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1977 - Historischer Besan Ewer ANNA-LISA von Wilster

Historischer Besan Ewer ANNA-LISA von Wilster in der Schleuse am Kasenort
Der alte Ewer ist auf der Wewelsflether Werft von Johann Junge mit der Baunummer 135 im Frühjahr 1906 vom Stapel gelaufen und erhielt von seinem ersten Eigner, einem Baustoffhändler, den Namen MATHILDE. Der knapp 20 m lange Rumpf des Plattbodenschiffes besteht aus genietetem Stahl. Bei einer Breite von 5,00 m konnte der Segler die Alster-Schleusen in Hamburg passieren und so Ziele in der Großstadt erreichen. Der seegängige Besan-Ewer befuhr jedoch nicht nur die Elbe und ihre Nebenflüsse, sondern war auch auf Nord- und Ostsee in Fahrt. Erst 1928 erhielt er einen Hilfsantrieb.
Während des II. Weltkrieges transportierte er für die Deutsche Wehrmacht Güter nach Norwegen. Nach Kriegsende wurde der Ewer in das Binnenschiffsregister eingetragen und weiterhin als Frachtschiff genutzt, bis er 1956 von der Wilsteraner Tiefbaufirma Robert Looft erworben wurde. Benannt als ANNA-LIESA und eingesetzt als Baggerschute, erhielt das Schiff keinerlei Pflege und lag zuletzt schrottreif im Hamburger Hafen. Dort entdeckte 1974 ein Schiffsliebhaber den in seiner Grundsubstanz noch gut erhaltenen Rumpf und erwarb ihn zum Schrottpreis. In der Folge wurde der alte Ewer sorgsam und unter Orientierung am Originalzustand restauriert und für private Zwecke umgebaut und benannt als ANNA-LISA von Wilster. Nachdem der Eigner seinen Wohnsitz nach Flensburg verlegt hatte, fuhr der Besan Ewer ab 1978 als ANNA-Lisa von Flensburg und wurde zum Grundstock des dortigen Museumshafen. Von Flensburg aus unternahm der wieder seegängig gewordene und 180 m² Segel führende alte Besan-Ewer Reisen auf der Ostsee und bis nach Norwegen.
1984 erwarb der Verein Bildungsschiff Unterelbe 1984 den historischen Ewer und baute ihn zum Seminarschiff um. Bis 2006 führte der Segler den Namen ANNA-LISA von Stade und nach Verlegung des Heimathafens nach Wischhafen bis heute ANNA-LISA von Wischhafen, deren Fahrten in das Revier der Niederelbe und des Wattenmeer führen.
Passend zur bewegten Geschichte des Ewers war die Reise des vorgestellten Briefes, der 1980 an den "Skipper Besanewer ANNA-LISA von Wilster" gerichtet war (sh. Abbildung 3 und 4).

Bildrechte:
Bild 1: nicht bekannt
Bild 2: Verein Bildungsschiff Unterelbe 1984

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1880 - Segelschute ANNA im Hafen am Rosengarten

1880 Segelschute ANNA im Wilsteraner Hafen am Rosengarten
Der aus Flethsee/St. Margarethen stammende alte Schiffer Johannes Schleu – seine Großtante Heimke Schleu hatte am 21.04.1834 in Wilster Peter von Holdt geheiratet – steht am Mast seines 30 BRT großen Segel-Ewers „Anna“.
Vom Rosengarten zum Wasser der Wilsterau herunter führt eine breite Treppe, deren Standort noch vor wenigen Jahren erkennbar war.
Die hochrädrige Handkarre ist eine sogenannte Schott´sche (Schottische) Karre, wie sie lange Zeit bis in die 1960er Jahre in Wilster verwendet wurde.
Links der Kühl´sche Speicher; im Hintergrund sind die Rückseiten der Häuser an der Schmiedestraße zu erkennen.

Bildrechte: Hans-Peter Mohr, Wilster

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1962 - Binnenschiff ANNA-LUISE auf der Wilsterau am Helgenland

1962 Binnenschiff ANNA-LUISE auf der Wilsterau am Helgenland
Die ANNA LUISE Luise passiert gerade den auf dem Helgenland stehenden Bootsschuppen von Heinrich von Holdt, welcher hier am ehemaligen Werftstandort der Stadt Wilster mehrere hölzerne Segeljachten erbaute.
Im Hintergrund bei dem den Stadtarm der Wilsterau überquerenden Fußgängersteg ist das Gebäude seiner Tischlerei zu erkennen. Dort befand sich auch der historischen Wilsteraner Hafen am Rosengarten.

Informationen zur ANNA-LUISE aus der Facebookgruppe "Deutsche Kleinschiffahrt" (André Konietzko, Elmshorn)
Die ANNA-LUISE wurde im Jahre 1927 auf der Schiffswerft Gebr. van Diepen in Waterhuizen für den Schiffer Martin Groth aus Wilster gebaut. Eingetragen war das in Hamburg beheimatete Schiff im BSR Hbg. unter der Nr. 14679.
Das in der Revierfahrt eingesetzte Binnenschiff überlebte den II. Weltkrieg unbeschadet, jedoch wurde die ANNA-LUISE am 19. Juni 1947 von einem anderen Fahrzeug auf der Stör gerammt. Bei dem Zusammenstoß ist der Schiffer Martin Groth über Bord gefallen und ertrunken; sein Leichnam wurde später in der Störmündung gefunden.
Das Schiff wurde bis 1957 von der Witwe Anna Groth in Fahrt gehalten und dann an Schiffer Hans Peter Grünberg aus Wilster verpachtet, in dessen vollständigen Besitz es später überging.
Die Abmessungen betrugen ca. 30 m Länge x 5 m Breite.
1961 wurde das Schiff um 6 m verlängert und der Vorsteven erhöht, wodurch sich die Tragfähigkeit auf 164,777 tdw erhöhte.
Angetrieben wurde die ANNA-LUISE nun von einem 125 PS leistenden Deutz Motor.
1971 trat das Motorschiff seine letzte Reise zur Abwrack-Werft an und wurde daraufhin am 20. Juli 1971 im BSR Hbg. gelöscht.

