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MARTHA - eine Slup, eingesetzt als Ausflugsschiff

Slup MARTHA - eingesetzt für den Transport von Obst und für Ausflugsfahrten auf der Niederelbe.
Eigner und Schiffer der MARTHA war Otto Schlichting in Brunsbüttel.
Das bei der Wilsteraner Schiffergilde Die Eintracht versicherte kleine Schiff wurde von seinem Schiffer häufig eingesetzt für den Transport von Obst aus dem Alten Land, welches der Eigner dann auf eigene Rechnung in den kleinen Häfen an der Unterelbe weiter verkaufte. Bis in die 1930er Jahre machten derartige "Obstkähne" auch am Wilsteraner Hafen am Rosengarten fest, um dort Obst zu verkaufen.
Neben dem Transport von Stückgut war die MARTHA auch von Brunsbüttel Hafen aus für den Personenverkehr zur anderen Seite der Elbe in Fahrt. Sie war insofern eine frühe Vorgängerin für den Fährverkehr über die Elbe von Brunsbüttel aus.
Das kleine Schiff wurde auch zu Ausflugsfahrten auf der Unterelbe und in die Elbwatten genutzt. Das Foto (Bild 1) zeigt die MARTHA mit erstaunlich vielen Ausflüglern als Passagiere an Bord.
Nach dem II. Weltkrieg verkaufte der Schiffer Otto Schlichting die MARTHA und erwarb den Ewer HEINRICH, welcher gleichfalls bei der Schiffergilde Die Einigkeit in Wilster versichert war.
An den Jahreshauptversammlungen und der jeweilig anschließenden gemütlichen Zusammenkunft - dem Schifferball - der Schiffergilde Die Eintracht nahmen in Wilster neben den örtlich anwesenden Eignern auch die meisten auswärtigen Mitglieder der Gilde teil. So auch Otto Schlichting; Bild 2 zeigt seine Ehefrau Martha und ihn (vierte und fünfte Person von links) während eines Schifferballs in den 1950er Jahren. Bei den Frauen rechts von den beiden handelt es sich um Ella Köster (eine Schwester von Martha Schlichting) und Hertha Nielsen geb. Schlichting (eine Tochter des Schiffers).

Bildrechte: Familie Schlichting, Brunsbüttel
Anmerkung: Die Fotos wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Klaus Schlichting, Brunsbüttel.

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Germania - Ausflugsschiff der Reederei PSB Brandt

MS Germania - Ausflugsschiff der PSB Brandt
Die Familien der wilsteraner Schiffer Peter Brandt und dessen Sohn Thorge betrieben im Zeitraum von 1997 bis 2013 die Reederei Personenschifffahrt Brunsbüttlel; Sitz der Reederei war Wilster. Schon Vater und Großvater von Peter Brandt waren Eigner und Kapitäne von Frachtewern gewesen.
Im Jahr 2013 wurde die Reederei an einen neuen Eigner verkauft.
Mit ihren Schiffen GERMANIA und NORDSTERN führte die Reederei PSB nahezu ganzjährig Ausflugsfahrten überwiegend auf Elbe und Stör sowie auf dem Nord- Ostsse Kanal durch. Zunächst mit der 36 m langen und 7 m breiten GERMANIA, welche 300 Personen befördern konnte und von diesen für 100 Platz im Salon bot. Ab 2000 wurde mit der NORDSTERN die Flotte vergrößert.
Die GERMANIA ist 1960 auf der Schichau Werft in Bremerhaven gebaut worden. Bild 1 zeigt sie im Jahr 2008 an ihrem Liegeplatz in der Schleuse am Kasenort; der Eigner Peter Brandt geht gerade von Bord.
Bild 2 zeigt die Reederei Flagge PSB Brandt
Die Bilder 3 und 4 zeigen die GERMANIA im Jahr 2010 auf der Elbe bei Stadersand.

Bildrechte:
Bild 1: Seitenbetreiber
Bilder 3 und 4: E. Graudenz, Hamburg

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NORDSTERN - Ausflugsschiff der PSB Brandt

MS Nordstern - Ausflugsschiff der PSB Brandt
Die Familien der wilsteraner Schiffer Peter Brandt und dessen Sohn Thorge betrieben im Zeitraum von 1997 bis 2013 die Reederei Personenschifffahrt Brunsbüttlel; Sitz der Reederei war Wilster. Schon Vater und Großvater von Peter Brandt waren Eigner und Kapitäne von Frachtewern gewesen.
Im Jahr 2013 wurde die Reederei an einen neuen Eigner verkauft.
Mit ihren Schiffen GERMANIA und NORDSTERN führte die Reederei PSB nahezu ganzjährig Ausflugsfahrten überwiegend auf Elbe und Stör sowie auf dem Nord- Ostsse Kanal durch. Zunächst mit der 36 m langen und 7 m breiten GERMANIA, ab 2000 dann auch mit der NORDSTERN.
Die NORDSTERN ist im Auftrage der Reederei PSB Brandt auf der Peters Werft in Wewelsfleth gebaut und 2000 in Dienst gestellt worden. Die 42,5 m lange und 9 m breite NORDSTERN kann 300 Personen befördern und bietet davon 200 Personen Platz in ihrem geräumigen Salon.
Bild 1 zeigt die NORDSTERN im Jahr 2007 auf der Elbe bei Stadersand
Bilder 2 und 3: NORDSTERN im Jahr 2008 auf der Elbe vor der Lühe
Bild 4: NORDSTERN im Jahr 2009 auf der Elbe bei Stadersand

Bildrechte: E. Graudenz, Hamburg

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1925 - Schifffahrt auf Wilsterau, Holstenau und Burger Au a

1925 Schifffahrt auf Wilsterau, Holstenau und Burger Au
Bis in die 1930er Jahre bestand für die auf der Wilsterau verkehrenden Schiffer die Möglichkeit, über eine Schleuse von der Holstenau/Wilsterau direkt in den Kaiser-Wilhelm-Kanal (heute: Nord-Ostsee Kanal bzw. Kiel Kanal bzw. NOK) und von dort über eine weitere Schleuse in die Burger Au zu gelangen.
In der Burger Au war vor der Schleuse eine Gewässeraufweitung, der Kattenstieg, angelegt worden. Sie diente den Schiffern als Liegeplatz; hier siedelte sich 1913 die zuvor in Friedrichstadt betriebene Werft von Detlef Schöning an.
In der Werft am Kattenstieg wurden nach dem I. Weltkrieg zunächst Küsten-Torpedoboote abgewrackt und dann mangels Neubauaufträge Reparaturen an Küstenschiffen ausgeführt.
Als einziger nennenswerter Neubau wurde von 1924 - 1926 auf eigene Rechnung der 26 m lange Schoner IRENE SCHÖNING gebaut.
Mit der IRENE SCHÖNING hatte es insofern eine besondere Bewandtnis, als sie das letzte in Deutschland ohne Motor gebaute Frachtschiff war. Der Schoner fuhr in seinem ersten Jahr nur unter Segeln; ein Hilfsmotor wurde erst nach einem Jahr eingebaut.
Bild 1 zeigt die IRENE SCHÖNING am Kattenstieg. Ein Modell des Schiffes befindet sich im Burger Museum
Hinter der IRENE SCHÖNING liegt die in Delfzijl, Niederlande, gebaute MARTHA SCHÖNING (Eigner: Karl Schöning).
Hölzerne Schiffe für die Berufsschifffahrt wurden zu dieser Zeit nicht mehr hergestellt; sie wurden von Stahlschiffen, vor allem aus Holland, verdrängt. Lediglich Anfang der 30er Jahre wurde auf der Werft Schöning noch ein kleines Ausflugsschiff aus Stahl gefertigt; danach wurde die Werft aufgegeben. In der Folge waren die Schöning´s nur noch als Schiffseigner und Kapitäne tätig. Der Itzehoer Kapitän, Lotse und Autor Herbert Karting hat der Schiffer- und Schiffbauerfamilie Schöning mit seinem Buch "Segel von der Eider" ein Denkmal gesetzt.
Bild 2 zeigt den stark frequentierten Liegeplatz am Kattenstieg während der außergewöhnlichen Frostperiode im Januar/Februar 1922. Aus der Abbildung läßt sich erahnen, welche Bedeutung Burg als Schifferort hatte; um 1900 waren allein in Burg 64 Frachtsegler beheimatet gewesen.
Bild 3 zeigt um 1914 ein Schiff auf dem Slip der Werft Schöning am Kattenstieg. Bei dem Schiff handelt es sich um die 1912 gebaute stählerne Galeasse MELPOMENE des Schiffers H.F. Meyburg aus Burg/Dithmarschen. Wahrscheinlich liegt der Segler zur Reparatur oder für einen neuen
Bodenanstrich bei Schöning auf Slip, denn er war zum Zeitpunkt der Aufnahme ja noch nicht alt.
Anzumerken ist noch, daß sich in der St. Petri Kirche in Burg das vom Schiffbaumeister Detlef Schöning im Jahre 1922 gestiftete Votivschiff "Detlef und Marie" befindet, welches so heute noch an vergangene Schifffahrts- und Schiffbautraditionen in Burg erinnert.

