Alte Postkarten aus Wilster

Aktuelle Kategorie: Beidenfleth Uhrendorf

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1895 Getreidemühle im Bereich Landscheide / Neumühlen

1895 Getreidemühle im Bereich Landscheide / Neumühlen in der Gemeinde Beidenfleth
Getreide-Bockmühle aus dem 16. Jahrhundert auf einer Wurt im Bereich Landscheide / Neumühlen
1895 Wohnhaus zur ehemaligen Getreidemühle im Bereich Landscheide / Neumühlen in der Gemeinde Beidenfleth
Im jahre 1831 erbaute Holländer Mühle auf einer Wurt im Bereich Landscheide / Neumühlen

1895 Getreidemühle im Bereich Landscheide / Neumühlen in der Gemeinde Beidenfleth.
An die heute nicht mehr vorhandene Mühle erinnert nur noch der Name der Straße Neumühlen.
Die von Fockendorf bzw. Mückendorf nach Dodenkopp bzw. zur Brokdorfer Landscheide führende Straße Neumühlen liegt auf der Grenze zwischen den Gemeinden Beidenfleth und Dammfleth. Die Straße Neumühlen folgt einem ehemaligen Deich, dem Döwerdiek ( dove = alt, daher: alter Deich).
Die Mühle stand auf einer Wurt auf Beidenflether Gebiet an der Stelle, wo die Grenzen der Gemeinden Beidenfleth, Wewelsfleth und Dammfleth zusammenstoßen und die Grenze zu Brokdorf nicht fern ist.
Eine Mühle an diesem Standort gab es seit dem 16. Jahrhundert, wobei es sich zunächst um eine Bockmühle handelte (sh. Zeichnung Bild 2). In den Jahren 1831/32 wurde die Bockmühle durch die abgebildete Holländer Mühle ersetzt und auch das zugehörige Wohnhaus errichtet. 1897 wurde die Mühle abgebrochen und nach Hochfeld verlegt.
Die Zeichnung Bild 4 zeigt die 1831 errichtete Holländer Mühle, deren Flügel zunächst mit Segeln bespannt waren; die Klappen in den Ruten wurden erst später eingebaut.
Das Wohnhaus (sh. Bild 3) zur vormaligen Kornwindmühle wurde noch in den 1950er Jahren genutzt; wann es beseitigt wurde, ist gegenwärtig noch nicht ermittelt.

Bildrechte:
Fotos: nicht bekannt
Zeichnungen: Johann Richard Peters, Wewelsfleth und Wilster; Marinemaler und Journalist

1930 Kahnfähre Uhrendorf an der Stör

1930 Kahnfähre Uhrendorf an der Stör
1930 Kahnfähre Uhrendorf an der Stör
1962 Durch Sturmflut beschädigtes Fährhaus Uhrendorf in der Wilstermarsch

1930 Kahnfähre Uhrendorf an der Stör.
Unterhalb der Klappbrücke Heiligenstedten bestanden früher an der Stör bis zu deren Mündung in die Elbe mehrere Fähren, welche den Personen- und Warenverkehr von einem Ufer der Stör zum anderen Ufer ermöglichten.
Neben den Wagenfähren in Wewelsfleth und in Beidenfleth existierten insgesamt vier Kahnfähren. Eine dieser Fähren war die Uhrendorfer Fähre;
sie verkehrte zwischen Uhrendorf und Uhrendorfer Deich (Kremper Marsch) und wurde lange Zeit von Johannes Borchert bis 1937 betrieben. Das Gast- und Fährhaus lag zwischen Beidenfleth und Wewelsfleth im Außendeich auf einer Warft auf der Uhrendorfer Seite der Stör. Das Gebäude wurde bei der Sturmflut 1962 so stark beschädigt, dass es in der Folge abgebrochen wurde.
Die Uhrendorfer Fähre hatte bereits seit dem 16ten Jahrhundert bestanden, die Fährgerechtigkeit lag bei der Kirche Neuenkirchen.
Bild 1 zeigt einen Blick vom Uhrendorfer Fährhaus auf die Fährstelle, die Fährkähne und das jenseitige Ufer.
Bild 2 zeigt einen Blick vom linksseitigem Ufer bei Neuenkirchen auf das im Uhrendorfer Außendeich gelegene Fährhaus.
Bild 3 zeigt das nach der Sturmflut 1962 stark geschädigte Fährhaus und die verwüstete Wurt.
Weitere Kahnfähren an der Stör waren
- die Stördorf und Hodorf verbindende Hollers Fähre. Sie querte die Stör oberhalb deren gegenüber dem Kasenort gelegenen Hodorfer Mäander.
- die zwischen Groß Kampen und Hodorf verkehrende Fähre von Nikolaus von Holdt, welche die Stör am Langen Rack unterhalb des Hodorfer Mäanders querte.
- zwischen Störort und Ivenfleth die Störorter Fähre des Stördorfer Fährhauses (Betreiber u.a. E. Breckwoldt) an der Mündung der Stör.

