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1979 - - am 23. Mai 1979 enorme Schäden durch Wirbelsturm - Bericht Wilstersche Zeitung

23. Mai 1979 enorme Schäden durch Wirbelsturm in der Wilstermarsch.
Bericht der Wilsterschen Zeitung vom 25. Mai 1979
Ein gewaltiger und nur etwa eine Viertelstunde tobender Wirbelsturm verursachte gewaltige Schäden in der Wilstermarsch, u.a. entstanden folgende Schäden:
- in Hochfeld wurde das Gehöft Pien zerstört
- in Hochfeld wurde ein Wohnwagen hundert Meter durch die Luft geschleudert und völlig zertrümmert
- in Honigfleth stürzte eine große mit Reeth gedeckte Stallung und Scheune ein
- das Wahrzeichen der Wilstermarsch - die Schöpfmühle Honigfleth - wurde schwer beschädigt
- in Brokdorf zertrümmerte ein umstürzender riesiger Baum eine Garage mit einem Fahrzeug
- in Vaalermoor stürzten die Gebäude der Familien Rudolf Bestmann und Max Hönck zusammen; der Hof von Richard Haase wurde abgedeckt.
- in Sachsenbande wurde das Dach des Wohnhauses von Heinz Büchler abgedeckt.

Neben den vorgestellten Zeitungsbildern gibt der unten aufrufbare Bericht einen Eindruck von den Zerstörungen und Schäden.


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1968 - Hochfeld - Gehöft Pien und Mühle FORTUNA

1968 Hochfeld - Gehöft Pien und Mühle FORTUNA
Das Luftbild in schrägaufnahme zeigt zwei heute nicht mehr bestehende Bauwerke auf Hochfeld, welche durch unterschiedliche Naturkatastrophen zerstört wurden.
Hochfeld ist ein Ortsteil der Gemeinde Dammfleth.
Das Gehöft im Vordergrund ist Hof 155 (gem. dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild"), welcher seinerzeit im Eigentum von Johann Heinrich Pien (* 1900 + 1976) stand und von dessen Sohn Peter Pien bewirtschaftet wurde (vgl. Bild 2).
Das schöne große Bauernhaus wurde am 23. Mai 1979 durch einen große Schäden in der Wilstermarsch verursachenden Wirbelsturm zerstört.
Der das Ereignis schildernde Bericht der Wilsterschen Zeitung kann in der unten aufrufbaren Datei nachgelesen werden.
Bei der links im Hintergrund erkennbaren Mühle handelt es sich um die FORTUNA des Mühlenbetriebes von Detlef Trede (vgl. Bild 3). Der seit 1831 im Besitz der Familie Trede stehende Betrieb war im Laufe der Zeit über die reine Windmüllerei hinaus ausgeweitet worden; die noch heute bestehende Firma betreibt Futter- und Düngemittelhandel.
Die Windmühle "Fortuna" (ein Galerie-Holländer) trug die Jahreszahl 1897 und war von ihrem ursprünglichen Standort in Neumühlen nach Hochfeld umgesetzt worden. Bei einem verheerenden Schadenfeuer am 12. November 1971 wurde die Mühle total zerstört; sie war eine der letzten seinerzeit noch in Betrieb befindlichen Kornwindmühlen im Kreis Steinburg.
Das Gehöft im Hintergrund rechts ist Hof 154 (gem. dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild"), welcher seinerzeit im Eigentum von Dietrich C. Mensel und dessen Ehefrau Minna geb. Thode, verw. Voss stand und in Pacht von Walter Boll bewirtschaftet wurde (vgl. Bild 4).

Bildrechte: nicht bekannt

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1890 - -1998 Wilstersche Zeitung - gegründet von Johann-Peter Adolf Schwarck

1890 -1998 Wilstersche Zeitung
Die Wilstersche Zeitung - kurz WZ genannt - war über einen Zeitraum von fast 110 Jahren im wahrsten Sinne des Wortes eine Heimatzeitung.
Gegründet wurde sie von Johann-Peter Adolf Schwarck, der am 02. April 1890 die erste Ausgabe der Zeitung herausgab. Sie erschien zunächst nur am Mittwoch und am Sonnabend einer jeden Woche.
100 Jahre später - längst schon werktäglich erscheinend - wurde die Zeitung immer noch von Angehörigen der Familie Schwarck herausgegeben. Das sollte noch einige Jahre andauern, bis die Eigentümer die Zeitung Ende 1998 an den Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag verkauften, der sie weiterhin als eine seiner Regionalausgaben herausgibt.
Bild 1: Johann-Peter Adolf Schwarck, Gründer und Herausgeber der Wilsterschen Zeitung - Erstausgabe 02.04.1890
Bild 2: 1900 Druckerei der Wilsterschen Zeitung
Bild 3: 1913 Druckerei der Wilsterschen Zeitung
Bild 4: 1925 Druckerei der Wilsterschen Zeitung; der neben der Druckmaschine abgebildete Johann Schwarck führte zu der Zeit (ab 1924) gemeinsam mit seinem älteren Bruder Peter den Zeitungsverlag der WZ.

Bildrechte: Familie Schwarck, Wilster
Anmerkung: Die Fotos wurden freundlicherweise zur verfügung gestellt von Kai Schwarck, Wilster

