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01 Paddelboot - das erste in Wilster gebaute Sportboot a

Das erste in Wilster erbaute Sportboot - ein Paddelboot
1924 erbaute der damals in seinem ersten Lehrjahr stehende Tischlerlehrling Heinrich von Holdt das erste in Wilster gefertigte Sportboot - ein Paddelboot.
Das Boot war ohne jegliche Vorkenntnisse gefertigt worden; ausgestattet mit einem Jachtkiel verlangte das hochbordige Boot seinem Skipper ein Höchstmaß an Geschick und Gleichgewichtsgefühl ab - manch ein mutiger junger Paddler machte unfreiwillig eine halbe Eskimo-Rolle. Dennoch löste das Monstrum an Boot das Interesse am Kanusport in Wilster aus.
Innerhalb der nächsten beiden Jahre schafften sich die Paddler fünf weitere Boote an. Es kam 1926 zur Gründung des "Wassersportverein Wilster", der jedoch nur wenige Jahre Bestand hatte.
Die jungen Wassersportler unternahmen Fahrten auf der Wilsterau, dem Kaiser-Wilhelm-Kanal, der Stör und der Elbe.
Seinerzeit waren die jungen Wassersportler sehr experimentierfreudig. So statteten sie ihre Paddelboote mit Hilfsbesegelung aus und nahmen auch an Segelregatten teil.
Bild 1 Hochbordiges Kanu auf der Wilsterau (ca. 1924)
Bilder 2 bis 4 Fahrt zur Elbinsel Krautsand (1928)
Bild 3 zeigt Heinrich von Holdt in seinem Camp.

Bildrechte: unbekannt

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01 Paddelboot - das erste in Wilster gebaute Sportboot b

Das 1924 durch den Tischlerlehrling Heinrich von Holdt erbaute Paddelboot löste in Wilster ein großes Interesse am Wassersport aus.
Der Wassersportverein Wilster wurde 1926 von den Jugendlichen Heinrich von Holdt, Karl Huusfeldt, Oswald Bruhn und Willi Kuhrt gegründet; er bestand bis 1930. Zu der Zeit befand sich Heinrich von Holdt als Tischlergeselle auf seiner zünftigen Wanderschaft, die ihn durch ganz Deutschland führte.
Einige Paddler - so wie auch Wilsteraner Segler - schlossen sich der Seglervereinigung Glückstadt an. Als 1932 die Segler-Vereinigung Wilster gegründet wurde, fanden auch die Paddler mit einer eigenen Kanu-Gruppe zu diesem Verein. Das Domizil der Paddler lag an der Landrechter Brücke.
Bild 1 zeigt einen Paddler auf der Wilsterau im Jahre 1927
Bild 2 Paddler mit ihren Kanus mit Hilfsbesegelung treffen sich am 28.08.1927 zur Teilnahme an der vor Glückstadt auf der Elbe stattfindenden Segel-Regatta.
Bild 3 Kanu mit Segel bei der Segelregatta am 28.08.1927 auf der Elbe
Bild 4 Die Boote wurden immer ausgereifter; hier (1934) schaut der spätere Textil-Kaufmann Heino Looft von seinem damaligen Elternhaus aus Freunden zu, die auf der Wilsterau am Rosengarten ihr Kanu vorführen.
Die Wilsteraner Kanuten waren ab 1932 der in dem 1932 gegründeten Segler-Vereinigung Wilster als Kanu-Gruppe angeschlossen; ab 1936 als selbständige Gruppe innerhalb des Vereins. Im Jahre 1951 gründeten die Kanuten einen eigenständigen Verein; ihr Stander mit den Farben grün, weiß, rot erinnert an die lange Zeit der engen Verbundenheit mit den Seglern.
Die Kanu-Gruppe Wilster hat eine eigene Netz-Seite.

Bildrechte: nicht bekannt

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1909 - - 1973 Heinrich von Holdt, ein Bootsbauer in Wilster

1909 - 1973 Heinrich von Holdt, ein Bootsbauer in Wilster
Peter Klaus Heinrich von Holdt, zumeist Hein gerufen, war der letzte Traditionsträger des Schiffbaues in Wilster. Geboren im Jahre 1909 und mit seinen beiden älteren Schwestern aufgewachsen in seinem an der Wilsterau gelegenen Geburts- und Elternhaus, war er schon als Junge eine Wasserratte. Da nimmt es nicht Wunder, daß er bereits gleich zu Beginn seiner Tischlerlehre für sich selbst das erste jemals in Wilster gebaute Sportboot, ein Paddelboot, erstellte. Danach baute er ein ehemaliges Rettungsboot zu einem Sportsegelboot um. Mit seinen Freunden begründete er 1926 den "Wassersportverein Wilster", einen Vorgänger der gleichfalls von ihm mit gegründeten „Seglervereinigung Wilster“, deren Vorsitzender er viele Jahre lang war und die ihn im Jahr 1967 zu ihrem Ehrenmitglied machte.
Basierend auf den handwerklichen Erfahrungen und erworbenen Kenntnissen, die er bei der ihn durch ganz Deutschland führenden Wanderschaft als Tischlergeselle erworben hatte, erbaute er, zwischenzeitlich selbständiger Tischlermeister in Wilster, mehrere gediegene hölzerne Segeljachten – Jollen, Jollenkreuzer und Kielschwerter. Er setzte somit die Tradition der früher in Wilster ansässig gewesenen Werftbetriebe fort, wobei er sich als erster dem Bau von Segeljachten widmete. Daneben betrieb auch den Bau von hölzernen Hohlmasten sowie den Innenausbau von Sportbooten und Binnenschiffen der Berufsschiffer.
Weitere Informationen über Heinrich von Holdt finden sich in der unten aufrufbaren Datei (der Ladevorgang dauert wegen der Größe der Datei etwas länger).

Bild 1: Der Bootsbauer und Tischlermeister Heinrich von Holdt
Bildrechte: Richard Peters, Wilster
Bild 2: Heinrich von Holdt beim Erbauen einer Kielschwert-Segeljacht
Bildrechte: Richard Peters, Wilster
Bild 3: Heinrich von Holdt bei der Fertigung einer Optimisten-Jolle (einfaches Knickspant Boot)
Bildrechte: Gerd Heutmann, Nutteln
Bild 4: Ehrenurkunde der Seglervereinigung Wilster für Heinrich von Holdt

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1968 - Kasenort, Sportboot Hafen, Gaststätte „Zur Schleuse“

1968 Kasenort, Sportboot Hafen, Gaststätte "Zur Schleuse"
oben links: Blick in die Veranda des Lokals „Zur Schleuse“ am Kasenort.
Die Gaststätte „Zur Schleuse“ wurde in den Jahren nach dem II. WK von Rudolf Rundt betrieben, welcher sie dann an Heinrich und Gerda Clausen abgab, die eine grundlegende Renovierung und Erweiterung des Lokals durchführten;
etwa um 1975 erfolgte eine Aufstockung des Gebäudes und die Einrichtung eines Saales im Obergeschoß.
rechts: Blick in den Außenpriel der Honigflether Wettern (Große Feldwettern) mit dem Sportboothafen der Seglervereinigung Wilster.

