Alte Postkarten aus Wilster

Aktuelle Kategorie: Alltagskultur und Landwirtschaft

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1940 Winterdienst in Kathen - Behinderungen durch Schnee

1940 Kampf gegen Schneeverwehungen in Kathen an der Straße zwischen Wilster und Kasenort
1940 Blick vom Hof Schade in Kathen auf den jenseits der Wilsterau in gelegenen Hof Krey in Bischof
1940 Blick vom Hof Schade in Kathen auf den jenseits der Wilsterau in gelegenen Hof Harder
1940 Schneeverwehung am Hof Schade in Kathen

1940 Winterdienst - Behinderungen durch Schnee
In früheren Jahrzehnten waren die durch Witterungsverhältnisse bedingten Auswirkungen des Winters regelmäßig gravierender, da eine maschinelle Räumung der Verkehrswege auf dem Lande zumeist nicht möglich war.
Im Winter 1940 führte der Schneefall zu erheblichen Verwehungen auf der an der Wilsterau entlang führenden Straße in Kathen.
Bild 1: 1940 Kampf gegen Schneeverwehungen beim Hof von Johannes Schade (Hof 226 gem. dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild") in Kathen an der Straße zwischen Wilster und Kasenort.
Ganz links ist der Hof von Hermann Reimers zu erkennen.
Bild 2: 1940 Blick vom Hof Schade in Kathen auf den jenseits der Wilsterau in gelegenen Hof Krey (Hof 229 gem. dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild") in Bischof.
Bild 3: 1940 Blick vom Hof Schade in Kathen auf den jenseits der Wilsterau in gelegenen Hof Harder (Hof 230 gem. dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild") in Bischof.
Bild 4: 1940 Schneeverwehung am Hof Schade in Kathen

Bildrechte: Privatfotos Familie Schade, Kathen

1941 dreispänniges Pflügen und Aussaat aus der Hand

1941 dreispänniges Pflügen auf dem Hof Dibbern in Honigfleth, Gemeinde Stördorf
1941 Sämann auf dem Hof Dibbern in Honigfleth, Gemeinde Stördorf
1941 Aussaat auf dem Hof Dibbern in Honigfleth, Gemeinde Stördorf

1941 dreispänniges Pflügen und Aussaat aus der Hand.
Der in der Wilstermarsch anstehende schwere Boden - der sogenannte Klei - machte es vielfach erforderlich, mehrspännig zu pflügen.
Das Foto (Bild 1) zeigt die Arbeit des Pflügens auf dem Hof Dibbern in Honigfleth, Gemeinde Stördorf. Drei Pferde sind vor den Pflug gespannt. Im Hintergrund ist die Chaussee (heutige L 327) zwischen der Büchsenkate und Krummendiek erkennbar.
Der Klei der Wilstermarsch ist ein bindiger und aus ehemaligen Schlicksedimenten entstandener sehr fruchtbarer, aber schwer zu bearbeitender Boden. Dieser Umstand wird schon aus seiner Bezeichnung deutlich, denn Klei kommt von "kleben", was jeder nur bestätigen kann, der in der Wilstermarsch schon einmal über ein frisch gepflügtes Feld gelaufen ist.
Der Kleiboden ist ein sogenannter Minutenboden, bei welchem die Schritte zur Bearbeitung je nach Abtrocknung nur in einem engen Zeitfenster möglich ist.
Bilder 2 und 3 zeigen die Aussaat von Hand, wie sie seinerzeit zumeist vorgenommen wurde. Der mit gleichmäßigen Schritten über das Feld schreitende Sämann warf die Saatkörner mit der Hand breitwürfig aus. Neben einer gleichmäßigen Kornmenge pro Wurf waren auch gleichmäßige Wurfbreite und Schrittlänge des Sämannes Voraussetzung für die optimale Ausbringung der Saat.

Bildrechte: Privatfotos Familie Dibbern, Honigfleth, Gemeinde Stördorf

1941 Fohlen auf dem Hof Dibbern in Honigfleth

1941 Landwirt und Fohlen auf der Koppel am Hof Dibbern in Honigfleth
1941 Stute und Fohlen auf der Weide am Hof Dibbern in Honigfleth
1941 Stute mit Fohlen auf der Koppel am Hof Dibbern in Honigfleth. Im Hintergrund der Gasthof Büchsenkathe
1941 Stute mit Fohlen auf der Koppel am Hof Dibbern in Honigfleth

1941 Fohlen auf dem Hof Dibbern in Honigfleth
Bis Ende der 1950er Jahre wurden auf vielen Bauernhöfen der Wilstermarsch noch Pferde gehalten; die meisten Bauern züchteten ihre Pferde selbst.
Bild 1: Franz Dibbern (er fiel 1944 im II. Weltkrieg) mit einem Hengst-Fohlen auf der Koppel hinter dem Gehöft. Im Hintergrund rechts sind Gebäude erkennbar, die zum Gasthof "Büchsenkathe" gehörten.
Bild 2: Stute und Fohlen auf der Weide. Im Hintergrund jenseits der damaligen Reichsstraße 5 (spätere B 5) das Gehöft Dibbern. Ganz rechts das Gasthaus "Büchsenkathe" an der Einmündung der von Krummendiek kommenden Chaussee (jetzige L 135)
Bild 3: Stute mit Fohlen auf der Koppel am Hof Dibbern in Honigfleth. Jenseits der von Krummendiek kommenden Landstraße ist der an deren Einmündung in die damalige Reichsstraße 5 (spätere B5) gelegene Gasthof "Büchsenkathe" zu erkennen.
Bild 4: Stute mit Fohlen auf der Weide gegenüber dem Hof Dibbern in Honigfleth. Im Hintergrund der Deich der Bekau sowie die Richtung Heiligenstedten führende Chaussee (damalige Reichsstraße 5, spätere B5).

Bildrechte: Privatfotos Familie Dibbern, Honigfleth

1947 Ringreiten in Ecklak vor dem Dorfkrug Völker

1947 Ringreiten in Ecklak vor dem Dorfkrug Völker

ca. 1947 Ringreiten in Ecklak vor dem Dorfkrug Völker
Vor dem Ecklaker Dorfkrug haben sich die Ringreiter mit ihren Pferden aufgestellt. Davor stehen die mit Schärpen geschmückten Ehren-Damen.
Im Jahr 1947 konnte der örtliche Ringreiter-Verein sein fünfzigjähriges Bestehen feiern. Der Ecklaker Ringreiterverein ist 1897 gegründet worden.
Das Ringreiten als sportliche Übung hat eine dreihundert Jahre andauernde und heute noch gepflegte Tradition in der Wilstermarsch. Vor einhundert Jahren gab es in der Wilstermarsch eine Vielzahl an Ringreitervereinen - häufig mehrere in einer einzigen Gemeinde, jeweils in deren einzelnen Orten.
Beim Ringreiten messen die Reiter ihr sportliches und reiterliches Geschick. Bei einem Ritt im Galopp ist mit einem kurzen Stecher eine kleine Scheibe aus der an einer Schnur quer über die 40 m lange Wettkampfbahn gespannten Ringkrone herauszustechen. Wer nach mehreren Durchgängen die meisten Ringe erzielt hat, wird zum Ringreiter-König gekürt.
Noch bis zur Mitte des vergangenen Jahrhunderts durften nur Junggesellen in den Ringreitervereinen Mitglied sein.
Die Ehrendamen mußten ledig sein (Fräulein sagte man seinerzeit unabhängig von ihrem Lebensalter zu ihnen). Sie hatten bestimmte Volksbelustigungen auszurichten (Bohnenraten, Weckerraten usw.).
Neben den Veranstaltungen der einzelnen Vereine wurde einmal jährlich - immer in Wilster - das Ringreiter-Verbands-Fest ausgerichtet.