Bildrechte:
Bild 1: Privatfoto Familie Schöning
Bild 2: Repro aus einem Leporello (Bilderserie) von Foto-Lorenz, Burg
Bild 3: nicht bekannt
Die Abbildungen wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Herrn Rudolf Böckmann; Burg in Dithmarschen
Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung von Herrn Hans-Peter Lausen, Burg in Dithmarschen

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HEINRICH - ein vorwiegend Steine transportierender Ewer

Ewer HEINRICH - eingesetzt für den Transport von Schüttsteinen für den Wasserbau.
Der Brunsbütteler Schiffer und Eigner Otto Schlichting hatte die HEINRICH um 1950 an der Lühe von ihrem Voreigner erworben. Er setzte sein bei der Wilsteraner Schiffergilde Die Eintracht versichertes Schiff hauptsächlich als Steinewer für die Beförderung von Schüttsteinen und Schotter für den Bau und die Unterhaltung von Uferbefestigungen an der Elbe und am Nord- Ostsee Kanal ein. Weitere Angaben zu dem Schiff sind gegenwärtig nicht bekannt.
Entsprechend der seinerzeitigen vielfach in der Binnenschifferei so betriebenen Handhabung war die Ehefrau Martha des Eigners als "Decksfrau" tatkräftig an Bord tätig.
Die Abbildungen zeigen den Steinewer HEINRICH
a) beim Löschen von Wasserbausteinen im Nord- Ostsee Kanal
b) am Quai vor dem Stückgutschuppen in Brunsbüttel Hafen
Vor dem Erwerb der HEINRICH hatte das Ehepaar Schlichting den kleinen Ewer MARTHA besessen, mit welchem sie gleichfalls auf der gesamten Unterelbe und im NOK in Fahrt waren.

Bildrechte: Familie Schlichting, Brunsbüttel
Anmerkung: Die Fotos wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Klaus Schlichting, Brunsbüttel.

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1910 - Schülerinnen der Wilsteraner Mädchenschule

1910 Schülerinnen der Wilsteraner Mädchenschule
Offenbar verschiedene Jahrgänge der damaligen Mädchenschule Wilster haben sich mit ihrem Lehrer Fries zum Gruppenfoto aufgestellt.
Bei alten Fotografien finden sich selten Benennungen der abgebildeten Personen; im vorliegenden Fall aber hat die im Jahre 1900 geborene Anna Heutmann - sie ist in der zweiten Reihe von oben die Zweite von links - die meisten Namen ihrer Mitschülerinnen notiert (Bild 2).
Um den an Familienforschung interessierten Personen ein Aufsuchen zu ermöglichen, ist hier eine Transkription der Notizen vorgenommen worden:
Von den Personen auf dem Foto sind benannt jeweils von oben und von links nach rechts
1. Reihe: 1 Martha Stude, 2 NN, 3 Mathilde Appel, 4 Ella Heesch, 5 Erna Martens, 6 Anna Springer, 7 Else Lau, 8 NN, 9 Katharine Jakobs
2. Reihe: 1 Erna Klausen, 2 Anne Heutmann, 3 NN, 4 Emma Thiessen, 5 Mathilde Mendralla, 6 Erna Schwardt, 7 Anne Söhrens, 8 NN, 9 NN, 10 Anne Büsen
3. Reihe: 1 Agnes Schröder, 2 NN, Elsa Rau, 4 Erna Garms, 5 Anne von Osten, 6 Bertha Reumann, 7 NN, 8 Grete Sievers, 9 NN, 10 Bertha Ahrens, 11 Olga Kock
4. Reihe: 1 Helene Helbig, 2 NN, 3 NN, 4 Marie Siebke, 5 Frieda Ohrt, 6 Käthe Schulenburg, 7 Erna Schlotfeld, 8 NN Gehrts, 9 Minna Buttgereit, 10 Therese Betnarzik, 11 NN Kelting
5. Reihe: 1 Hilda Klausen, 2 Frieda Reimers, 3 Magda Schwardt, 4 Frieda Kröger, 5 Alwine Lahann, 6 Anna Hölk, 7 Grete Sievers, 8 Else Horn, 9 Ella Kock
6. Reihe: 1 Ella Thiel, 2 NN, 3 Mariechen Voss, 4 Erna Harder, 5 NN, 6 Alma Nickels, 7 Martha Engel, 8 Gesa Frauen, 9 Albertine Tobias
Lehrer Fries

Bildrechte: nicht bekannt
das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Gerd Heutmann, Nutteln

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Itzehoe - Segeljacht FIDJE beim Stör-Schwimmen und der Paddlerregatta 1931

1931 Segeljacht FIDJE beim Stör-Schwimmen und der Paddlerregatta 1931
Am 16.08.1931 wurde in Itzehoe auf der Stör bei der Delftor-Brücke unter sehr großer Beteiligung und vor einer riesigen Anzahl Zuschauer eine Paddler Regatta und das Stör-Schwimmen durchgeführt.
Besucher der Veranstaltung war auch die kurz zuvor erbaute kleine Segeljacht FIDJE (im Foto links) aus Wilster. Die als Slup getakelte FIDJE war 6,15 m lang und 1,93 m breit.
Das kleine Segelboot war in den Jahren 1930/31 von dem jungen Tischlergesellen Heinrich von Holdt erbaut worden. Dabei halfen ihm die Erfahrungen, die er während seiner zünftigen Wanderschaft insbesondere beim Bau von Flugzeugen in Böblingen bei Stuttgart gewonnen hatte. Es war nach einem Zeitraum von fast zwei Jahrzehnten der erste Schiffsbau in Wilster.
Die erste Reise der FIDJE führte zu der Veranstaltung in Itzehoe. Eine riesige Anzahl an Zuschauern bestaunte die Segelboote und die am Ufer wartenden Schwimmer (sh. Detail Bild 2).

