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1940 - Ernte auf einem Hof in Kathen - Kriegsgefangene und Deportierte

1940 Ernte auf einem Hof in Kathen - Kriegsgefangene und Deportierte
In früheren Jahrzehnten beinhaltete die Arbeit auf den Bauernhöfen der Wilstermarsch sehr viel Handarbeit.
Während der Zeit des II. Weltkrieges waren Söhne und auch Knechte (so sagte man seinerzeit zu landwirtschaftlichen Gehilfen) zum Militärdienst eingezogen. Den Bauern wurden daher Kriegsgefangene und Zwangs-Deportierte als Helfer zugewiesen.
Auf dem Hof von Johannes Schade in Kathen mußten bei der Ernte zwei französische Kriegsgefangene sowie eine zwangsdeportierte Polin helfen.
Es muß an dieser Stelle angemerkt werden, daß auch genannter Hof noch ganz furchtbar unter den Folgen des Krieges leiden sollte, denn alle drei Söhne (Walter + 1942; Wilhelm + 1943; Herbert + 1944) des Eignerpaares fielen!

Bildrechte: Privatfotos Familie Schade, Kathen

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1940 - Winterdienst in Kathen - Behinderungen durch Schnee

1940 Winterdienst - Behinderungen durch Schnee
In früheren Jahrzehnten waren die durch Witterungsverhältnisse bedingten Auswirkungen des Winters regelmäßig gravierender, da eine maschinelle Räumung der Verkehrswege auf dem Lande zumeist nicht möglich war.
Im Winter 1940 führte der Schneefall zu erheblichen Verwehungen auf der an der Wilsterau entlang führenden Straße in Kathen.
Bild 1: 1940 Kampf gegen Schneeverwehungen beim Hof von Johannes Schade (Hof 226 gem. dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild") in Kathen an der Straße zwischen Wilster und Kasenort.
Ganz links ist der Hof von Hermann Reimers zu erkennen.
Bild 2: 1940 Blick vom Hof Schade in Kathen auf den jenseits der Wilsterau in gelegenen Hof Krey (Hof 229 gem. dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild") in Bischof.
Bild 3: 1940 Blick vom Hof Schade in Kathen auf den jenseits der Wilsterau in gelegenen Hof Harder (Hof 230 gem. dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild") in Bischof.
Bild 4: 1940 Schneeverwehung am Hof Schade in Kathen

Bildrechte: Privatfotos Familie Schade, Kathen

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1916 Getreideernte in der Wilstermarsch - Kriegsgefangene beim Dreschen.

1916 Getreideernte in der Wilstermarsch - Kriegsgefangene beim Dreschen.
Kriegsgefangene im Ersten Weltkrieg wurden auch im Kreis Steinburg in unterschiedlichen Bereichen zur Arbeit herangezogen.
Bekannt ist, dass viele russische Gefangene beim Bau der Hochbrücke Hochdonn eingesetzt wurden. Viele Russen wurden auch in der Landwirtschaft und dort vornehmlich bei der Ernte eingesetzt.
Die Abbildung zeigt eine größere Gruppe bei der Getreideernte - offenbar beim Dreschen.
Bei den mit Nummern auf der Uniformjacke gekennzeichneten Menschen handelt es sich vermutlich um in Kriegsgefangenschaft geratene russische Soldaten; sie wurden offenbar von dem mittig im Vordergrund sitzenden und mit einem Gewehr bewaffneten Landsturmmann bewacht.
Dennoch vermittelt das Foto ein friedliches Bild, denn mehrere Jugendliche und die Familie des Bauern haben sich dem Gruppenbild zugesellt; ein kleines Kind hält sogar die Hände von zwei Gefangenen.
Leider konnte nicht ermittelt werden, um welches Gehöft es sich handelt.
Auch konnten die Standorte von Kriegsgefangenenlagern im Kreis Steinburg nicht recherchiert werden. Aus dem Umstand, dass es aus der Zeit des Ersten Weltkrieg in Hohenlockstedt 12 Grabstellen gefangener Russen gibt, in Itzehoe 16, in Kellinghusen 8 sowie 13 in Wacken (damals noch nicht zum Kreis Steinburg gehörig), läßt sich jedoch schlussfolgern, dass es an diesen Orten Kriegsgefangenenlager gab.

