Alte Postkarten aus Wilster

Aktuelle Kategorie: Ereignisse Besonderes Wilster Wilstermarsch

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1895 Weiß geborene Pferde aus Wilster für die Kaiserin von Rußland

1913 Zar Nikolaus II. mit seiner Gattin Alexandra und den fünf gemeinsamen Kindern
1905 Hof des Remonten Händlers Heinrich Auhage an der Burger Straße in Wilster
19013 Hof des Remonten Händlers Heinrich Auhage an der Burger Straße in Wilster
1914 Hof des Remonten Händlers Heinrich Auhage an der Burger Straße in Wilster

1895 Weiß geborene Pferde aus Wilster für die Kaiserin von Russland.
Ein seinerzeit in vielen Zeitungen des Deutschen Reiches berichtetes Ereignis war die Lieferung von besonderen Pferden für den Marstall des Russischen Kaiserhof in St.Petersburg.
So berichtete z.B. die Zeitung "Teltower Kreisblatt" in Berlin in ihrer Nr. 235 von Sonntag, den 6. Oktober 1895 folgendes:
"Vier weiß geborene Pferde verschickte dieser Tage der Pferdehändler Auhage in Wilster (Schleswig-Holstein) an den Kaiserlichen Marstall in St.Petersburg. Dieselben sollen schon hier einen Preis von 13.000 Mark bedingen. Der Transport ging über Lübeck nach Reval und von da per Bahn an den Bestimmungsort. Durch diese vier Pferde soll das Dutzend weiß geborene, das für das Gespann der russischen Kaiserin bestimmt ist, wieder vollzählig sein.
Bisher soll Pferdehändler Oppenheimer in Hannover die Lieferung der Pferde für den Marstall der Kaiserin besorgt haben, diesmal aber nicht im Stande gewesen sein, das Gewünschte auftreiben zu können."
Weiß geborene Pferde, sogen. dominant weiße Pferde, haben im Gegensatz zu Schimmeln ein schneeweißes Fell.
Der Bericht sowie weitere Nachrichten des "Teltower Kreisblatt" zu Ereignissen in Wilster können in der unten aufrufbaren Datei nachgelesen werden.
Kaiserin und Gemahlin des russischen Zaren Nikolaus II (*18.05.1868, + 17.07.1918) war die deutsche Prinzessin Alix von Hessen-Darmstadt (*06.06.1827, + 17.07.1918), welche nach Konversion zur russisch-orthodoxen Kirche den Namen Alexandra Fjodorowna führte. Die Heirat fand statt am oo 26.11.1894 im Winterpalast zu St.Petersburg.
Das Ehepaar mit seinen fünf Kindern wurde in Jekaterinenburg von den Bolschewiki ermordet; Bild 1 zeigt die Zaren Familie.
Der 1855 geborene und 1928 gestorbene Landwirt Heinrich Auhage war der bedeutendste Remonten-Händler Deutschlands und der größte Grundbesitzer der Wilstermarsch. Vor dem Ersten Weltkrieg belieferte er vier Kaiserreiche mit seinen Pferden - „König von Wilster“ wurde er genannt.
Haus und Stallgebäude des Hofes Auhage standen an der Neuen Burgerstraße in Wilster (Bilder 2 bis 4); die Gebäude wurden in den Jahren 1961/62 abgebrochen.

Bildrechte:
Bild 1: Boasser und Eggler, St. Petersburg, Russland (Quelle Wikipedia)
Bild 2: nicht bekannt
Bild 3: Friedrich Schlüter, Wilster
Bild 4: Carl Kuskopp, Wilster

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1901 Untergang des Vollschiffs VALKYRIE auf der Elbe vor Brokdorf

1901 Untergang des Vollschiffs VALKYRIE auf der Elbe vor Brokdorf
1901 Untergang des Vollschiffs VALKYRIE auf der Elbe vor Brokdorf
1901 Untergang des Vollschiffs VALKYRIE auf der Elbe vor Brokdorf

1901 Untergang des Vollschiffs VALKYRIE auf der Elbe vor Brokdorf
Die mehrere Miniaturen zeigende Mehrbildkarte wurde aus Anlaß einer Schiffskatastrophe auf der Elbe vor Brokdorf herausgegeben.
Der britische Windjammer VALKYRIE ging am 08.11.1901 bei einer Kollision auf der Elbe vor Brokdorf verloren. Das Vollschiff war mit einer Ladung Koks auf der Reise von Hamburg nach Santa Rosalia (heute: Oaxacas ) in Baja California, Mexiko.
Um günstige Tide abzuwarten, hatte der Segler auf der Elbe vor Anker gelegen, als er von dem Dampfer TIJUCA der Hamburg-Südamerikanischen Dampfschiffahrts-Gesellschaft (Hamburg Süd) gerammt wurde und sank. Die Besatzung des Großseglers konnte gerettet werden. Auch die TIJUCA wurde bei der Kollision beschädigt.
Mehr zu den beteiligten Schiffen kann in der unten aufrufbaren Datei nachgelesen werden.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