Bildrechte nicht bekannt

1930 Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth

1930 Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth

1930 Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth.
Am Standort der schönen alten aus Backsteinen erbauten kleinen anheimelnden Dorfkirche mit ihrem frei stehenden hölzernen Turm war bereits 1108 eine erste Kapelle errichtet worden.
Die Kirche St. Nicolai ist 1325 erstmals urkundlich bezeugt. Ihr frei stehender heutige Turm wurde im Jahre 1557 erbaut.
In der Kirche befindet sich ein aus dem Mittelalter stammendes Taufbecken aus Bronze.
Die Kirche birgt bedeutende von der Familie Witt-Warstede gestiftete Kunstwerke. So wurde das Tauffenster mit den prägnanten und farbenprächtigen Glasmalereien 1962 von dem in der Schweiz wohnhaften Gustavus F. C. Witt gestiftet, dessen Vorfahren aus Beidenfleth stammen.
Das mehrteilige Fenster wurde von dem schwedischen Kunst-Professor Einar Forseth gestaltet und in der Kunstglaserei Ringström in Stockholm gefertigt.

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Büttel und Wilster
Anmerkung: Das Foto stammt aus dem Nachlaß von Pastor D.Dr. Wilhelm Jensen (amtierte von 1910 bis 1933 in St. Margarethen); es wurde freundlicherweise von Frau Sigrid Malz, Karlsruhe, zur Verfügung gestellt.

1933 Beidenfleth an der Stör, Kirche St. Nicolai und Friedhof

1933 Beidenfleth an der Stör

1933 Beidenfleth an der Stör, Kirche St. Nicolai und Friedhof
Die grobporigen Bilder stammen aus dem Deutschland-Bildheft Nr. 162 - Dithmarschen und Holsteinische Elbmarschen. Das von der Universum-Verlagsanstalt G.m.b.H., Berlin-Tempelhof herausgegebene Bildbändchen gehört zu einer 250 Hefte umfassenden Reihe und enthält bei den auf 44 Seiten vorgestellten Fotos allein 16 davon aus Wilster und der Wilstermarsch.
Bild 1: Blick über die Stör auf Beidenfleth, dessen Silhouette von der Kirche St. Nicolai und der Windmühle "Hoffnung" geprägt wird.
Bild 2: Kirche St. Nicolai und Friedhof, der in Beidenfleth wie in den anderen Kirchdörfern der Wilstermarsch noch unmittelbar bei der Kirche liegt.

Bildrechte: W. Schölermann, Heide

1935 Stadt Mühle und Meierei an der Mühlenstraße

1935 Stadt Mühle und Meierei an der Mühlenstraße in Wilster

ca. 1935 Stadt Mühle und Meierei an der Mühlenstraße
Blick über den Hofgraben des Hofes Kloppenburg in Dammfleth und die Wiesen bis zur jenseits der Wilsterau gelegenen Stadt Mühle und die benachbarte Meierei;
die Land-Zufahrt zu den Gebäuden erfolgte von der heute noch so bezeichneten Mühlenstraße.
Die Stadt Mühle wurde als Windmühle und als Dampfmühle betrieben. Dem Betrieb war neben einer Meierei und Fettkäserei auch eine Mästerei sowie eine Schlachterei und Wurstfabrik angegliedert.
Als besonderes Produkt fertigte der Betrieb den Wilstermarsch Käse.
Um 1920 hatte Emil Bahmert von Wilhelm Wulf den Betrieb übernommen, aus welchem er bald darauf die Mühle an August Hennings verkaufte.
Die Stadt Mühle - die Straße Stadtmühlen Weg erhielt später nach ihr den Namen - wurde 1939 abgebrochen. In den Gebäuden wurde danach von 1943 bis 1952 die Konservenfabrik VITAMO betrieben.
Die Stadt Mühle war ursprünglich eine königlich privilegierte Mühle. König Christian III. hat gemäß einer vom 10. März 1540 datierten und in Rendsburg ausgestellten Urkunde seinem Hofmeister, Amtmann zu Steinburg und Rat Johann Rantzau, Ritter, wegen des Mangels an Windmühlen in der Wilstermarsch je eine Windmühle im Kirchspiel St. Margarethen, im Kirchspiel Beidenfleth und vor Wilster zu bauen gestattet. Gleichzeitig hat er verboten, neben diese Mühlen andere zu bauen, "dewile wy genanten dre molen gnediklik den wint vorgunnet hebben und de molengeste ehn nicht schollen vorbaden werden." Absolute Herrscher verfügten damals auch über den Wind!

Bildrechte: Privatfoto, Familie Steffens, Wilster

1935 Wohnhaus in Beidenfleth

1935 Wohnhaus in Beidenfleth an der Straße Uhrendorf

1935 Wohnhaus in Beidenfleth
Das heute nicht mehr vorhandene Wohnhaus gehörte dem Stellmacher Rudolf Ossenbrüggen. Dieser hatte seinen zunächst an der Schmiedestraße in Wilster ansässigen Betrieb nach Beidenfleth verlagert, wo er sich in den letzten Jahrzehnten zu einem modernen leistungsfähigen Betrieb entwickelt hat.
Das Wohnhaus stand an der Straße Uhrendorf unmittelbar südlich der Altenfelder Wettern auf der luftseitigen Berme des Deiches an der Stör; der Deich wurde Ende der 1950er Jahre weiter zur Stör hin verlegt, da er in seiner alten Linienführung nicht von deichfremden Nutzungen frei gemacht werden konnte.

