Alte Postkarten aus Wilster

Aktuelle Kategorie: Elbe - im Bereich Wilstermarsch

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1900 Gasthaus und ehemalige Lotsenstation auf der Bösch vor St. Margarethen

1900 Gasthaus und ehemalige Lotsenstation auf der Bösch vor St. Margarethen
1900 Gasthaus und ehemalige Lotsenstation auf der Bösch vor St. Margarethen
Elbe bei St. Margarethen

1900 ehemalige Lotsenstation auf der Bösch vor St. Margarethen
Seit dem 13. Jahrhundert gab es auf der Elbe Lotsen. Diese waren zunächst Fischer, die mit den schwierigen und sich ständig verändernden Fahrwasserverhältnissen vertraut waren; mit der Zeit entwickelte aus dem Gelegenheitsgewerbe ein eigener Berufsstand. Ab 1656 gab es ein geregeltes Lotswesen auf der Elbe. Die Lotsen organisierten sich in Bruderschaften; so in die 1745 gebildete Elbelotsenbrüderschaft, welche die Abfolge des Einsatzes der Lotsen regelte. Ab 1749 wurden die Lotsenboote besetzt von einer Lotsen-Station bei St. Margarethen; sie war in einem Wirtshaus eingerichtet worden, welches sich auf einer im Vorland gelegenen uralten Wurt befand. Die seit alters her bewohnte Wurt wurde Bösch genannt nach einer am gegenüber liegenden Rand des Fahrwassers gelegenen Sandbank - der Bösch bzw- dem Bösch-Rücken. Die Lotsen nannten sich entsprechend: Bösch-Lotsen.
Das Gebäude brannte am nebligen Morgen des 05. November 1902 ab und wurde nicht wieder aufgebaut. Die Lotsenstation, welche bie zu 80 Lotsen Quartier bieten konnte, war bereits 1895 nach Brunsbüttelkoog verlegt worden, wonach das Gebäude nur noch als Gastwirtschaft genutzt wurde. Die Warft selbst besteht heute noch, sie liegt unmittelbar am Bütteler Außenpriel im Außendeich von St. Margarethen (sh. Bild 4; Seekarte aus dem Jahr 1955).
Auf einem älteren Gemälde (Bild 2) ist ein früherer Zustand des Gebäudes abgebildet.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Gemälde: der Künstler ist mir nicht bekannt

1901 St. Margarethen - Elbe, Leuchtturm, Kirche, Gasthaus, Bahnhof

1901 St. Margarethen - Elbe, Leuchtturm, Kirche, Gasthaus, Bahnhof

ca. 1901 St. Margarethen - "Franzenburgs Gasthaus", Leuchtturm, Schule, Kirche, Bahnhof.
Eine offenkundig nach photographischen Vorlagen gefertigte Farb-Lithographie.
oben links: Die Gebäude von Franzenburg´s Gasthof standen in St. Margarethen an der Dorfstraße 23 unmittelbar am Deich der Elbe; zwischenzeitlich erfolgte dort eine Vordeichung. Noch heute wird in dem Anwesen ein Hotel mit Gaststätte (Margarethen-Hof) betrieben.
oben rechts: Der Leuchtturm Scheelenkuhlen stand auf dem schar liegenden Deich der Elbe.
mittig links: Das Schulhaus der seit 1600 bestehenden Schule des Dorfes wurde im Jahre 1992 abgebrochen.
mittig zentral: Die erste Kirche des Kirchspiels stand in dem vor 500 Jahren in der Elbe vor Schelenkuhlen versunkenen Dorf Elredefleth; die Kirche wurde etwa im Jahre 1500 abgetragen und im heutigen Dorf St. Margarethen wieder aufgebaut und am Margarethen-Tag (20. Juli) eingeweiht. Nach der Kirche erhielt das Dorf seinen Namen.
unten: Der Bahnhof von St. Margarethen lag weit außerhalb des Dorfes bei Landscheide an der Straße nach Flethsee. Hier verlief die am 01.11.1878 eröffnete ursprüngliche Strecke der Marschbahn zwischen Wilster und Heide (Strecke von Altona nach Riepen / Ribe in Nord-Schleswig. Der Verkehrsweg war durch den 1887 bis 1895 gebauten Nord- Ostsee Kanal zerschnitten worden, weshalb die Eisenbahn den Kanal mittels einer Drehbrücke bei Taterpfahl querte.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1901 St. Margarethen an der Elbe, Leuchtturm Scheelenkuhlen

1901 St. Margarethen an der Elbe, Leuchtturm Scheelenkuhlen
Leuchtturm Scheelenkuhlen an der Elbe bei St. Margarethen

1901 St. Margarethen an der Elbe Leuchtturm Scheelenkuhlen.
Der Leuchtturm Scheelenkuhlen stand auf dem schar liegenden Deich der Elbe. Die auf der Abbildung vorhandenen Schiffe hat der Photokünstler in das Foto hinein gezeichnet.
Der Name Scheelenkuhlen verweist auf die gefährliche Situation, die hier der beständig mahlende Strom der Elbe erzeugt. Wie an keiner anderen Stelle gräbt sich hier die Elbe tief in den Untergrund.
Kuhle bedeutet Vertiefung, scheel bedeutet gefährlich oder unberechenbar. Es ist kein Zufall, daß vor Scheelenkuhlen im 15ten Jahrhundert das Dorf Elredefleth unterging, das Vorgängerdorf von St. Margarethen. Damals konnte die Deichlinie mit den seinerzeitigen technischen Möglichkeiten nicht gegen die Gewalt der Elbe verteidigt werden - der Ort Elredefleth wurde aufgegeben.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1905 Elbe im Bereich der Wilstermarsch

1905 Elbe im Bereich der Wilstermarsch

1905 Elbe
Die im Bereich der Wilstermarsch fast 4 km breite Elbe ist der größte Strom, dessen Mündung in Deutschland liegt.
Der mächtige Strom hat mit seinen Ablagerungen die Landschaft der Wilstermarsch erst entstehen lassen, welche dann von den frühen Siedlern nach ihren Wünschen entwässert und gestaltet wurde.
Seit über achthundert Jahren schützen Deiche die Marsch vor den Gefahren der Elbe.
Die 1091 km lange Elbe entspringt in Tschechien, wo sie Labe genannt wird. Die Bedeutung des Wortes entspricht der bei uns verwendeten Bezeichnung, denn das von Albia bzw. Albis stammende Wort Elbe bedeutet „die Weiße“ oder „die Helle“, ein Name, dessen Bedeutung man aus der Abbildung gut nachvollziehen kann.
Auch den etwa am Deich in Brokdorf oder am Störort stehenden Betrachtern erschließt sich bei klarer Witterung dieser Name, wenn die Elbe hell glänzend vor ihnen liegt.