Bildrechte: nicht bekannt

Eine Episode am Rande:
Als Jugendlicher besuchte der Begründer dieser Heimatseite gemeinsam mit seinem Jugendfreund Heiner Stitterich ein Ringreiter-Turnier auf dem Platz am Colosseum in Wilster. Die Reiter sprachen platt - selbstverständlich.
Jeder einzelne Reiter bestimmte vor seinem Versuch mit klaren Anweisungen gegenüber dem Helfer an der Scheibe deren Höhe über der Kampfbahn. So rief einer der Reiter:"Een beet´n sieter!" Bis die Scheibe in der für ihn richtigen Höhe hing, wiederholte der Reiter seinen Ruf noch zweimal. Dieses veranlaßte meinen Freund, in dessen Elternhaus nicht platt gesprochen wurde, den Helfer mit den Worten anzublaffen: "Weiter zur Seite, du Dussel!" Allerdings konnte er sich keinen Reim daraus machen, als alle Anwesenden einschließlich des Helfers ein lautes Gelächter anstimmten.

1947 Transportmittel bei Eis und Schnee - Pferdeschlitten

1947 Transportmittel in der Wilstermarsch bei Eis und Schnee - Pferdeschlitten
1947 Transportmittel in der Wilstermarsch bei Eis und Schnee - Pferdeschlitten
1947 Transportmittel in der Wilstermarsch bei Eis und Schnee - Pferdeschlitten
1947 Transportmittel in der Wilstermarsch bei Eis und Schnee - Pferdeschlitten

bis 1950 - Pferdeschlitten als Transportmittel bei Eis und Schnee
Bis zu Beginn der 1950er Jahre wurden in der Wilstermarsch bei winterlichen Wetterlagen und durch Eis und Schnee ansonsten kaum passierbaren Wegen und Straßen von Pferden gezogene Schlitten zur Beförderung von Menschen und Gütern eingesetzt. Seinerzeit gab es auf allen landwirtschaftlichen Betrieben in der Wilstermarsch noch Pferde als Arbeits- und Zugtiere.

Bildrechte: Privatfotos

1948 Ringreiten in Fockendorf

1948 Ringreiten in Fockendorf an der Grenze zwischen Deidenfleth und Dammfleth
2015 Straße Neumühlen in Fockendorf (zu Beidenfleth)
1920 Gasthof Micheel in Fockendorf (zu Beidenfleth)
2015 Straße Neumühlen in Fockendorf (zu Beidenfleth)

1948 Ringreiten in Fockendorf bei der Gastwirtschaft Micheel.
Die Gastwirtschaft von Trine Micheel lag an der Einmündung der von Neumühlen kommenden Straße. Sie wurde bis in die erste Nachkriegszeit von Hugo Schnepel betrieben.
Fockendorf gehört zur Gemeinde Beidenfleth, gleichwohl diente die Gastwirtschaft vornehmlich als gesellschaftlicher Treffpunkt für die Einwohner von Hochfeld in der Gemeinde Dammfleth. Die Straße Neumühlen kennzeichnet weitgehend in ihrem Verlauf die Grenze zwischen den Gemeinden Beidenfleth und Dammfleth.
Bild 3 zeigt den Gasthof um 1920 (Abbildung aus einer alten Ansichtskarte)
Bilder 2 und 4 zeigen die örtliche Situation 2015; das Gebäude der ehemaligen Gastwirtschaft ist auf Bild 4 hinter den Gehölzen erkennbar.

Bildrechte:
Bild 1: nicht bekannt
Bild 2 und 4: Helmut Hoyer, Landrecht
Bild 3: Carl Kuskop, Wilster

1949 Pferde als Arbeitstiere - Pflügen, Heuernte, Ausfahrt

1949 vierspänniges Pflügen des schweren Bodens in der Wilstermarsch
1949 zweispänniges Pflügen in der Wilstermarsch beherrschten bereits die bauernjungen
1949 Heuernte in der Wilstermarsch
1949 Ausfahrt mit der Pferdekutsche - Gig - in der Wilstermarsch

1949 Pferde als Arbeitstiere - Pflügen, Heuernte, Ausfahrt
Noch bis weit in die 1950er Jahre wurden seit Alters her in der Wilstermarsch Pferde als Arbeitstiere eingesetzt. Während kleiner Bauernhöfe nur über zwei Pferde verfügten, standen in den Ställen der größeren Höfe bis zu zehn Pferde als Arbeitstiere.
Bild 1: das vierspännige Pflügen des schweren Marschbodens erforderte viel Erfahrung und Geschick des Lenkers.
Bild 2: Bauernjungs beherrschten schon in jungen Jahren den Umgang mit den Pferden.
Bild 3: die jährlich zumeist dreimal durchgeführte Heu-Ernte erforderte viel Muskelkraft, denn das Heu wurde vielfach von Hand zusammen gerecht und auf den von Pferden gezogenen Wagen aufgestakt.
Bild 4: Ausfahrt mit der einspännigen Gig (einer kleinen offenen Kutsche) nach getaner Arbeit.

Bildrechte: nicht bekannt

1949 Rolandreiten auf dem Hof Dibbern in Honigfleth

1949 Rolandreiten auf dem Hof Dibbern in Honigfleth

1949 Rolandreiten auf dem Hof Dibbern in Honigfleth.
Neben dem auch heute noch in der Wilstermarsch betriebenen Ringreiten war dort früher auch das Rolandreiten ein beliebter Pferdesport.
Das Foto zeigt das Aufstellen des Roland (eine bemalte menschenähnliche Holzfigur), welcher drehbar auf einem Pflock befestigt ist.
Der nahe an der hölzernen Figur vorbei reitende Reiter mußte mit einer kurzen Lanze den am rechten Arm des Roland befestigten Schild treffen und ihn so in eine Drehbewegung versetzen. Eine besondere Herausforderung für den Reiter war, daß er schnell reiten mußte, um nicht von dem am linken Arm des sich drehenden Roland befestigten und mit Asche gefüllten Sack getroffen zu werden.
Leider wird das alte Brauchtum seit Jahrzehnten in der Wilstermarsch nicht mehr ausgeübt, obwohl es zumindest für die Zuschauer attraktiver als das Ringreiten ist.

Bildrechte: Privatfoto Familie Dibbern, Honigfleth

1950 Ackerwagen und Kutschen auf dem Hof Dibbern in Honigfleth

1950 Ackerwagen auf dem Hof Dibbern in Honigfleth
1950 einspännige Kutsche auf dem Hof Dibbern in Honigfleth
1950 Ausfahrt mit der zweiachsigen einspännigen Kutsche auf dem Hof Dibbern in Honigfleth
1951 Ausfahrt mit der einachsigen einspännigen Kutsche auf dem Hof Dibbern in Honigfleth

1950 Ackerwagen und Kutschen auf dem Hof Dibbern in Honigfleth
Im ersten Jahrzehnt nach Ende des II.Weltkrieges wurden auf praktisch allen Bauernhöfen der Wilstermarsch noch Pferde als Arbeits-, Zug- und Reittiere gehalten. Die mit hölzernen Speichenrädern und schmiedeeisernen Ringen als Laufflächen versehenen Ackerwagen waren die einschlägigen Transportfahrzeuge. Daneben verfügten die Bauern auch über Kutschen für die feiertägliche Ausfahrt, manchmal sogar über Pferdeschlitten für den Winter sowie den sogenannten Schlöp oder Slöp (ein niedriges schlittenähnliches Gefährt, welches von Pferden über den Boden gezogen wurde).
Bild 1: Ackerwagen auf dem Hof Dibbern in Honigfleth
Bild 2: Einspännige Kutsche auf dem Hof Dibbern in Honigfleth
Bild 3: Ausfahrt mit der einspännigen zweiachsigen Kutsche, einer Phaeton. Die hölzernen Speichenräder noch mit Eisenreifen für die Laufflächen versehen.
Bild 4: Ausfahrt mit der einspännigen Kutsche (in Form einer Gig); die hier angebrachte Luftbereifung sah wenig elegant aus, bot jedoch wohl einen besseren Fahrkomfort.

