Alte Postkarten aus Wilster

Aktuelle Kategorie: Schleswig-Holstein Erhebung 1848 - 1851

Sie können die einzelnen Bilder durch Anklicken direkt vergrößern.

1819 - 1903 Wappen Schleswig, Holstein und Lauenburg im Wappen Dänemarks

1819 - 1903 Wappen Schleswig, Holstein und Lauenburg im Wappen Dänemarks
1819 - 1903 Wappen Schleswig, Holstein und Lauenburg im Wappen Dänemarks
1819 - 1903 Wappen Holstein, Stormarn, Dithmarschen und Lauenburg im Wappen Dänemarks

1819 - 1903 Wappen Schleswig, Holstein, Lauenburg, Dithmarschen und Stormarn im Wappen Dänemarks.
Während seit 1959 das Staatswappen Dänemarks nur noch die drei blauen gekrönten Löwen und 9 rote Herzen auf goldenem Schild führt, zeigte das ursprüngliche dynastische Große Wappen im Verlaufe der Geschichte mehrfach unterschiedliche Heroldsbilder.
Das vorgestellte auch zur Zeit der im Jahr 1848 erfolgten Erhebung der deutsch gesinnten Schleswig-Holsteiner gegen Dänemark von diesem geführte Wappen verdeutlicht dessen seinerzeitige territorialen Ansprüche. So bekräftigte das von 1819 - 1903 gebräuchliche Wappen die dynastischen Ansprüche Dänemarks auf die Herrschaft auch über die Herzogtümer Schleswig, Holstein, Lauenburg, Dithmarschen und Stormarn.
Das erste Feld zeigt drei gekrönte blaue Löwen und neun rote Herzen.
Im zweiten Feld befindet sich das Wappen von Schleswig mit den beiden nicht gekrönten Löwen.
Die drei Kronen im dritten Feld stehen für die Kalmarer Union und entsprechen dem Wappen Schwedens. Für Island steht der gekrönte Stockfisch auf rotem Grund, daneben in Silber auf Blau der Widder der Färöer und der Eisbär Grönlands.
Im vierten Feld stehen Heroldsbilder für historische Titel der Dänischen Herrscher als König der Goten (oben) und der Wenden (unten).
Der Schild in der Mitte (sh. Bild 3) zeigt die Wappen Holsteins, Stormarns, Dithmarschens und Lauenburgs.
Der Herzschild ist gespalten und zeigt die Wappen von Oldenburg und Delmenhorst (Stammländer der Dänischen Könige).

Bildrechte: nicht verzeichnet

1898 Basar des Militair-Vereins

1898 Basar des Militair-Vereins
Das Denkmal zur Erinnerung an die Gefallenen des Krieges um die – zunächst erfolglose - Schleswig-Holsteinische Erhebung 1848-1851 (gegen Dänemark, zu dem damals neben Schleswig auch große Teile Holsteins gehörten) stand auf dem Friedhof in Bischof.
Eine Zeitliste zu den wichtigsten Ereignissen der Schleswig-Holsteinischen Erhebung finden Sie hier.
Das Denkmal zur Erinnerung an die Gefallenen des Deutsch - Französischen Krieges von 1870 / 1871 stand vor dem Friedhof in Bischof. Es war 1873 auf dem Rondeel vor der - zwischenzeitlich abgebrochenen - Kapelle errichtet worden.
Beide Denkmale wurden in den 1950er Jahren beseitigt.
Militair-Vereine bestanden vor hundert Jahren in vielen Dörfern und Städten.

Bildrechte: Verlag v. Fr. Schlüter, Wilster

1898 Erinnerung an die Schleswig-Holsteinische Erhebung 1848

Wappen der Herzöge von Gottorf als Landesherrn

1898 Erinnerung an die Schleswig-Holsteinische Erhebung 1848
Über Jahrhunderte hinweg war der dänische König Landesherr über die Herzogtümer Schleswig und Holstein. Am 24. März 1848 hatten sich die deutsch sprechenden Schleswig-Holsteiner gegen Dänemark erhoben. Über die Dauer von annähernd drei Jahren - in der Zeit von 24.03.1848 bis zum Ende der Erhebung am 01.02.1851 – war Schleswig-Holstein ein selbständiger Staat.
Die Feier der fünfzigsten Wiederkehr des Tages der Erhebung wurde 1898 begangen.
Die Karte zeigt:
- die Losung "Up ewig ungedeelt" entsprechend der Interpretation des Vertrages von Ripen 1460 und des dem Dänischen König abverlangten Schwurs.
- die Flagge Schleswig-Holsteins.
Die Flagge ist 1848 zur Zeit der Erhebung unter Verwendung der Farben aus den Wappen der Herzogtümer als Trikolore gestaltet; dieses unter Verzicht auf das Gold (gelb) des Herzogtums Schleswig.
- den goldenen Prägedruck eines Wappen.
Es handelt sich um das Wappen des Hauses Schleswig-Holstein-Gottorf aus den Jahren um 1616 - 1659
Blasonierung (heraldische Beschreibung, Seitenbezeichnung aus der Sicht des Schildträgers.
Oben rechts: Norwegen
Auf rotem Feld ein nach links steigender goldener gekrönter Löwe mit angehobener Tatze und ausgestreckter Zunge, der in den Vordertatzen eine angehobene Streitaxt mit goldenem Schaft und einem Blatt aus Silber hält- über dem Schild eine königliche Krone.
(Anmerkung: der Löwe im norwegischen Wappen schreitet nach rechts)
Oben links: Schleswig
Auf goldenem Feld zwei blaue, nach innen gewandte, rot bewehrte, übereinander schreitende Löwen.
Anmerkung: Die Schleswigschen Löwen sind dem Dänischen Wappen mit den drei Löwen und 9 roten Herzen entnommen, wobei für das Herzogtum eine Reduzierung auf zwei Löwen vorgenommen wurde
Mittig rechts: Holstein
Auf rotem Feld ein silbernes Nesselblatt
Mittig links: Stormarn
Auf rotem Feld ein nach rechts schreitender silberner Schwan mit erhobenen Flügeln und einer goldenen Krone um den Hals.
Unten: Dithmarschen
Auf rotem Feld auf silbernem galoppierenden Pferd mit goldenem Sattel, goldenem Zaumzeug und blauer Satteldecke ein golden gerüsteter, ein silbernes Schwert über dem Kopf schwingender Reiter mit silbernem Helmbusch.
Herzschild: Großherzogtum Oldenburg
Gevierter Schild; 1 und 4 in Gold zwei rote waagerechte Balken; 2 und 3 in Blau ein goldenes Nagelspitzkreuz

Es handelt sich um das Wappen der Herzöge von Gottorf (aus der Zeit Friedrichs III.; dieser war von 1616 bis 1659 Herzog von Schleswig-Holstein-Gottorf). Friedrich III war somit Landesherr verschiedener über das heutige Schleswig-Holstein verteilter Territorien – Wilster und die Wilstermarsch gehörten nicht dazu.
Das Wappen entspricht in seiner Zusammensetzung dem Titel des Herzogs:
Erbe zu Norwegen [Löwe], Herzog zu Schleswig [zwei Löwen], Holstein [Nesselblatt], Stormarn [Schwan] und der Dithmarschen [Reiter], Graf zu Oldenburg und Delmenhorst [Herzschild mit Balken und Kreuz]

Bildrechte: nicht bekannt

Anmerkung: Für einen Liberalen - wie den Betreiber dieser Heimat-Seite - ist es amüsant zu lesen, was der englischsprachige Absender der Karte schreibt über die Meinung eines strammen Konservativen zu den Liberalen insgesamt. Da hat sich, so scheint es, in den vergangenen einhundert Jahren nicht viel verändert.

