Alte Postkarten aus Wilster

Aktuelle Kategorie: Beidenfleth Uhrendorf, Fockendorf

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1895 Getreidemühle im Bereich Landscheide / Neumühlen

1895 Getreidemühle im Bereich Landscheide / Neumühlen in der Gemeinde Beidenfleth
Getreide-Bockmühle aus dem 16. Jahrhundert auf einer Wurt im Bereich Landscheide / Neumühlen
1895 Wohnhaus zur ehemaligen Getreidemühle im Bereich Landscheide / Neumühlen in der Gemeinde Beidenfleth
Im jahre 1831 erbaute Holländer Mühle auf einer Wurt im Bereich Landscheide / Neumühlen

1895 Getreidemühle im Bereich Landscheide / Neumühlen in der Gemeinde Beidenfleth.
An die heute nicht mehr vorhandene Mühle erinnert nur noch der Name der Straße Neumühlen.
Die von Fockendorf bzw. Mückendorf nach Dodenkopp bzw. zur Brokdorfer Landscheide führende Straße Neumühlen liegt auf der Grenze zwischen den Gemeinden Beidenfleth und Dammfleth. Die Straße Neumühlen folgt einem ehemaligen Deich, dem Döwerdiek ( dove = alt, daher: alter Deich).
Die Mühle stand auf einer Wurt auf Beidenflether Gebiet an der Stelle, wo die Grenzen der Gemeinden Beidenfleth, Wewelsfleth und Dammfleth zusammenstoßen und die Grenze zu Brokdorf nicht fern ist.
Eine Mühle an diesem Standort gab es seit dem 16. Jahrhundert, wobei es sich zunächst um eine Bockmühle handelte (sh. Zeichnung Bild 2). In den Jahren 1831/32 wurde die Bockmühle durch die abgebildete Holländer Mühle ersetzt und auch das zugehörige Wohnhaus errichtet. 1897 wurde die Mühle abgebrochen und nach Hochfeld verlegt.
Die Zeichnung Bild 4 zeigt die 1831 errichtete Holländer Mühle, deren Flügel zunächst mit Segeln bespannt waren; die Klappen in den Ruten wurden erst später eingebaut.
Das Wohnhaus (sh. Bild 3) zur vormaligen Kornwindmühle wurde noch in den 1950er Jahren genutzt; wann es beseitigt wurde, ist gegenwärtig noch nicht ermittelt.

Bildrechte:
Fotos: nicht bekannt
Zeichnungen: Johann Richard Peters, Wewelsfleth und Wilster; Marinemaler und Journalist

1913 Beidenfleth Uhrendorf - Husmannshus

1913 Husmannshus in Beidenflether Uhrendorf in der Wilstermarsch
1913 Husmannshus in Beidenflether Uhrendorf in der Wilstermarsch
1937 Husmannshus in Beidenflether Uhrendorf in der Wilstermarsch

1913 Beidenfleth Uhrendorf - Husmannshus
Es handelt sich bei dem abgebildeten Husmannshus um Hof 113 (gem. dem Buch \"Die Bauernhäuser der Wilstermarsch im Bild\"). Das schöne interessante alte Hofgebäude ist Anfang der 1970er Jahre bei einem verheerenden Schadensfeuer abgebrannt.
Das ergänzend vorgestellte Foto (Bild 3) zeigt das Gehöft im Jahr 1937
In der Wilstermarsch gab es bei den historischen Bauernhäusern zwei vorherrschende Typen, welche lange zeitgleich nebeneinander bestanden. Dieser Umstand ist eine in keiner anderen deutschen Landschaft so auftretende Eigentümlichkeit.
- Zum einen ein sächsisches Fachhallenhaus, das Huusmannshuus oder Husmanshus, mit der zentralen großen Diele in der Mitte des Hauses.
- Zum anderen das vom niederländischen Baustil beeinflußte friesische Gulfhaus, das Barghus oder Barghuus, mit seitlich angeordneter großer Diele. Der mittig des Hauses zwischen dem mächtigen Ständerwerk befindliche Bergeraum - der Barg - für das eingebrachte Heu und Stroh ist namensgebend für diesen Haustyp.
Beide Haustypen, Husmannshus und Barghus, haben in der Wilstermarsch äußerlich recht große Ähnlichkeit. Deutlich werden die Unterschiede durch die Verschiedenheit ihrer baulichen Durchbildung und die unterschiedliche Raumnutzung.

Bildrechte: Wilhelm Mehlert, Glückstadt
Quelle: Hausgeographie der Wilster Marsch
Anmerkung: Das ergänzende Foto stammt aus: 1940 Haus und Hof deutscher Bauern - I.Band: Schleswig-Holstein

1920 Spinnkopf-Mühle aus Fockendorf

1920 Spinnkopf-Mühle aus Fockendorf in der Gemeinde Beidenfleth in der Wilstermarsch

1920 Spinnkopf-Mühle aus Fockendorf in der Gemeinde Beidenfleth
Spinnkopfmühle aus der Wilstermarsch im Freilichtmuseum Molfsee
Spinnkopf-Mühlen wurden als Schöpfmühlen, aber auch als Getreidemühlen verwendet.
Die kleine Spinnkopf-Mühle stand früher auf einem Gehöft in Fockendorf bei Beidenfleth. Sie wurde dort nach Aufhebung der Mahlbezirke für die privilegierten Getreidemühlen als Senfmühle und zum Mahlen und Schroten von Getreide verwendet; der Mühlenzwang in Schleswig-Holstein ist 1853 aufgehoben worden.
Die um 1850 erbaute Mühle wurde im Jahre 1966 abgebaut, restauriert und im Freilichtmuseum Molfsee wieder aufgebaut.
Spinnkopf-Mühlen sind kleine Varianten (7 bis 12 m Flügelraddurchmesser) der Koker-Windmühle (Köcherwindmühle, kurz Kokermühle); auch Wippmühle oder Holländische Jungfer genannt.

Bildrechte: Klaus Wätzel

1925 Goldene Konfirmation in Beidenfleth

1925 Goldene Konfirmation in Beidenfleth

1925 Goldene Konfirmation in Beidenfleth
In großer Anzahl haben sich die fünf Jahrzehnte zuvor in der Beidenflether Kirche St. Nicolai eingesegneten Goldenen Konfirmanten nach dem Festgottesdienst gemeinsam mit dem Pastor am Deich der Stör zum Gruppenfoto aufgestellt.
Die Kirche ist 1325 erstmals urkundlich bezeugt, doch am Standort der schönen alten aus Backsteinen erbauten kleinen anheimelnden Dorfkirche mit ihrem 1557 erbauten frei stehenden hölzernen Turm war bereits 1108 eine erste Kapelle errichtet worden.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Frau Ursula Mäding, Oberhausen

1929 Beidenfleth - Windmühle "Hoffnung"

1929 Windmühle "Hoffnung" in Beidenfleth in der Wilstermarsch

1929 Beidenfleth - Windmühle "Hoffnung"
Die Windmühle „Hoffnung“ in der etwa 900 Einwohner zählenden Gemeinde Beidenfleth an der Stör wurde im Jahre 1813 errichtet; sie stand im Unteren Dorf in erhöhter Lage auf einer Verbreiterung des Stör Deiches.
Die Mühle stand unter Denkmalschutz und war lange Zeit nicht mehr im Betrieb. Nachdem im Jahr 2011 mit der Sanierung des einstöckigen Galerieholländers begonnen worden war, brannte das Bauwerk bei einem verheerenden Schadenfeuer am 17. April 2016 vollständig ab.
Die Mühle hatte drei Mahlwerke; der einstöckige Galerieholländer hatte eine Windrose und war zuletzt mit Segelflügeln ausgerüstet, während auf dem Foto noch die ursprünglichen Jalousieklappen-Flügel zu erkennen sind.

