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1931 - Festumzug der Kindergilde zieht über Marktplatz und Op de Göten

1931 Festumzug der Kindergilde zieht über den Marktplatz und die Op de Göten
Bild 1: Von der Straße Kohlmarkt kommend, sowie begleitet und beobachtet von zahlreichen Zuschauern, zieht der Umzug der Schüler über den Marktplatz.
Von links nach rechts sind folgende Gebääude zu erkennen: Marschkrug, Schwan Apotheke, Haus des Organisten Heesch, Wilstermarsch Spar- und Leihkasse (später Volksbank), Café Egge, Bäckerei Starck.
Bild 2: Vom Markt kommend zieht der Umzug der Kindergilde durch die Marktstraße (Op de Göten).
Rechts die Gebäude J.P.T. Andersen und Drogerie Meyer.
An der Spitze des Umzuges ein Knabe mit einer Flagge; er wird von zwei Polizisten flankiert, welche jeweils einen Tschako tragen. Der Polizist (Wachtmeister sagte man damals) links scheint Otto Frischkorn zu sein. Er hatte den Spitznamen „Fiedam“ und wenn sein Tschako irgendwo auftauchte, hieß es „ Fiedam kummt!“ Dabei war er ein sehr respektierter und angenehmer Vertreter seiner Zunft, der auch einmal augenzwinkernd für Ordnung sorgen konnte. Die Wache war seinerzeit im Spritzenhaus am Neumarkt untergebracht.
Das Fest der Kindergilde war für die Schüler der Wilsteraner Schulen ein ganz herausragendes Ereignis eines jeden Schuljahres.
Es wurden Wettspiele veranstaltet, Majestäten gekürt und jedes Kind erhielt einen Gewinn.
Am Nachmittag führte ein festlicher Umzug der Kinder durch die sich im Fahnenschmuck zeigenden Straßen der Stadt; anschließend fanden auf den Sälen der Stadt Tanzvergnügungen statt.
Der Festumzug wurde begleitet von mehreren marschierenden Musikkapellen.
Die Mädchen trugen während des Umzuges einen mit Blumen und Girlanden geschmückten Bogen, die Knaben häufig eine Flagge. Von den Häusern grüßten unzählige Schleswig-Holstein Flaggen und abertausende Blüten waren von der Bevölkerung auf dem Pflaster des Marschweges ausgebreitet worden.
Die Kinder-Gilde war das Fest der Kinder! Und alle Erwachsenen gönnten es ihnen!
Anfang der 1970er Jahre bereitete das fehlende Engagement der damaligen Lehrer Generation dem schönen uralten Brauch ein Ende.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: Die Fotos wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Frau Ursula Mäding, Oberhausen

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1962 - Festumzug der Kinder-Gilde zieht über den Marktplatz

1962 Festumzug der Kinder-Gilde zieht über den Marktplatz.
Aus der Zingelstraße kommend und hinter der voraus marschierenden Musikkapelle zieht der Umzug der an den vormittäglichen Wettspielen beteiligt gewesenen Jungen und Mädchen auf den Marktplatz. Abgesichert wird der Ummarsch der Schüler durch wachsame Polizisten der Polizeistation Wilster.
Das Fest der Kindergilde war für die Kinder der Wilsteraner Schulen ein ganz besonderer Höhepunkt in jedem Schuljahr.
Am Vormittag wurden von den Altersgruppen verschiedene Wettspiele (Geschicklichkeitsspiele) ausgetragen; am Nachmittag marschierten die Kinder durch die Straßen der Stadt und danach wurden auf allen Sälen der Stadt Tanzveranstaltungen durchgeführt.
Den Marschblock der älteren Schüler aus den neunten und zehnten Klassen führt das bei den Wettspielen ermittelte Königspaar an. Anzumerken ist, dass die aus Wilster stammenden und Gymnasien in Itzehoe besuchenden Schüler sich am Fest der Kindergilde beteiligten durften; so konnte die Gymnasiastin Renate Jepsen die Würde der Königin erwerben.
Im Hintergrund ganz rechts im Bild ist im Anschnitt noch die Turnhalle zu erkennen, welche im Folgejahr wegen Baufälligkeit abgebrochen werden mußte.

Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweisen wir auf die Seite Alt-Wilster

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3 - Burger Au und Wilsterau - Holstenau

Grenze von Marsch und Geest
Luftbild von Burg in Dithmarschen - Übergang zwischen den Landschaftsformen
Links am Bildrand ist die Burger Au zu erkennen; sie ist ein Nebengewässer der Wilsterau, deren ursprünglicher Oberlauf die Holstenau ist!

Auf dem Luftbild ist der harte Übergang zwischen den Landschaften Marsch und Geest erkennbar. Neben den natürlichen landschaftlichen Elementen fällt im Vordergrund der kreisrunde Wall der Bökelnburg auf, einer aus altsächsischer Zeit stammenden und um das Jahr 800 errichteten Volksburg.
Der Blick geht von der waldreichen Geest und über den Ort Burg hinweg in die weite Marschenlandschaft, die aus mächtigen eiszeitlichen Sedimentablagerungen gebildet wurde.
Steil aus der weiten und ebenen Marsch steigt der weitgehend bewaldete Klev als Rand der Geest auf. Seine Form verrät, daß er vor Jahrtausenden (etwa vor 4000 bis 5000 Jahren) von den Gezeiten des Meeres geformt wurde, welches bis zu seinem Fuß reichte.
Parallel zum Rand des Klev fließt die Burger Au, welche lange Zeit wichtigster Zufluß der Wilsterau war und in welche sie beim Kattenstieg einmündete.
Obwohl die Burger Au mit dem Helmschen Bach zuletzt wohl mehr Wasser führte als die Holstenau, ist jedoch die letztere der eigentliche Quellfluß der Wilsterau.
Nach dem Bau des Kaiser-Wilhelm-Kanal ist die Holstenau sogar in mehrere Abschnitte zerteilt worden, die heute grabenähnliche Erscheinungsbilder aufweisen.
Im Mittelalter mündete die Burger Au nicht sehr weit entfernt von der jetzigen Landstraße in die Wilsterau, bis der Hauptlauf vermutlich aus Entwässerungsgründen zum jetzigen Kattenstieg gegraben wurde. Der alte Verlauf der Burgerau in diesem Abschnitt ist auf Luftbildern aus den Flurzuschnitten noch deutlich erkennbar. Das verlassene Gewässerbett der Burger Au wurde auch nicht verfüllt, sondern bildete sich in die Form eines Entwässerungsgraben zurück.