Bildrechte. nicht bekannt (sogen. Private Ansichtskarte)

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1958 Reeth Ernte auf der Brake in Landscheide

1958 Reeth Ernte auf der Brake in Landscheide
Mit Reeth (Reet, Riet, Schilfrohr) gedeckte Bauernhäuser waren früher in der Wilstermarsch die Regel. Diese Art der Eindeckung mußte alle 30 bis 50 Jahre erneuert bzw. grundlegend repariert werden.
Das Reeth wurde im Winter geerntet von den gefrorenen Flächen der größeren Gewässer, welche flache und mit Riethbewuchs bestandene Uferpartien aufwiesen. Der Schnitt erfolgte entweder mit der Sense oder – bei ausreichend hohem Wasserstand – mittels eines über das Eis geschobenen Messerbalken.
Das Reeth wurde in Bündeln geschnürt. Das so geliefert Reeth konnte dann beim Eindecken der Dächer von den Dachdeckern auf der Lattung verteilt und so verschoben, daß die unteren Enden des Bündels eine durchgehend geneigte Fläche bildeten. Sie wurde zumeist mit einer Drahtbindung oder starken Schnüren am Dach fixiert und dann mit dem Klopfbrett in Form gebracht. Lage für Lage wurde so das Reeth bis zum Erreichen des Dachfirsts aufgebracht.
Ein besonders lohnender Bereich für die schwere und arbeitsintensive Ernte des Reeth war die Brake in der Gemeinde Landscheide. Dieser Flachsee, welcher gegenüber dem heutigen Zustand früher wesentlich ausgedehnter war, ist in der Neujahrsflut in der Nacht vom 31.12.1720 auf den 01.01.1721 entstanden. Die nach der Flutkatatrophe des  Jahres 1717 zerstörten und beschädigten Deiche an der Elbe waren noch nicht wieder wehrfähig geschlossen worden, weshalb die Sturmflut auf der Dithmarscher Seite weit in das Land eindrang und beim Überströmen des damals auf der Grenze zwischen den beiden Landschaften noch vorhandenen Hohen Moor die Brake aufriss.
Seither ist die Fläche des Gewässer jedoch infolge Verlandung und Intensivierung der Entwässerung deutlich geringer geworden (sh. Abbildungen 5 und 6).
Bild 1: Arbeitspause bei der Reeth Ernte
von rechts: Kurt Schmidt, Richard Schmidt, Hermann Wiese (die beiden anderen Personen sind gegenwärtig noch nicht namentlich bekannt - um Mithilfe bei der Benennung wird gebeten)
Bild 2: Reeth Ernte auf der Brake mit dem über die Eisfläche geschobenen Messerbalken
Bild 3 und 4: Transport des in Bündel geschnürten Reeth mit dem Prahm und weiter mit Fuhrwerken
Abbildung 5: Ausdehnung der Brake im Jahr 1912 (Quelle: Website der Gemeinde Landscheide)
Abbildung 6: Ausdehnung der Brake im Jahr 2020 (Quelle: google maps)
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1912 - Villa Siemen und Windmühle DIE ERNTE in St. Margarethen

