Alte Postkarten aus Wilster

Die 20 neuesten Objekte

1907 Bauernhof in Kuskoppermoor in der Gemeinde Nortorf b

1907 Bauernhof in Kuskoppermoor in der Gemeinde Nortorf

1907 Bauernhof in Kuskoppermoor in der Gemeinde Nortorf.
Es handelt sich um ein Gehöft, welches 1954 abgebrannt ist und nicht wieder errichtet wurde. Besitzer des zu der Zeit verpachteten Hofes (wahrscheinlich an Herbert Becker) war Emil Meiforth.
Der Hof- ein Husmannshus - stand in Kuskoppermoor kurz hinter der Bahnlinie Wilster-Brunsbüttel auf der linken Seite (von Wilster kommend).
Heute ist die seinerzeitige Hofstelle Weideland, aber es stehen dort noch Bäume und der Rest des ehemaligen Hof-Tores; die ehemalige Lage der Hofstelle ist zudem an den dort fehlenden Grüppen heute noch zu erkennen.
Interessant ist, dass die ursprüngliche Fotografie keinen eine Kuh melkenden Bauern zeigt.
Sowohl in eine schwarzweiße als auch in eine kolorierte Variante der alten Ansichtskarte ist der auf einem Melkschemel sitzende und eine Kuh melkende Bauer vom Photographen in das Bild hinein projeziert worden.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Anmerkung: Die Information zu dem abgebrannten Hof wurde freundlicherweise mitgeteilt von Herr Karsten Boll.

1922 Festumzug zieht über den Markt

1922 Ein Festumzug zieht über den Markt der Stadt Wilster

1922 Festumzug zieht über den Markt.
Wahrscheinlich handelt es sich um einen Umzug der Sänger anläßlich des zum achtzigjährlichen Gründungstag der Wilsteraner Liedertafel am 17. und 18. Juni 1922 durchgeführten großen Sängerfest in Wilster.
Es war über viele Jahrzehnte üblich, daß die Festveranstaltungen der Wilsteraner Vereine und Verbände auch mit einem durch die Straßen der Stadt führenden Umzug begangen wurden. Viele Zuschauer säumten die Straßen und von den Häusern grüßten die Schleswig-Holstein Flaggen - die Stadt Wilster bot an derartigen Tagen immer ein besonders farbenfrohes und festliches Bild.
An der Westseite des Marktes sind folgende Geschäftshäuser zu erkennen: Kolonial- und Eisenwaren Geschäft von Christian Haack (heute noch betrieben und von den Wilsteranern liebevoll „Klein-Karstadt“ genannt).
Zwischen dem angrenzenden Gebäude „Hotel Stadt Hamburg“ (danach Fahrrad Wittrock und Elektro-Kühl, heute Balzers Bistro) und der Gaststätte „Zur Börse“ von Johannes Ruge (das Gebäude gehört seit 1957 zu Textil-Reese) führt der Bartholomäus-Gang zum Stadtpark, den vormaligen „Neuen Kirchhof“ (am 23. September 1604 eingeweiht).
Daneben das Geschäftshaus von Wilhelm Reese, mit dem heute noch betriebenen Geschäft für Herren- und Knaben Bekleidung.
Rechts davon das Geschäft Martens Nachf. für Eisen, Stoffe, Kurzwaren, Colonialwaaren, Taback, Cigarren; in das Gebäude zog später die „Wilstermarsch Sparkasse“ (spätere Verbandssparkasse, jetzt Sparkasse Westholstein) ein.

Bildrechte: nicht bekannt

1906 Büttel Deichstraße

1906 Büttel Deichstraße
ca. 1935 Büttel Deichstraße

1906 Deichstraße in Büttel.
Blick vom hohen Deich der Elbe auf die landseitig an seinem Fuß verlaufende Deichstraße mit Wohnhäusern und Gärten.
Die Deichstraße verläuft heute noch am Fuß des seither ertüchtigten Deiches, doch von den idyllisch in den zugehörigen Gärten gelegenen Häusern ist keines mehr vorhanden, nachdem ab Mitte der 1970er Jahre wegen der beabsichtigten Industrieansiedlung von ursprünglich 200 Häusern alle bis auf 17 abgebrochen und die Bewohner umgesiedelt wurden.
Die frühere Situation ist heute in der Örtlichkeit kaum noch wiedererkennbar.
Das ergänzend vorgestellte und gegenüber der alten Ansichtskarte etwa 3 Jahrzehnte jüngere Foto zeigt in einem nahezu identischen Bildausschnitt nur geringe Veränderungen.

