Alte Postkarten aus Wilster

Aktuelle Kategorie: Neustadt, de Slaat, Neumarkt, Krumwehl

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1914 Hafen am Rosengarten

Rosengarten 2007 (Blick von der Brücke)

Noch im Jahre 1914 herrschte lebhafter Schiffsverkehr am alten Wilsteraner Hafen am Rosengarten.
Blick von der Fußgängerbrücke vom Rosengarten zur Deichstraße. Links ist der Speicher der Bäckerei Kühl zu sehen. Im Hintergrund die an Neumarkt und Neustadt stehenden Häuser. In dem großen Gebäude wurde eine Schmiede betrieben (zuletzt von Georg Stelzer, vorher Perner)
Der Name „Rosengarten“ ist sehr alt: im Mittelalter hatte fast jede Stadt in Norddeutschland mit dem sogenannten Rosengarten ihren Platz, auf dem die Gilden (mittelalterliche Versicherungen auf Gegenseitigkeit) ihre Feste feierten. Mit der Armbrust wurde dabei nach dem Papagoyen geschossen (der Brauch lebt heute als Vogelschießen fort).

Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster

1914 Krumwehl

1914 Blick vom Krumwehl Richtung Neustadt.
Im Hintergrund ist die Schottbrücke über die Wilsterau erkennbar.
Das Gebiet Krumwehl ist 1870 in die Stadt Wilster einbezogen worden. Der Name Krumwehl weist auf eine alte Deichbruchstelle hin (Ein Wehl ist eine beim Deichbruch durch das schießende Wasser entstehende tiefe Ausspülung, die hier wohl einen gekrümmten Verlauf hatte; andere Begriffe hierfür sind Kolk, Brack oder Brake). Der Name ist niederländischen Ursprungs und scheint daher noch von den frühen Niederländischen Kolonisten der Wilstermarsch zu stammen.
Im Mittelgrund zweigt nach links die Straße „Hinter der Stadt“ (heutige Hans-Prox-Straße) ab.
Hinter den Bäumen links die Schmiede von W. Jurzyk, dessen Sohn Karl Jurzyk den Betrieb um eine Schlosserei erweiterte und bis 1962 führte. Der Betrieb wurde 1966 von Werner von Osten übernommen und kontinuierlich erweitert. Leider konnte die Stadt Wilster dem Betrieb kein Gelände mit der notwendigen Entwicklungsmöglichkeit anbieten, weshalb 1993 eine Auslagerung des Metall-, Maschinen- und Stahlbau in die Gemeinde Büttel erfolgte.
Weitere Infos und alte Bilder gibt es hier über den Betrieb von Osten
Rechts ein bis in die 1960er Jahre noch offener breiter Graben mit hohem Wasserstand - damals tummelten sich noch Frösche und Kamm-Molche in dem klaren Gewässer.

Bildrechte: Ludwig Behning, Wilster

1914 Neumarkt

1914 Neumarkt in der Stadt Wilster
Neumarkt 2007 in der Stadt Wilster

1914 Blick vom Rosengarten auf den Neumarkt.
Zwischen dem Schlachthaus (rechts) der Schlachterei Herzog und dem Gartenhäuschen des Wohnhauses des Tiefbauunternehmens Detlef Kruse verläuft das Bäckerstraßenfleth, das hier im Bereich des Neumarktes bereits verrohrt ist (in dieser zu der Zeit mit kleinen Booten jedoch noch befahrbar).
An der Ausmündung der verrohrten Strecke war gleichfalls zu Stauzwecken ein Schott vorhanden (hinten bei dem Zaun).
Hinten links mündet die Blumenstraße ein; in dem Gebäude an deren Ecke befand sich über viele Jahrzehnte der Friseur Salon von Waldemar Pien.
Ganz links die alte Feuerwache mit dem hohen Schlauchturm.

Bildrechte: Photograph F. Schlüter, Wilster

1914 Neustadt, Schottbrücke, Gastwirtschaften „Zum goldenen Anker", "Radfahrers Ruh"

1914 Neustadt, Schottbrücke, Gastwirtschaften „Zum goldenen Anker" und "Radfahrers Ruh" in Wilster
2009

1914 Neustadt, Schottbrücke, Gastwirtschaften „Zum goldenen Anker" und "Radfahrer´s Ruh"
Blick von der Schottbrücke in die Neustadt.
Links die Gastwirtschaft „Zum goldenen Anker“, deren Inhaber auch das hier das den Aufstau der Wilsterau ermöglichende Schott bedienten (links von der Brücke).
Danach das stattliche Gebäude mit der Gaststätte „Radfahrers Ruh“ des Wirtes Falk.
Ím Vordergrund sind die Geländer der Schott-Brücke erkennbar.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1915 Schott-Brücke im Bereich Krumwehl / Neustadt