Bildrechte: Verlag Stramm & Co., St. Michaelisdonn
Reg. mein-wilster: o339 AK

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1976 - Jubiläumsschrift 40 Jahre Kanu-Gruppe Wilster

1976 Jubiläumsschrift zum 40- jährigen Bestehen der Kanu-Gruppe Wilster
Die Kanu-Gruppe ist aus der Segler-Vereinigung Wilster hervorgegangen und am 21.02.1936 gegründet worden.
Der Beginn der Ausübung des Kanu-Sports in Wilster wurde im Jahre 1924 durch den damaligen Tischler-Lehrling Heinrich von Holdt begründet, nachdem dieser für sich selbst ein Paddelboot erbaut hatte.
Das ohne Vorkenntnisse erbaute Monstrum an Boot erweckte breites Interesse am Kanusport in Wilster. Innerhalb der nächsten beiden Jahre schafften sich die Paddler fünf weitere Boote an. Es kam 1926 zur Gründung des "Wassersportverein Wilster", der jedoch nur wenige Jahre Bestand hatte. Neben Heinrich von Holdt gehörten zu den Gründungsmitgliedern auch Karl Huusfeld, Oswald Bruhn und Willi Kuhrt.
Als jedoch am 16.01.1932 die Seglervereinigung Wilster gegründet wurde, schlossen sich auch die Wilsteraner Kanuten dem Verein an und bildeten bald in diesem eine weitgehend selbständige Gruppe.
Selbst in der schwierigen Zeit während des zweiten Weltkrieges gingen junge Paddler ihrem Sport nach, wie in dem unten aufrufbaren Report berichtet wird über eine am 14. Juni 1942 durchgeführte Tour, welche auf der Wilsterau bis zum Kattenstieg und nach Burg geführt hatte (Bei der im Bericht "Tante Miele" genannten Person handelt es sich um Frau Miele Rehder, welche seinerzeit für die Schleuse am Kattenstieg zuständig war).

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1935 - Wilsterau am Bischofer Deich, am Brook, in Bischof

ca. 1935 Wilsterau am Bischofer Deich, am Brook, in Bischof bzw. Kathen
Bild1 und 2: Wilsterau am Bischofer Deich
Die Wilsterau - vermutlich von der Schweins-Brücke aus gesehen – bietet sich hier dem Betrachter mit einem idyllisch und ländlich anmutendem Bild, obwohl der Gewässerabschnitt in der Stadt gelegen ist.
Im Hintergrund sind die hohen Bäume des Bürgermeister-Garten zu erkennen.
Das Gelände links im Vordergrund ist auch heute noch unbebaut, während auf den Flächen dahinter in den letzten Jahrzehnten eine Neubau-Siedlung entstand.
Hinten rechts beim damaligen städtischen Gelände für die Fäkal-Abfuhr liegt ein kleines und wohl dem Abtransport des Schlammes dienendes Binnenschiff.
Mitte der 1970er Jahre war von Verwaltung und Rat der Stadt Wilster beabsichtigt, diese Strecke des Gewässer ab der Schweins-Brücke zu verrohren. Diese Absicht konnte glücklicherweise von Bürgern (Peter J. von Holdt, der Begründer dieser Heimat-Seite, gehörte dazu) bereits mit der Forderung nach vorheriger Durchführung eines wasserrechtlichen Planfeststellungsverfahrens verhindert werden.
Rückblickend ist es wunderbar, dass es nicht gelungen ist, die Stadt Wilster noch weiter uniform zu machen!
Bild 3: Am Großen Brook gegenüber der Mühlenstraße lag der erste Sportboot-Hafen der Wilsteraner Wassersportler. Die charmante Dame im Vordergrund ist nicht bekannt.
Bild 4: Idyllische Wilsterau im Bereich Bischof/Kathen

Bildrechte: nicht bekannt

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1930 - Kanuten auf der Wilsterau

ca. 1930 Kanuten auf der Wilsterau
Mit der Schleswig-Holstein Flagge am Heck ist ein junges Paar mit seinem Paddelboot auf der Wilsterau - vermutlich im Bereich Stadtmoor / Oberstenwehr - auf Tour.
Wer mehr weiß, wird um freundliche Konkretisierung gebeten!
Auf der schiffbaren Wilsterau, welche vor einem Jahrhundert noch von kleinen Frachtschiffen befahren wurde, haben heute nur noch die Kanuten ein überaus idyllisches Revier. Gegenwärtig kann man in Achterhörn sogar für kleine Törns auf der Wilsterau Kanus mieten

Bildrechte: nicht bekannt
Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Rudolf Böckmann, Burg in Dithmarschen

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1964 - ARKONA und JOHANNA in der Kammer der Schleuse der Wilsterau am Kasenort

1964 Kammer der Schleuse der Wilsterau am Kasenort.
Blick vom Oberhaupt der Schleuse und ihrer Klappbrücke (im Vordergrund) in die Schleusenkammer und das Unterhaupt der Schleuse im Hintergrund.
In der Kammer liegt das Binnenschiff "ARKONA" sowie an den Schlengeln die Segeljacht "JOHANNA" von Albert Bergner
(letztere ist das 1949 von Heinrich von Holdt in der Werft im Möbelladen erbaute Sportboot).
Im Zusammenhang mit dem 1926 erfolgten Neubau der Schleuse ist die Mündung der Wilsterau in die Stör verlegt worden.
Die neue erstellte Schleuse hat im Bereich ihrer Tore eine Durchfahrtsbreite von 7,00 m.
Das Binnenhaupt der Schleuse war seit dem Niedergang der Schifffahrt ab Mitte der 1960er mehrere Jahrzehnte lang funktionsuntüchtig geworden; es wurde erst in letzter Zeit in Folge des vorbildlichen Wirkens eines Fördervereins wieder ertüchtigt.

Bildrechte: Heinz Oest, Lichtbildfreunde Itzehoe

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1940 - Hochbrücke Hochdonn - Kaiser Wilhelm Kanal

1940 Hochbrücke Hochdonn - Kaiser Wilhelm Kanal
Die zuvor den NOK (damaligen Kaiser-Wilhelm Kanal) bei Taterpfahl querende Strecke der Marschbahn (von HH-Altona nach Westerland) führt seit 1920 über die Hochbrücke Hochdonn.
Bedingt durch den I. Weltkrieg hatten die 1913 begonnenen Arbeiten zum Bau der Hochbrücke erst 1920 abgeschlossen werden können.
Die 2.218 m lange Stahlfachwerkbrücke weist für auf dem Kanal passierende Schiffe eine Durchfahrthöhe von 42 m auf, während die maximale Höhe 56,38 m beträgt; der Pfeilerabstand des Durchfahrtssegments beträgt 143,1 m.
Ein Plattbodenschiff mit Seitenschwerten - vermutlich eine Kuff - passiert mit einem Sportboot im Schlepp die Hochbrücke. Seinerzeit hatten auch größere Segelboote keinen Hilfmotor, weshalb sie sich bei der Passage durch den Kanal gerne von kleinen Frachtschiffen durchschleppen ließen.