Bildrechte: Amandus Dohrn, Büttel

1908 Bauernhaus in Rumfleth an der Wilsterau

1908 Bauernhöfe an der Wilsterau in Rumfleth, Gemeinde Nortorf

1908 Bauernhöfe an der Wilsterau in Rumfleth
Die Wilsterau führt hier als im Mittelalter gegrabene schnurgrade Strecke von der Rumflether Brücke (nach Diekdorf) Richtung Goldbogen; die ursprüngliche Linienführung des Gewässers verlief entlang der der heutigen Chaussee Richtung Dückerstieg und von dort zum Goldbogen - auf Luftbildern ist der Verlauf heute noch erkennbar.
Das Gehöft im Vordergrund gehörte dem Landwirt Johannes Thumann; das Hofgegebäude wurde 1911 durch einen die überkommene Bauweise nicht aufnehmenden Neubau ersetzt.
Im Hintergrund der Hof des Landwirtes Jürgen Holm.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1914 Umbau der Mühle EMANUEL in Ecklak-Austrich

1914 Umbau der Mühle EMANUEL in Ecklak-Austrich
1914 Umbau der Mühle EMANUEL in Ecklak-Austrich
1914 Umbau der Mühle EMANUEL in Ecklak-Austrich
1914 Umbau der Mühle EMANUEL in Ecklak-Austrich

1914 Umbau der Mühle EMANUEL in Ecklak-Austrich
vom Erd-Holländer zum Galerie-Holländer
Im Ortsteil Ecklak-Austrich der Gemeinde Ecklak bestand seit etwa Hälfte des vorletzten Jahrhunderts eine Kornwindmühle.
Die unmittelbar an der Wilsterau stehende Mühle - ein auf einem aufgeschütteten Hügel stehender sogenannter Erd-Holländer - mußte durch Menschenkraft in den Wind gestellt werden. Erst im Jahre 1914 baute der Wilsteraner Mühlenbauer Johann Meyer die Mühle völlig um, wobei das Bauwerk eine Galerie und auch eine Windrose erhielt, um sich selbsttätig in den Wind zu stellen.
In einer atemberaubenden Aktion wurde der Hügel unter der Mühle abgetragen, das Mühlenbauwerk aufgeständert und sodann das tragende Untergeschoss errichtet.
Um 1940 wurde der Mühlenbetrieb eingestellt; die Mühle wurde in den 1950er Jahren abgebrochen.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: Die Fotos 1 bis 3 wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von dem versierten Mühlenfachmann Uwe Karstens, welcher sie auch in seinem aktuellen Buch Die Wind- und Wassermühlen in Schleswig-Holstein und Hamburg vorstellt und in welchem auch Fotos aus mein-wilster Verwendung finden.

1915 Brokdorf an der Elbe - maritimes, Gasthöfe, Kirchducht

1915 Brokdorf an der Elbe - maritimes, Gasthöfe, Kirchducht
1915 verschiedene Dampfschiffe auf der Elbe vor Brokdorf
1915 Leuchtturm Brokdorf, Fracht Ewer und Dreimast-Marssegelschoner auf der Elbe vor Brokdorf