1915 Schott-Brücke im Bereich Krumwehl / Neustadt

1915 Schott-Brücke im Bereich Krumwehl / Neustadt
Ein kleiner Lastkahn liegt, auf niedrigeren Wasserstand wartend, vor der Schott-Brücke im Bereich Neustadt/Krumwehl.
Mit dem Schott bei der Brücke wurden in früheren Zeiten – bis Ende der 1960er Jahre - die Wasserstände in der Wilsterau reguliert und Spülströme für die Stadtarme aktiviert, was jedoch ab der zu Beginn der 1950er Jahre begonnenen Verrohrung des Stadtdurchganges der Wilsterau hydraulisch nicht mehr funktionieren konnte – ein wasserbaulicher Mißgriff.
Rechts ist auf dem Areal eines sehr alten und daher abgebrochenen Gebäudes ein neu erbautes Wohnhaus zu erkennen (später bis in die 1960er Jahre Haus des Händlers Garthe); die zuvor in der Ufermauer vorhanden gewesene und zum Wasser herunter führende Treppe ist beseitigt.
Hinter dem Haus rechts und dieses überragend ist das auf der anderen Straßenseite der Neustadt gelegene Haus des Gastwirtes Falk – „Radfahrers Ruh“ – erkennbar, hinter dem zentralen Baum die Gastwirtschaft „Zum goldenen Anker“, deren Wirt auch für die Bedienung des Schott zuständig war.

Interessant ist die Nachricht des Absenders der als Feldpost gelaufenen Karte, auf welcher er vom Bezug der Bürgerquartiere berichtet (sh. Bild 3) - offenbar wurden Soldaten in den Häusern der Bürger einquartiert.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

1916 Neustadt Dampfbrauerei Gebrüder Lübbe, Denkmal Johann Meyer im Stadtpark

1916 Neustadt in der Stadt Wilster, Dampfbrauerei Gebrüder Lübbe, Denkmal Johann Meyer im Stadtpark
1916 Neustadt in der Stadt Wilster, Geburtshaus des Dichters Johann Meyer
1916 Stadtpark in der Stadt Wilster, Denkmal für den Dichter Johann Meyer

1916 Neustadt Dampfbrauerei Gebrüder Lübbe, Denkmal Johann Meyer im Stadtpark
Johann (Hinrich Otto) Meyer, ein Heimat-Dichter niederdeutscher Mundart, wurde am 05.01.1829 in Wilster geboren; sein Geburtshaus (das Gebäude der späteren Dampfbrauerei Gebrüder Lübbe) stand in der Neustadt und wurde zu Beginn der 1970 Jahre abgebrochen.
Johann Meyer ging in Schafstedt / Dithmarschen bis 1839 zur Schule, danach in der Dorfschule Jörl / Schleswig, besuchte danach Privatschulen in Lunden und Schleswig; er wurde Müller, Zimmermann, Krankenwärter, studierte Theologie, wurde in Itzehoe Redakteur.
Meyer schrieb zahlreiche Gedichte und Bühnenstücke; er zählte zu seiner Zeit zu den bekanntesten Autoren in Norddeutschland.
Wilster ehrte Johann Meyer mit dem im Stadtpark errichteten und an seinem 80 Geburtstag (1905) eingeweihten Denkmal.
Die zum Denkmal gehörende bronzene Leier sowie die dem Dichter Blumen reichende anmutige bronzene Mädchengestalt wurden im II. Weltkrieg auf Veranlassung der Nazis entfernt – man wollte mit den aus dem so gewonnenen Material gefertigten Granaten den Krieg gewinnen.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1916 Neustadt Dampfbrauerei Gebrüder Lübbe; Denkmal Johann Meyer im Stadtpark

1916 Neustadt Dampfbrauerei Gebrüder Lübbe; Denkmal Johann Meyer im Stadtpark
Johann (Hinrich Otto) Meyer, ein Heimat-Dichter niederdeutscher Mundart, wurde am 05.01.1829 in Wilster geboren; sein Geburtshaus (das Gebäude der späteren Dampfbrauerei Gebrüder Lübbe) stand in der Neustadt und wurde zu Beginn der 1970 Jahre abgebrochen.
Johann Meyer ging in Schafstedt / Dithmarschen bis 1839 zur Schule, danach in der Dorfschule Jörl / Schleswig, besuchte danach Privatschulen in Lunden und Schleswig; er wurde Müller, Zimmermann, Krankenwärter, studierte Theologie, wurde in Itzehoe Redakteur.
Meyer schrieb zahlreiche Gedichte und Bühnenstücke; er zählte zu seiner Zeit zu den bekanntesten Autoren in Norddeutschland.
Wilster ehrte Johann Meyer mit dem im Stadtpark errichteten und an seinem 80 Geburtstag (1905) eingeweihten Denkmal.
Die zum Denkmal gehörende bronzene Leier sowie die dem Dichter Blumen reichende anmutige bronzene Mädchengestalt wurden im II. Weltkrieg auf Veranlassung der Nazis entfernt – man wollte mit den aus dem so gewonnenen Material gefertigten Granaten den Krieg gewinnen.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Die ergänzend beigestellte kolorierte Fassung der Karte befindet sich in der Sammlung von Frau Ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen

1920 Neumarkt und Blumenstraße - Schenkwirtschaft von Osten

1920 Neumarkt und Blumenstraße - Schenkwirtschaft von Osten

1920 Blick vom Neumarkt in die Blumenstraße.
In dem Gebäude links (mit dem Barbier Salon von Claus Pien, danach Waldemar Pien) an der Einmündung der Blumenstraße hatte seinerzeit der Photograph Friedrich Schlüter, dem Wilster viele Fotos aus alter Zeit verdankt, im Obergeschoß sein Photographisches Atelier.
Rechts das Wohnhaus zum Bauunternehmen von Detlef Kruse; das Gebäude erhielt einige Jahre später einen nach rechts anschließenden zweigeschossigen Anbau.
Im Hintergrund steht vor den Gebäude der Schenkwirtschaft von Johannes von Osten (Blumenstraße 12) eine größer Anzahl Kinder.