Bildrechte: Privatfotos Familie Dibbern, Honigfleth

1950 Bergung des Getreides in der Wilstermarsch, Hof Dibbern in Honigfleth

1950 Bergung des Getreides in der Wilstermarsch, Hof Dibbern in Honigfleth
1950 Bergung des Getreides in der Wilstermarsch, Hof Dibbern in Honigfleth
1950 Bergung des Getreides in der Wilstermarsch, Hof Dibbern in Honigfleth
1950 Bergung des Getreides in der Wilstermarsch, Hof Dibbern in Honigfleth

1950 Bergung des Getreides in der Wilstermarsch, Hof Dibbern in Honigfleth
Das 1950 geschnittene Getreide wurde seinerzeit nach der auf dem Feld erfolgten Trocknung geborgen und zum Dreschen zu der zumeist auf dem Hofplatz eingesetzten Dreschmaschine transportiert. Das Zusammenrechen und Aufladen des Getreides war eine mühevolle Arbeit, an welcher sich auch die auf den Höfen wohnenden Frauen und halbwüchsigen Kinder beteiligten.
Die auf dem Ackerwagen aufgetürmten Halme wurden mit dem über die Ladung gelegten Gürtelbaum fixiert. Seinerzeit wurden auf fast allen Höfen der Wilstermarsch noch Pferde als Zugtiere eingesetzt.

Bildrechte: Privatfotos Familie Dibbern, Honigfleth

1950 Getreideernte mit einem von Pferden gezogenen Bindemäher

1950 Vier Pferde des Hofes Dibbern, Honigfleth, bereit zum Einschirren vor den Mähbinder.
1950 von vier Pferden gezogener Mähbinder bei der Ernte auf Feldern des Hofes Dibbern, Honigfleth
1950 von drei Pferden gezogener Mähbinder bei der Ernte auf Feldern des Hofes Dibbern, Honigfleth
1950 von zwei Pferden gezogener Ackerwagen

1950 Getreideernte mit dem von Pferden gezogenen Bindemäher
In den Jahren nach dem II. Weltkrieg waren bis in die 1960er Jahre bei der Getreideernte Bindemäher im Gebrauch - in der Zeit danach wurden sie durch Mähdrescher ersetzt.
Der Mähbinder oder Bindemäher schnitt nicht nur das Getreide, sondern führte auch das Bündeln und Binden der Getreidehalme zu Garben durch. Die Garben (Bündel aus Getreidehalmen, bei denen die Ähren allesamt nach einem Ende ausgerichtet sind) legte die von Pferden oder einem Traktor gezogene Maschine auf dem Feld ab. Pferde wurden noch in den 1950er Jahren als Zugtiere eingesetzt.
Auf allen Bauernhöfen in der Wilstermarsch wurden in der Zeit bis zu Beginn der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts Pferde gehalten. Je nach Größe des Betriebes konnten das ein bis acht Pferde sein. Häufig genug mußten die landwirtschaftlichen Geräte beim Pflügen oder Ernten vierspännig gezogen werden.
Bild 1: Vier Arbeits-Pferde des Hofes Dibbern, Honigfleth, bereit zum Einschirren vor den Mähbinder.
Bild 2: von vier Pferden gezogener Mähbinder bei der Getreideernte
Bild 3: von vier Pferden gezogener Mähbinder bei der Getreideernte
Bild 4: von zwei Pferden gezogener Ackerwagen holt die Garben zum Dreschen auf die Hofstelle.

Bildrechte: Privatfotos Familie Dibbern, Honigfleth, Gemeide Stördorf

1950 Handtorfstich im Vaalermoor a

1950 Handtorfstich im Vaalermoor - Stechen des Torfes mit dem Torfspaten
1950 Handtorfstich im Vaalermoor - Weitertransport der Soden
1950 Handtorfstich im Vaalermoor - Weitertransport der Soden
1950 Handtorfstich im Vaalermoor - Trocknung der Soden

1950 Handtorfstich im Vaalermoor
Noch in der Zeit nach dem II. Weltkrieg wurde vielerorts bis in die 1950er Jahre Torf zum Heizen verwendet.
Einwohner aus Wilster und der Wilstermarsch stachen im Vaalermoor Torf.
Die Abbildungen zeigen Bauern aus Honigfleth beim Torfstechen im Vaalermoor.
Der Torf wurde mit dem geraden Torfspaten in Handarbeit als Soden gestochen. Es wurde eine Abtorfungstiefe bis zu 2,50 m erreicht, wobei ein Mann an einem Arbeitstag bis zu 4000 Soden stechen konnte.
Jeder Soden wurde oben von einem Helfer entgegen genommen und auf einer hölzernen Torfkarre abgelegt. Über eine mit Brettern ausgelegten Bahn wurden die Soden zum Trocknungsplatz gefahren und dort ausgelegt und gestapelt.

Bildrechte: Privatfotos Familie Dibbern, Honigfleth

1950 Handtorfstich im Vaalermoor b

1950 Handtorfstich im Vaalermoor - Erholungspause
1950 Handtorfstich im Vaalermoor - Erholungspause
1950 Handtorfstich im Vaalermoor - An- und Abreise sowie Transport mit dem Ackerwagen
1950 Handtorfstich im Vaalermoor - An- und Abreise sowie Transport mit dem Ackerwagen

1950 Handtorfstich im Vaalermoor
Noch in der Zeit nach dem II. Weltkrieg wurde vielerorts bis in die 1950er Jahre Torf zum Heizen verwendet.
Einwohner aus Wilster und der Wilstermarsch stachen im Vaalermoor Torf. Die Abbildungen zeigen Bauern aus Honigfleth beim Torfstechen.
Der Torf wurde mit dem geraden Torfspaten in Handarbeit als Soden gestochen. Die auf dem Trocknungsplatz von Wind und Sonne getrockneten Soden wurden im Spätsommer abtransportiert.
Die Anreise zum Torfstechen wie auch der Abtransport des Torfes erfolgten mit Pferd und Wagen. Die viele Mitglieder der jeweiligen Familien in Anspruch nehmende Arbeit war schwer, erforderte die notwendigen Pausen und eine Verproviantierung für den gesamten Tag.
Auf Bild 2 ist im Hintergrund rechts die Hochbrücke Hochdonn erkennbar.

Bildrechte: Privatfotos Familie Dibbern, Honigfleth

1950 Heuernte in der Wilstermarsch, Hof Dibbern in Honigfleth

1950 Heuernte in der Wilstermarsch - Das geschnittene, ausgebreitete und zu Heu rocknende Gras wurde mehrmals maschinell mit dem von Pferden gezogenen Heuwender umgeschichtet
1950 Heuernte in der Wilstermarsch - Das angetrocknete Gras wurde auf den Heureutern zum Trocknen aufgeschichtet
1950 Heuernte in der Wilstermarsch - Das angetrocknete Gras wurde überlappend auf sogenannten Heureutern aufgeschichtet, um so den Trocknungsvorgang zu beschleunigen und eventuelles Regenwasser schnell abfließen zu lassen
1950 Heuernte in der Wilstermarsch - Das Heu wurde zu mächtigen Diemen (Heuhaufen) aufgetürmt, die zumeist in ihren oberen Bereichen mit Planen abgedeckt wurden.