Foto: Familie Grünberg, Wilster (Sammlung André Konietzko)

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1924 - Besan-Schute TYRA im Hafen St. Margarethen

1924 Besan-Schute TYRA im Hafen St. Margarethen - Hafen, Priel, Vorland, Deichhäuser
Die Fracht-Segelschute TYRA liegt vertäut im St. Margarethener Hafenpriel.
Im Hintergrund das Panorama des Ortes mit den sogenannten Deichhäusern auf dem Deich der Elbe. Zu der ungewöhnlichen deichfremden Nutzung einer Bebauung des Deiches war es im 17. Jht. nach einer zuvorigen Vordeichung gekommen, welche ihn zeitweilig zu einem Schlafdeich machte, der jedoch nach Aufgabe der Vordeichung 1686 wieder reaktiviert werden mußte.
Erst in der Folge der Sturmflut des Jahres 1976 wurde die aus Gründen der Deichsicherheit untragbare Situation beseitigt, indem der Deich in neuem Bestick verlegt wurde.

Informationen zur TYRA aus der Facebookgruppe "Deutsche Kleinschiffahrt" (André Konietzko, Elmshorn)
Biographie der Besanschute TYRA ex JOHANNA
Im August 1904 lieferte die Elmshorner Schiffswerft D.W. Kremer & Sohn eine stählerne Besanschute (Besanewer mit steilem Vorsteven) an den ebenfalls in Elmshorn ansässigen Schiffer Nikolaus Viirtheer, der den Neubau im SSR Altona mit dem Heimathafen Elmshorn und dem Unterscheidungssignal LGNF eintragen ließ und ihn JOHANNA benannte. Die Abmessungen betrugen 21,4 x 5,04 x 1,54 m. Vermessen war das Schiff zu 52,40 BRT, bzw. 39,98 NRT.
Fahrtgebiet war die Revier- und kleine Küstenfahrt. Im April 1919 verkaufte Schiffer Vietheer die Segelschute an Peter Oltmann aus Dornbusch, der seiner Neuerwerbung den Namen "TYRA" gab und den Heimathafen nach Dornbusch verlegte. Diesen Namen sollte der kleine Segler Zeit seines langen Lebens behalten. 1922 wurde die erste Maschine, ein HMG Glühkopfmotor mit 35 PS Leistung eingebaut. Gleichzeitig wurde das Schiff auf den Motorenfabrikanten Robert Puls aus Hamburg übertragen. Anscheinend konnte Schiffer Oltmann sich finanziell nicht freifahren, denn 1924 wurde der Mühlenbesitzer Willy von Loh und später Claus von Loh, beide aus St. Margarethen, Eigentümer der TYRA. Der Heimathafen lautete nun St. Margarethen. Ende der 30er Jahre wechselte erneut der Besitzer.
Neuer Eigentümer wurde nun die Firma J.H.W. Runge, Kaisermühle GmbH in Wittenbergen an der oberen Stör. Wie schon der Vorbesitzer von Loh, setzte auch die Kaisemühle die TYRA im werkseigenen Verkehr ein. 1939 erfolgte der Einbau eines 2 Takt Motors der Firma Callesen mit 30 PS Leistung.
1957 erfolgte die Umschreibung ins Binnenschiffsregister. Bei dieser Gelegenheit wurde auch der Heimathafen nach Wittenbergen verlegt. Die Tragfähigkeit betrug zu diesem Zeitpunkt 85 tdw.
Kurz darauf wurde das Binnenschiff verlängert und ein neuer Motor mit 105 PS Leistung eingebaut.
Zwei weitere Verlängerungen folgten und auch das Achterschiff wurde komplett erneuert. Die letzte Verlängerung um 5 Meter erfolgte 1985 in Wewelsfleth, dabei wurde auch der Bug modernisiert.
Inzwischen betrug die Tragfähigkeit der TYRA weit über 200 tdw. Seit 1974 sorgte ein 205 PS leistender MAN Motor für den Antrieb des Schiffes.
Durch die zunehmende Versandung der Stör wurde der Betrieb des Schiffes unrentabel, so dass man sich 1996 dazu entschloss, das Schiff zum Abbruch zu verkaufen, der bei der Firma Neumann in Hamburg vollzogen wurde.
Quellen: SSR Altona / BSR Hamburg
Verschiedene Handbücher
Deutsche Segelschiffe, Register über den Restbestand 1980-1986 von Joachim Kaiser
Mündliche Mitteilungen von Max Böge (+), Wewelsfleth

Das ergänzend vorgestellte Foto (Bild 2) zeigt die TYRA an der Kaisermühle in Wittenbergen an der oberen Stör (Quelle wie oben).
Hier liegen die 3 Frachtmotorschiffe TYRA
(Bj. 1904 Kremer, Elmshorn),
FAVORIT (Bj. 1906 Junge, Wewelsfleth) und
"KAISERMÜHLE I (Bj. 1911 Gebr. van Diepen, Waterhuizen) .
Alle drei Schiffe wurden ursprünglich als Ewer gebaut.
Die Aufnahme entstand am 2. Dez. 1990.
Die TYRA wurde 1996 abgewrackt.
Das Achterschiff der FAVORIT fährt noch heute als Privatyacht "Klabund", während der Rest des Schiffes noch einige Jahre als Schubleichter in Fahrt war.
Der Verbleib der "KAISERMÜHLE I" ist mir derzeit nicht bekannt. Wahrscheinlich ist dieses stets gut gepflegte Fahrzeug in den 90er Jahren zum Abbruch gegangen.
Bild 3: Die TYRA liegt im März 1994 im Glückstädter Binnenhafen bei Brockmüller auf Slip. Zwei Jahre später trat das Schiff dann seine letzte Reise zum Abwracker nach Hamburg an.
Fotos Bild 2 und 3: André Konietzko

An die TYRA erinnerte sich der Begründer (Peter J. von Holdt) von mein-wilster besonders gerne. Sie hat Anfang der 1960er Jahre ihn mit der Wilsteraner Segeljacht ANKE III zweimal durch den NOK geschleppt. Als sogenannter Tag-Freifahrer machte die TYRA dabei jeweils in Rendsburg Station. Da gab es dann gemeinsam mit dem Schiffer einen Lütten zur Brust - vielleicht auch ein paar mehr!

