Alte Postkarten aus Wilster

Aktuelle Kategorie: Büttel (Elbe), Ostermoor

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1900 Hafen in Büttel (Elbe)

1900 Hafen in Büttel (Elbe)
Der an der Elbe gelegene Ort Büttel war über Jahrhunderte eine von der Schifffahrt und von der Landwirtschaft geprägte Siedlung. Das Ortszentrum bildete der Hafen am Bütteler Kanal.
Unmittelbar am Hafen des Bütteler Kanals vor dessen Zugang zur Elbe lagen die Häuser der Schiffer und der diese versorgenden Wirte und Händler, so wie das abgebildete Haus von Wilhelm Eggers.
Die Flächen der Gemeinde wurden in den 1970er Jahren zum Zwecke der Industrieansiedlung völlig überplant und entsprechend verändert. Die Umsiedlung der Bevölkerung erfolgte in der ersten Hälfte der 1980er Jahre, fast alle Häuser wurden beseitigt. Heute erinnert nichts mehr an die einstige Idylle der Schiffersiedlung.

Bildrechte: Karl Kuskop, Wilster

1901 Büttel (Elbe), Hafen am Bütteler Kanal

1901 Büttel (Elbe), Hafen am Bütteler Kanal

1901 Winterruhe im Hafen von Büttel.
Die Fracht-Ewer sind im Eis eingefroren und Personen genießen das Eisvergnügen.
Die Siedlung Büttel war seinerzeit eine typische Schiffer-Siedlung.
Der kleine Bütteler Hafen im Zuge des Burg Kudensee-Kanals hatte einen Zugang zur Elbe. Kleine Frachtkähne konnten in früheren Zeiten von dort über den genannten Kanal, den Kudensee, die Burger Au und die Holstenau / Wilsterau bis nach Wilster fahren und am Kasenort in die Stör gelangen. Das ist seit langem nicht mehr möglich.
Wohl gibt es noch die Gemeinde Büttel an der Elbe, jedoch der alte historische Ort hat aufgehört zu existieren, nachdem seit Mitte der 1970er wegen der Industrieansiedlung von ursprünglich 200 Häusern alle bis 17 abgebrochen und die Bewohner umgesiedelt wurden.

Bildrechte: Verlag von Carl Kuskop, Wilster

1903 Büttel, Siedlung und Hafen am Bütteler Kanal

1903 Büttel, Siedlung und Hafen am Bütteler Kanal

1903 Büttel, Siedlung und Hafen am Bütteler Kanal
Das unmittelbar hinter dem Deich der Elbe gelegene Dorf Büttel war seinerzeit eine typische Schiffer-Siedlung.
Das Ortszentrum bildete der Hafen am Bütteler Kanal; unmittelbar vor dessen Zugang zur Elbe lagen die Häuser der Schiffer und der diese versorgenden Wirte und Händler
Der kleine Bütteler Hafen im Zuge des Burg Kudensee-Kanals hatte nicht nur einen Zugang zur Elbe. Kleine Frachtkähne konnten in früheren Zeiten von dort über den genannten Kanal, den Kudensee, die Burger Au und die Holstenau / Wilsterau bis nach Wilster fahren und am Kasenort in die Stör gelangen. Das ist seit langem nicht mehr möglich.
Wohl gibt es noch die Gemeinde Büttel an der Elbe, jedoch der alte historische Ort hat aufgehört zu existieren. Die Flächen der Gemeinde sind in den 1970er Jahren zum Zwecke der Industrieansiedlung völlig überplant und entsprechend verändert worden.
Die Umsiedlung der Bevölkerung erfolgte in der ersten Hälfte der 1980er Jahre, fast alle Häuser wurden beseitigt. Von ursprünglich etwa 200 Häusern wurden bis auf 17 alle abgebrochen und die Bewohner umgesiedelt.
Heute erinnert nichts mehr an die einstige Idylle der Schiffersiedlung.

Bildrechte: Karl Kuskop, Wilster

1904 Der Hafen von Büttel (Elbe) und Buhmanns Gastwirtschaft

1904 Der Hafen von Büttel (Elbe) und Buhmanns Gastwirtschaft
Von dem Stolz der Einwohner auf ihren schönen Ort kündet der Reim:
Büttel an de Elv, hest Du dar mal vun hört,
To mern in de Masch gelegen,
De stattlichen Möw un de saubern Hüs
Vertellt Di vun Riekdom un Segen,
Und denn inn Mai, wol lacht
In Fröhjahrspracht
Die an de smuck Allee
Mit Blöm as Lichter so witt as Snee.
Heute kündet der Reim von einem verschwundenen Dorf.
Der alte historische Ort hat - so wie Buhmann´s Gastwirtschaft - zwischenzeitlich aufgehört zu existieren, nachdem seit Mitte der 1970er wegen der Industrieansiedlung von ursprünglich 200 Häusern alle bis auf 17 abgebrochen und die Bewohner umgesiedelt wurden.
Der kleine beschauliche Bütteler Hafen im Zuge des Burg Kudensee-Kanals hatte einen Zugang zur Elbe. Kleine Frachtkähne konnten in früheren Zeiten von dort über den genannten Kanal, die Burger Au und die Holstenau/Wilsterau bis nach Wilster fahren und am Kasenort in die Stör gelangen. Das ist seit langer Zeit nicht mehr möglich.

Bildrechte: Verlag Henry Wegener, Hamburg-Lokstedt

1905 und 1900 Hafen von Büttel an der Elbe SF

Hafen in Büttel um 1905
Hafen in Büttel um 1900

ca. 1905 und 1900 Hafen von Büttel an der Elbe
Der kleine beschauliche Hafen im Zuge des Burg Kudensee-Kanal hatte einen Zugang zur Elbe.
Kleine Frachtkähne konnten in früheren Zeiten von dort über den genannten Kanal, den Kudensee, die Burger Au und die Holstenau/Wilsterau bis nach Wilster fahren und vom Kasenort in die Stör und wieder zur Elbe gelangen. Das ist seit langem nicht mehr möglich.
Wohl gibt es noch die Gemeinde Büttel an der Elbe, jedoch der alte historische Ort hat aufgehört zu existieren, nachdem seit Mitte der 1970er wegen der Industrieansiedlung von ursprünglich 200 Häusern alle bis 17 abgebrochen und die Bewohner umgesiedelt wurden.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Anmerkung: es handelt sich um Foto alter Ansichtskarten, die freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurden von Rudolf Böckmann, Burg