1950 Heuernte in der Wilstermarsch auf dem Hof Dibbern in Honigfleth.
In der Zeit nach dem II. Weltkrieg wurden auf den Bauernhöfen der Wilstermarsch fast ausschließlich Pferde zum Ziehen von Geräten eingesetzt.
Die Fotos zeigen Arbeiten bei der Heuernte.
Bild 1: Das geschnittene, ausgebreitete und zu Heu trocknende Gras wurde mehrmals maschinell mit dem von Pferden gezogenen Heuwender umgeschichtet.
Bilder 2 und 3: Das angetrocknete Gras wurde überlappend auf sogenannten Heureutern aufgeschichtet, um so den Trocknungsvorgang zu beschleunigen und eventuelles Regenwasser schnell abfließen zu lassen.
Bild 4: Das Heu wurde zu mächtigen Diemen (Heuhaufen) aufgetürmt, die zumeist in ihren oberen Bereichen mit Planen abgedeckt wurden.
Die zumeist dreimal pro Saison vorzunehmende Heu-Ernte war eine zeitaufwendige Arbeit, an der sich neben anderen Helfern regelmäßig auch die Frauen und halbwüchsigen Kinder des Hofes beteiligen mußten.

Bildrechte: Privatfotos der Familie Dibbern, Honigfleth

1950 Klasse der Schule Honigfleth in der Gemeinde Stördorf

1950 Klasse der Schule Honigfleth in der Gemeinde Stördorf in der Wilstermarsch
Alte Schule Honigfleth in der Gemeinde Stördorf
Neue Schule Honigfleth in der Gemeinde Stördorf

1950 Klasse der Schule Honigfleth in der Gemeinde Stördorf.
An den klobigen und dicht gedrängt aufgestellten Pulten und Bänken sitzen die älteren Jahrgänge der Schule Honigfleth - leider sind weder Namen der Lehrerin noch die der Schüler bekannt.
In der Vergangenheit betrieben die Dörfer der Wilstermarsch auf ihrem Gemeindegebiet eine oder mehrere Schulen. Diese kleinen Dorfschulen waren zumeist ein- oder zweiklassig, wobei alle Jahrgänge gemeinsam von einer Lehrkraft unterrichtet wurden.
Heute besuchen die hauptschulpflichtigen Schüler aus den meisten Gemeinden das Schulzentrum Wilster (seit 1972). Die Bauernschaft Bekhof (heute zur Gemeinde Oldendorf gehörend und östlich der Bekau gelegen und nicht zum Amt Wilstermarsch zählend) und die Gemeinde Stördorf betrieben gemeinsam die Schule Honigfleth. Informationen zu dieser Schule können aus den Abbildungen 2 und 3 nachgelesen werden (sie stammen aus der Jubiläumsschrift 1972 - 1997, 25 Jahre HauptSchule Wilster)

Bildrechte: nicht bekannt

1950 Landwirtschaftliche Arbeit in der Wilstermarsch auf dem Hof Dibbern in Honigfleth

1950 Heuernte auf dem Hof Dibbern in Honigfleth, Gemeinde Stördorf in der Wilstermarsch
1950 Heuernte auf dem Hof Dibbern in Honigfleth, Gemeinde Stördorf in der Wilstermarsch
1950 Nutzung der Arbeitspferde als Reitpferd auf dem Hof Dibbern in Honigfleth, Gemeinde Stördorf in der Wilstermarsch
1950 Kalkung landwirtschaftlicher Flächen auf dem Hof Dibbern in Honigfleth, Gemeinde Stördorf in der Wilstermarsch

1950 Landwirtschaftliche Arbeiten in der Wilstermarsch auf dem Hof Dibbern in Honigfleth
In den ersten Jahren nach dem II. Weltkrieg wurden auf den Bauernhöfen der Wilstermarsch in Ermangelung von Traktoren fast ausschließlich Pferde als Zug- und Arbeitstiere eingesetzt.
Bilder 1 und 2: Heuernte - das geschnittene, ausgebreitete und zu Heu trocknende Gras wurde mehrmals maschinell mit dem von Pferden gezogenen Heuwender umgeschichtet.
Bild 3: Die Pferde der Bauern wurden auch als Reitpferde genutzt - auch die Kinder der Bauern konnten von früher Jugend an reiten.
Bild 4: Pferde wurden als Zugpferde auch vor Ackerwagen gespannt, wenn die landwirtschaftlichen Flächen zur Vermeidung einer Versauerung der Böden und zur Erzielung einer optimalen Bodenreaktion gekalkt wurde. Diese Arbeit war eine schwere und unangenehme, da sie in Ermangelung geeigneter Gerätschaften in Handarbeit erfolgte.

Bildrechte: Privatfotos der Familie Dibbern, Honigfleth

1950 Milchtransport auf dem Bütteler Kanal (Burg-Kudenseer Kanal)

1950 Milchtransport auf dem Bütteler Kanal (Burg-Kudenseer Kanal)

1950 Milchtransport auf dem Bütteler Kanal (Burg-Kudenseer Kanal)
Das Foto zeigt das Landwirte-Ehepaar Anna und Heinrich Schmidt beim Transport der in Kannen gefüllten Milch mit dem Boot zur Bütteler Meierei.
Das Bauernhaus Schmidt ist auf dem Foto rechts im Hintergrund zu sehen.
Der Hof Schmidt (Hof Anhang 20 gem. dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild") besteht heute nicht mehr. Der in Kuhlen, Gemeinde Büttel, gelegene Hof mußte zu Beginn der 1970er Jahre der Industrieansiedlung im Raum Brunsbüttel weichen.
Die damalige Betriebsgröße der Gehöfte der Wilstermarsch lag zwischen 20 bis 30 Hektar; die Flächen wurden zumeist als Weideland genutzt, die Milchwirtschaft war eine Haupteinnahmequelle der Bauern.
Es gab zur damaligen Zeit mehrere kleine Meiereien in den Orten der Wilstermarsch. Zum Einzugsgebiet der 1973 geschlossenen Meierei Büttel gehörte Büttel mit Kuhlen, Altenkoog, Ostermoor und Brunsbüttel-Süd, Kudensee, Landscheide und Flethsee, St. Margarethen mit Osterbünge und Heideducht.

Anmerkung: Die Bennennung der abgebildeten Personen (ihrer Großeltern) erfolgte durch Maren Hayenga, Wilster.

