Alte Postkarten aus Wilster

Aktuelle Kategorie: Postsachen

Sie können die einzelnen Bilder durch Anklicken direkt vergrößern.

1854 Dänische Briefmarke in Wilster abgestempelt

1854 Dänische Briefmarke in Wilster abgestempelt
1854 Dänische Briefmarke in Wilster abgestempelt

1854 Dänische Briefmarke in Wilster abgestempelt
Nach der trotz anfänglicher Erfolge vergeblichen Erhebung der deutsch gesinnten Schleswig-Holsteiner gegen Dänemark in den Jahren 1848 bis 1851 war Holstein und somit auch Wilster Teil des dänischen Gesamtstaates. Die Zeit, in der ein unabhängiges Schleswig-Holstein eine eigene Briefmarke herausgab ( sogenannte Post-Schillinge im Wert von 1 und 2 Schilling, herausgegeben am 15. November 1850) war nach sehr kurzer Zeit wieder vorbei - es galten wieder die dänischen Briefmarken.
So beispielsweise die mit dem Nummernstempel 147 Wilster abgestempelte rotbraune 4 Skilling Marke, welche von 1854 bis Mai 1857 gültig war.

1858 Dänische 4 Skilling Briefmarke in Wilster abgestempelt

1858 Dänische 4 Skilling Briefmarke in Wilster abgestempelt

1858 Dänische 4 Skilling Briefmarke in Wilster abgestempelt.
Die rotbraune dänische 4 Skilling Marke ist mit dem Nummernstempel 147 Wilster abgestempelt. Da fragt sich heute mancher, wie das möglich war.
Wilster gehörte seinerzeit zum dänischen Gesamtstaat!
Über Jahrhunderte hinweg war der dänische König Landesherr über die Herzogtümer Schleswig und Holstein, wobei er für letzteres zugleich Deutscher Reichsfürst war.
Grundlage dafür war der Vertrag von Ripen aus dem Jahre 1460, in welchem der Dänische König den beiden Landesteilen allerdings versprach:
Wy lawen dat Schleswigk u. Holsten bliewen ewich tosamende ungedelt
(Wir geloben dass Schleswig und Holstein bleiben ewig zusammen ungeteilt).
Als jedoch die Dänen die Eider zur Grenze Dänemarks machen wollten, erhoben sich am 24. März 1848 die deutsch gesinnten Schleswig-Holsteiner in einer Revolution. Über die Dauer von annähernd drei Jahren - in der Zeit von 24.03.1848 bis zum Ende der Erhebung am 01.02.1851 – war Schleswig-Holstein ein selbständiger Staat.
Ein an die Erhebung erinnerndes und lange Zeit auf dem Friedhof in Wilster stehende Denkmal wurde leider Ende der 1950er Jahre beseitigt.
Am 25. Juli 1850 kam es bei Idstedt zur entscheidenden Niederlage der auf Druck der damaligen Europäischen Großmächte von Truppen des deutschen Bundes im Stich gelassenen Schleswig-Holsteinischen Armee. Die kurze Zeit, in der ein unabhängiges Schleswig-Holstein eigene Briefmarken herausgab ( sogenannte Post-Schillinge im Wert von 1 und 2 Schilling, herausgegeben am 15. November 1850) war nach sehr kurzer Zeit wieder vorbei - es galten wieder die dänischen Briefmarken.
So beispielsweise die vorgestellte und mit dem Oktober 1950 eingeführten dänischen Dreiring-Nummernstempel 147 Wilster abgestempelte rotbraune 4 Skilling Marke, welche 1858 herausgegeben wurde (als Ersatz für Michel Nr. 4, welche von 1854 bis Mai 1857 gültig war).
Erst in der Folge des Krieges von 1865 zwischen Dänemark, Preußen und Österreich entstand die preußische Provinz Schleswig-Holstein, welche somit Teil des Deutschen Reiches wurde.

Anmerkung: Die kleine und im Original nur etwa 20mm x 20mm große geschnitte (da ohne Zähnung) Briefmarke ist auf der vorgestellten Abbildung stark vergrößert.

1873 Klempnermeister August Carlsen in Wilster

1873 Brief aus Wewelsfleth an den Klempnermeister August Carlsen in Wilster
1873 Rückseite Brief aus Wewelsfleth an den Klempnermeister August Carlsen in Wilster

1873 Brief aus Wewelsfleth an den Klempnermeister August Carlsen in Wilster
August Carlsen in Wilster ist als Klempner aufgeführt im 1872 erschienenen ADRESSBUCH der Kaufleute, Fabrikanten und Gewerbsleute sowie der Hof- & Guts-Besitzer.
Die Straße ist nicht verzeichnet; der genaue Standort des Betriebes konnte noch nicht festgestellt werden

1876 Kolonialwaren und Eisenwarenhandlung H. Martens in Wilster

1876 Correspondenz-Carte der Firma Kolonialwaren und Eisenhandlung H. Martens in Wilster
1876 Correspondenz-Carte der Firma Kolonialwaren und Eisenhandlung H. Martens in Wilster

1876 Kolonialwaren und Eisenwarenhandlung H. Martens
Correspondenz-Carte
Nachdem Heinrich Stephan, der Generalpostdirektor des Norddeutschen Bundes, im Jahre 1870 die Postkarte eingeführt hatte, wurde diese gegenüber der Briefpost kostengünstigere Alternative vielfach auch für geschäftliche Korrespondenz von Wilsteraner Firmen genutzt.
Das Geschäft von H. Martens firmierte im Haus Markt 10 und 11 in Wilster, wobei in dem Ladengeschäft außer dem Handel mit Kolonialwaren, Eisenwaren, Stoffen, Kurzwaren, Tabak, Zigarren auch eine Agentur betrieben wurde. Die Geschäftsbeziehungen der Firma reichten offenbar weit über die Wilstermarsch hinaus, denn die Karte ist an die Fürstlich Schwarzenbergischen Resonanzholzfabriken in Maderhäuser bei Winterberg (heutiges Vimperk) in Böhmen adressiert. Resonanzholz wurde für die Herstellung von Musikinstrumenten verwendet. In der Mitteilung wird darum gebeten, eine Summe von sechsundzwanzig Gulden und 23 Kreuzer an Ignaz Flandorffer in Oedenburg, Ungarn, auskehren zu wollen. Bei Ignaz Flandorffer handelte es sich um eine herausragende Persönlichkeit, über welche in der unten aufrufbaren Datei mehr nachgelesen werden kann.
Die Firma H. Martens Nachfolger (Inhaber A. Wilde) bestand noch in den 1930er Jahren; in das Gebäude zog später die „Wilstermarsch Sparkasse“ (spätere Verbandssparkasse, jetzt Sparkasse Westholstein) ein.

Hier finden Sie noch weitere Informationen (als Datei)

1876 Zimmerei Reimer Griese - Materialbestellung

1876 Zimmerei Reimer Griese in Wilster - Materialbestellung
1876 Zimmerei Reimer Griese in Wilster - Materialbestellung

1876 Zimmerei Reimer Griese - Materialbestellung
Bestellung von Baumaterialien bei der Holzhandlung Rehder in Lübeck durch den wilsteraner Zimmermeister Reimer Griese, welcher auf dem Helgenland an der Wilsterau in Wilster auch den Bau von hölzernen Fracht-Ewern betrieb.
Reimer Griese ist dort bereits für das Jahr 1861 als Erbauer eines hölzernen Ewers genannt.

