Alte Postkarten aus Wilster

Folgende Objekte möchte ich besonders hervorheben

Heimatseite mein-wilster seit 10 Jahren im Internet - der Name Wilster geht um die Welt

Annonce v. 15.02.2019 im Dat Keesblatt ut Wilster
Bericht im Wochenblatt Dat Keesblatt ut Wilster, Ausgabe v. 15.02.2019
Strandung des englischen Steamers WILSTER am 28. Februar 1902 während eines heftigen Sturmes vor der Küste von Rockport, Massachusetts, USA
1903 britischer Steamer WILSTER in West Hartlepool, England

Der Name Wilster geht um die Welt
Heimatseite "mein-wilster" seit 10 Jahren im Internet
Unter dieser Überschrift berichtete das Wochenblatt "Dat Keesblatt ut Wilster" in seiner Ausgabe vom 15. Februar 2019 über das zehnjährige Bestehen der Heimatseite "mein-wilster".
Als Beispiel für die inhaltliche Breite der Heimatseite wird über den aus Wilster gebürtigen und seit 1843 im englischen West Hartlepool ansässigen Reeder P.O.E. Trechmann berichtet, unter dessen Flagge über die Dauer vieler Jahrzehnte Schiffe mit dem Namen WILSTER über die Weltmeere fuhren (sh. Abbildungen 3 und 4).
Der Wunsch des Betreibers von mein-wilster, auf seiner Heimatseite künftig vermehrt auch vergangenes Alltagsgeschehen in der Marschenstadt und den Orten der Wilstermarsch zu dokumentieren, schließt den Bericht ab.

Anmerkung: Der gesamte Bericht kann in der unten aufrufbaren Datei nachgelesen werden.

Hier finden Sie noch weitere Informationen (als Datei)

Die 20 neuesten Objekte

1968 Schleuse Kasenort, Binnenschiff CHRISTINA, Verholen der Schlengel

1968 Schleuse Kasenort, Binnenschiff CHRISTINA, Verholen der Schlengel

1968 Schleuse Kasenort, Binnenschiff CHRISTINA, Verholen der Schlengel.
Alljährlich zweimal, nämlich zu Beginn und zum Ende der Segelsaison, mußten die im Sommer im Seglerhafen im Außentief der Großen Feldwettern liegenden Pontons der Schlengelanlage durch die Schleuse Kasenort verholt werden. Die Arbeit wurde im freiwilligen Arbeitseinsatz von den Segelkameraden der Seglervereinung Wilster SVW geleistet.
Das Foto zeigt die Segler mit den Pontons vor dem Unterhaupt der Schleuse, in welche gerade von der Stör kommend das Binnenschiff CHRISTINA (ex MELPOMENE) einläuft.

Bildrechte: Heino Looft, Wilster

1983 Bau des Kernkraftwerks Brokdorf - Luftbild

1983 Luftbild - Bau Kernkraftwerk Brokdorf

1983 Bau des Kernkraftwerks Brokdorf
Die Sicherheitshülle des Druckwasser-Reaktors hat einen Durchmesser von 56 m. Die Stärke der Blechhülle beträgt 30 bis 42 mm, die Betonaußenhülle ist 1,00 m dick.
Der Bau des Kernkraftwerk Brokdorf hatte seit 1976 zu scharfen Auseinandersetzungen sowohl in der Öffentlichkeit als auch in und zwischen den politischen Parteien geführt.
Die Diskussionen um das Kernkraftwerk Brokdorf spaltete seinerzeit die Bevölkerung der Wilstermarsch in Gegner und Befürworter - kaum jemand hatte keine eigene Position zu dem Thema.
In der Region bewirkte insbesondere neben der grundsätzlichen Ablehnung der Kernkraft die seitens der damaligen Landesregierung kurzfristig vorgenommene Änderung des Landsraumordnungsplanes (Sonderfunktion Kraftwerksstandort Brokdorf anstelle „nur“ Wohnen, Erholung, Landwirtschaft) und die handstreichartige Besetzung des Baugeländes erhebliche Empörung.
1978 fand auf dem Marktplatz in Wilster eine eindrucksvolle Demonstration gegen den Bau des Atomkraftwerkes Brokdorf statt. Es war die bis dahin größte Demonstration der Anti-AKW-Bewegung.
Es folgte eine Reihe verschiedener Protestveranstaltungen in der Wilstermarsch und an anderen Orten.
Der Bau der Anlage erfolgte dennoch, die Inbetriebnahme erfolgte im Oktober 1986.
Jahrzehnte später - die dauerhafte Entsorgung des hochradioaktiven Abfalls ist immer noch nicht gesichert - steht mit dem Ausstieg Deutschlands aus der Nutzung der Kernkraft die Abschaltung der Anlage spätestens zum 31.12.2021 fest.

