Alte Postkarten aus Wilster

Aktuelle Kategorie: Krummendiek, Bekdorf, Moorhusen, Kleve

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1904 Büchsenkate, Gasthof Zur Büxenkathe

1904 Büchsenkate, Gasthof Zur Büxenkathe

1904 Büchsenkate, Gasthof "Zur Büxenkathe"
Der Gasthof "Zur Büchsenkathe" (Zur Büxenkathe) in Bekmünde stand an der Abzweigung nach Krummendiek an der Bundesstraße 5, zwischen Wilster und Heiligenstedten.
Der Gasthof gehörte zu den vielen früher an den Landstraßen gelegenen Krügen mit Ausspann, die den Fuhrleuten Möglichkeiten zur Rast und zur Versorgung der Gespanne boten.
Die Büxenkathe wurde bis zum 01.09.1964 als ländliche Gastwirtschaft betrieben, bis 1953 sogar mit Saalbetrieb. Letzte Wirtin des Gasthofes war Kunigunde Schade, deren Ehemann Adolf 1944 an der Front gefallen war. Bereits um 1900 war dessen Vater Peter Schade Besitzer der Gaststätte.
Der Name der ehemaligen Gaststätte wurde seinerzeit ausweislich des auch auf der Vorderfront des Anwesens lesbaren Namens "Büxenkathe" geschrieben - hierbei handelt es sich um eine Verbalhornung des Wortes Büchsenkate.
Der Name wird gerne darauf zurück geführt, daß dort ein Hosenmacher, also ein Büchsen-Schneider seine Büchsenschneider Kate gehabt habe (Büx bzw. Büchs ist die niederdeutsche Bezeichnung für Hose). Diese Interpretation erscheint hinterfragungswürdig. Es ist eher zu vermuten, daß hier weit draußen vor der Stadt ein Büchsenmacher oder auch Büchsenschneider sich mit der Fertigung von Waffen (Büchsen) befaßte, denn der Umgang mit Schießpulver war wegen der Brandgefahr in der eng bebauten Stadt Wilster nicht erlaubt. Für diese These spricht auch, daß das Grundstück der Kate früher im Eigentum der Stadt Wilster lag.
Viele Jahre wurde diese Kate, zur der auch eine kleine Schankwirtschaft gehörte, von der Stadt Wilster verpachtet.
Am Donnerstag, den 28. Mai 1970 gegen 22.10 Uhr fiel das Gebäude einem verheerenden Schadensfeuer zum Opfer und wurde nicht wieder aufgebaut.
Hier gibt es mehr Informationen Zur Büchsenkate

Bildrechte: Verlag Carl Kuskop Nachf. Inh. L. Behning

1920 Kleve - Manufakturwaren Homfeldt

1920 Kleve bei Wilster - Manufakturwaren Homfeldt
1920 Kleve bei Wilster - Manufakturwaren Homfeldt
1920 Kleve bei Wilster - Reklame Annonce Manufakturwaren Homfeldt

1920 Kleve - Manufakturwaren Homfeldt
Die Manufakturen- und Kurzwarenhandlung von Berta und Jürgen Homfeld wurde in dem kleinen am Geestkamp in Kleve stehenden Häuschen betrieben.
Die ergänzend vorgestellte Ansichtskarte weist aus, dass daneben noch Tabak und Zigarren, Fahrräder und Zubehör sowie Herren- und Knaben Konfektion nach Maß angeboten wurden.
Die Ansichtskarte zeigt überdies die Eigner Berta und Jürgen Homfeld mit einer Ladenhilfe vor ihrem kleinen Geschäftshaus.

Bildrechte: nicht bekannt

1927 Gut Krummendiek in der Gemeinde Kleve

1927 Gut Krummendiek - Zugang und Toranlage des Herrensitzes
1927 Gut Krummendiek - Blick vom Torhaus auf das Herrenhaus
1927 Gut Krummendiek - Blick vom Herrenhaus über den weitläufigen Hof auf das Torhaus
2018 Gut Krummendiek - Informationstafel am Torhaus

1927 Gut Krummendiek in der Gemeinde Kleve
Es erscheint zunächst verwunderlich, dass das auf der Geest im Gebiet der heutigen Gemeinde Kleve befindliche Gut nach der benachbarten Gemeinde Krummendiek benannt ist.
Das Gebiet der politischen Gemeinde Krummendiek umfasst nur 1,78 km2 , auf dem gegenwärtig weniger als 100 Einwohner leben.
Nach der Örtlichkeit Krummendiek hat sich eines der ältesten und bekanntesten Adels-Geschlechter Schleswig-Holsteins genannt.
Offenbar hatte die durch niederländische Kolonisten auf genossenschaftlicher Basis geschaffene Entwässerung der Wilstermarsch diese ab dem 13. Jahrhundert für das auf der Geest bei Hohenaspe sitzende Adelsgeschlecht der (von dem) Busche wirtschaftlich so interessant gemacht, dass dieses eine Burg bei Krummendiek errichten ließ; die Burgherren nannten sich fortan entsprechend nach ihrem Besitz v. Krummendiek. Die Burg war wahrscheinlich eine sogenannte Motte - eine Turmhügelburg; sie stand auf dem Areal, welches heute von der Gaststätte "Zum alten Schloßberg" in Krummendiek eingenommen wird. Ein späterer Nachfolgebau, das Schloß Krummendiek, wurde 1657 im Dreißigjährigen Krieg von den Schweden zerstört; es wurde nicht wieder aufgebaut. Die Schloßherren bezogen danach ihr auf der nahen Geest bei Kleve in Lütgenrahde (Klein Rahde) stehenden Meierhof.
Nachdem der aus Lüneburg stammende Freiherr Heinrich v. Meurer 1744 das Gut Krummendiek erworben hatte, ließ er umgehend die Gebäude des Meierhofes abbrechen und hier auf der sogenannten Olen Wurt einen neuen burgähnlichen repräsentativen Herrensitz errichten. Die von einer Graft umgebene rechtwinkelige Anlage führte den Namen „Gut Krummendiek“. Bereits im Jahr 1810 wurde das baufällig gewordene Herrenhaus abgebrochen und ersetzt durch einen in den Jahren 1812 - 1814 errichteten Neubau. 1899 gelangte das Gut von der Familie v. Meurer an die Familie Holst.
Bild 1: Zugang und Toranlage des Herrensitzes
Bild 2: Blick vom Torhaus auf das Herrenhaus
Bild 3: Blick vom Herrenhaus über den weitläufigen Hof auf das Torhaus
Bild 4: Informationstafel am Torhaus

Bildrechte Bilder 1 - 3: E. von Aspern, Itzehoe
Anmerkung: Die alten Fotografien wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Udo Urban, Wilster

