt den stark frequentierten Liegeplatz am Kattenstieg während der außergewöhnlichen Frostperiode im Januar/Februar 1922. Aus der Abbildung läßt sich erahnen, welche Bedeutung Burg als Schifferort hatte; um 1900 waren allein in Burg 64 Frachtsegler beheimatet gewesen.
Bild 3 zeigt um 1914 ein Schiff auf dem Slip der Werft Schöning am Kattenstieg. Bei dem Schiff handelt es sich um die 1912 gebaute stählerne Galeasse MELPOMENE des Schiffers H.F. Meyburg aus Burg/Dithmarschen. Wahrscheinlich liegt der Segler zur Reparatur oder für einen neuen
Bodenanstrich bei Schöning auf Slip, denn er war zum Zeitpunkt der Aufnahme ja noch nicht alt.
Anzumerken ist noch, daß sich in der St. Petri Kirche in Burg das vom Schiffbaumeister Detlef Schöning im Jahre 1922 gestiftete Votivschiff "Detlef und Marie" befindet, welches so heute noch an vergangene Schifffahrts- und Schiffbautraditionen in Burg erinnert.

Bildrechte:
Bild 1: Privatfoto Familie Schöning
Bild 2: Repro aus einem Leporello (Bilderserie) von Foto-Lorenz, Burg
Bild 3: nicht bekannt
Die Abbildungen wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Herrn Rudolf Böckmann; Burg in Dithmarschen
Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung von Herrn Hans-Peter Lausen, Burg in Dithmarschen

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1907 - Wewelsfleth - Werft Junge - Dreimast Marssegelschoner JUPITER

1907 Die Junge Werft in Wewelsfleth an der Stör.
Dreimast Marssegelschoner JUPITER auf der Helling.
Die Junge Werft war 1859 in Nachbarschaft einer weiteren dort bereits seit 20 Jahren bestehenden kleinen Werft von dem aus Burg in Dithmarschen stammenden und zu dem Zeitpunkt 33 Jahre alten Schiffszimmerer Christopher Junge gemeinsam mit seinem Bruder Johann gegründet worden und hatte sich rasch ein hervorragendes Renommee erarbeitet.
Der Bruder Johann Junge wurde später alleiniger Eigentümer der Werft.
Die Werft wurde bis 1918 von dem Nachfolger Gustav Junge (* 26.11.1861 in Wewelsfleth), Sohn des Vorbesitzers, betrieben und dann verkauft – sie bestand dann noch einige Zeit. Aus dem Nachlaß des Gustav Junge werden viele Konstruktionspläne und Modelle der von der Werft gebauten Schiffe heute im Deutschen Schifffahrtsmuseum Bremerhaven verwahrt.
Von mehreren ehemaligen Wewelsflether Werften besteht heute nur noch die Peters-Werft.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

Anmerkung: Die ergänzend vorgestellte Ansichtskarte befindet sich in einer externen Sammlung.

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1932 - maritime Motive an der Elbe bei Brokdorf und St. Margarethen (SF)

1932 maritime Motive an der Elbe bei Brokdorf und St. Margarethen
Die 1932 gelaufene Ansichtskarte zeigt z.T. viele Jahre ältere maritime Motive.
oben: Lotsenhaus (um 1900) auf der Bösch im unbedeichten Vorland vor St. Margarethen.
Seit dem 13. Jahrhundert gab es auf der Elbe Lotsen. Diese waren zunächst Fischer, die mit den schwierigen und sich ständig verändernden Fahrwasserverhältnissen vertraut waren; mit der Zeit entwickelte aus dem Gelegenheitsgewerbe ein eigener Berufsstand. Ab 1656 gab es ein geregeltes Lotswesen auf der Elbe. Die Lotsen organisierten sich in Bruderschaften; so in die 1745 gebildete Elbelotsenbrüderschaft, welche die Abfolge des Einsatzes der Lotsen regelte. Ab 1749 wurden die Lotsenboote besetzt von einer Lotsen-Station bei St. Margarethen; sie war in einem Wirtshaus eingerichtet worden, welches sich auf einer im Vorland gelegenen uralten Wurt befand. Die seit alters her bewohnte Wurt wurde Bösch genannt nach einer am gegenüber liegenden Rand des Fahrwassers gelegenen Sandbank - der Bösch bzw- dem Bösch-Rücken. Die Lotsen nannten sich entsprechend: Bösch-Lotsen.
Das Gebäude brannte am nebligen Morgen des 05. November 1902 ab und wurde nicht wieder aufgebaut. Die Lotsenstation, welche bie zu 80 Lotsen Quartier bieten konnte, war bereits 1895 nach Brunsbüttelkoog verlegt worden, wonach das Gebäude nur noch als Gastwirtschaft genutzt wurde. Die Warft selbst besteht heute noch, sie liegt unmittelbar am Bütteler Außenpriel im Außendeich von St. Margarethen (vgl. Bild 3).
mittig:
- Dreimast-Toppsegel-Schoner, Spaziergänger auf dem Deich, Stack, Peilbake
- alter Fahrensmann; der auch auf Ansichtskarten mit Motiven aus St. Margarethen oder Wewelsfleth dargestellte alte Fahrensmann mit Öljacke und Südwester, mit weißhaariger Schifferkrause und eine kurze Pfeife rauchend, ist handschriftlich auf einer dieser Karten namentlich bezeichnet mit: Fritz Langbehn.
- Leuchtturm Brokdorf (Oberfeuer des Richtfeuers Brokdorf), Stack, Schiffe
unten: Leuchtturm Hollerwettern; am Elbdeich stehendes Unterfeuer des Brokdorfer Leuchtturmes.
Das für die Schifffahrt auf der Elbe eingerichtete Richtfeuer Brokdorf bestand aus dem höheren Oberfeuer in Brokdorf und dem niedrigeren Unterfeuer in Hollerwettern.
Wenn das gelbe Licht beider Türme sich für den Schiffer übereinander – also „Feuer in Linie“ – befand, steuerte er den richtigen Kurs im Fahrwasser (vgl. Bild 4).
Das Richtfeuer in Brokdorf wurde 1889 errichtet; das Oberfeuer als runder Eisenturm, das Unterfeuer als hölzernes Leuchthaus.
1911 wurden beide Anlagen durch Neubauten ersetzt, die bis 1982 im Dienst waren.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Karl Kautz, Brokdorf