1906 Bütteler Außenpriel und Bösch an der Elbe

1906 Bütteler Außenpriel und Bösch an der Elbe
1906 Bütteler Außenpriel und Bösch

1906 Bütteler Außenpriel und Bösch (ehemalige Lotsenstation vor St. Margarethen).
Auf der Bösch, einer Wurt im Außendeich, stand die Station der Lotsen für die auf der Unterelbe verkehrenden Schiffe.
Bereits seit dem 13. Jahrhundert hat es auf der Elbe Lotsen gegeben, die sich u.a. in der 1745 gebildeten Elbelotsenbrüderschaft organisierten. Ab 1749 wurden die Lotsenboote besetzt von einer Lotsen-Station bei St. Margarethen; sie war in einem Wirtshaus eingerichtet worden, welches sich auf einer im Vorland gelegenen uralten Wurt befand. Das zuletzt als Gasthaus genutzte Gebäude brannte 1902 ab wurde nicht wieder aufgebaut; die Station der Lotsen war bereits 1895 in ein neues Gebäude bei den Schleusen des Kaiser-Wilhelm Kanals verlegt worden.
Heute noch ist die alte Warft im Vorland von Büttel und St. Margarethen erkennbar.
Die auf der Karte abgedruckte Strophe des Bütteler Heimatgedichts nennt die Bösch.

Bildrechte: Amandus Dohrn, Büttel

1907 Büttel an der Elbe - Gasthof Buhmann

1907 Büttel an der Elbe - Gasthof Buhmann

1907 Büttel an der Elbe - Buhmann´s Gastwirtschaft
Der Gasthof Buhmann stand auf dem alten Deich der Elbe, wo der Zugang von der Hauptstraße zur Deichstöpe die Deichstraße querte und sich vor dem Gebäude verzweigte Richtung dem neuen Deich in den Außendeich sowie Binnendeichs als Deichverteidigungsweg. Hier fand das alljährliche am Himmelfahrtstag durchgeführte Fest der Ringreiter statt, wozu auch regelmäßig ein Kinderkarussel und weitere Buden zur Volksbelustigung aufgestellt waren.
Der Gasthof war der älteste in Büttel, denn bevor er von Peter Buhmann 1898 erworben und bis 1920 betrieben wurde, war er schon von den Wirten Böge und Hans Schmidt geführt worden. Zuletzt wurde der Betrieb als Beckmann´s Gasthof geführt.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1907 Büttel an der Elbe - Hafenpriel, Vorland

1907 Büttel an der Elbe - Hafenpriel, Vorland

1907 Büttel an der Elbe.
Im unbedeichten Vorland weiden Rinder am Bütteler Hafen-Priel.
Im Hafen von Büttel liegen viele Ewer in Winterruhe. Büttel war seinerzeit eine typische Schiffer-Siedlung. Der Hafen hatte über eine gedeckte Deichschleuse Zugang zur Elbe. Früher war es ebenfalls möglich, über den Burg Kudensee-Kana, die Burger Au und die Holstenau/Wilsterau bis nach Wilster zu fahren und am Kasenort in die Stör zu gelangen.
Das Foto mit der Gruppe der Rinder findet sich auf vielen alten Ansichtskarten aus der Wilstermarsch; häufig wurde die Gruppe in Bilder hinein gearbeitet.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

Anmerkung: Wohl gibt es heute noch die Gemeinde Büttel an der Elbe, jedoch der alte historische Ort hat aufgehört zu existieren, nachdem seit Mitte der 1970er wegen der Industrieansiedlung von ursprünglich 200 Häusern alle bis 17 abgebrochen und die Bewohner umgesiedelt wurden.

1907 Hafen von Büttel (Elbe)

ca. 1907 Hafen von Büttel (Elbe)
Büttel war seinerzeit eine typische Schiffer-Siedlung.
Im Hafen von Büttel liegen viele Ewer in Winterruhe. Die Fracht-Ewer sind im Eis eingefroren; dieses geschah fast alljährlich und bot Gelegenheit zu manchem Eisvergnügen.
Der Hafen hatte über eine gedeckte Deichschleuse Zugang zur Elbe. Früher war es ebenfalls möglich, von Büttel aus über den Burg Kudensee-Kanal, die Burger Au und die Holstenau/Wilsterau bis nach Wilster zu fahren und am Kasenort in die Stör zu gelangen.

Bildrechte: Verlagsanstalt Julius Simonsen, Oldenburg in Holstein

1908 Büttel (Elbe), Kate bzw. Heuerhaus an der Deichstraße

1908 Büttel (Elbe), Kate an der Deichstraße

1908 Kate oder Heuer-Haus in Büttel an der Elbe
Der abgebildete kleine Bauernhof stand an der Deichstraße in Büttel an der Elbe.
Es scheint sich bei dem Gebäude auch mehr um eine Katenstelle oder ein Heuer-Haus zu handeln, zu welchem der von der Arbeit heimkommende Schnitter mit der geschulterten Sense heimkehrt.
Die Szene gibt einen Eindruck von den körperlichen Anstrengungen der Feldarbeit.
Bei der Person mit der geschulterten Sense handel es sich um Peter Hönck, welcher zu der Zeit Eigentümer der Kate war.

Bildrechte: Verlag C.K.W. (wohl Carl Kuskop, Wilster)
es liegt nahe, dass die Aufnahme von dem in Büttel wohnhaft gewesenen Fotografen Amandus Dohrn gefertigt wurde.

1908 Büttel (Elbe), Kate bzw. Heuerhaus an der Deichstraße b

1908 Büttel (Elbe), Kate bzw. Heuerhaus an der Deichstraße

1908 Kate oder Heuer-Haus in Büttel an der Elbe
Der abgebildete kleine Bauernhof stand an der Deichstraße in Büttel an der Elbe.
Die 1924 gelaufene Ansichtskarte zeigt als Motiv die kolorierte Version einer bereits um 1908 für eine Karte genutzten ansonsten identischen schwarzweißen Fotografie.
Auch der rückwärtige Aufdruck "Marschlandschaft" zeigt eine Unterscheidung zur älteren Ausgabe.
Es scheint sich bei dem Gebäude auch mehr um eine Katenstelle oder ein Heuer-Haus zu handeln, zu welchem der von der Arbeit heimkommende Schnitter mit der geschulterten Sense heimkehrt.
Die Szene gibt einen Eindruck von den körperlichen Anstrengungen der Feldarbeit.
Bei der Person mit der geschulterten Sense handel es sich um Peter Hönck, welcher zu der Zeit Eigentümer der Kate war.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
es liegt nahe, dass die Aufnahme von dem in Büttel wohnhaft gewesenen Fotografen Amandus Dohrn gefertigt wurde.