1927 Holstentag auf Gut Krummendiek

1927 Holstentag auf Gut Krummendiek
1927 Holstentag auf Gut Krummendiek
1927 Holstentag auf Gut Krummendiek
1927 Holstentag auf Gut Krummendiek

1927 Holstentag auf Gut Krummendiek
Sehr viele festlich gekleidete Teilnehmer haben sich zum Holstentag auf dem zwischen Torhaus und Herrenhaus des Gutes Krummendiek gelegenen weitläufigen Hofplatz eingefunden.
Es wurden den Teilnehmern unterschiedliche Aktivitäten - u.a. Tanz-Darbietungen - geboten.
Leider ist über den Anlaß der Veranstaltung bisher nichts bekannt. In dem vorliegenden Album mit den Fotos heißt es ohne weitere Informationen lediglich "Erinnerung an den Holstentag in Krumdiek" (vgl. Bild 4).
Die Bezeichnung "Holstentag" könnte für ein landsmannschaftliches Treffen von Holsteinern (Holsten, Holtsassen, Holsaten) stehen,
oder aber auch für ein Sippentreffen der Familie Holst, denn das Gut Krummendiek stand seit 1899 im Eigentum von Mitgliedern dieser Familie.
Für letztere Annahme spricht, dass auf den Fotos keine Flaggen des Landes Schleswig-Holstein zu sehen sind.

Bildrechte: E. von Aspern, Itzehoe
Anmerkung: Die alten Fotografien wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Udo Urban, Wilster

1927 Holstentag auf Gut Krummendiek - Tanzdarbietung

1927 Holstentag auf Gut Krummendiek - Tanzdarbietung
1927 Holstentag auf Gut Krummendiek - Tanzdarbietung
1927 Holstentag auf Gut Krummendiek - Tanzdarbietung
1927 Holstentag auf Gut Krummendiek - Tanzdarbietung

1927 Holstentag auf Gut Krummendiek - Tanzdarbietung.
Junge Frauen in trachtähnlicher Kleidung führen Tänze den sehr zahlreich erschienenen festlich gekleideten Zuschauern vor.
Leider ist über den Anlaß der Veranstaltung bisher nichts bekannt. Die Bezeichnung "Holstentag" könnte für ein landsmannschaftliches Treffen von Holsteinern (Holsten, Holtsassen, Holsaten) stehen,
oder aber auch für ein Sippentreffen der Familie Holst, denn das Gut Krummendiek stand seit 1899 im Eigentum von Mitgliedern dieser Familie.
Sehr viele Teilnehmer hatten sich zum Holstentag auf dem zwischen Torhaus und Herrenhaus des Gutes Krummendiek gelegenen weitläufigen Hofplatz eingefunden, als sich die jungen Frauen vor der Säulengalerie des Herrenhauses zum Gruppenbild aufstellten.

Bildrechte: E. von Aspern, Itzehoe
Anmerkung: Die alten Fotografien wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Udo Urban, Wilster

1927 Kirche St. Georg zu Krummendiek

1927 Kirche St. Georg zu Krummendiek in der Wilstermarsch
1927 Kirche St. Georg zu Krummendiek in der Wilstermarsch
1927 Kirche St. Georg zu Krummendiek in der Wilstermarsch
1927 Kirche St. Georg zu Krummendiek in der Wilstermarsch

1927 Kirche St. Georg zu Krummendiek
Die kleine Kirche mit dem daneben freistehenden Glockenstuhl in der keine 100 Einwohner zählenden politischen Gemeinde Krummendiek hat eine historisch weit zurück reichende Geschichte.
Die erste Kirche an diesem Ort soll im Jahre 949 vom Hamburger Erzbischof Adaldag (von 937 bis 988) gestiftet worden sein.
Der Ritter Hartwig Busche – dessen Familie sich später v. Krummendiek nannte – ließ 1233 eine neue Kirche bauen. Das 1598 erloschene Geschlecht der Krummendiek hat bewirkt, dass noch bis vor einhundert Jahren bestimmte Besitztümer in der Wilstermarsch und in der Stadt Wilster gegenüber der Kirche Hohenaspe zu Abgaben verpflichtet waren.
Der heutige Bau der St. Georg Kirche wurde im Jahre 1699 im barocken Stil errichtet.
Krummendiek bildet heute mit der auf der Geest liegenden Gemeinde Mehlbek die ev.-luth. Kirchengemeinde Krummendiek-Mehlbek mit den zugehörigen Gemeinden Krummendiek, Mehlbek, Kleve, Huje, Moorhusen, Bekdorf und Rahde
Die Kirche St. Georg zu Krummendiek gilt heute als Kulturdenkmal, so wie auch der sie umgebende Kirchhof mit Grabmalen bis 1870.

Bildrechte: E. von Aspern, Itzehoe
Anmerkung: Die alten Fotografien wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Udo Urban, Wilster

1930 - 1990 Imkerei Weyh in Moorhusen a

1930 Bienenschauer zur Unterbringung der Bienenstöcke der Imkerei Weyh in Moorhusen in der Wilstermarsch
1940 Zum Sammeln von Heidehonig aufgestellte Bienenstöcke der Imkerei Weyh am Rande des Herrenmoores bei Kleve
1976 Bienenschauer der Imkerei Weyh in Moorhusen in der Wilstermarsch
1976 Bienenschauer der Imkerei Weyh in Moorhusen in der Wilstermarsch