Bildrechte: nicht bekannt

1930 Kahnfähre Uhrendorf an der Stör

1930 Kahnfähre Uhrendorf an der Stör
1930 Kahnfähre Uhrendorf an der Stör
1962 Durch Sturmflut beschädigtes Fährhaus Uhrendorf in der Wilstermarsch

1930 Kahnfähre Uhrendorf an der Stör.
Unterhalb der Klappbrücke Heiligenstedten bestanden früher an der Stör bis zu deren Mündung in die Elbe mehrere Fähren, welche den Personen- und Warenverkehr von einem Ufer der Stör zum anderen Ufer ermöglichten.
Neben den Wagenfähren in Wewelsfleth und in Beidenfleth existierten insgesamt vier Kahnfähren. Eine dieser Fähren war die Uhrendorfer Fähre;
sie verkehrte zwischen Uhrendorf und Uhrendorfer Deich (Kremper Marsch) und wurde lange Zeit von Johannes Borchert bis 1937 betrieben. Das Gast- und Fährhaus lag zwischen Beidenfleth und Wewelsfleth im Außendeich auf einer Warft auf der Uhrendorfer Seite der Stör. Das Gebäude wurde bei der Sturmflut 1962 so stark beschädigt, dass es in der Folge abgebrochen wurde.
Die Uhrendorfer Fähre hatte bereits seit dem 16ten Jahrhundert bestanden, die Fährgerechtigkeit lag bei der Kirche Neuenkirchen.
Bild 1 zeigt einen Blick vom Uhrendorfer Fährhaus auf die Fährstelle, die Fährkähne und das jenseitige Ufer.
Bild 2 zeigt einen Blick vom linksseitigem Ufer bei Neuenkirchen auf das im Uhrendorfer Außendeich gelegene Fährhaus.
Bild 3 zeigt das nach der Sturmflut 1962 stark geschädigte Fährhaus und die verwüstete Wurt.
Weitere Kahnfähren an der Stör waren
- die Stördorf und Hodorf verbindende Hollers Fähre. Sie querte die Stör oberhalb deren gegenüber dem Kasenort gelegenen Hodorfer Mäander.
- die zwischen Groß Kampen und Hodorf verkehrende Fähre von Nikolaus von Holdt, welche die Stör am Langen Rack unterhalb des Hodorfer Mäanders querte.
- zwischen Störort und Ivenfleth die Störorter Fähre des Stördorfer Fährhauses (Betreiber u.a. E. Breckwoldt) an der Mündung der Stör.

Bildrechte nicht bekannt

1930 Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth

1930 Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth

1930 Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth.
Am Standort der schönen alten aus Backsteinen erbauten kleinen anheimelnden Dorfkirche mit ihrem frei stehenden hölzernen Turm war bereits 1108 eine erste Kapelle errichtet worden.
Die Kirche St. Nicolai ist 1325 erstmals urkundlich bezeugt. Ihr frei stehender heutige Turm wurde im Jahre 1557 erbaut.
In der Kirche befindet sich ein aus dem Mittelalter stammendes Taufbecken aus Bronze.
Die Kirche birgt bedeutende von der Familie Witt-Warstede gestiftete Kunstwerke. So wurde das Tauffenster mit den prägnanten und farbenprächtigen Glasmalereien 1962 von dem in der Schweiz wohnhaften Gustavus F. C. Witt gestiftet, dessen Vorfahren aus Beidenfleth stammen.
Das mehrteilige Fenster wurde von dem schwedischen Kunst-Professor Einar Forseth gestaltet und in der Kunstglaserei Ringström in Stockholm gefertigt.

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Büttel und Wilster
Anmerkung: Das Foto stammt aus dem Nachlaß von Pastor D.Dr. Wilhelm Jensen (amtierte von 1910 bis 1933 in St. Margarethen); es wurde freundlicherweise von Frau Sigrid Malz, Karlsruhe, zur Verfügung gestellt.

1933 Beidenfleth an der Stör, Kirche St. Nicolai und Friedhof

1933 Beidenfleth an der Stör

1933 Beidenfleth an der Stör, Kirche St. Nicolai und Friedhof
Die grobporigen Bilder stammen aus dem Deutschland-Bildheft Nr. 162 - Dithmarschen und Holsteinische Elbmarschen. Das von der Universum-Verlagsanstalt G.m.b.H., Berlin-Tempelhof herausgegebene Bildbändchen gehört zu einer 250 Hefte umfassenden Reihe und enthält bei den auf 44 Seiten vorgestellten Fotos allein 16 davon aus Wilster und der Wilstermarsch.
Bild 1: Blick über die Stör auf Beidenfleth, dessen Silhouette von der Kirche St. Nicolai und der Windmühle "Hoffnung" geprägt wird.
Bild 2: Kirche St. Nicolai und Friedhof, der in Beidenfleth wie in den anderen Kirchdörfern der Wilstermarsch noch unmittelbar bei der Kirche liegt.

Bildrechte: W. Schölermann, Heide

1934 Beidenfleth an der Stör - Schiffe bei der Peters Werft

1934 Beidenfleth an der Stör - Schiffe bei der Peters Werft

1934 Beidenfleth - Schiffe bei der Peters Werft.
Im Vordergrund liegt der Lägerdorfer Ewer "Anna" aus Beidenfleth von Schiffer Jonny Greve.
Auf Slip liegen von links nach rechts:
"Gesche" (KMDS), ein stählerner Besanewer; Schiffer Jonny Hasch, Beidenfleth.
"Germania" ex "Johanna"; Schiffer Suhr aus Wewelsfleth.
"Irene Schöning" (LWVD), hölzerner Gaffelschoner, Schiffer Detlef Schöning, jun. aus Burg in Dithmarschen.
"Einigkeit" (RQHG) aus Brake, ein stählerner Gaffelschoner; Schiffer Oltmanns aus Rhaudermoor; das Schiff war später als "Genius" in Fahrt.

In Beidenfleth betrieb der Schiffbauer Hugo Peters ab dem Jahr 1922 erfolgreich eine Werft. Er erwarb 1938 im benachbarten Wewelsfleth die 1927 in Konkurs gegangene Stör-Werft und baute diese in der Folge zu einem prosperierenden und heute noch bestehenden Werftbetrieb aus.
Der Standort in Beidenfleth wurde 1954 geschlossen, doch bereits im folgenden Jahr 1955 kam es dort durch den aus der Wewelsflether Peters Werft ausgeschiedenen Paul Peters zur Gründung der „Beidenflether Werft“. Nachdem die Werft in der Folge neben Reparaturaufträgen auch vier größere Frachtmotorschiffe erbaute, führten die Zahlungsschwierigkeiten eines Bestellers zu Liquiditätsproblemen der Werft, die daher bereits 1958 ihren Betrieb aufgeben mußte.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: Die Informationen zu den Schiffen stammen von André Konietzko, Elmshorn

1935 Stadt Mühle und Meierei an der Mühlenstraße

1935 Stadt Mühle und Meierei an der Mühlenstraße in Wilster

ca. 1935 Stadt Mühle und Meierei an der Mühlenstraße
Blick über den Hofgraben des Hofes Kloppenburg in Dammfleth und die Wiesen bis zur jenseits der Wilsterau gelegenen Stadt Mühle und die benachbarte Meierei;
die Land-Zufahrt zu den Gebäuden erfolgte von der heute noch so bezeichneten Mühlenstraße.
Die Stadt Mühle wurde als Windmühle und als Dampfmühle betrieben. Dem Betrieb war neben einer Meierei und Fettkäserei auch eine Mästerei sowie eine Schlachterei und Wurstfabrik angegliedert.
Als besonderes Produkt fertigte der Betrieb den Wilstermarsch Käse.
Um 1920 hatte Emil Bahmert von Wilhelm Wulf den Betrieb übernommen, aus welchem er bald darauf die Mühle an August Hennings verkaufte.
Die Stadt Mühle - die Straße Stadtmühlen Weg erhielt später nach ihr den Namen - wurde 1939 abgebrochen. In den Gebäuden wurde danach von 1943 bis 1952 die Konservenfabrik VITAMO betrieben.
Die Stadt Mühle war ursprünglich eine königlich privilegierte Mühle. König Christian III. hat gemäß einer vom 10. März 1540 datierten und in Rendsburg ausgestellten Urkunde seinem Hofmeister, Amtmann zu Steinburg und Rat Johann Rantzau, Ritter, wegen des Mangels an Windmühlen in der Wilstermarsch je eine Windmühle im Kirchspiel St. Margarethen, im Kirchspiel Beidenfleth und vor Wilster zu bauen gestattet. Gleichzeitig hat er verboten, neben diese Mühlen andere zu bauen, "dewile wy genanten dre molen gnediklik den wint vorgunnet hebben und de molengeste ehn nicht schollen vorbaden werden." Absolute Herrscher verfügten damals auch über den Wind!