1915 Brokdorf an der Elbe - maritimes, Gasthöfe, Kirchducht.
Die Ansichtskarte zeigt neben dem Text der ersten Strophe des Schleswig-Holstein Liedes das Wappen des Landes sowie die Abbildung von vier Ansichtskarten. Auf diesen finden sich maritime Motive, nämlich
unten links (Bild 2): verschiedene (damals moderne) Dampfschiffe auf der Elbe
sowie
unten rechts (Bild 3): Frachtsegler - Fracht Ewer und Dreimast-Marssegelschoner - auf der Elbe sowie das 1911 als Turm in Gitterkonstruktion gebaute Oberfeuer des Richtfeuers Brokdorf – der Turm war bis 1982 in Betrieb.
Die Karte oben rechts zeigt
- die „Gastwirtschaft zum Hafen“ von Wilhelm Stücker.
- die 1904 erbaute Meierei Brokdorf, welche zeitweilig als Genossenschaftsmeierei und zeitweilig als Privatmeierei betrieben und die im Jahre 1962 stillgelegt wurde - in das Gebäude zog danach der Feinoptikerbetrieb Reichmann ein.
- die Einmündung der Straße Dörferdeich mit dem Gasthaus Hein an der Einmündung zur Dorfstraße.
unten mittig: Karte, welche Gebäude in der Kirchducht zeigt.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1905 Brokdorf - Mühle auf dem Deich der Elbe, Kirchducht, Gehöft

1905 Brokdorf - Mühle auf dem Deich der Elbe, Kirchducht, Gehöft
1905 Brokdorf, auf dem Deich der Elbe stehende Kornwindmühle
1905 Gehöft in Brokdorf (exakter Standort noch nicht lokalisiert)

1905 Brokdorf - Mühle auf dem Deich der Elbe, Kirchducht, Gehöft.
oben links (Bild 2): Die auf dem Deich der Elbe stehende Mühle (ein Erd Holländer) wurde im Jahre 1940 beseitigt.
Das zur Mühle zugehörige Wohnhaus sowie das übrige Betriebsgelände mit der Dampfmühle lag im Schutz des Deiches.
Die Brokdorfer Mühle war ursprünglich eine königlich privilegierte Mühle, der ein konkret bestimmter Mahlbezirk zugewiesen war; aus welchem alle dort wohnhaften Zwangsgäste ihr Korn mahlen lassen mußten. Eine erste Brokdorfer Mühle ist für das 1595 erwähnt.
oben rechts: Straße Kirchducht
unten (Bild 3): Gehöft (vermutlich an der Dorfstraße).
Der exakte Standort konnte noch nicht lokalisiert werden, um Mithilfe bei der Identifizierung wird gebeten!

Bildrechte:Verlag H. Struck, Krempe
Anmerkung: Es fällt auf, dass vor einem Jahrhundert die Brokdorfer den Namen ihres Dorfes Brockdorf (also mit ck) schrieben, während Dritte die heutige Schreibweise benutzten, die sich später allgemein durchsetzte.

1900 Heiligenstedten, Gasthof "Zur Post" in Bekmünde, Herrenhaus

1900 Heiligenstedten, Gasthof in Bekmünde, Herrenhaus adliges Gut Heiligenstedten
1900 Gasthof zur Post in Bekmünde
1900 Herrenhaus adliges Gut Heiligenstedten

1900 Heiligenstedten Gasthof "Zur Post" in Bekmünde, Herrenhaus Gut Heiligenstedten
oben: Gasthof „Zur Post“.
Der gem. der Ansichtskarte unter der Ortsbezeichnung Heiligenstedten firmierende Gasthof stand bereits im Gemeindegebiet von Bekmünde direkt an der Hauptstraße, die mit ihrer Bebauung übergangslos an Heiligenstedten anschließt. Der Gasthof wurde seinerzeit von dem Wirt Hans Paulsen betrieben.
Der Name der Gaststätte verweist auf den Umstand, dass sich hier die Poststelle der Orte Heiligenstedten und Bekmünde befand.
Später führte der Gasthof bis in die 1950er Jahre den Namen "Waidmanns Ruh" und über dem Reklameschild am Eingang war ein großes Hirsch-Geweih angebracht. Zuletzt hieß er „Bekmünder Hof“ und wurde bis Anfang der 1990er Jahre betrieben.
unten: Das Herrenhaus des adligen Gutes Heiligenstedten wird gerne auch als Schloß bezeichnet.
Der zuerst im 16. Jhd. als Herrensitz begründete Bau stand im Besitz folgender Familien: v. Krummendiek, v. Rantzau, v. Ahlefeld, v. Blome.
Das um 1769 in spätbarockem Stil errichtete Gebäude wurde in den Jahren 1851/53 im neugotischen Stil überformt.
Das Haus hat seit Mitte des vorigen Jahrhunderts eine sehr wechselvolle Geschichte. So diente es als Lazarett, Erziehungsheim, Flüchtlings-Unterkunft, Altersheim und wurde zuletzt saniert in einem letztlich gescheiterten Projekt als Schloß-Hotel

