Alte Postkarten aus Wilster

Aktuelle Kategorie: Elbe und Stör

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03 Regatta um das Blaue Band der Stör

1951 Start der Regatta um das Blaue Band der Stör
1951 Start der Regatta um das Blaue Band der Stör
ca. 1955 Regatta um das Blaue Band der Stör
ca. 1955 Regatta um das Blaue Band der Stör

Regatta um das Blaue Band der Stör.
Seit sieben Jahrzehnten segeln an der Stör beheimatete Segler die Regatta um das Blaue Band der Stör aus. Gehörten ursprünglich nur Boote der SVW (Seglervereinigung Wilster) und der SVI (Seglervereinigung Itzehoe) dazu, sind dieses seit vielen Jahren auch solche des SVB (Seglerverein Beidenfleth) und des NB (Neuenkirchener Bootsclub).
Allerdings war in früheren Jahren für alle in den Vereinen organisierten Segler die Teilnahme an der Regatta eine selbstverständliche Ehrensache.
Gesegelt wird in unterschiedlichen Klassen, wobei die wichtigste Wertung das "Blaue Band der Stör" (Schnellster nach gesegelter Zeit) ist sowie gegenwärtig auch das "Grüne Band der Stör" (Schnellster nach berechneter Zeit).
Die Stör ist für eine derartige Veranstaltung ein ganz besonderes und auch ideales Segelrevier. Die vielen Windungen der Stör sorgen dafür, daß der Wind nicht immer aus einer Richtung kommt und so die Segler in besonderer Weise gefordert sind.
Gestartet wird am Kasenort, von wo die etwa 15 km lange Strecke bis Wewelsfleth führt und wofür je nach Windverhältnissen und Bootstyp eine Segelzeit von 1 bis 2 Stunden benötigt wird. Nach einer Ruhepause wird die Strecke dann in umgekehrter Richtung zurück gesegelt. Die jeweilig benötigten Zeiten für beide Strecken werden addiert.
Bild 1: Im Jahr 1951 bereiten sich Segler auf der Stör am Kasenort vor der Startlinie auf den Beginn der Regatta vor. Im Vordergrund die JOHANNA von Albert Bergner. Links davon (mit zu kleinem Segel, denn der Neuanfang nach der Währungsreform hatte eine Neuanschaffung noch nicht möglich gemacht) die ANKE I von Heinrich von Holdt.
Bild 2: Zuschauer beobachten von der Kasenorter Schleuse aus den Start der Regatta.
Bilder 3 und 4: Segler auf der Regattastrecke

Bildrechte: nicht bekannt; Privatfotos

1885 Lotsenstation auf der Bösch vor St. Margarethen

1885 Lotsenstation auf der Bösch vor St. Margarethen

1885 ehemalige Lotsenstation auf der Bösch vor St. Margarethen mit dem davor liegenden und 1882 in Dienst gestellten Lotsendampfer BÖSCH.
Seit dem 13. Jahrhundert gab es auf der Elbe Lotsen. Diese waren zunächst Fischer, die mit den schwierigen und sich ständig verändernden Fahrwasserverhältnissen vertraut waren; mit der Zeit entwickelte aus dem Gelegenheitsgewerbe ein eigener Berufsstand. Ab 1656 gab es ein geregeltes Lotswesen auf der Elbe. Die Lotsen organisierten sich in Bruderschaften; so in die 1745 gebildete Elbelotsenbrüderschaft, welche die Abfolge des Einsatzes der Lotsen regelte. Ab 1749 wurden die Lotsenboote besetzt von einer Lotsen-Station bei St. Margarethen; sie war in einem Wirtshaus eingerichtet worden, welches sich auf einer im Vorland gelegenen uralten Wurt befand. Die seit alters her bewohnte Wurt wurde Bösch genannt nach einer am gegenüber liegenden Rand des Fahrwassers gelegenen Sandbank - der Bösch bzw- dem Bösch-Rücken. Die Lotsen nannten sich entsprechend: Bösch-Lotsen.
In früheren Zeiten war der Beruf des Lotsen sehr gefahrvoll, mußte doch häufig bei schwierigen Wetterverhältnissen von der kleinen Lotsenjolle auf das den Lotsen anfordernde Schiff umgestiegen werden. Auch die Lotsen von der Bösch blieben von Unglücksfällen nicht verschont. So finden wir 1868 in einem Bericht der "Die Gartenlaube" (Heft 32, S. 501–512) zur Vorstellung eines neuen Retungsbootstyps folgende Meldung:
"Noch am dritten Februar dieses Jahres haben bei der Boesch (Lootsenstation) an der Elbe sieben Lootsen, zwei Hannoveraner und fünf Holsteiner, sämmtlich Familienväter, durch Kentern ihres Bootes das Leben verloren. Die Wohlthätigkeit hat freilich in Hamburg und Altona für die Wittwen und Waisen eine beträchtliche Summe aufgebracht, aber die Todten bleiben todt. Für dieselbe Summe hätten zehn Petersen’s-Boote gebaut werden können , deren eines genügt hätte, die braven Männer den Ihrigen zu erhalten."
Die Lotsenstation, welche bie zu 80 Lotsen Quartier bieten konnte, wurde 1895 nach Brunsbüttelkoog verlegt, wonach das Gebäude nur noch als Gastwirtschaft genutzt wurde. Das Gebäude brannte am nebligen Morgen des 05. November 1902 ab und wurde nicht wieder aufgebaut.
Die Warft selbst besteht heute noch, sie liegt unmittelbar am Bütteler Außenpriel im Außendeich von St. Margarethen (sh. Bild 2; Seekarte aus dem Jahr 1955).

Bildrechte: nicht bekannt

1912 Kahnfähre am Störort

ca. 1912 Jolle im Ivenflether Fährpriel gegenüber dem Störort
1912 Kahnfähre am Störort im Priel vor dem Fährhaus
ca. 1912 Werbe-Anzeige des Gastwirtes E. Breckwoldt am Störort

1912 Kahnfähre Störort am Störort
Bild 1: Im Vordergrund liegt im Ivenflether Fährpriel die Jolle "IRENE" des in Ivenfleth wohnhaften langjährigen Fährmannes Johann Albers.
Die Störorter Kahnfähre stand vor 1910 im Eigentum des Gastwirtes E. Breckwoldt, welcher das "Fährhaus Störort" betrieb. Er warb mit der vorgestellten Anzeige (Bild 3) um Besucher.
Das Fährhaus stand am Störort im unbedeichten Wewelsflether Außendeich auf hoher Warft nahe der Stör in die Elbe.
Die Kahnfähre zwischen Ivenfleth und Störort hat mit Sicherheit bereits schon zu Beginn des 17ten Jahrhunderts bestanden, sie ist wahrscheinlich noch älter. Am 10.Juli 1874 erwarb der Kapitän Christian Meyn (+ 1896) das Fährhaus und die Gastwirtschaft; er war einer der letzten Grönlandfahrer, die auf Walfang und Robbenschlag gingen. Als solcher war er Kommandeur des "Der kleine Heinrich", dem letzten von Glückstadt ausgehenden Grönlandfahrer.
Der Störort war Jahrhunderte lang ein abgelegener Winkel, in welchem auf hohen Warften an der Mündung der Stör drei Gebäude standen. Das mittlere der Gebäude war das Fährhaus. Weit vorne - fast schon in der Elbe - stand auf einer Warft das Gebäude einer ehemaligen Zollstation; dieses Gebäude ist im Hintergrund (Bild 1) zu erkennen.
Die drei Häuser mußten Ende der 1960er Jahre dem im Jahre 1971 begonnenen und 1975 vollendeten Bau des Stör-Sperrwerks weichen.
Bild 2: Kahnfähre mit Fährmann, Fährknecht und einem Gast am Störort.
Weiter hinten liegt die Jolle "IRENE" des Fährmannes, welcher außerdem noch Eigner eines kleinen Ewers war.
Von 1910 bis 1923 betrieb der in Ivenfleth wohnhafte Fischer Johann Albers die Fähre, nach ihm noch zwei Jahre sein Sohn Jacob Albers. Danach wurde der Fährbetrieb zum 10. Juli 1926 aufgegeben. Letzter Fährmann war Hans Schnoor aus Humsterdorf.
Bild 3: Werbe-Anzeige des Gastwirtes E. Breckwoldt am Störort.