Bildrechte: W. Wilcke, Hamburg; Verlag Knackstedt & Näther

1905 Gehöfte an der Elbe im Wewelsflether Außendeich

1905 Gehöfte an der Elbe im Wewelsflether Außendeich
Gehöfte im ehemaligen Wewelsflether Außendeich (Luftbild google maps 2015)

1905 Gehöfte an der Elbe im Wewelsflether Außendeich.
Bei den im seinerzeit unbedeichten Wewelsflether Außendeich auf hoher gemeinsamer Warft stehenden Bauernhäusern handelt sich um die Höfe (Hof 21 und Hof 21a in „Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild“).
Das Wasser der Elbe spülte, so wie es die Abbildung zeigt, bei jeder Flut am Fuß der Warft.
Im Zusammenhang mit dem im Jahre 1971 begonnenen und 1975 vollendeten Bau des Stör-Sperrwerks und der Herrichtung einer neuen Deichlinie erhielt auch der ehemalige Wewelsflether Außendeich vollen Sturmflutschutz.
Eines der Gebäude wurde am 25.07.2009 in Folge eines Blitzschlages ein Raub der Flammen.
Die heutige örtliche Situation zeigt das Luftbild (Abbildung 2)

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
Luftbild: Google-maps

1906 Bütteler Außenpriel und Bösch an der Elbe

1906 Bütteler Außenpriel und Bösch an der Elbe
1906 Bütteler Außenpriel und Bösch

1906 Bütteler Außenpriel und Bösch (ehemalige Lotsenstation vor St. Margarethen).
Auf der Bösch, einer Wurt im Außendeich, stand die Station der Lotsen für die auf der Unterelbe verkehrenden Schiffe.
Bereits seit dem 13. Jahrhundert hat es auf der Elbe Lotsen gegeben, die sich u.a. in der 1745 gebildeten Elbelotsenbrüderschaft organisierten. Ab 1749 wurden die Lotsenboote besetzt von einer Lotsen-Station bei St. Margarethen; sie war in einem Wirtshaus eingerichtet worden, welches sich auf einer im Vorland gelegenen uralten Wurt befand. Das zuletzt als Gasthaus genutzte Gebäude brannte 1902 ab wurde nicht wieder aufgebaut; die Station der Lotsen war bereits 1895 in ein neues Gebäude bei den Schleusen des Kaiser-Wilhelm Kanals verlegt worden.
Heute noch ist die alte Warft im Vorland von Büttel und St. Margarethen erkennbar.
Die auf der Karte abgedruckte Strophe des Bütteler Heimatgedichts nennt die Bösch.

Bildrechte: Amandus Dohrn, Büttel

1906 Kleine Frachtsegler auf der Elbe nach erfolgter Kanalfahrt

1906 Kleine Frachtsegler auf der Elbe nach erfolgter Kanalfahrt

1906 Kleine Frachtsegler auf der Elbe nach erfolgter Durchfahrt durch den Kaiser-Wilhelm Kanal (heutiger Nord- Ostsee Kanal).
Die seinerzeit in großer Zahl auf den Wasserstraßen der Region fahrenden kleinen Frachtsegler - Ewer, Tjalken und Segelschuten - verfügten noch nicht über einen eigenen Motorantrieb. Mit solchen wurden sie erst in den 1920er und 1930er Jahren ausgestattet, doch auch danach segelten sie zumeist noch. Bei der Passage durch den Kanal wurden sie zu einen Schleppverband zusammengestellt, der von einem Schlepper durch den Kanal gezogen wurde.
Der am 21.06.1895 nach achtjähriger Bauzeit eingeweihte Kaiser-Wilhelm-Kanal, nach 1948 Nord-Ostsee-Kanal (NOK) oder Kiel-Canal genannt, bildet seither für den Bereich der Wilstermarsch eine optisch wahrnehmbare Grenze zu Dithmarschen, wenn auch der Landschaftsraum Wilstermarsch bis an den Klev bei Burg reicht und die politische Grenze von ihm abweicht und teilweise sogar über den Kanal hinweg pendelt. Nach seiner Fertigstellung war der Kanal 67 m breit und 9 m tief. Bereits in den Jahren von 1907 bis 1914 wurde der Kanal auf 102 m Breite und 11 m Tiefe ausgebaut. Seit 1965 wird er beständig erweitert und soll eine durchgehende Breite von 162 erhalten.

Bildrechte: Emil Sander, Brunsbüttelkoog

1906 maritimes bei Brokdorf an der Elbe SF

1906 maritimes bei Brokdorf an der Elbe
1906 maritimes bei Brokdorf an der Elbe
1906 Brokdorf an der Elbe

1906 maritimes bei Brokdorf an der Elbe
Der auf dem hohen Ufersaum der Elbe gelegene Kirchort Brokdorf gehört zu den ältesten und schon in sächsischer Zeit besiedelten Orten der Wilstermarsch; das Kirchspiel reichte in früher Zeit bis an die Dithmarscher Grenze. Der Ort wurde 1220 erstmals urkundlich erwähnt.
Der Ort liegt langgestreckt weitgehend parallel zu dem hohen ihn schützenden Deich der Elbe, die hier über 3 km breit ist.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Udo Urban, Wilster

1907 Büttel an der Elbe - Hafenpriel, Vorland

1907 Büttel an der Elbe - Hafenpriel, Vorland

1907 Büttel an der Elbe.
Im unbedeichten Vorland weiden Rinder am Bütteler Hafen-Priel.
Im Hafen von Büttel liegen viele Ewer in Winterruhe. Büttel war seinerzeit eine typische Schiffer-Siedlung. Der Hafen hatte über eine gedeckte Deichschleuse Zugang zur Elbe. Früher war es ebenfalls möglich, über den Burg Kudensee-Kana, die Burger Au und die Holstenau/Wilsterau bis nach Wilster zu fahren und am Kasenort in die Stör zu gelangen.
Das Foto mit der Gruppe der Rinder findet sich auf vielen alten Ansichtskarten aus der Wilstermarsch; häufig wurde die Gruppe in Bilder hinein gearbeitet.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

Anmerkung: Wohl gibt es heute noch die Gemeinde Büttel an der Elbe, jedoch der alte historische Ort hat aufgehört zu existieren, nachdem seit Mitte der 1970er wegen der Industrieansiedlung von ursprünglich 200 Häusern alle bis 17 abgebrochen und die Bewohner umgesiedelt wurden.