Bildrechte: Verlag Ferd. Lagerbauer, Hamburg (firmierte nach dem II.WK als Ferd. Lagerbauer & Co., Hamburg)

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1925 - Schifffahrt auf Wilsterau, Holstenau und Burger Au a

1925 Schifffahrt auf Wilsterau, Holstenau und Burger Au
Bis in die 1930er Jahre bestand für die auf der Wilsterau verkehrenden Schiffer die Möglichkeit, über eine Schleuse von der Holstenau/Wilsterau direkt in den Kaiser-Wilhelm-Kanal (heute: Nord-Ostsee Kanal bzw. Kiel Kanal bzw. NOK) und von dort über eine weitere Schleuse in die Burger Au zu gelangen.
In der Burger Au war vor der Schleuse eine Gewässeraufweitung, der Kattenstieg, angelegt worden. Sie diente den Schiffern als Liegeplatz; hier siedelte sich 1913 die zuvor in Friedrichstadt betriebene Werft von Detlef Schöning an.
In der Werft am Kattenstieg wurden nach dem I. Weltkrieg zunächst Küsten-Torpedoboote abgewrackt und dann mangels Neubauaufträge Reparaturen an Küstenschiffen ausgeführt.
Als einziger nennenswerter Neubau wurde von 1924 - 1926 auf eigene Rechnung der 26 m lange Schoner IRENE SCHÖNING gebaut.
Mit der IRENE SCHÖNING hatte es insofern eine besondere Bewandtnis, als sie das letzte in Deutschland ohne Motor gebaute Frachtschiff war. Der Schoner fuhr in seinem ersten Jahr nur unter Segeln; ein Hilfsmotor wurde erst nach einem Jahr eingebaut.
Bild 1 zeigt die IRENE SCHÖNING am Kattenstieg. Ein Modell des Schiffes befindet sich im Burger Museum
Hinter der IRENE SCHÖNING liegt die in Delfzijl, Niederlande, gebaute MARTHA SCHÖNING (Eigner: Karl Schöning).
Hölzerne Schiffe für die Berufsschifffahrt wurden zu dieser Zeit nicht mehr hergestellt; sie wurden von Stahlschiffen, vor allem aus Holland, verdrängt. Lediglich Anfang der 30er Jahre wurde auf der Werft Schöning noch ein kleines Ausflugsschiff aus Stahl gefertigt; danach wurde die Werft aufgegeben. In der Folge waren die Schöning´s nur noch als Schiffseigner und Kapitäne tätig. Der Itzehoer Kapitän, Lotse und Autor Herbert Karting hat der Schiffer- und Schiffbauerfamilie Schöning mit seinem Buch "Segel von der Eider" ein Denkmal gesetzt.
Bild 2 zeigt den stark frequentierten Liegeplatz am Kattenstieg während der außergewöhnlichen Frostperiode im Januar/Februar 1922. Aus der Abbildung läßt sich erahnen, welche Bedeutung Burg als Schifferort hatte; um 1900 waren allein in Burg 64 Frachtsegler beheimatet gewesen.
Bild 3 zeigt um 1914 ein Schiff auf dem Slip der Werft Schöning am Kattenstieg. Bei dem Schiff handelt es sich um die 1912 gebaute stählerne Galeasse MELPOMENE des Schiffers H.F. Meyburg aus Burg/Dithmarschen. Wahrscheinlich liegt der Segler zur Reparatur oder für einen neuen
Bodenanstrich bei Schöning auf Slip, denn er war zum Zeitpunkt der Aufnahme ja noch nicht alt.
Anzumerken ist noch, daß sich in der St. Petri Kirche in Burg das vom Schiffbaumeister Detlef Schöning im Jahre 1922 gestiftete Votivschiff "Detlef und Marie" befindet, welches so heute noch an vergangene Schifffahrts- und Schiffbautraditionen in Burg erinnert.

Bildrechte:
Bild 1: Privatfoto Familie Schöning
Bild 2: Repro aus einem Leporello (Bilderserie) von Foto-Lorenz, Burg
Bild 3: nicht bekannt
Die Abbildungen wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Herrn Rudolf Böckmann; Burg in Dithmarschen
Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung von Herrn Hans-Peter Lausen, Burg in Dithmarschen

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1949 - Stapellauf Kielschwert Kreuzer TORDALK an der Wilsterau am Galgenland

1949 Stapellauf Kielschwert Kreuzer TORDALK am 20. April 1949 an der Wilsterau am Galgenland.
Nachdem der in der Folge des II. Weltkrieges zum Erliegen gekommene Segelsport von den Mitgliedern der Seglervereinigung Wilster wieder aufgenommen worden war, konnte der Verein im Jahr 1949 insgesamt vier neue Boote unter seinem Stander registrieren.
Zu diesen Booten gehörte die "TORDALK", ein Kielschwerter. Eigner war Hans Suck, Werkleiter der Stadtwerke Wilster. (Hans Suck kam leider viel zu früh bei einem Verkehrsunfall im Jahre 1951 ums Leben).
Bild 1 zeigt die in Klinkerbauweise gebaute TORDALK vor ihrem Stapellauf auf dem Galgenland zwischen Mühlenstraße und Wilsterau.
Neben einigen Zuschauern und mehreren Helfern sind in Bildmitte zu erkennen: Heinrich von Holdt (mit Mütze und eine kurze Pfeife rauchend); rechts von ihm der Eigner Hans Suck (+ 19.07.1952) sowie links von ihm der Tiefbauunternehmer Detlef Kruse (+ 06.10.1956).
Jenseits der Wilsterau ist das seinerzeit "Landarmenhaus" genannte Gebäude zu erkennen, in welchem Sozialwohnungen bestanden.
Bild 2 zeigt das rustikale Zuwasserlassen der Segeljacht TORDALK über die Böschung der Wilsterau an deren Flussgabelung bei der Mühlenbrücke. Während der Sohn Dieter des Eigners Hans Suck sich an der Ruderpinne festhält, springt der Segelkamerad Peter Kruse in das aufschwimmende Boot.
Bild 3 zeigt die TORDALK sowie die Segeljachten JOHANNA und SUSEWIND in der Wilsterau am Rosengarten im "Werfthafen" vor der Tischlerei von Heinrich von Holdt, wohin sie zum Innenausbau verholt worden war.
Bild 4 zeigt die TORDALK bei einer ersten Ausfahrt auf der Stör bei Kasenort.
Die kleine Segeljacht war 7,50 m lang und 2,20 m breit, sie hatte einen Tiefgang von 0,70 m sowie von 1,60 m mit Schwert, sie hatte eine Segelfläche von 23,00 qm.
Die weiteren für die SVW registrierten Boote waren:
"Susewind", ein Kielschwerter, Eigner Detlef Kruse, Wilster
(Das als Karwel gebaute Boot wurde später von Heino Looft erworben, welcher es unter dem weiterhin geführten Namen fuhr.)
"Klein-Erna", ein Kielschwerter, Eigner Horst Götze, Wilster
(Das Boot wurde später verkauft an A. Kolb und führte dann den Namen ELREDEFLETH)
"Johanna", ein Kielschwerter, Eigner Albert Bergner, Lockstedt.

