Alte Postkarten aus Wilster

Aktuelle Kategorie: Nortorf, Averfleth, Schotten

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1898 Brücke über die Wilsterau in Rumfleth - Fischer mit Senknetz

1898 Hölzerne Brücke über die Wilsterau in Rumfleth
1898 Hölzerne Brücke über die Wilsterau in Rumfleth
1898 Fischer mit Senknetz auf der Brücke über die Wilsterau in Rumfleth

1898 Hölzerne Brücke über die Wilsterau in Rumfleth. Die alte Holzbrücke führte seinerzeit in Rumfleth (kurz vor der damaligen Ziegelei) über den Fluß.
Das Bauwerk wurde im Jahre 1949 durch eine Stahlbeton-Brücke ersetzt.
Hinter der Brücke verläuft die Wilsterau in ihrem im Mittelalter künstlich gegrabenen schnurgeraden Verlauf in Richtung Goldbogen.
Links der Brücke führt die Straße nach Diekdorf und weiter nach Schotten, rechts Richtung Goldbogen.
Eine der Personen auf der Brücke versucht, mit einem Senknetz Fische aus der Wilsterau zu fischen, eine früher an dem Gewässer häufig zu beobachtende Methode.

Bildrechte: Friedrich Schlüter

1900 Schlittschuhlaufen auf der Wilsterau bei der Rumflether Brücke

1900 Die Wilsterau bei der Brücke in Rumfleth
Blick in Richtung Goldbogen, auf die wohl im Mittelalter künstlich gegrabene schnurgerade Gewässerstrecke.
Links führt die Straße nach Diekdorf und weiter nach Schotten, rechts Richtung Goldbogen, vorbei an der hier ehemals betriebenen Ziegelei von Dethlefs (etwa bis 1970 betrieben).
Das Schlittschuh-Laufen war im Winter auf den vielen zugefrorenen Gewässern der Marsch ein beliebtes Vergnügen.
Das Gehöft links gehörte dem Bauern Richard Wilde.
Die schöne Aufnahme wurde noch Jahrzehnte später für neu aufgelegte Ansichtskarten verwendet (Bilder 3 und 4)

Bildrechte: Verlag v. Carl Kuskop, Wilster

1900 Wilsterau in Rumfleth

1900 Wilsterau in Rumfleth

1900 Eine typische Jugendstil Ansichtskarte
o.l. die im Mittelalter gegrabene schnurgrade Strecke der Wilsterau von Rumfleth aus Richtung Goldbogen.
Die als Wasserweg (schiffbares gewässer I. Ordnung) gut ausgebaute Wilsterau verdeutlicht, daß in früheren Jahrhunderten der Verkehr auf dem Gewässer bis nach Burg in Dithmarschen und in die Burger Au und Holsten Au für die Region eine ganz erhebliche Bedeutung hatte.
o.r. die alte hölzerne Rumflether Brücke (nach Diekdorf);
l.u. die Schöpfmühlen prägten lange Zeit das Landschaftbild der Wilstermarsch, sie wurden im letzten Jahrhunderts durch moderne Schöpfwerke ersetzt.

Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster

1900 Wilsterau in Rumfleth

1900 Wilsterau in Rumfleth

1900 Wilsterau in Rumfleth.
Blick von der Rumflether Brücke auf die im Mittelalter künstlich gegrabene schnurgerade Gewässerstrecke der Wilsterau in Richtung Goldbogen.
Die Wilsterau hatte vor der Verlegung ihren alten ursprünglichen Verlauf im großen Bogen entlang dem Rumflether Deich zur Burger Chaussee und von dort wieder zum Goldbogen.
Die links hinter den Bäumen erkennbaren Gehöfte gehören bereits zur Gemeinde Nortorf.
Auf dem Audeich rechts führte ein trockener Fußweg zum Goldbogen und weiter bis nach Averfleth; der rechts am Fuße des Deiches vorhandene Fahrweg war unbefestigt und von den Fuhrwerken zerfahren und daher für Fußgänger schwer passierbar.
Anmerkung: Die auf blauem Papier gedruckten Ansichtskarten firmierten seinerzeit wegen der so erzeugten farblichen Stimmung unter der Bezeichnung "Mondscheinkarte"; hinzu kam, dass die Photographen durch Retusche zumeist einen Vollmond in das Bild plazierten.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1901 Rumflether Brücke über die Wilsterau SF

1900 Rumflether Brücke über die Wilsterau

1901 Rumflether Brücke über die Wilsterau
Blick in Richtung Goldbogen, auf die im Mittelalter künstlich gegrabene schnurgerade Gewässerstrecke. Der ehemalige Verlauf der Wilsterau verlief ursprünglich in einem großen Mäander (Reste der alten Bedeichung sind an der Burger Chaussee noch erkennbar) zum Goldbogen.
Links führt die Straße nach Diekdorf und weiter nach Schotten, rechts Richtung Goldbogen, vorbei an der hier ehemals betriebenen Ziegelei von Dethlefs (bis 1969 betrieben).
Das Gehöft links gehörte dem Bauern Richard Wilde.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
Anmerkung: Die vorgestellte Karte befindet sich in der Sammlung von Frau Ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen

1902 Bauernhof in Diekdorf, Dreschen des Getreides mit Dampfmaschine und Dreschmaschine

1902 Bauernhof in Diekdorf, Dreschen des Getreides mit Dampfmaschine und Dreschmaschine
1902 Bauernhof in Diekdorf, Dreschen des Getreides mit Dampfmaschine und Dreschmaschine

1902 Bauernhof in Diekdorf, Dreschen des Getreides
Ein Bauernhof in Diekdorf bei Wilster.
Es handelt sich um den Görrieshof (Hof 504 in dem Buch Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild).
Auf dem Giebel der rechts stehenden großen Scheune über der Einfahrt zur Diele das seinerzeit für viele Höfe der Wilstermarsch obligatorische Storchennest.
Es wird gerade die Getreide-Ernte eingebracht. Eine große Anzahl an Gehilfen hat sich bei der Dreschmaschine eingefunden; diese wird über einen langen Leder-Riemen von einer Dampfmaschine angetrieben.
Vorne posieren die Bauern.
Ein Knecht als Wasserträger mit einer Tracht (keine Kleidung, sondern ein Querholz, ausgehöhlt für die Schulter und den Hals; an jedem Ende war ein Trageseil mit Haken für die Eimer befestigt) vorne am Steg des breiten Hofgrabens.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Anmerkung: Im Gegensatz zu dem bekannten ursprünglichen Foto ist die hier auf der Ansichtskarte gezeigte Abbildung spiegelverkehrt.
Die ergänzend vorgestellte nicht kolorierte Version der Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Udo Urban, Wilster

