Alte Postkarten aus Wilster

Aktuelle Kategorie: Rosengarten, Helgenland

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1870 Hafen an der Wilsterau am Rosengarten, Burggraben und Bäckerstraßenfleth

1870 Hafen an der Wilsterau am Rosengarten, Burggraben und Bäckerstraßenfleth in Wilster

1870 Blick auf den alten Hafen am Rosengarten.
Die der Stadt Wilster ihren Namen gebende Wilsterau (Wilstera) führte als offenes Gewässer durch die Stadt. Auch der Burggraben, der in Bildmitte zwischen den Häusern nach Norden (oben) führt und bei der Brücke die Deichstraße unterquert, ist noch offen. Dieses ursprünglich künstlich gegrabene Gewässer führte über den Stadtpark, den Colosseumplatz, die Burger Staße querend am Verlagsgebäude der Wilsterschen Zeitung vorbei und den Kohlmarkt querend wieder zurück zur Wilsterau. Das Gewässer wurde 1925 verfüllt,
so wie auch ein halbes Jahrhundert später 1974 das Bäckerstraßenfleth (hier rechts erkennbar), welches vom Rosengarten am Neumarkt entlang, die Rathausstraße (frühere Bäckerstraße) unterquerend zur Wilsterau am Bischofer Deich führte. Das Bäckerstraßenfleth grenzte in früherer Zeit die sogenannte Neue Seite der Stadt Wilster gegen das Umland ab.

Bildrechte: Hans-Peter Mohr, Wilster
Anmerkung: Auf der Ansichtskarte ist kein Verlag vermerkt. Die alte Aufnahme ist ein halbes Jahrhundert später für eine sogenannte private Ansichtskarte genutzt worden Sie stammt aus einem 1933 vom damaligen Heimatverein Wilstermarsch als Ehrengabe Herrn Pastor D.Dr. Wilhelm Jensen überreichten Album, welches freundlicherweise von Frau Sigrid Malz, Karlsruhe, mit Zustimmung der Nachkommen des D.Dr. Wilhelm Jensen für die Heimat-Seite mein-wilster zur Verfügung gestellt wurde.

1870 Hafen an der Wilsterau am Rosengarten, fünfflügelige Windmühle

1870 Hafen an der Wilsterau am Rosengarten, fünfflügelige Windmühle

1870 Hafen an der Wilsterau am Rosengarten, fünfflügelige Windmühle
Blick auf den Rosengarten, auf welchem größere Mengen an Holz – wohl Bauholz und Material für die Wilsteraner Werften auf dem Helgenland – gelagert werden.
Vom Rosengarten führt eine schmale Brücke über das Bäckerstraßenfleth zum Neumarkt, während eine breitere Brücke über dieses Gewässer von der Neustadt zum Neumarkt führt.
Auf der Fläche des Hauses in Bildmitte entstand später die Stellmacherei von Karstens, wobei die Einmündung des Fleths überbaut wurde.
Zum Zeitpunkt der Aufnahme diente das Gebäude der Stellmacherei Sorgenfrey.
Auf einem Haus (offenbar in der Blumenstraße) ist eine kleine fünfflügelige Windmühle zu sehen.
Zwischen den beiden Brücken ist die Einmündung eines an der Rückseite der Häuser der Neustadt verlaufenden Flethes erkennbar.
Der Rosengarten und das Helgenland hatten somit praktisch eine Insellage zwischen den offenen Gewässern.

Bildrechte: Hans-Peter Mohr, Wilster
Anmerkung: Auf der Ansichtskarte ist kein Verlag vermerkt. Die alte Aufnahme ist ein halbes Jahrhundert später für eine sogenannte private Ansichtskarte genutzt worden Sie stammt aus einem 1933 vom damaligen Heimatverein Wilstermarsch als Ehrengabe Herrn Pastor D.Dr. Wilhelm Jensen überreichten Album, welches freundlicherweise von Frau Sigrid Malz, Karlsruhe, mit Zustimmung der Nachkommen des D.Dr. Wilhelm Jensen für die Heimat-Seite mein-wilster zur Verfügung gestellt wurde.

1872 Wilsterau am Helgenland

ca. 1872 Wilsterau am Helgenland, Rückseite der Häuser an der Deichstraße.
Die Ansichtskarte wurde erheblich - mindestens 40 Jahre - später als die Aufnahme gefertigt.
Winterliches Bild von der zugefrorenen Wilsterau und dem im Winterlager vor der alten Zollstation (später "Waffenhalle") liegenden Frachtschiff „Holsatia“, einem Gigewer.
Die zu 14 BRT vermessene "Holsatia" war 1871 auf der Wilsteraner Werft von Friedrich Bergmann auf dem Helgenland für den Schiffer Claus Maass gebaut worden.
Unmittelbar rechts vom Mast des Frachtewers ist auf dem Ufergrundstück ein hölzerner Kran zu erkennen.
Seinerzeit befand sich in dem Gebäude der sogenannten „Waffenhalle“ eine Zollstation.
Der Name Waffenhalle für die spätere gleichnamige Gastwirtschaft in dem Gebäude rührt daher, daß der Inhaber in seinem Lokal eine Waffensammlung ausstellte.

Viele Jahrzehnte später veröffentlichte die Wilstersche Zeitung in den 1960/70er Jahren eine Artikel-Reihe "Alt-Wilster", in welcher auch die Schiffahrt auf der Wilsterau in Erinnerung gerufen wurde.

Bildrechte: Hans-Peter Mohr
Der Zeitungsartikel wurde freundlicherweise von Frau Tanja Thode, Beldorf, zur Verfügung gestellt.

1872 Wilsterau am Helgenland, Rückseite Häuser der Deichstraße

1872 Wilsterau am Helgenland, Rückseite der Häuser an der Deichstraße

1872 Wilsterau am Helgenland, Rückseite der Häuser an der Deichstraße
Winterliches Bild von der zugefrorenen Wilsterau und dem im Winterlager vor der alten Zollstation (später "Waffenhalle") liegenden Frachtschiff „Holsatia“, ein Wilsterau-Ever.
Unmittelbar rechts vom Mast des Frachtewers ist auf dem Ufergrundstück ein hölzerner Kran zu erkennen.
Die zu 14 BRT vermessene "Holsatia" war 1871 auf der Wilsteraner Werft von Friedrich Bergmann auf dem Helgenland für den Schiffer Claus Maass gebaut worden.
Seinerzeit befand sich in dem Gebäude der sogenannten „Waffenhalle“ eine Zollstation. Der Name Waffenhalle für die spätere gleichnamige Gastwirtschaft in dem Gebäude rührt daher, daß der Inhaber in seinem Lokal eine Waffensammlung ausstellte.
Heute findet keine Fracht-Schifffahrt mehr auf der Wilsterau statt, das Gewässer wird nur noch von kleinen Sportbooten und auf einer Teilstrecke von dem AUKIEKER als touristische Attraktion befahren. Daneben ist die Wilsterau ein gerne besuchtes Angel-Gewässer; als solches wird die Wilsterau auf der Internetseite der Stör Angler vorgestellt.

Bildrechte: Hans-Peter Mohr
Anmerkung: Auf der Ansichtskarte ist kein Verlag vermerkt. Die alte Aufnahme ist ein halbes Jahrhundert später für eine sogenannte private Ansichtskarte genutzt worden Sie stammt aus einem 1933 vom damaligen Heimatverein Wilstermarsch als Ehrengabe Herrn Pastor D.Dr. Wilhelm Jensen überreichten Album, welches freundlicherweise von Frau Sigrid Malz, Karlsruhe, mit Zustimmung der Nachkommen des D.Dr. Wilhelm Jensen für die Heimat-Seite mein-wilster zur Verfügung gestellt wurde.