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2019 - Lotsenschoner No. 5 ELBE c Reparatur auf der Werft in Wewelsfleth

21.06.2019 historischer Lotsenschoner No. 5 ELBE zur Reparatur auf der Peters Werft in Wewelsfleth.
Der am 08. Juni 2019 auf der Elbe bei Stadersand mit dem unter zypriotischer Flagge fahrenden Containerschiff ASTROSPRINTER kollidierte Hamburger Traditionssegler No. 5 ELBE wird auf der Peters-Werft in Wewelsfleth repariert werden.
Die No. 5 ELBE ist ein 37 m langer Gaffelschoner, welcher im Jahr 1883 auf der Werft H.C. Stülken auf Hamburg Steinwerder vom Stapel gelaufen war. Der erst kürzlich mit hohem finanziellen Aufwand restaurierte Segler ist das letzte seegehende hölzerne Schiff aus der Zeit des Holzschiffbaus in der Hansestadt Hamburg.
Es ist bei aller Dramatik der folgenschweren Kollision nur einer glücklichen Fügung zu verdanken, dass bei dem Ereignis nicht der Verlust von Menschenleben zu beklagen war. Der Bugwulst des Containerschiffs rammte die ELBE kurz hinter deren lotrechten Steven und drückte den dabei zunächst schwimmfähig gebliebenen Schoner zur Seite. Hätte der Bug der ASTROSPRINTER den Schoner mittig getroffen und diesen überlaufen, wären die Folgen deutlich gravierender gewesen.
Die vorgestellten Fotos zeigen die ELBE an den Dalben der Peters Werft in Wewelsfleth. Deutlich zu erkennen sind die durch den Rammstoß an der Beplankung des Schoners aufgetretenen Schäden.

Bildrechte: Karl Kautz, Brokdorf

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1907 - Fracht-Ewer auf der Stör und die Mühle

1907 Frachtewer auf der Stör und die Graupen-Mühle "Renata" von H. Meifort am Kasenort;
zu dem Anwesen gehörte eine Gastwirtschaft mit Kegelbahn – die Gastwirtschaft „Sommerlust“ wurde bis Anfang der 1950er Jahre betrieben, während die 1883 erbaute Mühle bereits in den 1920er Jahren beseitigt wurde.
Im Vordergrund die Wilsterau.
Die über den Deich der Stör hinaus ragenden Segel der Fracht-Ewer sind vom Photographen in die Abbildung hinein retuschiert worden, gleichwohl gibt das Bild einen Eindruck von der Bedeutung von Stör und Wilsterau vor hundert Jahren als Verkehrsweg.
Die Takelage der Frachtsegler entspricht dem der Ewer von der Elbe.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

Es handelt sich um eine hinsichtlich der in das Bild hinein retuschierten Segel veränderte Version der Ansichtskarte.