1950 Pferde auf dem Hof Dibbern in Honigfleth

ca. 1950 Ausfahrt mit der Pferdekutsche; Hof Dibbern in Hoigfleth
ca. 1950 Reiter auf der Bundesstraße 5 vor dem Hof Dibbern in Honigfleth
ca. 1950 Bauernjunge versucht sich als Reiter auf dem Hof Dibbern in Honigfleth
ca. 1950 Reiter in Kostümen beim Dorffest in Krummendiek

1950 Pferde auf dem Hof Dibbern in Honigfleth
Bis Ende der 1950er Jahre wurden auf vielen Bauernhöfen der Wilstermarsch noch Pferde als Arbeitstiere gehalten.
Sie wurden aber auch als Reitpferde oder Kutschpferde eingesetzt.
Bild 1: Ausfahrt mit der Pferdekutsche
Bild 2: Reiter auf der Bundesstraße 5 vor dem Hof Dibbern in Honigfleth
Bild 3: Bauernjunge versucht sich als Reiter
Bild 4: Reiter in Kostümen beim Dorffest in Krummendiek

Bildrechte: Privatfotos Familie Dibbern, Honigfleth

1950 Pferdeschlitten für den Personentransport

Winter 1949/50 Pferdeschlitten für den Personentransport auf dem Hof Dibbern in Honigfleth, Gemeinde Stördorf
Winter 1949/50 Pferdeschlitten für den Personentransport auf dem Hof Dibbern in Honigfleth, Gemeinde Stördorf
Winter 1949/50 Hof Dibbern in Honigfleth, Gemeinde Stördorf

1950 Pferdeschlitten für den Personentransport
Bei ausreichender Schneelage wurden früher von Pferden gezogene Schlitten in der Wilstermarsch in geringem Umfang auch in der Landwirtschaft eingesetzt. Fast jedes Gehöft verfügte hingegen über einen kleineren Pferdeschlitten für den Personentransport.
Die Bilder 1 und 2 zeigen im Winter 1949/50 einen derartigen Pferdeschlitten auf dem Hof Dibbern (Bild 3) in Honigfleth, Gemeinde Stördorf bei der feiertäglichen Ausfahrt.

Bildrechte: Privatfotos Familie Dibbern, Honigfleth, Gemeinde Stördorf

1950 Sägearbeiten mit der Zweimann-Schrotsäge

1950 Sägearbeiten mit der Zweimann-Schrotsäge auf dem Hof Dibbern in Honigfleth

1950 Sägearbeiten mit der Zugsäge.
Sägearbeiten auf dem Hof Dibbern in Honigfleth.
Die heute üblichen vielfältigen kleinen von Motoren angetriebenen Handwerksgeräte gab es seinerzeit noch nicht.
Dicke Balken und Stämme wurden gesägt mit der Schrotsäge, einer Zugsäge mit einem etwa 1,50 m bis 2,00 m langen bauchförmigen Blatt.
Die Säge wurde von zwei Personen bedient. Dabei mußte die Bewegung der Arbeiter gut auf einander abgestimmt sein, da sie die Säge jeweils nur zu sich heran zogen und keinen Druck beim Ausführen der Gegenbewegung ausübten.
Für den Zweck des jeweils durch Zug bewirkten Schnittes waren die Sägezähne der Schrotsäge auch beidseitig geschliffen.
Erst ab Beginn der 1960er Jahre kamen die von einer Person zu bedienenden und von einem Motor angetriebenen Kettensägen in Gebrauch.

Bildrechte: Privatfotos Familie Dibbern, Honigfleth

1950 Transport von Mobilien und Waren - Gespann Marschhof Krummendiek

1950 Güterbahnhof Itzehoe - Umschlag von Mobilien und Waren von einem Gespann des Marschhof Dunker in Krummendiek
1950 Güterbahnhof Itzehoe - Umschlag von Mobilien und Waren von einem Gespann des Marschhof Dunker in Krummendiek
1950 Güterbahnhof Itzehoe - Umschlag von Mobilien und Waren von einem Gespann des Marschhof Dunker in Krummendiek
1950 Güterbahnhof Itzehoe - Umschlag von Mobilien und Waren von einem Gespann des Marschhof Dunker in Krummendiek

1950 Umschlag von Mobilien und Waren von einem Gespann des Marschhof Dunker in Krummendiek.
Im Güterbahnhof Itzehoe werden Gegenstände und Waren von einem Fuhrwerk des Marschhofes in Krummendiek in einen Güterwaggon der Bahn verladen.
Möglicherweise handelt es sich um Gegenstände aus dem Haushalt von zuvor auf dem Marschhof untergebracht gewesener Flüchtlinge.
Der Marschhof - Gehöfte 269 und 270 gem. dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild" - in Krummendiek
war seinerzeit im Eigentum von Franz Dunker (* 1910, + 2001), (Hof 270) und wurde von diesem auch bewirtschaftet.

Bildrechte: Arthur Zachger, Itzehoe
Quelle: Bildarchiv des gemeinsamen Archivs des Kreises Steinburg und der Stadt Itzehoe

1950 Turnier Reit- und Fahrverein Wilster und Umgebung a

1950 Turnier Reit- und Fahrverein Wilster und Umgebung
1950 Turnier Reit- und Fahrverein Wilster und Umgebung
1950 Turnier Reit- und Fahrverein Wilster und Umgebung
1950 Turnier Reit- und Fahrverein Wilster und Umgebung

1950 Turnier Reit- und Fahrverein Wilster und Umgebung
Im September des Jahres 1950 veranstaltete der Reit- und Fahrverein Wilster und Umgebung auf seinem Gelände ein großes Turnier.
Der noch heute bestehende Verein ist am 23. Oktober 1924 gegründet worden; hier stellt sich der Reit- und Fahrverein Wilster und Umgebung selbst vor.

Bildrechte: Arthur Zachger, Itzehoe
Quelle: Bildarchiv des gemeinsamen Archivs des Kreises Steinburg und der Stadt Itzehoe

1950 Turnier Reit- und Fahrverein Wilster und Umgebung b

1950 Turnier Reit- und Fahrverein Wilster und Umgebung
1950 Turnier Reit- und Fahrverein Wilster und Umgebung
1950 Turnier Reit- und Fahrverein Wilster und Umgebung
1950 Turnier Reit- und Fahrverein Wilster und Umgebung

1950 Turnier Reit- und Fahrverein Wilster und Umgebung
Im September des Jahres 1950 veranstaltete der Reit- und Fahrverein Wilster und Umgebung auf seinem Gelände ein großes Turnier.
Der noch heute bestehende Verein ist am 23. Oktober 1924 gegründet worden; hier stellt sich der Reit- und Fahrverein Wilster und Umgebung selbst vor.

Bildrechte: Arthur Zachger, Itzehoe
Quelle: Bildarchiv des gemeinsamen Archivs des Kreises Steinburg und der Stadt Itzehoe

1951 Sattel-Schweine werden auf den Höfen der Wilstermarsch gehalten

1951 Sattel-Schweine werden auf den Höfen der Wilstermarsch gehalten
1951 Sattel-Schweine werden auf den Höfen der Wilstermarsch gehalten
1951 Sattel-Schweine werden auf den Höfen der Wilstermarsch gehalten
1951 Sattel-Schweine werden auf den Höfen der Wilstermarsch gehalten

1951 Sattel-Schweine werden auf den Höfen der Wilstermarsch gehalten.
Die heutige Massenhaltung gab es noch nicht!
In den Jahren nach 1945 wurden von den landwirtschaftlichen Betrieben der Wilstermarsch die zu den sogenannten Fettschweinen gehörenden Angler Sattelschweine gehalten.
Es wurden auch Kreuzungen mit dem Edelschwein vorgenommen (Bild 1 zeigt einen entsprechenden Wurf).
Der Name der Sattelschweine bezieht sich auf die Färbung, denn während die vordere und hintere Körperhälfte jeweils schwarz sind, zieht sich ein weißer Gürtel oder Sattel über die Vorderhand.
Als großer Vorteil der robusten Sattelschweine galt, daß sie sehr anspruchslos in der Halteform sind, eine gute Weidefähigkeit haben und dort sogar ihre Ferkel aufzogen. Weil aber ab den 1960er Jahren von den Verbrauchern das fette Fleisch nicht mehr so nachgefragt war, stand die Rasse zeitweilig vor dem Aussterben. Auch heute noch gehört sie zu den gefährdeten Haustierrassen.
Die Bilder zeigen auf dem Hof Dibbern in Honigfleth eine Muttersau mit ihren Ferkeln (offenbar Kreuzung aus Edelschwein und Sattelschwein).