Anmerkung: Es handelt sich um eine der ältesten gelaufenen und auf dieser Heimat-Seite vorgestellten Postkarten.
Hinweis: Eine Leseabschrift der mit der Postkarte vorgenommenen Bestellung kann unten aufgerufen werden.

Hier finden Sie noch weitere Informationen (als Datei)

1887 Postkarte der Lederwerke Falk & Schütt

1887 Postkarte der Lederwerke Falk & Schütt
1887 Postkarte der Lederwerke Falk & Schütt

1887 Postkarte der Lederwerke Falk & Schütt,
welche um die vorletzte Jahrhundertwende eine Zeit lang die größten in Europa waren.
Die Lederfabrik von Falk & Schütt in Rumfleth sowie die Lederfabrik „Gebrüder Böhme“, später Vacheleder-Fabrik "Ballin" in Landrecht, hatten nach dem Jahr 1870 Wilster zu einem bedeutenden Standort der Lederindustrie gemacht. Wilsters Bevölkerung wuchs in den Jahren 1890 bis 1901 von 2716 auf 5124 Einwohner; es entstanden typische Arbeiterquartiere, so unter anderem auch in der noch heute zur Gemeinde Nortorf gehörenden Vereinsstraße.
Arbeiterwohngebiete in den Landgemeinden in Landrecht, Dammfleth und Nortorf wurden eingemeindet.
Mit der offenen Karte kündigten die Lederwerke einer Spedition in Hamburg die Lieferung einer Kiste mit Leder im Wert von 1.100 Mark an mit der Bitte, diese an eine Adresse in London, Großbritannien, weiter zu befördern „via Harwich“. Ein Beleg für die internationalen Verbindungen der Wilsteraner Leder-Industrie.

1888 Lederfabrik Gebrüder Böhme - Korrespondenzkarte mit Firmenstempel

1888 Lederfabrik Gebrüder Böhme - Korrespondenzkarte
1888 Lederfabrik Gebrüder Böhme - Korrespondenzkarte

1888 Lederfabrik Gebrüder Böhme.
Firmenpost wurde seinerzeit vielfach auf offenen Postkarten abgewickelt.
So erging mit vorgestellter Postkarte am 09. März 1888 ein Angebot der Lederfabrik Gebrüder Böhme an die Firma P. Cohn & Co. in Altona an der Große Freiheit mit der Mitteilung:
"Es sammeln sich jetzt mehr Kalbfelle an; sagen sie uns welchen Preis sie heute anlegen."
Gemeinsam mit den Lederwerken „Falk & Schütt“ war die Lederfabrik der „Gebrüder Böhme“ der erste Industriebetrieb in Wilster.
Die Fabrik ist hervorgegangen aus der bereits 1850 von Nicolaus Böhme an der Landrechter Straße gegründeten Lohgerberei, welche anfangs 4 Gesellen beschäftigte. Nachdem die beiden Söhne Johann und Heinrich in den Betrieb eintraten und ihn Anfang der 1870er Jahre übernahmen, firmierte der Betrieb unter dem Namen Lederfabrik „Gebrüder Böhme“.
Der Betrieb wuchs in der Folge rasch und zählte 1878 bereits 20 Beschäftigte, 1880 arbeiteten dort 30 Personen.
Ende der 1880er Jahre – also zur Zeit der vorgestellten Postkarte - hatte die Fabrik enorm expandiert und zählte fast 100 Beschäftigte und kurz vor der Jahrhundertwende sogar 350.
Neue Maschinen waren angeschafft, dazu neue Fertigungsgebäude und ein Maschinenhaus mit einem hohen Schornstein errichtet worden.
Der Schuldendienst für die rasche Expansion führte in der Folge dazu, dass der Hamburger Gläubiger Eigentümer des Betriebes wurde, der danach unter „Gebr. Böhme Co.“ firmierte.
1903 zerstörte ein Schadenfeuer die Fabrik, deren Reste 1907 verkauft wurden an einen dänischen Betreiber aus Kopenhagen, welcher sie in Teilen wieder errichtete und mit etwa 40 Beschäftigten die „Vachelederwerke Ballin GmbH“ betrieb.
Ende des Jahres 1940 wurde der Betrieb in Wilster endgültig eingestellt.

1897 Hotel Stadt Wilster in Hamburg

1897 Hotel Stadt Wilster
In Hamburg gab es in der Zeit um die vorletzte Jahrhundertwende ein „Hotel Stadt Wilster“ – eine Datierung des Bestehens gelang bisher nicht.
Das Hotel stand in der Straße Kajen 22 direkt am Hafen gegenüber der Speicherstadt. Es war somit eher ein Hotel für Kaufleute als eines für Seefahrer.
Betrieben wurde das Hotel seinerzeit von einem W. Tewes. In welchem Bezug der Betreiber oder der Eigentümer des Hotels zur Stadt Wilster stand, konnte noch nicht ermittelt werden.

Herausgeber: Gesellschaft für Postkarten-Automaten, Hamburg

1901 Hotel Stadt Wilster in Hamburg

1901 Hotel Stadt Wilster
In Hamburg gab es in der Zeit um die vorletzte Jahrhundertwende ein „Hotel Stadt Wilster“ – eine Datierung des Bestehens gelang bisher nicht.
Das Hotel stand in der Straße Kajen 22 direkt am Hafen gegenüber der Speicherstadt. Es war somit eher ein Hotel für Kaufleute als eines für Seefahrer. Dieses belegt auch die Aufnahme mit den Gästen des Hauses.
Betrieben wurde das Hotel seinerzeit von einem W. Tewes. In welchem Bezug der Betreiber oder der Eigentümer des Hotels zur Stadt Wilster stand, konnte noch nicht ermittelt werden.

Bildrechte: Verlag Gebr. Israel, Hamburg

1901 Post aus Berlin an Empfängerin im Vermächtnishaus am Klosterhof

1901 Post aus Berlin an Empfängerin im Vermächtnishaus am Klosterhof in der Stadt Wilster
1901 Post aus Berlin an Empfängerin im Vermächtnishaus am Klosterhof in der Stadt Wilster

1901 Post aus Berlin an Empfängerin im Vermächtnishaus am Klosterhof.
Empfängerin der in Berlin aufgegebene Ansichtskarte war die Witwe Katharine Wessel, welche ihren Lebensabend im „Vermächtnishaus“ am Klosterhof verbrachte. Es gab seinerzeit in Wilster mehrere von wohltätigen Menschen begründete Stiftungen, welche Witwen und armen Frauen Obdach boten. In diesem Zusammenhang ist an die heute bestehende Vereinigte Doos´, Eggers´ und Stegemann´sche Stiftung zu erinnern. (Zu den Stiftungen hat der Wilsteraner Kommunal- und Landespolitiker Helmut Jacobs 2011 einen interessanten Zeitungsartikel verfaßt, der in der unten aufrufbaren Datei nachgelesen werden kann).
Der Absender der Karte, Carl Hütter, war ein Enkel der Empfängerin und unterschrieb mit seinem militärischen Dienstgrad als „Vize-Feldwebel“ (Der Vizefeldwebel rangierte im Preußischen Heer und dem des Kaiserreichs zwischen dem Sergeanten und dem etatmäßigen Feldwebel und war der niederste Unteroffiziersdienstgrad mit Portepee.)

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: Die Ansichtskarte zeigt auf der Bildseite den künstlichen Wasserfall im Viktoria Park in Berlin.