Bildrechte:
Bilder 1 und 2: Charlotte Suck
Bild 3: Heinz Sinn

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1963 - Binnenmotorschiffe URSULA und PIRAT auf der Wilsterau

1963 Binnenmotorschiffe auf der Wilsterau
Blick von der Brücke am Schott flussauwärts auf zwei beladene Binnenmotorschiffe, welche sich durch das aufbrechende Eis ihren Weg in Richtung der Futtermittel-Werke Günther & Co. an der Rumflether Straße bahnen.
Im Vordergrund ist der 1905 bei Fack in Itzehoe gebaute ehemalige Ewer "URSULA" (ex "VENUS") von Johannes Suhl aus Wilster zu sehen und davor die 1912 bei Kroese in Hoogezand gebaute ehemalige Segelschute "PIRAT" von Willy Schwabe, welcher ebenfalls in Wilster wohnte.
Bis etwa 1966 befuhren die Binnenmotorschiffe Wilsteraner und anderer Schiffer des Niederelbe-Reviers die Wilsterau, um Produkte für die Futtermittelfabrik zu transportieren.
Im Jahre 1975 wurde die gewerbliche Schifffahrt auf der Wilster Au eingestellt. Diese Ära endete mit der letzten Fahrt der im Eigentum der Rumflether Mühle stehenden CHRISTINA ex MELPOMENE, die über den Zeitraum einiger Jahre als letztes Frachtschiff die Wilsterau auf der gezeigten Strecke befuhr und ausschließlich Ladung für den Mühlenbetrieb transportierte.
An der Spitze des Helgenlandes - dem historischen Werftplatz der Stadt Wilster - steht der Bootschuppen des Wilsteraner Tischlermeisters und Bootsbauers Heinrich von Holdt, in welchem dieser in den 1950/60er Jahren mehrere hölzerne Segeljachten erbaute.

Bildrechte: Ursula Suhl
Das Foto stammt aus der Sammlung André Konietzko, Elmshorn

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1961 - Beidenflether Fährhaus, Fähre über die Stör (SF)

1961 Beidenflether Fährhaus, Fähre über die Stör
Die Beidenflether Fähre – eine Grundseilfähre – ist heute als einzige der vor hundert Jahren unterhalb von Itzehoe an der Stör vorhanden gewesenen sechs Fähren (4 Kahn Fähren und 2 Prahm Fähren) noch in Betrieb.
Während die Kahnfähren bereits vor dem II. Weltkrieg ihren Betrieb einstellten, wurde 1980 die Wewelsflether Fähre eingestellt, da über das in den Jahren zuvor gebaute Stör-Sperrwerk im Zuge der B431 eine Straßenbrücke geführt worden ist.
Die Fährbetrieb in Beidenfleth geriet gleichfalls in wirtschaftliche Schwierigkeiten; das bewundernswerte Engagement der kleinen Gemeinde Beidenfleth und eines eigens gegründeten Förderverein Störfähre ELSE e.V. bewirkte die Erhaltung des Fährbetriebes und in 2006 die Indienststellung eines Neubaues namens "Else". Ihre 1940 gebaute Vorgängerin wurde außer Dienst gestellt.
Die Fähre "ELSE" verbindet die Wilstermarsch Gemeinde Beidenfleth mit Bahrenfleth in der Kremper Marsch.
Ein Video zeigt die Fähre ELSE im Betrieb
Das Beidenflether Fährhaus ist heute noch ein beliebtes Restaurant und Ausflugslokal.

Bildrechte: Werner Behning, Wilster
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Udo Urban, Wilster

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1909 - Holtenau am NOK - Kaiserliches Kanalamt, Lotsenhaus (SF)

1909 Holtenau am Nord- Ostsee Kanal (vorm. Kaiser Wilhelm Kanal) - Kaiserliches Kanalamt, Lotsenhaus
Zentral das 1895 gebaute Dienstgebäude des Präsidenten des Kaiserlichen Kanalamtes,
rechts das im selben Jahr gebaute Lotsenhaus Holtenau,
links die Dankeskirche (1897 gebaut).

Bildrechte: Ludwig Nielsen, Holtenau
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Max D. Grüneklee, Itzehoe

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Neu! 1965 Eisenbahn-Hochbrücke Hochdonn über den Nord- Ostsee Kanal

1965 Eisenbahn-Hochbrücke Hochdonn über den Nord- Ostsee Kanal.
Luftbild aus südlicher Richtung auf die Brücke.
Die in den Jahren 1914 bis 1920 gebaute (der WK I hatte die Bauzeit verlängert) und 2.218 m lange Stahlfachwerkbrücke ermöglicht Schiffen eine Durchfahrthöhe von 42 m, während die maximale Höhe der Brücke 56,38 m beträgt; der Pfeilerabstand des Durchfahrtssegments beträgt 143,1 m.
Die Hochbrücke war erforderlich geworden im Zusammenhang mit der 1907 -1914 erfolgten Verbreiterung und Vertiefung des Kanals, bei welcher die Eisenbahn-Drehbrücke bei Taterpfahl nicht angepasst werden konnte. Dieser Umstand machte eine Veränderung der Linienführung der Marschbahn zwischen Wilster und St. Michaelisdonn erforderlich mit der Kanalquerung bei Hochdonn.
Der in den Jahren 1887 bis 1895 gebaute Kanal - seinerzeit benannt als Kaiser-Wilhelm Kanal - ist seit seiner Eröffnung durch umfangreiche Baumaßnahmen zweimal in Breite und Tiefe vergrößert worden.
Nördlich der Eisenbahn-Hochbrücke befindet sich die Fährstelle Hochdonn im Zuge der L327 zwischen Vaale und Süderhastedt.
Das Getreide Silo Hochdonn der Firma Paul Kock wurde im Jahr 1959 erbaut.
Nördlich der Hochbrücke ist die Weiche Dückerswisch mit der ursprünglich als Schiffswendestelle vorgesehenen und heute als Badebucht "Klein-Westerland" genutzten Kanalaufweitung zu erkennen.
Am NOK bestehen heute noch insgesamt 12 Weichen, die gleichmäßig über die gesamte Länge des Kanals verteilt sind. Dort haben kleinere Schiffe an die Dalben zu gehen, um großen entgegenkommenden Schiffen mit Wegerecht die ungehinderte Passage zu ermöglichen.

