Alte Postkarten aus Wilster

Die 20 neuesten Objekte

1915 Markt südliche Häuserzeile und Blick zur Deichstraße a

1915 Markt südliche Häuserzeile und Blick zur Deichstraße

1915 Am Markt, südliche Häuserzeile und Blick zur Deichstraße.
Über die Dauer eines Jahrhundert prägte die Häuserzeile in unverkennbaren Weise das Bild des Marktplatzes, bis vor einiger Zeit Gebäude abgebrochen und durch Neubauten ersetzt wurden.
In dem links stehenden Gebäude hatte seinerzeit die Wilstermarsch Spar- und Leihkasse ihre Geschäftsräume; danach die Volksbank Wilster, welche das Haus 1953 modernisierte und 1969 unter Einbeziehung des links davon stehenden Gebäudes (nicht im Bild) völlig umgestalten ließ.
Dahinter folgt das Gebäude der Conditorei & Caffee Heinrich Egge, dann die Bäckerei Johannes Starck, der Barbier Frisier & Haarschneide-Salon von Detlef Heesch, das 1912/13 erbaute Geschäftshaus J.P.T. Andersen.
Das zu Beginn des Jahres 2011 ausgebrannte Cafe Egge gehörte zu den ältesten gastronomischen Betrieben in Wilster. Das Gebäude wurde bei einem Umbau Anfang der 1970er Jahre mit dem daneben stehenden Gebäude der vormaligen Bäckerei Starck im Untergeschoß zusammengebaut. Bei dem aus praktischen Erwägungen vorgenommenen Umbau im Inneren der Gebäude wurde leider auch dem Zeitgeist entsprechend im Untergeschoß der Häuser eine Fassade geschaffen, die in unharmonischer Weise die schönen Fronten der alten Häuser zerstörte. In ihren Obergeschossen wurden die sehr schön gegliederten Fassaden der Bäckerei von Johannes Starck und des Cafés von Heinrich Egge weitgehend unverändert erhalten. Insgesamt aber war die Umgestaltung allemal vorteilhafter für das historische Stadtbild als der von der Volksbank Elmshorn vorgenommene Neubau nach dem Abbruch der ausdrucksstarken Fassaden. Eine vertane Chance zur Erhaltung des überkommenen Stadtbildes!

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1912 Krummendiek - Kirche St. Georg, Pastorat

1912 Krummendiek - Kirche St. Georg, Pastorat
1912 Kirche St. Georg zu Krummendiek in der Wilstermarsch
1912 Pastorat der Kirchengemeinde Krummendiek in der Wilstermarsch

1912 Krummendiek - Kirche St. Georg, Pastorat.
Der Ort hat seinen Namen nach dem ehemaligen adligen Marsch-Gut der Herren von Krummendiek (die Gutsgebäude wurden später nach Lütjenrade (Kleve) auf die Geest verlegt). Das Geschlecht der Herren von Krummendiek ist 1598 erloschen.
Die St. Georg Kirche in Krummendiek steht in einer der kleinsten Gemeinden der Wilstermarsch.
Das aktuell nur etwa 80 Einwohner zählende Dorf hat eine weit in die Vergangenheit zurück reichende Geschichte. Die erste Kirche an diesem Ort soll 949 vom Hamburger Erzbischof Adaldag (von 937 bis 988) gestiftet worden sein. Der Ritter Hartwig Busche – dessen Familie sich später v. Krummendiek nannte – ließ 1233 eine neue Kirche bauen; der heutige Bau der St. Georg Kirche wurde im Jahre 1699 im barocken Stil errichtet.
Die Kirche lag in der Nähe einer im 13. Jahrhundert von den Herren zu Krummendiek errichtete Burg, welche 1657 von den Schweden zerstört wurde; an die Burg erinnert der Name des heute auf ihrem Areal stehenden ländlichen Gasthauses „Zum alten Schloßberg“.
Seit 1965 gehört das auf der Geest liegende Dorf Mehlbek zur Pfarrgemeinde Krummendiek, welche seinerzeit zur Kirchengemeinde Heiligenstedten-Krummendiek gehörte.
Die seit 1989 selbständige Kirchengemeinde Krummendiek-Mehlbek umfaßt das Gebiet der Kommunalgemeinden Bekdorf, Huje, Kleve, Krummendiek, Mehlbek, Moorhusen, den Ortsteil Bekhof der Kommunalgemeinde Oldendorf sowie die Hausgrundstücke Nr. 15 bis 19 im Ortsteil Honigfleth der Kommunalgemeinde Stördorf.
Für ihren Seelsorger und das Kirchenbüro hält die Kirchengemeinde in unmittelbarer Nachbarschaft zur Kirche ein Pastorat vor.