Bildrechte: Verlag Hans Elias, Itzehoe


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FIDJE ein 20qm Jollenkreuzer d erbaut 1930/31

FIDJE ein 20qm Jollenkreuzer - erbaut 1930/31
In den Jahren 1930/31 erbaute der junge Tischlergeselle Heinrich von Holdt in Wilster sein erstes Segelboot. Dabei halfen ihn die Erfahrungen, die er während seiner zünftigen Wanderschaft insbesondere beim Bau von Flugzeugen in Böblingen bei Stuttgart gewonnen hatte.
Es war nach einem Zeitraum von fast zwei Jahrzehnten der erste Schiffsbau in Wilster.
Die Jacht sollte den Namen FIDJE erhalten nach dem Kosenamen seiner Schwester Frida.
Der Klassenschein für die Segeljacht wurde unter dem 22.08.1931 ausgestellt; zu der Zeit waren die Wilsteraner Segler noch Mitglieder im Seglerverein Glückstadt, denn ein eigener Verein wurde erst ein halbes Jahr später gegründet.
Die als Slup getakelte FIDJE war 6,15 m lang und 1,93 m breit.
Während Bild 1 die FIDJE bei einem ihrer ersten längeren Törns auf der Elbe zeigt, schippert sie auf Bild 2 gemächlich auf der Wilsterau. Bei den Mitseglerinnen handelt es sich um die Schwester und Namenspatin Frieda (links) des Eigners, eine gemeinsame Freundin (mittig) und die Verlobte und spätere Ehefrau Annemarie Kuhrt (rechts).
Die Damen an Bord waren nicht nur "Hilfsmatrosen", sondern auch für die Zubereitung der Mahlzeiten und für den Abwasch (Bild 3) zuständig, sowie auch für das Deckschrubben (Bild 4)

Bildrechte: Privatfotos Familie von Holdt, Wilster

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FIDJE ein 20qm Jollenkreuzer a erbaut 1930/31

In den Jahren 1930/31 erbaute der junge Tischlergeselle Heinrich von Holdt sein erstes Segelboot. Dabei halfen ihn die Erfahrungen, die er während seiner zünftigen Wanderschaft insbesondere beim Bau von Flugzeugen in Böblingen bei Stuttgart gewonnen hatte. Es war nach einem Zeitraum von fast zwei Jahrzehnten der erste Schiffsbau in Wilster.
Die Jacht sollte den Namen FIDJE erhalten nach dem Kosenamen seiner Schwester Frida.
Beim Bau wurde er von Freunden unterstützt, so auch von seinem Segler Kameraden Oswald Bruhn (im Vordergrund Bild 2).
Der Klassenschein für die Segeljacht wurde unter dem 22.08.1931 ausgestellt (Bild 4); zu der Zeit waren die Wilsteraner Segler noch Mitglieder im Seglerverein Glückstadt, denn ein eigener Verein wurde erst ein halbes Jahr später gegründet.
Die als Slup getakelte FIDJE war 6,15 m lang und 1,93 m breit.

Bildrechte: Frida von Holdt

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1958 - Schifffahrt auf Wilsterau, Holstenau und Burger Au - Hafen am Kattenstieg

Schifffahrt auf Wilsterau, Holstenau und Burger Au
Der Burger Hafen am Kattenstieg 1932 bis Ende der 1950er Jahre.
Bis in die 1930er Jahre hatte für die auf der Wilsterau verkehrenden Schiffer die Möglichkeit bestanden, über eine Schleuse von der Holstenau/Wilsterau direkt in den Kaiser-Wilhelm-Kanal (heute: Nord-Ostsee Kanal bzw. Kiel Kanal bzw. NOK) und von dort über eine weitere Schleuse in die Burger Au zu gelangen.
In der Burger Au war vor der Schleuse eine Gewässeraufweitung, der Kattenstieg, angelegt worden. Sie diente den Schiffern als Liegeplatz.
Mit dem 01. April 1933 wurde der Betrieb der Schleuse zur Burger Au eingestellt; die Schleuse zur Holstenau/Wilsterau war bereits zuvor einer Kanalverbreiterung zum Opfer gefallen und wegen der bedeutungslos gewordenen Schifffahrt auf diesem Teil der Gewässer nicht wieder errichtet worden.
1971 wurde die offene Verbindung zum Kattenstieg gänzlich vom Kanal abgetrennt.

Fotos und nachfolgende Informationen stammen aus dem Buch "Segel von der Eider" über die dortige Schöning Werft (1995 erschienen im Verlag H.M. Hauschildt, Bremen) von Kapitän Herbert Karting, Itzehoe, welcher freundlicherweise der Wiedergabe zugestimmt hat.
Bild 1: Links hinten liegt die die ehemalige Segelschute "GERD SCHÖNING" von Theodor Schöning;
in der Mitte die Tjalk "SEESTERN" von Johannes Wilstermann;
rechts die "BERTHA" von Günther Schöning.
Bild 2: Theodor Schönings Tjalk "GÜNTHER" liegt hier am Kanalhafen in Rendsburg (im Hintergrund ist die Hochbrücke Rendsburg zu sehen). Auf dem Steven sitzt der Sohn und Namensgeber Günther Schöning
Bild 3: Hier liegt um 1932 fast die gesamte damalige Schöning´sche Flotte an den Pfählen:
vorn links die stählerne Tjalk "GÜNTHER" (gebaut 1903 in Waterhuizen, 57 BRT) und der hölzerne Ewer "MARGARETHA" (1897 Burg, 34 BRT) von Theodor Schöning,
dahinter links die Aak "MARIE" (1924 Groningen, 108 BRT) von Wilhelm Schöning; daneben der hölzerne Schoner "IRENE SCHÖNING" (1924 Burg, 101 BRT) von Detlef Schöning jun.
Die "MARTHA SCHÖNING" bzw. "MARIANNE" von Carl Wilhelm Schöning wurde zu dieser Zeit gerade auf der eigenen Werft umgebaut.

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1924 - Klasse VII der Volksschule Wilster mit Klassenlehrerin Helene Hansen

1924 Klasse VII der Volksschule Wilster mit ihrer Klassenlehrerin Helene Hansen.
Von den Schülerinnen sind folgende Namen bekannt:
Maria Peters, Elli Eckard, Liselotte Kragge, Käthe Wegner, Lilia NN, Helga Wilde, Gunda Selmering, Hanna NN, Gretchen Bahr, Liselotte Glöy, Ilse Kellermann,
Lieschen Heeckt, Anne Moltzau, Marianne Groth, Käthe Kröger, Else Gitzel, Alma Halmschlag, Martha Strate.
Es handelt sich um die VII. Klasse, was nach heutiger Zählweise der II. Klasse entspricht.
Schülerinnen und Lehrerin haben sich für das Foto vor dem 1898 im Landrecht errichteten Gebäude der Mädchenschule gruppiert. Mädchenschule und Knabenschule, deren Schulgebäude 1913 in unmittelbarer Nachbarschaft errichtet wurde, sind später zur Volksschule Wilster zusammengelegt worden.
Seinerzeit waren die vier untersten Jahrgänge der Volksschule zugleich gemeinsame Grundschule für alle drei Schulformen im damaligen Schulsystem - Volksschule - Mittelschule - Gymnasium.
Wer von den Schülern nach Absolvierung der vierten Klasse nicht an eine weiterführende Schule wechselte, erhielt nach 8 Jahren den Volksschulabschluß.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Frau Ursula Mäding, Oberhausen