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1938 - Schülerinnen der Volksschule Wilster

1938 Schülerinnen der Volksschule Wilster
Die Schülerinnen tragen allesamt als Oberbekleidung jeweils Kleid oder Rock - lange Hosen galten seinerzeit für Mädchen als obsolet.
Es fällt gleichfalls auf, dass mehrheitlich die Schülerinnen zu Zöpfen geflochtene lange Haare tragen - die Zöpfe wurden wurden zumeist erst nach der Konfirmation ihrer Trägerin abgeschitten, um einer Kurzhaarfrisur zu weichen, die dann bezeichnenderweise "Bubikopf" genannt wurde.
Die Namen der abgebildeten Schülerinnen sind bekannt.
hinten:Thea Gitzel, Ruth Klatzig, Wilma Hamann, Helga Hintz, Erna Krumm, Marianne Eljath
vorne: Julia Köpke, Elfriede Jensen, Emmy Halmschlag, Erna Mahler, Emmi Conrad

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Frau Ursula Mäding, Oberhausen

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1958 - Schifffahrt auf Wilsterau, Holstenau und Burger Au - Hafen am Kattenstieg

Schifffahrt auf Wilsterau, Holstenau und Burger Au
Der Burger Hafen am Kattenstieg 1932 bis Ende der 1950er Jahre.
Bis in die 1930er Jahre hatte für die auf der Wilsterau verkehrenden Schiffer die Möglichkeit bestanden, über eine Schleuse von der Holstenau/Wilsterau direkt in den Kaiser-Wilhelm-Kanal (heute: Nord-Ostsee Kanal bzw. Kiel Kanal bzw. NOK) und von dort über eine weitere Schleuse in die Burger Au zu gelangen.
In der Burger Au war vor der Schleuse eine Gewässeraufweitung, der Kattenstieg, angelegt worden. Sie diente den Schiffern als Liegeplatz.
Mit dem 01. April 1933 wurde der Betrieb der Schleuse zur Burger Au eingestellt; die Schleuse zur Holstenau/Wilsterau war bereits zuvor einer Kanalverbreiterung zum Opfer gefallen und wegen der bedeutungslos gewordenen Schifffahrt auf diesem Teil der Gewässer nicht wieder errichtet worden.
1971 wurde die offene Verbindung zum Kattenstieg gänzlich vom Kanal abgetrennt.

Fotos und nachfolgende Informationen stammen aus dem Buch "Segel von der Eider" über die dortige Schöning Werft (1995 erschienen im Verlag H.M. Hauschildt, Bremen) von Kapitän Herbert Karting, Itzehoe, welcher freundlicherweise der Wiedergabe zugestimmt hat.
Bild 1: Links hinten liegt die die ehemalige Segelschute "GERD SCHÖNING" von Theodor Schöning;
in der Mitte die Tjalk "SEESTERN" von Johannes Wilstermann;
rechts die "BERTHA" von Günther Schöning.
Bild 2: Theodor Schönings Tjalk "GÜNTHER" liegt hier am Kanalhafen in Rendsburg (im Hintergrund ist die Hochbrücke Rendsburg zu sehen). Auf dem Steven sitzt der Sohn und Namensgeber Günther Schöning
Bild 3: Hier liegt um 1932 fast die gesamte damalige Schöning´sche Flotte an den Pfählen:
vorn links die stählerne Tjalk "GÜNTHER" (gebaut 1903 in Waterhuizen, 57 BRT) und der hölzerne Ewer "MARGARETHA" (1897 Burg, 34 BRT) von Theodor Schöning,
dahinter links die Aak "MARIE" (1924 Groningen, 108 BRT) von Wilhelm Schöning; daneben der hölzerne Schoner "IRENE SCHÖNING" (1924 Burg, 101 BRT) von Detlef Schöning jun.
Die "MARTHA SCHÖNING" bzw. "MARIANNE" von Carl Wilhelm Schöning wurde zu dieser Zeit gerade auf der eigenen Werft umgebaut.

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1925 - Schifffahrt auf Wilsterau, Holstenau und Burger Au b

1925 Schifffahrt auf Wilsterau, Holstenau und Burger Au
Bis in die 1930er Jahre bestand für die auf der Wilsterau verkehrenden Schiffer die Möglichkeit, über eine Schleuse von der Holstenau/Wilsterau direkt in den Kaiser-Wilhelm-Kanal (heute: Nord-Ostsee Kanal bzw. Kiel Kanal bzw. NOK) und von dort über eine weitere Schleuse in die Burger Au zu gelangen.
In der Burger Au war vor der Schleuse eine Gewässeraufweitung, der Kattenstieg, angelegt worden. Sie diente den Schiffern als Liegeplatz; hier siedelte sich 1913 die zuvor in Friedrichstadt betriebene Werft von Detlef Schöning an.
In der Werft am Kattenstieg wurden nach dem I. Weltkrieg zunächst Küsten-Torpedoboote abgewrackt und dann mangels Neubauaufträge Reparaturen an Küstenschiffen ausgeführt.
Als einziger nennenswerter Neubau wurde von 1924 - 1926 auf eigene Rechnung der 26 m lange Schoner IRENE SCHÖNING gebaut.
Mit der IRENE SCHÖNING hatte es insofern eine besondere Bewandtnis, als sie das letzte in Deutschland gebaute Frachtschiff ohne Motor war. Der Schoner fuhr in seinem ersten Jahr nur unter Segeln; ein Hilfsmotor wurde erst nach einem Jahr eingebaut.
Bild 1 zeigt die IRENE SCHÖNING am Kattenstieg. Ein Modell des Schiffes befindet sich im Burger Museum
Bild 2 zeigt die IRENE SCHÖNING bei einem Aufenthalt im Hamburger Hafen.