1910 Blick über die Wiesen in Büttel auf die Cement-Fabrik

ca. 1910 Blick über die Wiesen und Weiden in Büttel auf die Zementfabrik "Saturn" in Brunsbüttelkoog.
Die Portland- Cement- Fabrik „Saturn" war 1898 entstanden; die Kreide für die Fabrik wurde aus Lägerdorf über den Wasserweg antransportiert.
Während der Zeit der ersten Erweiterung des Kaiser-Wilhelm-Kanal und dem Neubau der Schleusen nahm die Fabrik einen Aufschwung. Nach Beendigung dieser Baumaßnahmen und dem Beginn des I. Weltkrieges wurde die Fabrik stillgelegt.
Auf der Karte findet sich auf der Bildseite die Aufschrift: Brunsbüttelkoog Cement- und Ziegeleifabrik.

Bildrechte: Verlag Sternberg, Hamburg
Anmerkung: die Karte war im Besitz des Betreibers dieser Heimat-Seite und wurde an einen anderen Sammler abgegeben.

1910 Büttel (Elbe) - Frachtkähne auf dem Bütteler Kanal

1910 Büttel (Elbe) - Frachtkähne auf dem Bütteler Kanal

1910 Büttel. Frachtkähne auf dem Bütteler Kanal vor der 1902 erbauten Brücke im Zuge der von Wilster nach Brunsbüttel führenden Chaussee.
Kleine Frachtkähne konnten seinerzeit von Büttel aus über den genannten Kanal, den Kudensee, die Burger Au und die Holstenau/Wilsterau bis nach Wilster fahren und am Kasenort in die Stör und wieder zur Elbe gelangen, so wie sie auch von Büttel aus durch die Deichschleuse direkt auf die Elbe gelangen konnten. Befördert wurde vielfach aus der Abtorfung des Moores stammender Torf, der als Heizungsmaterial überwiegend nach Hamburg transportiert wurde.
Auf der Ansichtskarte ist die dritte Strophe des Bütteler Heimatliedes abgedruckt; sie lautet:
Kiek di mal in´n Sommer denn Butendick an,
Wi winkt di dat Grön entgegen;
Dar wogt so dat Gras as in´t Water de Well
Un Blomen, de blöht allerwegen.
De Hab´n treckt sik dörch Land
As sülvern Band;
De Schipper süht em froh, de Schipper süht em froh
Seilt he na "Büttel", de Heimat to.

Bildrechte: Amandus Dohrn, Büttel

1910 Büttel - Kastanienallee Hauptstraße/Fährstraße - Heimatgedicht

1910 Büttel (Elbe) - Kastanienallee Hauptstraße/Fährstraße - Heimatgedicht

Büttel - Kastanienallee Hauptstraße/Fährstraße - Heimatgedicht
Blick durch die von blühenden Kastanienbäumen gesäumte heutige Hauptstraße/Fährstraße von Büttel nach Brunsbüttel.
Bis zum Bau der Straßenhochbrücke Brunsbüttel und der neuen Trasse der Bundesstraße 5 hatte hier deren Verlauf gelegen. Sie wurde seinerzeit als Reichsstraße 5 bezeichnet, welche von der Dänischen Grenze in Nordfriesland über Berlin und Frankfurt (Oder) bis nach Beuthen in Oberschlesien führte.
An der Straße waren seinerzeit beidseitig weiß gestrichene Begrenzungssteine (Naturstein) mit den Kilometer-Angaben in regelmäßigen Abständen platziert.
Auf der Bildseite ist ein Text aus der zweite Teil der 1.Strophe des in plattdeutscher Sprache verfaßten Heimatliedes der Gemeinde Büttel abgedruckt.
Er lautet:
Un denn in´n Mai, wi lacht in Fröhjohrspracht,
Di an de smuck Allee,
Di an de smuck Allee
Mit Blöm´n as Lichter, so witt as Snee

Bildrechte: Amandus Dohrn, Büttel

1912 Hafen von Büttel (Elbe) Winterruhe im Hafen SF

1912 Hafen von Büttel (Elbe) Winterruhe im Hafen

ca. 1912 Hafen von Büttel (Elbe)
Im Hafen von Büttel liegen viele Ewer in Winterruhe. Die Fracht-Ewer sind im Eis eingefroren; dieses geschah fast alljährlich und bot Gelegenheit zu manchem Eisvergnügen.
Büttel war seinerzeit eine typische Schiffer-Siedlung.
Der Hafen hatte über eine gedeckte Deichschleuse Zugang zur Elbe.
Früher war es ebenfalls möglich, von Büttel aus über den Burg Kudensee-Kanal, die Burger Au und die Holstenau/Wilsterau bis nach Wilster zu fahren und am Kasenort in die Stör zu gelangen. Über den Burg-Kudensee-Kanal fuhren bis in die 1930er Jahre sehr viele mit Torf für Hamburg beladene Lastkähne; der Torf stammte aus der Abtorfung des ehemaligen Grenzmoores (die vom Kudensee ausgehende sogenannte "Seebank" reichte ursprünglich bis zur Elbe und galt aus Verteidigungsgründen als auch aus Gründen des Sturmflutschutzes lange Zeit als unantastbar) zwischen Dithmarschen und Steinburg.
Der alte historische Ort Büttel hat zwischenzeitlich aufgehört zu existieren, nachdem wegen der Industrieansiedlung seit Mitte der 1970er Jahre bis auf 17 von ursprünglich 200 Häusern alle abgebrochen und die Bewohner umgesiedelt wurden.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Rudolf Böckmann, Burg in Dithmarschen

1913 Büttel an der Elbe - Gasthof, Fracht-Ewer im Kanal

1913 Büttel an der Elbe - Gasthof, Fracht-Ewer im Kanal
1901 Büttel an der Elbe - Fracht-Ewer im Kanal in der Winterruhe
1901 Büttel an der Elbe - Fracht-Ewer im Kanal in der Winterruhe