Bildrechte: Carl Kuskop. Wilster
Anmerkung: Eine postalische Bezeichnung "Neumarkt" gibt es in Wilster nicht, doch wird die platzförmige Erweiterung von vielen Wilsteranern so bezeichnet.

1925 Gasthaus Radfahrers Ruh in der Neustadt

1925 Gasthaus Radfahrers Ruh in der Neustadt in Wilster
1925 Gasthaus Radfahrers Ruh in der Neustadt in Wilster

1925 Gasthaus „Radfahrers Ruh“ von Gustav Falk (manchmal auch "Falck" geschrieben) in der Neustadt.
Blick von der Schott-Brücke auf das Gebäude, vor welchem der Wirt sich mit Bediensteten aufgestellt hat. (sh. Detail Bild 2).
Die Gaststätte führte neben dem Namen „Radfahrers Ruh“ auch den Namen „Zur Aussicht“.
Der Schriftzug "Radf. Ruh." (vgl. Detail Bild 3) ist erst in jüngerer Zeit entfernt worden.
Nachweislich des Schildes über dem Eingang mit der Aufschrift „Bier-, Wein, Spirituosenhandlung, Mineralwasser“ handelte der Inhaber auch für seine Berufskollegen mit den angeführten Produkten.
Die Bierhandlung und Mineralwasser-Fabrik Falk wurde in dem links etwas zurückliegenden Gebäude betrieben.
Auf dem Anwesen der Bierhandlung betrieb nach 1945 Kurt Schulze dieses Geschäft vorwiegend mit Produkten der Holsten-Brauerei, während die Gaststätte unter dem Namen "Zur Aubrücke" u.a. von den Wirten Fritz Kohl und dem Ehepaar Rolf Göttsche/Heidi Falk betrieben wurde.
Das Foto für die private Ansichtskarte wurde gem. Notiz auf der Anschriftenseite offenbar Ostern, den 12./13. April 1925 aufgenommen.

Bildrechte: nicht bekannt (sogen. Privat-Ansichtskarte)
Anmerkung: die Ansichtskarte wurde freundlicherweise zur Verfügung gestllt von Thomas Wulff, Wilster

1925 Neumarkt und Einmündung der Schmiedestraße.

1925 Neumarkt und Einmündung der Schmiedestraße

1925 Neumarkt und Einmündung der Schmiedestraße.
Im Vordergrund links ist das Geländer der über das (heute verrohrte) Bäckerstraßenfleth führenden Brücke erkennbar.
Hinter dem Baum links ist das Wohngebäude der Stellmacherei Karstens (vorher Stellmacherei Sorgenfrey) erkennbar; rechts daneben mit den Galerie-Bäumen davor das Wohn- und Geschäftshaus der Kolonial- und Haushaltswarenhandlung von Peter Nagel (später Hans Kruse).
Das Gebäude rechts war das sogenannte Spritzenhaus (Standort der Feuerwehr; hier war auch eine Arrestzelle untergebracht). Die am 31.97.1870 gegründete Freiwillige Feuerwehr Wilster ist die älteste im Kreis Steinburg.
Dahinter im Anschnitt das in der Schmiedestraße stehende und 1596 errichtete Hudemann´sche Haus (Wohnhaus des damaligen Wilsteraner Bürgermeisters Hudemann) mit seinem prächtigen reich gegliederten Backsteingiebel, eines der ältesten Gebäude in der Stadt Wilster.

Bildrechte: M. Glückstadt & Münden, Hamburg

1927 Dichter Johann Meyer, Geburtshaus in der Neustadt, Denkmal im Stadtpark

1927 Dichter Johann Meyer, Geburtshaus in der Neustadt, Denkmal im Stadtpark von Wilster

1927 Denkmal für den Dichter Johann Meyer im Satdtpark; sein Geburtshaus stand in der Neustadt.
Das Denkmal für den in Wilster geborenen Dichter Johann Meyer wurde am 05.01.1909 aus Anlaß seines achtzigsten Geburtstages eingeweiht.
Die dem so geehrten Dichter Blumen reichende aparte bronzene Mädchengestalt wurde Ende des II. Weltkrieg entfernt und eingeschmolzen – für derartiges Metall gab es zu der Zeit eine andere Verwendung.
Das Geburtshaus des vorwiegend in niederdeutscher Mundart seine Werke verfassenden Dichters stand in der Neustadt; das heute nicht mehr vorhandene Gebäude gehörte später zur Dampfbrauerei Gebrüder Lübbe.
Hier findet sich mehr zur Biografie und Bibliografie Johann Meyer

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1927 Neumarkt, Schmiedestraße, Neustadt, Schott, Gaststätten "Radfahrers Ruh", "Zum Goldenen Anker"

Neumarkt, Schmiedestraße, Neustadt, Schott-Brücke
Schmiedestraße, Neumarkt
Neumarkt, Einmündung Blumenstraße
Neustadt, Schott-Brücke Gaststätten "Radfahrers Ruh", "Zum Goldenen Anker"