1902 Brücke über die Wilsterau in Rumfleth

1902 Brücke über die Wilsterau in Rumfleth
Bei dem jenseits der hier fast rechtwinklig abknickenden Wilsterau zwischen den Bäumen erkennbaren Bauernhof handelt es sich offenbar um den Hof der Witwe Helene Wilhelm.
Die Brücke in Rumfleth über die Wilsterau war ähnlich konstruiert wie die Fußgängerbrücke am Rosengarten. Offenbar ist sie kurz vor der Aufnahme unter Verwendung der hölzernen Pfahljoche der Vorgängerbrücke umgestaltet worden.
Die Brücke wurde im Jahre 1949 durch eine Stahlbeton-Brücke ersetzt.
Früher gab es in Wilster eine große Anzahl von Brücken und Stegen über die Arme der Wilsterau, das Bäckerstraßenfleth und den Burggraben.

Bildrechte: Verlag von Knackstedt & Näther, Hamburg

1902 Wilsterau in Rumfleth

1902 Wilsterau in Rumfleth

1902 Die Wilsterau in Rumfleth.
Blick von der Rumflether Brücke auf die im Mittelalter künstlich gegrabene schnurgerade Gewässerstrecke in Richtung Goldbogen.
Die links hinter den Bäumen erkennbaren Gehöfte gehören so wie dieser Abschnitt der Wilsterau bereits zur Gemeinde Nortorf.
Die rechts erkennbare, zum Zeitpunkt der Aufnahme noch unbefestigte Straße führt Richtung Goldbogen, vorbei an der hier ehemals betriebenen Ziegelei von Dethlefs, welche im Jahre 1969 ihren Betrieb einstellte.

Bildrechte: Knackstedt & Näther, Hamburg

1903 Nortorf, Gehöfte in Schotten, Gastwirtschaft "Zur Wartburg", unbekanntes Gehöft

1903 Nortorf, Gehöfte in Schotten, Gastwirtschaft "Zur Wartburg", unbekanntes Gehöft

1913 Nortorf, Gehöfte in Schotten, Gastwirtschaft "Zur Wartburg"
Mehrbildkarte aus Schotten.
Der Name des Ortes ist allen Führerschein-Neulingen bekannt, ziert er doch das amtliche Beispiel einer Ortstafel der Deutschen Verkehrsschilder.
oben: Bei dem Hof handelt es sich vermutlich um den Hof 518 (Kurt Ramm) in dem Buch „Die Bauernhöfe der Wilstermarsch“.
mittig: Die Gastwirtschaft „Zur Wartburg“ (Inhaber Claus Laackmann) wurde um 1903 von Daniel Wessel erbaut. Das Anwesen beinhaltete auch einen Ausspann für Fuhrwerke. Die Gastwirtschaft wurde zuletzt, bis 1965, von Hans Harder betrieben.
unten: es handelt sich möglicherweise um den Hof von Lucht, welcher m.W. Anfang der 1960er Jahre abbrannte.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1903 Vereinsstraße und Wilsterau in Rumfleth

1903 Wilsterau in Rumfleth, Gemeinde Nortorf bei Wilster
1903 Wilsterau in Rumfleth, Gemeinde Nortorf bei Wilster
1903 Vereinsstraße und Wilsterau in Rumfleth, Gemeinde Nortorf bei Wilster

1903 Vereinsstraße und Wilsterau in Rumfleth.
Das links stehende Bauernhaus (Hof 496 gem. dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild") stand seinerzeit im Eigentum von Henning Ehlers (dessen Nachfolger war Hermann Looft, nach ihm Richard Looft) in der Gemeinde Nortorf.
Im Hintergrund (vgl. Detailvergößerung Bild 3) sind Häuser der gleichfalls in Nortorf liegenden Vereinsstraße zu erkennen. Die auf dem Gebiet der Landgemeinde Nortorf auf Initiative der Lederarbeiter entstandene Vereinsstraße wurde Ende des vorletzten Jahrhunderts angelegt, gefördert vom "Bau- und Sparverein für den Kreis Steinburg". Zu der Zeit durchlebte die Leder-Industrie in Wilster eine stürmische Entwicklung und die Einwohnerzahlen stiegen sprunghaft an. Aus heutiger Sicht kaum begreiflich, lehnten die Wilsteraner Kollegien am 16.05.1899 die von der Gemeinde Nortorf beantragte Eingemeindung der Vereinsstraße ab; Grund war die befürchtete geringe Steuerkraft der dort wohnenden Arbeiter und die befürchteten höheren Kosten bei Schul- und Armenverwaltung.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

1904 Bauernhöfe in Rumfleth an der Wilsterau a

1904 Bauernhöfe in Rumfleth an der Wilsterau
1904 Bauernhof in Rumfleth an der Wilsterau

ca. 1904 Bauernhöfe in Rumfleth rechts der Wilsterau.
In der Wilstermarsch gab es bei den Bauernhöfen zwei vorherrschende Typen.
Zum einen das Huusmannshuus oder Husmanshus mit der zentralen großen Diele in der Mitte des Hauses, viele dieser Häuser hatten einen Kreuzgiebel.
Das vom niederländischen Baustil beeinflußte Barghus oder Barghuus mit seitlich angeordneter großer Diele ähnelt mit seinem mächtigen Dach dem Eiderstedter Haubarg.
Das Gehöft im Vordergrund gehörte dem Landwirt Johannes Thumann; das Hofgegebäude wurde 1911 durch einen die überkommene Bauweise nicht aufnehmenden Neubau ersetzt. Im Hintergrund der Hof des Landwirtes Jürgen Holm.