Bildrechte: Verlag Wilhelm Weeke, Hamburg

1915 Taterpfahl bzw. Taterphal an der Marschbahn

1915 Taterpfahl bzw. Taterphal
1915 Geschäftshaus Bäckerei und Kolonialwaren Handlung von Reinhold Heinrich in Taterpfahl/Taterphal
1915 an der Marschbahn westlich des Kaiser-Wilhelm-Kanals gelegener Gasthof Taterphal von Heinrich Jürgens

1915 Taterpfahl bzw. Taterphal
ist ein Ortsteil in der westlich des NOK und gegenüber der Gemeinde Kudensee auf Dithmarscher Gebiet gelegenen Gemeinde Averlak sowie der heute zur Stadt Brunsbüttel gehörenden ehemaligen Gemeinde Blangenburg-Lehe.
Taterpfahl lag an der Trasse der Marschbahn, welche von Altona über Wilster (dieses erhielt 1878 seinen ersten Bahnhof) nach Hvidding in Nordschleswig führte.
Mit dem Bau des seinerzeit Kaiser-Wilhelm-Kanal genannten heutigen NOK in den Jahren 1887 bis 1895 wurde die Bahnstrecke durchschnitten, was bei Taterpfahl den Bau einer Eisenbahndrehbrücke erforderlich machte, welche 1893 bis 1895 erbaut wurde.
Im Zusammenhang mit den bereits ab 1908 begonnenen Arbeiten zur Erweiterung des Kanals erhielt die Marschbahn eine neue Linienführung, die seit 1920 über die Hochbrücke Hochdonn führt; die Drehbrücke Taterpfahl wurde in dem Jahr wieder demontiert.
oben: Bäckerei und Kolonialwaren Handlung von Reinhold Heinrich.
mittig: "Dieses Gebäude wurde 1913 von Peter Jebens gebaut (08.05.1857 - 31.01.1940). Das Grundstück dazu war ein Geschenk von Michel Lau, dem damaligen Pächter der Gastwirtschaft "Taterphal". Die Ehefrau von Peter Jebens, Margaretha, war eine derzeit sehr bekannte Heilerin, deren Wirkungskreis sich bis in den Hamburger Raum erstreckte. Patienten, die oftmals einen weiten Weg zurücklegen mußten, suchten nach Übernachtungsmöglichkeiten, so daß aus diesem Grund das Gebäude schon 1914 erweitert wurde. Gespeist wurde von den Gästen im naheliegenden Gasthof Taterphal" (Quelle:Dithmarschen-Wiki)
unten: Gasthof Taterphal von Heinrich Jürgens
Anmerkung: Die Ortsbezeichnung Taterpfahl verweist auf den vormals hier vorhanden gewesenen Taternpfahl oder Zigeunerpfahl. An diesem an der Amts- oder Zuständigkeitsgrenze aufgestellten Rechtszeichen mußte früher das Landfahrende Volk drei Tage rasten, bis ihm gegebenenfalls von einem Vertreter der Obrigkeit der Weiterzug gestattet wurde. Die Bezeichnung Tatern wurde früher in Norddeutschland und in Skandinavien für Zigeuner gebraucht - heute bezeichnet man Angehörige dieser Volksgruppe richtigerweise als Roma oder Sinti. Tatern leitete sich von Tataren her, für welche man diese Menschen zeitweilig hielt.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1952 Brokdorf – Kirche, Schule, Meierei, Deich, Elbe, Leuchtturm