1913 Büttel an der Elbe.
oben: Gasthof Rusch, welcher seit 1901 von Heinrich Rusch betrieben wurde und der zu seinen Geschäftsfeldern auch eine Landwirtschaft sowie den Kolonialwaren- und Kohlenhandel zählte.
mittig eine Szene am Kanal mit dort im Winterlager liegenden Ewern.
Das Foto mit den im Hafen liegenden Frachtewern wurde im Winter 1901 aufgenommen, als der Kanal mit einer geschlossenen tragenden Eisschicht bedeckt war; für die Ansichtskarte wurden die sich auf dem Eis befindlichen Kinder heraus retuschiert, wie der Vergleich mit der älteren Version des ansonsten identischen Fotos zeigt (Bild 3).
unten das Wohnhaus des ehemaligen Bürgermeisters Markus Ramm.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1913 Dampfer IMPERATOR auf der Elbe vor Büttel und St. Margarethen (Ex)

1913 Dampfer IMPERATOR auf der Elbe vor Büttel und St. Margarethen
1913 Dampfer IMPERATOR auf der Elbe
1913 Dampfer IMPERATOR

1913 Die IMPERATOR passiert die Bösch vor Büttel und St. Margarethen.
Der Dampfer IMPERATOR der HAPAG galt seinerzeit für kurze Zeit als größte Schiff der Welt.
Die auf der Hamburger Vulkanwerft gebaute IMPERATOR war am 23. Mai 1912 vom Stapel gelaufen. Sie war mit 52.117 BRT vermessen und war das Flaggschiff der nach ihr benannten Schiffsklasse.

Es verdient an dieser Stelle Erwähnung, dass im Jahr 1914 für das noch größere Schwesterschiff BISMARCK (Stapellauf am 20. Juni 1914) der zur Sippe des Betreibers dieser Heimat-Seite gehörende Kapitän John Peter Marx von Holdt als Commodore vorgesehen war; mehr dazu findet sich in der unten aufrufbaren Datei!

Bildrechte:
Bild 1: Photo Döring, Brunsbüttel Hafen
Bilder 3 und 4: nicht bekannt
Anmerkung: Die Ansichtskarten befinden sich in externen Sammlungen

Hier finden Sie noch weitere Informationen (als Datei)

1915 Büttel (Elbe), Gasthof Zur Schleuse, Bütteler Kanal

1915 Büttel (Elbe) - Burg-Kudensee-Bütteler Kanal
1915 Büttel (Elbe) - Blick von der Deichschleuse auf den Kanal
1915 Büttel (Elbe) - 1915 Büttel (Elbe) -

1915 Büttel an der Elbe.
Der alte historische Ort existiert heute nicht mehr, nachdem seit Mitte bis Ende der 1970er wegen der Industrieansiedlung im Raum Brunsbüttel von ursprünglich 200 Häusern alle bis auf 17 abgebrochen und die Bewohner umgesiedelt wurden.
Das Dorf lag zu seinen wesentlichen Teilen unmittelbar an dem 1765 gegrabenen Burg- Kudensee-Bütteler Kanal an dessen Einmündung in die Elbe.
Im Bereich des Ortes wurde der Kanal als Hafen genutzt, er war beidseitig von Straßen und Häusern gesäumt.
oben (Bild 2): Blick von der Deichschleuse auf den Kanal mit der in ihm liegenden Lühe-Jolle REBECCA und den auf der westlichen Seite an der Straße „Kanal West“ stehenden Häusern Schmidt, Ramm, Cornels, Tietjens und Schwardt.
mittig (Bild 3): Deichstraße mit dem in den Deich der Elbe hinein gebauten Gebäude der späteren Gastwirtschaft „Zur Schleuse“ - seinerzeit "Möllers Gasthof".
unten: Häuser an der Deichstraße.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1915 Büttel an der Elbe - Deichstraße, Chaussee Brücke, Dampfmühle

1915 Büttel an der Elbe - Deichstraße, Chaussee Brücke, Dampfmühle
1902 erbaute Brücke im Zuge der Chaussee Wilster - Brunsbüttel über den Bütteler Kanal
1915 Deichstraße in Büttel; im Hintergrund die Dampfmühle

1915 Büttel an der Elbe.
Der an der Elbe gelegene Ort Büttel war über Jahrhunderte eine von der Schifffahrt und von der Landwirtschaft geprägte Siedlung. Das Ortszentrum bildete der Hafen am Bütteler Kanal.
oben: Unmittelbar am Hafen des Bütteler Kanals vor dessen Zugang zur Elbe lagen die Häuser der Schiffer und der diese versorgenden Wirte und Händler, so wie das abgebildete Haus von Wilhelm Eggers an der Deichstraße. 
mittig (Bild 2): Die im Zuge der von Wilster nach Brunsbüttel führenden Chaussee den Bütteler Kanal überquerende Brücke wurde 1902 erbaut.
unten (Bild 3): Blick vom Elbe-Deich auf die Deichstraße; im Hintergrund ist das Gebäude der Dampfmühle der Müllerei-Genossenschaft Büttel zu erkennen.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1915 Büttel an der Elbe, Gasthöfe Rusch und Zur Schleuse

1915 Büttel an der Elbe
1915 Büttel an der Elbe, Deichstraße mit dem Gasthof Zur Schleuse
1915 Büttel an der Elbe, Lösch- und Landeplatz am Bütteler Kanal beim Gasthaus Rusch

1915 Büttel an der Elbe.
Die Ortsbezeichnung Büttel stammt aus altsächsischer Zeit und benennt einen Wohnsitz bzw. Haus und Hof.
oben (sh. Bild 2): Deichstraße mit dem in den Deich der Elbe hinein gebauten Gebäude der Gastwirtschaft „Zur Schleuse“ - seinerzeit "Möllers Gasthof".
mittig (zh. Bild 3): Bütteler Kanal mit dem Lade- und Löschplatz beim Gasthof Rusch.
Im Hintergrund links die 1902 errichteten Gebäude der Genossenschafts-Meierei Büttel.
unten: Hauptstraße (im Zuge der von Wilster nach Brunsbüttel führenden Landstraße).

Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster

1915 Gasthaus Rusch in Büttel

1915 Gasthaus Rusch in Büttel in der Wilstermarsch

1915 Gasthaus Rusch in Büttel.
Das Gasthaus Rusch lag im Scheitelpunkt einer langgezogenen Kurve der von Wilster nach Brunsbüttel führenden Landstraße. Die Landstraße überquerte in Nachbarschaft das Gasthauses den schiffbaren Bütteler Kanal mit einer hoch aufgeständerten Brücke.
Der Gasthof wurde seit 1901 von Heinrich Rusch betrieben, welcher zu seinen Geschäftsfeldern auch die Landwirtschaft sowie den Kolonialwaren- und Kohlenhandel zählte. Zu dem Anwesen gehörte der angrenzende und am Bütteler Kanal gelegene Lade- und Löschplatz. Sehr förderlich für das Unternehmen war überdies, dass 1902 in unmittelbarer Nachbarschaft des Betriebes die Bütteler Genossenschaftsmeierei gebaut und betrieben wurde, mit deren Produkten Heinrich Rusch gleichfalls handelte. Das Gebäude der Genossenschaftsmeierei ist links im Hintergrund erkennbar.
Der Gasthof Rusch bestand bis 1987, wonach die Gemeinde Büttel das Gebäude erwarb. Als im Jahr 1955 die alte Brücke über den Bütteler Kanal durch eine südlich daneben errichtete Stahlbetonbrücke ersetzt und dadurch die Landstraße etwas vom Gasthaus abgerückt worden war - die Schifffahrt auf dem Kanal war zu dem Zeitpunkt bereits Geschichte - hatte sich sich die Möglichkeit ergeben, vor dem Gasthaus eine Tankstelle einzurichten. Die noch heute bestehende Tankstelle wurde viele Jahre vom Ehepaar Kalinna betrieben.

Bildrechte: Amandus Dohrn, Büttel

1916 Büttel an der Elbe - Bütteler Kanal

1916 Büttel an der Elbe - Bütteler Kanal
1916 Büttel an der Elbe - Fracht-Ewer auf dem Bütteler Kanal
1916 Büttel an der Elbe - Hof Knudsen "Albers-Hof"

1916 Büttel an der Elbe - Bütteler Kanal.
oben links (sh. Bild 2): Fracht-Ewer auf dem Bütteler Kanal; der Kanal hatte über ein gedecktes Deichsiel einen Zugang zur Elbe.
oben rechts (sh. Bild 3): Gehöft (vormaliger „Albers-Hof“) der Famile Knudsen. Der Hof lag hinter dem alten Deich, auf welchem 1852 die neue Chaussee gebaut wurde. Der alte Deich hatte seine Funktion verloren, nachdem 1762 der Neue Koog eingedeicht worden war.
unten links: Deichstraße mit dem in den Deich der Elbe hinein gebauten Gebäude der Gastwirtschaft „Zur Schleuse“ - seinerzeit "Möllers Gasthof".
unten rechts: Der kleine Hafen im Zuge des Burg- Kudensee-Kanal (1765 gegraben) war beidseitig von Straßen und Häusern gesäumt.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1917 St. Margarethen, Büttel, Landscheide

1917 St. Margarethen, Büttel, Marschbahn
ehemalige Kirchspielsvogtei St. Margarethen
1917 Bahnhof Landscheide an der Marschbahn

1917 St. Margarethen, Büttel, Landscheide.
Die Mehrbildkarte zeigt Motive aus beiden Orten sowie auch den in Flethsee (Gemeinde Landscheide) an der damaligen Marschbahn (Strecke Altona – Wilster – Hvidding in Nordschleswig) gelegenen Bahnhof St. Margarethen.
Neben dem Wappen des Landes Schleswig-Holstein ist auch die erste Strophe des Schleswig-Holstein-Liedes abgedruckt; seinerzeit war vielen Menschen noch nachhaltig in Erinnerung, mit welchen Opfern die Loslösung der beiden Herzogtümer von Dänemark bei den Auseinandersetzungen in den Jahren 1848 bis 1851 und 1864 bis 1866 verbunden war.
Die Abbildung rechts zeigt Szenen aus Büttel und den dortigen Hafen; die Abbildung rechts unten zeigt gleichfalls den Hafen in Büttel.
Die Abbildung links unten zeigt die ehemalige Kirchspielsvogtei (Bild 2) in St. Margarethen.
Die Abbildung unten mittig zeigt den "Bahnhof St. Margarethen" (Bild3), welcher jedoch in dem zur Gemeinde Landscheide gehörenden Ort Flethsee stand.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1920 Ostermoor mit der Fähre über den Kaiser-Wilhelm- Kanal

Ostermoor mit der Fähre über den Nord- Ostsee Kanal
Fähre Ostermoor über den Kaiser-Wilhelm-Kanal
Ausschnitt aus der Elbe-Karte des Melchior Lorichs (1527-1583) aus dem Jahre 1568

ca. 1920 Ostermoor mit der Fähre über den Kaiser-Wilhelm- Kanal und dem Gasthof „Zur Fähre“.
Das an die Ortschaft Büttel angrenzende Dorf Ostermoor war noch vor einigen Jahrzehnten sehr landwirtschaftlich geprägt, wie man auch an dem die Fähre nutzenden Gespann erkennen kann (Bild 3).
Das Gebiet Ostermoor gehört seit der 1970 vorgenommenen Eingemeindung zur Stadt Brunsbüttel. Das ehemalige Dorf ist weitgehend der Industrieansiedlung geopfert worden. Es teilt insofern das Schicksal des Dorfes Büttel.
In früheren Zeiten schied das zwischen dem Holstengraben (1560 zur Entwässerung des Hochmoores gegraben) und der Brunsbütteler Brake gelegene wüste Hochmoor die Dithmarscher von der Bevölkerung der Wilstermarsch, die einander feindlich gesinnt waren.
Der Gegensatz ging so weit, daß der Deich an der Elbe nicht durchgebaut war, sondern an beidseitig des Moores aufgeschüttete Flügeldeiche anschloß. Die Elbkarte (Bild 4) des Melchior Lorichs (1527-1583) aus dem Jahre 1568 zeigt diese aus Gründen des Küstenschutzes untragbare Situation, die erst im Jahre 1574 nach der von den Dithmarschern 1559 verlorenen „Letzten Fehde“ beseitigt wurde.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1925 Büttel (Elbe), Bütteler Kanal

ca. 1925 Büttel (Elbe) und Bütteler Kanal
Der kleine beschauliche Hafen im Zuge des Burg- Kudensee-Kanal (1765 gegraben) war beidseitig von Straßen und Häusern gesäumt.
Der Hafen hatte einen Zugang zur Elbe. Kleine Frachtkähne konnten in früheren Zeiten von Büttel aus über den genannten Kanal, den Kudensee, die Burger Au und die Holstenau/Wilsterau bis nach Wilster fahren und vom Kasenort in die Stör und wieder zur Elbe gelangen. Das ist seit langem nicht mehr möglich.
Von den abgebildeten Häusern steht nicht eines mehr - das Dorf ist verschwunden.
Wohl gibt es noch die Gemeinde Büttel an der Elbe, jedoch der alte historische Ort hat aufgehört zu existieren, nachdem seit Mitte bis Ende der 1970er wegen der Industrieansiedlung im Raum Brunsbüttel von ursprünglich 200 Häusern alle bis auf 17 abgebrochen und die Bewohner umgesiedelt wurden.