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1924 - St. Margarethen - Fracht-Segelschute, Hafen, Priel, Vorland, Deichhäuser

1924 St. Margarethen - Hafen, Priel, Vorland, Deichhäuser
Die Fracht-Segelschute TYRA liegt vertäut im St. Margarethener Hafenpriel (sh. auch Bild 2).
Im Hintergrund das Panorama des Ortes mit den sogenannten Deichhäusern auf dem Deich der Elbe. Zu der ungewöhnlichen deichfremden Nutzung einer Bebauung des Deiches war es im 17. Jht. nach einer zuvorigen Vordeichung gekommen, welche ihn zeitweilig zu einem Schlafdeich machte, der jedoch nach Aufgabe der Vordeichung 1686 wieder reaktiviert werden mußte.
Erst in der Folge der Sturmflut des Jahres 1976 wurde die aus Gründen der Deichsicherheit untragbare Situation beseitigt, indem der Deich in neuem Bestick verlegt wurde.
Bei den rechts sitzenden Personen (sh. Ausschnitt Bild 3) handelt es sich um Frau Cornelia Jensen, Ehefrau von Pastor Dr. Wilhelm Jensen, mit zwei Töchtern des Ehepaares.
Cornelia Jensen, welche ein Examen für Lehrerinnen an höheren Mädchenschulen hatte, leitete in den Jahren von 1921 bis 1933 die auf Initiative ihres Ehemannes in St. Margarethen eingerichtete "Höhere Privatschule".

Bildrechte: nicht bekannt, sogen. Privat Postkarte

Anmerkung: Die Karte wurde freundlicherweise von Frau Sigrid Malz, Karlsruhe, für die Heimat-Seite mein-wilster zur Verfügung gestellt.

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1900 - Wilsterau am Rosengarten - Hafen der Stadt Wilster

1900 Wilsterau am Rosengarten - Hafen der Stadt Wilster
Mindestens drei Frachtschiffe liegen im Wilsteraner Hafen am Quai. Auf der Freifläche des Hafens warten mehrere Fuhrwerke und Gespanne auf den Güterumschlag.
Der Umschlag der Güter zu den Schiffen erfolgte auch über einen fest am Quai installierten Kran, der Mitte der 1950er Jahre "entsorgt" wurde. Eine Bewahrung dieses Reliktes wurde leider versäumt!
Vielfach wurde der Umschlag mit dem eigenen Ladegeschirr der kleinen Frachtschiffe vorgenommen. Die zwecks Passage der niedrigen festen Brücken gelegten Masten der Schiffe wurden für diesen Zweck im Hafen wieder aufgerichtet.
Der Name „Rosengarten“ ist sehr alt; im Mittelalter hatte fast jede Stadt in Norddeutschland mit dem sogenannten Rosengarten ihren Platz, auf dem die Gilden (mittelalterliche Versicherungen auf Gegenseitigkeit) ihre Feste feierten. Mit der Armbrust wurde dabei nach dem Papagoyen geschossen (der Brauch lebt heute als Vogelschießen der Bürger-Schützen Gilde fort).
Der Hafen am Rosengarten war der Platz, von dem die Produkte der Wilstermarsch und der in Wilster hergestellten Waren verschifft wurden. Bis in die Zeit des vorletzten Jahrhunderts waren die Wasserwege die bevorzugten Handelswege. Der Hafen am Rosengarten war somit die Keimzelle für den zeitweiligen Wohlstand der Stadt Wilster, welcher heute noch von einigen prächtigen Bauwerken in der Stadt wiedergespiegelt wird.

Der Begründer von mein-wilster rechnet es sich als Verdienst an, ganz entscheidend und gegen viele Anfeindungen den Erhalt des offenen Gewässers Wilsterau am Rosengarten bewirkt zu haben. So ist es heute - mit einiger Phantasie - noch möglich, vor Ort den Begründungszusammenhang für das Entstehen der Siedlung Wilster an dieser Stelle noch zu erleben.

Auf dem Grundstück links hinter dem Steg entstand 1932 die heute auch schon nicht mehr vorhandene Werkstatt der Tischlerei Heinrich von Holdt. Auch alle anderen auf dem Bild erkennbaren Häuser (sie standen mit ihren Vorderfronten zur Neustadt) sind Ende der 1960er Jahre im Rahmen der Stadtsanierung ohne nachvollziehbare Begründung ersatzlos abgebrochen worden. In dem großen Gebäude befand sich die Schmiede von Georg Stelzer (zuvor: Perner).
Der Steg über die Wilsterau wurde 1987 durch eine hölzerne und deutlich weniger elegante Konstruktion ersetzt.
Geradezu frustierend jedoch ist der im Rahmen der durchaus ansprechenden Bebauung des Rosengartens erfolgte unsensible Umgang mit der alten Quaimauer des Hafens. Die heute noch bestehenden Reste der alten Ufermauer, welche aus zwischen eingerammten Doppel-T-Trägern mit Ziegeln gemauerten senkrechten Preußischen Kappen besteht, erhielten eine Abdeckung aus Beton. Die Chance, den alten Hafen durch eine fachmänische Restaurierung der alten Quaimauer mit ihren heute noch vorhandenen schmiedeeisernen Festmacherringen wieder visuell erlebbar zu machen, wurde geradezu sträflich versäumt. Das Einbringen von hölzernen Dalben als Ersatz für die abgängigen Dalben hätte die Wirkung des historischen Ensembles noch steigern können. Es ist sehr zu bedauern, dass bei der im Rahmen der Bebauung des Rosengarten erfolgten Anlegung des Fußweges entlang der alten Quaimauer denkmalpflegerische Aspekte völlig unbeachtet blieben!