Bildrechte: nicht bekannt

1924 Scheelenkuhlen - Elbdeich und Elbe

1924 Scheelenkuhlen - Elbdeich und Elbe
1924 Scheelenkuhlen - Elbdeich und Elbe

1924 Scheelenkuhlen - Elbdeich und Elbe
Mit einem massiven Steindeckwerk ist die wasserseitige Böschung des Deiches an der Elbe gesichert.
Während bei St. Margarethen zwischen dem Deich der hier etwa 3,5 km breiten Elbe und dem Fluß ein ausgedehntes Vorland liegt, muß bei dem nur wenig oberhalb gelegenen Scheelenkuhlen der schar liegende Deich gesondert gesichert werden.
Der Name der Örtlichkeit Scheelenkuhlen verweist auf die gefährliche Situation, die hier der beständig mahlende Strom der Elbe erzeugt;
Kuhle bedeutet Vertiefung,
scheel bedeutet tückisch oder unberechenbar.
Der Fluß hat hier, wie an keiner anderen Stelle sonst, einen tiefen Kolk in den Untergrund gegraben, wohl die tiefste Sohllage der Elbe oberhalb von Cuxhaven.
Mit massiven Strombauwerken muss daher bei Scheelenkuhlen der Deich gegen den gegen das Land arbeitenden Strom gesichert werden.
Vor Scheelenkuhlen lag das vor 1500 aufgegebene Dorf Elredefleth, dessen Nachfolgerin ist das um 1500 errichtete und nach seiner am St. Margarethen Tag geweihten Kirche benannte Dorf St. Margarethen.

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Wilster
Anmerkung: Die alte Aufnahme stammt aus einem vom damaligen Gemeindeverein St. Margarethen dem scheidenden langjährigen Hauptpastor D. Dr. Wilhelm Jensen (von 1910 bist 1933) anläßlich einer Abschiedsfeier am 24. September 1933 als Ehrengabe überreichten Album, welches Fotografien aus dem Kirchspiel St. Margarethen enthält.
Das Album wurde großzügigerweise von Frau Sigrid Malz, Karlruhe, mit Zustimmung der Nachkommen des D.Dr. Wilhelm Jensen für die Heimat-Seite mein-wilster zur Verfügung gestellt.

1925 Blick vom Vorland an der Elbe auf St. Margarethen und auf die Elbe

1925 Blick vom Vorland an der Elbe auf St. Margarethen
1925 Blick vom Vorland an der Elbe bei St. Margarethen über den mächtigen Strom

1925 Blick vom Vorland an der Elbe auf St. Margarethen und auf die Elbe.
Bei St. Margarethen macht der Deich der Elbe einen großen Bogen und läßt ein breites Vorland unbedeicht. Durch das Vorland schlängelt sich der Hafenpriel (Außentief des Nortorf-Neuenhafener Kanals); er konnte vor einigen Jahrzehnten noch von kleinen Frachtschiffen durchfahren werden.
Bild 2 zeigt einen Blick vom Vorland bei St. Margarethen über den hier 2,5 km breiten mächtigen Strom der Elbe.

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Wilster
Anmerkung: Die alte Aufnahme stammt aus einem vom damaligen Gemeindeverein St. Margarethen dem scheidenden langjährigen Hauptpastor D. Dr. Wilhelm Jensen (von 1910 bist 1933) anläßlich einer Abschiedsfeier am 24. September 1933 als Ehrengabe überreichten Album, welches Fotografien aus dem Kirchspiel St. Margarethen enthält.
Das Album wurde großzügigerweise von Frau Sigrid Malz, Karlruhe, mit Zustimmung der Nachkommen des D.Dr. Wilhelm Jensen für die Heimat-Seite mein-wilster zur Verfügung gestellt.

1925 Elbe im Bereich der Wilstermarsch

1925 Elbe im Bereich der Wilstermarsch
1925 Elbe im Bereich der Wilstermarsch

1925 Elbe im Bereich der Wilstermarsch
Die im Bereich der Wilstermarsch fast 4 km breite Elbe ist der größte Strom, dessen Mündung in Deutschland liegt.
Der mächtige Gezeitenstrom hat vor Jahrtausenden mit seinen Ablagerungen die Landschaft der Wilstermarsch erst entstehen lassen, welche dann von den frühen Siedlern nach ihren Wünschen entwässert und gestaltet wurde.
Seit über achthundert Jahren schützen Deiche die Marsch vor den Gefahren der Elbe.
Die 1091 km lange Elbe entspringt in Tschechien, wo sie Labe genannt wird. Die Bedeutung des Wortes entspricht der bei uns verwendeten Bezeichnung, denn das von Albia bzw. Albis stammende Wort Elbe bedeutet „die Weiße“ oder „die Helle“, ein Name, dessen Bedeutung man aus der Abbildung gut nachvollziehen kann.
Auch den etwa am Deich in Brokdorf oder am Störort stehenden Betrachtern erschließt sich bei klarer Witterung dieser Name, wenn die Elbe hell glänzend vor ihnen liegt.

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Büttel bzw. Wilster
Anmerkung: Die Fotos stammen aus dem Nachlaß von Pastor D.Dr. Wilhelm Jensen (amtierte von 1910 bis 1933 in St. Margarethen); sie wurden freundlicherweise von Frau Sigrid Malz, Karlsruhe, zur Verfügung gestellt.

1925 St.Margarethen, Häuser, Gehölze und Gärten auf dem Deich an der Elbe

1925 St.Margarethen, Häuser, Gehölze und Gärten auf dem Deich an der Elbe
1925 St.Margarethen, Häuser, Gehölze und Gärten auf dem Deich an der Elbe

1925 St.Margarethen, Häuser, Gehölze und Gärten auf dem Deich
Das Foto zeigt von den Wiesen des Vorlandes aus gesehen die Häuser auf dem Deich der Elbe bei St. Margarethen, die etwas ganz besonderes waren. Nicht nur wegen ihres pittoresken Anblickes, sondern auch allein schon wegen der gesamten Situation ihres Standortes.
Die über lange Zeiträume hinweg sich entwickelt habende Situation mit den im Bestick des Deiches gebauten Häusern und aufgewachsenen Bäumen sowie den auf der Deichböschung angelegten Gärten kennzeichnete eine aus der Sicht des Küstenschutzes völlig untragbare Situation. Sie war dadurch entstanden, dass der Deich zeitweilig zur zweiten Deichreihe gehörte, weil weiter vorne ein neuer Deich gebaut worden war, welcher jedoch gegen die sich verlagernde Elbe nicht gehalten und daher aufgegeben werden mußte.
Selbst nach der Sturmflut vom 16./17. Februar 1962 und den dabei entstandenen Schäden waren keine Konsequenzen gezogen worden. Erst die Sturmflut vom Januar 1976 löste bei den Verantwortlichen für die Deichsicherheit die notwendigen Maßnahmen aus – in der Folge wurde eine Vordeichung vorgenommen und das Deichprofil von deichfremden Nutzungen frei gehalten.
Eines der Deichhäuser kann heute sogar als Feriendomizil erlebt werden als Haus Stöpe

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Büttel und Wilster
Anmerkung: Das Foto stammt aus dem Nachlaß von Pastor D.Dr. Wilhelm Jensen (amtierte von 1910 bis 1933 in St. Margarethen); es wurde freundlicherweise von Frau Sigrid Malz, Karlsruhe, zur Verfügung gestellt.

1930 Kahnfähre Uhrendorf an der Stör

1930 Kahnfähre Uhrendorf an der Stör
1930 Kahnfähre Uhrendorf an der Stör
1962 Durch Sturmflut beschädigtes Fährhaus Uhrendorf in der Wilstermarsch

1930 Kahnfähre Uhrendorf an der Stör.
Unterhalb der Klappbrücke Heiligenstedten bestanden früher an der Stör bis zu deren Mündung in die Elbe mehrere Fähren, welche den Personen- und Warenverkehr von einem Ufer der Stör zum anderen Ufer ermöglichten.
Neben den Wagenfähren in Wewelsfleth und in Beidenfleth existierten insgesamt vier Kahnfähren. Eine dieser Fähren war die Uhrendorfer Fähre;
sie verkehrte zwischen Uhrendorf und Uhrendorfer Deich (Kremper Marsch) und wurde lange Zeit von Johannes Borchert bis 1937 betrieben. Das Gast- und Fährhaus lag zwischen Beidenfleth und Wewelsfleth im Außendeich auf einer Warft auf der Uhrendorfer Seite der Stör. Das Gebäude wurde bei der Sturmflut 1962 so stark beschädigt, dass es in der Folge abgebrochen wurde.
Die Uhrendorfer Fähre hatte bereits seit dem 16ten Jahrhundert bestanden, die Fährgerechtigkeit lag bei der Kirche Neuenkirchen.
Bild 1 zeigt einen Blick vom Uhrendorfer Fährhaus auf die Fährstelle, die Fährkähne und das jenseitige Ufer.
Bild 2 zeigt einen Blick vom linksseitigem Ufer bei Neuenkirchen auf das im Uhrendorfer Außendeich gelegene Fährhaus.
Bild 3 zeigt das nach der Sturmflut 1962 stark geschädigte Fährhaus und die verwüstete Wurt.
Weitere Kahnfähren an der Stör waren
- die Stördorf und Hodorf verbindende Hollers Fähre. Sie querte die Stör oberhalb deren gegenüber dem Kasenort gelegenen Hodorfer Mäander.
- die zwischen Groß Kampen und Hodorf verkehrende Fähre von Nikolaus von Holdt, welche die Stör am Langen Rack unterhalb des Hodorfer Mäanders querte.
- zwischen Störort und Ivenfleth die Störorter Fähre des Stördorfer Fährhauses (Betreiber u.a. E. Breckwoldt) an der Mündung der Stör.

