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1976 - Sturmflut am 03. Januar - Situation am Deich bei St. Margarethen

1976 Sturmflut am 03. Januar - Situation am Deich bei St. Margarethen
In St. Margarethen wurden Häuser an der Deichreihe stark beschädigt. Dort bestand mit den auf dem Deich und wasserseitig der Deichkappe stehenden Häusern eine außergewöhnliche Situation.
Die über lange Zeiträume hinweg sich entwickelt habende Situation mit den im Bestick des Deiches gebauten Häusern und aufgewachsenen Bäumen sowie den auf der Deichböschung angelegten Gärten kennzeichnete eine aus der Sicht des Küstenschutzes völlig untragbare Situation. Selbst nach der Sturmflut vom 16./17. Februar 1962 und den dabei entstandenen Schäden waren keine Konsequenzen gezogen worden. Erst die Sturmflut vom Januar 1976 löste bei den Verantwortlichen für die Deichsicherheit die notwendigen Maßnahmen aus – in der Folge wurde eine Vordeichung vorgenommen und das Deichprofil von deichfremden Nutzungen frei gehalten.
Die 1976 vom Außendeich aus gemachten Fotos (Bilder 1 bis 3) von den Häusern der Deichreihe verdeutlichen den überfälligen Handlungsbedarf.
Bild 4 zeigt den gegenwärtigen nach der erfolgten Vordeichung bestehenden Zustand, welcher für die Häuser der Deichreihe einen vollständigen Schutz bewirkte.
Das sehr anheimelnd wirkende und mit Reeth/Reith gedeckte Haus der Deichreihe kann als Feriendomizil erlebt werden als Haus Stöpe. Besucher erfahren hier auch detailliert, wie es überhaupt dazu kam, dass die Häuser der Deichreihe im Bestick des Deiches standen.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: Die Bilder wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Tord Siemen, Wilster

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1962 - Sturmflut am 16. und 17. Februar - Schäden am Deich bei St. Margarethen a

1962 Sturmflut am 16. und 17. Februar - Schäden am Deich bei St. Margarethen
Sturm und Sturmflut in der Nacht vom 16. auf den 17. Februar bewirkten auch in der Wilstermarsch viele Schäden. Glücklicherweise blieb es an den die Marsch schützenden Deichen bei Böschungsrutschungen, Kappenbrüche mit verheerenden Folgen blieben aus.
Über lange Zeiträume hinweg hatte sich in St. Margarethen mit den im Bestick des Deiches gebauten Häusern und aufgewachsenen Bäumen sowie den auf der Deichböschung angelegten Gärten eine aus der Sicht des Küstenschutzes völlig untragbare Situation entwickelt.
Selbst nach der Sturmflut vom 16./17. Februar 1962 und den dabei entstandenen Schäden waren keine Konsequenzen gezogen worden. Erst die Sturmflut vom Januar 1976 löste bei den Verantwortlichen für die Deichsicherheit die notwendigen Maßnahmen aus – in der Folge wurde eine Vordeichung vorgenommen und das Deichprofil von deichfremden Nutzungen frei gehalten.
Die Abbildungen zeigen bei noch hohen Wasserständen der Elbe unmittelbar nach der Sturmflut 1962 die Schäden und die Situation am Deich bei St. Margarethen.

Bildrechte: Magda und Willi Lux, St. Margarethen
Anmerkung: das Ehepaar Lux führte seinerzeit ein Lebensmittelgeschäft an der Dorfstrasse in St. Margarethen

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1962 - Sturmflut am 16. und 17. Februar - die Wilstermarsch entgeht einer Katastrophe