Bildrechte: Foto Knaack, Itzehoe

1950 Milchtransport auf dem Bütteler Kanal (Burg-Kudenseer Kanal)

1950 Milchtransport auf dem Bütteler Kanal (Burg-Kudenseer Kanal)

1950 Milchtransport auf dem Bütteler Kanal (Burg-Kudenseer Kanal)
Das Foto zeigt das Landwirte-Ehepaar Anna und Heinrich Schmidt beim Transport der in Kannen gefüllten Milch mit dem Boot zur Bütteler Meierei.
Das Bauernhaus Schmidt ist auf dem Foto rechts im Hintergrund zu sehen.
Der Hof Schmidt (Hof Anhang 20 gem. dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild") besteht heute nicht mehr. Der in Kuhlen, Gemeinde Büttel, gelegene Hof mußte zu Beginn der 1970er Jahre der Industrieansiedlung im Raum Brunsbüttel weichen.
Die damalige Betriebsgröße der Gehöfte der Wilstermarsch lag zwischen 20 bis 30 Hektar; die Flächen wurden zumeist als Weideland genutzt, die Milchwirtschaft war eine Haupteinnahmequelle der Bauern.
Es gab zur damaligen Zeit mehrere kleine Meiereien in den Orten der Wilstermarsch. Zum Einzugsgebiet der 1973 geschlossenen Meierei Büttel gehörte Büttel mit Kuhlen, Altenkoog, Ostermoor und Brunsbüttel-Süd, Kudensee, Landscheide und Flethsee, St. Margarethen mit Osterbünge und Heideducht.

Anmerkung: Die Bennennung der abgebildeten Personen (ihrer Großeltern) erfolgte durch Maren Hayenga, Wilster.

1952 Wewelsfleth - Gaststube im Gasthaus Neues Fährhaus

1952 Wewelsfleth - Gaststube im Gasthaus Neues Fährhaus
1952 Wewelsfleth - Gaststube im Gasthaus Neues Fährhaus
1952 Wewelsfleth - Gaststube im Gasthaus Neues Fährhaus

1952 Wewelsfleth - Gaststube im Gasthaus Neues Fährhaus.
Das „Neue Fährhaus“ wurde seinerzeit betrieben von Frieda Dierks und Sohn.
Das Gasthaus „Neues Fährhaus“ steht direkt gegenüber der Zufahrt zur seinerzeitigen Fähre über die Stör; die Fähre wurde bekanntlich im Zusammenhang mit der über das Stör-Sperrwerk führenden Straßenverbindung der B 431 unrentabel und daher 1980 eingestellt.
Unmittelbar neben dem „Neuen Fährhaus“ befindet sich das historische „Alte Fährhaus“.
Die Wilsteraner Segler kehrten seinerzeit gerne im Neuen Fährhaus ein, wenn die Tideverhältnisse am Abend eine Rückkehr zum Kasenort nicht mehr zuließen und einen Aufenthalt in Wewelsfleth bewirkten, denn vor Jahrzehnten waren die Segelboote noch nicht mit Motoren ausgestattet.