1898 Schleswig-Holsteinische Erhebung 1848 Flagge und Wappen

1898 Die Ansichtskarte erinnert an den fünfzigsten Jahrestag der Erhebung Schleswig-Holsteins gegen Dänemark.
Über Jahrhunderte hinweg war der dänische König Landesherr über die Herzogtümer Schleswig und Holstein. Am 24. März 1848 hatten sich die deutsch sprechenden Schleswig-Holsteiner gegen Dänemark erhoben. Über die Dauer von annähernd drei Jahren - in der Zeit von 24.03.1848 bis zum Ende der Erhebung am 01.02.1851 – war Schleswig-Holstein ein selbständiger Staat. Die Feier der fünfzigsten Wiederkehr des Tages der Erhebung wurde 1898 begangen; dieses war möglich geworden, nachdem in der Folge des Krieges von 1865 zwischen Dänemark, Preußen und Österreich die preußische Provinz Schleswig-Holstein entstanden war, das Land in der Folge Teil des Deutschen Reiches geworden war.
Die Karte zeigt die Flagge Schleswig-Holsteins mit dem Wappen.
Die Flagge ist als Trikolore unter Verwendung der Farben aus den Wappen der Herzogtümer gestaltet, unter Verzicht auf das Gold (gelb) des Herzogtums Schleswig.
Das Wappen geviert, darin ein geteilter Herzschild.
Oben links: Das holsteinische Nesselblatt mit drei Nägeln
Oben rechts: Zwei nach außen schreitende Löwen
Unten links: Der Dithmarscher Reiter
Unten rechts Der nach außen blickende Stormarner Schwan
Das geteilte (gespaltene) Herzschild steht für das Großherzogtum Oldenburg
rechts (heraldisch): Ein Ankersteckkreuz oder Tatzenkreuz (Herrschaft Delmenhorst).
links (heraldisch): In Gold zwei rote Querbalken (Grafschaft Oldenburg
Flagge und die Flaggenbänder sind dargestellt vor dem Hintergrund der Doppeleiche als Sinnbild der Verbindung der Herzogtümer „up ewig ungedeelt“ entsprechend dem Vertrag von Ripen von 1460. Der Spruch „up ewig ungedeelt“ befindet sich auch auf der Flagge.

Bildrechte: nicht bekannt

1898 Schleswig-Holsteinische Erhebung 1848 Herzog von Augustenburg

Christian August von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg (1798 - 1869), Unterstützer der Schleswig-Holsteinischen Erhebung 1848

1898 Schleswig-Holsteinische Erhebung 1848
Herzog von Augustenburg, ein Unterstützer der Loslösung von Dänemark.
Christian August von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg (1798 - 1869) war ab 1814 Chef der Augustenburger Linie des Hauses Oldenburg. Die Ländereien der Familie wurden als Herzogtum Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg - kurz Herzogtum Augustenburg - bezeichnet, welches jedoch kein souveränes Territorium bildete.
Der Herzog trat für die Unabhängigkeit von Schleswig-Holstein von Dänemark ein und unterstützte die Schleswig-Holsteinische Erhebung. Sein Ziel war ein vereinigtes Schleswig-Holstein im Deutschen Bund und mit ihm selbst als Herzog. Nach dem Scheitern der Erhebung wurde er zu einem politischen Betätigungsverzicht und zum Rückzug auf ein Niederschlesien gelegenes Rittergut gezwungen.

Bildrechte: Verlagsanstalt Richter, Hamburg

1898 Schleswig-Holsteinische Erhebung 1848 Theures Land, du Doppeleiche

Theures Land, du Doppeleiche

Schleswig-Holsteinische Erhebung 1848
Theures Land, du Doppeleiche
Bis zum preußisch-österreichisch-dänischen Krieg von 1865 gehörten Schleswig, Holstein und Lauenburg zum dänischen Gesamtstaat.
Die deutschsprachigen Schleswig-Holsteiner hatten sich zuvor 1848 in einem Bürgerkrieg – der Schleswig-Holsteinischen Erhebung - erfolglos gegen den dänischen Gesamtstaat erhoben. Entzündet hatte sich die Erhebung an dem Sprachenstreit und der Interpretation des Vertrages von Ripen 1460 „Op ewich ungedeelt“.
Entsprechend der damals entstandenen Hymne Schleswig-Holsteins, wo es u.a. heißt: „Ob auch wild die Brandung tose“, wird der unverbrüchliche Zusammenhalt der als Doppel-Eiche dargestellten Herzogtümer auf der Abbildung dargestellt.
Hier gibt es weitere Informationen zum Schleswig-Holstein Lied
Mit der Flagge Schwarz-Rot-Gold des Deutschen Bundes und der neu kreierten Flagge Blau-Weiß-Rot der Herzogtümer stellen sich Männer der drohenden und Spaltung bergenden Gefahr.
50 Jahre nach Beginn der Erhebung wurde dieses Ereignis festlich begangen; so schreibt der Absender der Karte: „… vom heutigen Jubiläumstage Schleswig-Holsteins herzliche Grüße; selbiges wird hier großartig gefeiert.“