Weshalb die Holstenau viel älter ist als die Burger Au und sie daher der Quellfluß der Wilsterau ist, wird nachfolgend dargelegt.
Der Wasserspiegel der Elbe lag während der letzten Eiszeit wegen des unter dem Eisschild und in mächtigen Gletschern gebundenen Eises ganz erheblich tiefer als heute. Vor etwa 20.000 Jahren zum Höhepunkt der Weichseleiszeit lag gegenüber heute der Meeresspiegel 100 bis 120 m tiefer.
Die durch Ablagerungen der Eiszeit gebildete Geest wurde von vielen Rinnsalen entwässert, die in dem hier betrachteten Gebiet direkt, wenn auch in vielen Windungen, in die Ur-Elbe entwässerten. Sie wuschen das bindige Material aus und schufen so weitgehend unfruchtbare (d.h. güste Flächen; daher der Begriff "Geest") und beförderten dieses in die heutige Marsch.
Zu diesen Rinnsalen gehörten beispielsweise die später so bezeichneten Gewässer Holstenau/Wilsterau, die Bekau und auch die Stör, deren in die Geest einschneidenden Bach- bzw. Flußtäler noch heute gut in der Topographie erkennbar sind.
Die Burger Au existierte noch nicht; hangparallele Gewässer bilden sich natürlicherweise nicht. Der Fuß der Geest war gut entwässert, denn zur Elbe hin bestand ein großes Gefälle!
Die Situation änderte sich mit dem Abschmelzen des Inlandeises und mit dem damit einhergehenden beständigen Anstieg des Meeresspiegels. In der Zeit vor 7.000 Jahren erfolgte der Anstieg mit etwa 2 m im Jahrhundert relativ rasch. Danach trat eine Zeit auf, in welcher sich der Anstieg des Meeresspiegels verlangsamte, zeitweilig zum Stillstand kam und sogar Rückzugsphasen auftraten. Die vorrückende Nordsee überflutete das Gebiet und führte zu beständigen Über- und Umlagerungen. Die Ablagerungen stammten von den Gletschern im Osten und höhten das weite Urstromtal der Elbe allmählich auf. Durch Sedimentation entstand Marsch- und Schwemmland. Das Entwässerungssystem der Geestabflüsse – so auch der Holstenau/Wilsterau - blieb dabei jedoch in seinen Grundzügen erhalten. Zuletzt erreichte das Meer den das Urstromtal der Elbe begrenzenden Geestrand. Sturmfluten formten ihn durch Abrasion um und bildeten das langgestreckte steil aus der Marsch aufragende Kliff – den Klev. Die ehemalige Meeresküste ist auf Luftbildern gut zu erkennen.

Die Burger Au (Walburgsau) gab es noch nicht, sie sollte erst noch entstehen.
Vor dem nach Ansteigen des Meeresspiegels durch Abrasion infolge Sturmfluten entstandenen Kliff (dem Klev genannten bis zu 40 m hohen Steilhang der Hohen Geest) bildete das Meer mit dem vom Geestrand abgetragenen Material Strandwälle bzw. Nehrungen aus. Weil sich auf den Strandwällen Dünen bildeten, bezeichnet man sie als Donn (= Düne). Diese behinderten den Abfluß der vor dem Klev gelegenen Flächen und des von der Geest kommenden Hangdruckwassers.
In dem hier betrachteten Bereich schließt der ehemalige Strandwall bei Norderdonn an den Klev und zieht sich dann über St. Michaelisdonn, Dingerdonn, Warferdonn bis Averlak und endet bei Taterphal. Östlich von Taterphal hinderte das dort aufgewachsene und bis zur Elbe reichende hohe Moor den Abfluß aus der keilförmigen Senke zwischen Donn und Klev. Es entstand vom sich in der Senke ausbildenden Kuden-See aus in nordöstlicher Richtung ein Abflußgerinne: die Burger Au bzw. Walburgsau, die in die Holstenau/Wilsterau einmündete.
Die Moore hatten sich gebildet, nachdem in Ufernähe der Flüsse durch Sedimentation das Gelände schneller als in den flußferneren Bereichen aufwuchs und somit deren Entwässerung unterbrach. Die unterschiedlich breiten sogenannten Uferrehnen bzw. breiten Uferwälle an Elbe, Stör und auch der Wilsterau sind heute am Geländerelief noch gut erkennbar. Sie wurden in historischer Zeit zuerst besiedelt. In den in ihrem Abfluß gestörten sumpfigen Senken entstanden Moore und Blänken (z.B. der Kudensee, daneben aber auch mehrere in früheren Zeiten in der Marsch vorhandene flache Seen).

Die nach Zeiten erheblicher Wassersnot der Wilstermarsch von unbekannter Hand am 22. Februar 1721 gefertigte und stark verzerrte Handzeichnung (Bild 2) verdeutlicht, daß vor etwa 300 Jahren die für das Entstehen der Burger Au maßgebliche topografische Situation noch vorhanden war.
Oben am Kartenrand ist der ausgedehnte Kudensee mit seinem Abflußgerinne Burger Au zur Wilsterau/Holstenau zu erkennen. Er füllte nahezu die gesamte Senke zwischen Klev und Hochmoor aus, denn südlich des Kudensees versperrt das ausgedehnte Hochmoor wie ein Querriegel den Abfluß. Im Bereich des Schenkeldeiches (in Höhe der heutigen Schenkel-Brücke) allerdings haben zahlreiche Rinnen das Moor zerstört und bedrohen so die tief gelegene Marsch mit dem Hochwasser des seinerzeit noch sehr großflächigen Kudensees. Der Abfluß des Sees nach Westen ist versperrt durch den Donn (ehemaliger Strandwall), welcher aus Nord-Süd Richtung kommend rechtwinklig auf das Hochmoor trifft.
Als Abflußhindernisse erzwangen Hochmoor und Donn den Abfluß des Kudensees nach Osten zur Wilsterau/Holstenau.
Die beigefügten Kartenausschnitte (Bilder 3 und 4) aus der 1659 von Caspar Dankwerth herausgegebenen "Neue Landesbeschreibung der zwei Herzogtümer Schleswig und Holstein") verdeutlichen u.a. die alte Situation der Gewässer, wie sie vor der Abtorfung der Hochmoore und dem Bau des NOK vorhanden war. Insbesondere die Darstellung der Flüsse, Höhen und Moore zeigen augenscheinlich, dass die Holstenau der ursprüngliche Oberlauf der Wilsterau war und erst nach Steigen des Meeresspiegels, der Entstehung der Donns und das Aufwachsen des Hochmoores sich das Gerinne der Burger Au in östliche Richtung entwickelte.

Im Fazit ist zu dem hier behandelten Thema festzustellen, daß die Burger Au viele Jahrtausende jünger ist als die Holstenau/Wilsterau. Die Burger Au ist ursprünglich ein Nebenfluß der Holstenau/Wilsterau!

Bildrechte: nicht bekannt

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1922 - Festumzug zieht über den Marktplatz

1922 Festumzug am Markt
Zum achtzigjährlichen Gründungstag der Wilsteraner Liedertafel wird am 17. Und 18. Juni 1922 ein großes Sängerfest in Wilster gefeiert.
Der Festumzug führt durch die Straßen der Stadt Wilster. Es war über den zeitraum vieler Jahrzehnte üblich, daß die Festveranstaltungen der Wilsteraner Vereine und Verbände auch mit einem durch die Straßen der Stadt führenden Umzug begangen wurden. Viele Zuschauer säumten die Straßen und von den Häusern grüßten die Schleswig-Holstein Flaggen - die Stadt Wilster bot an derartigen Tagen immer ein besonders farbenfrohes und festliches Bild.
Bild 1: Südseite des Marktplatzes. Der Festumzug zieht durch ein dichtes Spalier der Zuschauer.
Die St. Bartholomäus-Kirche ist wie heute von Bäumen umstanden, aber auch an der Ostseite des Marktes befindet sich vor den Häusern noch eine Baumreihe.
Bild 2: Westseite des Marktplatzes.
Es sind folgende Geschäftshäuser zu erkennen (von links): Kolonial- und Eisenwaren Geschäft von Christian Haack (heute noch betrieben und von den Wilsteranern liebevoll „Klein-Karstadt“ genannt.
Zwischen dem Gebäude „Hotel Stadt Hamburg“ (danach Fahrrad Wittrock und Elektro-Kühl, heute Balzers Bistro) und der Gaststätte „Zur Börse“ von Johannes Ruge (das Gebäude gehört seit 1957 zu Textil-Reese) führt der Bartholomäus-Gang zum Stadtpark, den vormaligen „Neuen Kirchhof“ (am 23. September 1604 eingeweiht).
Rechts daneben das Geschäftshaus von Wilhelm Reese, mit dem heute noch sehr erfolgreich betriebenen Geschäft für Herren- und Knaben Bekleidung.
Daneben das Geschäft Martens Nachf. für Eisen, Stoffe, Kurzwaren, Colonialwaaren, Taback, Cigarren*); in das Gebäude zog später die „Wilstermarsch Sparkasse“ (spätere Verbandssparkasse, jetzt Sparkasse Westholstein) ein.