Bildrechte: Verlag Schöning & Co., Lübeck

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1935 - Brokdorf - Elbe, Deich, Deichmühle, Villen, Gedenkstein

1935 Brokdorf - Elbe, Deich, Deichmühle, Villen, Gedenkstein.
Die Mehrbildkarte mit z.T. älteren Aufnahmen zeigt in den beiden oberen Abbildungen den schar liegenden Deich der Elbe vor dem sich an diesen anschmiegenden Ort.
Die beiden unteren Abbildungen zeigen an der Dorfstraße stehende Gebäude; links das 1898 errichtete Wohnhaus des Hofbesitzers Ferdinand Dammann (es wurde 1990 an die Gemeinde verkauft, welche es abreißen ließ, um hier neue Wohneinheiten entstehen zu lassen) sowie rechts offenbar das 1903 für Martin Krey errichtete Wohnhaus.
Die linke mittige Miniatur zeigt auf einem um 1912 aufgenommenen Foto einen Dampfer auf der Elbe vor Brokdorf auf Reede liegend. Der auf der Hamburger Vulkanwerft gebaute Dampfer IMPERATOR der HAPAG war bei seinem Stapellauf am 23. Mai 1912 mit 52.117 BRT das damals größte Schiff der Welt und Flaggschiff der nach ihm benannten Schiffsklasse.
Auch die rechte Miniatur stammt aus 1912. Die auf dem Deich der Elbe stehende Mühle (ein Erd Holländer) wurde im Jahre 1940 beseitigt. Das im Jahre 1912 in Dienst gestellte Luftschiff LZ 13 "HANSA" machte am 30.07.1912 seine erste Fahrt. Der Zeppelin überflog mehrfach Schleswig-Holstein und wurde am 25.08.1912 über Brokdorf gesichtet.
Der auf dem zentralen Foto abgebildete Gedenkstein wurde anläßlich des am 13.06.1920 in Brokdorf begangenen Heimattag der Wilstermarsch vor der Kirche aufgestellt.
Der Stein wurde von Angehörigen des in Dänemark ansässigen Geschlechts der von Brockdorff übergeben. Dieses führt seinen Ursprung auf einen im Jahr 1220 in Brockdorf ansässig gewesenen Brochtorp zurück, welcher sich 1227 bei der Schlacht von Bornhöved durch seine Tapferkeit auszeichnete und dafür zum Ritter geschlagen wurde.
In der Schlacht von Bornhöved am 22. Juli 1227 hatte ein Bündnis aus Holsteinern, Lübeckern und Dithmarschern gesiegt über das Heer von König Waldemar von Dänemark.
Der bei der Kirche in Brokdorf aufgestellte Gedenkstein trägt die Inschrift:
"1220 lebte hier Ritter Hildelev de Brochtorp, Stammvater des Geschlechts der Brockdorff.
1920 wurde dieser Stein errichtet vom Heimatverein der Wilstermarsch, Kirchspiel Brokdorf, und Baron S. v. Brocktorff, Oberhaupt der dänischen Höyby-Linie."

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

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1966 - Mittelschule Wilster am Stadtpark

1966 Mittelschule/Realschule in Wilster
Blick vom Stadtpark aus auf die Rückseite des Hauptgebäudes der damaligen Mittelschule Wilster, welche bis 1966 diese Bezeichnung führte - danach Realschule.
Das Gebäude war bereits im Jahre 1885 für die damalige private Knaben- und Mädchenschule gebaut worden. Bekanntlich führte die heutige Zingelstraße bis weit in das vergangene Jahrhundert den Namen Schulstraße, denn an ihrem damaligen Ende lag der Zugang zur Schule.
Nachdem in 1913 das Gebäude der Knabenschule im Landrecht unmittelbar neben der dort seit 1898 bestehenden Mädchenschule errichtet worden war - beide Schulen wurden später zur Volksschule Wilster verbunden - zog in die Gebäude am Stadtpark die neu gegründete Mittelschule Wilster ein. Die Mittelschule in Wilster ist am 03.04.1913 gegründet worden.
Nach dem Umzug der Mittelschule resp. Realschule in das neu gebaute Schulzentrum zog in die Gebäude am Stadtpark für mehrere Jahrzehnte die Sonderschule "Schule am Stadtpark" ein. Nach deren Auszug ist die Stadt Wilster bemüht, das ehemalige Schulareal einschließlich der Gebäude einer anderen Nutzung zuzuführen.
Aus der auf dem Foto sehr tiefliegend erscheinenden Lage der Schulgebäude wird deutlich, daß die Flächen des Stadtparks künstlich aufgehöht worden sind.
Diese Aufhöhung ist vor etwa vierhundert Jahren im Zusammenhang mit der Einrichtung des zu der Zeit auf der Fläche angelegten Friedhofs vorgenommen worden. Die Erde hierfür wurde seinerzeit vom Wiesengelände zwischen der Wilsterau und der Rumflether Straße abgegraben, mit Kähnen zum Rosengarten und von dort mit Karren zum heutigen Stadtpark transportiert.
Bis zum Jahre 1604 lag der Friedhof des Kirchspiels Wilster um die Kirche herum; er wurde danach auf das Gelände des heutigen Stadtparks verlegt und hier bis 1859 betrieben, in Einzelfällen auch länger.
Erst im Jahre 1907 wurde der Stadtpark entsprechend hergerichtet.

Bildrechte: Stramm Verlag, St. Michaelisdonn
Anmerkung: das als Originalabzug vorliegende Foto ist ein Probeabzug für eine Ansichtskarte

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1905 - Erste Hilfe Kursus in Wilster - Dr. med. Fritz Carlau Leiter des Mencke-Stift

1905 Erste Hilfe Kursus in Wilster - Dr. med. Fritz Carlau Leiter des Mencke-Stift
Die Absolventinnen des im Jahre 1905 im Colosseum durchgeführten Erste Hilfe Kursus mit ihrem Kursleiter Dr. med. Fritz Carlau (sh. Bild 2) auf den Stufen des Trichters.
Es fällt auf, dass ausschließlich Frauen den Kurs absolvierten. Sie waren vermutlich allesamt Mitglied im 1899 gegründeten Vaterländischen Frauenverein Wilster.
Der medizinische Kursleiter Dr. Carlau war Leiter des Wilsteraner Krankenhauses, welches 1902 in Würdigung seines Gründers, des Sanitätsrates Dr. Wilhelm Mencke, den Namen "Menckestift" erhalten hatte.
Dr. Fritz Carlau führte das Haus bis zu seinem Fortzug aus Wilster im Jahre 1915. Unter seiner Leitung war das Krankenhaus 1913 um eine Krankenabteilung sowie um Wasch- und Baderäume erweitert worden. Nach der Erweiterung waren entgegen den zuvor nur 6 Krankenzimmern die doppelte Anzahl mit insgesamt 32 Betten vorhanden.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Ralf Steffens, Luzern, Schweiz.