Bildrechte nicht bekannt

1930 Wewelsfleth Störort Mündung der Stör in die Elbe

1930 Wewelsfleth Störort Mündung der Stör in die Elbe

ca. 1930 Die Mündung der Stör in die Elbe bei Störort.
Mit dem beginnenden Flutstrom laufen Fracht Ewer in die Stör ein.
Da in ihrem von der Tide beeinflußten Bereich der Stör ein harter Ebbe- bzw. Flutstrom läuft, war es den unter Segel fahrenden Ewern zumeist nicht möglich, gegen den Strom zu fahren.
Die von Hamburg kommenden Ewer nutzten zumeist den Ebbestrom auf der Elbe und gingen vor der Mündung der Stör auf den Anker. Mit beginnender Flut fuhren sie dann in die Stör ein.
Das Foto ist vom linksseitigen Ufer der Stör bei Ivenflether aus aufgenommen worden.
Auf dem gegenüber liegenden und zu Störort gehörenden Ufer ist eines der seinerzeit dort auf Warften stehenden Gebäude zu erkennen, in welchem zeitweilig eine Zollstation untergebracht war.

Bildrechte: Hans Martens, Krempe

1932 ehemalige Kahnfähre am Störort

1932 ehemalige Kahnfähre am Störort

1932 ehemalige Kahnfähre am Störort.
Sie verkehrte bis 1923 nach Bedarf zwischen Ivenfleth und dem Fährhaus Störort.
Die Kahnfähre stand vor 1910 im Eigentum des Gastwirtes E. Breckwoldt von der Schankwirtschaft „Fährhaus Störort“. Von 1910 bis 1923 betrieb der in Ivenfleth wohnhafte Fischer Johann Albers die Fähre, nach ihm noch zwei Jahre sein Sohn Jacob Albers. Danach wurde der Fährbetrieb aufgegeben. Allerdings war es für die Bewohner am Störort danach lange Zeit eine Selbstverständlichkeit, ihre per Glocke sich anmeldenden Gäste vom Ivenflether Fährpriel abzuholen und überzusetzen, so wie es das Foto zeigt.
Der Störort war Jahrhunderte lang ein abgelegener Winkel gewesen, in welchem auf hohen Warften an der Mündung der Stör drei Gebäude standen; das mittlere der Gebäude war das Fährhaus.
Die Häuser mußten Ende der 1960er Jahre dem im Jahre 1971 begonnenen und 1975 vollendeten Bau des Stör-Sperrwerks weichen.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Ingrid Kautz, Brokdorf

1933 Bütteler Außenpriel und die Warft Bösch

1933 Bütteler Außenpriel und die Warft Bösch

1933 Bütteler Außenpriel und Bösch.
Die Segeljolle "Carmen" von Johannes Prüß segelt nach Büttel in den Hafenpriel ein.
Links auf der Bösch, einer Wurt (Warft) im Außendeich vor St. Margarethen und Büttel, stand im vorletzten Jahrhundert die Station der Lotsen für die auf der Unterelbe verkehrenden Schiffe.
Bereits seit dem 13. Jahrhundert hat es auf der Elbe Lotsen gegeben, die sich u.a. in der 1745 gebildeten Elbelotsenbrüderschaft organisierten. Ab 1749 wurden die Lotsenboote besetzt von einer Lotsen-Station bei St. Margarethen; sie war in einem Wirtshaus eingerichtet worden, welches sich auf einer im Vorland gelegenen uralten Wurt, der Bösch, befand.
Die seit alters her bewohnte Wurt wurde Bösch genannt nach einer am gegenüber liegenden Rand des Fahrwassers der Elbe gelegenen Sandbank - der Bösch bzw- dem Bösch-Rücken. Die Lotsen nannten sich entsprechend: Bösch-Lotsen.
Das zuletzt als Gasthaus genutzte Gebäude brannte am nebligen Morgen des 05. November 1902 ab wurde nicht wieder aufgebaut; die Station der Lotsen war bereits 1895 in ein neues Gebäude bei den Schleusen des Kaiser-Wilhelm Kanals verlegt worden.
Die Warft besteht heute noch, sie liegt unmittelbar am Bütteler Außenpriel im Außendeich von St. Margarethen.

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Wilster
Anmerkung: Die alte Aufnahme stammt aus einem vom damaligen Gemeindeverein St. Margarethen dem scheidenden langjährigen Hauptpastor D. Dr. Wilhelm Jensen (von 1910 bist 1933) anläßlich einer Abschiedsfeier am 24. September 1933 als Ehrengabe überreichten Album, welches Fotografien aus dem Kirchspiel St. Margarethen enthält.
Das Album wurde großzügigerweise von Frau Sigrid Malz, Karlruhe, mit Zustimmung der Nachkommen des D.Dr. Wilhelm Jensen für die Heimat-Seite mein-wilster zur Verfügung gestellt.

1933 Vorland und Elbe bei St. Margarethen

1933 Vorland und Elbe bei St. Margarethen
1933 Vorland und Elbe bei St. Margarethen

1933 Vorland und Elbe bei St. Margarethen
Blick vom Elbdeich über das breite unbedeichte Vorland bei St. Margarethen.
Die Ausschnittsvergrößerung (Bild 2) läßt die Elbe erkennen und das gegenüber liegende Ufer im Land Kehdingen. Im Drittelspunkt links ist ein Zweimaster auf der Elbe zu sehen sowie ganz rechts ein Kirchturm, offenbar der von St. Nicolai in Krummendeich.

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Wilster
Anmerkung: Die alte Aufnahme stammt aus einem vom damaligen Gemeindeverein St. Margarethen dem scheidenden langjährigen Hauptpastor D. Dr. Wilhelm Jensen (von 1910 bist 1933) anläßlich einer Abschiedsfeier am 24. September 1933 als Ehrengabe überreichten Album, welches Fotografien aus dem Kirchspiel St. Margarethen enthält.
Das Album wurde großzügigerweise von Frau Sigrid Malz, Karlruhe, mit Zustimmung der Nachkommen des D.Dr. Wilhelm Jensen für die Heimat-Seite mein-wilster zur Verfügung gestellt.

1937 Kasenort, Stör, Hodorf Ziegelei

1937 Kasenort, Stör, Hodorf Ziegelei
1906 Mäander Hodorf mit Standort der dortigen Ziegelei
1912 Belegschaft der Ziegelei in Hodorf

1937 Kasenort, Stör, Hodorf, Ziegelei
Bild 1: Blick vom Kasenort die Stör abwärts.
Rechts ist die Mündung der Wilsterau erkennbar.
Im Hintergrund sind die Gebäude der vormaligen Ziegelei zu sehen, deren Standort auf der von der Stör mit der Hodorfer Mäanderschleife umschlossenen Halbinsel lag.
Die vor 1850 gegründete Ziegelei verarbeitete als Grundmaterial neben dem hier gewonnenen Mergel auch Schlick aus der Stör.
Der Begründer der Itzehoer Alsen Portland Cement Fabrik, Otto Friedrich Alsen, hatte 1861 mit dem Hodorfer Peter von Leesen die Firma "Alsen & von Leesen" zum Betrieb der auf der Halbinsel gelegenen Ziegelei gegründet.
Die Ziegelei wurde 1912 stillgelegt.
Bild 2: Der Auszug aus einem Meßtischblatt von 1906 zeigt den Standort der Ziegelei.
Die Gebäude der Ziegelei blieben auch nach Einstellung des Betriebes bis in die 1940er Jahre weitgehend erhalten; heute sind keine Reste mehr erkennbar.
Bild 3: Belegschaft der Hodorfer Ziegelei

Bildrechte: nicht bekannt

1938 Deich der Stör in Beidenfleth Groß Kampen

1938 Deich der Stör in Beidenfleth Groß Kampen in der Wilstermarsch

1938 Deich der Stör in Beidenfleth Groß Kampen
Auffällig ist, daß seinerzeit im Bestick des Deiches Bäume standen, obwohl der Deich die erste Deichlinie bildete (nach dem Bau des Stör-Sperrwerkes änderte sich dieses); es verwundert sehr, daß dieses seinerzeit von den für die Sicherheit der Deiche Verantwortlichen geduldet wurde.

Anmerkung: Gemäß den Aufzeichnungen von Werner Behning (vgl. Bildrechte) soll es sich um eine Situation in Wewelsflether Uhrendorf handeln.
Nach Auffassung des Betreibers dieser Heimatseite handelt es sich jedoch um eine Örtlichkeit in Groß Kampen in der Gemeinde Beidenfleth. Im Hintergrund links sind die beiden damals am Langen Rack der Stör vorhanden gewesenen sehr hohen Hochspannungsmasten erkennbar. Bei dem Gehöft müßte es sich dementsprechend um den Hof 121 (gem. dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild") handeln, der seinerzeit im Eigentum von Heinrich Brandt stand und von diesem auch bewirtschaftet wurde.