1930 - 1990 Imkerei Weyh in Moorhusen
Angesichts der überwiegend als Grünland genutzten landwirtschaftlichen Flächen der weiten ebenen Wilstermarsch war und ist die Haltung von Bienenvölkern dort seit jeher nicht sonderlich verbreitet, obwohl sie von hoher Bedeutung für den Naturhaushalt ist. Obwohl bei der Haltung, der Züchtung und auch der Vermehrung von Honigbienen für den Imker vorwiegend die Produktion von Honig im Mittelpunkt seiner Beschäftigung steht, ist sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch die Bestäubungsleistung der Bienen von höherer Bedeutung.
Über einen Zeitraum von etwa 6 Jahrzehnten hat die Familie Weyh in Moorhusen eine Imkerei betrieben. Um 1930 erbaute der gelernte Tischler Willy Peter Weyh auf seinem Hausgrundstück in Moorhusen ein hölzernes Bienenschauer zur Unterbringung der Bienenstöcke der von ihm gehaltenen Bienenvölker.
Bild 1 zeigt das Bienenschauer Anfang der 1930er Jahre kurz nach seiner Errichtung.
In der Zeit des II. Weltkrieges mußte auch Willy Peter Weyh zum Militär und geriet dabei in Gefangenschaft, aus welcher er erst 1949 zurück kehrte. Während der langen Zeit seiner Abwesendheit wurden seine Bienenvölker von dem Imker Hannes Studt aus Kleve gepflegt. Zur Zeit der Heideblüte wurden seinerzeit regelmäßig einige Bienenvölker mit ihren Stöcken für etwa zwei Wochen am Rand des an die Geest bei Kleve angrenzenden Herrenmoores aufgestellt. Bild 2 zeigt die dort aufgestellten Bienenstöcke etwa im Jahr 1940. Bei den abgebildeten Personen handelt es sich von links um Peter Weyh (den Vater des Imkers Willy Peter Weyh), die Ehefrau Elsabea Weyh sowie rechts Hannes Studt.
Nach der 1949 erfolgte Rückkehr aus der US-Kriegsgefangenschaft betrieb Willy Peter Weyh die Imkerei weiter bis zu seinem Tod im Herbst 1972. Der Betreiber dieser Heimat-Seite durfte ihn noch kennenlernen, als er als junger Ingenieur im Rahmen des Vorflutausbaues mit ihm als Grundeigentümer Beweissicherungsmaßnahmen an dem Wohngebäude absprach. Bei dieser Gelegenheit wurde auch die große Anzahl der auf dem Grundstück befindlichen Bienenstöcke in Augenschein genommen, wobei der Stich einer Imme dem Besuch eine besondere Note gab.
Die Imkerei wurde in der Folge von dem Sohn Hanspeter Weyh weiter betrieben, welcher auch das Bienenschauer weiter vergrößerte; die Bilder 3 und 4 zeigen es im Jahr 1976.

Bildrechte: Familie Weyh, Moorhusen

1930 - 1990 Imkerei Weyh in Moorhusen b

1977 Bienenstöcke der Imkerei Weyh aus Moorhusen aufgestellt an Rapsfeldern in Großkampen und Fockendorf in der Wilstermarsch.
1977 Bienenstöcke der Imkerei Weyh aus Moorhusen aufgestellt an Rapsfeldern in Großkampen und Fockendorf in der Wilstermarsch.
1976 Schwarmtraube der Bienen an Zweigen eines Baumes auf dem Grundstück der Imkerei Weyh in Moorhusen in der Wilstermarsch.
1976 In einen Korb abgeschlagene Schwarmtraube der Bienen auf dem Grundstück der Imkerei Weyh in Moorhusen in der Wilstermarsch.

1930 - 1990 Imkerei Weyh in Moorhusen
Über einen Zeitraum von etwa 6 Jahrzehnten hat die Familie Weyh in Moorhusen eine Imkerei mit vielen Bienenvölkern betrieben.
Nachdem er sich zuvor schon mit der Haltung von Honigbienen beschäftigt hatte, erbaute sich um 1930 der gelernte Tischler Willy Peter Weyh (+ 1972) auf seinem Hausgrundstück in Moorhusen ein hölzernes Bienenschauer zur Unterbringung der Bienenstöcke der von ihm gehaltenen Bienenvölker. Nach ihm setzte der Sohn Hanspeter Weyh diese Passion bis in das Jahr 1990 fort.
Während die Gewinnung von Honig sowie die Betreuung und gegfls. Vermehrung seiner Bienenvölker für den Imker im Vordergrund seiner Tätigkeit steht, ist sowohl volkswirtschaftlich als auch ökologisch die Bestäubungsleistung der Bienen von höherer Bedeutung. Aus diesem Grunde nehmen bestimmte Feldfrüchte anbauende Landwirte gerne die Hilfe der Imker und deren Honigbienen an, um die Bestäubung ihrer Pflanzen zu optimieren. So wurden Bienenstöcke der Imkerei Weyh häufig zielorientiert während der Blütezeit aufgestellt an Rapsfeldern in den zur Gemeinde Beidenfleth gehörenden Orten Fockendorf und Großkampen (sh. Bilder 1 und 2).
Eine ganz besondere ihn fordernde Tätigkeit entsteht für die Imker immer dann, wenn die Bienen schwärmen. Dann verlassen mit der Königin schlagartig Tausende von Bienen den Bienenstock. Die riesige Wolke der Bienen sammelt sich bald darauf als Schwarmtraube zumeist an Baumzweigen in der Nähe des Mutterstocks. Von dort aus erkunden dann sogenannte Spurbienen die weitere Umgebung nach einer geeigneten Unterkunft für das Bienenvolk. Es liegt im Interesse der Imker, die Schwarmtraube zusammen zu halten, diese in einen festen Korb zu "schütteln" und in einem geeigneten Bienenstock unterzubringen. Die Bilder 3 und 4 zeigen auf dem Grundstück der Imkerei Weyh in einem Baum eine Schwarmtraube der Bienen sowie nach dem "Schütteln" oder "Abschlagen" den Bienenschwarm in dem bereitgestellten Korb.

Bildrechte: Familie Weyh, Moorhusen

1930 - 1990 Imkerei Weyh in Moorhusen c

1982 Imker Hanspeter Weyh in Moorhusen vor dem Bienenschauer bei der Arbeit an einem Rahmen mit Bienenwaben
1987 Bienenstöcke der Imkerei Hanspeter Weyh in Moorhusen in der Wilstermarsch
1988 Bienenschauer für die Bienenstöcke der Imkerei Weyh in Moorhusen
1978 Bienenschauer für die Bienenstöcke der Imkerei Weyh in Moorhusen

1930 - 1990 Imkerei Weyh in Moorhusen
Über einen Zeitraum von etwa 6 Jahrzehnten hat die Familie Weyh in Moorhusen eine Imkerei mit vielen Bienenvölkern betrieben.
Nachdem er sich zuvor schon mit der Haltung von Honigbienen beschäftigt hatte, erbaute sich um 1930 der gelernte Tischler Willy Peter Weyh (+ 1972) auf seinem Hausgrundstück in Moorhusen ein hölzernes Bienenschauer zur Unterbringung der Bienenstöcke der von ihm gehaltenen Bienenvölker. Nach ihm setzte der Sohn Hanspeter Weyh diese Passion bis in das Jahr 1990 fort.
Bild 1 zeigt den Imker Hanspeter Weyh vor dem Bienenschauer bei der Arbeit an einem Rahmen mit Bienenwaben; die Bilder 2 - 4 zeigen den Bienenschauer zur Unterbringung der Bienenstöcke.

