Alte Postkarten aus Wilster

Aktuelle Kategorie: Post Ephemera Firmen Institutionen Zeitungen

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1873 Klempnermeister August Carlsen in Wilster

1873 Brief aus Wewelsfleth an den Klempnermeister August Carlsen in Wilster
1873 Rückseite Brief aus Wewelsfleth an den Klempnermeister August Carlsen in Wilster

1873 Brief aus Wewelsfleth an den Klempnermeister August Carlsen in Wilster
August Carlsen in Wilster ist als Klempner aufgeführt im 1872 erschienenen ADRESSBUCH der Kaufleute, Fabrikanten und Gewerbsleute sowie der Hof- & Guts-Besitzer.
Die Straße ist nicht verzeichnet; der genaue Standort des Betriebes konnte noch nicht festgestellt werden

1876 Kolonialwaren und Eisenwarenhandlung H. Martens in Wilster

1876 Correspondenz-Carte der Firma Kolonialwaren und Eisenhandlung H. Martens in Wilster
1876 Correspondenz-Carte der Firma Kolonialwaren und Eisenhandlung H. Martens in Wilster

1876 Kolonialwaren und Eisenwarenhandlung H. Martens
Correspondenz-Carte
Nachdem Heinrich Stephan, der Generalpostdirektor des Norddeutschen Bundes, im Jahre 1870 die Postkarte eingeführt hatte, wurde diese gegenüber der Briefpost kostengünstigere Alternative vielfach auch für geschäftliche Korrespondenz von Wilsteraner Firmen genutzt.
Das Geschäft von H. Martens firmierte im Haus Markt 10 und 11 in Wilster, wobei in dem Ladengeschäft außer dem Handel mit Kolonialwaren, Eisenwaren, Stoffen, Kurzwaren, Tabak, Zigarren auch eine Agentur betrieben wurde. Die Geschäftsbeziehungen der Firma reichten offenbar weit über die Wilstermarsch hinaus, denn die Karte ist an die Fürstlich Schwarzenbergischen Resonanzholzfabriken in Maderhäuser bei Winterberg (heutiges Vimperk) in Böhmen adressiert. Resonanzholz wurde für die Herstellung von Musikinstrumenten verwendet. In der Mitteilung wird darum gebeten, eine Summe von sechsundzwanzig Gulden und 23 Kreuzer an Ignaz Flandorffer in Oedenburg, Ungarn, auskehren zu wollen. Bei Ignaz Flandorffer handelte es sich um eine herausragende Persönlichkeit, über welche in der unten aufrufbaren Datei mehr nachgelesen werden kann.
Die Firma H. Martens Nachfolger (Inhaber A. Wilde) bestand noch in den 1930er Jahren; in das Gebäude zog später die „Wilstermarsch Sparkasse“ (spätere Verbandssparkasse, jetzt Sparkasse Westholstein) ein.

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1876 Zimmerei Reimer Griese - Materialbestellung

1876 Zimmerei Reimer Griese in Wilster - Materialbestellung
1876 Zimmerei Reimer Griese in Wilster - Materialbestellung

1876 Zimmerei Reimer Griese - Materialbestellung
Bestellung von Baumaterialien bei der Holzhandlung Rehder in Lübeck durch den wilsteraner Zimmermeister Reimer Griese, welcher auf dem Helgenland an der Wilsterau in Wilster auch den Bau von hölzernen Fracht-Ewern betrieb.
Reimer Griese ist dort bereits für das Jahr 1861 als Erbauer eines hölzernen Ewers genannt.

Reg. mein-wilster: 1387 PK
Anmerkung: Es handelt sich um eine der ältesten gelaufenen und auf dieser Heimat-Seite vorgestellten Postkarten.
Hinweis: Eine Leseabschrift der mit der Postkarte vorgenommenen Bestellung kann unten aufgerufen werden.

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1887 Postkarte der Lederwerke Falk & Schütt

1887 Postkarte der Lederwerke Falk & Schütt
1887 Postkarte der Lederwerke Falk & Schütt

1887 Postkarte der Lederwerke Falk & Schütt,
welche um die vorletzte Jahrhundertwende eine Zeit lang die größten in Europa waren.
Die Lederfabrik von Falk & Schütt in Rumfleth sowie die Lederfabrik „Gebrüder Böhme“, später Vacheleder-Fabrik "Ballin" in Landrecht, hatten nach dem Jahr 1870 Wilster zu einem bedeutenden Standort der Lederindustrie gemacht. Wilsters Bevölkerung wuchs in den Jahren 1890 bis 1901 von 2716 auf 5124 Einwohner; es entstanden typische Arbeiterquartiere, so unter anderem auch in der noch heute zur Gemeinde Nortorf gehörenden Vereinsstraße.
Arbeiterwohngebiete in den Landgemeinden in Landrecht, Dammfleth und Nortorf wurden eingemeindet.
Mit der offenen Karte kündigten die Lederwerke einer Spedition in Hamburg die Lieferung einer Kiste mit Leder im Wert von 1.100 Mark an mit der Bitte, diese an eine Adresse in London, Großbritannien, weiter zu befördern „via Harwich“. Ein Beleg für die internationalen Verbindungen der Wilsteraner Leder-Industrie.

Reg. mein-wilster: 1469 PK

1888 Lederfabrik Gebrüder Böhme - Korrespondenzkarte mit Firmenstempel

1888 Lederfabrik Gebrüder Böhme - Korrespondenzkarte
1888 Lederfabrik Gebrüder Böhme - Korrespondenzkarte

1888 Lederfabrik Gebrüder Böhme.
Firmenpost wurde seinerzeit vielfach auf offenen Postkarten abgewickelt.
So erging mit vorgestellter Postkarte am 09. März 1888 ein Angebot der Lederfabrik Gebrüder Böhme an die Firma P. Cohn & Co. in Altona an der Große Freiheit mit der Mitteilung:
"Es sammeln sich jetzt mehr Kalbfelle an; sagen sie uns welchen Preis sie heute anlegen."
Gemeinsam mit den Lederwerken „Falk & Schütt“ war die Lederfabrik der „Gebrüder Böhme“ der erste Industriebetrieb in Wilster.
Die Fabrik ist hervorgegangen aus der bereits 1850 von Nicolaus Böhme an der Landrechter Straße gegründeten Lohgerberei, welche anfangs 4 Gesellen beschäftigte. Nachdem die beiden Söhne Johann und Heinrich in den Betrieb eintraten und ihn Anfang der 1870er Jahre übernahmen, firmierte der Betrieb unter dem Namen Lederfabrik „Gebrüder Böhme“.
Der Betrieb wuchs in der Folge rasch und zählte 1878 bereits 20 Beschäftigte, 1880 arbeiteten dort 30 Personen.
Ende der 1880er Jahre – also zur Zeit der vorgestellten Postkarte - hatte die Fabrik enorm expandiert und zählte fast 100 Beschäftigte und kurz vor der Jahrhundertwende sogar 350.
Neue Maschinen waren angeschafft, dazu neue Fertigungsgebäude und ein Maschinenhaus mit einem hohen Schornstein errichtet worden.
Der Schuldendienst für die rasche Expansion führte in der Folge dazu, dass der Hamburger Gläubiger Eigentümer des Betriebes wurde, der danach unter „Gebr. Böhme Co.“ firmierte.
1903 zerstörte ein Schadenfeuer die Fabrik, deren Reste 1907 verkauft wurden an einen dänischen Betreiber aus Kopenhagen, welcher sie in Teilen wieder errichtete und mit etwa 40 Beschäftigten die „Vachelederwerke Ballin GmbH“ betrieb.
Ende des Jahres 1940 wurde der Betrieb in Wilster endgültig eingestellt.