Bildrechte: nicht bekannt
Die Abbildungen wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Rudolf Böckmann, Burg in Dithmarschen

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1942 - St. Margarethen (Elbe) Ortskern, Leuchtturm, Segel- und Dampfschiffe

1942 St. Margarethen (Elbe) Ortskern, Leuchtturm, Segel- und Dampfschiffe
Die Abbildungen mit maritimen Motiven belegen die Lage des schönen an der Elbe gelegenen Dorfes.
Der im Deichbestick stehende Leuchtturm in Scheelenkuhlen wurde 1979 durch das moderne und außerhalb des Deiches stehende neue Unterfeuer ersetzt.
Das abgebildete Kirchspiels-Wappen – es zeigt die dem Dorf ihren Namen gebende Heilige St. Margaretha – ist 1916 zugunsten der Nationalsspende aufgerichtet worden.

Bildrechte: Karl Kuskop, Wilster

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01 Paddelboot - das erste in Wilster gebaute Sportboot b

1924 Das erste in Wilster gebaute Paddelboot
Das 1924 durch den Tischlerlehrling Heinrich von Holdt erbaute Paddelboot löste in Wilster ein großes Interesse am Wassersport aus.
Der Wassersportverein Wilster wurde 1926 von den Jugendlichen Heinrich von Holdt, Karl Huusfeldt, Oswald Bruhn und Willi Kuhrt gegründet; er bestand bis 1930. Zu der Zeit befand sich Heinrich von Holdt als Tischlergeselle auf seiner zünftigen Wanderschaft, die ihn durch ganz Deutschland führte.
Einige Paddler - so wie auch Wilsteraner Segler - schlossen sich der Seglervereinigung Glückstadt an. Als 1932 die Segler-Vereinigung Wilster gegründet wurde, fanden auch die Paddler mit einer eigenen Kanu-Gruppe zu diesem Verein. Das Domizil der Paddler lag an der Landrechter Brücke.
Bild 1 zeigt einen Paddler auf der Wilsterau im Jahre 1927
Bild 2 Paddler mit ihren Kanus mit Hilfsbesegelung treffen sich am 28.08.1927 zur Teilnahme an der vor Glückstadt auf der Elbe stattfindenden Segel-Regatta.
Bild 3 Kanu mit Segel bei der Segelregatta am 28.08.1927 auf der Elbe
Bild 4 Die Boote wurden immer ausgereifter; hier (1934) schaut der spätere Textil-Kaufmann Heino Looft von seinem damaligen Elternhaus aus Freunden zu, die auf der Wilsterau am Rosengarten ihr Kanu vorführen.
Die Wilsteraner Kanuten waren ab 1932 der in dem 1932 gegründeten Segler-Vereinigung Wilster als Kanu-Gruppe angeschlossen; ab 1936 als selbständige Gruppe innerhalb des Vereins. Im Jahre 1951 gründeten die Kanuten einen eigenständigen Verein; ihr Stander mit den Farben grün, weiß, rot erinnert an die lange Zeit der engen Verbundenheit mit den Seglern.
Die Kanu-Gruppe Wilster hat eine eigene Netz-Seite.

Bildrechte: nicht bekannt

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1898 - Groß-Segler auf der Stör - Hafen in Itzehoe

1898 Großsegler auf der Stör - Hafen in Itzehoe
Die schöne alte lithographische Jugendstil Postkarte zeigt Szenen aus Itzehoe, der Kreisstadt des Kreises Steinburg.
Die Darstellung aus dem Hafen mit den dort liegenden Schiffen verdeutlicht, daß seinerzeit auch Großsegler die Stör von deren Mündung in die Elbe aufwärts bis nach Itzehoe befuhren.
Neben den kleineren Stör-Ewern sind eine Schoner-Bark, eine Brigg sowie ein Gaffel-Schoner abgebildet. Es ist anzunehmen, daß die großen Segler nur mit Schlepper Unterstützung die enge und stark mäandrierende Stör befahren konnten.