1874 Helgenland, Werftplatz, Wilsterau, Lohgerberei, Spinnkopf-Mühle

1874 Blick über das Helgenland in Wilster

1874 Blick über das Helgenland in westliche Richtung.
Der südliche Bereich des Helgenlandes zwischen den beiden Armen der Wilsterau bietet sich dem Betrachter als Werft-Platz dar, wie er über lange Zeiträume dort so bestanden hat.
Folgende Wilsteraner Werften sind bezeugt:
1840 bis 1910 Werft von Friedrich Bergmann, danach ab 1886 Martin Bergmann
1856 bis 1884 Werft von Hans Fack, danach Johannes Fack; Hans Fack hatte offenbar zuvor in Itzehoe im Jahr 1852 eine kleine Werft gegründet und dann den Betrieb nach Wilster verlegt. Die Familie Fack war in Holstein eine bekannte Schiffbauerfamilie.
1861 Reimer Griese
1871 Heinrich Rehder
1879 bis 1890 Werft von Theodor Engel
1885 Martin Bruhn
Im Hintergrund rechts ist an der Spitze des Helgenlandes der Zusammenfluß von Stadtarm (ursprünglicher Verlauf der Wilsterau) und neuem Verlauf (sogenannte Sielwettern) der Wilsterau zu erkennen. Exakt an dieser Stelle errichtete 1950 der Tischlermeister Heinrich von Holdt seinen Bootsschuppen, in welchem er als Traditionsträger des Wilsteraner Schiffbaues mehrere große hölzerne Segeljachten erbaute.
Jenseits der Wilsterau (Sielwettern), deren dortiger Verlauf seinerzeit auch als „Große Neustädter Aue“ bezeichnet wurde, sind Häuser im Krumwehl und an der Straße „Hinter der Stadt“ (jetzige „Hans-Prox Straße“) zu sehen.
Auf einem der Gebäude steht eine Spinnkopf-Mühle, von denen seinerzeit in Wilster solche an mehreren Orten zur Energiegewinnung genutzt wurden.
Das Gebäude mit dem hohen Schornstein ist die Lohgerberei (ab 1873) von Jürgen Johannes Falk. Das hochgradig verunreinigte Abwasser der Gerberei wurde ungeklärt in die Wilsterau eingeleitet – das waren aus heutiger Sicht unhaltbare Zustände. Die Gerberei brannte am 26. September 1885 aus; der Eigentümer wurde Teilhaber der danach in Rumfleth neu errichteten Lederwerke Falk & Schütt.

Bildrechte: Hans-Peter Mohr
Anmerkung: Auf der Ansichtskarte ist kein Verlag vermerkt. Die alte Aufnahme ist ein halbes Jahrhundert später für eine sogenannte private Ansichtskarte genutzt worden Sie stammt aus einem 1933 vom damaligen Heimatverein Wilstermarsch als Ehrengabe Herrn Pastor D.Dr. Wilhelm Jensen überreichten Album, welches freundlicherweise von Frau Sigrid Malz, Karlsruhe, mit Zustimmung der Nachkommen des D.Dr. Wilhelm Jensen für die Heimat-Seite mein-wilster zur Verfügung gestellt wurde.

1875 Blick auf den alten Hafen am Rosengarten und auf das Helgenland

1875 Blick auf den alten Hafen am Rosengarten und auf das Helgenland in Wilster
1875 Blick auf den alten Hafen am Rosengarten und auf das Helgenland in Wilster

1875 Blick auf den alten Hafen am Rosengarten und auf das Helgenland.
Ganz links im Vordergrund ist ein zur damaligen Zeit noch offenes Fleth zu erkennen;
der Rosengarten mit dem daran anschließenden Zimmerplatz (Helgenland), auf welchem die kleinen wilsteraner Werften tätig waren, war damals praktisch eine Insel.
Über den Häusern ist der Zusammenfluß von Wilsterau (der Stadtarm) und der im Mittelalter künstlich gegrabenen Sielwettern (von der Mühlenbücke am Audeich entlang) erkennbar. Dahinter Häuser an der Straße "Hinter der Stadt", der heutigen Hans-Prox-Straße.
Links der Schornstein einer ehemaligen Lederfabrik; links daneben (Bild 3) Häuser am Krumwehl
Auf Bild 1 ist rechts der damals noch offene und offenbar gut unterhaltene Burggraben erkennbar; er führte vom Rosengarten am Stadtpark entlang, unterquerte die Zingelstraße, führte an der Südseite des Colosseum-Platzes entlang, unterquerte Burgerstraße und Kohlmarkt und mündete in wieder in den Stadtarm der Wilsterau zwischen Kohlmarkt und Klosterhof ein.
Das Haus rechts neben dem vom Rosengarten zur Deichstraße führenden Fussgängersteg ist das Eltern- und Geburtshaus des Betreibers dieser Heimat-Seite.

Anmerkung:
Der Name „Rosengarten“ ist sehr alt: im Mittelalter hatte fast jede Stadt in Norddeutschland mit dem sogenannten Rosengarten ihren Platz, auf dem die Gilden (mittelalterliche Versicherungen auf Gegenseitigkeit) ihre Feste feierten. Mit der Armbrust wurde dabei nach dem Papagoyen geschossen (der Brauch lebt heute als Vogelschießen fort).

Bildrechte: Hans-Peter Mohr, Wilster
Anmerkung: Auf der Ansichtskarte ist kein Verlag vermerkt. Die alte Aufnahme ist ein halbes Jahrhundert später für eine sogenannte private Ansichtskarte genutzt worden Sie stammt aus einem 1933 vom damaligen Heimatverein Wilstermarsch als Ehrengabe Herrn Pastor D.Dr. Wilhelm Jensen überreichten Album, welches freundlicherweise von Frau Sigrid Malz, Karlsruhe, mit Zustimmung der Nachkommen des D.Dr. Wilhelm Jensen für die Heimat-Seite mein-wilster zur Verfügung gestellt wurde.

1875 Hafen an der Wilsterau am Rosengarten, Gieck-Ewer PERSIA

1875 Hafen der Stadt Wilster an der Wilsterau am Rosengarten

1875 Blick auf den alten Hafen am Rosengarten, jenseits der Wilsterau das Wohnhaus, in dem später der Mobilien- und Antiquitäten-Händler Peter Markus Detlef von Holdt sein Geschäft betrieb.
Links davon die Fußgängerbrücke zur Deichstraße. Daneben links das Haus des Photographen Hans-Peter Mohr mit ausgestellten Photographien im Schaufenster. Zwischen diesem Haus und dem im Anschnitt abgebildeten Haus führt die Zufahrt zum Helgenland, dem alten Werftplatz der Stadt Wilster.
Ganz rechts der Speicher der Bäckerei von August Kühl.
Links daneben die Ufermauer zum Grundstück des Maurermeisters und Architekten Klaus Stockfleth (er war einer der Ururgroßväter des Betreibers dieser Heimat-Seite).
Das Frachtschiff „Persia“ liegt offenbar bereits im Winterlager. Die als Giekewer getakelte "Persia" war ebenfalls ein Wilsterau-Ewer und ist 1875 in Wilster auf dem Helgenland erbaut worden.

Bildrechte: Hans-Peter Mohr, Wilster
Der Abzug stammt aus einem 1933 vom damaligen Heimatverein Wilstermarsch als Ehrengabe Herrn Pastor D.Dr. Wilhelm Jensen überreichten Fotoalbum, welches freundlicherweise von Frau Sigrid Malz, Karlsruhe, mit Zustimmung der Nachkommen des D.Dr. Wilhelm Jensen für die Heimat-Seite mein-wilster zur Verfügung gestellt wurde.