*) Produktbezeichnungen in damaliger Schreibweise
Bildrechte: Urheberrecht ist nicht verzeichnet

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1956 - marschierende Kinder-Gilde in Deichstraße und Op de Göten

1956 marschierende Kinder-Gilde in Deichstraße und Op de Göten
Das Fest der Kindergilde wird leider in seiner traditionellen Form seit Jahrzehnten nicht mehr in Wilster gefeiert, obwohl es über sehr lange Zeit immer zu den Höhepunkten im Jahresverlauf gezählt hatte.
Die Fotos (Bild 1 und 2) zeigen den von mehreren Musik-Kapellen begleiteten Umzug der Kindergilde. Der Umzug führte durch nahezu alle sich im festlichen Flaggenschmuck darbietenden Straßen der Stadt Wilster, über mit unzähligen Blumen geschmücktes Pflaster vorbei an zahlreichen Zuschauern. Es war ein großartiges Fest der Kinder, bei welchem sich das Interesse der gesamten Stadt allein auf sie richtete. Umzug, Wett-Spiele, Sachgewinne, Königinnen- und Königswürden, Tanzveranstaltungen - es war wundervoll!
Bild 1: In Bildmitte Peter von Holdt - Begründer dieser Heimat-Seite - rechts von ihm sein Schulkamerad Bernd Gottschalk, der Herr mit Hut ist der Klassenlehrer Bruno Nahser, hinter diesem der Klassenkamerad Gerd Schöne.
Im Hintergrund geht der Blick über den Platz des im Jahre 1952 abgebrochenen ehemaligen Hotel Wilstermarsch-Haus (hier wurde danach in 1956/57 das Geschäftshaus von Albert Gutsche neu errichtet) hinweg zu den Rückseiten der Häuser an der Schmiedestraße.
Bild 2: Unter Vorantritt des Trommler und Pfeifer Korps marschiert der Umzug der Kindergilde aus der Deichstraße kommend auf den Marktplatz.
Links das Areal des im Jahre 1952 abgebrochenen ehemaligen Hotel Wilstermarsch-Haus.
Bild 3: Zuschauer vor der "Adler Drogerie" Meyer; im Vordergrund Baken der Absperrung auf dem Gelände des abgebrochenen Hotels "Wilstermarsch Haus"
Bild 4: Jahrgangsblock der etwa 11-jährigen Mädchen mit ihren bunten Papiergirlanden in der Straße Op de Göten vor den Gebäuden der Drogerie Meyer und dem Gasthof "Holsteinisches Haus" von Johannes Holm.

Bildrechte
Bild 1: Irma Köberlein, Wilster
Bild 2 und 3: nicht bekannt
Bild 4: vermutlich Werner Behning, Wilster

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1922 - Festumzug der Liedertafel zieht durch den Kohlmarkt

ca. 1922 Der Festumzug der Liedertafel zieht durch die Straße Kohlmarkt.
In früheren Zeiten war es bei allen gesellschaftlich relevanten Vereinen in der Stadt Wilster gängige Praxis, aus Anlaß ihrer besonderen Festlichkeiten in einem Umzug durch die Straßen der Stadt zu ziehen. So hielt es auch die bereits im Jahre 1842 gegründete Liedertafel Wilster.
Die gesamte Stadt wurde von den Bürgern zu diesen Anlässen festlich mit Girlanden und den Schleswig-Holstein Flaggen geschmückt.
Hier zieht der Festumzug durch die Straße Kohlmarkt vorbei an dem Festlokal, dem Gasthof "Krug zum grünen Kranze" von Johannes Ahrens (später Otto Busch, danach Magda und dann Werner Busch).

Bildrechte: nicht bekannt
Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Heidi und Heinz Steinbrecher, Wilster

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1922 - Festumzug der Liedertafel zieht durch die Straße Kohlmarkt (SF)

ca. 1922 Festumzug der Liedertafel zieht durch die Straße Kohlmarkt.
In früheren Zeiten war es bei allen gesellschaftlich relevanten Vereinen in der Stadt Wilster gängige Praxis, aus Anlaß ihrer besonderen Festlichkeiten in einem Umzug durch die Straßen der Stadt zu ziehen. So hielt es auch die bereits im Jahre 1842 gegründete Liedertafel Wilster.
Die gesamte Stadt wurde von den Bürgern zu diesen Anlässen festlich mit Girlanden und den Schleswig-Holstein Flaggen geschmückt.
Hier zieht der Festumzug durch die Straße Kohlmarkt vorbei an dem Festlokal, dem Gasthof "Krug zum grünen Kranze" von Johannes Ahrens (später Otto Busch, danach Magda und dann Werner Busch).
Vorne links das Wohn- und Geschäftshaus der Schlachterei Richard Ahrens.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich im Besitz von Günter Schott, Wilster

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1968 - Festumzug der Kinder-Gilde marschiert über den Markt

1968 Festumzug der Kinder-Gilde marschiert durch die Straßen der Stadt Wilster.
Das Foto zeigt eine Marschgruppe der jüngeren Mädchen vor dem Pastorat. Zahlreiche Zuschauer säumten die Straßen, unter ihnen auch der Marinemaler und Journalist Johann Richard Peters (sh. Ausschnitt Bild 2); es ist in der Rückschau bemerkenswert, dass dieser zu der Zeit neben dem Betreiber dieser Heimat-Seite der einzige Bartträger in Wilster war.
Das Fest der Kindergilde war für die Schüler der Wilsteraner Schulen der unbestrittene Höhepunkt eines jeden Schuljahres. Angeführt von einer Marschkapelle marschiert der Festumzug der Kinder-Gilde durch fast sämtliche Straßen der Stadt. Die Jahrgangsgruppen wurden angeführt von ihren Majestäten (den Siegern der Wettspiele).
Einen besonders farbenprächtigen Anblick boten die Gruppen der jüngeren Mädchen, welche zumeist zu zweit unter einem bunten Reif aus Papiergirlanden marschierten.
Die einzelnen Jahrgänge hatten am Vormittag unabhängig von der Schulform gemeinsame Wettspiele durchgeführt und dabei jeweils ihre mit Kronen und Schärpen inthronisierten Majestäten ermittelt. Danach erhielt gestaffelt nach der jeweils erreichten Plazierung jedes Kind ein Geschenk.
Der nachmittägliche Festumzug der Schüler führte durch die überwiegend mit Landesflaggen festlich geschmückten Straßen, deren Belag vielfach mit unzähligen Blumen bestreut war. Danach gab es auf den Sälen der Gaststätten (u.a. Colosseum, "Holsteinisches Haus", Konzerthaus, "Krug zum grünen Kranze", "Zur Linde", "Lübbe´s Gasthaus") Tanzveranstaltungen.
Es war ein wundervolles Fest für die Kinder!

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Günter Schott und Ulla Diedrichsen, Wilster.

