Alte Postkarten aus Wilster

Die 20 neuesten Objekte

1934 Brücke über die Wilster im niedersächsischen Neuenkirchen (Niederelbe)

1934 Brücke über die Wilster im niedersächsischen Neuenkirchen
1934 Neuenkirchen (Niederelbe) - Wilsterbrücke, Schule, Dofstraße, Alte Schmiede

1934 Wilsterbrücke im niedersächsischen Neuenkirchen (Niederelbe)
Die Wilster ist ein durch das niedersächsische Neuenkirchen (südlich von Otterndorf) fließendes kleines Nebengewässer der Medem, welche bei Otterndorf in die Elbe müdet.
Die Ansichtskarte zeigt neben der Brücke über die Wilster außerdem die Dorfstraße, die Schule und die Alte Schmiede in dem Ort.

Bildrechte: Ernst Krohn, Osterholz-Scharmbeck

1910 Baggerarbeiten zum Ausbau des Kaiser Wilhelm Kanals (Ex)

1910 Baggerarbeiten zum Ausbau des Kaiser Wilhelm Kanals bei Grünenthal

1910 Baggerarbeiten zum Ausbau des Kaiser Wilhelm Kanals
Der am 21.06.1895 nach achtjähriger Bauzeit eingeweihte Kaiser-Wilhelm-Kanal - nach 1948 Nord-Ostsee-Kanal (NOK) oder Kiel-Canal genannt - machte den Einsatz sehr vieler Arbeiter erforderlich, welche aus vielen Regionen Deutschlands kamen.
Bis zu 10.000 Arbeiter wurden beschäftigt, um den 98,6 km langen, 8,5m tiefen und 60 m breiten (Wasserlinie) zu erbauen.
Insgesamt wurden etwa 80.000.000 cbm Bodenmassen bewegt, wobei allerdings auch mehrere Dutzend Bagger sowie Feldbahnen zum Einsatz kamen.
Bereits nach wenigen Jahren wurde eine Ertüchtigung des Kanals erforderlich, die von 1907 - 1914 vorgenommen wurde; es erfolgte ein Ausbau auf 102 m Breite und 11 m Tiefe. Bei den erforderlichen Erdarbeiten kamen überwiegend Maschinen zum Einsatz, so wie der abgebildete Trockenbagger in der Nähe der Grünenthaler Hochbrücke.

Bildrechte: Verlag Albers, Heide
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in einer externen Sammlung

2014 kieken, klönen, bummeln in Wilster - Stadtplan & Kulturpfad

2014 Faltblatt - kieken, klönen, bummeln in Wilster - Stadtplan & Kulturpfad
2014 Faltblatt - kieken, klönen, bummeln in Wilster - Stadtplan & Kulturpfad
2014 Faltblatt - kieken, klönen, bummeln in Wilster - Stadtplan & Kulturpfad
2014 Faltblatt - kieken, klönen, bummeln in Wilster - Stadtplan & Kulturpfad

2014 Faltblatt Wilster, die Stadt an Deutschlands tiefster Landstelle
kieken, klönen, bummeln in Wilster - Stadtplan & Kulturpfad
Hier können Informationen zu Touristinformationen, Zimmervermittlung, Stadtführungen erfragt werden.

1967 Topographische Karte 2022 Wilster - M 1 : 25.000

1967 Ausschnitt aus Topographische Karte 2022 Wilster - M 1 : 25.000
1967 Ausschnitt aus Topographische Karte 2022 Wilster - M 1 : 25.000
1967 Ausschnitt aus Topographische Karte 2022 Wilster - M 1 : 25.000
1967 Topographische Karte 2022 Wilster - M 1 : 25.000

1967 Topographische Karte 2022 Wilster
Maßstab 1 : 25.000
Herausgegeben vom Landesvermessungsamt Schleswig-Holstein
Im Vergleich zur aktuellen Situation sind z.B. für den Bereich der Stadt Wilster mehrere Unterschiede erkennbar - so u.a.:
- Die Umgehungsstraße im Zuge der B 5 ist noch nicht gebaut
- die Sonninstraße besteht noch nicht
- das Krankenhaus Mencke-Stift besteht noch
- der Güterbahnhof ist noch vorhanden
- das Schulzentrum besteht noch nicht
- das Wilstermarsch Stadion und das Hallenbad sind noch nicht vorhanden
- das Einkaufzentrum WEZ besteht noch nicht
- folgende Bebauungsgebiete sind noch nicht vorhanden:
a) Im Winkel in Krumwehl
b) Ostpreußenstraße in Dammfleth
c) Heinrich-Schulz Straße
d) Bischofer Weg (auf dem Gelände der vormaligen Müllkippe)
e) An der Au / Am Fleet
f) Rumflether Feld "Op de Weid" und "Büttel"
g) In Nortorf "An der Ziegelei" und "Am Wasserlauf"