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Neu! 1930 Mittelschule Wilster an der Zingelstraße

1930 Mittelschule Wilster an der Zingelstraße
Die alte Mittelschule am Stadtpark um 1930/35 mit der ursprünglichen Zuwegung über die Zingelstraße (früher Schulstraße). 
Das Hauptgebäude der ehemaligen Schule war bereits im Jahre 1885 für die damalige private Knaben- und Mädchenschule gebaut worden. Bekanntlich führte die heutige Zingelstraße bis weit in das vergangene Jahrhundert den Namen Schulstraße, denn an ihrem damaligen Ende lag der Zugang zur Schule.
Nachdem in 1913 das Gebäude der Knabenschule im Landrecht unmittelbar neben der dort seit 1898 bestehenden Mädchenschule errichtet worden war - beide Schulen wurden später zur Volksschule Wilster verbunden - zog in die Gebäude am Stadtpark die neu gegründete Mittelschule Wilster ein. Die Mittelschule in Wilster ist am 03.04.1913 gegründet worden. Sie führte diese Bezeichnung bis 1966, um danach als Realschule bezeichnet zu werden.
Der Eingang der Mittelschule wurde erst später auf die andere Seite zur Etatsrat-Michaelsen-Straße hin verlegt, nachdem diese Straße angelegt worden war.
Nach dem Umzug der Mittelschule resp. Realschule in das neu gebaute Schulzentrum zog in die Gebäude am Stadtpark für mehrere Jahrzehnte die Sonderschule "Schule am Stadtpark" ein. Seit deren Auszug in 2013 war die Stadt Wilster bemüht, das ehemalige Schulareal einschließlich der Gebäude einer anderen Nutzung zuzuführen.
Anmerkung: Ende 2015 verkaufte der Schulverband Wilstermarsch die alte Schule. Im Dezember 2016 wurden die Gebäude abgebrochen. Es hatte sich als unwirtschaftlich erwiesen, sie mit vertretbarem Aufwand zu modernisieren und einer neuen Nutzung zuzuführen. Auf dem am Stadtpark gelegenen Gelände wird künftig eine Wohnanlage entstehen.
Gleichwohl ist es sehr zu bedauern, dass wiederum eines der die kleine Stadt prägenden Gebäude nicht zumindest in Teilen erhalten werden konnte.

Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweisen wir auf die Seite Alt-Wilster


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1970 - Gebäude der Realschule Wilster

1970 Gebäude der Realschule Wilster
Bild 1 Blick von der Etatsrat Michaelsen Straße auf die Realschule Wilster
Bild 2 Blick vom Stadtpark auf die Realschule Wilster
Bild 3 Blick von den Gärten an der Zingelstraße auf die Realschule Wilster
Die im Jahr 1913 als Mittelschule gegründete Schule führte diese Bezeichnung bis 1966, um danach als Realschule bezeichnet zu werden.
Das Gebäude war bereits im Jahre 1885 für die damalige private Knaben- und Mädchenschule gebaut worden. Bekanntlich führte die heutige Zingelstraße bis weit in das vergangene Jahrhundert den Namen Schulstraße, denn an ihrem damaligen Ende lag der Zugang zur Schule.
Nachdem in 1913 das Gebäude der Knabenschule im Landrecht unmittelbar neben der dort seit 1898 bestehenden Mädchenschule errichtet worden war - beide Schulen wurden später zur Volksschule Wilster verbunden - zog in die Gebäude am Stadtpark die neu gegründete Mittelschule Wilster ein. Die Mittelschule in Wilster ist am 03.04.1913 gegründet worden.
Nach dem Umzug der Mittelschule resp. Realschule in das neu gebaute Schulzentrum zog in die Gebäude am Stadtpark für mehrere Jahrzehnte die Sonderschule "Schule am Stadtpark" ein. Nach deren Auszug ist die Stadt Wilster gegenwärtig (2013) bemüht, das ehemalige Schulareal einschließlich der Gebäude einer anderen Nutzung zuzuführen.
Ein im Jahre 2013 von Helmut Jacobs, Wilster, verfaßter Zeitungsartikel stellt Interessantes aus der Geschichte der zu dem Zeitpunkt vor 100 Jahren gegründeten Schule vor. Der Artikel Vor 100 Jahren wurde in Wilster die Mittelschule gegründet ist in der unten aufrufbaren Datei nachzulesen.

Bildrechte: nicht bekannt

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1911 - Brokdorf an der Elbe - maritime Szenen (SF)

1912 Brokdorf an der Elbe.
Die alte Ansichtskarte zeigt verschiedene maritime Szenen auf und an der Elbe bei Brokdorf.
oben links: Das zu der Zeit größte Schiff der Welt, der Dampfer IMPERATOR der HAPAG, auf der Elbe auf Reede liegend. Der auf der Hamburger Vulkanwerft gebaute Dampfer IMPERATOR der HAPAG war bei seinem Stapellauf am 23. Mai 1912 mit 52.117 BRT das damals größte Schiff der Welt und Flaggschiff der nach ihm benannten Schiffsklasse.
oben mittig: Der 18 m hohe Leuchtturm Hollerwettern wurde als Unterfeuer zum Oberfeuer Brokdorf im Jahre 1911 in Betrieb genommen.
Nach Inbetriebnahme eines Neubaus im Jahr 1982 verlor das Gebäude seine Funktion; es wird seither als Wohnhaus genutzt.
rechts: Das Richtfeuer in Brokdorf ist 1889 eingerichtet worden; das Oberfeuer zunächst als runder Eisenturm, das Unterfeuer als hölzernes Leuchthaus. 1911 wurden beide Anlagen durch Neubauten ersetzt; der Turm für das Oberfeuer war ein Neubau mit Gitterkonstruktion, der von 1911 bis 1982 in Betrieb war.
links: Windmühle auf dem Deich der Elbe bei Brokdorf. Sie stand bis in das Jahr 1940 auf der Krone des Deiches, danach wurde sie beseitigt. Aus Gründen der Sicherheit der Landesschutzdeiche ist es heute unvorstellbar, daß ein derartiges Bauwerk auf einem Deich geduldet wurde. Das zur Mühle zugehörige Wohnhaus sowie das übrige Betriebsgelände mit der Dampfmühle lag im Schutz des Deiches.
linke Miniatur: ein alter Fahrensmann;
der auch auf Ansichtskarten mit Motiven aus St. Margarethen oder Wewelsfleth dargestellte alte Fahrensmann mit Öljacke und Südwester, mit weißhaariger Schifferkrause und eine kurze Pfeife rauchend, ist handschriftlich auf einer dieser Karten namentlich bezeichnet als: Fritz Langbehn.
rechte Miniatur: ein Toppsegelschoner.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Udo Urban, Wilster

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2016 - Abbruch der Gebäude der ehemaligen Mittelschule Wilster a

