Alte Postkarten aus Wilster

Die 20 neuesten Objekte

1978 - 79 Katastrophale Schneefälle und Verwehungen

Dezember 1978 - Schneekatastrophe in der Wilstermarsch - Hilfskonvoi der Bundeswehr auf der Straße Am Steindamm in der Stadt Wilster
Dezember 1978 - Schneekatastrophe in der Wilstermarsch - Hilfskonvoi der Bundeswehr auf der Straße Am Steindamm in der Stadt Wilster
Dezember 1978 - Schneekatastrophe in der Wilstermarsch - Radlader beim Räumen der Schneemassen in den Straßen der Stadt Wilster
Dezember 1978 - Schneekatastrophe in der Wilstermarsch; auf der Bahnstrecke Wilster - Brunsbüttel wird ein von einer Diesellok gezogener Personenzug eingesetzt, da der Schienenbus die Strecke nicht befahren konnte.

Schnee - Katastrophenwinter 1978/79
In den Tagen um die Jahreswende hatten über einen Zeitraum von fünf Tagen konstante Ostwinde, die Sturm und Orkanstärken erreichten, verbunden mit einem Kälteeinbruch (bis minus 10 Grad) und intensiven Schneefällen ein Wetterchaos in Schleswig-Holstein bewirkt.
Wenn auch im Landesteil Schleswig die Verhältnisse besonders extrem waren, hatte auch Holstein und mit ihm die Stadt Wilster und die Wilstermarsch unter Sturm, Kälte und enormen Schneeverwehungen zu leiden.
Nur einige Wochen später ab Anfang Februar wurde das Land erneut von einer mehrere Tage dauernden und fast noch schlimmeren Schneekatastrophe überfallen, wobei wiederum starker Schneefall und stürmischer Ostwind zusammentrafen.
Die über die gefrorene Marsch brausenden stürmischen Ostwinde türmten örtlich die Schneemengen zu mehrere Meter hohen Schneewehen zusammen - der gesamte Straßenverkehr kam zum Erliegen.
Die Ende Dezember 1978 in Wilster aufgenommenen Fotos zeigen
Bilder 1 und 2: Ein Hilfskonvoi der Bundeswehr hält vor dem Haus Am Steindamm 12 und läßt sich von Horst Otto, Leiter des Polizeireviers Wilster, einweisen.
Bild 3: Radlader der wilsteraner Tiefbaufirma Friederich Dethlefs bei der Räumung der Straßen im Stadtgebiet.
Bild 4: Ein von einer Diesellok gezogener Personenzug wurde auf der Strecke Wilster - Brunsbüttel eingesetzt, da der ansonsten dort verkehrende Schienenbus die teils durch erhebliche Schneeverwehungen betroffene Gleisanlage nicht befahren konnte.

Bildrechte: Klaus-Jörn Dethlefs,
welcher die Bilder freundlicherweise für mein-wilster zur Verfügung stellt.

1888 Medaille - 300 jähriges Jubiläum der Bürgergilde Wilster 1588 - 1888

1888 Medaille - 300 jährige Jubiläum der Bürgergilde Wilster 1588 - 1888
1888 Medaille - 300 jährige Jubiläum der Bürgergilde Wilster 1588 - 1888
1888 Medaille - 300 jährige Jubiläum der Bürgergilde Wilster 1588 - 1888

1888 Medaille - 300 jähriges Jubiläum der Bürgergilde Wilster 1588 - 1888
Die vorgestellte und zum Jubiläum der Bürger Schützen Gilde Wilster herausgegebene Medaille hatte vermutlich ursprünglich keine Öse zum Aufhängen. Die Öse ist recht unfachmännisch angebracht worden.
Im genannten Jahr feierte die Bürger Schützen Gilde genau genommen lediglich die vor dreihundert Jahren erfolgte Wiederbelebung ihrer Gemeinschaft im Jahr 1588. Seinerzeit hatte zuvor eine Zerstrittenheit innerhalb der Gilde eine mehrjährige Unterbrechung ihrer Aktivitäten bewirkt.
Heute führt sich die Gilde mit Stolz und zu Recht zurück auf die bereits 1380 in der Stadt Wilster genannte Fronleichnamsgilde, welche im Alten Ratsbuch bezeichnet ist als "Broderscopp des Hilghen Lichnames der schutten."
Mehr über die Geschichte der Gilde kann nachgelesen werden in der unten aufrufbaren Datei, in welcher ein umfassender Bericht enthalten ist, den 2016 der Wilsteraner Helmut Jacobs verfasst hat.