Bildrechte: nicht bekannt

1936 Bauernhaus - Husmannshuus in Beidenflether Uhrendorf

1936 Bauernhaus - Husmannshuus in Beidenflether Uhrendorf in der Wilstermarsch

1936 Bauernhaus - Husmannshuus in Uhrendorf, Gemeinde Beidenfleth
Es handelt sich vermutlich um den Hof 106 (gem. dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild"), welcher zum Zeitpunkt der Aufnahme im Eigentum von Mandus Wille stand.
Sehr schön ist unter dem mehrstreifig verbretterten Giebel die mittig plazierte Grootdör zu erkennen, die für das Husmannshuus charakteristisch ist. Sie ermöglichte es, mit voll beladenen landwirtschaftlichen Fahrzeugen - zur Zeit der Entstehung dieser Häuser waren dieses von Pferden gezogene Gespanne - in die Große Diele des Gebäudes zu fahren.
In der Wilstermarsch gab es bei den historischen Bauernhäusern zwei vorherrschende Typen, welche lange zeitgleich nebeneinander bestanden. Dieser Umstand ist eine in keiner anderen deutschen Landschaft so auftretende Eigentümlichkeit.
- Zum einen ein sächsisches Fachhallenhaus, das Huusmannshuus oder Husmanshus, mit der zentralen großen Diele in der Mitte des Hauses.
- Zum anderen das vom niederländischen Baustil beeinflußte friesische Gulfhaus, das Barghus oder Barghuus, mit seitlich angeordneter großer Diele. Der mittig des Hauses zwischen dem mächtigen Ständerwerk befindliche Bergeraum für das eingebrachte Heu und Stroh ist namensgebend für diesen Haustyp.
Beide Haustypen, Husmannshuus und Barghuus, haben in der Wilstermarsch äußerlich recht große Ähnlichkeit. Deutlich werden die Unterschiede durch die Verschiedenheit ihrer baulichen Durchbildung und die unterschiedliche Raumnutzung.

Bildrechte: Gustav Wolf, Münster
Anmerkung: Das Foto stammt aus dem Buch Haus und Hof deutscher Bauern - I.Band: Schleswig-Holstein

1936 Bauernhaus - Husmannshuus und Scheune in Beidenflether Uhrendorf

1936 Bauernhaus - Husmannshuus in Beidenflether Uhrendorf in der Wilstermarsch
1936 Scheune in Beidenflether Uhrendorf in der Wilstermarsch

1937 Bauernhof - ein sehr altes Husmannshuus und Scheune in Beidenflether Uhrendorf.
Es handelt sich um den Hof 109 (gem. dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild"), welcher zum Zeitpunkt der Aufnahme im Eigentum von Hermann Starck stand, der ihn von seinem 1932 verstorbenen Vater Karsten Stark übernommen hatte.
In der Wilstermarsch gab es bei den historischen Bauernhäusern zwei vorherrschende Typen, welche lange zeitgleich nebeneinander bestanden. Dieser Umstand ist eine in keiner anderen deutschen Landschaft so auftretende Eigentümlichkeit.
- Zum einen ein sächsisches Fachhallenhaus, das Huusmannshuus oder Husmanshus, mit der zentralen großen Diele in der Mitte des Hauses.
- Zum anderen das vom niederländischen Baustil beeinflußte friesische Gulfhaus, das Barghus oder Barghuus, mit seitlich angeordneter großer Diele. Der mittig des Hauses zwischen dem mächtigen Ständerwerk befindliche Bergeraum für das eingebrachte Heu und Stroh ist namensgebend für diesen Haustyp.
Beide Haustypen, Husmannshuus und Barghuus, haben in der Wilstermarsch äußerlich recht große Ähnlichkeit. Deutlich werden die Unterschiede durch die Verschiedenheit ihrer baulichen Durchbildung und die unterschiedliche Raumnutzung.
Bei den Scheunen setzte sich vielfach die Bauform der Bargscheune durch, die dann bei den Gehöften vielfach in unmittelbarer Nachbarschaft eines Husmannshuus stand.

Bildrechte: Pastor Johannes Rickers, Krummendiek
Anmerkung: Die Fotos stammen aus dem Buch Haus und Hof deutscher Bauern - I.Band: Schleswig-Holstein

1936 Kornwindmühle Aurora in Neufeld in der Gemeinde Dammfleth

1936 Kornwindmühle Aurora in Neufeld in der Gemeinde Dammfleth
2012 Standort der ehemaligen Kornwindmühle Aurora in Neufeld, Gemeinde Dammfleth
1944 die auf dem Anwesen der Neufelder Mühle geborenen und aufgewachsenen Kinder (1938 Klaus Brandt, 1940 Gerda Brandt, 1941 Peter Holm, 1943 Horst Holm)
ca. 1925 Windturbinen und Kornwindmühle in Neufeld, Gemeinde Dammfleth