1912 Villa Siemen und Windmühle DIE ERNTE am Standort Auf dem Stuven in St. Margarethen.
Die im Vordergrund stehende und nach Plänen des St. Margarethener Baumeisters Johann Wiekhorst geplante Villa war auf dem vorherigen Standort der Mühle "Die Ernte" erbaut worden. Bauherren waren das Ehepaar Walter und Anne Siemen, welche zuvor ihre Mühle auf einen rückwärtigen Bereich des Grundstücks hatten versetzen lassen.
Die Villa erhielt im Jahr 1912 an ihrer rechten Frontseite einen Turm, welcher den repräsentativen Eindruck des Gebäudes weiter verstärkte.
Das Gewässer im Vordergrund ist der Nortorf-Neuenhafener Kanal.
Das Vergleichsfoto (Bild 2) zeigt die Villa noch vor der Errichtung des Turmes.
Die Mühle "Die Ernte" war ursprünglich eine königlich privilegierte Mühle. König Christian III. hat gemäß einer vom 10. März 1540 datierten und in Rendsburg ausgestellten Urkunde seinem Hofmeister, Amtmann zu Steinburg und Rat Johann Rantzau, Ritter, wegen des Mangels an Windmühlen in der Wilstermarsch je eine Windmühle im Kirchspiel St. Margarethen, im Kirchspiel Beidenfleth und vor Wilster zu bauen gestattet. Gleichzeitig hat er verboten, neben diese Mühlen andere zu bauen, "dewile wy genanten dre molen gnediklik den wint vorgunnet hebben und de molengeste ehn nicht schollen vorbaden werden." Absolute Herrscher verfügten damals auch über den Wind!

Bildrechte: nicht bekannt; evtl. Amandus Dohrn, Büttel
Anmerkung: Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Tord Siemen, Wilster, einem Urenkel der Bauherren.

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1925 - Bauernhof in Kathen - Gemeinde Stördorf

1925 Bauernhof in Kathen - Gemeinde Stördorf
Blick von Bischof aus über die Wilsterau nach Kathen und auf einen typischen Wilstermarschhof mit einem mächtigen Kreuzgiebel;
das beeindruckende Gebäude steht heute leider nicht mehr.
Das abgebildete Bauernhaus stand in Kathen in der Gemeinde Stördorf; es handelt sich um den Hof, der seinerzeit im Eigentum von Otto Sühl (Hof 227 in dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild", vgl. Bild 2) stand und von diesem bewirtschaftet wurde; nach ihm sein Sohn Heinrich Sühl.

Bildrechte: Ludwig Behning
Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweisen wir auf die Seite Alt-Wilster

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1914 - - 1920 Verlegung der Marschbahn - Bau der Hochbrücke Hochdonn e

1914 - 1920 Verlegung der Marschbahn - Bau der Hochbrücke Hochdonn
Bei der Verbreiterung des Nord- Ostsee Kanal (Kaiser Wilhelm Kanal) in den Jahren von 1907 bis 1914 stellte sich heraus, daß die im Zuge der Marschbahn den Kanal bei Taterpfahl überquerende Drehbrücke nicht an die Verbreiterung angepaßt werden konnte. Der Bau einer Hochbrücke war in diesem Bereich infolge des nicht hinreichend tragfähigen Bodens angesichts der seinerzeitigen Möglichkeiten von vornherein ausgeschlossen. Es wurde daher die Verlegung der Linienführung der Marschbahn über die Hochbrücke bei Hochdonn geplant. Auf diese Weise erhielt auch Burg in Dithmarschen einen Bahnanschluß.
Bild 1: Herstellung der Widerlager und Stützenfundamente
Bild 2: Arbeiter vor dem weitgehend fertiggestellten Bauwerk
Bild 3: Barackenlager (auf der Kanalsüdseite in Hochdonn) für die Unterkunft der vielen beim Brücken- und Dammbau eingesetzten Arbeiter.
Bild 4: Trauerfeier für verunglückte Arbeiter - russische Kriegsgefangene.
Der Brückenbau kostete etliche Menschenopfer, da die Sicherheitsvorschriften damals unzureichend und die für Sicherheit erforderlichen Mittel im Krieg knapp waren. Hier werden am 12.12.1916 beim Bau tödlich verunglückte Russen würdevoll beigesetzt.
Beim Bau waren auch Kriegsgefangene aus Russland und Frankreich beteiligt.Durch den 1. Weltkrieg verzögerte sich die Jahre früher geplanten Bahnhofseröffnungen in Burg und Vaale auf 1920.