Bildrechte: Walter Jappe, Lübeck
Reg. mein-wilster: 1879 AK

1907 Pfeife rauchende Frauen d

1907 Pfeife rauchende Frauen in Kudensee in der Wilstermarsch
1907 Pfeife rauchende Frauen in Kudensee in der Wilstermarsch
1907 Pfeife rauchende Frauen in Kudensee in der Wilstermarsch

1907 Pfeife rauchende Frauen in Kudensee.
Eine ganz besondere Eigenart wurde in der Wilstermarsch mit dem sogenannten „Tabak saufen“ ausgeübt. Sowohl Männer als auch Frauen rauchten aus Tabakspfeifen mit sehr langen Stielen und einem Pfeifenkopf aus Porzellan (dieser zumeist mit einem Deckel versehen). Es war nicht ungewöhnlich, sich nach Feierabend zu einem gemütlichen Schwätzchen oder zum Kartenspiel bei einer Pfeife Tabak zusammen zu finden, so wie die abgebildeten alten Damen aus Kudensee.
Heute kaum nachvollziehbar, war in früheren Zeiten auch das Rauchen in ganz bestimmter Weise reglementiert. So wie beispielsweise in den "Artikuln für die Osterbünger und Wetterndorfer Gilde von 1739" in Artikel 10. Danach sollten die Pfeifen der Männer stets "mit einem Deckel oder Doppe wohl versehen seyn. Wonach sich die Frauenspersonen, bey welchen das Tobakrauchen gemein ist, zu richten; fürnehmlich sich aber dessen bey der Flachs- und Hampfarbeit gänzlich zu enthalten haben".

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Reg. mein-wilster: 1880 AK

1959 gebaut in Wewelsfleth - LAMARA ex FAIR LADY ex SØNDERBORG

1959 MS SØNDERBORG
LAMARA ex FAIR LADY ex SØNDERBORG
2018 LAMARA ex FAIR LADY ex SØNDERBORG

1959 gebaut in Wewelsfleth - LAMARA ex FAIR LADY ex SØNDERBORG
Das Schiff wurde 1959 in Wewelsfleth auf der Werft von Hugo Peters unter der Baunummer 500 für die Reederei Ernst Zenner in Kiel erbaut.
Der Stapellauf des Neubaues erfolgte am 14. Juli 1959, wobei er den Namen SØNDERBORG erhielt und in der Folge für sogenannte Butterfahrten von Flensburg nach Sønderborg in Dänemark eingesetzt wurde.
Bild 1 zeigt das Schiff in seinem ursprünglichen Zustand ohne seine später gebaute Brücke.
1961 wurde das Schiff nach Enkhuizen in die Niederlande verkauft, von wo es unter dem Namen FAIR LADY auf dem Ijsselmeer fuhr.
Im Jahr 1974 wurde das Schiff erworben von der Reederei Schäfer in Laboe, welche es umbauen und neu ausrüsten ließ. Unter dem Namen LAMARA fuhr das Schiff auf der Kieler Förde, um dann 1990 nach Rügen verkauft zu werden, wo es im Greifswalder Bodden eingesetzt wurde.
2003 wurde das Schiff von Kapitän Heinrich Olbert erworben, der es vom Ostseebad Baabe auf Rügen aus bis 2016 für Schiffstouren durch das Biosphärenreservat Südost-Rügen einsetzte.

Quelle MS LAMARA

1964 Sandvorspülungen vor dem Deich bei Brokdorf b

1964 Sandvorspülungen vor dem Deich bei Brokdorf
1964 Sandvorspülungen vor dem Deich bei Brokdorf
1964 Sandvorspülungen vor dem Deich bei Brokdorf
1964 Sandvorspülungen vor dem Deich bei Brokdorf

1964 Sandvorspülungen vor dem Deich bei Brokdorf.
In den 1960er Jahren wurde der vor dem Ortsteil Osterende befindliche und hinsichtlich seiner Linienführung etwas zurück springende und dennoch schar liegende Deich durch eine Vorspülung gesichert.
Dabei erfolgte im Zuge des Flußbaues an der Elbe auf größerer Länge eine Sandaufspülung.
Die vorgestellten Fotos zeigen diese Arbeiten.
Nach Beendigung der baulichen Maßnahmen zeigte sich, dass von den trocken fallenden Sandflächen ein erheblicher Sandflug erhebliche Belästigungen im Dorf bewirkte. Durch rautenförmig angeordnete Sandfangzäune und Anpflanzungen wurde der Sandflug auf den Deich und das Dorf verhindert.