1880 Hafen an der Wilsterau am Rosengarten

1880 Hafen der Stadt Wilster an der Wilsterau am Rosengarten

1880 Hafen an der Wilsterau am Rosengarten
Blick vom Rosengarten – dem alten Hafen der Stadt Wilster – auf die zur Winterruhe vertäuten Schiffe wilsteraner Schiffer.
Der Ewer in der Mitte mit seinem langen Klüverbaum führt Seitenschwerter, wie sie von flachkieligen Fracht-Segelschiffen zum Segeln am Wind zur Verringerung der Abdrift unerläßlich sind.
Links der hohe Speicher der Bäckerei von August Kühl.
Der oben links erkennbare Stadtarm der Wilsterau führt Richtung Altes Rathaus und weiter durch die gesamte Stadt bis zum Schweinebrook.
Rechts in der Einmündung des Bäckerstraßen fleth in die Wilsterau liegt gleichfalls ein kleines Frachtschiff. Das 1974 verfüllte Bäckerstraßenfleth führte vom Rosengarten am Neumarkt entlang, die Rathausstraße (frühere Bäckerstraße) unterquerend zur Wilsterau am Bischofer Deich; es grenzte in früherer Zeit die sogenannte Neue Seite der Stadt Wilster gegen das Umland ab.
Der Name „Rosengarten“ ist sehr alt. Im Mittelalter hatte fast jede Stadt in Norddeutschland mit dem sogenannten "Rosengarten" ihren Platz, auf dem die Gilden (mittelalterliche Versicherungen auf Gegenseitigkeit) ihre Feste feierten. Mit der Armbrust wurde dabei nach dem Papagoyen geschossen (der Brauch lebt heute in Wilster als Vogelschießen der Bürger-Schützen-Gilde fort).

Bildrechte: Hans-Peter Mohr, Wilster
Der Abzug stammt aus einem 1933 vom damaligen Heimatverein Wilstermarsch als Ehrengabe Herrn Pastor D.Dr. Wilhelm Jensen überreichten Album, welches freundlicherweise von Frau Sigrid Malz, Karlsruhe, mit Zustimmung der Nachkommen des D.Dr. Wilhelm Jensen für die Heimat-Seite mein-wilster zur Verfügung gestellt wurde.

1880 Wilsteraner Hafen am Rosengarten

1880 Repro -> Neudruck einer alten Ansichtskarte
Blick vom Rosengarten – dem alten Hafen der Stadt Wilster – auf die zur Winterruhe vertäuten Schiffe wilsteraner Schiffer.
Der Ewer in der Mitte mit seinem langen Klüverbaum führt Seitenschwerter, wie sie von flachkieligen Fracht-Segelschiffen zum Segeln am Wind zur Verringerung der Abdrift unerläßlich sind.
Links der hohe Speicher der Bäckerei von August Kühl.
Der oben links erkennbare Stadtarm der Wilsterau führt Richtung Altes Rathaus und weiter durch die gesamte Stadt bis zum Schweinebrok.

Viele Jahrzehnte später veröffentlichte die Wilstersche Zeitung in den 1960/70er Jahren eine Artikel-Reihe "Alt-Wilster", in welcher auch das vormalige Aussehen der Straßen und Plätze in Erinnerung gerufen wurde (Bild 3).
Die Aussagen der Zeitung zum Namen des Rosengarten sind jedoch zu ergänzen:
Der Name „Rosengarten“ ist sehr alt. Im Mittelalter hatte fast jede Stadt in Norddeutschland mit dem sogenannten "Rosengarten" ihren Platz, auf dem die Gilden (mittelalterliche Versicherungen auf Gegenseitigkeit) ihre Feste feierten. Mit der Armbrust wurde dabei nach dem Papagoyen geschossen (der Brauch lebt heute als Vogelschießen fort).

Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder Fotos von den Originalnegativen erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster
Der Zeitungsausschnitt wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Frau Tanja Thode, Beldorf

1880 Wilsteraner Hafen am Rosengarten; Häuser an der Schmiedestraße

1880 Wilsteraner Hafen am Rosengarten; Häuser an der Schmiedestraße
Der aus Flethsee/St. Margarethen stammende alte Schiffer Johannes Schleu – seine Großtante Heimke Schleu hatte am 21.04.1834 in Wilster Peter von Holdt geheiratet – steht am Mast seines 30 BRT großen Segel-Ewers „Anna“.
Der alte Kran ganz rechts wurde erst in den 1950er Jahren beseitigt.
Der Junge vorne schiebt eine hochrädrige Handkarre, eine sogenannte Schottsche (Schottische) Karre.
Vom Rosengarten herab führt eine breite Treppe zur Wilsterau.
Links der Kühl´sche Speicher; hinten rechts die Rückseiten der Häuser an der Schmiedestraße.

Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster
Foto: wahrscheinlich Hans-Peter Mohr, Wilster

1881 - 18.02.1881 Rosengarten und Wilsterau

18.02.1881 Rosengarten und Wilsterau

18.02.1881 Rosengarten und Wilsterau; das genaue Datum ist belegt.
Blick auf den Rosengarten und auf die im Winterlager in der zugefrorenen Wilsterau liegenden Frachtschiffe; deutlich ist zwischen den beiden vorderen Schiffen zu erkennen, daß das Eis aufgeschlagen wurde, um den Eisdruck auf die Schiffe zu verringern.
Sehr gut ist hier die Funktion des unmittelbar an der Wilsterau gelegenen Speichers der Bäckerei von August Kühl zu erkennen - es ist ein Jammer, dass dieses eindrucksvolle Bauwerk aus Wilsters Geschichte als Handels- und Seefahrerstadt nicht erhalten wurde! Er wurde zu Beginn der 1960er Jahre abgebrochen.
Der oben nach links führende Arm der Wilsterau führte durch die gesamte Stadt und am Alten Rathaus vorbei bis zur Schweinsbrücke am Brook. Rechts ist das einmündende Bäckerstraßenfleth und die es überquerende schmale Brücke zum Neumarkt erkennbar.
An der Einmündung des Bäckerstraßenfleth steht das Gebäude der Stellmacherei Sorgenfrey; in den ersten Jahrzehnten nach dem II. WK war hier die Stellmacherei Karstens untergebracht, wobei die Einmündung des Fleths überbaut war.
Ganz rechts ist auf dem Gebäude der ehemaligen Schmiede eine Spinnkopfmühle zu erkennen; derartige Mühlen wurden zu der Zeit von mehreren Betrieben in Wilster zur Energieerzeugung genutzt. Der Name „Rosengarten“ ist sehr alt. Im Mittelalter hatte fast jede Stadt in Norddeutschland mit dem sogenannten "Rosengarten" ihren Platz, auf dem die Gilden (mittelalterliche Versicherungen auf Gegenseitigkeit) ihre Feste feierten. Mit der Armbrust wurde dabei nach dem Papagoyen geschossen (der Brauch lebt heute als Vogelschießen fort).
Der Photograph Hans-Peter Mohr, dem Wilster sehr viele uralte Fotografien zu verdanken hat, wohnte seinerzeit in dem Haus am Rosengarten-Steg. Er hat offenbar die Aufnahme aus seinem Wohnzimmer heraus gemacht!

Bildrechte: Hans Peter Mohr, Wilster

1881 Rosengarten und Wilsterau, Alter Speicher, Spinnkopf Mühle

18.02.1881 Rosengarten und Wilsterau in Wilster

18.02.1881 Rosengarten und Wilsterau
Das genaue Datum ist durch den Photographen belegt.
Blick auf den Rosengarten und auf die im Winterlager in der zugefrorenen Wilsterau liegenden Frachtschiffe. Das Eis um die Schiffe herum wurde regelmäßig aufgeschlagen, um den Eisdruck auf die Schiffe zu verringern.
Sehr gut ist hier die Funktion des unmittelbar an der Wilsterau gelegenen Kühl´schen Speicher zu erkennen.
Der oben nach links führende Arm der Wilsterau führte durch die gesamte Stadt und am Alten Rathaus vorbei bis zur Schweinsbrücke am Brook.
Rechts ist das einmündende Bäckerstraßenfleth und die es überquerende schmale Brücke zum Neumarkt erkennbar.
An der Einmündung des Bäckerstraßenfleth steht das Gebäude der Stellmacherei Sorgenfrey; in den ersten Jahrzehnten nach dem II. WK war hier die Stellmacherei Karstens untergebracht, wobei die Einmündung des Fleths überbaut war.
Ganz rechts mit der Spinnkopf Mühle auf dem Dach die Schmiede von Perner (später von Georg Stelzer); derartige Mühlen zum Zwecke der Energiegewinnung befanden sich seinerzeit auf weiteren Gebäuden in der Stadt Wilster.