1908 Mündung der Stör in die Elbe am Störort

1908 Mündung der Stör in die Elbe am Störort
1908 Mündung der Stör in die Elbe am Störort
1908 Mündung der Stör in die Elbe am Störort

1908 Mündung der Stör in die Elbe am Störort.
Mit dem Ebbestrom laufen Fracht Ewer durch die Mündung der Stör in die Elbe ein. Da in den Tidegewässern Elbe und Stör ein harter Ebbe- bzw. Flutstrom läuft, war es den unter Segel fahrenden und seinerzeit noch nicht mit Motorantrieb ausgerüsteten Ewern zumeist nicht möglich, gegen den Strom zu fahren. Die mit dem Ziel Hamburg aus der Stör kommenden Ewer nutzten zumeist bei Niedrigwasser die letzte Phase der Ebbe um in die Elbe einzufahren, um dann nach Kenterung der Tide mit dem Flutstrom elbaufwärts zu fahren.
Die Fotos sind vom linksseitigen Ufer der Stör bei Ivenflether aus aufgenommen worden.
oben (Bild 2): Der Mündungshaken der Stör zeigt typischerweise wegen des hinsichtlich seiner Räumkraft gegenüber dem Flutstrom stärkeren Ebbestromes elbabwärts Richtung Brunsbüttel.
unten (Bild 3): Auf dem gegegenüber liegenden und zum Störort gehörenden Ufer ist eines der seinerzeit dort im unbedeichten Wewelsflether Außendeich auf hohen Warften stehenden Gebäude zu erkennen; in ihm war zeitweilig eine Zollstation untergebracht war.

Bildrechte: Buchhandlung Max Hansen, Glückstadt

1910 Brokdorf an der Elbe, Deich Mühle, Leuchtturm, Gasthof

1910 Brokdorf an der Elbe, Mühle auf dem Deich, Leuchtturm
1910 Gasthof
1910 Leuchtturm auf dem Deich der Elbe bei Brokdorf

1910 Brokdorf an der Elbe; Gasthof "Zur schönen Aussicht".
Der Ort wurde 1220 erstmals urkundlich erwähnt.
oben links: Das Gebäude der St. Nikolaus Kirche stammt aus dem Jahre 1763.
oben rechts: Die auf dem Deich der Elbe stehende Mühle (ein Erd Holländer) wurde im Jahre 1940 beseitigt.
unten links: Gasthof "Zur schönen Aussicht" von Heinrich Karstens (sh. Bild 2); das Gebäude brannte am 30. Dezember 1924 ab und wurde danach nicht wieder aufgebaut.

oben rechts: Der auf dem Elbdeich stehende alte Leuchtturm wurde im Jahr 1911 beseitigt (sh. Bild 3)

Bildrechte: Verlag von Carl Kuskop, Wilster
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Udo Urban, Wilster

1911 Brokdorf an der Elbe - maritime Szenen - SF

1911 Brokdorf an der Elbe - maritime Szenen

1912 Brokdorf an der Elbe.
Die alte Ansichtskarte zeigt verschiedene maritime Szenen auf und an der Elbe bei Brokdorf.
oben links: Das zu der Zeit größte Schiff der Welt, der Dampfer IMPERATOR der HAPAG, auf der Elbe auf Reede liegend. Der auf der Hamburger Vulkanwerft gebaute Dampfer IMPERATOR der HAPAG war bei seinem Stapellauf am 23. Mai 1912 mit 52.117 BRT das damals größte Schiff der Welt und Flaggschiff der nach ihm benannten Schiffsklasse.
oben mittig: Der 18 m hohe Leuchtturm Hollerwettern wurde als Unterfeuer zum Oberfeuer Brokdorf im Jahre 1911 in Betrieb genommen.
Nach Inbetriebnahme eines Neubaus im Jahr 1982 verlor das Gebäude seine Funktion; es wird seither als Wohnhaus genutzt.
rechts: Das Richtfeuer in Brokdorf ist 1889 eingerichtet worden; das Oberfeuer zunächst als runder Eisenturm, das Unterfeuer als hölzernes Leuchthaus. 1911 wurden beide Anlagen durch Neubauten ersetzt; der Turm für das Oberfeuer war ein Neubau mit Gitterkonstruktion, der von 1911 bis 1982 in Betrieb war.
links: Windmühle auf dem Deich der Elbe bei Brokdorf. Sie stand bis in das Jahr 1940 auf der Krone des Deiches, danach wurde sie beseitigt. Aus Gründen der Sicherheit der Landesschutzdeiche ist es heute unvorstellbar, daß ein derartiges Bauwerk auf einem Deich geduldet wurde. Das zur Mühle zugehörige Wohnhaus sowie das übrige Betriebsgelände mit der Dampfmühle lag im Schutz des Deiches.
linke Miniatur: ein alter Fahrensmann.
rechte Miniatur: ein Toppsegelschoner.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Udo Urban, Wilster

1912 Brokdorf - Dampfer IMPERATOR auf der Elbe

1912 Maritimes bei Brokdorf an der Elbe
1912 Dampfer IMPERATOR auf der Elbe vor der Wilstermarsch

1913 Brokdorf an der Elbe - Dampfer IMPERATOR
Die alte Ansichtskarte zeigt verschiedene maritime Szenen.
Unten das zu der Zeit größte Schiff der Welt, der Dampfer IMPERATOR der HAPAG, auf der Elbe auf Reede liegend. Der auf der Hamburger Vulkanwerft gebaute Dampfer IMPERATOR der HAPAG war bei seinem Stapellauf am 23. Mai 1912 mit 52.117 BRT das damals größte Schiff der Welt und Flaggschiff der nach ihm benannten Schiffsklasse.
Die ergänzend vorgestellte Ansichtskarte zeigt die IMPERATOR gleichfalls auf der Elbe vor der Wilstermarsch; der über dem Dampfer schwebende Zeppelin ist vom Photographen in das Foto hinein kopiert worden.
Es verdient an dieser Stelle Erwähnung, daß 1914 für das noch größere Schwesterschiff der zur Sippe des Betreibers dieser Heimat-Seite gehörende Kapitän John Peter Marx von Holdt als Commodore vorgesehen war; mehr dazu findet sich in der unten aufrufbaren Datei!

Links oben ein Toppsegelschoner und eine Richt-Bake am Ufer der Elbe;
oben mittig ein alter Fahrensmann;
rechts oben der Leuchtturm Brokdorf (Brokdorfer Oberfeuer) und ein auf ein Stack (Buhne) aufgelaufener Havarist.
Das Richtfeuer in Brokdorf wurde 1889 errichtet; das Oberfeuer als runder Eisenturm, das Unterfeuer als hölzernes Leuchthaus. 1911 wurden beide Anlagen durch Neubauten ersetzt, die bis 1982 im Dienst waren.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Anmerkung: die ergänzend vorgestellte Ansichtskarte befindet sich in einer externen Sammlung.