Bildrechte: Werner Behning, Wilster
Das Foto stammt aus der im Eigentum von Robert Friedrichs, Wilster, stehenden Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1940 Holler´s Fähre über die Stör bei Stördorf

1940 Holler´s Fähre über die Stör bei Stördorf
1940 Holler´s Fähre über die Stör bei Stördorf

1940 Holler´s Fähre über die Stör bei Stördorf
Neben den Wagenfähren in Wewelsfleth und Beidenfleth ermöglichten bis in die Mitte des vergangenen Jahrhunderts auch einige kleine Kahnfähren den Fußgängern das Überqueren der Stör.
So waren am Störort, in Klein Kampen und in Stördorf derartige Fähren vorhanden. Die Fähre, welche die Überfahrt bei Klein Kampen ermöglichte, wurde von Nikolaus von Holdt betrieben.
Bei Stördorf konnte man mit Holler´s Fähre auf die gegenüber liegende Seite nach Hodorf gelangen. Der Standort der Fähre lag am stromauf liegenden Ende der markanten Hodorfer Mäander-Schleife der Stör. Wer von der Wilstermarsch Seite aus übergesetzt werden wollte, schlug zur Benachrichtigung des Fährmannes die Glocke (Bild 2).

Bildrechte:
Bild 1: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder Fotos von den Originalnegativen erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster
Bild 2: Heinrich Ballerstädt, Wilster

1943 Fähre über die Stör in Wewelsfleth

1943 Fähre über die Stör in Wewelsfleth mit Angehörigen des Marine-Flak-Regiment 14 Brunsbüttel
1943 Fähre über die Stör in Wewelsfleth mit Angehörigen des Marine-Flak-Regiment 14 Brunsbüttel

1943 Fähre über die Stör in Wewelsfleth
Die Wewelsflether Fähre ist bereits im Jahre 1629 eingerichtet worden – daneben bestanden im Bereich der Gemeinde Fußgänger-Fähren in Uhrendorf und Störort.
Der Fährprahm liegt hier an der Auffahrtsrampe an dem zur Kremper Marsch gehörenden Ufer der Stör in Borsfleth.
Auf der Fähre befinden sich mehrere Personen als Fahrgäste, jedoch keine Fahrzeuge. Dieses ist erstaunlich, denn die Distanz zwischen Borsfleth und der Fährstelle beträgt etwa 2 km. Die Personen waren Angehörige des Marine-Flak-Regiment 14 ("Flak-Gruppenkommandeur Brunsbüttel"), welche offenbar einen Ausflug unternahmen. Zu dem im März 1940 aufgestellten Regiment wurden ab dem Frühjahr 1943 auch Jugendliche ab dem 15ten Lebensjahr herangezogen, unter ihnen auch Mädchen als Flak-Helferinnen.
Am jenseitigen Ufer ist links der Wewelsflether Fährrampe eine Quaimauer erkennbar, an welcher ein Lastkahn festgemacht hat.
Die Wagenfähre Wewelsfleth war eine Seilfähre; an dem durch das Gewässer verlaufenden Seil wurde der Fährprahm zunächst mit Muskelkraft, später (1928) jedoch mittels eines Motors über den Fluß gezogen. Der Fährmann mußte ein Signal geben, wenn das Seil straff gezogen wurde, denn sonst bestand für die die Fährstelle passierenden Schiffe auf der Stör ein großes Gefahrenrisiko. Wegen des starken Ebb- bzw. Flutstromes der Stör hatten die Schiffe "Vorfahrt" und gaben ihrerseits rechtzeitig Signal.
Nach dem Bau des Sperrwerks an der Stör-Mündung in den Jahre 1971 bis 1974 und der Herstellung einer damit verbundenen Straßenverbindung der B 431 über die Stör verlor die Wewelsflether Fähre ihre Bedeutung und sie wurde daher 1980 eingestellt.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: Das Foto wurde am 09.10.1943 aufgenommen

1949 Eisgang auf der Stör bei der Fähre Beidenfleth a

1949/50 Eisgang auf der Stör bei der Fähre Beidenfleth
1949/50 Eisgang auf der Stör bei der Fähre Beidenfleth
1949/50 Eisgang auf der Stör bei der Fähre Beidenfleth
1949/50 Eisgang auf der Stör bei der Fähre Beidenfleth

1949 Eisgang auf der Stör bei der Fähre Beidenfleth
Im Winter 1949/50 hatte Eisgang auf der Stör sowie ungünstige Windverhältnisse dazu geführt, dass durch Treibeis der Betrieb der Fähre Beidenfleth erheblich behindert war.
Der Fährprahm war offenbar infolge eines mit dem Tidestrom getriebenen Eisfeldes soweit auf die Fährrampe am Bahrenflether Ufer geschoben worden, dass er nur mit der Hilfe eines kleinen Schleppers wieder frei kam.

Bildrechte: Arthur Zachger, Itzehoe
Bild 1: ID x26308.12
Bild 2: ID x26309.12
Bild 3: ID x26305.12
Bild 4: ID x26304.12
Quelle: Bildarchiv des gemeinsamen Archivs des Kreises Steinburg und der Stadt Itzehoe

1949 Eisgang auf der Stör bei der Fähre Beidenfleth b

1949 Eisgang auf der Stör bei der Fähre Beidenfleth
1949 Eisgang auf der Stör bei der Fähre Beidenfleth
1949 Eisgang auf der Stör bei der Fähre Beidenfleth
1949 Eisgang auf der Stör bei der Fähre Beidenfleth

1949 Eisgang auf der Stör bei der Fähre Beidenfleth
Im Winter 1949/50 hatte Eisgang auf der Stör sowie ungünstige Windverhältnisse dazu geführt, dass durch Treibeis der Betrieb der Fähre Beidenfleth erheblich behindert war.
Der Fährprahm war offenbar infolge eines mit dem Tidestrom getriebenen Eisfeldes soweit auf die Fährrampe am Bahrenflether Ufer geschoben worden, dass er nur mit der Hilfe eines kleinen Schleppers wieder frei kam.

Bildrechte: Arthur Zachger, Itzehoe
Bild 1: ID x26306.12
Bild 2: ID x26310.12
Bild 3: ID x26307.12
Bild 4: ID x26311.12
Quelle: Bildarchiv des gemeinsamen Archivs des Kreises Steinburg und der Stadt Itzehoe

1950 Heiligenstedten, hölzerne Klappbrücke über die Stör

1950 Heiligenstedten, hölzerne Klappbrücke über die Stör
1950 Heiligenstedten, hölzerne Klappbrücke über die Stör
1950 Heiligenstedten, hölzerne Klappbrücke über die Stör
1950 Heiligenstedten, hölzerne Klappbrücke über die Stör

1950 Heiligenstedten, hölzerne Klappbrücke über die Stör.
Bei Heiligenstedten führte bis in das Jahr 1966 eine hölzerne Klappbrücke über die Stör; sie wurde in genanntem Jahr durch eine Stahlbeton-Klappbrücke ersetzt.
Bei der alten hölzernen Brücke wurde für die Durchfahrt der Schiffe – wenn dieses die Öffnung der Brücke erforderlich machte – ein Brückengeld sowohl von Fracht- als auch von Sportschiffen erhoben. Die Bezahlung erfolgte während der Passage mittels eines an einem langen Stock befestigten Beutels (einem kirchlichen Klingelbeutel nicht unähnlich) sh. Bild 4.
Auch wer die Brücke benutzte, um ans andere Ufer zu gelangen, mußte ein Entgelt leisten; dieses war danach gestaffelt, ob es sich um Kinder oder Erwachsene handelte - für mitgeführte Fahrzeuge vom Fahrrad bis zur Kutsche oder Lkw sowie für Vieh war ein Zuschlag zu zahlen.

Bildrechte: Arthur Zachger, Itzehoe
Bild 1: ID x27577.12
Bild 2: ID x27437.12
Bild 3: ID x27579.12
Bild 4: ID x27578.12
Quelle: Bildarchiv des gemeinsamen Archivs des Kreises Steinburg und der Stadt Itzehoe

1950 Wagen-Fähre über die Stör in Wewelsfleth

1950 Wagen-Fähre über die Stör in Wewelsfleth

1950 Wagen-Fähre über die Stör in Wewelsfleth.
Die Wewelsflether Fähre bildete viereinhalb Jahrhunderte lang eine wichtige Verkehrsverbindung zwischen der Wilstermarsch und der Kremper Marsch.
Die Wagenfähre war eine Seilfähre; an dem durch das Gewässer verlaufenden Seil wurde der Fährprahm zunächst mit Muskelkraft, später (ab 1928) jedoch mittels eines Motors über den Fluß gezogen. Der Fährmann mußte ein Signal geben, wenn das Seil straff gezogen wurde, denn sonst bestand für die die Fährstelle passierenden Schiffe auf der Stör ein großes Gefahrenrisiko.
Wegen des starken Ebb- bzw. Flutstromes der Stör hatten die Schiffe "Vorfahrt" und gaben ihrerseits rechtzeitig Signal.
Bereits im Jahre 1629 war die Wewelsflether Fähre eingerichtet worden – daneben bestanden im Bereich der Gemeinde Fußgänger-Fähren in Uhrendorf und Störort. Nach dem Bau des Störsperrwerks in den Jahre 1971 bis 1974 und der Herstellung einer damit verbundenen Straßenverbindung der B 431 über die Stör verlor die Fähre ihre Bedeutung und sie wurde daher 1980 eingestellt.

