Alte Postkarten aus Wilster

Aktuelle Kategorie: Beidenfleth, Groß Kampen

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1898 Beidenfleth an der Stör

1898 Beidenfleth an der Stör
1898 Blick über die Stör auf Beidenfleth in der Wilstermarsch
1898 Straße Oberes Dorf in Beidenfleth in der Wilstermarsch

1898 Beidenfleth an der Stör
Beidenfleth gehört wie St. Margarethen (Elbe), Wewelsfleth und Brokdorf zu den alten und auf den höheren Ufersäumen von Elbe und Stör entstandenen Außen-Kirchspielen der Wilstermarsch. Diese Orte (bei Wewelsfleth und St. Margarethen die Vorgänger Orte) bestanden offenbar bereits weit vor der von niederländischen Siedlern ab dem 12ten Jahrhundert zielgerichtet betriebenen Kolonisation der Wilstermarsch.
Die Beidenflether Kirche St. Nicolai ist 1325 erstmals urkundlich bezeugt. Am Standort der kleinen anheimelnden Dorfkirche mit ihrem frei stehenden hölzernen Turm war bereits 1108 eine erste Kapelle errichtet worden.
Seit Alters her bestand bei Beidenfleth eine Fährverbindung über die Stör. Noch heute überquert bei Beidenfleth die Wagenfähre "Else" den Fluß; sie ist die letzte der heute noch an der Stör betriebenen Fähren.

Bildrechte: Gebr. Graetz, Leipzig

1900 Beidenfleth - Unteres Dorf SF

1900 Beidenfleth - Unteres Dorf

1900 Beidenfleth an der Stör
Die Straße "Unteres Dorf"
Im Hintergrund rechts ist die an der Straße Groß Kampen stehende Mühle "Hoffnung" - ein Galerie Holländer - zu erkennen.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Anmerkung: Die Abbildungen der Karte wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Oliver Grimm, Wilster

1900 Beidenfleth, Kirche St. Nicolai

1900 Beidenfleth, Kirche St. Nicolai
1900 Beidenfleth, Kirche St. Nicolai

1900 Beidenfleth.
Blick vom Deich der Stör durch die Straße Oberes Dorf auf die 1325 erstmals urkundlich bezeugte Kirche St. Nicolai mit ihrem 1557 erbauten Turm.
Die Kirche wird vom Friedhof umgeben, der hier noch völlig zu Recht den alten Namen Kirchhof trägt.
Das Wohnhaus links hat einen mehrstufig verbretterten Giebel, wie er vor einhundert Jahren an vielen Häusern in den Orten der Wilstermarsch üblich war. Es gehörte zum Anwesen der örtlichen Werft.
Rechst das Haus von Schlachter Springer.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1900 Lange Reihe in Beidenfleth an der Stör SF

1900 Straße Lange Reihe in Beidenfleth an der Stör

1900 Die Straße Lange Reihe in Beidenfleth an der Stör
Die schmale Straße Lange Reihe in Beidenfleth hat einen ganz besonderen dörflichen Charme.
In geschlossener Bebauung grenzen nach den beiden Häusern im Vordergrund insgesamt elf kleine eingeschossige Häuser jeweils mit ihrer Giebelseite unmittelbar an die nur auf einer Seite bebaute Straße an.
Die jeweils den Häusern zugehörigen kleinen Gärten liegen jenseits der Straße und zwischen dieser und einem breiten tiefen Entwässerungsgraben, welcher heute nicht mehr vorhanden ist.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Udo Urban, Wilster

1903 Beidenfleth an der Stör

ca. 1903 Beidenfleth an der Stör
Beidenfleth gehört wie St. Margarethen (Elbe), Wewelsfleth und Brokdorf zu den alten und auf den höheren Ufersäumen von Elbe und Stör entstandenen Außen-Kirchspielen der Wilstermarsch.
Die Kirche St. Nicolai ist 1325 erstmals urkundlich bezeugt.
Am Standort der kleinen anheimelnden Dorfkirche mit ihrem frei stehenden hölzernen Turm war bereits 1108 eine erste Kapelle errichtet worden. Der frei stehende heutige Turm wurde im Jahre 1557 erbaut. In der Kirche befindet sich ein aus dem Mittelalter stammendes Taufbecken aus Bronze.
Noch heute überquert bei Beidenfleth eine Wagenfähre, die Fähre "Else", die Stör. Sie ist die letzte der heute noch an der Stör betriebenen Fähren und insofern eine Besonderheit.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1904 Beidenfleth - Kirche St. Nicolai, Schiffe auf der Stör

1904 Beidenfleth - Kirche St. Nicolai, Schiffe auf der Stör
1904 Beidenfleth - Schiffe auf der Stör
1904 Beidenfleth - Straße Unters Dorf, Brücke über die Altenfelder Wettern

1904 Beidenfleth - Kirche St. Nicolai, Schiffe auf der Stör
Die Lithographie zeigt
oben links: Kirche St. Nicolai, welche 1325 erstmals urkundlich bezeugt wurde und deren frei stehender heutige Turm 1557 erbaut wurde.
oben rechts (Bild 2): Blick über die Stör auf die Silhouette des Dorfes, welche von der Kirche und der Mühle "Hoffnung" geprägt ist. Es fällt auf, dass der Zeichner auf die Darstellung des Stördeiches verzichtet hat.
unten: links die von Uhrendorf kommende gleichnamige Straße, welche die Brücke über die Altenfelder Wettern quert und sich dahinter als die Straße Unteres Dorf fortsetzt, während nach rechts die Straße Oberes Dorf Richtung Fähre führt.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1904 Beidenfleth an der Stör, Altenfelder Wettern, Straße Uhrendorf

1904 Beidenfleth an der Stör

1904 Der Ort Beidenfleth ist rechts der Stör auf deren dort relativ hohen Ufersaum gelegen.
Im Vordergrund quert die Straße Uhrendorf die Altenfelder Wettern, welche das Gebiet Dodenkopp und Beidenflether Riep entwässert. Nach rechts führt die Straße zur Beidenflether Fähre. Diese Fähre – eine Grundseilfähre – ist als einzige der früher unterhalb von Itzehoe an der Stör vorhanden gewesenen Fähren heute noch in Betrieb.
Das Wohnhaus im Vordergrund war lange Zeit Altenteilerhaus für den im Ortsteil Beidenflether Uhrendorf gelegenen Hof (Hof 108, entsprechend dem Buch „Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild“) von Rudolf Witt.