Hier finden Sie noch weitere Informationen (als Datei)

1906 Gruß vom Jahrmarkt in Wilster

1906 Gruß vom Jahrmarkt in Wilster

1906 Gruß vom Jahrmarkt in Wilster.
Die mit einem Glanzbild (Oplate) und einem Schriftzug aus Glimmer verzierte Karte wirbt für den Wilster Jahrmarkt, der den Wilsteraner als „der größte der Westküste“ gilt.
Der seit vielen Jahrzehnten traditionell am ersten Wochenende im Monat August stattfindende Jahrmarkt wird an dem davor liegenden Freitag mit der Zeremonie des Ausschenkens von „Hamburger Bier“ eingeläutet. Wenn auch die Attraktivität des Jahrmarktes in den vergangenen Jahren gemindert ist, so finden sich zu dem Ereignis immer noch viele Besucher aus nah und fern ein, insbesondere viele Buten-Wilsteraner nutzen die Gelegenheit, um wieder einmal in ihrer Heimatstadt zu verweilen und alte Bekanntschaften aufzufrischen und zu pflegen.

Bildrechte: nicht bekannt

1907 Jahrmarkt in Wilster

1907 Gruß vom Jahrmarkt in Wilster

1907 Wilster Jahrmarkt.
Die mit buntem Glimmer sowie mit einem Schleifchen gebundenen Edelweiß (nicht so passend für die norddeutsche Marschenlandschaft) verzierte Karte wirbt für den Wilster Jahrmarkt, der den Wilsteraner als „der größte der Westküste“ gilt.
Der seit vielen Jahrzehnten traditionell am ersten Wochenende im Monat August stattfindende Jahrmarkt wird an dem davor liegenden Freitag mit der Zeremonie des Ausschenkens von „Hamburger Bier“ eingeläutet.
Wenn auch die Attraktivität des Jahrmarktes in den vergangenen Jahren gemindert ist, so finden sich zu dem Ereignis immer noch viele Besucher aus nah und fern ein, insbesondere viele Buten-Wilsteraner nutzen die Gelegenheit, um wieder einmal in ihrer Heimatstadt zu verweilen und alte Bekanntschaften aufzufrischen und zu pflegen.

Bildrechte: nicht bekannt

1909 Fahrradtour durch die Wilstermarsch

1909 Fahrradtour durch die Wilstermarsch
1909 Fahrradtour durch die Wilstermarsch

1909 Fahrradtour durch die Wilstermarsch
Es war vor weit über einhundert Jahren sicherlich nicht alltäglich, dass Jugendliche mit dem Fahrrad mehrtägige Radtouren unternahmen, denn die Beschaffenheit der Straßen war mit den heutigen Zuständen nicht zu vergleichen. Es fehlten nicht nur Radwege, auch die Oberflächenbeschaffenheit der Straßen war dem Fahrkomfort nicht zuträglich. Die Ausrüstung damaliger Fahrräder war zudem mit heutigen Rädern nicht zu vergleichen, was noch mehr für das mitzunehmende Equipment galt.
Überdies war es zumeist nur durch postalische Nachrichten - Briefe und Postkarten - möglich, Kontakt zum Elternhaus herzustellen.
Von einer Tour, die ihn mit Freunden von Rendsburg über Itzehoe durch die Marsch bis Wewelsfleth führte, berichtete mit einer Postkarte am 30. August 1909 Johannes Söhrnsen seinen Eltern in Rendsburg, Hohestraße 21.
Eine Transkription der Karte kann unten aufgerufen werden.

Hier finden Sie noch weitere Informationen (als Datei)

1911 Postkarte Getreidehandlung und Mühlenbetrieb Gustav Lumpe

1911 Postkarte Getreidehandlung und Mühlenbetrieb Gustav Lumpe
1911 Postkarte Getreidehandlung und Mühlenbetrieb Gustav Lumpe

1911 Postkarte Getreidehandlung und Motor-Mühlenbetrieb Gustav Lumpe an der Straße Lange Reihe.
Die Mühle hatte im Ortsnetz von Wilster die Fernsprechnummer 2 .
Mit der Postkarte offerierte die Firma Lumpe einem in Friedrichstadt ansässigen Geschäftskunden verschiedene Produkte.
Bei dem im II. Weltkrieg am 15. Juni 1944 erfolgten Bombenangriff eines anglo-amerikanischen Bombergeschwaders auf die Stadt Wilster wurde der Mühlenbetrieb Lumpe wurde völlig zerstört und danach nicht wieder aufgebaut.

1911 Poststempel Sanct Margarethen - alte Schreibweise

1911 Poststempel Sanct Margarethen - alte Schreibweise

1911 Poststempel Sanct Margarethen - alte Schreibweise
Postkarte in Büttel geschrieben und beim Postamt Sanct Margarethen< abgestempelt (wobei auf dem Stempel die Schreibweise des Ortsnamens von der heute gebräuchlichen abweicht).
Dieser Kreisobersegmentstempel beim Postamt in St. Margarethen (Elbe) wurde von 31.07.1902 bis 29.11.1923 verwendet. Zur damaligen Zeit waren in der Region auch Stempel mit der Schreibweise "Sanct" für St. Michaelisdonn (Holstein), St. Peter (Nordsee) im Gebrauch.
Empfänger der vorgestellten Karte war der Bauer Hermann Krey in Bischof, Gemeinde Landrecht, Eigentümer des Bauernhofes Hof 229 (gem. dem Buch „Die Bauernhäuser der Wilstermarsch im Bild“); die Absenderin der Karte, Stina Pohlmann aus Büttel, gratuliert darin dessen Ehefrau Magda, geb. Albers, zum fünfundzwanzigsten Geburtstag.

1913 Antiquitäten- und Mobilienhändler Peter Markus Detlef von Holdt

1914 Korrespondenz Antiquitäten- und Mobilienhändler Peter Markus Detlef von Holdt in der Stadt Wilster
1913 Korrespondenz Antiquitäten- und Mobilienhändler Peter Markus Detlef von Holdt in der Stadt Wilster
1913 Korrespondenz Antiquitäten- und Mobilienhändler Peter Markus Detlef von Holdt in der Stadt Wilster
1913 Korrespondenz Antiquitäten- und Mobilienhändler Peter Markus Detlef von Holdt in der Stadt Wilster

1913 Antiquitäten- und Mobilienhändler Peter Markus Detlef von Holdt
Nachdem er als junger Mann zunächst in Wilster in der seinerzeit dort prosperierenden Lederindustrie den Beruf des Gerbers erlernt hatte, verlegte Peter Markus Detlef von Holdt (* 26.02.1876 Wilster, + 10.12.1930) seine berufliche Tätigkeit auf den eines erfolgreichen und selbständigen Antiquitäten- und Mobilienhändlers.
Als solcher belieferte er mehrere Museen - u.a. das Thaulow Museum in Kiel und das Städtische Museum Altona (Spätere Altonaer Museum) - mit verschiedenen kunst- und kulturgeschichtlichen Objekten aus der Wilstermarsch.
Er pflegte jedoch auch geschäftlichen Beziehungen zu Kunden im Ausland. So liegen Korrespondenzen mit Geschäftspartnern in Dänemark, Großbritannien, Russland (u.a. bis Jekatarinenburg), Ägypten und den Vereinigten Staaten vor.
Sein Geschäft betrieb er zunächst im Haus Deichstraße 17 und danach nach dessen Erwerb im Haus Deichstraße 18 in Wilster.
Sein früher Tod setzte dem Geschäftsbetrieb ein Ende.

