Alte Postkarten aus Wilster

Aktuelle Kategorie: Rathausstraße, Neues Rathaus

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1865 Rathausstraße - die damalige Bäcker-Straße

ca. 1865 Rathausstraße - die damalige Bäcker-Straße
Eine der ältesten Aufnahmen aus Wilster zeigt die seinerzeit noch sehr schmale Bäcker-Straße vor dem Neuen Rathaus, dessen Freitreppe rechts im Anschnitt erkennbar ist.
An der Freitreppe sind zwei große schräg aufrecht gesetzte Steine als Radabweiser angebracht.
Sowohl die Straße als auch der Bürgersteig sind noch mit unregelmäßigen Feldsteinen gepflastert.
Die Häuserzeile links mußte in den 1950er Jahren der platzartigen Straßenverbreiterung vor dem Neuen Rathaus weichen.
Im Hintergrund ist der zur Straße Klosterhof abfallende Verlauf der Straße zu erkennen, während nach links die Einmündung der Schmiedestraße (deren oberer Abschnitt hier zeitweilig Johannis-Straße hieß) zu erahnen.

Bildrechte: Hans-Peter Mohr, Wilster
Das Foto stammt aus der von Robert Friedrichs betreuten Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1865 Rathausstraße - die damalige Bäcker-Straße

1865 Rathausstraße - die damalige Bäcker-Straße in Wilster

ca. 1865 Rathausstraße - die damalige Bäcker-Straße.
Blick vom mittleren Abschnitt der Straße in Richtung Neues Rathaus, welches hinten rechts zu erkennen ist.
Sowohl die Straße als auch der Bürgersteig sind noch mit unregelmäßigen Feldsteinen gepflastert.
Es muß ein ohrenbetäubendes Geräusch gewesen sein, wenn Fuhrwerke durch die Straße fuhren, die Hufeisen der Zugpferde auf das Pflaster traten und die mit eisernen Reifen beschlagenen Räder der Ackerwagen über das Pflaster rumpelten.

Bildrechte: Hans-Peter Mohr, Wilster

1866 Rathausstraße

1866 Rathausstraße in Wilster
1866 Rathausstraße in Wilster
Artikel aus der Wilsterschen Zeitung

1866 Rathausstraße mit dem Neuen Rathaus.
Die Straße ist noch mit Feldsteinen, sogenannten Katzenköpfen, gepflaster. Die Gehwege sind ohne Bordstein nur mit einer Entwässerungsrinne von der übrigen Straße getrennt.
An vielen Häusern wiesen formschöne und informative Schilder auf die in dem Hause betriebenen Gewerbe hin. Viele Gemeinden greifen heute diese Handhabung wieder auf, mittels geeigneter Darstellungen auf die gegenwärtigen und vor allen Dingen auf die in der Vergangenheit in den Häusern betriebenen Gewerbe hinzuweisen. Auf diese Weise können Erinnerungen und Überliefertes wieder sichtbar gemacht werden.
Bild 2 zeigt einen etwas anderen Ausschnitt des Fotos.

Viele Jahrzehnte später veröffentlichte die Wilstersche Zeitung in den 1960/70er Jahren eine Artikel-Reihe "Alt-Wilster", in welcher auch das vormalige Aussehen der Straßen, Plätze und Gebäude in Erinnerung gerufen wurde (Bild 3).

Bildrechte: Hans Peter Mohr
Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster
Der Zeitungsausschnitt wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Frau Tanja Thode, Beldorf

1868 Rathausstraße - die damalige Bäckerstraße

ca. 1868 Rathausstraße - die damalige Bäcker-Straße
Eine der ältesten Aufnahmen von Straßen in Wilster zeigt den mittleren Bereich der heutigen Rathausstraße.
Sowohl die Straße als auch der Bürgersteig sind noch mit unregelmäßigen Feldsteinen gepflastert.
Es muß ein ohrenbetäubendes Geräusch gewesen sein, wenn Fuhrwerke durch die Straße fuhren, die Hufeisen der Zugpferde auf das Pflaster traten und die mit eisernen Reifen beschlagenen Räder der Ackerwagen über das Pflaster rumpelten.

Bildrechte: Hans-Peter Mohr, Wilster
Das Foto stammt aus der von Robert Friedrichs betreuten Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1875 Rathausstraße

ca. 1875 mittlere Rathausstraße
Blick stadteinwärts in die mittlere Rathausstraße, welche seinerzeit noch Bäckerstraße hieß.
In dem Gebäude links mit dem großen Kandelaber war die bekannte Billerbecksche Gaststätte, welche früher lange Zeit Vereinslokal des Männerturnvereins Wilster war.
Das Haus rechts gegenüber mit der schön gegliederten Fassade gehörte dem Zimmermeister Junge.

Ein Jahrhundert später veröffentlichte die Wilstersche Zeitung in den 1960/70er Jahren eine Artikel-Reihe "Alt-Wilster", in welcher auch das vormalige Aussehen der Straßen, Plätze und Gebäude in Erinnerung gerufen wurde (Bild 2).

Bildrechte: Hans-Peter Mohr, Wilster
Der Zeitungsausschnitt wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Frau Tanja Thode, Beldorf

1880 Rathausstraße mit dem Doos´schen Palais, dem Neuen Rathaus

1880 Rathausstraße mit dem Doos´schen Palais, dem Neuen Rathaus in Wilster

1880 Rathausstraße mit dem Doos´schen Palais, dem Neuen Rathaus
Gegenüber älteren Aufnahmen fällt die Umgestaltung der Bürgersteige auf, welche jetzt mit Bordsteinen versehen sind.
Von links kommend mündet die schmale Blumenstraße in die Rathausstraße ein, welche zuvor den Namen Bäckerstraße führte.
An der Rathausstraße steht das repräsentative und durch Schenkung in das Eigentum der Stadt Wilster gelangte Doos´sche Palais. Das Gebäude war in den Jahren 1785 und 1786 für den vermögenden Kanzleirat Doos erbaut worden und seit 1830 als Bürgermeisterhaus und Neues Rathaus von der Stadt Wilster genutzt.
Ganz im Hintergrund ist die Einmündung der leicht zur Wilsterau hin abfallenden Straße Klosterhof zu erkennen.

Bildrechte: Hans-Peter Mohr, Wilster

1880 Rathausstraße und Turmhaus an der Einmündung der Allee

1880 Rathausstraße und Turmhaus an der Einmündung der Allee

1880 Rathausstraße und Turmhaus an der Einmündung der von rechts kommenden Straße Allee.
An der Einmündung der Straße Allee in die Rathausstraße stand bereits vor 130 Jahren das markante Turmhaus.
Die Bürgersteige waren seinerzeit vielfach noch mit faustgroßen Natursteinen (Katzenkopf Pflaster) befestigt.
Auffällig ist auch, dass seinerzeit der gesamte abgebildete Streckenabschnitt der Rathausstraße beidseitig durchgehend von Straßenbäumen gesäumt war.