Bildrechte: Albrecht Schaack, Beidenfleth; Gebr. Graetz, Leipzig

1904 Gastwirtschaft Micheel in Fockendorf

1904 Gastwirtschaft Micheel in Fockendorf, Gemeinde Beidenfleth in der Wilstermarsch

1904 Gastwirtschaft Micheel in Fockendorf.
Der Gasthof des Wirtes W. Micheel, später von dessen Witwe Trine, stand in Fockendorf an der Einmündung der Straße Neumühlen. Zu dem Anwesen gehörte die seinerzeit für ländliche Gasthöfe obligatorische Durchfahrt, welche den mit Pferdekutsche oder Spannwerk anreisenden Gästen eine Ausspann- und Unterstellmöglichkei für ihre Pferde und Fahrzeuge bot. Im jahr 1948 wurde die Durchfahrt abgebrochen.
Der Gasthof wurde bis Ende der 1950er Jahre von Hugo Schnepel betrieben.
Fockendorf gehört zur Gemeinde Beidenfleth, gleichwohl diente die Gastwirtschaft vornehmlich als gesellschaftlicher Treffpunkt für die Einwohner von Hochfeld in der Gemeinde Dammfleth.
Im Saal der Gaststätte wurden u.a. Feste des Ringreitervereins und des Gesangvereinsdurchgeführt, wobei die Straße Neumühlen von den Ringreitern für ihren Wettbewerb genutzt wurde. Die Straße Neumühlen kennzeichnet in ihrem Verlauf weitgehend die Grenze zwischen den Gemeinden Beidenfleth und Dammfleth.

Bildrechte: Carl Kuskop Nachf., Inh. Ludwig Behning

1906 Beidenfleth an der Stör SF

1906 Beidenfleth an der Stör
1906 Fähre in Beidenfleth an der Stör
1906 Straße Unteres Dorf in Beidenfleth

ca. 1906 Beidenfleth an der Stör
Beidenfleth gehört wie St. Margarethen (Elbe), Wewelsfleth und Brokdorf zu den alten und auf den höheren Ufersäumen von Elbe und Stör entstandenen Außen-Kirchspielen der Wilstermarsch. Diese Orte (bei Wewelsfleth und St. Margarethen die Vorgänger Orte) bestanden offenbar bereits weit vor der von niederländischen Siedlern ab dem 12ten Jahrhundert zielgerichtet betriebenen Kolonisation der Wilstermarsch.
Die Beidenflether Kirche St. Nicolai ist 1325 erstmals urkundlich bezeugt. Am Standort der kleinen anheimelnden Dorfkirche mit ihrem frei stehenden hölzernen Turm war bereits 1108 eine erste Kapelle errichtet worden.
Seit Alters her bestand bei Beidenfleth eine Fährverbindung über die Stör. Noch heute überquert bei Beidenfleth die Wagenfähre "Else" die Stör; sie ist die letzte der heute noch an dem Fluß betriebenen Fähren.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Udo Urban, Wilster

1906 Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth

1906 Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth

1906 Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth.
Die Kirche steht typischerweise inmitten des als Friedhof genutzten Kirchhofes.
Die Kirche St. Nicolai ist 1325 erstmals urkundlich bezeugt.
Am Standort der schönen alten aus Backsteinen erbauten kleinen anheimelnden Dorfkirche mit ihrem 1557 erbauten frei stehenden hölzernen Turm war bereits 1108 eine erste Kapelle errichtet worden.
In der Kirche befindet sich ein aus dem Mittelalter stammendes Taufbecken aus Bronze.
Die Kirche birgt bedeutende Kunstwerke, die gestiftet wurdenvon der Familie Witt-Warstede, deren Vorfahren aus Beidenfleth stammen.
Das Tauffenster mit den prägnanten und farbenprächtigen Glasmalereien wurde 1962 von dem in der Schweiz wohnhaften Gustavus F. C. Witt gestiftet. Das mehrteilige Fenster ist von dem schwedischen Kunst-Professor Einar Forseth gestaltet und in der Kunstglaserei Ringström in Stockholm gefertigt.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

1907 Beidenfleth an der Stör, Besan-Ewer auf der Stör

1907 Beidenfleth an der Stör

1907 Beidenfleth an der Stör.
Breit und zeitweilig träge fließt die von den Gezeiten geprägte Stör (von „store“, die „Große“) bei Beidenfleth.
Vor der Kulisse des Dorfes segelt ein kleiner Frachtewer (ein Besanewer) die Stör abwärts zur Elbe; er nutzt den Ebbestrom, denn seinerzeit verfügten die Ewer noch über keinen Motorantrieb. Am Ufer befinden sich Anlegestellen für die Beidenflether Schiffer.
Über die Häuser des Dorfes ragen der Turm der Kirche St. Nicolai sowie die Flügel der Windmühle "Hoffnung" hinaus.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1909 Beidenfleth - "Oberes Dorf" und "An der Fähre" SF