Bildrechte: Privatfoto, Familie Steffens, Wilster

1935 Wohnhaus in Beidenfleth

1935 Wohnhaus in Beidenfleth an der Straße Uhrendorf

1935 Wohnhaus in Beidenfleth
Das heute nicht mehr vorhandene Wohnhaus gehörte dem Stellmacher Rudolf Ossenbrüggen. Dieser hatte seinen zunächst an der Schmiedestraße in Wilster ansässigen Betrieb nach Beidenfleth verlagert, wo er sich in den letzten Jahrzehnten zu einem modernen leistungsfähigen Betrieb entwickelt hat.
Das Wohnhaus stand an der Straße Uhrendorf unmittelbar südlich der Altenfelder Wettern auf der luftseitigen Berme des Deiches an der Stör; der Deich wurde Ende der 1950er Jahre weiter zur Stör hin verlegt, da er in seiner alten Linienführung nicht von deichfremden Nutzungen frei gemacht werden konnte.

Bildrechte: nicht bekannt

1936 Bauernhaus - Husmannshuus in Beidenflether Uhrendorf

1936 Bauernhaus - Husmannshuus in Beidenflether Uhrendorf in der Wilstermarsch

1936 Bauernhaus - Husmannshuus in Uhrendorf, Gemeinde Beidenfleth
Es handelt sich vermutlich um den Hof 106 (gem. dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild"), welcher zum Zeitpunkt der Aufnahme im Eigentum von Mandus Wille stand.
Sehr schön ist unter dem mehrstreifig verbretterten Giebel die mittig plazierte Grootdör zu erkennen, die für das Husmannshuus charakteristisch ist. Sie ermöglichte es, mit voll beladenen landwirtschaftlichen Fahrzeugen - zur Zeit der Entstehung dieser Häuser waren dieses von Pferden gezogene Gespanne - in die Große Diele des Gebäudes zu fahren.
In der Wilstermarsch gab es bei den historischen Bauernhäusern zwei vorherrschende Typen, welche lange zeitgleich nebeneinander bestanden. Dieser Umstand ist eine in keiner anderen deutschen Landschaft so auftretende Eigentümlichkeit.
- Zum einen ein sächsisches Fachhallenhaus, das Huusmannshuus oder Husmanshus, mit der zentralen großen Diele in der Mitte des Hauses.
- Zum anderen das vom niederländischen Baustil beeinflußte friesische Gulfhaus, das Barghus oder Barghuus, mit seitlich angeordneter großer Diele. Der mittig des Hauses zwischen dem mächtigen Ständerwerk befindliche Bergeraum für das eingebrachte Heu und Stroh ist namensgebend für diesen Haustyp.
Beide Haustypen, Husmannshuus und Barghuus, haben in der Wilstermarsch äußerlich recht große Ähnlichkeit. Deutlich werden die Unterschiede durch die Verschiedenheit ihrer baulichen Durchbildung und die unterschiedliche Raumnutzung.

Bildrechte: Gustav Wolf, Münster
Anmerkung: Das Foto stammt aus dem Buch Haus und Hof deutscher Bauern - I.Band: Schleswig-Holstein

1936 Bauernhaus - Husmannshuus und Scheune in Beidenflether Uhrendorf

1936 Bauernhaus - Husmannshuus in Beidenflether Uhrendorf in der Wilstermarsch
1936 Scheune in Beidenflether Uhrendorf in der Wilstermarsch

1937 Bauernhof - ein sehr altes Husmannshuus und Scheune in Beidenflether Uhrendorf.
Es handelt sich um den Hof 109 (gem. dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild"), welcher zum Zeitpunkt der Aufnahme im Eigentum von Hermann Starck stand, der ihn von seinem 1932 verstorbenen Vater Karsten Stark übernommen hatte.
In der Wilstermarsch gab es bei den historischen Bauernhäusern zwei vorherrschende Typen, welche lange zeitgleich nebeneinander bestanden. Dieser Umstand ist eine in keiner anderen deutschen Landschaft so auftretende Eigentümlichkeit.
- Zum einen ein sächsisches Fachhallenhaus, das Huusmannshuus oder Husmanshus, mit der zentralen großen Diele in der Mitte des Hauses.
- Zum anderen das vom niederländischen Baustil beeinflußte friesische Gulfhaus, das Barghus oder Barghuus, mit seitlich angeordneter großer Diele. Der mittig des Hauses zwischen dem mächtigen Ständerwerk befindliche Bergeraum für das eingebrachte Heu und Stroh ist namensgebend für diesen Haustyp.
Beide Haustypen, Husmannshuus und Barghuus, haben in der Wilstermarsch äußerlich recht große Ähnlichkeit. Deutlich werden die Unterschiede durch die Verschiedenheit ihrer baulichen Durchbildung und die unterschiedliche Raumnutzung.
Bei den Scheunen setzte sich vielfach die Bauform der Bargscheune durch, die dann bei den Gehöften vielfach in unmittelbarer Nachbarschaft eines Husmannshuus stand.

Bildrechte: Pastor Johannes Rickers, Krummendiek
Anmerkung: Die Fotos stammen aus dem Buch Haus und Hof deutscher Bauern - I.Band: Schleswig-Holstein

1936 Kornwindmühle Aurora in Neufeld in der Gemeinde Dammfleth

1936 Kornwindmühle Aurora in Neufeld in der Gemeinde Dammfleth
2012 Standort der ehemaligen Kornwindmühle Aurora in Neufeld, Gemeinde Dammfleth
1944 die auf dem Anwesen der Neufelder Mühle geborenen und aufgewachsenen Kinder (1938 Klaus Brandt, 1940 Gerda Brandt, 1941 Peter Holm, 1943 Horst Holm)
ca. 1925 Windturbinen und Kornwindmühle in Neufeld, Gemeinde Dammfleth