Bildrechte: Lothar Karstens, Brokdorf
Anmerkung: Die Fotos wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt durch Herrn Karl Kautz, Brokdorf

1964 Sandvorspülungen vor dem Deich bei Brokdorf a

1964 Sandvorspülungen vor dem Deich bei Brokdorf
1964 Sandvorspülungen vor dem Deich bei Brokdorf
1964 Sandvorspülungen vor dem Deich bei Brokdorf
1964 Sandvorspülungen vor dem Deich bei Brokdorf

1964 Sandvorspülungen vor dem Deich bei Brokdorf.
Brokdorf war und ist für die Wilsteraner insbesondere im Sommer ein Ausflugsziel, um hier zu baden – heute wird das Brokdorfer Freibad benutzt.
Für den heute in der Elbe nicht mehr ausgelebten Badebetrieb gab es vor 1960 nur einen kleinen Sandstrand vor Stücker´s Hotel, ansonsten lag der Deich schar.
Der das Dorf und die dahinter liegende Marsch vor Hochtiden der Elbe und vor Sturmfluten schützende Deich verläuft seit alters her in schlanken Windungen. Diese sind der Geschichte des Deichbaues und den dabei immer wieder hinzunehmenden Rückschlägen geschuldet. Die durch Deichbrüchen entstandene Wehlen mussten früher umgangen werden.
In den 1960er Jahren wurde der vor dem Ortsteil Osterende befindliche und hinsichtlich seiner Linienführung etwas zurück springende und dennoch schar liegende Deich durch eine Vorspülung gesichert.
Dabei erfolgte im Zuge des Flußbaues an der Elbe auf größerer Länge eine Sandaufspülung.
Die vorgestellten Fotos zeigen diese Arbeiten.
Nach Beendigung der baulichen Maßnahmen zeigte sich, dass von den trocken fallenden Sandflächen ein erheblicher Sandflug erhebliche Belästigungen im Dorf bewirkte. Durch rautenförmig angeordnete Sandfangzäune und Anpflanzungen wurde der Sandflug auf den Deich und das Dorf verhindert.

Bildrechte: Lothar Karstens, Brokdorf
Anmerkung: Die Fotos wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt durch Herrn Karl Kautz, Brokdorf

1963 Fähre ODIN an der Fährstelle Brunsbüttel

1963 Fähre ODIN an der Fährstelle Brunsbüttel über den Nord- Ostsee Kanal
1963 Fähre ODIN an der Fährstelle Brunsbüttel über den Nord- Ostsee Kanal