1952 Brokdorf – Kirche, Schule, Meierei, Deich, Leuchtturm
1952 - Kirche St. Nicolaus zu Brokdorf, altes Schulgebäude
1952 Brokdorf an der Elbe - Meierei bzw. Molkerei

1952 Brokdorf – Kirche, Schule, Meierei, Deich, Elbe, Leuchtturm.
oben links und Bild 2: Die Kirche St. Nicolaus zu Brokdorf wurde im Jahre 1342 erstmals urkundlich erwähnt; das Gebäude stammt aus dem Jahr 1763.
Das alte Schulgebäude wurde bis 1956 genutzt, als ein am Deich erbauter Neubau bezogen wurde.
oben rechts und Bild 3: Die 1904 erbaute Meierei in Brokdorf wurde zeitweilig als Genossenschaftsmeierei und zeitweilig als Privatmeierei betrieben. Im Jahre 1962 wurde der Betrieb stillgelegt.
unten links: Im Bereich von Stücker´s Hotel in Brokdorf bot ein im Schutz einer Buhne und des hier in einem Bogen verlaufenden Deich der Elbe gelegener kleiner Sandstrand bescheidenes Badevergnügen.
unten rechts: Das Richtfeuer in Brokdorf ist 1889 eingerichtet worden; der 1911 in Eisengitterkonstruktion erbaute Turm für das Oberfeuer war bis 1982 in Betrieb.

Bildrechte: Walter Jappe, Lübeck

1960 Schöpfmühle Honigfleth - eine Kokermühle

1960 Schöpfmühle Honigfleth - eine Kokermühle

1960 Schöpfmühle Honigfleth - eine Kokermühle.
Die zuvor in Dwerfeld stehende letzte Windschöpfmühle der Wilstermarsch ist 1960 als Kulturdenkmal nach Honigfleth versetzt worden. Am alten Standort war wegen des dort vorgenommenen Gewässerausbaues die Erhaltung der Mühle nicht möglich.
Mit seiner ersten Arbeit als Maurerlehrling durfte der spätere Ingenieur Peter J. von Holdt, Begründer dieser Heimat-Seite, an den Arbeiten zur Umsetzung der Mühle mitwirken.
Vor über 100 Jahren hatte es in der Wilstermarsch zahlreiche von Windkraft getriebene Schöpfmühlen gegeben; Hunderte dieser nach ihrer Bauart so genannten Kokermühlen (in der Wilstermarsch fälschlich Bockmühlen genannt) schöpften mit einer archimedischen Schnecke das Wasser aus den Gräben in die höher gelegenen bedeichten Wettern.

Bildrechte: Verlag Ferd. Lagerbauer & Co. Hamburg

1968 Brokdorf - Elbe, Strand, Leuchtfeuer

1968 Brokdorf - Elbe, Strand, Leuchtfeuer
1968 Brokdorf - Elbe, aufgespülter Strand hinter dem Parallelwerk
1968 Brokdorf - Elbe, aufgespülter Strand hinter dem Parallelwerk

1968 Brokdorf - Elbe, Strand, Leuchtfeuer.
links: Das Richtfeuer in Brokdorf ist 1889 eingerichtet worden; der 1911 in Eisengitterkonstruktion erbaute Turm für das Oberfeuer war bis 1982 in Betrieb.
rechts: Im Zusammenhang mit dem Ausbau des Fahrwassers der Elbe war zur Stärkung der Tidekraft der Fahrrinne in größerem Abstand zum Deichfuß ein steinernes Parallelwerk errichtet worden. Die Fläche zwischen dem Parallelwerk und dem Deich wurde ab Sommer 1964 auf größerer Länge vor der Kirch-Ducht mit Sand aufgespült.
Durch rautenförmig angeordnete Sandfangzäune und Anpflanzungen wurde der Sandflug auf den Deich und das Dorf verhindert.