ca. 1936 Kornwindmühle "Aurora" in Neufeld, Gemeinde Dammfleth
Neben über einhundert Schöpfmühlen prägten noch bis in die Mitte des vergangenen Jahrhunderts mehrere Kornwindmühlen Landschaft und Orte der Wilstermarsch.
So hatte die Wilstermarsch-Gemeinde Dammfleth neben der vielen noch in Erinnerung gebliebenen und 1971 abgebrannten Hochfelder Mühle "Fortuna" eine weitere Kornwindmühle aufzuweisen. Die Neufelder Mühle "Aurora" stand an der Abzweigung der Straße Neufeld von der Straße Rehweg (ehemalige Bundesstraße 5) an dem dort heute noch vorhandenen Teich (vgl. Bild 2).
Im "Heimatbuch der Gemeinde Dammfleth" befindet sich auf Seite 41 ein Foto, welches neben zwei Windturbinen auch im Hintergrund die Neufelder Mühle zeigt (Bild 4).
Erbaut worden war die Kornwindmühle in der Zeit um 1850/52. Ihr vormaliger Eigentümer Gustav Lass ist im Heimatbuch der Gemeinde Dammfleth genannt; als Erbauer der Mühle wird ein Müller namens Benthien genannt. Jedenfalls war die "Aurora" 1935 im Eigentum der Familie Peters, welche sie im genannten Jahr an den Wilsteraner Nikolaus Brandt verkaufte. Dieser übergab sie als Hochzeitsgeschenk an seinen Sohn Walter Brandt und dessen Ehefrau Else, geb. Heesch; die Hochzeit erfolgte am 25.10.1935. Der Betrieb des jungen Unternehmens stand unter keinem guten Stern, denn der Müller wurde 1939 zum Kriegsdienst eingezogen, weshalb die Mühle stillgelegt wurde.
In dem Anwesen fand ab 1941 die Familie Holm Unterkunft; Lisa Holm geb. Heesch war die Schwester von Else Brandt, geb. Heesch. Die in dem Anwesen geborenen Kinder (1938 Klaus Brandt, 1940 Gerda Brandt, 1941 Peter Holm, 1943 Horst Holm) der beiden Familien wuchsen gemeinsam auf (Bild 3).
Da der Müller und Eigentümer Walter Brandt erst 1949 nach der Kriegsgefangenschaft wieder heimkehrte, konnte der Betrieb der Mühle nur für kurze Zeit wieder aufgenommen werden. Zu schwierig waren die Zeitumstände und die aus dem jahrelangen Stillstand erwachsenen Belastungen.
Um 1962 wurde die stillgelegte Mühle verkauft und in der Folge abgebrochen. Heute steht auf dem Areal ein Einfamilienhaus.

Bildrechte:
Bild 1: Familie Brandt
Bild 2: Auszug aus google earth
Bild 3: Familie Brandt
Bild 4: Heimatbuch der Gemeinde Dammfleth
Anmerkung: Die Fotos und Informationen wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Gerda Thießen (geb. Brandt) und Horst Holm, Schwentinental

1937 Bauernhäuser - Husmannshüüs - in Beidenflether Uhrendorf

1937 Bauernhaus - Husmannshuus - in Beidenflether Uhrendorf
1937 Bauernhaus - Husmannshuus - in Beidenflether Uhrendorf

1937 Bauernhäuser - Husmannshüüs - in Beidenflether Uhrendorf
Bild 1: Blick vom Stördeich auf das Husmannshuus Peter Witt (Hof 108 gemäß dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild").
Bild 2: Rückseite Husmannshuus Hein (Hof 113 gem. vorgen. Buch)
In der Wilstermarsch gab es bei den historischen Bauernhäusern zwei vorherrschende Typen, welche lange zeitgleich nebeneinander bestanden.
- Zum einen ein sächsisches Fachhallenhaus, das Huusmannshuus oder Husmanshus, mit der zentralen großen Diele in der Mitte des Hauses.
- Zum anderen das friesische Gulfhaus, das Barghus oder Barghuus, mit seitlich angeordneter großer Diele.

Bildrechte: Pastor Johannes Rickers, Krummendiek
Anmerkung: Die Fotos stammen aus dem Buch Haus und Hof deutscher Bauern - I.Band: Schleswig-Holstein

1938 Deich der Stör in Beidenfleth Groß Kampen

1938 Deich der Stör in Beidenfleth Groß Kampen in der Wilstermarsch

1938 Deich der Stör in Beidenfleth Groß Kampen
Auffällig ist, daß seinerzeit im Bestick des Deiches Bäume standen, obwohl der Deich die erste Deichlinie bildete (nach dem Bau des Stör-Sperrwerkes änderte sich dieses); es verwundert sehr, daß dieses seinerzeit von den für die Sicherheit der Deiche Verantwortlichen geduldet wurde.

Anmerkung: Gemäß den Aufzeichnungen von Werner Behning (vgl. Bildrechte) soll es sich um eine Situation in Wewelsflether Uhrendorf handeln.
Nach Auffassung des Betreibers dieser Heimatseite handelt es sich jedoch um eine Örtlichkeit in Groß Kampen in der Gemeinde Beidenfleth. Im Hintergrund links sind die beiden damals am Langen Rack der Stör vorhanden gewesenen sehr hohen Hochspannungsmasten erkennbar. Bei dem Gehöft müßte es sich dementsprechend um den Hof 121 (gem. dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild") handeln, der seinerzeit im Eigentum von Heinrich Brandt stand und von diesem auch bewirtschaftet wurde.

Bildrechte: Werner Behning, Wilster
Das Foto stammt aus der im Eigentum von Robert Friedrichs, Wilster, stehenden Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1948 Ringreiten in Fockendorf

1948 Ringreiten in Fockendorf an der Grenze zwischen Deidenfleth und Dammfleth
2015 Straße Neumühlen in Fockendorf (zu Beidenfleth)
1920 Gasthof Micheel in Fockendorf (zu Beidenfleth)
2015 Straße Neumühlen in Fockendorf (zu Beidenfleth)

1948 Ringreiten in Fockendorf bei der Gastwirtschaft Micheel.
Die Gastwirtschaft von Trine Micheel lag an der Einmündung der von Neumühlen kommenden Straße. Sie wurde bis in die erste Nachkriegszeit von Hugo Schnepel betrieben.
Fockendorf gehört zur Gemeinde Beidenfleth, gleichwohl diente die Gastwirtschaft vornehmlich als gesellschaftlicher Treffpunkt für die Einwohner von Hochfeld in der Gemeinde Dammfleth. Die Straße Neumühlen kennzeichnet weitgehend in ihrem Verlauf die Grenze zwischen den Gemeinden Beidenfleth und Dammfleth.
Bild 3 zeigt den Gasthof um 1920 (Abbildung aus einer alten Ansichtskarte)
Bilder 2 und 4 zeigen die örtliche Situation 2015; das Gebäude der ehemaligen Gastwirtschaft ist auf Bild 4 hinter den Gehölzen erkennbar.

Bildrechte:
Bild 1: nicht bekannt
Bild 2 und 4: Helmut Hoyer, Landrecht
Bild 3: Carl Kuskop, Wilster

1949 Eisgang auf der Stör bei der Fähre Beidenfleth a

1949/50 Eisgang auf der Stör bei der Fähre Beidenfleth
1949/50 Eisgang auf der Stör bei der Fähre Beidenfleth
1949/50 Eisgang auf der Stör bei der Fähre Beidenfleth
1949/50 Eisgang auf der Stör bei der Fähre Beidenfleth

1949 Eisgang auf der Stör bei der Fähre Beidenfleth
Im Winter 1949/50 hatte Eisgang auf der Stör sowie ungünstige Windverhältnisse dazu geführt, dass durch Treibeis der Betrieb der Fähre Beidenfleth erheblich behindert war.
Der Fährprahm war offenbar infolge eines mit dem Tidestrom getriebenen Eisfeldes soweit auf die Fährrampe am Bahrenflether Ufer geschoben worden, dass er nur mit der Hilfe eines kleinen Schleppers wieder frei kam.

Bildrechte: Arthur Zachger, Itzehoe
Bild 1: ID x26308.12
Bild 2: ID x26309.12
Bild 3: ID x26305.12
Bild 4: ID x26304.12
Quelle: Bildarchiv des gemeinsamen Archivs des Kreises Steinburg und der Stadt Itzehoe

1949 Eisgang auf der Stör bei der Fähre Beidenfleth b

1949 Eisgang auf der Stör bei der Fähre Beidenfleth
1949 Eisgang auf der Stör bei der Fähre Beidenfleth
1949 Eisgang auf der Stör bei der Fähre Beidenfleth
1949 Eisgang auf der Stör bei der Fähre Beidenfleth

1949 Eisgang auf der Stör bei der Fähre Beidenfleth
Im Winter 1949/50 hatte Eisgang auf der Stör sowie ungünstige Windverhältnisse dazu geführt, dass durch Treibeis der Betrieb der Fähre Beidenfleth erheblich behindert war.
Der Fährprahm war offenbar infolge eines mit dem Tidestrom getriebenen Eisfeldes soweit auf die Fährrampe am Bahrenflether Ufer geschoben worden, dass er nur mit der Hilfe eines kleinen Schleppers wieder frei kam.