Bildrechte: Phot. u. Verlag von Friedrich Schlüter, Wilster
Die ergänzend dargestellte kolorierte Fassung der Karte mit dem fast identischen Motiv befindet sich in der Sammlung Ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen

1904 Bauernhöfe in Rumfleth rechts der Wilsterau

1904 Bauernhöfe in Rumfleth rechts der Wilsterau

ca. 1904 Bauernhöfe in Rumfleth rechts der Wilsterau.
Die Wilsterau führt hier als im Mittelalter gegrabene schnurgrade Strecke von der Rumflether Brücke (nach Diekdorf) Richtung Goldbogen; die ursprüngliche Linienführung des Gewässers verlief entlang der der heutigen Chaussee Richtung Dückerstieg und von dort zum Goldbogen - auf Luftbildern ist der Verlauf heute noch erkennbar.
Das Gehöft im Vordergrund gehörte dem Landwirt Johannes Thumann; das Hofgegebäude wurde 1911 durch einen die überkommene Bauweise nicht aufnehmenden Neubau ersetzt. Im Hintergrund der Hof des Landwirtes Jürgen Holm.
In der Wilstermarsch gab es bei den Bauernhöfen zwei vorherrschende Typen.
Zum einen das Huusmannshuus oder Husmanshus mit der zentralen großen Diele in der Mitte des Hauses, viele dieser Häuser hatten einen Kreuzgiebel.
Das vom niederländischen Baustil beeinflußte Barghus oder Barghuus mit seitlich angeordneter großer Diele ähnelt mit seinem mächtigen Dach dem Eiderstedter Haubarg.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

1906 Lederwerke in Landrecht und Rumfleth, Vereinsstraße; Großfeuer bei Falk & Schütt

1906 Lederwerke in Landrecht, Rumfleth, Vereinsstraße
1907 Großfeuer bei den Lederwerken Falk & Schütt in Wilster

1906 Die Lederfabrik von Falk & Schütt in Rumfleth sowie die Lederfabrik „Gebrüder Böhme“, später Vacheleder-Fabrik "Ballin" in Landrecht, machten nach dem Jahr 1870 Wilster zu einem bedeutenden Standort der Lederindustrie.
Wilsters Bevölkerung wuchs in den Jahren 1890 bis 1901 von 2716 auf 5124 Einwohner;
Es entstanden typische Arbeiterquartiere, so unter anderem auch in der noch heute zur Gemeinde Nortorf gehörenden Vereinsstraße.
Arbeiterwohngebiete in den Landgemeinden in Landrecht, Dammfleth und Nortorf wurden eingemeindet.
Eine Katastrophe für die Stadt waren die verheerenden Brände bei Böhme (1903) und Falk & Schütt (1907).
Das am 09. Dezember 1907 wütende Schadensfeuer bei Falk & Schütt zeigt die ergänzend vorgestellte Ansichtskarte.

Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster
Die ergänzend vorgestellte Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung von Frau Ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen

Anmerkung: In Bd. 16 der vierten Auflage von Meyers Konservationslexikon lesen wir über Wilster:
Wilster, Stadt in der preuß. Provinz Schleswig-Holstein, Kreis Steinburg, an der Wilsterau, in der fruchtbaren Wilstermarsch und an der Linie Elmshorn-Heide der Holsteinischen Marschbahn, hat eine evang. Kirche, ein schönes Rathaus, ein Amtsgericht, bedeutende Gerberei, Essig- und Tabaksfabrikation, Bierbrauerei, Branntweinbrennerei, Viehzucht und Viehmärkte und (1885) 2539 fast nur evang. Einwohner.

1907 Gastwirtschaft „Zur Wartburg“ in Schotten

1907 Gastwirtschaft „Zur Wartburg“ in Schotten, Gemeinde Nortorf
Mehrbildkarte aus Schotten.
Die Gebäude der Gastwirtschaft „Zur Wartburg“ im Nortorfer Ortsteil Schotten ließ Daniel Wessel etwa 1903 erbauen.
Das Anwesen beinhaltete auch für Fuhrwerke einen Ausspann, so wie ein solcher früher bei allen ländlichen und an den Landstraßen gelegenen Gasthöfen der Wilstermarsch den Fuhrleuten Möglichkeiten zur Rast und zur Versorgung der Gespanne bot.
Zum Zeitpunkt der Aufnahme wurde der Gasthof von Claus Laackmann betrieben; letzter Betreiber war bis etwa 1965 Hans Harder.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1908 Bauernhaus an der Wilsterau in Rumfleth

1908 Bauernhaus an der Wilsterau in Rumfleth in der Gemeinde Nortorf

1908 Bauernhaus rechts der Wilsterau in Rumfleth in der Gemeinde Nortorf.
Das Gehöft im Vordergrund gehörte dem Landwirt Johannes Thumann; das Hofgegebäude wurde 1911 durch einen die überkommene Bauweise nicht aufnehmenden Neubau ersetzt.
In der Wilstermarsch gab es bei den Bauernhäusern lange Zeit zwei für die Region charakteristische vorherrschende Typen. Zum einen das Huusmannshuus oder Husmanshus mit der zentralen großen Diele in der Mitte des Hauses, viele dieser Häuser hatten einen Kreuzgiebel.
Das vom niederländischen Baustil beeinflußte Barghus oder Barghuus mit seitlich angeordneter großer Diele ähnelt mit seinem mächtigen Dach dem Eiderstedter Haubarg und hatte in der Mitte den namengebenden Bergeraum bzw. Bargraum.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1908 Bauernhof in Kuskoppermoor

ca. 1908 Bauernhof in Kuskoppermoor in der Gemeinde Nortorf.
Der auf einem Melkschemel sitzende und die Kuh von Hand melkende Bauer hat sich offenbar für den Fotografen postiert; bis zur verbreiteten Einführung der elektrischen Melkmaschinen konnten Szenen wie diese bis in die 1950er Jahre in der Wilstermarsch beobachtet werden.
Es handelt sich offenbar um ein Gehöft, welches 1954 abgebrannt ist und nicht wieder errichtet wurde. Besitzer des zu der Zeit verpachteten Hofes (wahrscheinlich an Herbert Becker) war Emil Meiforth. Der Hof stand in Kuskoppermoor kurz hinter der Bahnlinie Wilster-Brunsbüttel auf der linken Seite (von Wilster kommend).
Heute ist das Weideland, aber es stehen dort noch Bäume und der Rest des ehemaligen Hof-Tores.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Anmerkung: Die Information zu dem abgebrannten Hof wurde freundlicherweise mitgeteilt von Herr Karsten Boll.