Bildrechte: W. Döring, Brunsbüttelkoog

1927 Büttel an der Elbe SF

1927 Büttel an der Elbe

1927 Büttel an der Elbe
Der kleine alte beschauliche Ort besteht heute nicht mehr. Wohl gibt es noch die Gemeinde Büttel an der Elbe, jedoch der alte historische Ort hat aufgehört zu existieren, nachdem seit Mitte der 1970er wegen der Industrieansiedlung von ursprünglich 200 Häusern alle bis 17 abgebrochen und die Bewohner umgesiedelt wurden.
Der Bütteler Hafen im Zuge des Burg Kudensee-Kanal hatte einen Zugang zur Elbe.
Kleine Frachtkähne konnten in früheren Zeiten von dort über den genannten Kanal, den Kudensee, die Burger Au und die Holstenau/Wilsterau bis nach Wilster fahren und vom Kasenort in die Stör und wieder zur Elbe gelangen. Das ist seit langem nicht mehr möglich.

Bildrechte: Carl Kuskop; Wilster
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Udo Urban, Wilster

1930 Büttel (Elbe)

1930 Büttel an der Elbe
Kornwindmühle in Büttel (Elbe)
Wohnhaus in Büttel (Elbe)

ca. 1930 Büttel (Elbe)
Der historische Ort Büttel (an der Elbe) wurde in den 1970er Jahren der im Wirtschaftsraum Brunsbüttel initiierten Industrieansiedlung geopfert.
Von seinem am Bütteler Kanal gelegenen Hafen, dem diesen mit der Elbe verbindenden Siel, den zahlreichen Gehöften, den alten Wohnhäusern (Bild 3), den alten Gebäuden der gewerblichen Infrastruktur wie Meierei, Warengenossenschaft, Korn-Windmühle (Bild 2), Gastwirtschaft usw. blieb fast nichts. Die große Mehrzahl der Bewohner wurden umgesiedelt.

Bildrechte: Karl Kuskop, Wilster

1930 Büttel - Hafen im Außendeich an der Elbe

1930 Büttel (Elbe) - Hafen im Außendeich an der Elbe

1930 Büttel - Hafen im Außendeich an der Elbe
Bei der Abbildung handelt es sich nicht um eine Ansichtskarte,
sondern um ein Sammelbild aus dem 480 Bilder umfassenden Sammelband "An unserm schönen Elbstrom" des Verlages Ernst Lübbe, Wischhafen.
Der Bütteler Hafen lag im Bereich des Außenpriels, welcher den bei Büttel den Deich unterquerenden Bütteler Kanal mit der Elbe verband.
Das gedeckte Deichsiel diente der Entwässerung des vom Kudensee und der Burger Au kommenden Bütteler Kanal, es war zugleich von kleinen Frachtschiffen passierbar und konnte als Deichschleuse genutzt werden.
Am Ende des vorletzten Jahrhunderts wurde sehr viel Torf über den Bütteler Kanal transportiert - so besaß im Jahre 1899 der Ort Burg mit 64 kleineren und größeren Ewern bzw. Kähnen in der Region die weitaus größte Ewerfloote, welche hauptsächlich Torf transportierten - in der Stadt Wilster waren zu der Zeit 43 Ewer beheimatet. Nach dem Bau des Kaiser-Wilhelm-Kanals kam die Torfschifffahrt jedoch bald zum Erliegen.

Bildrechte: Verlag Ernst Lübbe, Wischhafen

1930 Deichschleuse mit Ehrenmal in Büttel (Elbe)

1930 Deichschleuse mit Ehrenmal in Büttel (Elbe)

1930 Deichschleuse mit Ehrenmal in Büttel (Elbe)
Bei der Abbildung handelt es sich nicht um eine Ansichtskarte,
sondern um ein Sammelbild aus dem 480 Bilder umfassenden Sammelband "An unserm schönen Elbstrom" des Verlages Ernst Lübbe, Wischhafen.
Auf der Rückseite des Bildes heißt es:
"Die Einwohner von Büttel bei St. Margarethen haben hier den gefallenen Helden im Weltkriege ein Ehrenmal geschaffen, wie es wohl selten zu finden ist. Der Oberbau des Schleusentores ist zum Denkmal geschaffen, unter dem Bogen als Sinnbild der Stahlhelm."
Die Inschrift auf dem Denkmal lautete:
1914 - 1918, DEN TAPFEREN SÖHNEN, DIE DANKBARE HEIMAT
Das gedeckte Deichsiel diente der Entwässerung des vom Kudensee und der Burger Au kommenden Bütteler Kanal, es war zugleich von kleinen Frachtschiffen passierbar und konnte als Deichschleuse genutzt werden.

Bildrechte: Verlag Ernst Lübbe, Wischhafen

1935 Büttel an der Elbe SF

Büttel an der Elbe

Die im Jahre 1941 gelaufene Ansichtskarte mit Motiven aus Büttel zeigt in erheblichen zeitlichen Abstand zueinander aufgenommene Aufnahmen. So eine Aufnahme der 1902 abgebrannten vormaligen Lotsenstation auf der Bösch, aber auch eine wohl um 1940 entstandene Aufnahme von "Buhmann´s Gasthaus" mit davor stehenden damals modernen Kraftfahrzeugen.
Der an der Elbe gelegene Ort Büttel war über Jahrhunderte eine von der Schifffahrt und von der Landwirtschaft geprägte Siedlung. Das Ortszentrum bildete der Hafen am Bütteler Kanal.
Unmittelbar am Hafen des Bütteler Kanals vor dessen Zugang zur Elbe lagen die Häuser der Schiffer und der diese versorgenden Wirte und Händler.
Die Flächen der Gemeinde wurden in den 1970er Jahren zum Zwecke der Industrieansiedlung völlig überplant und entsprechend verändert. Die Umsiedlung der Bevölkerung erfolgte in der ersten Hälfte der 1980er Jahre, fast alle Häuser wurden beseitigt. Heute erinnert nichts mehr an die einstige Idylle der alten Schiffersiedlung.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Udo Urban, Wilster