Bildrechte: Hans Peter Mohr

1885 DIANA - BAD an der Rathausstraße

ca. 1885 DIANA - Bad an der Rathausstraße in Wilster

ca. 1885 DIANA - Bad an der Rathausstraße
Das an der Rathausstraße stehende Gebäude beherbergte das Diana-Bad (Wannenbäder); es bot damals für den Großteil der Bevölkerung eine der wenigen Gelegenheit, ein Reinigungsbad zu nehmen.
In dem Gebäude war später (von 1950 bis 1974) das Amtsgericht Wilster untergebracht.
Das Amtsgericht Wilster ist 1867 (nachdem Holstein preußische Provinz wurde) eingerichtet worden und bestand bis 1975.
Danach diente das Haus unterschiedlichen Zwecken, so als Jugendzentrum, Volksbücherei und Stadtarchiv.

Bildrechte: vermutlich Hans-Peter Mohr, Wilster

1895 Bürgermeister Garten

1895 Bürgermeister Garten hinter dem Palais Doos in Wilster

ca. 1895 Bürgermeister Garten
Der heute als öffentlicher Park genutzte ehemalige Garten des vormaligen Etatsrates Doos stellt ein denkmalpflegerisch bedeutsames gartenkulturelles Kleinod in der Stadt Wilster dar.
Es handelt sich bei ihm um dem hinter dem Palais Doos gelegenen und mit diesem eine Einheit bildenden zugehörigen ehemaligen Garten.
Die ohne überlebende Leibeserben gebliebene Etatsrätin Luise Charlotte Dorothea Christina Doos hatte in ihrem Testament am 15. Juni 1829 ihr Haus ( das spätere Neue Rathaus) samt einer 8.000 Bände umfassenden Bibliothek, des Gartens und 200.000 Mark - eine für die damalige Zeit unglaublich hohe Summe - ihrer Heimatstadt Wilster vermacht.
Der Garten ist in großen Teilen in französischem Stil angelegt; der hintere Bereich als Landschaftgarten und ein weiterer Bereich wurde als Küchengarten genutzt.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1900 Königliches Amsgericht Wilster

1900 Königliches Amsgericht in der Stadt Wilster

1900 Gebäude Amt Wilstermarsch - Königliches Amtsgericht Wilster
Das sehr alte Gebäude, welches an der Einmündung des Klosterhof in den Rathausplatz stand, hat eine ganz besondere Geschichte - in ihm war das "Königliche Amtsgericht Wilster" untergebracht. Dieses war 1867 (nachdem Holstein preußische Provinz geworden war, nach vorheriger Loslösung von Dänemark 1864) eingerichtet worden und bestand als Amtsgericht bis 1975 (an anderem Standort an der unteren Rathausstraße, im vormaligen Diana-Bad).
In das hier abgebildete Gebäude zog im Jahre 1970 die Verwaltung für das zu dem Zeitpunkt neu gegründete Amt Wilstermarsch ein (es ist 1970 aus den Ämtern Wilster-Land, St. Margarethen und Wewelsfleth gebildet worden).
Leider fiel das historische Gebäude 1996 dem Ausbau des Klosterhof als innerörtliche Umgehungsstraße zum Opfer, obwohl bei geschickter Trassierung der Straße das Haus hätte erhalten werden können.
Das links im Anschnitt erkennbare Eckhaus - an der Einmündung der Straße Klosterhof in die Rathausstraße und Schmiedestraße - mit seiner schönen harmonisch gegliederten Fassade war bereits ein Jahrzehnt zuvor im Rahmen der Stadtsanierung abgebrochen worden.
Die in anderen Städten bereits Einzug gehaltene Sensibilität für die Bewahrung alter Bausubstanz (zumindest aber die Erhaltung schöner alter Fassaden) war in Wilster noch nicht angekommen. Wenn auch im Rahmen der Stadtsanierung bei der Planungsarbeit auf Leistungen auswärtiger Fachleute zurückgegriffen werden mußte, wäre doch wünschenswert gewesen, wenn Verwaltung und Rat der Stadt eine stärkere Gewichtung bei der Bewahrung und behutsamen Weiterentwicklung des überkommenen Stadtbildes bewirkt hätten!

Bildrechte: vermutlich Ludwig Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1900 Rathausstraße

ca. 1900 Rathausstraße
So recht den Eindruck eines kleinen Landstädtchens vermittelt die in Blickrichtung Neues Rathaus aufgenommene Rathausstraße.
Bevor in dem ehemaligen Doos´schen Palais an der heutigen Rathausstraße die Stadtverwaltung und somit das Rathaus untergebracht war, hieß die Straße "Bäckerstraße", davor "Lange Straße".
Nach 1933 in einem Abschnitt düsterer deutscher Geschichte hieß sie "Adolf Hitler Straße".
Das schöne Neue Rathaus im Hintergrund war 1894 mit einer neugotischen Fassade verunziert worden; die Fassade wurde 1938 in ihren ursprünglichen klassizistischen Zustand zurück gebaut - eine bemerkenswerte Tat in dunkler Zeit;
die Gartenfront des Gebäudes blieb immer unverändert.
Die rechtsseitige Häuserzeile ist noch intakt; die neben dem Rathaus stehenden Gebäude - u.a. das Gasthaus "Dithmarscher Hof" - wurden in jüngerer Zeit beseitigt.
Das schöne alte Haus links mit dem Fachwerkgiebel ist heute noch fast unverändert. Lediglich die großen Fensterscheiben anstelle der besser zum Haus passenden Sprossenfenster stellen eine sichtbare Veränderung dar.

Viele Jahrzehnte später veröffentlichte die Wilstersche Zeitung in den 1960/70er Jahren eine Artikel-Reihe "Alt-Wilster", in welcher auch das vormalige Aussehen der Straßen, Plätze und Häuser in Erinnerung gerufen wurde (Bild 2).

Bildrechte: nicht bekannt, wahrscheinlich Karl Kuskop, Wilster
Das Foto stammt aus der von Robert Friedrichs betreuten Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster
Der Zeitungsausschnitt wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Frau Tanja Thode, Beldorf

1907 Böttcherei Johannes Kraft

1907 Böttcherei Johannes Kraft an der Rathausstraße in der Stadt Wilster

1907 Böttcherei von Johannes Kraft
Die Böttcherei wurde im Hause Rathausstraße 13 betrieben.
Im Adressbuch für Wilster aus dem Jahre 1926 ist der Betrieb noch angeführt - wie lange er danach noch bestanden hat, konnte noch nicht geklärt werden.
Der uralte Beruf des Böttcher (auch: Faßmacher, Faßbinder, Büttner, Schäffler, Kübler oder Küfer) wird heute nur noch selten ausgeübt und beschränkt sich auf die Fertigung von Nischenprodukten.