1950 Wilster Jahrmarkt auf dem Markt Platz

1950 Jahrmarkt auf dem Markt Platz der Stadt Wilster

1950 Wilster Jahrmarkt auf dem Markt Platz
Bereits in der wirtschaftlich schwierigen Zeit nach dem II. Weltkrieg wurde alljährlich der traditionsreiche Wilster Jahrmarkt gefeiert. Die seinerzeitigen Fahrgeschäfte waren deutlich bescheidener als die gegenwärtigen - und die Menschen waren es auch.
Das Foto zeigt in spätabendlicher Stimmung ein Karussel, offenbar einen Kettenflieger, vor den Gebäuden des Gasthofes "Zur Börse" und des Textilgeschäfts Reese.
Der Wilster Jahrmarkt hat eine weit zurück reichende Tradition. Über den Zeitraum eines Jahrhunderts, nämlich ab 1901 wurde der Jahrmarkt jeweils am ersten Wochenende im August begangen.
Der auf dem Colosseum Platz und dem Marktplatz gefeierte Jahrmarkt hatte in früheren Jahrzehnten zu Zeiten seltenerer Vergnügungsmöglichkeiten einen enormen Besuch und stellte im Jahresablauf der Stadt einen ganz besonderen Höhepunkt dar.
Nachdem in den letzten Jahren allgemein für derartige Jahrmärkte die Resonanz deutlich geringer geworden ist, muss auch in Wilster diesem Umstand Rechnung getragen werden. So ist zum einen der Zeitpunkt vorgezogen worden, um Terminüberschneidungen mit anderen Festivitäten zu vermeiden. Zum anderen wird der Erkenntnis Rechnung zu tragen sein, in einer kleinen Stadt wie Wilster den Jahrmarkt zielgerichtet umzubauen zu einem Stadtfest, in welchem sich unterschiedliche örtliche Vereine und Gruppierungen mit eigenen Aktivitäten einbringen können.
Der Start des Festes erfolgt jedoch weiterhin mit dem Einläuten, welches in festlicher Weise am Freitag stattfindet.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: Das alte Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Hans-Rainer Meister, Lemwerder.

1890 -1998 Wilstersche Zeitung - gegründet von Johann-Peter Adolf Schwarck

Johann-Peter Adolf Schwarck, Gründer und Herausgeber der Wilsterschen Zeitung, deren erste Ausgabe am 02.April 1890 erschien
1900 Druckerei der Wilsterschen Zeitung
1913 Druckerei der Wilsterschen Zeitung
1925 Druckerei der Wilsterschen Zeitung

1890 -1998 Wilstersche Zeitung
Die Wilstersche Zeitung - kurz WZ genannt - war über einen Zeitraum von fast 110 Jahren im wahrsten Sinne des Wortes eine Heimatzeitung.
Gegründet wurde sie von Johann-Peter Adolf Schwarck, der am 02. April 1890 die erste Ausgabe der Zeitung herausgab. Sie erschien zunächst nur am Mittwoch und am Sonnabend einer jeden Woche.
100 Jahre später - längst schon werktäglich erscheinend - wurde die Zeitung immer noch von Angehörigen der Familie Schwarck herausgegeben. Das sollte noch einige Jahre andauern, bis die Eigentümer die Zeitung Ende 1998 an den Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag verkauften, der sie weiterhin als eine seiner Regionalausgaben herausgibt.
Bild 1: Johann-Peter Adolf Schwarck, Gründer und Herausgeber der Wilsterschen Zeitung - Erstausgabe 02.04.1890
Bild 2: 1900 Druckerei der Wilsterschen Zeitung
Bild 3: 1913 Druckerei der Wilsterschen Zeitung
Bild 4: 1925 Druckerei der Wilsterschen Zeitung; der neben der Druckmaschine abgebildete Johann Schwarck führte zu der Zeit (ab 1924) gemeinsam mit seinem älteren Bruder Peter den Zeitungsverlag der WZ.