Bildrechte: Hans-Peter Mohr, Wilster
Anmerkung: Auf der Ansichtskarte ist kein Verlag vermerkt. Die alte Aufnahme ist ein halbes Jahrhundert später für eine sogenannte private Ansichtskarte genutzt worden Sie stammt aus einem 1933 vom damaligen Heimatverein Wilstermarsch als Ehrengabe Herrn Pastor D.Dr. Wilhelm Jensen überreichten Album, welches freundlicherweise von Frau Sigrid Malz, Karlsruhe, mit Zustimmung der Nachkommen des D.Dr. Wilhelm Jensen für die Heimat-Seite mein-wilster zur Verfügung gestellt wurde.

1892 / 1893 Wilsterau am Helgenland mit der Bergmann Werft

1892 / 1893 Winter auf dem Helgenland
An den beiden Armen der Wilsterau haben Wilsteraner Schiffer ihre Ewer zur Winterruhe festgemacht.
Sowohl an der Spitze des Helgenlandes als auch quer zum Hauptarm sind an den dort vorhandenen Slip-Anlagen jeweils Ewer zwecks Inspektion und Überholung auf den Helgen der Bergmann-Werft gezogen worden. Im Jahre 1910 ist auf der Werft mit der von Martin Bergmann auf eigene Rechnung gebauten "Georgine" das wohl letzte Frachtschiff in Wilster gebaut worden.
Folgende Wilsteraner Werften sind bezeugt:
1840 bis 1910 Werft von Friedrich Bergmann, danach ab 1886 Martin Bergmann
1856 bis 1884 Werft von Hans Fack, danach Johannes Fack
Hans Fack hatte offenbar zuvor in Itzehoe im Jahr 1852 eine kleine Werft gegründet und dann den Betrieb nach Wilster verlegt. Die Familie Fack war in Holstein eine bekannte Schiffbauerfamilie. Die 5 Söhne des Hans Fack betrieben ebenfalls Werften (Johannes ab 1876 in Wilster; Ferdinand ab 1899 die bereits 1873 gegründete Werft in Burg; Hermann in Tönning; Wilhelm in Rethwisch; Johann Heinrich ab 1880 in Itzehoe)
1861 Reimer Griese
1871 Heinrich Rehder
1879 bis 1890 Werft von Theodor Engel
1885 Martin Bruhn
Gut erkennbar ist, sowohl im Vordergrund als auch weiter hinten bei Kloppenburg und Kühl, daß Speicher unmittelbar an der Au standen.
Das Foto wurde von dem Fußgängersteg aus gemacht, der etwa in Höhe der so genannten Hofstelle die Deichstraße und Hans-Prox-Straße (früher: Hinter der Stadt) verbindet.

Bildrechte: Verlag v. Friedr. Schlüter, Wilster

1898 Hafen am Rosengarten

1898 Der alte wilsteraner Hafen am Rosengarten
Nach links zweigt hinten der 1953 verrohrte durch die Stadt führende Arm der Wilsterau ab, nach rechts das später (1973) ebenfalls verrohrte Bäckerstraßenfleth, welches bis in die 1960er Jahre noch mit kleinen Booten durchfahren werden konnte.
Der Ladekran wie auch das daneben stehende Lagergebäude wurde Ende der 1950er Jahre beseitigt.
Im Hintergrund die Häuser am Neumarkt.

Bildrechte: M. Glückstadt & Münden, Hamburg

1898 Wilsteraner Hafen am Rosengarten

1898 Der Lösch- und Ladeplatz am Rosengarten war der Hafen der Stadt Wilster.
Im Hintergrund führt die elegante kleine Fußgängerbrücke im Zuge des Verbindungsweges vom Rosengarten zur Deichstraße über die Wilsterau.
Die dicht gedrängt liegenden Frachtewer haben die Masten gesetzt, da an diesen das Ladegeschirr angeschlagen ist.
Der Ladekran vorn links wie auch das daneben stehende Lagergebäude und der hinten rechts stehende hohe Speicher der Bäckerei Kühl wurde in den 1960er Jahren beseitigt.

Bildrechte: Verlag v. F. Schlüter, Wilster

1898 Winter auf dem Helgenland und auf der Wilsterau

1898 Winter auf dem Helgenland und auf der Wilsterau

1898 Winter auf dem Helgenland
An den beiden Armen der Wilsterau haben Wilsteraner Schiffer ihre Ewer zur Winterruhe festgemacht.
Sowohl an der Spitze des Helgenlandes als auch quer zum Hauptarm sind an den dort vorhandenen Slip-Anlagen jeweils Ewer zwecks Inspektion und Überholung auf den Helgen der Bergmann-Werft gezogen worden. Im Jahre 1910 ist auf der Werft mit der von Martin Bergmann auf eigene Rechnung gebauten "Georgine" das wohl letzte Frachtschiff in Wilster gebaut worden.
Folgende Wilsteraner Werften sind bezeugt:
1840 bis 1910 Werft von Friedrich Bergmann, danach ab 1886 Martin Bergmann
1856 bis 1884 Werft von Hans Fack, danach Johannes Fack
Hans Fack hatte offenbar zuvor in Itzehoe im Jahr 1852 eine kleine Werft gegründet und dann den Betrieb nach Wilster verlegt. Die Familie Fack war in Holstein eine bekannte Schiffbauerfamilie. Die 5 Söhne des Hans Fack betrieben ebenfalls Werften (Johannes ab 1876 in Wilster; Ferdinand ab 1899 die bereits 1873 gegründete Werft in Burg; Hermann in Tönning; Wilhelm in Rethwisch; Johann Heinrich ab 1880 in Itzehoe)
1861 Reimer Griese
1871 Heinrich Rehder
1879 bis 1890 Werft von Theodor Engel
1885 Martin Bruhn

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

1899 Hafen am Rosengarten, Lösch- und Ladeplatz der Stadt Wilster

1899 Hafen am Rosengarten, Lösch- und Ladeplatz der Stadt Wilster

1899 Hafen am Rosengarten, Lösch- und Ladeplatz der Stadt Wilster
Der Lösch und Ladeplatz am Rosengarten ist der historisch bedeutsame Hafen der Stadt Wilster. Etwa 30 Personen haben sich für den Fotografen postiert.
Hinten links führt der 1951/53 leider verrohrte und durch die Stadt führende ursprüngliche Arm der Wilsterau weiter; direkt an seinem Ufer standen zum Zeitpunkt der Aufnahme ebenfalls noch mit den Schiffen erreichbare Speicher. Über deren im Giebeldreieck vorhandene Flaschenzüge wurde die Ware be- bzw. entladen.
Hinten rechts zweigt das später ebenfalls verrohrte und zum Auarm am Bischoferdeich führende Bäckerstraßenfleth ab; es konnte bis in die 1960er Jahre noch mit kleinen Booten durchfahren werden.
Am Rosengarten wurde die Ladung der Schiffe mittels von Pferdegespannen gezogenen Acker- und Pritschenwagen sowie Handkarren angeliefert bzw. weiter transportiert.
Bei der Handkarre im Vordergrund handelt es sich um eine Schott´sche (Schottische) Karre, wie sie vielfach noch bis weit in die 1950er Jahre Verwendung fanden.
Der hinten erkennbare eiserne Ladekran wie auch das daneben stehende Lagergebäude wurden in den 1950er Jahren beseitigt.
Die zwei vom Quai zum Wasserspiegel der Wilsterau herab führenden breiten Treppen – die eine ist im Vordergrund erkennbar - sind wie die Dalben gleichfalls verschwunden. Vor der Treppe ist eine Dezimal-Waage erkennbar.
Die Verfüllung des Gewässers am Rosengarten konnte auf Initiative des Betreibers dieser Heimat-Seite gegen viele Widerstände und unter Inkaufnahme von erheblichen Anfeindungen verhindert werden. Nur deshalb erinnert heute noch visuell erlebbar das zwar erheblich verengte Gewässer und die in Klinkerbauweise – senkrechte preußische Kappen – errichtete Quaimauer mit ihren eisernen Festmacherringen an die Geschichte der Stadt Wilster als Schiffer- und Handelsort.