Bildrechte: nicht bekannt

1951 Frachtschiff STURMVOGEL am Getreidespeicher an der Stör in Beidenfleth

1951 Frachtschiff STURMVOGEL am Getreidespeicher an der Stör in Beidenfleth
1951 Frachtschiff STURMVOGEL am Getreidespeicher an der Stör in Beidenfleth
1951 Beidenfleth, Getreide-Speicher der Hochfelder Mühle

1951 Frachtschiff STURMVOGEL am Getreidespeicher an der Stör in Beidenfleth
Der zur Hochfelder Mühle des Betriebes Trede gehörende Getreidespeicher stand in Beidenfleth an der Stelle, an welcher später von genanntem Müllereibetrieb das heute vorhandene Hochsilo errichtet wurde.
Die Firma Trede bediente sich seinerzeit für den Transport seiner Waren auch eines eigenen Werkschiffes, welches von einem Setzschiffer geführt wurde.
Die Abbildungen 1 und 2 zeigen die STURMVOGEL an der Ladevorrichtung am Speichersilo Beidenfleth.
Bild 3 zeigt die Straßenfront des Speichers.

Bildrechte: Johann Richard Peters, Wewelsfleth und Wilster; Marinemaler und Journalist

1952 Die Stör mit dem Fährhaus Beidenfleth

1952 Die Stör mit dem Fährhaus Beidenfleth

1952 Die Stör mit dem Fährhaus Beidenfleth.
Blick vom Fähranlage auf der Bahrenflether Seite über die Stör.
Die Beidenflether Fähre – eine Grundseilfähre – ist als einzige der vor hundert Jahren unterhalb von Itzehoe an der Stör noch vorhanden gewesenen sechs Fähren in Betrieb.
Das Fährhaus wurde zur Zeit der Aufnahme von Alfred Wiegleb (genannt Quittje / Quiddje = hochdeutsch sprechender Fremder) betrieben, der 1928 als Olympia-Segler mit seinem Schären-Kreuzer „Quisque“ ein bekannter Regatta Segler war.

Bildrechte: A. Zachger, Itzehoe

1956 Deichbau in Wewelsfleth an der Stör

1956 Deichbau in Wewelsfleth an der Stör

1956 Neubau des Deiches an der Stör in Wewelsfleth
Über den Zeitraum mehrerer Jahrhunderte waren die auf dem Deich an der Dorfstraße und an der Deichreihe stehenden Wohnhäuser in der Ortslage Wewelsfleth Bestandteil des Sturmflutschutzes. Im Deichverteidigungsfall mußten Türöffnungen und auch Fenster sowie die Zwischenräume zwischen den Gebäuden mit Dammbalken gegen eindringendes Wasser geschützt werden. Sowohl aus Kostengründen und mangels eigener Einsicht wehrte sich die örtliche Bevölkerung mehrmals gegen die Verbesserung des Deichschutzes. Dieses auch vor dem Hintergrund, dass in früheren Zeiten die nahe der Elbe und der Stör liegenden Flächen im Bereich der Gemeinde durch Sedimentation deutlich höher aufgewachsen sind, als die weiter zurück liegenden Flächen der inneren Wilstermarsch, weshalb im Gegensatz zu dort länger dauernde Überflutungen hier nicht zu besorgen waren.
Erst mit der Gründung des Deich- und Hauptsielverbandes Wilstermarsch setzten konkrete Bestrebungen ein, um diesen hinsichtlich der Wehrfähigkeit des Sturmflutschutzes unhaltbaren und unverantwortlichen Zustand zu beenden.
Zu einem Zeitpunkt, als an eine Realisierung eines Sperrwerkes an der Mündung der Stör noch nicht gedacht werden konnte, haben dabei vorausschauende Menschen die Notwendigkeit der Verbesserung des Deichschutzes in der Ortslage von Wewelsfleth betrieben.
Bevor es in den Jahren 1956 und 1957 zu den das Dorfbild einschneidend verändernden Baumaßnahmen kam, hatten die Vertreter des Deich- und Hauptsielverbandes Wilstermarsch und ihres Deichbauamtes sich mit vielen aus der Wewelsflether Bevölkerung kommenden Widerständen auseinander zu setzen. Jahrhunderte lang schließlich hatten in Wewelsfleth Häuser auf der Deichkrone gestanden, und es war kaum einmal etwas passiert, und wenn doch, dann war es in der Erinnerung der zeitgenossen verblaßt. Selbst der wortgewaltige damalige Wewelsflether Pastor Hans Lohse wetterte von der Kanzel gegen das Vorhaben - es wurde dennoch gebaut.
Das Luftbild zeigt im Überblick die Arbeiten zur Errichtung eines neuen Deiches in nach vorne verlegter Linienführung. Das Foto macht auch deutlich, dass die Bewohner der auf dem Deich stehenden Häuser den Blick auf die Stör verlieren sollten. Manch einer war verbittert über die Ignoranz der Fachleute.
Dann kam die Sturmflut vom 16. Februar 1962 mit zuvor nicht für möglich gehaltenen Wasserständen. Das Dorf Wewelsfleth kam ohne Schäden davon - und mit ihm die gesamte innere Wilstermarsch.
Pastor Hans Lohse dankte in einem offenen Brief in der Wilsterschen Zeitung der Weitsicht der Deichbauer.

Bildrechte: nicht bekannt

1956 Neubau des Deiches an der Stör in Wewelsfleth

1956 Neubau des Deiches an der Stör in Wewelsfleth

1956 Neubau des Deiches an der Stör in Wewelsfleth
Zu einem Zeitpunkt, als an eine Realisierung eines Sperrwerkes an der Mündung der Stör noch nicht gedacht werden konnte, haben vorausschauende Menschen die Notwendigkeit der Verbesserung des Deichschutzes in der Ortslage von Wewelsfleth betrieben.
Bevor es in den Jahren 1956 und 1957 zu den das Dorfbild einschneidend verändernden Baumaßnahmen kam, hatten die Vertreter des Deich- und Hauptsielverbandes Wilstermarsch und ihres Deichbauamtes sich mit vielen aus der Wewelsflether Bevölkerung kommenden Widerständen auseinander zu setzen. Jahrhunderte lang schließlich hatten in Wewelsfleth Häuser auf der Deichkrone gestanden, und es war kaum einmal etwas passiert. Selbst der wortgewaltige damalige Wewelsflether Pastor Hans Lohse wetterte von der Kanzel gegen das Vorhaben - es wurde dennoch gebaut.
Das Foto zeigt einen Seil-Bagger der damaligen in Wilster ansässigen Tiefbau Firma Kruse bei der Deichverlegung und -verstärkung in Wewelsfleth. Das Foto macht auch deutlich, dass die Bewohner der auf dem Deich stehenden Häuser den Blick auf die Stör verlieren sollten. Manch einer war verbittert über die Ignoranz der Fachleute.
Dann kam die Sturmflut vom 16. Februar 1962 mit zuvor nicht für möglich gehaltenen Wasserständen. Das Dorf Wewelsfleth kam ohne Schäden davon -
Pastor Hans Lohse dankte in einem offenen Brief in der Wilsterschen Zeitung der Weitsicht der Deichbauer.

Bildrechte: Firma Hans Kruse, Wilster

1956 Schleppzug nahe der Mündung der Stör am Störort Wewelsfleth

Wewelsfleth 1956 Schleppzug nahe der Mündung der Stör am Störort

ca. 1956 Schleppzug nahe der Mündung der Stör am Störort
Ein Schleppzug, bestehend aus einem Schlepper und drei offenbar motorlosen Frachtkähnen fährt am Störort in die Stör ein und hat die erste Kurve des stark mäandrierenden Flusses bereits passiert.
Überwiegen für die Alsen´sche Portland-Zement Fabrik in Itzehoe bestimmte Massengüter wurden bis in die 1960er Jahre mit derartigen Schleppverbänden transportiert.
Das ist heute alles schon lange Geschichte, so wie auch die Situation an der Mündung der Stör durch den in den 1970er Jahren erfolgten Bau des Stör-Sperrwerkes seither völlig verändert ist.
Auf dem gegenüber liegenden Ufer der Stör eines der dort am Störort auf einer Warf gelegenen und vor dem Bau des Stör Sperrwerkes beseitigten Gehöfte im seinerzeit unbedeichten Wewelsflether Außendeich.
Ganz im Hintergrund links ist das niedersächsische Ufer der Elbe bei Freiburg im Land Kehdingen erkennbar.