1908 Bauernhof in Kuskoppermoor in der Gemeinde Nortorf SF

ca. 1908 Bauernhof in Kuskoppermoor in der Gemeinde Nortorf.
Es handelt sich offenbar um ein Gehöft, welches 1954 abgebrannt ist und nicht wieder errichtet wurde. Besitzer des zu der Zeit verpachteten Hofes (wahrscheinlich an Herbert Becker) war Emil Meiforth.
Der Hof stand in Kuskoppermoor kurz hinter der Bahnlinie Wilster-Brunsbüttel auf der linken Seite (von Wilster kommend).
Heute ist das Weideland, aber es stehen dort noch Bäume und der Rest des ehemaligen Hof-Tores.
Interessant ist, dass in eine kolorierte Variante der alten Ansichtskarte ein auf einem Melkschemel sitzender und eine Kuh melkende Bauer vom Photographen in das Bild hinein projeziert wurde.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Anmerkung: Die Information zu dem abgebrannten Hof wurde freundlicherweise mitgeteilt von Herr Karsten Boll.
Die Karte befindet sich in der Sammlung von Reinhard Sötje, Offenburg, der als Kind einige Jahre in St. Margarethen wohnhaft war.

1909 Gehöfte in Nortorf und Landscheide

1909 Gehöfte in Nortorf und Landscheide in der Wilstermarsch
1909 Gasthof Schütt in der Gemeinde Landscheide
1909 Gehöft in Nortorf oder Landscheide in der Wilstermarsch

1909 Gehöfte in Nortorf und Landscheide.
oben: Husmannshus in St. Margarethen Landscheide; der genaue Standort des Hofes konnte noch nicht ermittelt werden.
mittig (Bild 2): Gasthof Schütt in der Gemeinde Landscheide. Die zuletzt von Karl Schütt betriebene Gastwirtschaft bestand bis ca. 1960.
unten (Bild 3): Familie des Bauern vor dem Gehöft. Ein Bauernjunge posiert auf dem Pferd, welches vor den einachsigen Karren (Melkkarren) für die Milchkannen angespannt ist.
Der Standort des Hofes konnte noch nicht ermittelt werden. Um Mithilfe wird gebeten!

Bildrechte: Karl Kuskop, Wilster

1909 nicht lokalisierte Straße, Schule in Schotten, Gasthof Schütt in Landscheide

1909 nicht lokalisierte Straße; Schule in Schotten in der Gemeinde Nortorf; Gasthof Schütt in Landscheide
1909 Schulhaus in Schotten, Gemeinde Nortorf
Gasthof Schütt in der Gemeinde Landscheide

1909 Motive aus den gemeinden Nortorf und Landscheide
nicht lokalisierte Straße, Schule in Schotten, Gasthof Schütt in Landscheide
oben: Die Örtlichkeit konnte noch nicht lokalisiert werden. um Mithilfe wird gebeten!
mittig (Bild 2): Die Abbildung zeigt das Schulhaus in Schotten, Gemeinde Nortorf.
Die Schule Schotten wurde 1972 geschlossen, das Gebäude war in den Jahren 1905/07 errichtet worden. Zum Distrikt der Schottener Schule (sie war eine von drei Nortorfer Schulen, nämlich Nortorf, Schotten und Rumfleth) gehörten die Ortsteile Schotten, Dwerfeldt, Salat, Rehweg, Poßfeld sowie der Dammflether Ortsteil Neufeld.
unten (Bild 3): Die Abbildung zeigt den Gasthof Schütt in der Gemeinde Landscheide. Die zuletzt von Karl Schütt betriebene Gastwirtschaft bestand bis ca. 1960.

Bildrechte: Karl Kuskop, Wilster

1910 Bauernhof an der Wilsterau in Rumfleth SF

1910 Bauernhof an der Wilsterau in Rumfleth
Es handelt sich um den in Rumfleth bei der Kurve vor der Rumflether Brücke stehenden Bauernhof, der zur Zeit der Aufnahme im Eigentum von Marcus Nagel stand und von diesem bewirtschaftet wurde.
Der heute noch weitgehend in seiner alten Form bewahrte Gebäude (Hof Nr. 495 (im Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild") wurde 1918 von Heinrich Auhage erworben und steht heute noch im Eigentum von dessen Nachkommen.

Bildrechte: nicht bekannt
Die vorgestellte Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung von Frau Ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen

1910 Poßfeld in der Gemeinde Nortorf, Gastwirtschaft "Zur Erholung"

1910 Poßfeld in der Gemeinde Nortorf, Gastwirtschaft "Zur Erholung"

1910 Gastwirtschaft „Zur Erholung“ von Peter Rohwedder in Poßfeld, Gemeinde Nortorf.
Gebäude 539a in dem Buch „Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild“.
Bereits vor 1780 hatte hier eine Gaststätte bestanden, die wie alle ländlichen Gasthöfe in der Wilstermarsch über einen Ausspann verfügte.
1890 hieß der Wirt Peter Springer und dieser betrieb bereits schon einen Tanz- und Festsaal sowie eine Kegelbahn, die noch bis in die Zeit der 1940er Jahre benutzt wurde.
Ab den 1920er Jahren gehörte das Lokal der Familie Evers, zunächst Simon Evers und danach dessen Sohn Gustav. Letzterer war auch als landwirtschaftlicher Lohnunternehmer tätig; zu dem Anwesen gehörte immer schon eine kleine Landwirtschaft.
Gustav Evers verkaufte die Gastwirtschaft 1974 an Alfred (Alli) und Annelene Pech, welche zuvor den Gasthof „Zur Linde“ am Kohlmarkt in Wilster geführt hatten; das neue Wirtspaar benannte die Gastwirtschaft in „Poßfelder Hof“ um.
Nach 1985 wurde der Betrieb eingestellt.