Bildrechte: Carl Kuskop
Anmerkung: Es handelt sich offenbar um die ältere der unter Verwendung einer identischen Aufnahme herausgegebenen Ansichtskarten, denn der auf der Bildseite frei gehaltene Raum für Mitteilungen ist noch geringer als bei der späteren Ausgabe. Anzumerken ist an dieser Stelle, daß bis 1905 die Anschriftenseite der Postkarten frei von sonstigen Mitteilungen zu halten war. Insofern ist die zeichnerische Darstellung der einen Papierdrachen steigen lassenden Jungen auf der Anschriftenseite eine seltene Besonderheit.

1899 Wilsteraner Hafen am Rosengarten

ca. 1899 Wilsteraner Hafen am Rosengarten
Früher gehörten Schiffe und Boote zum gewohnten Gepräge am alten Wilsteraner Hafen am Rosengarten.
Es wurden Waren be- und entladen; vom Schiff auf die Fuhrwerke oder umgekehrt, auch direkt vom Schiff in den hohen Speicher der Bäckerei Kühl, über dessen obere, hier offene Luke ein Flaschenzug die Arbeit erleichterte.
Die Masten der Schiffe mußten zum Unterfahren der Brücken gelegt werden, wurden im Hafen jedoch wieder aufgerichtet, damit mittels Bäume, Taljen, Taue und Blöcke das Be- und Entladen erleichtert werden konnte.

Bildrechte: Verlag M. Glückstadt & Münden, Hamburg

1900 Wilsteraner Hafen am Rosengarten

1900 Der Lösch- und Ladeplatz am Rosengarten war der Hafen Wilsters.
Hinten links zweigt der im Jahre 1953 verrohrte und durch die Stadt führende Arm der Wilsterau ab, nach rechts das später (1973) ebenfalls verrohrte Bäckerstraßenfleth, welches bis in die 1960er Jahre noch mit kleinen Booten durchfahren werden konnte.
Der Ladekran wie auch das daneben stehende Lagergebäude wurde in den 1950er Jahren beseitigt.
Etwa 30 Personen haben sich für den Fotografen postiert.

Bildrechte: Verlag von Photograph Kuskop, Wilster

1900 Wilsterau am Rosengarten - Hafen der Stadt Wilster

1900 Wilsterau am Rosengarten - Hafen der Stadt Wilster
1900 Wilsterau am Rosengarten - Hafen der Stadt Wilster

1900 Wilsterau am Rosengarten - Hafen der Stadt Wilster
Mindestens drei Frachtschiffe liegen im Wilsteraner Hafen am Quai. Auf der Freifläche des Hafens warten mehrere Fuhrwerke und Gespanne.
Der Umschlag der Güter zu den Schiffen erfolgte auch über einen fest am Quai installierten Kran, der leider Mitte der 1950er Jahre "entsorgt" wurde.
Vielfach wurde der Umschlag mit dem eigenen Ladegeschirr der kleinen Frachtschiffe vorgenommen. Die zwecks Passage der niedrigen festen Brücken gelegten Masten der Schiffe wurden für diesen Zweck im Hafen wieder aufgerichtet.
Der Name „Rosengarten“ ist sehr alt; im Mittelalter hatte fast jede Stadt in Norddeutschland mit dem sogenannten Rosengarten ihren Platz, auf dem die Gilden (mittelalterliche Versicherungen auf Gegenseitigkeit) ihre Feste feierten. Mit der Armbrust wurde dabei nach dem Papagoyen geschossen (der Brauch lebt heute als Vogelschießen der Bürger-Schützen Gilde fort).
Der Hafen am Rosengarten war der Platz, von dem die Produkte der Wilstermarsch und der in Wilster hergestellten Waren verschifft wurden. Bis in die Zeit des vorletzten Jahrhunderts waren die Wasserwege die bevorzugten Handelswege. Der Hafen am Rosengarten war somit die Keimzelle für den zeitweiligen Wohlstand der Stadt Wilster, welcher heute noch von einigen prächtigen Bauwerken in der Stadt wiedergespiegelt wird.

Der Begründer von mein-wilster rechnet es sich als Verdienst an, ganz entscheidend und gegen viele Anfeindungen den Erhalt des offenen Gewässers Wilsterau am Rosengarten bewirkt zu haben. So ist es heute - mit einiger Phantasie - noch möglich, vor Ort den Begründungszusammenhang für das Entstehen der Siedlung Wilster an dieser Stelle noch zu erleben.

Auf dem Grundstück links hinter dem Steg entstand 1932 die heute auch schon nicht mehr vorhandene Werkstatt der Tischlerei Heinrich von Holdt. Auch alle anderen auf dem Bild erkennbaren Häuser (sie standen mit ihren Vorderfronten zur Neustadt) sind Ende der 1960er Jahre im Rahmen der Stadtsanierung ohne nachvollziehbare Begründung ersatzlos abgebrochen worden. In dem großen Gebäude befand sich die Schmiede von Georg Stelzer (zuvor: Perner).
Der Steg über die Wilsterau wurde 1987 durch eine hölzerne und deutlich weniger elegante Konstruktion ersetzt.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

1900 Wilsterau, Rosengarten, Op de Göten, Markt, Kirche

1900 Farblithographie
oben links: am Rosengarten ist noch der Speicher der Bäckerei Kühl zu sehen, ebenso der Kran am Lagerschuppen; der durch die Stadt führende Arm der Au ist noch offen.
unten links: Blick vom Turm der St. Bartolomäuskirche auf den Südwestteil des Marktplatzes. An der Ecke der Marktstraße (heute „Op de Göten“) und der Deichstraße steht das Hotel "Wilstermarschhaus"
oben mittig: die Häuser “Hotel Stadt Hamburg“, Gasthof „Zur Börse“, Reese, Wilstermarschsparkasse,
oben rechts: St. Bartholomäus Kirche

Bildrechte: Verlag v. Photograph Kuskop, Wilster

1902 Helgenland und Rosengarten

1902 Totale über Helgenland und Rosengarten
Blick vom Dach des Falk´schen Geschäftshauses in der Neustadt über die Stadt.
Im Vordergrund die Häuser am Rosengarten und an der Deichstraße; links ist die Wilsterau am Helgenland zu erkennen.
Zwischen den Häusern führt der über den Steg am Rosengarten führende schmale Fußweg von der Neustadt zur Deichstraße. Das Haus rechts vom Fußweg ist das Elternhaus des Betreibers dieser Heimat-Seite.
Im Hintergrund ragt über die Bäume des Stadtparkes der Turm der an der Zingelstraße stehenden Villa Schütt.
Das große in Bildmitte erkennbare Haus stand an der Deichstraße; es wurde 1934 durch den Neubau der Bavaria und St. Pauli Brauerei ersetzt.
Im Vordergrund ist als zweites von rechts ein Haus erkennbar, welches bald darauf zur Verbesserung der Zufahrt zum Helgenland beseitigt wurde.
Sehr schön ist rechts der hohe Kühl´sche Speicher an der Wilsterau am Rosengarten zu erkennen.