Bildrechte: Verlagsanstalt Richter, Hamburg

1898 Schleswig-Holsteinische Erhebung 1848 Wappen

1898 Erinnerung an die Schleswig-Holsteinische Erhebung 1848 Schleswig-Holsteinisches Wappen

1898 Erinnerung an die Schleswig-Holsteinische Erhebung 1848
Schleswig Holsteinisches Wappen
Über Jahrhunderte hinweg war der dänische König Landesherr über die Herzogtümer Schleswig und Holstein. Am 24. März 1848 hatten sich die deutsch sprechenden Schleswig-Holsteiner gegen Dänemark erhoben. Über die Dauer von annähernd drei Jahren - in der Zeit von 24.03.1848 bis zum Ende der Erhebung am 01.02.1851 – war Schleswig-Holstein ein selbständiger Staat.
Die Herzogtümer führten das abgebildete Wappen.
Blasonierung:
Über dem Wappen zwei sich fassende Hände, darüber eine Großherzogskrone (oder Königskrone).
Das Wappen geviert, darin ein geteilter Herzschild.
Oben links: Das holsteinische Nesselblatt mit drei Nägeln.
Oben rechts: Zwei nach außen schreitende Löwen.
Unten links: Der Dithmarscher Reiter.
Unten rechts: Der nach außen blickende Stormarner Schwan.
Das geteilte (gespaltene) Herzschild steht für das Großherzogtum Oldenburg
rechts (heraldisch): Ein Ankersteckkreuz oder Tatzenkreuz (Herrschaft Delmenhorst).
links (heraldisch): In Gold zwei rote Querbalken (Grafschaft Oldenburg).
In späteren Versionen des Wappens – so auch im aktuellen Schleswig-Holsteinischen Landeswappen – wurden aus heraldischen Gründen der Höflichkeit bei zusammengesetzten (Allianz-) Wappen die Figuren so angeordnet, daß sie einander anblicken (die Löwen also nach links schreiten - heraldisch vom Schildträger aus gesehen).
Auf dem unter dem Wappen befindlichen geschwungenen Spruchband findet sich der Satz:
Wy lawen dat Schleswigk u. Holsten bliewen ewich tosamende ungedelt 1460
In heutiger Schreibweise: Wir geloben daß Schleswig und Holstein bleiben ewig zusammen ungeteilt.
Als nach dem Tode des letzten Schauenburgers es zur Wahl König Christians I. von Dänemark zum Landesherrn von Schleswig und Holstein kam, hatte sich dieser in dem Ripener Freiheitsbrief mit den genannte Worten für sich und seine Erben verpflichten müssen, die Unteilbarkeit beider Landesteile anzuerkennen. Als dieses von Dänemark in Frage gestellt wurde, bewirkte das 1848 die Erhebung der deutsch gesinnten Schleswig-Holsteiner.

1898 Schleswig-Holsteinische Erhebung 1848.03.24. Proklamation von Kiel

24.03.1848 Proklamation von Kiel - Beginn der Schleswig-Holsteinischen Erhebung
Bis zum preußisch-österreichisch-dänischen Krieg von 1865 gehörten Schleswig, Holstein und Lauenburg zum dänischen Gesamtstaat. Die deutschsprachigen Schleswig-Holsteiner hatten sich zuvor 1848 in einem Bürgerkrieg – der Schleswig-Holsteinischen Erhebung - erfolglos gegen den dänischen Gesamtstaat erhoben.
Am 24. März 1848 kam es zur Ausrufung der provisorischen Regierung in Kiel und der Loslösung von Dänemark. Eine kriegerische Auseinandersetzung war die Folge.
Entzündet hatte sich die Erhebung der Schleswig-Holsteiner an dem Sprachenstreit und der Interpretation des Vertrages von Ripen 1460 „Op ewich ungedeelt“.
Nachdem die Eiderdänen am 11. März 1848 in Kopenhagen die Einverleibung Schleswigs in den dänischen Staat verlangt hatten, verschärfte sich der Gegensatz der deutschsprachigen Schleswig-Holsteiner zu Dänemark.
Die Ausrufung der provisorischen Regierung in Kiel erfolgte am 24. März 1848.
Vor der Tür des Rathauses und unter dem Glockengeläut der Nikolaikirche verlas der Liberale Wilhelm Hartwig Beseler die Proklamation an die Mitbürger.
Nachträglich entwarf der Maler Hans Olde ein großes farbiges Wandgemälde mit der Proklamation; das Gemälde befindet sich jetzt in der Schleswig-Holsteinischen Landesbibliothek.

Bildrechte: Hans Olde und Julius Fürst

1898 Schleswig-Holsteinische Erhebung 1848.03.24. Provisorische Regierung

1898 Feier der Wiederkehr des Tages der Erhebung Schleswig-Holsteins am 24. März 1848 gegen Dänemark.
Die Karte zeigt das Wappen Schleswig-Holsteins (alte Form mit den – heraldisch unhöflich – sich nach rechts wendenden Löwen Schleswigs)
in der Doppeleiche als Sinnbild der Verbindung der Herzogtümer „up ewig ungedeelt“ entsprechend dem Vertrag von Ripen von 1460.
Daneben die Portraits von Graf v. Reventlow, W. Beseler und Prinz v. Noer, welche Mitglieder der am 24. März 1848 neu gebildeten Regierung waren.

Bildrechte: nicht bekannt

1898 Schleswig-Holsteinische Erhebung 1848.03.24. Provisorische Regierung a

Schleswig-Holsteinische Erhebung 1848.03.24. Provisorische Regierung
Am 23.03.1848 wurde in Kiel als Auftakt der Schleswig-Holsteinischen Erhebung gegen Dänemark eine Provisorische Regierung für die Herzogtümer Schleswig und Holstein von vorwiegend national-liberalen Kräften gebildet.
Zum Ausbruch des Bürgerkrieges kam es, nachdem unter der Führung des Prinzen von Noer im Handstreich die Festung Rendsburg – sie war die größte dänische Garnison – am 24.03.1848 übernommen worden war.
Die in leicht unterschiedlichen Aufmachungen verausgabte Karte zeigt oben links Uwe Jens Lornsen, der 1830 Landvogt auf Sylt wurde und durch seine Schrift "Über das Verfassungswerk in Schleswigholstein" den Anstoß gab für ein Bestreben für ein vereintes und von Dänemark weniger abhängiges Schleswig-Holstein.
In der Mitte die Mitglieder der Provisorischen Regierung: J. Bremer, M.T. Schmidt, W.H. Beseler, Friedrich Prinz von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg (er nannte sich Prinz von Noer), Th Olshausen, Graf Reventlow.
rechts der Komponist der Melodie des Schleswig-Holstein Liedes, Carl Gottlieb Bellmann, und Matthäus Friedrich Chemnitz als Dichter des Liedertextes "Schleswig-Holstein meerumschlungen"