Anmerkung: Peter Markus Detlef von Holdt ist der Großvater des Betreibers dieser Heimat Seite

1914 Private Ansichtskarte Mutter und Kind - von Wewelsfleth nach St. Margarethen

1914 Private Ansichtskarte Mutter und Kind (Magda Sötje geb. Krey mit ihrem Sohn Karl Hermann) - von Wewelsfleth nach St. Margarethen

1914 Private Ansichtskarte Mutter und Kind - von Wewelsfleth nach St. Margarethen.
Derartige entweder Gebäude oder auch Personen zeigende sogenannte private Ansichtskarten hatten zumeist eine sehr geringer Auflage und wurden häufig für die Korrespondenz innerhalb der jeweiligen Familien genutzt.
Die vorgestellte Karte wurde von Magda Sötje geb. Krey in Wewelsfleth Dammducht an ihre in St. Margarethen Osterbünge lebenden Eltern Jacob und Sielke Krey geb. Franzenburg geschrieben.
Auf der Bildseite der Karte abgebildet ist die mit dem Bauern Carl Sötje (Hof 17 gem. dem Buch die Bauernhöfe der Wilstermarsch mit ihren Familien) seit 1913 verheiratet gewesene Schreiberin mit ihrem ersten Kind, dem 1914 geborenen Karl Hermann Sötje (er fiel im II.WK im Jahr 1943 wie auch bereits 1940 sein jüngerer und 1916 geborene Bruder Richard). Das jüngste Kind des Ehepaares, die 1918 geborene Tochter Cäcie erbte später den Hof; sie heiratete 1939 Emil Kloppenburg.
Der Hof stand in Wewelsfleth Dammducht unmittelbar hinter dem Deich, er ist im Jahr 1969 vollständig abgebrannt.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

1920 Gehöft in der Wilstermarsch - Wappen der Wilstermarsch

1920 Gehöft in der Wilstermarsch
Ansichtskarte mit dem Wappen der Wilstermarsch
Wappen der Wilstermarsch mit dem segnenden Christus (Salvator mundi = Retter der Welt)
Wappen der Wilstermarsch mit dem segnenden Christus (Salvator mundi = Retter der Welt)

1920 Gehöft in der Wilstermarsch.
Die Künstlerkarte wurde kreiert für die Jugendspende Nordschleswig vom „Verein für das Deutschtum im Auslande – Landesverband Schleswig-Holstein“. Die Aktion erfolgte vermutlich in Folge des am 10.02.1920 in zwei Abstimmungszonen durchgeführten Plebiszits, mit welchem der Landesteil Nordschleswig (Gebiet zwischen der Stadt Flensburg und der Königsau südlich von Kolding) völkerrechtlich an Dänemark fiel, zur Unterstützung der dortigen großen deutschen Sprachgemeinschaft.
Der 1881 gegründete „Allgemeine Deutsche Schulverein zur Erhaltung des Deutschtums im Auslande“ hatte 1908 seinen Namen verkürzt; er war zunächst im wesentlich unpolitisch und widmete sich der Kulturpflege. Unter dem Einfluß der Nationalsozialisten kamen später andere Aspekte hinzu.
Auf der Anschriftseite (Bilder 2 und 3) der Karte befindet sich das Wappen der Wilstermarsch mit der Figur des Segnenden Christus (Salvator mundi = Retter der Welt), welcher die Weltkugel in seiner linken Hand trägt. Das Motiv des segnenden Christus geht zurück auf das 1607 zuerst belegte Siegel der alten Wilstermarsch-Kommüne, die Ende des 19. Jahrhunderts aufgehoben wurde.
Das Wappen ist heute noch Symbol des Amtes Wilstermarsch. Die leicht veränderte Figur ist wie folgt beschrieben: „In Blau der golden nimbierte, silbern und golden gekleidete Christus, die rechte Hand zum Segen erhoben, in der linken die rote Weltkugel mit goldenem Kreuz haltend.“

Bildrechte: nicht bekannt

1920 Schmiedemeister Hinrich Hartwig in Wilster

1920 Schmiedemeister Hinrich Hartwig in Wilster
1920 Schmiedemeister Hinrich Hartwig in Wilster

1920 Schmiedemeister Hinrich Hartwig in Wilster.
Der Schmiedemeister Hinrich Hartwig hatte seinen Betrieb unter der Anschrift Rathausstraße 15 (heute wird das Areal von der Firma Wilckens GmbH genutzt).
Wie lange die Firma existierte, konnte noch nicht ermittelt werden.
Nachweislich der Karte hielt der Schmiedemeister Hinrich Hartwig ein Lager landwirtschaftlicher Maschinen und Geräte vor. Mit der Postkarte forderte er entsprechend von der Firma Lanz – Wery AG in Zweibrücken die neuesten Preislisten für Erntemaschinen und Ersatzteile an. Die Lanz – Wery AG war in Deutschland seinerzeit ein führender Hersteller von Grasmähern, Getreidemähern, Garbenbindern und ähnlichen Gerätschaften für die Landwirtschaft.

1922 Geschäftspost der Firma J.P.T. Andersen Söhne

1922 Geschäftspost der Firma J.P.T. Andersen Söhne in Wilster
1922 Geschäftspost der Firma J.P.T. Andersen Söhne in Wilster

1922 Geschäftspost der Firma J.P.T. Andersen Söhne.
Es ist aus heutiger Sicht erstaunlich, wie schlicht vor einhundert Jahren Firmen ihre Geschäftspost erledigten. Mit der offenen Postkarte teilt die Firma Andersen ihrem Geschäftspartner, einer im sächsischen Hartha ansässigen Woll-Spinnerei, eine mit deren Vertreter geschlossene Vereinbarung mit. Es geht dabei um eine Bestellung und im Gegenzug um die Lieferung von Stricklumpen und gegebenenfalls auch Kehrwolle als Ausgangsmaterial für die Wiederverwertung (Recyclingmaterial) in der Woll-Spinnerei.
Eine Transkription des Kartentextes kann in der unten aufrufbaren Datei nachgelesen werden.
Gemäß dem Logo auf der Anschriftsseite der Karte war die Firma J.P.T. Andersen Söhne seinerzeit dem Einkaufsverband Norden angeschlossen.
Im Jahr 1882 hatte sich die bereits Jahrzehnte zuvor schon in Wilster ansässig gewesene Firma Andersen an der Einmündung der Marktstraße (heutige Op de Göten) in den Markt ein Geschäftshaus errichten lassen, sie firmierte seinerzeit als Färberei & Handlung J.P.T. Andersen Söhne; das Gebäude wurde 1912 abgebrochen und an seiner Stelle 1912/13 das noch heute bestehende imposante Gebäude errichtet.