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1977 Grundbruch am 22.05.1977 beim Deichbau in St. Margarethen c

Grundbruch am 22.05.1977 beim Deichbau in St. Margarethen an der Elbe
Grundbruch am 22.05.1977 beim Deichbau in St. Margarethen an der Elbe
Grundbruch am 22.05.1977 beim Deichbau in St. Margarethen an der Elbe
Grundbruch am 22.05.1977 beim Deichbau in St. Margarethen an der Elbe

Grundbruch beim Deichbau in St. Margarethen.
Die sehr rasch vorgenommene Aufbringung von Sand für den neuen Deichkern hatte eine zu schnelle Belastung des für die Wilstermarsch typischen wenig tragfähigen Bodens unterhalb der Deichbasis bewirkt. Ein Grundbruch war die Folge.
Auf einer Länge von etwa 300 Metern sackte schlagartig der aufgebrachte neue Deichkörper ab, durch Bodenverdrängung entstanden seitlich enorme Bodenaufwölbungen. Binnenseitig des ursprünglichen alten Deiches wurde die Erdoberfläche bis zu 3,00m angehoben, die aufstehenden Gebäude dabei irreparabel beschädigt!

Bildrechte: Karl Kautz, Brokdorf

1977 Grundbruch am 22.05.1977 beim Deichbau in St. Margarethen b

Grundbruch am 22.05.1977 beim Deichbau in St. Margarethen
Grundbruch am 22.05.1977 beim Deichbau in St. Margarethen
Grundbruch am 22.05.1977 beim Deichbau in St. Margarethen
Grundbruch am 22.05.1977 beim Deichbau in St. Margarethen

Grundbruch beim Deichbau in St. Margarethen.
Völlig unerwartet traf am 21. Mai 1977 ein verheerendes Ereignis einen Bereich des Dorfes St. Margarethen und richtete dabei ganz erhebliche Schäden an. Wie bei einem starken Erdbeben wurden mehrere Häuser schlagartig zerstört.
Die sehr rasch vorgenommene Aufbringung von Sand für den neuen Deichkern bewirkte eine zu schnelle Belastung des für die Wilstermarsch typischen wenig tragfähigen Bodens unterhalb der Deichbasis. Ein Grundbruch war die Folge.
Auf einer Länge von etwa 300 Metern sackte schlagartig der aufgebrachte neue Deichkörper ab und bewirkte durch Bodenverdrängung seitlich enorme Bodenaufwölbungen. Binnenseitig des ursprünglichen alten Deiches wurde die Erdoberfläche bis zu 3,00m angehoben, die aufstehenden Gebäude dabei irreparabel beschädigt!

Bildrechte: Karl Kautz, Brokdorf

1977 Grundbruch am 22.05.1977 beim Deichbau in St. Margarethen a

Grundbruch am 22.05.1977 beim Deichbau in St. Margarethen an der Elbe
Grundbruch am 22.05.1977 beim Deichbau in St. Margarethen an der Elbe
Grundbruch am 22.05.1977 beim Deichbau in St. Margarethen an der Elbe
Grundbruch am 22.05.1977 beim Deichbau in St. Margarethen an der Elbe

Grundbruch beim Deichbau in St. Margarethen.
Völlig unerwartet traf am 21. Mai 1977 ein verheerendes Ereignis einen Bereich des Dorfes St. Margarethen und richtete dabei ganz erhebliche Schäden an. Wie durch ein starkes Erdbeben wurden mehrere Häuser schlagartig zerstört.
Was war geschehen?
Nachdem bereits die Sturmflut vom 16./17.02.1962 aufgezeigt hatte, dass der Schutz des unmittelbar hinter dem Deich der Elbe gelegenen St. Margarethen eine Deichverstärkung erforderlich machte, hatte diese wegen der nicht zur Verfüng stehenden finanziellen Förderung nicht umgesetzt werden können. Die eineinhalb Jahrzehnte später auftretende Sturmflut vom 03.01.1976 machte den dringenden Handlungsbedarf nochmals deutlich. Maßnahmen zur Verbesserung der Wehrfähigkeit des mit einem zu steilen Profil ausgebildeten Deich mußten rasch durchgeführt werden. Bund und Land stellten die erforderlichen Küstenschutzmittel zur Verfügung, innerhalb kurzer Zeit wurden die Planungen für die Deichverstärkung durchgeführt und die rechtlichen Voraussetzungen für die Deichbaumaßnahme geschaffen. Mit Hochdruck wurden die Bauarbeiten durchgeführt, um vor dem zur Sicherheit stehen gelassenen Teil des alten Deiches einen neuen breiten Deichkörper mit einer neueren Erkenntnissen genügenden flachen Außenböschung aufzubauen.
Die sehr rasch vorgenommene Aufbringung von Sand für den neuen Deichkern bewirkte eine zu schnelle Belastung des für die Wilstermarsch typischen wenig tragfähigen Bodens unterhalb der Deichbasis. Der sich aufbauende Porenwasserüberdruck konnte nicht rasch genug abgebaut werden, dadurch der Gleichgewichtszustand des Bodens entsprechend beeinträchtigt. Ein Grundbruch war die Folge.
Es war an dem Sonnabendvormittag gegen 10:25 Uhr, als auf einer Länge von etwa 300 Metern schlagartig innerhalb einer halben Minute der aufgebrachte neue Deichkörper absackte. Der dadurch verdrängte Boden des Untergrundes wurde zugleich auf der sich ausbildenden tiefen Gleitfläche zur Seite geschoben und bewirkte vor deren Geländeaustritt enorme Bodenaufwölbungen. Während vor dem neuen Deich nutzungsbedingt keine nennenswerten Schäden auftraten, wurde binnenseitig des ursprünglichen alten Deiches die Erdoberfläche einschließlich der aufstehenden Gebäuden um bis zu 3,00m angehoben! Die gravierenden Auswirkungen reichten bis an die dort verlaufende Bundesstraße B5 heran.
Es war wie bei einem Erdbeben!
Sieben Wohngebäude und eine Tankstelle wurden irreparabel beschädigt.
Der Verlust von Menschenleben war glücklicherweise nicht zu beklagen.
Ein das Ereignis schildernder Zeitungsbericht kann in der unten aufrufbaren Datei nachgelesen werden.