Hier finden Sie noch weitere Informationen (als Datei)

1912 Brokdorf - Kirchducht, Zeppelin, Deichmühle

1912 Brokdorf - Kirchducht, Zeppelin, Deichmühle
25.08.1912 Luftschiff LZ 13 "HANSA" über der Elbe bei Brokdorf
1912 Kirche St. Nikolaus zu Brokdorf, alter und neuer Friedhof

1912 Brokdorf - Kirchducht, Zeppelin, Deichmühle.
oben: Schulhaus, Kirche St. Nikolaus, Pastorat.
Im Vordergrund links das von 1841 bis 1956 genutzte alte Schulgebäude der Gemeinde Brokdorf. Das Schulhaus wird überragt vom Turm der Kirche St. Nikolaus, welche im Jahr 1763 erbaut wurde und deren Kirchenschiff hinter den Bäumen erkennbar ist. Das rechts stehende helle zweigeschossige Gebäude des Pastorats stammt aus der Zeit um 1845.
mittig oben und Bild 2: Blick vom Deich der Elbe auf die auf diesem stehende Deichmühle, die Elbe und einen darüber schwebenden Zeppelin sowie im Hintergrund rechts das Dorf Brokdorf.
Im Vorland vor dem Deich sind Stacks und Lahnungsfelder zu erkennen, welche der Sicherung des Deichfußes dienen.
Die auf dem Deich der Elbe stehende Mühle (ein Erd Holländer) wurde im Jahre 1940 beseitigt.
Das im Jahre 1912 in Dienst gestellte Luftschiff LZ 13 "HANSA" machte am 30.07.1912 seine erste Fahrt. Der Zeppelin überflog mehrfach Schleswig-Holstein und wurde am 25.08.1912 über Brokdorf gesichtet.
Das mit zwei Gondeln ausgerüstete und von 4 Propellern mit einer Leistung von insgesamt 510 PS angetriebene Luftschiff war 148 m lang, sein größter Durchmesser betrug 14 m und die Hülle faßte ein Volumen von 18.700 Kubikmetern. Dabei erreichte der so plump wirkende Flugkörper eine maximale Geschwindigkeit von 80 km/h.
mittig unten und Bild 3: Kirche St. Nikolaus, welche seinerzeit noch von dem Friedhof umgeben war, welcher ab 1898 schrittweise auf das Feld rechts im Vordergrund verlegt wurde.
unten: Kirchducht mit einem der ältesten Häuser des Ortes.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1913 Dampfer IMPERATOR auf der Elbe vor Büttel und St. Margarethen (Ex)

1913 Dampfer IMPERATOR auf der Elbe vor Büttel und St. Margarethen
1913 Dampfer IMPERATOR auf der Elbe
1913 Dampfer IMPERATOR

1913 Die IMPERATOR passiert die Bösch vor Büttel und St. Margarethen.
Der Dampfer IMPERATOR der HAPAG galt seinerzeit für kurze Zeit als größte Schiff der Welt.
Die auf der Hamburger Vulkanwerft gebaute IMPERATOR war am 23. Mai 1912 vom Stapel gelaufen. Sie war mit 52.117 BRT vermessen und war das Flaggschiff der nach ihr benannten Schiffsklasse.

Es verdient an dieser Stelle Erwähnung, dass im Jahr 1914 für das noch größere Schwesterschiff BISMARCK (Stapellauf am 20. Juni 1914) der zur Sippe des Betreibers dieser Heimat-Seite gehörende Kapitän John Peter Marx von Holdt als Commodore vorgesehen war; mehr dazu findet sich in der unten aufrufbaren Datei!

Bildrechte:
Bild 1: Photo Döring, Brunsbüttel Hafen
Bilder 3 und 4: nicht bekannt
Anmerkung: Die Ansichtskarten befinden sich in externen Sammlungen

Hier finden Sie noch weitere Informationen (als Datei)

1913 Hafen und Hafenpriel von St. Margarethen

1913 Hafen und Hafenpriel von St. Margarethen

1913 Hafen und Hafenpriel von St. Margarethen
Am Hafen St. Margarethen, welcher vor dem Deich im Außentief des Nortorf-Neuenhafener-Kanals lag, hatten sich seinerzeit drei Mühlenbetriebe angesiedelt (Walter Siemen, Claus von Loh, Gustav Bols), deren Mühlen von Dampfmaschinen angetrieben wurden.
Das Getreide wurde per Schiff angeliefert und durch Sauganlagen oder mittels einer „Sackhebeanlage“ gefördert.
Die Mühlen Bols und Siemen waren bis in die 1950er Jahre in Betrieb.
Die Firma Siemens wurde von der Firma Behrens übernommen, welche am Hafen ein Hoch-Silo errichten ließ.
Mit der Verstärkung des Elbe-Deiches im Jahre 1980 endete der Hafenbetrieb.

Bildrechte: M. Glückstadt & Münden, Hamburg

1913 maritime Szenen an der Elbe zwischen Brokdorf und St. Margarethen SF

1913 maritime Szenen an der Elbe zwischen Brokdorf und St. Margarethen

1913 maritime Szenen an der Elbe zwischen Brokdorf und St. Margarethen
Die alte Ansichtskarte zeigt verschiedene maritime Szenen auf und an der Elbe bei Brokdorf und St. Margarethen.
Von den drei abgebildeten Leuchttürmen steht nur noch das Gebäude des Leuchtfeuers Hollerwettern (ehemaliges Unterfeuer des Brokdorfer Leuchtturmes; 1982 verlor das Gebäude seine ursprüngliche Funktion und wird seither als Wohnhaus genutzt),
der Leuchtturm Scheelenkuhlen besteht seit 1980 nicht mehr; er wurde abgebrochen, nachdem sein Feuer am 03.07.1979 gelöscht wurde, denn Strombaumaßnahmen und damit einhergehende Veränderungen des Fahrwassers der Elbe hatten ihn unbrauchbar gemacht. Seit 1977 ist für ihn die Richtfeuerlinie Scheelenkuhlen in Betrieb genommen,
das Oberfeuer (ein Mast in Gitterkonstruktion) des Brokdorfer Richtfeuers war von 1911 bis 1982 in Betrieb, danach erfolgte ein Neubau.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Anmerkung: die Ansichtskarte befindet sich bei Rudolf Böckmann, Burg in Dithmarschen

1920 Elbe im Bereich der Wilstermarsch

1920 Die Elbe im Bereich der Wilstermarsch

ca. 1920 Elbe im Bereich der Wilstermarsch
Die im Bereich der Wilstermarsch fast 4 km breite Elbe ist der größte Strom, dessen Mündung in Deutschland liegt.
Mächtige Deiche schützen die in weiten Bereichen unter dem mittleren Meersesspiegel gelegene Wilstermarsch vor den Gefahren, die von der Elbe ausgehen, und der sie dennoch ihre Existenz verdankt.
Die 1091 km lange Elbe entspringt in Tschechien, wo sie Labe genannt wird. Die Bedeutung des Wortes entspricht der hier verwendeten Bezeichnung, denn das von Albia bzw. Albis stammende Wort Elbe bedeutet „die Weiße“ oder „die Helle“, ein Name, dessen Bedeutung nachvollziehen kann, wer die Elbe im Licht von Sonne oder Mond vor sich glänzen sieht.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