Hier finden Sie noch weitere Informationen (als Datei)

1923 Kolonialwaren und Eisenwarenhandlung H. Martens Nachf. in Wilster

1923 Kolonialwaren und Eisenwarenhandlung H. Martens Nachf. in Wilster
1923 Kolonialwaren und Eisenwarenhandlung H. Martens Nachf. in Wilster

1923 Kolonialwaren und Eisenwarenhandlung H. Martens Nachf. (Inhaber A. Wilde).
Die zur Zeit der Inflation gelaufene Karte verdeutlicht das Ausmaß der Geldentwertung während der damaligen ihrem Höhepunkt zustrebenden Hyperinflation in Deutschland.
So beträgt das Porto für die Karte nachweislich der für die Frankatur verwendeten Briefmarke 100.000 Mark.
Die Relation der damaligen Mark zum Dollar wird in der Mitteilung deutlich. Dort heißt es gegenüber dem in Herford wohnenden Empfänger:
"Überwies heute an die Direktion der Discontogesellschaft 1,25 Dollar zum Briefkurs vom 21.9.(1923) z.M. 110.275.000 lt. Rechnung v. 17.9.(1923)
= M 137.843.000 "
Das Geschäft von H. Martens Nachfolger (Inhaber A. Wilde) firmierte im Haus Markt 10 und 11 in Wilster unde bestand noch in den 1930er Jahren; in das Gebäude zog später die „Wilstermarsch Sparkasse“ (spätere Verbandssparkasse, jetzt Sparkasse Westholstein) ein.

1925 Familienverband der Kreyen - Familien Krey

1925 Familienverband der Kreyen - Familien Krey aus der Wilstermarsch
Wappen der Familien Krey aus der Wilstermarsch
Auszug aus dem Buch „Die Wappen der alten Bauernfamilien in den holsteinischen Elbmarschen“

1925 Familienverband der Kreyen - Familie Krey.
Träger des Familiennamens Krey sind seit langem und auch heute noch in der Wilstermarsch ansässig.
Der Familienname leitet sich ab von dem Niederdeutschen Wort Krey bzw. Krei für Krähe.
In dem Buch „Die Wappen der alten Bauernfamilien in den holsteinischen Elbmarschen“ heißt es u.a. über die Krey: Eine große begüterte Familie der Wilster Marsch. Besonders im Kirchspiel St. Margarethen ist sie von jeher angesessen...... (sh. Abbildung 4)
Für Mitglieder der Familie sind Wappen in zwei Variationen bekannt (Bild 3):
In silbernem Schild
I. auf grünem Ast auf dem …...
II. ein grüner Ast mit zwei Zweigen übereinander auf deren jedem ….eine rot bewehrte schwarze Krähe gegen den Stamm gekehrt sitzt.
Helmdecken: Schwarz – weiß (silber)

Bildrechte: Familienverband der Kreyen

1928 Kolonialwaren und Eisenhandlung A. Martens Nachf.

1928 Kolonialwaren und Eisenhandlung A. Martens Nachf.
Wilster Am Markt

1928 Kolonialwaren und Eisenhandlung A. Martens Nachf. von A. Wilde.
Mit der Postkarte kündigte die Firma den Besuch ihres Vertreters bei ihren Kunden an.
Das Geschäft Martens Nachf. für Eisen, Stoffe, Kurzwaren, Kolonialwaren, Tabak, Zigarren wurde seinerzeit von Albert Wilde im Haus Markt 10 und 11 betrieben (sh. Bild 3 das Gebäude mit dem Mansarddach).
In das Gebäude zog später die „Wilstermarsch Sparkasse“ (spätere Verbandssparkasse, jetzt Sparkasse Westholstein) ein; der von der Sparkasse in den 1970er Jahren vorgesehene Abriß der schönen reich gegliederten Fassade des Hauses konnte durch die Einschaltung des Landes-Konservators verhindert werden, weshalb das Fassaden-Ensemble der hier abgebildeten Häuser erhalten blieb.
An dieser Stelle ist den Inhabern der Firma Reese ganz nachhaltig Anerkennung entgegen zu bringen, denn sie haben 1987 bei der Modernisierung ihrer beiden benachbarten links daneben stehenden Geschäftshäuser auf die Wiederherstellung der alten ausdrucksstarken Fassaden Wert gelegt und so das unverkennbare Ensemble erhalten. Leider diente dieses vorbildliche Verhalten nicht zum Vorbild, wie der aktuelle (2013) Ersatzbau im Bereich der abgebrochenen Häuser des Café Egge schmerzlich zeigt!

1928 Werbung - Hotel Wilstermarsch-Haus (Ex)

1928 Werbekarte - Hotel Wilstermarsch-Haus in Wilster
1928 Werbekarte - Hotel Wilstermarsch-Haus in Wilster

1928 Werbung - Hotel Wilstermarsch-Haus
Gaststätte und Hotel Wilstermarsch-Haus am Markt an der Ecke Op de Göten und Deichstraße. Das seinerzeit von Wilhelm Jacobs betriebene Haus war das größte Hotel in Wilster.
Dem seinerzeit allmählich zunehmenden Kraftfahrzeug-Verkehr trug der Betrieb mit der vorgestellten Ansichtskarte Rechnung, welche ein per Automobil anreisendes Paar zeigt. Allerdings ist auf der Ansichtskarte keine Situation in Wilster abgebildet.
Das große Fachwerk-Gebäude des Wilstermarsch-Haus wurde bei dem Terror-Angriff anglo-amerikanischer Bomber während des II. Weltkrieges am 15.Juni 1944 durch Bombenwirkung stark beschädigt. Es wurde danach einige Jahre behelfsweise als Wohngebäude genutzt und 1952 abgebrochen;
nach seiner Beseitigung entstand hier 1956/57 ein neues Wohn- und Geschäftshaus (zunächst Albert Gutsche Kolonialwaren, danach Reese´s Junior Shop für Bekleidungswaren).

Bildrechte:
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in einer externen Sammlung.

1934 Brücke über die Wilster im niedersächsischen Neuenkirchen (Niederelbe)

1934 Brücke über die Wilster im niedersächsischen Neuenkirchen
1934 Neuenkirchen (Niederelbe) - Wilsterbrücke, Schule, Dofstraße, Alte Schmiede

1934 Wilsterbrücke im niedersächsischen Neuenkirchen (Niederelbe)
Die Wilster ist ein durch das niedersächsische Neuenkirchen (südlich von Otterndorf) fließendes kleines Nebengewässer der Medem, welche bei Otterndorf in die Elbe müdet.
Die Ansichtskarte zeigt neben der Brücke über die Wilster außerdem die Dorfstraße, die Schule und die Alte Schmiede in dem Ort.

Bildrechte: Ernst Krohn, Osterholz-Scharmbeck

1934 Schmiede von Schmiedemeister Wilhelm Fick

1934 Schmiede von Wilhelm Fick
Schmiede Wilhelm Fick, später Fock, am Kohlmarkt in Wilster
1948 Schmiedemeister Wilhelm Fock in Wilster

1934 Schmiede von Schmiedemeister Wilhelm Fick
Die Schmiede von Schmiedemeister Wilhelm Fick befand sich in dem Gebäude Kohlmarkt 5, dem Eckgebäude an der kleinen namenlosen Verbindungsstraße zwischen Burger Straße und Kohlmarkt. Die kleine Straße führte in früheren Zeiten als Verbindung von Burger Straße und Kohlmarkt den zutreffenden Namen Dwerstrate (Querstraße).
Entsprechend dem Aufdruck auf der Karte wurde geworben mit:
Huf- und Wagenschmiede, Grosse autogenische Schweiss- und Schneideanlage, Krafthammer.
Der Betrieb bestand bis in die 1960er Jahre.
Da Wilhelm Fick wegen seines Familiennamens sich offenbar häufig hänselnde Anmerkungen gefallen lassen mußte, ließ er ihn ändern in den Namen Fock (sh. Bild 4). Allerdings führte dieses dazu, dass die Wilsteraner von ihm als Willy Fick-Fock sprachen - ein ihn sicherlich nicht erfreuender Umstand.
Der Betreiber dieser Heimatseite hat Wilhelm Fock als sehr angenehmen Menschen in Erinnerung.
Das Foto (Bild 3) zeigt rechts im Anschnitt das Gebäude der Schmiede, an deren Außenwand eine Egge angelehnt ist.