1909 Beidenfleth - Straßen "Oberes Dorf" und "An der Fähre" in Beidenfleth

1909 Beidenfleth - "Oberes Dorf" und "An der Fähre"
Auf dem im Einmündungsbereich der Straße "An der Fähre" in die Straße "Oberes Dorf" parallel zu diesen Verkehrswegen verlaufenden Deich der Stör befand sich auf dessen Krone ein mit Klinkern gepflasterter Fußweg.
Deich und Straße werden hier unterquert von der Altenfelder Wettern, welche kurz dahinter in die Stör mündet.
Die schönen Häuser jenseits der Straße haben heute noch weitgehend ihren Charme erhalten.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Udo Urban, Wilster

1911 Beidenfleth - Deichreihe, Unteres Dorf, Gasthof Reimers

1911 Beidenfleth - Deichreihe, Unteres Dorf, Groß Kampen,

1911 Beidenfleth - Deichreihe, Unteres Dorf, Groß Kampen, "Reimers Gasthof" an der Ecke der Straßen Unteres Dorf und Deichreihe; von rechts mündet die Straße Groß Kampen ein.
Zahlreiche Kinder haben sich eingefunden, als der Photograph die Aufnahme von der Straßenkreuzung macht, welche heute noch in der Örtlichkeit gut nachempfunden werden kann. Das Gebäude links, in welchem seinerzeit "Reimers Gasthof" betrieben wurde, besteht allerdings heute nicht mehr.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1911 Beidenfleth - Deichreihe, Unteres Dorf, Groß Kampen, Reimers Gasthof

1911 Beidenfleth - Deichreihe, Unteres Dorf, Groß Kampen, Reimers Gasthof

1911 Beidenfleth - Deichreihe, Unteres Dorf, Groß Kampen, "Reimers Gasthof"
Zahlreiche Kinder haben sich eingefunden, als der Photograph die Aufnahme vom der Straßenkreuzung macht, welche heute noch in der Örtlichkeit gut nachempfunden werden kann.
Das Gebäude links, in welchem seinerzeit "Reimers Gasthof" betrieben wurde, besteht allerdings heute nicht mehr.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1911 Beidenfleth an der Stör, Straße Langereihe (Ex)

1911 Beidenfleth an der Stör, Straße Langereihe
1911 Beidenfleth an der Stör, Straße Langereihe

1911 Beidenfleth an der Stör, Straße Langereihe
Die schmale Straße Langereihe in Beidenfleth hat einen ganz besonderen pittoresken Charme. Sie ist heute noch in gut erkennbarer Weise erhalten.
In geschlossener Bebauung grenzen insgesamt elf kleine eingeschossige Häuser mit ihrer Giebelseite unmittelbar an die nur auf einer Seite bebaute Straße an.
Die jeweils den Häusern zugehörigen kleinen Gärten liegen gegenüber auf der anderen Seite der Straße.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Das Foto wurde über einen längeren Zeitraum für lediglich im Aufdruck unterschiedlichen Versionen von Ansichtskarten verwendet (sh. Bild 3)
Anmerkung: Die Ansichtskarten befinden sich in externen Sammlungen

1912 Beidenfleth, Fracht-Ewer auf der Stör

1912 Beidenfleth, Fracht-Ewer auf der Stör
1912 Beidenfleth, Fracht-Ewer auf der Stör

1912 Frachtkähne auf der Stör bei Beidenfleth.
Die von den Gezeiten geprägte Stör (von „store“, die „Große“) trennt die Wilstermarsch von der Krempermarsch.
Die Stör war von den frühesten Zeiten an bis in die zweite Hälfte des 20zigsten Jahrhunderts der bedeutendste Verkehrsweg für das Gebiet des heutigen Kreises Steinburg.
Die am Kasenort in die Stör mündende Wilsterau bildete über Jahrhunderte hinweg den verkehrsmäßigen Anschluß Wilsters an die Welt.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Anmerkung: Die ergänzend vorgestellte kolorierte Version der Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Udo Urban, Wilster

1912 Fracht-Ewer unter Segeln und ein Schleppzug auf der Stör

1912 Fracht-Ewer unter Segeln sowie ein Schlepper mit Schuten auf der Stör
1912 Fracht-Ewer unter Segeln sowie ein Schlepper mit Schuten auf der Stör

1912 Ewer und ein Schleppverband auf der Stör.
Fracht-Ewer unter Segeln auf der Stör; der Ewer ganz links wird von seinem Schiffer angesichts der offenbar geringen Windstärke mit langen Rudern in Fahrt unterstützt. Ein Schlepper unter Dampf bildet mit den von ihm gezogenen Schuten einen Schleppverband.
Die möglicherweise zu einem früheren Zeitpunkt gefertigte Aufnahme wurde von mehreren Orten an der Stör für sich reklamiert. Das ist insofern auch konsequent, als die von den Gezeiten geprägte Stör (von „store“, die „Große“) von den frühesten Zeiten an bis in die zweite Hälfte des 20sten Jahrhunderts der bedeutendste Verkehrsweg für das Gebiet des heutigen Kreises Steinburg war und auf ihm ein Großteil der Waren befördert wurde.
Über die am Kasenort in die Stör mündende Wilsterau erfolgte über Jahrhunderte hinweg den verkehrsmäßige Anschluß der Stadt Wilster an die Welt. Der Hafen am Rosengarten war über Jahrhunderte hinweg Ausgangshafen für die Wilsteraner Schiffer vor ihrer Fahrt in ferne Länder – das waren z.B. um 1540 Holland, Seeland, Frankreich, Engeland (England), Schottland, Portugal und das „Land tho Losien“ (Andalusien) – aber auch in Länder im Ostseeraum.
Der Hafen und die Schiffahrt sowie die Produkte der fruchtbaren Marsch begründeten die Bedeutung Wilsters und den zeitweilig hier vorhandenen relativen Wohlstand.