Bildrechte: L. Treichel, Altona

1910 Königliches Amtsgericht in der Rathausstraße

1910 Königliches Amtsgericht in der Rathausstraße

ca. 1910 Königliches Amtsgericht
Das Gebäude des Königlichen Amtsgerichts Wilster lag gegenüber der Einmündung der Schmiedestraße (zeitweilige Johannisstraße) in die Rathausstraße (vormalige Bäckerstraße).
Das Amtsgericht war 1867 (nachdem Holstein preußische Provinz geworden war, nach vorheriger Loslösung von Dänemark 1864) eingerichtet worden und bestand bis 1975 (an anderem Standort an der unteren Rathausstraße, im vormaligen Diana-Bad).
In das hier abgebildete Gebäude zog im Jahre 1970 das zu dem Zeitpunkt neu gegründete Amt Wilstermarsch (es ist 1970 aus den Ämtern Wilster-Land, St. Margarethen und Wewelsfleth gebildet worden) ein.
Alle auf dem Foto erkennbaren Gebäude bestehen heute nicht mehr. Im Umgang mit ihrer historischen Bausubstanz war die Stadt Wilster leider nicht immer vorbildlich.

Bildrechte: wohl Ludwig Behning; den Abzug erhielt ich von Werner Behning, Wilster, aus dessen Sammlung die Aufnahme stammt

1910 Rathausstraße Haus 30

Haus Rathausstraße 30 im Jahre 1910
Haus Rathausstraße 30 ca. 2010 kurz vor dem Abriß
Baulücke Rathausstraße 30 im Jahre 2011
Baulücke Rathausstraße 30 im Jahre 2011

1910 Rathausstraße Haus 30
Das schöne aus der Gründerzeit stammende Haus gehörte dem in Wilster praktizierenden Arzt Dr. med. Mattias Lübbe - der Eigentümer ist auf dem Foto vor seinem Haus stehend ebenfalls abgebildet.
Dr. Lübbe ist bereits im Alter von gerade 50 Jahren im Jahre 1920 gestorben, als er nach einem Krankenbesuch plötzlich heftig an Grippe erkrankte.
Das schöne Haus hatte er bereits zu seinen Lebzeiten dem Wilsteraner Krankenhaus Mencke-Stift vermacht.
Dr. Mattias Lübbe entstammte der Familie des Senatoren und Besitzers einer Dampfbrauerei (die Brauerei stand an der Neustadt) Thies Lübbe, welcher 1886 verstorben ist.
Die ausgedehnte Sippe der "Lübbe´s" war viele Generationen zahlreich in der Wilstermarsch ansässig (sh. auch Ahnentafel in der Kirche zu Wewelsfleth).
Das Foto und die Informationen wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Jan Hilbert, dessen Familie von 1945 bis 1953 bei seinen Großeltern in dem Haus Rathausstraße 30 wohnte.

Leider wurde das eindrucksvolle Haus mit der schönen Fassade (vgl. Bild 2) im Frühjahr des Jahres 2010 abgebrochen - auf dem rückwärtigen Grundstück wurde ein profaner Bungalow errichtet Bild 3).
So verliert schrittweise die alte Stadt Wilster ihr schönes charakteristisches Gesicht!
Es ist immer wieder erschreckend, mit welcher Unsensibilität auch in Wilster viel zu häufig mit der die Stadt prägenden alten Bausubstanz umgegangen wird! Anderenortes ist hingegen die auch praktisch umgesetzte Einsicht gewachsen, den Baukörper schöner alter Häuser zu erhalten und sie doch zugleich in ihrem Inneren den modernen Wohnbedürfnissen anzupassen.

Bildrechte:
Bild 1 Carl Kuskop, Wilster
Bild 2 siemssen ID: 23260436 (Quelle: www.panaramio.com)
Bild 3 und 4 Andreas Reinke, Wilster

1912 Rückseite des Palais Doos - Neues Rathaus

1912 Rückseite des Palais Doos - Neues Rathaus in Wilster

1912 Rückseite des Palais Doos - Neues Rathaus
Palais Doos - das ehemalige Neue Rathaus - und der durch ein schmiedeeisernes Tor gesicherte Zugang zum Bürgermeister Garten.
Die rückseitige Front des wunderschönen Gebäudes ist im Gegensatz zu der zeitweilig baulich verschandelten Straßenfront immer unverändert geblieben. An ihr orientierte sich die Restaurierung der 1894 unvorteilhaft durch einen gotischen Vorbau veränderten Straßenfront im Jahr 1938, als diese wieder in ihren klassizistischen Zustand versetzt wurde.
Das ehemalige Wohnhaus des Kanzleirates Doos war seit 1830 Bürgermeisterhaus und beherbergte als Neues Rathaus bis zur Zusammenlegung mit der Verwaltung des Amtes Wilster-Land die Verwaltung der Stadt Wilster.
Die ohne überlebende Leibeserben gebliebene Etatsrätin Luise Charlotte Dorothea Christina Doos hatte in ihrem Testament am 15. Juni 1829 ihr Haus - das spätere Neue Rathaus - samt einer 8.000 Bände umfassenden Bibliothek, den Garten - heutiger Bürgermeister Garten - und 200.000 Mark - eine für die damalige Zeit unglaublich hohe Summe - ihrer Heimatstadt Wilster vermacht.
Der ursprünglich in klassischem französischem Stil angelegte und jetzt auch noch dessen Elemente aufzeigende Garten kann heute von der Bevölkerung als Park „Bürgermeister-Garten“ genutzt werden.
Figuren aus bestem weißem carrarischem Marmor zieren den Park. Der Kanzleirat Doos hatte diese Figuren beim Abriß des Schlosses Friedrichsruh (bei Drage) ersteigert. Zwölf der allegorischen Figuren sind erhalten geblieben.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: Das Foto stammt aus dem Nachlaß von Pastor D.Dr. Wilhelm Jensen (amtierte von 1910 bis 1933 in St. Margarethen); es wurde freundlicherweise von Frau Sigrid Malz, Karlsruhe, zur Verfügung gestellt.