Bildrechte: Ludwig Behning, Wilster

1948 Schmiedemeister Willy Fock - Rechnungsbeleg

1948 Rechnungsbeleg des Schmiedemeister Willy Fock in der Stadt Wilster
1948 Rechnungsbeleg des Schmiedemeister Willy Fock in der Stadt Wilster
Firmenstempel 1948 Rechnungsbeleg des Schmiedemeister Willy Fock in der Stadt Wilster

1948 Schmiedemeister Willy Fock
Mit der vorgestellten und als Faltbrief verschickten Beleg stellte der Schmiedemeister Willy Fock dem Hofbesitzer Otto Sühl in Kathen (Hof 227 gem. dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild") landwirtschaftliche Kleingeräte in Rechnung.
Zum einen eine lange Heuforke und zum anderen zwei Rübenköpfer. Die an einem langen Stiel befestigten und mit einer waagerecht angeordneten senkrecht stehenden Klinge versehenen Rübenköpfer wurden verwendet, um in Handarbeit von geernteten Rüben die Rübenblätter abzuschneiden.
Die Schmiede von Schmiedemeister Wilhelm Fick befand sich in dem Gebäude Kohlmarkt 5, dem Eckgebäude an der kleinen namenlosen Verbindungsstraße zwischen Burger Straße und Kohlmarkt. Die kleine Straße führte in früheren Zeiten als Verbindung von Burger Straße und Kohlmarkt den zutreffenden Namen Dwerstrate (Querstraße).
Entsprechend dem Aufdruck auf der Rechnung wurde geworben mit:
Fahrzeugbau - Landmaschinen.
Der Betrieb bestand bis in die 1960er Jahre.
Da der zuvor den Namen Wilhelm Fick führende Schmied sich wegen seines Familiennamens offenbar häufig hänselnde Anmerkungen gefallen lassen mußte, hatte er ihn ändern lassen in den Namen Fock. Allerdings führte dieses dazu, dass viele Wilsteraner daraufhin von ihm als Willy Fick-Fock sprachen - ein ihn sicherlich nicht erfreuender Umstand.

1997 Schöpfmühle Honigfleth auf einer Briefmarke der Bundespost

1997 Schöpfmühle Honigfleth auf einer Briefmarke der Bundespost (Mi. Nr. 1951)
Getreidemühle Galerieholländer auf einer Briefmarke der Deutschen Bundespost (Mi. Nr. 1952)
Bockmühle auf einer Briefmarke der Deutschen Bundespost (Mi. Nr. 1950)
Wassermühle auf einer Briefmarke der Deutschen Bundespost (Mi. Nr. 1949)

1997 Schöpfmühle Honigfleth auf einer Briefmarke der Bundespost
Die 1960 von ihrem vorherigen Standort in Dwerfeld an die Honigflether Wettern umgesetzte alte Schöpfmühle ist die letzte ihrer Art in Schleswig-Holstein. Sie dient nicht nur als Blickfang für die über die B5 nach Wilster Reisenden, sondern gilt seither auch als Sinnbild für die Wilstermarsch.
Vor über 100 Jahren gab es in der Wilstermarsch zahlreiche dieser von Windkraft getriebenen Schöpfmühlen; Hunderte dieser Mühlen schöpften mit einer archimedischen Schnecke das Wasser aus den Gräben in die höher gelegenen bedeichten Wettern.
In einem 1997 aufgelegten und 5 Briefmarken umfassenden Satz Wohlfahrtsmarken (Michel Katalog 1948 - 1952) der Deutschen Bundespost findet sich eine Marke mit der Abbildung der Honigflether Mühle.
Die Abbildung zeigt sehr anschaulich, das die auch vom "Förderverein Bockmühle Honigfleth" so bezeichnete Mühle keine Bockmühle, sondern entsprechend ihrer Bauart eine Köcherwindmühle bzw. Kokerwindmühle ist. Diese werden auch kurz Kokermühle genannt; vielfach wurde diese Mühlenart auch als Wippmühle bezeichnet.
Dagegen sind Bockmühlen (sh. Bild 3) fast ausnahmslos immer Getreidemühlen und können bautechnisch nie Wasserschöpfmühlen sein, da bedingt durch die Bauart eine Übertragung der Kraft auf die Archimedische Schnecke nicht möglich ist.
Eine weiteres zu dem Briefmarkensatz gehörendes Postwertzeichen zeigt einen Galerieholländer (Bild 2) - Wilster darf sich glücklich schätzen, mit der Rumflether Mühle AURORA eine solche überaus schöne und selten gewordene Windmühle noch in ihren Mauern zu haben.
Zwei weitere Briefmarken, von denen eine hier vorgestellt ist, zeigen jeweils eine Wassermühle (Bild 4). Diese dienen nicht zum Schöpfen, sondern werden durch das fließende Wasser angetrieben.

Ansichtskarte 1902 Dampfer WILSTER - auf ein Riff gelaufen und gestrandet

Ansichtskarte 1902 Dampfer WILSTER - auf ein Riff gelaufen und gestrandet
Bericht The New Yorck Times v. 02. März 1902
Gestrandeter Steamer Wilster - 1907 erschienene Postkarte nach einem Foto durch Charles Cleaves

1902 Dampfer WILSTER - auf ein Riff gelaufen und manövrierlos gestrandet.
Vor der Küste von Rockport, Massachusetts, ist am 28. Feb. 1902 während eines heftigen Sturmes der britische Tramp Dampfer WILSTER bei der vorgelagerten Thacher Insel auf Grund gelaufen und danach manövrierlos bei Long Beach gestrandet.
Der Steamer WILSTER war ein Schiff der im nordenglischen Hartlepool beheimateten Reederei Trechmann S. S. Co. der Brüder Trechmann.
Der Gründer der Reederei war der 1819 in Wilster geborene Peter Otto Eduard Trechmann, welcher sich als junger Mann im Jahre 1843 mit seiner aus Hamburg gebürtigen Ehefrau Emma, geb. Kramer in der damals stark prosperierenden Hafenstadt West Hartlepool niedergelassen und die britische Staatsangehörigkeit erworben hatte.
Das Ehepaar hatte acht Söhne und zwei Töchter.
Otto Trechmann war ein sehr erfolgreicher Geschäftsmann, der 1848 nicht nur einen gut florierenden Handel mit Portland-Zement begründete, sondern auch eine Reederei mit zahlreichen Schiffen aufbaute. Zwei seiner in Hartlepool geborenen Söhne übernahmen später die gut etablierte Reederei.
Die emotionale Verbindung des Otto Trechmann zu seiner Geburtsstadt Wilster ist dadurch belegt, dass regelmäßig ein Schiff mit diesem Namen unter seiner Reedereiflagge (schwarz, weiß, rot mit den Buchstaben O.T. im weißen Feld) auf den Weltmeeren fuhr. Die erste belegte WILSTER wurde 1871 erbaut; die gestrandete WILSTER war 1898 vom Stapel gelaufen.
Nach dem Verkauf der gestrandeten WILSTER ließ sich die Reederei Trechmann Steam Ship Co.Ltd., West Hartlepool, ein Schiff gleichen Namens erbauen, welches 1903 in Hartlepool vom Stapel lief und abgeliefert wurde.
Die Familie Trechmann genoss hohes Ansehen und erlangte ganz erheblichen Wohlstand. 1869 wurde Otto Trechmann zum Konsul des Norddeutschen Bundes und in der Folge 1872 zum Konsul des Deutschen Reichs ernannt.
Otto Trechmann starb 1892 – seine Söhne ehrten ihn mit der Benennung eines ihrer Schiffe mit seinem Namen.
Bild 3: Bericht The New Yorck Times v. 02. März 1902
Bild 4: 1907 erschienene Postkarte nach einem Foto durch Charles Cleaves.