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1913 - Bauernhaus in Brokdorf Osterende

1913 Bauernhaus in Brokdorf Osterende.
Es handelt sich bei dem heute nicht mehr bestehenden Bauernhaus um Hof 60 (gem. Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild").
Der Hof stand in Brokdorf, Ortsteil Osterende, und befand sich im Eigentum des ihn auch bewirtschaftenden Bauern Hans-Martin Mehlert (*1874, + 1937). Dieser hatte den Hof 1906 vom Vorbesitzer Bernhard Breide erworben.
Auf dem alten Foto steht der Hofbesitzer ganz links. Die Mädchen sind seine Töchter Margaretha (* 1903), Christine (* 1904) und Erna (* 1906) sowie der Sohn Heinrich (* 1910). Ganz rechts steht die Ehefrau (oo 1902) Martha Albertine geb. Rohwedder (* 1874), +1969), Mutter der gemeinsamen Kinder.
Der jüngere Mann ist wahrscheinlich der auf dem Hof beschäftigte Wilhelm Halmschlag, der dort von März 1913 bis Februar 1914 arbeitete und danach seinen Militärdienst antreten mußte; er ist leider 1917 im I. WK gefallen. Bei der jungen Frau handelt es sich wahrscheinlich um ein gleichfalls auf dem Hof beschäftigtes Dienstmädchen.
Das stattliche Bauernhaus besteht nicht mehr; auf dem Gelände wurde das Kernkraftwerk Brokdorf errichtet.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Frau Ursula Mäding, Oberhausen

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1925 - Gehöft Möller in Brokreihe Ecklak

1925 Gehöft Möller in Ecklak 1925 Gehöft Möller in Brokreihe Ecklak
Das Foto zeigt vermutlich den Eigentümer Wilhelm Möller mit seiner Ehefrau Martha, geb. Höyer, und den Töchtern Alma und Olga vor dem Gehöft (449a gem. dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild".

Bildrechte: nicht bekannt

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Neu! HANS von WILSTER - Museumsschiff und technisches Kulturdenkmal

HANS von WILSTER - Museumsschiff und technisches Kulturdenkmal

Der Giekewer HANS wurde 1899 auf der Werft von Johann Heinrich Fack in Itzehoe für einen wilsteraner Schiffer gebaut.
Das kleine in Wilster beheimatete Frachtschiff erfüllte mit einer Gesamtlänge von 23,50 m bei einer Rumpflänge von 16,66 m, einer Breite von 4,04 m und einem Tiefgang von 0,80 m das sogenannte "Lägerdorfer Maß". Dieses durfte nicht überschritten werden, um die Schleusen des Breitenburger Kanals passieren zu können. Frachtfahrt für die Lägerdorfer Portland-Zementfabrik war seinerzeit für die Schiffer ein verläßlicher Erwerbszweig.
Bis 1906 war HANS in Wilster beheimatet.
Danach hatte das kleine Frachtschiff eine sehr wechselvolle Geschichte. So wurde es im Hamburger Hafen in der Speicherstadt für den Transport von Kaffee, Tee und Gewürzen eingesetzt. In den 1970er Jahren war HANS als Halligversorger von Schlüttsiel aus u.a. nach Hooge und Langeness eingesetzt. Für die Fahrt im Wattenmeer war das Plattbodenschiff bestens geeignet. Der einen stählernen Rumpf aufweisende Ewer hat einen hölzernen Boden. Er ist das letzte heute noch erhaltenen Schiffe dieser Bauart.
Ab den 1980er Jahren war es im Museumshafen Flensburg restauriert und weitgehend in seinen ursprünglichen Zustand zurückversetzt worden. Von einem gemeinnützigen Verein wurde der 120 m² Segelfläche führende und mit einer 100 PS leistenden Maschine ausgerüstete Kutter als HANS von WILSTER für Jugendfahrten eingesetzt.
Seit 2010 liegt der historische Giekewer HANS von WILSTER im Museumshafen Carolinensiel.

Bildrechte:
Bild 1: nicht benannt
(Quelle: 1913 gelaufene Ansichtskarte; diese befindet sich in der Sammlung Reiner Rehberg, Oldendorf)
Bilder 2 - 3, 8: nicht bekannt
Bild 4: Friedemann Ohms, Itzehoe
Bilder 6 -7: Volker Gries




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1906 - Achtkant-Schöpfmühle

1906 Achtkant-Schöpfmühle.
Neben der Vielzahl der früher in der Wilstermarsch zu hunderten vorhandenen und als Schöpfmühlen verwendeten Kokermühlen wurden auch einige Holländerwindmühlen für diesen Zweck eingesetzt. Der auch Kappenwindmühle genannte Typ war bereits um 1500 in den Niederlanden entwickelt worden. Es handelt sich zumeist um eine hölzerne achteckige Konstruktion auf einem niedrigen festen Unterbau. Die Mühle war sehr leistungsfähig, da die Flügel im Vergleich zur Kokermühle größer waren und zudem die Drehebene höher lag.
Die obere bewegliche Kappe mit den Flügeln konnte mittels des Steert in den Wind gedreht werden. Über die Flügelwelle und die senkrechte Königswelle wurde die gewonnene Energie zum Unterbau des Gebäudes geleitet, wo bei den Schöpfmühlen über Getrieberäder eine Übertragung auf die Archimedische Schnecke erfolgte.
Aus diesem Mühlentyp entstanden die noch höheren Galerie-Holländer, die durchweg als Getreidemühlen eingesetzt wurden – so wie die heute noch bestehende schöne Rumflether Mühle AURORA
Im Gegensatz dazu wurden die Mühlen des abgebildeten Typs auch als Erdholländer bezeichnet. Da im Gegensatz zu den Koker-Mühlen (z.B. Schöpfmühle Honigfleth) die Baukosten für die Holländer-Mühlen recht hoch waren, bestanden in der Wilstermarsch nur wenige derartige Mühlen.
In der Wilstermarsch befanden sich zu Schöpfzwecken eingesetzte Achtkantmühlen u.a. in Neufeld (Bild 2) und in Averfleth (Bild 3).
Der Standort der vorgestellten Schöpfmühle (Bild 1) ist nicht in der Wilstermarsch(*); die Mühle ähnelt sehr dem mit Bild 3 vorgestellten Typ.