1962 Sturmflut am 16. und 17. Februar - die Wilstermarsch entgeht einer Katastrophe
In der Nacht vom 16. auf den 17. Februar 1962 entging die Wilstermarsch nur infolge besonderer Umstände einer Katastrophe. Ein Versagen des Deiches an der Stör bei Groß-Kampen konnte nur mit Glück abgewendet werden.
Was war geschehen?
Eine ausgedehnte Sturmwetterlage über der Nordsee hatte zur Folge gehabt, dass am 16. Februar 1962 an der Unterelbe der Wind gegen den Ebbstrom wirkte und zum Zeitpunkt des Niedrigwassers die Wasserstände hoch und zumeist in Höhe des normalen Tidehochwassers blieben. Das über die Nordsee ziehende Orkantief „Vincinette“ drückte mit seinen ausgedehnten Windfeldern und Windgeschwindigkeiten um 130 km/h das Wasser gegen die Küste und in die Trichtermündung der Elbe. Das DHI (Deutsche Hydrographische Institut) warnte vor einer schweren Sturmflut; das Radio sendete Sturmflutwarnungen. Die zuständigen Stellen und die Bewohner auf den Inseln und an der Nordseeküste bereiteten sich auf die Sturmflut vor. Weiter ab von der Küste war man weniger besorgt, doch es sollte anders kommen. In der Elbe und ihren Nebenflüssen traten in der Nacht auf den 17. Februar zuvor nie beobachtete Wasserstände auf.
In einem Telegramm - es bestanden keine Telefonverbindungen mehr - einer Mitarbeiterin der Zeitung Norddeutsche Rundschau hieß es es Sonnabendvormittag (17. Februar) zur Situation in der Wilstermarsch: "Bericht Polizeiabteilung 7 Uhr - Stördorf drei Stellen Deich innen weggerutscht - Großkampen - Deich über Hälfte von außen weg - Wasser 50 cm unter Deichkrone zwischen Beidenfleth und Großkampen - Drei Stellen von innen weggerutscht - Fährhaus bis oben voll Wasser - Wewelsflether-Uhrendorfer Stöpe gebrochen - Katastrophenweg 15 m weg - Wewelsfleth-Brokdorf-Scheelenkuhlen-St. Margarethen leichtere Beschädigungen am Deich - 4,10m über Normal"
In der Stör wurde am Pegel Kasenort gegen 02:30 ein Wasserstand von NN +5,20 m erreicht;
am Pegel Itzehoe trat etwa eine halbe Stunde später ein Wasserstand von NN + 4,71 m auf.
Die tief gelegene Wilstermarsch war besonders gefährdet. Die größte Gefahr drohte ihr nicht vorrangig von den in der Folge der Hollandflut (1953) in vielen Strecken verstärkten Deichen an der Elbe, sondern von den Flußdeichen an der Stör. Deren Bestick mit den sehr steilen Böschungen und der schmalen Deichkrone, die zudem vielfach auch eine zu geringe Höhe hatte, sollte sich als problematisch erweisen.
Insbesondere bei Groß Kampen, wo im Mäanderbogen der Stör die Außenböschung des Deiches dem aus Nordwest stürmenden Wind und somit dem Wellenschlag ausgesetzt war, ergab sich eine äußerst beängstigende Situation. Es entstanden unterhalb der Deichkrone tiefe Ausschläge in der Deichböschung. Obwohl die Männer der Freiwilligen Feuerwehren mit Pfählen und Sandsäcken die Deichkrone zu sichern versuchten, stand ein Kappenbruch des Deiches mit verheerenden Folgen für große Teile der Wilstermarsch zu befürchten. Der Höhepunkt der Tide war noch nicht erreicht, als die Mehrzahl der Hilfskräfte vom Deich abgezogen werden mußte, zu groß war die Gefahr geworden. Der gemeinsam mit Deichbaumeister Uwe Paulsen die Situation beobachtende Oberdeichgraf Heinrich Schmidt (beide Deich- und Hauptsielverband Wilstermarsch) ging unterhalb der Deichkrone auf der Binnenböschung des Deiches auf die Knie, um laut zu beten. Andere taten es ihm nach, denn es war durch Menschenkraft nichts mehr zu bewerkstelligen. Es war eine ganz besondere Situation, als in diesem Moment ein den Wasserstand beobachtender Feuerwehrmann ein Sinken des Wasserstandes bemerkte. Wie konnte das sein, wo doch der Zeitpunkt des Tidehochwassers noch nicht erreicht war? Bei Itzehoe und linksseitig der Stör bei Heiligenstedten sowie auch bei Münsterdorf war der Deich gebrochen, große Wassermassen ergossen sich in die Marsch. Auch das Industriegebiet bei der Alsen Portland Zementfabrik sowie Teile der Stadt Itzehoe wurden überschwemmt. Bedingt durch die dadurch eingetretene Entlastung konnte der Deich bei Groß Kampen gehalten werden. Die Wilstermarsch war einer Katastrophe entgangen, wie sie in derselben Nacht über Hamburg Wilhelmsburg kam, wo 222 Menschen ertranken; insgesamt verloren bei der Sturmflut 315 Menschen ihr Leben.
Bild 1: Sicherung der Deichkrone mit Pfählen und Sandsäcken bei Groß Kampen
Bild 2: Böschungsrutschung mit muschelförmiger Gleitfläche auf der Deichbinnenseite bei Stördorf.
Bild 3: Sicherung der Tore der Fährstöpe Beidenfleth
Bild 4: Hafen St. Margarethen mit abgetriebenem und gestrandeten Binnenschiff nach Rückgang des Wassers.
Sturmfluten haben von jeher die Marschen an der deutschen Küste bedroht, vielfach kam es nach Versagen der Deiche zu verheerenden Überschwemmungen. Die unten aufrufbare Liste historischer schwerer Sturmfluten im Bereich der Deutschen Nordseeküste verdeutlicht die Gefahren für die Küstengebiete.

Bildrechte: Lothar Karstens, Brokdorf
Anmerkung: Die Fotos wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt durch Herrn Karl Kautz, Brokdorf

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1976 - Sturmflut am 03. Januar - Situation am Deich der Elbe bei Brokdorf a

1976 Sturmflut am 03. Januar - Situation am Deich der Elbe bei Brokdorf
Der sogenannte Capella Orkan - so benannt nach dem bei Borkum mit 11 Mann Besatzung gesunkenen Rostocker Küstenmotorschiff CAPELLA - war im Bereich der Deutschen Bucht einer der stärksten Orkane des 20. Jahrhunderts. Die durch ihn ausgelöste Sturmflut führte im Elbegebiet zu Hochtidewasserständen, welche die Extremwerte der Sturmflut von 1962 teilweise deutlich überschritten.
Am Deich der Elbe bei Brokdorf kam es durch streckenweise Abrutschung der binnenseitigen Deichböschung zu einer gefährlichen Situation.
Bild 1: Unmengen an Treibsel werden auf die Deichböschung und teilweise durch überlaufende Brecher über die Deichkrone gespült.
Bild 2: Brecher und Gischt
Bild 3: Sturmflutscheitel am Pegelhaus Brokdorf
Bild 4: auflaufende Brecher am Deich der Elbe bei der Strandhalle in Brokdorf.
1991 wurde der Brokdorf und die Wilstermarsch schützende Deich an der Elbe verstärkt auf die bestickhöhe NN + 8,40 m.

Bildrechte: Karl Kautz, Brokdorf

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1976 - Sturmflut am 3. Januar 1976 - Belastungsprobe für das Störsperrwerk

1976 Broschüre Sturmflut
Sturmflut am 3. Januar 1976 - Belastungsprobe für das Störsperrwerk.
Die Sturmflut am 3. Januar 1976 war an der deutschen Küste die gefährlichste Orkan-Flut seit der Katastrophe von 1962. Im Hamburg lief die Fut noch 75 cm höher auf als bei der Katastrophe von 1962 und es entstanden große Schäden.
Die kleine sehr interessante und informative Broschüre widmet sich vornehmlich den Auswirkungen der Sturmflut 1976 auf Nordfriesland, wo erhebliche Schäden zu beklagen waren.
Die Deiche an der Wilstermarsch hielten der Belastung stand, auch wenn es insbesondere im Bereich der Deiche bei St. Margarethen zu gefährlichen Situationen mit starken Ausschlägen an den Deichen kam und erhebliche Schäden an den sogenannten Deichhäusern entstanden.
Das im Jahr zuvor errichtete Sperrwerk an der Mündung der Stör bestand die Belastungsprobe - die schwachen Deiche an der Stör wären hochgradig gefährdet gewesen.