Bildrechte: nicht bekannt

1936 Wewelsfleth - Gasthaus, Kirche, Arzt-Praxis, Kornmühle

1936 Wewelsfleth - Gasthaus, Kirche, Arzt-Praxis, Kornmühle
1936 Wewelsfleth - Gebäude einer Arztpraxis an der Mühlenstraße (heutige Straße Humsterdorf)
1936 Wewelsfleth - Kornmühle an der Mühlenstraße (heutige Straße Humsterdorf)

1936 Wewelsfleth - Gasthaus, Kirche, Arzt-Praxis, Kornmühle.
oben links: Gasthaus "Zur guten Hoffnung" an der Dorfstraße; das sehr interessante Gebäude, in welchem auch ein Festsaal betrieben wurde, besteht heute leider nicht mehr, denn es brannte am 28. Januar 1973 vollständig ab.
Das dahinter erkennbare alte Fachwerkhaus ist die ehemalige Kirchspielvogtei Wewelsfleth. Das Gebäude wurde 1970 von dem Schriftsteller Günter Grass erworben und im Jahre 1985 der Berliner Akademie der Künste als Stipendiaten-Haus überlassen und führt seither den Namen Alfred-Döblin-Haus.
oben rechts:: Trinitatis Kirche.
Die Kirche ist 1503 fertiggestellt worden; sie führte bis zur Reformation den Namen Willihardus-Kirche (nach Willehard, dem Missionar der Friesen). Nach der Reformation wurde die Kirche der Dreieinigkeit (Einheit von Gott Vater, Sohn und Heiligem Geist) geweiht und trägt seither ihren heutigen Namen.
unten links (Bild 2): Gebäude einer Arzpraxis an der damaligen Mühlenstraße, der heutigen Straße Humsterdorf. In dem Haus wird auch heute noch eine Praxis betrieben.
Auf der Netzseite der Arztpraxis Wewelsfleth heißt es dazu:
„Arztsitz seit langer Zeit. Sanitätsrat Göttsche zog noch mit Pferd und Wagen über die Lande. Anschließende Praxisinhaber waren Dr. med. Pohlenz und Dr. med. Baade. Im Jahre 1991 übernahm der Allgemeinarzt Tino Reimers die Praxis, seit 1995 besteht eine Gemeinschaftspraxis mit dem Allgemeinmediziner Holger Jürchott. Von 2007 bis zu ihrem Ausscheiden in den Ruhestand 2014 verstärkte die Allgemeinärztin Katharina Boerma das Ärzteteam.“
unten rechts (Bild 3): Kornwindmühle an der damaligen Mühlenstraße (heute Straße Humsterdorf). Die Mühle, eine sogenannte Holländermühle, bestand bis in die 1930er Jahre. Heute erinnert im benachbarten Baugebiet der Straßenname Mühlenweide an den alten Mühlenstandort.