Bildrechte: Familie Weyh, Moorhusen

1940 Chaussee Wilster - Itzehoe bei der Büchsenkate

1940 Chaussee Wilster - Itzehoe bei der Büchsenkate
1940 Chaussee Wilster - Itzehoe bei der Büchsenkate
1940 Chaussee Wilster - Itzehoe bei der Büchsenkate
1940 Blick von der Brücke der Reichsstraße 5 auf die zugefrorene Bekau

1940 Chaussee Wilster - Itzehoe bei der Büchsenkate
Die Fotos zeigen die damalige Reichsstraße 5 (spätere Bundesstraße 5) im Bereich der Gaststätte "Zur Büchsenkate" im Winter 1940.
Die Chaussee weist noch ein Dachprofil auf, der Fahrbahnbelag bestand aus kleinformatigem Granitpflaster. Begleitende Radd- und Fußwege existierten nicht.
Bild 4 zeigt einen Blick von der Brücke im Zuge der damaligen Reichsstraße 5 (spätere B 5) auf die zugefrorene Bekau.

Bildrechte: Privatfotos Familie Dibbern, Honigfleth

1950 Transport von Mobilien und Waren - Gespann Marschhof Krummendiek

1950 Güterbahnhof Itzehoe - Umschlag von Mobilien und Waren von einem Gespann des Marschhof Dunker in Krummendiek
1950 Güterbahnhof Itzehoe - Umschlag von Mobilien und Waren von einem Gespann des Marschhof Dunker in Krummendiek
1950 Güterbahnhof Itzehoe - Umschlag von Mobilien und Waren von einem Gespann des Marschhof Dunker in Krummendiek
1950 Güterbahnhof Itzehoe - Umschlag von Mobilien und Waren von einem Gespann des Marschhof Dunker in Krummendiek

1950 Umschlag von Mobilien und Waren von einem Gespann des Marschhof Dunker in Krummendiek.
Im Güterbahnhof Itzehoe werden Gegenstände und Waren von einem Fuhrwerk des Marschhofes in Krummendiek in einen Güterwaggon der Bahn verladen.
Möglicherweise handelt es sich um Gegenstände aus dem Haushalt von zuvor auf dem Marschhof untergebracht gewesener Flüchtlinge.
Der Marschhof - Gehöfte 269 und 270 gem. dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild" - in Krummendiek
war seinerzeit im Eigentum von Franz Dunker (* 1910, + 2001), (Hof 270) und wurde von diesem auch bewirtschaftet.

Bildrechte: Arthur Zachger, Itzehoe
Quelle: Bildarchiv des gemeinsamen Archivs des Kreises Steinburg und der Stadt Itzehoe

1952 Kinderfest der Schule Krummendiek

1952 Kinderfest der Schule Krummendiek - Umzug durch das Dorf
1952 Kinderfest der Schule Krummendiek - Umzug durch das Dorf
1952 Kinderfest der Schule Krummendiek - Wettspiel Topfschlagen
1952 Kinderfest der Schule Krummendiek

1952 Kinderfest der Schule Krummendiek
So wie in der Stadt Wilster die örtlichen Schulen alljährlich mit ihren Schülern das Fest der Kindergilde durchführten, veranstalteten auch die Dorfschulen in der Wilstermarsch ein derartiges Fest. Auf den Dörfern erhielt sich dieser für die Kinder so schöne Brauch deutlich länger als in Wilster, wo eine diesbezüglich zunehmend weniger engagierte Lehrerschaft den Lehrkörper stellte.
Die festlich gekleideten Schüler zogen in einem Umzug (Bilder 1 und 2) durch das Dorf, auf dem Schulhof wurden Wettspiele (Bild 3) wie das "Stockschlagen" (es galt, mit verbundenen Augen mit einem Knüppel einen Topf zu treffen) und viele der Erwachsenen nahmen als Begleiter am Fest der Kinder teil (Bild 4).
Abschließend wurde gemeinsam im Dorfkrug gefeiert - auf Bild 1 ist im Hintergrund der Gasthof "Zum alten Schlossberg" von Lahann erkennbar.
Die Knaben trugen seinerzeit allesamt kurze Hosen, die Mädchen ein Kleid. Bei den Mädchen war die Kurzhaarfrisur in der Minderheit.

Bildrechte: Privatfotos Familie Dibbern, Honigfleth

1953 Kinderfest der Schule Krummendiek - Umzug in Kleve

1953 Kinderfest der Schule Krummendiek - Umzug in Kleve

1953 Kinderfest der Schule Krummendiek - Umzug in Kleve
Auf den Dörfern erhielt sich dieser für die Kinder so schöne Brauch deutlich länger als in der Stadt Wilster, wo ab Ende der 1960er Jahre eine diesbezüglich zunehmend weniger engagierte Lehrerschaft den Lehrkörper stellte.
Die festlich gekleideten Schüler zogen mit ihren Bögen aus Papiergirlanden nach den vormittäglichen Wettspielen (u.a. Topfschlagen und Vogelpicken) in einem Umzug durch das Dorf; hier offenbar über den Geestkamp in Kleve.
Da in der Schule Krummendiek die Kinder aus Krummendiek und Bekdorf sowie aus Kleve beschult wurden, wurde der Umzug in dem Dorf veranstaltet, in welchem sich der Gasthof befand, auf dessen Saal das anschließende Tanzvergnügen durchgeführt wurde. In Kleve war dieses der "Klever Hof", in Krummendiek die gaststätte "Zum alten Schloßberg".
Die Knaben trugen seinerzeit allesamt kurze Hosen, die Mädchen Kleider. Bei den Mädchen war die Kurzhaarfrisur in der Minderheit.

Bildrechte: Familie Weyh, Moorhusen
Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Martin Weyh

1955 Schüler der Klassen 5 bis 9 der Schule Krummendiek

1955 Schüler der Klassen 5 bis 9 der Schule Krummendiek mit ihrem Lehrer Wilhelm Aue

1955 Schüler der Klassen 5 bis 9 der Schule Krummendiek
So wie die benachbarten Gemeinden Kleve und Bekdorf zur Kirchengemeinde Krummendiek gehörten, wurden auch die Schüler aus diesen zum Schulbezirk Krummendiek gehörenden Orten in der dortigen Schule unterrichtet. Das heute noch bestehende Schulgebäude in Krummendiek war 1913 fertiggestellt worden; die Schule jedoch wurde 1968 eingestellt. Heute besuchen die Kinder aus den genannten Orten die Gemeinschaftsschule Heiligenstedten.
Das Foto zeigt im Jahr 1955 die gemeinsam unterrichteten Jahrgänge der Klassen 5 bis 9 mit ihrem Lehrer Wilhelm Aue, welcher an der Schule Krummendiek die Funktion des Hauptlehrers innehatte.