Bildrechte: Familie Schwarck, Wilster
Anmerkung: Die Fotos wurden freundlicherweise zur verfügung gestellt von Kai Schwarck, Wilster

1949 Federzeichnungen - Neustadt und Neumarkt, Bäume, Schuster

1949 Federzeichnung von Erich Behrendt - Gebäude an der Neustadt und am Rosengarten in der Stadt Wilstermarkt
1940 Blick vom Neumarkt in die Straße Neustadt
1949 Federzeichnung von Erich Behrendt - Bäume im Winter
1949 Federzeichnung von Erich Behrendt - Schuster bei der Arbeit

1949 Federzeichnungen - Neustadt und Neumarkt, Bäume, Schuster
Federzeichnungen von
Erich Behrendt (* 13.11.1899 in Wehlau, Ostpreußen,† 03.11.1983 in Langlau, Franken).
Der Künstler war ein bekannter deutscher Maler und Graphiker, welcher ab 1918 die Kunstakademie Königsberg besucht hatte. Er lebte von 1945 bis 1951 in Wilster, wohin es ihn als Heimatvertriebenen verschlagen hatte. Hier traf er seinen 12 Jährigen Sohn wieder; die Ehefrau Charlotte war auf der Flucht aus Ostpreußen gestorben.
Während seines Aufenthaltes in Wilster entstanden aus seiner Hand diverse Werke, insbesondere Tuschezeichnungen und Federzeichnungen, mit Motiven aus Wilster und der Wilstermarsch.
Bild 1 Gebäude an der Neustadt und am Rosengarten - vom Neumarkt aus gesehen
Bild 2 Vergleichsfoto aus dem Jahr 1940 - Neumarkt und Neustadt
Bild 3 unbelaubte Bäume im Winter
Bild 4 Schuster bei der Reparatur eines Stiefels
In einigen Haushalten in Wilster und der Wilstermarsch werden noch weitere Werke von Erich Behrendt vorhanden sein, denn seinen Lebensunterhalt in Wilster verbesserte er durch den Eintausch von Zeichnungen gegen Nahrungsmittel. Ab 1948 arbeitete er an der Volkshochschule in Wilster. 1949 heiratete er seine zweite Frau, die Malerin Irene geb. Fröhlich. Er stellte seine Bilder aus in Itzehoe und im Landeshaus in Kiel.

Weitere Informationen über Erich Behrendt finden sich in der unten aufrufbaren Datei.

Anmerkung: Die Originale der Zeichnungen befinden sich bei einem Buten-Wilsteraner, welcher freundlicherweise die vorgestellten Abbildungen zur Verfügung stellte.
Bildrechte Foto: Werner Behning, Wilster

Hier finden Sie noch weitere Informationen (als Datei)

SUSEWIND Kielschwert-Kreuzer erbaut 1949

SUSEWIND Kielschwert-Kreuzer erbaut 1949
1967 Kielschwertkreuzer SUSEWIND (rechts) und ANKE III (links) an ihrer Liegestelle am Kasenort

SUSEWIND Kielschwert-Kreuzer erbaut 1949
Der Kielschwertkreuzer SUSEWIND wurde in Eigenleistung von Handwerkern des Wilsteraner Tiefbauunternehmers Detlef Kruse erbaut.
Nach dem Tod von Detlef Kruse übernahm dessen Sohn Peter Kruse das Boot, um es dann ca. 1966 an Heino und Anneliese Looft zu verkaufen. Den neuen Eignern war ihr zuvor von Heinrich von Holdt gekaufter Jollenkreuzer SIESTA, ex ANKE II, zu klein geworden. Sie ließen den Kajüt-Aufbau von Heinrich von Holdt so vergrößern, dass in diesem Teil des Schiffes Stehhöhe bestand.
Bild 1 zeigt die SUSEWIND in Fahrt und Bild 2 am Schlengel im damaligen Hafen der Seglervereinigung Wilster im Außentief der Großen Feldwettern am Kasenort.