Bildrechte: nicht bekannt (vermutlich damalige kaiserliche Kanalverwaltung)

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1920 - Heuernte in der Wilstermarsch

1920 Heuernte in der Wilstermarsch.
Die seit Jahrhunderten in bestimmter Weise betriebene Heu Ernte wurde auch im ersten Jahrzehnt nach dem II. WK nur mit geringen Veränderungen so durchgeführt. Die danach zunehmende Mechanisierung in der Landwirtschaft veränderte vieles.
Doch was auf der Abbildung so danach ausschaut, war keine Idylle, sondern harte Arbeit.
Die zumeist dreimalige Heu Ernte war mit erheblichem Arbeitsaufwand für die Bauern verbunden. Das Gras wurde geschnitten, zur Unterstützung seiner Trocknung in Wind und Sonne mehrfach gewendet, zusammengeharkt, in schnurgerade aufgestellten Hümpen aufgestellt und dann als Heu mit Muskelkraft auf dem von Pferden gezogenen Ackerwagen aufgehäuft und in der Scheune oder auf dem Heuboden gelagert.
Über das hoch aufgetürmte Heu auf dem Wagen wurde zu seiner Fixierung der Gürtelbaum gelegt (wer kennt diesen Ausdruck noch?).
Die für die Wilstermarsch typischen rot-bunten Rinder wurden im Winterhalbjahr noch mit Heu gefüttert. Bis in die 1980er Jahre lag während der Heu-Ernte ein wundervoller Geruch von frischem Heu über der Wilstermarsch.

Bildrechte: W. Döring, Brunsbüttel Hafen

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1986 - Spaziergang entlang der Wilsterau a - Kammer der Schleuse Kasenort, Kathen, Bischof

1986 Spaziergang entlang der Wilsterau - Kammer der Schleuse Kasenort, Kathen, Bischof
Beidseitig der Wilsterau führt über die Straßen in Kathen und Bischof ein beliebter Spazierweg entlang dem Gewässer von Wilster zum Kasenort und wieder zurück nach Wilster.
Bild 1: Kammerschleuse Kasenort
Bild 2: Kasenort
Bild 3 und 4: bei Kathen und Bischof

Bildrechte: Udo Urban, Wilster

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1910 - Reeth Ernte in der Wilstermarsch

1910 Ernte von Reeth in der Wilstermarsch
Die als Reklamekarte konzipierte Bildpostkarte des seinerzeit mit seinem Photo-Atelier in der Schmiedestraße 28 ansässigen Wilsteraner Fotografen Friedrich Schlüter zeigt die winterliche Reeth-Ernte.
Reeth (auch: Reet, Reth, Reith, Ried, Riet, Rohr und ähnlich) ist das getrocknete Schilfrohr, mit welchem traditionell die Dächer der Höfe in der Wilstermarsch gedeckt wurden.
Das Reeth wurde im Winter von den gefrorenen Flächen aus geerntet. Der Schnitt erfolgte entweder mit der Sense oder – bei ausreichend hohem Wasserstand – mittels eines über das Eis geschobenen Messerbalkens.
Das Motiv wurde auch für in den Verkauf gelangte Ansichtskarten verwendet.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

Anmerkung: Die ergänzend vorgestellte postalisch gelaufene Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Karl Kautz, Brokdorf

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1902 - Gehöfte an der Wilsterau in Bischof und Kathen, Gemeinde Stördorf

1902 Gehöfte an der Wilsterau in Bischof und Kathen, Gemeinde Stördorf.
Blick von der Kathener Seite des Gewässers auf die Wilsterau und Gehöfte. Breit und behäbig liegen die Bauernhäuser mit ihren mächtigen Dächern im Schutz der sie umstehenden Bäume da, so wie es seit Jahrhunderten war. Erst in neuerer Zeit hat manches der für die Wilstermarsch so typischen Häuser ein anderes Aussehen erhalten, leider! Es ist sehr zu begrüßen, wenn sich immer wieder Menschen finden, die große Belastungen und Mühen auf sich nehmen, um alte Bauernhäuser als überkommenes Kulturgut sach- und fachgerecht zu erhalten - dafür kann jeder Heimatfreund nur dankbar sein!
Links in Bischof offenbar Hof 231 (jew. gem. dem Buch Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild) und im Hintergrund Hof 230; rechts in Kathen Hof 225.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