1963 Fähre ODIN an der Fährstelle Brunsbüttel
Nachdem seit Eröffnung des Kanals im Jahre 1895 zunächst Seilfähren den Kanal querten, waren mit dessen in den Jahren von 1907 bis 1914 vorgenommenen Verbreiterung neue Fähranleger gebaut und leistungsfähige freifahrende Dampffähren im Jahre 1911 in Dienst gestellt worden.
Die nach Gottheiten aus der nordischen Mythologie benannten drei baugleichen Fähren ODIN, HEIMDALL und THOR waren auf der Nüschke & Co. Schiffswerft Kesselschmiede und Maschinenbau-Anstalt AG in Stettin gebaut worden.
Während die Fähre THOR im II. Weltkrieg bei einem Bombenangriff am 18.06.1944 zerstört wurde, verrichteten ODIN und HEIMDALL den Dienst bis 1966. Von 1944 waren sie bis zu dem genannten Jahr von der zuvor in Kiel eingesetzten und 1907 gebauten Fähre PRIMUS unterstützt worden.
Der bei Brunsbüttel in die Elbe einmündende Nord-Ostsee-Kanal (früherer Kaiser-Wilhelm-Kanal) bildet auf einer Teilstrecke die optisch wahrnehmbare Abgrenzung zwischen der Wilstermarsch und der Landschaft Dithmarschen.
Der knapp 100 km lange Kanal durchquert Schleswig-Holstein von der Elbmündung an der Nordsee bis zur Kieler Förde an der Ostsee und ist die meistbefahrene künstliche Wasserstraße der Welt. Die heutige Bundeswasserstraße wurde 1895 als Kaiser-Wilhelm-Kanal eröffnet und trug diesen Namen bis 1948.
Hinsichtlich der kommunalen Grenze zwischen dem zum Landkreis Steinburg gehörenden Büttel und dem zu Dithmarschen gehörenden heutigen Brunsbüttel sowie historisch korrekt bildete allerdings der vom Holstenreck am Elbdeich sich nach Norden erstreckende Holstengraben die Grenze. Der Holstengraben war 1560 zur Entwässerung des damals vorhandenen Hochmoores gegraben worden.
Das damalige Brunsbüttelkoog ist 1948 zur Stadt erhoben worden und führt nach mehreren Eingemeindungen - u.a. des alten Kirchortes Brunsbüttel - seit 1970 den Namen Brunsbüttel.
Viele Jahrzehnte lang stellten die Fähren bei Brunsbüttel die leistungsfähigste über den Kanal führende Querungsmöglichkeit zwischen Dithmarschen und Steinburg dar.

Bildrechte: Dieter Schröder, Kleve

1927 Kellinghusen - Fahrzeuge Gütertransportgesellschaft Wilster, Mühlenbetrieb Volkery

1927 Fahrzeuge der Gütertransportgesellschaft Wilster, Mühlenbetrieb Volkery beim Stadtfest in Kellinghusen

1927 Kellinghusen - Fahrzeuge Gütertransportgesellschaft Wilster, Mühlenbetrieb Volkery aus Wilster
Offenbar anläßlich der Feiern zur Begehung des Jubiläums 50 Jahre Stadtrechte Kellinghusen - der Flecken war 1877 zur Stadt erhoben worden - war eine große Delegation aus Wilster in die Nachbarstadt gefahren.
In Kellinghusen Am Markt vor dem Hotel "Stadt Hamburg" (Wirt: A.F. Fiedler) haben mit vielen Gästen beladene Fahrzeuge der Firmen
- Gütertransportgesellschaft Wilster
- Mühlenbetrieb Heinrich Volkery
Aufstellung bezogen.
Es konnte noch nicht ermittelt, ob es sich bei der Gütertransportgesellschaft Wilster um einen Zusammenschluß örtlicher Fuhrunternehmer handelt. Im Adressbuch 1926 sind folgende aufgeführt:
August Engelke-Stock, Deichstraße 31
Heinrich Klingforth, Rumfletherstraße 20
Johannes Münster, Burgerstraße 9
Bernhard Schelig, Hinter der Stadt 38 (heutige Hans-Prox-Straße)
Klaus Schwarck, Schulstraße 14 (heutige Zingelstraße)
In dem auf dem abgebildeten Fahrzeug der Gütertransportgesellschaft als Adresse genannten Haus Schmiedestraße 24 wohnte seinerzeit der Kaufmann Johannes Rademann.

Bildrechte: Johannes Claudius Weyh, Wilster
Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Martin Weyh

1904 Gastwirtschaft Holsteinisches Haus in St. Margarethen (SF)

1904 Gastwirtschaft Holsteinisches Haus in St. Margarethen in der Wilstermarsch

1904 Gastwirtschaft Holsteinisches Haus in St. Margarethen.
Der seinerzeit von H.F. Rogge betriebene Gasthof stand an der Hauptstraße in St. Margarethen unmittelbar am Elbdeich, welcher beiderseits des Gebäudes zu erkennen ist.
Vermutlich wurde das Gebäude wenige Jahre nach der Aufnahme durch einen Neubau ersetzt, denn etwas jüngere Aufnahmen zeigen ein verändertes Haus.