Bildrechte: Arthur Zachger, Itzehoe
Bild 1: ID x26306.12
Bild 2: ID x26310.12
Bild 3: ID x26307.12
Bild 4: ID x26311.12
Quelle: Bildarchiv des gemeinsamen Archivs des Kreises Steinburg und der Stadt Itzehoe

1951 Frachtschiff STURMVOGEL am Getreidespeicher an der Stör in Beidenfleth

1951 Frachtschiff STURMVOGEL am Getreidespeicher an der Stör in Beidenfleth
1951 Frachtschiff STURMVOGEL am Getreidespeicher an der Stör in Beidenfleth
1951 Beidenfleth, Getreide-Speicher der Hochfelder Mühle

1951 Frachtschiff STURMVOGEL am Getreidespeicher an der Stör in Beidenfleth
Der zur Hochfelder Mühle des Betriebes Trede gehörende Getreidespeicher stand in Beidenfleth an der Stelle, an welcher später von genanntem Müllereibetrieb das heute vorhandene Hochsilo errichtet wurde.
Die Firma Trede bediente sich seinerzeit für den Transport seiner Waren auch eines eigenen Werkschiffes, welches von einem Setzschiffer geführt wurde.
Die Abbildungen 1 und 2 zeigen die STURMVOGEL an der Ladevorrichtung am Speichersilo Beidenfleth.
Bild 3 zeigt die Straßenfront des Speichers.

Bildrechte: Johann Richard Peters, Wewelsfleth und Wilster; Marinemaler und Journalist

1952 Die Stör mit dem Fährhaus Beidenfleth

1952 Die Stör mit dem Fährhaus Beidenfleth

1952 Die Stör mit dem Fährhaus Beidenfleth.
Blick vom Fähranlage auf der Bahrenflether Seite über die Stör.
Die Beidenflether Fähre – eine Grundseilfähre – ist als einzige der vor hundert Jahren unterhalb von Itzehoe an der Stör noch vorhanden gewesenen sechs Fähren in Betrieb.
Das Fährhaus wurde zur Zeit der Aufnahme von Alfred Wiegleb (genannt Quittje / Quiddje = hochdeutsch sprechender Fremder) betrieben, der 1928 als Olympia-Segler mit seinem Schären-Kreuzer „Quisque“ ein bekannter Regatta Segler war.

Bildrechte: A. Zachger, Itzehoe

1955 Stör und Niederelbe - Segelrevier der SVW a Stör bei Beidenfleth

1955 Hochspannungsleitung über das Lange Rack der Stör
1955 Beidenfleth an der Stör mit der Beidenflether Werft
1955 Turm der Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth und Windmühle HOFFNUNG dominieren die Kulisse des Ortes
1955 Beidenflether Fährhaus

1955 Stör und Niederelbe - Segelrevier der SVW
In den ersten Nachkriegsjahrzehnten waren die Stör und die Elbe zwischen Cuxhaven und Stade das bevorzugte Revier der Wilsteraner Segler. Nur selten einmal führte ein Törn nach Helgoland oder nach der Passage des Nord-Ostsee-Kanals eine Urlaubstour auf die Ostsee in die dänische Inselwelt.
Fast so selten wie weit entfernte Ziele wurde das Dorf Beidenfleth angesteuert, denn es lag auch für Tagestouren viel zu nah am Heimathafen Kasenort der Wilsteraner Segler. Der schöne Ort wurde nur bei der Passage vom Wasser aus betrachtet (sh. Fotos). Vielfach hingegen wurde für die Übernachtung Wewelsfleth angesteuert, wo im Neuen Fährhaus manche gemütliche Runde zusammen traf.
Bild 1: Die am Langen Rack zuvor zu unterquerende Hochspannungsleitung mit ihren tief durchhängenden Seilen bot bei erstmalig mitsegelnden Gästen eine vergnügliche Gelegenheit für deren Stör-Taufe. Der die Höhe von Mast des Bootes einerseits und die Höhe der die Stör überspannenden Hochspannungsseile andererseits nicht einschätzen könnende Quittje wurde mit ernster und besorgt klingender Stimme aufgefordert, sich achtern am Boot bei den Stagen zu postieren, um diese bei Aufforderung zwecks Senkung des Mastes nach unten zu ziehen. Nur sei es angesichts der gegenwärtigen Höhe des Wasserspiegels möglich, die Leitung zu passieren. Es ging immer gut! Freilich unter großem Gelächter!
Bild 2: In Beidenfleth bestand auf dem Gelände des 1922 begründeten und 1954 geschlossenen Beidenflether Standortes der Peters-Werft die von dem aus der Wewelsflether Peters Werft ausgeschiedenen Paul Peters im Jahr 1955 gegründete „Beidenflether Werft“. Nachdem die Werft in der Folge neben Reparaturaufträgen auch vier größere Frachtmotorschiffe erbaute, führten die Zahlungsschwierigkeiten eines Bestellers zu Liquiditätsproblemen der Werft, die daher bereits 1958 ihren Betrieb aufgeben mußte.
Bild 3: Der 1557 erbaute Turm der Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth sowie die Windmühle \"Hoffnung\" bestimmen die Kulisse des Dorfes.
Bild 4: Beidenflether Fähhaus und Beidenflether Fähre

Bildrechte: Familie Suck
Anmerkung: Die Fotos wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Frau Inge Effinger, geb. Suck.

1956 Bauernhof in Beidenflether Riep

1956 Bauernhof in Beidenflether Riep in der Wilstermarsch
1980 Bauernhof in Beidenflether Riep in der Wilstermarsch

ca. 1956 Bauernhof in Beidenfleth, Ortsteil Beidenflether Riep
Es handelt sich um den Hof 140 nach dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild" (vgl. Bild 2), der zur Zeit der Aufnahme im Eigentum von Albert Kühl stand und bald darauf von dessen Schwiegersohn Claus Voß erworben und bewirtschaftet wurde.

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Wilster

1956 Bauernhof in Beidenflether Uhrendorf

1956 Bauernhof in Beidenflether Uhrendorf in der Wilstermarsch
1980 Bauernhof in Beidenflether Uhrendorf in der Wilstermarsch

ca. 1956 Bauernhof in Beidenfleth, Ortsteil Beidenflether Uhrendorf
Es handelt sich offenbar um den Hof 113 nach dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild" (vgl. Bild 2), der im Eigentum von Marx Hein stand und von diesem bewirtschaftet wurde.
Das alte Hofgebäude ist Anfang der 1970er Jahre bei einem verheerenden Schadensfeuer abgebrannt.

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Wilster

1956 Bauernhof in Beidenflether Uhrendorf a

1956 Bauernhof in Beidenflether Uhrendorf in der Wilstermarsch

1956 Bauernhof in Beidenfleth, Ortsteil Beidenflether Uhrendorf
Es handelt sich um Hof 113 (gem. dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild"), der im Eigentum von Marx Hein stand und von diesem bewirtschaftet wurde.
Das alte Hofgebäude ist Anfang der 1970er Jahre bei einem verheerenden Schadensfeuer abgebrannt.
Das Foto zeigt die beiden lange Zeit in der Wilstermarsch vorherrschenden und nebeneinander existierenden Hausformen. So etwas gab es in keiner anderen deutschen Landschaft. Das Hauptgebäude ist ein Huusmannshuus mit mittiger Großer Diele, die Scheune hingegen eine Bargscheune mit seitlich angeordneter Tür und mittig angelegtem Barg (Berge-Raum für Ernteprodukte).
Im Vordergrund verläuft die Straße Uhrendorf zwischen Beidenfleth und Wewelsfleth.

