Alte Postkarten aus Wilster

Aktuelle Kategorie: Nord- Ostsee Kanal

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1887 bis 1895 - Arbeiter beim Bau des Kaiser-Wilhelm-Kanal

1887 bis 1895 - Arbeiter beim Bau des Kaiser-Wilhelm-Kanal
1887 bis 1895 - Arbeiter beim Bau des Kaiser-Wilhelm-Kanal
1887 bis 1895 - Arbeiter beim Bau des Kaiser-Wilhelm-Kanal
1887 bis 1895 - Arbeiter beim Bau des Kaiser-Wilhelm-Kanal

1887 bis 1895 - Arbeiter beim Bau des Kaiser-Wilhelm-Kanal
Der am 21.06.1895 nach achtjähriger Bauzeit eingeweihte Kaiser-Wilhelm-Kanal - nach 1948 Nord-Ostsee-Kanal (NOK) oder Kiel-Canal genannt - machte den Einsatz sehr vieler Arbeiter erforderlich, welche aus vielen Regionen Deutschlands kamen.
Bis zu 10.000 Arbeiter wurden beschäftigt, um den 98,6 km langen, 8,5m tiefen und 60 m breiten (Wasserlinie) zu erbauen.
Insgesamt wurden etwa 80.000.000 cbm Bodenmassen bewegt, wobei allerdings auch mehrere Dutzend Bagger sowie Feldbahnen zum Einsatz kamen.
Bereits nach wenigen Jahren wurde eine Ertüchtigung des Kanals erforderlich, die von 1907 - 1914 vorgenommen wurde; es erfolgte ein Ausbau auf 102 m Breite und 11 m Tiefe.

Bildrechte: nicht bekannt (vermutlich damalige kaiserliche Kanalverwaltung)

1887 bis 1895 - Bagger beim Bau des Kaiser-Wilhelm-Kanal - Kanalbauamt Burg

1887 bis 1895 - Bagger beim Bau des Kaiser-Wilhelm-Kanal
1887 bis 1895 - Bagger beim Bau des Kaiser-Wilhelm-Kanal
1887 bis 1895 - Kanalbauamt in Burg/Dithmarschen für den Bau des Kaiser-Wilhelm-Kanals im Bereich der Wilstermarsch

1887 bis 1895 - Bagger beim Bau des Kaiser-Wilhelm-Kanal - Kanalbauamt Burg
Der am 21.06.1895 nach achtjähriger Bauzeit eingeweihte Kaiser-Wilhelm-Kanal - nach 1948 Nord-Ostsee-Kanal (NOK) oder Kiel-Canal genannt - machte den Einsatz sehr vieler Arbeiter erforderlich, welche aus vielen Regionen Deutschlands kamen.
Bis zu 10.000 Arbeiter wurden beschäftigt, um den 98,6 km langen, 8,5m tiefen und 60 m breiten (Wasserlinie) zu erbauen.
Insgesamt wurden etwa 80.000.000 cbm Bodenmassen bewegt, wobei allerdings auch mehrere Dutzend Bagger sowie Feldbahnen zum Einsatz kamen.
Bereits nach wenigen Jahren wurde eine Ertüchtigung des Kanals erforderlich, die von 1907 - 1914 vorgenommen wurde; es erfolgte ein Ausbau auf 102 m Breite und 11 m Tiefe.
Die Bilder 1 und 2 zeigen Baggerarbeiten zur Herstellung des Kanalbettes.
Das zuständige Kanalbauamt für die Baumaßnahmen zur Erstellung des Kanals im Bereich der Wilstermarsch war in einem Gebäude an der Gartenstraße in Burg/Dithmarschen untergebracht (sh. Bild 3)

Bildrechte:
Bilder 1- 2: nicht bekannt (vermutlich damalige kaiserliche Kanalverwaltung)
Bild 3: nicht bekannt

1893 Bau der Drehbrücke der Marschbahn bei Taterpfahl über den Nord- Ostsee Kanal

1893 Bau der Drehbrücke der Marschbahn bei Taterpfahl über den Nord- Ostsee Kanal
1893 Bau der Drehbrücke der Marschbahn bei Taterpfahl über den Nord- Ostsee Kanal

1895 Bau der Drehbrücke der Marschbahn bei Taterpfahl über den Nord- Ostsee Kanal.
Der Bau und insbesondere die Gründung der Brücke stellten angesichts der ungünstigen Bodenverhältnisse die Bau-Ingenieure vor große Herausforderungen. In einer zu dem Foto gefertigten zeitgenössischen Beschreibung der Bauarbeiten heißt es dazu:
"Drehbrücke bei Taterpfahl. October 1893.
Die den Kanal bei Taterpfahl, km 5,8 , kreuzende Marschbahn besitzt nur ein Gleis, für das eine rechtwinklig zur Kanalaxe stehende Drehbrücke auszuführen war. Der Drehpfeiler von 9,0 m Durchmesser und der eiförmige Auflagerpfeiler für das freie Ende des langen Armes lassen eine lichte Weite von 50 m zwischen sich. An der Baustelle fand sich Moorboden, der zum Theil schon ausgehoben war, darunter Marschboden, der in größerer Tiefe in Sand mit starkem Wasserdruck überging. Die beiden Pfeiler wurden von der Maschinenbau-Aktien-Gesellschaft Nürnberg mittels Luftdruck* bis 3,0 m unter die Kanalsohle gegründet, die beiden Widerlager und die sonstigen kleineren Pfeiler auf Pfahlrost gestellt. Die Senklasten bestanden nur aus einem niedrigen eisernen Schling und einer kegelförmigen oberen Abdeckung."

Der am 21.06.1895 nach achtjähriger Bauzeit (von 1887 bis 1895) eingeweihte Kaiser-Wilhelm-Kanal, nach 1948 Nord-Ostsee-Kanal (NOK) oder Kiel-Canal genannt, durchschnitt viele bestehende ältere Verkehrsverbindungen.
So wurde bei Taterpfahl die am 01.11.1878 eröffnete ursprüngliche Strecke der Marschbahn zwischen Wilster und Heide (Strecke Altona - Riepen / Ribe in Nord-Schleswig) durch den Kanal gequert. Zur Aufrechterhaltung der Bahnstrecke wurde hier eine Drehbrücke errichtet, denn die geologischen Verhältnisse und die damaligen technischen Möglichkeiten ließen seinerzeit den Bau einer Hochbrücke nicht zu.
Bei der Verbreiterung des Kanal in den Jahren von 1907 bis 1914 konnte die Drehbrücke nicht an die Verbreiterung angepaßt werden, weshalb die Linienführung der Marschbahn über eine neu zu bauende und 1920 fertiggestellte Hochbrücke bei Hochdonn verlegt wurde.

Bildrechte: Constabel und Knackstedt, Hademarschen,
welche die Arbeiten zum Bau des Kanals seinerzeit fotografisch dokumentierten.
*) Anmerkung: Die Luftdruckgründung ist ein Verfahren, bei welchem Preßluft in einen im Wasser stehenden, unten offenen, sonst allseitig geschlossenen Kasten gepumpt wird, um denselben trocken zu legen, und in den Arbeiter durch Luftschleusen eintreten, um dort Gründungsarbeiten vorzunehmen.

1895 Drehbrücke der Marschbahn bei Taterpfahl über den Nord- Ostsee Kanal

1895 Drehbrücke der Marschbahn bei Taterpfahl über den Nord- Ostsee Kanal
1895 Drehbrücke der Marschbahn bei Taterpfahl über den Nord- Ostsee Kanal

1895 Drehbrücke der Marschbahn bei Taterpfahl über den Nord- Ostsee Kanal
Der am 21.06.1895 nach achtjähriger Bauzeit (von 1887 bis 1895) eingeweihte Kaiser-Wilhelm-Kanal, nach 1948 Nord-Ostsee-Kanal (NOK) oder Kiel-Canal genannt, durchschnitt viele bestehende ältere Verkehrsverbindungen.
So wurde bei Taterpfahl die am 01.11.1878 eröffnete ursprüngliche Strecke der Marschbahn zwischen Wilster und Heide (Strecke Altona - Riepen / Ribe in Nord-Schleswig) durch den Kanal gequert. Zur Aufrechterhaltung der Bahnstrecke wurde hier eine Drehbrücke errichtet, denn die geologischen Verhältnisse und die damaligen technischen Möglichkeiten ließen seinerzeit den Bau einer Hochbrücke nicht zu.
Bei der Verbreiterung des Kanal in den Jahren von 1907 bis 1914 konnte die Drehbrücke nicht an die Verbreiterung angepaßt werden, weshalb die Linienführung der Marschbahn über eine neu zu bauende und 1920 fertiggestellte Hochbrücke bei Hochdonn verlegt wurde.
Mehr zur Drehbrücke Taterpfahl und anderen Drehbrücken über den Kanal findet sich in der unten aufrufbaren Datei.

Bildrechte: Constabel und Knackstedt, Hademarschen
Anmerkung: Bei der Abbildung handelt es sich um einen Stahlstich, der nach einem Foto der genannten Photographen gefertigt wurde. Diese haben die Arbeiten zum Bau des Kanals seinerzeit fotografisch dokumentiert.

Hier finden Sie noch weitere Informationen (als Datei)

1896 Eisenbahn-Drehbrücke Taterpfahl über den Kaiser Wilhelm Kanal

1896 Eisenbahn-Drehbrücke Taterpfahl über den Kaiser Wilhelm Kanal
1896 Maschinenhaus der Eisenbahn-Drehbrücke Taterpfahl über den Kaiser Wilhelm Kanal
1896 Drehkranz der Eisenbahn-Drehbrücke Taterpfahl über den Kaiser Wilhelm Kanal
ehemaliger Standort der Eisenbahn Drehbrücke Taterpfahl

1896 Eisenbahn-Drehbrücke Taterpfahl im Verlauf der Marschbahn
Bei Kudensee verlief die am 01.11.1878 eröffnete ursprüngliche Teilstrecke der Marschbahn zwischen Wilster und St. Michaelisdonn (Strecke von Altona nach Riepen / Ribe in Nord-Schleswig). Der Verkehrsweg wurde durch den 1887 bis 1895 gebauten Nord- Ostsee Kanal zerschnitten, weshalb die Eisenbahn den Kanal mittels einer Drehbrücke bei Taterpfahl querte.
Die in den Jahren 1893 bis 1895 gebaute Brücke wurde bereits 1920 wieder demontiert; die Bahnstrecken wurden verändert.
Noch heute ist auf Luftbildern (Bild 4) der ehemalige Verlauf der Eisenbahnstrecke, sowohl in der ursprünglichen als auch in der geänderten Trassenführung bei Taterpfahl deutlich erkennbar. Auf der Karte sind die Strecken eingezeichnet. Links zweigt die am 01.07.1920 Strecke nach Brunsbüttel Nord ab, rechts die am 01.05.1893 eröffnete Strecke nach Brunsbüttelkoog.
Bild 1 zeigt die geschlossene Brücke; auf der gegenüber liegenden (südlichen) Seite des Kanals steht das Maschinenhaus für den Brückenantrieb
Bild 2 zeigt das Stellwerk und das Maschinenhaus
Bild 3 zeigt den Laufkranz für das bewegliche Brückenteil.
Bildrechte: Bilder 1 bis 3 nicht bekannt
Bild 4 Bildgrundlage google maps

Weitere Informationen zur Eisenbahn-Drehbrücke Taterpfahl sind in der unten aufrufbaren Datei enthalten.