Bildrechte:Verlag Stramm & Co., St. Michaelisdonn

2017 Orkan Herwart wütete im Stadtpark Wilster

2017 Orkan Herwart wütet im Stadtpark der Stadt Wilster
2017 Orkan Herwart wütet im Stadtpark der Stadt Wilster

2017 Orkan Herwart wütete im Stadtpark Wilster
Das in der Nacht vom 29./30. Oktober mit Windgeschwindigkeiten bis zu 140 km/h über Norddeutschland ziehende Orkantief Herwart verursachte vielerorts Schäden.
Im Stadtpark hielt eine mächtige sehr alte Esche dem Druck des Sturmes nicht stand. Glücklicherweise kamen beim Fall des Baumes keine Menschen zu Schaden und auch das in der Nähe stehende Mausoleum der Etatsrätin Doos, einer Wohltäterin der Stadt Wilster, blieb unbeschädigt.

Bildrechte: Thorben Holler, Wilster

1917 Gasthaus "Zum Dückerstieg" in Neuendorf-Sachsenbande b SF

1917 Saal im Gasthaus "Zum Dückerstieg" in Neuendorf-Sachsenbande in der Wilstermarsch

1917 Saal im Gasthaus "Zum Dückerstieg" in Neuendorf-Sachsenbande.
Der Gasthof gehörte zu den vielen früher an den Landstraßen gelegenen Krügen mit Ausspann, die den Fuhrleuten Möglichkeiten zur Rast und zur Versorgung der Gespanne boten.
Das "Zum Dückerstieg" gehört heute zu den wenigen noch betriebenen ländlichen Gasthäusern, die vor Jahrzehnten in den Dörfern der Wilstermarsch noch zahlreich vorhanden waren; er erfreut sich heute eines ganz ausgezeichneten Rufes. Zur Zeit der Aufnahme wurde das Gasthaus von Heinrich Schuldt betrieben; einer seiner Nachfolger war Otto Prüß, dessen Nachkommen heute das Haus sehr erfolgreich bewirtschaften.

Bildrechte: Ludwig Behning, Wilster
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Udo Urban, Wilster

1918 Theatergruppe - junge Frauen auf einer Bühne SF

1918 Wilsteraner Theatergruppe - junge Frauen auf einer Bühne

1918 Theatergruppe - junge Frauen
Die in Kostümen auf einer Bühne posierenden jungen Frauen gehörten offenkundig einer wilsteraner Theatergruppe an.
Über die Namen der abgebildeten Personen sowie über die Gruppe liegen bisher keine Erkenntnisse vor.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: Die Karte befindet sich in der Sammlung Udo Urban, Wilster

1932 Liedertafel Wilster - Vatertagstour zum Paradiessprudel in Burg SF

1932 Vatertagstour der Liedertafel Wilster zum Paradiessprudel in Burg

1932 Vatertagstour der Liedertafel Wilster zum Paradiessprudel in Burg.
Die Sänger der im Jahre 1842 gegründeten Liedertafel Wilster pflegten auch im neunzigsten Jahr des Bestehens ihrer Vereinigung nicht nur das gemeinsame Singen, sondern trafen auch zu weiteren gesellschaftlichen Anlässen zusammen.
So fuhren zahlreiche Sänger am Himmelsfahrtstag des Jahres 1932, am Donnerstag dem 05. Mai, mit dem Bus in das Paradiestal bei Burg, um von hier aus weitere Aktivitäten durchzuführen. Das Foto zeigt die Gruppe vor dem Omnibus und den Gebäuden des Paradiessprudel, in welchem seinerzeit eine Gaststätte betrieben wurde.
Leider sind die Namen der Sänger nicht bekannt - um Mithilfe wird gebeten!
Ganz links steht Hans Winter, der fünfte von rechts ist Friseurmeister Markus Wilkens, der neunte von rechts (mit der Hand in der Hosentasche) ist Johann Schwarck, Herausgeber der Wilsterschen Zeitung.