Bildrechte: Johannes Weyh, Moorhusen

1958 Beidenfleth - Kirche St. Nicolai, Windmühle HOFFNUNG

1958 Beidenfleth - Kirche St. Nicolai, Windmühle HOFFNUNG
1958 Beidenfleth - Windmühle HOFFNUNG

1958 Beidenfleth - Kirche St. Nicolai, Windmühle „Hoffnung"
Bild 1: Panorama von Beidenfleth.
Blick vom linksseitigen Ufer der Stör über den Fluß hinweg auf das von einem hohen Deich geschützte Beidenfleth.
Am Ufer haben Frachtewer festgemacht. Die Silhouette des Ortes wird geprägt durch die 1325 erstmals urkundlich bezeugte Kirche St. Nicolai an der Straße Oberes Dorf. Rechts von ihr steht auf einer Verbreiterung des Deiches die Windmühle „Hoffnung“, ein Galerie-Holländer.
Bild 2: Mühlenpriel mit darin liegenden kleinen Frachtschiffen. Im Hintergrund die Windmühle „Hoffnung" auf dem Deich der Stör. Die Windmühle stand unter Denkmalschutz und war lange Zeit nicht mehr im Betrieb. Nachdem im Jahr 2011 mit der Sanierung des einstöckigen Galerieholländers begonnen worden war, brannte das Bauwerk bei einem verheerenden Schadenfeuer am 17. April 2016 vollständig ab. Eine Stöpe bzw. ein Schart in der Kappe des Deiches ermöglicht für Fahrzeuge eine Querung des Deiches.

Bildrechte: Werner Wrage

1960 Beidenfleth an der Stör

1960 Beidenfleth an der Stör

1960 Beidenfleth an der Stör
Luftaufnahme aus nördlicher Richtung von Groß Kampen aus auf Beidenfleth.
Ganz oben rechts sind Häuser des jenseits der Stör in der Kremper Marsch gelegenen Ortes Neuenkirchen zu erkennen.
Die breit und zeitweilig träge fließende und von den Gezeiten geprägte große Mäanderschleifen aufweisende Stör (von „store“, die „Große“ ) trennt die Wilstermarsch von der Krempermarsch. Sie war von den frühesten Zeiten an bis in die zweite Hälfte des 20zigsten Jahrhunderts ein bedeutender Wasserweg.
Die Ufer der Außenkurven des Flusses sind mit Stein-Stacks gegen Abbruch gesichert.
Links der Stör ist auf dem zur Kremper Marsch gehörenden Ufer bei Groß Bahrenfleth die Fährstelle der Beidenflether Fähre zu erkennen.
Die Beidenflether Fähre ist als einzige der vor hundert Jahren unterhalb von Itzehoe an der Stör vorhanden gewesenen Fähren (Wagen- und Kahnfähren) noch heute in Betrieb.
Bis 1936 wurde der Fährprahm durch Menschenkraft über die Stör gezogen; danach wurde ein Motor eingesetzt.
Nachdem in den letzten Jahrzehnten der Betrieb der zudem erneuerungsbedürftigen Fähre immer unrentabler wurde und ihre Stilllegung drohte, wurde durch die Initiative eines Fördervereins Fähre Beidenfleth ein neuer Fährprahm „Else“ beschafft, mit welchem im Jahre 2007 der Fährbetrieb wieder aufgenommen wurde.

Bildrechte: nicht bekannt
Datierung nach dem Fotopapier (LEONAR); diese Firma ging 1964 in Agfa über.

1962 Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth a

1962 Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth in der Wilstermarsch
1962 Blick durch das Kirchenschiff auf den Altar der Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth in der Wilstermarsch
1962 Blick durch das Kirchenschiff auf die Orgel der Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth in der Wilstermarsch
1962 Kanzel aus dem Jahr 1709 in der Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth in der Wilstermarsch

1962 Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth
St. Nicolai ist eine der ältesten aus Ziegelsteinen gebauten Dorfkirchen im Land Schleswig-Holstein und birgt wertvolles historisches Inventar.
In 1962 wurde ihre von großzügigen Sponsoren geförderte Restaurierung abgeschlossen.
Hier stellt die Kirchengemeinde St. Nicolai ihre Kirche vor.
Die wohl Anfang des 12. Jahrhunderts zuerst gebaute Kirche in unmittelbarer Nähe des Stör-Deiches ist 1325 erstmals urkundlich erwähnt; ihr Namensgeber St. Nicolaus ist Schutzpatron der Schiffer und Seeleute, er ist der bekannteste Schutzpatron der Kinder.
Bild 1: Kirche St. Nicolai inmitten des Kirchhofs
Bild 2: Blick durch das Kirchenschiff auf den Altar
Bild 3: Blick durch das Kirchenschiff auf die Orgel
Bild 4: Kanzel aus dem Jahr 1709

Der unten aufrufbare Aufsatz von Pastor Hans Lohse, Wewelsfleth, stellt das Gotteshaus und dessen Inventar fachkundig und detailreich vor.

Bildrechte: Otto Vollert, Kiel

Hier finden Sie noch weitere Informationen (als Datei)

1962 Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth b

1962 - Altar aus dem Jahr 1636 in der Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth in der Wilstermarsch
1962 - Detail der Kanzel aus dem Jahr 1709 in der Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth in der Wilstermarsch
1962 - Taufstein aus dem Jahr 1345 in der Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth in der Wilstermarsch
1962 - Pieta in der Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth in der Wilstermarsch

1962 Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth
St. Nicolai ist eine der ältesten aus Ziegelsteinen gebauten Dorfkirchen im Land Schleswig-Holstein und birgt wertvolles historisches Inventar.
In 1962 wurde ihre von großzügigen Sponsoren geförderte Restaurierung abgeschlossen.
Bild 1: Altar aus dem Jahr 1636 - von Schnittkermeister Hein Baxtermann gefertigt
Bild 2: Detail der Kanzel aus dem Jahr 1709
Bild 3: Taufkessel aus dem Jahr 1345 (!)
Bild 4: Pieta
Es ist bemerkenswert, dass in den Kirchen der Wilstermarsch Inventarien aus katholischer Zeit keinem Bildersturm in den Wirren der Reformation zum Opfer fielen.

Bildrechte: Otto Vollert, Kiel

1962 Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth c

1962 - Gotisches Triumphkreuz in der Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth in der Wilstermarsch
1962 - Armenblock aus dem Jahr 1709 in der Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth in der Wilstermarsch
1962 - Statuette des Jünger Johannes in der Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth in der Wilstermarsch
1962 Statuette der Maria in der Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth in der Wilstermarsch

1962 Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth
St. Nicolai ist eine der ältesten aus Ziegelsteinen gebauten Dorfkirchen im Land Schleswig-Holstein und birgt wertvolles historisches Inventar.
In 1962 wurde ihre von großzügigen Sponsoren geförderte Restaurierung abgeschlossen.
Bild 1: Gotisches Triumphkreuz
Bild 2: Armenblock aus dem Jahr 1709
Bild 3: Statuette Jünger Johannes
Bild 4: Statuette der Maria

Bildrechte: Otto Vollert, Kiel

1962 Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth d

1962 Bleiglasfenster in Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth in der Wilstermarsch
1962 Bleiglasfenster in Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth in der Wilstermarsch
1962 Bleiglasfenster in Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth in der Wilstermarsch
1962 - gotisches Kruzifix in der Kirche St. Nicolai in der Wilstermarsch

1962 Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth
St. Nicolai ist eine der ältesten aus Ziegelsteinen gebauten Dorfkirchen im Land Schleswig-Holstein und birgt wertvolles historisches Inventar.
In 1962 wurde ihre von großzügigen Sponsoren geförderte Restaurierung abgeschlossen.
So wurde das Tauffenster mit den prägnanten und farbenprächtigen Glasmalereien von dem in der Schweiz wohnhaften Gustavus F.C. Witt gestiftet, dessen Vorfahren aus Beidenfleth stammen.
Das mehrteilige Fenster wurde von dem schwedischen Kunst-Professor Einar Forseth gestaltet und in der Kunstglaserei Ringström in Stockholm gefertigt.
Bilder 1 bis 3: Tauffenster
Bild 4: gotisches Kruzifix

Bildrechte:
Bilder 1 und 4: Otto Vollert, Kiel
Bild 2: Landesamt für Denkmalpflege Schleswig-Holstein, Kiel
Bild 3: nicht bekannt

1962 Kümo HEIN OLTMANN im Hafen Beidenfleth

1962 Küstenmotorschiff Hein Oltmann im Hafen Beidenfleth
1962 Küstenmotorschiff Hein Oltmann im Hafen Beidenfleth
1962 Küstenmotorschiff Hein Oltmann im Hafen Beidenfleth

ca. 1962 Kümo HEIN OLTMANN im Hafen Beidenfleth
Vor den Ladeeinrichtung beim Silo der Hochfelder Mühle von Detlef Trede im Flußhafen an der Stör bei Beidenfleth liegt das Küstenmotorschiff "Hein Oltmann".
Auch gegenwärtig erfolgt noch an den zwischenzeitlich erheblich vergrößerten Silo Anlagen der heutigen Firma Trede & von Pein der Umschlag von Futtermittelprodukten auf Binnenschiffe.