Bildrechte: nicht benannt
Anmerkung: Die zweite (Abbildungen 3 und 4) der vorgestellten Karten wurde herausgegeben von Carl Kuskop, Wilster

1915 Beidenfleth, Fähre über die Stör, Fährhaus und Hafen

1915 Beidenfleth, Fähre über die Stör, Fährhaus und Hafen
1915 Beidenfleth und Gastwirtschaft "Beidenflether Fährhaus"
1915 Beidenfleth an der Stör, Hafen mit Lösch- und Ladeeinrichtung für Getreide

1915 Beidenfleth, Fähre, Fährhaus und Hafen
Beidenfleth gehört wie St. Margarethen (Elbe), Wewelsfleth und Brokdorf zu den alten und auf den höheren Ufersäumen von Elbe und Stör entstandenen Außen-Kirchspielen der Wilstermarsch, seine Kirche St. Nicolai ist 1325 erstmals urkundlich bezeugt.
Noch heute überquert bei Beidenfleth eine Wagenfähre, die Fähre "Else", die Stör. Sie ist die letzte der ehemals an der Stör betriebenen Fähren.
Das Gasthaus „Beidenflether Fährhaus“ (Bild 2) hat eine entsprechend alte Tradition. Zur Zeit der Verausgabung der Karte wurden sowohl das Fährhaus als auch die Fähre von Adolf Ralfs betrieben; er gehörte zu der Familie, welche zu dem Zeitpunkt seit über einem Jahrhundert die Fähre im Besitz hatte.
Bereits seinerzeit bestand am Hafen in Beidenfleth eine Lösch- und Ladeeinrichtung für Getreide (Bild 3); links ist der damalige Getreidespeicher erkennbar.

Bildrechte: C.K.W. (Carl Kuskop, Wilster)

1916 Beidenfleth an der Stör

1916 Beidenfleth an der Stör.
oben: an der der Straße Oberes Dorf die vom Friedhof – der hier noch völlig zu Recht den alten Namen Kirchhof trägt - umgebene St. Nicolai Kirche mit ihrem 1557 erbauten Turm.
mittig: die Straße Unteres Dorf mit der die Altenfelder Wettern überquerenden Brücke; nach links führt die Straße weiter nach Beidenflether Uhrendorf.
unten: Gasthof an der Straße Oberes Dorf und der Zufahrt zur Beidenflether Fähre; links neben dem Gebäude sind die Wangen der Beidenflether Fähr-Stöpe (Schaart) zu erkennen.

Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster

1918 Beidenfleth - Kirche St. Nicolai, Standort einer Doppeleiche

1918 Beidenfleth - Kirche St. Nicolai, Standort der Doppeleiche

1918 Beidenfleth - Kirche St. Nicolai, Standort einer Doppeleiche.
Im Hintergrund überragt der Turm der Kirche St. Nicolai die an der Straße Oberes Dorf stehenden Häuser.
An der Einmündung der Straße Oberes Dorf in die Straße Unteres Dorf befand sich auf einem angrenzenden Grundstück der Standort einer Doppeleiche.
Wie an vielen Orten in Schleswig-Holstein war auch in Beidenfleth als Ausdruck patriotischer Gesinnung und in Erinnerung an die Schleswig-Holsteinische Erhebung des Jahres 1848 gegen Dänemark eine Doppeleiche gepflanzt worden als Symbol der unverbrüchlichen Zusammengehörigkeit "op ewig ungedeelt" der beiden ehemaligen Herzogtümer Schleswig und Holstein.
Leider besteht die Doppeleiche heute nicht mehr; auch die Erinnerung an die für Schleswig-Holstein so bedeutsame Erhebung des Jahres 1848 ist bei vielen Schleswig-Holsteinern verblaßt. Doch war es diese Erhebung und das damit verbundene Bekenntnis der Mehrheit der Bevölkerung zur deutschen Sprache und Kultur letztendlich Anlaß dafür, dass dieses heutige Bundesland Schleswig-Holstein ein Teil Deutschlands wurde.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1918 Kahn-Fähre über die Stör und Schankwirtschaft Fährhaus des Nikolaus von Holdt

1918 Kahn-Fähre über die Stör und Schankwirtschaft Fährhaus des Nikolaus von Holdt
1918 Kahn-Fähre über die Stör und Schankwirtschaft Fährhaus des Nikolaus von Holdt
Nikolaus von Holdt und Ehefrau Wilhelmine, geb. Breiholz

1918 Kahn Fähre Groß Kampen - Hodorf
Die Kahn-Fähre des Nikolaus von Holdt über die Stör verband Hodorf und das zur Gemeinde Beidenfleth gehörige Groß Kampen.
Das Fährhaus, dem auch eine kleine Gastwirtschaft zugeordnet war, steht heute noch auf dem Deich der Stör in Hodorf.
Das ergänzende Foto (Bild 3) zeigt das Fährhaus in den 1920er Jahren.
Der am 27.09.1866 in Landrecht geborene und einer alten Schiffer-Familie entstammende Nikolaus von Holdt war gleichzeitig auch Gastwirt, Fischer und Schiffer.
Bis 1908 hatte er mit den Ewern Ida und Wilhelmine Flußschifffahrt betrieben. Vom Erlös seines letzten Schiffes erwarb er das Hodorfer Fährhaus mit Gastwirtschaft und dem Recht, eine Personenfähre betreiben zu dürfen.
Bei seinen beruflichen Tätigkeiten wurde Nikolaus von Holdt unterstützt von seiner Ehefrau Sophie Wilhelmine geb. Breiholz, welche am 11.02.1875 in Vaalermoor geboren wurde. Bild 4 zeigt das Ehepaar von Holdt.
Seine kleine Personen-Fähre betrieb Nikolaus von Holdt von 01.10.1908 bis 31.10.1935, danach wurde die Fähre eingestellt.
Angemerkt werden soll hier noch, daß Nikolaus von Holdt es war, der im Jahre 1936 den letzten Stör in der Stör gefangen hat – der große Edelfisch war über einen Zentner schwer.