Bildrechte: nicht bekannt

1967 Hochwasser am Kasenort - Liegeplatz der Segler

1967 Überflutetes Vorland am Kasenort an der Stör - Liegeplatz der Segler derSeglervereinigung Wilster SVW

1967 Hochwasser am Kasenort - Liegeplatz der Segler
Vor der Inbetriebnahme des in den Jahren 1971 bis 1974 gebauten Sperrwerkes an der Mündung der Stör in die Elbe, kam es schon bei mittleren Sturmfluten zu Überflutungen der Außendeichsländereien an der Stör.
Das Foto zeigt eine Überflutung der am Kasenort zwischen der Ausmündung der Wilsterau und dem Außentief der Großen Feldwettern gelegenen Außendeichsfläche.
Im Außentief der Großen Feldwettern befand sich seinerzeit der Sportboothafen der Seglervereinigung Wilster.
Am Schlengel liegen die Segeljachten ANKE III (links) und SUSEWIND (rechts) der Eigner Heinrich von Holdt und Heino Looft. Von der Deichrampe aus betrachtet eine am Geschehen interessierte Gruppe die Szene.

Bildrechte: nicht bekannt

1932 Umzug zum 650ten Stadtjubiläum der Stadt Wilster - Festwagen Tischler

1932 Umzug zum 650ten Stadtjubiläum der Stadt Wilster - Festwagen der Tischler in der Johann-meyer-Straße

1932 Festumzug aus Anlaß der vor 650 Jahren erfolgten Erhebung der Siedlung Wilster zur Stadt.
Der Festwagen der Wilsteraner Tischler hat in der Johann-Meyer-Straße Aufstellung bezogen.
In der Mitte des Festwagens posiert Peter Klaus Heinrich von Holdt für die Kamera. Er hatte kurz zuvor wegen einer schweren Erkrankung seines Vaters Peter von Holdt seine ihn als Handwerksgeselle durch Deutschland führende Wanderung abgebrochen und war nach Wilster zurück gekehrt, wo er das väterliche Geschäft in der Deichstraße übernahm und weiter ausbaute.

Bildrechte: nicht bekannt

1932 Umzug zum 650ten Stadtjubiläum der Stadt Wilster - Festwagen Meierei

1932 Umzug zum 650ten Stadtjubiläum der Stadt Wilster - Festwagen der Genossenschaftsmeierei Wilster
1932 Umzug zum 650ten Stadtjubiläum der Stadt Wilster - Festwagen der Genossenschaftsmeierei Wilster

1932 Umzug zum 650 Stadtjubiläum der Stadt Wilster am 29.05.1932.
1932 Umzug zum 650ten Stadtjubiläum der Stadt Wilster - Festwagen Meierei
Der Festwagen der Meiereigenossenschaft Wilster in der Johann-Meyer-Straße.
Die Meierei (d.h. die Gebäude der zu der Zeit neu gegründeten Genossenschafts-Meierei) war 1928 in der zur heutigen Etatsrätin-Doos-Straße gehörenden Abschnitt der Tagg-Straße (der vormaligen Bahnhofstraße) errichtet worden.
Annemarie Kuhrt, die spätere Ehefrau des Wilsteraner Tischlermeisters Heinrich von Holdt, arbeitete fünf Jahre als Kontoristin bei der Meierei-Genossenschaft. Auf dem Festwagen steht sie gemeinsam mit den Meieristen direkt hinter den Kutschern (Bild 1).
Mit den Sprüchen "Soll Dir ein langes Leben winken, vergiß nicht, täglich Milch zu trinken" und "Durch ganz Deutschland soll man´s funken: Es wird zu wenig Milch getrunken" warb die Meierei auf ihrem Festwagen für ihre Produkte.
Auffällig ist, auf dem ergänzenden Bild 3 deutlich erkennbar, wie der Festwagen mit dem Hakenkreuz als dem Parteisymbol der NSDAP geschmückt ist - die sogenannte Machtergreifung durch die Nationalsozialisten erfolgte erst 1933; die Nazipartei hatte jedoch schon davor insbesondere bei der ländlichen Bevölkerung und auch in Wilster früh sehr viel Rückhalt gefunden.