Hier finden Sie noch weitere Informationen (als Datei)

1900 Kaiser-Wilhelm-Kanal - Burger Fähre, Fährhaus

1900 Kaiser-Wilhelm-Kanal - Burger Fähre
1905 Kaiser-Wilhelm-Kanal - Burger Fähre
1900 Kaiser-Wilhelm-Kanal - Burger Fähre und Fährhaus auf der Nordseite
1900 Kaiser-Wilhelm-Kanal - Fährhaus Burg

1900 Kaiser-Wilhelm-Kanal - Burger Fähre, Fährhaus
Der am 21.06.1895 nach achtjähriger Bauzeit (von 1887 bis 1895) eingeweihte Kaiser-Wilhelm-Kanal, nach 1948 Nord-Ostsee-Kanal (NOK) oder Kiel-Canal genannt, durchschnitt viele bestehende ältere Verkehrsverbindungen. Zur Aufrechterhaltung bzw. Wiederherstellung dieser Verbindungen wurden mehrere für die Benutzer unentgeltliche Fähren eingerichtet. Eine dieser Fährstellen ist bis heute die Burger Fähre.
Wenn auch mit dem auf den Straßen wachsenden Verkehrsaufkommen die Fährprähme größer und auch die Anlegestellen entsprechend umgebaut wurden, blieben bis in die 1960er Jahre die Fähren Kettenfähren; erst danach kamen frei fahrende Fähren zum Einsatz.
Ursprünglich waren an den Fährstellen lediglich bis unter den Wasserspiegel des Kanals reichende gepflasterte Rampen vorhanden (vgl. Bilder 1 u. 2); erst später wurden Anlegebrücken gebaut.
Auf beiden Seiten des Kanals bestanden Fährhäuser als Gasthäuser, so auf der Nordseite der Gasthof von Anneus Schulte (Bild 4).

Bildrechte: nicht bekannt

1905 Schifffahrt auf Wilsterau, Holstenau und Burger Au, Schleuse Wilsterau am Kaiser Wilhelm Kanal

ca. 1905 Schleuse der Wilsterau zum Kaiser-Wilhelm-Kanal (NOK)
ca. 1905 Schleuse der Wilsterau zum Kaiser-Wilhelm-Kanal (NOK)

1905 Schifffahrt auf Wilsterau, Holstenau und Burger Au, Schleuse zur Wilsterau am Kaiser Wilhelm Kanal
Bis in die 1930er Jahre bestand für die auf der Wilsterau verkehrenden Schiffer die Möglichkeit, von der Wilsterau direkt in den Kaiser-Wilhelm-Kanal (heute: Nord-Ostsee Kanal bzw. Kiel Kanal bzw. NOK) und weiter auch in die Burger Au zu gelangen.
Der Burger Hafen (der Name der Hafenstraße erinnert noch daran) hatte in früheren Zeiten eine erhebliche Bedeutung für das südliche Dithmarschen. Heute aber kann bei Betrachtung der schmalen Gewässer kaum noch nachvollzogen werden, daß der Burger Hafen vor der Eröffnung des Kanals (NOK) der am häufigsten angelaufene Hafen in Dithmarschen war.
Im Zuge der in den Jahren 1869/1870 vorgenommenen Begradigung der Burger Au war durch den Bau der Schleuse Bebek bereits der Zufluß zur Wilsterau unterbrochen worden. Diese die gewöhnliche Fließrichtung der Burger Au umkehrende Maßnahme erfolgte auch, um die tief gelegene Wilstermarsch vor unkontrollierten Zuflüssen zu schützen. Die Burger Au entwässerte seither über den Kudensee und den 1765 bis 1768 gebauten Bütteler Kanal zur Elbe, wobei allerdings in bestimmten Situationen immer noch eine Entlastung zur Wilsterau hin vorgenommen wurde.
Beim Bau des Kaiser-Wilhelm-Kanals wurde entsprechend der damaligen Bedeutung der Schifffahrt auf Wilsterau, Holstenau und Burger Au mit dem Bau von Schleusen die Passage zwischen dem Kanal und den genannten Fließgewässern ermöglicht.
Die etwa 4,00 m tiefen Kammern dieser Schleusen waren jeweils ca. 20 m lang und 5,00 m breit. Die Grundsteinlegung der Schleusen erfolgte 1891, ihre Inbetriebnahme 1895.
Die Schleuse zur Holstenau/Wilsterau fiel der in den Jahren 1907 bis 1914 durchgeführten Kanalverbreiterung zum Opfer; ein nördlich des alten Standortes errichtetes Ersatzbauwerk übernahm ihre Funktion.
Im Gegensatz dazu wurde der Betrieb der Schleuse zur Burger Au erst 1933 eingestellt; die Schleuse lag am Kattenstieg, der danach noch einige Jahrzehnte bis 1971 als Liegehafen diente.

Bildrechte Bild 1 und 2: Wasser u. Schiffahrtsamt Brunsbüttel

1905 Schifffahrt auf Wilsterau, Holstenau und Burger Au; Schleuse am Kaiser Wilhelm Kanal

1910 Kattenstieg Schleuse der Burger Au zum Kaiser Wilhelm Kanal NOK
1910 Kattenstiegt Schleuse der Burger Au zum Kaiser Wilhelm Kanal NOK
1905 Winterlager der Schiffer am Kattenstieg bei der Schleuse von der Burger Au zum Kaiser-Wilhelm-Kanal NOK

Schleusen von Holstenau/Wilsterau und Burger Au am Kaiser-Wilhelm Kanal (NOK); Liegeplatz am Kattenstieg.
Bis in die 1930er Jahre bestand für die auf der Wilsterau verkehrenden Schiffer die Möglichkeit, von der Wilsterau direkt in den Kaiser-Wilhelm-Kanal (heute: Nord-Ostsee Kanal bzw. Kiel Kanal bzw. NOK) und weiter auch in die Burger Au zu gelangen.
Der Burger Hafen - gelegen am Rand der Wilstermarsch, deren Begrenzung dort durch die Dithmarscher Geest gebildet wird - hatte in früheren Zeiten eine erhebliche Bedeutung für das südliche Dithmarschen. Heute aber kann bei Betrachtung der schmalen Gewässer kaum noch nachvollzogen werden, daß der Burger Hafen vor der Eröffnung des Kanals (NOK) der am häufigsten angelaufene Hafen in Dithmarschen war.
Der Hafen wurde vornehmlich über die Wilsterau erreicht; die Wilsterau führt von alters her ihren Namen erst ab dem Zusammenfluß ihres Quellgewässers Holstenau mit der Burger Au.
Eine weitere Verbindung von Burg zur Elbe war früher mit der Passage von der Burger Au über den Kudensee und den um 1765 gegrabenen Burg-Kudenseer Kanal nach Büttel und die dortige Deichschleuse gegeben.
Der damaligen Bedeutung der Schifffahrt auf Wilsterau, Holstenau und Burger Au entsprechend, wurden beim Bau des NOK sowohl zur Burger Au als auch zur Holstenau/Wilsterau Schleusen angelegt. Die etwa 4,00 m tiefen Kammern dieser Schleusen waren jeweils ca. 20 m lang und 5,00 m breit. Die Grundsteinlegung der Schleusen erfolgte 1891, ihre Inbetriebnahme 1895.
Die Schleuse zur Burger Au lag am Kattenstieg, wo auch das Haus des Schleusenwärters lag, welcher die auf der anderen Seite des NOK befindliche Schleuse zur Holstenau/Wilsterauau mit bediente. Der Liegeplatz am Kattenstieg wurde wegen des moorigen Untergrundes seiner Ufer nie als Lösch- und Ladeplatz genutzt.
Mit dem 01. April 1933 wurde der Betrieb der Schleuse zur Burger Au eingestellt; die Schleuse zur Holstenau/Wilsterau war bereits zuvor wegen der bedeutugslos gewordenen Schifffahrt auf diesem Teil der Gewässer neingestellt worden.

Bild 1 zeigt um das Jahr 1910 mit weit geöffneten Toren das Unterhaupt der Schleuse zur Burger Au und dem 2 km entfernten Burger Auhafen. Zwei wohl auf den damals noch vorhandenen Burger Werften gebaute Ewer sind in der Au vertäut.
Im Hintergrund sind der Klev der Geest bei Burg und der Ort erkennbar.
Bild 2 zeigt die halb geöffneten Schleusentore des Schleusenunterhauptes vom Kattenstieg aus in die Kammer gesehen und rechts das Schleusenwärterhaus.
Die ergänzend vorgestellte Ansichtskarte (Bild 3) zeigt Winterlieger im Kattenstieg um das Jahr 1905. Aus der Vielzahl der Schiffe wird deutlich, daß das auf der Geest liegende Burg ein Schifferort war.