ca. 1936 Kornwindmühle "Aurora" in Neufeld, Gemeinde Dammfleth
Neben über einhundert Schöpfmühlen prägten noch bis in die Mitte des vergangenen Jahrhunderts mehrere Kornwindmühlen Landschaft und Orte der Wilstermarsch.
So hatte die Wilstermarsch-Gemeinde Dammfleth neben der vielen noch in Erinnerung gebliebenen und 1971 abgebrannten Hochfelder Mühle "Fortuna" eine weitere Kornwindmühle aufzuweisen. Die Neufelder Mühle "Aurora" stand an der Abzweigung der Straße Neufeld von der Straße Rehweg (ehemalige Bundesstraße 5) an dem dort heute noch vorhandenen Teich (vgl. Bild 2).
Im "Heimatbuch der Gemeinde Dammfleth" befindet sich auf Seite 41 ein Foto, welches neben zwei Windturbinen auch im Hintergrund die Neufelder Mühle zeigt (Bild 4).
Erbaut worden war die Kornwindmühle in der Zeit um 1850/52. Ihr vormaliger Eigentümer Gustav Lass ist im Heimatbuch der Gemeinde Dammfleth genannt; als Erbauer der Mühle wird ein Müller namens Benthien genannt. Jedenfalls war die "Aurora" 1935 im Eigentum der Familie Peters, welche sie im genannten Jahr an den Wilsteraner Nikolaus Brandt verkaufte. Dieser übergab sie als Hochzeitsgeschenk an seinen Sohn Walter Brandt und dessen Ehefrau Else, geb. Heesch; die Hochzeit erfolgte am 25.10.1935. Der Betrieb des jungen Unternehmens stand unter keinem guten Stern, denn der Müller wurde 1939 zum Kriegsdienst eingezogen, weshalb die Mühle stillgelegt wurde.
In dem Anwesen fand ab 1941 die Familie Holm Unterkunft; Lisa Holm geb. Heesch war die Schwester von Else Brandt, geb. Heesch. Die in dem Anwesen geborenen Kinder (1938 Klaus Brandt, 1940 Gerda Brandt, 1941 Peter Holm, 1943 Horst Holm) der beiden Familien wuchsen gemeinsam auf (Bild 3).
Da der Müller und Eigentümer Walter Brandt erst 1949 nach der Kriegsgefangenschaft wieder heimkehrte, konnte der Betrieb der Mühle nur für kurze Zeit wieder aufgenommen werden. Zu schwierig waren die Zeitumstände und die aus dem jahrelangen Stillstand erwachsenen Belastungen.
Um 1962 wurde die stillgelegte Mühle verkauft und in der Folge abgebrochen. Heute steht auf dem Areal ein Einfamilienhaus.

Bildrechte:
Bild 1: Familie Brandt
Bild 2: Auszug aus google earth
Bild 3: Familie Brandt
Bild 4: Heimatbuch der Gemeinde Dammfleth
Anmerkung: Die Fotos und Informationen wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Gerda Thießen (geb. Brandt) und Horst Holm, Schwentinental

1937 Bauernhäuser - Husmannshüüs - in Beidenflether Uhrendorf

1937 Bauernhaus - Husmannshuus - in Beidenflether Uhrendorf
1937 Bauernhaus - Husmannshuus - in Beidenflether Uhrendorf

1937 Bauernhäuser - Husmannshüüs - in Beidenflether Uhrendorf
Bild 1: Blick vom Stördeich auf das Husmannshuus Peter Witt (Hof 108 gemäß dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild").
Bild 2: Rückseite Husmannshuus Hein (Hof 113 gem. vorgen. Buch)
In der Wilstermarsch gab es bei den historischen Bauernhäusern zwei vorherrschende Typen, welche lange zeitgleich nebeneinander bestanden.
- Zum einen ein sächsisches Fachhallenhaus, das Huusmannshuus oder Husmanshus, mit der zentralen großen Diele in der Mitte des Hauses.
- Zum anderen das friesische Gulfhaus, das Barghus oder Barghuus, mit seitlich angeordneter großer Diele.

Bildrechte: Pastor Johannes Rickers, Krummendiek
Anmerkung: Die Fotos stammen aus dem Buch Haus und Hof deutscher Bauern - I.Band: Schleswig-Holstein

1938 Deich der Stör in Beidenfleth Groß Kampen

1938 Deich der Stör in Beidenfleth Groß Kampen in der Wilstermarsch

1938 Deich der Stör in Beidenfleth Groß Kampen
Auffällig ist, daß seinerzeit im Bestick des Deiches Bäume standen, obwohl der Deich die erste Deichlinie bildete (nach dem Bau des Stör-Sperrwerkes änderte sich dieses); es verwundert sehr, daß dieses seinerzeit von den für die Sicherheit der Deiche Verantwortlichen geduldet wurde.

Anmerkung: Gemäß den Aufzeichnungen von Werner Behning (vgl. Bildrechte) soll es sich um eine Situation in Wewelsflether Uhrendorf handeln.
Nach Auffassung des Betreibers dieser Heimatseite handelt es sich jedoch um eine Örtlichkeit in Groß Kampen in der Gemeinde Beidenfleth. Im Hintergrund links sind die beiden damals am Langen Rack der Stör vorhanden gewesenen sehr hohen Hochspannungsmasten erkennbar. Bei dem Gehöft müßte es sich dementsprechend um den Hof 121 (gem. dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild") handeln, der seinerzeit im Eigentum von Heinrich Brandt stand und von diesem auch bewirtschaftet wurde.

Bildrechte: Werner Behning, Wilster
Das Foto stammt aus der im Eigentum von Robert Friedrichs, Wilster, stehenden Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1948 Ringreiten in Fockendorf

1948 Ringreiten in Fockendorf an der Grenze zwischen Deidenfleth und Dammfleth
2015 Straße Neumühlen in Fockendorf (zu Beidenfleth)
1920 Gasthof Micheel in Fockendorf (zu Beidenfleth)
2015 Straße Neumühlen in Fockendorf (zu Beidenfleth)

1948 Ringreiten in Fockendorf bei der Gastwirtschaft Micheel.
Die Gastwirtschaft von Trine Micheel lag an der Einmündung der von Neumühlen kommenden Straße. Sie wurde bis in die erste Nachkriegszeit von Hugo Schnepel betrieben.
Fockendorf gehört zur Gemeinde Beidenfleth, gleichwohl diente die Gastwirtschaft vornehmlich als gesellschaftlicher Treffpunkt für die Einwohner von Hochfeld in der Gemeinde Dammfleth. Die Straße Neumühlen kennzeichnet weitgehend in ihrem Verlauf die Grenze zwischen den Gemeinden Beidenfleth und Dammfleth.
Bild 3 zeigt den Gasthof um 1920 (Abbildung aus einer alten Ansichtskarte)
Bilder 2 und 4 zeigen die örtliche Situation 2015; das Gebäude der ehemaligen Gastwirtschaft ist auf Bild 4 hinter den Gehölzen erkennbar.

