Alte Postkarten aus Wilster

Aktuelle Kategorie: Deichstraße, Wende

Sie können die einzelnen Bilder durch Anklicken direkt vergrößern.

1866 Deichstraße und Wende

1866 Blick in die mittlere Deichstraße und auf die Wende in Wilster

1866 Blick in die mittlere Deichstraße und auf die Wende.
Die Wende war zu dem Zeitpunkt der Vorplatz vor dem Wilsteraner Friedhof auf dem Gelände des heutigen Stadtparks. Bis zum Jahre 1604 lag der Friedhof des Kirchspiels Wilster um die Kirche herum; er wurde danach auf das Gelände des heutigen Stadtparks verlegt und hier bis 1859 für Beerdigungen genutzt und entsprechend weiter betrieben, in dem Jahr wurde der Friedhof in Bischof eingerichtet.
Ganz rechts das Gebäude der späteren Gastwirtschaft "Waffenhalle", in diesem befand sich zur Zeit der Aufnahme eine Zollstation für die in Wilster auf dem Wasserwege über die Wilsterau angelandeten Waren.
Das ganz hinten stehende Haus ist die Bäckerei von August Kühl (später Willy Kühl).
In dem kleinen Haus in Bildmitte wohnte seinerzeit der Architekt und Maurermeister Claus Stockfleth (ein Ururgroßvater des Betreibers von mein-wilster); in dem Moment der Aufnahme betritt gerade dessen Ehefrau Katharina geb. Schütt (* 25.06.1820 in Heiligenstedten) das Gebäude.
Claus Stockfleth erwarb 1906 auch das Haus Deichstraße 18 (rechts in Bildmitte, mit dem hölzernen Giebel); in diesem betrieb Peter Markus Detlef von Holdt ab 1907 seinen Handel mit Möbel und Antiquitäten.
In dem kleinen Häuschen links im Vordergrund hatte der Zigarrenmacher Peter Haase sein Geschäft. Das große Haus dahinter mußte 1933 dem Neubau der Niederlage Wilster (Verwalter Wilhelm Köberlein) der Hamburger Bavaria und St. Pauli Brauerei weichen; zuvor wurde hier die Bierhandlung von Albin Schrödel betrieben.

Anmerkung: Es handelt sich um das dreitausendste auf mein-wilster vorgestellte Objekt

Bildrechte: Hans-Peter Mohr, Wilster
Anmerkung: Auf der Ansichtskarte ist kein Verlag vermerkt. Die alte Aufnahme ist ein halbes Jahrhundert später für eine sogenannte private Ansichtskarte genutzt worden Sie stammt aus einem 1933 vom damaligen Heimatverein Wilstermarsch als Ehrengabe Herrn Pastor D.Dr. Wilhelm Jensen überreichten Album, welches freundlicherweise von Frau Sigrid Malz, Karlsruhe, mit Zustimmung der Nachkommen des D.Dr. Wilhelm Jensen für die Heimat-Seite mein-wilster zur Verfügung gestellt wurde.

1866 Zollstation an der Wende der Deichstraße

1866 Zollstation an der Wende der Deichstraße in Wilster

1866 Zollstation an der Wende der Deichstraße.
Die private Ansichtskarte zeigt ein um 1870 aufgenommenes Foto.
Die schmalen Straßen der Stadt sind seinerzeit, so wie die abgebildete Deichstraße, noch mit Granitpflaster befestigt. Die Bürgersteige sind gleichfalls mit sogenannten "Katzenköpfen" gepflastert, sie sind sehr schmal und in einigen Bereichen kaum begehbar.
Vorne rechts springt das heute noch "Waffenhalle" genannte Gebäude mit einer Ecke weit aus der Flucht der übrigen Häuser hervor. In der „Waffenhalle" war zum Zeitpunkt der Aufnahme eine Zollstation mit zugehörigem Speicher untergebracht. Die zollpflichtige Waren auf der Wilsterau antransportierenden Frachtewer machten hinter dem Gebäude fest. Hier befand sich auch ein hölzerner Ladekran.
Vor dem Gebäude haben es sich auf der vor dem Haus stehenden Bank zwei uniformierte Zöllner bequem gemacht.
Später wurde in dem Gebäude die Gaststätte "Waffenhalle" von Andreas Moser betrieben; der Name rührt von einer im Gastraum ausgestellten Waffensammlung des Wirtes her.
Das Gebäude wurde in den 1950er Jahren von dem benachbarten Kaufmann Hermann Kloppenburg bzw. dessen Sohn Hans Kloppenburg als Lager- und Ausstellungsraum genutzt.
Das Haus Deichstraße 18 (in Bildmitte das Gebäude mit dem hölzernen Giebel) wurde 1934 umgebaut zum Geschäftshaus des Tischlermeisters Peter Claus Heinrich von Holdt.
Dahinter das Haus von Maurermeister und Architekt Claus Stockfleth (ein Ururgroßvater des Betreibers von mein-wilster); in dem Moment der Aufnahme betritt gerade dessen Ehefrau Katharina geb. Schütt (* 25.06.1820 in Heiligenstedten) das Gebäude.
Links das Häuschen des Zigarrendrehers Peter Haase;
das große Haus dahinter wurde 1933 durch den Neubau der Gebäude der Niederlage Wilster der Hamburger Bavaria und St. Pauli Brauerei ersetzt.

Bildrechte: Klaus-Peter Mohr

1868 Deichstraße

1868 Deichstraße in Wilster

ca. 1868 Deichstraße
Blick in die untere Deichstraße, etwa von Höhe des späteren Konzerthaus Jacobs aus in Richtung Landrecht gesehen.
Die Straße wie auch die Bürgersteige und die trennenden Gossen sind noch mit unbehauenen Kopfsteinen (Feldsteinen) gepflastert.
Das Haus in Bildmitte ist die spätere Bäckerei Ruge; in dem zweiten Haus davor war viel später (1930er) der Malerbetrieb Stegemann (nachfolgend Wulf) untergebracht - die vordere Hälfte dieses Hauses wurde 1954 durch einen Neubau ersetzt.

Bildrechte: Hans-Peter Mohr
Anmerkung: Auf der Ansichtskarte ist kein Verlag vermerkt. Die alte und von einer bereits geschädigten Glasplatte gezogenen Aufnahme ist ein gutes halbes Jahrhundert später für eine sogenannte private Ansichtskarte genutzt worden. Sie stammt aus einem 1933 vom damaligen Heimatverein Wilstermarsch als Ehrengabe Herrn Pastor D.Dr. Wilhelm Jensen überreichten Album, welches freundlicherweise von Frau Sigrid Malz, Karlsruhe, mit Zustimmung der Nachkommen des D.Dr. Wilhelm Jensen für die Heimat-Seite mein-wilster zur Verfügung gestellt wurde.