Bildrechte: nicht bekannt

1940 Schlachtschiff BISMARCK im Kaiser-Wilhelm-Kanal im Bereich Wilstermarsch

1940 Schlachtschiff BISMARCK im Kaiser-Wilhelm-Kanal im Bereich der Wilstermarsch

1940 Schlachtschiff BISMARCK im Kaiser-Wilhelm-Kanal (heute Nord- Ostsee Kanal) im Bereich der Wilstermarsch.
Die BISMARCK galt damals weltweit als das größte und schlagkräftigste Kriegsschiff. Das auf der Werft Blohm & Voss in Hamburg gebaute und am 14.02.1939 vom Stapel gelaufene Schiff passierte insgesamt dreimal den NOK, nämlich am 16./17.09.1940 sowie am 07.12.1940 und am 07.03.1941.
Für das riesige Schlachtschiff und die anderen Schlachtschiffe (SCHARNHORST, GNEISENAU, sowie das Schwesterschiff TIRPITZ) der Kriegsmarine war im NOK bei Hochdonn eine Wendemöglichkeit geschaffen worden; die später lange Zeit als Badestelle genutzte Aufweitung des Kanals wird heute noch „Klein-Westerland“ genannt.
Nachdem die Besatzung des Kriegsschiffs in Gotenhafen (dem heutigen Gdingen) ausgebildet und mit dem Schiff vertraut gemacht war, lief die BISMARCK in Begleitung des Schweren Kreuzer PRINZ EUGEN am 18.05.1941 zum sogenannten Handelskrieg in den Nordatlantik aus zu ihrem ersten Einsatz, der zugleich ihr letzter werden sollte.
Nachdem der BISMARCK die Versenkung des britischen Schlachtkreuzers HOOD gelungen war, wurde sie selbst von der Royal Navy gestellt und am 27.05.1941 versenkt. Von den 2.221 Mann Besatzung der BISMARCK überlebten nur 115. Zu den Opfern gehörten auch zwei aus Burg/Dithm. stammende Matrosen.

Bildrechte: nicht bekannt

2017 Flying P-Liner PEKING kehrt heim an die Elbe j

18.08.2017 Der Fockmast der PEKING wird aus seiner Mastspur gehoben.
18.08.2017 Der Fockmast der PEKING wird aus seiner Mastspur gehoben.
18.08.2017 Der Fockmast der PEKING wird aus seiner Mastspur gehoben.
18.08.2017 Nach Entfernung des Fockmast liegt die PEKING ohne den Schmuck ihrer Masten am Quai der Peters Werft in Wewelsfleth an der Stör

2017 Flying P-Liner PEKING kehrt heim an die Elbe
18.08.2017 Die Masten der PEKING werden gelegt.
Der Fockmast der PEKING wird aus der Mastspur gehoben und das Schiff liegt in der Folge ohne den Schmuck seiner Masten und Takelage am Quai der Peters Werft in Wewelsfleth an der Stör.

Bildrechte: Karl Kautz, Brokdorf

2017 Flying P-Liner PEKING kehrt heim an die Elbe i

02.08.2017 Die PEKING hat am Werft-Quai der Peters Werft in Wewelsfleth festgemacht
02.08.2017 Die PEKING hat am Werft-Quai der Peters Werft in Wewelsfleth festgemacht
17.08.2017 Die Masten der PEKING werden gelegt
17.08.2017 Die Masten der PEKING werden gelegt

2017 Flying P-Liner PEKING kehrt heim an die Elbe
Bilder 1 - 2: 02.08.2017 Die PEKING hat am Werft-Quai der Peters Werft in Wewelsfleth festgemacht.
Bilder 3 - 4: 17.08.2017 Die Masten der PEKING werden gelegt.

Bildrechte: Karl Kautz, Brokdorf

2017 Flying P-Liner PEKING kehrt heim an die Elbe h

02.08.2017 Schleppverband mit dem Windjammer PEKING auf der Stör kurz vor Wewelsfleth
02.08.2017 Schleppverband mit dem Windjammer PEKING hat die Peters Werft in Wewelsfleth erreicht
02.08.2017 Anlegemanöver der PEKING am Quai der Peters Werft in Wewelsfleth
02.08.2017 Anlegemanöver der PEKING am Quai der Peters Werft in Wewelsfleth

2017 Flying P-Liner PEKING kehrt heim an die Elbe
Der Schleppverband mit der PEKING ist in die Stör eingefahren und erreicht nach Passage des Stör-SWperrwerks den Quai der Peters Werft in Wewelsfleth.
Bild 1: Schleppverband mit der PEKING auf der Stör kurz vor Wewelsfleth.
Bilder 2 bis 4: Anlegemanöver am Quai der Peters Werft

Bildrechte:
Bild 1: Karl Kautz, Brokdorf
Bilder 2 - 4: NDR (Screenshots aus Filmbericht)