Herausgeber: Verlag Hansen & Hansen, Münsterdorf

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1976 - Sturmflut am 03. Januar - Situation am Deich der Elbe bei Brokdorf b

1976 Sturmflut am 03. Januar - Situation am Deich der Elbe bei Brokdorf
Der sogenannte Capella Orkan - so benannt nach dem bei Borkum mit 11 Mann Besatzung gesunkenen Rostocker Küstenmotorschiff CAPELLA - war im Bereich der Deutschen Bucht einer der stärksten Orkane des 20. Jahrhunderts. Die durch ihn ausgelöste Sturmflut führte im Elbegebiet zu Hochtidewasserständen, welche die Extremwerte der Sturmflut von 1962 teilweise deutlich überschritten.
Am Deich der Elbe bei Brokdorf kam es zu gefährlichen Situationen. Der hohe Außenwasserstand und die Durchnässung des Deiches hatten zu streckenweisen Abrutschungen seiner Binnenböschung geführt (Bild 2), wonach das Auftreten eines Kappensturzes und das Vollversagen des Deiches zu befürchten war. Hierzu ist es glücklicherweise nicht gekommen! Eine Verschärfung der Gefahr durch häufige überschlagende Wellen, wie sie am Siel Hollerwettern auftraten (Bild 1), hätte die Gefahr erheblich erhöht.
1991 wurde der Brokdorf und die Wilstermarsch schützende Deich an der Elbe verstärkt auf die Bestickhöhe NN + 8,40 m.

Bildrechte:
Bild 1: Karl Kautz, Brokdorf
Bild 2: nicht bekannt

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1976 - Sturmflut am 03. Januar - Schäden an Deich und Häusern in St. Margarethen a

1976 Sturmflut am 03. Januar - Schäden am Deich und Häusern in St. Margarethen
Einer der stärksten im Bereich der Deutschen Bucht bisher beobachteten Orkane führte in der Elbe zu einer Sturmflut mit zuvor nicht erreichten Wasserständen.
Während das im Jahr zuvor an der Mündung der Stör fertiggestellte Sperrwerk deren Tidegebiet schützte, kam es an mehreren anderen Orten insbesondere an den Deichen der Elbe zu ganz erheblichen Schäden.
In St. Margarethen wurden Häuser an der Deichreihe stark beschädigt. Dort bestand mit den auf dem Deich und wasserseitig der Deichkappe stehenden Häusern eine außergewöhnliche - aus Gründen des Sturmflutschutzes untragbare - Situation.
Bild 1 zeigt einen Blick von der Dorfstraße auf die Deichreihe und die hinter(!!!) der Deichkappe stehenden Häuser.
Bilder 2 und 3 zeigen einen Blick von der Deichkappe auf wasserseitig von ihr stehende Häuser, die bei der Sturmflut am 03.01.1976 erheblich beschädigt wurden.
Bild 4 zeigt die wasserseitige Rückfront eines Gebäudes und die dort aufgetreten Schäden. In den Gebäuden hatte das einströmende Wasser zu Verwüstungen geführt. Mauerwerk, sowie Fenster und Türen waren durch auflaufende Brecher und von diesen wie Rammböcke mitgeführte Balken und Dalben zerstört worden.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: Die Bilder wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Tord Siemen, Wilster

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1925 - St.Margarethen, Häuser, Gehölze und Gärten auf dem Deich an der Elbe

1925 St.Margarethen, Häuser, Gehölze und Gärten auf dem Deich
Das Foto zeigt von den Wiesen des Vorlandes aus gesehen die Häuser auf dem Deich der Elbe bei St. Margarethen, die etwas ganz besonderes waren. Nicht nur wegen ihres pittoresken Anblickes, sondern auch allein schon wegen der gesamten Situation ihres Standortes.
Die über lange Zeiträume hinweg sich entwickelt habende Situation mit den im Bestick des Deiches gebauten Häusern und aufgewachsenen Bäumen sowie den auf der Deichböschung angelegten Gärten kennzeichnete eine aus der Sicht des Küstenschutzes völlig untragbare Situation. Sie war dadurch entstanden, dass der Deich zeitweilig zur zweiten Deichreihe gehörte, weil weiter vorne ein neuer Deich gebaut worden war, welcher jedoch gegen die sich verlagernde Elbe nicht gehalten und daher aufgegeben werden mußte.
Selbst nach der Sturmflut vom 16./17. Februar 1962 und den dabei entstandenen Schäden waren keine Konsequenzen gezogen worden. Erst die Sturmflut vom Januar 1976 löste bei den Verantwortlichen für die Deichsicherheit die notwendigen Maßnahmen aus – in der Folge wurde eine Vordeichung vorgenommen und das Deichprofil von deichfremden Nutzungen frei gehalten.
Eines der Deichhäuser kann heute sogar als Feriendomizil erlebt werden als Haus Stöpe

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Büttel und Wilster
Anmerkung: Das Foto stammt aus dem Nachlaß von Pastor D.Dr. Wilhelm Jensen (amtierte von 1910 bis 1933 in St. Margarethen); es wurde freundlicherweise von Frau Sigrid Malz, Karlsruhe, zur Verfügung gestellt.