1870 Blick in die obere Deichstraße

1870 obere Deichstraße in Wilster

1870 Blick in die obere Deichstraße, vom Markt aus gesehen.
Rechts oben ist auf dem Foto der auch 100 Jahre später noch vorhanden gewesene Lastenaufzug am Giebel des Hauses Deichstraße 85 zu erkennen.
Das dritte Haus (mit der Klinker-Front) von links ist das in den 1950er Jahren umgebaute Geschäftshaus (vorher Gemüsehandel Bünning) von Textil Looft, wobei zu einem späteren Zeitpunkt das folgende Haus bei einem weiteren Umbau in das Geschäftshaus einbezogen wurde.
Der Abzug stammt von einem alten schadhaften gläsernen Negativ, worin auch die Fehlstellen auf dem Abzug begründet sind.

Bildrechte: Hans-Peter Mohr, Wilster
Anmerkung: Auf der Ansichtskarte ist kein Verlag vermerkt. Die alte Aufnahme ist ein halbes Jahrhundert später für eine sogenannte private Ansichtskarte genutzt worden Sie stammt aus einem 1933 vom damaligen Heimatverein Wilstermarsch als Ehrengabe Herrn Pastor D.Dr. Wilhelm Jensen überreichten Album, welches freundlicherweise von Frau Sigrid Malz, Karlsruhe, mit Zustimmung der Nachkommen des D.Dr. Wilhelm Jensen für die Heimat-Seite mein-wilster zur Verfügung gestellt wurde.

1872 Wilsterau am Helgenland, Rückseite Häuser der Deichstraße

1872 Wilsterau am Helgenland, Rückseite der Häuser an der Deichstraße

1872 Wilsterau am Helgenland, Rückseite der Häuser an der Deichstraße
Winterliches Bild von der zugefrorenen Wilsterau und dem im Winterlager vor der alten Zollstation (später "Waffenhalle") liegenden Frachtschiff „Holsatia“, ein Wilsterau-Ever.
Unmittelbar rechts vom Mast des Frachtewers ist auf dem Ufergrundstück ein hölzerner Kran zu erkennen.
Die zu 14 BRT vermessene "Holsatia" war 1871 auf der Wilsteraner Werft von Friedrich Bergmann auf dem Helgenland für den Schiffer Claus Maass gebaut worden.
Seinerzeit befand sich in dem Gebäude der sogenannten „Waffenhalle“ eine Zollstation. Der Name Waffenhalle für die spätere gleichnamige Gastwirtschaft in dem Gebäude rührt daher, daß der Inhaber in seinem Lokal eine Waffensammlung ausstellte.
Heute findet keine Fracht-Schifffahrt mehr auf der Wilsterau statt, das Gewässer wird nur noch von kleinen Sportbooten und auf einer Teilstrecke von dem AUKIEKER als touristische Attraktion befahren. Daneben ist die Wilsterau ein gerne besuchtes Angel-Gewässer; als solches wird die Wilsterau auf der Internetseite der Stör Angler vorgestellt.

Bildrechte: Hans-Peter Mohr
Anmerkung: Auf der Ansichtskarte ist kein Verlag vermerkt. Die alte Aufnahme ist ein halbes Jahrhundert später für eine sogenannte private Ansichtskarte genutzt worden Sie stammt aus einem 1933 vom damaligen Heimatverein Wilstermarsch als Ehrengabe Herrn Pastor D.Dr. Wilhelm Jensen überreichten Album, welches freundlicherweise von Frau Sigrid Malz, Karlsruhe, mit Zustimmung der Nachkommen des D.Dr. Wilhelm Jensen für die Heimat-Seite mein-wilster zur Verfügung gestellt wurde.

1903 Blick vom Kirchturm auf die Marktstraße (spätere Op de Göten)

1903 Blick vom Kirchturm auf die Marktstraße (spätere Op de Göten) und auf die rechts vom Marktplatz abgehende Deichstraße (ehemalige Kehdinger Straße),

1903 Blick vom Kirchturm auf die Marktstraße (spätere Op de Göten) und auf die rechts vom Marktplatz abgehende Deichstraße (ehemalige Kehdinger Straße), an deren Ecke das Hotel „Wilstermarsch Haus“ steht.
Links vor den Häusern ist gut erkennbar, daß die zur Wilsterau herab führende lange Rampe verengt wurde zu Gunsten eines breiteren Bürgersteiges; über die Rampe ergoß sich das Niederschlagswasser vom hoch gelegenen Marktplatz in die Wilsterau. Die Brücke beim Alten Rathaus hieß daher Op de Göten (über der Gosse); sie gab später der gesamten Straße ihren Namen.
Im Hintergrund an der Schmiedestraße steht noch das Gebäude, an dessen Stelle 1913 die Westholsteinische Bank errichtet wurde. Vorne links steht noch der Vorgängerbau von J.P.T. Andersen, der hier 1912/13 sein imposantes Geschäftshaus errichten ließ.
Im Hintergrund (ganz rechts oben) ist die Stadtmühle zu erkennen, die an der Wilsterau nahe dem später nach ihr benannten Stadtmühlenweg stand.

Bildrechte: Karl Kuskop, Wilster

1904 Das Helgenland, der historische Werft-Platz der Stadt Wilster

1904 Blick über das Helgenland in nordwestliche Richtung.
Das Helgenland zwischen den beiden Armen der Wilsterau bietet sich dem Betrachter als Werft-Platz dar, wie er über lange Zeiträume dort so bestanden hat.
Folgende Wilsteraner Werften sind bezeugt:
1840 bis 1910 Werft von Friedrich Bergmann, danach ab 1886 Martin Bergmann
1856 bis 1884 Werft von Hans Fack, danach Johannes Fack
Hans Fack hatte offenbar zuvor in Itzehoe im Jahr 1852 eine kleine Werft gegründet und dann den Betrieb nach Wilster verlegt. Die Familie Fack war in Holstein eine bekannte Schiffbauerfamilie. Die 5 Söhne des Hans Fack betrieben ebenfalls Werften (Johannes ab 1876 in Wilster; Ferdinand ab 1899 die bereits 1873 gegründete Werft in Burg; Hermann in Tönning; Wilhelm in Rethwisch; Johann Heinrich ab 1880 in Itzehoe)
1861 Reimer Griese
1871 Heinrich Rehder
1879 bis 1890 Werft von Theodor Engel
1885 Martin Bruhn
Während im Vordergrund die Slip-Anlagen leer sind, ist an der Spitze des Helgenlandes ein Ewer auf den dort vorhandenen Helgen der Bergmann-Werft gezogen worden. Exakt an dieser Stelle errichtete 50 Jahre später der Tischlermeister Heinrich von Holdt seinen Bootsschuppen, in welchem er als Traditionsträger des Wilsteraner Schiffbaues mehrere große hölzerne Segeljachten erbaute.
Auf dem Helgen mittig im Vordergrund ist ein hölzerner Ewer weitgehend fertig gebaut.
Rechts sind die Häuser an der Deichstraße erkennbar, während die Häuser links an der Straße "Hinter der Stadt" (spätere Hans-Prox-Straße) stehen und ihre Gärten an die Wilsterau angrenzen.
Ganz links steht direkt an der Wilsterau ein Gebäude der vormaligen Lohgerberei (ab 1873) von Jürgen Johannes Falk.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Anmerkung: Diese Karte weist auf der Anschriftenseite keine Einteilung auf; aus dem auf der Bildseite frei gelassenen Raum für Mitteilungen läßt sich ableiten, daß die Ansichtskarte vor 1905 entstanden sein muß.