Reg. mein-wilster: 1479 PK

1899 Rechtsanwalt und Notar H. Harten in Wilster - Brief an Provinzial Irrenanstalt Schleswig

1899 Brief Rechtsanwalt und Notar H. Harten in Wilster an die Provinzial-Irrenanstalt Schleswig
1899 Brief Rechtsanwalt und Notar H. Harten in Wilster an die Provinzial-Irrenanstalt Schleswig

1899 Rechtsanwalt und Notar H. Harten in Wilster
Mit seinem Faltbrief v. 23.12.1899 schrieb der Wilsteraner Notar und Rechtsanwalt H. Harten die Provinzial - Irrenanstalt zu Schleswig an, wo der Brief am Heiligen Abend eintraf.
Wo in der Stadt Wilster der RA Harten seine Kanzlei hatte, konnte noch nicht geklärt werden. Im Adressbuch von 1872 ist er noch nicht, im Adressbuch von 1926 nicht mehr aufgeführt.
Aus heutiger Sicht erscheint es befremdlich, mit welchen Begriffen in früherer Zeit Einrichtungen für psychisch kranke Menschen bezeichnet wurden. Dabei war die bereits im Jahr 1820 gegründete „Irrenanstalt bei Schleswig“ zu damaliger Zeit ein überaus fortschrittlicher Ansatz bei der Behandlung und der Unterbringung derart beeinträchtigter Menschen.
Im Laufe der Zeit erhielt die Einrichtung immer wieder eine andere Bezeichnung, u.a. „Provinzial-Irren-, Heil- und Pflegeanstalt“, „Provinzial-Heil- und Pflegeanstalt“, „Landesheilanstalt“, „Landeskrankenhaus“.
Mehr zu der Anstalt findet sich hier auf einer privaten Website.

1907 Gewerbliche und kaufmännische Fortbildungsschule der Stadt Wilster

1907 Gewerbliche und kaufmännische Fortbildungsschule der Stadt Wilster
Erst im Jahre 1869 waren durch die Gewerbeordnung des Norddeutschen Bundes bestimmte Vorschriften für die Ausbildung der Lehrlinge festgelegt worden; zuvor bestanden vielfältige örtliche Regelungen nach Ortsstatut.
Die der allgemeinen Schule entwachsenen jungen Leute erhielten Unterricht und Anleitung zur Fortbildung.
Aus der Pflichtfortbildung entstanden die Berufsschulen.
Auch in der Stadt Wilster bestand unter unterschiedlichen Namen lange Zeit eine derartige Schule.
Abbildung 1 zeigt das Zeugnis des Malerlehrlings Johannes Hoops aus dem Jahre 1907;
Abbildung 2 das Zeugnis des Tischlerlehrlings Heinrich von Holdt (Vater des Betreibers dieser Heimat-Seite) aus dem Jahre 1927

1907 Zuchtviehgeschäft Johannes Ruge in Wilster

1907 Zuchtviehgeschäft Johannes Ruge in Wilster

1907 Zuchtviehgeschäft Johannes Ruge.
Der Viehhändler Johannes Ruge betrieb in Wilster auch den Gasthof „Zur Börse“ (heute gehört das Gebäude zu Textil Reese) am Markt und hatte am Bartholomäus-Gang als Stallungen genutzte Gebäude – u.a. auch eine Hengst Deckstation.
Zu dem Betrieb gehörte auch ein Bauernhof in Possfeld (Hof 535 gemäß dem Buch „ Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild“) sowie eine bäuerliche Kate am Audeich (Hof 209a gem. dem Buch „ Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild“).
Das am Markt stehende Wohnhaus mit der bald nach dem II. Weltkrieg nicht mehr betriebenen Gaststätte „Zur Börse“ wurde 1956 an die Firma Reese verkauft, die Gebäude der am Bartholomäusgang und Stadtpark gelegenen Stallungen wurden danach von der Stadt Wilster zeitweilig als Bauhof genutzt.

Reg. mein-wilster: 1218 PK

1909 Apel & Sachau, Maschinenfabrik

1909 Apel & Sachau, Maschinenfabrik in Wilster
Die Maschinenfabrik von Apel und Sachau fertigte u.a. Heizkörper und Windräder.
Auf einem der an der Straße Am Steindamm gelegenen Betriebsgebäuden der Firma war zur Gewinnung von Energie für den Maschinenantrieb ein Windrad montiert.
Die Montage des Windrades konnte erst nach Überwindung von der Obrigkeit gesehener Befürchtungen realisiert werden; es mußte ein ausreichender Abstand zum Steindamm eingehalten werden, um das Scheuen der Kutsch-Pferde auf der Straße zu verhindern.
Sowohl der Briefkopf (Bild 1) der Firma als auch der Bauplan (Bild 2 u. 3 (Umkehrfarben)) für die Betriebsgebäude zeigen das Windrad.
Von der Firma Apel & Sachau wurden Windrotoren gebaut, die in der Wilstermarsch eine Vielzahl der ursprüngliche Schöpfmühlen ersetzten.
Auf dem Gelände der Firma etablierte sich später der Kfz.-Reparatur und Omnibus Betrieb W. Langbehn.

Hinweis: Die Bilddateien und Informationen wurden freundlicherweise bereitgestellt von Heidi und Heinz Steinbrecher, Wilster

1911 Postkarte Getreidehandlung und Mühlenbetrieb Gustav Lumpe

1911 Postkarte Getreidehandlung und Mühlenbetrieb Gustav Lumpe
1911 Postkarte Getreidehandlung und Mühlenbetrieb Gustav Lumpe

1911 Postkarte Getreidehandlung und Motor-Mühlenbetrieb Gustav Lumpe an der Straße Lange Reihe.
Die Mühle hatte im Ortsnetz von Wilster die Fernsprechnummer 2 .
Mit der Postkarte offerierte die Firma Lumpe einem in Friedrichstadt ansässigen Geschäftskunden verschiedene Produkte.
Bei dem im II. Weltkrieg am 15. Juni 1944 erfolgten Bombenangriff eines anglo-amerikanischen Bombergeschwaders auf die Stadt Wilster wurde der Mühlenbetrieb Lumpe wurde völlig zerstört und danach nicht wieder aufgebaut.

Reg. mein-wilster: 1468 PK

1913 Antiquitäten- und Mobilienhändler Peter Markus Detlef von Holdt

1914 Korrespondenz Antiquitäten- und Mobilienhändler Peter Markus Detlef von Holdt in der Stadt Wilster
1913 Korrespondenz Antiquitäten- und Mobilienhändler Peter Markus Detlef von Holdt in der Stadt Wilster
1913 Korrespondenz Antiquitäten- und Mobilienhändler Peter Markus Detlef von Holdt in der Stadt Wilster
1913 Korrespondenz Antiquitäten- und Mobilienhändler Peter Markus Detlef von Holdt in der Stadt Wilster

1913 Antiquitäten- und Mobilienhändler Peter Markus Detlef von Holdt
Nachdem er als junger Mann zunächst in Wilster in der seinerzeit dort prosperierenden Lederindustrie den Beruf des Gerbers erlernt hatte, verlegte Peter Markus Detlef von Holdt (* 26.02.1876 Wilster, + 10.12.1930) seine berufliche Tätigkeit auf den eines erfolgreichen und selbständigen Antiquitäten- und Mobilienhändlers.
Als solcher belieferte er mehrere Museen - u.a. das Thaulow Museum in Kiel und das Städtische Museum Altona (Spätere Altonaer Museum) - mit verschiedenen kunst- und kulturgeschichtlichen Objekten aus der Wilstermarsch.
Er pflegte jedoch auch geschäftlichen Beziehungen zu Kunden im Ausland. So liegen Korrespondenzen mit Geschäftspartnern in Dänemark, Großbritannien, Russland (u.a. bis Jekatarinenburg), Ägypten und den Vereinigten Staaten vor.
Sein Geschäft betrieb er zunächst im Haus Deichstraße 17 und danach nach dessen Erwerb im Haus Deichstraße 18 in Wilster.
Sein früher Tod setzte dem Geschäftsbetrieb ein Ende.