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1905 - St. Margarethen, Häuser, Gehölze und Gärten auf dem Deich

1905 St. Margarethen, Häuser, Gehölze und Gärten auf dem Deich der Elbe.
Die Abbildung zeigt von der Deichkrone aus gesehen das breite Vorland sowie auf dem Deich der Elbe bei St. Margarethen mehrere Häuser, die etwas ganz besonderes waren. Nicht nur wegen ihres pittoresken Anblickes, sondern auch allein schon wegen der gesamten Situation ihres Standortes.
Die über lange Zeiträume hinweg sich entwickelt habende Situation mit den im Bestick des Deiches gebauten Häusern und aufgewachsenen Bäumen sowie den auf der Deichböschung angelegten Gärten kennzeichnete eine aus der Sicht des Küstenschutzes völlig untragbare Situation. Sie war dadurch entstanden, dass der Deich zeitweilig zur zweiten Deichreihe gehörte, weil weiter vorne 1614 ein neuer Deich gebaut worden war, welcher jedoch 1684 gegen die sich verlagernde Elbe nicht gehalten und daher aufgegeben werden mußte.
Selbst nach der Sturmflut vom 16./17. Februar 1962 und den dabei entstandenen Schäden waren keine Konsequenzen gezogen worden. Erst die Sturmflut vom Januar 1976 löste bei den Verantwortlichen für die Deichsicherheit die notwendigen Maßnahmen aus – in der Folge wurde eine Vordeichung vorgenommen und das Deichprofil von deichfremden Nutzungen frei gehalten.

Bildrechte: Verlag von Emil Sander, Brunsbüttelkoog und St. Margarethen

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1976 - Sturmflut am 03. Januar - Schäden an Deich und Häusern in St. Margarethen b

1976 Sturmflut am 03. Januar - Schäden an Deich und Häusern in St. Margarethen
Einer der stärksten im Bereich der Deutschen Bucht bisher beobachteten Orkane führte in der Elbe zu einer Sturmflut mit zuvor nicht erreichten Wasserständen.
In St. Margarethen wurden Häuser an der Deichreihe stark beschädigt. Dort bestand mit den auf dem Deich und wasserseitig der Deichkappe stehenden Häusern eine außergewöhnliche - aus Gründen des Sturmflutschutzes untragbare - Situation.
Bild 1 zeigt Schäden an einem an der wasserseitigen Böschung des Deiches stehenden Haus, welches der hoch auflaufenden Flut und den Brechern schutzlos ausgeliefert war.
Bilder 2 und 3 zeigen die in einem Haus durch das einströmende Wasser angerichteten Schäden.
Bild 4 Abbrüche an der Außenböschung des Deiches wurden mit Pfählen, Faschinen und Sandsäcken provisorisch gesichert.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: Die Bilder wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Tord Siemen, Wilster

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1962 - Sturmflut am 16. und 17. Februar - Schäden am Deich bei St. Margarethen c

1962 Sturmflut am 16. und 17. Februar - Reparaturen am Deich bei St. Margarethen
Sturm und Sturmflut in der Nacht vom 16. auf den 17. Februar bewirkten auch in der Wilstermarsch viele Schäden. Glücklicherweise blieb es an den die Marsch schützenden Deichen bei Böschungsrutschungen, Kappenbrüche mit verheerenden Folgen blieben aus.
Trotz - und zugleich wegen - der ungünstigen Witterungsverhältnisse mußten Reparaturen und Sicherungen am Deich bei St. Margarethen unverzüglich vorgenommen werden.
Bild 4 zeigt eine einige Jahre vor 1962 vorhandene Situation (am Hafen ist das Silo der Firma Behrends noch nicht errichtet) derjenigen nach der Sturmflut (Bild 3) gegenüber.

Bildrechte: Magda und Willi Lux, St. Margarethen
Anmerkung: das Ehepaar Lux führte seinerzeit ein Lebensmittelgeschäft an der Dorfstrasse in St. Margarethen

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1938 - Ölgemälde: Deichhäuser in St. Margarethen

1938 Ölgemälde: Deichhäuser in St. Margarethen
Das Motiv zeigt von den Wiesen des Vorlandes aus gesehen eines der Häuser auf dem Deich der Elbe bei St. Margarethen.
Die Häuser der Deichreihe auf dem Deich der Elbe in St. Margarethen waren etwas ganz besonderes. Nicht nur wegen ihres pittoresken Anblickes, sondern auch allein schon wegen der gesamten Situation ihres Standortes.
Die über lange Zeiträume hinweg sich entwickelt habende Situation mit den im Bestick des Deiches gebauten Häusern und aufgewachsenen Bäumen sowie den auf der Deichböschung angelegten Gärten kennzeichnete eine aus der Sicht des Küstenschutzes völlig untragbare Situation. Selbst nach der Sturmflut vom 16./17. Februar 1962 und den dabei entstandenen Schäden waren keine Konsequenzen gezogen worden. Erst die Sturmflut vom Januar 1976 löste bei den Verantwortlichen für die Deichsicherheit die notwendigen Maßnahmen aus – in der Folge wurde eine Vordeichung vorgenommen und das Deichprofil von deichfremden Nutzungen frei gehalten.

Das Deichhaus steht heute noch und kann sogar als Feriendomizil erlebt werden als Haus Stöpe

Künstler: Matthias Jarren, Itzehoe
* 15.04.1872 in Itzehoe
† 19.07.1960
Der Kunstmaler Matthias Jarren war Gründungsmitglied des 1945 gegründeten Künstlerbundes Steinburg. Viele seiner Werke zeigen Motive aus Marsch und Geest und fangen sehr gekonnt deren charakteristische Stimmung ein und künden auch von der Liebe des Künstlers zur Landschaft seiner Heimat.
In den letzten Jahren hat der Journalist Hans-Peter Kruse mehr als ein Dutzend Ausstellungen mit Werken aus dem Schaffen des Künstlers organisiert.
Hier finden sich weitere Informationen über den Künstler Matthias Jarren <- anklicken

Anmerkung: Die Abbildungen wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Herrn Hans-Peter Kruse

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1925 - St.Margarethen, Häuser, Gehölze und Gärten auf dem Deich