1904 Wilsteraner Hafen am Rosengarten b

1904 Wilsteraner Hafen am Rosengarten
2012 ehemaliger Wilsteraner Hafen am Rosengarten

1904 Wilsteraner Hafen am Rosengarten
Der Hafen am Rosengarten war über Jahrhunderte hinweg Ausgangshafen für die Wilsteraner Schiffer vor ihrer Fahrt in ferne Länder – das waren z.B. um 1540 Holland, Seeland, Frankreich, Engeland, Schottland, Portugal und das „Land tho Losien“ (Andalusien) – aber auch in den Ostseeraum.
Der Hafen und die Schiffahrt sowie die Produkte der fruchtbaren Marsch begründeten die Bedeutung Wilsters und den zeitweilig hier vorhandenen relativen Wohlstand.
Der Schuppen links stand bis in die 1960er Jahre;
rechts sind die Rückfronten von Häusern an der Deichstraße erkennbar.

Bildrechte: Verlag M. Glückstadt & Münden, Hamburg

1905 Deichstraße und Wende

In den 1920er Jahren wieder verwendete Aufnahme aus der Zeit um 1905
1905 Blick durch die mittlere Deichstraße Richtung Wende.
Links im Flaggen-Schmuck das "Konzerthaus" von Hinrich Feldmann. Die Gaststätte war immer im Besitz dieser Familie. Hinrich Feldmann hatte das Haus mit dem Saal bauen lassen; er starb Ende der dreißiger Jahre. Seine mit Heinrich Jacobs verheiratete Nichte Dora Feldmann übernahm mit ihrem Ehemann danach die Gaststätte.
Rechts der Malereibetrieb Stegemann (später Wulf); dann das Haus von (später) Tischlermeister Paul Schulz / Wilma Stitterich ; dann Papierwaren Rudolf Hencke, dahinter Rolf Hencke´s Tabakladen; dahinter die Waffenhalle.
Das kleine Häuschen an der Wende gehörte dem Zigarrendreher Peter Hase;
am Ort des großen Gebäudes in Bildmitte wurde 1934 die Niederlassung der Bavaria- und St. Pauli Brauerei errichtet (Verwalter: Wilhelm Köberlein).
Ergänzend wir eine Ansichtskarte (Bild 4) beigestellt, welche den Saal im "Konzerthaus" zeigt.

Bildrechte: M. Glückstadt & Münden, Hamburg

Die ergänzend vorgestellte Ansichtkarte befindet sich in der Sammlung von Frau Ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen.
Bildrechte Bild 4: Friedrich Schlüter, Wilster

1905 Deichstraße und Wende

Deichstraße und Wende 2007

1905 Blick durch die mittlere Deichstraße Richtung Wende.
Rechts der Malereibetrieb Stegemann (später Wulf); dann das Haus von (später) Schulz/Stitterich; dann Papierwaren Hencke, dahinter Rolf Hencke´s Tabakladen; dahinter die Waffenhalle.
Das kleine Häuschen an der Wende gehörte dem Zigarrendreher Peter Haase;
am Ort des großen Gebäudes in Bildmitte wurde 1934 die Niederlassung der Bavaria- und St. Pauli Brauerei errichtet (Verwalter: Braumeister Wilhelm Köberlein)

Bildrechte: M. Glückstadt & Münden, Hamburg

1905 Markt, Ecke Op de Göten / Deichstraße, Hotel Wilstermarsch Haus

Hotel Wilstermarschhaus
Ecke Op de Göten / Deichstraße 2007

1905
Das Hotel Wilstermarschhaus dominierte den Bereich der Einmündung der Deichstraße und der damaligen Marktstraße (heute „Op de Göten“) in den Marktplatz. Auf der rechten Seite der Deichstraße im Anschnitt noch zu erkennen das „Warenhaus“ von Christian (Krischan) Haack, ein Geschäft mit bis heute erhaltenem ganz besonderem Flair. Der Blick geht in die Deichstraße und zeigt die Häuser in ihrer Erscheinung, wie sie bis in die 1950er Jahre Bestand hatte.

Bildrechte: Verlag C. Kuskop Nachf. Inh. L. Behning, Wilster

1905 Markt, Ecke Op de Göten / Deichstraße, Hotel Wilstermarsch Haus SF

1905 Markt, Ecke Op de Göten / Deichstraße, Hotel Wilstermarsch Haus
1905 Markt, Ecke Op de Göten / Deichstraße, Hotel Wilstermarsch Haus

1905 Markt, Ecke Op de Göten / Deichstraße, Hotel Wilstermarsch Haus
Das Hotel Wilstermarschhaus dominierte den Bereich der Einmündung der Deichstraße und der damaligen Marktstraße (heute „Op de Göten“) in den Marktplatz. Auf der rechten Seite der Deichstraße im Anschnitt noch zu erkennen das „Warenhaus“ von Christian (Krischan) Haack, ein Geschäft mit bis heute erhaltenem ganz besonderem Flair. Der Blick geht in die Deichstraße und zeigt die Häuser in ihrer Erscheinung, wie sie bis in die 1950er Jahre Bestand hatte.