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1944 - - am 15. Juni 1944 wurde die Stadt Wilster bombardiert - Bericht Wilstersche Zeitung

aus der Wilsterschen Zeitung vom 17. Juni 1944
- Zeitungsanzeigen der NSDAP
- Bericht der Wilsterschen Zeitung
- Traueranzeigen
Am 15. Juni 1944 wurde die Stadt Wilster bombardiert.
Das kleine Landstädtchen Wilster wurde kurz nach 9:00 Uhr des 15. Juni 1944 Opfer eines Luftangriffs eines anglo-amerikanischen Fliegerverbandes.
Offenbar war ein Angriff auf die Schleusen des Nord- Ostsee Kanals bei Brunsbüttel vom starken Abwehrfeuer der dortigen Flak abgewiesen worden, weshalb die aus 12 viermotorigen Bombern und 6 Begleitjägern bestehende Staffel die friedliche und keinerlei militärische Ziele aufweisende Kleinstadt Wilster angriff.
In heutiger Zeit würde eine derartige Handlungsweise eine Anklage vor dem Kriegsverbrecher-Tribunal von Den Haag zur Folge haben. Nach dem II. Weltkrieg jedoch bestimmten die Sieger allein, was Unrecht war und was nicht!
Um hier keinerlei Mißverständnisse aufkommen zu lassen, die Schuld Deutschlands am II. Weltkrieg und die dabei begangenen Verbrechen sollen hier nicht relativiert werden!
Bei dem Terror-Angriff auf die Wohnbevölkerung der kleinen Stadt Wilster wurden 51 Menschen umgebracht und hunderte verletzt.
Insgesamt 35 Gebäude wurden total vernichtet und 109 Häuser unbewohnbar gemacht, 300 weitere erlitten Schäden.. Selbst die wunderschöne Kirche der Stadt Wilster wurde durch Bomben schwer verwüstet.

Die Wilstersche Zeitung berichtete über das tragische Geschehen und veröffentlichte in ihrer Ausgabe vom 17. Juni 1944 mehrere Traueranzeigen.
Alles kann besser lesbar in der unten aufrufbaren Datei nachgelesen werden, in welcher auch die Namen der getöteten Menschen aufgeführt sind.

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1990 - Jubiläumsausgabe 100 Jahre Wilstersche Zeitung

Jubiläumsausgabe zum hundertjährlichen Bestehen der Wilsterschen Zeitung
Die Wilstersche Zeitung - kurz WZ genannt - war über einen Zeitraum von fast 110 Jahren im wahrsten Sinne des Wortes eine Heimatzeitung.
Gegründet wurde sie von Johann Peter Adolf Schwarck, der am 02. April 1890 die erste Ausgabe der Zeitung herausgab (Abbildung 2). Sie erschien zunächst nur am Mittwoch und am Sonnabend einer jeden Woche.
100 Jahre später - längst schon werktäglich erscheinend - wurde die Zeitung immer noch von Angehörigen der Familie Schwarck herausgegeben. Das sollte noch einige Jahre andauern, bis die Eigentümer die Zeitung Ende 1998 an den Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag verkauften, der sie weiterhin als eine seiner Regionalausgaben herausgibt.
Die Jubiläumsausgabe von 1990 (Abbildung 1) ist eine wahre Fundgrube für Heimatfreunde, enthält sie doch viele umfassend recherierte Artikel mit historischem Bezug.
Die damaligen Eigentümer begingen das Jubiläum am Jahrestag mit einem Empfang im Colosseum (Abbildung 3) und dankten im Mai 1990 für die zahlreichen Spenden, die anläßlich des Jubiläums zugunsten der Schülerbüchereien in Wilster und der Wilstermarsch übermittelt wurden (Abbildung 4)

Eine gut lesbare Datei der ersten Ausgabe von 1890 kann unten aufgerufen werden.

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1971 - - am 12. November wurde die Mühle FORTUNA ein Raub der Flammen - Bericht Wilstersche Zeitung

1971 - am 12. November wurde die Mühle FORTUNA in Hochfeld ein Raub der Flammen.
Bericht der Wilsterschen Zeitung vom selben Tag.
Die Mühle "Fortuna" im Ortsteil Hochfeld der Wilstermarsch Gemeinde Dammfleth trug die Jahreszahl 1897 - in genanntem Jahr war sie von ihrem vorherigen Standort in Neumühlen nach Hochfeld versetzt worden.
Ein in den Morgenstunden des 12.11.1971 in der Filteranlage des Mühlenbetriebes ausgebrochenens Feuer breitete sich rasend schnell aus und zerstörte den gesamten technischen Betrieb des Kraftfutterwerks Detlef Trede und auch die zugehörige schöne alte Mühle - eine Galerie-Holländermühle.
Ihr Name nach der Glücksgöttin FORTUNA bewahrte sie leider nicht vor dem "roten Hahn".
Zur Zeit des unglücklichen Ereignisses erbaute der Betreiber dieser Heimat-Seite das Unterschöpfwerk Klein Kampen; er war Augenzeuge des schaurig schönen Anblicks, als sich das brennende Mühlenkreuz noch einmal etwas drehte und dann in einem Schwall von Funken und Rauch in sich zusammenstürzte.

Neben den vorgestellten Zeitungsbildern gibt der unten aufrufbare Bericht einen Eindruck von den Zerstörungen und Schäden.

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2015 - Jubiläumsausgabe 125 Jahre Wilstersche Zeitung

2015 Jubiläumsausgabe zum hundertfünfundzwanzigjährligen Bestehen der Wilsterschen Zeitung
Die Wilstersche Zeitung - kurz WZ genannt - war über einen Zeitraum von fast 110 Jahren im wahrsten Sinne des Wortes eine Heimatzeitung.
Gegründet wurde sie von Johann Peter Adolf Schwarck, der am 02. April 1890 die erste Ausgabe der Zeitung herausgab. Sie erschien zunächst nur am Mittwoch und am Sonnabend einer jeden Woche.
100 Jahre später - längst schon werktäglich erscheinend - wurde die Zeitung immer noch von Angehörigen der Familie Schwarck herausgegeben. Das sollte noch einige Jahre andauern, bis die Eigentümer die Zeitung Ende 1998 an den Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag verkauften, der sie weiterhin als eine seiner Regionalausgaben herausgibt.
Die Jubiläumsausgabe von 2015 (Abbildung 1) ist eine wahre Fundgrube für Heimatfreunde, enthält sie doch viele umfassend recherierte Artikel mit historischem Bezug.