Bildrechte Bild 1 und 2: Wasser u. Schiffahrtsamt Brunsbüttel
Die Bilder wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Herrn Rudolf Böckmann, Burg in Dithmarschen
Bild 3: Verlag H. Sötje, Burg in Dithmarschen
Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Hans-Peter Lausen, Burg in Dithmarsch

1907 -1914 Verbreiterung des Nord- Ostsee Kanal

1907 - 1914 wurde der Nord- Ostsee Kanal - der damalige Kaiser Wilhelm Kanal - auch im Bereich der Wilstermarsch verbreitert.
Die Aufnahmen zeigen Arbeiten beim Stadtmoor bzw. Vaalermoor.
Bild 1: vermutlich Arbeiten an den Schleusen der Wilsterau/Holstenau
Bild 2: Schöpfwerk an der Wilsterau/Moorkanal
Bild 3: bei den Bauarbeiten leckgeschlagene Arbeitsschute
Bild 4: fertig gestelltes Deckwerk an der neuen Kanalböschung; eine Bodenrippe trennt den Verbreiterungsbereich noch vom Kanalbett

Bildrechte: nicht bekannt
Die Fotos wurden freundlicherweise zur verfügung gestellt von Rudolf Böckmann, Burg

1907 -1914 Verbreiterung des Nord- Ostsee Kanal b

1907 - 1914 Arbeitsschiff mit Taucher bei Arbeiten zur Verbreiterung des Kaiser-Wilhelm-Kanals
1907 - 1914 Ramme und Besatzung bei Arbeiten zur Verbreiterung des Kaiser-Wilhelm-Kanals
1907 - 1914 Besatzung einer Ramme bei Arbeiten zur Verbreiterung des Kaiser-Wilhelm-Kanals
1920 Arbeiter beim Bau der Hochbrücke Hochdonn

1907 - 1914 wurde der Nord- Ostsee Kanal - der damalige Kaiser Wilhelm Kanal - auch im Bereich der Wilstermarsch verbreitert.
Die Aufnahmen zeigen Arbeiter, Monteure und Taucher bei den unterschiedlichen Arbeiten.
Bild 1: Arbeitsschiff mit Taucher
Bild 2: Ramme und Besatzung
Bild 3: Besatzung einer Ramme
Bild 4: 1920 Arbeiter beim Bau der Hochbrücke Hochdonn

Bildrechte: nicht bekannt (vermutlich damalige kaiserliche Kanalverwaltung)

1907 -1914 Verbreiterung des Nord- Ostsee Kanal c

1907 -1914 Verbreiterung des Nord- Ostsee Kanal bei Burg in Dithmarschen
1907 -1914 Verbreiterung des Nord- Ostsee Kanal bei Brunsbüttel
1907 -1914 Verbreiterung des Nord- Ostsee Kanal bei Brunsbüttel
1907 -1914 Verbreiterung des Nord- Ostsee Kanal bei Brunsbüttel

1907 - 1914 wurde die Leistungsfähigkeit des Nord- Ostsee Kanal - des damalige Kaiser Wilhelm Kanal - auch im Bereich der Wilstermarsch durch eine Ausbaumaßnahme ganz erheblich verbessert. Der Kanal mit einer ursprünglichen Breite von 67,00 m und einer Wassertiefe von 9,00 m erhielt dabei eine Breite von 102,00 m und eine Tiefe von 11,00 m.
Im Rahmen der Maßnahme wurde die damals 1,8 km von der Fähre Burg bei Kanal-Km 13 befindliche Burger Weiche beseitigt.
Das Foto zeigt Aufspülarbeiten mit dem gewonnenen Baggergut.
Im Hintergrund ist das danach beseitigte Weichenwärterhaus erkennbar.
Die ergänzend vorgestellten Abbildungen von alten Ansichtskarten zeigen Bagger- und Spülarbeiten im Bereich des damaligen Brunsbüttelkoog (heute Stadt Brunsbüttel).

Bildrechte:
Bild 1: nicht bekannt (vermutlich damalige kaiserliche Kanalverwaltung)
Bilder 2 - 4: nicht bekannt

1910 Eisenbahndrehbrücke Taterpfahl im Zuge der Marschbahn

1910 Eisenbahndrehbrücke Taterpfahl im Zuge der Marschbahn
1910 Eisenbahndrehbrücke Taterpfahl im Zuge der Marschbahn

1910 Eisenbahndrehbrücke Taterpfahl mit Maschinenhaus und Stellwerk.
Der am 21.06.1895 nach achtjähriger Bauzeit (von 1887 bis 1895) eingeweihte Kaiser-Wilhelm-Kanal, nach 1948 Nord-Ostsee-Kanal (NOK) oder Kiel-Canal genannt, zerschnitt die seine Trasse querenden Verkehrswege. Die Durchgängigkeit der wichtigsten Verbindungen wird seither durch Fähren und Brücken gewährleistet.
Bei Taterpfahl wurde die am 01.11.1878 eröffnete ursprüngliche Strecke der Marschbahn zwischen Wilster und Heide (Strecke Altona - Riepen / Ribe in Nord-Schleswig) durch den Kanal gequert. Zur Aufrechterhaltung der Bahnstrecke wurde hier eine Drehbrücke errichtet, denn die geologischen Verhältnisse und die technischen Möglichkeiten ließen seinerzeit den Bau einer Hochbrücke nicht zu.
Die Baumaßnahmen für die Drehbrücke wurden im Juli 1893 aufgenommen; die Brücke wurde als Fachwerkkonstruktion mit asymmetrischem Drehpunkt ausgeführt. Die Stahl-Konstruktion der Drehbrücke ermöglichte im Kanal eine Durchfahrtsbreite von ca. 54 m. Nach Fertigstellung des Bauwerkes erfolgte am 04. Februar 1895 die Inbetriebnahme der Brücke.
Auf der Südseite des Kanals war zum Betrieb der Drehbrücke ein Maschinenhaus, das Stellwerk und das Wohnhaus für den Brückenwärter errichtet worden.
Der Kanal war nach seiner Fertigstellung 67 m breit und 9 m tief. Bereits nach kurzer zeit ergab sich das Erfordernis, den Kanal leistungsfähiger auszubauen. In den Jahren von 1907 bis 1914 wurde er auf 102 m Breite und 11 m Tiefe ausgebaut.
Bereits bei der Verbreiterung des Nord- Ostsee Kanal (Kaiser Wilhelm Kanal) in den Jahren von 1907 bis 1914 ergab sich, daß die Drehbrücke nicht an die veränderten Verhältnisse angepaßt werden konnte. Die Errichtung einer Hochbrücke konnte wegen der ungünstigen Untergrundverhältnisse nicht in Betracht genommen werden. Es wurde deshalb die Linienführung der Marschbahn zwischen Wilster und St. Michaelisdonn verlegt und über eine neu zu bauende und 1920 fertiggestellte Hochbrücke bei Hochdonn geführt. Die Strecke von Wilster bis Flethsee mit der Zweigstrecke nach Brunsbüttelkoog war danach nur noch eine Stichbahn.
Im Mai 1922 wurde mit der Demontage der Drehbrücke Taterpfahl begonnen. Ein Teil der Brückenkonstruktion allerdings wurde wieder verwendet; sie ist Bestandteil der Klappbrücke bei Lindaunis, wo die Eisenbahnstrecke Flensburg-Kiel die Schlei quert.

Bildrechte: Wilhelm Döring, Brunsbüttelhafen

1910 Elevatoren / Eimerkettenbagger auf dem Kaiser-Wilhelm-Kanal

1910 Elevator bzw. Eimerkettenbagger auf dem Kaiser-Wilhelm-Kanal
1910 Elevatoren bzw. Eimerkettenbagger bei der Verbreiterung des Kaiser-Wilhelm-Kanal
1910 Elevatoren bzw. Eimerkettenbagger bei der Verbreiterung des Kaiser-Wilhelm-Kanal
1910 Elevatoren bzw. Eimerkettenbagger bei der Verbreiterung des Kaiser-Wilhelm-Kanal

1910 Elevatoren bzw. Eimerkettenbagger auf dem Kaiser-Wilhelm-Kanal.
In den Jahren 1907 bis 1914 wurde der gut 98 km lange Kaiser-Wilhelm-Kanal (heutiger Nord- Ostsee- Kanal) erheblich verbreitert und vertieft.
Die zuvor 67 m breite und 9 m tiefe Wasserstraße erhielt eine Breite von 102 m und eine Tiefe von 11,00 m.
Die Karte zeigt Eimerkettenbagger (auch Elevator genannt) bei der Vertiefung der Kanalsohle und der Herstellung der Kanalböschungen.
Wie vorsintflutliche Monster fraßen sich der Bagger in das Erdreich. Dabei wurde eine enorme Geräuschkulisse erzeugt; es war nicht nur über die angrenzende Marsch hinweg ein andauerndes Poltern und dumpfes Grollen zu vernehmen, das durchdringende Quietschen und langgezogene Kreischen der Geräte war viele Kilometer weit vernehmbar.

Bildrechte: nicht bekannt

1912 Burger Fähre über den Kaiser Wilhelm Kanal

1912 Burger Fähre über den Kaiser Wilhelm Kanal
ca. 1920 Burger Fähre über den Kaiser Wilhelm Kanal
ca. 1950 Burger Fähre über den Kaiser Wilhelm Kanal
ca. 1960 Burger Fähre über den Kaiser Wilhelm Kanal

1912 Burger Fähre über den Kaiser Wilhelm Kanal
Der am 21.06.1895 nach achtjähriger Bauzeit eingeweihte Kaiser-Wilhelm-Kanal, nach 1948 Nord-Ostsee-Kanal (NOK) oder Kiel-Canal genannt, bildet seither für den Bereich der Wilstermarsch eine optisch wahrnehmbare Grenze zu Dithmarschen, wenn auch der Landschaftsraum Wilstermarsch bis an den Klev bei Burg reicht und die politische Grenze von ihm abweicht und teilweise sogar über den Kanal hinweg pendelt.
Die durch den Bau des Kanals durchschnittenen Verbindungen der Verkehrswege werden durch Brücken und Fähren aufrecht erhalten. Weil bestehende Verbindungen zerschnitten wurden, wird von den Nutzern der Kanal-Fähren kein Fährgeld erhoben; bei der Nutzung von Fluß-Fähren ist das bekanntlich anders.
Viele nicht aus der Region kommende Verkehrsteilnehmer sind daher immer wieder überrascht, daß sie für die Passage mit der Fähre kein Entgelt zu zahlen haben.
Von den gegenwärtig insgesamt 14 Fährstellen am NOK liegen allein fünf im weitgehenden Bereich der Wilstermarsch.
In Brunsbüttel pendeln zwei jeweils 100 t tragende Fähren über den Kanal.
Eine Tragfähigkeit von jeweils 38 T haben die anderen Fähren, nämlich diejenigen in
Ostermoor
Kudensee
Burg
Hochdonn
Die Abbildungen zeigen die damalige Kettenfähre Burg zu verschiedenen Zeitpunkten (1912, ca.1920, ca. 1950, ca. 1960).

Bildrechte: nicht bekannt

1914 - 1920 Verlegung der Marschbahn - Bau der Hochbrücke Hochdonn a

1914 - 1920 Lagerplatz der maßgeblich beim Bau der Hochbrücke Hochdonn beteiligten Stahlbaufirma Louis Eilers
1914 - 1920 Bau der Hochbrücke Hochdonn - Gerüst zur Errichtung der Pfeiler für die Kragträger
1914 - 1920 Bau der Hochbrücke Hochdonn - Errichtung der Kragträger
1914 - 1920 Bau der Hochbrücke Hochdonn - Kragträger

1914 - 1920 Verlegung der Marschbahn - Bau der Hochbrücke Hochdonn
Bei der Verbreiterung des Nord- Ostsee Kanal (Kaiser Wilhelm Kanal) in den Jahren von 1907 bis 1914 stellte sich heraus, daß die im Zuge der Marschbahn den Kanal bei Taterpfahl überquerende Drehbrücke nicht an die Verbreiterung angepaßt werden konnte. Der Bau einer Hochbrücke war in diesem Bereich infolge des nicht hinreichend tragfähigen Bodens von vornherein ausgeschlossen. Es wurde daher die Verlegung der Linienführung der Marschbahn über die Hochbrücke bei Hochdonn geplant. Auf diese Weise erhielt auch Burg in Dithmarschen einen Bahnanschluß.
Bild 1 zeigt den bei der Fähre Hochdonnangelegten Lagerplatz der maßgeblich beim Bau der Hochbrücke beteiligten Stahlbaufirma Louis Eilers.
Bild 2 Gerüst zur Errichtung der Pfeiler für die Kragträger
Bild 3 Montage der unmittelbar am Kanal stehenden Kragträger
Bild 4 Kragträger in der Frontansicht. Arbeiter-Baracken auf der Südseite des Kanals.