Bildrechte: Verlag C. Kuskop Nachf. Inh. L. Behning, Wilster
Anmerkung: Beide Versionen der Ansichtskarte befinden sich in der Sammlung Ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen

1907 Deichstraße im Bereich der Wende, Gaststätte "Waffenhalle"

1907 Deichstraße im Bereich der Wende

1907 Deichstraße und Wende.
Blick in die Untere Deichstraße von der Wende aus in Richtung Landrecht; links das Haus mit der beeindruckend hohen Eingangstür ist die „Waffenhalle", in welcher früher eine Zollstation untergebracht war und zum Zeitpunkt der Aufnahme die genannte Gaststätte von Andreas Moser. Dahinter folgend ist die Buchdruckerei Hencke zu erkennen; ganz hinten links das Haus der ehemaligen Schmiede von Carl-Adolf Theodor von Holdt – der Inhaber wanderte in die USA aus, wo er sich in Bellingham im Bundesstaat Washington niederließ. Rechts das Geschäftshaus der Schlachterei von Heinrich Dencker; danach wurde der Betrieb in drei Generationen von Mitgliedern der Familie Schlüter (Heinrich, Erwin, Heiner) geführt, etwa ab 1956 war der Betrieb einige Jahre an den Schlachtermeister Huster verpachtet, zuletzt war hier eine Filiale der am Kohlmarkt beheimateten Schlachterei von Tade Magnussen untergebracht – im Jahre 2000 ist das Geschäftshaus ersatzlos abgebrochen worden.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

1908 Blick vom Kirchturm auf die Ecke Op de Göten, Deichstraße a

1908 Blick vom Kirchturm auf die Ecke Op de Göten, Deichstraße in Wilster

1908 Ein interessanter Blick vom Kirchturm auf die Marktstraße (spätere Op de Göten) und auf die rechts vom Marktplatz abgehende Deichstraße (ehemalige Kehdinger Straße).
Links vor den Häusern der Marktstraße gut erkennbar ist die lange zur Wilsterau herab führende Rampe.
Halbrechts im Hintergrund zwischen den beiden hohen Schornsteinen ist die ehemalige Stadt Mühle zu erkennen.

Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster

1908 Blick vom Kirchturm auf die Ecke Op de Göten, Deichstraße b

1908 Blick vom Kirchturm auf die Ecke Op de Göten, Deichstraße in Wilster

1908 Blick vom Kirchturm auf die Marktstraße (spätere Op de Göten) und auf die rechts vom Marktplatz abgehende Deichstraße (ehemalige Kehdinger Straße).
Links vor den Häusern der Marktstraße gut erkennbar ist die lange zur Wilsterau herab führende Rampe. Die Brücke am Alten Rathaus führte über die Göten (Gosse), welche das vom hoch gelegenen Marktplatz abfließende Niederschlagswasser der Wilsterau zuführte – die Brücke gab später der gesamten kurzen Straße den Namen Op de Göten (Über der Gosse). Halbrechts ganz im Hintergrund ist zwischen den beiden hohen Schornsteinen die ehemalige Stadt Mühle zu erkennen.

Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster

1908 Deichstraße und Landrecht

1908 Deichstraße und Landrecht in Wilster
2010 Deichstraße und Landrecht in Wilster

ca. 1908 untere Deichstraße und Blick in die Straße Landrecht (diese beginnt etwa ab der auf der Straße abgestellten Karre).
Links das Geschäft (Papier-, Galanterie-, Spiel- u. Lederwaren) von Wilhelm Nagel, der auch Musiker u. Komponist war.
Dahinter die Bäckerei Wittmaack (schräg gegenüber lag die Bäckerei Köritz), hinter dieser ein schmaler Gang, welcher zu einem Steg über die Wilster-Au führt.
Die Gebäude dahinter gehören zu der bis zum Jahr 1969 bestehenden Lebensmittel-Großhandlung Musfeldt.

Bildrechte: Verlag F. Schlüter, Wilster

1908 Deichstraße, Bäckerei von Emil Ruge

1908 Bäckerei Ruge in der Deichstraße
Die Fein & Grobbäckerei von Emil Ruge wurde in der Deichstraße – Haus Nr. 28 – betrieben.
Der goldene Kringel über der Tür kündete viele Jahrzehnte von dem in dem Gebäude betriebenen Gewerbe, denn der Sohn Otto Ruge wurde ebenfalls Bäcker; die Bäckerei bestand bis in die 1970er Jahre.
Der schöne Brauch, Zunft- oder Handwerkszeichen an den Gebäuden - auch an denen, in welchen in früheren Zeiten derartige Betriebe ansässig waren - anzubringen, lebt heute in einigen Gemeinden wieder auf; sie künden vom früher hier betriebenen Gewerbe.
Es ist eine nette Vorstellung, wenn in einer derartigen von Verwaltung, Rat und Bürgern betriebenen konzertierten Aktion die Handwerkstraditionen der schönen alten Stadt Wilster auf diese Weise in Erinnerung gehalten würden!

Bildrechte: Verlag L. Treichel, Altona

1908 obere Deichstraße

1908 obere Deichstraße in Wilster
1908 obere Deichstraße in Wilster

1908 obere Deichstraße.
Blick etwa vom Standort der heutigen Drogerie Behmer in die Deichstraße stadtauswärts.
Einige der abgebildeten Häuser sind auch heute noch nach über 100 Jahren eindeutig zu erkennen.
In dem Gebäude rechts, auf dessen Dach zwei Handwerker bei der Arbeit sind, wurde wie aus der Reklameschrift erkennbar ist, ein Fahrradhandel – und eine Reparaturwerkstatt betrieben; eine solche bestand dort auch noch zu Beginn der 1950er Jahre.

Bildrechte: Ludwig Behning, Wilster

1910 Deichstraße - Haus des Musikers und Komponisten Wilhelm Nagel

1910 Haus des Musikers und Komponisten Wilhelm Nagel in der Deichstraße in Wilster
1910 Wilhelm Nagel, ausgestattet mit Instrumentenkoffern, mit seiner Ehefrau vor dem gemeinsamen Geschäft in der Deichstraße in Wilster

1910 Deichstraße - Haus des Musikers und Komponisten Wilhelm Nagel.
Im Haus Deichstraße 38 wurde ein Ladengeschäft (Papier-, Galanterie-, Spiel- u. Lederwaren), vom Komponisten und Musiker Wilhelm Nagel gemeinsam mit seiner Ehefrau betrieben.
Die Fassade des Hauses Deichstraße 38 ist, wie ein Vergleich mit einer etwas älteren Aufnahme verdeutlicht, kurze Zeit zuvor umgestaltet worden. Der am 19. März 1870 in Averfleth geborene und in Wilster lebende Musiker und Komponist "Wilhelm Nagel" (er starb 06.05.1954) leitete zu seiner Zeit alle Chöre in Wilster und wirkte in mehreren Kapellen mit. Er wurde über die Landesgrenzen hinaus bekannt als Leiter vieler Chor-Konzerte sowie als Komponist zahlreicher Musikstücke.
Die Stadt Wilster ehrte ihn vor einigen Jahren mit der Benennung einer Straße, der "Wilhelm-Nagel-Allee" im Neubaugebiet auf dem Billerbeck´schen Land östlich der Rathausstraße.
Die Ausschnittsvergrößerung (Bild 2) zeigt Wilhelm Nagel, ausgestattet mit Instrumentenkoffern, mit seiner Ehefrau vor dem gemeinsamen Geschäft.