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1977 - Grundbruch am 22.05.1977 beim Deichbau in St. Margarethen a

1977 Grundbruch beim Deichbau in St. Margarethen.
Völlig unerwartet traf am 21. Mai 1977 ein verheerendes Ereignis einen Bereich des Dorfes St. Margarethen und richtete dabei ganz erhebliche Schäden an. Wie durch ein starkes Erdbeben wurden mehrere Häuser schlagartig zerstört.
Was war geschehen?
Nachdem bereits die Sturmflut vom 16./17.02.1962 aufgezeigt hatte, dass der Schutz des unmittelbar hinter dem Deich der Elbe gelegenen St. Margarethen eine Deichverstärkung erforderlich machte, hatte diese wegen der nicht zur Verfüng stehenden finanziellen Förderung nicht umgesetzt werden können. Die eineinhalb Jahrzehnte später auftretende Sturmflut vom 03.01.1976 machte den dringenden Handlungsbedarf nochmals deutlich. Maßnahmen zur Verbesserung der Wehrfähigkeit des mit einem zu steilen Profil ausgebildeten Deich mußten rasch durchgeführt werden. Bund und Land stellten die erforderlichen Küstenschutzmittel zur Verfügung, innerhalb kurzer Zeit wurden die Planungen für die Deichverstärkung durchgeführt und die rechtlichen Voraussetzungen für die Deichbaumaßnahme geschaffen. Mit Hochdruck wurden die Bauarbeiten durchgeführt, um vor dem zur Sicherheit stehen gelassenen Teil des alten Deiches einen neuen breiten Deichkörper mit einer neueren Erkenntnissen genügenden flachen Außenböschung aufzubauen.
Die sehr rasch vorgenommene Aufbringung von Sand für den neuen Deichkern bewirkte eine zu schnelle Belastung des für die Wilstermarsch typischen wenig tragfähigen Bodens unterhalb der Deichbasis. Der sich aufbauende Porenwasserüberdruck konnte nicht rasch genug abgebaut werden, dadurch der Gleichgewichtszustand des Bodens entsprechend beeinträchtigt. Ein Grundbruch war die Folge.
Es war an dem Sonnabendvormittag gegen 10:25 Uhr, als auf einer Länge von etwa 300 Metern schlagartig innerhalb einer halben Minute der aufgebrachte neue Deichkörper absackte. Der dadurch verdrängte Boden des Untergrundes wurde zugleich auf der sich ausbildenden tiefen Gleitfläche zur Seite geschoben und bewirkte vor deren Geländeaustritt enorme Bodenaufwölbungen. Während vor dem neuen Deich nutzungsbedingt keine nennenswerten Schäden auftraten, wurde binnenseitig des ursprünglichen alten Deiches die Erdoberfläche einschließlich der aufstehenden Gebäuden um bis zu 3,00 m angehoben! Die gravierenden Auswirkungen reichten bis an die dort verlaufende Bundesstraße B5 heran.
Es war wie bei einem Erdbeben!
Sieben Wohngebäude und eine Tankstelle wurden irreparabel beschädigt.
Der Verlust von Menschenleben war glücklicherweise nicht zu beklagen.
Ein das Ereignis schildernder Zeitungsbericht kann in der unten aufrufbaren Datei nachgelesen werden.

Bildrechte:
Bild 1 und 2: Quelle St. Margarethen Kirchspielchronik 1914 - 2003
Bild 3 und 4: Karl Kautz, Brokdorf

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1526 - - 1649 Das Wilstersche Kirchenmissale als familiengeschichtliche Quelle

1526 - 1649 Das Wilstersche Kirchenmissale als familiengeschichtliche Quelle
1952 fertigte der damalige Kreisarchivar des Kreises Steinburg, der seinerzeit an der Straße Landrecht wohnhafte Wilsteraner Lehrer Otto Neumann,
in der Zeitschrift für Niedersächsische Familienkunde in Heft 2 * November 1952 * 27. Jahrgang einen
Bericht über das Wilstersche Kirchenmissale
Die umfangreiche Namensliste nennt viele heute noch in der Wilstermarsch und in der Stadt Wilster ansässige oder ansässig gewesene Familien.
Der Bericht kann auch in der unten aufrufbaren Datei betrachtet werden.

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1863 geplanter Schifffahrtskanal von St. Margarethen an der Elbe zur Lübecker Bucht

Umfassender Bericht zu einem in Vergessenheit geratenen geplanten Projekt!
1863 Planung für den Bau eines Kanal von der Elbe im Bereich der Wilstermarsch
bis Neustadt an der Neustädter Bucht (Teil der Lübecker Bucht)

Der Gedanke nach einer der Seeschifffahrt dienenden und die südliche Wilstermarsch als Kanal durchquerenden Wasserstraße wurde nicht weiter verfolgt, nachdem in der Folge des Deutsch- Dänischen Krieges von 1864 die Herzogtümer Schleswig und Holstein preußische Provinz geworden waren.
In dem vorgestellten umfangreichen Bericht sind sehr umfassend und detailliert die Planungen für ein Projekt
Holsteiner Kanal - Verbindung der Nord- mit der Ost-See
dargelegt und bewertet.
Er ist abgedruckt in der "Allgemeine Bauzeitung", Wien, Dreizigster Jahrgang 1865, Band V, Nr. 22 auf den Seiten 425 bis 454.
Verfasst ist der Bericht im Jahr 1863 von F.W.Conrad, königl. niederländischer Oberingenieur (Vorsitzender des Königlichen Ingenieur Instituts zu Delft). Dieser war vom Dänischen Minister des Innern mit der Begutachtung des von dem Ingenieur Kröhnke für den Holsteiner Kanal ausgearbeiteten Entwurf beauftragt worden. Gemeinsam mit dem Planverfasser und dem "Concessionair" Chr. Hansen führte F.W.Conrad die erforderlichen Bereisungen und Studien durch.

Anzumerken ist hier, dass zu genannter Zeit der Dänische König als Herzog von Holstein Landesherr war. Das Herzogtum Holstein war daher in Personalunion mit Dänemark verbunden, obwohl es Mitglied im Deutschen Bund war.