1927 Neumarkt, Schmiedestraße, Neustadt.
oben (Bild 2): Blick vom Neumarkt in die Schmiedestraße; rechts das sogenannte Spritzenhaus der Feuerwehr, links mit den Galerie-Bäumen davor das Kolonial- und Haushaltswaren Geschäft von Peter Nagel (später Hans Kruse), das übernächste Haus mit dem prächtigen wunderschönen Backstein-Giebel ist das Hudemann´sche Haus, welches im Jahre 1596 als Wohnhaus für den damaligen Wilsteraner Bürgermeister Hudemann errichtet wurde und heute eines der ältesten Gebäude der Stadt ist.
mittig (Bild 3): Die Einmündung der Blumenstraße in den Neumarkt. Links der Friseur Salon von Waldemar Pien, rechts das zum Bau-Geschäft von Hermann Kruse gehörige Wohnhaus.
unten (Bild 4): Die Brücke am Schott. Links die Gastwirtschaft „Zum goldenen Anker“ von Heinrich Krumm, deren Inhaber auch das hier die Wilsterau aufstauende Schott bedienten, jenseits der Brücke das stattliche Gebäude mit der Gaststätte „Radfahrers Ruh“ des Wirtes Carl Falk – die Gaststätte führte auch den Namen „Zur Aussicht“.

Bildrechte: Karl Kuskop, Wilster

1928 Blumenstraße, Rosengarten, Neustadt

1925 Blumenstraße, Rosengarten, Neustadt in Wilster
1925 Neumarkt und Blumenstraße in Wilster
1925 Rosengarten in Wilster
1925 Neustadt in Wilster

1928 Blumenstraße, Rosengarten, Neustadt
Bild 2: Blick vom Neumarkt in die Blumenstraße.
rechts im Anschnitt die Schlachterei von Friedrich Herzog.
Etwa in Bildmitte unterquerte das heute völlig verrohrte Bäckerstraßenfleth den Neumarkt; rechts ist das Brückengeländer erkennbar.
Bild 3: Rosengarten mit dem im Hintergrund erkennbaren und zur Deichstraße führenden Fußgängersteg.
In dem zweiten Gebäude von links hatte Ende des vorletzten Jahrhunderts der Photograph Hans-Peter Mohr sein Atelier; ihm verdankt die Stadt Wilster nahezu alle aus frühester Zeit überlieferten Photographien.
Es ist für den Betreiber dieser Heimat-Seite als Hobby Chronisten ein netter Umstand, dass sein Geburtshaus in räumlicher Nähe steht; das im Hintergrund rechts erkennbare und sich jenseits der Wilsterau befindliche Wohnhaus.
Bild 4: Blick von der Schott-Brücke in die Neustadt.
Links die Gastwirtschaft "Zum goldenen Anker", deren Wirte für die Bedienung des die Wilsterau aufstauenden Schotts zuständig waren.

Bildrechte: Ludwig Behning, Wilster

1928 Schmiedestraße und Neumarkt SF

1928 Schmiedestraße und Neumarkt
1928 Schmiedestraße
1928 Schmiedestraße

1928 Schmiedestraße und Neumarkt
Die Abbildungen oben und mittig zeigen die obere Schmiedestraße – dieser Abschnitt hieß früher zeitweilig Johannis Straße.
Alle auf dem mittleren Foto (sh. Bild 4) erkennbaren Häuser (Ausnahme ist das ganz rechts im Anschnitt erkennbare Gebäude der Westbank) wurden im Rahmen der Stadtsanierung abgebrochen.
Das Gebäude des Textilwaren-Geschäfts von Wilhelm Ehlert wurde 1972 abgebrochen; die vier auf der gegenüber liegenden Straßenseite stehenden Häuser mit den markante Fassaden wurden ebenfalls beseitigt.
Auch das im Hintergrund an der Einmündung des Klosterhof stehende Gebäude des vormaligen „königlichen Amtsgerichts“ – in dem Haus war ab 1970 die Verwaltung Amt Wilster Land untergebracht – besteht nicht mehr.
Das Alte Balkenhaus (oben rechts; sh. auch Bild 3), welches mit dem angrenzenden Altes Rathaus ein beeindruckendes das Ortsbild prägendes Ensemble bildete, wurde in unverantwortlicher Weise abgerissen.
Das untere Foto zeigt die Schmiedestraße von ihrer Einmündung in den Neumarkt aus.

Bildrechte: Ludwig Behning, Wilster
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Udo Urban, Wilster

1930 Schmiedestraße und Neumarkt

ca. 1930 Schmiedestraße und Neumarkt
Blick in die untere Schmiedestraße Richtung Neumarkt.
Der prächtige Backsteingiebel des aus dem Jahre 1596 stammenden Hudemann´schen Hause in der Schmiedestraße ist eine besondere bauliche Kostbarkeit in der Stadt Wilster. Leider wurde der untere Teil des Giebels im Jahre 1927 mit modernen Elementen erneuert, weshalb nur der über dem Schwebebalken befindliche Teil aus alter Zeit stammt.
Im Hintergrund die Schmiede von Perner (später Stelzer) am Rosengarten.