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1939 - Bauernhof Schade in Kathen - Gemeinde Stördorf

Stördorf 1939 Bauernhof Schade in Kathen
Es handelt sich um das Gehöft (Hof 226 in dem Buch Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild), welcher seinerzeit im Eigentum von Johannes Schade (*1885, + 1945) stand.
Die drei Söhne (Walter + 1942; Wilhelm + 1943; Herbert + 1944) des Eignerpaares fielen im II. Weltkrieg, weshalb die mit Dr. Karl-Ulrich Lefevre verehelichte Tochter Elsa den Hof übernahm.
1957 wurde der Hof von Franz Blum gekauft, dessen Nachkommen ihn heute (2013) noch betreiben.
Das Bauwerk allerdings wurde um 1960 abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt.
Das Gebäude steht auf einer alten Wurt nahe der Wilsterau an der Kathener Straße.
Interessant ist auf Bild 2 die links erkennbare Rampe - sogenannte Hühnerleiter - für das Federvieh. Derartige Vorrichtungen befanden sich in früheren Zeiten an fast allen Höfen der Wilstermarsch.
Da der Winter 1939/1940 sehr lange anhielt, wurden die Kälber erst im Mai ausgestallt (Bilder 3 und 4).

Bildrechte: Privatfotos Familien Schade und Lefevre, Kathen Gemeinde Stördorf

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1938 - Pferde als Arbeits-, Zug- und Reittiere in der Wilstermarsch

1938 Pferde in der Wilstermarsch als Arbeits-, Zug- und Reittiere
Auf allen Bauernhöfen in der Wilstermarsch wurden in der Zeit bis zu Beginn der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts Pferde gehalten. Je nach Größe des Betriebes konnten das ein bis acht Pferde sein.
Alle Bewohner der Höfe verstanden sich in dem Umgang mit den Pferden und konnten diese lenken und auch reiten.
Die Bilder zeigen, wie auf dem Gehöft von Johannes Schade in Kathen, Gemeinde Stördorf, die Pferde eingesetzt wurden.
Bild 1: Einspännige Kutsche auf der geklinkerten Straße in Kathen.
Bild 2: Einspännige Kutsche bei der sonntäglichen Ausfahrt.
Besonders bemerkenswert an der fünfsitzigen Kutsche ist, dass der Kutscher offenbar auf der hinteren Bank sitzt. Der Name für einen derartigen Kutschentyp ist leider nicht bekannt. Wer kann helfen?
Bild 3: Bei Familienfesten wurden gerne die eigenen Reitkünste auch von den Frauen posierend vorgestellt.
Bild 4: Das Pflügen des schweren Marschbodens erfordert vier Pferde als Zugtiere

Bildrechte: Privatfotos Familien Schade und Lefevre, Kathen Gemeinde Stördorf

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1940 - Transporte in Kathen bei Eis und Schnee mit Schlitten, Fahrrad und Schlöp

1940 Transporte bei Eis und Schnee mit Schlitten, Schlöp und Fahrrad
Die Witterungsverhältnisse im Winter machten erfinderisch.
Verschiedene Möglichkeiten fanden die Bewohner des Hofes Schade in Kathen, um trotz mißlicher Witterungsverhältnisse ihre Besorgungen zu erledigen.
Bild 1: 1940 Auch Frauen - selbstverständlich - konnten mit dem von einem Pferd gezogenen Pferdeschlitten umgehen.
Bild 2: 1940 Der in Wilster vorgenommene Einkauf konnte auch auf dem geschobenen Fahrrad transportiert werden.
Bilder 3 und 4: 1940 Auf einer Schlöp bzw. Slöp wurde über die zugefrorene Wilsterau Getreide zum Schroten zur Rumflether Mühle hin und zurück gezogen.
Ein bzw. eine "Schlöp" ist ein aus zwei Kufen und darüber genagelten Bohlen bestehender flacher Schlitten. Derartige "Schlöp" wurden seit vielen Jahrhunderten in der Wilstermarsch auf den landwirtschaftlich genutzten Flächen zum Transport von schweren Lasten eingesetzt und zumeist von Pferden gezogen. Seit Mitte der 1950er Jahre sind im Zusammenhang mit der Mechanisierung in der Landwirtschaft derartige urtümliche Gerätschaften nicht mehr im Gebrauch.