Bemerkenswert ist die im Bericht getroffene Feststellung, wonach die älteren Planungen aus dem Jahr 1848, welche eine Kanalausmündung bei Brunsbüttel vorsahen, als ungeeignet bezeichnet wurden.
Von den untersuchten Varianten einer Verbindung von der Elbe zur Neustädter Bucht (Ostsee) wurde als geeigneteste eine vom Ausgangspunkt St. Margarethen ausgehende Linienführung angesehen. Die Mündung der Stör wurde als weniger geeignet angesehen, da eine Verlagerung der vor Glückstadt liegenden Rhinplate befürchtet wurde.
Drei jeweils am Ausgangspunkt St. Margarethen beginnende und die südliche Wilstermarsch durchquerende Kanaltrassen wurden untersucht und bewertet. Alle drei Varianten sahen eine Kreuzung der Stör vor! Eine Präferenz wurde der südlich von Beidenfleth die Stör kreuzenden Linienführung beigemessen. Dieses jedoch unter der Voraussetzung, dass die Stör am Störort sturmflutsicher abgedämmt würde und das Oberwasser der Stör dann über den neu gebauten Kanal nach St. Margarethen und dort in die Elbe geleitet werden kann. Anderenfalls wären bei der Kreuzung von Stör und Kanal zwei zusätzliche Schleusen erforderlich geworden.
Die geplante Linienführung des Kanals erforderte dennoch die Errichtung von 7 (sieben) Schleusen, um die in seinem Verlauf vorhandenen erheblichen Geländeunterschiede zu überwinden.

Anmerkung: Der gesamte sehr umfangreiche Bericht kann in der unten aufrufbaren Datei nachgelesen werden.

Rückblick:

Schon über die Dauer eines Jahrtausends bestand das Interesse, eine schiffbare Verbindung zwischen Nordsee und Ostsee durch Schleswig-Holstein, den Südteil der Kimbrischen Halbinsel (Jütland), zu schaffen.


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Zeitungsartikel - 1937.12.17 Wilstersche Zeitung - Unser Bürgermeisterhaus in Wilster

Zeitungsartikel - 117.12.1937 Wilstersche Zeitung - Unser Bürgermeisterhaus in Wilster
"Unser Bürgermeisterhaus in Wilster" (Eine besser lesbare Ausfertigung des Artikels mit einem daneben gestellten Transkript ist unten aufrufbar.)
Im Gegensatz zu ihrer 1894 unvorteilhaft durch einen gotischen Vorbau veränderten Straßenfront war die Gartenfront des Neuen Rathauses immer unverändert geblieben.
Im Jahre 1938 wurde die Straßenfront wieder in ihren klassizistischen Zustand versetzt.
Die Wilstersche Zeitung berichtete am 17.12.1937 unter Vorstellung der Entwurfszeichnung über die beabsichtigte Maßnahme und die hierfür sicher gestellte Finanzierung.

Anmerkung: Die Erhaltung und Unterhaltung ihrer wundervollen Baudenkmäler fordert ganz erhebliche Aufwendungen, welche die kleine Stadt Wilster immer wieder vor Probleme stellt. Seit dem Jahr 2011 wird die Stadt in ihrem Bemühen von dem Förderverein Historische Rathäuser in Wilster unterstützt.
Dieser Verein kann allen mit Wilster und der Wilstermarsch verbundenen Heimatfreunden nur empfohlen werden!

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2011 - .01.31. Wilstersche Zeitung: Desaströs

Am 31.01.2011 berichtete die Wilstersche Zeitung über den am Vortage im Spiegelsaal des Neuen Rathauses durchgeführten Neujahrsempfang der Stadt Wilster und des Amtes Wilstermarsch.
Obwohl die im Rahmen dieser festlichen Veranstaltung von Seiten der Stadt und des Amtes durchgeführte Ehrung für verdienstvolle Bürger der Kernpunkt des Neujahrsempfanges war, brachte die Wilstersche Zeitung hierzu ohne weitere Ausführungen lediglich ein begleitendes Foto mit den geehrten Personen.
Für ihre langjähriges Engagement im Senioren-Beirat wurden Ludger Kockmeyer und Ludwig Resthöft von der Stadt Wilster geehrt.
Seitens des Amtes wurden Gerhard Jens und Günther von Thun für ihr in verschiedenen Funktionen viele Jahrzehnte lang ausgeübtes ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet.
Der Betreiber der Heimat-Seite www.mein-wilster.de wurde für die von ihm im Internet mit historischen Bildern und Objekten sowie Textbeiträge vorgenommene umfassende Darstellung der Stadt Wilster geehrt. Er erhielt zu seiner großen Freude - so wie auch die anderen vier für ihre Verdienste geehrten Personen - aus der Hand von Bürgermeister Walter Schulz und Amtsvorsteher Helmut Sievers eine Urkunde (Bild 2) sowie einen Präsentkorb, Blumen und ein Buch über die Wilstermarsch und Wilster.

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1926 - Denkmal der Wasserfluten I u. II

Denkmal der Wasserfluten
Nachdruck des 1728 erschienenen und von dem Wilsteraner Archiadiakonus Gregorius Culemann zusammengestellten Berichts über die verheerenden Wasserfluten der Jahre 1717 bis 1725, die in der Wilstermarsch Deichbrüche und enorme Schäden verursachten.
56 Seiten
Der ungekürzte vollständige Bericht kann in der unten aufrufbaren Datei nachgelesen werden.
Neben den konkreten Beschreibungen der tatsächlichen Geschehnisse, geben die frömmelnden Begründungen zu Ursache und Auswirkungen der Naturereignisse einen Einblick in den vor 300 Jahren herrschenden Zeitgeist, der darin je nach Auswirkung göttliche Strafgerichte oder Barmherzigkeit sah.

Herausgeber: Heimatverein der Wilstermarsch
Neudruck: Buchdruckerei von Johann Schwarck Söhne, Wilster 1926

Anmerkung: Der Verfasser des Berichtes, Gregorio Culemann (4.8.1661- 6.1.1733) war von 1691 bis 1702 Rektor der "Großen Stadtschule", welche in der heutigen Zingelstraße (der vormaligen Schulstraße) lag;
von 1702 bis 1710 war er in Wilster Diakon (Inhaber der dritten Pfarrstelle);
von 1710 bis 1733 war er in Wilster Archidiakon (Inhaber der zweiten Pfarrstelle)
Archidiakon und Diakon nannte man später zeitweilig 1. Kompastor und 2. Kompastor;
erst ab 1922 werden die Amtsträger einheitlich Pastor genannt.