Bildrechte: nicht bekannt

1898 Schleswig-Holsteinische Erhebung 1848.03.24. Provisorische Regierung b

1898 Erinnerung an die Schleswig-Holsteinische Erhebung.
Schleswig-Holstein wurde 1848 für kurze Zeit ein selbständiger Staat!
Bis zum preußisch-österreichisch-dänischen Krieg von 1865 gehörten Schleswig, Holstein und Lauenburg zum dänischen Gesamtstaat. Die deutschsprachigen Schleswig-Holsteiner hatten sich 1848 in einem Bürgerkrieg – der Schleswig-Holsteinischen Erhebung – zunächst erfolglos gegen den dänischen Gesamtstaat erhoben. Entzündet hatte sich die Erhebung an dem Sprachenstreit und der Interpretation des Vertrages von Ripen 1460 „Op ewich ungedeelt“.
In der Nacht vom 23. März auf den 24. März 1848 wurde in Kiel eine provisorische Regierung für die Herzogtümer gebildet. Die Regierung bestand aus sechs führenden Persönlichkeiten der schleswig-holsteinischen Bewegung; sie sollte die Bildung eines selbständigen Staates Schleswig-Holsteins mit eigener demokratische Verfassung bewirken. Die Mitglieder der Regierung sind mittig auf der Karte abgebildet.
In der Regierung waren Exponenten verschiedener politischen Richtungen vertreten: Die beiden Rechtanwälte Wilhelm Beseler und Jürgen Bremer vertraten die nationalliberale schleswig-holsteinische Bewegung. Der konservative Graf Reventlow-Preetz vertrat den Adel und wandte sich gegen liberale Reformen, so wie auch der als Prinz von Noer bekannte Prinz Frederik von Augustenburg. Letzterer war der jüngere Bruder des Herzogs von Augustenburg und galt als militärischer Fachmann der Regierung.
M.T. Schmidt war ein Liberaler; er stand der Bürgerbewegung in Kiel vor.
Der links abgebildete Uwe Jens Lornsen, er wurde 1830 Landvogt auf Sylt, hatte durch seine Schrift "Über das Verfassungswerk in Schleswigholstein" den Anstoß gegeben für das Bestreben für ein vereintes und von Dänemark weniger abhängiges Schleswig-Holstein.
Mit den rechts abgebildeten Porträts werden die Schöpfer des „Schleswig-Holstein Liedes“ geehrt. Komponist des Liedes, welches erstmals am 24. Juli 1844 auf dem Schleswiger Sängerfest gesungen wurde, war der Schleswiger Kantor Carl Gottlieb Bellmann; Dichter des Liedertextes war der Jurist Matthäus Friedrich Chemnitz. Das Lied war Ausdruck des Bestrebens nach einem unabhängigen deutschen Vaterland, womit aber nicht das gesamte Deutschland, sondern die Herzogtümer Schleswig und Holstein gemeint waren.
Das unten abgebildete Denkmal bei Idstedt erinnert an die dortige Schlacht am 25.07.1850, welche die Auseinandersetzung zu Gunsten von Dänemark wendete. Die zunächst von Preußen und dem Deutschen Bund unterstützten Schleswig-Holsteiner waren von ihren Verbündeten auf Druck Europäischer Großmächte im Stich gelassen worden. Sie wurden überdies durch den Abzug von Offizieren auch in ihrer militärischen Führung nachhaltig geschwächt.

Bildrechte: Verlag G.J. Koch, Schleswig; Druck Knackstedt & Näther, Hamburg

1898 Schleswig-Holsteinische Erhebung 1848.03.24. Provisorische Regierung c

1898 Erinnerung an die provisorische Regierung von 1848
Schleswig-Holstein wurde 1848 für kurze Zeit ein selbständiger Staat!
In der Nacht vom 23. März auf den 24. März 1848 wurde in Kiel eine provisorische Regierung für die Herzogtümer gebildet . Die Regierung bestand aus sechs führenden Persönlichkeiten der schleswig-holsteinischen Bewegung; sie sollte die Bildung eines selbständigen Staates Schleswig-Holsteins mit eigener demokratische Verfassung bewirken.
Bis zum preußisch-österreichisch-dänischen Krieg von 1865 gehörten Schleswig, Holstein und Lauenburg zum dänischen Gesamtstaat. Die deutschsprachigen Schleswig-Holsteiner erhoben sich 1848 in einem Bürgerkrieg – der Schleswig-Holsteinischen Erhebung – zunächst erfolglos gegen den dänischen Gesamtstaat. Entzündet hatte sich die Erhebung an dem Sprachenstreit und der Interpretation des Vertrages von Ripen 1460 „Op ewich ungedeelt“.
In der Regierung waren Exponenten sehr gegensätzlicher politischer Richtungen vertreten:
Die beiden Rechtanwälte Wilhelm Beseler und Jürgen Bremer vertraten die nationalliberale schleswig-holsteinische Bewegung.
Der konservative Graf Reventlow-Preetz vertrat den Adel und wandte sich gegen liberale Reformen, so wie auch der als Prinz von Noer bekannte Prinz Frederik von Augustenburg. Letzterer war der jüngere Bruder des Herzogs von Augustenburg und galt als militärischer Fachmann der Regierung.
Theodor Ohlshausen vertrat die Linke.
M.T. Schmidt war ein Liberaler; er stand der Bürgerbewegung in Kiel vor.

Bildrechte: Verlagsanstalt und Druckerei A.-G. (vorm. J.F. Richter), Hamburg

1898 Schleswig-Holsteinische Erhebung 1848.03.24. Rendsburg, Einnahme der Festung

1898 Schleswig-Holsteinische Erhebung 1848.03.24
Erinnerung an die Schleswig-Holsteinische Erhebung; diese entzündete sich an dem Sprachenstreit und der Interpretation des Vertrages von Ripen 1460 „Op ewich ungedeelt“.
In der Nacht vom 23. März auf den 24. März 1848 war in Kiel eine provisorische Regierung für die Herzogtümer gebildet worden.
Die erste – wenn auch unblutige - militärische Aktion der Erhebung war die unter Führung des Prinzen von Noer am 24.03.1848 im Handstreich erfolgte Einnahme der Festung Rendsburg, welche damals die größte Garnison im Dänischen Gesamtstaat war. Der Prinz von Noer war mit der der Kieler Garnison – dem 5. Jägercorps – und 50 Mann der Bürgerwehr mit einem Sonderzug nach Rendsburg gefahren und hatte die dortige Garnison überrumpelt.
In der Folge schlossen sich alle anderen Garnisonen in den Herzogtümern der Provisorischen Regierung an - der Bürgerkrieg wurde unvermeidlich.

Bildrechte: H.G. Otto, Rendsburg

1898 Schleswig-Holsteinische Erhebung 1848.03.24. Schleswig-Holsteinische Armee - a

Schleswig-Holsteinische Armee 1848

1898 Die Karte erschien aus Anlaß des 50ten Jahrestages der Schleswig-Holsteinischen Erhebung.
Bis zum preußisch-österreichisch-dänischen Krieg von 1865 gehörten Schleswig, Holstein und Lauenburg zum dänischen Gesamtstaat. Die deutschsprachigen Schleswig-Holsteiner hatten sich zuvor 1848 in einem Bürgerkrieg – der Schleswig-Holsteinischen Erhebung - erfolglos gegen den dänischen Gesamtstaat erhoben. Entzündet hatte sich die Erhebung an dem Sprachenstreit und der Interpretation des Vertrages von Ripen 1460 „Op ewich ungedeelt“
Die Proklamation von Kiel am 24.März 1848 forderte die Vereinigung der Herzogtümer und war Auftakt der Erhebung Schleswig-Holsteins.