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1929 Heimattag der Wilstermarsch

Bericht der Zeitung Landesblatt Schleswig-Holsteins - Itzehoer Nachrichten v. 28. Mai 1929 über den Heimattag der Wilstermarsch in Wilster
Anzeige in der Wilsterschen Zeitung v. 27.Mai 1929 über die Ausstellung von Fotografien vom Festumzug am Heimattag der Wilstermarsch

1929 Heimattag der Wilstermarsch
Am Sonntag, 26.05.1929 veranstaltete der zu dem Zeitpunkt 10 Jahre bestehende "Heimatverein für die Wilstermarsch" in der Stadt Wilster einen Heimattag.
Der Tag wurde mit einem vielfältigen Programm begangen.
- Vortrag von Dr. Waschnitius, Kopenhagen, über den 1773 in Stavanger in Norwegen geborenen Philosophen, Naturforscher und Dichter Hinrich Steffens, dessen Vorfahren aus Wilster stammen.
- Plattdeutsche Predigt von Pastor Dr. Wilhelm Jensen, St. Margarethen, in der Kirche St. Bartholomäus.
- Vortrag von Dr. Stierling, Altona, über die Baugeschichte der Wilsteraner Kirche.
- Festumzug durch die Stadt - Teilnehmer waren u.a.: Abteilungen der Wilsteraner Gewerbetreibenden, Innungen, Meierei, Ringreiter, Kindergilde, Boßler, Bürgergilde, Feuerwehr, Trachtengruppen, Sängervereine, Ruder- und Segelsportler, Turner
- Festansprachen von Bürgermeister Dethleffsen und Pastor Dr. Jensen.
- Wettkampf der Ringreiter-Vereine
- Eilbotenlauf der Sportler über 4,8 km
- Vorführung von Heimattänzen in alten Trachten
- Vorführung von Liedern durch den Gesangverein Konkordia und die Liedertafel.
- Rundgang durch die Kirche unter baufachlicher Führung.
- Unterhaltungsabend des Quickborn-Vereins "Johann Meyer" in Lübbes Gasthaus mit Vorträgen, Theaterstück, Gedichten und Liedern

Die Zeitung "Landesblatt Schleswig-Holsteins - Itzehoer Nachrichten" berichtete mit dem vorgestellten Bericht (Bild 1) über das Ereignis.
Der Wilsteraner Photograph Ludwig Behning hatte vom Festumzug zahlreiche Photographien aufgenommen, auf deren Ausstellung am Hotel "Wilstermarschhaus" er mit einer Zeitungsanzeige (Bild 2) hinwies.
Der umfangreichere Bericht der Wilsterschen Zeitung kann in der unten aufrufbaren Datei nachgelesen werden.

Anmerkung: Die alten Zeitungsartikel wurden freundlicherweise von Frau Sigrid Malz, Karlruhe, zur Verfügung gestellt.

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1937 Neues Rathaus - Wiederherstellung der Fassade

Artikel Wilstersche Zeitung, Ausgabe vom 17.12.1937
1920 Neues Rathaus - Palais Doos in Wilster
1965 Neues Rathaus - Palais Doos in Wilster