2016 Abbruch der Gebäude der ehemaligen Mittelschule Wilster
Im Dezember 2016 wurden die Gebäude der ehemaligen Mittelschule Wilster abgebrochen. Es hatte sich als unwirtschaftlich erwiesen, sie mit vertretbarem Aufwand zu modernisieren und einer neuen Nutzung zuzuführen. Auf dem am Stadtpark gelegenen Gelände wird künftig eine Wohnanlage entstehen.
Gleichwohl ist es sehr zu bedauern, dass wiederum eines der die kleine Stadt prägenden Gebäude nicht zumindest in Teilen erhalten werden konnte.
Das Hauptgebäude der ehemaligen Schule war bereits im Jahre 1885 für die damalige private Knaben- und Mädchenschule gebaut worden. Bekanntlich führte die heutige Zingelstraße bis weit in das vergangene Jahrhundert den Namen Schulstraße, denn an ihrem damaligen Ende lag der Zugang zur Schule.
Nachdem in 1913 das Gebäude der Knabenschule im Landrecht unmittelbar neben der dort seit 1898 bestehenden Mädchenschule errichtet worden war - beide Schulen wurden später zur Volksschule Wilster verbunden - zog in die Gebäude am Stadtpark die neu gegründete Mittelschule Wilster ein. Die Mittelschule in Wilster ist am 03.04.1913 gegründet worden. Sie führte diese Bezeichnung bis 1966, um danach als Realschule bezeichnet zu werden.
Nach dem Umzug der Mittelschule resp. Realschule in das neu gebaute Schulzentrum zog in die Gebäude am Stadtpark für mehrere Jahrzehnte die Sonderschule "Schule am Stadtpark" ein. Seit deren Auszug in 2013 war die Stadt Wilster bemüht, das ehemalige Schulareal einschließlich der Gebäude einer anderen Nutzung zuzuführen.
Ein im Jahre 2013 von Helmut Jacobs, Wilster, verfaßter Zeitungsartikel stellt Interessantes aus der Geschichte der zu dem Zeitpunkt vor 100 Jahren gegründeten Schule vor. Der Artikel Vor 100 Jahren wurde in Wilster die Mittelschule gegründet ist in der unten aufrufbaren Datei nachzulesen.

Bildrechte: Thorben Holler, Wilster

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1956 - Chronik Klasse 5b der Mittelschule Wilster

1956 Chronik der Klasse 5b der Mittelschule Wilster - Schuljahr 1955/56
Die Mädchen und Knaben der 5 Klasse der MSV dokumentierten mit mehreren zu einer Klassenchronik zusammengefaßten Berichten das erste Jahr ihrer Schulzeit an der Mittelschule Wilster.
Zunächst waren insgesamt 54 Kinder, davon 33 Mädchen und 21 Jungen, in einer (!) Klasse zusammen unterrichtet worden. Die ob der Enge unvermeindliche Unruhe führte dazu, dass dann zwei nach Geschlechtern getrennte Klassen gebildet wurden. Zahlreiche Abgänge - viele Heimatvertriebene zogen seinerzeit mit ihren Familien aus Wilster fort - bewirkten dann, dass zunächst wieder eine gemischte Klasse gebildet wurde.
Aktiv lieferten folgende Schüler einen Bericht:
Frauke Jürgens - Vorwort
Ellen Kelting - Der erste Schultag (Klassenlehrer Gernot Rosenau)
Heimke Ahrens - Die erste Englischstunde (Frau Catharina Ahrens (genannt: "Ciele")
Antje Jansen - Wir werden zwei Klassen
Antje Looft - Immer neue Lehrer (Klassenlehrerin Frau Annelie Daske)
Marianne Schmidt - Der neue Klassenlehrer (Herr Gerhard Krause)
Antje Jansen - Gisela Kohn kommt (neue Mitschülerin)
Anita Pufahl - Die Verlobung unserer ehemaligen Lehrerin
Gisela Kohn - Die Fahrt nach Heiligenstedten (Ausflug)
Gerlinde Thomsen - Kindergilde
Alice Göttsche - Sängerwettstreit
Gisela Kloppenburg - Wir fuhren nach Burg (Wandertag)
Marlene Stitterich - Unser Sportfest
Heidemarie Resag - Eine Stunde Schulverbot (Rektor Rudolf Kroll griff durch)
Hannelore Mittelsteiner - Der Abgang unserer Englischlehrerin (Ruhestand Frau Ahrens)
Silke Ahsbahs - Hundert weniger eins ist neunundneunzig (Theaterstück der 9. und 10. Klassen)
Margot Claussen - Ein Besuch im wandernden Museum
Karin Schaak - Blut und Liebe (Theaterstück der 9. u. 10. Klassen beim Mittelschulball)
Marlis Rollenhagen - Wie wir einen Denkzettel bekamen (Disziplinierung)
Ursula Piske - Wir packen Päckchen für die Ostzone
Ilse Lindemann - Julklapp
Renate Stimming - Antwort aus der Ostzone (Dankschreiben)
Karin Schaak - Der Tag des Baumes (Pflanzaktion)
Lisa Wilde - Unser Klassenlehrer wird versetzt (Versetzung Lehrer Gerhard Krause)
Gisela Kloppenburg - Unser Rektor verläßt die Schule (Rektor Rudolf Kroll wechselt nach Lübeck)
Hannelore Mittelsteiner - Kunterbunt nach Ostern (Neuzuschnitt der Klassen)
Gerhard Martens - Ein neuer Rektor an der MSV (Rektor Otto Schuldt)
Günther Hollstein - Alles wieder im richtigen Gleis (Bildung von neuen 6ten Klassen)
Maren Hencke - Achtgeben - länger leben (Verkehrsübungswoche)
Gisela Kloppenburg - Erfolg im Sängerwettstreit
Ernst Witt - Erfolg beim Kinderfest (König: Heiner Stitterich; Kopfkönig: Bernd-Uwe Schröder)

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2017 - - 2019 Sanierung der Schleuse Kasenort a