(*) Anmerkung zu Bild 1: Es handelt sich um eine Mühle mit Standort in Binnenwegsepolder in der niederländischen Gemeinde Bleiswijk (nördlich von Rotterdam)
Weitere Informationen sind auf der sehr informativen Seite molendatabase abrufbar. Dort in das Suchfeld den Begriff "Binnenwegsepolder" eingeben und dann in den Ergenissen unter Nr. 9 schauen. Dort finden sich eine nicht kolorierte Fassung der Ansichtskarte sowie technische Details zu der Mühle.
Freundlicher Hinweis durch Paul van den Berg, Niederlande

Bildrechte:
Bild 1: nicht bekannt

Bild 2: Ludwig Behning, Wilster
Bild 3: Friedrich Schlüter, Wilster

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1933 - Achtkant-Schöpfmühle und Koker-Schöpfmühlen in Dwerfeld

1933 Achtkant-Schöpfmühle und Koker-Schöpfmühlen in Dwerfeld.
Bild 1: Die große Schöpfmühle entwässerte die Ländereien der Höfe Rademann und Stahl.
Neben der Vielzahl der früher in der Wilstermarsch zu hunderten vorhandenen und als Schöpfmühlen verwendeten Kokermühlen wurden auch einige Holländerwindmühlen für diesen Zweck eingesetzt. Der auch Kappenwindmühle genannte Typ war bereits um 1500 in den Niederlanden entwickelt worden. Es handelt sich zumeist um eine hölzerne achteckige Konstruktion auf einem niedrigen festen Unterbau. Die Mühle war sehr leistungsfähig, da die Flügel im Vergleich zur Kokermühle größer waren und zudem die Drehebene höher lag.
Die obere bewegliche Kappe mit den Flügeln konnte mittels des Steert in den Wind gedreht werden. Über die Flügelwelle und die senkrechte Königswelle wurde die gewonnene Energie zum Unterbau des Gebäudes geleitet, wo bei den Schöpfmühlen über Getrieberäder eine Übertragung auf die Archimedische Schnecke erfolgte.
Derartige Mühlen reichten aus, um eine etwa 40 Hektar große Fläche zu entwässern.
Aus diesem Mühlentyp entstanden die noch höheren Galerie-Holländer, die durchweg als Getreidemühlen eingesetzt wurden – so wie die heute noch bestehende schöne Rumflether Mühle AURORA
Bild 2: Das Foto zeigt neben Koker-Schöpfmühlen und Windrädern auch die Achtkant-Schöpfmühle an der Dwerfelder Wettern.
Bei der Kokermühle im Vordergrund ist sehr gut der Trog zu erkennen, in welchem die Archimedische Schnecke untergebracht ist, mit deren Hilfe das Wasser von den tiefer liegenden Entwässerungs- und Zulaufgräben in die höher gelegene verwallte Wettern gefördert wurde.

Bildrechte: nicht bekannt

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1925 - Beidenfleth, Fähre über die Stör, Beidenflether Fährhaus

1925 Beidenfleth, Fähre über die Stör und Gaststätte "Fährhaus Beidenfleth".
Das Fährhaus Beidenfleth wie auch die Beidenflether Fähre wurde zur Zeit der Aufnahme von Adolf Ralfs betrieben.
Die Beidenflether Fähre – eine Grundseilfähre – ist heute als einzige der vor hundert Jahren unterhalb von Itzehoe an der Stör vorhanden gewesenen Fähren (Wagen- und Kahnfähren) noch in Betrieb.
Bis 1936 wurde der Fährprahm durch Menschenkraft über die Stör gezogen; danach wurde ein Motor eingesetzt.
Offenbar wurde auch lediglich ein Kahn eingesetzt, wenn nur Personen und keine Fahrzeuge oder Personen mit Vieh den Fluß überqueren wollten. Nachdem in den letzten Jahrzehnten der Betrieb der zudem erneuerungsbedürftigen Fähre immer unrentabler wurde und ihre Stilllegung drohte, wurde durch die Initiative eines Fördervereins Fähre Beidenfleth ein neuer Fährprahm „Else“ beschafft, mit welchem im Jahre 2007 der Fährbetrieb wieder aufgenommen wurde.

Bildrechte: Martens, Krempe

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Neu! 1916 Getreideernte in der Wilstermarsch - Kriegsgefangene beim Dreschen.

1916 Getreideernte in der Wilstermarsch - Kriegsgefangene beim Dreschen.
Kriegsgefangene im Ersten Weltkrieg wurden auch im Kreis Steinburg in unterschiedlichen Bereichen zur Arbeit herangezogen.
Bekannt ist, dass viele russische Gefangene beim Bau der Hochbrücke Hochdonn eingesetzt wurden. Viele Russen wurden auch in der Landwirtschaft und dort vornehmlich bei der Ernte eingesetzt.
Die Abbildung zeigt eine größere Gruppe bei der Getreideernte - offenbar beim Dreschen.
Bei den mit Nummern auf der Uniformjacke gekennzeichneten Menschen handelt es sich vermutlich um in Kriegsgefangenschaft geratene russische Soldaten; sie wurden offenbar von dem mittig im Vordergrund sitzenden und mit einem Gewehr bewaffneten Landsturmmann bewacht.
Dennoch vermittelt das Foto ein friedliches Bild, denn mehrere Jugendliche und die Familie des Bauern haben sich dem Gruppenbild zugesellt; ein kleines Kind hält sogar die Hände von zwei Gefangenen.
Leider konnte nicht ermittelt werden, um welches Gehöft es sich handelt.
Auch konnten die Standorte von Kriegsgefangenenlagern im Kreis Steinburg nicht recherchiert werden. Aus dem Umstand, dass es aus der Zeit des Ersten Weltkrieg in Hohenlockstedt 12 Grabstellen gefangener Russen gibt, in Itzehoe 16, in Kellinghusen 8 sowie 13 in Wacken (damals noch nicht zum Kreis Steinburg gehörig), läßt sich jedoch schlussfolgern, dass es an diesen Orten Kriegsgefangenenlager gab.

Bildrechte. nicht bekannt (sogen. Private Ansichtskarte)

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1959 - gebaut in Wewelsfleth - LAMARA ex FAIR LADY ex SØNDERBORG

1959 gebaut in Wewelsfleth - LAMARA ex FAIR LADY ex SØNDERBORG
Das Schiff wurde 1959 in Wewelsfleth auf der Werft von Hugo Peters unter der Baunummer 500 für die Reederei Ernst Zenner in Kiel erbaut.
Der Stapellauf des Neubaues erfolgte am 14. Juli 1959, wobei er den Namen SØNDERBORG erhielt und in der Folge für sogenannte Butterfahrten von Flensburg nach Sønderborg in Dänemark eingesetzt wurde.
Bild 1 zeigt das Schiff in seinem ursprünglichen Zustand ohne seine später gebaute Brücke.
1961 wurde das Schiff nach Enkhuizen in die Niederlande verkauft, von wo es unter dem Namen FAIR LADY auf dem Ijsselmeer fuhr.
Im Jahr 1974 wurde das Schiff erworben von der Reederei Schäfer in Laboe, welche es umbauen und neu ausrüsten ließ. Unter dem Namen LAMARA fuhr das Schiff auf der Kieler Förde, um dann 1990 nach Rügen verkauft zu werden, wo es im Greifswalder Bodden eingesetzt wurde.
2003 wurde das Schiff von Kapitän Heinrich Olbert erworben, der es vom Ostseebad Baabe auf Rügen aus bis 2016 für Schiffstouren durch das Biosphärenreservat Südost-Rügen einsetzte.