1920 Gasthaus "Ratsklause" Ecke Rathausstraße / Schmiedestraße

1920 (geschätzt) Gasthaus "Ratsklause" Ecke Rathausstraße und Schmiedestraße in Wilster

1920 (geschätzt) Gasthaus "Ratsklause" Ecke Rathausstraße und Schmiedestraße.
Rechts im Anschnitt ist das seinerzeitige Eckhaus an der Einmündung der Straße Klosterhof zu erkennen.
Das Gasthaus wurde ausweislich der Reklame von H.P. Nowak betrieben und warb mit dem Bier ASTRA der Hamburger Bavaria & St. Pauli Brauerei.
Das Gebäude wurde Ende der 1950er Jahre beseitigt.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Ralf Steffens, Luzern, Schweiz

1920 Neues Rathaus - Palais Doos

1920 Neues Rathaus - Palais Doos in Wilster

1920 Neues Rathaus - Palais Doos
Das Gebäude war in den Jahren 1785 und 1786 als Wohnhaus für den vermögenden Kanzleirat Doos erbaut worden und seit 1830 als Bürgermeisterhaus und Neues Rathaus von der Stadt Wilster genutzt.
Die ohne überlebende Leibeserben gebliebene Etatsrätin Luise Charlotte Dorothea Christina Doos hatte in ihrem Testament am 15. Juni 1829 ihr Haus - das spätere Neue Rathaus - samt einer 8.000 Bände umfassenden Bibliothek, des Gartens - heutiger Bürgermeister Garten - und 200.000 Mark - eine für die damalige Zeit unglaublich hohe Summe - ihrer Heimatstadt Wilster vermacht.
Das gute Absichten nicht immer sinnvoll sind, wurde durch die im Jahre 1894 seitens der Stadt Wilster veranlaßte Umgestaltung der Vorderfront des Gebäudes deutlich. In einem eklatanten Stilbruch wurde die ursprüngliche klassizistische Fassade der Straßenfront des Palais unvorteilhaft in neugotischem Stil und mit einem Vorbau über der Freitreppe verändert. Im Gegensatz dazu blieb glücklicherweise die Gartenfront unverändert.
Im Jahre 1938 wurde die Straßenfront wieder in ihren klassizistischen Zustand versetzt. Oben im Giebel des Hauses sieht man seither als Ornament das „D“, welches an die Doos als frühere Besitzer des Hauses erinnert.
Der Große Saal im Obergeschoß des Hauses war lange Zeit Sitzungssaal der Ratsversammlung und wird heute noch für repräsentative Zwecke genutzt.

Bildrechte: vermutlich Ludwig Behning, Wilster

1920 Rathausstraße

1920 Blick stadtauswärts in die mittlere Rathausstraße.
Vorne rechts steht die Gastwirtschaft "Landwirtschaftliches Haus" von Johann Thode.
Der Gastwirtschaft war ein auf der gegenüber liegenden Straßenseite betriebener Landhandel angeschlossen.

Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1924 Rathausstraße

1924 Rathausstraße in Wilster

1924 Rathausstraße
Blick stadtauswärts in die mittlere Rathausstraße.
Vorne rechts steht die Gastwirtschaft \"Landwirtschaftliches Haus\" von Johann Thode;
der Gastwirtschaft war ein auf der gegenüber liegenden Straßenseite betriebener Landhandel angeschlossen.
Links daneben ein Tabakwarengeschäft,
dahinter die Bau- und Möbeltischlerei von Johannes Dethlefs (zuvor in der Deichstraße),
gegenüber die Möbelhandlung und das Malereigeschäft von Wilhelm Kock.
Im Vordergrund ist sehr schön zu erkennen das auf den Bürgersteigen in Wilster vorherrschende Fischgrätmuster der Pflasterung mit gebrannten Klinkersteinen; die dreieckigen Randsteine waren regelmäßig gelbe Klinker.
Ganz im Hintergrund ist am früheren Schweinebrook - dem historischen Galgenland, auf dem im Mittelalter das Hochgericht stand - eine Litfaßsäule zu erkennen.

Bildrechte: vermutlich Ludwig Behning, Wilster

1925 obere Schmiedestraße, Amtsgericht an der Rathausstraße

1925 Schmiedestraße, Amtsgericht an der Rathausstraße.
Eine wunderschöne Häuserzeile - leider lange schon Geschichte!
Das zwischen den Straßen Rathausstraße und Op de Göten (frühere Marktstraße) gelegene kurze Stück der heutigen Schmiedestraße führte vor über einhundert Jahren eine Zeit lang den Namen Johannisstraße.
Ganz links ist im Anschnitt an der Einmündung der heutigen Op de Göten (frühere Markt Straße) das schöne Alte Balkenhaus mit seiner vorkragenden Ecke erkennbar.
An der gegenüber liegenden Seite der Einmündung steht das Geschäftshaus des Uhrmachermeisters Johannes Mohr;
dahinter folgen die Gebäude der Schlachterei Schlüter sowie Lübbe´s Gasthaus.
In dem vormaligen Gebäude von Lübbe´s Gasthaus war von Mitte der 1950er Jahre bis Ende der 1960er Jahre das Kino Central Theater untergebracht.
Dahinter folgt an der Ecke zum Klosterhof ein großes Mehrfamilienhaus mit schöner reich gegliederter Fassade.
Das Gebäude des Amtsgerichts Wilster (früher Königliches Amtsgericht) lag gegenüber bereits an der Rathausstraße.
Das Amtsgericht war 1867 (nachdem Holstein preußische Provinz geworden war, nach vorheriger Loslösung von Dänemark 1864) eingerichtet worden und bestand bis 1975 (an anderem Standort an der unteren Rathausstraße, im vormaligen Diana-Bad).
In das hier abgebildete Gebäude zog im Jahre 1970 das zu dem Zeitpunkt neu gegründete Amt Wilstermarsch ein.
Das vorspringende Haus rechts ist das Textilwaren-Geschäft von Wilhelm Ehlert.
Im Anschnitt rechts ist das Gebäude der Schleswig-Holsteinischen Westbank erkennbar.
Mit Ausnahme des letztgenannten sind sämtliche auf dem Foto abgebildeten Gebäude der Stadtsanierung zum Opfer gefallen. Die Balance zwischen Bewahren und behutsamer Weiterentwicklung ist der Stadt Wilster leider nicht immer gelungen. Mahner wurden als sich dem Fortschritt verwehrende unverbesserliche Nostalgiker abqualifiziert - das Wort auswärtiger Fachleute wog mehr!
Die heutige (2010) Situation stellt Bild 2 dar.

Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

Bild 2: Andreas Reinke, Wilster

1925 Rathausstraße, Haus 31

1925 Haus 31 in der Rathausstraße
Das Gebäude mit der aufwendig gestalteten geschlossenen Veranda mußte kürzlich einem Neubauvorhaben weichen.
Seinerzeit stand das Haus im Eigentum des Tierarztes Dr. Eggers, dessen Söhne als Human- bzw. Tiermediziner ebenfalls Ärzte wurden.