Bildrechte Bild 1: Friedrich Schlüter, Wilster
Bildrechte Bilder 3 u. 4: nicht bekannt
Die Fotos 3 und 4 wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt vom Freundeskreis von Holte

1920 Altar der Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth

ca. 1920 Altar der Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth. Am Standort der schönen alten aus Backsteinen erbauten kleinen anheimelnden Dorfkirche mit ihrem frei stehenden hölzernen Turm war bereits 1108 eine erste Kapelle errichtet worden.
Die Kirche St. Nicolai ist 1325 erstmals urkundlich bezeugt.
Der frei stehende heutige Turm wurde im Jahre 1557 erbaut.
In der Kirche befindet sich ein aus dem Mittelalter stammendes Taufbecken aus Bronze.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1920 Kahn-Fähre über die Stör zwischen Groß Kampen und Hodorf

1920 Kahn-Fähre von Nikolaus von Holdt über die Stör zwischen Groß Kampen und Hodorf

1920 Kahn-Fähre über die Stör zwischen Groß Kampen und Hodorf.
Die Kahn-Fähre von Nikolaus von Holdt über die Stör verband Hodorf und Groß Kampen. Das Fährhaus, dem auch eine kleine Gastwirtschaft zugeordnet war, steht heute noch auf dem Deich der Stör in Hodorf.
Nikolaus von Holdt (1866 – 1959 ) entstammte einer alten Schifferfamilie aus Wilster und er hat bis 1908 selbst mit den Ewern „lda“ und „Wilhelmine“ Flussschiffahrt betrieben.
Verheiratet war er seit 1896 mit der aus Vaalermoor stammenden Sophie Wilhelmine Breiholz (1875 – 1955); das Ehepaar hatte 5 Kinder.
Vom Erlös seines letzten Schiffes erwarb er das Hodorfer Fährhaus mit Gastwirtschaft und das Recht, eine Personenfähre betreiben zu dürfen. Sein erster Pachtvertrag datiert vom 1. Oktober1908 und verlängerte sich jeweils nach sechs Jahren. Der Haupterwerb waren jedoch die Fluß-Fischerei und die Gastwirtschaft, denn um nach Beidenfleth zu gelangen, konnten die Hodorfer ebenso gut die dortige Fähre benutzen, und nach Wilster gab es die günstiger gelegene Holler-Fähre. Entsprechend karg fielen auch die Einkünfte aus, die z.B. für die Jahre 1915 -17 überliefert sind.
1915 beliefen sich die jährlichen (!) Einnahmen auf 156,- M, denen Ausgaben in Höhe von 73,- Mark gegenüber standen.
1916: Einnahmen 137,- Mark, Ausgaben 65,- Mark;
1917: Einnahmen 143,- Mark, Ausgaben 85,- Mark. Das entsprach einem durchschnittlichen Jahresgewinn von 71,- Mark! Man muss sich wundern, dass dafür überhaupt noch jemand bereit war, diesen unregelmäßigen und nicht immer ungefährlichen Beruf auszuüben.
Die Fährtarife im Jahre 1918 betrugen
im Sommer pro Person und Fahrrad 15 Pfennig, im Winter 20 Pfennig,
für Kälber, Schweine, Ziegen, Handwagen und Schlitten 20 bzw. 30 Pfennig.,
nachts die Hälfte mehr.
Hierbei galt der Sommertarif vom 1. April bis 31. Oktober und der Tag von 05:00 bis 22:00 Uhr. Der gleiche Tarif galt auch für die benachbarte Holler-Fähre.
Im Juni 1920 pachtete Nikolaus von Holdt nochmals für weitere sechs Jahre zum bescheidenen Preis von fünf Mark pro Jahr. Sechs Jahre später wurde die Pacht dann auf immer noch maßvolle sechs Mark erhöht. Im Juli 1935 bat Nikolaus von Holdt, zum 1. Oktober aus dem Vertrag entlassen zu werden, weil der Verkehr durch den Ausbau der Beidenflether Fähre derart nachgelassen habe, dass seine Unkosten nun gar nicht mehr gedeckt würden. So habe er in der Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni nicht ganz 25,- Mark eingenommen. Dem Antrag wurde stattgegeben und die Fähre mit dem 31. Oktober 1935 stillgelegt.
Angemerkt werden soll hier noch, daß Nikolaus von Holdt es war, der im Jahre 1936 den letzten Stör in der Stör gefangen hat – der große Edelfisch war über einen Zentner schwer.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1920 Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth

ca. 1920 Das Innere der Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth.
Am Standort der schönen alten aus Backsteinen erbauten kleinen anheimelnden Dorfkirche mit ihrem frei stehenden hölzernen Turm wurde bereits 1108 eine erste Kapelle errichtet.
Die Kirche St. Nicolai ist 1325 erstmals urkundlich bezeugt.
Der frei stehende heutige Turm wurde im Jahre 1557 erbaut.
In der Kirche befindet sich ein aus dem Mittelalter stammendes Taufbecken aus Bronze.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1925 Gehöft in Groß Kampen, Gemeinde Beidenfleth