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

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1898 - Wilsteraner Hafen am Rosengarten

1898 Lösch- und Ladeplatz am Rosengarten - Hafen der Stadt Wilster.
Im Hintergrund führt die elegante kleine Fußgängerbrücke im Zuge des Verbindungsweges vom Rosengarten zur Deichstraße über die Wilsterau.
Links am Quai liegt ein hölzerner Giekewer und rechts daneben eine eiserne Segelschute.

Die dicht gedrängt liegenden Frachtschiffe haben die Masten gesetzt, da an diesen das Ladegeschirr angeschlagen ist.
Der Ladekran vorn links wie auch das daneben stehende Lagergebäude und der hinten rechts stehende hohe Speicher der Bäckerei Kühl wurden in den 1960er Jahren beseitigt.

Bildrechte: Verlag v. Friedrich Schlüter, Wilster

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1903 - Frachtewer im Hafen am Rosengarten

1903 Frachtewer im Hafen am Rosengarten
Der Frachtewer GERMANIA aus Hochdonn hat am Quai des Wilsteraner Hafen am Rosengarten festgemacht.
Die auf der Peters Werft in Wewelsfleth für den Burger Schiffer August Schnoor gebaute und 1890 ausgelieferte GERMANIA war ein Giekewer - er führte das Unterscheidungssignal LCGC. Er war 15,90 m lang, 4,14 m breit und war mit 24 BRT vermessen bei 46 TDW. 1899 erwarb der Schiffer Johann August Knorr aus Großenrade das Schiff und verkaufte es 1906 weiter an Martin Peter Groth aus Wilster. Dort wurde das Schiff 1917 abgewrackt.
Unter dem vom Rosengarten zur Deichstraße führenden Fußgängersteg ist ein zweites Frachtschiff erkennbar.
Vor einhundert Jahren herrschte regelmäßig lebhafter Schiffsverkehr am alten wilsteraner Hafen am Rosengarten. Der Name „Rosengarten“ ist sehr alt: im Mittelalter hatte fast jede Stadt in Norddeutschland mit dem Rosengarten ihren Platz, auf dem die Gilden (mittelalterliche Versicherungen auf Gegenseitigkeit) ihre Feste feierten. Mit der Armbrust wurde dabei nach dem Papagoyen geschossen (der Brauch lebt heute als Vogelschießen der Bürger-Schützengilde fort).
Rechts ist der unmittelbar an der Wilsterau stehende hohe Speicher der Bäckerei von August Kühl zu erkennen.
In dem links beim Fußgängersteg stehenden Gebäude wurde seinerzeit ein Geschäft für Fahrräder betrieben – vorher waren hier die Geschäftsräume des frühen Wilsteraner Photographen Hans-Peter Mohr (* ca. 1827 † 26.07.1910).
Die Verfüllung des Gewässers am Rosengarten konnte vor gut 30 Jahren auf Initiative des Betreibers dieser Heimat-Seite gegen viele Widerstände und unter Inkaufnahme von erheblichen Anfeindungen verhindert werden. Nur deshalb erinnert heute noch visuell erlebbar das zwar erheblich verengte Gewässer und die in Klinkerbauweise – senkrechte preußische Kappen – errichtete Quaimauer mit ihren eisernen Festmacherringen an die Geschichte der Stadt Wilster als Schiffer- und Handelsort.

Bildrechte: Knackstedt & Näther, Hamburg

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1911 Brokdorf - Bauernhaus in Osterende (SF)

1911 Brokdorf - Bauernhaus in Osterende
Bei dem abgebildeten Gehöft handelt es sich vermutlich um Hof 59 (gem. dem Buch "Die Bauernhäuser der Wilstermarsch im Bild"), welcher seinerzeit im Eigentum von Heinrich Thumann stand und von diesem auch bewirtschaftet wurde.
Das Ehepaar Heinrich Thumann (* 1854, + 1929) und Anna Tiessen (* 1867, + 1950) hatte acht Kinder.
Die Ehefrau Anna schrieb offenbar die Karte (das Ehepaar hatte auch eine Tochter Anna * 1896, + 1923).

Bildrechte: Albert Behr, Hamburg
Anmerkung: Die Ansichtskarte stammt aus der Sammlung Albert Wolfsteller, Brokdorf, welche sich jetzt im Besitz von Helga Sierth, Brokdorf, befindet.
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1910 - Schülerinnen der Wilsteraner Mädchenschule

1910 Schülerinnen der Mädchenschule Wilster
Offenbar verschiedene Jahrgänge der damaligen Mädchenschule Wilster haben sich mit ihrem Lehrer Fries zum Gruppenfoto aufgestellt.
Bei alten Fotografien finden sich selten Benennungen der abgebildeten Personen; im vorliegenden Fall aber hat die im Jahre 1900 geborene Anna Heutmann - sie ist in der zweiten Reihe von oben die Zweite von links - die meisten Namen ihrer Mitschülerinnen notiert (Bild 2).
Um den an Familienforschung interessierten Personen ein Aufsuchen zu ermöglichen, ist hier eine Transkription der Notizen vorgenommen worden:
Von den Personen auf dem Foto sind benannt jeweils von oben und von links nach rechts
1. Reihe: 1 Martha Stude, 2 NN, 3 Mathilde Appel, 4 Ella Heesch, 5 Erna Martens, 6 Anna Springer, 7 Else Lau, 8 NN, 9 Katharine Jakobs
2. Reihe: 1 Erna Klausen, 2 Anne Heutmann, 3 NN, 4 Emma Thiessen, 5 Mathilde Mendralla, 6 Erna Schwardt, 7 Anne Söhrens, 8 NN, 9 NN, 10 Anne Büsen
3. Reihe: 1 Agnes Schröder, 2 NN, Elsa Rau, 4 Erna Garms, 5 Anne von Osten, 6 Bertha Reumann, 7 NN, 8 Grete Sievers, 9 NN, 10 Bertha Ahrens, 11 Olga Kock
4. Reihe: 1 Helene Helbig, 2 NN, 3 NN, 4 Marie Siebke, 5 Frieda Ohrt, 6 Käthe Schulenburg, 7 Erna Schlotfeld, 8 NN Gehrts, 9 Minna Buttgereit, 10 Therese Betnarzik, 11 NN Kelting
5. Reihe: 1 Hilda Klausen, 2 Frieda Reimers, 3 Magda Schwardt, 4 Frieda Kröger, 5 Alwine Lahann, 6 Anna Hölk, 7 Grete Sievers, 8 Else Horn, 9 Ella Kock
6. Reihe: 1 Ella Thiel, 2 NN, 3 Mariechen Voss, 4 Erna Harder, 5 NN, 6 Alma Nickels, 7 Martha Engel, 8 Gesa Frauen, 9 Albertine Tobias
Lehrer Fries