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1952 - Festumzug der Kinder-Gilde marschiert durch die Straßen der Stadt Wilster

1952 Festumzug der Kinder-Gilde marschiert durch die Straßen der Stadt Wilster
Das Fest der Kindergilde war für die Schüler der Wilsteraner Schulen der unbestrittene Höhepunkt eines jeden Schuljahres.
Die einzelnen Jahrgänge führten unabhängig von der Schulform gemeinsame Wettspiele durch und ermittelten dabei jeweils ihre mit Kronen und Schärpen inthronisierten Majestäten. Gestaffelt nach der jeweils erreichten Plazierung erhielt jedes Kind ein Geschenk.
Der nachmittägliche Festumzug der Schüler führte durch die überwiegend mit Landesflaggen festlich geschmückten Straßen, deren Belag vielfach mit unzähligen Blumen bestreut war. Danach gab es auf den Sälen der Gaststätten (u.a. Colosseum, "Holsteinisches Haus", Konzerthaus, "Krug zum grünen Kranze", "Zur Linde", "Lübbe´s Gasthaus") Tanzveranstaltungen.
Es war ein wundervolles Fest für die Kinder!
Bild 1: Der Festumzug führt durch die Deichstraße und wird angeführt vom Spielmannszug der Volksschule. Nachdem bereits im Jahre 1922 der Lehrer Otto Arnold an der Schule einen Spielmannszug begründet hatte, wurde diese Idee nach dem II. Weltkrieg von Rektor Adolf Sievers wieder aufgegriffen. Aus dem Spielmannszug entstand später der heute bestehende Spielmanns- und Fanfarenzug Wilster
Bild 2: die seinerzeitige Klasse 7b der Volksschule marschiert in ihrem Jahrgangsverband von der Neue Burger Straße kommend durch die Vereinsstraße, deren östlicher Teil seinerzeit noch weitgehend unbebaut war.

Bildrechte: nicht bekannt
Die Fotos wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Jan Hilbert, Sievershütten

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1920 - Schulstraße (heutige Zingelstraße), Umzug der Kinder-Gilde

1920 Schulstraße (heutige Zingelstraße), Umzug der Kindergilde
Angeführt von ihrem Trommler und Pfeifer Korps marschiert der Umzug der Kindergilde vom Marktplatz kommend durch die damalige Schulstraße (heutige Zingelstraße) und biegt ab zum Festplatz beim Colosseum.
Die Stadt Wilster bot während dieser Veranstaltung ein prächtiges farbenfrohes Bild. Das Pflaster der Straßen war mit Blumen bestreut, von vielen Häusern grüßten die blau-weiß-roten Flaggen Schleswig-Holsteins.
Auch im Festumzug wurden neben den vielen bunten Blumenreifen der Mädchen weitere Flaggen und ein Banner mit dem Wappen der Stadt Wilster mitgeführt.
Auf dem Bürgersteig begleiten viele Menschen den Ummarsch der Gilde durch die Straßen der Stadt. Leider besteht seit vielen Jahren die alte und über einen sehr langen Zeitraum gepflegte Tradition der Kindergilde mit ihrem Umzug durch die Straßen der festlich geschmückten Straßen nicht mehr.

Bildrechte: nicht bekannt

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1959 - Festumzug der Kinder-Gilde marschiert durch Wilster

1959 Festumzug der Kinder-Gilde marschiert durch die Straßen der Stadt Wilster
Das Fest der Kindergilde war für die Schüler der Wilsteraner Schulen der unbestrittene Höhepunkt eines jeden Schuljahres.
Bild 1: Angeführt von einer Marschkapelle marschiert der Festumzug der Kinder-Gilde durch die Rathausstraße.
Bild 2: Die Jahrgangsgruppen wurden angeführt von ihren Majestäten (den Siegern der Wettspiele), so wie hier vor dem Pastorat am Markt.
Bilder 3 und 4: Einen besonders farbenprächtigen Anblick boten die Gruppen der Mädchen, welche zumeist zu zweit unter einem bunten Reif aus Papiergirlanden marschierten.
Ganz rechts (Bild 4) werden die Schülerinnen begleitet von Karla Gundelach, einer großartigen Lehrerin!
Die einzelnen Jahrgänge führten unabhängig von der Schulform gemeinsame Wettspiele durch und ermittelten dabei jeweils ihre mit Kronen und Schärpen inthronisierten Majestäten. Gestaffelt nach der jeweils erreichten Plazierung erhielt jedes Kind ein Geschenk.
Der nachmittägliche Festumzug der Schüler führte durch die überwiegend mit Landesflaggen festlich geschmückten Straßen, deren Belag vielfach mit unzähligen Blumen bestreut war. Danach gab es auf den Sälen der Gaststätten (u.a. Colosseum, "Holsteinisches Haus", Konzerthaus, "Krug zum grünen Kranze", "Zur Linde", "Lübbe´s Gasthaus") Tanzveranstaltungen.
Es war ein wundervolles Fest für die Kinder!

Bildrechte: nicht bekannt

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2 - Die Holstenau ist der ursprüngliche Oberlauf der Wilsterau!

Die Holstenau ist der ursprüngliche Oberlauf der Wilsterau!
Die Burger Au ist ein sehr viel später entstandener Quellfluß der Wilsterau - genau genommen nur das größte Nebengewässer der Holstenau/Wilsterau.
Die Bilder zeigen Reststrecken der Ende des vorletzten Jahrhunderts durch den Bau des Nord- Ostsee Kanals mehrmals durchschnittenen Holstenau im Vaalerfeld oberhalb des Entlastungsschöpfwerkes am Kanal. Das ehemalige Fließgewässer hat heute nur noch die Funktion eines breiten Entwässerungsgraben.
Bild 1 Einmündung der Holstenau in den Vaalermoorer Moorkanal.
Bild 2 Holstenau oberhalb der Einmündung in den Vaalermoorer Moorkanal; Blickrichtung Norden
Bild 3 Der Bereich innerhalb des von der Holstenau geformten Mäanders (Bogen) oberhalb der Einmündung gehört politisch zu Burg in Dithmarschen. Der leer stehende und verfallende Vaalermoorhof gehört(e) dem Vorstandsvorsitzenden des Gruner & Jahr Verlages
Bild 4 Abgedämmtes Ende der Holstenau.

Eine alte Beschreibung der Gewässer Holsteins, und damit auch der Wilsterau und der Burger Au, finden wir im 1833 von Leopold v. Zedlitz-Neukirch verfaßten "Neues hydrographisches Lexikon für die deutschen Staaten".
Dort heißt es u.a.:
"Die WILSTER im Herzogtum Holstein. Dieser Fluß entspringt in der Nähe von Hademarsch, und verstärkt durch die Mackenbeck kommt derselbe nach Großbornhövet, Kleinbornhövet, und Hohenhorn; in dieser Gegend wird die WILSTER die Sprant genannt, sie erhält den Namen WILSTER nach der bey Bökelnburg erfolgten Mündung der Wolburgsau, und nun geht sie an Achterhorn, Bordethorn, Averfleth, Goldhagen, Rumfleth, Diksdorf, zur Stadt Wilster, wo sie beim Dörfchen Kasenort in die Stör fällt."
und weiter:
"Die WOLBURGSAU; sie gehört zum Gebiet der WILSTER, der sie bei Bökelnburg ihr Gewässer zuführt."
Wolburgsau = Burger Au
Wilster = Wilsterau
Bökelnburg = Burg in Dithmarschen