Bildrechte: Privatfotos, Familie Dibbern, Honigfleth

1951 Schlöp als Beförderungsmittel - Fertigung von Brennmaterial

1951 Grabenaushub wird in eine Schlöp geschaufelt
1951 Grabenaushub wird mit einer Schlöp transportiert

1951 Ein Schlöp bzw. Slöp als Beförderungsmittel
Ein bzw. eine "Schlöp" oder "Slöp" ist ein aus zwei Kufen und darüber genagelten Bohlen bestehender flacher Schlitten. Derartige "Schlöp" wurden seit vielen Jahrhunderten in der Wilstermarsch auf den landwirtschaftlich genutzten Flächen zum Transport von schweren Lasten eingesetzt und zumeist von Pferden gezogen. Seit Mitte der 1950er Jahre sind im Zusammenhang mit der Mechanisierung in der Landwirtschaft derartige urtümliche Gerätschaften nicht mehr im Gebrauch.
Bild 1 zeigt, wie beim Aufreinigen von Gräben der torfige Grabenaushub in eine Schlöp geschaufelt wird.
Bild 2 zeigt, wie mittels der von einem Pferd gezogenen Schlöp das darin befindliche Material weiter befördert wird.
Bild 3 zeigt das Verteilen des mittels einer Schlöp herbei geschafften torfigen Materials. Nach dem Antrocknen der Schicht wurde das Material in Soden geschnitten, diese wurden weiter getrocknet um dann endlich als mehr oder weniger brauchbares Heizmaterial verwendet zu werden.
Weitere Erläuterungen zur Schlöp werden in der unten aufrufbaren Datei gegeben.

Bildrechte: Privatfotos Familie Dibbern, Honigfleth

Hier finden Sie noch weitere Informationen (als Datei)

1951 Transport der Milchkannen

1951 Transport der Milchkannen mit einer Karre
1953 Transport der Milchkannen mit dem Trecker
1951 Fütterung der Kälber mit Molke
1953 schon die Kinder konnten Trecker bedienen, so wie hier beim Transport der Milchkannen

1951 Transport der Milchkannen
Vor der Ende der 1950er Jahre auch in der Wilstermarsch eintretenden Einführung der Melkmaschinen wurden die Milch-Kühe zweimal täglich von Hand gemolken.
Die in großen Milchkannen gesammelte Milch wurde zeitnah von sogenannten Milchwagen - zunächst von Pferden gezogene Wagen - abgeholt und zur Meierei befördert.
Damit der Transport der Milch möglichst schnell erfolgen konnte, wurden die großen schweren Kannen an die befahrbare Straße gestellt. Die Beförderung dorthin erfolgte vielfach mit speziellen Karren (Bild 1), so wie auf dem Hof Dibbern in Honigfleth.
Nachdem ab den 1950er Jahren die Landwirte sich Trecker zulegten, erfolgte die Beförderung der Kannen auch mittels an den Trecker gekoppelter niedrigbordiger Anhänger (Bild 2).
Die Milchtransporter brachten von den Meiereien häufig mit Molke (entrahmte Milch) gefüllte Kannen zu den Höfen zurück. Mit der Molke wurden die Kälber gefüttert (Bild 3).
Schon zehnjährige Kinder konnten Trecker bedienen, so wie hier beim Transport der Milchkannen (Bild 4).

Bildrechte: Privatfotos Familie Dibbern, Honigfleth

1952 Kinderfest der Schule Krummendiek

1952 Kinderfest der Schule Krummendiek - Umzug durch das Dorf
1952 Kinderfest der Schule Krummendiek - Umzug durch das Dorf
1952 Kinderfest der Schule Krummendiek - Wettspiel Topfschlagen
1952 Kinderfest der Schule Krummendiek

1952 Kinderfest der Schule Krummendiek
So wie in der Stadt Wilster die örtlichen Schulen alljährlich mit ihren Schülern das Fest der Kindergilde durchführten, veranstalteten auch die Dorfschulen in der Wilstermarsch ein derartiges Fest. Auf den Dörfern erhielt sich dieser für die Kinder so schöne Brauch deutlich länger als in Wilster, wo eine diesbezüglich zunehmend weniger engagierte Lehrerschaft den Lehrkörper stellte.
Die festlich gekleideten Schüler zogen in einem Umzug (Bilder 1 und 2) durch das Dorf, auf dem Schulhof wurden Wettspiele (Bild 3) wie das "Stockschlagen" (es galt, mit verbundenen Augen mit einem Knüppel einen Topf zu treffen) und viele der Erwachsenen nahmen als Begleiter am Fest der Kinder teil (Bild 4).
Abschließend wurde gemeinsam im Dorfkrug gefeiert - auf Bild 1 ist im Hintergrund der Gasthof "Zum alten Schlossberg" von Lahann erkennbar.
Die Knaben trugen seinerzeit allesamt kurze Hosen, die Mädchen ein Kleid. Bei den Mädchen war die Kurzhaarfrisur in der Minderheit.

Bildrechte: Privatfotos Familie Dibbern, Honigfleth

1952 Traktoren lösen die Pferde als Zugtiere ab auf dem Hof Dibbern in Honigfleth

1952 Traktoren lösen die Pferde als Zugtiere ab - Hof Dibbern in Honigfleth, Wilstermarsch
1952 Traktoren lösen die Pferde als Zugtiere ab - Hof Dibbern in Honigfleth, Wilstermarsch
1952 Traktoren lösen die Pferde als Zugtiere ab - Hof Dibbern in Honigfleth, Wilstermarsch
1952 Traktoren lösen die Pferde als Zugtiere ab - Hof Dibbern in Honigfleth, Wilstermarsch

1952 Traktoren lösen die Pferde als Zugtiere ab auf dem Hof Dibbern in Honigfleth.
Bald nach der Währungsreform des Jahres 1949 und dem folgenden rasanten wirtschaftlichen Aufschwung, welcher auch die Lage in der Landwirtschaft positiv beeinflußte, wurde auch dort die Mechanisierung voran getrieben. Diese vor dem Kriege bereits eingetretene Entwicklung war einige Jahre lang zum Stillstand gekommen. Viele Bauern erwarben kleine und nach heutigem Maßstab leistungsschwache Traktoren. Diese Schlepper lösten die Pferde als Zugtiere ab - Bilder 1 und 2 symbolisieren diesen Entwicklungssprung.
Vielfach blieben die herkömmlichen Ackerwagen weiterhin eine Zeit lang im Gebrauch (Bilder 3 und 4); nur die hölzernen und mit einem Reifen aus Eisen versehenen Räder wurden durch eine Gummibereifung ausgetauscht.