Bildrechte: nicht bekannt; sogenannte Privat-Postkarte
Anmerkung: Die Ansichtskarte wurde freundlicherweise von Ralf Steffens, Luzern, Schweiz, für diese Heimat-Seite zur Verfügung gestellt.

1910 Deichstraße, Landrecht

1916 Haus Deichstraße 38 des Komponisten Wilhelm Nagel
1916 Haus des Komponisten Wilhelm Nagel, Deichstraße 38

ca. 1910 untere Deichstraße und Blick in die Straße Landrecht (letztere begann hinter dem Haus mit der Schleswig-Holstein Flagge).
Links im Haus Deichstraße 38 das Geschäft (Papier-, Galanterie-, Spiel- u. Lederwaren), welches der Komponist und Musiker Wilhelm Nagel gemeinsam mit seiner Ehefrau betrieb. In dem Geschäft wurden auch Lotterie-Lose verkauft (Bild 4).
Der am 19. März 1870 in Averfleth geborene und in Wilster lebende Musiker und Komponist "Wilhelm Nagel" (er starb 06.05.1954) leitete zu seiner Zeit alle Chöre in Wilster und wirkte in mehreren Kapellen mit. Er wurde über die Landesgrenzen hinaus bekannt als Leiter vieler Chor-Konzerte sowie als Komponist zahlreicher Musikstücke.
Die Stadt Wilster ehrte ihn vor einigen Jahren mit der Benennung einer Straße, der "Wilhelm-Nagel-Allee" im Neubaugebiet auf dem Billerbeck´schen Land östlich der Rathausstraße.
Die Fassade des Hauses Deichstraße 38 ist – wie ein Vergleich mit einer etwas älteren Aufnahme verdeutlicht, kurze Zeit vor 1916 umgestaltet worden – vergleiche auch die ergänzend beigestellte Privat-Ansichtskarte mit dem allein abgelichteten Gebäude (Bild 3)
In dem folgenden Gebäude wurde längere Zeit die Bäckerei Wittmaack betrieben (schräg gegenüber lag die Bäckerei Köritz), hinter welcher ein schmaler Gang zu einem die Wilster-Au überquerenden öffentlichen Steg führte.
Die Gebäude dahinter gehörten zur bis zum Jahr 1969 bestehenden Großhandlung Musfeldt.
An dem Gebäude rechts ist die Reklame-Inschrift des Schuhwarengeschäfts von Wilhelm Reimers zu erkennen, welches zu Beginn der 1950er Jahre in die obere Deichstraße verlegt wurde; in dem abgebildeten Haus wurde dann einige Jahre die „Stör-Apotheke“ vom Apotheker Herter betrieben.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

1910 Stadtpark und Wende an der Deichstraße

1910 Stadtpark und Wende an der Deichstraße in Wilster
1775 Ausschnitt aus dem Stadtgrundriss der Stadt Wilster

1910 Stadtpark und Wende an der Deichstraße.
Blick vom Stadtpark - dem vormaligen Friedhof - auf die Wende.
Bis zum Jahre 1604 lag der Friedhof des Kirchspiels Wilster um die Kirche herum; er wurde danach auf das Gelände des heutigen Stadtparks verlegt und hier bis 1859 betrieben, in Einzelfällen auch länger.
Die Fläche ist 1907 von der Stadt Wilster erworben und zum Park umgestaltet worden.
Die Wende (hier wendeten in früheren Zeiten die Fuhrwerke) an der Deichstraße war zuvor Vorplatz des Friedhofs; an ihr befand sich eine kleine Kapelle, etwa dort, wo sich links die hohe Mauer befindet. (sh. Bild 2; Ausschnitt aus dem Stadtgrundriß von 1775)
In Bildmitte die Gaststätte (mit Fremdenzimmern) "Waffenhalle" von August Moser; in diesem Gebäude war vorher eine Zollstation untergebracht.
Links davon die Kolonial- und Eisenwarenhandlung von Hermann Kloppenburg.
Rechts an der Wende die Schlachterei von (Heine-Meister) Heinrich Schlüter.
Das schöne Tor zum Park wurde Anfang der 1950er ersetzt.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1910 Wende an der Deichstraße, Stadtpark, Gaststätte "Waffenhalle"

1910 Wende an der Deichstraße, Stadtpark, Gaststätte "Waffenhalle"
1910 Wende an der Deichstraße, Stadtpark, "Waffenhalle"
1910 Wende an der Deichstraße, Stadtpark, Gaststätte "Waffenhalle"

ca. 1910 Blick vom Stadtpark auf die Wende (hier wendeten in früheren Zeiten die Fuhrwerke) an der Deichstraße.
In Bildmitte die Gaststätte (mit Fremdenzimmern) "Waffenhalle" von August Moser; in diesem Gebäude war vorher eine Zollstation untergebracht.
Links davon die Kolonial- und Eisenwarenhandlung von Kloppenburg.
Rechts an der Wende die Schlachterei von Heinrich (Heine-Meister) Schlüter.
Das schöne Tor zum Park wurde Anfang der 1950er ersetzt.

Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster
Anmerkung: Die ergänzend vorgestellte unkolorierte Ansichtskarte (Bild 4) befindet sich in der Sammlung Ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen

1911 Wilsterau am Helgenland

1911 Blick von dem die Wilsterau querenden Steg, der im Zuge des Fußweges von der Deichstraße am Hause der späteren Tischlerei Heinrich von Holdt vorbei zum alten Wilsteraner Hafen am Rosengarten führt.
Frachtewer löschen ihre Ladung.
Im Hintergrund ist die Einmündung des Stadtarmes der Wilsterau in den Hauptarm erkennbar.
Links führt der Treidelweg am sogenannten Helgenland (auf ihm lagen früher die Wilsteraner Werften) entlang, an dessen Spitze Heinrich von Holdt 1952 ein Bootshaus mit Helling errichtete.
Rechts die Rückansichten der Häuser an der Deichstraße sowie auf den Ufergrundstücken stehende Speicher.

Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Ansichtskarten-Specialgeschäft, Wilster

1912 Deichstraße und Wende, Gaststätte "Waffenhalle"

1912 Deichstraße und Wende, Gaststätte "Waffenhalle" in Wilster
Deichstraße 2007 (Blick von der Wende stadtauswärts)
1912 Deichstraße und Wende, Gaststätte "Waffenhalle" in Wilster

1912 Deichstraße.
Blick in die Untere Deichstraße von der Wende aus Richtung Landrecht;
links die „Waffenhalle", in welcher früher eine Zollstation untergebracht war und danach die genannte Gaststätte von Andreas Moser;
dahinter folgend ist die Buchdruckerei Hencke zu erkennen; ganz hinten links das Haus der ehemaligen Schmiede von Carl-Adolf Theodor von Holdt – der Inhaber wanderte in die USA aus, wo er sich in Bellingham im Bundesstaat Washington niederließ;
rechts das 2000 abgebrochene Geschäftshaus der vormaligen Schlachterei Schlüter

Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster

Anmerkung: Das zum Vergleich hier gezeigte Bild rechts - ein Bildausschnitt - stammt aus dem Alt-Wilster Kalender (Blatt August 2003) von Robert Friedrichs. Es verdeutlicht, daß die bei Robert Friedrichs zu beziehenden Abzüge von der Originalplatte deutlich brillanter sind als die Ansichtskarte.

1914 obere Deichstraße SF

1914 Wilster, obere Deichstraße Blick Richtung Markt

1914 obere Deichstraße Blick Richtung Markt.
Vorne rechts das Geschäft des Korbmachers Conrad Stiddig - sein Sohn Karl betrieb später schräg gegenüber als Sattler und Tapezier ein Geschäft für Lederwaren.
In dem folgenden Haus, auf welchem handschriftlich der Name Otto Ruge vermerkt ist, wurde ein Geschäft für Tabakwaren betrieben.
Es folgt das Geschäft von Optiker Johannes Schade (nach dem II. Weltkrieg Werner Viergutz und danach Tiedemann). In dem anschließenden Klinker-Gebäude von Hermann Schultz war nach II. WK zunächst der Gemüseladen von Bünning betrieben – das Gebäude wurde danach von Textil-Looft vollkommen umgebaut.
Es folgt KAISERS Kaffee und die Drogerie Behmer, dann das Textilgeschäft Mangels.
Am Eingang zum Markt steht das Hotel Wilstermarschhaus.
Am Markt ist das das 1912/13 errichtete große Geschäftshaus von J.P.T. Andersen zu erkennen.
Die Deichstraße war in früheren Jahrzehnten die herausragende Geschäftsstraße in Wilster, es reihte sich vom Markt bis etwa zur Straße Landrecht Geschäft an Geschäft. Dieser Zustand erhielt sich weitgehend bis in die 1960er Jahre.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Udo Urban, Wilster

1914 Op de Göten, Markt, Wilstermarsch Haus, Deichstraße a

1914 Op de Göten, Markt, Wilstermarsch Haus, Deichstraße in Wilster
Ecke Markt, Deichstraße, Op de Göten 2007

1914 Op de Göten, Markt, Wilstermarsch Haus, Deichstraße
Die Feldpostkarte (aus dem I. Weltkrieg) zeigt rechts das Hotel Wilstermarsch-Haus, vor welchem ein Automobil – sicherlich eines der ersten in Wilster – gegen die Fahrtrichtung geparkt ist.
In der Straße ein Pferdefuhrwerk.
Vor dem Eingang des Hotels ist durch transparente eiserne Gitter der Aufstellplatz für zwei Tische mit Stühlen vom Bürgersteig abgetrennt.
Links im Anschnitt der Neubau von J.P.T. Andersen.

Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster

1914 Op de Göten, Markt, Wilstermarsch Haus, Deichstraße b (Ex)

1914 Op de Göten, Markt, Wilstermarsch Haus, Deichstraße in Wilster

1914 Op de Göten, Markt, Wilstermarsch Haus, Deichstraße
Die Feldpostkarte (aus dem I. Weltkrieg) zeigt rechts das Hotel Wilstermarsch-Haus, vor welchem ein Automobil – sicherlich eines der ersten in Wilster – gegen die Fahrtrichtung geparkt ist.
In der Straße ein Pferdefuhrwerk.
Vor dem Eingang des Hotels ist durch transparente eiserne Gitter der Aufstellplatz für zwei Tische mit Stühlen vom Bürgersteig abgetrennt.
Links im Anschnitt der Neubau von J.P.T. Andersen.

Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster
Anmerkung: Die kolorierte Version der Ansichtskarte befindet sich in einer externen Sammlung

1914 Soldaten vor dem Wilstermarschhaus

ca. 1914 Soldaten vor dem Wilstermarschhaus
Vor dem Hotel Wilstermarsch-Haus an der Ecke Deichstraße / Op de Göten sind mit Pickelhauben behelmte Soldaten mit einer Militär-Kapelle angetreten.
Rechts im Anschnitt das auch heute noch bestehende Geschäft von Christian Haack.
Zahlreiche Bürger haben sich eingefunden, um die Soldaten zu verabschieden;
damals herrschte in großen Teilen der Bevölkerung zu Beginn des I. Weltkrieges eine heute kaum noch nachvollziehbare Euphorie.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

1915 das Haus Deichstraße 17 in Wilster

Haus Deichstraße 17 2007

ca. 1915 Das Haus Deichstraße 17 in Wilster gehörte zu der Zeit dem Architekten und Maurermeister Claus Stockfleth und seiner Ehefrau Katharina, verwitwete Haase, geb. Schütt.
Claus Stockfleth hat das nebenan stehende Haus Deichstraße 18 gekauft und es seiner Enkelin Frida Haase – sie war von ihm und seiner Ehefrau aufgezogen worden – zur Hochzeit mit Peter Markus Detlef von Holdt geschenkt.
Der Sohn Peter Klaus Heinrich des jungen Ehepaares steht hier neben seinem Urgroßvater.

Bildrechte: Verlag L. Treichel; Altona

1915 Deichstraße

Deichstraße 2007

1915 obere Deichstraße (sie hieß in früheren Zeiten ‘Kehdinger Straße“).
Rechts das Geschäftshaus der Firma Behrens & Haltermann, in welchem nach dem II. Weltkriege eine sogenannte Tauschzentrale untergebracht war.
Daneben die Gaststätte der Gebrüder Pruter, später Max Brandt, mit der gegenüber liegenden Pferde-, Viehhandlung und Hengststation. Der auch heute noch vorhandene Pferdekopf über der Durchfahrt erinnert daran.