Bildrechte: nicht bekannt
das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Gerd Heutmann, Nutteln

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1958 - Schifffahrt auf Wilsterau, Holstenau und Burger Au - Hafen am Kattenstieg

Schifffahrt auf Wilsterau, Holstenau und Burger Au
Der Burger Hafen am Kattenstieg 1932 bis Ende der 1950er Jahre.
Bis in die 1930er Jahre hatte für die auf der Wilsterau verkehrenden Schiffer die Möglichkeit bestanden, über eine Schleuse von der Holstenau/Wilsterau direkt in den Kaiser-Wilhelm-Kanal (heute: Nord-Ostsee Kanal bzw. Kiel Kanal bzw. NOK) und von dort über eine weitere Schleuse in die Burger Au zu gelangen.
In der Burger Au war vor der Schleuse eine Gewässeraufweitung, der Kattenstieg, angelegt worden. Sie diente den Schiffern als Liegeplatz.
Mit dem 01. April 1933 wurde der Betrieb der Schleuse zur Burger Au eingestellt; die Schleuse zur Holstenau/Wilsterau war bereits zuvor einer Kanalverbreiterung zum Opfer gefallen und wegen der bedeutungslos gewordenen Schifffahrt auf diesem Teil der Gewässer nicht wieder errichtet worden.
1971 wurde die offene Verbindung zum Kattenstieg gänzlich vom Kanal abgetrennt.

Fotos und nachfolgende Informationen stammen aus dem Buch "Segel von der Eider" über die dortige Schöning Werft (1995 erschienen im Verlag H.M. Hauschildt, Bremen) von Kapitän Herbert Karting, Itzehoe, welcher freundlicherweise der Wiedergabe zugestimmt hat.
Bild 1: Links hinten liegt die die ehemalige Segelschute "GERD SCHÖNING" von Theodor Schöning;
in der Mitte die Tjalk "SEESTERN" von Johannes Wilstermann;
rechts die "BERTHA" von Günther Schöning.
Bild 2: Theodor Schönings Tjalk "GÜNTHER" liegt hier am Kanalhafen in Rendsburg (im Hintergrund ist die Hochbrücke Rendsburg zu sehen). Auf dem Steven sitzt der Sohn und Namensgeber Günther Schöning
Bild 3: Hier liegt um 1932 fast die gesamte damalige Schöning´sche Flotte an den Pfählen:
vorn links die stählerne Tjalk "GÜNTHER" (gebaut 1903 in Waterhuizen, 57 BRT) und der hölzerne Ewer "MARGARETHA" (1897 Burg, 34 BRT) von Theodor Schöning,
dahinter links die Aak "MARIE" (1924 Groningen, 108 BRT) von Wilhelm Schöning; daneben der hölzerne Schoner "IRENE SCHÖNING" (1924 Burg, 101 BRT) von Detlef Schöning jun.
Die "MARTHA SCHÖNING" bzw. "MARIANNE" von Carl Wilhelm Schöning wurde zu dieser Zeit gerade auf der eigenen Werft umgebaut.

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1880 - Wilsteraner Hafen am Rosengarten, Speicher, Fracht-Ewer

1880 Wilsteraner Hafen am Rosengarten, Speicher, Fracht-Ewer; Häuser an der Schmiedestraße
Der aus Flethsee/St. Margarethen stammende alte Schiffer Johannes Schleu – seine Großtante Heimke Schleu hatte am 21.04.1834 in Wilster Peter von Holdt geheiratet – steht am Mast seines 30 BRT großen Segel-Ewers „Anna“.
Der Junge vorne schiebt eine hochrädrige Handkarre, eine sogenannte Schottsche (Schottische) Karre.
Vom Rosengarten herab führt eine breite Treppe zur Wilsterau.
Links der unmittelbar an der Wilsterau stehende Speicher der Bäckerei von August Kühl an der Deichstraße; über der oberen Luke befindet sich ein Flaschenzug, mit dessen Hilfe das Be- und Entladen der unmittelbar am Speicher festmachenden kleinen Fracht-Ewer erfolgte.
Es ist zutiefst zu bedauern, dass Gründe des Denkmalschutzes und des Ortsbildes es nicht bewirken konnten, die Erhaltung dieses schönen und prägenden Gebäudes sicher zu stellen!
Die Verfüllung des Gewässers am Rosengarten konnte in der Zeit um 1980 auf Initiative des Betreibers dieser Heimat-Seite gegen viele Widerstände und unter Inkaufnahme von erheblichen Anfeindungen verhindert werden. Nur deshalb erinnert heute noch visuell erlebbar das zwar erheblich verengte Gewässer und die in Klinkerbauweise – senkrechte preußische Kappen – errichtete Quaimauer mit ihren eisernen Festmacherringen an die Geschichte der Stadt Wilster als Schiffer- und Handelsort.
Hinten rechts die Rückseiten der Häuser an der Schmiedestraße.
Der alte Kran ganz rechts wurde erst in den 1950er Jahren beseitigt - leider wurde er nicht erhalten als Zeuge für die Vergangenheit von Wilster als Stadt der Schiffer und des Seehandels!