Anmerkung: Peter Markus Detlef von Holdt ist der Großvater des Betreibers dieser Heimat Seite

1919 Wilhelm Wulf, Stadt-Mühle und Meierei

Meierei, Mästerei, Schlachterei, Dampf- und Windmühle von Wilhelm Wulf in Wilster
Meierei, Mästerei, Schlachterei, Dampf- und Windmühle von Wilhelm Wulf in Wilster
Meierei, Mästerei, Schlachterei, Dampf- und Windmühle von Wilhelm Wulf in Wilster
Meierei, Mästerei, Schlachterei, Dampf- und Windmühle von Wilhelm Wulf in Wilster

1919 Der Betrieb von Wilhelm Wulf lag an der Wilsterau und der Mühlenstraße.
Die Namen der Mühlenstraße und des heutigen Stadtmühlenweges erinnern an die ehemalige Stadt-Mühle, welche zu dem Betrieb von Wilhelm Wulf gehörte.
Neben der Dampf- und der Windmühle gehörten zu dem Betrieb eine Mästerei, eine Schlachterei und Wurstfabrik sowie eine Meierei und Fettkäserei.
So warb Wilhelm Wulf für seine Spezialität: Reiner Wilstermarsch-Bauern-Käse

1920 Schmiedemeister Hinrich Hartwig in Wilster

1920 Schmiedemeister Hinrich Hartwig in Wilster
1920 Schmiedemeister Hinrich Hartwig in Wilster

1920 Schmiedemeister Hinrich Hartwig in Wilster.
Der Schmiedemeister Hinrich Hartwig hatte seinen Betrieb unter der Anschrift Rathausstraße 15 (heute wird das Areal von der Firma Wilckens GmbH genutzt).
Wie lange die Firma existierte, konnte noch nicht ermittelt werden.
Nachweislich der Karte hielt der Schmiedemeister Hinrich Hartwig ein Lager landwirtschaftlicher Maschinen und Geräte vor. Mit der Postkarte forderte er entsprechend von der Firma Lanz – Wery AG in Zweibrücken die neuesten Preislisten für Erntemaschinen und Ersatzteile an. Die Lanz – Wery AG war in Deutschland seinerzeit ein führender Hersteller von Grasmähern, Getreidemähern, Garbenbindern und ähnlichen Gerätschaften für die Landwirtschaft.

Reg. mein-wilster: 1641 PK

1922 Geschäftspost der Firma J.P.T. Andersen Söhne

1922 Geschäftspost der Firma J.P.T. Andersen Söhne in Wilster
1922 Geschäftspost der Firma J.P.T. Andersen Söhne in Wilster

1922 Geschäftspost der Firma J.P.T. Andersen Söhne.
Es ist aus heutiger Sicht erstaunlich, wie schlicht vor einhundert Jahren Firmen ihre Geschäftspost erledigten. Mit der offenen Postkarte teilt die Firma Andersen ihrem Geschäftspartner, einer im sächsischen Hartha ansässigen Woll-Spinnerei, eine mit deren Vertreter geschlossene Vereinbarung mit. Es geht dabei um eine Bestellung und im Gegenzug um die Lieferung von Stricklumpen und gegebenenfalls auch Kehrwolle als Ausgangsmaterial für die Wiederverwertung (Recyclingmaterial) in der Woll-Spinnerei.
Eine Transkription des Kartentextes kann in der unten aufrufbaren Datei nachgelesen werden.
Gemäß dem Logo auf der Anschriftsseite der Karte war die Firma J.P.T. Andersen Söhne seinerzeit dem Einkaufsverband Norden angeschlossen.
Im Jahr 1882 hatte sich die bereits Jahrzehnte zuvor schon in Wilster ansässig gewesene Firma Andersen an der Einmündung der Marktstraße (heutige Op de Göten) in den Markt ein Geschäftshaus errichten lassen, sie firmierte seinerzeit als Färberei & Handlung J.P.T. Andersen Söhne; das Gebäude wurde 1912 abgebrochen und an seiner Stelle 1912/13 das noch heute bestehende imposante Gebäude errichtet.

Reg. mein-wilster: 1689 PK

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1923 Handels- und Versicherungsvertretung Heinrich Ahsbahs

1923 Handels- und Versicherungsvertretung Heinrich Ahsbahs an der Taggstraße in der Stadt Wilster
1923 Handels- und Versicherungsvertretung Heinrich Ahsbahs an der Taggstraße in der Stadt Wilster

1923 Handels- und Versicherungsvertretung Heinrich Ahsbahs.
Der Firmensitz befand sich im Gebäude Taggstraße 14
Die geschäftliche Korrespondenz erfolgte vor etwa 100 Jahren vielfach noch mittels offener Postkarten.
So schrieb Heinrich Ahsbahs im Jahr 1923 eine Postkarte nach Burg an den dortigen Fuhrmann Jacob Peters, welchem er vermutlich mit der Eisenbahn (die Strecke war erst 1920 eröffnet worden) diverse Artikel gesendet hatte, und bat ihn, diese an örtliche Empfänger in Burg und Buchholz weiter zu speditieren.
Genannt sind:
P. Matthießen, Buchholz
H. Dunker, Burg
Aug. Orth, Burg
J. Ibs, Burg
A. Lindemann, Buchholz
welche allesamt dort jeweils tätige Kolonialwaren-Händler waren.

1923 Kolonialwaren und Eisenwarenhandlung H. Martens Nachf. in Wilster

1923 Kolonialwaren und Eisenwarenhandlung H. Martens Nachf. in Wilster
1923 Kolonialwaren und Eisenwarenhandlung H. Martens Nachf. in Wilster

1923 Kolonialwaren und Eisenwarenhandlung H. Martens Nachf. (Inhaber A. Wilde).
Die zur Zeit der Inflation gelaufene Karte verdeutlicht das Ausmaß der Geldentwertung während der damaligen ihrem Höhepunkt zustrebenden Hyperinflation in Deutschland.
So beträgt das Porto für die Karte nachweislich der für die Frankatur verwendeten Briefmarke 100.000 Mark.
Die Relation der damaligen Mark zum Dollar wird in der Mitteilung deutlich. Dort heißt es gegenüber dem in Herford wohnenden Empfänger:
"Überwies heute an die Direktion der Discontogesellschaft 1,25 Dollar zum Briefkurs vom 21.9.(1923) z.M. 110.275.000 lt. Rechnung v. 17.9.(1923)
= M 137.843.000 "
Das Geschäft von H. Martens Nachfolger (Inhaber A. Wilde) firmierte im Haus Markt 10 und 11 in Wilster unde bestand noch in den 1930er Jahren; in das Gebäude zog später die „Wilstermarsch Sparkasse“ (spätere Verbandssparkasse, jetzt Sparkasse Westholstein) ein.