Bildrechte: Verlag von L. Behning, Wilster

1915 Markt südliche Häuserzeile und Blick zur Deichstraße a

1915 Markt südliche Häuserzeile und Blick zur Deichstraße

1915 Am Markt, südliche Häuserzeile und Blick zur Deichstraße.
Über die Dauer eines Jahrhundert prägte die Häuserzeile in unverkennbaren Weise das Bild des Marktplatzes, bis vor einiger Zeit Gebäude abgebrochen und durch Neubauten ersetzt wurden.
In dem links stehenden Gebäude hatte seinerzeit die Wilstermarsch Spar- und Leihkasse ihre Geschäftsräume; danach die Volksbank Wilster, welche das Haus 1953 modernisierte und 1969 unter Einbeziehung des links davon stehenden Gebäudes (nicht im Bild) völlig umgestalten ließ.
Dahinter folgt das Gebäude der Conditorei & Caffee Heinrich Egge, dann die Bäckerei Johannes Starck, der Barbier Frisier & Haarschneide-Salon von Detlef Heesch, das 1912/13 erbaute Geschäftshaus J.P.T. Andersen.
Das zu Beginn des Jahres 2011 ausgebrannte Cafe Egge gehörte zu den ältesten gastronomischen Betrieben in Wilster. Das Gebäude wurde bei einem Umbau Anfang der 1970er Jahre mit dem daneben stehenden Gebäude der vormaligen Bäckerei Starck im Untergeschoß zusammengebaut. Bei dem aus praktischen Erwägungen vorgenommenen Umbau im Inneren der Gebäude wurde leider auch dem Zeitgeist entsprechend im Untergeschoß der Häuser eine Fassade geschaffen, die in unharmonischer Weise die schönen Fronten der alten Häuser zerstörte. In ihren Obergeschossen wurden die sehr schön gegliederten Fassaden der Bäckerei von Johannes Starck und des Cafés von Heinrich Egge weitgehend unverändert erhalten. Insgesamt aber war die Umgestaltung allemal vorteilhafter für das historische Stadtbild als der von der Volksbank Elmshorn vorgenommene Neubau nach dem Abbruch der ausdrucksstarken Fassaden. Eine vertane Chance zur Erhaltung des überkommenen Stadtbildes!

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1915 Markt südliche Häuserzeile und Blick zur Deichstraße b

1915 Markt südliche Häuserzeile und Blick zur Deichstraße in Wilster

1915 Markt südliche Häuserzeile und Blick zur Deichstraße
Seit einem Jahrhundert prägte die Häuserzeile in unverkennbaren Weise das Bild des Marktplatzes, bis vor einiger Zeit Gebäude abgebrochen und durch Neubauten ersetzt wurden.
In dem links stehenden Gebäude hatte seinerzeit die Wilstermarsch Spar- und Leihkasse ihre Geschäftsräume; danach die Volksbank Wilster, welche das Haus 1953 modernisierte und 1969 unter Einbeziehung des links davon stehenden Gebäudes (nicht im Bild) völlig umgestalten ließ.
Dann folgt das Gebäude der Conditorei & Caffee Heinrich Egge,
dahinter die Bäckerei Johannes Starck,
der Barbier Frisier & Haarschneide-Salon von Detlef Heesch,
das Geschäftshaus Andersen.
Kürzlich wurde das Geschäftshaus Andersen nach einer längeren Zeit des Leerstandes wieder einer Nutzung zugeführt.
Das zu Beginn des Jahres 2011 ausgebrannte Cafe Egge gehörte zu den ältesten gastronomischen Betrieben in Wilster. Seit den 1950er Jahren war der Inhaber Hans Egge, von der Wilsteranern freundlich gemeint als „Hans Cremeschnitt“ bezeichnet, wie seither auch das Café eine Institution in Wilster. Das Gebäude wurde bei einem Umbau Anfang der 1970er Jahre mit dem daneben stehenden Gebäude der vormaligen Bäckerei Starck im Untergeschoß zusammengebaut. Bei dem aus praktischen Erwägungen vorgenommenen Umbau im Inneren der Gebäude wurde leider auch dem Zeitgeist entsprechend im Untergeschoß der Häuser eine Fassade geschaffen, die in unharmonischer Weise die schönen Fronten der alten Häuser zerstörte. In ihren Obergeschossen wurden die sehr schön gegliederten Fassaden der Bäckerei von Johannes Starck und des Cafés von Heinrich Egge weitgehend unverändert erhalten. Das war allemal vorteilhafter für das historische Stadtbild als der von der Volksbank Elmshorn vorgenommene Abbruch der Häuser und der nachfolgende Neubau.
Es wurde die Chance vertan, die historischen Fassaden der Häuser in geeigneter Weise wieder herzurichten. Es fehlte beim Bauherrn sowie bei Verwaltung und Rat der Stadt die Sensibilität dafür, der Innenstadt von Wilster ihr schönes altes unverwechselbares Gesicht zu erhalten. Die Versuchung, vermeintlich modern sein zu wollen, hat schon viele Städte uniform gemacht!
Wie die Wiederherstellung historischer Fassaden in sehr überzeugender Weise gelingen kann, dafür hat das Textilhaus Reese mit seinen ebenfalls am Markt stehenden Häusern ein hervorragendes und nachahmenswertes Beispiel geliefert!

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1916 Markt, Ecke Op de Göten / Deichstraße, Hotel Wilstermarsch Haus

Wilstermarschhaus 1916

1916 Das Hotel Wilstermarschhaus hat gegenüber der Aufnahme von 1905 einen neuen und sein schönes Fachwerk stärker betonenden Anstrich erhalten.
Das dritte Gebäude (früher Textil Mangels) in der Deichstraße hat eine neu gestaltete Fassade mit einem asymmetrisch angeordneten Vorbau im Obergeschoß erhalten.
Auf der rechten Seite der Deichstraße im Anschnitt noch zu erkennen ist das „Warenhaus“ von Christian (Krischan) Haack.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1920 Saal im "Konzerthaus" an der Deichstraße SF

1920 Saal im "Konzerthaus" an der Deichstraße in Wilster

1920 Saal im "Konzerthaus" an der Deichstraße
Die Gaststätte "Konzerthaus" wurde seinerzeit von Hinrich Feldmann betrieben. Die Gaststätte war von Beginn an immer im Besitz dieser Familie.
Hinrich Feldmann hatte das Haus mit dem Saal bauen lassen; er starb Ende der dreißiger Jahre. Seine mit Heinrich Jacobs verheiratete Nichte Dora Feldmann übernahm mit ihrem Ehemann danach die Gaststätte.
Noch in den 1950er Jahren wurden auf der kleinen Bühne des Saales Theateraufführungen veranstaltet. Darüber hinaus wurden unterschiedliche Veranstaltungen - u.a. Versammlungen und Tanzveranstaltungen - auf dem Saal durchgeführt.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Udo Urban, Wilster

1923 Manufakturwaren-Geschäft J. Mangels in der Deichstraße

1923 Das Manufakturwaren-Geschäft von J. Mangels in der Deichstraße gehörte lange Zeit zu den herausragenden Textilwaren Geschäften in Wilster.
Die Werbe-Ansichtskarte stellt auf Bild- und Anschriftenseite die Angebote und die Leistungen des im Hause Deichstraße 2 betriebenen Geschäftes dar.
Der auffällige Ziergiebel des Hauses, in welchem ab den 1960er Jahren das Textil-Geschäft von Theodor Andersen jun. betrieben wurde, besteht seit langer Zeit nicht mehr.