Bildrechte: nicht bekann
Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Heidi und Heinz Steinbrecher, Wilster

1925 Umzug der Kinder Gilde durch die Rathausstraße

1925 Umzug der Kinder Gilde durch die Rathausstraße in Wilster

1925 Umzug der Kinder Gilde durch die Rathausstraße
Das Fest der Kindergilde war für die Schüler der Wilsteraner Schulen ein ganz herausragendes Ereignis eines jeden Schuljahres.
Es wurden Wettspiele veranstaltet, Majestäten gekürt und jedes Kind erhielt einen Gewinn.
Am Nachmittag führte ein festlicher Umzug der Kinder durch die sich im Fahnenschmuck zeigenden Straßen der Stadt; anschließend fanden auf den Sälen Tanzvergnügungen statt.
Der Festumzug wurde begleitet von mehreren marschierenden Musikkapellen.
Bei dem den Zug begleitenden Lehrer im Vordergrund handelt es sich um Heinrich Schulz, den damaligen Rektor (von 1913 bis 1937) der Mittelschule Wilster.
Die Marschblöcke der einzelnen Jahrgänge wurden angeführt von den am Vormittag veranstalteten Wettkämpfen ermittelten Königen (den drei Erstplazierten, nämlich König, Kopfkönig, Schwanzkönig), welche jeweils von einem Fahnenträger mit der blau-weiß-roten Flagge des Landes Schleswig-Holstein begleitet wurden. Auch von sehr vielen Gebäuden grüßte die Landesflagge die feiernden Schüler. Es war immer ein schönes und farbenprächtiges Bild.
Bei dem rechts im Anschnitt erkennbaren Gebäude handelt es sich um das Haus der seinerzeitigen Stegemann´schen Stiftung, an dessen Platz heute ein Gebäude der Vereinigten Doos´, Eggers´ und Stegemann´schen Stiftung steht.

Bildrechte: vermutlich Ludwig Behning, Wilster
Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder Fotos von den Originalnegativen erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1933 Stiftungsfest des Militär Vereins; Umzug in der Rathausstraße

1933 Stiftungsfest des Militär Vereins; Umzug in der Rathausstraße

1933 Fest-Umzug vor dem Neuen Rathaus
Zum 50-jährlichen Stiftungsfest des 1883 gegründeten Militärvereins Wilster zieht der Festumzug am neuen Rathaus vorbei.
Mit in dem Umzug ein Marschblock der SA (Sturm-Abteilung), einer Massenorganisation der nationalsozialistischen Partei.
Die angrenzenden Häusern im Schmuck der Schleswig-Holstein Flagge sowie der Stadt-Flagge und nicht mit dem Nazi-Symbol.
Vor dem Rathaus bestand seinerzeit noch keine platzartige Erweiterung der Straße.
Die hier noch zu sehende mit neugotischen Stilelementen völlig verschandelte Front des Rathauses wurde 1938 in vorbildlicher Weise entsprechend dem klassischen Zustand restauriert.

Bildrechte: Werner Behning, Wilster, aus dessen Sammlung die Aufnahme stammt

1953 Café „Rathaus-Kaffee“ in der Rathausstraße

1953 Café „Rathaus-Kaffee“ in der Rathausstraße in Wilster

ca. 1953 Café „Rathaus-Kaffee“ in der Rathausstraße
Der Betrieb Haus Rathausstraße 9 war vor dem II. Weltkrieg als „Rathaus-Konditorei und Kaffee“ von Hugo Schöne betrieben worden.
In den Jahren nach dem II. Weltkrieg führte Heinrich Jannett das Café bis in die 1950er Jahre; danach betrieb Helmut Deidert das Geschäft mit einem angeschlossenen Getränkehandel und Speiseeis-Vertrieb.
Gehandelt wurde vornehmlich mit Bier der damaligen Dortmunder Hansa-Brauerei und mit Mili-Eiscreme (ein ab 1949 von der Meierei Trittau gefertigtes Speiseeis; die Fertigung wurde 1989 eingestellt).
In dem zweiten Gebäude hinter dem Café wurde die damalige Spar- und Darlenskasse betrieben, welche als Raiffeisenbank wenige Jahre später (ca. 1955) ihren Geschäftsbetrieb in ein neu errichtetes Gebäude Am Steindamm (an der Einmündung der Ladestraße vom Güterbahnhof) verlegte.

Bildrechte: Werner Behning, Wilster
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1956 Gärtnerei Meyer in der Mühlenstraße

ca. 1956 Gärtnerei Meyer in der Mühlenstraße
Die Flächen der Gärtnerei Meyer mit den Aufzuchtbeeten und den Gewächshäusern lag in dem Dreieck, welches gebildet wurde von Mühlenstraße und Rathausstraße. Die rückwärtigen Ansichten der an letzterer gelegenen Häuser sind im Hintergrund erkennbar.
Heute sind die Flächen der Wohn-Bebauung zugeführt.

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Wilster

1963 Umzug der Bürger-Schützen-Gilde in der Rathausstraße

1963 Umzug der Bürger-Schützen-Gilde in der Rathausstraße
Der Umzug beim Fest der Wilsteraner Bürger-Schützen-Gilde passiert die Rathausstraße in Höhe des neuen Rathauses.
Im Marschblock der Gilde der Volkskönig des Jahres 1963 Peter von Holdt (mit dunkler Hose)
Links an der Einmündung zur Blumenstraße das kurze Zeit danach abgebrochene Geschäftshaus von Heinrich Gosch (Rundfunk und Elektro). Im Hintergrund die im Zuge der Stadtsanierung abgebrochenen Häuser der Schmiedestraße.

Bildrechte: nicht bekannt

Mehr Informationen zur Gilde gibt es hier auf der Netz-Seite der Bürgergilde

1967 Palais Doos - das ehemalige Neue Rathaus - und der Bürgermeister Garten

Straßenansicht Palais Doos - das Neue Rathaus
rückwärtige Ansicht Palais Doos - das Neue Rathaus
Allegorische Figuren im Bürgermeister Garten
Allegorische Figuren im Bürgermeister Garten; Blick auf die Wilsteraner Kirche