Bildrechte: Hans-Peter Mohr, Wilster
Sammlung Werner Behning, Wilster
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder Fotos von den Originalnegativen erwerben möchte, den verweisen wir auf die Seite Alt-Wilster

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1962 - Wilsterau am Rosengarten - Alter Hafen, Fußgängersteg, Fachwerk-Speicher

1962 Wilsterau am Rosengarten - Alter Hafen, Fußgängersteg, Fachwerk-Speicher, Rückseiten von Häusern an der Deichstraße.
Verwaist liegt der alte Hafen der Stadt Wilster.
Vor einhundert Jahren herrschte hier regelmäßig lebhafter Schiffsverkehr am alten wilsteraner Hafen am Rosengarten. Der Name „Rosengarten“ ist sehr alt: im Mittelalter hatte fast jede Stadt in Norddeutschland mit dem Rosengarten ihren Platz, auf dem die Gilden (mittelalterliche Versicherungen auf Gegenseitigkeit) ihre Feste feierten. Mit der Armbrust wurde dabei nach dem Papagoyen geschossen (der Brauch lebt heute als Vogelschießen der Bürger-Schützengilde fort).
Rechts ist der unmittelbar an der Wilsterau stehende hohe Speicher der Bäckerei von August Kühl zu erkennen, über dessen oberer Luke ein Flaschenzug an die vormalige Funktion erinnert.
Es ist zutiefst zu bedauern, dass aus Gründen des Denkmalschutzes und des Ortsbildes die Erhaltung dieses schönen und prägenden Gebäudes nicht gelang, nicht einmal versucht wurde!
Die Verfüllung des Gewässers am Rosengarten konnte in der Zeit um 1980 auf Initiative des Betreibers dieser Heimat-Seite gegen viele Widerstände und unter Inkaufnahme von erheblichen Anfeindungen verhindert werden. Nur deshalb erinnert heute noch visuell erlebbar das zwar erheblich verengte Gewässer und die in Klinkerbauweise – senkrechte preußische Kappen – errichtete Quaimauer mit ihren schmiedeeisernen Festmacherringen an die Geschichte der Stadt Wilster als Schiffer- und Handelsort.

Bildrechte: Wolfgang Bockelmann, Krefeld

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1986 - Spaziergang entlang der Wilsterau l - Wilsterau am Rosengarten

1986 Spaziergang entlang der Wilsterau l - Wilsterau am Rosengarten.
Die kurze offene Gewässerstrecke ist ein Relikt des ehemaligen durch die gesamte Stadt Wilster führenden Durchganges der Wilsterau, der in den Jahren 1951/53 weitgehend verfüllt wurde.
Hier am Rosengarten war der der ehemalige historisch bedeutsame Hafen, Lösch- und Ladeplatz der Stadt Wilster.
Die Verfüllung des Gewässers am Rosengarten konnte auf Initiative des Betreibers dieser Heimat-Seite gegen viele Widerstände und unter Inkaufnahme von erheblichen Anfeindungen verhindert werden. Nur deshalb erinnert heute noch visuell erlebbar das zwar erheblich verengte Gewässer und die in Klinkerbauweise – senkrechte preußische Kappen – errichtete Quaimauer mit ihren eisernen Festmacherringen an die Geschichte der Stadt Wilster als Schiffer- und Handelsort.
Zum Zeitpunkt der Aufnahme der Bilder befand sich hingegen das Gewässer in einem trostlosen Zustand – Beleg für lange Zeit bestehende Gleichgültigkeit und mangelndes Verständnis bezüglich der eigenen Historie.
Bild 1: Blick vom Fußgängersteg am Rosengarten Richtung heutigem Hauptarm der Wilsterau. Links davon liegt das Helgen-Land, der ehemalige Platz der in Wilster ansässig gewesenen Werften.
Bild 2: Blick vom Fußgängersteg am Rosengarten Richtung Stadtmitte. Links steht noch das Werkstattgebäude der ehemaligen Tischlerei Heinrich von Holdt.
Bild 3: Blick vom Fußgängersteg am Rosengarten auf das von Schlamm und Unrat bedeckte Gewässerbett der Wilsterau .
Bild 4: Blick von der Einmündung des ehemaligen vom Bischoferdeich kommenden Bäckerstraßenflethes (es unterquerte den Neumarkt) Richtung Fußgängersteg am Rosengarten.

Bildrechte: Udo Urban, Wilster

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2007 - Umgestaltung und Bebauung von Rosengarten und Helgenland - A

2007 Umgestaltung und Bebauung von Rosengarten und Helgenland.
- Der Rosengarten war über einen sehr langen Zeitraum Lager- und Stapelplatz am alten Hafen der Stadt Wilster.
Die Bezeichnung „Rosengarten“ ist sehr alt; im Mittelalter hatte fast jede Stadt in Norddeutschland mit dem sogenannten Rosengarten ihren Platz, auf dem die Gilden (mittelalterliche Versicherungen auf Gegenseitigkeit) ihre Feste feierten. Mit der Armbrust wurde dabei nach dem Papagoyen geschossen (der Brauch lebt heute als Vogelschießen fort).
- Das Helgenland bzw. "auf dem Helgen", die spitzwinkelige Fläche am Zusammenfluss der beiden Arme der Wilsterau, war der historische Standort der Wilsteraner Werften. Auf der Fläche standen keine massiven Gebäude.
Nachdem über die Dauer mehrere Jahrzehnte die Fläche am Rosengarten unbebaut geblieben war - die an die Straße Neumarkt grenzenden Häuser waren in den 1960/70er Jahren aus schwer nachvollziehbaren Gründen im Rahmen der "Stadtsanierung" beseitigt worden - erfolgte im Jahre 2007 endlich wieder eine Bebauung der Fläche.
Nachdem 2006 endlich Investoren gefunden werden konnten, stellte die Wilstersche Zeitung in ihrer Ausgabe vom 27.10.2006 den Entwurf des Bebauungsplans Rosengarten vor (der Artikel kann unten aufgerufen und nachgelesen werden).