Bildrechte: nicht bekannt (vermutlich damalige kaiserliche Kanalverwaltung)

1914 - 1920 Verlegung der Marschbahn - Bau der Hochbrücke Hochdonn b

Portalkran; Bau der Kragträger und Einhängen der Blechträger
Portalkran beim Einsetzen eines Blechträgers
Fundament und Auflagerpunkt eines Kragträgers
Fachwerk-Kragträger (zentral) und eingehängter Blechträger (links)

1914 - 1920 Verlegung der Marschbahn - Bau der Hochbrücke Hochdonn
Bei der Verbreiterung des Nord- Ostsee Kanal (Kaiser Wilhelm Kanal) in den Jahren von 1907 bis 1914 stellte sich heraus, daß die im Zuge der Marschbahn den Kanal bei Taterpfahl überquerende Drehbrücke nicht an die Verbreiterung angepaßt werden konnte. Der Bau einer Hochbrücke war in diesem Bereich infolge des nicht hinreichend tragfähigen Bodens von vornherein ausgeschlossen. Es wurde daher die Verlegung der Linienführung der Marschbahn über die Hochbrücke bei Hochdonn geplant. Auf diese Weise erhielt auch Burg in Dithmarschen einen Bahnanschluß.
Bild 1: für den Bau der als Stahlfachwerk ausgeführten Kragträger und das Einhängen der Blechträger wurde ein mächtiger Portalkran eingesetzt.
Bild 2: Portalkran beim Einsetzen eines Blechträgers
Bild 3: Fundament und Auflagerpunkt eines Kragträgers.
Bild 4: Fachwerk-Kragträger (zentral) und eingehängter Blechträger (links)

Bildrechte: nicht bekannt (vermutlich damalige kaiserliche Kanalverwaltung)

1914 - 1920 Verlegung der Marschbahn - Bau der Hochbrücke Hochdonn c

Der Schwebeträger zur Überbrückung der mittleren Öffnung wurde auf dem östlichen Tragträger/Kragträger in Fachwerkkonstruktion errichtet und weitmöglichst vorgeschoben
Der Schwebeträger zur Überbrückung der mittleren Öffnung wurde auf dem östlichen Tragträger/Kragträger in Fachwerkkonstruktion errichtet und weitmöglichst vorgeschoben
Auf dem östlichen Tragträger/Kragträger wurde ein Hilfsträger/Führungsträger montiert
Der Hilfsträger/Führungsträger ist mit dem Schwebeträger verbunden

1914 - 1920 Verlegung der Marschbahn - Bau der Hochbrücke Hochdonn
Bei der Verbreiterung des Nord- Ostsee Kanal (Kaiser Wilhelm Kanal) in den Jahren von 1907 bis 1914 stellte sich heraus, daß die im Zuge der Marschbahn den Kanal bei Taterpfahl überquerende Drehbrücke nicht an die Verbreiterung angepaßt werden konnte. Der Bau einer Hochbrücke war in diesem Bereich infolge des nicht hinreichend tragfähigen Bodens von vornherein ausgeschlossen. Es wurde daher die Verlegung der Linienführung der Marschbahn über die Hochbrücke bei Hochdonn geplant. Auf diese Weise erhielt auch Burg in Dithmarschen einen Bahnanschluß.
Bild 1 und 2: Der Schwebeträger zur Überbrückung der mittleren Öffnung wurde auf dem östlichen Tragträger/Kragträger in Fachwerkkonstruktion errichtet und weitmöglichst vorgeschoben.
Bild 3: Auf dem östlichen Tragträger/Kragträger wurde ein Hilfsträger/Führungsträger montiert
Bild 4: Der Hilfsträger/Führungsträger ist mit dem Schwebeträger verbunden.

Bildrechte: nicht bekannt (vermutlich damalige kaiserliche Kanalverwaltung)

1914 - 1920 Verlegung der Marschbahn - Bau der Hochbrücke Hochdonn d

Der Schwebeträger zur Überbrückung der mittleren Öffnung wurde auf dem östlichen Tragträger/Kragträger in Fachwerkkonstruktion errichtet und weitmöglichst vorgeschoben, dann mittels eines flutbaren und somit in der Höhe regulierbaren Pontons über die gesamte Öffnung verschoben.
Der Schwebeträger zur Überbrückung der mittleren Öffnung wurde auf dem östlichen Tragträger/Kragträger in Fachwerkkonstruktion errichtet und weitmöglichst vorgeschoben, dann mittels eines flutbaren und somit in der Höhe regulierbaren Pontons über die gesamte Öffnung verschoben
Monteure auf dem Schwebeträger der Eisenbahnhochbrücke Hochdonn
Monteure auf dem Schwebeträger der Eisenbahnhochbrücke Hochdonn

1914 - 1920 Verlegung der Marschbahn - Bau der Hochbrücke Hochdonn
Bei der Verbreiterung des Nord- Ostsee Kanal (Kaiser Wilhelm Kanal) in den Jahren von 1907 bis 1914 stellte sich heraus, daß die im Zuge der Marschbahn den Kanal bei Taterpfahl überquerende Drehbrücke nicht an die Verbreiterung angepaßt werden konnte. Der Bau einer Hochbrücke war in diesem Bereich infolge des nicht hinreichend tragfähigen Bodens von vornherein ausgeschlossen. Es wurde daher die Verlegung der Linienführung der Marschbahn über die Hochbrücke bei Hochdonn geplant. Auf diese Weise erhielt auch Burg in Dithmarschen einen Bahnanschluß.
Bild 1 und 2: Der Schwebeträger zur Überbrückung der mittleren Öffnung wurde auf dem östlichen Tragträger/Kragträger in Fachwerkkonstruktion errichtet und weitmöglichst vorgeschoben, dann mittels eines flutbaren und somit in der Höhe regulierbaren Pontons über die gesamte Öffnung verschoben.
Bild 3 und 4: Monteure auf dem Schwebeträger der Eisenbahnhochbrücke Hochdonn.

Bildrechte: nicht bekannt (vermutlich damalige kaiserliche Kanalverwaltung)

1914 - 1920 Verlegung der Marschbahn - Bau der Viadukte in der Rampe Hochbrücke Hochdonn

1914 - 1920 Verlegung der Marschbahn - Bau der Viadukte in den Rampen der Hochbrücke Hochdonn
1914 - 1920 Verlegung der Marschbahn - Bau der Viadukte in den Rampen der Hochbrücke Hochdonn
1914 - 1920 Verlegung der Marschbahn - Bau der Viadukte in den Rampen der Hochbrücke Hochdonn
1914 - 1920 Verlegung der Marschbahn - Viadukt in der Rampe der Hochbrücke Hochdonn

1914 - 1920 Verlegung der Marschbahn - Bau der Viadukte in der Rampe für die Hochbrücke Hochdonn
Bei der Verbreiterung des Nord- Ostsee Kanal (Kaiser Wilhelm Kanal) in den Jahren von 1907 bis 1914 stellte sich heraus, daß die im Zuge der Marschbahn den Kanal bei Taterpfahl überquerende Drehbrücke nicht an die Verbreiterung angepaßt werden konnte. Der Bau einer Hochbrücke war in diesem Bereich infolge des nicht hinreichend tragfähigen Bodens von vornherein ausgeschlossen. Es wurde daher die Verlegung der Linienführung der Marschbahn über die Hochbrücke bei Hochdonn geplant. Auf diese Weise erhielt auch Burg in Dithmarschen einen Bahnanschluß.
Da der aufzuschüttende und zur Hochbrücke führende mächtige Damm verschiedene kleinere Verkehrswege und Gewässer durchschneiden würde, mußten für diese mehrere Unterquerungen vorgesehen werden. Diese Unterquerungen wurden vor Aufschüttung des Dammes in der Form von Viadukten errichtet.
Die Abbildungen zeigen den Bau dieser Viadukte sowie ein Bauwerk nach der Fertigstellung.

Bildrechte: nicht bekannt (vermutlich damalige kaiserliche Kanalverwaltung)

1921 Kaiser-Wilhelm-Kanal bei der Burger Fähre - Brücke Hochdonn

1921 Kaiser-Wilhelm-Kanal bei der Burger Fähre - Brücke Hochdonn

1921 Kaiser-Wilhelm-Kanal NOK bei der Burger Fähre - NOK km 14
Datiert: 03.09.1921
Eine Szene am Nord-Ostsee-Kanal (damaliger Kaiser-Wilhelm-Kanal) im Jahr nach der Inbetriebnahme der im Hintergrund erkennbaren Eisenbahn Hochbrücke Hochdonn.
Hinten links der Burger Lösch- und Ladeplatz bei der Burger Fähre ist von mehreren kleinen Frachtschiffen frequentiert.
Der damalige Burger Hafen am Kattenstieg konnte lediglich als Liegehafen genutzt werden, da dort die Untergrundverhältnisse für den Fahrzeugverkehr zu ungünstig waren.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: die Ansicht wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Rudolf Böckmann, Burg

1922 Spazierfahrt mit dem PKW auf dem zugefrorenen NOK

1922 Spazierfahrt mit dem PKW auf dem zugefrorenen NOK bei Burg

1922 Spazierfahrt mit dem PKW auf dem zugefrorenen Kaiser-Wilhelm-Kanal
In dem sehr kalten Winter der Jahre 1921/1922 fror der Nord- Ostsee Kanal (heutiger Kaiser-Wilhelm-Kanal) so weit zu, dass nicht nur Gruppen von Spaziergängern das Eis betraten, sondern auch der in Burg ansässige Automobil-Betrieb Bauer mit einem seiner Personenkraftwagen am 12. Februar 1922 die mit dem Foto dokumentierte Ausflugsfahrt auf dem Eis des Kanals unternahm.
Anmerkung zum Kennzeichen: Im Deutschen Reich galten ab 1906 Kennzeichen mit I (steht bei den römischen Zahlen für "Eins") für den größten Staat im Reich, nämlich für Preußen. Das P auf dem Schild steht für die preußische Provinz Schleswig Holstein (das P wurde der Provinz entsprechend der nach dem ABC erfolgten Auflistung der preußischen Provinzen zugeteilt).