1912 Brokdorf - Gasthof zum Hafen und Kirche St. Nicolai

1912 Brokdorf - Gasthof und Kirche St. Nicolai
1912 Brokdorf an der Elbe - Gastwirtschaft zum Hafen
1912 Brokdorf an der Elbe - Kirche St. Nicolai zu Brokdorf

1912 Brokdorf - . Gasthof und Kirche St. Nicolai.
Oben: „Gastwirtschaft zum Hafen“ von Wilhelm Stücker.
Das 1910 nach einem im Jahr zuvor durch einen Großbrand schwer beschädigte und neu erbaute Gebäude der Gaststätte wurde danach mehrfach erweitert und modernisiert; das Gebäude wird heute noch als Gasthaus betrieben.
Unten: Die Brokdorfer Kirche ist im Jahre 1342 erstmals urkundlich erwähnt, doch bereits 1283 wurde das Dorf als Kirchort bezeichnet.
Das heutige Bauwerk stammt aus dem Jahre 1763. Der Turm war bereits 1741 erbaut worden, nachdem 1648 bei einem Sturm der Kirchturm eingestürzt war. Der seinerzeit frei stehende Turm blieb erhalten, als zwei Jahrzehnte später 1763 die Kirche wegen Baufälligkeit abgebrochen und angrenzend an den Turm neu errichtet wurde.
Passend zu St. Nikolaus, der u.a. als Schutzheiliger der Seefahrer, Schiffer und Reisenden gilt, wird auf der Ansichtskarte die Abbildung der Kirche von einen Toppsegelschoner und einen alten Fahrensmann zeigenden Miniaturen flankiert.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1926 Stör bei Heiligenstedten - Fracht-Ewer auf dem Fluss

1930 Die Stör bei Heiligenstedten - Frachtewer auf dem Fluss

1926 Stör bei Heiligenstedten - Fracht-Ewer auf dem Fluss.
Ein Fracht-Ewer zieht mit dem Tidestrom gemächlich stromab.
Breit und zeitweilig träge fließt die von den Gezeiten geprägte Stör (von „store“, die „Große“) in großen Mäanderbögen der Elbe zu; sie bildet die Grenze zwischen der Landschaft der Wilstermarsch und derjenigen der Kremper Marsch.
Die Stör war von den frühesten Zeiten an bis in die zweite Hälfte des 20zigsten Jahrhunderts der bedeutendste Verkehrsweg für das Gebiet des heutigen Kreises Steinburg.
Die am Kasenort in die Stör mündende Wilsterau bildete über Jahrhunderte hinweg den verkehrsmäßigen Anschluß Wilsters an die Welt.
Die Zeiten, als noch zahlreiche Frachtschiffe der auch in Wilster beheimateten Schiffer die Stör befuhren und der Fluß der mit Abstand wichtigste Verkehrsweg der Region war, sind lange vorbei.

Bildrechte: Verlag Hans Elias, Itzehoe

1959 Heiligenstedten - Klappbrücke über die Stör

1959 Heiligenstedten - Klappbrücke über die Stör

1959 Heiligenstedten - Klappbrücke über die Stör
Bei Heiligenstedten – einem der vier aus der Zeit von Karl dem Großen stammenden Ur-Kirchspielen Holsteins – führte bis in das Jahr 1966 eine hölzerne Klappbrücke über die Stör; sie wurde in dem Jahr durch eine Stahlbeton-Klappbrücke ersetzt.
Bei der alten Brücke wurde für die Durchfahrt der Schiffe – wenn dieses die Öffnung der Brücke erforderlich machte – ein Brückengeld erhoben. Auch wer die Brücke benutzte, um ans andere Ufer zu gelangen, mußte seinen Obolus leisten.
Das Bauwerk wurde in nahezu identischer Perspektive von Hans Bohn, Huje, künstlerisch in einem Aquarell dargestellt.