Das Motiv der ergänzend vorgestellten Karte zeigt einen fast identischen Ausschnitt und wurde etwa im gleichen Zeitraum kurz vor der im Jahre 1927 vorgenommenen Umgestaltung des unteren Teiles der Fassade des Hudemann´schen Hauses aufgenommen (Bild 3)

Bildrechte: jeweils Carl Kuskop, Wilster
Die ergänzend vorgestellte Karte befindet sich in der Sammlung von Frau Ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen

1932 Meierei, Rosengarten, Markt, Neustadt, Denkmal 1870/71

ca. 1932 Mehrbildkarte mit 5 Abbildungen
oben links: das Betriebsgebäude der 1928 gegründeten Meierei–Genossenschaft Wilster in der Tagg-Straße;
oben rechts: die Tjalk des Schiffers Schleu am Rosengarten vor dem Kühl´schen Speicher;
unten links: Ostseite des Marktplatzes;
unten rechts: in dem im Zuge der Stadtsanierung abgerissenen Gebäude mit der interessanten Fassade wurde in den 1950er Jahren eine Kaffeerösterei betrieben, zuvor Automobilbau Bahlke & Weimershaus;
mittig: an den Krieg 1870/71 erinnerndes Denkmal vor dem Nordportal der St. Bartholomäus Kirche

Bildrechte: Verlag Karl Kuskop, Wilster

1932 Schmiedestraße, Neumarkt

1932 Die Schmiedestraße in Wilster stadteinwärts vom Neumarkt aus gesehen.
In dem Gebäude rechts war das sogenannte Spritzenhaus (Standort der Feuerwehr; hier war auch eine Arrestzelle untergebracht).
Links der prächtige reich gegliederte Backsteingiebel des im Jahre 1596 errichteten Hudemann´schen Hauses (Wohnhaus des damaligen Wilsteraner Bürgermeisters Hudemann), eines der ältesten Gebäude Wilsters.

Bildrechte: M. Glückstadt & Münden, Hamburg

1933 Angehörige des Kyffhäuserbundes marschieren am Krumwehl

Kyffhäuserbund der Deutschen Landeskriegerverbände

1933 Angehörige des Kyffhäuserbundes marschieren am Krumwehl in Wilster.
Zu der Zeit mußte die sich auf bis zum Jahre 1786 zurück reichende Wurzeln gründende Organisation durch den Druck der damaligen politischen Verhältnisse umbenennen in NS-Reichskriegerbund Kyffhäuser. Offenbar nahmen die Mitglieder des Kyffhäuserbundes teil am durch die Straßen der Stadt Wilster führenden Umzug aus Anlaß des fünfzigjährigen Stiftungsfestes des damaligen Militärvereins Wilster. Sie und andere Gruppen sammelten sich auf einem Seitenweg am Krumwehl.

Die voran getragene Fahne zeigt ein das gesamte Tuch ausfüllendes schwarzes Eisernes Kreuz auf rotem Grund. In der kreisförmigen Mitte zeigt sie auf weißem Grund in schwarz die Silhouette des 1896 eingeweihten Kyffhäuser Denkmals. Angeregt durch den Bau dieses Denkmals war es 1900 zur Gründung des "Kyffhäuserbundes der Landeskriegerverbände" gekommen.
Auch nach der in der unseligen Zeit der nationalsozialistischen Diktatur vorgenommenen Umbenennung gehörte der Bund weder zu den Gliedern der Nazi-Partei noch zu den ihr angeschlossenen Verbänden, auch wenn seine Mitglieder bei Aufzügen eine Armbinde mit dem Hakenkreuz tragen mußten. Später wurde in der Fahne sogar das Symbol des Kyffhäuserdenkmals durch das Hakenkreuz ersetzt. Dennoch wurde der Bund 1943 auf Anordnung Hitlers aufgelöst, seine Repräsentanten sahen sich Repressalien ausgesetzt.

Bildrechte: nicht bekannt

1934 Neustadt und Neumarkt

ca. 1934 die Straße Neustadt in Wilster

ca. 1934 Neustadt und Neumarkt
Blick durch die Straße Neustadt zum Neumarkt, an welchem hinten rechts das Gebäude der Schlachterei und Wurstfabrik von Friedrich Herzog zu erkennen ist.
Ganz hinten ist das Wohngebäude des Tiefbauunternehmers Hermann Kruse zu erkennen, welcher seinen an der Blumenstraße liegenden Betrieb später an die Lange Reihe verlegte.
Vorne links, auf Höhe der Motorradfahrer, führte eine Verbindungsstraße zum Rosengarten.
Die von der kleinen Querstraße bis zum Neumarkt stehende linksseitige Häuserreihe wurde im Rahmen der Stadtsanierung völlig sinnfrei abgebrochen – auf dem danach Jahrzehnte lang brach liegenden Gelände steht heute das Gebäude der Diakoniestation Wilster.
Das große mit der Traufseite zur Straße stehende Gebäude war das Wohn- und Geschäftshaus der Schmiede von Georg Stelzer.
Das vordere der drei giebelständigen Häuser war das Wohnhaus des früheren Schustermeisters Hermann Ketels. Kurz vor dem Abbruch des Gebäudes fand der Begründer dieser Heimatseite in einer Abseite des Dachbodens des ansonsten völlig geräumten Hauses zwei alte Ansichtskarten-Alben (aus der Zeit um 1910) der Nanny Ketels. Diese war ihrem Bruder Johannes und ihrer Schwester Hanna liebevoll zugetan, weshalb sich die Geschwister sehr häufig Ansichtskarten schrieben; mit Zustimmung des letzten Eigentümers (Johannes Ketels) durfte der Finder die Alben in sein Eigentum übernehmen. Viele Ansichtskarten aus diesen Alben sind Gegenstand und Anlaß für die hier vorgestellte Sammlung mein-wilster.