Bildrechte: M. Glückstadt & Münden, Hamburg

1898 Schleswig-Holsteinische Erhebung 1848.03.24. Schleswig-Holsteinische Armee - b

1898 Schleswig-Holsteinische Erhebung 1848.03.24. Schleswig-Holsteinische Armee
Erinnerungen an die Schleswig-Holsteinische Armee.
In den Jahren von 1848 bis 1851 war Schleswig-Holstein ein eigenständiger Staat mit eigener Armee.
Zuvor und auch danach (bis 1865) gehörten Schleswig, Holstein und Lauenburg zum dänischen Gesamtstaat.
Die deutschsprachigen Schleswig-Holsteiner erhoben sich 1848 in einem Bürgerkrieg – der Schleswig-Holsteinischen Erhebung - erfolglos gegen den dänischen Gesamtstaat.
Am 25. Juli 1850 kam es bei Idstedt zur entscheidenden Niederlage der auf Druck der damaligen Europäischen Großmächte von Truppen des deutschen Bundes im Stich gelassenen Schleswig-Holsteinischen Armee.

Bildrechte: Verlag Th. Thomsen, Flensburg

1898 Schleswig-Holsteinische Erhebung 1848.03.24. Schleswig-Holsteinische Armee - Freicorps

Altonaer Jugendwehr

1898 Feier der Schleswig-Holsteinischen Erhebung der Jahre 1848 – 1851.
Altonaer Jugendwehr
Die Erhebung der deutschsprachigen Schleswig-Holsteiner im Jahre 1848 gegen den dänischen Gesamtstaat hatte zur Folge, dass aus vielen Regionen des damals noch ungeeinten Deutschland, in welchem sich ein Nationalbewußtsein (Stichwort: Frankfurter Paulskirche) gerade erst entwickelte, junge Menschen in den Dienst der jungen Schleswig-Holsteinischen Armee stellten.
Aus Schleswig-Holstein selbst stellten insbesondere die Turner ein zahlenmäßig starkes Kontingent in den Freicorps. Die Bewegung der Turner hatte damals allgemein politisch eine starke bürgerlich nationale Komponente.
An manchen Orten – auch in dem damals noch zu Schleswig-Holstein gehörenden Altona – waren als Vereine für militärisches Turnen, Schwimmen und Exerzieren sogenannte Jugendwehren entstanden, die eine vormilitärische Ausbildung betrieben.
Die Abbildung zeigt Angehörige der Altonaer Jugendwehr.

Bildrechte: Verlagsanstalt Richter, Hamburg

1898 Schleswig-Holsteinische Erhebung 1848.03.24. Schleswig-Holsteinische Flotte

1898 Erinnerung an die Schleswig-Holsteinische Erhebung gegen Dänemark im Jahre 1848. Die Schleswig-Holsteinische Flotte im Kieler Hafen.

1898 Erinnerung an die Schleswig-Holsteinische Erhebung gegen Dänemark im Jahre 1848.
Die Schleswig-Holsteinische Flotte im Kieler Hafen.
Die kleine und auf Küstenverteidigung ausgelegte Schleswig-Holsteinische Flottille umfaßte 16 Schiffe mit 41 Kanonen und gut 800 Seeleute.
Finanzierung von Bau und Kauf der kleinen Flotte erfolgte zu zwei Drittel der Kosten durch gesammelte und gestiftete Gelder. In den Herzogtümern agierte der "Ausschuß für die Errichtung der Deutschen Flotte“. So wurde das Kanonenboot Nr. 11 mit dem Namen FRAUENVEREIN vom "Frauenverein zur Mitbegründung der Deutschen Flotte“ in Rendsburg finanziert; es war eines von elf Kanonenbooten, welche bis auf eines nur gerudert oder gesegelt wurden.
Lediglich das 1849 gebauten Kanonenboot "Nr.1", die VON DER TANN (benannt nach dem populären Freicorps Kommandanten) wurde von einer Dampfmaschine und einer Schraube angetrieben, sie hieß daher bei der Bevölkerung auch „De Schruv“.
Der in Altona als Wachschiff der Dänen stationierte Schoner ELBEN war den Schleswig-Holsteinern zu Beginn der Erhebung in die Hände gefallen und wurde von ihnen unter dem Namen ELBE in Dienst gestellt.
Flaggschiff war der 1833 in Schottland gebaute Dampfer BONIN. Die Bonin war wie die LÖWE und die KIEL ein Raddampfer; sie war benannt nach dem späteren preußischen General und Kriegsminister Eduard Wilhelm Ludwig von Bonin, welcher bei der Unterstützung der Schleswig-Holsteinischen Erhebung des Jahres 1848 das Kommando der preußischen Linienbrigade am 26. März 1848 übernahm. Mit dieser nahm er an den Kämpfen gegen die Dänen bei Schleswig und Düppel mit. Nach dem Malmöer Waffenstillstand am 26.08.1848 wurde er Oberbefehlshaber des schleswig-holsteinischen Heeres, welches er im Winter 1848 - 49 reorganisierte und erheblich verstärkte. Nach dem zweiten Waffenstillstand zwischen Preußen und Dänemark am 10. 7.1849 legte er im April 1850 das Kommando nieder und ging zurück in die preußische Armee.

Bildrechte: Verlagsanstalt A.-G. (vorm. J.F. Richter), Hamburg

1898 Schleswig-Holsteinische Erhebung 1848.03.24. von der Tann, Führer eines Freicorps

Freiherr Ludwig Samson Heinrich Arthur von und zu der Tann (* 18.06.1815 in Darmstadt; + 26.04.1881 in Meran) - Führer des 4. schleswig-holsteinischen Freicorps in der Schleswig-Holsteinischen Erhebung 1848

v. d. Tann, Führer des 4. schleswig-holsteinischen Freicorps
Freiherr Ludwig Samson Heinrich Arthur von und zu der Tann (* 18.06.1815 in Darmstadt; + 26.04.1881 in Meran) war königlich bayrischer General der Infanterie.
Bei Ausbruch der Schleswig-Holsteinischen Erhebung gegen Dänemark wurde er als Major Kommandeur eines Freicorps, welches sich am 21.04.1848 bei Eckernförde und Hoptrup militärisch auszeichnete.
Das Frei-Korps bestand aus Freiwilligen aus den Städten Hamburg, Magdeburg und Kiel.
Im Juli 1950 trat von der Tann in die Schleswig-Holsteinische Armee ein und nahm in der Funktion eines Stabschefs an den Gefechten bei Idstedt, Missunde und Friedrichstadt teil.
Hier gibt es weitere Informationen über von der Tann

Bildrechte: Verlagsanstalt Richter, Hamburg

1898 Schleswig-Holsteinische Erhebung 1848.04.09 Gefecht bei Bov / Bau

1898 Die Karte erschien aus Anlaß des 50ten Jahrestages der Schleswig-Holsteinischen Erhebung.
In den seinerzeit zum Dänischen Gesamtstaat gehörenden Herzogtümern erhoben sich im Jahre 1848 die deutschsprachigen Schleswig-Holsteiner in einem Bürgerkrieg – der Schleswig-Holsteinischen Erhebung – gegen Dänemark. Entzündet hatte sich die Erhebung an dem Sprachenstreit und der Interpretation des Vertrages von Ripen 1460 „Op ewich ungedeelt“.
Nach der am 24.März 1848 im Handstreich erfolgten Übernahme der Festung Rendsburg - sie war die größte Garnison des Dänischen Staates - rückten die Schleswig-Holsteinischen Verbände allzu rasch vor. In einer Schlacht nördlich von Flensburg wurden die Truppen von überlegenen Dänischen Kräften zurück geschlagen. Dabei wurde in dem Gefecht bei Bov / Bau (nordwestlich von Flensburg) am 09. April 1848 ein aus patriotisch gesinnten Kieler Studenten und Turnern bestehendes Freiwilligen-Corps völlig aufgerieben.
Die Lithographie zeigt dieses tragische Geschehen, in dem junge Männer ihr Leben verloren im Kampf für die Loslösung Schleswig-Holsteins von Dänemark.