Für Flüsse ist es typisch, daß sie jeweils eine Quelle und eine Mündung haben. Bei der Wilsterau ist dieses völlig anders – auch deshalb ist sie ein ganz besonderer Fluß.
Die Wilsterau (jedenfalls der entsprechend genannte Abschnitt des Gewässers) hatte niemals eine eigene Quelle, denn diesen Namen führte der Fluß historisch erst ab seinem Eintritt in die Wilstermarsch (zum Ampte Steinborg gehörig). Der oberhalb gelegene Flußabschnitt bis zum Zusammenfluß von Burger Au (Walburgsau, Wolburgsau) und Holstenau wurde wie die letztere zumeist noch als Holstenau bezeichnet.
Von ihren Zuflüssen Holstenau und Burger Au wurde die Wilsterau in der Folge der Erstellung des Kaiser-Wilhelm–Kanal (Nord-Ostsee Kanal) abgetrennt, wobei bereits durch den 1870 fertiggestellten Bau der Schleuse Bebek der Zufluss von der Burger Au zumeist unterbrochen war. Die Holstenau genannte Strecke wurde sogar mehrfach durchschnitten. Seither hat die Wilsterau an jedem ihrer Endpunkte eine Mündung. Zum einen die durch die Schleuse am Kasenort verlaufende Ausmündung in die Stör, zum anderen die durch das Entlastungsschöpfwerk beim Vaaler Feld gebildete Mündung in den Nord- Ostsee Kanal.
Die ursprüngliche Quelle des Flusses (unserer Wilsterau) ist die nördlich von Aasbüttel entspringende Holstenau (in Bereichen regional auch als Mackenbeck bezeichnet), welche mit vielen anderen Rinnsalen die von den Gletschern der Eiszeit stammenden Sandablagerungen – die Geest – entwässerte. Dieses ist auch heute noch am Geländerelief gut ablesbar. Östlich und nördlich von Hochdonn ist die durch den Bau des Kaiser-Wilhelm-Kanal (Nord- Ostsee Kanal) überformte und in die Geest einschneidende Flußniederung der Holstenau und ihrer Nebengewässer noch gut erkennbar.
Die Burger Au (Walburgsau) ist erst Jahrtausende später entstanden. Vor dem nach Ansteigen des Meeresspiegels durch Abrasion entstandenen Kliff (dem Klev genannten Steilhang der Hohen Geest) bildete das Meer Strandwälle (Nehrungen) aus. Weil sich auf den Strandwällen Dünen bildeten, bezeichnet man sie als Donn. Diese behinderten den Abfluß der vor dem Klev gelegenen tiefen Flächen und des dort sich sammelnden Hangdruckwassers von der Geest.
In dem hier betrachteten Bereich grenzt der ehemalige Strandwall bei Norderdonn an den Klev und zieht sich dann über St. Michaelisdonn, Dingerdonn, Warferdonn bis Averlak und endet bei Taterphal. Der Abfluß aus der keilförmigen Senke zwischen Donn und Klev war behindert. Es entstand vom sich in der Senke ausbildenden Kuden-See ausgehend in nordöstlicher Richtung ein Abflußgerinne: die Burger Au bzw. Walburgsau. Diese war über lange Zeiträume der wichtigste Zufluß der Wilsterau und führte ihr mehr Wasser zu als ihr Holstenau genannter eigentliche Oberlauf. Mit dem Bau der Schleuse Bebek in 1869/70 war bereits der gewöhnliche Zufluss von der Burger Au zur Wilsterau unterbrochen worden, wenn auch bei Hochwassersituationen doch wieder durch Öffnung der Schleuse Wasser in die Wilsterau abgeleitet wurde. Mit dem Bau des Kaiser-Wilhelm-Kanals war auch diese Möglichkeit endgültig beseitigt.

Bildrechte: Rudolf Böckmann, Burg in Dithmarschen
Aufnahmen aus Juli 2010

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1957 - Festumzug der Kinder-Gilde marschiert durch die Deichstraße

1957 Festumzug der Kinder-Gilde marschiert durch die Deichstraße.
Bild 1: Kleine Jungs in kurzen Hosen (Jeans waren völlig unbekannt) und weißen Kniestrümpfen marschieren mit ihren Fähnchen über das mit unzähligen Blumen geschmückte Pflaster. Die Lehrerin Anne-Marthe Schöne kümmert sich um ihre kleinen Schützlinge. Vorne links marschiert Manfred Boll. Im Hintergrund das Schuhhaus von Willi Reimers mit dem im Eingang stehenden Inhaber; rechts daneben die Weinhandlung von Ewald Kragge.
Bild 2: Nahezu jeder Junge trägt eine mit Blumen geschmückte blau-weiß-rote Flagge des Landes Schleswig-Holstein oder eine schwarz-rot-goldene Flagge der Bundesrepublik Deutschland.
Bild 3: Im Hintergrund rechts die Annahmestelle der Glückstädter Reinigung mit der Inhaberin Ilse Petersen in der offenen Tür.
Bild 4: Neun bis zehnjährige Knaben vor Kaisers Kaffee Geschäft und Textil Looft. In der vorderen Reihe rechts Hans-Joachim Kruse, neben ihm in langer Hose Uwe Gehrken; dahinter halb verdeckt Klaus Engel und auf dem Bürgersteig Anke Behrens; in der Mitte mit "Fliege" Norbert Harbst sowie hinten in der grauen Jacke Boie Hencke. . . . Wer kennt weitere Namen?
Das Fest der Kindergilde war für die Schüler der Wilsteraner Schulen der unbestrittene Höhepunkt eines jeden Schuljahres.
Die einzelnen Jahrgänge führten unabhängig von der Schulform gemeinsame Wettspiele durch und ermittelten dabei jeweils ihre mit Kronen und Schärpen inthronisierten Majestäten. Gestaffelt nach der jeweils erreichten Plazierung erhielt jedes Kind ein Geschenk.
Der nachmittägliche Festumzug der Schüler führte durch die überwiegend mit Landesflaggen festlich geschmückten Straßen, deren Belag vielfach mit unzähligen Blumen bestreut war. Danach gab es auf den Sälen der Gaststätten (u.a. "Colosseum", "Holsteinisches Haus", "Konzerthaus", "Krug zum grünen Kranze", "Zur Linde", "Lübbe´s Gasthaus", "Dithmarscher Hof") Tanzveranstaltungen.
Es war ein wundervolles Fest für die Kinder!
Die alle Wilsteraner Schüler zusammen führenden Feste der Kinder-Gilde sind unvergessen; sie wurden möglich durch das bewundernswerte Engagement der Lehrer. Viele der damaligen Lehrer engagierten sich weit über den durch das Gehalt bezahlten Bereich hinaus!