Bildrechte: nicht bekannt

1935 Lageplan, Straßen, Gewässer

1935 Stadt Wilster - Lageplan, Straßen, Gewässer

1935 Lageplan, Straßen, Gewässer
Diese Orientierungskarte über den Kern Wilsters stammt aus Mitte der 1930er Jahre.
Interessant ist, daß es zu der Zeit noch zweistellige Telefonnummern gab.
Besonders auffällig an dem Plan ist jedoch die Vielzahl der dargestellten und dem Verfüllungswahn vergangener Jahrzehnte zum Opfer gefallenen Wasserläufe (Arme der Wilsterau sowie der Burggraben, Bäckerstraßenfleth). Die Straße „Op de Göten“ trägt noch den Namen „Marktstraße“.

Bildrechte: Verlag Herm. Kasper, Hamburg
Reg. mein-wilster: 0047 AK

1938 Neumarkt und Schmiedestraße

1938 Neumarkt mit der Einmündung der Schmiedestraße.
Das Gebäude rechts war das sogenannte Spritzenhaus (Standort der Feuerwehr; hier war auch eine Arrestzelle untergebracht).
Die am 31.97.1870 gegründete Freiwillige Feuerwehr Wilster ist die älteste im Kreis Steinburg.
Links in der Schmiedestraße im Anschnitt der prächtige reich gegliederte Backsteingiebel des im Jahre 1596 errichteten Hudemannschen Hauses (Wohnhaus des damaligen Bürgermeisters Hudemann), eines der ältesten Gebäude Wilsters.
In dem Gebäude mit den Galerie-Bäumen davor das Kolonial- und Haushaltswaren Geschäft von Nagel, danach Kruse.
Links daneben die Stellmacherei Karstens.
Im Vordergrund ist noch ein Geländer an der ehemaligen Ausmündung des Bäckerstraßen-Fleth erkennbar.

Bildrechte: Schöning & C., Lübeck
Die Datierung erfolgte nach einer identischen Karte, welche bereits 1938 gelaufen ist.

1942 Blick von der Schottbrücke die Wilsterau aufwärts

1942 Blick von der Schottbrücke die Wilsterau aufwärts.
Rechts hinten sieht man die Rückseiten der an der Deichstraße gelegenen Häuser.
Etwas links von dem Baum (eine Esche) in Bildmitte mündet der Stadtarm der Wilsterau (vom Rosengarten kommend) in den Hauptarm ein.
Das dreiecksförmige Landstück zwischen den beiden Armen der Wilsterau ist das Helgenland, auf dem früher mehrere Werftbetriebe ansässig waren.
An der Landspitze errichtete später (ca. 1950) Heinrich von Holdt sein Bootshaus, in dem er im Laufe der Zeit mehrere hölzerne Segeljachten baute.

Bildrechte: Photo und Verlag Hans Andres, Hamburg

1942 Neustadt, Neumarkt, Altersheim, Meierei, Neues Rathaus

1942 Mehrbildkarte
oben links: Am Neumarkt; die vor dem Kolonialwarengeschäft von Nagel, später Kruse, stehenden Galeriebäume wurden nach dem II. WK entfernt;
oben rechts: Neustadt. Das Gebäude mit dem auffälligen Treppengiebel wurde im Zuge der Stadtsanierung abgerissenen. Es war das zur ehemaligen Dampfbrauerei Gebr. Lübbe zugehörige Wohnhaus und das Geburtshaus des Heimatdichters Johann Meyer (das an ihn erinnernde Denkmal steht im Stadtpark).
Zeitweilig wurde hier von der Firma Bahlke & Weimershaus eine Auto-Fabrik betrieben, deren Betrieb jedoch bereits 1926 eingestellt wurde. Bis in die 1950er Jahre wurde im dem Haus eine Kaffeerösterei betrieben.
unten links: das Gebäude des Altersheim am Bischofer Deich wurde im Jahre 2003 einer anderen Nutzung zugeführt
unten rechts: das Betriebsgebäude der 1928 gegründeten Meierei-Genossenschaft Wilster;
mittig: Neues Rathaus

Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster

1955 Deichstraße, Neustadt, Op de Göten, Wilsterau

1955 Deichstraße, Neustadt, Op de Göten, Wilsterau

ca. 1955 Mehrbildkarte
links oben: obere Deichstraße mit (von rechts) Gaststätte Pruter/Brandt, Elektro-Gilde, Kolonialwaren Thams & Garfs, Installateur Barthen/Garms, Optiker Schade/Viergutz/Tiedemann, Gemüse Bünning/ Textil Looft, Kaisers Kaffee u. Drogerie Behmer (ein Gebäude), Textil Mangels/Andersen, Wohn-haus, Wilstermarsch-Haus)
links unten: Wilsterau in Landrecht mit dem Bauernhof von Bauer Stahl
mittig: Op de Göten
rechts oben: Wilsterau in Landrecht
rechts unten: Neustadt, Blick vom Neumarkt zum Schott; die Häuser rechts bis zu dem Radfahrer – hier mündet der Zugang zum Rosengarten ein – fielen der Stadtsanierung zum Opfer.