Quelle MS LAMARA

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1928 - Wilstermarsch Schöpf-Mühlen - Kokermühlen und eine Achtkantmühle in Dwerfeld

1928 Dwerfeld - Wilstermarsch Schöpfmühlen - Kokermühlen und eine Achtkantmühle an der Dwerfelder Wettern in Rehweg.
Drei Kokermühlen und eine Achtkantmühle an der Dwerfelder Wettern.
Am Horizont ist die Silhouette der Stadt Wilster zu erkennen mit der Kirche und den Schornsteinen der Lederwerke.
Bei dem Gehöft rechts handelt es sich um den Hof 544 (gem. dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild"), welcher seinerzeit von Rudolf Beimgraben betrieben wurde.
Eine der seinerzeit an der Dwerfelder Wettern stehenden Koker-Schöpfmühlen kann heute in Honigfleth bewundert werden - sie ist im Bundesland Schleswig-Holstein die letzte ihrer Art.
Neben der Vielzahl der früher in der Wilstermarsch zu hunderten vorhandenen und als Schöpfmühlen verwendeten Kokermühlen wurden auch einige der leistungsfähigeren Holländerwindmühlen für diesen Zweck eingesetzt. Der auch Kappenwindmühle genannte Typ war bereits um 1500 in den Niederlanden entwickelt worden. Es handelt sich zumeist um eine hölzerne achteckige Konstruktion auf einem niedrigen festen Unterbau; diese Mühlen wurden Achtkant-Mühlen genannt. Diese Holländermühle war sehr leistungsfähig, da die Flügel im Vergleich zur Kokermühle größer waren und zudem die Drehebene höher lag.
Die obere bewegliche Kappe mit den Flügeln konnte mittels des Steert in den Wind gedreht werden. Über die Flügelwelle und die senkrechte Königswelle wurde die gewonnene Energie zum Unterbau des Gebäudes geleitet, wo bei den Schöpfmühlen über Getrieberäder eine Übertragung auf die Archimedische Schnecke erfolgte. Derartige Mühlen reichten aus, um eine etwa 40 Hektar große Fläche zu entwässern, während die Kokermühlen eine Fläche von nur 5 bis 10 Hektar abmahlten.
Alle Schöpfmühlen schöpften das Wasser mittels einer sich in einem Trog drehenden Archimedischen Schnecke aus den tiefer liegenden Entwässerungs- und Zulaufgräben in die höher gelegenen verwallten Wettern. Die Wettern führten das Wasser mittels Deichsiele in die Flüsse (Wilsterau, Stör, Elbe), wobei bis zur Installierung leistungsfähiger Mündungs-Schöpfwerke das sogenannte Räumen des Wassers aus der Wettern erst bei Niedrigwasserständen in den Flüssen mit natürlichem Gefälle gelingen konnte.
Ab den 1950er Jahren hatten elektrisch betriebene und von den Sielverbänden errichtete leistungsfähige Schöpfwerke die letzten in der Wilstermarsch noch bestehenden Schöpfmühlen abgelöst. Zudem waren an den Mündungen der Wettern leistungsfähige Mündungsschöpfwerke errichtet worden, so auch an der Ausmündung der Kampritter Wettern in die Stör am Kampritt.
Zuvor hatten bereits in den ersten Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts die Windräder der Firmen Apel & Sachau, Wilster, und Köster, Heide, viele der zuvor das Landschaftsbild der Wilstermarsch prägenden Schöpfmühlen verdrängt.
Die Dwerfelder Wettern ist der obere Abschnitt der Kampritter Wettern, welche beim Kampritt in die Stör entwässert. Der Ausbau - Vergrößerung des Querschnitts - der Dwerfelder Wettern führte 1959/60 dazu, dass die alten Mühlenstandorte beseitigt wurden. Zu den zu beseitigenden Schöpfmühlen gehörte auch eine zum Hof Schütt gehörende und in der Mitte des vorletzten Jahrhunderts gebaute Kokermühle. Diese Schöpfmühle kann heute in Honigfleth bewundert werden - sie ist in Schleswig-Holstein die letzte ihrer Art.
Diese letzte Koker-Schöpfmühle der Wilstermarsch wurde 1960 von ihrem ursprünglichen Standort an der Dwerfelder Wettern nach Honigfleth versetzt, um sie als Bau- und Kulturdenkmal zu erhalten. Der Begründer dieser Heimat-Seite hatte die Freude, als damaliger Maurer-Lehrling mit seiner ersten Arbeit an dem Wiederaufbau der Mühle in Honigfleth mitwirken zu dürfen.
Ein Förderverein hat es sich zur Aufgabe gemacht diese Schöpfmühle für die Zukunft zu erhalten.

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Wilster

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1899 - Ponton-Drehbrücke Holtenau über den Kaiser-Wilhelm Kanal

1899 Ponton-Drehbrücke Holtenau über den Kaiser-Wilhelm Kanal (Nord- Ostsee Kanal)
Die Schwimm-Brücke ermöglichte die Querung des Kanals im Zuge der Landstraße von Kiel nach Friedrichsort.
Durch den Bau des Kanals in den Jahren von 1887 bis 1895 sind bestehende Verkehrswege durchschnitten worden, deren Verbindungen mittels Fähren und Brücken – letztere vorzugsweise für die Eisenbahn – wieder hergestellt werden mußten.
Während bei Grünthal und bei Levensau Hochbrücken errichtet wurden, entstanden an anderen Orten Drehbrücken. Eine solche wurde im Bereich der Wilstermarsch im Verlauf der damaligen Strecke der Marschbahn bei Taterpfahl errichtet.
Bei Rendsburg entstanden sogar drei Drehbrücken, nämlich eine Straßendrehbrücke sowie zwei Drehbrücken für die Eisenbahn, nämlich für jede Fahrtrichtung eine.
Eine Besonderheit war die schwimmende zweiarmige Ponton-Drehbrücke als Übergang über den Kanal in Holtenau. Die Pontons konnten jeweils bei Bedarf hydraulisch bewegt werden. Dennoch war die "Brücke" sehr hinderlich für die Schifffahrt, weshalb sie bereits 1907 abgebaut und stattdessen eine Hochbrücke weiter südlich errichtet wurde. Im Bereich der alten Übergangsstelle wurde für den Fußgängerverkehr eine heute noch vorhandene Personenfähre eingesetzt.
Die erste Karte zeigt die Passage eines kleinen Schleppzuges durch die Schifffahrtsöffnung, welche durch das Verschwenken nur eines Armes der Pontonbrücke geöffnet ist.
Die zweite Karte zeigt die Passage eines größeren Schleppverbandes durch die völlig geöffnete Brücke. Anzumerken ist noch, dass seinerzeit die kleinen Frachtewer keinen Motorantrieb besaßen und nur selbständig unter Segeln fuhren, weshalb sie von kleinen Schleppern im Schleppzug durch den Kanal gezogen wurden.

Bildrechte:
Karte 1: Reinicke & Rubin, Magdeburg

Karte 2: Verlag Gebr. Lempe, Kiel
Reg. mein-wilster: 1473.2 AK

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1 - Kokermühle - Schöpfmühle Honigfleth ist keine Bockmühle

Schöpfmühle Honigfleth - eine Kokermühle
Noch nach der vorletzten Jahrhundertwende bestimmten Hunderte von Schöpfmühlen das Landschaftsbild der Wilstermarsch.
Im Jahre 1866 hatte es in der Wilstermarsch 284 Schöpfmühlen gegeben, wovon im Jahre 1921 immer noch 107 vorhanden waren. Diese vom Wind angetriebenen und heute in der Wilstermarsch häufig fälschlich "Bockmühlen" genannten Schöpfmühlen schöpften mittels einer archimedischen Schnecke das Wasser aus den Entwässerungsgräben in die höher gelegenen Wettern. Sie hielten die unter dem Meeresspiegel liegende Marsch trocken.
Die seit 1960 bei Honigfleth als Baudenkmal aufgestellte und als Wahrzeichen der Wilstermarsch dienende „Bockmühle Honigfleth“ ist keine Bockmühle, sondern entsprechend ihrer Bauart eine Köcherwindmühle bzw. Kokerwindmühle, auch kurz Kokermühle genannt; vielfach wurde diese Mühlenart auch Wippmühle genannt.
Bockmühlen (Bild 3 zeigt eine derartige Mühle im Freilichtmuseum Rammsee) können durch ihre Bauart bedingt nicht als Schöpfmühlen eingesetzt werden; derartige Mühlen dienten in früherer Zeit vorwiegend als Getreidemühlen. Mühlen dieser Bauart wurden durch modernere Holländermühlen ersetzt. In der Wilstermarsch gab es z.B. an dem Standort Landscheide / Neumühlen in der Gemeinde Beidenfleth seit dem 16. Jahrhundert eine Bockmühle; sie wurde bereits in den Jahren 1831/32 durch eine Holländer Mühle ersetzt.