Bildrechte: Helmut Petersen, Wilster

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1962 - Festumzug der Kinder-Gilde marschiert von der Deichstraße in den Markt

ca. 1962 Der Festumzug der Kinder-Gilde marschiert von der Deichstraße in den Markt.
Links das Geschäftshaus von Blumen Moser.
Abgebildet sind die damaligen Abschlußjahrgänge (9 bzw. 10 Klasse) der Mädchen. Die Schülerin Renate Horstmann (rechts) setzt zum "Überholen" an, während hinten die Lehrerin Fräulein (so sagte man seinerzeit noch zu unverheirateten Frauen) Madré (mit Schirm) ein wachtsames Auge auf die Gruppe hat. Ganz vorne links ist die damalige Schülerin Traute Kampmeier zu erkennen - wer kennt weitere Namen?
Das Fest der Kindergilde war für die Schüler der Wilsteraner Schulen viele Jahrzehnte lang der unbestrittene Höhepunkt eines jeden Schuljahres.
Die einzelnen Jahrgänge führten unabhängig von der Schulform gemeinsame Wettspiele durch und ermittelten dabei jeweils ihre mit Kronen und Schärpen inthronisierten Majestäten. Gestaffelt nach der jeweils erreichten Plazierung erhielt jedes Kind ein Geschenk.
Der nachmittägliche Festumzug der Schüler führte durch die überwiegend mit Landesflaggen festlich geschmückten Straßen, deren Belag vielfach mit unzähligen Blumen bestreut war. Danach gab es auf den Sälen der Gaststätten (u.a. Colosseum, "Holsteinisches Haus", Konzerthaus, "Krug zum grünen Kranze", "Zur Linde", "Lübbe´s Gasthaus") Tanzveranstaltungen.
Die alle Wilsteraner Schüler zusammen führenden Feste der Kinder-Gilde sind unvergessen; sie wurden möglich durch das bewundernswerte Engagement der Lehrer. Viele der damaligen Lehrer engagierten sich weit über den durch das Gehalt bezahlten Bereich hinaus! Mit dem Dienstantritt der 68er Lehrer-Generation war das Engagement der Lehrerschaft für diese Veranstaltungen leider vorbei.

Bildrechte: Werner Behning, Wilster
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweisen wir auf die Seite Alt-Wilster

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1955 - Wewelsfleth - Kindergilde, Dorfmitte, Alter Hafen

ca. 1955 Wewelsfleth - Kindergilde, Dorfmitte, Alter Hafen
Der Umzug der Wewelsflether Kindergilde zieht am Alten Hafen entlang (die Bildunterschrift ist vertauscht).
Die Dorfstraße und ganz besonders die Deichreihe mit ihren vielen liebevoll gepflegten Häusern stellen sich noch heute sehr idyllisch und ansprechend restauriert den Betrachtern dar.
Am Werft-Quai liegende Küstemmotorschiffe, auf deren Bau sich die Peters Werft seinerzeit spezialisiert hatte.
Das Dorf ist seit Jahrhunderten Standort von Werften; von den vier einstmals hier vorhanden gewesenen Werften besteht heute noch die 1871 gegründete Peters Werft.

Bildrechte: Max Wittfoth, Wewelsfleth

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1966 - - 1972 Fußballspiele zu Gunsten der Kindergilde Wilster - Dampfroß gegen Schimmelreiter b

1966 - 1972 Fußballspiele zu Gunsten der Kindergilde Wilster
"Dampfroß" gegen "Schimmelreiter"
Zur Durchführung des alljährlichen Festes der Kindergilde für die Schüler der Wilsteraner Schulen wurde auf verschiedene Weise Geld gesammelt.
Neben den von den Eltern der Schüler gesammelten Beiträgen wurden auch Haussammlungen durchgeführt. Daneben fanden sich auch immer wieder Bedienstete wilsteraner Betriebe und Verwaltungen, welche Benefiz-Fußballspiele durchführten. Von Mitte der 1960er bis in die 1970er Jahre spielte regelmäßig die Mannschaft des Bahnhofes Wilster gegen eine Kombination von Deichbauamt des Deich- und Hauptsielverbandes Wilstermarsch (DHSV) und des Polizei Reviers Wilster ansehnliche Beträge ein, wozu auch die Zuschauer beitrugen. Die Mannschaften hatten sich klangvolle Namen zugelegt. So nannte sich die Mannschaft der Bundesbahn "Dampfroß" und diejenige von Deichbauamt und Polizei "Schimmelreiter". Die Mannschaften sammelten sich vor dem Spiel auf dem Platz vor dem Neuen Rathaus, um von dort unter Vorantritt des Spielmannszuges des Wolfgang-Ratke-Schule Wilster unter klingendem Spiel gemeinsam und begleitet von zahlreichen Zuschauern zum Sportplatz Brook zu marschieren. Der damalige Vorsitzende des SV Alemannia Wilster, der Schmiedemeister Georg Stelzer, hatte viel Verständnis für die Aktion und räumte jeweils freimütig die Nutzung des Sportplatzes ein.
Bild 1 zeigt die Aktiven der Mannschaft "Schimmelreiter"
stehend von links: NN (Polizei), NN Schneider (Polizei), Ludger Kockmeyer (Polizei), Horst Schneider (Polizei), Peter von Holdt (DHSV), Karl-Heinz Oesterle (DHSV), Horst Otto (Polizei),
kniend von links: Klaus-Dieter Endrikat (DHSV), Dieter Wolf (Lehrer, Gastspieler DHSV), Gerd Krückeberg (DHSV), Horst Pfeiffer (DHSV)
Bild 2 zeigt die am Mittelkreis angetretene Mannschaft der Schimmelreiter; der Rasen präsentiert sich in einem "speziellen" Zustand.
von links: NN (Schiedsrichter), Peter von Holdt (DHSV), Dieter Wolf (Lehrer, Gastspieler DHSV), "Pele" E. Richard (Polizei), Ludger Kockmeyer (Polizei), NN Schneider (Polizei), Horst Pfeiffer (DHSV), Gerd Krückeberg (DHSV), Karl-Heinz Oesterle (DHSV), Horst Franke (Polizei), Horst Schneider (Polizei), Klaus-Dieter Endrikat (DHSV)
Bild 3: die Spielführer von Holdt (Schimmelreiter) und Fraune (Dampfroß) präsentieren ihren Mannschaften die "Gastgeschenke"
Bild 4: Peter von Holdt, der Spielführer der Schimmelreiter, umspielt den gegnerischen Torwart und erzielt ein Tor.

Bildrechte: nicht bekannt

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1958 - Fest der Kinder-Gilde - Spielmannszug der Volksschule

ca. 1958 Fest der Kindergilde - Spielmannszug der Volksschule
Das Fest der Kindergilde war für die Schüler der Wilsteraner Schulen ein ganz herausragendes Ereignis eines jeden Schuljahres.
Es wurden Wettspiele veranstaltet, Majestäten gekürt und jedes Kind erhielt einen Gewinn.
Am Nachmittag führte ein festlicher Umzug der Kinder durch die sich im Fahnenschmuck zeigenden Straßen der Stadt; anschließend fanden auf den Sälen Tanzvergnügungen statt.
Der Festumzug wurde begleitet von mehreren marschierenden Musikkapellen. Einen ganz besonderen Stellenwert hatte von diesen der Spielmannszug der Volksschule. Der Wilsteraner Richard Horstmann hat über viele Jahre mit großem Engagement ehrenamtlich die Ausbildung immer wieder neuer Jahrgänge der jungen Musikanten geleitet.
Das Foto zeigt den von der Deichstraße kommenden und auf den Marktplatz marschierenden Spielmannszug.
Bild 2: Einigen der jungen Musikanten konnten bereits Namen zugeordnet werden (um Mithilfe bei den fehlenden Namen wird gebeten)
1 Wolfgang Heesch, 2 (Tambour) Dieter Hollmer, 3 Peter Bürger, 4 und 5 nicht bekannt, 6 Heiner Appel, 7 NN, 8 Werner Klüver, 9 NN, 10 Manfred Behnert, 11 NN, 12 Holger Mikolajczyk

Bildrechte: nicht bekannt
Bild 1: Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Udo Urban, Wilster
Bild 3: Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Holger Mikolajczyk, Wilster