Bildrechte
und Anmerkung: Joachim Suhl, wohnhaft am Rosengarten in Wilster, dokumentierte die Umgestaltungen mit vielen Fotografien, die er freundlicherweise auch für diese Heimat-Seite zur Verfügung stellte.

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1875 - Blick auf den alten Hafen am Rosengarten und auf das Helgenland

1875 Blick auf den alten Hafen am Rosengarten und auf das Helgenland.
Ganz links im Vordergrund ist ein zur damaligen Zeit noch offenes Fleth zu erkennen;
der Rosengarten mit dem daran anschließenden Zimmerplatz (Helgenland), auf welchem die kleinen wilsteraner Werften tätig waren, war damals praktisch eine Insel.
Über den Häusern ist der Zusammenfluß von Wilsterau (der Stadtarm) und der im Mittelalter künstlich gegrabenen Sielwettern (von der Mühlenbücke am Audeich entlang) erkennbar. Dahinter Häuser an der Straße "Hinter der Stadt", der heutigen Hans-Prox-Straße.
Links der Schornstein einer ehemaligen Lederfabrik; links daneben (Bild 3) Häuser am Krumwehl
Auf Bild 1 ist rechts der damals noch offene und offenbar gut unterhaltene Burggraben erkennbar; er führte vom Rosengarten am Stadtpark entlang, unterquerte die Zingelstraße, führte an der Südseite des Colosseum-Platzes entlang, unterquerte Burgerstraße und Kohlmarkt und mündete in wieder in den Stadtarm der Wilsterau zwischen Kohlmarkt und Klosterhof ein.
Das Haus rechts neben dem vom Rosengarten zur Deichstraße führenden Fussgängersteg ist das Eltern- und Geburtshaus des Begründers dieser Heimat-Seite.

Anmerkung:
Der Name „Rosengarten“ ist sehr alt: im Mittelalter hatte fast jede Stadt in Norddeutschland mit dem sogenannten Rosengarten ihren Platz, auf dem die Gilden (mittelalterliche Versicherungen auf Gegenseitigkeit) ihre Feste feierten. Mit der Armbrust wurde dabei nach dem Papagoyen geschossen (der Brauch lebt heute als Vogelschießen fort).

Bildrechte: Hans-Peter Mohr, Wilster
Anmerkung: Auf der Ansichtskarte ist kein Verlag vermerkt. Die alte Aufnahme ist ein halbes Jahrhundert später für eine sogenannte private Ansichtskarte genutzt worden Sie stammt aus einem 1933 vom damaligen Heimatverein Wilstermarsch als Ehrengabe Herrn Pastor D.Dr. Wilhelm Jensen überreichten Album, welches freundlicherweise von Frau Sigrid Malz, Karlsruhe, mit Zustimmung der Nachkommen des D.Dr. Wilhelm Jensen für die Heimat-Seite mein-wilster zur Verfügung gestellt wurde.

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1875 - Hafen am Rosengarten der Stadt Wilster

1875 Blick auf den alten Hafen am Rosengarten.
Ganz links im Vordergrund ist ein zur damaligen Zeit noch offenes Fleth zu erkennen;
der Rosengarten mit dem daran anschließenden Zimmerplatz (Helgenland) war damals praktisch eine Insel.
Über den Häusern links ist der Zusammenfluß von Wilsterau (der Stadtarm) und der 1483 im Mittelalter künstlich gegrabenen Sielwettern (von der Mühlenbücke am Audeich entlang) erkennbar.
Links der Schornstein einer ehemaligen Lederfabrik.
Auf Bild 2 ist rechts der damals noch offene und offenbar gut unterhaltene Burggraben erkennbar; er führte vom Rosengarten am Stadtpark entlang, unterquerte die Zingelstraße, führte an der Südseite des Colosseum-Platzes entlang, unterquerte Burgerstraße und Kohlmarkt und mündete in wieder in den Stadtarm der Wilsterau zwischen Kohlmarkt und Klosterhof ein.
Das Haus rechts neben dem vom Rosengarten zur Deichstraße führenden Fussgängersteg ist das Elternhaus des Begründers dieser Heimat-Seite.

Anmerkung:
Der Name „Rosengarten“ ist sehr alt: im Mittelalter hatte fast jede Stadt in Norddeutschland mit dem sogenannten Rosengarten ihren Platz, auf dem die Gilden (mittelalterliche Versicherungen auf Gegenseitigkeit) ihre Feste feierten. Mit der Armbrust wurde dabei nach dem Papagoyen geschossen (der Brauch lebt heute als Vogelschießen fort).

Bild 1: Bildrechte mit großer Sicherheit wohl Hans-Peter Mohr; den Abzug erhielt ich von Werner Behning, Wilster, aus dessen Sammlung er auch stammt
Bild 2: Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweisen wir auf die Seite Alt-Wilster

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1870 - Hafen am Rosengarten

1870 Hafen am Rosengarten
Blick auf den Rosengarten, auf welchem größere Mengen an Holz – wohl Bauholz und Material für die Wilsteraner Werften auf dem Helgenland – gelagert werden.
Vom Rosengarten führt eine schmale Brücke über das Bäckerstraßenfleth zum Neumarkt, während eine breitere Brücke über dieses Gewässer von der Neustadt zum Neumarkt führt.
Auf der Fläche des Hauses in Bildmitte entstand später die Stellmacherei von Karstens, wobei die Einmündung des Fleths überbaut wurde.
Zum Zeitpunkt der Aufnahme diente das Gebäude der Stellmacherei Sorgenfrey.
Auf einem Haus (offenbar in der Blumenstraße) ist eine kleine fünfflügelige Windmühle zu sehen.
Zwischen den beiden Brücken ist die Einmündung eines an der Rückseite der Häuser der Neustadt verlaufenden Flethes erkennbar.
Der Rosengarten und das Helgenland hatten somit praktisch eine Insellage zwischen den offenen Gewässern

Ein Jahrhundert später veröffentlichte die Wilstersche Zeitung in den 1960/70er Jahren eine Artikel-Reihe "Alt-Wilster", in welcher auch das vormalige Aussehen der Straßen und Plätze in Erinnerung gerufen wurde (Bild 2).