Das 333 BRT große und 42,21 m lange Küstenmotorschiff „Hein Oltmann“ war unter dem Namen LA PALOMA im Jahre 1950 auf der Brandt Werft in Oldenburg unter der Baunummer 121 für den Eigner Otto Windels, Leer, erbaut worden. Im Jahre 1961 erwarb sie Klaus von Allwöhrden, Dornbusch, von Hans Beilken, Brake, in dessen Besitz sie 1955 gelangt war. Unter dem Namen „Hein Oltmann“ fuhr sie bis 1977 unter ihrem neuen Eigner, danach noch zwei Jahre unter dem Namen PELIKAN für andere Eigentümer. Am 08. Oktober 1979 wurde sie bei einer Kollision mit dem Motorschiff POLAR ECUADOR in der Kieler Förde schwer beschädigt und daraufhin in Lübeck abgewrackt.

Bildrechte: nicht bekannt

1962 Sturmflut am 16. und 17. Februar - die Wilstermarsch entgeht einer Katastrophe

17. Februar 1962 - mit Sandsäcken und Pfählen gesicherte Krone des Deiches an der Stör bei Groß Kampen in der Wilstermarsch
17. Februar 1962 - Böschungsrutschung am Deich der Stör bei Stördorf in der Wilstermarsch
17. Februar 1962 - Sicherung der Fährstöpe in Beidenfleth in der Wilstermarsch
17. Februar 1962 - Hafen St. Margarethen mit abgetriebenem und gestrandeten Binnenschiff

1962 Sturmflut am 16. und 17. Februar - die Wilstermarsch entgeht einer Katastrophe
In der Nacht vom 16. auf den 17. Februar 1962 entging die Wilstermarsch nur infolge besonderer Umstände einer Katastrophe. Ein Versagen des Deiches an der Stör bei Groß-Kampen konnte nur mit Glück abgewendet werden.
Was war geschehen?
Eine ausgedehnte Sturmwetterlage über der Nordsee hatte zur Folge gehabt, dass am 16. Februar 1962 an der Unterelbe der Wind gegen den Ebbstrom wirkte und zum Zeitpunkt des Niedrigwassers die Wasserstände hoch und zumeist in Höhe des normalen Tidehochwassers blieben. Das über die Nordsee ziehende Orkantief „Vincinette“ drückte mit seinen ausgedehnten Windfeldern und Windgeschwindigkeiten um 130 km/h das Wasser gegen die Küste und in die Trichtermündung der Elbe. Das DHI (Deutsche Hydrographische Institut) warnte vor einer schweren Sturmflut; das Radio sendete Sturmflutwarnungen. Die zuständigen Stellen und die Bewohner auf den Inseln und an der Nordseeküste bereiteten sich auf die Sturmflut vor. Weiter ab von der Küste war man weniger besorgt, doch es sollte anders kommen. In der Elbe und ihren Nebenflüssen traten in der Nacht auf den 17. Februar zuvor nie beobachtete Wasserstände auf.
In einem Telegramm - es bestanden keine Telefonverbindungen mehr - einer Mitarbeiterin der Zeitung Norddeutsche Rundschau hieß es es Sonnabendvormittag (17. Februar) zur Situation in der Wilstermarsch: "Bericht Polizeiabteilung 7 Uhr - Stördorf drei Stellen Deich innen weggerutscht - Großkampen - Deich über Hälfte von außen weg - Wasser 50 cm unter Deichkrone zwischen Beidenfleth und Großkampen - Drei Stellen von innen weggerutscht - Fährhaus bis oben voll Wasser - Wewelsflether-Uhrendorfer Stöpe gebrochen - Katastrophenweg 15 m weg - Wewelsfleth-Brokdorf-Scheelenkuhlen-St. Margarethen leichtere Beschädigungen am Deich - 4,10m über Normal"
In der Stör wurde am Pegel Kasenort gegen 02:30 ein Wasserstand von NN +5,20 m erreicht;
am Pegel Itzehoe trat etwa eine halbe Stunde später ein Wasserstand von NN + 4,71 m auf.
Die tief gelegene Wilstermarsch war besonders gefährdet. Die größte Gefahr drohte ihr nicht vorrangig von den in der Folge der Hollandflut (1953) in vielen Strecken verstärkten Deichen an der Elbe, sondern von den Flußdeichen an der Stör. Deren Bestick mit den sehr steilen Böschungen und der schmalen Deichkrone, die zudem vielfach auch eine zu geringe Höhe hatte, sollte sich als problematisch erweisen.
Insbesondere bei Groß Kampen, wo im Mäanderbogen der Stör die Außenböschung des Deiches dem aus Nordwest stürmenden Wind und somit dem Wellenschlag ausgesetzt war, ergab sich eine äußerst beängstigende Situation. Es entstanden unterhalb der Deichkrone tiefe Ausschläge in der Deichböschung. Obwohl die Männer der Freiwilligen Feuerwehren mit Pfählen und Sandsäcken die Deichkrone zu sichern versuchten, stand ein Kappenbruch des Deiches mit verheerenden Folgen für große Teile der Wilstermarsch zu befürchten. Der Höhepunkt der Tide war noch nicht erreicht, als die Mehrzahl der Hilfskräfte vom Deich abgezogen werden mußte, zu groß war die Gefahr geworden. Der gemeinsam mit Deichbaumeister Uwe Paulsen die Situation beobachtende Oberdeichgraf Heinrich Schmidt (beide Deich- und Hauptsielverband Wilstermarsch) ging unterhalb der Deichkrone auf der Binnenböschung des Deiches auf die Knie, um laut zu beten. Andere taten es ihm nach, denn es war durch Menschenkraft nichts mehr zu bewerkstelligen. Es war eine ganz besondere Situation, als in diesem Moment ein den Wasserstand beobachtender Feuerwehrmann ein Sinken des Wasserstandes bemerkte. Wie konnte das sein, wo doch der Zeitpunkt des Tidehochwassers noch nicht erreicht war? Bei Itzehoe und linksseitig der Stör bei Heiligenstedten sowie auch bei Münsterdorf war der Deich gebrochen, große Wassermassen ergossen sich in die Marsch. Auch das Industriegebiet bei der Alsen Portland Zementfabrik sowie Teile der Stadt Itzehoe wurden überschwemmt. Bedingt durch die dadurch eingetretene Entlastung konnte der Deich bei Groß Kampen gehalten werden. Die Wilstermarsch war einer Katastrophe entgangen, wie sie in derselben Nacht über Hamburg Wilhelmsburg kam, wo 222 Menschen ertranken; insgesamt verloren bei der Sturmflut 315 Menschen ihr Leben.
Bild 1: Sicherung der Deichkrone mit Pfählen und Sandsäcken bei Groß Kampen
Bild 2: Böschungsrutschung mit muschelförmiger Gleitfläche auf der Deichbinnenseite bei Stördorf.
Bild 3: Sicherung der Tore der Fährstöpe Beidenfleth
Bild 4: Hafen St. Margarethen mit abgetriebenem und gestrandeten Binnenschiff nach Rückgang des Wassers.
Sturmfluten haben von jeher die Marschen an der deutschen Küste bedroht, vielfach kam es nach Versagen der Deiche zu verheerenden Überschwemmungen. Die unten aufrufbare Liste historischer schwerer Sturmfluten im Bereich der Deutschen Nordseeküste verdeutlicht die Gefahren für die Küstengebiete.