1937 Neues Rathaus - Wiederherstellung der Fassade
In ihrer Ausgabe vom 17.12.1937 berichtet die Wilstersche Zeitung über die Wiederherstellung der Fassade des neuen Rathauses - Palais Doos.
Der Artikel kann in der unten aufrufbaren Datei in einem Transkript nachgelesen werden.
Das Gebäude war in den Jahren 1785 und 1786 als Wohnhaus für den vermögenden Kanzleirat Doos erbaut worden und seit 1830 als Bürgermeisterhaus und Neues Rathaus von der Stadt Wilster genutzt.
Die ohne überlebende Leibeserben gebliebene Etatsrätin Luise Charlotte Dorothea Christina Doos hatte in ihrem Testament am 15. Juni 1829 ihr Haus - das spätere Neue Rathaus ihrer Heimatstadt Wilster vermacht.
Das gute Absichten nicht immer sinnvoll sind, wurde durch die im Jahre 1894 seitens der Stadt Wilster veranlasste Umgestaltung der Vorderfront des Gebäudes deutlich. In einem eklatanten Stilbruch wurde die ursprüngliche klassizistische Fassade der Straßenfront des Palais unvorteilhaft in neugotischem Stil und mit einem Vorbau über der Freitreppe verändert. Im Gegensatz dazu blieb glücklicherweise die Gartenfront unverändert (sh. Bild 2).
Im Jahre 1938 wurde die Straßenfront wieder in ihren klassizistischen Zustand versetzt (sh. Bild 3). Oben im Giebel des Hauses sieht man seither als Ornament das „D“, welches an die Doos als frühere Besitzer des Hauses erinnert.
Der Große Saal im Obergeschoß des Hauses war lange Zeit Sitzungssaal der Ratsversammlung und wird heute noch für repräsentative Zwecke genutzt.

Bildrechte:
Bild 2: Ludwig Behning, Wilster
Bild 3: Cramers Kunstanstalt, Dortmund

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1944 - am 15. Juni 1944 wurde die Stadt Wilster bombardiert - Bericht Wilstersche Zeitung

am 15. Juni 1944 wurde die Stadt Wilster bombardiert - Zeitungsanzeigen der NSDAP in der Wilsterschen Zeitung
am 15. Juni 1944 wurde die Stadt Wilster bombardiert - Zeitungsanzeigen der NSDAP in der Wilsterschen Zeitung
am 15. Juni 1944 wurde die Stadt Wilster bombardiert - Bericht der Wilsterschen Zeitung
am 15. Juni 1944 wurde die Stadt Wilster bombardiert - Traueranzeigen in der Wilsterschen Zeitung

aus der Wilsterschen Zeitung vom 17. Juni 1944
- Zeitungsanzeigen der NSDAP
- Bericht der Wilsterschen Zeitung
- Traueranzeigen
Am 15. Juni 1944 wurde die Stadt Wilster bombardiert.
Das kleine Landstädtchen Wilster wurde kurz nach 9:00 Uhr des 15. Juni 1944 Opfer eines Luftangriffs eines anglo-amerikanischen Fliegerverbandes.
Offenbar war ein Angriff auf die Schleusen des Nord- Ostsee Kanals bei Brunsbüttel vom starken Abwehrfeuer der dortigen Flak abgewiesen worden, weshalb die aus 12 viermotorigen Bombern und 6 Begleitjägern bestehende Staffel die friedliche und keinerlei militärische Ziele aufweisende Kleinstadt Wilster angriff.
In heutiger Zeit würde eine derartige Handlungsweise eine Anklage vor dem Kriegsverbrecher-Tribunal von Den Haag zur Folge haben. Nach dem II. Weltkrieg jedoch bestimmten die Sieger allein, was Unrecht war und was nicht!
Um hier keinerlei Mißverständnisse aufkommen zu lassen, die Schuld Deutschlands am II. Weltkrieg und die dabei begangenen Verbrechen sollen hier nicht relativiert werden!
Bei dem Terror-Angriff auf die Wohnbevölkerung der kleinen Stadt Wilster wurden 51 Menschen umgebracht und hunderte verletzt.
Insgesamt 74 Gebäude wurden total vernichtet und 109 Häuser unbewohnbar gemacht. Selbst die wunderschöne Kirche der Stadt Wilster wurde durch Bomben schwer verwüstet.

Die Wilstersche Zeitung berichtete über das tragische Geschehen und veröffentlichte in ihrer Ausgabe vom 17. Juni 1944 mehrere Traueranzeigen.
Alles kann besser lesbar in der unten aufrufbaren Datei nachgelesen werden.

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1945/46 Flüchtlinge und Heimatvertriebene leiden Not

Anweisung vom 13. Oktober 1945 an die Bevölkerung in Wilster zur Ablieferung von Kleidung
Aufforderung vom 11. Januar 1946 an die Bevölkerung in Wilster zur Spende von wärmenden Wolldecken
1946 Am sonnabendlichen Badetag in einer Zinkwanne sich waschenden junge Mädchen