Bildrechte: nicht bekannt
Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung von Martin Weyh, dessen Vater Hans Peter (auf dem Foto in der unteren Reihe rechts) die Schule besuchte.

1960 Konfirmanden in der Kirche Krummendiek

1960 Konfirmanden in der Kirche St. Georg zu Krummendiek

1960 Konfirmanden in der Kirche Krummendiek
Das Foto zeigt nach ihrer Einsegnung in der Kirche St. Georg zu Krummendiek die Konfirmanden gemeinsam mit Pastor Richter.
Zur Kirche Krummendiek gehören die Gemeinden Krummendiek, Mehlbek, Kleve, Huje, Moorhusen, Bekdorf, Rade.
Die erste Kirche in Krummendiek soll 949 vom Hamburger Erzbischof Adaldag (von 937 bis 988) gestiftet worden sein. Der Ritter Hartwig Busche – dessen Familie sich später v. Krummendiek nannte – ließ 1233 eine neue Kirche bauen.
Das heutige Gebäude der St. Georg Kirche ist 1699 im barocken Stil erbaut worden.

Bildrechte: nicht bekannt
Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung von Martin Weyh, dessen Vater Hans Peter (auf dem Foto ganz links) zu den Konfirmanden gehörte.

1961 - 1979 private Meierei Schröder in Kleve a

1963 Anlieferung von Milch bei der Meierei Kleve am Rande der Wilstermarsch
1963 Anlieferung von Milch bei der Meierei Kleve am Rande der Wilstermarsch
1963 Anlieferung von Milch bei der Meierei Kleve am Rande der Wilstermarsch
1963 Anlieferung von Milch bei der Meierei Kleve am Rande der Wilstermarsch

1961 - 1979 private Meierei Schröder in Kleve
Vor einigen Jahrzehnten gab es noch in vielen Orten der Wilstermarsch Meiereien. Neben genossenschaftlichen Betrieben gab es auch private Unternehmen. In der Folge der Konzentrierung im Molkereisektor sind nach und nach alle kleinen Meiereien zur Betriebsaufgabe gezwungen worden. Heute gibt es in der gesamten Wilstermarsch keine einzige Meierei mehr.
Zuvor gab es Meiereien in Beidenfleth, Brokdorf, Büttel, Ecklak, Kleve, Nortorf, Sachsenbande, St. Margarethen, Wewelsfleth, Vaalermoor und in der Stadt Wilster, wobei es dort vor der 1927 erfolgten Gründung der Genossenschaftsmeierei drei derartige Betriebe gab.
Daneben erfolgte zu der Zeit auf vielen Höfen die Verarbeitung der Milch in Eigenregie.
In der mit ihrem Gemeindegebiet sowohl in der Marsch als auch auf der Geest gelegenen Gemeinde Kleve bestand seit dem Jahr 1895 eine Privat-Meierei. An den Betrieb, der am Geestkamp gelegen war, erinnert heute noch der von diesem abzweigende Meiereiweg.
Nachdem die Meierei seit 1925 von Willi Hamann geführt worden war, übernahm nach dessen Tod der Enkel Dieter Schröder im Jahr 1961 den Betrieb; der zu dem Zeitpunkt erst 24 Jahre alte Meierist hatte kurz zuvor seine Meisterprüfung abgelegt.
Der die Meierei bis zur 1979 erfolgten Betriebsaufgabe führende junge Inhaber erwarb sich mit seinen vielfach prämierten Produkten ein ganz ausgezeichnetes Renommee.
Die vorgestellten Fotos zeigen zu Beginn der 1960er Jahre die Anlieferung von Milch bei der am Geestkamp gelegenen Meierei.
Zulieferer waren Bauern in Kleve, Moorhusen, Krummendiek, Bekhof und Rahde.
Bild 1: Hugo Holst, Eigentümer von Gut Krummendek, bei der Anlieferung der Milch.
Bild 2: Anlieferung von Milch; im Hintergrund der flügellose Torso der Klever Mühle, welche 1953 ihren Betrieb einstellte.
Bild 3: Anlieferung mit dem Milch-Tanker an der überdachten Rampe.
Bild 4: Milchtransporter auf der Straße Geestkamp

Bildrechte: Dieter Schröder, Kleve

1961 - 1979 private Meierei Schröder in Kleve b

1964 Bauarbeiten bei der Privat-Meierei Kleve
1964 Bauarbeiten bei der Privat-Meierei Kleve
1964 Bauarbeiten bei der Privat-Meierei Kleve
1964 Bauarbeiten bei der Privat-Meierei Kleve

1961 - 1979 private Meierei Schröder in Kleve
In der mit ihrem Gemeindegebiet sowohl in der Marsch als auch auf der Geest gelegenen Gemeinde Kleve bestand seit dem Jahr 1895 eine Privat-Meierei.
Nachdem die Meierei seit 1925 von Willi Hamann geführt worden war, übernahm nach dessen Tod der Enkel Dieter Schröder im Jahr 1961 den Betrieb; der zu dem Zeitpunkt erst 24 Jahre alte Meierist hatte kurz zuvor seine Meisterprüfung abgelegt.
Bereits kurz nach Übernahme der Verantwortung veranlaßte der junge Eigentümer eine Modernisierung des Betriebes. Bei den baulichen Veränderungen legte er selbst Hand an und wurde dabei auch von Nachbarn unterstützt, so durch den Schuster Willi Rethmann (Mitte Bild 1).

Bildrechte: Dieter Schröder, Kleve

1961 - 1979 private Meierei Schröder in Kleve c

1964 Bauarbeiten bei der Privat-Meierei Kleve
1964 Bauarbeiten bei der Privat-Meierei Kleve
1964 Bauarbeiten bei der Privat-Meierei Kleve
1964 Bauarbeiten bei der Privat-Meierei Kleve

1961 - 1979 private Meierei Schröder in Kleve
In der mit ihrem Gemeindegebiet sowohl in der Marsch als auch auf der Geest gelegenen Gemeinde Kleve bestand seit dem Jahr 1895 eine Privat-Meierei.
Nachdem die Meierei seit 1925 von Willi Hamann geführt worden war, übernahm nach dessen Tod der Enkel Dieter Schröder im Jahr 1961 den Betrieb; der zu dem Zeitpunkt erst 24 Jahre alte Meierist hatte kurz zuvor seine Meisterprüfung abgelegt.
Bereits kurz nach Übernahme der Verantwortung veranlaßte der junge Eigentümer eine Modernisierung des Betriebes. Bei den rein baulichen Umbauarbeiten und dem Ausbau veralteter technischer Ausbau legte er selbst Hand mit an, dabei wurde er tatkräftig von Nachbarn unterstützt.