Bildrechte:
Bild 1: Heinrich Ballerstädt, Wilster
Bild 3: nicht bekannt

1932 Umzug zum 650ten Stadtjubiläum der Stadt Wilster - Festwagen Stadt Wilster

1932 Umzug zum 650ten Stadtjubiläum der Stadt Wilster - Festwagen der Stadt Wilster

1932 Umzug zum 650ten Stadtjubiläum der Stadt Wilster am 29.05.1932.
Bild 1: Der Festwagen der Stadt Wilster im Umzug der Gruppen und Festwagen zum 650ten Stadtjubiläum der Stadt in der Straße Op de Göten.
Der Turm auf dem Wagen ist als dreidimensionales Wappen der Stadt gestaltet.
Die Blasonierung des Wappens lautet:
"Geteilt von Rot und Blau. Oben ein silbernes Nesselblatt, belegt mit einem von Silber und Rot geteilten Schildchen, unten schwimmend auf silbernen Wellen ein silberner Fisch. - Auf dem Schilde ruht eine dreitürmige Mauerkrone."
Rechts das Hotel/Gaststätte Wilstermarschhaus von Jacobs;
links daneben das Geschäftshaus Schuhgeschäft Mohr;
dann jenseits der Brücke über die Wilsterau das Alte Rathaus.

Bildrechte: vermutlich Werner Behning, Wilster
Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Ralf Steffens, Luzern, Schweiz

1932 Umzug zum 650ten Stadtjubiläum der Stadt Wilster - Festwagen Wirteverein

1932 Umzug zum 650ten Stadtjubiläum der Stadt Wilster - Festwagen Wirteverein

1932 Umzug zum 650 Stadtjubiläum der Stadt Wilster am 29.05.1932.
Der Festwagen des „Wirtheverein Wilster“ hat in der Johann-Meyer-Straße gegenüber der Einmündung der „Lange Reihe“ vor dem Umzug durch die Straßen der Stadt Aufstellung bezogen.
Der Festwagen wurde hauptsächlich von der in der Deichstraße gelegenen Niederlage Wilster der Hamburger Bavaria und St. Pauli Brauerei gefördert; Leiter der Niederlage war der Braumeister Wilhelm Köberlein.

Bildrechte: H. Ballerstädt, Wilster

02 Törns und Aktivitäten Wilsteraner Segler b

1938 Heinrich von Holdt aus Wilster bei der eigenhändigen Reparatur eines Segels
1932 Segleralltag - Trinkwasser aufbewahrt in der Korbflasche; Unrat wird dem nassen Element übergeben.
1938 Aufnähen eines Segelkennzeichens
1934 Heinrich und Annemarie von Holdt aus Wilster auf einem Segeltörn

Törns und Aktivitäten Wilsteraner Segler.
Die Begeisterung für den Wassersport setzte in Wilster ab den 1920er Jahren ein.
In den ersten Jahrzehnten waren hinsichtlich der Ausstattung der Boote die Möglichkeiten noch überaus bescheiden - und die Segler waren dieses bezüglich ihrer Ansprüche gleichermaßen.
Bild 1: ca. 1938 Heinrich von Holdt bei der eigenhändigen Reparatur eines Segels.
Der ihn dabei beobachtende Junge trägt eine Pudelmütze in den Farben weiß, rot und grün, den Farben der SVW. Eine derartige Pudelmütze hatten seinerzeit alle damaligen Segler der Seglervereinigung Wilster.
Bild 2: ca. 1932 Bordleben. Das Trinkwasser wurde im Demion - einer Korbflasche - aufbewahrt. Schiet wurde anstandslos mit der Pütz dem nassen Element übergeben.
Bild 3: Aufnähen des Segelkennzeichens
Bild 4: 1934 Heinrich und Annemarie von Holdt aus Wilster auf einem Segeltörn

02 Törns und Aktivitäten Wilsteraner Segler a

ca. 1928 Wilsteraner Segler im Kaiser-Wilhelm-Kanal in Brunsbüttel (damaliges Brunsbüttelkoog)
1931 Wilsteraner Segler auf der Elbe im Hamburger Hafen vor dem Lotsenhaus Seemannshöft
1936 Wilsteraner Segler Heinrich von Holdt
Wassersportflagge - zwangsverordnet in der Zeit der Nazi Diktatur in den Jahren 1936 bis 1945