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1962 - Sturmflut am 16. und 17. Februar - Schäden am Deich bei St. Margarethen a

1962 Sturmflut am 16. und 17. Februar - Schäden am Deich bei St. Margarethen
Sturm und Sturmflut in der Nacht vom 16. auf den 17. Februar bewirkten auch in der Wilstermarsch viele Schäden. Glücklicherweise blieb es an den die Marsch schützenden Deichen bei Böschungsrutschungen, Kappenbrüche mit verheerenden Folgen blieben aus.
Über lange Zeiträume hinweg hatte sich in St. Margarethen mit den im Bestick des Deiches gebauten Häusern und aufgewachsenen Bäumen sowie den auf der Deichböschung angelegten Gärten eine aus der Sicht des Küstenschutzes völlig untragbare Situation entwickelt.
Selbst nach der Sturmflut vom 16./17. Februar 1962 und den dabei entstandenen Schäden waren keine Konsequenzen gezogen worden. Erst die Sturmflut vom Januar 1976 löste bei den Verantwortlichen für die Deichsicherheit die notwendigen Maßnahmen aus – in der Folge wurde eine Vordeichung vorgenommen und das Deichprofil von deichfremden Nutzungen frei gehalten.
Die Abbildungen zeigen bei noch hohen Wasserständen der Elbe unmittelbar nach der Sturmflut 1962 die Schäden und die Situation am Deich bei St. Margarethen.

Bildrechte: Magda und Willi Lux, St. Margarethen
Anmerkung: das Ehepaar Lux führte seinerzeit ein Lebensmittelgeschäft an der Dorfstrasse in St. Margarethen

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1913 - Kohlmarkt, Verlagshaus "Wilstersche Zeitung", Gasthaus "Neue Börse"

1913 Kohlmarkt, Verlagshaus "Wilstersche Zeitung", Gasthaus "Neue Börse"
Blick vom mittleren Kohlmarkt stadtauswärts.
Links im Vordergrund das 1911 errichtete Verlagshaus der „Wilsterschen Zeitung“ von J.P.A. Schwarck.
Dem Gebäude gegenüber auf der rechten Straßenseite die Gaststätte „Neue Börse“ von Alwin Springer (danach Elfriede Schober; heute Frauke Schober).
In dem folgenden Gebäude die Gärtnerei von Hans Behrens, dahinter kreuzte der Burggraben die Straße – die alte Brücke ist am Geländer links hinter dem Gebäude der Wilsterschen Zeitung erkennbar.
Rechts im Vordergrund das Wohn- und Geschäftshaus der Sattlerei von Heinrich Stegemann (Kohlmarkt 51).

Bildrechte: vermutlich Ludwig Behning, Wilster
Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder Fotos von den Originalnegativen erwerben möchte, den verweisen wir auf die Seite Alt-Wilster

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1941 - Wandkalender zur Wilsterschen Zeitung

1941 Wandkalender zur Wilsterschen Zeitung
Der offenkundig als Beigabe zur Wilsterschen Zeitung den Abonennten zur Verfügung gestellte Kalender ist ein Zeugnis aus beklemmender Zeit.
Auf beiden Seiten des Kalenders befindet sich unter dem Kalendarium jeweils eine Bildleiste, in welchen Ereignisse aus dem Kriegsgeschehen dargestellt sind.
"Der Führer bei seinen Soldaten in Polen (Bild 3)
Unsere Nachschuptruppen auf dem Vormarsch in Norwegen
Deutsche Panzerjäger auf der Mole von Dünkirchen
Der erstürmte rechte Eckpfeiler der Maginotlinie
Rudolf Heß begrüßt den Führer in Compiègne (Bild 4)
Im Einsatz gegen England: Küstenflugzeuge und U-Boot"

Unter einzelnen Datumsangaben sind dem Nationalsozialistischen Regime offenbar wichtige Ereignisse angeführt.
Es sind genannt:
30. Februar - 1933 Adolf Hitler wird Reichskanzler
01. März - 1935 Rückgliederung des Saargebietes
13. März - 1938 Oesterreich zum Reich
16. März - Heldengedenktag
16. März - 1939 Protektorad Böhmen-Mähren
22. März - 1939 Rückgliederung des Memellandes
09. April - Inschutznahme Dänemarks und Norwegens
20. April - Geburtstag des Führers
01. Mai - Nationaler Feiertag des Deutschen Volkes
10. Mai - 10.5.40 Deutscher Gegenschlag im Westen beginnt
14. Mai - 1940 Kapitulation der holländischen Armee
28. Mai - 1940 Kapitulation der belgischen Armee
25. Juni - 1940 Frankreich kapituliert
01. Sept. - Deutscher Gegenangriff in Polen; Heimkehr Danzigs
03. Sept. - 1939 Kriegserklärung England und Frankreich
23. Sept. - 1939 Polenfeldzug beendet
01. Okt. - 1938 Befreiung des Sudentenlandes
26. Okt. - 1939 Errichtung des Generalgouvernements
09. Nov. - Gedenktag für die Gefallenen der Bewegung
Anmerkung: Die in knappen Worten benannten kalendarischen Ereignisse geben die Sichtweise des Hitler-Regimes zu den vom ihm selbst angezettelten kriegerischen Ereignissen wieder. Die Sicht des Regimes wurde seinerzeit mit allen Mitteln in der gleichgeschalteten Presse dargestellt. Gegner und Kritiker wurden rücksichtslos verfolgt oder eingeschüchtert. Viele Millionen Menschen wurden Opfer des von dem Nationalsozialistischen Deutschland begonnenen Angriffskrieges. Sie sind Mahnung für alle nachfolgenden Generationen, sich immer und überall nationalistischen Bestrebungen entgegen zu stellen.