Bildrechte
Kokermühle: Stramm Verlag, St. Michaelisdonn
und 1669.1 AK
Bockmühle: Joachim Eicke-Verlag, Hamburg
Reg. mein-wilster: 1669.2 AK

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MELPOMENE – CHRISTINA – EULE von TOLLERORT – MELPOMENE von STÖCKTE

MELPOMENE – CHRISTINA – EULE von TOLLERORT – MELPOMENE von STÖCKTE
Der letzte Fracht-Ewer auf der Wilsterau
Der eiserne Besan-Ewer MELPOMENE wurde 1895 auf der Werft von Ernst Niemand in Boizenburg (Elbe) für Rechnung des Lägerdorfer Schiffers Claus Lemburg erbaut. Mit den Abmessungen 17,93 x 4,12 x 1,31 war der 25 BRT große Ewer für die Fahrt auf dem Münsterdorfer Kanal und die dortigen Schleusen konzipiert. So wurde der auch als Seeschiff geeignete Ewer in der Folge überwiegend für den Transport von Zement aus Lägerdorf genutzt. Im Jahr 1909 erwarb der Sohn Johannes Lemburg die MELPOMENE von seinem Vater.
1926 erhielt das als reiner Segler betriebene Schiff den Heimathafen Wilster, als der Wilsteraner Schiffer Johannes Wicht es erwarb. Dieser ließ 1929 einen 12 PS starken Glühkopfmotor als Hilfsmotor einbauen, der Besan wurde abgeriggt. Bei einem Unglücksfall in Lägerdorf fand der neue Eigner den Tod, wonach dann die Witwe Maria geb. Bösch gemeinsam mit ihrem bereits zuvor den Ruhestand angetretenen Vater, Schiffer Hinrich Bösch, den Ewer weiter betrieb. Mit ihrem zweiten Ehemann, den Wilster Schiffer Emil Hasch, fuhr sie die MELPOMENE bis zum Beginn des II. Weltkrieges. Im Oktober 1938 kam es zu einer folgenschweren Havarie, als die MELPOMENE vor der Mündung der Stör während eines Sturmes auf ein Stack lief, vollschlug und sank. Der kleine Frachter konnte jedoch durch einen bewundernswerten Einsatz der Feuerwehr Wewelsfleth geborgen werden.
Während des Krieges lag die MELPOMENE in ihrem Heimathafen Wilster auf und ging erst 1947 nach der Rückkehr ihres Eigners wieder auf Fahrt. Der Schiffer Emil Hasch starb jedoch bereits 1949. Seine tatkräftige Frau Maria (Miethe) Hasch, verw. Wicht, geb. Bösch, erwarb daraufhin das Schifferpatent und führte die MELPOMENE allein über einen Zeitraum von zehn Jahren. Miethe Hasch war in dieser Funktion als Kapitänin eine ganz besondere Institution im Elbe-Revier und der Begründer (Peter J. von Holdt) dieser Heimat Seite kann sich noch gut an sie erinnern.
Im Jahr 1960 erwarb der Müllermeister Martens von der Rumflether Mühle „Aurora“ die MELPOMENE. Umgetauft auf den Namen CHRISTINA wurde der Ewer über einen Zeitraum von 15 Jahren für den Transport von Müllereiprodukten eingesetzt; er war das letzte frachtfahrende Schiff auf der Wilsterau. Geführt wurde die CHRISTINA lange Zeit von dem Wilsteraner Schiffer Heino Brandt. Bild 2 zeigt die CHRISTINA an ihrem Liegeplatz in Sichtweite der Rumflether Mühle.
1976 wurde die CHRISTINA ex MELPOMENE an einen Liebhaber alter Schiffe verkauft, der sie unter dem Namen EULE von TOLLERORT wieder in ihren ursprünglichen Zustand als Ketsch getakelter Besan-Ewer annähernd auf die Ursprungsmaße zurückbauen ließ. Gegenwärtig (2013) wird das alte Schiff als MELPOMENE von STÖCKTE im Rahmen eines sozialen Projekts als lebendiges Museumsschiff restauriert; Heimathafen Stöckte bei Winsen (Luhe). Siehe dazu mehr zu MELPOMENE
Der wieder verwendete Name MELPOMENE ist absolut passend für das alte Schiff. Melpomene „die Singende“ ist eine der neun Musen aus der griechischen Mythologie. Melpomene hat über lange Zeiträume Unglück und Leid gesehen; durch ihren Gesang transportiert sie neue Kraft in den menschlichen Geist und hilft so, den Stürmen des Lebens zu begegnen. Eine solche Geschichte hat auch der Besan-Ewer MELPOMENE.
Bild 1 Die CHRISTINA ex MELPOMENE in der Schleusenkammer am Kasenort
Bild 2 Die CHRISTINA ex MELPOMENE beim Einlaufen in die Schleuse Kasenort
Bild 3 Die CHRISTINA ex MELPOMENE bei der Rumflether Mühle
Bild 4 die gleichnamige Galeasse Melpomene des Burger Schiffers H.F. Meyburg

Es gab in der Region ein weiteres Frachtschiff mit dem Namen MELPOMENE. Dieses war die in Bild 4 abgebildete geleichnamige Galeasse; sie war 1912 erbaut worden für den Schiffer H.F. Meyburg aus Burg in Dithmarschen. Dieses Schiff war wesentlich größer und hatte auch ein ganz anderes Heck. Meyburg liess sich 1938 in Beidenfleth ein neues Schiff bauen, welches ebenfalls wieder den Namen MELPOMENE bekam. Sein altes Schiff verkaufte er an Kapitän Theodor Behrmann aus Krautsand, der seine Neuerwerbung in TELSE INGE umbenannte.
1964 wurde das Schiff abgewrackt.