1967 Palais Doos - das ehemalige Neue Rathaus - und der Bürgermeister Garten
Das ehemalige Wohnhaus des Kanzleirates Doos war seit 1830 Bürgermeisterhaus und beherbergte als Neues Rathaus bis zur Zusammenlegung mit der Verwaltung des Amtes Wilster-Land die Verwaltung der Stadt Wilster.
Die ohne überlebende Leibeserben gebliebene Etatsrätin Luise Charlotte Dorothea Christina Doos hatte in ihrem Testament am 15. Juni 1829 ihr Haus - das spätere Neue Rathaus - samt einer 8.000 Bände umfassenden Bibliothek, den Garten - heutiger Bürgermeister Garten - und 200.000 Mark - eine für die damalige Zeit unglaublich hohe Summe - ihrer Heimatstadt Wilster vermacht.
Der ursprünglich in klassischem französischem Stil angelegte und jetzt auch noch dessen Elemente aufzeigende Garten kann heute von der Bevölkerung als Park „Bürgermeister-Garten“ genutzt werden.
Figuren aus bestem weißem carrarischem Marmor zieren den Park. Der Kanzleirat Doos hatte diese Figuren beim Abriß des Schlosses Friedrichsruh (bei Drage) ersteigert. Zwölf der allegorischen Figuren sind erhalten geblieben.
Bild 1: Straßenfront des Doos´schen Palais. Auf der dem Palais gegenüber liegenden Seite (im Vordergrund) sind noch nicht alle im Rahmen der Stadtsanierung zur Beseitigung vorgesehenen Gebäude abgebrochen.
Bild 2: Gartenseitige Front des Doos´schen Palais; zwischen den Bäumen ist die zum Hochparterre führende Freitreppe erkennbar.
Bild 3: Blick vom Bürgermeister Garten auf das Doos´sche Palais; im Vordergrund allegorische Figurem aus carrarischem Marmor.
Bild 4: Blick vom Bürgermeister Garten auf die Innenstadt mit der St. Bartholomäus Kirche. Im Vordergrund vier von insgesamt zwölf der in dem Garten stehenden Figuren.

Bildrechte jeweils: Stramm Verlag, St. Michaelisdonn
Anmerkung: die als Originalabzüge vorliegenden Fotos sind Probeabzüge für Ansichtskarten.

1968 Op de Göten, Rathausstraße

1968 Blick in südöstliche Richtung vom Turm der St. Bartholomäus Kirche zu Wilster

1968 Op de Göten, Rathausstraße
Blick vom Turm der St. Bartholomäus Kirche in südöstliche Richtung.
Das Gebäudes der Vereins- und Westbank ist noch nicht mit der später an der Fassade vorgesetzten Waschbetonplatten verschandelt, welche glücklicherweise heute nicht mehr vorhanden sind.
Die Häuser an der oberen Schmiedestraße sind noch nicht im Rahmen der Stadtsanierung beseitigt;
auch das Gasthaus "Dithmarscher Hof" rechts neben dem Palais Doos (Neues Rathaus) ist noch vorhanden.
Im Hintergrund ist zu erkennen, dass auf den hinter der östlichen Häuserzeile der Rathausstraße angrenzenden Flächen noch keine Bebauung vorhanden ist.

Bildrechte: Verlag der Wilsterschen Zeitung
Anmerkung: Das Foto stammt aus der 1990 erschienenen Jubiläums-Ausgabe der Zeitung

1968 Witwenhaus der Stegemann´schen Stiftung

1968 Witwenhaus der Stegemann´schen Stiftung an der Rathausstraße in Wilster
1968 Witwenhaus der Stegemann´schen Stiftung an der Rathausstraße in Wilster

1968 Witwenhaus der Stegemann´schen Stiftung
Das Haus Nr. 26 in der Rathausstraße (ehemalige Bäckerstraße) diente als Unterkunft für bedürftige unbescholtene Witwen.
Auf dem Standort des Gebäudes der seinerzeitigen Stegemann´schen Stiftung steht heute ein neu errichtetes Gebäude der Vereinigten Doos´, Eggers´ und Stegemann´schen Stiftung.
Das eingeschossige Backstein-Traufenhaus mit Krüppelwalmdach war 1831 erbaut worden.

Bildrechte: Landesamt Denkmalschutz Schleswig-Holstein
Quelle: Bildarchiv Foto Marburg

1972 Schmiedestraße - Abbruch eines Hauses im Rahmen der Stadtsanierung

1972 Schmiedestraße in Wilster - Abbruch eines Hauses im Rahmen der Stadtsanierung

1972 Schmiedestraße - Abbruch eines Hauses im Rahmen der Stadtsanierung
Etwa ein Jahrzehnt zuvor war in der Rathausstraße die Häuserreihe gegenüber dem Neuen Rathaus (Palais Doos) beseitigt und dort der im Vordergrund erkennbare Parkplatz angelegt worden.
Das somit an der Einmündung der Schmiedestraße in die Rathausstraße zeitweilig zum Eckgebäude gewordene Haus wurde 1972 beseitigt. Das Foto zeigt die Abbrucharbeiten.
Die zwischen dem Eckgebäude und der seinerzeitigen Westbank (am linken Bildrand erkennbar; heute Hypovereinsbank) vorhanden gewesenen Häuser waren kurz zuvor beseitigt worden. Auf dem frei gewordenen Gelände wurde später das Gebäude für einen Penny-Markt (heute Fachgeschäft Peter Kruse, Glas, Porzellan) errichtet.

Bildrechte: Otto Josten, Wilster
Anmerkung: das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Olaf Josten, Wilster

1974 Rathausstraße und Doos´sches Palais

1974 Rathausstraße und Palais Doos, das Neue Rathaus der Stadt Wilster
2007 Rathausstraße und Palais Doos, das Neue Rathaus der Stadt Wilster

1974 obere Rathausstraße und Doos´sches Palais
Blick in die Rathausstraße Richtung Neues Rathaus.
Bevor in dem ehemaligen Doos´schen Palais an der heutigen Rathausstraße die Stadtverwaltung und somit das Rathaus untergebracht war, hieß die Straße "Bäckerstraße", davor "Lange Straße".
Nach 1933 in einem Abschnitt düsterer deutscher Geschichte hieß sie zeitweilig "Adolf Hitler Straße".
Das Haus links im Vordergrund mit der schön gestalteten Fassade weist im oberen Giebelbereich - so wie heute noch (vgl. Bild 2 aus 2007) - das früher für Wilster so chrakteristische Fachwerk auf. Heute erinnert nur noch wenig daran, dass Wilster in der Zeit vor 1900 in Holstein als die Stadt mit den meisten Fachwerkhäusern galt!
Die rechtsseitige Häuserzeile ist noch weitgehend intakt; das zuvor neben dem Rathaus stehende Gebäude, das Gasthaus "Dithmarscher Hof", ist beseitigt.