1925 Elbe bei Scheelenkuhlen

1925 Elbe bei Scheelenkuhlen in der Gemeinde St. Margarethen

1925 Elbe bei Scheelenkuhlen.
Bei dem in der St. Margarthener Heideducht gelegenen Scheelenkuhlen springt der Deich der Elbe als Deichnase vor, weshalb er dort schar liegt und seine Wasserseite mit einem massiven Steindeckwerk gesichert ist. In Richtung St. Margarethen weicht der Deich weiter zurück; dort liegt zwischen dem Deich der hier etwa 3,5 km breiten Elbe und dem Fluß ein ausgedehntes Vorland. Dieses war dadurch entstanden, als ein weiter vorne gebauter Deich gegen die sich verlagernde Elbe nicht gehalten und daher aufgegeben werden mußte; die zeitweilig rückliegende Deichlinie erhielt danach wieder ihre volle und heute noch bestehende Funktion.
Vor Scheelenkuhlen lag das vor 1500 aufgegebene Dorf Elredefleth; dessen Nachfolgerin das um 1500 errichtete und nach seiner am St. Margarethen Tag geweihten Kirche benannte Dorf St. Margarethen ist.
Der Name der Örtlichkeit Scheelenkuhlen verweist auf die gefährliche Situation, die hier der beständig mahlende Strom der Elbe erzeugt;
Kuhle bedeutet Vertiefung,
scheel bedeutet tückisch oder unberechenbar.
Der Fluß hat hier, wie an keiner anderen Stelle sonst, einen tiefen Kolk in den Untergrund gegraben, wohl die tiefste Sohllage der Elbe oberhalb von Cuxhaven. Mit massiven Strombauwerken, u.a. mit der auf dem Foto erkennbaren Buhne, muss daher bei Scheelenkuhlen der Deich gegen den gegen das Land arbeitenden Strom gesichert werden.
Die Ansichtskarte wurde verausgabt vom Verlag. J. J. Augustin in Glückstadt, um für das von ihm verlegte "Heimatbuch des Kreises Steinburg" in 3 Bänden zu werben.
Bildrechte: Ballerstädt, Wilster

1925 Störort an der Mündung der Stör in die Elbe

1925 Störort an der Mündung der Stör in die Elbe

ca. 1925 Störort an der Mündung der Stör in die Elbe
Der im unbedeichten Wewelsflether Außendeich gelegene Störort war Jahrhunderte lang ein abgelegener Winkel, in welchem auf hohen Warften an der Mündung der Stör drei Gebäude standen.
Die Häuser mußten Ende der 1960er Jahre dem im Jahre 1971 begonnenen und 1975 vollendeten Bau des Stör-Sperrwerks weichen.
Die beeindruckende und einsame Lage des auf der am weitesten vorgeschobenen Warft stehenden Hauses, eine ehemalige Zollstation, wurde besonders deutlich bei einem Blick vom linksseitigen Ufer der Stör.
Im Vordergrund liegt in dem sogenannten Ivenflether Fährpriel der Kahn einer Personenfähre, welche Ivenfleth mit Störort verband. Die Kahnfähre stand vor 1910 im Eigentum des Gastwirtes E. Breckwoldt von der Schankwirtschaft „Fährhaus Störort“. Von 1910 bis 1923 betrieb der in Ivenfleth wohnhafte Fischer Johann Albers die Fähre, nach ihm noch zwei Jahre sein Sohn Jacob Albers.

Bildrechte: Hans Martens, Krempe

1925 Windmühle auf dem Deich der Elbe bei Brokdorf SF

1925 Windmühle auf dem Deich der Elbe bei Brokdorf

ca. 1925 Windmühle auf dem Deich der Elbe bei Brokdorf
Bis in das Jahr 1940 stand auf der Krone des Deiches der Elbe bei Brokdorf eine Korn-Windmühle. Aus Gründen der Sicherheit der Landesschutzdeiche ist es heute unvorstellbar, daß ein derartiges Bauwerk auf einem Deich geduldet wurde. Auch die tiefen Fahrspuren auf der Deichkrone sind völlig inakzeptabel.
Das zur Mühle zugehörige Wohnhaus sowie das übrige Betriebsgelände mit der Dampfmühle lag im Schutz des Deiches.
Die Windmühle wurde 1940 abgebrochen.
Die Brokdorfer Mühle war eine königlich privilegierte Mühle, der ein konkret bestimmter Mahlbezirk zugewiesen war; aus welchem alle dort wohnhaften Zwangsgäste ihr Korn mahlen lassen mußten. Eine erste Brokdorfer Mühle ist für das 1595 erwähnt.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Rudolf Böckmann, Burg in Dithmarschen

1928 Wewelsfleth - Mündung der Stör am Störort

1928 Wewelsfleth - Mündung der Stör am Störort

1928 Wewelsfleth Störort - Mündung der Stör in die Elbe am Störort.
Mit dem Ebbestrom laufen Fracht-Ewer durch die Mündung der Stör in die Elbe ein.
Da in den Tidegewässern Elbe und Stör ein harter Ebbe- bzw. Flutstrom läuft, war es den unter Segel fahrenden und seinerzeit noch nicht mit Motorantrieb ausgerüsteten Ewern zumeist nicht möglich, gegen den Strom zu fahren. Die mit dem Ziel Hamburg aus der Stör kommenden Ewer nutzten daher bei Niedrigwasser die letzte Phase der Ebbe um in die Elbe einzufahren, um dann nach Kenterung der Tide mit dem Flutstrom elbaufwärts zu fahren.
Zugleich fährt ein Schleppverband in die Stör ein.
Das Foto ist vom linksseitigen Ufer der Stör bei Ivenfleth aufgenommen worden.
Die örtliche Situation ist heute nach dem Bau des 1975 in Betrieb genommenen Sturmflutsperrwerkes völlig verändert - die Mündungsstrecke der Stör wurde verlegt, die 3 Gehöfte am Störort beseitigt und das gesamte vormalige Wewelsflether Außendeichsland eingedeicht.

Bildrechte: Verlag Ferd. Prange, Glückstadt

1930 Brokdorf an der Elbe

1930 Brokdorf an der Elbe

1930 Brokdorf an der Elbe
Die bereits 1283 urkundlich bezeugte Gemeinde Brokdorf zählt heute auf knapp 20 km² gut 1.000 Einwohner.
Der unmittelbar an der Elbe gelegene Ort hat sich in den letzten Jahrzehnten bedingt durch das Steueraufkommen infolge der Ansiedlung des Kernkraftwerkes Brokdorf in seiner Gestaltung und seiner Freizeit- und Naherholungseinrichtungen erstaunlich und sehr ansprechend entwickelt.
Die Infrastruktur für Belange des täglichen Bedarfs ist jedoch nach wie vor unterentwickelt geblieben;
insofern konnte auch Brokdorf trotz seines Wohlstandes die in allen kleinen Orten zu beobachtende Entwicklung nicht aufhalten.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1930 Büttel - Hafen im Außendeich an der Elbe

1930 Büttel (Elbe) - Hafen im Außendeich an der Elbe

1930 Büttel - Hafen im Außendeich an der Elbe
Bei der Abbildung handelt es sich nicht um eine Ansichtskarte,
sondern um ein Sammelbild aus dem 480 Bilder umfassenden Sammelband "An unserm schönen Elbstrom" des Verlages Ernst Lübbe, Wischhafen.
Der Bütteler Hafen lag im Bereich des Außenpriels, welcher den bei Büttel den Deich unterquerenden Bütteler Kanal mit der Elbe verband.
Das gedeckte Deichsiel diente der Entwässerung des vom Kudensee und der Burger Au kommenden Bütteler Kanal, es war zugleich von kleinen Frachtschiffen passierbar und konnte als Deichschleuse genutzt werden.
Am Ende des vorletzten Jahrhunderts wurde sehr viel Torf über den Bütteler Kanal transportiert - so besaß im Jahre 1899 der Ort Burg mit 64 kleineren und größeren Ewern bzw. Kähnen in der Region die weitaus größte Ewerfloote, welche hauptsächlich Torf transportierten - in der Stadt Wilster waren zu der Zeit 43 Ewer beheimatet. Nach dem Bau des Kaiser-Wilhelm-Kanals kam die Torfschifffahrt jedoch bald zum Erliegen.