1935 Büttel an der Elbe, Schleuse am Bütteler Hafen, Gasthof Zur Schleuse

1935 Büttel an der Elbe
gedeckte Schleuse am Bütteler Hafen
Gasthof Zur Schleuse in Büttel an der Elbe

ca. 1935 Büttel an der Elbe, Schleuse am Bütteler Hafen, Gasthof "Zur Schleuse"
Der kleine Hafen des Ortes lag im Zuge des Burg Kudensee-Kanals /Bütteler Kanal und hatte einen Zugang zur Elbe.
Es handelte sich bei der Schleuse um ein gedecktes Siel, bei dessen Passage die Frachtschiffe ihre Masten legen mußten. Vor dem Siel liegt ein Räumboot; es wurde eingesetzt, um mittels seines mit dem Hebebalken absenkbaren Schildes (wie bei einer Planierraupe) den Schlick aus dem Bütteler Außenpriel heraus zu drücken. Als Antrieb nutzt man bei ablaufendem Wasser den Wasserdruck. (Bild 2)
Die Frachtkähne konnten in früheren Zeiten von Büttel aus über den genannten Kanal, die Burger Au und die Holstenau/Wilsterau bis nach Wilster fahren und am Kasenort in die Stör und von dort wieder zur Elbe gelangen. Das ist seit langem nicht mehr möglich. Mit dem 01. April 1933 war der Betrieb der Schleuse der Burger Au zum Kaiser-Wilhelm-Kanal eingestellt worden; die Schleuse zur Holstenau/Wilsterau war bereits zuvor einer Kanalverbreiterung zum Opfer gefallen.
An der Schleuse in Büttel lag der Gasthof „Zur Schleuse“ von Nikolaus Ewers. Vom Obergeschoß des Hauses führte ein Zugang direkt auf die Krone des Deiches der Elbe. (Bild 3)

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1950 Büttel (Elbe) - Deichstraße, Windmühle, Bütteler Kanal

1950 Büttel (Elbe) - Deichstraße, Windmühle, Bütteler Kanal
1950 Büttel (Elbe) - Deichstraße mit der Bäckerei und Conditorei E. Stapelfeldt
1950 Büttel (Elbe) - stillgelegte Mühle (Erdholländer) auf dem Deich der Elbe

1950 Büttel (Elbe) - Deichstraße, Windmühle, Bütteler Kanal.
Oben links und rechts (Bild 2): Blick vom Elbdeich auf die am Fuß des Deiches verlaufende Deichstraße und das Wohn- und Geschäftshaus der Bäckerei und Conditorei von E. Stapelfeldt.
Unten links: Bütteler Kanal; der kleine beschauliche Hafen im Zuge des Burg- Kudensee-Kanal (1765 gegraben) war beidseitig von Straßen und Häusern gesäumt.
Nach dem Niedergang der vor einhundert Jahren noch blühenden Kleinschifffahrt lag der kleine beschauliche Bütteler Hafen jahrzehntelang im Dornröschenschlaf.
unten rechts (Bild 3): Die auf einer Verbreiterung des Deiches der Elbe stehende Mühle (ein Erdholländer, also ohne Galerie) mit bereits abgebautem Mühlenkreuz. Die bereits 1750 erwähnte Mühle galt als die älteste im Kirchspiel St. Margarethen. Bereits in den 1930er Jahren wurde sie offenbar nicht mehr betrieben.

Zwischenzeitlich hat der alte historische Ort aufgehört zu existieren, nachdem seit Mitte der 1970er wegen der Industrieansiedlung von ursprünglich 200 Häusern alle bis auf 17 abgebrochen und die Bewohner umgesiedelt wurden.
Die ursprüngliche Situation ist heute in der Örtlichkeit kaum noch wieder zu erkennen.

Bildrechte: Heinrich C. Otto, Kiel

1950 Büttel an der Elbe

1950 Büttel an der Elbe
1950 Büttel (Elbe), Gasthaus Rusch und die 1902 erbauten Gebäude der Genossenschaftsmeierei Büttel
1950 Büttel (Elbe), 1902 erbaute Chaussee Brücke über den Bütteler Kana

ca. 1950 Büttel an der Elbe
Die bereits 1318 bezeugte Gemeinde Büttel, in welcher 1970 noch etwa 500 Einwohner auf gut 11 km² lebten, ist heute mit unter 50 Einwohnern diesbezüglich die kleinste Gemeinde der Wilstermarsch.
Das ursprünglich von Landwirtschaft und Schifffahrt geprägte Dorf am idyllischen Bütteler Kanal und dem kleinen Hafen wurde zum Zwecke der Industrieansiedlung völlig überplant und entsprechend verändert.
Die Umsiedlung der Bevölkerung erfolgte in der ersten Hälfte der 1980er Jahre, von ursprünglich 200 Häusern wurden alle bis auf 17 abgebrochen.
oben links: Ehrenmal für die Gefallenen der Weltkriege.
oben rechts (sh. Bild2): Gasthaus Rusch und die 1902 erbauten Gebäude der Genossenschaftsmeierei Büttel.
unten links (sh. Bild 3): 1902 erbaute Chaussee Brücke über den Bütteler Kanal.
unten rechts: Bütteler Kanal mit dem lange Zeit als Hafen genutzten Bereich.

Bildrechte: Fotohaus Leo Pilsinger, St. Michaelisdonn

1950 Büttel an der Elbe - Mühle auf dem Elbdeich

1950 Büttel an der Elbe
1950 Bäckerei Stapelfeldt in Büttel an der Elbe
1950 Windmühle (ohne Flügel) in Büttel an der Elbe

1950 Büttel an der Elbe
oben links (Bild 2): Blick vom Deich auf die Bäckerei Stapelfeld.
oben rechts: Büttel Kanal – der Burg-Kudenseer Entwässerungskanal.
unten links (Bild 3): Die auf einer Verbreiterung des Deiches der Elbe stehende Mühle (ein Erdholländer, also ohne Galerie) mit bereits abgebautem Mühlenkreuz. Die bereits 1750 erwähnte Mühle galt als die älteste im Kirchspiel. Bereits in den 1930er Jahren wurde sie offenbar nicht mehr betrieben.
unten rechts: Ehrenmal

Bildrechte: Ansichtskarten Verlag Walter Jappe, Lübeck

1957 Büttel (Elbe) - ein verschwundenes Dorf

1957 Büttel (Elbe) - ein verschwundenes Dorf
1957 Büttel (Elbe) - Gast- und Geschäftshaus H. Rusch
1957 Büttel (Elbe) - Bütteler Kanal

1957 Büttel (Elbe) - ein verschwundenes Dorf
Die bereits 1318 bezeugte Gemeinde Büttel, in welcher 1970 noch etwa 500 Einwohner auf gut 11 km² lebten, ist heute mit unter 50 Einwohnern diesbezüglich die kleinste Gemeinde der Wilstermarsch.
Das ursprünglich von Landwirtschaft und Schifffahrt geprägte Dorf am idyllischen Bütteler Kanal wurde zum Zwecke der Industrieansiedlung völlig überplant und entsprechend verändert.
Die Umsiedlung der Bevölkerung erfolgte in der ersten Hälfte der 1980er Jahre, wobei von ursprünglich 200 Häusern nur 17 stehen blieben. Heute ist von der vormaligen idyllischen Siedlung am Bütteler Hafen nichts mehr erkennbar.