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1977 - Grundbruch am 22.05.1977 beim Deichbau in St. Margarethen b

Grundbruch beim Deichbau in St. Margarethen.
Völlig unerwartet traf am 21. Mai 1977 ein verheerendes Ereignis einen Bereich des Dorfes St. Margarethen und richtete dabei ganz erhebliche Schäden an. Wie bei einem starken Erdbeben wurden mehrere Häuser schlagartig zerstört.
Die sehr rasch vorgenommene Aufbringung von Sand für den neuen Deichkern bewirkte eine zu schnelle Belastung des für die Wilstermarsch typischen wenig tragfähigen Bodens unterhalb der Deichbasis. Ein Grundbruch war die Folge.
Auf einer Länge von etwa 300 Metern sackte schlagartig der aufgebrachte neue Deichkörper ab und bewirkte durch Bodenverdrängung seitlich enorme Bodenaufwölbungen. Binnenseitig des ursprünglichen alten Deiches wurde die Erdoberfläche bis zu 3,00m angehoben, die aufstehenden Gebäude dabei irreparabel beschädigt!

Bildrechte: Karl Kautz, Brokdorf

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1961 - - 1979 private Meierei Schröder in Kleve d

1961 - 1979 private Meierei Schröder in Kleve
In der mit ihrem Gemeindegebiet sowohl in der Marsch als auch auf der Geest gelegenen Gemeinde Kleve bestand seit dem Jahr 1895 eine Privat-Meierei.
Nachdem die Meierei seit 1925 von Willi Hamann geführt worden war, übernahm nach dessen Tod der Enkel Dieter Schröder im Jahr 1961 den Betrieb; der zu dem Zeitpunkt erst 24 Jahre alte Meierist hatte kurz zuvor seine Meisterprüfung abgelegt.
Bereits kurz nach Übernahme der Verantwortung veranlaßte der junge Eigentümer eine Modernisierung des Betriebes. Der kleine Familienbetrieb war darauf angewiesen, dass durch die baulichen und technischen Umgestaltungen die Produktion nicht zu lange unterbrochen wurde. So wurde frühstmöglich der Meiereibetrieb wieder aufgenommen. Dieser oblag dem Betriebsleiter gemeinsam mit seiner Ehefrau sowie einer teilzeitbeschäftigten Hilfskraft. Die Anlieferung der Milch erfolgte mittels eines betriebseigenen Milchtransporters durch den Milchwagenfahrer, welcher turnusmäßig die zuliefernden landwirtschaftlichen Betriebe aufsuchte.
Im Jahr 1968 konnte die kleine Meierei auf ihr 75jähriges Bestehen zurück schauen. Der dieses würdigende Bericht der Wilsterschen Zeitung kann in der unten aufrufbaren Datei nachgelesen werden.

Bildrechte: Dieter Schröder, Kleve

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1717 - Weihnachtsflut 25. Dezember u. 1718 Eisflut 26. Februar - vollständiger Bericht

Verheerende Sturmfluten
Weihnachtsflut vom 25. Dezember 1717
und
Eisflut vom 26. Februar 1718
brachten unvorstellbares Elend über die Wilstermarsch.
Die damaligen Geschehnisse sind geschildert in einem zeitgenössischen Bericht,
Denk-Mahl von den hohen Wasser-Fluthen

Denkmal von den hohen Wasserfluten
verfaßt von einem damals in Wilster tätigen Pastor, dem Archidiakon Gregorio Culemann.

Der ungekürzte vollständige Bericht kann in der unten gesondert aufrufbaren Datei nachgelesen werden.

Die verheerende Weihnachtsflut riss die große Braake in Brunsbüttel, von wo das Wasser in Flächen des Kirchspiels Eddelak eindrang, den Dundendeich bzw. Dunden-Teich (den von Averlak, Donndeich, Warferdonn, Dingerdonn reichenden ehemaligen Strandwall) durchbrach und in den damals um ein vielfaches größeren Kudensee floß. Von dort strömte das Wasser über das Hohe Moor (das damalige noch in Resten bestehende Grenzmoor zwischen Dithmarschen und der Wilstermarsch) nach Ecklak und Seedorf.
Auch der Borlbom, ein zur Abkehr des vom Hochmoor abfließenden Oberwassers angelegter Binnendeich, welcher vom Audeich am Dukunder bis zum Binnendeich Winterbahn führte, wurde bei Ackenboe durchbrochen und die Wassermassen drangen weiter in die Flächen der sogenannten Neuen Seite (rechts der Wilsterau gelegene Ländereien des Kirchspiels Wilster) im Gebiet von Nortorf.
Zugleich war auch der Elbdeich bei St. Margarethen gebrochen und das Wasser strömte durch Tütermoor (dort ertranken viele Menschen, als die Wassermassen ihre Häuser zerstörten) weiter nach Büttel und von dort gleichfalls weiter nach Nortorf.
Auch in St. Margarethen und Büttel wurden Häuser zerstört.
Zwischen der Grenze zu Dithmarschen bis Wewelsfleth entstanden etwa 50 (!) weitere Einbrüche in dem Elbdeich.
In Wewelsfleth riss das mit großer Geschwindigkeit einströmende Wasser viele Särge aus der Kirchhofserde.
Das Wasser überschwemmte die Marsch bis zur Stadt Wilster.
Neben vielen weiteren Deichbrüchen an der Stör brach in Stördorf der Deich, das eindringende Wasser überschwemmte den Steindamm und drang weiter nach Sachsenbande, Neuendorf und Moorhusen.
Zugleich wurden die Flächen in Kampen, Kathen, Dammfleth, Hochfeld, Neufeld und Poßfeld überschwemmt. Praktisch alle rechts der Wilsterau gelegenen Flächen der Wilstermarsch standen zum Teil meterhoch unter Wasser.
Nach der Überflutung einsetzender starker Frost verschärfte die Situation für Mensch und Tier; er behinderte insbesondere auch die umgehend in Angriff genommenen Ausbesserungsarbeiten an den Deichen.
Eine danach bereits am 25. Februar auflaufende abermalige Sturmflut brachte weiteres unendliches Leid über die Menschen. Noch gewaltiger und ungehinderter als zuvor drang wieder das Wasser in die Wilstermarsch. Das Wasser lief so hoch auf, dass bei Seedorf Flächen des Hochmoores auftrieben und sogar riesige Moorstücke mit darauf stehenden Hütten und Häusern über hundert Meter versetzt wurden.