Bildrechte: Lothar Karstens, Brokdorf
Anmerkung: Die Fotos wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt durch Herrn Karl Kautz, Brokdorf

Hier finden Sie noch weitere Informationen (als Datei)

1965 Beidenfleth an der Stör - Lange Reihe

1965 Straße Lange Reihe in Beidenfleth an der Stör

1965 Beidenfleth an der Stör
Die schmale Straße Lange Reihe in Beidenfleth hat einen ganz besonderen dörflichen Charme.
In geschlossener Bebauung grenzen nach den beiden Häusern im Vordergrund insgesamt elf kleine eingeschossige Häuser jeweils mit ihrer Giebelseite unmittelbar an die nur auf einer Seite bebaute Straße an.
Die jeweils den Häusern zugehörigen kleinen Gärten liegen gegenüber auf der anderen Seite der Straße.

Bildrechte: Heinz Oest, Lichtbildfreunde Itzehoe

1965 Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth

1965 Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth in der Wilstermarsch

ca. 1965 Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth
Am Standort der schönen alten aus Backsteinen erbauten kleinen anheimelnden Dorfkirche mit ihrem frei stehenden hölzernen Turm wurde bereits 1108 eine erste Kapelle errichtet.
Die Kirche St. Nicolai ist 1325 erstmals urkundlich bezeugt.
Der frei stehende heutige Turm wurde im Jahre 1557 erbaut.
In der Kirche befindet sich ein aus dem Mittelalter stammendes Taufbecken aus Bronze.
Die Beidenflether Kirche birgt bedeutende von der Familie Witt-Warstede gestiftete Kunstwerke.
So wurde das Tauffenster mit den prägnanten und farbenprächtigen Glasmalereien 1962 von dem in der Schweiz wohnhaft gewesenen Gustavus F.C. Witt gestiftet, dessen Vorfahren aus Beidenfleth stammten.
Das mehrteilige Fenster wurde von dem schwedischen Kunst-Professor Einar Forseth gestaltet und in der Kunstglaserei Ringström in Stockholm gefertigt.

Bildrechte: Heinz Oest, Lichtbildfreunde Itzehoe

1965 Windmühle "Hoffnung" in Beidenfleth an der Stör

1982 Beidenfleth an der Stör - Windmühle HOFFNUNG

1965 Beidenfleth an der Stör - Windmühle "Hoffnung"
Die Windmühle „Hoffnung“ in der etwa 900 Einwohner zählenden Gemeinde Beidenfleth an der Stör prägt die Silhouette des Dorfes; sie wurde im Jahre 1813 errichtet und steht im Unteren Dorf in erhöhter Lage auf einer Verbreiterung des Stör Deiches.
Die mit drei Mahlwerken ausgerüstete Mühle "Hoffnung" stand unter Denkmalschutz und war lange Zeit nicht mehr im Betrieb. Nachdem im Jahr 2011 mit der Sanierung des einstöckigen Galerieholländers begonnen worden war, brannte das Bauwerk bei einem verheerenden Schadenfeuer am 17. April 2016 vollständig ab.

Bildrechte: Heinz Oest, Lichtbildfreunde Itzehoe

1977 Stör zwischen Heiligenstedten und Groß Kampen

1977 Stör zwischen Heiligenstedten und Groß Kampen

1977 Stör zwischen Heiligenstedten und Groß Kampen
In großen Schleifen windet sich die Stör durch die ebenen Marschen. Bei Kasenort (die Schleuse Kasenort liegt rechts knapp außerhalb des Bildes) bildet sie sogar mit der Hodorfer Schleife einen nahezu geschlossenen beeindruckenden Mäander.
Links des Flusses erstreckt sich die Kremper Marsch, rechts des Flusses die Wilstermarsch.
Im Vordergrund ist die 1967 in Betrieb genommene Klappbrücke bei Heiligenstedten zu erkennen.
Etwa in Bildmitte ist am rechten Ufer der Stör das Mündungsschöfwerk der von rechts kommenden Bekau zu erkennen.
Am oberen Bildrand erstreckt sich die Elbe; jenseits des breiten Stromes ist das Niedersächsische Ufer auszumachen.

Bildrechte: Foto Kaack, Itzehoe

1978 Beidenfleth - Silo und Umschlaghafen der Kraftfutterwerke Trede

1978 Beidenfleth - Silo und Umschlaghafen der Kraftfutterwerke Trede
1978 Kraftfutterwerke Trede in Hochfeld in der Gemeinde Dammfleth

1978 Beidenfleth - Silo und Umschlaghafen der Kraftfutterwerke Trede an der Stör.
Die Kraftfutterwerke Trede haben ihren Hauptstandort (sh. Bild 2) in Hochfeld in der Gemeinde Dammfleth und sind aus einem Mühlenbetrieb hervorgegangen. Die in Hochfeld vorhanden gewesene Windmühle ist leider im Jahr 1971 abgebrannt.
Der seit 1831 im Besitz der Familie Trede stehende Betrieb war im Laufe der Zeit über die reine Windmüllerei hinaus ausgeweitet worden; er betreibt Futter- und Düngemittelhandel.

Bildrechte: Foto Kaack, Itzehoe

1978 Beidenfleth an der Stör, Straße Langereihe

1978 Beidenfleth an der Stör, Straße Langereihe

1978 Beidenfleth an der Stör, Straße Langereihe
Die schmale Straße Langereihe in Beidenfleth hat einen ganz besonderen pittoresken Charme.
In geschlossener Bebauung grenzen insgesamt elf kleine eingeschossige Häuser mit ihrer Giebelseite unmittelbar an die nur auf einer Seite bebaute Straße. an.
Die jeweils den Häusern zugehörigen kleinen Gärten liegen gegenüber auf der anderen Seite der Straße. Die ursprünglich hinter den Gärten verlaufende Wettern war seinerzeit bereits verrohrt.

Bildrechte: Jürgen Gaiser, Aachen

1978 Halle und Wohnhaus an der Stör im Außendeich bei Beidenfleth

1978 Halle und Wohnhaus im Außendeich bei Beidenfleth
1978 Halle und Wohnhaus im Außendeich bei Beidenfleth

ca. 1978 Halle und Wohnhaus an der Stör im Außendeich bei Beidenfleth
Nach der 1974 erfolgten Inbetriebnahme des Sperrwerks an der Mündung der Stör in die Elbe war nicht mehr zu besorgen, dass höher auflaufende Sturmfluten die Orte an der Stör bedrohten. Nur so ist es erklärlich, dass neben dem Bau einer Halle auf dem Gelände der ehemaligen Beidenflether Werft auch die Genehmigung für den Bau eines Wohnhauses im Außendeich erteilt wurde. Nach Einstellung des Werftbetriebes war die Halle als Winterlager für in Beidenfleth beheimatete Sportboote genutzt worden.
Im Hintergrund sind hinter dem Deich gelegene Gehöfte in Groß Kampen erkennbar.
Bei dem Außendeichsgelände links handelt es sich um den Bereich, welcher von dem 1979 gegründeten Seglerverein Beidenfleth genutzt wird.
Die Segler haben 1980 dort an der Stör eine 180 m lange Schlengelanlage für ihre Sportboote errichtet. Auf den Fotos ist rechts die ursprüngliche Anlegebrücke erkennbar.
Auf dem Gelände links erbaute der Seglerverein Beidenfleth einige Jahre später eine eigene Halle als Winterlager für die Sportboote seiner Mitglieder.

Bildrechte: nicht bekannt

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