Bildrechte:
Bild 1 und 2: Quelle St. Margarethen Kirchspielchronik 1914 - 2003
Bild 3 und 4: Karl Kautz, Brokdorf

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1934 Wilster - Marktplatz, Einmündung Kohlmarkt

1934 Wilster - Marktplatz

1934 Wilster.
Blick vom Vorplatz der Kirche St. Bartholomäus auf die südöstliche Seite des Marktplatzes.
Die vor der Kirche stehenden Granitpfosten für die Ketteneinfriedung wurden um 1964 entfernt; bereits 1950 hatte man die großen Kastanien gefällt und als Ersatz Linden gepflanzt.
In Bildmitte ist hinten links die Einmündung der Straße Kohlmarkt mit dem Gebäude der Schwan Apotheke erkennbar.
Das hohe Gebäude in Bildmitte ist das um 1905 errichtete Gebäude der Wilstermarsch Spar- und Leihkasse (später Volksbank); es wurde 1953 modernisiert und 1969 völlig umgebaut unter Einschluß des links daneben stehenden Hauses des Organisten Heesch.
Die beiden Gebäude rechts davon - Café und Conditorei von Hans Egge sowie Fein- und Grobbäckerei von Johannes Starck - mit den schön gegliederten Fassaden prägten das Erscheinungsbild des Marktplatzes.
Bedauerlicherweise unterblieb die Erhaltung der dem zentralen Platz der Stadt Wilster einen besonderen Charme gebenden ausdrucksstarken Fassaden, als hier die Volksbank Elmshorn ein neues Geschäftshaus für ihre Zwecke errichten ließ. Es ist sehr zu beklagen, mit welcher Chuzpe es auch in der kleinen Stadt Wilster immer wieder versäumt wird, stadtbildprägende erhaltungswürdige Hausfassaden zu erhalten! Zu diesen Versäumnissen muss leider auch gezählt werden, dass die den Vorplatz der Kirche umschließenden Granitpoller mit den dazwischen gespannten schmiedeeisernen Ketten bereits seit langem völlig beseitigt sind.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Reg. mein-wilster: 1924 AK

1918 Stördorf - Bauernhaus

1918 Bauernhaus, ein Husmannshus, in Stördorf in der Wilstermarsch
1980 Bauernhaus (Hof 248), ein Husmannshus, in Stördorf in der Wilstermarsch

1918 Stördorf - Bauernhaus.
Der Standort des auf einer Warft nahe dem Deich der Stör stehenden Bauernhaus befindet sich auf dem Gebiet der Gemeinde Stördorf. Im Hintergrund links ist der Stördeich erkennbar.
Seinerzeit stand der Hof im Eigentum von Otto Lübbe (* 1887, + 1957) und dessen Ehefrau Katharine geb. Kühl (* 1890, + 1956).
Bei den abgebildeten Personen handelt es sich vermutlich um einen Gehilfen (links) und den Bauern (in Uniform auf dem Ackerwagen) sowie die rechts stehende Bäuerin; in der Mitte der gemeinsame Sohn Werner (* 1910, + 1964).
Der handschriftliche Eintrag "Ankunft für uns alle" auf der Bildseite der Karte läßt die Vermutung zu, dass das Foto aufgenommen wurde, als der Bauer nach seiner Dienstzeit im I. WK von Frau, Sohn und dem Bediensteten mit dem Fuhrwerk vom Bahnhof abgeholt wurde und alle zusammen wieder am Gehöft eingetroffen waren.
Es handelt sich um Hof 248 (gem. dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild"), vgl. Abbildung 2.
Das Bauernhaus ist vom Typ her ein Husmannshus; im Gegensatz zu den ursprünglich in der Wilstermarsch zeitgleich gleichfalls vorhandenen Barghäusern hat das Husmannshus eine Große Diele in der Hausachse, worauf die mittig angelegte Grootdör hier einen Hinweis gibt.