Bildrechte:
Bild 1: nicht bekannt
Bild 2 und 4: Helmut Hoyer, Landrecht
Bild 3: Carl Kuskop, Wilster

1949 Eisgang auf der Stör bei der Fähre Beidenfleth a

1949/50 Eisgang auf der Stör bei der Fähre Beidenfleth
1949/50 Eisgang auf der Stör bei der Fähre Beidenfleth
1949/50 Eisgang auf der Stör bei der Fähre Beidenfleth
1949/50 Eisgang auf der Stör bei der Fähre Beidenfleth

1949 Eisgang auf der Stör bei der Fähre Beidenfleth
Im Winter 1949/50 hatte Eisgang auf der Stör sowie ungünstige Windverhältnisse dazu geführt, dass durch Treibeis der Betrieb der Fähre Beidenfleth erheblich behindert war.
Der Fährprahm war offenbar infolge eines mit dem Tidestrom getriebenen Eisfeldes soweit auf die Fährrampe am Bahrenflether Ufer geschoben worden, dass er nur mit der Hilfe eines kleinen Schleppers wieder frei kam.

Bildrechte: Arthur Zachger, Itzehoe
Bild 1: ID x26308.12
Bild 2: ID x26309.12
Bild 3: ID x26305.12
Bild 4: ID x26304.12
Quelle: Bildarchiv des gemeinsamen Archivs des Kreises Steinburg und der Stadt Itzehoe

1949 Eisgang auf der Stör bei der Fähre Beidenfleth b

1949 Eisgang auf der Stör bei der Fähre Beidenfleth
1949 Eisgang auf der Stör bei der Fähre Beidenfleth
1949 Eisgang auf der Stör bei der Fähre Beidenfleth
1949 Eisgang auf der Stör bei der Fähre Beidenfleth

1949 Eisgang auf der Stör bei der Fähre Beidenfleth
Im Winter 1949/50 hatte Eisgang auf der Stör sowie ungünstige Windverhältnisse dazu geführt, dass durch Treibeis der Betrieb der Fähre Beidenfleth erheblich behindert war.
Der Fährprahm war offenbar infolge eines mit dem Tidestrom getriebenen Eisfeldes soweit auf die Fährrampe am Bahrenflether Ufer geschoben worden, dass er nur mit der Hilfe eines kleinen Schleppers wieder frei kam.

Bildrechte: Arthur Zachger, Itzehoe
Bild 1: ID x26306.12
Bild 2: ID x26310.12
Bild 3: ID x26307.12
Bild 4: ID x26311.12
Quelle: Bildarchiv des gemeinsamen Archivs des Kreises Steinburg und der Stadt Itzehoe

1951 Frachtschiff STURMVOGEL am Getreidespeicher an der Stör in Beidenfleth

1951 Frachtschiff STURMVOGEL am Getreidespeicher an der Stör in Beidenfleth
1951 Frachtschiff STURMVOGEL am Getreidespeicher an der Stör in Beidenfleth
1951 Beidenfleth, Getreide-Speicher der Hochfelder Mühle

1951 Frachtschiff STURMVOGEL am Getreidespeicher an der Stör in Beidenfleth
Der zur Hochfelder Mühle des Betriebes Trede gehörende Getreidespeicher stand in Beidenfleth an der Stelle, an welcher später von genanntem Müllereibetrieb das heute vorhandene Hochsilo errichtet wurde.
Die Firma Trede bediente sich seinerzeit für den Transport seiner Waren auch eines eigenen Werkschiffes, welches von einem Setzschiffer geführt wurde.
Die Abbildungen 1 und 2 zeigen die STURMVOGEL an der Ladevorrichtung am Speichersilo Beidenfleth.
Bild 3 zeigt die Straßenfront des Speichers.

Bildrechte: Johann Richard Peters, Wewelsfleth und Wilster; Marinemaler und Journalist

1952 Die Stör mit dem Fährhaus Beidenfleth

1952 Die Stör mit dem Fährhaus Beidenfleth

1952 Die Stör mit dem Fährhaus Beidenfleth.
Blick vom Fähranlage auf der Bahrenflether Seite über die Stör.
Die Beidenflether Fähre – eine Grundseilfähre – ist als einzige der vor hundert Jahren unterhalb von Itzehoe an der Stör noch vorhanden gewesenen sechs Fähren in Betrieb.
Das Fährhaus wurde zur Zeit der Aufnahme von Alfred Wiegleb (genannt Quittje / Quiddje = hochdeutsch sprechender Fremder) betrieben, der 1928 als Olympia-Segler mit seinem Schären-Kreuzer „Quisque“ ein bekannter Regatta Segler war.