Bildrechte: Martens, Krempe

1959 Elbe, Vorland vor dem Deich in St. Margarethen, Hafenpriel

1959 Elbe, Vorland vor dem Deich in St. Margarethen, Hafenpriel

1959 Elbe, Vorland vor dem Deich in St. Margarethen, Hafenpriel.
Vor den Orten St. Margarethen und Büttel verläuft der Landesschutzdeich an der Elbe in einem weiten Bogen, so daß zwischen dem Strom und dem Deichfuß ein etwa 1 km breites Vorland vorhanden ist. Durch das Vorland ziehen sich in den für Tieflandflüsse typischen Mäanderbögen Priele. Die Hauptpriele sind die butendeichs gelegenen Verlängerungen der binnendeichs gelegenen Gewässer Nortorf-Neuenhafener-Kanal und Bütteler Kanal.
Das Foto zeigt den St. Margarethener Hafenpriel bei Hochwasser. Im Hintergrund ist ganz oben die Elbe zu sehen.
Im Vordergrund liegen in der Nähe des Deiches, welcher sich außerhalb des Bildes befindet, mehrere kleine Wasserfahzeuge.
Im Hafen St. Margarethen herrschte einige Jahrzehnte lang lebhafter Betrieb durch kleine Frachtkähne, denn dort hatten sich kurz nach 1900 drei Mühlenbetriebe angesiedelt (Walter Siemen, Claus von Loh, Gustav Bols), deren Mühlen von Dampfmaschinen angetrieben wurden und deren Speicher am Hafen standen.
Das Getreide wurde per Schiff angeliefert und durch Sauganlagen oder mittels einer „Sackhebeanlage“ gefördert.
Die Mühlen Bols und Siemen waren bis in die 1950er Jahre in Betrieb.
Die Firma Siemens wurde 1958 von der Firma Behrens übernommen, welche am Hafen sogar ein Hoch-Silo errichten ließ.
Mit der Verstärkung des Elbe-Deiches im Jahre 1980 endete zunehmend der Hafenbetrieb, denn der Priel verschlickte zunehmend. Bis ca. 1985 waren noch viele Segelboote im St. Margarethener Hafen zu sehen, bis um die Jahrtausendwende das verschlickte Hafenbecken dann völlig zugeschüttet wurde.
2009 verschwand dann auch das Siemensche Mühlenhaus und der Getreidesilo der Firma Behrens.
Der Aussendeich von St. Margarethen ist heute ein Vogelschutzgebiet und der Hafenpriel verschlickt mehr und mehr.

Bildrechte: Verlag Stramm & Co., St. Michaelisdonn
Anmerkung: Das Foto wurde für die Fertigung von Ansichtskarten aufgenommen

1959 Heiligenstedten, Stör, Klappbrücke

1959 Heiligenstedten, Stör, hölzerne Klappbrücke

1959 Heiligenstedten, Stör, Klappbrücke
Bei Heiligenstedten führte bis in das Jahr 1966 eine hölzerne Klappbrücke über die Stör; sie wurde in genanntem Jahr durch eine Stahlbeton-Klappbrücke ersetzt.
Das Foto zeigt bei aufgezogener Klappe der Brücke die Durchfahrt eines Binnenschiffes die Stör abwärts.
Bei der alten hölzernen Brücke wurde für die Durchfahrt der Schiffe – wenn dieses die Öffnung der Brücke erforderlich machte – ein Brückengeld sowohl von Fracht- als auch von Sportschiffen erhoben. Die Bezahlung erfolgte während der Passage mittels eines an einem langen Stock befestigten Beutels (einem kirchlichen Klingelbeutel nicht unähnlich).
Auch wer die Brücke benutzte, um ans andere Ufer zu gelangen, mußte ein Entgelt leisten; dieses war danach gestaffelt, ob es sich um Kinder oder Erwachsene handelte - für mitgeführte Fahrzeuge vom Fahrrad bis zur Kutsche oder Lkw sowie für Vieh war ein Zuschlag zu zahlen.

Bildrechte: Verlag Stramm & Co., St. Michaelisdonn
Anmerkung: Das Foto wurde für die Fertigung von Ansichtskarten aufgenommen

1960 Beidenfleth an der Stör

1960 Beidenfleth an der Stör

1960 Beidenfleth an der Stör
Luftaufnahme aus nördlicher Richtung von Groß Kampen aus auf Beidenfleth.
Ganz oben rechts sind Häuser des jenseits der Stör in der Kremper Marsch gelegenen Ortes Neuenkirchen zu erkennen.
Die breit und zeitweilig träge fließende und von den Gezeiten geprägte große Mäanderschleifen aufweisende Stör (von „store“, die „Große“ ) trennt die Wilstermarsch von der Krempermarsch. Sie war von den frühesten Zeiten an bis in die zweite Hälfte des 20zigsten Jahrhunderts ein bedeutender Wasserweg.
Die Ufer der Außenkurven des Flusses sind mit Stein-Stacks gegen Abbruch gesichert.
Links der Stör ist auf dem zur Kremper Marsch gehörenden Ufer bei Groß Bahrenfleth die Fährstelle der Beidenflether Fähre zu erkennen.
Die Beidenflether Fähre ist als einzige der vor hundert Jahren unterhalb von Itzehoe an der Stör vorhanden gewesenen Fähren (Wagen- und Kahnfähren) noch heute in Betrieb.
Bis 1936 wurde der Fährprahm durch Menschenkraft über die Stör gezogen; danach wurde ein Motor eingesetzt.
Nachdem in den letzten Jahrzehnten der Betrieb der zudem erneuerungsbedürftigen Fähre immer unrentabler wurde und ihre Stilllegung drohte, wurde durch die Initiative eines Fördervereins Fähre Beidenfleth ein neuer Fährprahm „Else“ beschafft, mit welchem im Jahre 2007 der Fährbetrieb wieder aufgenommen wurde.

Bildrechte: nicht bekannt
Datierung nach dem Fotopapier (LEONAR); diese Firma ging 1964 in Agfa über.

1961 Fähre über die Stör in Wewelsfleth

1961 Fähre über die Stör in Wewelsfleth

1961 Fähre über die Stör in Wewelsfleth.
Jenseits der Stör ist am Horizont der Kirchturm im etwa 2 km von der Stör entfernten Dorf Borsfleth zu erkennen.
Drei kleine Segeljachten passieren mit dem Flutstrom die Fährstelle Wewelsfleth.
Die Fähre liegt an der Wewelsflether Rampe. Das auf der gegenüberliegenden Rampe erkennbare Seil der Seilfähre ist zur Ermöglichung der Passage der Sportboote nicht gespannt.
Die Wagenfähre Wewelsfleth war eine Seilfähre; an dem durch das Gewässer verlaufenden Seil wurde der Fährprahm zunächst mit Muskelkraft, später (1928) jedoch mittels eines Motors über den Fluß gezogen. Der Fährmann mußte ein Signal geben, wenn das Seil straff gezogen wurde, denn sonst bestand für die die Fährstelle passierenden Schiffe auf der Stör ein großes Gefahrenrisiko. Wegen des starken Ebb- bzw. Flutstromes der Stör hatten die Schiffe "Vorfahrt" und gaben ihrerseits rechtzeitig Signal.
Die Wewelsflether Fähre ist bereits im Jahre 1629 eingerichtet worden – daneben bestanden im Bereich der Gemeinde Fußgänger-Fähren in Uhrendorf und Störort.
Nach dem Bau des Sperrwerks an der Stör-Mündung in den Jahre 1971 bis 1974 und der Herstellung einer damit verbundenen Straßenverbindung der B 431 über die Stör verlor die Wewelsflether Fähre ihre Bedeutung und sie wurde daher 1980 eingestellt.

Bildrechte: nicht bekannt

1962 Kümo Hein Oltmann im Hafen Beidenfleth

1962 Küstenmotorschiff Hein Oltmann im Hafen Beidenfleth
1962 Küstenmotorschiff Hein Oltmann im Hafen Beidenfleth
1962 Küstenmotorschiff Hein Oltmann im Hafen Beidenfleth

ca. 1962 Kümo Hein Oltmann im Hafen Beidenfleth
Vor den Ladeeinrichtung beim Silo der Hochfelder Mühle von Detlef Trede im Flußhafen an der Stör bei Beidenfleth liegt das Küstenmotorschiff "Hein Oltmann".
Auch gegenwärtig erfolgt noch an den zwischenzeitlich erheblich vergrößerten Silo Anlagen der heutigen Firma Trede & von Pein der Umschlag von Futtermittelprodukten auf Binnenschiffe.