Bildrechte: nicht bekannt

1902 Wilsterau am Helgenland

1902 Blick von der Brücke am Schott auf die Wilsterau am Helgenland.
Hinter den Frachtewer „Maria“ in der Bildmitte geht rechts der Stadtarm der Wilsterau zu Rosengarten ab.
Das Helgenland ist der uralte Werft-Platz der Stadt Wilster, auf dem mehrere kleine Werften ansässig waren.
Rechts vor dem auf die Slip-Anlage gezogenen Ewer zweigte ein weiterer Auarm ab, der parallel zu den Hausgrundstücken der Neustadt zum Bäckerstraßenfleth am Neumarkt führte.

Bildrechte: Verlag u. Lichtdruck v. Knackstedt & Näther, Hamburg

1903 Der alte Wilsteraner Hafen am Rosengarten

Die schöne und im Jugendstil gestaltete Postkarte zeigt
den alten Wilsteraner Hafen am Rosengarten.
Der Fracht-Ewer „Germania“ aus Hochdonn hat am Quai festgemacht.
Rechts der Anfang der 1960er abgebrochene hohe Fachwerk-Speicher der Bäckerei von August Kühl.
Im Hintergrund überquert die Rosengarten-Brücke im Zuge des Fußweges von der Deichstraße zur Neustadt das Gewässer.
In dem Gebäude links wurde seinerzeit ein Fahrrad-Handel betrieben – vorher waren hier die Geschäftsräume des frühen Wilsteraner Photographen Hans-Peter Mohr (* ca. 1827 † 26.07.1910).
Die Karte ist mit einem Wappen verziert, welches an dasjenige der Stadt Wilster erinnert. Es weist allerdings heraldische Merkwürdigkeiten auf. Zum einen schwimmt der Fisch nach links (heraldisch vom Schildträger aus betrachtet), was falsch ist, denn der Fisch im Wilsteraner Wappen schwimmt nach rechts. Zum anderen weist der Schild im holsteinischen Nesselblatt hier eine fünfblättrige Rose auf (eine solche wurde im 13ten Jahrhundert durch Vererbung von Holte (Schloß Holte bei Dinslaken) durch Erbtochter Mechtild von Holte auf die Burggrafen von Arenberg übertragen) und ist in dem hier dargestellten Zusammenhang wohl der Phantasie des Photographen entsprungen.

Bildrechte: Verlag Knackstedt & Näther, Hamburg

1903 Frachtewer im Hafen am Rosengarten

1903 Frachtewer GERMANIA im Hafen am Rosengarten in Wilster

1903 Frachtewer im Hafen am Rosengarten
Der Frachtewer GERMANIA aus Hochdonn hat am Quai des Wilsteraner Hafen am Rosengarten festgemacht.
Die auf der Peters Werft in Wewelsfleth für den Burger Schiffer August Schnoor gebaute und 1890 ausgelieferte GERMANIA war ein Giekewer - er führte das Unterscheidungssignal LCGC. Er war 15,90 m lang, 4,14 m breit und war mit 24 BRT vermessen bei 46 TDW. 1899 erwarb der Schiffer Johann August Knorr aus Großenrade das Schiff und verkaufte es 1906 weiter an Martin Peter Groth aus Wilster. Dort wurde das Schiff 1917 abgewrackt.
Unter dem vom Rosengarten zur Deichstraße führenden Fußgängersteg ist ein zweites Frachtschiff erkennbar.
Vor einhundert Jahren herrschte regelmäßig lebhafter Schiffsverkehr am alten wilsteraner Hafen am Rosengarten. Der Name „Rosengarten“ ist sehr alt: im Mittelalter hatte fast jede Stadt in Norddeutschland mit dem Rosengarten ihren Platz, auf dem die Gilden (mittelalterliche Versicherungen auf Gegenseitigkeit) ihre Feste feierten. Mit der Armbrust wurde dabei nach dem Papagoyen geschossen (der Brauch lebt heute als Vogelschießen der Bürger-Schützengilde fort).
Rechts ist der unmittelbar an der Wilsterau stehende hohe Speicher der Bäckerei von August Kühl zu erkennen.
In dem links beim Fußgängersteg stehenden Gebäude wurde seinerzeit ein Geschäft für Fahrräder betrieben – vorher waren hier die Geschäftsräume des frühen Wilsteraner Photographen Hans-Peter Mohr (* ca. 1827 † 26.07.1910).
Die Verfüllung des Gewässers am Rosengarten konnte vor gut 30 Jahren auf Initiative des Betreibers dieser Heimat-Seite gegen viele Widerstände und unter Inkaufnahme von erheblichen Anfeindungen verhindert werden. Nur deshalb erinnert heute noch visuell erlebbar das zwar erheblich verengte Gewässer und die in Klinkerbauweise – senkrechte preußische Kappen – errichtete Quaimauer mit ihren eisernen Festmacherringen an die Geschichte der Stadt Wilster als Schiffer- und Handelsort.

Bildrechte: Knackstedt & Näther, Hamburg

1903 Wilsteraner Hafen am Rosengarten

1904 Blick über den Rosengarten auf die Stadt
Der Rosengarten war über Jahrhunderte hinweg der Hafen der Stadt Wilster.
Im Hintergrund führt eine Brücke über das Bäckerstraßenfleth zum Neumarkt, an welchem die Feuerwache mit dem hohen Schlauchturm gut erkennbar ist.
Rechts stehen die Häuser an der Neustadt – die linke Häuserzeile wurden in den 1960er Jahren im Rahmen der Stadtsanierung beseitigt.
Links ist die Wilsterau erkennbar, von welcher nach links der Burggraben abzweigt, und deren Verlauf seinerzeit am Alten Rathaus vorbei durch die gesamte Stadt führte.
Anmerkung: Diese Karte weist auf der Anschriftenseite keine Einteilung auf; aus dem auf der Bildseite frei gelassenen Raum für Mitteilungen läßt sich ableiten, daß die Ansichtskarte vor 1905 entstanden sein muß; es ist eine in 1903 gelaufene Karte bekannt.

Bildrechte: nicht bekannt

1904 Das Helgenland, der historische Werft-Platz der Stadt Wilster

1904 Blick über das Helgenland in nordwestliche Richtung.
Das Helgenland zwischen den beiden Armen der Wilsterau bietet sich dem Betrachter als Werft-Platz dar, wie er über lange Zeiträume dort so bestanden hat.
Folgende Wilsteraner Werften sind bezeugt:
1840 bis 1910 Werft von Friedrich Bergmann, danach ab 1886 Martin Bergmann
1856 bis 1884 Werft von Hans Fack, danach Johannes Fack
Hans Fack hatte offenbar zuvor in Itzehoe im Jahr 1852 eine kleine Werft gegründet und dann den Betrieb nach Wilster verlegt. Die Familie Fack war in Holstein eine bekannte Schiffbauerfamilie. Die 5 Söhne des Hans Fack betrieben ebenfalls Werften (Johannes ab 1876 in Wilster; Ferdinand ab 1899 die bereits 1873 gegründete Werft in Burg; Hermann in Tönning; Wilhelm in Rethwisch; Johann Heinrich ab 1880 in Itzehoe)
1861 Reimer Griese
1871 Heinrich Rehder
1879 bis 1890 Werft von Theodor Engel
1885 Martin Bruhn
Während im Vordergrund die Slip-Anlagen leer sind, ist an der Spitze des Helgenlandes ein Ewer auf den dort vorhandenen Helgen der Bergmann-Werft gezogen worden. Exakt an dieser Stelle errichtete 50 Jahre später der Tischlermeister Heinrich von Holdt seinen Bootsschuppen, in welchem er als Traditionsträger des Wilsteraner Schiffbaues mehrere große hölzerne Segeljachten erbaute.
Auf dem Helgen mittig im Vordergrund ist ein hölzerner Ewer weitgehend fertig gebaut.
Rechts sind die Häuser an der Deichstraße erkennbar, während die Häuser links an der Straße "Hinter der Stadt" (spätere Hans-Prox-Straße) stehen und ihre Gärten an die Wilsterau angrenzen.
Ganz links steht direkt an der Wilsterau ein Gebäude der vormaligen Lohgerberei (ab 1873) von Jürgen Johannes Falk.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Anmerkung: Diese Karte weist auf der Anschriftenseite keine Einteilung auf; aus dem auf der Bildseite frei gelassenen Raum für Mitteilungen läßt sich ableiten, daß die Ansichtskarte vor 1905 entstanden sein muß.