Bildrechte: Privatfotos Familie Schade, Kathen

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1970 - Schleuse Kasenort, Kathen, Wilsterau

1970 Schleuse Kasenort, Kathen, Wilsterau
Blick vom Oberhaupt der im Jahre 1926 neu errichteten Schleuse am Kasenort über die Wilsterau nach Kathen auf einen stattlichen Bauernhof mit einem Husmannshus.
Die Wilsterau wurde in diesem Bereich in Zusammenhang mit dem seinerzeitigen Neubau (dieser fand im „Trockenen“ statt) der Kasenorter Schleuse verlegt; die ursprüngliche Mündungsstrecke bog hier (etwa im Bereich der kleinen Ausbuchtung) ab und mündete unterhalb der jetzigen Schleuse in die Stör.

Bildrechte: Verlag Ferdinand Lagerbauer, Hamburg

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1986 - Spaziergang entlang der Wilsterau b - Kathen, Bischof

1986 Spaziergang entlang der Wilsterau bei Kathen und Bischof
Beidseitig der Wilsterau führt über die Straßen in Kathen und Bischof ein beliebter Spazierweg entlang dem Gewässer von Wilster zum Kasenort und wieder zurück nach Wilster.

Bildrechte: Udo Urban, Wilster

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1986 - Spaziergang entlang der Wilsterau c - Kathen, Bischof

1986 Spaziergang entlang der Wilsterau bei Kathen und Bischof
Beidseitig der Wilsterau führt über die Straßen in Kathen und Bischof ein beliebter Spazierweg entlang dem Gewässer von Wilster zum Kasenort und wieder zurück nach Wilster.

Bildrechte: Udo Urban, Wilster

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1986 - Spaziergang entlang der Wilsterau d - Kathen, Bischof

1986 Spaziergang entlang der Wilsterau bei Kathen und Bischof
Beidseitig der Wilsterau führt über die Straßen in Kathen und Bischof ein beliebter Spazierweg entlang dem Gewässer von Wilster zum Kasenort und wieder zurück nach Wilster.
Sowohl von der Bischofer Seite (Bilder 1 und 2) als auch von der Kathener Seite (Bilder 3 und 4) unterquert man die Brücke der Umgehungsstraße im Zuge der B 5, welche Wilster vom Durchgangsverkehr befreite.

Bildrechte: Udo Urban, Wilster

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1900 - Windmühle DIE ERNTE in St. Margarethen

1900 Windmühle DIE ERNTE in St. Margarethen
Bereits um 1540 war die erste Windmühle in St. Margarethen auf dem Standort "Auf dem Stuven" für Johann Rantzau (Herr auf Breitenburg) erbaut worden. Die Mühle war ursprünglich eine königlich privilegierte Mühle. König Christian III. hat gemäß einer vom 10. März 1540 datierten und in Rendsburg ausgestellten Urkunde seinem Hofmeister, Amtmann zu Steinburg und Rat Johann Rantzau, Ritter, wegen des Mangels an Windmühlen in der Wilstermarsch je eine Windmühle im Kirchspiel St. Margarethen, im Kirchspiel Beidenfleth und vor Wilster zu bauen gestattet. Gleichzeitig hat er verboten, neben diese Mühlen andere zu bauen, "dewile wy genanten dre molen gnediklik den wint vorgunnet hebben und de molengeste ehn nicht schollen vorbaden werden." Absolute Herrscher verfügten damals auch über den Wind!
Ende des 19ten Jahrhunderts gelangte die Mühle in den Besitz von Adalbert Siemen, danach der Firma A. Siemen Söhne (Das A steht für Albert, den Vater von Adalbert). Das Ehepaar Anne und Walter Siemen ließ die Mühle in einen rückwärtigen Bereich des Grundstücks versetzen und auf dem ehemaligen Mühlenstandort für sich eine vom St. Margarethener Baumeister Johann Wiekhorst entworfene Villa errichten.
Das Foto zeigt die Arbeiten bei der Versetzung der Windmühle.
Bild 3 zeigt das Originalfoto; Bilder 1 und 2 sind bearbeitet.