Bildrechte: Verlag Werner Kozuch, Uetersen

1898 Schleswig-Holsteinische Erhebung 1849.04.05. Gefecht in der Eckernförder Bucht - g

Schleswig-Holsteinische Erhebung - 05.04.1849 Vernichtung dänischer Schiffe in der Eckernförder Bucht
Schleswig-Holsteinische Erhebung - Gefecht in der Eckernförder Bucht am 05.04.1849; die erbeutete dänische Fregatte GEFION an der Schiffsbrücke
Schleswig-Holsteinische Erhebung - Gefecht in der Eckernförder Bucht am 05.04.1849; Hauptmann Eduard Julius Jungmann, Kommandeur der Festungsbatterie

1898 Schleswig-Holsteinische Erhebung 05.04.1849 Vernichtung dänischer Schiffe.
Die Ansichtskarte erschien zur Erinnerung an das für die Schleswig-Holsteiner siegreiche Gefecht in der Eckernförder Bucht gegen die Marine Dänemarks.
Dieses Ereignis wurde bei den Kämpfen im Zuge der Schleswig-Holsteinischen Erhebung gegen Dänemark als besonders eindrucksvoll wahrgenommen, obwohl es für den Ausgang der kriegerischen Auseinandersetzung nicht entscheidend war.
Am 5. April 1849 war in die von den Schleswig-Holsteinern mit zwei Küstenbatterien gedeckte Bucht ein mit überlegener Feuerkraft ausgerüstetes Geschwader der Marine Dänemarks eingedrungen. Offenbar sollten mit einem Landungsunternehmen dänische Truppen in den Rücken der bei Flensburg stationierten deutschen Truppen gebracht werden.
Das Geschwader bestand aus 6 Seglern (davon 3 Segler mit Landungscorps) und 3 Dampfern.
Das Linienschiff CHRISTIAN VIII führte 84 Geschütze, die Fregatte GEFION 48 Geschütze.
Den insgesamt 148 Schiffsgeschützen standen nur 10 Geschütze der festen Landbatterien sowie 6 Geschütze einer Feldbatterie gegenüber.
Die Dänen erlitten dennoch – nicht zuletzt wegen einer falschen Einschätzung der Manövrierfähigkeit ihrer Schiffe - eine verheerende Niederlage; 224 Dänen fanden den Tod, 86 wurden schwer verletzt und 900 gerieten in Gefangenschaft.
Das dänische Linienschiff wurde vernichtet, die Fregatte fiel in die Hände der Sieger (und wurde von diesen unter dem Namen ECKERNFÖRDE in Dienst gestellt).
Die Sieger hatten 4 Gefallene und 14 Verletzte zu beklagen.
oben links: Das unter Beschuss liegende dänische Geschwader in der Förde.
oben rechts (Bild 2): Die erbeutete Fregatte GEFION an der Schiffsbrücke.
unten links (Bild 3): Hauptmann Eduard Julius Jungmann, der Kommandeur der Festungsbatterie in Eckernförde.

Bildrechte: Verlag Georg Haltermann, Eckernförde

1898 Schleswig-Holsteinische Erhebung 1849.04.05. Gefecht in der Eckernförder Bucht - f

1898 Schleswig-Holsteinische Erhebung 1849.04.05. Vernichtung dänischer Schiffe

1898 Schleswig-Holsteinische Erhebung 05.04.1849 Vernichtung dänischer Schiffe.
Schleswig-Holstein wurde 1848 für kurze Zeit ein selbständiger Staat!
Über Jahrhunderte hinweg war zuvor der dänische König Landesherr über die Herzogtümer Schleswig und Holstein gewesen.
In der Nacht vom 23. März auf den 24. März 1848 wurde in Kiel von Deutsch gesinnten Schleswig-Holsteinern eine provisorische Regierung für die Herzogtümer gebildet . Die Regierung bestand aus sechs führenden Persönlichkeiten der schleswig-holsteinischen Bewegung; sie sollte die Bildung eines selbständigen Staates Schleswig-Holsteins mit eigener demokratische Verfassung bewirken.
Die rasch gebildete Schleswig-Holsteinische Armee wurde in ihrem Kampf gegen Dänemark zunächst von Truppen aus Staaten des Deutschen Bundes unterstützt.
So nahm das Feldartillerie-Regiment Oranien der Herzoglich Nassauische Armee des Herzogtums Nassau an dem Gefecht in der Eckernförder Bucht teil, welches gegen einen Gegner mit überlegener Feuerkraft siegreich bestanden wurde.
Die Abbildung zeigt die Versenkung des 84 Geschütze führenden Linienschiffs CHRISTIAN VIII; im Hintergrund die eroberte und 48 Geschütze führende Fregatte GEFION, welche danach unter dem Namen ECKERNFÖRDE für die Schleswig-Holsteinische Marine in Dienst gestellt wurde.