Das 333 BRT große und 42,21 m lange Küstenmotorschiff „Hein Oltmann“ war unter dem Namen LA PALOMA im Jahre 1950 auf der Brandt Werft in Oldenburg unter der Baunummer 121 für den Eigner Otto Windels, Leer, erbaut worden. Im Jahre 1961 erwarb sie Klaus von Allwöhrden, Dornbusch, von Hans Beilken, Brake, in dessen Besitz sie 1955 gelangt war. Unter dem Namen „Hein Oltmann“ fuhr sie bis 1977 unter ihrem neuen Eigner, danach noch zwei Jahre unter dem Namen PELIKAN für andere Eigentümer. Am 08. Oktober 1979 wurde sie bei einer Kollision mit dem Motorschiff POLAR ECUADOR in der Kieler Förde schwer beschädigt und daraufhin in Lübeck abgewrackt.

Bildrechte: nicht bekannt

1962 Sturmflut am 16. und 17. Februar - Fähre Wewelsfleth

1962 Sturmflut am 16. und 17. Februar - Fähre Wewelsfleth
1962 Sturmflut am 16. und 17. Februar - bei der Fähre Wewelsfleth

1962 Sturmflut am 16. und 17. Februar - Fähre Wewelsfleth.
Vor der Zeit der Fertigstellung des in den Jahren 1971 bis 1974 an der Mündung der Stör errichteten Sperrwerks drangen Sturmfluten ungehindert bis über Itzehoe hinaus in den Fluß ein.
Bei hoch einlaufenden Fluten mußten die Deichstöpen (die durch den Deich führenden Scharte) geschlossen werden; die Fähre stellte ihren Verkehr ein.
Die Abbildungen zeigen die Situation bei auflaufender Sturmflut. Während auf der Wewelsflether Seite ein LKW mit der Fahrt durch das bereits zu seinen Achsen reichende Wasser auf den Fährprahm fährt, mühen sich auf der gegenüber liegenden Seite zwei Radfahrer, noch rechtzeitig zu deren letzten Tour die Fähre zu erreichen.
Auf Bild 1 ist ganz rechts das bis 1971 gültige blau/rote Stoppschild mit der Aufschrift "Halt" zu erkennen, welches danach durch das heute noch gültige achteckige Schild mit der weißen Aufschrift "Stop" abgelöst wurde.
Die Wewelsflether Fähre hatte viereinhalb Jahrhunderte lang eine wichtige Verkehrsverbindung zwischen der Wilstermarsch und der Kremper Marsch gebildet, bis sie wegen der mit dem Bau des Sperrwerkes verbundenen Herstellung einer Straßenverbindung wegen Unrentabilität im Jahre 1980 eingestellt wurde.
Die Wagenfähre war eine Seilfähre, welche an dem durch das Gewässer verlaufenden Seil über den Fluß gezogen wurde.

Bildrechte: nicht bekannt
vermutlich Richard Peters (Schifffahrtskorrespondent), Wilster

1962 Sturmflut am 16. und 17. Februar - Motorkutter "Forelle" landet am Deich

1962 Sturmflut am 16. und 17. Februar - Bergung des Motorbootes FORELLE
1962 Sturmflut am 16. und 17. Februar - Bergung des Motorbootes FORELLE
1962 Sturmflut am 16. und 17. Februar - Bergung des Motorbootes FORELLE
1962 Sturmflut am 16. und 17. Februar - Bergung des Motorbootes FORELLE

1962 Sturmflut am 16. und 17. Februar - Motorboot Forelle landet am Deich
Sturm und Sturmflut in der Nacht vom 16. auf den 17. Februar bewirkten auch in der Wilstermarsch viele Schäden. Glücklicherweise blieb es an den die Marsch schützenden Deichen bei Böschungsrutschungen, Kappenbrüche mit verheerenden Folgen blieben aus.
In St. Margarethen wurde das Motorboot "Forelle" des Eigners Gustav Gummerlich losgerissen, bewirkte Zerstörungen an den Steganlagen und wurde von den Fluten mitgerissen. Es trieb einige hundert Meter über das hoch überflutete Vorland und strandete letztlich an der Außenböschung des Deiches.
Die Abbildung zeigen die Bergung und Transport der "Forelle" über den gefrorenen Boden des Vorlandes, um dem Schiff wieder Wasser unter dem Kiel zu verschaffen.

Bildrechte: Magda und Willi Lux, St. Margarethen
Anmerkung: das Ehepaar Lux führte seinerzeit ein Lebensmittelgeschäft an der Dorfstrasse in St. Margarethen

1962 Sturmflut am 16. und 17. Februar - Schäden am Deich bei St. Margarethen a

1962 Sturmflut am 16. und 17. Februar - Situation und Schäden am Deich bei St. Margarethen unmittelbar nach der Sturmflut
1962 Sturmflut am 16. und 17. Februar - Situation und Schäden am Deich bei St. Margarethen unmittelbar nach der Sturmflut
1962 Sturmflut am 16. und 17. Februar - Situation und Schäden am Deich bei St. Margarethen unmittelbar nach der Sturmflut
1962 Sturmflut am 16. und 17. Februar - Situation und Schäden am Deich bei St. Margarethen unmittelbar nach der Sturmflut

1962 Sturmflut am 16. und 17. Februar - Schäden am Deich bei St. Margarethen
Sturm und Sturmflut in der Nacht vom 16. auf den 17. Februar bewirkten auch in der Wilstermarsch viele Schäden. Glücklicherweise blieb es an den die Marsch schützenden Deichen bei Böschungsrutschungen, Kappenbrüche mit verheerenden Folgen blieben aus.
Über lange Zeiträume hinweg hatte sich in St. Margarethen mit den im Bestick des Deiches gebauten Häusern und aufgewachsenen Bäumen sowie den auf der Deichböschung angelegten Gärten eine aus der Sicht des Küstenschutzes völlig untragbare Situation entwickelt.
Selbst nach der Sturmflut vom 16./17. Februar 1962 und den dabei entstandenen Schäden waren keine Konsequenzen gezogen worden. Erst die Sturmflut vom Januar 1976 löste bei den Verantwortlichen für die Deichsicherheit die notwendigen Maßnahmen aus – in der Folge wurde eine Vordeichung vorgenommen und das Deichprofil von deichfremden Nutzungen frei gehalten.
Die Abbildungen zeigen bei noch hohen Wasserständen der Elbe unmittelbar nach der Sturmflut 1962 die Schäden und die Situation am Deich bei St. Margarethen.

Bildrechte: Magda und Willi Lux, St. Margarethen
Anmerkung: das Ehepaar Lux führte seinerzeit ein Lebensmittelgeschäft an der Dorfstrasse in St. Margarethen

1962 Sturmflut am 16. und 17. Februar - Schäden am Deich bei St. Margarethen b

1962 Sturmflut am 16. und 17. Februar - gestrandeter Motorkutter FORELLE am Deich 1962 Sturmflut am 16. und 17. Februar -
1962 Sturmflut am 16. und 17. Februar - provisorische Sicherung der von den Wellen an der steilen Außenböschung des Deiches bei St. Margarethen bewirkten Ausschläge und Abbrüche mit Pfählen, Faschinen und Sandsäcken
1962 Sturmflut am 16. und 17. Februar - provisorische Sicherung der von den Wellen an der steilen Außenböschung des Deiches bei St. Margarethen bewirkten Ausschläge und Abbrüche mit Pfählen, Faschinen und Sandsäcken
1962 Sturmflut am 16. und 17. Februar - provisorische Sicherung der von den Wellen an der steilen Außenböschung des Deiches bei St. Margarethen bewirkten Ausschläge und Abbrüche mit Pfählen, Faschinen und Sandsäcken

1962 Sturmflut am 16. und 17. Februar - Schäden am Deich bei St. Margarethen
Sturm und Sturmflut in der Nacht vom 16. auf den 17. Februar bewirkten auch in der Wilstermarsch viele Schäden. Glücklicherweise blieb es an den die Marsch schützenden Deichen bei Böschungsrutschungen, Kappenbrüche mit verheerenden Folgen blieben aus.
In St. Margarethen wurde das Motorboot "Forelle" des Eigners Gustav Gummerlich losgerissen, bewirkte Zerstörungen an den Steganlagen und wurde von den Fluten mitgerissen. Es trieb einige hundert Meter über das hoch überflutete Vorland und strandete letztlich an der Außenböschung des Deiches (Bild 1)
Die Abbildungen 2 bis 3 zeigen die provisorische Sicherung der von den Wellen an der steilen Außenböschung des Deiches bewirkten Ausschläge und Abbrüche mit Pfählen, Faschinen und Sandsäcken.