Bildrechte: nicht bekannt (sogen. private Ansichtskarte)
Reg. mein-wilster: 1923 AK

1904 St. Margarethen - Kirche, Schulhaus, Pastorat, Lotsenstation

1904 St. Margarethen an der Elbe - Kirche, Schulhaus, Pastorat, Lotsenstation
1904 St. Margarethen in der Wilstermarsch - Pastorat
1904 St. Margarethen an der Elbe - Geschäftshaus Theodor Haack Nachf..

1904 St. Margarethen - Kirche, Schulhaus, Pastorat, Lotsenstation, Geschäftshaus
oben links: Die am 20. Juli (dem Margarethen Tag) in der Zeit um 1500 geweihte Kirche gab dem Dorf den Namen.
Der Ort war um 1500 als Ersatz für das danach in der Elbe bei Scheelenkuhlen versunkene Elredefleth hierher verlegt worden.
oben mittig: Schulhaus;
das nördlich der Hauptstraße stehende Schulhaus der seit 1600 bestehenden Schule des Kirchortes wurde im Jahre 1992 abgebrochen.
oben rechts (und Bild 2): Pastorat.
In dem Gebäude war ab 1921 einige Jahre eine "Höhere Privatschule" betrieben worden. Sie war eingerichtet worden auf Initiative von D. Dr. Wilhelm Jensen, Hauptpastor zu St. Margarethen, und dessen Ehefrau, die ein Examen für Lehrerinnen an höheren Mädchenschulen hatte und auch die Schule leitete.
mittig: Lotsenhaus auf der Bösch (einer Warft) im unbedeichten Vorland vor St. Margarethen;
das Gebäude brannte 1902 ab und wurde nicht wieder aufgebaut.
Die Lotsenstation hatte hier seit 1749 bestanden; die seit alters her bewohnte Wurt wurde Bösch genannt nach einer am gegenüber liegenden Rand des Fahrwassers gelegenen Sandbank - der Bösch bzw- dem Bösch-Rücken.
unten (und Bild 3): Wohn- und Geschäftshaus Theodor Haack Nachf..
Das an der Ecke Herzogstraße / Hauptstraße stehende Gebäude wurde 1927 von dem Malermeister Hermann Jeßen erworben, welcher hier seinen Betrieb einrichtete.

Bildrechte: Verlag von Theodor Haack Nachf., St. Margarethen
Reg. mein-wilster: 1922 AK

1957 St. Margarethen - Luftbild vom Dorfkern

1957 St. Margarethen - Luftbild vom Dorfkern des in der Wilstermarsch gelegenen Kirchdorfes

1957 St. Margarethen - Luftbild vom Dorfkern.
Das Kirchdorf wurde um 1500 als Ersatz für das vor Scheelenkuhlen gelegene und danach in der Elbe infolge deren Stromverlagerung versunkene und zuvor planmäßig geräumte Dorf Elredeflethe neu begründet.
Es wurde benannt nach seiner am St. Margarethen Tag (20. Juli) geweihten Kirche.
Nachweislich seiner unregelmäßigen Straßenführung wurde das Dorf jedoch nicht nach einem zuvor festgelegten neuen Grundriss errichtet (wie das später aus gleichem Grunde verlegte Dorf Brunsbüttel Ort), so daß zu vermuten ist, daß hier am neuen Standort bereits zuvor eine Ansiedlung bestanden hatte.

Bildrechte: Deutsche Luftbild KG, Hamburg-Flughafen
Reg. mein-wilster: 1921 AK

1968 Beidenfleth - Kirche, Friedhof, Dorfstraße, Fähre über die Stör

1968 Beidenfleth - Kirche, Friedhof, Dorfstraße, Fähre über die Stör
1968 Beidenfleth an der Stör; Straße Oberes Dorf
1968 Fähre über die Stör in Beidenfleth

1968 Beidenfleth - Kirche, Friedhof, Dorfstraße, Fähre über die Stör
links: Kirche St. Nicolai und Kirchhof;
die Kirche ist 1325 erstmals urkundlich bezeugt.
oben rechts (und Bild 2): Dorfstraße "Oberes Dorf";
der Treppenabgang links führt zur Straße "Lange Reihe", das links stehende Gebäude steht bereits an dieser.
unten rechts (und Bild 3): die Fähre "Else" ist heute die letzte bestehende von ehemals sechs Fährverbindungen (2 Prahmfähren und vier Kahnfähren), welche flußabwärts von Heiligenstedten eine Querung der Stör ermöglichten.