1946 Flüchtlinge und Heimatvertriebene leiden Not
In der Folge des II. Weltkrieges hatten sehr viele Flüchtlinge und Heimatvertriebene zunächst in Schleswig-Holstein Obdach gefunden. Mit Stand vom 01. Juni 1950 waren von den insgesamt 2.667.000 im Lande lebenden Menschen 916.000 Heimatvertriebene, also 34,3 % bzw. jeder Dritte.
In den Jahren zuvor war die Situation noch dramatischer.
In der kleinen Stadt Wilster lebten zeitweilig etwa 8.500 Menschen – also doppelt so viel wie gegenwärtig – denen nur halb so viel Wohnraum wie heute zur Verfügung stand.
Seitens der örtlichen Verwaltung wurde mit aller Kraft nicht nur mittels behördlicher Bewirtschaftung des Wohnraums dahingehend gewirkt, die Not dieser Menschen zu lindern. Die gesamte Bevölkerung wurde erfolgreich aufgefordert, mit Sachspenden zu helfen.
Als Beispiele dafür seien hier vorgestellt
- Anweisung vom 13. Oktober 1945 (Abbildung 1) zur Ablieferung von Kleidung.
- Aufforderung vom 11. Januar 1946 (Abbildung 2) zur Spende von wärmenden Wolldecken.
Vielen heutigen Wilsteranern ist nicht mehr bekannt, wie einfach und überaus provisorisch für viele Menschen seinerzeit ihre Gesamtsituation und Wohnverhältnisse waren. Ein Beispiel dafür zeigt das Foto (Bild 3) der am sonnabendlichen Badetag in einer Zinkwanne sich waschenden jungen Mädchen.
Über siebzig Jahre danach macht die Erinnerung an diese Zeit bescheiden und demütig, fördert das Verständnis für Beweggründe und Belange der heute in Deutschland um Obdacht und Hilfe bittenden vor Krieg und Verfolgung fliehenden Menschen.

1956 Strandung der BALTROVER auf der Elbe vor St. Margarethen

1956 Strandung der BALTROVER auf der Elbe vor St. Margarethen
1956 Strandung der BALTROVER auf der Elbe vor St. Margarethen
1956 Strandung der BALTROVER auf der Elbe vor St. Margarethen
1956 Strandung der BALTROVER auf der Elbe vor St. Margarethen

1956 Strandung der BALTROVER auf der Elbe vor St. Margarethen
Die Strandung des britischen Dampfers "Baltrover" am 20.01.1956 auf der Elbe bei St.Margarethen war ein über die Region hinaus stark beachtetes Ereignis.
Am 20.01.1956 hatte das Zusammenwirken ungünstiger Umstände die Havarie des Schiffes bewirkt. Nachdem das durch einen Orkan verursachte besonders hoch auflaufende Hochwasser das Einlaufen des Schiffes in die Brunsbütteler Schleuse verhindert hatte, legte sich das Schiff auf der Elbe auf Reede, wo es jedoch durch den Sturm versetzt wurde. Bei dem am folgenden Tag unter Einsatz eines Schleppers unternommen Versuch des Verholens an einen optimaleren Ankerplatz, wurde der Dampfer zum Zeitpunkt hohen Wasserstandes von Orkanboen bei St. Margarethen auf Land gedrückt. Der auf Ost umlaufende Wind bewirkte ein rasches Fallen des Wasserstandes. Die „Baltrover“ sass fest. Starker Frost sorgte für das Einfrieren des Schiffes. Die Umstände machten ein Freischleppen des Havaristen unmöglich.
Für die Wirts- und Geschäftsleute war es ein willkommenes Zubrot, da die Mannschaft trotz gefährlicher „Eisberge“ bei Niedrigwasser den Weg in den Ort fanden (sh. dazu die unten aufrufbare Datei).
Dieses Ereignis war natürlich auch ein Touristenmagnet, der Strand war oft voller Menschen. Das Schiff wurde geleichtert und eine Rinne Richtung Fahrwasser gebaggert. Mit vereinten Kräften von 4 Schleppern („Bugsier IV“, „Fairplay 14“, „Danzig“ und „Otto Wulf“) gelang es am 13.2.1956 um 15.45 Uhr das geleichterte Schiff durch die Rinne ins Fahrwasser zu ziehen.

Quelle: Dithmarschen Wiki
wo es unter Frachter Baltrover mehr Informationen zu Schiff und Ereignis gibt.