Weitere Informationen befinden sich in der unten aufrufbaren Datei.
Anmerkungen: Informationen stammen von der Internet Seite Vintage Rockport

Hier finden Sie noch weitere Informationen (als Datei)

Ansichtskarte 1902 Steamer WILSTER - auf ein Riff gelaufen und gestrandet

Ansichtskarte 1902 Steamer WILSTER - auf ein Riff gelaufen und gestrandet

1902 Dampfer WILSTER - auf ein Riff gelaufen und manövrierlos gestrandet vor der Küste von Rockport, Massachusetts am 28. Feb. 1902 während eines heftigen Sturmes.
Das "Lewiston Saturday Journal" v. 01. März 1902 titelte dazu Tramp Steamer Ashore - Hard Battle to Save Crew of Big Steamship by Life Saves at Rockport"
Mehr zu den zeitgenössischen Berichten zum Geschehen und zur Bergung der 23 Seeleute umfassenden Besatzung, eines großen Teiles seiner Ladung und letztlich des Schiffes selbst, kann aus der unten aufrufbaren Datei nachgelesen werden.
Der Steamer WILSTER war ein Schiff der im nordenglischen Hartlepool beheimateten Reederei Trechmann S. S. Co. der Brüder Trechmann. Der Gründer der Reederei war der 1819 in Wilster geborene Peter Otto Eduard Trechmann, welcher sich als junger Mann im Jahre 1843 mit seiner aus Hamburg gebürtigen Ehefrau Emma, geb. Kramer in der damals stark prosperierenden Hafenstadt West Hartlepool niedergelassen und die britische Staatsangehörigkeit erworben hatte. Otto Trechmann war ein sehr erfolgreicher Geschäftsmann, der 1848 einen gut florierenden Handel mit Portland-Zement begründete und eine Reederei mit zahlreichen Schiffen aufbaute.. Die emotionale Verbindung des Otto Trechmann zu seiner Geburtsstadt Wilster ist dadurch belegt, dass regelmäßig ein Schiff mit diesem Namen unter seiner Reedereiflagge (schwarz, weiß, rot mit den Buchstaben O.T. im weißen Feld) auf den Weltmeeren fuhr.

Bildrechte: Charles Cleaves
Verlag: The Hugh C. Leighton Co., Manufactures, Portland, Massachusetts, USA

Hier finden Sie noch weitere Informationen (als Datei)

Ansichtskarte 1925 Herzliche Grüße aus Wilster

1925 Herzliche Grüße aus Wilster
Neben den Ansichtskarten mit Abbildungen bestimmter Örtlichkeiten gab es in früheren Zeiten auch solche mit allgemeinen Motiven, wobei zusätzlich der Ort - hier der Name der Stadt Wilster - auf der Bildseite eingedruckt wurde.
Ein derartiges Beispiel wird hier vorgestellt.

Bildrechte: nicht bekannt
Signatur: S.V.D. Serie 3555/1

Ansichtskarte Gastzimmer Zum Wilster Krug im Restaurant Fischborn in Hamburg

Gastzimmer "Zum Wilster Krug" im Restaurant Fischborn in Wiezels Hotel bei den Landungsbrücken in Hamburg

Ansichtskarte Gastzimmer "Zum Wilster Krug" im Restaurant Fischborn in Hamburg
In Hamburg gab es in früheren Zeiten – um 1910 – in Wiezels Hotel bei den Landungsbrücken das Restaurant Fischborn (wohl ein Familienname) mit mehreren unterschiedlich ausgestatteten Räumen.
Da gab es beispielsweise ein Ratsherren Zimmer, ein Englisches Zimmer, ein Biedermeier Zimmer. Ein Raum führte den Namen „Zum Wilster Krug“, dessen Ausstattung an die alten Wilstermarsch-Stuben erinnert.

Rückseite: Meinen verehrten Gästen gewidmet

Bildrechte: unbekannt

Ansichtskarte Wilstermarsch Hof im Freilichtmuseum Rammsee a

1986 Das einen stattlichen Bauernhof – ein Barghus aus der Wilstermarsch – zeigende Bild ist im Freilichtmuseum Rammsee bei Kiel aufgenommen; hierher ist das im Jahre 1746 in der Wilstermarsch errichtete Gebäude versetzt worden.
Das Barghus mit der seitlich angeordneten großen Einfahrt ist neben dem Husmannshus mit seiner mittleren Einfahrt und der zentralen großen Diele der vorherrschende landwirtschaftliche Haustyp in der Wilstermarsch.

Bildrechte: Verlag Joachim Eicke

Ansichtskarte Wilstermarsch Hof im Freilichtmuseum Rammsee b

1986 Wilstermarsch Hof im Freilichtmuseum Rammsee

1986 Ansichtskarte Wilstermarsch Hof im Freilichtmuseum Rammsee
Das einen stattlichen Bauernhof – ein Barghus aus der Wilstermarsch – zeigende Bild ist im Freilichtmuseum Rammsee bei Kiel aufgenommen; hierher ist das im Jahre 1746 in der Wilstermarsch errichtete Gebäude versetzt worden.
Das Barghus mit der seitlich angeordneten großen Einfahrt ist neben dem Husmannshus mit seiner mittleren Einfahrt und der zentralen großen Diele der vorherrschende landwirtschaftliche Haustyp in der Wilstermarsch.

Bildrechte: Verlag Joachim Eicke

Bildpostkarte mit dem Wappen der Stadt Wilster

Das Wappen der Stadt Wilster stammt aus historischer Zeit.
Im Jahre 1283 hatte das 1282 von den Grafen von Holstein zur Stadt erhobene Wilster lübisches Recht erhalten;
das überlieferte Stadtsiegel von ca. 1300 zeigt bereits den Fisch und das holsteinische Nesselblatt.
Wappen Blasonierung: Geteilt von Rot und Blau. Oben ein silbernes Nesselblatt, belegt mit einem von Silber und Rot geteilten Schildchen, unten schwimmend auf silbernen Wellen ein silberner Fisch.