Bildrechte: Hans-Peter Mohr; der Abzug stammt von Werner Behning, Wilster.
Der Zeitungsausschnitt wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Frau Tanja Thode, Beldorf
Anmerkung:
Der Name „Rosengarten“ ist sehr alt: im Mittelalter hatte fast jede Stadt in Norddeutschland mit dem sogenannten Rosengarten ihren Platz, auf dem die Gilden (mittelalterliche Versicherungen auf Gegenseitigkeit) ihre Feste feierten. Mit der Armbrust wurde dabei nach dem Papagoyen geschossen (der Brauch lebt heute als Vogelschießen fort).
Heute findet keine Fracht-Schifffahrt mehr auf der Wilsterau statt, das Gewässer wird nur noch von kleinen Sportbooten und auf einer Teilstrecke von dem Aukieker als touristische Atraktion befahren. Daneben ist die Wilsterau ein gerne von Anglern und Paddlern besuchtes Gewässer.

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1963 - Binnenmotorschiffe URSULA und PIRAT auf der Wilsterau

1963 Binnenmotorschiffe auf der Wilsterau
Blick von der Brücke am Schott flussauwärts auf zwei beladene Binnenmotorschiffe, welche sich durch das aufbrechende Eis ihren Weg in Richtung der Futtermittel-Werke Günther & Co. an der Rumflether Straße bahnen.
Im Vordergrund ist der 1905 bei Fack in Itzehoe gebaute ehemalige Ewer "URSULA" (ex "VENUS") von Johannes Suhl aus Wilster zu sehen und davor die 1912 bei Kroese in Hoogezand gebaute ehemalige Segelschute "PIRAT" von Willy Schwabe, welcher ebenfalls in Wilster wohnte.
Bis etwa 1966 befuhren die Binnenmotorschiffe Wilsteraner und anderer Schiffer des Niederelbe-Reviers die Wilsterau, um Produkte für die Futtermittelfabrik zu transportieren.
Im Jahre 1975 wurde die gewerbliche Schifffahrt auf der Wilster Au eingestellt. Diese Ära endete mit der letzten Fahrt der im Eigentum der Rumflether Mühle stehenden CHRISTINA ex MELPOMENE, die über den Zeitraum einiger Jahre als letztes Frachtschiff die Wilsterau auf der gezeigten Strecke befuhr und ausschließlich Ladung für den Mühlenbetrieb transportierte.
An der Spitze des Helgenlandes - dem historischen Werftplatz der Stadt Wilster - steht der Bootschuppen des Wilsteraner Tischlermeisters und Bootsbauers Heinrich von Holdt, in welchem dieser in den 1950/60er Jahren mehrere hölzerne Segeljachten erbaute.

Bildrechte: Ursula Suhl
Das Foto stammt aus der Sammlung André Konietzko, Elmshorn

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1930 - Kattenstieg - Schiffs-Liegeplatz, Werft-Standort, Badeanstalt b

1930 Kattenstieg - Schiffs-Liegeplatz, Werft-Standort, Badeanstalt
Der Kattenstieg - eine Aufweitung am NOK - diente lange Zeit als Liegeplatz für die Schiffe der Burger Schiffer.
Das Foto zeigt vorne rechts die "BERTHA" von Günther Schöning, in der Mitte die Tjalk "Seestern" von Johannes Wilstermann und ganz links die ehemalige Segelschute "GERD SCHÖNING" von Theodor Schöning.
Rechts am Bildrand sind Gebäude der ehemalgen Schöning´schen Werft zu erkennen.
Bis in die 1930er Jahre hatte für die auf der Wilsterau verkehrenden Schiffer die Möglichkeit bestanden, von der Wilsterau direkt in den Kaiser-Wilhelm-Kanal (heute: Nord-Ostsee Kanal bzw. Kiel Canal bzw. NOK) und weiter auch in die Burger Au zu gelangen.
Im Zuge des Baues des Kaiser-Wilhelm-Kanals waren Schleusen erbaut und 1895 in Betrieb genommen worden. Sie ermöglichten die Verbindungen vom Kanal zur Holstenau/Wilsterau und auch zur Burger Au.
Die Schleuse zur Burger Au lag am nördlichen Ende der Gewässeraufweitung Kattenstieg, welche einen offenen Zugang zum Kaiser-Wilhelm Kanal (NOK) hatte und als Liegeplatz und Werftstandort diente. Am Kattenstieg wurde bald auch eine Badeanstalt eingerichtet.
Der Liegeplatz am Kattenstieg wurde wegen des moorigen Untergrundes seiner Ufer jedoch nie als Lösch- und Ladeplatz genutzt.
Mit dem 01. April 1933 wurde der Betrieb der Schleuse zur Burger Au eingestellt; die Schleuse zur Holstenau/Wilsterau war bereits zuvor einer Kanalverbreiterung zum Opfer gefallen und wegen der bedeutungslos gewordenen Schifffahrt auf diesem Teil der Gewässer nicht wieder errichtet worden.
1971 wurde die bis dahin offene Verbindung des bis dahin zeitweilig noch als Schiffsliegeplatz genutzten Kattenstieg zum NOK geschlossen, nachdem bereits zuvor schon die Dalben gezogen worden waren.

Bildrechte: nicht bekannt

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