Bildrechte: nicht bekannt, vermutlich Werner Behning, Wilster

1980 Einmündung Klosterhof in Schmiedestraße und Rathausstraße; Bubenstreich

1980 Einmündung des Klosterhof in die Schmiedestraße und Rathausstraße
Bubenstreich am Amt Wilstermarsch

1980 Einmündung des Klosterhof in den Rathausplatz
Das Eckhaus an der Einmündung der Straße Klosterhof in die Rathausstraße und Schmiedestraße mit seiner schönen harmonisch gegliederten Fassade fiel bald darauf der Stadtsanierung zum Opfer.
Das gegenüber auf der anderen Straßenseite stehende Gebäude hatte eine ganz besondere Geschichte - in ihm war das "Königliche Amtsgericht Wilster" untergebracht. Es war 1867 (nachdem Holstein preußische Provinz geworden war, nach vorheriger Loslösung von Dänemark 1864) eingerichtet worden und bestand bis 1975 (an anderem Standort an der unteren Rathausstraße, im vormaligen Diana-Bad).
In das hier abgebildete Gebäude zog im Jahre 1970 die Verwaltung für das zu dem Zeitpunkt neu gegründete Amt Wilstermarsch ein (es ist 1970 aus den Ämtern Wilster-Land, St. Margarethen und Wewelsfleth gebildet worden).
Bei einem 1976 erfolgten Bubenstreich - über den man schmunzeln kann, oder auch nicht - wurde ein Buchstabe des Schriftzuges an der Fassade mit weißer Farbe übermalt (sh. Bild 2). Die offenbar von Kernkraftgegnern vorgenommene Aktion erfolgte, nachdem für das Kernkraftwerk Brokdorf die erste Teilerrichtungs-Genehmigung erteilt worden war. Ein Foto von dem insofern "verzierten" Gebäude war in der letzten "pardon" (einer Satire Zeitschrift) abgebildet. Die Ermittlungen der Polizei waren erfolglos.
Leider fielen beide Gebäude - bei geschickter Trassierung der Straße hätte zumindest eines von beiden erhalten werden können - dem Ausbau des Klosterhof als innerörtliche Umgehungsstraße zum Opfer. Im Hintergrund rechts ist erkennbar, dass weitere Gebäude am Klosterhof zu dem Zeitpunkt bereits abgebrochen waren.
Die in anderen Städten bereits Einzug gehaltene Sensibilität für die Bewahrung alter Bausubstanz (zumindest aber die Erhaltung schöner alter Fassaden) war in Wilster noch nicht angekommen.
Die Balance zwischen Bewahren und behutsamer Weiterentwicklung ist der Stadt Wilster leider nicht immer gelungen. Sehr zu begrüßen ist, daß diesbezüglich seit längerem auch in Wilster ein Bewußtseinswandel eingetreten ist.

Bildrechte:
Bild 1: nicht bekannt
Bild 2: Rüdiger Mengel, Wilster

1984 Pflasterung der Rathausstraße vor dem Neuen Rathaus

1984/85 Pflasterung der Rathausstraße vor dem Neuen Rathaus in Wilster

1984/85 Pflasterung der Rathausstraße vor dem Neuen Rathaus
In den Jahren 1984/85 wurde der Asphaltbelag der Rathausstraße vor dem Neuen Rathaus durch ein Großsteinpflaster ersetzt.
Die sehr begrüßenswerte Umgestaltung bewirkte eine optische Aufwertung im Umfeld des repräsentativen Palais Doos/ Neues Rathaus.
Allerdings verstärkt angesichts der in Wilster vorhandenen problematischen Baugrundverhältnisse ein derartiger Straßenbelag auch die vom passierenden Verkehr ausgehenden Erschütterungen. Dadurch werden Folgeschäden insbesondere an historischer Bausubstanz bewirkt. Es muß daher ein ernstliches Anliegen der Stadt Wilster sein, den Schwerlastverkehr von den innerstädtischen Straßen fern zu halten.

Bildrechte: Olaf Josten, Wilster

1986 - 1989 Sanierung eines alten Hauses

1986 - 1989 Gelunge Sanierung eines alten Hauses an der Rathausstraße in Wilster
1986 - 1989 Gelungene Sanierung eines alten Hauses an der Rathausstraße in Wilster
1986 - 1989 Gelungene Sanierung eines alten Hauses an der Rathausstraße in Wilster
1986 - 1989 Gelunge Sanierung eines alten Hauses an der Rathausstraße in Wilster

1986 - 1989 Gelungene Sanierung eines alten Hauses an der Rathausstraße.
Bei der Erfüllung der Aufgabe, das Ortsbild der so anheimelnd wirkenden kleinen und alten Stadt Wilster grundsätzlich zu erhalten, sind in der Vergangenheit leider vielfach Versäumnisse begangen worden. Das historisch gewachsene Stadtbild wurde an manchen Stellen der Beliebigkeit und Uniformität geopfert. Dieses führt schrittweise dazu, dass die Stadt ihre Idendität und ihren Wiedererkennungswert verliert. Notwendige Entwicklung muss daher behutsam erfolgen. Dieses beinhaltet nach Möglichkeit die Erhaltung älterer das Ortsbild prägender Gebäude sowie die sich an ihnen orientierende harmonische Gestaltung im Fall notwendiger Neubauten.
Am Beispiel eines an der Rathausstraße in unmittelbarer Nachbarschaft zum Palais Doos stehenden alten Hauses mit Mansard-Dach und teilweise altem Fachwerk wurde in gelungener Weise demonstriert, wie alte Bausubstanz saniert und für weitere Jahrzehnte erhalten werden kann.
Die Fotos zeigen das Haus vor (1986) und nach (1989) der Sanierung.

Bildrechte: Landesamt Denkmalschutz Schleswig-Holstein
Quelle: Bildarchiv Foto Marburg

1988 Gebäude Amt Wilstermarsch - Königliches Amtsgericht Wilster

1988 Gebäude Amt Wilstermarsch - Königliches Amtsgericht Wilster
1988 Gebäude Amt Wilstermarsch - Königliches Amtsgericht Wilster
1988 Gebäude Amt Wilstermarsch - Königliches Amtsgericht Wilster

1988 Gebäude Amt Wilstermarsch - Königliches Amtsgericht Wilster
Das sehr alte Gebäude, welches an der Einmündung des Klosterhof in den Rathausplatz stand, hat eine ganz besondere Geschichte - in ihm war das "Königliche Amtsgericht Wilster" untergebracht. Es war 1867 (nachdem Holstein preußische Provinz geworden war, nach vorheriger Loslösung von Dänemark 1864) eingerichtet worden und bestand als Amtsgericht bis 1975 (an anderem Standort an der unteren Rathausstraße, im vormaligen Diana-Bad).
In das hier abgebildete Gebäude zog im Jahre 1970 die Verwaltung für das zu dem Zeitpunkt neu gegründete Amt Wilstermarsch ein (es ist 1970 aus den Ämtern Wilster-Land, St. Margarethen und Wewelsfleth gebildet worden).
Leider fiel das historische Gebäude 1996 dem Ausbau des Klosterhof als innerörtliche Umgehungsstraße zum Opfer, obwohl bei geschickter Trassierung der Straße das Haus hätte erhalten werden können. Die in anderen Städten bereits Einzug gehaltene Sensibilität für die Bewahrung alter Bausubstanz (zumindest aber die Erhaltung schöner alter Fassaden) war in Wilster noch nicht angekommen. Wenn auch im Rahmen der Stadtsanierung bei der Planungsarbeit auf Leistungen auswärtiger Fachleute zurückgegriffen werden mußte, wäre doch wünschenswert gewesen, wenn Verwaltung und Rat der Stadt eine stärkere Gewichtung bei der Bewahrung und behutsamen Weiterentwicklung des überkommenen Stadtbildes bewirkt hätten!