Bildrechte: Verlagsanstalt Richter, Hamburg

1898 Schleswig-Holsteinische Erhebung 1848.04.09. Schlacht bei Bov / Bau

1898 Die Karte erschien aus Anlaß des 50ten Jahrestages der Schleswig-Holsteinischen Erhebung.
Nach der am 24.März 1848 im Handstreich erfolgten Übernahme der Festung Rendsburg - sie war die größte Garnison des Dänischen Staates - rückten die Schleswig-Holsteinischen Verbände allzu rasch vor. Im Zuge der Schlacht von Bov (nordwestlich von Flensburg) am 09. April 1848 wurden die Truppen von überlegenen Dänischen Kräften zurück geschlagen.
Ein aus patriotisch gesinnten Kieler Studenten und Turnern bestehendes Freiwilligen-Corps wurde völlig aufgerieben. Die Lithographie zeigt dieses tragische Geschehen.
Oben im Bild sind neben einander, jedoch nicht als Allianzwappen die Wappen von Schleswig (zwei nach rechts schreitende (blaue) Löwen im goldenen Feld) und von Holstein (silbernes Nesselblatt im roten Feld) dargestellt.

Bildrechte: Christoph H. Heesch, Flensburg

1898 Schleswig-Holsteinische Erhebung 1848.04.21. Gefecht bei Altenhof

1898 Karte zur 50jährlichen Gedenkfeier der Wiederkehr des Tages der Erhebung Schleswig-Holsteins am 24. März 1848 gegen Dänemark.
Am 23. März 1848 war in Kiel eine provisorische Regierung eingesetzt worden.
In der Folge kam es zu einem bis 1850 dauernden Bürgerkrieg zur zunächst erfolglosen Loslösung Schleswig-Holsteins von Dänemark.
Die Abbildung zeigt eine Darstellung des Gefechts bei Altenhof südlich von Eckernförde am 21.04.1948. Die Schleswig-Holsteinische Armee rückte in der Folge rasch gegen die dänischen Verbände vor.

Bildrechte: Verlagsanstalt und Druckerei A.-G. (vorm. J.F. Richter), Hamburg

1898 Schleswig-Holsteinische Erhebung 1848.04.23. Gefecht bei Schleswig

1898 Karte zur 50jährlichen Gedenkfeier der Wiederkehr des Tages der Erhebung Schleswig-Holsteins am 24. März 1848 gegen Dänemark.
Die Karte zeigt eine Darstellung des Gefechts im "Thiergarten" hinter dem Schloß Gottorf bei Schleswig am ersten Osterfeiertag (23.04.1848) des Jahres 1848.
Am 23. März 1848 war in Kiel eine provisorische Regierung für Schleswig-holstein eingesetzt worden. In der Folge kam es zu einem bis 1850 dauernden Bürgerkrieg zur - zunächst erfolglosen - Loslösung Schleswig-Holsteins von Dänemark.

Bildrechte: Verlag G.J. Koch, Hofphot. Schleswig

1898 Schleswig-Holsteinische Erhebung 1848.04.24. Flucht der dänischen Armee aus Flensburg

Schleswig-Holsteinische Erhebung - 24.04.1848 Flucht der dänischen Armee aus Flensburg
1898 Karte zur 50jährlichen Gedenkfeier der Wiederkehr des Tages der Erhebung Schleswig-Holsteins am 24. März 1848 gegen Dänemark. Nach dem Sieg der Schleswig-Holsteiner bei Schleswig am Ostertage des Jahres 1848 hatten sich die erschöpften Dänen nach Flensburg zurück gezogen, wohin sie eine Verfolgung zunächst nicht erwarteten. Doch frische Truppen des Deutschen Bundes – insbesondere aus dem damaligen Königreich Hannover – rückten rasch nach. Als die dänischen Vorposten bei Oeversee überrannt wurden, brach bei den sich in Flensburg aufhaltenden dänischen Truppen Panik aus und die Dänen zogen sich am 24.04.1848 (zweiter Ostertag) überstürzt nach Jütland zurück.

Bildrechte: Verlag G. J. Koch, Schleswig

1898 Schleswig-Holsteinische Erhebung 1848.06.06 Gefecht der Freischar mit den Dänen

06.06.1848 Gefecht einer Schleswig-Holsteinischen Freischar mit den Dänen bei Hadersleben

1898 Schleswig-Holsteinische Erhebung
06.06.1848 Gefecht einer Schleswig-Holsteinischen Freischar mit den Dänen bei Hadersleben.
Am Tag nach der Schlacht um das Sundved zwischen den Dänen und vorwiegend von Preußen gestellten Bundestruppen kam es zu einem Gefecht bei Hadersleben zwischen dänischen Verbänden und Schleswig-holsteinischen Freischaren.
Das Freicorps wurde geführt von Freiherr Ludwig Samson Heinrich Arthur von und zu der Tann (* 18.06.1815 in Darmstadt; + 26.04.1881 in Meran). Er war seit Ausbruch der Schleswig-Holsteinischen Erhebung als Major Kommandeur des Freicorps, welches sich schon am 21.04.1848 bei Eckernförde und Hoptrup militärisch auszeichnete.
Das Frei-Korps bestand aus Freiwilligen aus den Städten Hamburg, Magdeburg und Kiel.
Im Juli 1850 trat von der Tann in die Schleswig-Holsteinische Armee ein und nahm in der Funktion eines Stabschefs an den Gefechten bei Idstedt, Missunde und Friedrichstadt teil. Die Freischaren wurden weitgehend in die Schleswig-holsteinische Armee integriert.

Bildrechte: Verlag G. G. J. Koch, Hofphotograph, Schleswig

1898 Schleswig-Holsteinische Erhebung 1848.07.01. Hamburgische Infanterie im Biwak

1898 Erinnerung an die Schleswig-Holsteinische Erhebung 1848 bis 1851.
Die Schleswig-Holsteinische Armee wurde im Befreiungskampf gegen Dänemark in den ersten Jahren von Truppen des Deutschen Bundes und von Freischaren unterstützt.
Auf dem Friedhof bei dem Dorf Atzbül (Gråsten-Adsbøl =Gravenstein-Atzbüll) biwakierte im Juli 1948 Hamburgische Infanterie, nachdem es mit den Dänen nördlich der Stadt Flensburg auf dem Sundved bei Dübbel und Nübbel (Dybbøl und Nybøl) Gefechte gegeben hatte.