Törns und Aktivitäten Wilsteraner Segler
Die Begeisterung für den Wassersport setzte in Wilster ab den 1920er Jahren ein. Die Törns der Segler führten ihre Boote über Stör und Elbe von Hamburg bis in die Elbemündung und bis nach Helgoland sowie in und durch den Kaiser-Wilhelm-Kanal bis in die Kieler Förde und in die Ostsee.
Anmerkung: Nach dem II. Weltkrieg diente die Insel Helgoland nach dem seitens der Briten vorgenommenen Versuch ihrer völligen Zerstörung diesen als Bombenabwurfplatz. Eine durch deutsche Studenten ab Dezember 1950 vorgenommene kurzzeitige Besetzung der Insel endete nach 14 Tagen, löste jedoch
Initiativen zur Rettung Helgolands aus; die Briten gaben am 1. März 1952 Helgoland an Deutschland zurück.
Im Juni 1951 nutzte der Wilsteraner Segler Heinrich von Holdt einen der regelmäßigen vom Bombardement freien Tage, um Helgoland mit seiner in dem Jahr fertiggestellten Segeljacht ANKE I aufzusuchen und von seinem "Ausflug" einen Helgoländer Sandstein mit heim zu bringen. Seine Aktion blieb zu seinem Glück seitens der Briten ohne Konsequenzen.
Bild 1: Wilsteraner Segler Im Kaiser-Wilhelm-Kanal vor den Schleusen in Brunsbüttel, dem damaligen Brunsbüttelkoog.
Bild 2: 1931 Der Wilsteraner Segler Heinrich von Holdt mit seiner Jacht FIDJE und in Begleitung seiner Schwestern Annemarie und Frieda (Fidje) vor dem Lotsenhaus Seemannshöft im Hamburger Hafen.
Bild 3: 1936 Heinrich von Holdt mit seiner Jacht FIDJE auf der Elbe. Die Jacht führt am Heck die zur Zeit der Nationalsozialistischen Diktatur zwangsverordnete Wassersportflagge; diese musste in den Jahren von 1936 bis 1945 geführt werden.
Die Flagge (vgl. Bild 4) zeigt auf rotem Tuch auf einen schwarzen, weiß gesäumten, klaren Anker aufgelegt eine weiße Kreisscheibe mit dem Hakenkreuz.

Bildrechte
Fotos 1 - 3: nicht bekannt; Privatfotos
Abbildung 4: Wikipedia

03 Regatta um das Blaue Band der Stör

1951 Start der Regatta um das Blaue Band der Stör
1951 Start der Regatta um das Blaue Band der Stör
ca. 1955 Regatta um das Blaue Band der Stör
ca. 1955 Regatta um das Blaue Band der Stör

Regatta um das Blaue Band der Stör.
Seit sieben Jahrzehnten segeln an der Stör beheimatete Segler die Regatta um das Blaue Band der Stör aus. Gehörten ursprünglich nur Boote der SVW (Seglervereinigung Wilster) und der SVI (Seglervereinigung Itzehoe) dazu, sind dieses seit vielen Jahren auch solche des SVB (Seglerverein Beidenfleth) und des NB (Neuenkirchener Bootsclub).
Allerdings war in früheren Jahren für alle in den Vereinen organisierten Segler die Teilnahme an der Regatta eine selbstverständliche Ehrensache.
Gesegelt wird in unterschiedlichen Klassen, wobei die wichtigste Wertung das "Blaue Band der Stör" (Schnellster nach gesegelter Zeit) ist sowie gegenwärtig auch das "Grüne Band der Stör" (Schnellster nach berechneter Zeit).
Die Stör ist für eine derartige Veranstaltung ein ganz besonderes und auch ideales Segelrevier. Die vielen Windungen der Stör sorgen dafür, daß der Wind nicht immer aus einer Richtung kommt und so die Segler in besonderer Weise gefordert sind.
Gestartet wird am Kasenort, von wo die etwa 15 km lange Strecke bis Wewelsfleth führt und wofür je nach Windverhältnissen und Bootstyp eine Segelzeit von 1 bis 2 Stunden benötigt wird. Nach einer Ruhepause wird die Strecke dann in umgekehrter Richtung zurück gesegelt. Die jeweilig benötigten Zeiten für beide Strecken werden addiert.
Bild 1: Im Jahr 1951 bereiten sich Segler auf der Stör am Kasenort vor der Startlinie auf den Beginn der Regatta vor. Im Vordergrund die JOHANNA von Albert Bergner. Links davon (mit zu kleinem Segel, denn der Neuanfang nach der Währungsreform hatte eine Neuanschaffung noch nicht möglich gemacht) die ANKE I von Heinrich von Holdt.
Bild 2: Zuschauer beobachten von der Kasenorter Schleuse aus den Start der Regatta.
Bilder 3 und 4: Segler auf der Regattastrecke