1925 St.Margarethen, Häuser, Gehölze und Gärten auf dem Deich an der Elbe
Das Foto zeigt von den Wiesen des Vorlandes aus gesehen die Häuser auf dem Deich der Elbe bei St. Margarethen.
Auf der Außenböschung des Deiches ist nach der Mahd das Gras getrocknet und als Heu zu Hümpeln aufgesetzt.
Die über lange Zeiträume hinweg sich entwickelt habende Situation mit den im Bestick des Deiches gebauten Häusern und aufgewachsenen Bäumen sowie den auf der Deichböschung angelegten Gärten kennzeichnete eine aus der Sicht des Küstenschutzes völlig untragbare Situation. Sie war dadurch entstanden, dass der Deich zeitweilig zur zweiten Deichreihe gehörte, weil weiter vorne ein neuer Deich gebaut worden war, welcher jedoch gegen die sich verlagernde Elbe nicht gehalten und daher aufgegeben werden mußte.
Selbst nach der Sturmflut vom 16./17. Februar 1962 und den dabei entstandenen Schäden waren keine Konsequenzen gezogen worden. Erst die Sturmflut vom Januar 1976 löste bei den Verantwortlichen für die Deichsicherheit die notwendigen Maßnahmen aus – in der Folge wurde eine Vordeichung vorgenommen und das Profil des neuen Deiches von deichfremden Nutzungen frei gehalten.
Die Deichhäuser gelten heute als ganz besonderes bauliches Ensemble, dessen Einheit auch durch die postalische Adresse "Deichreihe" zum Ausdruck kommt.
Eines der Deichhäuser kann heute als Feriendomizil erlebt werden als Haus Stöpe

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Wilster

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1825 - Sturmflut am 03. Februar - weite Teile der Wilstermarsch überschwemmt

1825 Sturmflut am 03. Februar - weite Teile der Wilstermarsch überschwemmt.
Die dramatischen Ereignisse der Sturmflut vom 16./17. Februar 1962 veranlaßten die Zeitung Norddeutsche Rundschau, Itzehoe, in ihrer Ausgabe vom 04.03.1962 mit einem Artikel an die Sturmflut des Jahres 1825 zu erinnern.
Die sogenannte Halligflut hatte insbesondere die deutsche Nordseeküste betroffen. Die Krummhörn war bis Geestrand überflutet, Durchbrüche auf Baltrum, Langeoog und Spiekeoog, in Ritzebüttel (dort 16 Tote) und Groden waren aufgetreten.
Deichbrüche an der Elbe traten auf und es kam an den steilen Deichen zu zahlreichen Kappenstürzen. Überströmung des Deiches an der Elbe und insbesondere an der Stör verursachten großflächige Überschwemmungen in der Wilstermarsch sowie der Neustadt in Itzehoe.
In dem unten aufrufbaren Bericht heißt es u.a.:
"Es kamen Alarmmeldungen aus der Wilstermarsch. Es entstanden Deichdurchbrüche, und selbst bei den Kirchdörfern Beidenfleth und Wewelsfleth wurde der Deich auf 17 Fuß tief aufgerissen.....
Alles Land von Beidenfleth, Wewelsfleth, Brokdorf, St. Margarethen, sowie Rothenmeer, Neufeld, Poßfeld, Schotten und am Rehwege bis an die Hohe Brücke war unter Wasser gesetzt. An den niedrigen Stellen stand das Wasser fünf bis sechs Fuß hoch. ....
Noch schwerer hatten die Ortschaften an der Stör zu leiden. .... In Störort zwei Häuser gänzlich zerstört.
In Wewelsfleth war das Wasser 27 Zoll höher als zur Zeit der höchsten Flut von 1792. Keine Schotten oder Stöpen sind also hoch genug gewesen. Sie wurden weggerissen und haben tiefe Löcher erhalten. Sechs Häuser sind weggespült. Fast durch alle Häuser strömte das Wasser. In der Kirche in Wewelsfleth stand das Wasser einen halben Fuß hoch auf dem Altar und auf dem Kirchhof wurden einige Särge durch die furchtbare Flut entblößt. Sogar drei Frauen sind ertrunken, wovon nur eine wiedergefunden wurde. .. Auch in Heiligenstedten brach das Wasser der Stör durch die Stöpen und tat großen Schaden. ...."

Anmerkung: beispielhafte Illustrationen
1 aus "Die Gartenlaube" 1855
2 Gemälde "auflaufende Seen kämmen über den Deich" von Hans Bohrdt
3 "Sturmflut", Gemälde von Hermann Wehrmann, Glückstadt

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1914 - St. Margarethen - Häuser auf dem Deich der Elbe, Hauptstraße

1914 St. Margarethen - Häuser auf dem Deich der Elbe, Hauptstraße
oben (Bild 2): Blick von den Wiesen des unbedeichten Vorlandes auf die Häuser, Gehölze und Gärten auf dem Deich, welche nicht nur wegen ihres pittoresken Anblickes etwas besonderes waren, sondern auch allein schon wegen der gesamten Situation ihres Standortes. Die über lange Zeiträume bestehende Situation im Bestick des Deiches kennzeichnete einen aus der Sicht des Küstenschutzes völlig untragbaren Zustand. Er war dadurch entstanden, dass der Deich zeitweilig zur zweiten Deichlinie gehört hatte, weil weiter vorne ein neuer Deich gebaut worden war. Da dieser jedoch gegen die sich verlagernde Elbe nicht gehalten und daher aufgegeben werden mußte, bekam die zeitweilig rückliegende Deichlinie wieder ihre volle Funktion. Zwischenzeitlich aber war die zeitweilig funktionslos gewordene Deicherde jedoch bebaut worden und diese Nutzung wurde weiterhin aufrecht erhalten. Selbst nach der Sturmflut vom 16./17. Februar 1962 und den dabei entstandenen Schäden waren keine Konsequenzen gezogen worden. Erst die Sturmflut vom Januar 1976 löste bei den Verantwortlichen für die Deichsicherheit die notwendigen Maßnahmen aus – in der Folge wurde eine Vordeichung vorgenommen und das Deichprofil von deichfremden Nutzungen frei gehalten. Eines der Deichhäuser kann heute sogar als Feriendomizil erlebt werden als Haus Stöpe
Unten (Bild 3): Blick durch die seinerzeit noch unbefestigte Hauptstraße , rechts hinter der Hecke und den Bäumen das 1992 abgebrochene alte Gebäude der Schule.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