Bildrechte: Verlag Ernst Lübbe, Wischhafen

1930 Windmühle auf dem Elbdeich in Brokdorf

1930 Windmühle auf dem Elbdeich in Brokdorf

1930 Windmühle auf dem Elbdeich in Brokdorf
Bei der Abbildung handelt es sich nicht um eine Ansichtskarte, sondern um ein Sammelbild.
In Brokdorf an der Elbe stand bis etwa 1940 in exponierter Lage oben auf der Krone des Elbdeiches eine Windmühle. Sie war in der Wilstermarsch die einzige auf dem Deich stehende Mühle.
Die schon im Jahre 1576 erwähnte Brokdorfer Mühle war im Jahre 1595 an diesen Standort auf dem Deich verlegt worden. Die alte Mühlenwurt ist noch heute im Bereich des Hauses Kirchducht 3 erkennbar.
Die Brokdorfer Korn-Windmühle war von alters her königlich privilegiert mit einem ihr zugeordneten Mahlbezirk, aus welchem alle dort wohnhaften Zwangsgäste ihr Korn mahlen lassen mußten.

Bildrechte: Verlag Ernst Lübbe, Wischhafen

1933 Badevergnügen am Ufer der Elbe bei Brokdorf

1933 Badevergnügen am Ufer der Elbe bei Brokdorf
1933 Badevergnügen am Ufer der Elbe bei Brokdorf
1933 Gaststätte Strandhalle am Deich der Elbe in Brokdorf

1933 Badevergnügen am Ufer der Elbe bei Brokdorf. Möglichkeiten und auch Anspruch der Bevölkerung der Wilstermarsch nach Bademöglichkeiten waren seinerzeit sehr bescheiden. In früheren Jahrzehnten - bis in der 1960er Jahre - fanden sich insbesondere an sommerlichen Wochenenden viele Menschen zum Baden in der Elbe am Elbedeich in Brokdorf ein (Bild 2).
Das mit seinem Obergeschoß und der darin untergebrachten Gaststube über den Deich der Elbe hinaus ragende Gasthaus „Strandhalle“ wurde von Wilhelm Stücker betrieben.
Die Schleswig-Holstein Flagge durfte in der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur nur gezeigt werden, wenn zugleich auch die Flagge mit dem Hakenkreuz aufgezogen wurde (Bild oben rechts bzw. Bild 3)

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1942 St. Margarethen (Elbe) Ortskern, Leuchtturm, Segel- und Dampfschiffe

1942 St. Margarethen (Elbe) Ortskern, Leuchtturm, Segel- und Dampfschiffe

ca. 1943 St. Margarethen an der Elbe.
Die Abbildungen mit maritimen Motiven belegen die Lage des schönen an der Elbe gelegenen Dorfes.
Der im Deichbestick stehende Leuchtturm in Scheelenkuhlen wurde 1979 durch das moderne und außerhalb des Deiches stehende neue Unterfeuer ersetzt.
Das abgebildete Kirchspiels-Wappen – es zeigt die dem Dorf ihren Namen gebende Heilige St. Margaretha – ist 1916 zugunsten der Nationalsspende aufgerichtet worden.

Bildrechte: Karl Kuskop, Wilster

1952 Brokdorf - Stücker´s Strandhalle, Badevergnügen

1952 Brokdorf - Stücker´s Strandhalle, Badevergnügen an der Elbe

1952 Brokdorf - Stücker´s Strandhalle, Badevergnügen
In den ersten Jahrzehnten nach dem II. Weltkrieg waren die Ansprüche der Menschen an Erholung und Freizeitvergnügen zumeist noch bescheiden.
Viele Einwohner und besonders viele Jugendliche aus der Stadt Wilster fuhren häufig – zumeist mit dem Fahrrad – nach Brokdorf, um dort in der Elbe zu baden.
Am Ufer der Elbe vor Stücker´s Strandhalle, wo der Deich im Bogen verlief und eine kleine etwas geschützte Bucht vorhanden war, bestand sogar ein kleiner Sandstrand.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1953 Brokdorf, Badebetrieb an der Elbe

1953 Brokdorf, Badebetrieb an der Elbe

1953 Badebetrieb an der Elbe in Brokdorf
In den Jahren nach dem II. Weltkrieg gönnte sich kaum jemand eine große Urlaubsreise.
Wenn die Witterungsverhältnisse es zuließen, war es ein besonderes Vergnügen der Wilsteraner, sich – zumeist mit dem Fahrrad – nach Brokdorf zu begeben, um sich dort am Badestrand vor Stücker´s Restaurant zu vergnügen.
Damals konnte man, ohne Furcht vor Diebstahl oder Beschädigung, sein Fahrrad mit der auf dem Gepäckträger eingeklemmten Jacke stundenlang unbeaufsichtigt am Deichfuß ablegen.
Auch wenn der Fotograf hier den Badebetrieb durch Retusche vergrößert hat, war häufig genug am Deich kaum ein freies Plätzchen zu erhaschen.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1955 St. Margarethen an der Elbe - Leuchtturm Scheelenkuhlen

955 St. Margarethen an der Elbe - Leuchtturm Scheelenkuhlen
Elbe bei St. Margarethen - Leuchtturm Scheelenkuhlen

ca. 1955 St. Margarethen an der Elbe
Bei St. Margarethen liegt zwischen dem Deich der hier etwa 3,5 km breiten Elbe und dem Fluß ein ausgedehntes Vorland, während etwas stromauf bei Scheelenkuhlen der Deich schar liegt. Hier muß mit massiven Strombauwerken der Deich gegen den gegen das Land arbeitenden Strom gesichert werden; die Elbe hat hier in der Sohle ihres Bettes einen tiefen Kolk gebildet – wohl die tiefste Sohllage der Elbe oberhalb von Cuxhaven. In diesem Bereich lag das vor 1500 aufgegebene Dorf Elredefleth, dessen Nachfolgerin ist das um 1500 errichtete nach seiner am St. Margarethen Tag geweihten Kirche benannte Dorf St. Margarethen.
Der aus der Seekarte "Die Elbe" (herausgegeben 1955 von Carl Griese) entnommene Ausschnitt (Bild 3) zeigt die Situation an der Elbe vor St. Margarethen und Scheelenkuhlen.