Bildrechte: Rudolf Hencke, Wilster

1960 Markt, Colosseum, Deichstraße, Rathausstraße, Neumarkt, Stadtpark mit Ehrenmal

1960 Markt, Colosseum, Deichstraße, Rathausstraße, Neumarkt, Stadtpark mit Ehrenmal

ca. 1960 Mehrbildkarte
Die Abbildungen zeigen:
oben links: Am Markt mit der Einmündung des Kohlmarkt;
oben mittig:Trichter am Colosseum;
oben rechts: Am Markt und Einmündung der Op de Göten;
Mitte links: Deichstraße (mit noch entgegengesetzter Einbahnstraßenregelung);
Mitte mittig: Kirche St. Bartholomäus;
Mitte rechts: Rathausstraße;
untenlinks: Bauernhof Stahl an der Straße nach Diekdorf;
unten mittig: Häuser der Schmiedestraße und am Neumarkt – dort ganz links im Anschnitt die Stellmacherei Karstens, welche in den 1950er Jahren auch hölzerne Karosserien für PKW fertigte;
unten rechts: Ehrenmal im Stadtpark.

Bildrechte: Karl Kuskop, Wilster

1960 Markt, Op de Göten, Wilsterau, Deichstraße, Neustadt

1960 Markt, Op de Göten, Wilsterau, Deichstraße, Neustadt in der Stadt Wilster

ca. 1960 Markt, Op de Göten, Wilsterau, Deichstraße, Neustadt
Der Fortschritt bei der Verkehrslenkung hat mit einem Zebrastreifen in Wilster Einzug gehalten.
Die Einbahnstraßen-Regelung für die Deichstraße geht noch Stadteinwärts;
neben dem Kaufhaus „Krischan Haack“ wird noch von Ernst Wittrock ein Fahrradhandel betrieben;
Ruge´s ehemaliges Gasthaus „Zur Börse“ ist mit dem Haus von Textil Reese im Untergeschoß wie siamesische Zwillinge verbunden worden;
die Häuser der linken Seite in der Neustadt sind noch nicht Opfer der Sanierung.

Bildrechte: Verlag Ferdinand Lagerbauer & Co., Hamburg
Reg. mein-wilster: 0033 AK

1960 Rathausstraße, Burgerstraße, Neumarkt, Markt, Deichstraße, Kohlmarkt

1960 Rathausstraße, Burgerstraße, Neumarkt, Markt, Deichstraße, Kohlmarkt

1960 Mehrbildkarte
oben links: Rathausstraße stadteinwärts gesehen; vor dem Rathaus steht noch das Gebäude der Gastwirtschaft "Dithmarscher Hof"
oben mittig: Die Wilsterau am Großen Brook mit dem Liegeplatz für die Ewer der Wilsteraner Schiffer.
oben rechts: Burger Straße stadtauswärts gesehen; links das Geschäftshaus der Schreibwarenhandlung Hencke /später Bedei), rechts die Bäckerei Gundelach
mitte links: Neumarkt mit Einmündung der Schmiedestraße, auf dem Platz der kleinen Grünfläche im Vordergrund stand bis in die 1950er Jahre ein Wohnhaus.
mitte mittig: Marktplatz mit der St. Bartholomäus Kirche
mitte rechts: Deichstraße stadtauswärts gesehen; im Vordergrund das Textil-Geschäft Mangels.
unten links: Einmündung der Straße Op de Göten in den Markt mit der noch völlig intakten westlichen Häuserzeile.
unten mittig: Stadtpark mit dem Ehrenmal von der Wende an der Deichstarße aus gesehen.
unten rechts: Kohlmarkt stadtauswärts gesehen; ganz am Ende der Straße ist der Gasthof "Zur Linde" erkennbar.

Bildrechte: Buchdruckerei Johann Schwarck Söhne

1960a Op de Göten, Bahnhof, Neumarkt, Neustadt, Wilsterau am Brook, Rathausstraße

ca. 1960 Mehrbildkarte
Op de Göten, Bahnhof Neumarkt Neustadt Brook.
Verschiedene als einzelne Motive auf Ansichtskarten bereits verwendete Abbildungen erscheinen vielfach als Miniaturen in immer wieder veränderten Arrangements auf Mehrbild-Karten. Hier sind zu entdecken:
links: Op de Göten mit dem Alten Rathaus und der Markt mit der St. Bartholomäus Kirche;
mitte oben: Das neue Empfangsgebäude an Wilsters zweiten Bahnhof kurz nach seiner Fertigstellung;
mitte mittig: die mittlere Rathausstraße Blickrichtung stadteinwärts;
mitte unten: Wilsterau Hafen am Brook, Wilsteraner Binnenschiffe und die Schweins-Brücke im Hintergrund;
rechts oben: Neumarkt mit der alten Feuerwache rechts im Anschnitt;
rechts mitte: Totale der Stadtmitte vom Bürgermeister Garten aus;
rechts unten: Neustadt von der Schott Brücke aus gesehen.

Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster

1960b Op de Göten, Bahnhof, Neumarkt, Neustadt, Wilsterau am Brook, Bürgermeister´s Garten

ca. 1970 Mehrbildkarte.
Es handelt sich um eine etwa 10 Jahre jüngere Auflage der zuerst ca. 1960 erschienen Karte; die Neuauflage hat entgegen der älteren Auflage mit gewellten Rändern glatte Kanten und auf der Anschriftenseite eine andere Kennung seitens des Verlages.
links: die Straße „Op de Göten“ mit dem „Altes Rathaus“.
Mitte oben: Das 1960 fertig gestellte Empfangsgebäude am Bahnhof.
Mitte mittig: Rathausstraße.
Mitte unten: Hafen am Brook mit Ewern der Wilsteraner Schiffer.
Rechts oben: Neumarkt mit der alten Feuerwache rechts im Anschnitt.
Rechts mittig: Totale auf die Innenstadt vom Bürgermeister Garten aus.
Rechts unten: Neustadt (hier fälschlich als Krumwehl bezeichnet; dieser beginnt erst jenseits der Schott-Brücke).

Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster

1962 Markt, Neustadt, Neumarkt, Stadtpark, Kasenort, Bahnhof

1962 Markt, Neustadt, Neumarkt, Stadtpark, Kasenort, Bahnhof

ca. 1963 Mehrbildkarte mit 9 Ansichten
oben links: An der Op de Göten besteht noch das Kolonialwaren-Geschäft von Johannes Gutsche;
oben mittig: die Säulen am Ehrenmal im Stadtpark waren in den 1950er Jahren errichtet worden;
oben rechts: die rechte Zeile der Häuser in der Neustadt ist noch nicht Opfer der Sanierung geworden.
links und rechts mittig: Bürgermeister Garten
mitte mittig: der Marktplatz mit der St. Bartholomäus Kirche von Nordosten; im Hintergrund rechts ist noch die schöne Fassade des Café Schöne (später Thörmer) zu sehen, die beklagenswerter Weise beim Neubau der Gebäude der Verbandssparkasse nicht erhalten wurde.
unten links : Am Neumarkt besteht noch die Stellmacherei von Karstens;
unten mittig: auf der Wilsterau verkehren noch Frachtschiffe der Binnenschiffer; hier passiert ein Ewer die Schleuse am Kasenort
unten rechts: das Bahnhofgebäude ist 1960 für den zuvor abgebrochenen Vorgängerbau errichtet worden.

Bildrechte: Verlag Ferd. Lagerbauer & Co. Hamburg

1964 Schmiedestraße, Einmündung in den Neumarkt

1964 Schmiedestraße, Einmündung in den Neumarkt in der Stadt Wilster

1964 Schmiedestraße und deren Einmündung in den Neumarkt.
Das Gebäude rechts war das sogenannte Spritzenhaus (Standort der Feuerwehr; hier war auch eine Arrestzelle untergebracht). Die am 31.07.1870 gegründete Freiwillige Feuerwehr Wilster ist die älteste im Kreis Steinburg.
Zur Zeit der Aufnahme betrieb nachweislich des Schildes über der Tür der Schneidermeister Hermann Bürger hier seinen Betrieb.
Das dritte Haus von links in der Schmiedestraße mit dem prächtigen reich gegliederte Backsteingiebel ist das im Jahre 1596 errichtete Hudemann´sche Haus (Wohnhaus des damaligen Bürgermeisters Hudemann); es ist eines der ältesten Gebäude in Wilster. Zur Zeit der Aufnahme wurde das Haus von dem praktischen Arzt Dr. med. Joachim Constabel bewohnt, der hier auch seine Praxis betrieb. Dr. Constabel war ein sehr angenehmer und engagierter Arzt, an welchen der Begründer dieser Heimat-Seite viele gute Erinnerungen hat.
In dem Gebäude vorne links das Kolonial- und Haushaltswaren Geschäft von Kaufmann Hans Kruse.

(Original zur Fertigung von Ansichtskarten) Bildrechte: Cramers Kunstanstalt KG, Dortmund

1970 Blick vom Schott in die Straße Neustadt

1970 Blick vom Schott in die Straße Neustadt

ca. 1970 Blick vom Schott in die Straße Neustadt.
Ganz hinten ist das bereits am Neumarkt stehende Geschäftshaus der damaligen Schlachterei von Friedrich Herzog zu erkennen.
Das große Gebäude im Vordergrund mit der reichhaltigen Fassade ist das ehemalige Wohnhaus zur Dampfbrauerei der Gebrüder Lübbe. Das heute nicht mehr vorhandene Gebäude war das Geburtshaus des Dichters Johann (Hinrich Otto) Meyer, ein Heimat-Dichter niederdeutscher Mundart; er wurde am 05.01.1829 in Wilster geboren.
Johann Meyer ging in Schafstedt / Dithmarschen bis 1839 zur Schule, danach in der Dorfschule Jörl / Schleswig, besuchte danach Privatschulen in Lunden und Schleswig; er wurde Müller, Zimmermann, Krankenwärter, studierte Theologie, wurde in Itzehoe Redakteur.
Meyer schrieb zahlreiche Gedichte und Bühnenstücke; er zählte zu seiner Zeit zu den bekanntesten Autoren in Norddeutschland.
Die Stadt Wilster ehrte Johann Meyer mit dem im Stadtpark errichteten und an seinem 80 Geburtstag (1909) eingeweihten Denkmal und mit der Benennung der Johann-Meyer-Straße.

In dem folgenden Haus hatte Bäckermeister Heinz-Theodor Maaß sein Geschäft.
Dahinter das Gebäude, in welchem lange Zeit das Kolonialwaren Geschäft von H. Jepsen betrieben wurde.
In dem folgenden Gebäude mit dem Flachdach betrieb Johannes Rahna sein Spielwaren und Angel-Bedarf Geschäft. Der auch „Pudje“ Rahna genannte Inhaber war auch sehr aktiv im Angelsportverein „Petri Heil“ und brachte Jugendlichen die Regeln der Freizeit-Fischerei bei.

Bildrechte: Rudolf Horstmann, Wilster.

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