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1962 - Sturmflut am 16. und 17. Februar - Schäden am Deich bei St. Margarethen b

1962 Sturmflut am 16. und 17. Februar - Schäden am Deich bei St. Margarethen
Sturm und Sturmflut in der Nacht vom 16. auf den 17. Februar bewirkten auch in der Wilstermarsch viele Schäden. Glücklicherweise blieb es an den die Marsch schützenden Deichen bei Böschungsrutschungen, Kappenbrüche mit verheerenden Folgen blieben aus.
In St. Margarethen wurde das Motorboot "Forelle" des Eigners Gustav Gummerlich losgerissen, bewirkte Zerstörungen an den Steganlagen und wurde von den Fluten mitgerissen. Es trieb einige hundert Meter über das hoch überflutete Vorland und strandete letztlich an der Außenböschung des Deiches (Bild 1)
Die Abbildungen 2 bis 3 zeigen die provisorische Sicherung der von den Wellen an der steilen Außenböschung des Deiches bewirkten Ausschläge und Abbrüche mit Pfählen, Faschinen und Sandsäcken.

Bildrechte: Magda und Willi Lux, St. Margarethen
Anmerkung: das Ehepaar Lux führte seinerzeit ein Lebensmittelgeschäft an der Dorfstrasse in St. Margarethen

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1959 - St. Margarethen

1959 St. Margarethen
Luftbild des Dorfes St. Margarethen an der Elbe.
Im Hintergrund liegen in der weiten ebenen Wilstermarsch von Windschutzpflanzungen umgebene Gehöfte wie Halligen im Meer.
Links die von Brunsbüttel kommende und nach Wilster führende Straße (heute K 63, seinerzeit Bundesstraße 5), welche im Bereich des Ortes den Namen Hauptstraße führt. Links unten die Einmündung der Hafenstraße.
Rechts der Landesschutzdeich, auf welchem im Bereich der Ortslage Wohnhäuser stehen (oben rechts). Zu dem aus Gründen des Sturmflut- und Hochwasserschutz untragbaren Zustand der deichfremden Nutzung war es im 17. Jht. nach einer zuvorigen Vordeichung gekommen. Diese machte den ortsnahen Deich zeitweilig zu einem Schlafdeich, der jedoch nach Aufgabe der Vordeichung 1686 wieder reaktiviert werden mußte. Zu dem Zeitpunkt war jedoch die Bebauung des Deiches bereits erfolgt und es unterblieb, diesen Zustand zu beseitigen.
Erst in der Folge der Sturmflut des Jahres 1976 wurde die aus Gründen der Deichsicherheit untragbare Situation beseitigt, indem der Deich in neuem Bestick verlegt wurde.
Das große markante Gebäude gehörte zur Dampfmühle von Loh; es ist vor einigen Jahren abgebrannt, nachdem es zuvor als Speicher für den Mühlenbetrieb Sierth (Brokdorf) verwendet wurde und danach einige Jahre unbenutzt war.
Im Hintergrund ist die der Heiligen Margaretha geweihte Kirche zu sehen. Die erste Kirche des heutigen Kirchspiels St. Margarethen stand in dem vor 500 Jahren in der Elbe vor Scheelenkuhlen aufgegebenen und versunkenen Dorf Elredefleth; sie wurde etwa im Jahre 1500 abgetragen und im heutigen St. Margarethen wieder aufgebaut und am Margarethen-Tag (20. Juli) eingeweiht.
Damals hatte die Elbe ihr Flußbett dramatisch verlagert.
Nach der Kirche erhielt das Dorf seinen Namen.

Bildrechte: Verlag Stramm & Co., St. Michaelisdonn
Anmerkung: Das Foto wurde für die Fertigung von Ansichtskarten aufgenommen

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1911 - St. Margarethen - Bebauung auf dem Elbe-Deich

1911 St. Margarethen an der Elbe.
Die obere Abbildung (sh. auch Bild 3) zeigt von den Wiesen des Vorlandes aus gesehen die Häuser der Deichreihe auf dem Deich der Elbe.
Über lange Zeiträume hinweg hatte sich hier mit den im Bestick des Deiches gebauten Häusern und aufgewachsenen Bäumen sowie den auf der Deichböschung angelegten Gärten eine aus der Sicht des Küstenschutzes völlig untragbare Situation entwickelt. Selbst nach der Sturmflut vom 16./17. Februar 1962 und den dabei entstandenen Schäden waren keine Konsequenzen gezogen worden. Erst die Sturmflut vom Januar 1976 löste bei den Verantwortlichen für die Deichsicherheit die notwendigen Maßnahmen aus – in der Folge wurde eine Vordeichung vorgenommen und das Deichprofil von deichfremden Nutzungen frei gehalten.
Die untere Abbildung (sh. auch Bild 4) zeigt die Einmündung der Dorfstraße in die Hauptstraße. In dem Eckhaus betrieb der Friseur Wilhelm Matthiessen neben seinem Salon eine Pension und eine Gaststätte.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

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1962 - Sturmflut am 16. und 17. Februar - Motorkutter FORELLE landet am Deich

1962 Sturmflut am 16. und 17. Februar - Motorboot FORELLE landet am Deich
Sturm und Sturmflut in der Nacht vom 16. auf den 17. Februar bewirkten auch in der Wilstermarsch viele Schäden. Glücklicherweise blieb es an den die Marsch schützenden Deichen bei Böschungsrutschungen, Kappenbrüche mit verheerenden Folgen blieben aus.
In St. Margarethen wurde das Motorboot "Forelle" des Eigners Gustav Gummerlich losgerissen, bewirkte Zerstörungen an den Steganlagen und wurde von den Fluten mitgerissen. Es trieb einige hundert Meter über das hoch überflutete Vorland und strandete letztlich an der Außenböschung des Deiches.
Die Abbildung zeigen die Bergung und Transport der "Forelle" über den gefrorenen Boden des Vorlandes, um dem Schiff wieder Wasser unter dem Kiel zu verschaffen.