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1971 - am 12. November wurde die Mühle FORTUNA ein Raub der Flammen - Bericht Wilstersche Zeitung

1971 - am 12. November 1971 wurde die Mühle FORTUNA in Hochfeld in der Wilstermarsch ein Raub der Flammen
1971 - am 12. November 1971 wurde die Mühle FORTUNA in Hochfeld in der Wilstermarsch ein Raub der Flammen
1971 - am 12. November 1971 wurde die Mühle FORTUNA in Hochfeld in der Wilstermarsch ein Raub der Flammen
1971 - am 12. November 1971 wurde die Mühle FORTUNA in Hochfeld in der Wilstermarsch ein Raub der Flammen

1971 - am 12. November wurde die Mühle FORTUNA in Hochfeld ein Raub der Flammen.
Bericht der Wilsterschen Zeitung vom selben Tag.
Die Mühle "Fortuna" im Ortsteil Hochfeld der Wilstermarsch Gemeinde Dammfleth trug die Jahreszahl 1897 - in genanntem Jahr war sie von ihrem vorherigen Standort in Neumühlen nach Hochfeld versetzt worden.
Ein in den Morgenstunden des 12.11.1971 in der Filteranlage des Mühlenbetriebes ausgebrochenens Feuer breitete sich rasend schnell aus und zerstörte den gesamten technischen Betrieb des Kraftfutterwerks Detlef Trede und auch die zugehörige schöne alte Mühle - eine Galerie-Holländermühle.
Ihr Name nach der Glücksgöttin FORTUNA bewahrte sie leider nicht vor dem "roten Hahn".
Zur Zeit des unglücklichen Ereignisses erbaute der Betreiber dieser Heimat-Seite das Unterschöpfwerk Klein Kampen; er war Augenzeuge des schaurig schönen Anblicks, als sich das brennende Mühlenkreuz noch einmal etwas drehte und dann in einem Schwall von Funken und Rauch in sich zusammenstürzte.

Neben den vorgestellten Zeitungsbildern gibt der unten aufrufbare Bericht einen Eindruck von den Zerstörungen und Schäden.

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1979 - am 23. Mai 1979 enorme Schäden durch Wirbelsturm - Bericht Wilstersche Zeitung

23. Mai 1979 enorme Schäden in der Wilstermarsch durch Wirbelsturm - Bericht Wilstersche Zeitung
23. Mai 1979 enorme Schäden in der Wilstermarsch durch Wirbelsturm - Bericht Wilstersche Zeitung
23. Mai 1979 enorme Schäden in der Wilstermarsch durch Wirbelsturm - Bericht Wilstersche Zeitung
23. Mai 1979 enorme Schäden in der Wilstermarsch durch Wirbelsturm - Bericht Wilstersche Zeitung

23. Mai 1979 enorme Schäden durch Wirbelsturm in der Wilstermarsch.
Bericht der Wilsterschen Zeitung vom 25. Mai 1979
Ein gewaltiger und nur etwa eine Viertelstunde tobender Wirbelsturm verursachte gewaltige Schäden in der Wilstermarsch, u.a. entstanden folgende Schäden:
- in Hochfeld wurde das Gehöft Pien zerstört
- in Hochfeld wurde ein Wohnwagen hundert Meter durch die Luft geschleudert und völlig zertrümmert
- in Honigfleth stürzte eine große mit Reeth gedeckte Stallung und Scheune ein
- das Wahrzeichen der Wilstermarsch - die Schöpfmühle Honigfleth - wurde schwer beschädigt
- in Brokdorf zertrümmerte ein umstürzender riesiger Baum eine Garage mit einem Fahrzeug
- in Vaalermoor stürzten die Gebäude der Familien Rudolf Bestmann und Max Hönck zusammen; der Hof von Richard Haase wurde abgedeckt.
- in Sachsenbande wurde das Dach des Wohnhauses von Heinz Büchler abgedeckt.

Neben den vorgestellten Zeitungsbildern gibt der unten aufrufbare Bericht einen Eindruck von den Zerstörungen und Schäden.


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1987 Großfeuer an der Rumflether Straße - Möbelhandlung Grünhagen zerstört a

14.10.1987 Großfeuer in Wilster - Möbelhandlung Grünhagen zerstört
14.10.1987 Großfeuer in Wilster - Möbelhandlung Grünhagen zerstört
14.10.1987 Großfeuer in Wilster - Möbelhandlung Grünhagen zerstört
14.10.1987 Großfeuer in Wilster - Möbelhandlung Grünhagen zerstört