Bildrechte: Ansichtskartenverlag Walter Jappe, Lübeck

1958 Gasthaus Rusch in Büttel

1958 Gasthaus Rusch in Büttel an der Elbe

1958 Gasthaus Rusch in Büttel.
Das Gasthaus Rusch lag im Scheitelpunkt einer langgezogenen Kurve der von Wilster nach Brunsbüttel führenden Landstraße in Nachbarschaft des früher schiffbaren Bütteler Kanals.
Der Gasthof wurde seit 1901 von Heinrich Rusch und seinen Nachkommen betrieben; zu den Geschäftsfeldern gehörte zunächst auch die Landwirtschaft sowie der Kolonialwaren- und Kohlenhandel, wobei der zugehörige angrenzende und am Bütteler Kanal gelegene Lade- und Löschplatz genutzt wurde.
Der Gasthof Rusch bestand bis 1987, wonach die Gemeinde Büttel das Gebäude erwarb und seither als Versammlungsort "Dorfkrug" nutzt. Bedingt durch die Inanspruchnahme des Dorfes durch das Industriegebiet Brunsbüttel war von 1979 bis 1987 die etwa 750 Menschen zählende Einwohnerschaft umgesiedelt worden. Von den 225 Hofstellen und Wohngebäuden blieben 17 übrig. Heute hat die Gemeinde weniger als 40 Einwohner.

Bildrechte: Verlag Martin Claussen, Kiel

1959 Büttel an der Elbe

1959 Büttel an der Elbe

1959 Büttel an der Elbe
Die bereits 1318 urkundlich bezeugte Gemeinde Büttel, in welcher 1970 noch etwa 500 Einwohner auf gut 11 km² lebten, ist heute mit unter 50 Einwohnern diesbezüglich die kleinste Gemeinde der Wilstermarsch. Das ursprünglich von Landwirtschaft und Schifffahrt geprägte Dorf am idyllischen Bütteler Kanal und dem kleinen Hafen wurde zum Zwecke der Industrieansiedlung völlig überplant und entsprechend verändert. Die Umsiedlung der Bevölkerung erfolgte in der ersten Hälfte der 1980er Jahre.
Der Ort liegt an der alten Grenze zwischen den Landschaften Dithmarschen und Wilstermarsch; der 1560 zur Entwässerung des Hochmoores gegrabene Holstengraben sowie auf dem Deich das Holstenreck bildeten die historische Grenze.
In Büttel waren in früheren Zeiten viele Schiffer beheimatet, denn es hatte durch ein gedecktes Siel einen direkten Zugang zur Elbe und über den um 1765 gegrabenen Bütteler Kanal eine Verbindung zum Kudensee sowie der Burger Au (Wolburgsau) und von dort weiter zur Holstenau/Wilsterau und zur Stör. Bis in die 1930er Jahre verkehrten auf dem Kanal zumeist mit Torf für Hamburg beladene Lastkähne.

Bildrechte: Verlag Heinrich C. Otto, Kiel

1960 Büttel (Elbe) - ein verschwundenes Dorf

1960 Büttel (Elbe) - ein verschwundenes Dorf

ca. 1960 Büttel (Elbe) - ein verschwundenes Dorf
Der kleine beschauliche Ort Büttel (Elbe) in einem Luftbild.
Der alte historische Ort hat aufgehört zu existieren, nachdem seit Mitte der 1970er Jahre wegen der Industrieansiedlung von ursprünglich etwa 200 Häusern alle bis auf 17 abgebrochen und die Bewohner umgesiedelt wurden.
Im Vordergrund ist die damalige Bundesstraße B5 erkennbar, die von Wilster über St. Margarethen nach Brunsbüttel führte.Der Holstengraben war 1560 zur Entwässerung des Hochmoores gegraben worden. Der jetzige Elbdeich wurde erst 1762 auf die heutige Linie gelegt.
Im Hintergrund ist der Deich der Elbe erkennbar, welcher zwischenzeitlich erheblich verstärkt und dabei auch verbreitert wurde.

Bildrechte: Westdeutsche Luftfoto, Bremen

1960 Büttel (Elbe) - ein verschwundenes Dorf

ca. 1960 Büttel (Elbe) - ein verschwundenes Dorf
Die bereits 1318 bezeugte Gemeinde Büttel, in welcher 1970 noch etwa 500 Einwohner auf gut 11 km² lebten, ist heute mit unter 50 Einwohnern diesbezüglich die kleinste Gemeinde der Wilstermarsch.
Das ursprünglich von Landwirtschaft und Schifffahrt geprägte Dorf am idyllischen Bütteler Kanal und dem kleinen Hafen wurde zum Zwecke der Industrieansiedlung völlig überplant und entsprechend verändert.
Die Umsiedlung der Bevölkerung erfolgte in der ersten Hälfte der 1980er Jahre, von ursprünglich 200 Häusern alle bis auf 17 abgebrochen .

Bildrechte: Ansichtskartenverlag Walter Jappe, Lübeck

1960 Fischerboote auf der Elbe vor Büttel und St. Margarethen

1960 Fischerboote auf der Elbe vor Büttel und St. Margarethen

1960 Fischerboote auf der Elbe vor Büttel und St. Margarethen.
Die Fischer liegen mit ihren Kuttern außerhalb des das Fahrwasser begrenzenden Tonnenstrichs vor Anker, erkennbar an dem jeweils aufgezogenen schwarzen Ankerball. Der Ankerball ist ein Signal für andere Schiffe und zeigt diesen an, daß das vor Anker liegende Schiff nicht manövrieren kann.
Häufig nutzten die Fischer den Tidestrom, um vor Anker liegend ihre Netze beidseitig mittels der Auslegerbäume auszustellen und so fischen – eine Kraftstoff sparende Methode. Derartige Fischereimethoden werden heute wahrscheinlich auf der Elbe nicht mehr praktiziert.

Bildrechte: Haus am Berg Bildverlag Eugen Dod, Stuttgart

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