Bildrechte: nicht bekannt

1925 Ausflugdampfer der HADAG am Anlegesteg bei der Burger Fähre

ca. 1925 Ausflugdampfer der HADAG am Anlegesteg bei der Burger Fähre
ca. 1960 Ausflugdampfer der HADAG am Anlegesteg bei der Burger Fähre
ca. 1928 HAPAG Fähre
ca. 1930 HADAG Ausflugsdampfer

ca. 1925 Ausflugdampfer der HADAG am Anlegesteg bei der Burger Fähre.
Im Freizeitverhalten war man damals noch sehr genügsam und wenn man in frischer Nordseeluft erholsame Waldspaziergänge machen konnte und anschließend preiswert und schmackhaft essen konnte, war man schon zufrieden und kam gern wieder.
Ein HADAG-Ausflugsdampfer hat in den 1920er Jahren in einem fast täglichen Linienverkehr gut gekleidete Großstädter aus Hamburg zur NOK-Anlegestelle des Luftkurortes Burg/Dithmarschen gebracht. Es handelt sich bei dem Ausflugsdampfer vermutlich um die 1913 bei den Stettiner Oderwerken für die HAPAG gebaute "Bubendey", die 1930 als "Glückauf 2" an den Norddeutschen Lloyd ging. Nach 1945 wurde sie zunächst wieder von der HAPAG unter dem Namen "Kehrwieder" gechartert und später als "Glückauf" zum Motorschiff mit einem Schornstein umgebaut. Das Schiff wurde 1986 im Mittelmeer abgewrackt.
Auch die 1925 bei der H.C. Stülcken Werft vom Stapel gelaufene legendäre HAPAG Fähre "Jan Molsen" war häufig bei der Burger Fähre zu Gast (Bild 3). Das weiß grüne Schiff war nach dem Kriege einige Zeit lang das größte deutsche Passagierschiff; sie begegnete dem Betreiber dieser Seite bei Segeltörns auf der Elbe in den 1950er und 1960er Jahren häufig.
Ab 1960 in der kurzen erfolgreichen Phase eines florierenden Burger Kanalhafens waren derartige Szenen wieder zu beobachten, wenn die BÜRGERMEISTER DIESTEL dort anlegte (Bild 2).
Besonders beeindruckend war es, wenn das in dem Jahr in Dienst gestellte fast 60 m lange Seebäderschiff "HEIN GODENWIND" der HADAG am Burger Kanalhafen Station machte. Die 980 BRT große Schiff war für 825 Passagiere zugelassen. Diese für den Fremdenverkehr in Burg erfolgreiche Episode endete abrupt mit dem Umstürzen des erst 1958 errichteten Silos "Kornhaus Burg" am 12. Mai 1963.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung zum Text: Information von Rudolf Böckmann, Burg in Dithmarschen.

1925 Deutsches Kriegsschiff bei Burg auf dem Kanal - Hochbrücke, Kattenstieg

1925 Deutsches Kriegsschiff auf dem Kaiser Wilhelm Kanal (heutiger NOK) bei Burg
1925 Liegehafen Kattenstieg am Kaiser Wilhelm Kanal

1925 Deutsches Kriegsschiff auf dem Kaiser Wilhelm Kanal (NOK) bei Burg.
Im Hintergrund die 1920 in Betrieb genommene Eisenbahnhochbrücke Hochdonn.
Oben links ist der Kattenstieg, der Liegehafen der Burger Schiffer, zu erkennen. Vom Kattenstieg aus konnten seinerzeit noch kleinere Schiffe mittels einer Schleuse in die Burger Au einfahren.
Im Kattenstieg liegt der Schoner "Irene Schöning", welcher sich bis Oktober 1925 in der Endausrüstung der seinerzeit am Kattenstieg gelegenen Schöning-Werft befand (sh. Detail Bild 2). Dieser Umstand ermöglich die Datierung des Fotos.

Bildrechte: nicht bekannt

1929 Eisbrecher

der russische Eisbrecher JERMAK am 16. März 1929 beim Brechen des Eises auf dem Kaiser-Wilhelm-Kanal bei der Burger Fähre
Der russische Eisbrecher JERMAK bei der Passage der Hochbrücke Grünental
Bau des Kaiser-Wilhelm-Kanals bei der Hochbrücke Grünental
1929 Russischer Eisbrecher JERMAK sowie ein kleinerer deutscher Eisbrecher sowie der gleichfalls russische Eisbrecher TREVOR am 16. März 1929 beim Brechen des Eises auf dem Kaiser-Wilhelm-Kanal bei Burg

1929 Eisbrecher "Jermak" auf dem Kaiser-Wilhelm-Kanal
Der russische Eisbrecher "JERMAK" brach am 16. März 1929 das Eis auf dem Kaiser-Wilhelm kanal (heutige: Nord- Ostsee Kanal) auf.
Ab Dezember des Jahres 1928 erschwerte eine dicke Eisschicht ganz erheblich die Schifffahrt auf dem Kaiser Wilhelm Kanal resp. Nord- Ostsee Kanal. Die Schifffahrt kam in den folgenden Monaten völlig zum Erliegen. Der Eis-Winter 1928/29 war in Deutschland wohl der härteste des vergangenen Jahrhunderts.
Von auf dem Anleger der Burger Fähre stehenden Passanten wird ein leichtsinniger Radfahrer auf dem Eis beobachtet, während der russische Eisbrecher "JERMAK" das Eis bricht. Deutschland hatte seinerzeit keine leistungsfähigen Eisbrecher, weshalb die russische "JERMAK" sowohl in der Kieler Förde als auch auf dem Kanal eingesetzt wurde.
Der Begründer (Peter J. von Holdt) dieser Heimat Seite kann sich an den Eis-Winter 1962/63 erinnern, als starker und anhaltender Frost Fußgängern das Überqueren des Kanals bei der Burger Fähre ermöglichte - eine seither nicht wieder eingetretene Situation.
Der in den Jahren 1887 bis 1895 erbaute Wasserweg ist seit seiner Eröffnung im Jahre 1895 die meistbefahrene Wasserstraße der Welt.
Gleichzeitig bildet der Kanal im Bereich der Wilstermarsch praktisch die Grenze zwischen den Verwaltungseinheiten Dithmarschen und Steinburg. Gleichwohl gehört das jenseits des Kanals gelegene Burger Feld bis zum Rand - dem Klev - der hohen Geest zur Landschaft der Wilstermarsch.
Bild 2 zeigt die "JERMAK" bei der Passage der alten Hochbrücke Levensau (sie ähnelt der Hochbrücke Grünental).
Bild 3 zeigt die Herstellung des damaligen Kaiser-Wilhelm-Kanals bei der Hochbrücke Grünental
Bild 4 zeigt den Eisbrechers Jermak gefolgt von einem kleinen deutschen Eisbrecher und dem gleichfalls russischen Eisbrecher Trevor beim Aufbrechen des Eises im Nord-Ostsee-Kanal bei Burg/Dithmarschen. Die Deutsche Reichsregierung hatte den Einsatz der beiden russischen Spezialschiffe angefordert, nachdem als Eisbrecher eingesetzte Linienschiffe mit Beschädigungen an der Antriebsanlage aufgeben mussten.

Bildrechte:
Bild 1: Robert Friedrichs, Wilster
Sammlung Werner Behning
Anmerkung:
Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder Fotos von den Originalnegativen erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster
Bild 2: nicht bekannt
Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Dieter Sodenkamp, Wesel
Bilder 3 u. 4: nicht bekannt

1929 geschlossene Eisdecke auf dem Kaiser-Wilhelm-Kanal

1929 geschlossene Eisdecke auf dem Kaiser-Wilhelm-Kanal
1929 Burger Fähre - Besatzung der Kettenfähre beim bemühen, die Fähre von Eis und Schnee zu befreien
1929 Burger Fähre - der russische Eisbrecher JERMAK bricht das Eis auf dem Kanal
1929 Burger Fähre - der russische Eisbrecher TREVOR bricht das Eis auf dem Kanal

1929 geschlossene Eisdecke auf dem Kaiser-Wilhelm-Kanal.
Bild 1: Fuhrwerke und Fußgänger überqueren auf dem Eis den zugefrorenen Kanal.
Bild 2: So lange es irgend möglich war, hatte die Besatzung der Fähre - sie war seinerzeit noch eine Kettenfähre - versucht, die Fähre von Eis und Schnee zu befreien.
Bild 3: Der russische Eisbrecher JERMAK beim Aufbrechen des Eises bei der Burger Fähre.
Bild 4: Unterstützt wurde die JERMAK von dem gleichfalls russischen kleineren Eisbrecher TREVOR.
Ab Dezember des Jahres 1928 hatte eine dicke Eisschicht ganz erheblich die Schifffahrt auf dem Kaiser Wilhelm Kanal resp. Nord- Ostsee Kanal erschwert. Die Schifffahrt kam in den folgenden Monaten völlig zum Erliegen. Der Eis-Winter 1928/29 war in Deutschland wohl der härteste des vergangenen Jahrhunderts.
Der russische Eisbrecher "JERMAK" brach am 16. März 1929 das Eis auf dem Kaiser-Wilhelm Kanal (heutige: Nord- Ostsee Kanal) auf; Deutschland hatte seinerzeit keine leistungsfähigen Eisbrecher, weshalb die russische "JERMAK" sowohl in der Kieler Förde als auch auf dem Kanal eingesetzt wurde.
Der Betreiber dieser Seite kann sich an den Eis-Winter 1962/63 erinnern, als starker und anhaltender Frost Fußgängern das Überqueren des Kanals bei der Burger Fähre ermöglichte - eine seither nicht wieder eingetretene Situation.

Bildrechte: nicht bekannt


1930 Kattenstieg - Schiffs-Liegeplatz, Werft-Standort, Badeanstalt

Badeanstalt am Kattenstieg am Nord-Ostsee Kanal
Badeanstalt am Kattenstieg am Nord-Ostsee Kanal
Badeanstalt am Kattenstieg am Nord-Ostsee Kanal
Badeanstalt am Kattenstieg am Nord-Ostsee Kanal

1930 Kattenstieg - Schiffs-Liegeplatz, Werft-Standort, Badeanstalt.
Bis in die 1930er Jahre hatte für die auf der Wilsterau verkehrenden Schiffer die Möglichkeit bestanden, von der Wilsterau direkt in den Kaiser-Wilhelm-Kanal (heute: Nord-Ostsee Kanal bzw. Kiel Canal bzw. NOK) und weiter auch in die Burger Au zu gelangen.
Im Zuge des Baues des Kaiser-Wilhelm-Kanals waren Schleusen erbaut und 1895 in Betrieb genommen worden. Sie ermöglichten die Verbindungen vom Kanal zur Holstenau/Wilsterau und auch zur Burger Au.
Die Schleuse zur Burger Au lag am nördlichen Ende der Gewässeraufweitung Kattenstieg, welche einen offenen Zugang zum Kaiser-Wilhelm Kanal (NOK) hatte und als Liegeplatz und Werftstandort diente. Am Kattenstieg wurde bald auch eine Badeanstalt eingerichtet.
Der Liegeplatz am Kattenstieg wurde wegen des moorigen Untergrundes seiner Ufer jedoch nie als Lösch- und Ladeplatz genutzt.
Mit dem 01. April 1933 wurde der Betrieb der Schleuse zur Burger Au eingestellt; die Schleuse zur Holstenau/Wilsterau war bereits zuvor einer Kanalverbreiterung zum Opfer gefallen und wegen der bedeutugslos gewordenen Schifffahrt auf diesem Teil der Gewässer nicht wieder errichtet worden.
1971 wurde die bis dahin offene Verbindung des bis dahin zeitweilig noch als Schiffsliegeplatz genutzten Kattenstieg zum NOK geschlossen.