Bildrechte: Photo Lorenz, Burg in Dithmarschen
Anmerkung: Die sogenannte "Private Ansichtskarte" befindet sich in der Sammlung Udo Urban, Wilster

1930 Schinkenfahrt der Liedertafel Wilster nach Burg SF

1930 Schinkenfahrt der Liedertafel Wilster nach Burg in Dithmarschen
1930 Schinkenfahrt der Liedertafel Wilster nach Burg in Dithmarschen

1930 Schinkenfahrt der Liedertafel Wilster
Die Mitglieder der Liedertafel Wilster nutzten am Donnerstag, 29.05.1930 den Feiertag Christi Himmelfahrt für eine als Schinkenfahrt bezeichnete sogenannt Vatertagstour nach Burg in Dithmarschen.
Die festtäglich gekleideten Herren genossen die Tour unter Musikbegleitung eines Gitarristen und stärkten sich mit Schinken und "geistigen Getränken".
Von den Personen konnten bisher benannt werden:
Hans Winter (im Vordergrund in der Mitte sitzend), rechts neben ihm Heinrich Danielsen; ganz rechts sitzend Otto Stücker; Adolf Schuldt (hinten stehend zweiter von rechts) (Bild 1).

Bildrechte: Photo Lorenz, Burg in Dithmarschen
Anmerkung: Die sogenannten "Privaten Ansichtskarten" befinden sich in der Sammlung Udo Urban, Wilster

1932 Liedertafel Wilster - Tafelrunde zum neunzigjährigen Bestehen SF

1932 Liedertafel Wilster - Tafelrunde zum neunzigjährigen Bestehen

1932 Liedertafel Wilster - Tafelrunde zum neunzigjährigen Bestehen.
In festlicher Runde begingen am 07. Januar 1932 die Herren der Wilsteraner Liedertafel von 1842 das neunzigjährige Bestehen ihrer Gemeinschaft.
Es ist heute leider so, daß derartige traditionsreiche Vereinigungen auch infolge der vielfältig gewordenen Freizeitangebote erhebliche Nachwuchssorgen haben. Daher wäre der Liedertafel Wilster sehr zu wünschen gewesen, daß sich immer wieder aufs neue Männer finden, welche als Sänger ihren Chor bereichern. So aber blieb den zuletzt nur noch 15 Sängern nichts anderes übrig, als ihren "eingetragenen Verein" zum Jahresende 2015 aufzulösen.
Der Bericht über die Auflösung des Vereins kann in der unten aufrufbaren Datei nachgelesen werden.

Bildrechte: Ludwig Behning, Wilster
Anmerkung: Die sogenannte "Private Ansichtskarte" befindet sich in der Sammlung Udo Urban, Wilster

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1920 Büttel - Festumzug der Ringreiter durch die Deichstraße

1920 Büttel - Festumzug der Ringreiter durch die Deichstraße
1919 Büttel - Festumzug der Ringreiter durch die Deichstraße

1920 Büttel - Festumzug der Ringreiter durch die Deichstraße
Nach dem alljährlichen Wettkampf geleitet der Festumzug der Ringreiter den dabei ermittelten Sieger, den Ringreiter-König, durch die Deichstraße in Büttel. Neben zahlreichen Zuschauern begleiten drei Kutschen und etwa dreißig Reiter ihren König.
Der "König" ist als solcher gekennzeichnet durch eine über die Brust gespannte Schärpe sowie durch eine pompöse Kopfbedeckung.
Alle auf dem Foto abgebildeten männlichen Personen, Reiter, Honoratioren, Kutscher, Zuschauer und Knaben tragen Kopfbedeckungen, Reiterkappen, Mützen, Hüte und der Kutscher sogar einen Zylinderhut.
Links ist der Falkenhof zu erkennen, im Hintergrund das Gebäude der Bäckerei Stapelfeldt sowie dahinter das Geländer der vor dem Deichsiel über den Kanal führenden Brücke.
Das Foto wurde wurde offenbar vom Balkon der am Deich stehenden Gastwirtschaft "Zur Schleuse" aufgenommen.
Ein ähnliches Foto von einer derartigen Veranstaltung ist in dem Buch „Büttel an der Elbe“ (erschienen 1989 im Verlag Ubres, München) auf Seite 240 wie folgt beschrieben: “ Festzug mit dem Ringreiterkönig Hermann Ewers im Jahre 1919, links der Falckenhof, dahinter Haus Stapelfeld, dahinter Brückengeländer über die Schleuse, rechts davon das Haus von Klaus Schmidt am Deich“. (sh. Bild 3)
Interessant ist, dass die vorgestellte Karte zu Bauer Feil auf dem Ostermoor geschickt wurde, wo am Ostermoorweg der Feil Hof lag, auf dem die Empfängerin vermutlich in Stellung war.