1923 Städtische Betriebswerke Wilster

1923 Geschäftspost Städtische Betriebswerke Wilster
1923 Geschäftspost Städtische Betriebswerke Wilster

1923 Städtische Betriebswerke Wilster;
die späteren Stadtwerke Wilster führten seinerzeit diese Bezeichnung.
Auf der in der Inflationszeit (1914 - 1923) im Jahr der Hyperinflation gelaufenen Geschäftspost der Städt. Betriebswerke hat deren damaliger Leiter Johannes Bockelmann die Mitteilung an einen Lieferanten unterzeichnet.
Der am 05. Dezember 1879 in Krempe geborene Johannes Bockelmann - seine Eltern stammen aus Wilster und hatten dort auch geheiratet - war in der Zeit von 01. Juni 1919 bis August 1946 Leiter der Stadtwerke Wilster.

1923 Wilstermarsch Butter- und Käse-Versandhaus Jacob Garms

1923 Wilstermarsch Butter- und Käse-Versandhaus Jacob Garms in der Stadt Wilster

1923 Wilstermarsch Butter- und Käse-Versandhaus Jacob Garms, Wilster
Im Wilsteraner Adressbuch sowohl von 1926 als auch von 1958 taucht der Name Jacob Garms nicht auf; es handelt sich bei dem genannten Geschäft wahrscheinlich um die Kolonialwaren- und Delikatessen-Handlung von Garms, Burger Straße 3 (heute Möbelhaus Wolfsteller)

1924 Stiftungsfest Vaterländischer Frauenverein Wilster

1924 Programm Unterhaltungsabend zum Stiftungsfest Vaterländischer Frauenverein Wilster
Emblem des VFV - Vaterländischer Frauenverein
Abzeichen des VFV - Vaterländischer Frauenverein
Anstecknadel des VFV - Vaterländischer Frauenverein

1924 Programm zum Unterhaltungsabend beim Stiftungsfest Vaterländischer Frauenverein Wilster.
Der Vaterländische Frauenverein Wilster ist einer der ursprünglichen Vereine, aus welchen der DRK Ortsverein Wilster im Deutschen Roten Kreuz entstand.
Neben der seit 1878 bestehenden Freiwilligen Sanitätskolonne Wilster, in welcher ausschließlich Männer aktiv waren, wurde im Jahr 1899 der Vaterländische Frauenverein Wilster (VFV) gegründet. Initiatorin und auch erste Vorsitzende des am 28. Februar 1899 gegründeten Vereins war die Ehefrau des Wilsteraner Pastors Clausen.
Der VFV beging 25 Jahre später sein Vereinsjubiläum mit einem Unterhaltungsabend. Dieser fand vermutlich am auf den Jahrestag folgenden Sonnabend, dem 01. April 1924 statt. Vereinslokal des VFV war der Gasthof Looft, welcher sich in einem heute nicht mehr vorhandenen Gebäude neben dem Neuen Rathaus (Palais Doos) befand.
Das Programm (sh. Bild 1) der Veranstaltung weist aus, dass u.a. sowohl die Wilsteraner Stadtkapelle als auch die des Sportvereins unter ihrem Leiter Wilhelm Nagel maßgeblich die Veranstaltung musikalisch gestalteten. Die Festansprache hielt Pastor Hans Julius Schwede.

Anmerkung: Mehr zum Vaterländischen Frauenverein findet sich in der unten aufrufbaren Datei.

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1925 Familienverband der Kreyen - Familien Krey

1925 Familienverband der Kreyen - Familien Krey aus der Wilstermarsch
Wappen der Familien Krey aus der Wilstermarsch
Auszug aus dem Buch „Die Wappen der alten Bauernfamilien in den holsteinischen Elbmarschen“

1925 Familienverband der Kreyen - Familie Krey.
Träger des Familiennamens Krey sind seit langem und auch heute noch in der Wilstermarsch ansässig.
Der Familienname leitet sich ab von dem Niederdeutschen Wort Krey bzw. Krei für Krähe.
In dem Buch „Die Wappen der alten Bauernfamilien in den holsteinischen Elbmarschen“ heißt es u.a. über die Krey: Eine große begüterte Familie der Wilster Marsch. Besonders im Kirchspiel St. Margarethen ist sie von jeher angesessen...... (sh. Abbildung 4)
Für Mitglieder der Familie sind Wappen in zwei Variationen bekannt (Bild 3):
In silbernem Schild
I. auf grünem Ast auf dem …...
II. ein grüner Ast mit zwei Zweigen übereinander auf deren jedem ….eine rot bewehrte schwarze Krähe gegen den Stamm gekehrt sitzt.
Helmdecken: Schwarz – weiß (silber)

Bildrechte: Familienverband der Kreyen
Reg. mein-wilster: 1298 AK

1928 Kolonialwaren und Eisenhandlung A. Martens Nachf.

1928 Kolonialwaren und Eisenhandlung A. Martens Nachf.
Wilster Am Markt

1928 Kolonialwaren und Eisenhandlung A. Martens Nachf. von A. Wilde.
Mit der Postkarte kündigte die Firma den Besuch ihres Vertreters bei ihren Kunden an.
Das Geschäft Martens Nachf. für Eisen, Stoffe, Kurzwaren, Kolonialwaren, Tabak, Zigarren wurde seinerzeit von Albert Wilde im Haus Markt 10 und 11 betrieben (sh. Bild 3 das Gebäude mit dem Mansarddach).
In das Gebäude zog später die „Wilstermarsch Sparkasse“ (spätere Verbandssparkasse, jetzt Sparkasse Westholstein) ein; der von der Sparkasse in den 1970er Jahren vorgesehene Abriß der schönen reich gegliederten Fassade des Hauses konnte durch die Einschaltung des Landes-Konservators verhindert werden, weshalb das Fassaden-Ensemble der hier abgebildeten Häuser erhalten blieb.
An dieser Stelle ist den Inhabern der Firma Reese ganz nachhaltig Anerkennung entgegen zu bringen, denn sie haben 1987 bei der Modernisierung ihrer beiden benachbarten links daneben stehenden Geschäftshäuser auf die Wiederherstellung der alten ausdrucksstarken Fassaden Wert gelegt und so das unverkennbare Ensemble erhalten. Leider diente dieses vorbildliche Verhalten nicht zum Vorbild, wie der aktuelle (2013) Ersatzbau im Bereich der abgebrochenen Häuser des Café Egge schmerzlich zeigt!

1928 Werbung - Hotel Wilstermarsch-Haus (Ex)

1928 Werbekarte - Hotel Wilstermarsch-Haus in der Stadt Wilster
1928 Werbekarte - Hotel Wilstermarsch-Haus in Wilster

1928 Werbung - Hotel Wilstermarsch-Haus
Gaststätte und Hotel Wilstermarsch-Haus am Markt an der Ecke Op de Göten und Deichstraße. Das seinerzeit von Wilhelm Jacobs betriebene Haus war das größte Hotel in Wilster.
Dem seinerzeit allmählich zunehmenden Kraftfahrzeug-Verkehr trug der Betrieb mit der vorgestellten Ansichtskarte Rechnung, welche ein per Automobil anreisendes Paar zeigt. Allerdings ist auf der Ansichtskarte keine Situation in Wilster abgebildet.
Das große Fachwerk-Gebäude des Wilstermarsch-Haus wurde bei dem Terror-Angriff anglo-amerikanischer Bomber während des II. Weltkrieges am 15.Juni 1944 durch Bombenwirkung stark beschädigt. Es wurde danach einige Jahre behelfsweise als Wohngebäude genutzt und 1952 abgebrochen;
nach seiner Beseitigung entstand hier 1956/57 ein neues Wohn- und Geschäftshaus (zunächst Albert Gutsche Kolonialwaren, danach Reese´s Junior Shop für Bekleidungswaren).