Bildrechte: nicht bekannt

1930 Kattenstieg - Schiffs-Liegeplatz, Werft-Standort, Badeanstalt b

1930 Kattenstieg - Schiffs-Liegeplatz, Werft-Standort, Badeanstalt

1930 Kattenstieg - Schiffs-Liegeplatz, Werft-Standort, Badeanstalt.
Der Kattenstieg - eine Aufweitung am NOK - diente lange Zeit als Liegeplatz für die Schiffe der Burger Schiffer.
Das Foto zeigt vorne rechts die "BERTHA" von Günther Schöning, in der Mitte die Tjalk "Seestern" von Johannes Wilstermann und ganz links die ehemalige Segelschute "GERD SCHÖNING" von Theodor Schöning.
Rechts am Bildrand sind Gebäude der ehemalgen Schöning´schen Werft zu erkennen.
Bis in die 1930er Jahre hatte für die auf der Wilsterau verkehrenden Schiffer die Möglichkeit bestanden, von der Wilsterau direkt in den Kaiser-Wilhelm-Kanal (heute: Nord-Ostsee Kanal bzw. Kiel Canal bzw. NOK) und weiter auch in die Burger Au zu gelangen.
Im Zuge des Baues des Kaiser-Wilhelm-Kanals waren Schleusen erbaut und 1895 in Betrieb genommen worden. Sie ermöglichten die Verbindungen vom Kanal zur Holstenau/Wilsterau und auch zur Burger Au.
Die Schleuse zur Burger Au lag am nördlichen Ende der Gewässeraufweitung Kattenstieg, welche einen offenen Zugang zum Kaiser-Wilhelm Kanal (NOK) hatte und als Liegeplatz und Werftstandort diente. Am Kattenstieg wurde bald auch eine Badeanstalt eingerichtet.
Der Liegeplatz am Kattenstieg wurde wegen des moorigen Untergrundes seiner Ufer jedoch nie als Lösch- und Ladeplatz genutzt.
Mit dem 01. April 1933 wurde der Betrieb der Schleuse zur Burger Au eingestellt; die Schleuse zur Holstenau/Wilsterau war bereits zuvor einer Kanalverbreiterung zum Opfer gefallen und wegen der bedeutugslos gewordenen Schifffahrt auf diesem Teil der Gewässer nicht wieder errichtet worden.
1971 wurde die bis dahin offene Verbindung des bis dahin zeitweilig noch als Schiffsliegeplatz genutzten Kattenstieg zum NOK geschlossen, nachdem bereits zuvor schon die Dalben gezogen worden waren.

Bildrechte: nicht bekannt

1935 Schleuse der Wilsterau/Holstenau am Kaiser-Wilhelm-Kanal

Schleuse der Wilsterau/Holstenau am Kaiser-Wilhelm-Kanal
Kartenausschnitt aus der „Newe Landkarte von dem Ampte Steinborg“ 1651

ca. 1935 Schleuse der Wilsterau/Holstenau am Kaiser-Wilhelm-Kanal
Bis in die 1930er Jahre bestand für die auf der Wilsterau verkehrenden Schiffer die Möglichkeit, von der Wilsterau direkt in den Kaiser-Wilhelm-Kanal (heute: Nord-Ostsee Kanal bzw. Kiel Kanal) und weiter auch in die Burger Au zu gelangen.
Das alte Luftbild zeigt sowohl – östlich des Kanals - die Schleuse zur Holstenau, als auch – westlich des Kanals - an der Ausbuchtung des Kattenstiegs die Schleuse zur Burger Au.
Die Holstenau-Schleuse wurde von dem an der Kattenstieg - Schleuse wohnenden Schleusenwärter mit bedient. Wenn die Schiffe Signal gaben, ruderte er zwecks Verrichtung seiner Arbeit über den Kanal; zuletzt wurde die Aufgabe mit Miele Rehder von einer Frau ausgeführt.
Über sehr lange Zeiträume war ein ganz wesentlicher Teil des Handels für Süderdithmarschen über die Wilsterau und Burger Au erfolgt, woran Schiffer aus Wilster und Burg großen Anteil hatten. Eine weitere Verbindung von Burg zur Elbe war früher mit der Passage von der Burger Au über den Kudensee und den um 1765 gegrabenen Burg-Kudenseer Kanal nach Büttel und die dortige Deichschleuse gegeben.
Die Schleuse zur Wilsterau/Holstenau ist einer Kanalverbreiterung zum Opfer gefallen; die Schleuse zur Burger Au wurde verfüllt. Die Schifffahrt auf den Gewässern war allerdings bereits zuvor zum Erliegen gekommen. Der Kattenstieg, der alte Burger Liege- und Werftplatz, wurde 1971 vom Kanal abgeschnitten.
Die Wilsterau führt von alters her ihren Namen erst ab dem Zusammenfluß ihres Quellgewässers Holstenau mit der Burger Au. Der Lauf der Holstenau bildete über Jahrhunderte die Grenze zwischen dem Land der Holsten und dem der Dithmarscher.

Zur besseren Orientierung hinsichtlich der auf dem Luftbild erkennbaren Örtlichkeiten sind noch beigefügt:
Bild 2: Kartenausschnitt aus Google Maps
Bild 3: Kartenausschnitt aus der Kreiskarte Süderdithmarschen (in Topographischer Atlas 1966)
Bild 4: Kartenausschnitt aus der „Newe Landkarte von dem Ampte Steinborg“ 1651

Bildrechte am Luftbild: Wasser- und Schifffahrts Verwaltung.

1940 Schlachtschiff BISMARCK im Kaiser-Wilhelm-Kanal im Bereich Wilstermarsch

1940 Schlachtschiff BISMARCK im Kaiser-Wilhelm-Kanal im Bereich der Wilstermarsch

1940 Schlachtschiff BISMARCK im Kaiser-Wilhelm-Kanal (heute Nord- Ostsee Kanal) im Bereich der Wilstermarsch.
Die BISMARCK galt damals weltweit als das größte und schlagkräftigste Kriegsschiff. Das auf der Werft Blohm & Voss in Hamburg gebaute und am 14.02.1939 vom Stapel gelaufene Schiff passierte insgesamt dreimal den NOK, nämlich am 16./17.09.1940 sowie am 07.12.1940 und am 07.03.1941.
Für das riesige Schlachtschiff und die anderen Schlachtschiffe (SCHARNHORST, GNEISENAU, sowie das Schwesterschiff TIRPITZ) der Kriegsmarine war im NOK bei Hochdonn eine Wendemöglichkeit geschaffen worden; die später lange Zeit als Badestelle genutzte Aufweitung des Kanals wird heute noch „Klein-Westerland“ genannt.
Nachdem die Besatzung des Kriegsschiffs in Gotenhafen (dem heutigen Gdingen) ausgebildet und mit dem Schiff vertraut gemacht war, lief die BISMARCK in Begleitung des Schweren Kreuzer PRINZ EUGEN am 18.05.1941 zum sogenannten Handelskrieg in den Nordatlantik aus zu ihrem ersten Einsatz, der zugleich ihr letzter werden sollte.
Nachdem der BISMARCK die Versenkung des britischen Schlachtkreuzers HOOD gelungen war, wurde sie selbst von der Royal Navy gestellt und am 27.05.1941 versenkt. Von den 2.221 Mann Besatzung der BISMARCK überlebten nur 115. Zu den Opfern gehörten auch zwei aus Burg/Dithm. stammende Matrosen.

Bildrechte: nicht bekannt

1948 Kattenstieg - Schiffs-Liegeplatz

1948 Kattenstieg - Schiffs-Liegeplatz am NOK
1948 Kattenstieg - Schiffs-Liegeplatz am NOK
1948 Kattenstieg - Schiffs-Liegeplatz am NOK

1948 Kattenstieg - Schiffs-Liegeplatz
Der Kattenstieg - eine Aufweitung am NOK mit offenem Zugang zu diesem - diente lange Zeit als Liegeplatz für die Schiffe der Burger Schiffer. An dem Standort war sogar zeitweilig eine kleine Werft - die Schöning Werft - betrieben worden, auch diente ein Bereich als Badeanstalt. Der Bereich Kattenstieg wurde wegen des moorigen Untergrundes seiner Ufer jedoch nie als Lösch- und Ladeplatz genutzt.
Das Foto zeigt im Jahr 1948 Fahrzeuge Burger Schiffer; im Hintergrund ist die Eisenbahn-Hochbrücke Hochdonn zu erkennen.
Nach dem verlorenen Krieg hatte Deutschland 1945 fast seine gesamte Handelsflotte für Reparationen abgeben müssen. Die verbliebenen kleinsten und ältesten Schiffe wurden mit alliierten Kontrollratsnummern versehen. Es gab Einschränkungen bei Bau und Betreiben von Schiffen.
Über den Zeitraum von über drei Jahrzehnten hatte nach der 1895 erfolgten Einweihung des Kaiser-Wilhelm-Kanals für die auf der Wilsterau verkehrenden Schiffer weiterhin die Möglichkeit bestanden, von der Wilsterau in die Burger Au zu gelangen. Im Zuge des Baues des Kaiser-Wilhelm-Kanals waren Schleusen erbaut und 1895 in Betrieb genommen worden. Sie ermöglichten die Verbindungen vom Kanal zur Holstenau/Wilsterau und auch zur Burger Au.
Die Schleuse zur Burger Au lag am nördlichen Ende der Gewässeraufweitung Kattenstieg. Mit dem 01. April 1933 wurde der Betrieb der Schleuse zur Burger Au eingestellt; die Schleuse zur Holstenau/Wilsterau war bereits zuvor einer Kanalverbreiterung zum Opfer gefallen und wegen der bedeutungslos gewordenen Schifffahrt auf diesem Teil der Gewässer nicht wieder errichtet worden.
1971 wurde die offene Verbindung des bis dahin zeitweilig noch als Schiffsliegeplatz genutzten Kattenstieg zum NOK geschlossen, nachdem bereits zuvor schon die Dalben gezogen worden waren.