Bildrechte: nicht bekannt (vermutlich Amandus Dohrn, Büttel)

1921 Wewelsfleth, Schiffswerft Junge, Dienstbarkasse „MÖVE“

1921 Wewelsfleth, Schiffswerft Junge, Dienstbarkasse „MÖVE“

1921 Schiffswerft Johann Junge, Dienstbarkasse „MÖVE“ für das Königliche Wasserbauamt Glückstadt.
Dem Amt in Glückstadt – Nachfolgerin des dortigen Deichkondukteurs – oblag die Aufsicht über die schiffbaren Gewässer der Elbe von Wedel bis Brunsbüttel, der Stör, der Wilsterau, der Krückau und der Pinnau.
Die neue Dienstbarkasse war vorgesehen zur Durchführung von Inspektionsfahrten auf den dem Amt unterstehenden Wasserstraßen.
Die 1859 von den Brüdern Christopher und Johann Junge gegründete Werft in Wewelsfleth hatte sich ein ganz hervorragendes Renommee hinsichtlich ihrer Konstruktionen und der Ausführung erworben, weshalb sie auch Aufträge staatlicher Behörden erhielt. Die Werft wurde bis 1918 von Gustav Junge betrieben und dann verkauft.

Bildrechte: Schiffswerft Johann Junge, Wewelsfleth

Tracht der Wilstermarsch 1919 Vorführung in St. Margarethen e

Tracht der Wilstermarsch 1919 Vorführung in St. Margarethen

Tracht der Wilstermarsch 1919 Vorführung in St. Margarethen
In den ersten Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts wurde vom damaligen Heimatverein Wilstermarsch die in früheren Zeiten übliche Tracht wiederentdeckt und zu besonderen Anlässen von der Trachtengruppe vorgeführt.
Die alte Wilstermarsch-Tracht war auch zuvor überwiegend zu besonderen Anlässen - an Sonntagen, bei geselligen Veranstaltungen und auch bei besonderen Festen im Jahresverlauf getragen wurde; sie hielt sich auf dem Lande länger als in der Stadt, wurde aber nach Beginn des 19ten Jahrhunderts nur noch selten getragen.

Bildrechte: Amandus Dohrn, Büttel – St. Margarethen

1909 Fahrradtour durch die Wilstermarsch

1909 Fahrradtour durch die Wilstermarsch
1909 Fahrradtour durch die Wilstermarsch

1909 Fahrradtour durch die Wilstermarsch
Es war vor weit über einhundert Jahren sicherlich nicht alltäglich, dass Jugendliche mit dem Fahrrad mehrtägige Radtouren unternahmen, denn die Beschaffenheit der Straßen war mit den heutigen Zuständen nicht zu vergleichen. Es fehlten nicht nur Radwege, auch die Oberflächenbeschaffenheit der Straßen war dem Fahrkomfort nicht zuträglich. Die Ausrüstung damaliger Fahrräder war zudem mit heutigen Rädern nicht zu vergleichen, was noch mehr für das mitzunehmende Equipment galt.
Überdies war es zumeist nur durch postalische Nachrichten - Briefe und Postkarten - möglich, Kontakt zum Elternhaus herzustellen.
Von einer Tour, die ihn mit Freunden von Rendsburg über Itzehoe durch die Marsch bis Wewelsfleth führte, berichtete mit einer Postkarte am 30. August 1909 Johannes Söhrnsen seinen Eltern in Rendsburg, Hohestraße 21.
Eine Transkription der Karte kann unten aufgerufen werden.