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1959 - Fest der Kinder-Gilde - Spielmannszug der Volksschule

ca. 1959 Fest der Kindergilde - Spielmannszug der Volksschule
Das Fest der Kindergilde war für die Schüler der Wilsteraner Schulen ein ganz herausragendes Ereignis eines jeden Schuljahres.
Es wurden Wettspiele veranstaltet, Majestäten gekürt und jedes Kind erhielt einen Gewinn.
Am Nachmittag führte ein festlicher Umzug der Kinder durch die sich im Fahnenschmuck zeigenden Straßen der Stadt; anschließend fanden auf den Sälen Tanzvergnügungen statt.
Der Festumzug wurde begleitet von mehreren marschierenden Musikkapellen. Einen ganz besonderen Stellenwert hatte von diesen der Spielmannszug der Volksschule. Der Wilsteraner Richard Horstmann hat über viele Jahre mit großem Engagement ehrenamtlich die Ausbildung immer wieder neuer Jahrgänge der jungen Musikanten geleitet.
Das Foto zeigt den in der Rathausstraße vor dem Neuen Rathaus marschierenden Spielmannszug.
Bild 2: Einigen der jungen Musikanten konnten bereits Namen zugeordnet werden (um Mithilfe bei den fehlenden Namen wird gebeten)
1 Holger Mikolajczyk, 2 und 3 NN, 4 Heinrich van der Rheydt, 5 Uwe Holler, 6 Heiner Appel, 7 NN, 8 Dieter Hollmer, 9 Manfred Behnert, 10 Klaus-Dieter Wurch, 11 Peter Bürger, 12 Werner Klüver, 13 Bodo Winkler, 14 (Tambour) Ingo Lamberty

Bildrechte: nicht bekannt
Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Udo Urban, Wilster

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1966 - - 1972 Fußballspiele zu Gunsten der Kindergilde - Dampfroß gegen Schimmelreiter

1966 - 1972 Fußballspiele zu Gunsten der Kindergilde Wilster
"Dampfroß" gegen "Schimmelreiter"
Zur Durchführung des alljährlichen Festes der Kindergilde für die Schüler der Wilsteraner Schulen wurde auf verschiedene Weise Geld gesammelt.
Neben den von den Eltern der Schüler gesammelten Beiträgen wurden auch Haussammlungen durchgeführt. Daneben fanden sich auch immer wieder Bedienstete wilsteraner Betriebe und Verwaltungen, welche Benefiz-Fußballspiele durchführten. Von Mitte der 1960er bis in die 1970er Jahre spielte regelmäßig die Mannschaft des Bahnhofes Wilster gegen eine Kombination von Deichbauamt des Deich- und Hauptsielverbandes Wilstermarsch (DHSV) und des Polizei Reviers Wilster ansehnliche Beträge ein, wozu auch die Zuschauer beitrugen. Die Mannschaften hatten sich klangvolle Namen zugelegt. So nannte sich die Mannschaft der Bundesbahn "Dampfroß" und diejenige von Deichbauamt und Polizei "Schimmelreiter". Die Mannschaften sammelten sich vor dem Spiel auf dem Platz vor dem Neuen Rathaus, um von dort unter Vorantritt des Spielmannszuges des Wolfgang-Ratke-Schule Wilster unter klingendem Spiel gemeinsam und begleitet von zahlreichen Zuschauern zum Sportplatz Brook zu marschieren. Der damalige Vorsitzende des SV Alemannia Wilster, der Schmiedemeister Georg Stelzer, hatte viel Verständnis für die Aktion und räumte jeweils freimütig die Nutzung des Sportplatzes ein.
Das Foto zeigt die Aktiven der Mannschaft "Schimmelreiter".
Stehend von links: Horst Franke (Polizei), Karl-Heinz Oesterle (DHSV), Hans-Albert Ramm (Polizei), Klaus-Dieter Endrikat (DHSV), "Pele" E. Richard (Polizei), Peter J. von Holdt (DHSV), Christian Garlipp (DHSV), Horst Schneider (Polizei);
sitzend von links: Ludger Kockmeyer (Polizei), Peter Schneider (Tiefbaufirma Looft), Horst Pfeiffer (DHSV)

Bildrechte: nicht bekannt

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1961 - Umzug der Kinder-Gilde in der Etatsrat-Michaelsen-Straße

1961 Umzug der Kinder-Gilde in der Etatsrat-Michaelsen-Straße
Begleitet von dem Lehrer Erich Hübner marschiert eine Jahrgangsgruppe wilsteraner Schüler im Umzug der Kindergilde durch die Etatsrat-Michaelsen-Straße.
In der damaligen Zeit trugen die Knaben im Sommer zumeist kurze Hosen und Kniestrümpfe.
Unter den Schülern u.a. Manfred Bauch, Wolfgang (?) Mittelsteiner, Uwe Gehrken, Dieter Rose.
Um freundliche Mithilfe bei der Benennung weiterer Schüler wird gebeten!
Das Fest der Kindergilde war für die Schüler der Wilsteraner Schulen der unbestrittene Höhepunkt eines jeden Schuljahres.
Die einzelnen Jahrgänge führten unabhängig von der Schulform gemeinsame Wettspiele durch und ermittelten dabei jeweils ihre mit Kronen und Schärpen inthronisierten Majestäten. Gestaffelt nach der jeweils erreichten Plazierung erhielt jedes Kind ein Geschenk.
Der nachmittägliche Festumzug der Schüler führte durch die überwiegend mit Landesflaggen festlich geschmückten Straßen, deren Belag vielfach mit unzähligen Blumen bestreut war. Danach gab es auf den Sälen der Gaststätten (u.a. Colosseum, "Holsteinisches Haus", Konzerthaus, "Krug zum grünen Kranze", "Zur Linde", "Lübbe´s Gasthaus") Tanzveranstaltungen.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Manfred Bauch, Wilster

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1966 - - 1972 Fußballspiele zu Gunsten der Kindergilde Wilster - Dampfroß gegen Schimmelreiter c

1966 - 1972 Fußballspiele zu Gunsten der Kindergilde Wilster
"Dampfroß" gegen "Schimmelreiter"
Zur Durchführung des alljährlichen Festes der Kindergilde für die Schüler der Wilsteraner Schulen wurde auf verschiedene Weise Geld gesammelt.
Daran beteiligten sich von Mitte der 1960er bis in die 1970er Jahre regelmäßig die Mannschaften des Bahnhofes Wilster und einer Kombination von Deichbauamt des Deich- und Hauptsielverbandes Wilstermarsch (DHSV) und des Polizei Reviers Wilster, welche mit Benefiz-Spielen ansehnliche Beträge einspielten.
Die Mannschaften hatten sich klangvolle Namen zugelegt. So nannte sich die Mannschaft der Bundesbahn "Dampfroß" und diejenige von Deichbauamt und Polizei "Schimmelreiter".
Bild 1: Mannschaften Dampfroß (grün) und Schimmelreiter (rot) vor dem Spiel
Bild 2: Mannschaften Dampfroß (grün) vor dem Anpfiff
Bild 3: Auf dem tiefen Marschboden liefern sich die Mannschaften ein spannendes Spiel
Bild 4: Der Klei der Wilstermarsch hat auf der Sportkleidung Spuren hinterlassen.