Bildrechte: Photographenanstalt Louis Grünewald, Hamburg
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Max D. Grüneklee, Itzehoe

1905 Straßen-Drehbrücke Rendsburg (SF)

1905 Straßen-Drehbrücke Rendsburg über den Kaiser-Wilhelm kanal

1905 Straßen-Drehbrücke Rendsburg über den Nord- ostsee kanal (damaligen Kaiser Wilhelm Kanal)
Die 1895 erbaute Brücke mußte bereits 1912 in Folge der vorgenommenen Kanalverbreiterung durch einen Neubau ersetzt werden. Diese wurde 1964 demontiert, nachdem sie bereits 19612 stillgelegt worden war; seit 1961 ist ein 640m langer Straßentunnel unter dem Nord- Ostseekanal in Betrieb. Notwendig geworden war das Bauwerk durch den Umstand, dass die zuvor den Kanal überquerende Drehbrücke zu einem Hindernis sowohl für die Schiffahrt als auch insbesondere für den Straßenverkehr geworden war.

Bildrechte: Ottmar Ziemer, München
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Max D. Grüneklee, Itzehoe

1909 Holtenau am NOK - Kaiserliches Kanalamt, Lotsenhaus (SF)

1909 Holtenau am NOK - Kaiserliches Kanalamt, Lotsenhaus

1909 Holtenau am Nord- Ostsee Kanal (vorm. Kaiser Wilhelm Kanal) - Kaiserliches Kanalamt, Lotsenhaus
Zentral das 1895 gebaute Dienstgebäude des Präsidenten des Kaiserlichen Kanalamtes,
rechts das im selben Jahr gebaute Lotsenhaus Holtenau,
links die Dankeskirche (1897 gebaut).

Bildrechte: Ludwig Nielsen, Holtenau
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Max D. Grüneklee, Itzehoe

1952 Brokdorf - Kirche, Bäckerei, Gasthof, Meierei

1952 Brokdorf - Kirche, Bäckerei, Gasthof, Meierei
1952 Bäckerei und Lebensmittelhandlung H. Averhoff in Brokdorf Arentsee in der Wilstermarsch
1952 Meierei Brokdorf in der Wilstermarsch

1952 Brokdorf - Kirche, Bäckerei, Gasthof, Meierei
oben links (Bild 2): Bäckerei und Lebensmittelhandlung Heinrich Averhoff in Brokdorf Arentsee.
Links von dem Gebäude ist der hohe Elbedeich zu erkennen.
Oben rechts: Kirche - Die dem Heiligen St. Nicolaus geweihte Brokdorfer Kirche wurde im Jahre 1342 erstmals urkundlich erwähnt.
unten links: Stückers Gasthof.
Das 1910 nach einem im Jahr zuvor durch einen Großbrand schwer beschädigte und neu erbaute Gebäude der Gaststätte „Strandhalle“ von Wilhelm Stücker. Das danach mehrfach erweiterte und modernisierte Gebäude wird heute noch als Gasthaus betrieben.
unten rechts (Bild 3): Die 1904 erbaute Meierei in Brokdorf wurde zeitweilig als Genossenschaftsmeierei und zeitweilig als Privatmeierei betrieben.
Im Jahre 1962 wurde der Betrieb stillgelegt.