Bildrechte: Verlag Stramm & Co., St. Michaelisdonn
Reg. mein-wilster: 1920 AK

1965 Manufakturwaren- u. Aussteuergeschäft Wilh. Ehlert

1965 Manufakturwaren- u. Aussteuergeschäft Wilh. Ehlert in der Stadt Wilster

1965 Manufakturwaren- und Aussteuergeschäft Wilhelm Ehlert o.H.G.
Das Haus mit dem Textilwaren-Geschäft von Wilhelm Ehlert stand in der südlichen Häuserzeile (Haus Nr. 4) der oberen Schmiedestraße in dem Abschnitt zwischen Einmündung der Op de Göten und der Rathausstraße.
Der gleichnamige Sohn von Wilhelm Ehlert führte das Geschäft bis etwa 1970.
Das Geschäftshaus stand im ersten Block der Stadtsanierung und wurde am 06.05.1972 abgebrochen, so wie auch die daneben stehenden Häuser der Leihbücherei Poro und des Malers Wischmann. Danach lag die gesamte Fläche einige Jahre wüst, bis endlich ein Investor 1980 das Gebäude errichtete, in welches zunächst der Penny Markt etwa von 1980 bis 1997 untergebracht war, danach das Haushaltswaren-Geschäft von Kruse.

1923 Handels- und Versicherungsvertretung Heinrich Ahsbahs

1923 Handels- und Versicherungsvertretung Heinrich Ahsbahs an der Taggstraße in der Stadt Wilster
1923 Handels- und Versicherungsvertretung Heinrich Ahsbahs an der Taggstraße in der Stadt Wilster

1923 Handels- und Versicherungsvertretung Heinrich Ahsbahs.
Der Firmensitz befand sich im Gebäude Taggstraße 14
Die geschäftliche Korrespondenz erfolgte vor etwa 100 Jahren vielfach noch mittels offener Postkarten.
So schrieb Heinrich Ahsbahs im Jahr 1923 eine Postkarte nach Burg an den dortigen Fuhrmann Jacob Peters, welchem er vermutlich mit der Eisenbahn (die Strecke war erst 1920 eröffnet worden) diverse Artikel gesendet hatte, und bat ihn, diese an örtliche Empfänger in Burg und Buchholz weiter zu speditieren.
Genannt sind:
P. Matthießen, Buchholz
H. Dunker, Burg
Aug. Orth, Burg
J. Ibs, Burg
A. Lindemann, Buchholz
welche allesamt dort jeweils tätige Kolonialwaren-Händler waren.

1936 Badevergnügen vor dem Deich der Elbe bei Brokdorf

1936 Badevergnügen vor dem Deich der Elbe bei Brokdorf

1936 Brokdorf.
Badevergnügen vor dem Deich der Elbe bei Brokdorf. Möglichkeiten und auch Anspruch der Bevölkerung der Wilstermarsch nach Bademöglichkeiten waren seinerzeit sehr bescheiden. In früheren Jahrzehnten - bis in der 1960er Jahre - fanden sich insbesondere an sommerlichen Wochenenden viele Menschen zum Baden in der Elbe am Elbedeich in Brokdorf ein.
Im Bereich von Stückers Hotel in Brokdorf bot ein im Schutz einer Buhne und des hier in einem Bogen verlaufenden Deich der Elbe gelegener kleiner Sandstrand einen Hauch von Urlaub.
Die örtliche Situation ist seit der Mitte der 1980er Jahre vorgenommenen Deichverstärkung völlig verändert; allerdings hatte bereits zuvor das anspruchsvoller werdende Freizeitverhalten dem Badespaß an dieser Stelle weitgehend ein Ende bereitet.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Reg. mein-wilster: 1919 AK

1907 St. Margarethen - maritime Motive - Elbe, Leuchttürme, Buhne, Seemann

1907 St. Margarethen - maritime Motive - Elbe, Leuchttürme, Buhne, Seemann
1907 St. Margarethen - Photograph Amandus Dorn (mit Mütze) aus Büttel mit weiteren Personen auf einer Buhne an der Elbe
1907 St. Margarethen - Photograph Amandus Dorn (mit Fernglas) aus Büttel mit weiteren Personen auf einer Buhne an der Elbe