Bildrechte: Magda und Willi Lux, St. Margarethen
Anmerkung: das Ehepaar Lux führte seinerzeit ein Lebensmittelgeschäft an der Dorfstrasse in St. Margarethen

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1976 - Vordeichung bei St. Margarethen a

1976 - 1977 Vordeichung bei St. Margarethen
Die Sturmflut am 03. Januar 1976 hatte sowohl am Deich als auch an den Häusern der Deichreihe in St. Margarethen erhebliche Schäden bewirkt.
Zum einen bestand durch die im Bestick des Deiches vorhandenen Häuser eine aus Sicht des Küstenschutzes nicht tolerierbare Situation, zum anderen hatte sich gezeigt, dass auch der bestehende Deich den Anforderungen nicht mehr gerecht wurde.
Der vollständig aus Klei bestehende Deich hatte sowohl an der Außen- als auch an der Innenböschung ein steiles Profil. Dieses war - wie bei allen Deichen an der Niederelbe - seiner Entstehungsgeschichte geschuldet.
Wenn auch Klei für den Deichbau ein besonders geeignetes Material ist - insbesondere wenn grüne (mit Gras bedeckte) Deiche gewünscht sind - so ist die Beschaffung großer Mengen zunehmend problematisch. Dieses auch, weil ein zudem erhöhter Deich mit flacher geneigten Böschungen ganz erhebliche Volumina erfordert. Aus diesem Grunde erhalten neuere Deiche einen Sandkern, der anschließend mit einer Schicht Klei und Mutterboden abgedeckt wird.
Die Bilder zeigen die Herstellung der Deichbasis. Mutterboden wird beiseite gesetzt. Klei wird zwecks späterer Profilierung zu zwei Dämmen aufgebaut, zwischen welche dann Sand gespült wird.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: Die Bilder wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Tord Siemen, Wilster

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1977 - Grundbruch am 22.05.1977 beim Deichbau in St. Margarethen a

1977 Grundbruch beim Deichbau in St. Margarethen.
Völlig unerwartet traf am 21. Mai 1977 ein verheerendes Ereignis einen Bereich des Dorfes St. Margarethen und richtete dabei ganz erhebliche Schäden an. Wie durch ein starkes Erdbeben wurden mehrere Häuser schlagartig zerstört.
Was war geschehen?
Nachdem bereits die Sturmflut vom 16./17.02.1962 aufgezeigt hatte, dass der Schutz des unmittelbar hinter dem Deich der Elbe gelegenen St. Margarethen eine Deichverstärkung erforderlich machte, hatte diese wegen der nicht zur Verfüng stehenden finanziellen Förderung nicht umgesetzt werden können. Die eineinhalb Jahrzehnte später auftretende Sturmflut vom 03.01.1976 machte den dringenden Handlungsbedarf nochmals deutlich. Maßnahmen zur Verbesserung der Wehrfähigkeit des mit einem zu steilen Profil ausgebildeten Deich mußten rasch durchgeführt werden. Bund und Land stellten die erforderlichen Küstenschutzmittel zur Verfügung, innerhalb kurzer Zeit wurden die Planungen für die Deichverstärkung durchgeführt und die rechtlichen Voraussetzungen für die Deichbaumaßnahme geschaffen. Mit Hochdruck wurden die Bauarbeiten durchgeführt, um vor dem zur Sicherheit stehen gelassenen Teil des alten Deiches einen neuen breiten Deichkörper mit einer neueren Erkenntnissen genügenden flachen Außenböschung aufzubauen.
Die sehr rasch vorgenommene Aufbringung von Sand für den neuen Deichkern bewirkte eine zu schnelle Belastung des für die Wilstermarsch typischen wenig tragfähigen Bodens unterhalb der Deichbasis. Der sich aufbauende Porenwasserüberdruck konnte nicht rasch genug abgebaut werden, dadurch der Gleichgewichtszustand des Bodens entsprechend beeinträchtigt. Ein Grundbruch war die Folge.
Es war an dem Sonnabendvormittag gegen 10:25 Uhr, als auf einer Länge von etwa 300 Metern schlagartig innerhalb einer halben Minute der aufgebrachte neue Deichkörper absackte. Der dadurch verdrängte Boden des Untergrundes wurde zugleich auf der sich ausbildenden tiefen Gleitfläche zur Seite geschoben und bewirkte vor deren Geländeaustritt enorme Bodenaufwölbungen. Während vor dem neuen Deich nutzungsbedingt keine nennenswerten Schäden auftraten, wurde binnenseitig des ursprünglichen alten Deiches die Erdoberfläche einschließlich der aufstehenden Gebäuden um bis zu 3,00 m angehoben! Die gravierenden Auswirkungen reichten bis an die dort verlaufende Bundesstraße B5 heran.
Es war wie bei einem Erdbeben!
Sieben Wohngebäude und eine Tankstelle wurden irreparabel beschädigt.
Der Verlust von Menschenleben war glücklicherweise nicht zu beklagen.
Ein das Ereignis schildernder Zeitungsbericht kann in der unten aufrufbaren Datei nachgelesen werden.

Bildrechte:
Bild 1 und 2: Quelle St. Margarethen Kirchspielchronik 1914 - 2003
Bild 3 und 4: Karl Kautz, Brokdorf

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1962 - Sturmflut am 16. und 17. Februar - Fähre Wewelsfleth