Bildrechte: Dieter Schröder, Kleve

1961 - 1979 private Meierei Schröder in Kleve d

1968 Anlieferung der Milch bei der Meierei Schröder in Kleve
1968 Anlieferung der Milch bei der Meierei Schröder in Kleve
1968 Anlieferung der Milch bei der Meierei Schröder in Kleve
1968 Anlieferung der Milch bei der Meierei Schröder in Kleve

1961 - 1979 private Meierei Schröder in Kleve
In der mit ihrem Gemeindegebiet sowohl in der Marsch als auch auf der Geest gelegenen Gemeinde Kleve bestand seit dem Jahr 1895 eine Privat-Meierei.
Nachdem die Meierei seit 1925 von Willi Hamann geführt worden war, übernahm nach dessen Tod der Enkel Dieter Schröder im Jahr 1961 den Betrieb; der zu dem Zeitpunkt erst 24 Jahre alte Meierist hatte kurz zuvor seine Meisterprüfung abgelegt.
Bereits kurz nach Übernahme der Verantwortung veranlaßte der junge Eigentümer eine Modernisierung des Betriebes. Der kleine Familienbetrieb war darauf angewiesen, dass durch die baulichen und technischen Umgestaltungen die Produktion nicht zu lange unterbrochen wurde. So wurde frühstmöglich der Meiereibetrieb wieder aufgenommen. Dieser oblag dem Betriebsleiter gemeinsam mit seiner Ehefrau sowie einer teilzeitbeschäftigten Hilfskraft. Die Anlieferung der Milch erfolgte mittels eines betriebseigenen Milchtransporters durch den Milchwagenfahrer, welcher turnusmäßig die zuliefernden landwirtschaftlichen Betriebe aufsuchte.
Im Jahr 1968 konnte die kleine Meierei auf ihr 75jähriges Bestehen zurück schauen. Der dieses würdigende Bericht der Wilsterschen Zeitung kann in der unten aufrufbaren Datei nachgelesen werden.

Bildrechte: Dieter Schröder, Kleve

Hier finden Sie noch weitere Informationen (als Datei)

1961 - 1979 private Meierei Schröder in Kleve e

1961 - 1979 private Meierei Schröder in Kleve - Befestigung der Zufahrt
1961 - 1979 private Meierei Schröder in Kleve - Erneuerung der Fertigungsanlagen
1961 - 1979 private Meierei Schröder in Kleve - technische Anlagen
1961 - 1979 private Meierei Schröder in Kleve - Auslieferung der Produkte

1961 - 1979 private Meierei Schröder in Kleve
In der mit ihrem Gemeindegebiet sowohl in der Marsch als auch auf der Geest gelegenen Gemeinde Kleve bestand seit dem Jahr 1895 eine Privat-Meierei.
Die Meierei wurde seit 1961 von Molkereimeister Dieter Schröder gemeinsam mit seiner Ehefrau betrieben, wobei beide von einer teilzeitbeschäftigten Hilfskraft unterstützt wurden.
Die Anlieferung der Milch erfolgte mittels eines betriebseigenen Milchtransporters durch den Milchwagenfahrer, welcher turnusmäßig die zuliefernden landwirtschaftlichen Betriebe aufsuchte.
Die erzeugten Molkereiprodukte - Trinkmilch, Buttermilch, Schlagsahne, Butter und Quark - wurden von Einzelhändlern in den umliegenden Orten angekauft.
Magermilch ging zurück an die milchliefernden landwirtschaftlichen Betriebe und wurde bei der Kälberaufzucht verwendet.
Die Produkte der kleinen Meierei erlangten vielfach Auszeichnungen. Ein hierüber berichtender Artikel der Wilsterschen Zeitung kann in der unten aufrufbaren Datei nachgelesen werden.
Die technischen und baulichen Anlagen des kleinen Familienbetriebes wurde immer wieder den Erfordernissen angepasst, sei es die Befestigung der Zufahrt oder der Einbau neuer Fertigungsanlagen.

Bildrechte: Dieter Schröder, Kleve

Hier finden Sie noch weitere Informationen (als Datei)

1961 - 1979 private Meierei Schröder in Kleve f

Milchtankwagen der Meierei Kleve in den 1970er Jahren
Milchtankwagen der Meierei Kleve in den 1970er Jahren
Milchtankwagen der Meierei Kleve in den 1970er Jahren
Milchtankwagen der Meierei Kleve in den 1970er Jahren

1961 - 1979 private Meierei Schröder in Kleve
Die Fotos zeigen in den 1970er Jahren den Milchtankwagen der Meierei Kleve vor dem am Geestkamp gelegenen Betriebsgebäude und an der überdachten Rampe der Meierei .
In der mit ihrem Gemeindegebiet sowohl in der Marsch als auch auf der Geest gelegenen Gemeinde Kleve bestand seit dem Jahr 1895 eine Privat-Meierei.
Die Meierei wurde seit 1961 von Molkereimeister Dieter Schröder gemeinsam mit seiner Ehefrau betrieben, wobei beide von einer teilzeitbeschäftigten Hilfskraft unterstützt wurden.
Die Anlieferung der Milch erfolgte mittels eines betriebseigenen Milchtransporters durch den Milchwagenfahrer, welcher turnusmäßig die zuliefernden landwirtschaftlichen Betriebe aufsuchte.
Die erzeugten Molkereiprodukte - Trinkmilch, Buttermilch, Schlagsahne, Butter und Quark - wurden von Einzelhändlern in den umliegenden Orten angekauft.
Magermilch ging zurück an die milchliefernden landwirtschaftlichen Betriebe und wurde bei der Kälberaufzucht verwendet.

Bildrechte: Dieter Schröder, Kleve

1961 - 1979 private Meierei Schröder in Kleve g Schneewinter 1978/79

März 1969 Der Milchtransporter der Meierei Kleve mußte bei seiner Fahrt durch den hohen Schnee unterstützt werden.
Schneewinter 1978/79 Der Milchtransporter der Meierei Kleve mußte bei seiner Fahrt durch den hohen Schnee unterstützt werden
Schneewinter 1978/79 Der Milchtransporter der Meierei Kleve mußte bei seiner Fahrt durch den hohen Schnee unterstützt werden
Schneewinter 1978/79 Der Milchtransporter der Meierei Kleve mußte bei seiner Fahrt durch den hohen Schnee unterstützt werden