1907 St. Margarethen - maritime Motive - Elbe, Leuchttürme, Buhne, Seemann.
oben links: Leuchtturm Scheelenkuhlen.
Der im Deichbestick stehende Leuchtturm wurde 1979 durch ein neues außerhalb des Deiches stehendes Unterfeuer ersetzt.
unten rechts: Leuchtturm Brokdorf (!);
der auf dem Elbdeich stehende alte Leuchtturm wurde im Jahr 1911 beseitigt. Ein danach neu errichteter Neubau mit Gitterkonstruktion war von 1911 bis 1982 in Betrieb als Oberfeuer für das Richtfeuer Brokdorf - Hollerwettern.
oben mittig und unten links (Bilder 2 u. 3): Die Abbildungen mit den auf einer Buhne befindlichen Personen sind insofern besonders, als es sich bei dem Herrn mit der Prinz Heinrich Mütze (die Prinz-Heinrich-Mütze ist eine den Kapitäns- und Lotsenmützen nachempfundene Schirmmütze, die nach dem kaiserlich-deutschen Großadmiral Prinz Heinrich von Preußen (1862 - 1929) benannt ist) um Amandus Dohrn handelt, welcher als Photograph in Büttel aktiv war und dem die Region viele alte Fotos zu verdanken hat.
oben rechts: alter Fahrensmann;
der auch auf Ansichtskarten mit Motiven aus St. Margarethen oder Wewelsfleth dargestellte alte Fahrensmann mit Öljacke und Südwester, mit weißhaariger Schifferkrause und eine kurze Pfeife rauchend, ist handschriftlich auf dieser Karte namentlich bezeichnet mit: Fritz Langbehn.
unten mittig links: bei Niedrigwasser trocken gefallenes Watt an der Ausmündung des Außenpriels vor St. Margarethen.
unten mittig rechts: Auf den Buhnenkopf aufgelaufenes kleines Dampfschiff, welches erst beim nächsten Tidehochwasser die Möglichkeit nutzen kann, um wieder frei zu kommen.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Reg. mein-wilster: 1918 AK

1907 Wohnhaus an der Straße De Slaat

1907 Wohnhaus an der Straße De Slaat in der Stadt Wilster
2019 Wohnhaus an der Straße De Slaat (postalisch: Neustadt) in der Stadt Wilster

1907 Wohnhaus an der Straße De Slaat
Das in Dachneigung, Fassadenzuschnitt und -aufteilung gut identifizierbare Wohnhaus steht heute noch an der Straße De Slaat, welche jetzt postalisch zur Straße Neustadt gehört.
Das Vergleichsfoto wurde 2019 aufgenommen.

Bildrechte:
Bild 1: Ludwig Treichel, Hamburg
Bild 2: Thorben Holler, Wilster

2019 Flying P-Liner PEKING wieder ausgedockt

24.06.2019 Flying P-Liner PEKING wieder ausgedockt
24.06.2019 Flying P-Liner PEKING wieder ausgedockt
24.06.2019 Flying P-Liner PEKING wieder ausgedockt
24.06.2019 Flying P-Liner PEKING wieder ausgedockt

24.06.2019 Flying P-Liner PEKING wieder ausgedockt
Versehen mit ihrem traditionellen schwarz weiß roten Anstrich wurde die schöne alte Viermastbark ausgedockt.
Die 1911 auf der Hamburger Werft von Blohm und Voss vom Stapel gelaufene 115 m lange Viermastbark der Reederei F. Laeisz ist wieder voll schwimmfähig, jedoch nicht seetüchtig. Sie wird künftig als Museumsschiff ihren Dauerliegeplatz im neuen Hafenmuseum am Grasbrook im Hamburger Hafen einnehmen.
Es wird jedoch noch fast ein Jahr dauern, bis der Innenausbau des alten Schiffes entsprechend dem Zustand von 1927 soweit fertig gestellt ist, dass er den musealen Ansprüchen entspricht.

Bildrechte:
Bild 1: WELT
Bilder 2 - 4: Karl Kautz, Brokdorf

2019 Lotsenschoner No. 5 ELBE d Reparatur auf der Werft in Wewelsfleth

21.06.2019 historischer Lotsenschoner No. 5 ELBE an den Dalben der Peters Werft in Wewelsfleth
21.06.2019 historischer Lotsenschoner No. 5 ELBE an den Dalben der Peters Werft in Wewelsfleth
21.06.2019 historischer Lotsenschoner No. 5 ELBE aufgeslippt auf der Peters Werft in Wewelsfleth
21.06.2019 historischer Lotsenschoner No. 5 ELBE aufgeslippt auf der Peters Werft in Wewelsfleth

21.06.2019 historischer Lotsenschoner No. 5 ELBE zur Reparatur auf der Peters Werft in Wewelsfleth.
Der am 08. Juni 2019 auf der Elbe bei Stadersand mit dem Containerschiff ASTROSPRINTER kollidierte Hamburger Traditionssegler No. 5 ELBE - ein im Jahr 1883 erbauter hölzerner 37 m langer Gaffelschoner - wird auf der Peters-Werft in Wewelsfleth repariert werden.
Die Fotos zeigen den Havaristen bei der Peters Werft in Wewelsfleth an den Pfählen sowie nach dem Aufslippen.