1962 Sturmflut am 16. und 17. Februar - Fähre Wewelsfleth.
Vor der Zeit der Fertigstellung des in den Jahren 1971 bis 1974 an der Mündung der Stör errichteten Sperrwerks drangen Sturmfluten ungehindert bis über Itzehoe hinaus in den Fluß ein.
Bei hoch einlaufenden Fluten mußten die Deichstöpen (die durch den Deich führenden Scharte) geschlossen werden; die Fähre stellte ihren Verkehr ein.
Die Abbildungen zeigen die Situation bei auflaufender Sturmflut. Während auf der Wewelsflether Seite ein LKW mit der Fahrt durch das bereits zu seinen Achsen reichende Wasser auf den Fährprahm fährt, mühen sich auf der gegenüber liegenden Seite zwei Radfahrer, noch rechtzeitig zu deren letzten Tour die Fähre zu erreichen.
Auf Bild 1 ist ganz rechts das bis 1971 gültige blau/rote Stoppschild mit der Aufschrift "Halt" zu erkennen, welches danach durch das heute noch gültige achteckige Schild mit der weißen Aufschrift "Stop" abgelöst wurde.
Die Wewelsflether Fähre hatte viereinhalb Jahrhunderte lang eine wichtige Verkehrsverbindung zwischen der Wilstermarsch und der Kremper Marsch gebildet, bis sie wegen der mit dem Bau des Sperrwerkes verbundenen Herstellung einer Straßenverbindung wegen Unrentabilität im Jahre 1980 eingestellt wurde.
Die Wagenfähre war eine Seilfähre, welche an dem durch das Gewässer verlaufenden Seil über den Fluß gezogen wurde.

Bildrechte: nicht bekannt
vermutlich Richard Peters (Schifffahrtskorrespondent), Wilster

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1976 - St. Margarethen - Deichhäuser, Dorfstraße, Kirche, Siedlung

1976 St. Margarethen - Deichhäuser, Dorfstraße, Kirche, Siedlung.
oben links (Bild 2): sogenannte Deichhäuser der Deichreihe.
Die Deichkappe befindet sich hier noch luftseitig der Häuser; sie war hierher nach dem Sturmflutereignis 1962 verlegt worden. Die Häuser waren Teil des Deiches! Erst nach der Sturmflut vom 03. Januar 1976 wurde dieser unhaltbare Zustand beseitigt und 1976/77 ein neuer Deich wasserseitig der Häuser gebaut.
oben rechts (Bild 3): Blick durch die Dorfstraße auf den Elbdeich. Auf dem Deich stehen die sogenannten Deichhäuser; zu der ungewöhnlichen deichfremden Nutzung einer Bebauung des Deiches war es im 17. Jht. nach einer zuvorigen Vordeichung gekommen, welche ihn zeitweilig zu einem Schlafdeich machte, der jedoch nach Aufgabe der Vordeichung 1686 wieder reaktiviert werden mußte.
Im Hintergrund ist der 2009 beseitigte Hochsilo der Firma Behrends zu erkennen.
Links das gegenüber der Einmündung der Herzogstraße stehende Kolonialwaren Geschäft J.M. Krey / Willy Lux.
unten links: Neubausiedlung Hoher Kamp.
unten mittig: Die erste Kirche des Kirchspiels stand in dem vor 500 Jahren in der Elbe vor Schelenkuhlen versunkenen Dorf Elredefleth; die Elbe verlagerte damals ihr Strombett und es bestanden keine Möglichkeiten, diesem Geschehen durch wasserbauliche Maßnahmen zu begegnen. Die Kirche wurde etwa im Jahre 1500 abgetragen und im heutigen Dorf St. Margarethen wieder aufgebaut und am Margarethen-Tag (20. Juli) eingeweiht.
Nach der Kirche erhielt das neu angelegte Dorf seinen Namen.
unten rechts: Gebäude Hauptstraße 11, in welchem bis in die 1990er die Vereins u. Westbank eine Filiale betrieb. Es war der dritte Standort der Bank in dem Ort; zuvor bestand zunächst eine Filiale im Haus Hauptstraße 25 (vormals Appel), die zweite dann im Gebäude Bahnhofstraße 1 (der jetzigen Garagenanlagen von Dr. Untied).
Im Hintergrund ist rechts neben dem Kirchturm das Hotel zur Post an der Poststraße erkennbar.

Bildrechte: Foto Vertrieb Kaufhaus Willy Lux, St. Margarethen

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1976 - Vordeichung bei St. Margarethen b

1976 - 1977 Vordeichung bei St. Margarethen
Die Sturmflut am 03. Januar 1976 hatte einen erheblichen Handlungsbedarf hinsichtlich der Ertüchtigung des Deiches bei St. Margarethen gezeigt.
Der neue Deich erhielt nicht nur eine höhere Krone, sondern auch erheblich flacher geneigte Böschungen.
Zwischen aus Klei aufgesetzten Dämmen bzw. dem bestehenden Deich wurde ein Sandkern auf der frei geräumten Deichbasis eingespült. Nach der Profilierung des Sandes wurde darüber eine Schicht aus dem Klei aufgebracht und mit Mutterboden abgedeckt.
Die Methode des Aufspülens des Deichkernes läßt einen relativ raschen Arbeitsfortschritt zu. Insbesondere bei weichem Baugrund ist dabei zu beachten, dass dessen Stabilität (Stichwort: Porenwasserüberdruck) durch zu schnell steigende Belastung nicht beeinträchtigt wird. Ansonsten kann es zu der Erscheinung des Grundbruches kommen, wie er leider im Verlaufe der Arbeiten bei St. Margarethen auftrat.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: Die Bilder wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Tord Siemen, Wilster

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1936 - Sturmflut in Wewelsfleth

1936 Sturmflut in Wewelsfleth
Die Wilstermarsch ist von Anfang ihrer Besiedlung an immer wieder von schweren Sturmfluten bedroht und heimgesucht worden.
Erst mit dem Deichbau der Neuzeit wurde eine relative Sicherheit für die Menschen in der in weiten Teilen unter dem mittleren Meeresspiegel liegenden Marsch geschaffen. Die Aufgabe des Sturmflutschutzes ist eine Ewigkeitsaufgabe und darf niemals vernachlässigt werden – die Bedrohung ist immer vorhanden!
Auch der Ort Wewelsfleth nahe der Mündung der Stör in die Elbe hatte in der Vergangenheit immer wieder unter Überflutungen zu leiden.
Die Bilder zeigen Auswirkungen der Sturmflut vom 18. Oktober 1936 in Wewelsfleth.

Bildrechte: Wilhelm Köberlein, Wilster

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