Bildrechte: nicht bekannt; evtl. Amandus Dohrn, Büttel
Anmerkung: Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Tord Siemen, Wilster, einem Urenkel der Bauherren.

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1935 - Getreide Ernte in der Wilstermarsch

1935 Getreide Ernte in der Wilstermarsch
Obwohl in der Wilstermarsch auf Grund der schweren Böden von jeher überwiegend Grünlandwirtschaft betrieben wurde, gab es in kleinerem Umfange auch Getreideanbau.
Mit einem Mähbinder (ein landwirtschaftliches Gerät) wurde bis Ende der 1960er Jahre das Getreide geerntet. Der Mähbinder mähte das Getreide und bündelte die Getreidehalme zu sogenannten Garben. Anfangs wurden die Garben ungebunden auf dem Feld abgelegt, an weiterentwickelten Geräten wurden die Garben auch gebunden.
Zum späteren Ausdreschen der Körner wurden die Garben auf dem Feld in Hocken getrocknet und danach in der Dreschmaschine gedroschen. Heute führen weiter entwickelte Maschinen alle Arbeitsgänge in einem Durchgang aus.

Bildrechte: nicht bekannt
Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Rudolf Böckmann, Burg/Dithmarschen

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5 - Diele in einem Husmannshus der Wilstermarsch (SF)

ca. 1920 Diele in einem holsteinischen Bauernhaus
Die zentrale große Diele in einem Husmannshus der Wilstermarsch.
Bis weit in die 1970er Jahre war der abgebildete Zustand der großen Diele noch auf vielen Höfen der Wilstermarsch zu finden.
In die zentrale große Diele der Husmannshäuser konnten die Wagen mit der Ernte - in der Wilstermarsch handelte es sich dabei in der Regel um die Heu-Ernte - einfahren, um hier unabhängig von der Witterung entladen zu werden. Der Bergeraum oder Heuboden befand sich oberhalb der Balkenlage und nahm häufig den gesamten riesigen Dachraum der Häuser ein.
Die Stallungen für das Vieh befanden sich zu beiden Seiten der großen Diele, an deren zum Wohntrakt angrenzenden Ende früher häufig die Kammern für die Knechte und Mägde lagen.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung von Frau Silke Brenner, Freiburg

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1920 - Schöpfmühle, Ernte in der Wilstermarsch

ca. 1920 Schöpfmühle in der Wilstermarsch
Repro einer alten Ansichtskarte
Mehrere Hundert der in den Wind drehbaren Kokermühlen sicherten vor 100 Jahren die Entwässerung der Wilstermarsch; sie pumpten das Wasser aus den Sammelgräben in die hoch gelegenen Wettern.
Bei der Ernte wurde das Getreide bis in die 1950er Jahre nach dem Schnitt zum Trocknen in sogenannte Hocken aufgestellt. Zuvor wurde das frisch gemähte Getreide von Hand gebündelt und verknotet; die so entstandenen Garben wurden mit den Ähren nach oben in Hocken aufgestellt. Eine Roggenhocke bestand aus 18 Garben, eine Haferhocke aus 14 Garben. Erst nach einigen Tagen Trocknungszeit wurde das Getreide zu der am Bauernhof stationierten Dreschmaschine gebracht.

Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster
Sammlung Werner Behning

Anmerkung:
Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder Fotos von den Originalnegativen erwerben möchte, den verweisen wir auf die Seite Alt-Wilster

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1930 - Wilsterau bei Kathen und Bischof

ca. 1930 Wilsterau bei Kathen und Bischof
In sanften Windungen schlängelt sich die Wilsterau auf ihrem Weg zum Kasenort durch die ebene Wilstermarsch.
Der Blick geht von der Kathener Seite über die Wilsterau hinweg nach Bischof. Bei dem stattlichen Gehöft handelt es sich um den Hof 232 (gem. dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild") von Reimer Heesch.
Das Gebäude unterscheidet sich erheblich von den anderen Höfen in der Wilstermarsch dadurch, daß sein Wohnteil zwei Vollgeschosse aufweist.
Der 1764 erbaute Hof steht heute unter Denkmalschutz!
Der an der Wilsterau entlang führende Zufahrtsweg war bis weit in die 1950er Jahre unbefestigt.

Bildrechte: nicht bekannt

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1939 - Pflügen mit vier vor den Pflug gespannten Pferden

1939 Pflügen mit vier vor den Pflug gespannten Pferden
Der in der Wilstermarsch anstehende schwere Boden - der sogenannte Klei - machte es vielfach erforderlich, vierspännig zu pflügen.
Das Foto zeigt die Arbeit auf dem Hof Schade in Kathen, Gemeinde Stördorf. Während ein Landwirt als Reiter beim Lenken des Gespanns behilflich ist, führt ein weitere den Pflug.
Der Klei der Wilstermarsch ist ein bindiger und aus ehemaligen Schlicksedimenten entstandener sehr fruchtbarer, aber schwer zu bearbeitender Boden. Dieser Umstand wird schon aus seiner Bezeichnung deutlich, denn Klei kommt von "kleben", was jeder nur bestätigen kann, der in der Wilstermarsch schon einmal über ein frisch gepflügtes Feld gelaufen ist.

Bildrechte: Privatfotos Familien Schade und Lefevre, Kathen

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1968 - Luftbild - Gebäude an Rumflether Straße und Landrecht

1968 Luftbild - Gebäude an Rumflether Straße und Landrecht
Rechts unten das Gebäude des Kinos "Adler Lichtspiele",
darüber das Gehöft Peemöller - Heinrich-Friedrich Peemöler ("Hein Pee") verkaufte zu der Zeit das Gebäude sowie die dahinter gelegenen zugehörigen Flächen an den Schulverband Wilstermarsch, welcher darauf die Gemeinschaftsschule errichten ließ.
Unten links das Anwesen der Firma Richard Sötje (Tankstelle und Mietwagen Betrieb) .
Zwischen dem Gebäude der Firma Sötje und dem Kino verlief die Zuwegung zu der hier die Wilsterau überquerenden Landrechter Brücke.
Jenseits der Rumflether Straße der umfangreiche Gebäudekompex einer vormaligen Lederfabrik; nachdem die Lederfabrik der Gebrüder Böhme hier 1903 abgebrannt war, bauten die Vachelederwerke Ballin GmbH die Fabrikationsstätte modernisiert wieder auf. Der hinten rechts erkennbare Stumpf des ursprünglich deutlich höheren Fabrik-Schlotes wurde erst um 1970 beseitigt.
In die Gebäude der Lederwerke zog Mitte der 1950er Jahre das zunächst in Wilster als Sack-Fabrik bezeichnete Unternehmen der Zelte- und Planenfabrik von Friedrich Spies ein. Die Firma besteht unter den Nachkommen des Begründers am Standort Wilster heute noch.
In dem Bungalow links der Zufahrt waren die Büroräume der Sachfabrik untergebracht, die Eigentümer der Fabrik wohnten in dem Bungalow rechts der Einfahrt.
In dem linken Bungalow wohnte während seiner Amtszeit in Wilster Bürgermeister Armin March, bis er wegen mehrerer ihm im privaten Bereich unterlaufener gravierender Eskapaden sein Amt in Wilster verlor.
Die am oberen Bildrand erkennbare Baracke diente während des II.Weltkrieges als Unterkunft für Kriegsgefangene, welche tagsüber in wilsteraner Betrieben zur Arbeit verpflichtet waren. Nach dem Kriege diente die Baracke als Unterkunft für Heimatvertriebene.

Bildrechte: nicht bekannt

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