Bildrechte: nicht bekannt

1950 bis 1970 Kattenstieg - Burger Hafen und Freibad am Nord- Ostsee Kanal

1950 bis 1970 Kattenstieg - Burger Hafen und Freibad am Nord- Ostsee Kanal
1950 bis 1970 Kattenstieg - Burger Hafen und Freibad am Nord- Ostsee Kanal
1950 bis 1970 Kattenstieg - Burger Hafen und Freibad am Nord- Ostsee Kanal
1950 bis 1970 Kattenstieg - Burger Hafen und Freibad am Nord- Ostsee Kanal

1950 bis 1970 Kattenstieg - Burger Hafen und Freibad am Nord- Ostsee Kanal
Mit den Veränderungen infolge des in den Jahren von 1887 bis 1895 vorgenommenen Baus des seinerzeit Kaiser-Wilhelm-Kanal genannten NOK mußte auch den Belangen der seinerzeit noch ausgeübten Schifffahrt auf Wilsterau, Holstenau und Burger Au Rechnung getragen werden. Neben den beiden Schleusen zwischen dem Kanal und der Wilsterau/Holstenau sowie der Burger Au wurde für die in Burg beheimatete Schifffahrt der Hafen am Kattenstieg eingerichtet. Das Hafenbecken hatte eine offene Verbindung zum Kanal. Wenn auch die Erwartung auf Etablierung eines dauerhaften Werften- und Handelsstandortes am Kattenstieg sich nicht erfüllten, diente die Gewässeraufweitung den Schiffern als Liegeplatz. Zudem war ein Freibad angelegt worden.
1971 wurde die offene Verbindung zum Kattenstieg gänzlich vom Kanal abgetrennt.
Es ist schwer nachvollziehbar, weshalb die Örtlichkeit des Kattenstieg heute nicht touristisch genutzt wird, denn durch Öffnung einer Verbindung mit dem Kanal ließe sich dort ein attraktiver Liegeplatz für Sportschiffer einrichten.

Bildrechte: nicht bekannt

1950 Schiff-Entmagnetisierungsanlage Kudensee am Nord- Ostsee Kanal

1950 Entmagnetisierungsanlage Kudensee am Nord- Ostsee Kanal
1950 Entmagnetisierungsanlage Kudensee am Nord- Ostsee Kanal

1950 Schiff-Entmagnetisierungsanlage Kudensee am Nord- Ostsee Kanal
Auch in den Jahren nach dem II. Weltkrieg bestand noch die Gefahr, dass durch versteckte oder treibende Magnetminen die Schifffahrt gefährdet wurde. Deshalb und weil auch bereits mehrere Verluste zu beklagen waren, wurden 1949 von der Britischen Besatzungsmacht Anlagen zur Entmagnetisierung von Schiffen eingerichtet. Neben einer Station bei Kiel-Friedrichsort bestand eine solche auch in der Ausweichstelle Kudensee am Nord-Ostsee Kanal.
Um das Magnetfeld der jeweiligen stählernen Schiffe zu verringern, wurden dort an ihren Rümpfen durch Gleichstrom magnetische Gegenfelder erzeugt.
Die Anlage Kudensee bestand bis Ende der 1950er Jahre.

Bildrechte: nicht bekannt

1952 Hochdonner Chaussee und Hochbrücke Hochdonn

ca. 1952 Hochdonner Chaussee und Hochbrücke Hochdonn
ca. 1952 Blick vom Burger Feld über den Helmschen Bach auf einen Windrotor und auf die Eisenbahn Hochbrücke Hochdonn
2218 m lange Eisenbahn Hochbrücke Hochdonn mit 9 Kragträgern links und 10 Kragträgern rechts der Schifffahrtsöffnung

ca. 1952 Blick von der Hochdonner Chaussee über das Burger Feld auf die den Nord- Ostsee Kanal überquerende Eisenbahn-Hochbrücke Hochdonn.
Die zwischen Burg/Dithmarschen und Hochdonn am Fuß der Geest verlaufende und die Niederung des Helmschen Bach sowie das Gewässer selbst querende schmale Straße wies seinerzeit ein rundbuckliges Dachprofil auf. Beiderseits des Hemschen Baches hatte der Übergang zur Brücke relativ steile Anrampungen, welche Kraftfahrzeugführer zu einer gemäßigten Fahrtgeschwindigkeit veranlasste.
Die Häuser an der Straße unmittelbar vor dem Hochdonner Ortsschild gehören noch zur Gemeinde Burg.
Über die rechts der Straße gelegenen und seinerzeit überwiegend als Grünland genutzten landwirtschaftlichen Flächen geht der Blick zur Hochbrücke Hochdonn, über welche seit ihrer Inbetriebnahme am 30.06.1920 die Strecke der Marschbahn führt.
Das ergänzend vorgestellte Foto zeigt vom Burger Feld gleichfalls den Blick auf die Hochbrücke Hochdonn, von dieser allerdings nur den westlichen Teil, welcher im Gegensatz zur gegenüberliegenden Seite insgesamt 9 Kragträger und somit einen weniger aufweist (sh. dazu Bild 3)
Im Vordergrund der Helmschen Bach sowie ein Windrotor, mit welchem seinerzeit eine Pumpe zur Entwässerung der landwirtschaftlichen Flächen betrieben wurde.

Bildrechte: nicht bekannt

1958 Blick von der Hochbrücke Hochdonn auf den NOK und die angrenzende Niederung

1958 Blick von der Hochbrücke Hochdonn auf den NOK und die angrenzende Niederung.
Die tiefliegenden anmoorigen Flächen an der Holstenau im Bereich (gegenüber) von Hochdonn sind nach der für diese Heimat-Seite gewählten Definition der nördliche Zipfel der Landschaft Wilstermarsch.
Das zur Wilstermarsch liegende Ufer wurde ab 1965 um bis zu 60 m zurückgenommen, wobei etliche Gebäude abgerissen wurden.
Auf dem Ostufer (vor Ort als Südseite bezeichnet) steht noch nicht das Getreidesilo der Fa. Kock, Meldorf.

Bildrechte: Rudolf Böckmann, Burg in Dithmarschen,
der freundlicherweise das Foto zur Verfügung stellte

1958 Schifffahrt auf Wilsterau, Holstenau und Burger Au - Hafen am Kattenstieg

ca. 1958 Der Kattenstieg, Hafen am Nord-Ostsee-Kanal
Tjalk
1932 Schöning´sche Flotte im Burger Hafen am Kattenstieg

Schifffahrt auf Wilsterau, Holstenau und Burger Au
Der Burger Hafen am Kattenstieg 1932 bis Ende der 1950er Jahre.
Bis in die 1930er Jahre hatte für die auf der Wilsterau verkehrenden Schiffer die Möglichkeit bestanden, über eine Schleuse von der Holstenau/Wilsterau direkt in den Kaiser-Wilhelm-Kanal (heute: Nord-Ostsee Kanal bzw. Kiel Kanal bzw. NOK) und von dort über eine weitere Schleuse in die Burger Au zu gelangen.
In der Burger Au war vor der Schleuse eine Gewässeraufweitung, der Kattenstieg, angelegt worden. Sie diente den Schiffern als Liegeplatz.
Mit dem 01. April 1933 wurde der Betrieb der Schleuse zur Burger Au eingestellt; die Schleuse zur Holstenau/Wilsterau war bereits zuvor einer Kanalverbreiterung zum Opfer gefallen und wegen der bedeutugslos gewordenen Schifffahrt auf diesem Teil der Gewässer nicht wieder errichtet worden.
1971 wurde die offene Verbindung zum Kattenstieg gänzlich vom Kanal abgetrennt.

Fotos und nachfolgende Informationen stammen aus dem Buch "Segel von der Eider" über die dortige Schöning Werft (1995 erschienen im Verlag H.M. Hauschildt, Bremen) von Kapitän Herbert Karting, Itzehoe, welcher freundlicherweise der Wiedergabe zugestimmt hat.
Bild 1: Links hinten liegt die die ehemalige Segelschute "GERD SCHÖNING" von Theodor Schöning;
in der Mitte die Tjalk "SEESTERN" von Johannes Wilstermann;
rechts die "BERTHA" von Günther Schöning.
Bild 2: Theodor Schönings Tjalk "GÜNTHER" liegt hier am Kanalhafen in Rendsburg (im Hintergrund ist die Hochbrücke Rendsburg zu sehen). Auf dem Steven sitzt der Sohn und Namensgeber Günther Schöning
Bild 3: Hier liegt um 1932 fast die gesamte damalige Schöning´sche Flotte an den Pfählen:
vorn links die stählerne Tjalk "GÜNTHER" (gebaut 1903 in Waterhuizen, 57 BRT) und der hölzerne Ewer "MARGARETHA" (1897 Burg, 34 BRT) von Theodor Schöning,
dahinter links die Aak "MARIE" (1924 Groningen, 108 BRT) von Wilhelm Schöning; daneben der hölzerne Schoner "IRENE SCHÖNING" (1924 Burg, 101 BRT) von Detlef Schöning jun.
Die "MARTHA SCHÖNING" bzw. "MARIANNE" von Carl Wilhelm Schöning wurde zu dieser Zeit gerade auf der eigenen Werft umgebaut.

1963 Kornhaus Burg am Nord- Ostsee Kanal a

1958 Errichtung des Kornhaus Burg am Nord- Ostsee Kanal bei der Burger Fähre
ca. 1960 Kornhaus Burg am Nord- Ostsee Kanal bei der Burger Fähre
ca. 1962 Kornhaus Burg am Nord- Ostsee Kanal bei der Burger Fähre
Winter 1962/1963 Kornhaus Burg am Nord- Ostsee Kanal bei der Burger Fähre

1963 Kornhaus Burg am Nord- Ostsee Kanal bei der Burger Fähre
An das 1958 erbaute 37 m hohe und 27 m breite Silo und den zugehörigen Lösch- und Ladeplatz hatte die Gemeinde Burg hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Entwicklung hohe Erwartungen geknüpft.
Bild 1 zeigt das Silo kurz vor seiner Vollendung im Jahre 1958.
Bild 2 zeigt das nahe dem Fähranleger Burg errichtete Silo "Kornhaus Burg" etwa 1960
Bild 3 zeigt das "Kornhaus Burg" im Jahr 1962; im Vordergrund die frei fahrende Klappen-Fähre "Audorf"
Bild 4 zeigt das "Kornhaus Burg" im sogenannten Eiswinter 1962/63
Das für die Firma von Pein, Kremperheide, errichtete und betriebene "Kornhaus Burg" hatte einen lebhaften Umschlag am Burger Kanal-Hafen bewirkt.
Am 12. Mai 1963 jedoch kippte das hohe Gebäude jedoch ohne Vorwarnungen um.
Was war passiert? Die durch den LKW-Verkehr mit seinen hohen Lasten bewirkten Bodenversackungen vor dem Silo waren immer wieder mit Sand aufgefüllt worden. Durch die verdrängten Bodenmassen wurde offenbar ein Horizontaldruck auf die Pfahlgründung ausgelöst, die zum Knicken von Gründungspfählen und in einer Kettenreaktion zum Umkippen des Gebäudes führte. Mit ursächlich war eine ungleichmäßige Befüllung des Silos, die normalerweise jedoch bei den Berechnungen der Standsicherheit Eingang findet.
Das Gebäude wurde nicht wieder aufgebaut, eine kurze Episode der Burger Hafen-Geschichte hatte damit ihr unglückliches Ende gefunden.