1904 Wilsteraner Hafen am Rosengarten b

1904 Wilsteraner Hafen am Rosengarten
2012 ehemaliger Wilsteraner Hafen am Rosengarten

1904 Wilsteraner Hafen am Rosengarten
Der Hafen am Rosengarten war über Jahrhunderte hinweg Ausgangshafen für die Wilsteraner Schiffer vor ihrer Fahrt in ferne Länder – das waren z.B. um 1540 Holland, Seeland, Frankreich, Engeland, Schottland, Portugal und das „Land tho Losien“ (Andalusien) – aber auch in den Ostseeraum.
Der Hafen und die Schiffahrt sowie die Produkte der fruchtbaren Marsch begründeten die Bedeutung Wilsters und den zeitweilig hier vorhandenen relativen Wohlstand.
Der Schuppen links stand bis in die 1960er Jahre;
rechts sind die Rückfronten von Häusern an der Deichstraße erkennbar.

Bildrechte: Verlag M. Glückstadt & Münden, Hamburg

1904 Wilsteraner Hafen am Rosengarten c

1904 Wilsteraner Hafen am Rosengarten

1904 Wilsteraner Hafen am Rosengarten
Der Hafen am Rosengarten war über Jahrhunderte hinweg Ausgangshafen für die Wilsteraner Schiffer vor ihrer Fahrt in ferne Länder – das waren z.B. um 1540 Holland, Seeland, Frankreich, Engeland (England), Schottland, Portugal und das „Land tho Losien“ (Andalusien) – aber auch in den Ostseeraum.
Der Hafen und die Schifffahrt sowie die Produkte der fruchtbaren Marsch begründeten die Bedeutung Wilsters und den zeitweilig hier vorhandenen relativen Wohlstand.
Der Schuppen links stand bis in die 1960er Jahre;
rechts sind die Rückfronten von Häusern an der Deichstraße erkennbar.

Bildrechte: Verlag M. Glückstadt & Münden, Hamburg
Anmerkung: Auch wenn die vorgestellte schwarz-weiße Version der Ansichtskarte erst 1921 gelaufen ist, stammt doch die Photographie / das Foto aus der Zeit vor 1905 (vgl. ältere Version der Karte).

1905 Rosengarten - Wilsters alter Hafen

1905 Rosengarten - der alte Hafen
1905 Rosengarten - der alte Hafen

1905 Rosengarten - Wilsters alter Hafen
Der alte wilsteraner Hafen am Rosengarten.
Hoch über die Dächer der Stadt ragt der schlanke 52m hohe Kirchturm der Bartholomäus-Kirche empor.
Vor den dem Wahn des flächenhaften Abrisses ganzer Häuserzeilen im Zuge der Stadtsanierung Ende der 1960er Jahre zum Opfer gefallenen Häuser ist rechts ein weiterer damals noch offener Arm der Wilsterau zu sehen.
Im Hintergrund rechts der Neumarkt mit dem Bäckerstraßenfleth (ursprünglich der Verteidigungsgraben für die sogenannte "Neue Seite")

Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster
Anmerkung: Die ergänzend vorgestellte nicht kolorierte Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Udo Urban, Wilster

1905 Rosengarten und Brücke zur Deichstraße a

1905 Rosengarten und Brücke zur Deichstraße in der Stadt Wilster
2008 Rosengarten und Brücke zur Deichstraße
2010 Rosengarten und Brücke zur Deichstraße

1905 Hafen am Rosengarten.
Die kleine in transparenter Eleganz über die Wilsterau führende Brücke für Fußgänger wurde Anfang der 1990er Jahre durch eine klobige Holzbrücke ersetzt; sie ist heute noch eine vielgenutzte Verbindung zwischen Deichstraße und Neustadt.
Der Rosengarten war über Jahrhunderte hinweg Wilsters Hafenplatz an der schiffbaren Wilsterau.
Vom Quai mit seinen senkrechten preußischen Kappen führte eine breite Treppe zum Wasser herunter.
An der Stelle des kleinen Schuppens rechts entstand 1932 die Tischlerei (Bild 3) von Heinrich von Holdt; hier erfolgte der Innenausbau der von ihm gebauten Segeljachten. Die Werkstatt wurde 2009 abgebrochen, der Standort neu gestaltet (Bild 4)

Bildrechte: M. Glückstadt & Münden, Hamburg

1905 Rosengarten und Brücke zur Deichstraße b

1905 Hafen an der Wilsterau am Rosengarten und Brücke zur Deichstraße in Wilster

1905 Hafen an der Wilsterau am Rosengarten.
Die kleine in transparenter Eleganz über die Wilsterau führende Brücke für Fußgänger war von jeher eine viel genutzte Verbindung zwischen Deichstraße und Neustadt; die Brücke wurde Anfang der 1990er Jahre durch eine klobigere hölzerne Konstruktion ersetzt.
Der Rosengarten war über Jahrhunderte hinweg Wilsters Hafenplatz an der schiffbaren Wilsterau.
Vom Quai mit seinen senkrechten preußischen Kappen führte eine breite Treppe zum Wasser herunter.
An der Stelle des kleinen Schuppens rechts entstand 1932 die Tischlerei von Heinrich von Holdt; hier erfolgte der Innenausbau der von ihm gebauten Segeljachten. Die Werkstatt wurde 2009 abgebrochen, der Standort neu gestaltet.

Bildrechte: M. Glückstadt & Münden, Hamburg
Anmerkungen: Bei der 1927 gelaufenen Karte handelt es sich um eine Neuauflage unter Verwendung eines um 1905 entstandenen Foto.
Die Ansichtskarte wurde freundlicherweise von Ralf Steffens, Luzern, Schweiz, für diese Heimat-Seite zur Verfügung gestellt.

1905 Rosengarten und Brücke zur Deichstraße c

1905 Hafen am Rosengarten und Brücke zur Deichstraße in der Stadt Wilster

1905 Hafen am Rosengarten und Brücke zur Deichstraße
Der im Zuge des ursprünglichen durch die Stadt führenden Verlaufs der Wilsterau am Rosengarten gelegene Hafen war über Jahrhunderte hinweg Ausgangshafen für die Wilsteraner Schiffer vor ihrer Fahrt in ferne Länder – das waren z.B. um 1540 Holland, Seeland, Frankreich, Engeland, Schottland, Portugal und das „Land tho Losien“ (Andalusien) – aber auch in den Ostseeraum.
Der Rosengarten war über Jahrhunderte hinweg Wilsters Hafenplatz an der schiffbaren Wilsterau.
Der Hafen und die Schifffahrt sowie die Produkte der fruchtbaren Marsch begründeten die Bedeutung Wilsters und den zeitweilig hier vorhandenen relativen Wohlstand im 16.ten und 17. Jahrhundert.
Vom Quai mit seinen gemauerten senkrechten preußischen Kappen führte eine breite Treppe zum Wasser herunter.
Die kleine und in transparenter Eleganz über die Wilsterau führende Brücke für Fußgänger war von jeher eine viel genutzte Verbindung zwischen Deichstraße und Neustadt; die Brücke wurde Anfang der 1990er Jahre durch eine klobigere hölzerne Konstruktion ersetzt.
An der Stelle des kleinen Schuppens rechts entstand 1932 die Tischlerei von Heinrich von Holdt; hier erfolgte der Innenausbau der von ihm gebauten Segeljachten. Die Werkstadt wurde 2009 abgebrochen, der Standort neu gestaltet.