Bildrechte: Magda und Willi Lux, St. Margarethen
Anmerkung: das Ehepaar Lux führte seinerzeit ein Lebensmittelgeschäft an der Dorfstrasse in St. Margarethen

1962 Sturmflut am 16. und 17. Februar - Schäden am Deich bei St. Margarethen c

1962 Sturmflut am 16. und 17. Februar - Reparaturen am Deich bei St. Margarethen
1962 Sturmflut am 16. und 17. Februar - Reparaturen am Deich bei St. Margarethen
1962 Sturmflut am 16. und 17. Februar - am Deich bei St. Margarethen
Einige Jahre vor der Sturmflut 1962 - am Deich bei St. Margarethen

1962 Sturmflut am 16. und 17. Februar - Reparaturen am Deich bei St. Margarethen
Sturm und Sturmflut in der Nacht vom 16. auf den 17. Februar bewirkten auch in der Wilstermarsch viele Schäden. Glücklicherweise blieb es an den die Marsch schützenden Deichen bei Böschungsrutschungen, Kappenbrüche mit verheerenden Folgen blieben aus.
Trotz - und zugleich wegen - der ungünstigen Witterungsverhältnisse mußten Reparaturen und Sicherungen am Deich bei St. Margarethen unverzüglich vorgenommen werden.
Bild 4 zeigt eine einige Jahre vor 1962 vorhandene Situation (am Hafen ist das Silo der Firma Behrends noch nicht errichtet) derjenigen nach der Sturmflut (Bild 3) gegenüber.

Bildrechte: Magda und Willi Lux, St. Margarethen
Anmerkung: das Ehepaar Lux führte seinerzeit ein Lebensmittelgeschäft an der Dorfstrasse in St. Margarethen

1962 Wagenfähre und Werft in Wewelsfleth an der Stör

1962 Wagenfähre und Werft in Wewelsfleth an der Stör

ca. 1962 Wagenfähre und Werft in Wewelsfleth an der Stör.
Die Wewelsflether Fähre bildete eine wichtige Verkehrsverbindung zwischen der Wilstermarsch und der Kremper Marsch.
Die Wagenfähre war eine Seilfähre; an dem durch das Gewässer verlaufenden Seil wurde der Fährprahm zunächst mit Muskelkraft, später (ab 1928) jedoch mittels eines Motors über den Fluß gezogen.
Der Fährmann mußte ein Signal (aufgezogener Ball) geben, wenn das Seil straff gezogen wurde, denn sonst bestand für die die Fährstelle passierenden Schiffe auf der Stör ein großes Gefahrenrisiko.
Wegen des starken Ebb- bzw. Flutstromes der Stör hatten die Schiffe "Vorfahrt" und gaben ihrerseits rechtzeitig Signal.
Bereits im Jahre 1629 war die Wewelsflether Fähre eingerichtet worden – daneben bestanden im Bereich der Gemeinde Fußgänger-Fähren in Uhrendorf und Störort. Nach dem Bau des Störsperrwerks in den Jahre 1971 bis 1974 und der Herstellung einer damit verbundenen Straßenverbindung der B 431 über die Stör verlor die Fähre ihre Bedeutung und sie wurde daher 1980 eingestellt.
Seit über zweieinhalb Jahrhunderten sind in Wewelsfleth Schiffszimmerplätze bezeugt; von ursprünglich vier Werften hat sich bis heute die Peters Werft erhalten und sich aus kleinsten Anfängen zu einer den heutigen Anforderungen gerecht werdenden leistungsfähigen Werft entwickelt. Sie stellt den bedeutendsten Wirtschaftsfaktor für Wewelsfleth dar.

Bildrechte: Heinz Oest, Lichtbildfreunde Itzehoe

1964 Mündung der Stör in die Elbe am Störort

1964 Mündung der Stör in die Elbe am Störort

ca. 1964 Mündung der Stör in die Elbe am Störort
Das Foto wurde vom gegenüber liegenden (linken) Ufer der Stör bei Ivenfleth aufgenommen.
Am Störort liegt in einsamer Lage das äußere von drei Gehöften, die im Winkel zwischen Stör und Elbe auf Warften nahe der Stör standen.
Jenseits des mächtigen Stromes der Elbe ist das Niedersächsische Ufer bei Freiburg erkennbar.
Die ursprüngliche weltabgeschiedene Situation des unbedeichten Wewelsflether Außendeichs ist schon lange Geschichte, nachdem bei dem in den 1970er Jahren erfolgten Bau des Störsperrwerkes die Mündungssituation der Stör in die Elbe ganz erheblich verändert wurde.
Die auf Warften stehenden drei Gebäude wurden beseitigt, für die Stör wurde ein neues Bett gegraben, die Deichlinie wurde verlegt.

Bildrechte: Uwe Greiss, Lichtbildfreunde Itzehoe

1964 Wewelsfleth - Peters Werft an der Stör

1964 Wewelsfleth, Peters Werft, Blick über die Stör
1965 Wewelsfleth, Blick über die Stör auf die Peters Werft

1964 Wewelsfleth - Peters Werft an der Stör
Blick über die Stör auf die Peters Werft, welche als einzige der früher an der Stör und ihren Nebenflüssen vorhanden gewesenen Werften bis heute besteht.
Seit über zweieinhalb Jahrhunderten sind in Wewelsfleth Schiffszimmerplätze bezeugt; von ursprünglich vier Werften hat sich bis heute die Peters Werft erhalten und sich aus kleinsten Anfängen zu einer den heutigen Anforderungen gerecht werdenden leistungsfähigen Werft entwickelt.
Heute stellt die Peters-Werft den bedeutendsten Wirtschaftsfaktor für das Dorf dar.
Während auf dem Helgen der Werft ein Neubau seiner Vollendung entgegen sieht, liegen am Quai der Werft zwei Schiffe, an welchen offenbar Umbau- und Reparaturarbeiten durchgeführt werden. Der Name eines der Schiffe ist lesbar als PROGRESS, ein Küstenmotorschiff. Davor offenbar ein Trawler.
Das nahe der Mündung der Stör in die Elbe gelegene Dorf Wewelsfleth wurde mit seinem Namen „Weuelesflethe“ im Jahre 1238 erstmals schriftlich genannt.
In Wewelsfleth bestand von Alters her zwischen Beidenfleth und der Stör-Mündung die letzte Gelegenheit, daß Wagen mit einer Seil-Fähre die Stör überqueren konnten.
Nach dem Bau des Störsperrwerks in den Jahren 1971 bis 1974 und der Herstellung einer damit verbundenen Straßenverbindung der B 431 über die Stör verlor die Wewelsflether Fähre ihre Bedeutung und ihr Betrieb wurde daher 1980 eingestellt.

Bildrechte: nicht bekannt
Beleg für die zeitliche Einordnung des Fotos ist eine auf 1965 datierte Ansichtskarte, von welcher ein Bildausschnitt vorgestellt ist (Bild 2); sie zeigt den Bereich auf dem Foto auf einem Luftbild.

1965 Abendstimmung an der Stör bei der Schleuse Kasenort

1965 Abendstimmung an der Stör bei der Schleuse Kasenort

1965 Abendstimmung an der Stör bei der Schleuse Kasenort
Blick vom Unterhaupt der Kasenorter Schleuse flußabwärts auf die Stör und ihre fast geschlossene mächtige Windung, die Hodorfer Mäanderschleife. Es herrscht Niedrigwasser; die Ebbe hat die schlickigen Uferbereiche frei gelegt.
Im Vordergrund die Mündung der Wilsterau mit den Dalben für die Schifffahrt.
Mit dem 1926 erfolgten Neubau der Schleuse am Kasenort war die Mündung der Wilsterau in die Stör etwas flußaufwärts verlegt worden.
Die neue erstellte Schleuse hat im Bereich ihrer Tore eine Durchfahrtsbreite von 7,00 m.
Das Binnenhaupt der Schleuse war seit dem Niedergang der Schifffahrt Mitte der 1960er mehrere Jahrzehnte lang funktionsuntüchtig und wurde erst in letzter Zeit in Folge des vorbildlichen Wirkens eines Fördervereins wieder hergestellt.
Die am Deich der Stör entlang laufende Straße - gleichzeitig Deichverteidigungsweg - überbrückt im Bereich der Schleuse die Wilsterau mit einer Klapp-Brücke.
Das Bild verdeutlicht, weshalb die frühe sächsische Bevökerung der Marschen den Fluß als Store (das heißt: die Große) bezeichnete.

Bildrechte: Heinz Oest, Lichtbildfreunde Itzehoe

1965 Hafen der Segler am Kasenort an der Stör

1965 Hafen der Seglervereinigung Wilster am Kasenort
2010 Außentief der Großen Felwettern, Liegeplatz für Sportboote an der Stör am Kasenort

1965 Blick vom Deich der Stör auf den Hafen der Seglervereinigung Wilster;
dahinter die große Mäanderschleife der Stör.
Von den im Hafen liegenden Segeljachten hat der Tischlermeister Peter Klaus Heinrich von Holdt die ersten vier gebaut;
von links: „Johanna“, „Anke III“, „Anke II“ und „Anke I“;
„Anke II“ war ein Jollenkreuzer, die übrigen Kielschwerter.
Die „Johanna“ war im Möbelladen in der Deichstraße entstanden, die übrigen im Bootshaus mit eigener Slip-Anlage auf dem Helgenland.
Zu dem Bau der "Johanna" siehe auch den Bericht über die Werft im Möbelladen

Bildrechte: Cramers Kunstanstalt KG, Dortmund

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