Bildrechte:
Bild 1 nicht bekannt
Bild 2 Heino Looft, Wilster
Bild 3 Cramers Kunstanstalt KG., Dortmund
Bild 4 nicht bekannt; es wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Rudolf Böckmann, Burg / Dithmarschen
Die Informationen zur Burger MELPOMENE stammen von Herrn Andre Konietzko, Elmshorn

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1940 - Wilsterau am Brook - aufliegende Frachtewer ATALANTA und MELPOMENE

1940 Wilsterau am Brook - Aufliegende Frachtschiffe ATALANTA und MELPOMENE.
Links das Ufer der an die Mühlenstraße angrenzenden Grundstücke - das ehemalige Galgenland, auf dem im Mittelalter das Hochgericht stand.
Während des II. Weltkrieges waren einige der in Wilster beheimateten Schiffer zum Militär eingezogen, ihre Schiffe lagen im Brook-Hafen auf. So auch die beiden Frachtewer ATALANTA (links) und MELPOMENE (rechts). Letztere war später das letzte auf der Wilsterau verkehrende Frachtschiff und es liegen zu ihm umfangreiche Informationen vor.
Die MELPOMENE wurde 1895 als eiserner Besan-Ewer auf der Werft von Ernst Niemand in Boizenburg (Elbe) für Rechnung des Lägerdorfer Schiffers Claus Lemburg erbaut. Mit den Abmessungen 17,93 x 4,12 x 1,31 war der 25 BRT große Ewer für die Fahrt auf dem Münsterdorfer Kanal und die dortigen Schleusen konzipiert. So wurde der auch als Seeschiff geeignete Ewer in der Folge überwiegend für den Transport von Zement aus Lägerdorf genutzt. Im Jahr 1909 erwarb der Sohn Johannes Lemburg die MELPOMENE von seinem Vater.
1926 erhielt das als reiner Segler betriebene Schiff den Heimathafen Wilster, als der Wilsteraner Schiffer Johannes Wicht es erwarb. Er fuhr das Schiff mit seiner Ehefrau Marie geb. Bösch, welcher er 1922 geheiratet hatte und die zu dem Zeitpunkt gerade achtzehn Jahre alt war.
Johannes Wicht ließ 1929 einen 12 PS starken Glühkopfmotor als Hilfsmotor in die MELPOMENE einbauen, der Besan wurde abgeriggt. Bei einem Unglücksfall in Lägerdorf fand der Schiffer durch Ertrinken den Tod, wonach dann seine Witwe Maria geb. Bösch gemeinsam mit ihrem bereits zuvor den Ruhestand angetretenen Vater, Schiffer Hinrich Bösch, den Ewer weiter betrieb.
Mit ihrem zweiten Ehemann, den Wilsteraner Schiffer Emil Hasch, den sie 1931 geheiratet hatte, fuhr sie die MELPOMENE bis zum Beginn des II. Weltkrieges.
Im Oktober 1938 kam es zu einer folgenschweren Havarie, als die MELPOMENE vor der Mündung der Stör während eines Sturmes auf ein Stack lief, vollschlug und sank. Der kleine Frachter konnte jedoch durch einen bewundernswerten Einsatz der Feuerwehr Wewelsfleth geborgen werden. Während des Krieges lag die MELPOMENE in ihrem Heimathafen Wilster auf und ging erst 1947 nach der Rückkehr ihres Eigners wieder auf Fahrt. Der Schiffer Emil Hasch starb jedoch bereits 1949. Seine tatkräftige Frau Maria (Miethe) Hasch, verw. Wicht, geb. Bösch, erwarb daraufhin das Schifferpatent und führte die MELPOMENE allein über einen Zeitraum von zehn Jahren. Miethe Hasch war in dieser Funktion als Kapitänin eine ganz besondere Institution im Elbe-Revier; sie war die einzige Ewer-Führerin an der Niederelbe. Als solche wurde sie auch Mitglied der wilsteraner Schiffergilde "Die Eintracht", deren einziges weibliches Mitglied sie war. Sie betrieb die Schifffahrt bis 1962 und heiratete danach noch einmal; im Januar 1968 ist sie verstorben.
Im Jahr 1963 erwarb der Müllermeister Detlef Martens von der Rumflether Mühle „Aurora“ die MELPOMENE. Umgetauft auf den Namen CHRISTINA wurde der Ewer über einen Zeitraum von 15 Jahren für den Transport von Müllereiprodukten eingesetzt; er war das letzte frachtfahrende Schiff auf der Wilsterau. Geführt wurde die CHRISTINA lange Zeit von dem Wilsteraner Schiffer Heino Brandt.
1976 wurde die CHRISTINA ex MELPOMENE an einen Liebhaber alter Schiffe verkauft, der sie unter dem Namen EULE wieder in ihren ursprünglichen Zustand als Ketsch getakelten Besan-Ewer annähernd auf die Ursprungsmaße zurückbauen ließ. Kürzlich wurde das alte Schiff als MELPOMENE von STÖCKTE im Rahmen eines sozialen Projekts als lebendiges Museumsschiff restauriert; Heimathafen Stöckte bei Winsen (Luhe), wo sie heute noch zu bewundern ist.

Bildrechte: Hans Andres, Hamburg

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1988 - Schienbus auf der Strecke Wilster - Brunsbüttel

1988 Schienbus auf der Strecke Wilster - Brunsbüttel
Der Schienenbus (sogenannter "Uerdinger Schienenbus“) der Baureihe VT 798 war bis zum 27.05.1988 für den Personenverkehr auf der Strecke zwischen Wilster und Brunsbüttel eingesetzt; zu genanntem Datum wurde auf der Strecke der Personenverkehr eingestellt. Seither dient die eingleisige Strecke nur noch dem Güterverkehr.
Bild 1 und 4: Schienenbus im Bahnhof Wilster. Vom Vorplatz des Bahnhof führte seinerzeit über eine die Gleisanlagen überspannende Fußgängerbrücke eine fußläufige Verbindung zur Straße Steindamm.
Bild 2: Schienenbus am Haltepunkt Rumfleth (zeitweilig als Wilster-West sowie von den Wilsteranern etwas despektierlich Wild-West bezeichnet). Im Hintergrund rechts ist der heute nicht mehr vorhandene hohe Schlot der ehemaligen Genossenschaftsmeierei Wilster erkennbar. Links des Gleiskörpers die Hallen der Baustoffhandlung Langfeld.
Bild 3: Schienenbus am Haltepunkt Kudensee

Bildrechte: Axel Spille, Schwäbisch Gmünd
welcher die nicht nur für ausgewiesene Freunde der Eisenbahn hoch interessante Seite Eisenbahnfotograf für Reisende im Internet anbietet.

Weitere Erläuterungen: Die am 01.11.1878 eröffnete ursprüngliche Teilstrecke „Wilster – St. Michaelisdonn“ der Marschbahn (Strecke von Altona nach Riepen / Ribe in Nord-Schleswig) folgte dem heute noch vorhandenen Durchgangsgleis von Wilster aus in Richtung Brunsbüttel; die Stichstrecke von Flethsee (St. Margarethen Bahnhof) nach Brunsbüttel war erst am 01.05.1893 eröffnet worden. Bei Taterpfahl wurde durch den Bau des Kaiser-Wilhelm Kanals die Strecke der Marschbahn geschnitten, weshalb hier in den Jahren 1893 bis 1895 eine Drehbrücke gebaut wurde. Bereits im Jahre 1920 wurde die Drehbrücke wieder demontiert, da der Kanal verbreitert und zuvor (von 1913 bis 1920) die Hochbrücke bei Hochdonn errichtet worden war. Die Marschbahn erhielt zwischen Wilster und St. Michaelisdonn einen neuen Verlauf, wodurch auch der Ort Burg in Dithmarschen einen Bahnanschluß erhielt.
Die Strecke von Wilster bis Flethsee mit der Zweigstrecke nach Brunsbüttelkoog war danach nur noch eine Stichbahn. An ihr gab es folgende Haltepunkte:
km 0,0 Wilster; km 1,1 Rumfleth; km 4,1 Schotten; km 5,3 Nortorf;
km 7,3 Landscheide; km 8,8 St. Margarethen; km 10,9 Kudensee; km 13,8 Ostermoor; km 14,2 Brunsbüttel Ost; km 15,6 Brunsbüttel.

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