14.10.1987 Großfeuer an der Rumflether Straße - Möbelhandlung Grünhagen zerstört
Der Möbelmarkt Grünhagen an der Rumflether Straße war in den Gebäuden untergebracht, welche zunächst von den Lederwerken Falk & Schütt genutzt und auch errichtet worden waren. Danach wurden sie von der Firma Schleswig-Holsteinische Trocknungs- und Mahlwerke Günther & Co. genutzt, bis dann 1967 der Möbelmarkt Grünhagen die Gebäude nutzte.
Die Firma Grünhagen richtete dort auf 3.500 m² Lager und Ausstellungsflächen ein.
Der Inhaber Günther Grünhagen war ein sehr aktiver Mensch, der sich auch außerhalb seiner Firma engagierte. So führte er mehrere Jahre (bis 1995) als Vorsitzender die Ortsgruppe Wilstermarsch im "Deutschen Bund für Vogelschutz" (heute NABU-Gruppe Wilstermarsch). Die Gruppe ist 1977 vom Betreiber (Peter J. von Holdt) dieser Heimatseite mein-wilster gegründet worden.
Das Schadenfeuer wurde ausgelöst bei vom Firmeninhaber persönlich durchgeführten Reparaturarbeiten auf dem mit Teerpappe eingedeckten Dach des Gebäudes. Beim Flämmen zum Verschweißen von Dachpappe gerieten die Dachbahnen und die Unterkonstruktion in Brand. Das Feuer breitete sich rasch aus und bedingte einen Großeinsatz der Feuerwehr.
Insgesamt 240 Feuerwehrleute, welche mit insgesamt 22 Fahrzeugen angerückt waren, bekämpften über 5 Stunden lang den Brand.
Neben der Freiwilligen Feuerwehr Wilster kamen auch die Wehren aus der Kreisstadt Itzehoe sowie aus den Landgemeinden Brokdorf, Dammfleth, Landrecht, Nortorf, Sachsenbande sowie die Ölwehr aus Glückstadt zum Einsatz.
Löschwasser wurde hauptsächlich aus der unmittelbar neben den Gebäuden fließenden Wilsterau entnommen.
Der Schaden an den Gebäuden, Einrichtungen und Werten überstieg die Summe von 4 Millionen DM.
Ein Bericht der Wilsterschen Zeitung zu dem Schadenfeuer kann in der unten aufrufbaren Datei nachgelesen werden.

Bildrechte: Reiner Bullien

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1987 Großfeuer an der Rumflether Straße - Möbelhandlung Grünhagen zerstört b

14.10.1987 Großfeuer in Wilster - Möbelhandlung Grünhagen zerstört
14.10.1987 Großfeuer in Wilster - Möbelhandlung Grünhagen zerstört
14.10.1987 Großfeuer in Wilster - Möbelhandlung Grünhagen zerstört
14.10.1987 Großfeuer in Wilster - Möbelhandlung Grünhagen zerstört

14.10.1987 Großfeuer an der Rumflether Straße - Möbelhandlung Grünhagen zerstört.
Der seit 1967 an der Rumflether Straße bestehende Möbelmarkt Grünhagen nutzte die ehemaligen Gebäude vormaliger Wilsteraner Betriebe mit insgesamt 3.500 m² Betriebsfläche für Lager und Ausstellungsflächen.
Das Schadenfeuer wurde ausgelöst bei Reparaturarbeiten auf dem mit Teerpappe eingedeckten Dach des Gebäudes.
Der Schaden an den Gebäuden, Einrichtungen und Werten überstieg die Summe von 4 Millionen DM.
Ein weiterer Bericht der Wilsterschen Zeitung zu dem Schadenfeuer kann in der unten aufrufbaren Datei nachgelesen werden.

Bildrechte: Reiner Bullien

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1987 Großfeuer an der Rumflether Straße - Möbelhandlung Grünhagen zerstört c

14.10.1987 Großfeuer an der Rumflether Straße in Wilster - Möbelhandlung Grünhagen zerstört

14.10.1987 Großfeuer an der Rumflether Straße - Möbelhandlung Grünhagen zerstört.
Der seit 1967 an der Rumflether Straße bestehende Möbelmarkt Grünhagen nutzte die ehemaligen Gebäude vormaliger Wilsteraner Betriebe mit insgesamt 3.500 m² Betriebsfläche für Lager und Ausstellungsflächen.
Das Schadenfeuer wurde ausgelöst bei Reparaturarbeiten auf dem mit Teerpappe eingedeckten Dach des Gebäudes.
Der Schaden an den Gebäuden, Einrichtungen und Werten überstieg die Summe von 4 Millionen DM.
Ein weiterer Bericht der Wilsterschen Zeitung zu dem Schadenfeuer kann in der unten aufrufbaren Datei nachgelesen werden.