In dem zeitgenössischen Bericht des Gregorio Culemann sind nicht nur das Gesamtgeschehen mit seinen Auswirkungen dargestellt, sondern auch viele namentlich angeführte Einzelschicksale.
Anschaulich beschrieben sind auch die vielen und mehrfach vergeblichen Anstrengungen zur Schließung der Deiche, insbesondere der Großen Braake in Brunsbüttel.
Neben den konkreten Beschreibungen der tatsächlichen Geschehnisse, geben die frömmelnden Begründungen zu Ursache und Auswirkungen der Naturereignisse einen Einblick in den vor 300 Jahren herrschenden Zeitgeist, der darin je nach Auswirkung göttliche Strafgerichte oder Barmherzigkeit sah.

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1897 - La Marche de Wilster - ein Bericht im „JOURNAL DES VOYAGES“

La Marche de Wilster - ein sonderbares Land
Aus dem französischen Reisejournal „JOURNAL DES VOYAGES“ vom 17.10.1897
Bild 1 zeigt die Titelseite des alten Reisejournals,
Bild 2 und 3 den Reisebericht
Bild 4 Abbildungen aus der Wilstermarsch
Es ist sehr interessant zu lesen, wie vor weit über einem Jahrhundert ein französischer Reisender die Wilstermarsch und ihre Menschen erlebt hat. Wir erfahren
- von seiner Schiffsreise auf der Elbe von Hamburg bis zur Lotsenstation auf der Bösch vor St. Margarethen.
- von seinem Zusammentreffen mit den dortigen Lotsen, deren plattdeutsche Sprache ihm sehr fremd ist und für ein „Saxe-Romain“ gehalten wird.
- von der Beschreibung der Lotsenstation und der nach einer Wanderung erreichten Häuser in Büttel.
- von dem Besuch eines Wilstermarsch Bauernhauses und den Gesprächen mit dem Bauern.
- von der Offenheit und Gastfreundschaft der Menschen.
Weil der Bericht eines Fremden über die damals noch so abgeschieden gelegene und in sich selbst ruhende Wilstermarsch und ihre Bewohner viele interessante Details vermittelt, soll hier für daran interessierte Leser der gesamte lange Bericht wiedergegeben werden.
Die Übersetzung des vollständigen Textes aus dem Französischen wurde (im Jahr 2010) freundlicherweise vorgenommen von
Lara Diekmann, meiner jungen freundlichen und sehr patenten Nachbarin in Tungeln.
Der gesamte Bericht kann in der nachstehend aufrufbaren Datei nachgelesen werden!

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1961 - - 1979 private Meierei Schröder in Kleve a

1961 - 1979 private Meierei Schröder in Kleve
Vor einigen Jahrzehnten gab es noch in vielen Orten der Wilstermarsch Meiereien. Neben genossenschaftlichen Betrieben gab es auch private Unternehmen. In der Folge der Konzentrierung im Molkereisektor sind nach und nach alle kleinen Meiereien zur Betriebsaufgabe gezwungen worden. Heute gibt es in der gesamten Wilstermarsch keine einzige Meierei mehr.
Zuvor gab es Meiereien in Beidenfleth, Brokdorf, Büttel, Ecklak, Kleve, Nortorf, Sachsenbande, St. Margarethen, Wewelsfleth, Vaalermoor und in der Stadt Wilster, wobei es dort vor der 1927 erfolgten Gründung der Genossenschaftsmeierei drei derartige Betriebe gab.
Daneben erfolgte zu der Zeit auf vielen Höfen die Verarbeitung der Milch in Eigenregie.
In der mit ihrem Gemeindegebiet sowohl in der Marsch als auch auf der Geest gelegenen Gemeinde Kleve bestand seit dem Jahr 1895 eine Privat-Meierei. An den Betrieb, der am Geestkamp gelegen war, erinnert heute noch der von diesem abzweigende Meiereiweg.
Nachdem die Meierei seit 1925 von Willi Hamann geführt worden war, übernahm nach dessen Tod der Enkel Dieter Schröder im Jahr 1961 den Betrieb; der zu dem Zeitpunkt erst 24 Jahre alte Meierist hatte kurz zuvor seine Meisterprüfung abgelegt.
Der die Meierei bis zur 1979 erfolgten Betriebsaufgabe führende junge Inhaber erwarb sich mit seinen vielfach prämierten Produkten ein ganz ausgezeichnetes Renommee.
Die vorgestellten Fotos zeigen zu Beginn der 1960er Jahre die Anlieferung von Milch bei der am Geestkamp gelegenen Meierei.
Zulieferer waren Bauern in Kleve, Moorhusen, Krummendiek, Bekhof und Rahde.
Bild 1: Hugo Holst, Eigentümer von Gut Krummendek, bei der Anlieferung der Milch.
Bild 2: Anlieferung von Milch; im Hintergrund der flügellose Torso der Klever Mühle, welche 1953 ihren Betrieb einstellte.
Bild 3: Anlieferung mit dem Milch-Tanker an der überdachten Rampe.
Bild 4: Milchtransporter auf der Straße Geestkamp

Bildrechte: Dieter Schröder, Kleve

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1961 - - 1979 private Meierei Schröder in Kleve h