Bildrechte: Verlag G.J. Koch, Hofphot. Schleswig

1898 Schleswig-Holsteinische Erhebung 1848.07.08 Sieg der Freicorps bei Hoptrup

08.07.1848 Sieg der Schleswig-Holsteinischen Freicorps bei Hoptrup
Bis zum preußisch-österreichisch-dänischen Krieg von 1865 gehörten Schleswig, Holstein und Lauenburg zum dänischen Gesamtstaat. Die deutschsprachigen Schleswig-Holsteiner hatten sich zuvor 1848 in einem Bürgerkrieg – der Schleswig-Holsteinischen Erhebung - erfolglos gegen den dänischen Gesamtstaat erhoben. Entzündet hatte sich die Erhebung an dem Sprachenstreit und der Interpretation des Vertrages von Ripen 1460 „Op ewich ungedeelt“
Weil im Jahre 1848 zu Beginn der Erhebung gegen Dänemark die Schleswig-Holsteinischen Streitkräfte zu klein waren, um es mit der dänischen Armee aufzunehmen, hatte die provisorische Regierung am 27. März 1848 zur Bildung von Freischärler Korps aufgefordert.
Innerhalb weniger Tage entstanden vier Korps mit insgesamt etwa 1000 Mann.
Bei einem Gefecht bei Hoptrup am 08. Juli 1848 konnten das Freikorps unter ihrem Kommandeur Freiherr von der Tann gegen die dänischen Verbände einen Sieg erringen.

Bildrechte: Verlag G.J. Koch, Schleswig

1898 Schleswig-Holsteinische Erhebung 1848.08.26 Waffenstillstand von 7 Monaten

1898 Schleswig-Holsteinische Erhebung 1848.08.26 Waffenstillstand von 7 Monaten

1898 Schleswig-Holsteinische Erhebung 1848.08.26 Waffenstillstand von 7 Monaten
1898 Erinnerungskarte an die Schleswig-Holsteinische Erhebung des Jahres 1848. Die deutschsprachigen Schleswig-Holsteiner hatten sich 1848 in einem Bürgerkrieg – der Schleswig-Holsteinischen Erhebung - erfolglos gegen den dänischen Gesamtstaat erhoben. Sie wurden dabei zunächst von Freicorps und dann von Truppen des Deutschen Bundes unterstützt. Die Abbildung zeigt Truppen in der Etappe. Auf Druck der damaligen Großmächte war ab 26. August ein siebenmonatiger Waffenstillstand zwischen den Konfliktparteien vereinbart worden.
Im März 1849 kündigte die dänische Regierung den Waffenstillstand: Der Krieg wurde am 03. April wider aufgenommen und in dessen Folge waren die Schleswig-Holsteiner zuletzt auf sich allein gestellt, die Erhebung scheiterte. Erst in der Folge des Krieges zwischen Dänemark und den verbündeten Preußen und Österreichern wurde das Land preußische Provinz nach einer Auseinandersetzung zwischen den zuvor Verbündeten.

Bildrechte: Verlagsanstalt und Druckerei A. G. (vorm. J. F. Richter), Hamburg

1898 Schleswig-Holsteinische Erhebung 1849.04.05. - Gefecht in der Eckernförder Bucht

1898 Schleswig-Holsteinische Erhebung 1849.04.05. - Gefecht in der Eckernförder Bucht

1898 Schleswig-Holsteinische Erhebung 1849.04.05. - Gefecht in der Eckernförder Bucht
Über Jahrhunderte hinweg war der dänische König Landesherr über die Herzogtümer Schleswig und Holstein. Am 24. März 1848 erhoben sich die deutsch sprechenden Schleswig-Holsteiner gegen Dänemark.
Über die Dauer von annähernd drei Jahren - in der Zeit von 24.03.1848 bis zum Ende der Erhebung am 01.02.1851 – war Schleswig-Holstein ein selbständiger Staat, der sich militärisch mit Dänemark auseinandersetzte.
Am 5. April 1849 war in die von zwei Schlewig-Holsteinischen Küstenbatterien gedeckte Eckernförder Bucht ein überlegene Feuerkraft aufweisendes Dänisches Geschwader eingedrungen. Es bestand aus 6 Seglern (davon 3 Segler mit Landungscorps) und 3 Dampfern. Das Linienschiff CHRISTIAN VIII führte 84 Geschütze, die Fregatte GEFION 48 Geschütze.
Den insgesamt 148 Schiffsgeschützen der Dänen standen lediglich 10 Geschütze der festen Landbatterien sowie 6 Geschütze einer Feldbatterie gegenüber. Die Dänen erlitten – nicht zuletzt wegen einer falschen Einschätzung der Manövrierfähigkeit ihrer Schiffe - eine verheerende Niederlage; 224 Dänen fanden den Tod, 86 wurden schwer verletzt und 900 gerieten in Gefangenschaft.
Das dänische Linienschiff wurde vernichtet, die Fregatte fiel den Siegern in die Hände, welche 4 Tote und 14 Verletzte zu beklagen hatten.
Wenn das für die Schleswig-Holsteiner siegreiche Gefecht auch hohe Symbolkraft hatte, so unterlagen sie letztendlich doch in der Auseinandersetzung mit Dänemark. Die bei ihrer Erhebung gegen Dänemark zunächst von Preußen und dem Deutschen Bund unterstützten Schleswig-Holsteiner waren nämlich von ihren Verbündeten auf Druck Europäischer Großmächte im Stich gelassen worden. Sie wurden überdies durch den Abzug von Offizieren auch in ihrer militärischen Führung nachhaltig geschwächt.
Die Abbildung zeigt über dem gefallenen Danebrog (der Nationalflagge Dänemarks) eine von einem mittelalterlichen Krieger gehaltene Standarte. Diese zeigt in diagonaler Anordnung die Farben schwarz, weiß und rot des Norddeutschen Bundes sowie den rot bewehrten schwarzen Reichsadler auf goldenem Feld. Dazu das vereinigte Wappen der Herzogtümer Schleswig und Holstein sowie ein Wappen mit drei blauen Türmen und einem springenden Eichhörnchen, offenbar die Stadt Eckernförde symbolisierend.

Bildrechte: Die Karte erschien im Verlag Heinrich Heldt
Anmerkung: Angesichts der damaligen tragischen Ereignisse, denen in den nächsten Jahrzehnten noch folgenschwerere folgten, ist es großartig, wie heute in gut nachbarschaftlicher Weise Dänemark und Deutschland miteinander umgehen - beispielgebend für ein friedliches und partnerschaftliches Europa.