Bildrechte:
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in einer externen Sammlung.

1934 Meierei und Totale von Wilster - kolorierte Zeichnungen auf einer Urkunde

1934 Urkunde mit kolorierten Zeichnungen: Wappen von Wilster und von der Wilstermarsch, Meierei und Totale von Wilster
1934 Urkunde mit kolorierten Zeichnungen: Wappen von Wilster und von der Wilstermarsch, Meierei und Totale von Wilster
1932:Kontoristin Annemarie Kuhrt an ihrem Arbeitsplatz in der Genossenschaft-Meierei Wilste
1932: Vorstand der Genossenschafts-Meierei Wilster vor dem Eingangsbereich des Verwaltungstraktes der Meierei. stehend von links: Gustav Dunker, Markus Vollmert, Johannes Thumann, Hemann Krey, Johannes Harder, Martin Dreier sitzend von links: Johannes Rohwedder, August Cordts (Betriebsleiter), Heinrich Egge, Heinrich Reimers.

1934 kolorierte Zeichnung: Meierei, Totale von Wilster und Wappen auf einer Urkunde
Die 1934 ausgestellte Urkunde zeigt
das Wappen der Stadt Wilster und das der Wilstermarsch
Wilster in der Totale
das Gebäude der Genossenschaftsmeierei Wilster.
Die Meierei der 1928 gegründeten Genossenschaft lag an der Tagg-Straße. Das Gebäude stand unmittelbar an der Bahnstrecke (alte Marschenbahn) Wilster – Brunsbüttel; es hatte ein eigenes Anschlußgleis an einer dem Bahnkörper zugewandten Rampe.
Heute steht nur noch der Verwaltungs- und Bürotrakt.
Ausgestellt ist die Urkunde für Annemarie Kuhrt, die erste Kontoristin der Genossenschaft. Sie war von 1929 bis 1934 für den Betrieb tätig. Es ist erstaunlich, dass einer jungen Frau (sie war zu dem Zeitpunkt 22 Jahre alt) die mit der Urkunde zum Ausdruck gebrachte Anerkennung entgegen gebracht wurde.
Die am 29. Oktober 1934 ausgestellte Urkunde ist original unterzeichnet von den Vorstandsmitgliedern Heinrich Egge und Johannes Rohwedder, dem Aufsichtsrat Heinrich Reimers und dem Betriebsleiter August Cordts.
Bild 3: Kontoristin Annemarie Kuhrt an ihrem Arbeitsplatz in der Genossenschaft-Meierei Wilster. Es ist heute kaum nachvollziehbar, wie spartanisch noch vor achtzig Jahren die Büroeinrichtung eines zu der Zeit modernen Betriebes war.
Bild 4: Der Vorstand der Genossenschafts-Meierei Wilster vor dem Eingangsbereich des Verwaltungstraktes der Meierei.
stehend von links: Gustav Dunker, Markus Vollmert, Johannes Thumann, Hemann Krey, Johannes Harder, Martin Dreier
sitzend von links: Johannes Rohwedder, August Cordts (Betriebsleiter), Heinrich Egge, Heinrich Reimers.

Anmerkung: Annemarie Kuhrt war die Ehefrau des Tischlermeisters und Bootsbauers Heinrich von Holdt, sie ist die Mutter des Betreibers dieser Heimat-Seite

1934 Schmiede von Schmiedemeister Wilhelm Fick / Fock

1934 Schmiede von Wilhelm Fick in der Stadt Wilster
1934 Schmiede von Wilhelm Fick in der Stadt Wilster
Schmiede Wilhelm Fick, später Fock, am Kohlmarkt in der Stadt Wilster
1948 Schmiedemeister Wilhelm Fock in der Stadt Wilster

1934 Schmiede von Schmiedemeister Wilhelm Fick
Die Schmiede von Schmiedemeister Wilhelm Fick befand sich in dem Gebäude Kohlmarkt 5, dem Eckgebäude an der kleinen namenlosen Verbindungsstraße zwischen Burger Straße und Kohlmarkt. Die kleine Straße führte in früheren Zeiten als Verbindung von Burger Straße und Kohlmarkt den zutreffenden Namen Dwerstrate (Querstraße).
Entsprechend dem Aufdruck auf der Karte wurde geworben mit:
Huf- und Wagenschmiede, Grosse autogenische Schweiss- und Schneideanlage, Krafthammer.
Der Betrieb bestand bis in die 1960er Jahre.
Da Wilhelm Fick wegen seines Familiennamens sich offenbar häufig hänselnde Anmerkungen gefallen lassen mußte, ließ er ihn ändern in den Namen Fock (sh. Bild 4). Allerdings führte dieses dazu, dass die Wilsteraner von ihm als Willy Fick-Fock sprachen - ein ihn sicherlich nicht erfreuender Umstand.
Der Begründer - Peter von Holdt - dieser Heimatseite hat Wilhelm Fock als sehr angenehmen Menschen in Erinnerung.
Das Foto (Bild 3) zeigt rechts im Anschnitt das Gebäude der Schmiede, an deren Außenwand eine Egge angelehnt ist.

Bildrechte: Ludwig Behning, Wilster

1935 Adler Drogerie Meyer an der Op de Göten

1935 Fototasche der Adler Drogerie Meyer in der Stdt Wister

1935 "Adler Drogerie" Meyer an der Op de Göten
Fototasche der Drogerie Meyer - bis weit in die 1970er Jahre wurden in Wilsteraner Drogerien im eigenen Labor noch Fotografien entwickelt.
Das in 1896 errichtete Gebäude der "Adler Drogerie" mit seiner aufwendigen Klinker-Fassade steht heute noch an der Straße Op de Göten. Die Firmeninhaberin war eine geborene Andersen; ihre Brüder errichteten auf dem angrenzenden Eckgrundstück zum Markt das 1912/13 erbaute Geschäftshaus von J.P.T.Andersen Söhne.
Die aus dem Jahre 1896 stammende Ladeneinrichtung der "Adler Drogerie" Meyer fand nach Aufgabe der Drogerie in den 1970er Jahren Aufnahme in die Volkskundliche Gerätesammlung des Schleswig-Holsteinischen Landesmuseum im Schloß Gottorf in Schleswig.

Anmerkung: Die alte Versandtasche stellte freundlicherweise Ulf Steinhauer, Krempe, zur Verfügung.