Bildrechte: Walter Jappe, Lübeck
Reg. mein-wilster: 1875 AK

1912 Bekdorf - Brandt´s Gasthaus

1912 Bekdorf - Brandt´s Gasthaus
1925 Krummendiek und Bekdorf in der Wilstermarsch
1925 Bekdorf - Brandt´s Gasthaus

1912 Bekdorf - Brandt´s Gasthaus.
Die Schreibweise "Beckdorf" für die kleine Gemeinde ist ungewöhnlich.
Das mit seinem Vorderteil zweigeschossige Gebäude - derartig ausgeformte Häuser waren in den Jahren um 1900 in den Orten der Wilstermarsch ausgesprochen selten - ist das Vorgängergebäude des Hofes 259 (gem. dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild").
Die Miniatur in der ergänzend vorgestellten Karte (sh. rechts oben auf Bild 3 sowie die Ausschnittsvergrößerung Bild 4), verdeutlicht den Standort (Hauptstraße 3) des Hauses unmittelbar an der Straße in Bekdorf und gegenüber dem jenseits der Straße befindlichen Deich der Bekau.
Bei der Schreiberin der alten Ansichtskarte handelt es sich offenbar um die 1893 geborene Tochter Alma Cäcilie Brandt des damaligen Hauseigentümers.
Das seinerzeit auch als Gasthof genutzte Gebäude des landwirtschaftlichen Betriebes von Peter Nicolaus Brandt (*1866, + 1945) fiel in den 1960er Jahren einem Schadenfeuer zum Opfer. An seinem Standort wurde danach das dort heute befindliche Gebäude errichtet.
Es ist sehr schade um die vielen schönen Höfe der Wilstermarsch, die im Laufe der Jahrzehnte dem Feuer zu Opfer gefallen sind. Die Heimatseite mein-wilster soll einen Beitrag dazu leisten, die Erinnerungen an sie zu bewahren.

Bildrechte: nicht verzeichnet.
Reg. mein-wilster: 1874 AK
Anmerkung: Die Ansichtskarte wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Frau Inge Thomsen, Schadendorf
Bildrechte ergänzend vorgestellte Karte: Carl Kuskop, Wilster
Reg. mein-wilster: 1072 AK

1910 Kleve, Gastwirtschaft „Stumpfe Ecke“

1910 Kleve - Gastwirtschaft „Stumpfe Ecke“

1910 Kleve, Gastwirtschaft „Stumpfe Ecke“ - heute "Klever Hof"
Die seinerzeit von Tine Egge betriebene Gaststätte liegt am Übergang von der Marsch zur Geest. Die verwitwete Inhaberin betrieb in dem Gebäude zugleich auch eine Colonialwaren-Handlung.
Nach dem Erwerb des Anwesens durch Jenny Süel wurde das Gasthaus "Klever Hof" genannt. Nachfolger der Inhaberin war der mit Jenny Süel verwandte Gastwirt Werner Hell; nach ihm übernahm der Sohn Dierk Hell gemeinsam mit seiner Ehefrau Bettina den Klever Hof.
Wie alle damaligen Landgasthöfe verfügte der „Klever Hof“ seinerzeit auch über eine sogenannte Durchfahrt mit Ausspann für die mit ihren Fuhrwerken anreisenden Gäste.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Reg. mein-wilster: 1873 AK
Anmerkung: Die Ansichtskarte wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Frau Inge Thomsen, Schadendorf

1918 Kleve - Gasthof, Gutshaus, Meierei, Windmühle

1918 Kleve - Gasthof, Gutshaus, Meierei, Windmühle
1918 Meierei in Kleve am Rande der Wilstermarsch
1918 Windmühle in Kleve am Rande der Wilstermarsch

1918 Kleve - Gasthof, Gutshaus, Meierei, Windmühle
oben links: Gasthaus „Klever Hof“.
oben mittig: Herrenhaus Gut Kleve.
oben rechts: Meierei am Geestkamp.
Das Gebäude der Meierei war 1895 für Dietrich Stender erbaut worden.
In der nach 1918 eingetretenen Folge einer Episode mit wechselnden Besitzern/Betreibern, stand ab 1925 die Meierei im Eigentum von Willi Hamann, der sie bis zu seinem Tod (1957) betrieb. Seine Witwe führte die Meierei bis 1961, wonach dann der zu dem Zeitpunkt seine Meisterprüfung als Meierist bestanden habende Enkel Dieter Schröder diese übernahm und erfolgreich bis zur 1979 erfolgten Stillegung führte.
unten links: vermutlich Eingang zum Gartenweg.
unten mittig: Die Windmühle stand an der erhöht auf dem Geestrand verlaufenden Straße Geestkamp.
Die ursprünglich in Delstedt, Dithmarschen, stehende Mühle war 1880 dort abgebaut und in Kleve wieder aufgebaut worden. Nachdem die Mühle 1903 von Fritz Steffens erworben wurde, blieb sie im Besitz von dessen Familie, bis ihr Betrieb Anfang der 1930er Jahre aufgegeben wurde. Der flügellose Torso stand noch bis in die 1950er Jahre.
unten rechts: Zufahrt und Torhaus Gut Krummendiek.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Reg. mein-wilster: 1872 AK