Bildrechte: Verlag Friedrich Halberstadt, Itzehoe

1910 Wilsterau in Rumfleth

1910 Gehöft an der Wilsterau in Rumfleth
1910 Gehöft an der Wilsterau in Rumfleth

1910 Die Wilsterau in Rumfleth, Blick etwa aus Höhe der Vereinsstraße flußaufwärts.
Der im Hintergrund erkennbare Bogen der Wilsterau ist offenbar im Mittelalter künstlich gegraben worden; nach einer weiteren rechtwinkligen Kurve an der Rumflether Brücke führt das Gewässer schnurgerade bis zum Goldbogen.
Der ehemalige Verlauf der Wilsterau verlief ursprünglich in einem großen Mäander (Reste der alten Bedeichung sind an der Burger Chaussee noch erkennbar) zum Goldbogen.

Bildrechte: Verlag v. L. Behning, Wilster

Die ergänzend vorgestellte Ansichtskarte zeigt am selben Weg an der Wilsterau ein etwas oberhalb gelegenes weiteres Bauernhaus. Die Karte befindet sich in der Sammlung von Frau ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen
Bildrechte: Karl Kuskop, Wilster

1911 Averfleth, Dampf-Schöpfwerk, "Gasthof Duckunder", Schule

1911 Averfleth, Dampf-Schöpfwerk, "Gasthof Duckunder", Nortorfer Schule.
Das zur Gemeinde Nortorf gehörende Averfleth liegt in dem Übergangsbereich der alten Marsch zu dem erst spät besiedelten hohen Moor, welches seit einer Ewigkeit die Wilstermarsch von Dithmarschen trennte.
Uralte Deiche – der Moordeich und der Borlboom - schützten die Niederungslandschaft vor Abflüssen aus dem Moor.
Bei Averfleth ersetzte recht früh (vor 1910) ein auf die Wilsterau entwässerndes Dampf-Schöpfwerk zuvor in Gebrauch befindliche Entwässerungs-Mühlen.
Wie in so vielen bäuerlichen Ortschaften bestanden auch in Averfleth eine Dorf-Schule und eine Gastwirtschaft.
Die Gebäude standen wegen der hier etwas tragfähigeren Bodenverhältnisse nahe der Wilsterau auf deren ehemaliger Uferrehne.
Die Schule in Averfleth bestand bis 1972.
Die Gastwirtschaft „Zum Duckunder“ wurde bis 1974 betrieben.
Der auch für den Ortsteil verwendete Name Duckunder (manchmal auch: Dukunder) verweist offenbar auf eine dort vorhanden gewesene frühe Brücke über die Wilsterau, so wie wohl auch eine solche bei der Örtlichkeit Dückerstieg vorhanden gewesen war (dort verlief vom Goldbogen kommend früher die Wilsterau); vgl. lat. ducere = führen; eine Überführung (Brücke) oder Unterführung (Düker).
Die ergänzend beigestellte Luftaufnahme (Bild 3) zeigt die Standorte von Duckunder und Dückerstieg (orange Kreise) und läßt auch den ursprünglichen Verlauf der Wilsterau vom Goldbogen zum Dückerstieg erkennen.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Luftbild: google maps

1911 Dampfmühle Averfleth an der Wilsterau

1911 Dampfmühle Averfleth an der Wilsterau

ca. 1911 Dampfmühle Averfleth an der Wilsterau
Die auf einem alten Mühlenstandort unmittelbar an der Wilsterau in Neuendorf-Sachsenbande vorhanden gewesene Mühle ist seinerzeit von Windkraft auf Motorkraft (Dampfmaschine) umgerüstet worden.
Hinter der eigenwilligen Konstruktion des Schornsteins auf dem Maschinenhaus ist der seiner Flügel bereits beraubte Torso der alten Windmühle zu erkennen.
Die Umrüstung der Mühle auf den Dampfbetrieb wurde, wie das Foto dokumentiert, gerade durchgeführt.
Durch den großen Mauerdurchbruch des umittelbar an der Wilsterau stehenden Maschinenhauseswurde offenbar die Maschinenanlage in das Gebäude geschafft. Der hohe und mit einer Gitterkonstruktion sowie Abspannungen gesicherte hohe Schornstein wird auf dem Dach des Gebäudes montiert, auf dem mehrere Personen zu erkennen sind.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
Anmerkung: die Ansichtskarte wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Ralf Steffens, Luzern, Schweiz

1911 Dampfmühle Averfleth an der Wilsterau SF

1911 Dampfmühle Averfleth an der Wilsterau

ca. 1911 Dampfmühle Averfleth
Eigenwillige Konstruktion eines Schornsteins.
Die offenkundig auf einem alten Mühlenstandort unmittelbar an der Wilsterau in Neuendorf-Sachsenbande vorhanden gewesene Mühle ist seinerzeit von Windkraft auf Motorkraft (Dampfmaschine) umgerüstet worden.
Im Hintergrund ist der ihrer Flügel bereits beraubte Torso der alten Windmühle zu erkennen, während vorne das Maschinenhaus am Ufer der Wilsterau steht. Die Umrüstung auf den Dampfbetrieb wird, wie das Foto Dokumentiert, gerade durchgeführt. Durch den großen Mauerdurchbruch wurde offenbar die Maschinenanlage in das Gebäude geschafft. Der hohe und mit einer Gitterkonstruktion sowie Abspannungen gesicherte hohe Schornstein wurde auf dem Dach des Gebäudes montiert.
Nachdem nur noch der Mauerdurchbruch des Maschinenhauses wieder zu verschließen ist, posieren Eigner und Handwerker nach verrichteter Arbeit vor dem Bauwerk am Ufer der Wilsterau.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Ralf Steffens, Luzern, Schweiz

1912 Schießstand des Schützenvereins Wilster in Rumfleth - Gemeinde Nortorf

1912 Einweihung des Schießstandes des Schützenvereins Wilster in Rumfleth, Gemeinde Nortorf

1912 Einweihung des Schießstandes des Schützenvereins Wilster in Rumfleth, Gemeinde Nortorf.
Am 01.09.1912 wurde der zuvor in unmittelbarer Nachbarschaft der Rumflether Ziegelei neu errichtete Schießstand des Schützenvereins Wilster feierlich eingeweiht.
Festredner und zahlreiche festlich gekleidete Gäste haben sich auf dem Gelände eingefunden. Die Herren allesamt mit Hut oder Zylinder, die Mädchen und Damen in weißen Kleidern sowie letztere mit breitrandigen Hüten.
Ganz rechts Mitglieder der Bürger-Schützen-Gilde in ihren weißen Hosen.
Der bei der Rumflether Ziegelei errichtete Schießstand wurde an diesem Standort bis 1930 betrieben; in dem Jahr war am Brook eine neue Anlage errichtet worden.
Der noch heute bestehende Schützenverein Wilster ist bereits im Jahre 1895 gegründet worden.