Bildrechte: Privatfotos Familie Dibbern, Honigfleth

1952 Traktoren lösen die Pferde als Zugtiere ab auf dem Hof Dibbern in Honigfleth b

1952 Traktoren lösen die Pferde als Zug- und Arbeitstiere ab auf dem Hof Dibbern in Honigfleth, Gemeinde Stördorf in der Wilstermarsch
1952 Traktoren lösen die Pferde als Zug- und Arbeitstiere ab auf dem Hof Dibbern in Honigfleth, Gemeinde Stördorf in der Wilstermarsch
1952 Traktoren lösen die Pferde als Zug- und Arbeitstiere ab auf dem Hof Dibbern in Honigfleth, Gemeinde Stördorf in der Wilstermarsch
1952 Traktoren lösen die Pferde als Zug- und Arbeitstiere ab auf dem Hof Dibbern in Honigfleth, Gemeinde Stördorf in der Wilstermarsch

1952 Traktoren lösen die Pferde als Zugtiere ab auf dem Hof Dibbern in Honigfleth.
Bald nach der Währungsreform des Jahres 1949 und dem folgenden rasanten wirtschaftlichen Aufschwung, welcher auch die Lage in der Landwirtschaft positiv beeinflußte, wurde auch dort die Mechanisierung voran getrieben. Diese vor dem Kriege bereits eingetretene Entwicklung war einige Jahre lang zum Stillstand gekommen.
Viele Bauern erwarben ab Beginn der 1950er Jahre kleine - nach heutigem Maßstab leistungsschwache - Traktoren. Diese Schlepper lösten die Pferde als Zug- und Arbeitstiere ab.
Die Bilder zeigen Arbeiten bei der Heuernte.

Bildrechte: Privatfotos Familie Dibbern, Honigfleth

1953 Pferdesport in Dammfleth - Hindernisreiten, Trab-Rennen

1953 Trab-Rennen in Dammfleth bei Wilster
1953 Trab-Rennen in Dammfleth bei Wilster
1953 Pferdesport - Jagdrennen in Dammfleth bei Wilster
1953 Pferdesport - Jagdrennen in Dammfleth bei Wilster

1953 Pferdesport in Dammfleth - Trab-Rennen, Hindernisreiten bzw. Jagdrennen
Bis weit in die 1950er Jahre waren die Pferdesport-Veranstaltungen in Dammfleth Ausdruck des in der Wilstermarsch so selbstverständlichen Umganges mit Pferden.
Pferde hatten in der Wilstermarsch seit Jahrhunderten als Zug- und Arbeitstiere, aber auch als Reittiere, gedient.
Da nimmt es nicht Wunder, daß die Pferdesportveranstaltungen in Dammfleth sich regelmäßig einer ganz außerordentlichen Zuschauerresonanz erfreuen konnten. Die bäuerliche Bevölkerung reiste zumeist mit der von Pferden gezogenen Kutsche (Ein- und Zweispänner) zu diesem auch eine besondere gesellschaftliche Veranstaltung darstellenden Ereignis an.

Bildrechte:
Bild 1: Werner Behning
Das Foto stammt aus der im Eigentum von Robert Friedrichs, Wilster, stehenden Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster
Bilder 2 bis 4: Bildrechte: Arthur Zachger, Itzehoe
Quelle: Bildarchiv des gemeinsamen Archivs des Kreises Steinburg und der Stadt Itzehoe

1953 Pferdesport in Dammfleth - Reiterliche Vorführungen

1953 Pferdesport in Dammfleth - Reiterliche Vorführungen
1953 Pferdesport in Dammfleth - Reiterliche Vorführungen
1953 Pferdesport in Dammfleth - Siegerehrung
1953 Pferdesport in Dammfleth - Siegerehrung

1953 Pferdesport in Dammfleth - Reiterliche Vorführungen
Neben Trab-Rennen, Hindernisreiten bzw. Jagdrennen und Gespannfahrten wurden auch reiterliche Vorführungen veranstaltet.
Bis weit in die 1950er Jahre waren die Pferdesport-Veranstaltungen in Dammfleth Ausdruck des in der Wilstermarsch so selbstverständlichen Umganges mit Pferden.
Pferde hatten in der Wilstermarsch seit Jahrhunderten als Zug- und Arbeitstiere, aber auch als Reittiere, gedient.
Da nimmt es nicht Wunder, daß die Pferdesportveranstaltungen in Dammfleth sich regelmäßig einer ganz außerordentlichen Zuschauerresonanz erfreuen konnten. Die bäuerliche Bevölkerung reiste zumeist mit der von Pferden gezogenen Kutsche (Ein- und Zweispänner) zu diesem auch eine besondere gesellschaftliche Veranstaltung darstellenden Ereignis an.

Bildrechte: Arthur Zachger, Itzehoe
Quelle: Bildarchiv des gemeinsamen Archivs des Kreises Steinburg und der Stadt Itzehoe

1953 Pferdesport in Dammfleth - Siegerehrungen

1953 Pferdesport in Dammfleth - Siegerehrungen
1953 Pferdesport in Dammfleth - Siegerehrung
1953 Pferdesport in Dammfleth - Siegerehrung
1953 Pferdesport in Dammfleth - Siegerehrung

1953 Pferdesport in Dammfleth - Siegerehrungen
Neben Trab-Rennen, Hindernisreiten bzw. Jagdrennen und Gespannfahrten wurden auch reiterliche Vorführungen veranstaltet.
Bis weit in die 1950er Jahre waren die Pferdesport-Veranstaltungen in Dammfleth Ausdruck des in der Wilstermarsch so selbstverständlichen Umganges mit Pferden.
Pferde hatten in der Wilstermarsch seit Jahrhunderten als Zug- und Arbeitstiere, aber auch als Reittiere, gedient.
Da nimmt es nicht Wunder, daß die Pferdesportveranstaltungen in Dammfleth sich regelmäßig einer ganz außerordentlichen Zuschauerresonanz erfreuen konnten. Die bäuerliche Bevölkerung reiste zumeist mit der von Pferden gezogenen Kutsche (Ein- und Zweispänner) zu diesem auch eine besondere gesellschaftliche Veranstaltung darstellenden Ereignis an.

Bildrechte: Arthur Zachger, Itzehoe
Quelle: Bildarchiv des gemeinsamen Archivs des Kreises Steinburg und der Stadt Itzehoe

1955 Bergen, Laden und Einfahren von Stroh mit dem Heulader / Strohlader

1955 Bergen und Einfahren Stroh in der Wilstermarsch
1955 Bergen und Einfahren Stroh in der Wilstermarsch
1955 Bergen und Einfahren Stroh in der Wilstermarsch
1955 Bergen und Einfahren Stroh in der Wilstermarsch

1955 Bergen, Laden und Einfahren Stroh in der Wilstermarsch
Ab Mitte der 1950er Jahre hatte sich auch auf den Höfen der Wilstermarsch eine rasante Mechanisierung der Landwirtschaft vollzogen.
Nach der mit Mähdreschern vorgenommenen Ernte des Getreides mußte in einem weiteren Arbeitsgang das ausgedroschene Stroh geborgen und eingefahren werden.
Das maschinell zusammengekehrte Stroh wurde mit einem Heulader / Stohlader aufgenommen und auf landwirtschaftliche Anhänger befördert, mit denen es dann zum Gehöft transportiert wurde.
Die Bilder zeigen diese Arbeiten auf den Ländereien des Hofes Dibbern, Honigfleth.

Bildrechte: Privatfotos Familie Dibbern, Honigfleth

1955 Getreideernte mit Mähdreschern

1955 Getreideernte mit Mähdreschern
1955 Getreideernte mit Mähdreschern
1955 Getreideernte mit Mähdreschern

1955 Getreideernte mit Mähdreschern in der Wilstermarsch
Ab Mitte der 1950er Jahre vollzog sich auch auf den Höfen der Wilstermarsch eine rasante Mechanisierung der Landwirtschaft.
So wurden bei der Ernte von Getreide - in der Wilstermarsch nur bei besonderen Bodenverhältnissen angebaut - selbstfahrende Mähdrescher eingesetzt, wie sie beispielsweise durch die Firma CLAAS ab 1953 entwickelt wurden.
Der Mähdrescher ermöglichte die gleichzeitige Durchführung der Mahd und des Dreschens, was einen ganz erhebliche Reduzierung des Arbeitseinsatzes bewirkte.
Die Bilder zeigen den - dort wohl erstmaligen - Einsatz von CLAAS Mähdreschern auf den Ländereien des Hofes Dibbern, Honigfleth.