Bildrechte: nicht bekannt; Privatfotos

ANKE II Jollenkreuzer b erbaut 1953/54 auf Tour

1957 Boote der Seglervereinigung Wilster bei einer gemeinsamen Unternehmung
1957 Boote der Seglervereinigung Wilster bei einer gemeinsamen Unternehmung

ANKE II Jollenkreuzer - erbaut 1953/54
In den ersten beiden Jahrzehnten nach der Wiederbegründung des Segelsports, der im II. Weltkrieg und den nachfolgenden Jahren praktisch völlig zum Erliegen gekommen war, unternahm die kleine Schar der in der SVW (Segler Vereinigung Wilster) organisierten Segler viele gemeinsame Törns.
Die Touren führten die Segler, deren Boote zumeist nicht mit Motoren ausgestattet waren, in kleine Häfen oder für einen Aufenthalt geeignete Außentiefs an der Niederelbe.
Cuxhaven, Drochtersen und Assel, Glückstadt, Haseldorf, die Elbinsel Pagensand, Hollern-Twielenfleth und Grünendeich waren beliebte und gemeinsam verabredete Ziele. Da für die Touren jeweils nur ein Wochenende (Sonnabend und Sonntag) zur Verfügung stand und auch die Tideverhältnisse (Ebbe- bzw. Flutstrom) zu berücksichtigen waren, blieben die Möglichkeiten für gemeinsame Unternehmungen begrenzt. Die rechtzeitige Rückkehr der Boote in den Heimathafen am Kasenort gelang aber immer auch dann, wenn trotz einschlafenden Windes nach dem Tidenwechsel der kenternde Strom nicht mehr tot gesegelt werden konnte. Zur Gruppe der Wilsteraner Segler gehörte immer auch der Malermeister Ferdinand Büttner *), welcher mit seinem kleinen Motorboot BIBER die Nachzügler auf den Haken nahm und in den Heimathafen schleppte. Die Wilsteraner Segler waren eine kleine verschworene Gemeinschaft.
Bild 1 zeigt Boote der SVW in Gauensieker Außentief.
Im Vordergrund die ANKE II von Heinrich von Holdt
rechts dahinter das Motorboot BIBER von Ferdinand Büttner (Malermeister).
Bild 2 Boote der SVW bei einer gemeinsamen Unternehmung. Im Vordergrund die BIBER von Ferdinand Bütter mit dem Eigner und seiner Ehefrau Gertrud.
Dahinter auf der kleinen JUMBO von Heino Looft dessen Ehefrau Anneliese
sowie links davon ANKE II mit Heinrich und Annemarie von Holdt.

*) Es war eine schockierende Nachricht für die Wilsteraner Wassersportler, als Ferdinand Büttner am 17.12.1958 im Alter von 61 Jahren unerwartet verstarb; seine sportliche und kameradschaftliche Einstellung war ihnen beispielgebend gewesen.

Bildrechte: nicht bekannt; Privatfotos

ANKE II Jollenkreuzer a erbaut 1953/54

1954 Jollenkreuzer ANKE II nach dem Stapellauf auf der Wilsterau am helgenland
1954 Standerschein der ANKE II
1955 ANKE II - in Wilster erbauter und beheimateter 27er Jollenkreuzer auf der Stör
1955 ANKE II - in Wilster erbauter und beheimateter 27er Jollenkreuzer auf der Stör

ANKE II Jollenkreuzer a erbaut 1953/54
Nachdem der Wilsteraner Tischlermeister und Bootsbauer seinen in den Jahren 1949/50 erbauten Kielschwertkreuzer ANKE I an seinen Segelkameraden, den Zahnarzt Dr. Herbert Meister, Wilster, verkauft hatte, erbaute er sich einen schnittigen 27er Jollenkreuzer. Das ausschließlich in der Freizeit erbaute Boot entstand gleichfalls im Bootsschuppen auf dem Helgenland.
Bereits 1954 konnte der Stapellauf und der Taufakt erfolgen. Das schnittige Boot erhielt den Namen ANKE II. Mit seinem hellblau gestrichenen Rumpf hob es sich auffällig von den anderen durchweg weiß gestrichenen Segelbooten im Elberevier ab.
Bild 1 zeigt die nach dem Stapellauf in den Stadtarm der Wilsterau neben den Ort ihrer Erstellung verholte Segeljacht. Auf dem Boot befinden sich außer Heinrich von Holdt von links die Taufpatin Anke von Holdt, Tochter des Erbauers, ihr Bruder Peter sowie die Nachbarskinder Anke und Thomas Tönsen.
Bild 2 Standerschein der ANKE II
Bilder 3 und 4 zeigen die schnittige Segeljacht auf der Stör am Kasenort.
Weitere Informationen zu der Jacht können in der unten aufrufbaren Datei nachgelesen werden.