1961 - 1979 private Meierei Schröder in Kleve
Demontage der Betriebsanlagen der Meierei.
Vor einigen Jahrzehnten gab es noch in vielen Orten der Wilstermarsch Meiereien. Neben genossenschaftlichen Betrieben gab es auch private Unternehmen. In der Folge der Konzentrierung im Molkereisektor sind nach und nach alle kleinen Meiereien zur Betriebsaufgabe gezwungen worden. Heute gibt es in der gesamten Wilstermarsch keine einzige Meierei mehr.
Zuvor gab es Meiereien in Beidenfleth, Brokdorf, Büttel, Ecklak, Kleve, Nortorf, Sachsenbande, St. Margarethen, Wewelsfleth, Vaalermoor und in der Stadt Wilster, wobei es dort vor der 1927 erfolgten Gründung der Genossenschaftsmeierei drei derartige Betriebe gab.
In der mit ihrem Gemeindegebiet sowohl in der Marsch als auch auf der Geest gelegenen Gemeinde Kleve bestand seit dem Jahr 1895 eine Privat-Meierei. An den Betrieb, der am Geestkamp gelegen war, erinnert heute noch der von diesem abzweigende Meiereiweg.
Nachdem die Meierei seit 1925 von Willi Hamann geführt worden war, übernahm nach dessen Tod der Enkel Dieter Schröder im Jahr 1961 den Betrieb; der zu dem Zeitpunkt erst 24 Jahre alte Meierist hatte kurz zuvor seine Meisterprüfung abgelegt.
Die kleine Meierei konnte sich Dank ihrer vielfach ausgezeichneten und prämierten Produkte fast zwei Jahrzehnte gegen die immer übermächtiger werdende Konkurrenz behaupten. Nach der 1979 erfogten Betriebsaufgabe wurden die technischen Anlagen der Meierei demontiert (sh. Fotos).

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2013 - Orkan CHRISTIAN zieht über die Elbe

2013 Orkan CHRISTIAN zieht über die Elbe
Der Orkantief "Christian" brachte an der Deutschen Küste und im Elbegebiet enorme Windgeschwindigkeiten. Der Orkan erzeugte an der Elbe Gischt und hohe Wellen - zu gravierenden Schäden an den Deichen kam es nicht.
In der Spitze wurde bei Orkan "Christian" in Schleswig-Holstein eine Boe mit 193 km/h gemessen, was in der erweiterten Beaufortskala der Windstärke 16 entspricht. Hier finden sich mehr Informationen zum Orkantief Christian
Das am 28. und 29. Oktober rasch ziehende Orkantief brachte jedoch keine außergewöhnlichen Sturmfutwasserstände - diese waren erst dem wenige Wochen später am 05. und 06. Dezember wütenden Orkantief "Xaver" vorbehalten, welcher mit seinem ausgedehnten Windfeld den Wasserstand der Elbe in Hamburg auf den zweithöchsten dort jemals gemessenen Pegelstand ansteigen ließ.
Für die weitgehend deutlich unter dem mittleren Meeresspiegel gelegene Wilstermarsch und für die dort lebenden Menschen ist es beruhigend, dass die Deiche an der Elbe in den vergangenen Jahrzehnten ganz erheblich ertüchtigt wurden und die Mündung der Stör durch ein Sperrwerk abgesperrt ist. Gleichzeitig sind Sturmfluten immer wieder Mahnung, die Wehrfähigkeit der Deiche immer zu erhalten und sich ändernden Gegebenheiten anzupassen!
Bild 1: Orkan "Christian" bringt Gischt und hohe Wellen
Bild 2: Im Orkan "Christian" das Feederschiff BIANCA RAMBOW auf der Elbe bei Brokdorf
Bild 3: Im Orkan "Christian" begegnen sich das Feederschiff BIANCA RAMBOW und das Baggerschiff BARENT ZANEN auf der Elbe bei Brokdorf

Bildrechte: Karl Kautz, Brokdorf

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1976 - Sturmflut am 03. Januar - Schäden an Deich und Häusern in St. Margarethen a

1976 Sturmflut am 03. Januar - Schäden am Deich und Häusern in St. Margarethen
Einer der stärksten im Bereich der Deutschen Bucht bisher beobachteten Orkane führte in der Elbe zu einer Sturmflut mit zuvor nicht erreichten Wasserständen.
Während das im Jahr zuvor an der Mündung der Stör fertiggestellte Sperrwerk deren Tidegebiet schützte, kam es an mehreren anderen Orten insbesondere an den Deichen der Elbe zu ganz erheblichen Schäden.
In St. Margarethen wurden Häuser an der Deichreihe stark beschädigt. Dort bestand mit den auf dem Deich und wasserseitig der Deichkappe stehenden Häusern eine außergewöhnliche - aus Gründen des Sturmflutschutzes untragbare - Situation.
Bild 1 zeigt einen Blick von der Dorfstraße auf die Deichreihe und die hinter(!!!) der Deichkappe stehenden Häuser.
Bilder 2 und 3 zeigen einen Blick von der Deichkappe auf wasserseitig von ihr stehende Häuser, die bei der Sturmflut am 03.01.1976 erheblich beschädigt wurden.
Bild 4 zeigt die wasserseitige Rückfront eines Gebäudes und die dort aufgetreten Schäden. In den Gebäuden hatte das einströmende Wasser zu Verwüstungen geführt. Mauerwerk, sowie Fenster und Türen waren durch auflaufende Brecher und von diesen wie Rammböcke mitgeführte Balken und Dalben zerstört worden.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: Die Bilder wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Tord Siemen, Wilster

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1976 - Sturmflut am 03. Januar - Schäden an Deich und Häusern in St. Margarethen b

1976 Sturmflut am 03. Januar - Schäden an Deich und Häusern in St. Margarethen
Einer der stärksten im Bereich der Deutschen Bucht bisher beobachteten Orkane führte in der Elbe zu einer Sturmflut mit zuvor nicht erreichten Wasserständen.
In St. Margarethen wurden Häuser an der Deichreihe stark beschädigt. Dort bestand mit den auf dem Deich und wasserseitig der Deichkappe stehenden Häusern eine außergewöhnliche - aus Gründen des Sturmflutschutzes untragbare - Situation.
Bild 1 zeigt Schäden an einem an der wasserseitigen Böschung des Deiches stehenden Haus, welches der hoch auflaufenden Flut und den Brechern schutzlos ausgeliefert war.
Bilder 2 und 3 zeigen die in einem Haus durch das einströmende Wasser angerichteten Schäden.
Bild 4 Abbrüche an der Außenböschung des Deiches wurden mit Pfählen, Faschinen und Sandsäcken provisorisch gesichert.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: Die Bilder wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Tord Siemen, Wilster

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