Bildrechte: Reiner Bullien

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1987 Großfeuer an der Rumflether Straße - Möbelhandlung Grünhagen zerstört d

14.10.1987 Großfeuer an der Rumflether Straße in Wilster - Möbelhandlung Grünhagen zerstört
14.10.1987 Großfeuer an der Rumflether Straße in Wilster - Möbelhandlung Grünhagen zerstört
14.10.1987 Großfeuer an der Rumflether Straße in Wilster - Möbelhandlung Grünhagen zerstört
14.10.1987 Großfeuer an der Rumflether Straße in Wilster - Möbelhandlung Grünhagen zerstört

14.10.1987 Großfeuer an der Rumflether Straße - Möbelhandlung Grünhagen zerstört.
Der seit 1967 an der Rumflether Straße bestehende Möbelmarkt Grünhagen nutzte die ehemaligen Gebäude vormaliger Wilsteraner Betriebe mit insgesamt 3.500 m² Betriebsfläche für Lager und Ausstellungsflächen.
Das Schadenfeuer wurde ausgelöst bei Reparaturarbeiten auf dem mit Teerpappe eingedeckten Dach des Gebäudes.
Der Schaden an den Gebäuden, Einrichtungen und Werten überstieg die Summe von 4 Millionen DM.
Ein weiterer Bericht der Wilsterschen Zeitung zu dem Schadenfeuer kann in der unten aufrufbaren Datei nachgelesen werden.

Bildrechte: Reiner Bullien

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1987 Großfeuer an der Rumflether Straße - Möbelhandlung Grünhagen zerstört e

14.10.1987 Großfeuer an der Rumflether Straße in Wilster - Möbelhandlung Grünhagen zerstört
14.10.1987 Großfeuer an der Rumflether Straße in Wilster - Möbelhandlung Grünhagen zerstört
14.10.1987 Großfeuer an der Rumflether Straße in Wilster - Möbelhandlung Grünhagen zerstört
14.10.1987 Großfeuer an der Rumflether Straße in Wilster - Möbelhandlung Grünhagen zerstört

14.10.1987 Großfeuer an der Rumflether Straße - Möbelhandlung Grünhagen zerstört.
Der seit 1967 an der Rumflether Straße bestehende Möbelmarkt Grünhagen nutzte die ehemaligen Gebäude vormaliger Wilsteraner Betriebe mit insgesamt 3.500 m² Betriebsfläche für Lager und Ausstellungsflächen.
Das Schadenfeuer wurde ausgelöst bei Reparaturarbeiten auf dem mit Teerpappe eingedeckten Dach des Gebäudes.
Der Schaden an den Gebäuden, Einrichtungen und Werten überstieg die Summe von 4 Millionen DM.

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1995 Fäkalien von der Hochbrücke Hochdonn - Urteil Oberlandesgericht Schleswig

1970 Personenzug auf der Hochbrücke Hochdonn über den Nord- Ostsee Kanal
1970 Personenzug auf der Hochbrücke Hochdonn über den Nord- Ostsee Kanal
Artikel der Wilsterschen Zeitung vom 17.07.1991

1995 Fäkalien von der Hochbrücke Hochdonn - Urteil Oberlandesgericht Schleswig.
Gegen den von der Bundesbahn geübten Anachronismus, von den über die Hochbrücke Hochdonn fahrenden Zügen die Fäkalien der Zug-Toiletten herabregnen zu lassen, hatte sich ein Einwohner von Hochdonn gewehrt.
Die Wilstersche Zeitung berichtete am 23.07.1991 hierüber; der Artikel kann in der unten aufrufbaren Datei nachgelesen werden.
Mit Urteil vom 20.03.1995, 1 U 191/92 stellte das Oberlandesgericht Schleswig den Fäkalienregen von der Eisenbahnbrücke als ortsübliche Beeinträchtigung dar.
Hierzu zählte das Gericht die regelmäßige Beeinträchtigung des neben der Hochbrücke gelegenen Hausgrundstücks durch benutztes und beschmutztes Toilettenpapier aus den offenen Toiletten vorbeifahrender Züge. Eine solche wesentliche Beeinträchtigung seines Grundstücks muß der Eigentümer entschädigungslos hinnehmen, da sie ortsüblich ist und nicht über das zumutbare Maß hinausgeht.
Gleichwohl gab aber das Gericht der Bundesbahn auf, innerhalb von fünf Jahren ihre Züge so umzurüsten, dass danach Beeinträchtigungen unterbleiben.
In der Zwischenzeit war von den Schaffnern der noch nicht umgerüsteten Züge per Lautsprecherdurchsage auf die Nichtbenutzung der Toiletten während der Brückenpassage hinzuweisen.
Die beigestellten Fotos zeigen Personenzüge beim Überqueren der Brücke in den Jahren 1970 und 1971
Das hier aufrufbare Video zeigt die Hochbrücke Hochdonn