Bildrechte: Reinicke & Rubin, Magdeburg

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1902 - Schlepper LIMA II zieht Toppsegel-Schoner auf der Stör bei Heiligenstedten

1902 Schleppzug auf der Stör zwischen Itzehoe und Heiligenstedten
Schlepper LIMA II zieht einen Toppsegel-Schoner, der offenbar Ladung nach Itzehoe gebracht hat.
In der engen und mäanderreichen Stör konnten im Gegensatz zu den Fracht-Ewern die großen Frachtsegler nicht ohne Motorkraft manövrieren; sie hatten vor gut einhundert Jahren zumeist noch keine Hilfsmaschine. Sie benötigten daher die Unterstützung durch Schlepper wie der LIMA II

Bildrechte: Verlag Chr. Bachmann & Petersen, Itzehoe

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1929 - Beidenfleth an der Stör - Feuerschiff Elbe 2

1929 Beidenfleth an der Stör - Feuerschiff Elbe 2
In dem an der Stör gelegenen Beidenfleth gab es bis Mitte des vergangenen Jahrhunderts Werften, so auch die von Hugo Peters in den Jahren 1922 bis 1945 betriebene Werft.
Die mittlere Abbildung zeigt das auf der Stör vor der Beidenflether Peters-Werft zum Abwracken liegende Feuerschiff ELBE 2.
Das den Namen „GUSTAV HEINRICH" führende 29,30 m lange und 6,88 m breite hölzerne Schiff war 1879 auf der Hamburger Werft von H.C. Stülcken als Dreimast-Gaffelschoner gebaut worden. Es wurde auf der Station ELBE 1 ausgelegt, wo es von 1879 bis 1892 seinen Dienst verrichtete; danach wurde es als Reserve-Feuerschiff genutzt (offenbar auch auf der Station ELBE 2) und 1928 außer Dienst gestellt.
Hinter dem Feuerschiff liegt gleichfalls zum Abwracken die ehemalige Lotsen-Galiot "SECRETAIR HARGREAVES", welche 1892 auf der Dreyer-Werft in Neuhof gebaut worden war. Die Galiot ist später gleichfalls zum Reserve-Feuerschiff umgebaut worden und diente ab 1921 im Cuxhavener Tonnenhafen als Jugendherbergs-Schiff.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

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1825 - Walfänger Brigg DIE HARMONIE VON BEIDENFLETH

1825 Walfänger Brigg DIE HARMONIE VON BEIDENFLETH
Gemälde in Deckfarbenmalerei, 34,7 x 53,8 cm
Signatur: L. Busch, 1825. pinx
Inschrift am Heck des Schiffes: DIE HARMONIE VON BEIDENFLETH
Der Danebrog am Heck des Schiffes erinnert daran, das Holstein - mithin auch Wilster - bis 1865 zum Gesamtstaat Dänemark gehörte.
Vor 200 Jahren und davor wurden u.a. von Altona, Beidenfleth, Brunsbüttel, Itzehoe, Glückstadt, Kollmar, Uetersen Schiffe zum Wal-Fang und Robbenschlag in das Eismeer im Nordatlantik ausgesandt.
In den Jahren 1818 bis 1825 ging von Beidenfleth aus die Brigg DIE HARMONIE VON BEIDENFLETH regelmäßig auf Walfang.
Besondere originale Erinnerungsstücke an diese Zeit sind längst (etwa ab 1875) verschwunden, z.B. die aus den Kiefernknochen der Wale gebildete Tore - jeweils zwei standen in Wewelsfleth am südlichen Deich bei der Störmündung sowie in Beidenfleth hinter der Mühle und eines weiter nach Hodorf zu.
Am Mühlenhörn an der Grenze der Kirchspiele Wewelsfleth und Beidenfleth stand bis Mitte des 19ten Jahrhunderts eine Transiederei. Sie wurde u.a. auch von dem von Beidenfleth ausgesandten Grönlandfahrer DIE HARMONIE VON BEIDENFLETH beliefert. Sie fuhr von 1818 bis 1823 unter dem Kommandeur P. Sommer und danach unter dem Kommandeur J. Voß.
1819 mußte die HARMONIE "wegen gebrochenen Ruders Grönland am 12. Juny verlassen". Überhaupt waren die Reisen überaus gefährlich und es waren Verluste an Schiffen und Mannschaften zu beklagen.
In den Beidenflether Kirchenbüchern finden sich auch Einträge von Grönlandfahrern aus früherer Zeit.
Im Totenregister ist u.a. unter dem 02.Oktober 1780 vermerkt, dass der Sohn "des nach Grönland Fahrenden Joh. Stammer" gestorben sei.
Am 14.September 1819 wird Johann Friedrich Wulf als "Faßbinder auf dem hiesigen Grönlandfahrer" genannt (beim Tode seines Sohnes).
Ein besonders tragisches Geschehen ist am 08.August 1820 dokumentiert mit "Hinrich Wichmann, ehel. Sohn des Webers zu Hohenfelde Emke Wichmann und Abel geb. Münster. Er diente als Matrose auf dem hiesigen Grönlandfahrer. Kam hier an seinem Todestage glücklich von seiner gefahrvollen Reise an und ertrank etwa eine Stunde nachher, indem er vom Schiffe in die Challuppe herabspringen wollte und das Boot verfehlte. Er war 19 Jahre alt und wurde stille beerdigt."
Auch auf den von anderen Häfen der Region ausgehenden Schiffen fuhren Männer aus den Orten der Wilstermarsch und aus Wilster mit; so z.B. 1820 auf der "EINIGKEIT VON BRUNSBÜTTEL" der Speckschneider Maat Michel Rohweder, der Partfahrer Hinrich Bielenberg und die Matrosen Claus Böther und Hinrich Ahmling. Dabei war auch der damals siebzehnjährige Matrose Peter von Holdt, welcher später zum Stammvater der heute in Nordfriesland und auf den Nordfriesischen Inseln lebenden "von Holdt" wurde.
Aus den in der Wilstermarsch gelegenen Orten gehörten noch Carsten Saß und Johann Ohlhafer (beide aus Brokdorf), David Detlefs (aus Wewelsfleth) und Peter Mahn (aus Flethsee) zu der 51 Männer umfassenden Besatzung.
Als Beleg für die aus Wilster und der Wilstermarsch stammenden Seefahrer liegen Auszüge aus der originalen Mannschaftsliste des Walfängers "EINIGKEIT VON BRUNSBÜTTEL" aus dem Jahre 1820 vor. Darin sind die Namen der genannten Wilsteraner sowie deren damaliges Lebensalter aufgelistet.
Den von Glückstadt aus erstmals 1818 auf die Reise gegangenen Schoner SCHNELLHEIT ereilte bereits auf seiner zweiten Reise ins Nordmeer sein Geschick. In einem vom 16.bis 18. März 1819 wütenden Orkan ging das Schiff mit seiner 26 Mann umfassenden Besatzung verloren. Die Namen der Verunglückten sind im Glückstädter Totenregister verzeichnet; unter ihnen sind genannt Johann Averhoff aus Beidenfleth und Jacob Lucht aus Wilster.