Bildrechte: Rud. Bechtold & Comp., Wiesbaden

1913 Kohlmarkt - Fensterspion am Fenster

1913 Kohlmarkt - damalige Khlmarktstraße - in der Stadt Wilster
1913 sogen. Fensterspion am Fenster eines Hauses am Kohlmarkt in der Stadt Wilster

1913 Kohlmarkt; die Straße führte seinerzeit noch die Bezeichnung Kohlmarktstraße.
Die Straße ist nach dem Kohlenmarkt benannt, welcher früher auf der kleinen platzartigen Erweiterung am oberen Ende der Straße stattfand.
An einem Fenster des links stehenden und im Stil der Gründerzeit erbauten Gebäude befindet sich ein sogenannter Spion (Detailausschnitt Bild 2). Diese außen am Fenster angebrachten doppelten Spiegel – auch Fensterspion genannt - ermöglichten es, die Vorgänge links und rechts auf der Straße zu beobachten, ohne sich selbst zu zeigen oder das Fenster zu öffnen. Derartige „Spion“ genannte Vorrichtungen befanden sich bis in die 1950er Jahre an vielen Gebäuden der Stadt.
Anmerkung: Neugierig unbemerkt andere Menschen zu beobachten, ist eine sehr menschliche Verhaltensweise. Diesem Verhalten dienende Spiegelspione wurden vornehmlich in nordeuropäischen Ländern genutzt. Dieses wohl deshalb, weil in wärmeren südlichen Gefilden sich das Leben vorrangig im Freien abspielt und sich dort natürliche Neugier problemlos befriedigen ließ. Mit dem Einzug der Fernsehgeräte in den Wohnzimmern war der Befriedigung von Neugier offenbar Genüge getan, denn ab Mitte der 1950er verschwanden die Fensterspione peu a peu auch in Wilster.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1950 Heiligenstedten - Gutshaus Julianka, Herrenhaus Gut Heiligenstedten, Klapp-Brücke

1950 Heiligenstedten - Herrenhäuser Gut Julianka und Gut Heiligenstedten, Klapp-Brücke
1950 Heiligenstedten - Gutshaus Julianka
1950 Heiligenstedten - Herrenhaus Gut Heiligenstedten

1950 Heiligenstedten - Herrenhäuser Gut Julianka und Gut Heiligenstedten, Klapp-Brücke, Schulgebäude.
Oben links (Bild 2): Herrenhaus des Gutes Julianka; seine wechselvolle Geschichte endete 1983 mit seiner weitgehenden Zerstörung durch ein Schadensfeuer.
Oben rechts (Bild 3): Das Herrenhaus des adligen Gutes Heiligenstedten wird gerne auch als Schloß bezeichnet.
Der um 1769 in spätbarockem Stil errichtete Bau wurde in den Jahren 1851/53 im neugotischen Stil überformt.
Das Haus hat seit Mitte des vorigen Jahrhunderts eine sehr wechselvolle Geschichte. So diente es als Lazarett, Erziehungsheim, Flüchtlings-Unterkunft, Altersheim und wurde zuletzt saniert in einem letztlich gescheiterten Projekt als Schloß-Hotel.
Unten links: Die urtümliche Klappbrücke wurde 1966 durch eine Stahlbeton-Klappbrücke ersetzt.
Unten rechts: Gebäude der alten Schule am Julianka Damm.

Bildrechte: nicht bekannt

 

© 2008-2017 Peter von Holdt · Technische Realisation: MReinke.Net · Impressum Key