Bildrechte: nicht bekannt (vermutlich Ludwig Behning, Wilster)

1913 Bauernhof an der Wilsterau in Rumfleth SF

1913 Bauernhof an der Wilsterau in Rumfleth
1913 Bauernhof an der Wilsterau in Rumfleth

1913 Bauernhof an der Wilsterau in Rumfleth
Bauernhöfe in Rumfleth rechts der mit Gehölzen bestandenen Wilsterau.
In der Wilstermarsch gab es bei den Bauernhöfen zwei vorherrschende Typen.
Zum einen das Huusmannshuus oder Husmanshus mit der zentralen großen Diele in der Mitte des Hauses, viele dieser Häuser hatten einen Kreuzgiebel.
Das vom niederländischen Baustil beeinflußte Barghus oder Barghuus mit seitlich angeordneter großer Diele ähnelt mit seinem mächtigen Dach dem Eiderstedter Haubarg.
Das Gehöft im Vordergrund gehörte dem Landwirt Johannes Thumann; das Hofgegebäude wurde 1911 durch einen die überkommene Bauweise nicht aufnehmenden Neubau ersetzt.

Bildrechte: Phot. u. Verlag Carl Kuskop, Wilster
Anmerkung: Die beiden vorgestellten Versionen der Ansichtskarte befinden sich in der Sammlung Udo Urban, Wilster

1913 Bauernhof in Rumfleth

1913 Bauernhof in Rumfleth
Hof 497 in „Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild“

ca. 1913 Bauernhof in Rumfleth.
Rechts im Vordergrund gut erkennbar der damals bei den alten Wilstermarsch-Höfen vorhandene obligatorische breite Hofgraben, der dem Anwesen etwas burgenartiges verlieh.
Es handelt sich offenbar um den Hof von Klaus Jürgen Holm, (Hof 497 in „Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild“).
Storchennester waren früher auf vielen Höfen vorhanden; noch im Jahre 1977 (als Peter J. von Holdt, der Begründer dieser Heimat-Seite, die Gründung der Ortsgruppe Wilstermarsch im damaligen deutschen Bund für Vogerlschutz - heutiger NABU - initiierte und deren erster Vorsitzender wurde) gab es in der Wilstermarsch noch gut 30 beflogene Storchennester.

Bildrechte: Verlag Gebrüder Lempe, Kiel

1913 Bauernhöfe in Rumfleth an der Wilsterau

1913 Bauernhöfe in Rumfleth rechts der Wilsterau.
Der Weg vor den Höfen ist unbefestigt.
Über den Zeitraum vieler Jahrhunderte boten sich die Wege und Straßen in der Marsch als schwierig zu nutzende Verkehrswege dar. Sie waren häufig morastig und von tiefen Pfützen bedeckt – da ist es kein Wunder, daß bis zum Aufkommen befestigter Straßen im 1900 Jahrhundert vorher die Wasserwege bevorzugte Verkehrsverbindungen waren.

Bildrechte: Verlag C.K.W.

1913 Wilsterau in Rumfleth

1913 Wilsterau in Rumfleth
gegenwärtiger und ursprünglicher verlauf der Wilsterau oberhalb der Stadt Wilster

1913 Wilsterau in Rumfleth
Der schnurgerade Verlauf der Wilsterau von der Rumflether Brücke bis zum Goldbogen wurde im Mittelalter zur Verbesserung der Schiffbarkeit und der Entwässerung künstlich gegraben; unmittelbar an das Gewässerbett grenzen beidseitig die Deiche der Wilsterau an.
Der ehemalige ursprüngliche Verlauf der Wilsterau führte in Mäandern von Diekdorf über Dückerstieg zum Goldbogen und kann heute noch auf Luftbildern erkannt werden. Im Gelände selbst kann man an der nach Burg führenden Chaussee (L 135) in Hackeboe Reste des ehemaligen Deiches erkennen.
Bild 2 (Auszug aus der von Deichbaumeister Könecke und dem Vermessungstechniker Häbry gefertigten "Historischen Karte der Wilstermarsch") zeigt den ursprünglichen und den geänderten Verlauf der Wilsterau.

Bildrechte: Verlag Gebrüder Lempe, Kiel
Die Karte erschien in der vom Verlag aufgelegten
Serie "Auf heimatlicher Erde II" als Nr. 6

1914 Gehöft in Nortorf oder Ecklak

1914 Gehöft in Nortorf oder Ecklak

1914 Gehöft in Nortorf oder Ecklak.
Wie es bei den seinerzeit seltenen Gelegenheiten photographiert zu werden üblich war, hat sich die Familie des Bauern in sonntäglicher Kleidung vor dem Gehöft aufgestellt; zum Arrangement gehörte gleichfalls das Präsentieren einer stattlichen Milchkuh. Das offenbar auf einer alten Warft stehende abgebildete Bauernhaus konnte noch nicht identifiziert werden.
Als Absenderadresse ist auf der Karte Nortorf vermerkt, andererseits weist das gebäude Ähnlichkeiten zu dem Gehöft Voss auf (Hof 486 gem. dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild").
Um Mithilfe bei der identifizierung wird gebeten!

Bildrechte: nicht bekannt; sogenannte Privat-Postkarte

1914 Wohnhaus in Diekdorf, Gemeinde Nortorf SF

1914 Wohnhaus in Diekdorf, Gemeinde Nortorf

1914 Wohnhaus in Diekdorf, Gemeinde Nortorf
Der exakte Standort des Hauses konnte noch nicht ermittelt werden.
Um Mithilfe wird gebeten!