Bildrechte
Bild 1: Heiner Jennes, Burg in Dithmarschen
Bilder 2-4: Privatfotos Burger Bürger

1963 Kornhaus Burg am Nord- Ostsee Kanal b

1963 Kornhaus Burg am Nord- Ostsee Kanal im Eiswinter 1962/1963
1958 - 1962 lebhafter Umschlag am Kornhaus Burg
1958 - 1962 lebhafter Umschlag am Kornhaus Burg
12.05.1963 umgestürztes Kornhaus Burg

1963 Kornhaus Burg am Nord- Ostsee Kanal im Eiswinter 1962/1963
Das im März 1963 aufgenommene Foto (Bild 1) ist wohl eine der letzten Abbildungen des direkt am Kanal bei der Burger Fähre im Jahre 1958 errichteten Getreide Silo der Firma von Pein, Kremperheide. Bild 2 zeigt das Silo kurz nach seiner Errichtung.
An das 37 m hohe und 27 m breite Silo und den zugehörigen Lösch- und Ladeplatz hatte die Gemeinde Burg hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Entwicklung hohe Erwartungen geknüpft - und in der Tat, herrschte dort häufig lebhafter Betrieb (Bilder 1 bis 3).
Zu der Zeit war Johannes Kuhrt, der Großvater des Betreibers dieser Heimat-Seite, Bürgermeister von Burg. Zwischen ihm und seiner Ehefrau Kathrine, beide sprachen miteinander plattdeutsch, ist das folgende und am 12. Mai 1963 geführte Gespräch überliefert:
Die Ehefrau hatte aus dem Fenster des gemeinsamen und am Hang des Klev in Burg stehenden Wohnhauses geschaut, als sie ausrief: "Hannes, de Silo ist wech!" Johannes Kuhrt antwortete: "Ach wat, Tine, wat Du alwedder häst, de Silo kann doch gornich wech ween!"
Doch, er konnte! Das Telefon hatte geklingelt, und der Fährmann der Burger Fähre meldete mit aufgeregter Stimme das erfolgte Umstürzen des Gebäudes (Bild 4).
Was war passiert? Die durch den LKW-Verkehr mit seinen hohen Lasten bewirkten Bodenversackungen vor dem Silo waren immer wieder mit Sand aufgefüllt worden. Durch die verdrängten Bodenmassen wurde offenbar ein Horizontaldruck auf die Pfahlgründung ausgelöst, die zum Knicken von Gründungspfählen und in einer Kettenreaktion zum Umkippen des Gebäudes führte. Mit ursächlich war eine ungleichmäßige Befüllung des Silos, die normalerweise jedoch bei den Berechnungen der Standsicherheit Eingang findet.
Das Gebäude wurde nicht wieder aufgebaut, eine kurze Episode der Burger Hafen-Geschichte hatte damit ihr unglückliches Ende gefunden.

Bildrechte: Bild 1 Günther Bugs, Dingerdonn
Bild 2 Adolf Martens, Krempe
Bilder 3 und 4, Bildrechte nicht bekannt

1963 Kornhaus Burg am Nord- Ostsee Kanal c

ca. 1959 Kornhaus Burg am Nord- Ostsee Kanal
ca. 1960 Kornhaus Burg am Nord- Ostsee Kanal
1963 Zerstörte Be- und Entladebücke am umgestürzten Kornhaus Burg

1963 Kornhaus Burg am Nord- Ostsee Kanal
Mit dem nahe der Burger Fähre auf dem nördlichen Ufer im Jahre 1958 errichteten Getreide Silo der Firma von Pein, Kremperheide war wenige Jahre ein bemerkenswerter Aufschwung des Burger Kanalhafens verbunden.
An das 37 m hohe und 27 m breite Silo "Kornhaus Burg" und den zugehörigen Lösch- und Ladeplatz hatte die Gemeinde Burg hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Entwicklung hohe Erwartungen geknüpft - und in der Tat, herrschte dort häufig lebhafter Betrieb.
Der Umschlag des Getreides erfolgte über eine als Gitterkonstruktion ausgebildete Be- und Entladebrücke.
Im Jahr 1963 jedoch stürzte das Gebäude unerwartet und ohne vorherige Vorzeichen um. Das Gebäude wurde nicht wieder aufgebaut; eine kurze und erfolgreiche Episode der Burger Hafen-Geschichte hatte damit ihr unglückliches Ende gefunden.
Bild 1: Das in der flachen Marsch am Kanal errichtete Silo dominierte die Kulisse, zumal seinerzeit am Kanal die heute vorhandene dichte und hoch aufgewachsene Windschutzbepflanzung noch nicht bestand.
Bild 2: Vor der Kulisse des Kornhauses Burg haben zwei Frachtschiffe fest gemacht.
Bild 3: Im Zusammenhang mit dem Umstürzen des Silo wurde zugleich die Ent- und Beladebrücke zerstört.
Im Hintergrund ist auf dem jenseitigen Ufer das Entlastungsschöpfwerk für die Wilsterau erkennbar.

Bildrechte: Privatfotos Burger Bürger

1963 Kornhaus Burg am Nord- Ostsee Kanal umgestürzt

1963 umgestürztes Silo Kornhaus Burg
1963 umgestürztes Silo Kornhaus Burg
1963 umgestürztes Silo Kornhaus Burg
1963 umgestürztes Silo Kornhaus Burg

1963 umgestürztes "Kornhaus Burg" am Nord- Ostsee Kanal
Das 1958 direkt am Kanal bei der Burger Fähre errichtete Getreide Silo "Kornhaus Burg" der Firma von Pein, Kremperheide, war 37 m hoch und 27 m breit.
An die Errichtung des Silo und den zugehörigen Lösch- und Ladeplatz hatte die Gemeinde Burg hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Entwicklung hohe Erwartungen geknüpft.
Im Jahr 1963 jedoch stürzte das Gebäude unerwartet und ohne vorherige Vorzeichen um.
Bild 1 zeigt die Trümmer unmittelbar nach dem Geschehen.
Bild 2 zeigt die gesamte Situation vom Kanal aus gesehen
Das Gebäude wurde nicht wieder aufgebaut, eine kurze Episode der Burger Hafen-Geschichte hatte damit ihr unglückliches Ende gefunden.
Bild 3 zeigt die Trümmer des Silo; die Warnung auf dem Schild, welches auf "Einsturzgefahr" hinweist, wirkt angesichts des bereits eingetretenen Desasters irgendwie makaber.
Bild 4 zeigt das Silo am Tag nach dem Unglück

Bildrechte
Bild 1: Jörg Jahnke, Burg in Dithmarschen
Bild 2: nicht bekannt
Bild 3: Anke Reinke, Wilster
Bild 4: Rudolf Böckmann, Burg in Dithmarschen

1963 Kornhaus Burg am Nord- Ostsee Kanal umgestürzt b

15. April 1963 Kornhaus Burg am Nord- Ostsee Kanal umgestürzt
März 1963 Kornhaus Burg am Nord- Ostsee Kanal einen Monat vor seinem Einsturz
1961 Motorschiff Reinhard Danz an der Anlegestelle beim Kornhaus Burg
1963 Eisbrecher WAL vor dem Kornhaus Burg im Einsatz

1963 Kornhaus Burg am Nord- Ostsee Kanal umgestürzt
Mit dem nahe der Burger Fähre auf dem nördlichen Ufer im Jahre 1958 errichteten Getreide Silo der Firma von Pein, Kremperheide, war wenige Jahre ein bemerkenswerter Aufschwung des Burger Kanalhafens verbunden.
An das 37 m hohe und 27 m breite Silo "Kornhaus Burg" und den zugehörigen Lösch- und Ladeplatz hatte die Gemeinde Burg hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Entwicklung hohe Erwartungen geknüpft - und in der Tat, herrschte dort häufig lebhafter Betrieb.
Der Umschlag des Getreides erfolgte über eine als Gitterkonstruktion ausgebildete Be- und Entladebrücke.
Am 15. April 1963 jedoch stürzte das Gebäude unerwartet und ohne vorherige Vorzeichen um.
Was war passiert? Die durch den LKW-Verkehr mit seinen hohen Lasten bewirkten Bodenversackungen des weichen Bodens der Moormarsch vor dem Silo waren immer wieder mit Sand aufgefüllt worden. Durch die verdrängten Bodenmassen wurde offenbar ein Horizontaldruck auf die Pfahlgründung ausgelöst, die zum Knicken von Gründungspfählen und in einer Kettenreaktion zum Umkippen des Gebäudes führte. Mit ursächlich war eine ungleichmäßige Befüllung des Silos, die normalerweise jedoch bei den Berechnungen der Standsicherheit Eingang findet.
Das Gebäude wurde nicht wieder aufgebaut; eine kurze und erfolgreiche Episode der Burger Hafen-Geschichte hatte damit ihr unglückliches Ende gefunden.
Bild 1 zeigt das umgestürzte Gebäude am Tag nach dem Unglück.
Bild 2 zeigt das Kornhaus Burg aus fast identischer Perspektive etwa einen Monat vor dem Unglück.
Vor dem ein Monat später umgestürzten Silo liegen vorne die "Alita III" von Kapitän Hinrich Gehrken, Ältermann der Burger Schiffergilde Gerechtigkeit; dahinter ein weiteres kleines Binnenschiff.
Bild 3 zeigt das vom Kornsilo Burg aufgenommene MS Reinhard Danz (499 BRT, 790 tdw) 1961 auf seiner Jungfernfahrt von der Husumer Schiffswerft zum Lösch- und Ladeplatz Burg, wo es besichtigt werden konnte; Kapitän Karl-Heinrich Danz.
Bis in die 1960er Jahre fuhr noch eine Kettenfähre in Burg. Hinter dem Toilettengebäude auf der Südseite steht noch die frühere Gaststätte Kanalhof, die bei der Verbreiterung nach 1970 abgebrochen wurde; ihr damaliger Standort befindet sich in der heutigen Anlegebucht.
Bild 4 Eiswinter bei der Anlegestelle Burg am Kornhaus Burg im März 1963. Es zeigt den Rendsburger Dampfeisbrecher Wal im Einsatz.

Bildrechte: Rudolf Böckmann, Burg in Dithmarschen,
von welchem auch die Informationen stammen.

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