Bildrechte: (privat) nicht bekannt

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1922 - Festumzug zieht über den Markt

1922 Festumzug zieht über den Markt.
Wahrscheinlich handelt es sich um einen Umzug der Sänger anläßlich des zum achtzigjährlichen Gründungstag der Wilsteraner Liedertafel am 17. und 18. Juni 1922 durchgeführten großen Sängerfest in Wilster.
Es war über viele Jahrzehnte üblich, daß die Festveranstaltungen der Wilsteraner Vereine und Verbände auch mit einem durch die Straßen der Stadt führenden Umzug begangen wurden. Viele Zuschauer säumten die Straßen und von den Häusern grüßten die Schleswig-Holstein Flaggen - die Stadt Wilster bot an derartigen Tagen immer ein besonders farbenfrohes und festliches Bild.
An der Westseite des Marktes sind folgende Geschäftshäuser zu erkennen: Kolonial- und Eisenwaren Geschäft von Christian Haack (heute noch betrieben und von den Wilsteranern liebevoll „Klein-Karstadt“ genannt).
Zwischen dem angrenzenden Gebäude „Hotel Stadt Hamburg“ (danach Fahrrad Wittrock und Elektro-Kühl, heute Balzers Bistro) und der Gaststätte „Zur Börse“ von Johannes Ruge (das Gebäude gehört seit 1957 zu Textil-Reese) führt der Bartholomäus-Gang zum Stadtpark, den vormaligen „Neuen Kirchhof“ (am 23. September 1604 eingeweiht).
Daneben das Geschäftshaus von Wilhelm Reese, mit dem heute noch betriebenen Geschäft für Herren- und Knaben Bekleidung.
Rechts davon das Geschäft Martens Nachf. für Eisen, Stoffe, Kurzwaren, Colonialwaaren, Taback, Cigarren; in das Gebäude zog später die „Wilstermarsch Sparkasse“ (spätere Verbandssparkasse, jetzt Sparkasse Westholstein) ein.

Bildrechte: nicht bekannt

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1920 - St. Margarethen - Festumzug der Ring- oder der Rolandsreiter (SF)

ca. 1920 (geschätzt) St. Margarethen - Festumzug der Ring- oder der Rolandsreiter.
Nach dem alljährlichen Wettkampf geleitet der Festumzug der Ring- oder der Rolandsreiter den dabei ermittelten Sieger, den "König", durch das Dorf.
Neben zahlreichen Zuschauern begleiten fünf Kutschen mit den Honoratioren und Ehren-Damen sowie viele Reiter mit ihrer Standarte den König.
Der "König" ist als solcher gekennzeichnet durch eine über die Brust gespannte Schärpe.
Nahezu alle der auf dem Foto abgebildeten männlichen Personen, Reiter, Honoratioren, Kutscher, Zuschauer und Knaben tragen Kopfbedeckungen, Reiterkappen, Mützen, Hüte und zwei der Kutscher und die Honoratioren sogar jeweils einen Zylinderhut.
Neben dem auch heute noch in der Wilstermarsch betriebenen Ringreiten war dort früher auch das Rolandreiten ein beliebter Pferdesport.
Der Roland war eine bemalte menschenähnliche Holzfigur, welcher drehbar auf einem Pflock befestigt ist.
Der nahe an der hölzernen Figur vorbei reitende Reiter mußte mit einer kurzen Lanze den am rechten Arm des Roland befestigten Schild treffen und ihn so in eine Drehbewegung versetzen. Eine besondere Herausforderung für den Reiter war, daß er so schnell reiten mußte, um nicht von dem am linken Arm des sich drehenden Roland befestigten und mit Asche oder Kreide gefüllten Sack getroffen zu werden.
Leider wird das alte Brauchtum seit Jahrzehnten in der Wilstermarsch nicht mehr ausgeübt, obwohl es zumindest für die Zuschauer attraktiver als das Ringreiten ist.
In St. Margarethen wurde der sportliche Wettkampf der Reiter im Vorland unmittelbar vor dem Deich betrieben.
In den Jahren vor 1925 borgten sich die St. Margarethener einen Roland aus Eddelak, bis ihnen dann 1922 der Tischler Heinrich Alpen eine eigene Figur fertigte. Leider verbrannte der noch zu Beginn der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts in der Wilstermarsch benutzte Roland bei dem Schadenfeuer, welches 1964 den Gasthof Franzenburg in St. Margarethen zerstörte.

Bildrechte: nicht bekannt; sogen. Private Postkarte
Anmerkung: Die vorgestellte Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Karl Kautz, Brokdorf

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1932 Jubiläum - 650 Jahre Stadt Wilster - Festumzug - Historien Gruppen a

1932 Jubiläum  - 650 Jahre Stadt Wilster - Festumzug - Historien Gruppen
Der Festumzug zum 650ten Stadtjubiläum zieht durch die Op de Göten, die vormalige Markt-Straße und biegt auf den Marktplatz ein.
Vor den berittenen Fanfaren-Bläsern (Bild 1) in historischen Uniformen marschieren drei damals aktive Wilsteraner Polizeibeamte; der Tschako als Kopfbedeckung war bei den Polizisten bis weit in die 1950er Jahre im Gebrauch.
Rechts im Anschnitt ist das Hotel "Wilstermarsch-Haus" von Jacobs erkennbar;
links daneben das Geschäftshaus der "Schleswig-Holsteinischen Bank";
dann das Schuhhaus Mohr;
dahinter das Alte Rathaus.

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Wilster
die Fotos wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Ulf Steinhauer, Krempe

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1929 - Heimattag der Wilstermarsch

1929 Heimattag der Wilstermarsch
Am Sonntag, 26.05.1929 veranstaltete der zu dem Zeitpunkt 10 Jahre bestehende "Heimatverein für die Wilstermarsch" in der Stadt Wilster einen Heimattag.
Der Tag wurde mit einem vielfältigen Programm begangen.
- Vortrag von Dr. Waschnitius, Kopenhagen, über den 1773 in Stavanger in Norwegen geborenen Philosophen, Naturforscher und Dichter Hinrich Steffens, dessen Vorfahren aus Wilster stammen.
- Plattdeutsche Predigt von Pastor Dr. Wilhelm Jensen, St. Margarethen, in der Kirche St. Bartholomäus.
- Vortrag von Dr. Stierling, Altona, über die Baugeschichte der Wilsteraner Kirche.
- Festumzug durch die Stadt - Teilnehmer waren u.a.: Abteilungen der Wilsteraner Gewerbetreibenden, Innungen, Meierei, Ringreiter, Kindergilde, Boßler, Bürgergilde, Feuerwehr, Trachtengruppen, Sängervereine, Ruder- und Segelsportler, Turner
- Festansprachen von Bürgermeister Dethleffsen und Pastor Dr. Jensen.
- Wettkampf der Ringreiter-Vereine
- Eilbotenlauf der Sportler über 4,8 km
- Vorführung von Heimattänzen in alten Trachten
- Vorführung von Liedern durch den Gesangverein Konkordia und die Liedertafel.
- Rundgang durch die Kirche unter baufachlicher Führung.
- Unterhaltungsabend des Quickborn-Vereins "Johann Meyer" in Lübbes Gasthaus mit Vorträgen, Theaterstück, Gedichten und Liedern

Die Zeitung "Landesblatt Schleswig-Holsteins - Itzehoer Nachrichten" berichtete mit dem vorgestellten Bericht (Bild 1) über das Ereignis.
Der Wilsteraner Photograph Ludwig Behning hatte vom Festumzug zahlreiche Photographien aufgenommen, auf deren Ausstellung am Hotel "Wilstermarschhaus" er mit einer Zeitungsanzeige (Bild 2) hinwies.
Der umfangreichere Bericht der Wilsterschen Zeitung kann in der unten aufrufbaren Datei nachgelesen werden.

Anmerkung: Die alten Zeitungsartikel wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Frau Sigrid Malz, Karlruhe.

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