Bildrechte: L. Treichel, Altona
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Udo Urban, Wilster

1918 Bauernhaus an der Wilsterau in Rumfleth

1918 Bauernhaus an der Wilsterau in Rumfleth

1918 Bauernhaus an der Wilsterau in Rumfleth.
Es handelt sich bei dem Gebäude um Hof 500 (gem. dem Buch „Die Bauernhäuser der Wilstermarsch im Bild“), welcher zum Zeitpunkt der Aufnahme im Eigentum von Johannes Brandt stand und von diesem auch bewirtschaftet wurde.
Das Hofgebäude wurde 1978 von dem Tierarzt Klaus Ehlers erworben.
Die im Vordergrund fließende Wilsterau verläuft rechts in zwei gegenläufigen Kurven, wobei unmittelbar hinter der zweiten die Rumflether Brücke das Gewässer überquert, welches von dort aus in schnurgerader im Mittelalter künstlich gegrabener Linienführung in Richtung Goldbogen verläuft.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

1920 Schöpfmühle in Schotten - eine Kokermühle

1920 Schöpfmühle in Schotten in der Wilstermarsch
1920 Schöpfmühle in Schotten in der Wilstermarsch

1920 Schöpfmühle in Schotten - eine Kokermühle
Vor über 100 Jahren gab es in der Wilstermarsch zahlreiche Schöpfmühlen;
Hunderte dieser in der Wilstermarsch fälschlich Bockmühlen genannten Mühlen schöpften mit einer archimedischen Schnecke das Wasser aus den Gräben in die höher gelegenen bedeichten Wettern.
Die letzte aus Dwerfeld stammende Schöpfmühle wurde 1960 in Honigfleth aufgestellt.
Sie gilt heute als Wahrzeichen der Wilstermarsch; die sogenannte "Bockmühle Honigfleth" ist entsprechend ihrer Bauart eine Köcherwindmühle bzw. Kokerwindmühle, auch kurz Kokermühle genannt; vielfach wurde diese Mühlenart auch Wippmühle genannt. Bockmühlen sind fast ausnahmslos immer Getreidemühlen und können bautechnisch nie Wasserschöpfmühlen sein.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Mit der Karte wurde für das dreibändige Heimatbuch des Kreises Steinburg geworben.
Anmerkung: Das gelaufene Exemplar der Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Silke Brenner, Freiburg

1920 Schöpfmühle in Schotten - eine Kokermühle b

1920 Koker-Schöpfmühle in Schotten in der Wilstermarsch

ca. 1920 Koker-Schöpfmühle in der Wilstermarsch
Vor über 100 Jahren gab es in der Wilstermarsch zahlreiche Schöpfmühlen;
Im vorletzten Jahrhundert schöpften hunderte dieser in der Wilstermarsch vielfach fälschlich "Bockmühlen" genannten Mühlen mit einer archimedischen Schnecke das Wasser aus den Gräben in die höher gelegenen bedeichten Wettern.
Die letzte aus Dwerfeld stammende Schöpfmühle wurde 1960 in Honigfleth aufgestellt - (der Betreiber dieser Seite, Peter J. von Holdt wirkte als Maurer-Lehrling mit seiner ersten Arbeit hieran mit).
Allerdings ist das Wahrzeichen der Wilstermarsch, die Bockmühle Honigfleth, keine Bockmühle, sondern entsprechend ihrer Bauart eine Köcherwindmühle bzw. Kokerwindmühle, auch kurz Kokermühle genannt; vielfach wurde diese Mühlenart auch Wippmühle genannt.
Bockmühlen sind fast ausnahmslos immer Getreidemühlen und können bautechnisch nie Wasserschöpfmühlen sein. Die Schöpfmühlen der Wilstermarsch hatten anstelle des Bockes einen Koker bzw. Köcher, sie waren Kokermühlen.
Quelle: freundlicher Hinweis durch J.S. Bakker, Holland

Bildrechte: auf der Karte nicht verzeichnet (Carl Kuskop, Wilster)
Anmerkung: Dieses Foto wurde immer wieder mit anderen Aufschriften oder Bildausschnitten für Ansichtskarten verwendet.

Hier finden Sie ein Video über die Funktion der Bockmühle, Elbfischer und die Tiefste Landstelle Deutschlands

1920 Wohnhaus in Diekdorf, Gemeinde Nortorf

1920 Wohnhaus in Diekdorf, Gemeinde Nortorf
Vergleichsbild - ähnliches Wohnhaus in der Vereinsstraße
1920 Wohnhaus in Diekdorf, Gemeinde Nortorf

1920 Wohnhaus in Diekdorf, Gemeinde Nortorf.
Bei dem Gebäude handelt es sich offenbar um das unmittelbar jenseits der Stadtgrenze Wilster und des Bahnüberganges (Bahnstrecke Wilster – Brunsbüttel) in der Gemeinde Nortorf gelegene Haus.
Die Fassade des Hauses ähnelt selbst in Details sehr einigen der in den 1890er Jahren in der Vereinsstraße gebauten Häusern (vgl. Haus Zamaitat Bild 3, und bearbeitetes Bild 4), die in der Zeit entstanden, als Wilsters Bevölkerung durch die boomende Lederindustrie in den Jahren 1890 bis 1901 von 2716 auf 5124 Einwohner wuchs.
Das Gebäude wurde später von dem wilsteraner Gastwirt Egon Hoinke erworben, welcher es vermietete und das links daneben gelegene Freigelände an den Deich- und Hauptsielverband Wilstermarsch zur Nutzung als Lagerplatz verpachtete. Das Gebäude ist umgebaut worden, wobei wegen des Treppenaufganges die Haustür nach rechts verlegt wurde.