Bildrechte: nicht bekannt; im Zweifel: Stadt Wilster

Bildpostkarte von Wilster (1982) , Altes Rathaus und Kirche

1982 Die Bildpostkarte mit der eingedruckten Briefmarke (Michel Nr. 1038, 50 Pfennig, gelblichgrün) zeigt auf der Anschriftenseite die „Schokoladenansicht“ der Stadt Wilster, nämlich die Straße „Op de Göten“ (frühere Marktstraße) mit dem alten Rathaus von 1785 und dem nebenstehenden Speicher (der heute ein naturkundliches Museum beherbergt) sowie einen Blick auf den Turm der St. Bartholomäus-Kirche (auch Sonnin Kirche genannt)

Bildrechte: nicht bekannt; Signatur: j6/84 40000 1.82

Brief vom 11. Januar 1915 - Teil 1 - Wilstermarsch und Wilster

Brief vom 11. Januar 1915 - Teil 1 - Wilstermarsch und Wilster

Brief vom 11. Januar 1915 - Teil 1 - Wilstermarsch und Wilster
Die Wilstermarsch und Wilster
beschrieben im Jahre 1915 in einem beeindruckenden wundervollen Brief.
Wie vor einhundert Jahren ein Betrachter die Wilstermarsch und die Stadt Wilster sah und als genauer Beobachter von Land und Leuten voller Poesie das Gesehene beschrieb, erfahren wir aus einem auf die Anschriftenseiten von mindestens 10 Ansichtskarten geschriebenen Brief.
Der Brief ist gerichtet an eine von dem Verfasser des Briefes offenbar sehr geliebte Frau, die er gleichwohl aus Verehrung und Respekt siezte.
Vermutlich war der Schreiber des Briefes ein beim Kanalneubauamt Burg tätig gewesener Marine Arzt. Während der Kanalverbreiterung in den Jahren 1907 bis 1915 bestand in Burg ein Kanalneubauamt, welches wieder aufgelöst wurde, nachdem die damalige Verbreiterung des Kaiser-Wilhelm Kanals in 1914 im wesentlichen abgeschlossen war.
Wenn auch leider nicht alle zu dem Brief gehörenden Karten aufgefunden werden konnten, soll er dennoch in seinen Fragmenten als ein Zeitzeugnis hier vorgestellt werden.
Teil I. des Briefes befindet sich auf einer Ansichtskarte mit einem Motiv am Vaalermoor Kanal.

Vom Text des Briefes wurde eine Leseabschrift gefertigt, welche dem Original gegenüber gestellt ist.
Die gesamten vorliegenden Teile des Briefes sind in der Datei unten aufrufbar.

Hier finden Sie noch weitere Informationen (als Datei)

Brief vom 11. Januar 1915 - Teil 2 - Wilstermarsch und Wilster

Brief vom 11. Januar 1915 - Teil 2 - Wilstermarsch und Wilster
Die Wilstermarsch und Wilster
beschrieben im Jahre 1915 in einem beeindruckenden wundervollen Brief.
Wie vor einhundert Jahren ein Betrachter die Wilstermarsch und die Stadt Wilster sah und als genauer Beobachter von Land und Leuten voller Poesie das Gesehene beschrieb, erfahren wir aus einem auf die Anschriftenseiten von mindestens 10 Ansichtskarten geschriebenen Brief.
Der Brief ist gerichtet an eine von dem Verfasser des Briefes offenbar sehr geliebte Frau, die er gleichwohl aus Verehrung und Respekt siezte.
Vermutlich war der Schreiber des Briefes ein beim Kanalneubauamt Burg tätig gewesener Marine Arzt. Während der Kanalverbreiterung in den Jahren 1907 bis 1915 bestand in Burg ein Kanalneubauamt, welches wieder aufgelöst wurde, nachdem die damalige Verbreiterung des Kaiser-Wilhelm Kanals in 1914 im wesentlichen abgeschlossen war.
Wenn auch leider nicht alle zu dem Brief gehörenden Karten aufgefunden werden konnten, soll er dennoch in seinen Fragmenten als ein Zeitzeugnis hier vorgestellt werden.
Teil II. des Briefes befindet sich auf einer Ansichtskarte mit einem Motiv vom Kasenort.

Vom Text des Briefes wurde eine Leseabschrift gefertigt, welche dem Original gegenüber gestellt ist.

Brief vom 11. Januar 1915 - Teil 3 - Wilstermarsch und Wilster

Brief vom 11. Januar 1915 - Teil 3 - Wilstermarsch und Wilster
Die Wilstermarsch und Wilster
beschrieben im Jahre 1915 in einem beeindruckenden wundervollen Brief.
Wie vor einhundert Jahren ein Betrachter die Wilstermarsch und die Stadt Wilster sah und als genauer Beobachter von Land und Leuten voller Poesie das Gesehene beschrieb, erfahren wir aus einem auf die Anschriftenseiten von mindestens 10 Ansichtskarten geschriebenen Brief.
Der Brief ist gerichtet an eine von dem Verfasser des Briefes offenbar sehr geliebte Frau, die er gleichwohl aus Verehrung und Respekt siezte.
Vermutlich war der Schreiber des Briefes ein beim Kanalneubauamt Burg tätig gewesener Marine Arzt. Während der Kanalverbreiterung in den Jahren 1907 bis 1915 bestand in Burg ein Kanalneubauamt, welches wieder aufgelöst wurde, nachdem die damalige Verbreiterung des Kaiser-Wilhelm Kanals in 1914 im wesentlichen abgeschlossen war.
Wenn auch leider nicht alle zu dem Brief gehörenden Karten aufgefunden werden konnten, soll er dennoch in seinen Fragmenten als ein Zeitzeugnis hier vorgestellt werden.
Teil III. des Briefes befindet sich auf einer Ansichtskarte mit einem typischen Gehöft der Wilstermarsch.

Vom Text des Briefes wurde eine Leseabschrift gefertigt, welche dem Original gegenüber gestellt ist.

Brief vom 11. Januar 1915 - Teil 4 - Wilstermarsch und Wilster

1911 Alte Damen in St. Margarethen beim sogenannten

Brief vom 11. Januar 1915 - Teil 4 - Wilstermarsch und Wilster
Die Wilstermarsch und Wilster
beschrieben im Jahre 1915 in einem beeindruckenden wundervollen Brief.
Wie vor einhundert Jahren ein Betrachter die Wilstermarsch und die Stadt Wilster sah und als genauer Beobachter von Land und Leuten voller Poesie das Gesehene beschrieb, erfahren wir aus einem auf die Anschriftenseiten von mindestens 10 Ansichtskarten geschriebenen Brief.
Der Brief ist gerichtet an eine von dem Verfasser des Briefes offenbar sehr geliebte Frau, die er gleichwohl aus Verehrung und Respekt siezte.
Vermutlich war der Schreiber des Briefes ein beim Kanalneubauamt Burg tätig gewesener Marine Arzt. Während der Kanalverbreiterung in den Jahren 1907 bis 1915 bestand in Burg ein Kanalneubauamt, welches wieder aufgelöst wurde, nachdem die damalige Verbreiterung des Kaiser-Wilhelm Kanals in 1914 im wesentlichen abgeschlossen war.
Wenn auch leider nicht alle zu dem Brief gehörenden Karten aufgefunden werden konnten, soll er dennoch in seinen Fragmenten als ein Zeitzeugnis hier vorgestellt werden.
Teil IV. des Briefes befindet sich auf einer Ansichtskarte mit einer Gruppe aus langstieligen Pfeifen rauchender Frauen, also bei dem sogenannten "Tabak saufen". Wir erfahren aus dem Text gleichzeitig, daß die abgebildeten alten Damen in St. Margarethen wohnhaft waren.

Vom Text des Briefes wurde eine Leseabschrift gefertigt, welche dem Original gegenüber gestellt ist.

weitere Elemente ->

 

© 2008-2017 Peter von Holdt · Technische Realisation: MReinke.Net · Impressum Key