Bildrechte: Familie von Holdt, Wilster

Hier finden Sie noch weitere Informationen (als Datei)

FIDJE ein 20qm Jollenkreuzer d erbaut 1930/31

1931 FIDJE ein 20qm Jollenkreuzer aus Wilster auf der Elbe
1931 FIDJE ein 20qm Jollenkreuzer aus Wilster auf der WilsterauElbe
1931 FIDJE ein 20qm Jollenkreuzer aus Wilster
1931 Reinschiff auf der FIDJE - 20qm Jollenkreuzer aus Wilster

FIDJE ein 20qm Jollenkreuzer - erbaut 1930/31
In den Jahren 1930/31 erbaute der junge Tischlergeselle Heinrich von Holdt in Wilster sein erstes Segelboot. Dabei halfen ihn die Erfahrungen, die er während seiner zünftigen Wanderschaft insbesondere beim Bau von Flugzeugen in Böblingen bei Stuttgart gewonnen hatte.
Es war nach einem Zeitraum von fast zwei Jahrzehnten der erste Schiffsbau in Wilster.
Die Jacht sollte den Namen FIDJE erhalten nach dem Kosenamen seiner Schwester Frida.
Der Klassenschein für die Segeljacht wurde unter dem 22.08.1931 ausgestellt; zu der Zeit waren die Wilsteraner Segler noch Mitglieder im Seglerverein Glückstadt, denn ein eigener Verein wurde erst ein halbes Jahr später gegründet.
Die als Slup getakelte FIDJE war 6,15 m lang und 1,93 m breit.
Während Bild 1 die FIDJE bei einem ihrer ersten längeren Törns auf der Elbe zeigt, schippert sie auf Bild 2 gemächlich auf der Wilsterau. Bei den Mitseglerinnen handelt es sich um die Schwester und Namenspatin Frieda (links) des Eigners, eine gemeinsame Freundin (mittig) und die Verlobte und spätere Ehefrau Annemarie Kuhrt (rechts).
Die Damen an Bord waren nicht nur "Hilfsmatrosen" sondern auch für die Zubereitung der Mahlzeiten und für den Abwasch (Bild 3) zuständig, sondern auch für das Deckschrubben (Bild 4)

Bildrechte: Privatfotos Familie von Holdt, Wilster

1952 JUMBO - Segeljacht auf der Wilsterau am Rosengarten

1952 JUMBO - Segeljacht auf der Wilsterau am Rosengarten

1952 JUMBO - Segeljacht auf der Wilsterau am Rosengarten
Heino Looft, der Sohn des Textilwarenhändlers Hermann Looft, hatte früh seine Leidenschaft für den Segelsport entdeckt. Mit ursächlich dafür war sicherlich der Umstand, dass sein Nachbar, der Tischlermeister und Bootsbauer Heinrich von Holdt, ein passionierter Segelsportler war. Das Gebäude der Tischlerei steht links unmittelbar an der Wilsterau.
Heino Looft erwarb für sich die kleine Segeljacht JUMBO. Das Foto zeigt das Boot auf der Wilsterau am Rosengarten angelegt an der Ufermauer des elterlichen Grundstückes mit aufgezogenen Segeln.
Käthe Looft, Mutter des Eigners, beobachtet vom Ufer aus ihren auf dem Boot spielenden Enkel.
Hermann und Käthe Looft betrieben seinerzeit im Gebäude Deichstraße 17 ein Textilwarengeschäft. Mitte der 1950er Jahre erwarben sie das Haus Nr. 4 in der oberen Deichstraße und ließen es für ihre Zwecke - Ladengeschäft und Wohnung - umbauen. Ihre Nachkommen und Nachfolger betreiben das immer wieder modernisierte Haus bis heute - gegenwärtig (2017) unter dem Namen Petra Looft Mode.

Bildrechte: nicht bekannt

 

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