Bildrechte: nicht bekannt

1925 Saal im "Konzerthaus" an der Deichstraße

1925 Saal im "Konzerthaus" an der Deichstraße in Wilster

1925 Saal im "Konzerthaus" an der Deichstraße
Die zu Zwecken der Werbung genutzte Karte wirbt mit dem Aufdruck:
Club- und Ballhaus
200 Personen passend
Gast- und Logierhaus mit Centralheizung
Telefon Nr. 176
Bes. H. Feldmann
Die Gaststätte "Konzerthaus" wurde seinerzeit von Hinrich Feldmann betrieben; die Gaststätte war von Beginn an immer im Besitz der Familie Feldmann gewesen.
Hinrich Feldmann hatte das Haus mit dem Saal bauen lassen; er starb Ende der dreißiger Jahre. Seine mit Heinrich Jacobs verheiratete Nichte Dora Feldmann übernahm mit ihrem Ehemann danach die Gaststätte.
Noch in den 1950er Jahren wurden auf der kleinen Bühne des Saales Theateraufführungen veranstaltet. Darüber hinaus wurden unterschiedliche Veranstaltungen - u.a. Versammlungen und Tanzveranstaltungen, so auch solche der Kinder Gilde Wilster - auf dem Saal durchgeführt.
Insbesondere war das Haus Versammlungsstätte des Ortsvereins Wilster der Sozialdemokraten.

Bildrechte: nicht bekannt

1927 Blick vom Marktplatz in die Deichstraße.

1927 Repro -> neu aufgelegte alte Ansichtskarte.
Blick vom Marktplatz in die Deichstraße.
Links das Hotel „Wilster-Marsch-Haus“, seinerzeit wohl das größte Hotel in Wilster. Das Gebäude wurde bei dem Terror-Angriff anglo-amerikanischer Bomber während des II. Weltkrieges am 15. Juni 1944 durch Bombenwirkung stark beschädigt und einige Jahre später abgebrochen.
Rechts das „Warenhaus“ von Christian Haack, das sein unverwechselbares Flair auch 80 Jahre später fast unverändert bewahrt hat.

Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder Fotos von den Originalnegativen erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1928 Hotel Wilstermarsch-Haus am Markt, Ecke Op de Göten und Deichstraße

Hotel Wilstermarsch-Haus

ca. 1928 Hotel Wilstermarsch-Haus am Markt an der Ecke Op de Göten und Deichstraße
Das im Vordergrund abgebildete Hotel Wilster-Marsch-Haus von Jacobs war das größte Hotel in Wilster.
Auf dem Bürgersteig vor dem Hotel befand sich eine kleine durch Rankgitter abgetrennte Terrasse mit Tischen und Stühlen für die Gäste (sh. auch Bildauschnitt, Bild 2).
Kraftfahrzeug-Verkehr war seinerzeit in Wilster noch eher selten; so sind auf der Abbildung allein 3 Fuhrwerke bzw. Kutschen zu sehen (Bild 2).
Das große Fachwerk-Gebäude wurde bei dem Terror-Angriff anglo-amerikanischer Bomber während des II. Weltkrieges am 15.Juni 1944 durch Bombenwirkung stark beschädigt. Es wurde danach einige Jahre behelfsweise als Wohngebäude genutzt und 1952 abgebrochen; nach seiner Beseitigung entstand hier 1956/57 ein neues Wohn- und Geschäftshaus (zunächst Albert Gutsche Kolonialwaren, danach Reese´s Junior Shop für Bekleidungswaren).

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

1928 Hotel Wilstermarsch-Haus am Markt, Ecke Op de Göten und Deichstraße SF

ca. 1928 Hotel Wilstermarsch-Haus am Markt an der Ecke Op de Göten und Deichstraße

ca. 1928 Hotel Wilstermarsch-Haus am Markt an der Ecke Op de Göten und Deichstraße
Das im Vordergrund abgebildete Hotel Wilster-Marsch-Haus von Jacobs war das größte Hotel in Wilster.
Auf dem Bürgersteig vor dem Hotel befand sich eine kleine durch Rankgitter abgetrennte Terrasse mit Tischen und Stühlen für die Gäste (sh. auch Bildauschnitt, Bild 2).
Kraftfahrzeug-Verkehr war seinerzeit in Wilster noch eher selten; so sind auf der Abbildung allein 3 Fuhrwerke bzw. Kutschen zu sehen (Bild 2).
Das große Fachwerk-Gebäude wurde bei dem Terror-Angriff anglo-amerikanischer Bomber während des II. Weltkrieges am 15.Juni 1944 durch Bombenwirkung stark beschädigt. Es wurde danach einige Jahre behelfsweise als Wohngebäude genutzt und 1952 abgebrochen; nach seiner Beseitigung entstand hier 1956/57 ein neues Wohn- und Geschäftshaus (zunächst Albert Gutsche Kolonialwaren, danach Reese´s Junior Shop für Bekleidungswaren).

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
Die in ihrer Aufmachung (Beschriftung) gegenüber der bereits vorgestellten Version leicht veränderte Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen

1928 Op de Göten, Markt, Hotel Wilstermarsch Haus, Deichstraße

ca. 1928 Op de Göten, Markt, Wilstermarsch Haus, Deichstraße
Ecke Markt, Deichstraße, Op de Göten 2007

ca. 1928 Op de Göten, Markt, Wilstermarsch Haus, Deichstraße
Das Hotel Wilstermarschhaus dominierte den Bereich der Einmündung der Deichstraße und „Op de Göten“ in den Marktplatz. Offenbar ist die Schleswig-Holstein Flagge aufgezogen.
In dem übernächsten Gebäude in der Deichstraße war das Textilgeschäft Mangels untergebracht.
Auf der rechten Seite der Deichstraße im Anschnitt noch zu erkennen das „Warenhaus“ von Christian (Krischan) Haack. Ein Geschäft mit bis heute erhaltenem besonderem Flair.

Bildrechte: Verlag L. Behning, Wilster

weitere Elemente ->

 

© 2008-2017 Peter von Holdt · Technische Realisation: MReinke.Net · Impressum Key