1961 - 1979 private Meierei Schröder in Kleve.
Schneewinter 1978/79
In der mit ihrem Gemeindegebiet sowohl in der Marsch als auch auf der Geest gelegenen Gemeinde Kleve bestand seit dem Jahr 1895 eine Privat-Meierei.
Die Meierei wurde seit 1961 von Molkereimeister Dieter Schröder gemeinsam mit seiner Ehefrau betrieben, wobei beide von einer teilzeitbeschäftigten Hilfskraft unterstützt wurden.
Die Anlieferung der Milch erfolgte mittels eines betriebseigenen Milchtransporters durch den Milchwagenfahrer, welcher turnusmäßig die zuliefernden landwirtschaftlichen Betriebe aufsuchte. Auch bei sehr schwierigen Straßenverhältnissen mußte die Betriebe angefahren werden, denn deren Lagerkapazitäten ließen eine längere Lagerung der Rohmilch nicht zu. Insbesondere bei Glatteis oder starkem Scheefall war die gestellte Aufgabe nicht leicht zu erfüllen.
So ergaben sich insbesondere im März 1969 sowie im Schneewinter 1978779 Situationen, bei denen die Hilfe von Feuerwehr oder mit ihrem Trecker zur Hilfe kommenden Landwirten erforderlich wurde. Im ersteren Fall (Bild 1) ist dieses Hugo Holst, Eigentümer von Gut Krummendiek, mit seinem Trecker.

Bildrechte: Dieter Schröder, Kleve

1961 - 1979 private Meierei Schröder in Kleve h

1979 Demontage der technischen Betriebsanlagen der Meierei Kleve
1979 Demontage der technischen Betriebsanlagen der Meierei Kleve
1979 Demontage der technischen Betriebsanlagen der Meierei Kleve

1961 - 1979 private Meierei Schröder in Kleve
Demontage der Betriebsanlagen der Meierei.
Vor einigen Jahrzehnten gab es noch in vielen Orten der Wilstermarsch Meiereien. Neben genossenschaftlichen Betrieben gab es auch private Unternehmen. In der Folge der Konzentrierung im Molkereisektor sind nach und nach alle kleinen Meiereien zur Betriebsaufgabe gezwungen worden. Heute gibt es in der gesamten Wilstermarsch keine einzige Meierei mehr.
Zuvor gab es Meiereien in Beidenfleth, Brokdorf, Büttel, Ecklak, Kleve, Nortorf, Sachsenbande, St. Margarethen, Wewelsfleth, Vaalermoor und in der Stadt Wilster, wobei es dort vor der 1927 erfolgten Gründung der Genossenschaftsmeierei drei derartige Betriebe gab.
In der mit ihrem Gemeindegebiet sowohl in der Marsch als auch auf der Geest gelegenen Gemeinde Kleve bestand seit dem Jahr 1895 eine Privat-Meierei. An den Betrieb, der am Geestkamp gelegen war, erinnert heute noch der von diesem abzweigende Meiereiweg.
Nachdem die Meierei seit 1925 von Willi Hamann geführt worden war, übernahm nach dessen Tod der Enkel Dieter Schröder im Jahr 1961 den Betrieb; der zu dem Zeitpunkt erst 24 Jahre alte Meierist hatte kurz zuvor seine Meisterprüfung abgelegt.
Die kleine Meierei konnte sich Dank ihrer vielfach ausgezeichneten und prämierten Produkte fast zwei Jahrzehnte gegen die immer übermächtiger werdende Konkurrenz behaupten. Nach der 1979 erfogten Betriebsaufgabe wurden die technischen Anlagen der Meierei demontiert (sh. Fotos).

1969 Kleve - Winter im März - Chaos auf den Straßen

1969 Winter im März - Chaos auf den Straßen bei Kleve
1969 Winter im März - Chaos auf den Straßen bei Kleve
1969 Winter im März - Chaos auf den Straßen bei Kleve

1969 Kleve - Winter im März - Chaos auf den Straßen
Ein heftiger Temperatursturz hatte Mitte März des Jahres 1969 den Winter nach Norddeutschland zurück gebracht.
Eisiger kräftiger Wind aus Nordost bewirkte den Rückgang der Temperaturen auf bis zu minus 15 Grad (örtlich noch kälter). Innerhalb weniger Stunden fiel großräumig bis zu 40 cm Neuschnee (in St. Peter Ording sogar 80 cm Schnee), welcher vom Wind örtlich zu meterhohen Schneeverwehungen zusammengetrieben wurde. Es kam zu Zugausfällen und Straßen wurden blockiert.
Die beiden vorgestellten Fotos vermitteln einen Eindruck von der Situation.
Bild 1 zeigt die Hauptstraße in Kleve am Ortsausgang in Blickrichtung Krummendiek. Das Gebäude rechts ist das der damaligen Schmiede von Theodor Herzberg.
Bild 2 zeigt in Kleve die Straße Sandkuhle in Richtung Huje.
Bild 3 zeigt den Blick vom Geestkamp über die an den Fuß des Klev angrenzende Marsch in Moorhusen; In Bildmitte ist der Milchtankwagen der damaligen Privatmeierei Kleve zu erkennen.

Bildrechte: Dieter Schröder, Kleve

1972 Kleve - Ortschaft am Übergang von Marsch und Geest

1972 Kleve - Ortschaft am Übergang von Marsch und Geest

1972 Kleve - Ortschaft am Übergang von Marsch und Geest.
Das Luftbild zeigt die Straßen Geestkamp und Hauptstraße, welche beide beide parallel verlaufen auf dem für den Ort namengebenden Kleve - dem aus der Marsch aufsteigenden Geestrand.
Zentral sind die gebäude der damaligen Meierei Kleve sowie in deren unmittelbarer Nachbarschaft der Torso der Windmühle; die Erdholländer Mühle war bis 1953 in Betrieb.
Unterhalb der Straßen sind die für die Marsch typischen schmalen und von Grüppen entwässerten Beete zu erkennen, während die Flächen oberhalb bereits auf der Geest gelegen sind.
Das Wort Kleve führt sich zurück auf Kliff bzw. Klift = Klippe und bezeichnet einen Steilhang.
Der Kleve oder Klev bildet hier die Begrenzung des Urstromtales der Elbe, welches nach der letzten Eiszeit und dem danach steigenden Meeresspiegel mit Sedimenten aufgefüllt wurde. In der Zeit vor 7.000 Jahren erfolgte der Anstieg mit etwa 2 m im Jahrhundert relativ rasch. Danach trat eine Zeit auf, in welcher sich der Anstieg des Meeresspiegels verlangsamte, zeitweilig zum Stillstand kam und sogar Rückzugsphasen auftraten. Die vorrückende Nordsee überflutete das Gebiet und führte zu beständigen Über- und Umlagerungen. Die Ablagerungen stammten von den Gletschern im Osten und höhten das weite Urstromtal der Elbe allmählich auf. Durch Sedimentation entstand Marsch- und Schwemmland. Zuletzt erreichte das Meer den das Urstromtal der Elbe begrenzenden Geestrand. Sturmfluten formten ihn durch Abrasion um und bildeten das langgestreckte aus der Marsch aufragende Kliff – den Klev. Die ehemalige Meeresküste ist auf Luftbildern gut zu erkennen.