1935 Zollstock der Firma Heinrich Langfeldt, Wilster

1935 Zollstock der Firma Heinrich Langfeldt, Wilster
1935 Zollstock der Firma Heinrich Langfeldt, Wilster
1935 Zollstock der Firma Heinrich Langfeldt, Wilster
1935 Zollstock der Firma Heinrich Langfeldt, Wilster

1935 Zollstock der Firma Heinrich Langfeldt, Wilster
Der alte Zollstock (auch Meterstab oder Gliedergelenkmaßstab) weist auf der der einen Seite das heute übliche metrische Maß in Zentimetern auf, hingegen auf der anderen Seite noch eine Aufteilung in Zoll mit London Inches zu 25,4 mm.
Der Zollstock stammt wahrscheinlich aus der Zeit kurz nach 1935, als wegen der Nutzung der Maßeinheit Zoll in Schiffbau und Holzhandel derartige Gliedergelenkmaßstäbe eingeführt wurden.
Der Zollstock ist 1 Meter lang und besteht aus 6 hölzernen Gliedern, während die heute üblichen Zollstöcke 2 Meter lang sind, zumeist 10 Glieder haben und aus Kunststoff bestehen (vgl. Bild 3).
Der aus der Werkstatt des Wilsteraner Tischlermeisters und Bootsbauers Heinrich von Holdt stammende Zollstock wurde vom Betreiber dieser Heimat-Seite dem Wilsteraner Zollstock-Sammler Jörg Hamann überlassen, dessen Sammlung fast 37.000 Zollstöcke umfaßt und der sich Vizeweltmeister unter den Zollstocksammlern nennen darf.

1941 Wandkalender zur Wilsterschen Zeitung

1941 Wandkalender zur Wilsterschen Zeitung
1941 Wandkalender zur Wilsterschen Zeitung
1941 Wandkalender zur Wilsterschen Zeitung - Abbildung: Der Führer bei seinen Soldaten in Polen
1941 Wandkalender zur Wilsterschen Zeitung - Abbildung: Rudolf Heß begrüßt den Führer in Compiègne

1941 Wandkalender zur Wilsterschen Zeitung
Der offenkundig als Beigabe zur Wilsterschen Zeitung den Abonennten zur Verfügung gestellte Kalender ist ein Zeugnis aus beklemmender Zeit.
Auf beiden Seiten des Kalenders befindet sich unter dem Kalendarium jeweils eine Bildleiste, in welchen Ereignisse aus dem Kriegsgeschehen dargestellt sind.
"Der Führer bei seinen Soldaten in Polen (Bild 3)
Unsere Nachschuptruppen auf dem Vormarsch in Norwegen
Deutsche Panzerjäger auf der Mole von Dünkirchen
Der erstürmte rechte Eckpfeiler der Maginotlinie
Rudolf Heß begrüßt den Führer in Compiègne (Bild 4)
Im Einsatz gegen England: Küstenflugzeuge und U-Boot"

Unter einzelnen Datumsangaben sind dem Nationalsozialistischen Regime offenbar wichtige Ereignisse angeführt.
Es sind genannt:
30. Februar - 1933 Adolf Hitler wird Reichskanzler
01. März - 1935 Rückgliederung des Saargebietes
13. März - 1938 Oesterreich zum Reich
16. März - Heldengedenktag
16. März - 1939 Protektorad Böhmen-Mähren
22. März - 1939 Rückgliederung des Memellandes
09. April - Inschutznahme Dänemarks und Norwegens
20. April - Geburtstag des Führers
01. Mai - Nationaler Feiertag des Deutschen Volkes
10. Mai - 10.5.40 Deutscher Gegenschlag im Westen beginnt
14. Mai - 1940 Kapitulation der holländischen Armee
28. Mai - 1940 Kapitulation der belgischen Armee
25. Juni - 1940 Frankreich kapituliert
01. Sept. - Deutscher Gegenangriff in Polen; Heimkehr Danzigs
03. Sept. - 1939 Kriegserklärung England und Frankreich
23. Sept. - 1939 Polenfeldzug beendet
01. Okt. - 1938 Befreiung des Sudentenlandes
26. Okt. - 1939 Errichtung des Generalgouvernements
09. Nov. - Gedenktag für die Gefallenen der Bewegung
Anmerkung: Die in knappen Worten benannten kalendarischen Ereignisse geben die Sichtweise des Hitler-Regimes zu den vom ihm selbst angezettelten kriegerischen Ereignissen wieder. Die Sicht des Regimes wurde seinerzeit mit allen Mitteln in der gleichgeschalteten Presse dargestellt. Gegner und Kritiker wurden rücksichtslos verfolgt oder eingeschüchtert. Viele Millionen Menschen wurden Opfer des von dem Nationalsozialistischen Deutschland begonnenen Angriffskrieges. Sie sind Mahnung für alle nachfolgenden Generationen, sich immer und überall nationalistischen Bestrebungen entgegen zu stellen.

1943 Gärtnerei Johannes Meyer - Brief an die Stadtverwaltung Itzehoe

1943 Gärtnerei Johannes Meyer in der Stadt Wilster - Brief an die Stadtverwaltung Itzehoe
1956 Gärtnerei Johannes Meyer in der Stadt Wilster

1943 Gärtnerei Johannes Meyer - Brief an die Stadtverwaltung Itzehoe
Die Flächen der Gärtnerei Meyer mit den Aufzuchtbeeten und den Gewächshäusern lag in dem Dreieck, welches gebildet wurde von Mühlenstraße und Rathausstraße (sh. Foto Bild 2)
Heute sind die Flächen der Gärtnerei der Wohn-Bebauung zugeführt.
Der in seinem Briefkopf sein Leistungsspektrum darlegende Betrieb hatte auch in Itzehoe an der Edendorfer Straße Anzuchtsflächen. Offenbar waren an den dortigen Kulturen seinerzeit erhebliche Schäden durch Wildkaninchen entstanden, weshalb der Gärtnermeister folgendes schrieb an die
"Stadtverwaltung Itzehoe.
Warte noch immer vergebens auf den mir von der Polizeiverwaltung in Aussicht gestellten Erlaubnisschein zum Abschießen der wilden Kaninchen in meiner Gärtnerei in Itzehoe Edendorferstraße. Da selbige sehr viel Schaden anrichten, bitte ich zu veranlassen, daß selbiger mir umgehend zugestellt wird, damit ich mich davor schützen kann.
Heil Hitler (Anm.: seinerzeit obligatorische Grußformel)
Johannes Meyer"

1947 VITAMO - Feinkost- und Konservenfabrik

1947 VITAMO - Feinkost- und Konservenfabrik in Wilster

1947 VITAMO - Feinkost- und Konservenfabrik
Die Feinkost- und Konservenfabrik VITAMO wurde nach gegenwärtigem Kenntnisstand in den Jahren 1943 bis 1952 in dem zur ehemaligen Stadt Mühle gehörenden Gebäudekomplex an der Mühlenstraße betrieben.
Der vorgestellte Briefkopf nennt O.E. Anders & Co. als Betreiber der Firma, welche offenbar 1948 in Konkurs ging. Danach wurde anscheinend der Betrieb von anderen bis etwa 1952 weiter geführt.
Die Produkte der Firma wurden überwiegend in Verkehr gebracht in Einmachgläsern, deren Form derjenigen von Milchflaschen ähnlich war und aus Ornamentglas (Streuglas) bestanden. Derartige Gläser fanden auch nach dem Ende der Firma sehr lange noch in Wilster als VITAMO-Gläser in den Privathaushalten beim Einmachen von Früchten Verwendung.

Anmerkung: Der Briefkopf wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Lutz Pütter, dessen Vater als Chemiker in der VITAMO bis zu deren Konkurs tätig war.