Bildrechte: A. Zachger, Itzehoe

1956 Bauernhof in Beidenflether Riep

1956 Bauernhof in Beidenflether Riep in der Wilstermarsch
1980 Bauernhof in Beidenflether Riep in der Wilstermarsch

ca. 1956 Bauernhof in Beidenfleth, Ortsteil Beidenflether Riep
Es handelt sich um den Hof 140 nach dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild" (vgl. Bild 2), der zur Zeit der Aufnahme im Eigentum von Albert Kühl stand und bald darauf von dessen Schwiegersohn Claus Voß erworben und bewirtschaftet wurde.

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Wilster

1956 Bauernhof in Beidenflether Uhrendorf

1956 Bauernhof in Beidenflether Uhrendorf in der Wilstermarsch
1980 Bauernhof in Beidenflether Uhrendorf in der Wilstermarsch

ca. 1956 Bauernhof in Beidenfleth, Ortsteil Beidenflether Uhrendorf
Es handelt sich offenbar um den Hof 113 nach dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild" (vgl. Bild 2), der im Eigentum von Marx Hein stand und von diesem bewirtschaftet wurde.
Das alte Hofgebäude ist Anfang der 1970er Jahre bei einem verheerenden Schadensfeuer abgebrannt.

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Wilster

1956 Bauernhof in Beidenflether Uhrendorf a

1956 Bauernhof in Beidenflether Uhrendorf in der Wilstermarsch

1956 Bauernhof in Beidenfleth, Ortsteil Beidenflether Uhrendorf
Es handelt sich um Hof 113 (gem. dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild"), der im Eigentum von Marx Hein stand und von diesem bewirtschaftet wurde.
Das alte Hofgebäude ist Anfang der 1970er Jahre bei einem verheerenden Schadensfeuer abgebrannt.
Das Foto zeigt die beiden lange Zeit in der Wilstermarsch vorherrschenden und nebeneinander existierenden Hausformen. So etwas gab es in keiner anderen deutschen Landschaft. Das Hauptgebäude ist ein Huusmannshuus mit mittiger Großer Diele, die Scheune hingegen eine Bargscheune mit seitlich angeordneter Tür und mittig angelegtem Barg (Berge-Raum für Ernteprodukte).
Im Vordergrund verläuft die Straße Uhrendorf zwischen Beidenfleth und Wewelsfleth.

Bildrechte: Johannes Weyh, Moorhusen

1958 Beidenfleth - Kirche St. Nicolai, Windmühle HOFFNUNG

1958 Beidenfleth - Kirche St. Nicolai, Windmühle HOFFNUNG
1958 Beidenfleth - Windmühle HOFFNUNG

1958 Beidenfleth - Kirche St. Nicolai, Windmühle „Hoffnung"
Bild 1: Panorama von Beidenfleth.
Blick vom linksseitigen Ufer der Stör über den Fluß hinweg auf das von einem hohen Deich geschützte Beidenfleth.
Am Ufer haben Frachtewer festgemacht. Die Silhouette des Ortes wird geprägt durch die 1325 erstmals urkundlich bezeugte Kirche St. Nicolai an der Straße Oberes Dorf. Rechts von ihr steht auf einer Verbreiterung des Deiches die Windmühle „Hoffnung“, ein Galerie-Holländer.
Bild 2: Mühlenpriel mit darin liegenden kleinen Frachtschiffen. Im Hintergrund die Windmühle „Hoffnung" auf dem Deich der Stör. Die Windmühle stand unter Denkmalschutz und war lange Zeit nicht mehr im Betrieb. Nachdem im Jahr 2011 mit der Sanierung des einstöckigen Galerieholländers begonnen worden war, brannte das Bauwerk bei einem verheerenden Schadenfeuer am 17. April 2016 vollständig ab. Eine Stöpe bzw. ein Schart in der Kappe des Deiches ermöglicht für Fahrzeuge eine Querung des Deiches.

Bildrechte: Werner Wrage

1960 Beidenfleth an der Stör

1960 Beidenfleth an der Stör

1960 Beidenfleth an der Stör
Luftaufnahme aus nördlicher Richtung von Groß Kampen aus auf Beidenfleth.
Ganz oben rechts sind Häuser des jenseits der Stör in der Kremper Marsch gelegenen Ortes Neuenkirchen zu erkennen.
Die breit und zeitweilig träge fließende und von den Gezeiten geprägte große Mäanderschleifen aufweisende Stör (von „store“, die „Große“ ) trennt die Wilstermarsch von der Krempermarsch. Sie war von den frühesten Zeiten an bis in die zweite Hälfte des 20zigsten Jahrhunderts ein bedeutender Wasserweg.
Die Ufer der Außenkurven des Flusses sind mit Stein-Stacks gegen Abbruch gesichert.
Links der Stör ist auf dem zur Kremper Marsch gehörenden Ufer bei Groß Bahrenfleth die Fährstelle der Beidenflether Fähre zu erkennen.
Die Beidenflether Fähre ist als einzige der vor hundert Jahren unterhalb von Itzehoe an der Stör vorhanden gewesenen Fähren (Wagen- und Kahnfähren) noch heute in Betrieb.
Bis 1936 wurde der Fährprahm durch Menschenkraft über die Stör gezogen; danach wurde ein Motor eingesetzt.
Nachdem in den letzten Jahrzehnten der Betrieb der zudem erneuerungsbedürftigen Fähre immer unrentabler wurde und ihre Stilllegung drohte, wurde durch die Initiative eines Fördervereins Fähre Beidenfleth ein neuer Fährprahm „Else“ beschafft, mit welchem im Jahre 2007 der Fährbetrieb wieder aufgenommen wurde.