1913 St. Margarethen - Hauptstraße, Zeppelin über den Häusern

1913 Zeppelin über der Hauptstraße von St. Margarethen in der Wilstermarsch
1913 Reklameschild Gasthof Zum Holsteinischen Hause in St. Margarethen in der Wilstermarsch

1913 St. Margarethen - Zeppelin über der Hauptstraße
Hauptstraße mit dem Wohn- und Geschäftshaus des Mühlenbetriebes des Claus von Loh.
Das 1912 errichtete Haus ist - wie viele andere das Ortsbild von St. Margarethen prägende Bauwerke – von dem dort ansässig gewesenen Baumeister Johannes Wiekhorst entworfen worden.
Das Reklameschild links (vgl. Detail Bild 2) verweist auf den Gasthof "Zum Holsteinischen Hause" von H.F. Rogge.
Der den Ort überfliegende Zeppelin ist offenbar vom Fotografen in das Bild hinein kopiert worden.
Das im Jahre 1912 in Dienst gestellte Luftschiff LZ 13 "HANSA" machte am 30.07.1912 seine erste Fahrt. Der Zeppelin überflog mehrfach Schleswig-Holstein; er landete am 11. August 1912 sogar in Flensburg und er überflog am 19.09.1912 Dänemark und den Südteil von Schweden. Es ist zu vermuten, daß die Aufnahme des Zeppelins bei einer dieser Fahrten gemacht wurde, wonach diese dann in verschiedene Ansichtskarten hinein plaziert wurde.
Das mit zwei Gondeln ausgerüstete und von 4 Propellern mit einer Leistung von insgesamt 510 PS angetriebene Luftschiff war 148 m lang, sein größter Durchmesser betrug 14 m und die Hülle faßte ein Volumen von 18.700 Kubikmetern. Dabei erreichte der so plump wirkende Flugkörper eine maximale Geschwindigkeit von 80 km/h.
Der von der Deutschen Luftschifffahrtsaktiengesellschaft (tolles Wort) für die Passagier-Luftschifffahrt betriebene Zeppelin wurde zu Beginn des ersten Weltkrieges von der Luftwaffe eingezogen und hatte mehrere Luftkämpfe zu überstehen.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Reg. mein-wilster: 1871 AK
Anmerkung: Die Ansichtskarte wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Frau Inge Thomsen, Schadendorf

1909 St. Margarethen - Poststraße, Dorfstraße

1909 St. Margarethen - Poststraße, Dorfstraße
1909 Poststraße in St. Margarethen in der Wilstermarsch
1909 Dorfstraße in St. Margarethen in der Wilstermarsch

1909 St. Margarethen - Poststraße, Dorfstraße
oben: Poststraße. Die Straße ist nur linksseitig mit Häusern bestanden; rechtsseitig befindet sich – wie auch heute noch – die zum Friedhof und der Kirch gehörende Fläche, an deren dreiecksförmigen Spitze das an die Gefallenen des I. Weltkrieges 1914 bis 1918 aus dem Kirchspiel St. Margarethen erinnernde Kriegerdenkmal errichtet wurde.
unten: Gebäude an der platzartigen Erweiterung der Dorfstraße bei der Einmündung der Poststraße.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Reg. mein-wilster: 1870 AK
Anmerkung: Die Ansichtskarte wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Frau Inge Thomsen, Schadendorf

 

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