1948 Amtsgericht Wilster

1948 Brief des Amtsgerichts Wilster an das Kreisjugendamt in Itzehoe
1900 Königliches Amtsgericht in der Stadt Wilster
1885 DIANA-Bad an der Rathausstraße, Standort des Amtsgericht Wilster in der Zeit von 1950 bis 1975
1867 Lacksiegel des Königlich Preußischen Amtsgericht Wilster

1948 Brief des Amtsgerichts Wilster an das Kreisjugendamt in Itzehoe.
Bis 1975 hat in Wilster ein Amtsgericht bestanden. Dieses war 1867 (nachdem Holstein preußische Provinz geworden war, nach vorheriger Loslösung von Dänemark 1864) eingerichtet worden.
Es war zunächst als "Königliches Amtsgericht Wilster" untergebracht in einem Gebäude, welches an der Einmündung des Klosterhof in den Rathausplatz stand (vgl. Bild 2). Leider fiel das historische Gebäude 1996 dem Ausbau des Klosterhof als innerörtliche Umgehungsstraße zum Opfer, obwohl bei geschickter Trassierung der Straße das Haus hätte erhalten werden können.
In der Zeit von 1950 bis 1974 war das Amtsgericht Wilster an der unteren Rathausstraße im Gebäude des vormaligen DIANA-Bad (vgl. Bild 3) untergebracht.
Bild 4: Lacksiegel des Königlich Preußischen Amtsgericht Wilster aus dem Jahr 1867

1948 Konditorei und Kaffee / Café von Friedrich Schöne

1948 Konditorei und Kaffee von Friedrich Schöne
1948 Konditorei und Kaffee von Friedrich Schöne
1943 Gebäude des Café Schöne am Markt in Wilster

1948 Konditorei und Kaffee von Friedrich Schöne
Bestellung des Konditors Friedrich Schöne beim Konditoreneinkauf in Hamburg.
Friedrich Schöne hatte seine Bäckerei und Konditorei mit dem angeschlossenen Café zunächst im Hause Schulstraße 2 (der heutigen Zingelstraße) betrieben.
Das Café wurde später ausgelagert in ein neu hergerichtetes klassizistisches Gebäude, welches zwei Bauplätze oberhalb in dem bereits zum Markt gehörigen Bereich stand. Die Backstube blieb jedoch weiterhin im Hause Schulstraße (Zingelstraße) 2.
Nachdem Friedrich Schöne etwa 1957 nach Hamburg verzog und dort weiterhin als Konditor tätig war - sein Wilsteraner Lehrling Uwe Mikolajczyk folgte ihm - übernahm der Konditormeister Dieter Thörmer das Geschäft in Wilster und betrieb dieses bis zu Beginn der 1970er Jahre.
Das schöne Gebäude wurde danach von der Verbandssparkasse Wilster erworben, welche es leider abbrechen und stattdessen ein von seiner äußeren Gestaltung für das Stadtbild unvorteilhaftes Gebäude errichten ließ.
Das Foto (Bild 3) zeigt das Gebäude im Jahre 1943 - die unteren Fenster wurden einige Jahre später durch zwei größere Fenster ersetzt.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1948 Schmiedemeister Willy Fock - Rechnungsbeleg

1948 Rechnungsbeleg des Schmiedemeister Willy Fock in der Stadt Wilster
1948 Rechnungsbeleg des Schmiedemeister Willy Fock in der Stadt Wilster
Firmenstempel 1948 Rechnungsbeleg des Schmiedemeister Willy Fock in der Stadt Wilster

1948 Schmiedemeister Willy Fock
Mit der vorgestellten und als Faltbrief verschickten Beleg stellte der Schmiedemeister Willy Fock dem Hofbesitzer Otto Sühl in Kathen (Hof 227 gem. dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild") landwirtschaftliche Kleingeräte in Rechnung.
Zum einen eine lange Heuforke und zum anderen zwei Rübenköpfer. Die an einem langen Stiel befestigten und mit einer waagerecht angeordneten senkrecht stehenden Klinge versehenen Rübenköpfer wurden verwendet, um in Handarbeit von geernteten Rüben die Rübenblätter abzuschneiden.
Die Schmiede von Schmiedemeister Wilhelm Fick befand sich in dem Gebäude Kohlmarkt 5, dem Eckgebäude an der kleinen namenlosen Verbindungsstraße zwischen Burger Straße und Kohlmarkt. Die kleine Straße führte in früheren Zeiten als Verbindung von Burger Straße und Kohlmarkt den zutreffenden Namen Dwerstrate (Querstraße).
Entsprechend dem Aufdruck auf der Rechnung wurde geworben mit:
Fahrzeugbau - Landmaschinen.
Der Betrieb bestand bis in die 1960er Jahre.
Da der zuvor den Namen Wilhelm Fick führende Schmied sich wegen seines Familiennamens offenbar häufig hänselnde Anmerkungen gefallen lassen mußte, hatte er ihn ändern lassen in den Namen Fock. Allerdings führte dieses dazu, dass viele Wilsteraner daraufhin von ihm als Willy Fick-Fock sprachen - ein ihn sicherlich nicht erfreuender Umstand.

1948 Volksschule Wilster

1948 Volksschule Wilster an das Schulamt des Kreises Steinburg in Itzehoe
1916 Gebäude der Mädchenschule in der Stadt Wilster
1916 Gebäude der Knabenschule in der Stadt Wilster
1950 Gebäude der Volksschule in der Stadt Wilster

1948 Brief der Volksschule Wilster an das Schulamt des Kreises Steinburg in Itzehoe.
Im ersten Jahrzehnt der Nachkriegszeit nach 1945 hatte die Volksschule Wilster sich ganz besonderen Herausforderungen zu stellen. Die Zahl der Einwohner der kleinen Stadt war seinerzeit durch den Zuzug von Flüchtlingen und Heimatvertriebenen ganz erheblich gestiegen, sie war gegenüber heute das Doppelte höher; bei der Anzahl der Schüler war das Verhältnis noch gravierender. Die Anzahl der Räumlichkeiten, der Lehrer und der Materialien hingegen war an der Schule beschränkt.
Die Volksschule Wilster war aus den zuerst auch räumlich von einander getrennten städtischen Schulen jeweils für Mädchen und für Knaben entstanden. Bild 4 zeigt die Schulgebäude im Jahr 1950.
An der Straße Landrecht war bereits 1898 ein Gebäude für die damalige Mädchenschule errichtet worden (Bild 2). In Nachbarschaft zu diesem Gebäude wurde 1913 ein weiteres Gebäude als Knabenschule (Bild 3) errichtet. Mit Beginn der Nutzung dieses Gebäudes wurden die Mädchenschule und die Knabenschule zusammen gelegt. Die Knabenschule hatte zuvor in dem heute nicht mehr vorhandenen und 1885 gebauten Schulgebäude am Stadtpark bestanden, in welches die am 03.04.1913 neu gegründete Mittelschule Wilster einzog.
In der Folge der im Zusammenhang mit der im Jahrzehnt zwischen 1963 und 1973 betriebenen Auflösung kleiner Schulen - der sogenannten "Dorfschulen" - entstanden in Schleswig-Holstein die Dörfergemeinschaftsschulen. Eine derartige Schule war danach auch die Hauptschule Wilster, welche aus der Volksschule in der Stadt Wilster und den Schulen benachbarter Landgemeinden entstand. Die Volksschule Wilster führte seit 1966 die Bezeichnung "Wolfgang-Ratke-Schule"
Der 1969 gegründete Schulverband Wilstermarsch ließ in Wilster das Gebäude für die Hauptschule errichten, an welches 1978/79 der Anbau für die Realschule angebaut wurde.