Heute erinnert vor dem Gebäude der Gemeinschaftsschule der Wilstermarsch in Wilster als Objekt "Kunst am Bau" die Fluke eines abtauchenden Wals auch an die bedeutende Zeit von Grönlandfahrt, Walfang und Robbenschlag sowie die daran beteiligten Männer aus der Stadt Wilster und der Wilstermarsch.
In Erinnerung ist auch noch allgemein, dass von Wewelsfleth und Beidenfleth aus früher die bekannten Störkringel tonnenweise als Schiffsproviant an die Walfänger geliefert wurden.

Quellen:
Der Historische Walfang in Bildern - Altonaer Museum in Hamburg, Norddeutsches Landesmuseum (1987)
Schleswig-Holsteins Grönlandfahrt auf Walfischfang und Robbenschlag (1937), von Wanda Oesau

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1940 - Alter Hafen in Wewelsfleth

1940 Alter Hafen in Wewelsfleth.
Im Verlauf eines ehemaligen Priels gelegener kleiner Hafen mit kleinen Segel- und Ruderbooten.
Heute erinnert der Name der Straße "Am Hafen" noch an die seinerzeitige und heute völlig veränderte Situation.
Früher legten hier kleine Fracht-Ewer an, welche die Aufgabe der heutigen Lastwagen erfüllten, denn sie beförderten in großer Zahl über das enge in den Niederungsgebieten vorhandene Netz der schiffbaren Gewässer (u.a. Elbe, Stör, Wilsterau, Burger Au, Flethe und Kanäle) die Güter.
Das nahe der Mündung der Stör in die Elbe gelegene Dorf Wewelsfleth wurde mit seinem Namen „Weuelesflethe“ im Jahre 1238 erstmals schriftlich genannt.
Seit über zweieinhalb Jahrhunderten sind in Wewelsfleth Schiffszimmerplätze bezeugt – heute noch stellt die Peters-Werft einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor für das Dorf dar.

Bildrechte: Joost

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1901 - Heiligenstedten, Großsegler auf der Stör

1901 Die Stör bei Heiligenstedten.
Ein Schleppverband, bestehend aus zwei Motor-Schleppern und einem Großsegler hat stromaufwärts fahrend die Klappbrücke in Heiligenstedten passiert.
In der engen und mäanderreichen Stör konnte ein Großsegler – hier ein Dreimast-Marssegelschoner – nicht ohne Motorkraft manövrieren; die großen Fracht-Segler hatten vor hundert Jahren noch keine Hilfsmaschine. Der Segler ist offenbar auf der Elbe vor Störort auf den Haken genommen worden.