Bildrechte:
Bilder 1, 3 u. 4: Karl Kautz, Wewelsfleth
Bild 2: nicht benannt

2019 Lotsenschoner No. 5 ELBE c Reparatur auf der Werft in Wewelsfleth

21.06.2019 historischer Lotsenschoner No. 5 ELBE an den Dalben der Peters Werft in Wewelsfleth
21.06.2019 historischer Lotsenschoner No. 5 ELBE an den Dalben der Peters Werft in Wewelsfleth
21.06.2019 historischer Lotsenschoner No. 5 ELBE an den Dalben der Peters Werft in Wewelsfleth
21.06.2019 historischer Lotsenschoner No. 5 ELBE an den Dalben der Peters Werft in Wewelsfleth

21.06.2019 historischer Lotsenschoner No. 5 ELBE zur Reparatur auf der Peters Werft in Wewelsfleth.
Der am 08. Juni 2019 auf der Elbe bei Stadersand mit dem unter zypriotischer Flagge fahrenden Containerschiff ASTROSPRINTER kollidierte Hamburger Traditionssegler No. 5 ELBE wird auf der Peters-Werft in Wewelsfleth repariert werden.
Die No. 5 ELBE ist ein 37 m langer Gaffelschoner, welcher im Jahr 1883 auf der Werft H.C. Stülken auf Hamburg Steinwerder vom Stapel gelaufen war. Der erst kürzlich mit hohem finanziellen Aufwand restaurierte Segler ist das letzte seegehende hölzerne Schiff aus der Zeit des Holzschiffbaus in der Hansestadt Hamburg.
Es ist bei aller Dramatik der folgenschweren Kollision nur einer glücklichen Fügung zu verdanken, dass bei dem Ereignis nicht der Verlust von Menschenleben zu beklagen war. Der Bugwulst des Containerschiffs rammte die ELBE kurz hinter deren lotrechten Steven und drückte den dabei zunächst schwimmfähig gebliebenen Schoner zur Seite. Hätte der Bug der ASTROSPRINTER den Schoner mittig getroffen und diesen überlaufen, wären die Folgen deutlich gravierender gewesen.
Die vorgestellten Fotos zeigen die ELBE an den Dalben der Peters Werft in Wewelsfleth. Deutlich zu erkennen sind die durch den Rammstoß an der Beplankung des Schoners aufgetretenen Schäden.

Bildrechte: Karl Kautz, Brokdorf

2019 Lotsenschoner No. 5 ELBE a Kollision auf der Elbe mit Containerschiff

08.06.2019 Lotsenschoner No. 5 ELBE auf Kollisionskurs mit dem Containerschiff ASTROSPRINTER
08.06.2019 Lotsenschoner No. 5 ELBE kollidiert mit dem Containerschiff ASTROSPRINTER
08.06.2019 Lotsenschoner No. 5 ELBE gesunken in der Mündung der Schwinge (Nebenfluß der Elbe)
14.06.2019 gehobener und provisorisch schwimmfähig gemachter Lotsenschoner No. 5 ELBE in der Mündung der Schwinge