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1976 Protest gegen Bau des Kernkraftwerkes Brokdorf c

1976 Protest gegen Bau des Kernkraftwerkes Brokdorf in der Wilstermarsch

1976 Protest gegen Bau des Kernkraftwerkes Brokdorf
Der beabsichtigte Bau eines Kernkraftwerkes bei Brokdorf führte seinerzeit zu scharfen Auseinandersetzungen sowohl in der Öffentlichkeit als auch in und zwischen den politischen Parteien.
Die Diskussionen um das Kernkraftwerk Brokdorf spaltete seinerzeit die Bevölkerung der Wilstermarsch in Gegner und Befürworter - kaum jemand hatte keine eigene Position zu dem Thema.
Bei Demonstrationen vor dem Baugelände in Brokdorf blieb es leider nicht friedlich. Insbesondere die Teilnahme linksradikaler und den Staat ablehnender Chaoten sowie das unsensible Vorgehen der Polizei gegen jede Form von Protest, führte zu einer Eskalation der Gewalt.

Bildrechte: Bürgerinitiative Umweltschutz Unterelbe

1903 Hanssen´s Gasthof „Zur Erholung“ in Kudensee (Ex)

1903 Hanssen´s Gasthof „Zur Erholung“ in Kudensee in der Wilstermarsch

1903 Hanssen´s Gasthof „Zur Erholung“ in Kudensee
Der kleine Gasthof war gelegen am Burg-Kudenseer Kanal, auch Bütteler Kanal bzw. in Kudensee „Lütten Kanol“ genannt.
Der heute verwunderlich erscheinende Umstand der Existenz mehrerer Gasthöfe auch in den kleinsten Orten der Wilstermarsch ist darauf zurückzuführen, dass früher zur Eröffnung einer Gastwirtschaft keine Konzession erforderlich war. Aus diesem Grunde versuchten viele Familien, sich mit einem Schankbetrieb ein Zubrot zu verdienen.

Bildrechte: Karl Kuskop, Wilster
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in einer externen Sammlung.

1908 St. Margarethen - Dorfstraße, Poststraße

1908 St. Margarethen - Dorfstraße, Poststraße
1908 Dorfstraße in St. Margarethen in der Wilstermarsch
1908 Dorfstraße in St. Margarethen in der Wilstermarsch

1908 St. Margarethen - - Dorfstraße, Poststraße
oben (Bild 2): Dorfstraße; im Hintergrund das heutige Gemeindezentrum „Dolling-Haus“, seinerzeit „Haacks Gasthof“. Von links die Häuser der Familien Dohrn, Schlag und Junge.
mittig: Poststraße mit dem heute unter Denkmalschutz stehenden Haus „von Osten“, in welchem sich die erste Poststelle des Dorfes befand.
Daneben das Geschäftshaus von Rudolf Franzenburg.
Hinten die Kirche St. Margarethen sowie rechts im Anschnitt Haacks Gasthof.
unten (Bild 3): Steinzeug- und Colonialwaren Handlung von Heinrich Thode im Haus Dorfstraße 35. Das Gebäude wurde ca. 1980 durch ein mehrgeschossiges Wohnhaus ersetzt.
Das rechts daneben stehende Gebäude besteht heute noch; das Haus ist sehr stimmig restauriert und befindet sich in einem sehr gepflegten Zustand - ein Schmuckstück für den Ort.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1905 Wewelsfleth - Dorfstraße, Gasthaus

1905 Dorfstraße in Wewelsfleth in der Wilstermarsch
1905 Dorfstraße in Wewelsfleth in der Wilstermarsch

1905 Wewelsfleth - Dorfstraße
Blick von der Einmündung der Straße Deichreihe in die Dorfstraße.
Ganz rechts das Gasthaus "Zur guten Hoffnung". Das sehr interessante Gebäude, in welchem neben der Gastwirtschaft auch ein Festsaal mit Bühne betrieben wurde, besteht heute leider nicht mehr; das Haus brannte am 28. Januar 1973 vollständig ab. Zum Zeitpunkt der Aufnahme wurde in dem schönen das Ortsbild prägenden Gebäude die Gastwirtschaft "Zur guten Hoffnung" von Marcus Dunkel betrieben, welcher zugleich auch den Beruf des Viehhändlers ausübte.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

 

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