Bildrechte: Verlag F. Schlüter, Wilster

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1903 - Büttel (Elbe) - Hafen am Bütteler Kanal, Brücke, Gasthaus

1903 Büttel (Elbe) - Hafen am Bütteler Kanal, Brücke, Gasthaus.
Farb-Lithographie mit fünf Miniaturen.
a) Gastwirtschaft Rusch.
b) Neue Brücke im Zuge der Chaussee von Wilster nach Brunsbüttel.
c) Dreimast-Toppsegelschoner auf der Elbe.
d) Hafen im Bütteler Kanal, von der Chausseebrücke aus gesehen.
e) Hafen im Bütteler Kanal, vom Elbdeich aus gesehen.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

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1915 - Brokdorf an der Elbe - maritimes, Gasthöfe, Kirchducht

1915 Brokdorf an der Elbe - maritimes, Gasthöfe, Kirchducht.
Die Ansichtskarte zeigt neben dem Text der ersten Strophe des Schleswig-Holstein Liedes das Wappen des Landes sowie die Abbildung von vier Ansichtskarten. Auf diesen finden sich maritime Motive, nämlich
unten links (Bild 2): verschiedene (damals moderne) Dampfschiffe auf der Elbe,
nämlich der IMPERATOR und die VATERLAND, beide zum Zeitpunkt ihres Stapellaufes jeweils die größten Schiffe der Welt, wobei die VATERLAND bis heute das größte jemals unter Deutscher Flagge gefahrene Passagierschiff und zugleich das größte jemals mit Kohlenfeuerung betriebene Dampfschiff ist,
sowie
unten rechts (Bild 3): Frachtsegler - Fracht Ewer und Dreimast-Marssegelschoner - auf der Elbe sowie das 1911 als Turm in Gitterkonstruktion gebaute Oberfeuer des Richtfeuers Brokdorf – der Turm war bis 1982 in Betrieb.
Die Karte oben rechts zeigt
- die „Gastwirtschaft zum Hafen“ von Wilhelm Stücker.
- die 1904 erbaute Meierei Brokdorf, welche zeitweilig als Genossenschaftsmeierei und zeitweilig als Privatmeierei betrieben und die im Jahre 1962 stillgelegt wurde - in das Gebäude zog danach der Feinoptikerbetrieb Reichmann ein.
- die Einmündung der Straße Dörferdeich mit dem Gasthaus Hein an der Einmündung zur Dorfstraße.
unten mittig: Karte, welche Gebäude in der Kirchducht zeigt.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

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1918 - Feuerschiff KALKGRUND auf der Werft in Wewelsfleth an der Stör

ca. 1918 Das Feuerschiff KALKGRUND auf der Werft in Wewelsfleth an der Stör.
Bereits am 21.04.1876 war vor der Untiefe Kalkgrund am Eingang der Flensburger Förde auf Veranlassung der Königlichen Regierung in Schleswig ein erstes Feuerschiff ausgelegt worden. Das rot angestrichene und gut 20 m lange hölzerne Schiff mit dem in großen weißen Buchstaben auf den Rumpf geschrieben Namen wurde im Jahre 1906 außer Dienst gestellt, wonach dann ein Reserve-Feuerschiff den Dienst übernahm.
Das Nachfolger Stamm Feuerschiff KALKGRUND (II) wurde auf der Werft Flensburger Schiffbau-Gesellschaft im Jahre 1910 erbaut; das 36 m lange Schiff bezog im selben Jahr seine Position.
1919 wurde das Feuerschiff umbenannt in FLENSBURG; offenbar zeigt die Ansichtskarte das Feuerschiff auf der Wewelsflether Werft in der Phase des Umbaues, wonach die Umbenennung erfolgte.
Die Außerdienststellung als Feuerschiff erfolgte 1963 nach der Fertigstellung des Leuchtturmes Kalkgrund.
Das zwischenzeitlich zum Zweimast-Schoner umgebaute Schiff ist heute mit dem Namen "NOORDERLICHT" unter niederländischer Flagge als Kreuzfahrer in Fahrt.
Hier gibt es informationen zum Kreuzfahrer NOORDERLICHT

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

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1928 - Wewelsfleth - Mündung der Stör am Störort

1928 Wewelsfleth Störort - Mündung der Stör in die Elbe am Störort.
Mit dem Ebbestrom laufen Fracht-Ewer durch die Mündung der Stör in die Elbe ein.
Da in den Tidegewässern Elbe und Stör ein harter Ebbe- bzw. Flutstrom läuft, war es den unter Segel fahrenden und seinerzeit noch nicht mit Motorantrieb ausgerüsteten Ewern zumeist nicht möglich, gegen den Strom zu fahren. Die mit dem Ziel Hamburg aus der Stör kommenden Ewer nutzten daher bei Niedrigwasser die letzte Phase der Ebbe um in die Elbe einzufahren, um dann nach Kenterung der Tide mit dem Flutstrom elbaufwärts zu fahren.
Zugleich fährt ein Schleppverband in die Stör ein.
Das Foto ist vom linksseitigen Ufer der Stör bei Ivenfleth aufgenommen worden.
Die örtliche Situation ist heute nach dem Bau des 1975 in Betrieb genommenen Sturmflutsperrwerkes völlig verändert - die Mündungsstrecke der Stör wurde verlegt, die 3 Gehöfte am Störort beseitigt und das gesamte vormalige Wewelsflether Außendeichsland eingedeicht.