Bildrechte: Dieter Schröder, Kleve

1976 Bewässerung der Erdbeerfelder in Kleve - Hitze und anhaltende Trockenheit

1976 Bewässerung der Erdbeerfelder in Kleve - Hitze und anhaltende Trockenheit
1976 Bewässerung der Erdbeerfelder in Kleve - Hitze und anhaltende Trockenheit

1976 Bewässerung der Erdbeerfelder in Kleve - Hitze und anhaltende Trockenheit.
Eine Hitzewelle im Sommer 1976 brachte eine extreme Trockenheit. Während die Böden der Marsch sich bei derartigen Bedingungen weniger anfällig zeigten, mußten anderenorts die Bauern ganz erhebliche Ernteausfälle beklagen, viele Felder waren komplett vertrocknet.
In dem mit weiten Teilen ihres Gemeindegebiets auf der Geest liegenden Kleve litten insbesondere die Erdbeerfelder unter der Trockenheit.
Die im Ortsteil Rahde der Gemeinde Kleve gelegenen Erdbeerfelder mußten täglich bewässert werden.
Die vorgestellten Fotos zeigen Hans Peter Weyh bei der Bewässerung der Erdbeerfelder.

Bildrechte: Familie Weyh, Moorhusen

1977 Blick von Moorhusen nach Kleve

1977 Kolonialwarenmarkt Spar Markt von Lisa Haack am Geestkamp in der Gemeinde Kleve
1977 Moormarsch vor dem auf der Geest gelegenen Ort Kleve
Winter 1977/78 Blick von Moorhusen nach Kleve
Winter 1977/78 Blick von Moorhusen nach Kleve

1977 Blick von Moorhusen nach Kleve
Von dem in der flachen Moormarsch gelegenen Moorhusen geht der Blick auf das am Rand der Geest (von „güst“ = leer, öde) gelegene Kleve.
Die aus der flachen ebenen Marsch aufsteigende Geest bei Kleve bildet die Begrenzung des Urstromtales der Elbe und somit auch des Landschaftsraumes der Wilstermarsch.
Das Wort Klev führt sich zurück auf Kliff bzw. Klift = Klippe und bezeichnet einen Steilhang.
Bild 1: Einmündung der Hauptstraße Moorhusen in die Hauptstraße in Kleve. In dem bereich verläuft die Grenze zwischen den beiden Gemeinden.
In dem langgestreckten Gebäude, welches an der etwas höher gelegenen Straße Geestkamp gelegen ist, wurde der Spar Markt von Lisa Haack betrieben.
Bild 2: Blick über die vor dem Fuß der Geest gelegene Moormarsch auf den Ort Kleve.
Bild 3: Winter 1977/78 Blick von Moorhusen nach Kleve
Bild 4: Winter 1977/78 Blick von Moorhusen nach Kleve. In dem Bungalow rechts war die örtliche Filiale der Verbandssparkasse Wilster untergebracht; Filialleiter war Herbert Sievers. Der Bungalow war 1971 auf dem Grundstück des bei einem Schadenfeuer abgebrannten Bauernhauses Clausen errichtet worden.
Das links davon stehende Gebäude ist das Gasthaus Klever Hof, welches seinerzeit von Werner Hell betrieben wurde.

Bildrechte: Familie Weyh, Moorhusen

1978 Ponys auf einer Weide in Moorhusen

1978 Ponys auf einer Weide in Moorhusen in der Wilstermarsch
1978 Ponys auf einer Weide in Moorhusen in der Wilstermarsch

1978 Ponys auf einer Weide in Moorhusen
Im Hintergrund Gebäude der bereits auf der Geest gelegenen Gemeinde Kleve.
Am östlichen Rand der Gemeinde Moorhusen steigt die Geest aus der davor liegenden flachen Marsch auf. Der Name Kleve führt sich zurück auf Kliff bzw. Klift = Klippe und bezeichnet einen Steilhang. Dieser begrenzt hier das Urstromtal der Elbe.

Bildrechte: Familie Weyh, Moorhusen

1980 Moorhusen - Hauptstraße

September 1980 - Hauptstraße in Moorhusen in der Wilstermarsch
Juli 1981 - Hauptstraße in Moorhusen in der Wilstermarsch
Januar 1978 - Hauptstraße in Moorhusen in der Wilstermarsch
August 1977 - Moorhusen - Hauptstraße; Einmündung in die Hauptstraße der Gemeinde Kleve

1980 Moorhusen - Hauptstraße
Die nur ein Gebiet von etwa 4,7 qkm umfassende in der Wilstermarsch gelegene Gemeinde Moorhusen wird im wesentlichen durch die Hauptstraße erschlossen. In Moorhusen gibt es mit der Neuen Straße / Lütten Weg nur eine weitere Straße. Die Trasse der Marschbahn von Wilster nach Heide durchquert die nordwestliche Ecke des nahezu durchgehend unter NN liegenden Gemeindegebietes, auf welchem nur etwa 75 Einwohner leben.
Bild 1: Moorhusen - Hauptstraße (im September 1980)
Bild 2: Moorhusen - Hauptstraße (im Juli 1981)
Im Hintergrund die auf der aus der Marsch aufsteigenden Geest gelegene Ortschaft Kleve.
Bild 3: Moorhusen - Hauptstraße (im Januar 1978)
Bild 4: Moorhusen - Hauptstraße; Einmündung in die Hauptstraße der Gemeinde Kleve (August 1977)

Bildrechte: Familie Weyh, Moorhusen

1989 Bahnübergang und ehemaliger Haltepunkt Bekdorf

1989 Bahnübergang und ehemaliger Haltepunkt Bekdorf im Verlauf der Marschbahn

1989 Bahnübergang und ehemaliger Haltepunkt Bekdorf
Ein Personenzug mit der Diesellok DB 218 169 - 1 passiert bei km 71,2 der Strecke der Marschbahn den mit Halbschranken und Warnlicht gesicherten Bahnübergang der Landesstraße 137.
Im Zusammenhang mit dem Ausbau der Bundesstraße 5, deren Linienführung im Bereich Bekdorf seither parallel zur Bahnstrecke verläuft, wurde der höhengleiche Bahnübergang entbehrlich; die L 137 wird heute mit einer Brücke über den Bahnkörper geführt.

Bildrechte: Michael Höltge, Uhldingen-Mühlhofen

 

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