Bildrechte: Privatfotos Familie Dibbern, Honigfleth

1956 Schaf-Haltung in der Wilstermarsch

1956 Haltung von Schafen in der Wilstermarsch
Nur an wenigen Orten der Wilstermarsch wurden in der Vergangenheit Schafe gehalten. Grund für die nur vereinzelt vorkommende Haltung von Schafen sind die nassen Böden der Marsch, denn feuchter Stand fördert bei den Tieren vielfältige Erkrankungen der Klauen.
Schafe wurden daher kaum von Voll-Landwirten gehalten; so beispielsweise in der Nähe von Wilster in Kathen von Dr. Wunner und in St. Margarethen von Dr.Jensen. Letzterem gehörte die abgebildete Herde weißköpfiger Fleischschafe.

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Wilster

1956 Verladung von Rindern an der Viehrampe auf dem Güterbahnhof in Wilster

1956 Verladung von Rindern an der Viehrampe auf dem Güterbahnhof in Wilster

1956 Verladung von Rindern an der Viehrampe auf dem Güterbahnhof in Wilster
Die Wilstermarsch ist bekannt für die Haltung des vorrangig für die Milcherzeugung gehaltenen rot-bunten Niederungsvieh. Die Marsch galt lange Zeit als eines der größten geschlossenen Viehzuchtgebiete Deutschlands.
Von der Vieh-Verladungsrampe in Wilster aus wurden in früheren Jahrzehnten (bis in die 1970er Jahre) unzählige Rinder mit der Bahn abtransportiert.
Auf den Weiden der Marsch weidet heute noch häufig das für die Wilstermarsch so charakteristische rot-bunte Vieh. Und es kann hervorgehoben werden, daß vielfach die Bauern der Wilstermarsch ihrem Vieh heute noch den Weidegang gönnen und die verbreitete ausschließliche Stall-Haltung noch nicht überall Einzug gehalten hat.
Allerdings ist die ursprüngliche Rotbunte Wilstermarsch-Rasse des Niederungsviehs heute in ihrem Bestand bedroht, nachdem durch Einkreuzungen leistungsfähigere rotbunte Rinder gezogen wurden.

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Wilster

1957 Strohbergung mit einem Schlöp

1957 Strohbergung mit einem Schlöp/Schlitten in der Wilstermarsch
1957 Strohbergung mit einem Schlöp/Schlitten in der Wilstermarsch
1957 Strohbergung mit einem Schlöp/Schlitten in der Wilstermarsch
1957 Strohbergung mit einem Schlöp/Schlitten in der Wilstermarsch

1957 Strohbergung mit einem Schlöp auf den Ländereien des Hofes Dibbern, Honigfleth
Das auf dem Feld ausgedroschene Stroh wurde in Handarbeit geschichtet auf ein hölzernes Gestell (sogenannter Reuter), welches auf einem Schlöp bzw. Slöp montiert war.
Der Schlöp - ein flacher Schlitten mit über die Kufen genagelten Brettern - wurde von einem Trecker gezogen. Auf Bild 2 sind die Kufen des Schlöp gut erkennbar.
Bei der Bergung der Ernte mußten auch die Frauen und halbwüchsigen Kinder des Hofes helfen.

Bildrechte: Privatfotos Familie Dibbern, Honigfleth, Gemeide Stördorf

1957 Überschwemmung in der Wilstermarsch

ca. 1957 Überschwemmung in der Wilstermarsch
Bis zur hauptsächlich in den ersten Nachkriegs-Jahrzehnten erfolgten Errichtung leistungsfähiger Haupt- und Unterschöpfwerke durch den Deich- und Hauptsielverband Wilstermarsch waren insbesondere im Winterhalbjahr häufig ausgedehnte Flächen der Marsch überschwemmt. Dann lagen die auf leicht erhöhtem Grund errichteten Gehöfte wie Halligen bei Sturmflut in der Wasserwüste.
Straßen und Wege lagen zumeist etwas erhöht und wurden daher seltener überschwemmt.
Bild 1 zeigt den für die in Wilster ansässige Firma Erich Bauer fast vier Jahrzehnte tätig gewesenen Kfz.-Meister Walter Klüver bei der Fahrt mit einem Fahrzeug der Marke Opel Blitz auf überschwemmter Straße.
Bild 2 zeigt großflächige Überschwemmungen im Raum Vaalermoor.

Bildrechte: nicht bekannt

1958 Gewässerunterhaltung - Aufreingen von Grüppen und Gräben

1958 Gewässerunterhaltung - Aufreingen von Grüppen und Gräben mit einer Grabenfräse
1958 Gewässerunterhaltung - Aufreingen von Grüppen und Gräben mit einer Grabenfräse
1958 Gewässerunterhaltung - Aufreingen von Grüppen und Gräben mit einer Grabenfräse

1958 Gewässerunterhaltung - Aufreingen von Grüppen und Gräben
In der tief liegenden und weitgehend ebenen Wilstermarsch war von jeher eine gute Entwässerung ganz entscheidend für Besiedlung und Nutzung.
Das enge Entwässerungsnetz der Wettern und größeren Gräben sowie die Beetgräben - die sogenannten Grüppen (welche in den vergangenen Jahrzehnten vielfach durch Drainagen ersetzt wurden) - erforderten hinsichtlich der Erhaltung ihrer Funktionen einen ganz erheblichen Unterhaltungsbedarf. Das Grüppen und Schlöten der Gewässer erfolgte als aufwendige und körperlich anstrengende Handarbeit, bis ab Ende der 1950er Jahre Maschinen dafür eingesetzt wurden.
Die Bilder zeigen den Einsatz von Grabenfräsen im Jahr 1958 beim Aufreinigen von Grüppen. Es liegt auf der Hand, dass ein derartiger rustikaler Maschineneinsatz nicht ohne Folgen für Pflanzen und Tiere bleiben konnte, weshalb er heute aus Gründen des Umweltschutzes streng reglementiert ist. Insbesondere für Wirbeltiere wie Frösche, Lurche und Kleinsäuger verursachte die Fräse eine sehr hohe Tötungs- und Verletzungsrate, weshalb heute der Einsatz bei wasserführenden Gräben unzulässig ist.

Bildrechte: Privatfotos Familien Schade und Lefevre, Kathen

1959 Fütterung der Kälber - Hof Kloppenburg in Dammfleth

1959 Fütterung der Kälber - Hof Kloppenburg in Dammfleth in der Wilstermarsch

1959 Fütterung der Kälber - Hof Kloppenburg in Dammfleth
Das seinerzeit im Eigentum des Bauern Hans Kloppenburg stehende und von ihm bewirtschaftete Gehöft (Hof 178 gem. dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild") befindet sich unmittelbar südlich der heutigen Grenze zur Stadt Wilster auf dem Gebiet der Gemeinde Dammfleth. Nördlich des Hofes ist auf Wilsteraner Gebiet in den vergangenen Jahrzehnten das Wohnbaugebiet an der Ostpreußenstraße entstanden.
Im Hintergrund rechts steht das Gebäude der ehemaligen Dammflether Schule, welches 1815 gebaut und bis 1930 für diesen Zweck genutzt wurde.
Links davon ist die lange Firstlinie des seinerzeitigen sogenannten Land-Armenhauses an der nach Kathen führenden Straße zu erkennen, welches seinerzeit Sozialwohnungen enthielt.

Bildrechte: Familie Steffens, Wilster

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