Bildrechte: M. Glückstadt & Münden, Hamburg

1905 Rosengarten und Brücke zur Deichstraße d

1905 Hafen am Rosengarten und Brücke zur Deichstraße in der Stadt Wilster
2008 ehemaliger Hafen am Rosengarten und Brücke zur Deichstraße in der Stadt Wilster
2010 ehemaliger Hafen am Rosengarten und Brücke zur Deichstraße in der Stadt Wilster

1905 Hafen am Rosengarten. Koloriert.
Die kleine in transparenter Eleganz über die Wilsterau führende Rosengartenbrücke für Fußgänger wurde Anfang der 1990er Jahre durch eine klobige Holzbrücke ersetzt; sie ist heute noch eine vielgenutzte Verbindung zwischen Deichstraße und Neustadt.
Vom Quai mit seinen senkrechten preußischen Kappen führte eine breite Treppe zum Wasser herunter.
An der Stelle des kleinen Schuppens rechts entstand 1932 die Tischlerei von Heinrich von Holdt (Bild 3). Die Werkstatt wurde 2009 beseitigt, die Fläche neu gestaltet (Bild 4).

Anmerkung: Es handelt sich ganz augenscheinlich um eine retuschierte und kolorierte Fassung der zuvor vorgestellten Ansichtskarte; die Personen sind aus dem Bild heraus retuschiert worden; selbst die mächtige Ruderpinne des Ewers ging dabei verloren.

Bildrechte: nicht bekannt, vermutlich M. Glückstadt & Münden, Hamburg
Verlegt wurde die Karte im Jahre 1908 von A. Sternberg, Hamburg
gemäß freundlichem Hinweis von Matthias Kohls, Harburg

1905 Töpfermeister und Ofensetzer Ad. Frank (Ex)

1905 Töpfermeister und Ofensetzer Ad. Frank in der Stadt Wilster

1905 Töpfermeister und Ofensetzer Ad. Frank
Mit der frühen Werbekarte bot der in Wilster ansässige Töpfermeister Ad. Frank seine Arbeit und Produkte mit folgenden Worten an:
"Ad. Frank, Töpfermeister, Wilster
Großes Lager von weissen, altdeutschen und Majolika-Öfen
aller Art. - Kachelherde
Umsetzen, Reinigen u. Reparaturen prompt und billig."
Gemäß einer nicht verifizierten Information soll der Betrieb in einem Gebäude am Rosengarten in Wilster ansässig gewesen sein.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: die Ansichtskarte befindet sich in einer externen Sammlung

1905 Wilsteraner Hafen und Rosengarten

ca. 1905 Hafen am Rosengarten
Früher gehörten Fracht-Schiffe und Boote zum gewohnten Gepräge am alten wilsteraner Hafen am Rosengarten.
Es wurden Waren be- und entladen; vom Schiff auf die Fuhrwerke oder umgekehrt, auch direkt vom Schiff in den hohen Kühl´schen Speicher, über dessen oberer hier offener Luke ein Flaschenzug die Arbeit erleichterte.
Die Masten der Schiffe mußten zum Unterqueren der Brücken gelegt werden, wurden im Hafen jedoch wieder aufgerichtet, denn sie dienten auch als Ladegeschirr.
Die aus der Zeit um 1920 stammende Ansichtskarte zeigt einen Ausschnitt aus einem um 1905 aufgenommenen Foto.

Bildrechte: Verlag M. Glückstadt & Münden, Hamburg

1906 Wilsteraner Hafen am Rosengarten

1906 Hafen am Rosengarten
Der Hafen am Rosengarten war über Jahrhunderte hinweg Ausgangshafen für die Wilsteraner Schiffer;
sie und die Produkte der fruchtbaren Marsch begründeten die Bedeutung Wilsters und den zeitweilig vorhandenen Wohlstand seiner Bürger.
So hatte die Stadt Wilster im Jahre 1597 neben den hier nicht mitgezählten Kahnfahrern mit 26 Schiffen mehr als die Nachbarstädte Itzehoe (22) oder Krempe (19);
zu der Zeit zählte die Stadt nur 340 Bürger in ihren Mauern - die Anzahl der Einwohner war deutlich höher, denn man unterschied zwischen den in das Bürgerbuch eingetragenen Bürgern und den Einwohnern (Familienangehörige der Bürger, Einwohner ohne Haus- oder Grundbesitz).
Im Hafen liegen mehrere Frachtewer und die Schiffer sind offenbar mit dem Löschen bzw. Beladen der Schiffe befaßt.
Der Lagerschuppen links stand noch bis in die 1960er Jahre.
Rechts die Rückseiten der Häuser in der Deichstraße

Bildrechte: M. Glückstadt & Münden, Hamburg

1910 Markt, Op de Göten, Rosengarten, Neues Rathaus

1910 Markt, Op de Göten, Rosengarten, Neues Rathaus

ca. 1910 Mehrbildkarte mit 10 Miniaturen
die Fotographien sind teilweise offenbar älteren Datums.
Die FotographienMiniaturen zeigen von oben links beginnend: Westseite Marktplatz;
Südseite des Marktplatzes (mit Blick in den Kohlmarkt bzw. zeitweilige Neuenburgstraße);
Blick über den Rosengarten auf die Kirche (St. Bartholomäus-Kirche);
Marktstraße (spätere „Op de Göten“);
Wilsterau am Rosengarten mit dem Kühl´schen Speicher;
Neues Rathaus (mit der verunstalteten Fassade);
Kirche mit Pferdemarkt;
Wilstermarschhaus an „Op de Göten und Deichstraße;
Altes Balkenhaus und Altes Rathaus;
Altes Rathaus.

Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster

1911 Hafen am Rosengarten

1911 Hafen am Rosengarten in Wilster

1911 Der alte wilsteraner Hafen am Rosengarten.
Auf dem Grundstück links hinter dem Steg entstand 1932 die Tischlerei Heinrich von Holdt.
Alle auf dem Bild erkennbaren Häuser (sie standen mit ihren Vorderfronten zur Neustadt) sind in den 1960er Jahren im Rahmen der Stadtsanierung ersatzlos abgebrochen worden.
In dem großen Gebäude befand sich die Schmiede von Perner, später dann von Stelzer.
Der Steg über die Wilsterau wurde 1987 durch eine hölzerne Konstruktion ersetzt.

Bildrechte: Verlag v. F. Schlüter, Wilster

1911 Wilsterau am Helgenland

1911 Blick von dem die Wilsterau querenden Steg, der im Zuge des Fußweges von der Deichstraße am Hause der späteren Tischlerei Heinrich von Holdt vorbei zum alten Wilsteraner Hafen am Rosengarten führt.
Frachtewer löschen ihre Ladung.
Im Hintergrund ist die Einmündung des Stadtarmes der Wilsterau in den Hauptarm erkennbar.
Links führt der Treidelweg am sogenannten Helgenland (auf ihm lagen früher die Wilsteraner Werften) entlang, an dessen Spitze Heinrich von Holdt 1952 ein Bootshaus mit Helling errichtete.
Rechts die Rückansichten der Häuser an der Deichstraße sowie auf den Ufergrundstücken stehende Speicher.

Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Ansichtskarten-Specialgeschäft, Wilster

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