08.06.2019 historischer Lotsenschoner No. 5 ELBE sinkt nach Kollision auf der Elbe.
Es war ein überaus dramatisches Geschehen, als am 08. Juni 2019, dem Sonnabend vor Pfingsten, der historische Segler No. 5 ELBE bei Stadersand dem seewärts fahrenden und vorfahrtberechtigten Containerschiff ASTROSPRINTER vor den Bug lief und dabei nur knapp dem Schicksal entging, dabei vollständig überlaufen zu werden.
Die insgesamt 43 an Bord des Traditionsschiffes befindlichen Personen konnten nur wenige Minuten nach der Kollision von zufällig im unmittelbaren Nahbereich wegen eines anderen kleineren Rettungseinsatzes anwesenden Rettungsschiffen abgeborgen werden. Der Havarist wurde in die Mündung der Schwinge (Nebengewässer der Elbe) geschleppt, wo er allerdings infolge eines nicht beherrschbaren Wassereinbruchs sank.
Die No. 5 ELBE ist ein 37 m langer Gaffelschoner, welcher im Jahr 1883 auf der Werft H.C. Stülken auf der Hamburger Elbinsel Steinwerder vom Stapel gelaufen war. Aus einer Reihe von insgesamt 11 aus Eichenholz gebauten und daher sehr seetüchtigen Schiffen ist nur noch die No. 5 ELBE erhalten geblieben.
Die Stiftung Hamburg Maritim hatte im Jahr 2002 das alte Schiff von einem amerikanischen Eigner erworben und in seine ursprüngliche Heimatstadt zurück geholt.
Der erst kürzlich mit hohem finanziellen Aufwand restaurierte Segler ist das letzte seegehende hölzerne Schiff aus der Zeit des Holzschiffbaus in der Hansestadt Hamburg. Es war erst eine Woche zuvor nach Hamburg an seinen Liegeplatz im Sandtorhafen (nahe der Elb-Philharmonie) zurückgekehrt, nachdem es fast ein Dreivierteljahr und mit einem Kostenaufwand von 1,5 Mill. Euro in Dänemark auf der Werft Hvide Sande Shipyard restauriert worden war. Wie bereits zuvor so praktiziert, war vorgesehen, den alten Segler als Traditionsschiff wieder bei maritimen Veranstaltungen einzusetzen und mit ihm Gästefahrten durchzuführen.
Betrieben wird das historische Schiff vom Förderverein Freunde des Lotsenschoners No 5 Elbe, der es auf der hier aufrufbaren Internet Präsens umfassend vorstellt
Am Tag der Kollision war der alte Schoner mit einer 14 Personen zählenden Besatzung und 29 Gästen auf der Elbe querab von Stadersand unterwegs, als er hoch am Wind auf Backbordbug segelnd, sich auf Kollisionskurs mit dem 141 m langen Containerschiff ASTROSPRINTER befand. Als im letzten Moment der überfällig gewordene Ruf "hart Backbord" erging, wurde in Panik oder von Personen mit mangelnder Seemannschaft die große Ruderpinne nach Backbord gedrückt, wodurch der Kollisionskurs des Schoners nach steuerbord noch verstärkt wurde. Der Segler wurde vom Bug des Containerschiffs nicht mittig getroffen und überlaufen, sondern beiseite gedrückt. Menschenleben waren glücklicherweise nicht zu beklagen!
Von dem zunächst schwimmfähig gebliebenen Segler konnten Personen gerettet und der Havarist in flaches Wasser der Mündung der Schwinge geschleppt werden, wo er sank.
Innerhalb weniger Tage konnte von einem Bergungsteam der Lotsenschoner gehoben und provisorisch wieder schwimmfähig gemacht werden. Auf der Peters Werft in Wewelsfleth wird die Reparatur des alten Segelschiffes in Angriff genommen werden.

Bildrechte:
Bild 1: screenshot aus Video eines Fahrtteilnehmers
Bild 2: Daniel Beneke, Stader Tageblatt
Bild 3 und 4: dpa

2019 Lotsenschoner No. 5 ELBE b Reparatur auf der Werft in Wewelsfleth

21.06.2019 historischer Lotsenschoner No. 5 ELBE wird zur Reparatur nach Wewelsfleth gebracht
21.06.2019 historischer Lotsenschoner No. 5 ELBE wird zur Reparatur nach Wewelsfleth gebracht
21.06.2019 historischer Lotsenschoner No. 5 ELBE wird zur Reparatur nach Wewelsfleth gebracht
21.06.2019 historischer Lotsenschoner No. 5 ELBE wird zur Reparatur nach Wewelsfleth gebracht

21.06.2019 historischer Lotsenschoner No. 5 ELBE wird zur Reparatur nach Wewelsfleth gebracht.
Der am 08. Juni 2019 auf der Elbe bei Stadersand mit dem unter zypriotischer Flagge fahrenden Containerschiff ASTROSPRINTER kollidierte Hamburger Traditionssegler No. 5 ELBE wird auf der Peters-Werft in Wewelsfleth repariert werden.
Die Fotos zeigen den von den Schleppern HELMUT und PRIMUS geleiteten Havaristen in der Stör auf dem Weg zur Werft.
Die No. 5 ELBE ist ein 37 m langer Gaffelschoner, welcher im Jahr 1883 auf der Werft H.C. Stülken auf Hamburg Steinwerder vom Stapel gelaufen war. Der erst kürzlich mit hohem finanziellen Aufwand restaurierte Segler ist das letzte seegehende hölzerne Schiff aus der Zeit des Holzschiffbaus in der Hansestadt Hamburg.
Es besteht die Erwartung, dass auf der Wewelsflether Peters-Werft die Instandsetzung des schönen historischen Seglers vollständig gelingen wird.

Bildrechte: Karl Kautz, Brokdorf

 

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