1925 Gehöft in Groß Kampen, Gemeinde Beidenfleth
1925 Gehöft in Groß Kampen, Gemeinde Beidenfleth

1925 Gehöft in Groß Kampen, Gemeinde Beidenfleth
Das stattliches Gehöft steht in Groß Kampen an der am Deich der Stör entlang führenden Straße.
Bei dem abgebildeten Gehöft handelt es sich um den Hof 125 (gem. dem Buch „Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild“). Das schöne Gebäude ist auch heute noch in einem vorbildlichen Unterhaltungszustand.
Das zu Beidenfleth gehörige Groß Kampen (auf der Karte Groß Campen geschrieben) wurde erst 1515 mit dem Bau eines Deiches an der Stör eingedeicht – zuvor lag es im Außendeich; die vorherige alte Deichlinie verlief von der Eimündung der Kampritter Wettern in die Stör über die Trasse der heutigen Straße Klein Kampen nach Mückendorf / Fockendorf und schloß an den von Deichreihe in Beidenfleth kommenden Deich an.
Nach der Örtlichkeit hatte das Adelsgeschlecht der bereits 1255 genannten „von Kampen“ seinen Namen; der Stammsitz des Geschlechts lag vermutlich auf einer Wurt im damaligen Außendeich.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1927 Beidenfleth, Fähre über die Stör, "Beidenflether Fährhaus"

1927 Beidenfleth, Fähre über die Stör und Gaststätte "Beidenflether Fährhaus"
1927 Gaststätte "Fährhaus Beidenfleth"
1927 Gaststätte "Fährhaus Beidenfleth"

ca. 1927 Beidenfleth, Fähre über die Stör und Gaststätte "Fährhaus Beidenfleth".
Das Fährhaus Beidenfleth wie auch die Beidenflether Fähre wurde zur Zeit der Aufnahme von Adolf Ralfs betrieben.
Die Beidenflether Fähre – eine Grundseilfähre – ist heute als einzige der vor hundert Jahren unterhalb von Itzehoe an der Stör vorhanden gewesenen Fähren (Wagen- und Kahnfähren) noch in Betrieb.
Bis 1936 wurde der Fährprahm durch Menschenkraft über die Stör gezogen; danach wurde ein Motor eingesetzt.
Offenbar wurde auch lediglich ein Kahn eingesetzt, wenn nur Personen und keine Fahrzeuge oder Personen mit Vieh den Fluß überqueren wollten. Nachdem in den letzten Jahrzehnten der Betrieb der zudem erneuerungsbedürftigen Fähre immer unrentabler wurde und ihre Stilllegung drohte, wurde durch die Initiative eines Fördervereins Fähre Beidenfleth ein neuer Fährprahm „Else“ beschafft, mit welchem im Jahre 2007 der Fährbetrieb wieder aufgenommen wurde.

Bildrechte: Martens, Krempe

1928 Stör bei Beidenfleth

1928 Stör bei Beidenfleth in der Wilstermarsch

1928 Beidenfleth.
Blick vom Beidenflether Fährhaus stromabwärts auf die Stör.
Der Bereich im Vordergrund wurde später aufgefüllt und hier die Terasse für die Gastronomie des Fährhauses erweitert.
Der Durchblick zeigt in das Foto hinein plazierte Segelboote auf der Stör, deren mäandernde Verlauf im Hintergrund nach rechts einen Bogen macht in Richtung Uhrendorf.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1929 Beidenfleth - Windmühle Hoffnung, Grünanlage, Mahlstedtplatz (Ex)

1929 Beidenfleth an der Stör - Windmühle Hoffnung, Grünanlage, Mahlstedtplatz

1929 Beidenfleth - Windmühle Hoffnung, Mahlstedtplatz
oben: Die Windmühle „Hoffnung“ in der etwa 900 Einwohner zählenden Gemeinde Beidenfleth an der Stör prägte die Silhouette des Dorfes; sie wurde im Jahre 1813 errichtet und stand an der Straße Groß Kampen in erhöhter Lage auf einer Verbreiterung des Stör Deiches. Die seit langer zeit nicht mehr in Funktion befindliche Mühle brannte bei einem Schadenfeuer am 17. April 2016 vollständig ab.
mittig. Grünanlage
unten: An der Straße Oberes Dorf und der Zufahrt zur Beidenflether Fähre stand am Mahlstedtplatz der Gasthof Egge. Die Gastwirtschaft besteht heute noch und führt gegenwärtig den Namen „Gasthof Frauen“.
Der Saal dient nach wie vor als Veranstaltungsort für Feiern und Versammlungen der örtlichen Vereine sowie für private Feste.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in einer externen Sammlung

1929 Beidenfleth an der Stör - Feuerschiff Elbe 2

1929 Beidenfleth.
In dem an der Stör gelegenen Beidenfleth gab es bis Mitte des vergangenen Jahrhunderts Werften, so auch die von Hugo Peters in den Jahren 1922 bis 1945 betriebene Werft.
Die mittlere Abbildung zeigt das auf der Stör vor der Beidenflether Peters-Werft zum Abwracken liegende Feuerschiff ELBE 2.
Das den Namen „GUSTAV HEINRICH" führende 29,30 m lange und 6,88 m breite hölzerne Schiff war 1879 auf der Hamburger Werft von H.C. Stülcken als Dreimast-Gaffelschoner gebaut worden. Es wurde auf der Station ELBE 1 ausgelegt, wo es von 1879 bis 1892 seinen Dienst verrichtete; danach wurde es als Reserve-Feuerschiff genutzt (offenbar auch auf der Station ELBE 2) und 1928 außer Dienst gestellt.
Hinter dem Feuerschiff liegt gleichfalls zum Abwracken die ehemalige Lotsen-Galiot "SECRETAIR HARGREAVES", welche 1892 auf der Dreyer-Werft in Neuhof gebaut worden war. Die Galiot ist später gleichfalls zum Reserve-Feuerschiff umgebaut worden und diente ab 1921 im Cuxhavener Tonnenhafen als Jugendherbergs-Schiff.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1930 Dorfstraße in Beidenfleth

1930 Dorfstraße in Beidenfleth an der Stör

1930 Beidenfleth an der Stör - Dorfstraße "Oberes Dorf"
Bei der Abbildung handelt es sich nicht um eine Ansichtskarte,
sondern um ein Sammelbild aus dem 480 Bilder umfassenden Sammelband "An unserm schönen Elbstrom" des Verlages Ernst Lübbe, Wischhafen.
Rechts Häuser an der Straße "Oberes Dorf", links Häuser an der "Lange Reihe".