Bildrechte: Verlag Walter Jappe, Lübeck

1956 Brokdorf an der Elbe - Kirche St. Nicolaus, Denkmal, Schule, Strand an der Elbe

1956 Brokdorf an der Elbe - Kirche St. Nicolaus, Denkmal, Schule, Strand an der Elbe
1956 Brokdorf an der Elbe - Ehrenmal an der Kirche St. Nicolaus
1956 Brokdorf an der Elbe - Strand vor der Strandhalle, Buhne und Pegelhaus

1956 Brokdorf an der Elbe - Kirche St. Nicolaus, Denkmal, Schule, Strand an der Elbe
links oben: die dem Heiligen St. Nicolaus geweihte Brokdorfer Kirche wurde im Jahre 1342 erstmals urkundlich erwähnt; das Gebäude stammt aus dem Jahr 1763.
rechts oben (Bild 2): Ehrenmal an der Brokdorfer Kirche zur Erinnerung an die Opfer der Weltkriege.
links unten: das 1956 am Deich der Elbe neu errichtete Gebäude der Schule Brokdorf.
rechts unten (Bild 3): ein schmaler Strand bei der Strandhalle lockte seinerzeit trotz der schlechten Wasserqualität der Elbe Badende aus dem Ort und der Umgebung. Im Hintergrund sind eine Buhne und ein Pegelhaus erkennbar.

Bildrechte: Verlag Walter Jappe, Lübeck
Anmerkung: Die Ansichtskarte wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Udo Urban, Wilster

1956 Brokdorf an der Elbe - Kirche St. Nicolaus, Schule, Strand an der Elbe

1960 Brokdorf an der Elbe - Kirche St. Nicolaus, Schule, Strand an der Elbe
1960 Brokdorf an der Elbe - Kirche St. Nicolaus
1960 Brokdorf an der Elbe - Schule

1960 Brokdorf an der Elbe - Kirche St. Nicolaus, Schule, Strand an der Elbe
links: die dem Heiligen St. Nicolaus geweihte Brokdorfer Kirche wurde im Jahre 1342 erstmals urkundlich erwähnt; das Gebäude stammt aus dem Jahr 1763.
rechts oben: ein schmaler Strand lockte seinerzeit trotz der schlechten Wasserqualität der Elbe Badende aus dem Ort und der Umgebung.
rechts unten: das 1956 am Deich der Elbe neu errichtete Gebäude der Schule Brokdorf.

Bildrechte: Verlag Walter Jappe, Lübeck
Anmerkung: Die Ansichtskarte wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Udo Urban, Wilster

1956 Schleppzug nahe der Mündung der Stör am Störort

1956 Schleppzug nahe der Mündung der Stör am Störort

ca. 1956 Schleppzug nahe der Mündung der Stör am Störort.
Ein Schleppzug, bestehend aus einem Schlepper und drei offenbar motorlosen Frachtkähnen fährt am Störort in die Stör ein und hat die erste Kurve des stark mäandrierenden Flusses bereits passiert. Überwiegen für die Alsen´sche Portland-Zement Fabrik in Itzehoe bestimmte Massengüter wurden bis in die 1960er Jahre mit derartigen Schleppverbänden transportiert. Das ist heute alles schon lange Geschichte, so wie auch die Situation an der Mündung der Stör durch den in den 1970er Jahren erfolgten Bau des Stör-Sperrwerkes seither völlig verändert ist.
Auf dem gegenüber liegenden Ufer der Stör eines der dort am Störort auf einer Warft gelegenen und vor dem Bau des Stör Sperrwerkes beseitigten Gehöfte im seinerzeit unbedeichten Wewelsflether Außendeich.
Ganz im Hintergrund links ist das niedersächsische Ufer der hier fast 4 km breiten Elbe erkennbar.

Bildrechte: Martens, Krempe

1960 Fischerboote auf der Elbe vor Büttel und St. Margarethen

1960 Fischerboote auf der Elbe vor Büttel und St. Margarethen

1960 Fischerboote auf der Elbe vor Büttel und St. Margarethen.
Die Fischer liegen mit ihren Kuttern außerhalb des das Fahrwasser begrenzenden Tonnenstrichs vor Anker, erkennbar an dem jeweils aufgezogenen schwarzen Ankerball. Der Ankerball ist ein Signal für andere Schiffe und zeigt diesen an, daß das vor Anker liegende Schiff nicht manövrieren kann.
Häufig nutzten die Fischer den Tidestrom, um vor Anker liegend ihre Netze beidseitig mittels der Auslegerbäume auszustellen und so fischen – eine Kraftstoff sparende Methode. Derartige Fischereimethoden werden heute wahrscheinlich auf der Elbe nicht mehr praktiziert.

Bildrechte: Haus am Berg Bildverlag Eugen Dod, Stuttgart

1965 Brokdorf - Baden in der Elbe Stücker´s Strandhalle

1965 Brokdorf - Baden in der Elbe vor Stücker´s Strandhalle

ca. 1965 Badeleben bei Stücker´s Strandhalle
Vor einem halben Jahrhundert stellte sich das Dorf Brokdorf noch als beschaulicher Ort dar.
Der übersteigerte Baurausch der letzten Jahrzehnte, welcher durch die Steuereinnahmen vom Kernkraftwerk Brokdorf ausgelöst wurde, hatte noch nicht Einzug gehalten.
Das Kirchdorf Brokdorf gehört zu den auf den hohen Ufersäumen von Elbe und Stör sehr früh gegründeten Außenkirchspielen der Wilstermarsch.
Die dem Heiligen St. Nicolaus geweihte Brokdorfer Kirche wurde im Jahre 1342 erstmals urkundlich erwähnt.
Am Sandstrand der Elbe vor Stücker´s Strandhalle herrschte im Sommer lebhafter Badebetrieb mit Blick auf die Schifffahrt auf dem mächtigen Strom.
Das Oberfeuer (Leuchtturm) des der Schifffahrt auf der Elbe dienenden Richtfeuers Brokdorf war noch das Wahrzeichen des Ortes; es war bis 1982 im Dienst. Heute beherrscht das Atomkraftwerk Brokdorf die Kulisse des Dorfes.

Bildrechte: Verlag Walter Jappe, Lübeck

1965 Brokdorf - Elbe Strand bei Stücker´s Hotel

1965 Brokdorf - Elbe Strand bei Stücker´s Hotel

1965 Brokdorf - Elbe Strand bei Stücker´s Hotel
Im Bereich von Stücker´s Hotel in Brokdorf bot ein im Schutz einer Buhne und des hier in einem Bogen verlaufenden Deich der Elbe gelegener kleiner Sandstrand einen Hauch von Urlaub. Besonders in den ersten Jahrzehnten nach dem II. Weltkrieg war es ein besonderes Vergnügen der Wilsteraner, sich – zumeist mit dem Fahrrad – bei geeigneter Witterung an den Elbstrand zu begeben. Häufig genug war am Deich kaum ein freies Plätzchen zu erhaschen.
Die örtliche Situation ist seit der Mitte der 1980er Jahre vorgenommenen Deichverstärkung völlig verändert; allerdings hatte bereits zuvor das anspruchsvoller werdende Freizeitverhalten dem Badespaß an dieser Stelle ein Ende bereitet.
Links oben ist die Straße Dörferdeich zu erkennen - bei dem Namen handelt es sich um eine Verbalhornung von "Dover Deich", wobei "dove" für "alt" steht. Die Straße ist auf einem früheren, also alten, Deich angelegt worden.