1948 Wilhelm Krause GmbH - Fabrik für elektrische Heiz und Kochgeräte

1948 Wilhelm Krause GmbH - Fabrik für elektrische Heiz und Kochgeräte
ca. 1930 Gebäude der Lederfabrik Ballin - später genutzt von der Wilhelm Krause GmbH - Fabrik für elektrische Heiz und Kochgeräte in Wilster

1948 Wilhelm Krause GmbH - Fabrik für elektrische Heiz und Kochgeräte
Die Fabrikationsstätten der Firma waren in der ehemaligen Ballin´schen Lederfabrik an der Rumflether Straße 2 untergebracht (sh. Bild 2).
Etwa um 1952 wurde die Fabrik verlagert und gab ihren Standort in Wilster auf.
In die Gebäude der Lederwerke zog Mitte der 1950er Jahre das zunächst in Wilster als Sack-Fabrik bezeichnete Unternehmen der Zelte- und Planenfabrik von Friedrich Spies ein. Die Firma besteht unter den Nachkommen des Begründers am Standort Wilster heute noch.

Bildrechte: Ludwig Behning, Wilster

1950 Schlachterei Gustav Karrasch

1950 Annonce der Schlachterei Gustav Karrasch in Wilster

1950 Schlachterei Gustav Karrasch
Mit einer Annonce in der Ausgabe vom 20. November der Preussische Allgemeine Zeitung - das Wochenblatt ist das offizielle Presseorgan der Landsmannschaft Ostpreußen - warb der damalig in Wilster ansässige Schlachtermeister Gustav Karrasch in ganz Deutschland speziell bei den Heimatvertriebenen zum Weihnachtsfest des Jahres 1950 für seine nach Ostpreußischer Art gefertigten Produkte.
Der Betrieb von Gustav Karrasch, welcher aus Ortelsburg in Ostpreußen als Heimatvertriebener nach Wilster gekommen war, bestand in den Jahren 1947 bis 1953 im Gebäude Landrecht 8 (oder 4).
Bereits zuvor hatte an diesem Standort ein Schlachtereibetrieb bestanden, zunächst ab 1900 der von H. Thiessen und danach bis 1946 derjenige von Georg Gussmann (im Adressbuch 1926 bereits dort genannt).

1951 Lohn-Zahlungsliste Firma Pott - Kraftfahrzeug Werkstatt und Omnibus Betrieb

1951 Lohn-Zahlungsliste Firma Pott - Kraftfahrzeug Werkstatt und Omnibus Betrieb in Wilster

1950 - 1973 Omibusse der Firma Pott, Kraftfahrzeug Werkstatt und Omnibus Betrieb.
Einen Eindruck von der damaligen Entlohnung der Beschäftigten für die Arbeitzeit in einer 48-Stunden-Woche gibt die beigefügte Lohn-Zahlungsliste aus dem Jahr 1951.
Der damalige Wert einer D-Mark kann daraus abgelesen werden, dass für ihren Erwerb eine Stunde Arbeit zu leisten war!
Der Kfz.-Reparatur und Omnibus Betrieb der Firma Pott war in Wilster an der Straße Am Steindamm in den Jahren 1950 bis 1973 ansässig.
Sie bediente den Linien Verkehr auf der Strecke Brunsbüttelkoog - Wilster - Itzehoe. Mit ihren Reisebussen führte sie Fahrten in Deutschland und in das benachbarte Ausland durch.

Anmerkung: eine durch Bearbeitung besser lesbare Ausfertigung der Liste kann mit der Datei unten aufgerufen werden.

Hier finden Sie noch weitere Informationen (als Datei)

1952 Reklamekarte Sattlerei und Möbelhandlung Wilhelm Schuldt

ca. 1952 Reklamekarte Sattlerei Wilhelm Schuldt

ca. 1952 Reklamekarte Sattlerei Wilhelm Schuldt
Der seinerzeit in den Gebäuden Schmiedestraße 8 und 9 sein Geschäft betreibende Malermeister und Sattler Wilhelm Schuldt warb mit der Karte für seine Produkte:
Möbel- und Dekorations Geschäft,
grosses Lager in Möbelstoffen, Teppichen, Gardinen, Tapeten und Borden,
Sattlerei - großes Lager feiner Lederwaren
Reit- und Sportartikel.

Anmerkung: Wann der Betrieb eingestellt wurde, konnte noch nicht ermittelt werden; im Wilsteraner Adressbuch von 1958 ist die Firma noch aufgeführt.

1955 Plan der Stadt Itzehoe - Verlag Alfred Burkhardt - Wilster

1955 Plan der Stadt Itzehoe - Verlag Alfred Burkhardt - Wilster
Verlag Alfred Burkhardt - Wilster
Schreibwaren Rudolf Bedei - Wilster
1955 Stadtplan Itzehoe

1955 Verlag Alfred Burkhardt, Wilster - Plan der Stadt Itzehoe
Der in Eutin beheimatete Verlag Alfred Burkhardt gab seinerzeit diverse Stadtpläne schleswig-holsteinischer Städte heraus - sogenannte ABK (Alfred Burkhardt Karten).
Zeitweilig firmierte der Verlag unter Wilster, Burger Straße 4 (sh. Bild 2). Dabei arbeitete er offenbar mit dem dort ansässigen Schreibwarengeschäft Rudolf Bedei (vormals Karl Hencke)(sh. Bild 3) zusammen.
Wie lange der Verlag in Wilster firmierte, konnte noch nicht ermittelt werden.

1957 Baugeschäft Rudolf Wittrock

Baugeschäft Rudolf Wittrock
Das Baugeschäft des Maurermeisters und Architekten Rudolf Wittrock war seinerzeit eines von mehreren in Wilster ansässigen Bauunternehmen - daneben u.a. die Betriebe von Heinrich Stammer und von Arthur Lindemann.
Die Firma Rudolf Wittrock zählte in guten Zeiten etwa 20 Beschäftigte. Sie war für die Erbringung guter handwerklicher Qualität bekannt - die erbrachten architektonischen Leistungen waren eher bieder. Der Firmengelände war eben außerhalb der Stadtgrenze am Steindamm gelegen.
Peter von Holdt, der spätere Dipl. Ingenieur und Begründer dieser Heimat-Seite erlernte bei der Firma in den Jahren 1960 bis 1963 das Maurer Handwerk. Er hatte dabei das Glück, mit den Gesellen Werner Jahn, Hollerwettern, und Hermann Horstmann, Wilster, von zwei menschlich und fachlich ganz herausragenden Ausbildern in das Handwerk eingewiesen zu werden.

Anmerkung: Der Briefbogen wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Uwe Wolter, Ahrensburg, einem Neffen des Firmeninhabers.

1963 Friedrich Spies, Zelte- und Planenfabrik

1963 Friedrich Spies, Zelte- und Planenfabrik - Briefbogen
1963 Friedrich Spies, Zelte- und Planenfabrik - Werbeblatt
1963 Friedrich Spies, Zelte- und Planenfabrik - Werbeblatt
1963 Friedrich Spies, Zelte- und Planenfabrik - Werbeblatt

1963 Friedrich Spies, Zelte- und Planenfabrik
Das zunächst in Wilster als Sack-Fabrik bezeichnete Unternehmen der Zelte- und Planenfabrik von Friedrich Spies etablierte sich Mitte der 1950er Jahre in den Gebäuden der vormaligen Ballin´schen Lederwerke an der Rumflether Straße.
Die Firma besteht unter den Nachkommen des Begründers am Standort Wilster heute noch.
Mit einem Faltblatt, von welchem hier 3 Seiten vorgestellt werden (Sh. Bilder 2 - 4), bewarb des Unternehmen seine bis zu 18,00 breiten und in Modulen von jeweils 5,00m Länge verlängerbaren Großraumzelte.

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