Bildrechte: Landesamt für Denkmalpflege, Kiel
Quelle: Bildarchiv Foto Marburg

1989 Frontseite des Palais Doos - Neues Rathaus

1989 Frontseite des Palais Doos - Neues Rathaus der Stadt Wilster
1989 Frontseite des Palais Doos - Neues Rathaus der Stadt Wilster

1989 Frontseite des Palais Doos - Neues Rathaus
Seit 1938 zeigt sich die Frontseite des beeindruckenden Gebäudes nach erfolgter Restaurierung wieder in ihrem spätbarocken klassizistischen Zustand. Im Jahr 1894 war die Straßenfront des wunderschönen Gebäudes unvorteilhaft durch einen gotischen Vorbau und weitere unpassende Stilelemente verändert worden. Die Restaurierung orientierte sich an der Rückseite des Gebäudes, welche immer unverändert geblieben war.
Das ehemalige Wohnhaus des Kanzleirates Doos war seit 1830 Bürgermeisterhaus der Stadt Wilster, die durch Schenkung dessen Eigentümerin geworden war. Es beherbergte als Neues Rathaus bis zur Zusammenlegung mit der Verwaltung des Amtes Wilster-Land die Verwaltung der Stadt Wilster.
Die ohne überlebende Leibeserben gebliebene Etatsrätin Luise Charlotte Dorothea Christina Doos hatte in ihrem Testament am 15. Juni 1829 ihr Haus - das spätere Neue Rathaus - samt einer 8.000 Bände umfassenden Bibliothek, den Garten - heutiger Bürgermeister Garten - und 200.000 Mark - eine für die damalige Zeit unglaublich hohe Summe - ihrer Heimatstadt Wilster vermacht.
Der ursprünglich in klassischem französischem Stil angelegte und jetzt auch noch dessen Elemente aufzeigende Garten kann heute von der Bevölkerung als Park „Bürgermeister-Garten“ genutzt werden.
Figuren aus carrarischem Marmor zieren den Park. Der Kanzleirat Doos hatte diese Figuren beim Abriß des Schlosses Friedrichsruh (bei Drage) ersteigert. Zwölf der allegorischen Figuren sind erhalten geblieben.

Bildrechte: Landesamt für Denkmalpflege Schleswig-Holstein

1990 Rückseite des Palais Doos - Neues Rathaus

1990 Rückseite des Palais Doos - (vormaliges) Neues Rathaus der Stadt Wilster

1990 Rückseite des Palais Doos - Neues Rathaus
Die rückseitige Front des wunderschönen Gebäudes ist im Gegensatz zu der zeitweilig baulich verschandelten Straßenfront immer unverändert geblieben. An ihr orientierte sich die Restaurierung der 1894 unvorteilhaft durch einen gotischen Vorbau veränderten Straßenfront im Jahr 1938, als diese wieder in ihren spätbarocken klassizistischen Zustand versetzt wurde.
Das ehemalige Wohnhaus des Kanzleirates Doos war seit 1830 Bürgermeisterhaus der Stadt Wilster, die durch Schenkung dessen Eigentümerin geworden war. Es beherbergte als Neues Rathaus bis zur Zusammenlegung mit der Verwaltung des Amtes Wilster-Land die Verwaltung der Stadt Wilster.
Die ohne überlebende Leibeserben gebliebene Etatsrätin Luise Charlotte Dorothea Christina Doos hatte in ihrem Testament am 15. Juni 1829 ihr Haus - das spätere Neue Rathaus - samt einer 8.000 Bände umfassenden Bibliothek, den Garten - heutiger Bürgermeister Garten - und 200.000 Mark - eine für die damalige Zeit unglaublich hohe Summe - ihrer Heimatstadt Wilster vermacht.
Der ursprünglich in klassischem französischem Stil angelegte und jetzt auch noch dessen Elemente aufzeigende Garten kann heute von der Bevölkerung als Park „Bürgermeister-Garten“ genutzt werden.
Figuren aus carrarischem Marmor zieren den Park. Der Kanzleirat Doos hatte diese Figuren beim Abriß des Schlosses Friedrichsruh (bei Drage) ersteigert. Zwölf der allegorischen Figuren sind erhalten geblieben.

Bildrechte: Rudolf Horstmann, Wilster

1994 Rathausstraße

1994 Rathausstraße in Wilster, Blick stadtauswärts
1994 Rathausstraße in Wilster, Einmündung von Allee und Mühlenstraße
Rathausstraße in Wilster, Einmündung der Straße Klosterhof
Rathausstraße in Wilster, Blick stadtauswärts

1994 Rathausstraße
Bild 1: mittlere Rathausstraße, Blick stadtauswärts
Bild 2: untere Rathausstraße, Einmündung von Allee und Mühlenstraße
Bild 3: obere Rathausstraße, Einmündung des Klosterhofs
Bild 4: mittlere Rathausstraße, Blick stadtauswärts

Bildrechte: Ralf Steffens, Luzern, Schweiz

1996 Rathausstraße, Einmündung von Klosterhof und Schmiedestraße

1996 Rathausstraße, Einmündung von Klosterhof und Schmiedestraße
1996 Rathausstraße, Einmündung des Klosterhof
1996 ehemaliges Königliches Amtsgericht Wilster
1996 ehemaliges Königliches Amtsgericht Wilster

1996 Rathausstraße, Einmündung von Klosterhof und Schmiedestraße
Links im Anschnitt das von den Wilsteranern "Roter Elefant" genannte Gebäude an der Schmiedestraße.
Das gegenüber auf der anderen Straßenseite stehende und heute nicht mehr vorhandene Gebäude hatte eine ganz besondere Geschichte - in ihm war das "Königliche Amtsgericht Wilster" untergebracht. Es war 1867 (nachdem Holstein preußische Provinz geworden war, nach vorheriger Loslösung von Dänemark 1864) eingerichtet worden und bestand bis 1975 (an anderem Standort an der unteren Rathausstraße, im vormaligen Diana-Bad).
In das hier abgebildete Gebäude zog im Jahre 1970 die Verwaltung für das zu dem Zeitpunkt neu gegründete Amt Wilstermarsch ein.
Rechts davon ist ein Neubau am Standort des vormaligen Geschäftshauses Josten entstanden.

Bildrechte: Ralf Steffens, Luzern, Schweiz

 

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