Bildrechte: Deutsche Luftbild K.G., Hamburg-München

1966 Brokdorf - Elbdeich, Leuchtturm, Kirche, Lebensmittelgeschäft, Denkmal

1966 Brokdorf - Elbdeich, Leuchtturm, Kirche, lebensmittelgeschäft, Denkmal
1966 Wohn- und Geschäftshaus Willi Köhnke, Lebensmittel und Feinkost in Brokdorf
1966 Ehrenmal in Brokdorf für die Opfer der Weltkriege

1966 Brokdorf - Elbdeich, Leuchtturm, Kirche, Lebensmittelgeschäft, Denkmal
oben links: Am Ufer der Elbe vor Stückers Strandhalle, wo der Deich im Bogen verlief und eine kleine etwas geschützte Bucht vorhanden war, bestand ein kleiner Sandstrand, der zum Baden einlud. Heute ist die örtliche Situation im abgebildeten Bereich in Folge der vorgenommenen Deichverstärkungsmaßnahme völlig verändert.
oben mittig: Das Richtfeuer in Brokdorf ist 1889 eingerichtet worden; das Oberfeuer zunächst als runder Eisenturm, das Unterfeuer als hölzernes Leuchthaus. 1911 wurden beide Anlagen durch Neubauten ersetzt; der Turm für das Oberfeuer war ein Neubau mit Gitterkonstruktion, der von 1911 bis 1982 in Betrieb war.
oben rechts: Die dem Heiligen St. Nicolaus geweihte Brokdorfer Kirche wurde im Jahre 1342 erstmals urkundlich erwähnt; das Gebäude stammt aus dem Jahr 1763.
unten links: (Bild 3) Wohn- und Geschäftshaus Willi Köhnke, Lebensmittel und Feinkost; das Geschäft wurde 1986 aufgegeben.
Willi Köhnke war Gründungsvorsitzender des 1948 gegründeten Brokdorfer Sportverein.
Die vielen kleinen Einzelhandelsgeschäfte in den Dörfern der Wilstermarsch sind heute fast ausnahmslos verschwunden; die Konzentrierung auf Verbrauchermärkte und die bessere Mobilität der Kunden bewirkte diesen eine Verarmung der dörflichen Infrastruktur beinhaltenden Prozess.
unten rechts: Ehrenmal für die Opfer der Weltkriege.

Bildrechte: Ansichtskartenverlag Walter Jappe, Lübeck

1968 Brokdorf, Leuchtturm, Kirche, Strand an der Elbe SF

1968 Brokdorf, Leuchtturm, Kirche, Strand an der Elbe
1968 Brokdorf, Strand (Aufspülung) an der Elbe
1968 Brokdorf, Strand (Aufspülung) an der Elbe

ca. 1968 Brokdorf, Leuchtturm, Kirche, Strand an der Elbe
oben links: Der in Gitterkonstruktion gebaute Turm für das Oberfeuer des Richtfeuers Brokdorf war von 1911 bis 1982 in Betrieb.
oben rechts: Die dem Brokdorfer Kirche ist dem Heiligen St. Nicolaus geweiht; sie wurde erstmals 1342 urkundlich erwähnt.
Ihr zuvor mit Holzschindeln eingedeckter Turm ist 1963 mit Kupferplatten neu eingedeckt worden. gedeckt.
unten: Im Zusammenhang mit dem Ausbau des Fahrwassers der Elbe war zur Stärkung der Tidekraft der Fahrrinne in größerem Abstand zum Deichfuß ein steinernes Parallelwerk errichtet worden. Die Fläche zwischen dem Parallelwerk und dem Deich wurde ab Sommer 1964 auf größerer Länge vor der Kirch-Ducht mit Sand aufgespült. Anpflanzungen verhindern den Sandflug von der Fläche auf den Deich und das Dorf.

Bildrechte: Stramm Verlag, St. Michaelisdonn
Anmerkung: Die Karte befindet sich in der Sammlung Udo Urban, Wilster

1970 Brokdorf an der Elbe - Deich und Strand

1970 Brokdorf an der Elbe - Deich und Strand

ca. 1970 Brokdorf an der Elbe - Deich und Strand
Der Ort war für die Wilsteraner insbesondere im Sommer ein Ausflugsziel, um hier in der Elbe zu baden - so wie heute in dem modernen Brokdorfer Freibad.
Vor 1960 gab es nur einen kleinen Sandstrand vor Stücker´s Hotel; danach erfolgte im Zuge des Flußbaues an der Elbe auf größerer Länge vor der Kirch-Ducht eine Sandaufspülung. Durch Anpflanzungen wurde der Sandflug auf den Deich und das Dorf verhindert. Die Aufspülungsfläche ist heute gegenüber der Aufnahme erheblich verkleinert, denn zwischenzeitlich hat sich die Elbe einen großen Teil der Aufspülung zurück geholt.
1991 wurde der Brokdorf und die Wilstermarsch schützende Deich erhöht auf die Bestickhöhe NN + 8,40 m

Bildrechte: Nicht bekannt

1971 Brokdorf an der Elbe

1971 Brokdorf an der Elbe

ca. 1971 Brokdorf an der Elbe
Der Kirchort Brokdorf gehört neben Beidenfleth, Wewelsfleth und St. Margarethen zu den alten Außen-Kirchspielen der Wilstermarsch.
Der beschauliche schöne kleine Ort geriet ab Mitte der 1970er Jahre bundesweit in die Schlagzeilen, da er als Standort für das sehr kontrovers diskutierte und letztendlich dort errichtete Kernkraftwerk Brokdorf vorgesehen war.
Nachdem die Errichtung eines weiteren Kernkraftwerkes bei Brunsbüttel von den dort angesiedelten Industrieunternehmen wegen befürchteter Einschränkungen bei künftigen Wärme-Einleitungen in die Elbe abgelehnt worden war, fiel die Wahl auf Brokdorf. Kurzerhand wurde im Landesraumordnungsplan die zwischen Brunsbüttel und Glückstadt festgesetzte Nutzung "Landwirtschaft, Erholung, Wohnen" ergänzt mit der Sonderfunktion Standort eines Kernkraftwerkes in Brokdorf.
Seit Inbetriebnahme des Atom-Kraftwerkes profitiert die Gemeinde von einem hohen Steueraufkommen.
Bildrechte: Verlag Stramm & Co. St. Michaelisdonn

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