Bildrechte: nicht bekannt
Datierung nach dem Fotopapier (LEONAR); diese Firma ging 1964 in Agfa über.

1962 Kümo Hein Oltmann im Hafen Beidenfleth

1962 Küstenmotorschiff Hein Oltmann im Hafen Beidenfleth
1962 Küstenmotorschiff Hein Oltmann im Hafen Beidenfleth
1962 Küstenmotorschiff Hein Oltmann im Hafen Beidenfleth

ca. 1962 Kümo Hein Oltmann im Hafen Beidenfleth
Vor den Ladeeinrichtung beim Silo der Hochfelder Mühle von Detlef Trede im Flußhafen an der Stör bei Beidenfleth liegt das Küstenmotorschiff "Hein Oltmann".
Auch gegenwärtig erfolgt noch an den zwischenzeitlich erheblich vergrößerten Silo Anlagen der heutigen Firma Trede & von Pein der Umschlag von Futtermittelprodukten auf Binnenschiffe.

Das 333 BRT große und 42,21 m lange Küstenmotorschiff „Hein Oltmann“ war unter dem Namen LA PALOMA im Jahre 1950 auf der Brandt Werft in Oldenburg unter der Baunummer 121 für den Eigner Otto Windels, Leer, erbaut worden. Im Jahre 1961 erwarb sie Klaus von Allwöhrden, Dornbusch, von Hans Beilken, Brake, in dessen Besitz sie 1955 gelangt war. Unter dem Namen „Hein Oltmann“ fuhr sie bis 1977 unter ihrem neuen Eigner, danach noch zwei Jahre unter dem Namen PELIKAN für andere Eigentümer. Am 08. Oktober 1979 wurde sie bei einer Kollision mit dem Motorschiff POLAR ECUADOR in der Kieler Förde schwer beschädigt und daraufhin in Lübeck abgewrackt.

Bildrechte: nicht bekannt

1965 Beidenfleth an der Stör - Lange Reihe

1965 Straße Lange Reihe in Beidenfleth an der Stör

1965 Beidenfleth an der Stör
Die schmale Straße Lange Reihe in Beidenfleth hat einen ganz besonderen dörflichen Charme.
In geschlossener Bebauung grenzen nach den beiden Häusern im Vordergrund insgesamt elf kleine eingeschossige Häuser jeweils mit ihrer Giebelseite unmittelbar an die nur auf einer Seite bebaute Straße an.
Die jeweils den Häusern zugehörigen kleinen Gärten liegen gegenüber auf der anderen Seite der Straße.

Bildrechte: Heinz Oest, Lichtbildfreunde Itzehoe

1965 Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth

1965 Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth in der Wilstermarsch

ca. 1965 Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth
Am Standort der schönen alten aus Backsteinen erbauten kleinen anheimelnden Dorfkirche mit ihrem frei stehenden hölzernen Turm wurde bereits 1108 eine erste Kapelle errichtet.
Die Kirche St. Nicolai ist 1325 erstmals urkundlich bezeugt.
Der frei stehende heutige Turm wurde im Jahre 1557 erbaut.
In der Kirche befindet sich ein aus dem Mittelalter stammendes Taufbecken aus Bronze.
Die Beidenflether Kirche birgt bedeutende von der Familie Witt-Warstede gestiftete Kunstwerke.
So wurde das Tauffenster mit den prägnanten und farbenprächtigen Glasmalereien 1962 von dem in der Schweiz wohnhaft gewesenen Gustavus F.C. Witt gestiftet, dessen Vorfahren aus Beidenfleth stammten.
Das mehrteilige Fenster wurde von dem schwedischen Kunst-Professor Einar Forseth gestaltet und in der Kunstglaserei Ringström in Stockholm gefertigt.

Bildrechte: Heinz Oest, Lichtbildfreunde Itzehoe

1965 Windmühle "Hoffnung" in Beidenfleth an der Stör

1982 Beidenfleth an der Stör - Windmühle HOFFNUNG

1965 Beidenfleth an der Stör - Windmühle "Hoffnung"
Die Windmühle „Hoffnung“ in der etwa 900 Einwohner zählenden Gemeinde Beidenfleth an der Stör prägt die Silhouette des Dorfes; sie wurde im Jahre 1813 errichtet und steht im Unteren Dorf in erhöhter Lage auf einer Verbreiterung des Stör Deiches.
Die mit drei Mahlwerken ausgerüstete Mühle "Hoffnung" stand unter Denkmalschutz und war lange Zeit nicht mehr im Betrieb. Nachdem im Jahr 2011 mit der Sanierung des einstöckigen Galerieholländers begonnen worden war, brannte das Bauwerk bei einem verheerenden Schadenfeuer am 17. April 2016 vollständig ab.