Bildrechte: Verlag Ernst Lübbe, Wischhafen

1930 Gehöft in der Gemeinde Beidenfleth

1930 Gehöft in der Gemeinde Beidenfleth

1930 Gehöft in der Gemeinde Beidenfleth
Bei der Abbildung handelt es sich nicht um eine Ansichtskarte,
sondern um ein Sammelbild aus dem 480 Bilder umfassenden Sammelband "An unserm schönen Elbstrom" des Verlages Ernst Lübbe, Wischhafen.
Der schöne alte Hof mit den seinerzeit so charakteristischen ihn umgebenden breiten Hofgräben (Grachten) konnte bisher leider noch nicht identifiziert werden. Es könnte sich um den Hof 109 handeln (gemäß dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild").
Um Mithilfe bei der Identifizierung wird gebeten! per info@mein-wilster.de (<- einfach anklicken!)

Bildrechte: Verlag Ernst Lübbe, Wischhafen

1930 Kasenort und andere Partien an der Stör in Heiligenstedten, Beidenfleth, Störort

1930 Kasenort und andere Partien an der Stör in Heiligenstedten, Beidenfleth, Störort

ca. 1930 Mehrbildkarte
Die breit und zeitweilig träge fließende und von den Gezeiten geprägte goße Mäanderschleifen aufweisende Stör (von „store“, die „Große“ ) trennt die Wilstermarsch von der Krempermarsch. Sie war von den frühesten Zeiten an bis in die zweite Hälfte des 20zigsten Jahrhunderts ein bedeutender Wasserweg.
Die am Kasenort in die Stör mündende Wilsterau bildete über Jahrhunderte hinweg den verkehrsmäßigen Anschluß Wilsters an die Welt.
Die Karte zeigt u.a. Kasenort; Beidenflether Fährhaus; Klappbrücke in Heiligenstedten; Seglertreffen auf der Wilsterau am Brook; Schiffsverkehr auf der Stör; Störort (an der Mündung der Stör in die Elbe; Elbe bedeutet: Die Weiße oder die Helle, vgl. Elfen oder Elben)

Bildrechte: Carl Kuskop, Kunstverlag, Wilster i. Holst.

1930 Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth

1932 Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth

1930 Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth.
Am Standort der schönen alten aus Backsteinen erbauten kleinen anheimelnden Dorfkirche mit ihrem frei stehenden hölzernen Turm war bereits 1108 eine erste Kapelle errichtet worden.
Die Kirche St. Nicolai ist 1325 erstmals urkundlich bezeugt. Ihr frei stehender heutige Turm wurde im Jahre 1557 erbaut.
In der Kirche befindet sich ein aus dem Mittelalter stammendes Taufbecken aus Bronze.
Die Kirche birgt bedeutende von der Familie Witt-Warstede gestiftete Kunstwerke. So wurde das Tauffenster mit den prägnanten und farbenprächtigen Glasmalereien 1962 von dem in der Schweiz wohnhaften Gustavus F. C. Witt gestiftet, dessen Vorfahren aus Beidenfleth stammen.
Das mehrteilige Fenster wurde von dem schwedischen Kunst-Professor Einar Forseth gestaltet und in der Kunstglaserei Ringström in Stockholm gefertigt.

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Wilster

1931 Gastwirtschaft Zur Fähre in Beidenfleth

1931 Gastwirtschaft Zur Fähre in Beidenfleth an der Stör in der Wilstermarsch

1931 Gastwirtschaft Zur Fähre in Beidenfleth.
Das Gasthaus Beidenflether Fährhaus steht unmittelbar neben der von der Straße „An der Fähre“ zum Wasser der Stör herabführenden Rampe der Beidenflether Fähre. Das heute noch äußerlich kaum veränderte und weiterhin als Gaststätte betriebene Fährhaus wurde seinerzeit von Adolf Ralfs, dem Fährmann und Betreiber der Beidenflether Fähre, sowie dessen Tochter Else geführt (die Ehefrau Christine war 1923 tödlich verunglückt).
1935 übernahm der in dem Jahr mit Else geb. Ralfs verheiratete Alfred Wiegleb neben der Fähre auch die Gaststätte. Alfred Wiegleb (genannt Quittje = hochdeutsch sprechender Fremder) war als Olympia-Segler 1928 mit seinem Schären-Kreuzer „Quisque“ ein bekannter Regatta Segler.
Das Ehepaar Wiegleb betrieb das Fährhaus bis 1966 und die Fähre bis 1968.
Die Fähre in Beidenfleth ist heute die letzte an der Stör. Früher bot unterhalb von Itzehoe neben mehreren Kahn-Fähren auch die Wagen-Fähre in Wewelsfleth Gelegenheit zur Überquerung des Flusses. Die Beidenflether Fähre „ELSE“ ist eine Grundseilfähre. Bis 1936 wurde der Fährprahm durch Menschenkraft über die Stör gezogen; danach wurde ein Motor eingesetzt. Im Jahre 2007 nahm eine neu erbaute Fähre den Betrieb auf.
Im Hintergrund rechts ist der zur Hochfelder Mühle des Betriebes Trede gehörende Getreidespeicher zu erkennen, er steht dort, wo sich gegenwärtig der zu genanntem Müllereibetrieb gehörige Hochsilo befindet.