2017 - 2019 Sanierung der Schleuse Kasenort an der Mündung der Wilsterau in die Stör.
Die Wilsterau ist ein schiffbares Gewässer I. Ordnung und steht in der Unterhaltungspflicht des Landes Schleswig-Holstein. Die Unterhaltungspflicht für das Gewässer erstreckt sich somit jedoch nur auf einen ordnungsgemäßen Zustand für den Wasserabfluss; eine Erhaltung der Schiffbarkeit ist damit nicht verbunden, denn diese ist nur insoweit zugelassen, wie die Wasserstände dieses ermöglichen. Gleichwohl war über lange Zeiträume die Wilsterau ein wichtiger Verkehrsweg für die auf dem Wasserweg per Frachtewern und -kähnen von und nach Wilster beförderten Güter. Das ist seit einigen Jahrzehnten jedoch schon Geschichte.
Die in den Jahren 1925/26 von der Stadt Wilster unter Verlegung der Mündung der Wilsterau gebaute und heute als technisches maritimes Baudenkmal geltende Kammerschleuse Kasenort diente insbesondere der Ermöglichung eines weitgehenden ungehinderten Schiffsverkehrs. Aus diesem Grunde ist das in der Deichlinie der Stör gelegene Außen- oder Unterhaupt der Schleuse auch als offenes Siel gebaut worden, während das Vorgängerbauwerk noch ein gedecktes Siel war.
Da bis zum Bau des Störsperrwerks und dessen Inbetriebnahme im Jahr 1975 die Deiche an der Stör zur ersten Deichlinie gehörten, waren die beiden Stemmtorpaare des Bauwerkes so ausgebildet worden, dass sie auch gegen höchste Sturmflutwasserstände kehren konnten.
Die Schleuse Kasenort erforderte insbesondere in den letzten Jahren erhebliche Maßnahmen zu ihrer Sanierung.
Nachdem eine Passage der Schleuse wegen deren defekter Tore an ihrem Oberhaupt bereits in den 1990er Jahren nur noch bei weitgehend ausgespiegelten Wasserständen in Stör und Wilsterau möglich war, wurden die Binnentore in den Jahren 1999 und 2000 erneuert.
Aus der örtlichen Einwohnerschaft war bereits 1995 ein Förderverein Wilster -Au und Schleuse e.V. gegründet worden, welcher sich nachdrücklich für die Erhaltung und Sanierung der im Eigentum der Stadt Wilster stehenden Schleuse einsetzt.
Zur Bewältigung von Hochwasserereignissen in der Wilsterau wurde 2017 ein leistungsfähiges Pumpwerk in das Außenhaupt der Schleuse in einem der bestehenden Umlaufkanäle integriert, um auch bei länger andauernden hohen Wasserständen in der Stör den Wasserspiegel der Wilsterau auch bei starken Niederschlagsereignissen auf einem für die Stadt Wilster und die Wilsterau schadlosen Niveau halten zu können.
Bei auch dem Hochwasser- bzw. dem Sturmflutschutz dienenden Siel- oder Schleusenbauwerken ist es Standard, dass diese eine sogenannte doppelte Sicherheit aufweisen, weshalb an dem Außenhaupt zwei Stemmtorpaare vorhanden sind. Seit 2018 werden die Stemmtorpaare des Bauwerkes saniert; in 2019 soll mit der Sanierung des zweiten Stemmtorpaares die Sanierung abgeschlossen werden.
Bei der zuvor durchgeführten Sanierung galt es, die Funktionsfähigkeit der Tore im Oberhaupt wieder herzustellen. Auch die aus Beton und gemauerten Verblendern bestehende Schwergewichtskonstruktion war zu sanieren; die beidseitige Verwallung des Schleusenbeckens war zu ertüchtigen und zu erhöhen. In der Schleusenkammer wurden neue Anleger eingebracht und das Umfeld der Schleuse miteinem rast- und Parkplatz neu gestaltet.

Bildrechte:
Bild 1: nicht bekannt
Bilder 2 - 4: Hans-Hermann Lindemann, Wilster

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1905 - Schifffahrt auf Wilsterau, Holstenau und Burger Au; Schleuse am Kaiser Wilhelm Kanal

Schleusen von Holstenau/Wilsterau und Burger Au am Kaiser-Wilhelm Kanal (NOK); Liegeplatz am Kattenstieg.
Bis in die 1930er Jahre bestand für die auf der Wilsterau verkehrenden Schiffer die Möglichkeit, von der Wilsterau direkt in den Kaiser-Wilhelm-Kanal (heute: Nord-Ostsee Kanal bzw. Kiel Kanal bzw. NOK) und weiter auch in die Burger Au zu gelangen.
Der Burger Hafen - gelegen am Rand der Wilstermarsch, deren Begrenzung dort durch die Dithmarscher Geest gebildet wird - hatte in früheren Zeiten eine erhebliche Bedeutung für das südliche Dithmarschen. Heute aber kann bei Betrachtung der schmalen Gewässer kaum noch nachvollzogen werden, daß der Burger Hafen vor der Eröffnung des Kanals (NOK) der am häufigsten angelaufene Hafen in Dithmarschen war.
Der Hafen wurde vornehmlich über die Wilsterau erreicht; die Wilsterau führt von alters her ihren Namen erst ab dem Zusammenfluß ihres Quellgewässers Holstenau mit der Burger Au.
Eine weitere Verbindung von Burg zur Elbe war früher mit der Passage von der Burger Au über den Kudensee und den um 1765 gegrabenen Burg-Kudenseer Kanal nach Büttel und die dortige Deichschleuse gegeben.
Der damaligen Bedeutung der Schifffahrt auf Wilsterau, Holstenau und Burger Au entsprechend, wurden beim Bau des NOK sowohl zur Burger Au als auch zur Holstenau/Wilsterau Schleusen angelegt. Die etwa 4,00 m tiefen Kammern dieser Schleusen waren jeweils ca. 20 m lang und 5,00 m breit. Die Grundsteinlegung der Schleusen erfolgte 1891, ihre Inbetriebnahme 1895.
Die Schleuse zur Burger Au lag am Kattenstieg, wo auch das Haus des Schleusenwärters lag, welcher die auf der anderen Seite des NOK befindliche Schleuse zur Holstenau/Wilsterauau mit bediente. Der Liegeplatz am Kattenstieg wurde wegen des moorigen Untergrundes seiner Ufer nie als Lösch- und Ladeplatz genutzt.
Mit dem 01. April 1933 wurde der Betrieb der Schleuse zur Burger Au eingestellt und sie 1937 ganz geschlossen; 1940 wurde sie verfüllt. Die Schleuse zur Holstenau/Wilsterau war bereits zuvor wegen der bedeutungslos gewordenen Schifffahrt auf diesem Teil der Gewässer eingestellt worden.

Bild 1 zeigt um das Jahr 1910 mit weit geöffneten Toren das Unterhaupt der Schleuse zur Burger Au und dem 2 km entfernten Burger Auhafen. Zwei wohl auf den damals noch vorhandenen Burger Werften gebaute Ewer sind in der Au vertäut.
Im Hintergrund sind der Klev der Geest bei Burg und der Ort erkennbar.
Bild 2 zeigt die halb geöffneten Schleusentore des Schleusenunterhauptes vom Kattenstieg aus in die Kammer gesehen und rechts das Schleusenwärterhaus.
Die ergänzend vorgestellte Ansichtskarte (Bild 3) zeigt Winterlieger im Kattenstieg um das Jahr 1905. Aus der Vielzahl der Schiffe wird deutlich, daß das auf der Geest liegende Burg ein Schifferort war.

Bildrechte Bild 1 und 2: Wasser u. Schiffahrtsamt Brunsbüttel
Die Bilder wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Herrn Rudolf Böckmann, Burg in Dithmarschen
Bild 3: Verlag H. Sötje, Burg in Dithmarschen
Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Hans-Peter Lausen, Burg in Dithmarsch

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