Bildrechte: Nicht bekannt

1921 Wohnhaus an der Wilsterau in Averfleth

1921 Wohnhaus an der Wilsterau in Averfleth - Geburtshaus des Musiker und Komponisten Wilhelm Nagel (* 19.03.1870 + 06.05.1954)

1921 Wohnhaus an der Wilsterau in Averfleth.
Es handelt sich bei dem abgebildeten Gebäude offenbar um das Geburtshaus des dort am 19. März 1870 geborenen und später in Wilster lebenden Musiker und Komponisten Wilhelm Nagel (er starb 06.05.1954).
Dieser Musiker leitete zu seiner Zeit alle Chöre in Wilster und wirkte in mehreren Kapellen mit. Er wurde über die Landesgrenzen hinaus bekannt als Leiter vieler Chor-Konzerte sowie als Komponist zahlreicher Musikstücke.
Mit seiner Ehefrau betrieb er ein Geschäft für Galanterie Waren im Haus Deichstraße 38.
An ihn ist unter der genannten Anschrift auch die Karte gerichtet.
Schon als junger Mann war Wilhelm Nagel in seiner Heimatstadt Wilster sehr bekannt. Es genügte die Anschrift "W. Nagel, Musiker, Wilster", um an ihn bzw. seine Ehefrau gerichtete Post sicher zuzustellen.
Die Stadt Wilster ehrte ihn mit der Benennung der Straße Wilhelm-Nagel-Allee im Neubaugebiet auf dem Billerbekschen Land.

Bildrechte: nicht bekannt, sogen. Privat Ansichtskarte

1922 Überschwemmung der Wilstermarsch in Nortorf (Ex)

1922 Überschwemmung der Wilstermarsch in Nortorf bei Wilster

1922 Überschwemmung der Wilstermarsch in Nortorf
Bis weit in die zweite Hälfte des vergangenen Jahrhunderts waren weite Gebiete der Wilstermarsch in niederschlagsreichen Zeiten immer wieder großflächig überschwemmt. Die auf flachen Wurten/Warften gelegenen Gehöfte ragten dann aus der Wasserfläche wie bei Sturmfluten die Halligen in der Nordsee.
Die Karte zeigt eine derartige Situation um 1922 im Bereich des früheren in der Gemeinde Nortorf gelegenen Sladensee, dessen Gebiet heute von der Straße zwischen Schotten und Nortorf durchquert wird.
An den früher vorhanden gewesenen See erinnern noch die Ortsbezeichnung für die beiden "auf dem Salat" (Slaat) gelegenen Gehöfte.
Diese für die landwirtschaftliche Nutzung der Flächen misslichen Geschehnisse änderten sich entscheidend erst ab der Mitte des vergangenen Jahrhunderts. Die zu größeren Sielverbänden zusammengefassten Entwässerungsgebiete wurden schrittweise im sogenannten "Inneren Ausbau" mit leistungsfähigen Vorflutern und Unterschöpfwerken versehen, an den Mündungen der Wettern an Stör und Elbe wurden die neu errichteten Sielbauwerke mit sehr leistungsfähigen Schöpfpumpen ausgerüstet.
Der Deich- und Hauptsielverband Wilstermarsch in Wilster betrieb diese Maßnahmen über den Zeitraum von drei Jahrzehnten mit großem Nachdruck und setzte für Planung und Bauleitung eigenes Fachpersonal ein. Die Baukosten wurden nur zu einem geringen Teil über die Beiträge der veranlagten Flächen aufgebracht, da große Summen öffentlicher Gelder von Bund und Land zur Verfügung gestellt wurden.

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Wilster
Anmerkung: Die Karte befindet sich in einer externen Sammlung

1922 Überschwemmung im Gebiet des Sladensee

1922 Überschwemmung im Gebiet des Sladensee

1922 Überschwemmung im Gebiet des Sladensee
Bis weit in die 1960er Jahre wurden Gebiete in der Wilstermarsch häufig großflächig überschwemmt.
Erst die vom Deich- und Hauptsielverband Wilstermarsch für die einzelnen Sielverbände errichteten leistungsfähigen Schöpfwerke machten diesen für die Landwirte mißlichen Ereignissen ein Ende. Mit Planung und Bau der Schöpfwerke waren u.a. die Ingenieure Uwe Paulsen, Franz Kohak, Christian Garlipp und Peter von Holdt betraut.
Die Abbildung zeigt eine Überschwemmung im Bereich des früheren in der Gemeinde Nortorf gelegenen Sladensee, dessen Gebiet heute von der Straße zwischen Schotten und Nortorf durchquert wird.
An den früher vorhanden gewesenen See erinnern noch die Ortsbezeichnung für die beiden "auf dem Salat" (Slaat) gelegenen Gehöfte.
Die Ansichtskarte wurde verausgabt vom Verlag. J. J. Augustin in Glückstadt und Hamburg
um für das von ihm verlegte "Heimatbuch des Kreises Steinburg" in 3 Bänden zu werben (sh. Bild 2).

Bildrechte: Ballerstädt, Wilster

1930 Kabelverlegung an Strommasten in Schotten, Gemeinde Nortorf

ca. 1930 Kabelverlegung an Strommasten in Schotten, Gemeinde Nortorf
ca. 1930 Kabelverlegung an Strommasten in Schotten, Gemeinde Nortorf

ca. 1930 Kabelverlegung an Strommasten in Schotten, Gemeinde Nortorf.
Die Datierung der Privat-Ansichtskarten ist geschätzt!
Bild 1: Das in Bildmitte erkennbare Transformatorenhaus wurde zu dem Zeitpunkt errichtet, auf den am Gebäude stehenden Gerüst sind die Maurer noch bei der Arbeit.
Ganz im Hintergrund ist das ehemalige Schulhaus in Schotten zu erkennen.
Rechts hinter dem Schuppen der Gasthof „Zur Wartburg“, die Daniel Wessel etwa 1903 erbauen ließ. Die Gastwirtschaft wurde zuletzt, bis 1965, von Hans Harder betrieben.
Bild 3: Arbeiten an einem A-Mast nahe der damaligen Gaststätte "Zur Wartburg"
In der Fortsetzung des unbefestigten und Richtung Bahnstrecke Wilster-Brunsbüttel führenden Weges sind hinten zwei Windrotoren erkennbar, wie sie seit Beginn des vergangenen Jahrhunderts die in der Wilstermarsch gebräuchlichen Schöpfmühlen (Koker-Mühlen) ablösten.

Bildrechte: nicht bekannt

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