Bildrechte: Carl Kuskop

1933 Bauernhof in Beidenfleth-Uhrendorf

ca. 1933 Bauernhof in Beidenfleth, Ortsteil Beidenflether Uhrendorf.
Es handelt sich um den Hof 113 nach dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild" (Bild 2), der im Eigentum von Marx Hein stand und von diesem bewirtschaftet wurde.
Das alte schöne Hofgebäude ist um 1970 bei einem verheerenden Schadensfeuer abgebrannt. An seiner Stelle steht heute ein Bungalow.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1933 Beidenfleth - Kirche, Denkmal, Stör, Hafen

1933 Beidenfleth - Kirche, Denkmal, Stör, Hafen
1933 Beidenfleth - Flußhafen an der Stör
1933 Kriegerdenkmal in Beidenfleth an der Stör

1933 Beidenfleth - Kirche, Denkmal, Stör, Hafen
Die Mehrbild Ansichtskarte zeigt aus dem Dorf verschiedene Motive, von denen einige Aufnahmen deutlich älteren Datums sind.
Beidenfleth gehört wie St. Margarethen (Elbe), Wewelsfleth und Brokdorf zu den alten und auf den höheren Ufersäumen von Elbe und Stör entstandenen Außen-Kirchspielen der Wilstermarsch.
Die Kirche St. Nicolai ist 1325 erstmals urkundlich bezeugt.

Bildrechte: Karl Kuskop, Wilster

1934 Beidenfleth - Pastorat, Kirche, Ehrenmal, Gasthof (Ex)

1934 Beidenfleth - Pastorat, Kirche, Ehrenmal, Gasthof

ca. 1934 Beidenfleth an der Stör
oben links: Egges Gasthof
oben rechts: Pastorat an der Straße Oberes Dorf; hinten die Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth.
unten links: Mahlstedtplatz an der Straßeneinmündung Oberes Dorf, Unteres Dorf und Uhrendorf
unten rechts: Ehrenmal für die Gefallenen aus der Gemeinde Beidenfleth auf einer Grünanlage gegenüber der Beidenflether Kirche.
Unter den Gefallenen der beiden Weltkriege ist auch aufgeführt Peter von Holdt, welcher am 20.01.1945 gefallen ist; eine Woche später am 29.01.1945 fiel auch sein Bruder Hermann Johannes von Holdt - über viele Menschen und Familien brachten die furchtbaren Kriege entsetzliches Leid.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in einer externen Sammlung

1934 Stör mit der Gaststätte "Fährhaus Beidenfleth"

1934 Stör mit der Gaststätte "Fährhaus Beidenfleth"

ca. 1934 Die Stör mit der Gaststätte "Fährhaus Beidenfleth".
Das Fährhaus Beidenfleth wurde zur Zeit der Aufnahme von Adolf Ralfs betrieben.
Die Beidenflether Fähre – eine Grundseilfähre – ist als einzige der vor hundert Jahren unterhalb von Itzehoe an der Stör vorhanden gewesenen Fähren (Wagen- und Kahnfähren) noch heute in Betrieb.
Bis 1936 - also auch noch zum Zeitpunkt der Aufnahme - wurde der Fährprahm durch Menschenkraft über die Stör gezogen; danach wurde ein Motor eingesetzt.
Nachdem in den letzten Jahrzehnten der Betrieb der zudem erneuerungsbedürftigen Fähre immer unrentabler wurde und ihre Stilllegung drohte, wurde durch die Initiative eines Förderverein Fähre Beidenfleth ein neuer Fährprahm „Else“ beschafft, mit welchem im Jahre 2007 der Fährbetrieb wieder aufgenommen wurde.

Bildrechte: Karl Kuskop, Wilster - Seriennummer: 5341

1937 Beidenfleth - Kirche, Mühle HOFFNUNG, Beidenflether Fährhaus

1937 Beidenfleth - Kirche, Mühle HOFFNUNG, Beidenflether Fährhaus
1937 Biergarten am Gasthof Beidenflether Fährhaus
1937 Beidenfleth - Panorama mit Kirche St. Nicolai und Windmühle "Hoffnung"

1937 Beidenfleth - Kirche, Mühle HOFFNUNG, Beidenflether Fährhaus
oben: Einmündung der Straße „Oberes Dorf“ in die Straße „Unteres Dorf“. Im Hintergrund die Kirche St. Nicolai. Die Kirche ist 1325 erstmals urkundlich bezeugt, ihr frei stehender heutige Turm wurde im Jahre 1557 erbaut.
mittig (Bild 2): Biergarten am Gasthof Beidenflether Fährhaus.
unten (Bild 3): Straße Uhrendorf, im Hintergrund der Turm der Kirche St. Nicolai sowie die Mühle „Hoffnung“ ein Galerie-Holländer, welcher heute unter Denkmalschutz steht.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1938 Beidenfleth an der Stör

1938 Beidenfleth an der Stör

1938 Beidenfleth an der Stör.
Mit dem Flutstrom segeln kleine Frachtewer vor der Kulisse des Dorfes die Stör aufwärts.
Auf dem oberen Bild ist auf dem Helgen der damals in Beidenfleth betriebenen Werft (Holz- und Eisenschiffbau von Alfred Wiegleb) ein Schiffsneubau zu erkennen; am Ufer haben mehrere Fracht-Ewer festgemacht.
Über die Häuser des Dorfes ragen der Turm der Kirche St. Nicolai sowie die Flügel der Windmühle "Hoffnung" hinaus.
Das markante Gebäude ist der Getreidespeicher der Firma Trede (Hochfelder Mühle); hier steht heute ein Hochsilo.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

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