Bildrechte: Heinz Oest, Lichtbildfreunde Itzehoe

1978 Halle und Wohnhaus an der Stör im Außendeich bei Beidenfleth

1978 Halle und Wohnhaus im Außendeich bei Beidenfleth
1978 Halle und Wohnhaus im Außendeich bei Beidenfleth

ca. 1978 Halle und Wohnhaus an der Stör im Außendeich bei Beidenfleth
Nach der 1974 erfolgten Inbetriebnahme des Sperrwerks an der Mündung der Stör in die Elbe war nicht mehr zu besorgen, dass höher auflaufende Sturmfluten die Orte an der Stör bedrohten. Nur so ist es erklärlich, dass neben dem Bau einer Halle auf dem Gelände der ehemaligen Beidenflether Werft auch die Genehmigung für den Bau eines Wohnhauses im Außendeich erteilt wurde. Nach Einstellung des Werftbetriebes war die Halle als Winterlager für in Beidenfleth beheimatete Sportboote genutzt worden.
Im Hintergrund sind hinter dem Deich gelegene Gehöfte in Groß Kampen erkennbar.
Bei dem Außendeichsgelände links handelt es sich um den Bereich, welcher von dem 1979 gegründeten Seglerverein Beidenfleth genutzt wird.
Die Segler haben 1980 dort an der Stör eine 180 m lange Schlengelanlage für ihre Sportboote errichtet. Auf den Fotos ist rechts die ursprüngliche Anlegebrücke erkennbar.
Auf dem Gelände links erbaute der Seglerverein Beidenfleth einige Jahre später eine eigene Halle als Winterlager für die Sportboote seiner Mitglieder.

Bildrechte: nicht bekannt

1990 Bootsanleger an der Stör in Beidenfleth

1990 Bootsanleger an der Stör in Beidenfleth in der Wilstermarsch
1990 Bootsanleger an der Stör in Beidenfleth in der Wilstermarsch

1990 Bootsanleger an der Stör in Beidenfleth
Während noch bis weit in die zweite Hälfte des vergangenen Jahrhunderts die Stör von vielen Frachtschiffen befahren wurde und Beidenfleth zeitweilg sogar Standort einer Werft war, gehört seit einigen Jahrzehnten das Revier fast ausschließlich den Wassersportlern allein.
Nachdem in Wilster und in Itzehoe bereits Wasserportvereine bestanden, wurde 1979 der Beidenflether-Segler-Verein 1979 gegründet. Dieser errichtete in den Folgejahren bist 1985 in Eigenleistung eine 180 m lange Schlengelanlage am Ufer der Stör und schuf sich in der Folge eine ansprechende Vereinsanlage.
Hier stellt sich der Beidenflether-Segler-Verein selbst vor.

Bildrechte: Rudolf Horstmann, Beidenfleth

1990 Stöpe am Deich der Stör in Groß Kampen

1990 Stöpe am Deich der Stör in Groß Kampen in der gemeinde beidenfleth in der Wilstermarsch

1990 Stöpe am Deich der Stör in Groß Kampen.
Um für landwirtschaftliche Arbeit im Vorland die steilen Deiche der Stör überwinden zu können, sind an mehreren Stellen in den Kappen der Deiche sogenannte Stöpen angelegt worden. Der Begriff Stöpe wird in der Wilstermarsch und an der schleswig-holsteinischen Westküste gebraucht, während in Niedersachsen hierfür das Wort Schart bzw. Deichschart verwendet wird.
Die Stöpen oder Scharte konnten bzw. mußten bei hoch auflaufenden Sturmfluten mit Dammbalken geschlossen werden. Zumeist waren hierfür in den seitlichen Wangen dieser Bauwerke jeweils mit einigem Abstand zwei Führungsschienen vorhanden, in welche die Dammbalken eingesetzt werden konnten. Der Zwischenraum zwischen den beiden Dammbalkenverschlüssen konnte zusätzlich mit Kleierde oder mit Mist verfüllt werden.
Wenn eine Stöpe bzw. ein Schart tiefer lag, etwa um einem Verkehrsweg die Querung des Deiches zu ermöglichen - beispielsweise an Fährstellen - wurde sie mit zwei Paar Drehflügel Stemmtoren versehen.
Seit der Inbetriebnahme des Mündungssperrwerkes der Stör ist eine Schließung der Tore in der Regel nicht mehr erforderlich, denn die Stördeiche bilden seither die zweite Deichlinie.

Bildrechte: Rudof Horstmann, Wilster

1991 Kirche St. Nicolai, Blick auf die Stör

1991 Kirche St. Nicolai in Beidenfleth in der Wilstermarsch
1991 Kirche St. Nicolai in Beidenfleth in der Wilstermarsch
1991 Anleger an der Stör in Beidenfleth in der Wilstermarsch

1991 Kirche St. Nicolai in Beidenfleth
Am Standort der schönen alten aus Backsteinen erbauten kleinen anheimelnden Dorfkirche mit ihrem frei stehenden hölzernen Turm wurde bereits 1108 eine erste Kapelle errichtet.
Die Kirche St. Nicolai ist 1325 erstmals urkundlich bezeugt.
Der frei stehende heutige Turm wurde im Jahre 1557 erbaut.
In der Kirche befindet sich ein aus dem Mittelalter stammendes Taufbecken aus Bronze.
Die von den Gezeiten geprägte Stör (von „store“, die „Große“ ) fließt in großen Mäandern der Elbe zu; auf ihrem hohen Ufersaum entstanden auf dem zur Wilstermarsch gehörenden Ufer früh die Kirchdörfer Heiligenstedten, Beidenfleth und Wewelsfleth.
Die Stör bildet die Grenze zur Kremper Marsch.

Bildrechte: Rudolf Horstmann, Wilster
Die Fotos wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Frau Tanja Thode, Beldorf, aus dem Nachlaß ihrer Großmutter Maria Wolf, geb. Horstmann; letztere hatte als junge Frau zeitweilig in der Gemeinde Beidenfleth gelebt und daran angenehme Erinnerungen.

 

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