Bildrechte: Verlag Ferd. Prange, Glückstadt

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PIRAT - WEEKEND I

PIRAT - WEEKEND I
Das Binnenschiff PIRAT gehörte dem aus Beidenfleth stammenden Wilsteraner Schiffer Willy Schwabe. Dieser hatte bereits als junger Mann das Schiff nach dem tragischen Unfalltod seines Vaters, des Schiffers Wilhelm Schwabe, im Jahre 1931 übernommen. Zuvor hatte er bei seinem Vater Seemannschaft gelernt und danach auf Küstenmotorschiffen seine Berufserfahrungen weiter entwickelt.
Die PIRAT ist 1912 im niederländischen Hoogezand auf der Werft von Hendrik Kroese als 37 BRT große Segel-Schute gebaut worden.
Im Laufe der Zeit ließ Willy Schwabe die Tonnage der PIRAT durch mehrere Umbauten von ursprünglich 70 auf 250 Tonnen erhöhen; gleichzeitig wurde die Motorleistung von 25 PS auf 210 PS gesteigert. Der Name des Schiffes wurde zuletzt von PIRAT in WEEKEND I geändert – dieser natürlich nicht englisch sondern auf Platt gesprochen.
Ende 1984 wurde die PIRAT abgewrackt.
Bestmann, Smutje und Decksjunge auf der WEEKEND I ex PIRAT war über einen Zeitraum von über 50 Jahren Fahrenszeit die Ehefrau des Schiffers, die ebenfalls aus Beidenfleth stammende Helene Schwabe geb. Tenzer. In den ersten sieben Jahren der gemeinsamen Fahrenszeit wohnte das Ehepaar ausschließlich auf seinem Schiff. Danach wurde zunächst in der Allee in Wilster eine Wohnung an Land bezogen und später in dieser Straße auch ein sehr geräumiges Haus erworben. Die Kinder des Ehepaares – vier Töchter – lernten die Schifffahrt von frühester Jugend an kennen. Da nimmt es nicht Wunder, daß drei von Ihnen später selbst Schiffer heirateten.
Bild 1 Die PIRAT bei Eisgang auf der Wilsterau am Bischof im Jahre 1954, Fracht für die Wilsteraner Futtermittel-Werke Günther & Co. transportierend.
Bild 2 Der Schiffer Willy Schwabe an Bord der im Hafen am Brook liegenden PIRAT; dahinter die LIDIA des Wilsteraner Schiffers Hein Bösch.
Bild 3 Der Schiffer Willy Schwabe mit seinen Töchtern Ursula und Liane auf der PIRAT im Ewer-Hafen in Hamburg
Bild 4 Die PIRAT, die Schleuse Lintig im Bederkesa-Geeste-Kanal verlassend.
Der die Elbe mit der Weser verbindende Elbe-Weser-Schifffahrtsweg zwischen Bremerhaven und Otterndorf, bestehend aus der Geeste, dem Bederkesa-Geeste-Kanal und dem Hadelner Kanal, wurde von der PIRAT bzw. späteren WEEKEND I vielmals durchfahren, insbesondere nachdem die Wilsteraner Schiffer wegen der immer schwierigeren Beschaffung von Frachtraten ihren Aktionsradius bis zum Rhein ausdehnen mußten.

Bildrechte: Familie Hein, Wilster
Die Fotos wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Frau Liane Hein, Wilster

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1907 - Fracht-Ewer auf der Stör und die Mühle RENATA

1907 Frachtewer auf der Stör und die Graupen-Mühle "Renata" von H. Meifort am Kasenort;
zu dem Anwesen gehörte eine Gastwirtschaft mit Kegelbahn – die Gastwirtschaft „Sommerlust“ wurde bis Anfang der 1950er Jahre betrieben, während die 1883 erbaute Mühle bereits in den 1920er Jahren beseitigt wurde.
Im Vordergrund die Wilsterau.
Die über den Deich der Stör hinaus ragenden Segel der Fracht-Ewer sind vom Photographen in die Abbildung hinein retuschiert worden, gleichwohl gibt das Bild einen Eindruck von der Bedeutung von Stör und Wilsterau vor hundert Jahren als Verkehrsweg.
Die Takelage der Frachtsegler entspricht dem der Ewer von der Elbe.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

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