Bildrechte:
Foto aus 1970: Helmut Dahlhaus
Foto aus 1971: Christian Eilers

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2005 Transport eines alten Schiffsmotors von Wilster nach Burg

2005 Transport eines alten Schiffsmotors mit historischen Fahrzeugen von Wilster nach Burg
2005 Transport eines alten Schiffsmotors mit historischen Fahrzeugen von Wilster nach Burg
2005 Transport eines alten Schiffsmotors mit historischen Fahrzeugen von Wilster nach Burg
2005 Transport eines alten Schiffsmotors mit historischen Fahrzeugen von Wilster nach Burg

2005 Transport eines alten Schiffsmotors von Wilster nach Burg
Mit vielfältigen Aktionen widmen sich viele Vereine und Gruppen der Bewahrung der Erinnerung an Vergangenes. Eine diesem Ziel dienende ungewöhnliche Aktion war im Mai 2005 an der Wilsterau auf dem Gelände der Seglervereinigung Wilster SVW zu beobachten.
Ein auf dem Wasserweg nach dorthin gelangter etwa 12,5 Tonnen schwerer und sehr alter Deutz Schiffsmotor eines ehemaligen Hafenschleppers sollte von dort nach Burg in Dithmarschen zu einem Oldtimersammler transportiert werden.
Die Interessengemeinschaft Historischer Güterverkehr hatte es sich dafür zur Aufgabe gemacht, den Transport stilgerecht mit einem entsprechenden alten Fahrzeug durchzuführen. Die Verwunderung war groß, als die Gruppe mit ihrem Mercedes L4500 und einem dreiachsigen von Lienen Anhänger auf dem Gelände der SVW erschien.
Der alte Schiffsmotor wurde mit Hilfe eines Kranwagens aus dem Schiff und auf den Anhänger gehoben. Nach erfolgter Sicherung der Ladung erfolgte der Transport über die Straße und über die Fähre Hochdonn nach Burg.
Die gesamte Aktion kann auf der Internet Präsenz der Interessengemeinschaft Historischer Güterverkehr angeschaut werden.

Bildrechte: Interessengemeinschaft Historischer Güterverkehr

2017 Blaumerlen in Büttel - eine kleine ornithologische Sensation

2017 Blaumerlen in Büttel (Elbe) - eine kleine ornithologische Sensation
2017 Blaumerlen in Büttel (Elbe) - eine kleine ornithologische Sensation
Blaumerlen - Vergleichsabbildung aus PAREYS Vogelbuch
Blaumerlen - Verbreitungsgebiet (aus PAREYS Vogelbuch)

19. Juli 2017 2017 Blaumerlen in Büttel gesichtet - eine überraschende kleine ornithologische Sensation!
Dem in Büttel an der Elbe wohnenden Dennis Schäfer gelang dort die mit eigenen Fotos belegte Beobachtung eines Trupps Blaumerlen (Monticola solitarius).
Diese Vogelart, bei welcher das Männchen ein sehr auffälliges blaues Gefieder hat, kommt in Deutschland normalerweise allenfalls im Alpengebiet vor. Entsprechend der beigefügten Karte (aus Pareys Vogelbuch) liegt in Europa ihr übliches Verbreitungsgebiet (Brutgebiet in grün, Sommergebiet in gelb, Wintergebiet in blau) rund um das Mittelmeer.
Die zur Familie der Drosseln gehörende Blaumerle hat in etwa die Größe der heimischen Schwarzdrossel.
Da die Blaumerlen in Büttel in einem größeren Trupp auftraten, wird es sich bei ihnen wahrscheinlich nicht um geflüchtete Volierenvögel gehandelt haben.
Bild 1 zeigt eines von den lebhaft blau gefärbten Männchen,
Bild 2 insgesamt drei von den einheitlich braun gefärbt Weibchen, deren Unterseite hell erscheint und eine braune Bänderung aufweist.
Bild 3 zeigt zum Vergleich eine Abbildung aus Pareys Vogelbuch
Bild 4 das Verbreitungsgebiet der Blaumerlen (gleichfalls aus Pareys Vogelbuch).

Bildrechte Fotos 1 und 2: Dennis Schäfer, Büttel

 

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