1898 Schleswig-Holsteinische Erhebung 1849.04.05. Vernichtung dänischer Schiffe - a

1898 Die Karte erschien aus Anlaß des 50ten Jahrestages der Schleswig-Holsteinischen Erhebung.
Bis zum preußisch-österreichisch-dänischen Krieg von 1865 gehörten Schleswig, Holstein und Lauenburg zum dänischen Gesamtstaat.
Die deutschsprachigen Schleswig-Holsteiner hatten sich zuvor 1848 vergeblich gegen Dänemark erhoben.
Die dargestellte Szene zeigt die Vernichtung des Dänischen Linienschiffes Christian VIII am 05.April 1849 durch Landartillerie in der Eckernförder Förde.
Die Schanze der Küsten-Artillerie ist - wie die Flagge Schwarz-Rot-Gold zeigt - von Truppen des Deutschen Bundes (1815 - 1866) besetzt.
Das Wappen zeigt die schleswiger Löwen, das Holsteinische Nesselblatt, den Stormarner Schwan, den Dithmarscher Reiter, und das Wappen des Fürstbistums Eutin (gehörte zum Herzogtum Oldenburg i. Oldbg.)

Bildrechte: M. Glückstadt & Münden, Hamburg

1898 Schleswig-Holsteinische Erhebung 1849.04.05. Vernichtung dänischer Schiffe - b

Schleswig-Holsteinische Erhebung, 05.04.1849 Niederlage dänischer Schiffe in der Eckernförder Bucht

Schleswig-Holsteinische Erhebung 1849.04.05. Vernichtung dänischer Schiffe
Erinnerung an das bei den Kämpfen der Schleswig-Holsteinischen Erhebung gegen Dänemark siegreiche Gefecht in der Eckernförder Bucht gegen die Marine Dänemarks.
Am 5. April 1849 war in die von zwei Küstenbatterien gedeckte Bucht ein mit überlegener Feuerkraft ausgerüstetes Geschwader der Marine Dänemarks eingedrungen. Es bestand aus 6 Seglern (davon 3 Segler mit Landungscorps) und 3 Dampfern.
Das Linienschiff CHRISTIAN VIII führte 84 Geschütze, die Fregatte GEFION 48 Geschütze.
Den insgesamt 148 Schiffsgeschützen standen 10 Geschütze der festen Landbatterien sowie 6 Geschütze einer Feldbatterie gegenüber.
Die Dänen erlitten – nicht zuletzt wegen einer falschen Einschätzung der Manövrierfähigkeit ihrer Schiffe - eine verheerende Niederlage; 224 Dänen fanden den Tod, 86 wurden schwer verletzt und 900 gerieten in Gefangenschaft.
Das dänische Linienschiff wurde vernichtet, die Fregatte fiel in die Hände der Sieger (und wurde von diesen unter dem Namen ECKERNFÖRDE in Dienst gestellt), welche 4 Tote und 14 Verletzte zu beklagen hatten.

Bildrechte: Verlag C. Heldt, Eckernförde

1898 Schleswig-Holsteinische Erhebung 1849.04.05. Vernichtung dänischer Schiffe - c

1898 Erinnerung an die Schleswig-Holsteinische Erhebung gegen Dänemark; Allianzwappen der Herzogtümer Schleswig und Holstein; Denkmal zur Erinnerung an die Schlacht bei Idstedt am 24. und 25. Juli 1850; Niederlage dänischer Kriegsschiffe in der Eckernförder Bucht; Schleswig-Holsteinische Armee 1848 - 1851

1898 Erinnerung an die Schleswig-Holsteinische Erhebung gegen Dänemark.
Oben links: Das Allianzwappen (Schleswiger Löwen und Holsteiner Nesselblatt) der Herzogtümer Schleswig und Holstein.
Unten links: Die Schleswig-Holsteinische Armee 1848 – 1851.
Mittig: das Denkmal in Idstedt erinnert an die Schlacht bei Idstedt am 25.07.1850 - die größte Schlacht, die für den Bereich nördlich der Elbe belegt ist.
Die bei ihrer Erhebung gegen Dänemark zunächst von Preußen und dem Deutschen Bund unterstützten Schleswig-Holsteiner waren von ihren Verbündeten auf Druck Europäischer Großmächte im Stich gelassen worden. Sie wurden überdies durch den Abzug von Offizieren auch in ihrer militärischen Führung nachhaltig geschwächt.
In der Schlacht von Idstedt am 24. und 25. Juli 1850 erlitten sie eine Niederlage (ca. 36.000 dänische und 26.000 schleswig-holsteinische Soldaten), es gab insgesamt über 1.400 Gefallene.
Die Niederlage wendete die Auseinandersetzung zu Gunsten von Dänemark. In der Folge kam Schleswig wieder unter dänische Kontrolle. Holstein wurde durch preußische und österreichische Bundestruppen befriedet.
Rechts: Am 05.April 1849 hatten das dänische Linienschiff Christian VIII. und die Fregatte Gefion die beiden Küstenbatterien der Schleswig-Holsteiner in der Eckernförder Bucht angegriffen. Den 146 Geschützen der Dänen standen 16 Geschütze der Landbatterien gegenüber.
Fehler in Navigation und Taktik führten zu einer verheerenden Niederlage der Dänen; die Dänischen Schiffe kapitulierten. Bei der Übergabe der Schiffe kam es zu einer gewaltigen Explosion auf der Christian VIII.
Auf den Ausgang des Krieges hatte das Ereignis jedoch trotz seiner ganz erheblichen moralischen Auswirkungen keinen Einfluß.

Bildrechte: Johannes Haack, Pinneberg

1898 Schleswig-Holsteinische Erhebung 1849.04.05. Vernichtung dänischer Schiffe - d

1898 Die Ansichtskarte erinnert an den fünfzigsten Jahrestag der Erhebung Schleswig-Holsteins gegen Dänemark.
Über Jahrhunderte hinweg war der dänische König Landesherr über die Herzogtümer Schleswig und Holstein. Am 24. März 1848 hatten sich die deutsch sprechenden Schleswig-Holsteiner gegen Dänemark erhoben. Über die Dauer von annähernd drei Jahren - in der Zeit von 24.03.1848 bis zum Ende der Erhebung am 01.02.1851 – war Schleswig-Holstein ein selbständiger Staat.
Am 05. April 1849 griffen das dänische Linienschiff Christian VIII. und die Fregatte Gefion die beiden Küstenbatterien der Schleswig-Holsteiner in der Eckernförder Bucht an. Den 146 Geschützen der Dänen standen 16 Geschütze der Landbatterien gegenüber. Die Dänen erlitten – nicht zuletzt wegen einer falschen Einschätzung der Manövrierfähigkeit ihrer Schiffe - eine verheerende Niederlage; 224 Dänen fanden den Tod, 86 wurden schwer verletzt und 900 gerieten in Gefangenschaft.
Der Sieg der Schleswig-Holsteiner war jedoch militärisch in dem Konflikt nicht von entscheidender Bedeutung.

Bildrechte: Knackstedt & Näther, Hamburg

1898 Schleswig-Holsteinische Erhebung 1849.04.05. Vernichtung dänischer Schiffe - e

1898 Schleswig-Holsteinische Erhebung 1849.04.05. Vernichtung dänischer Schiffe
An das bei den Kämpfen in der Schleswig-Holsteinischen Erhebung gegen Dänemark siegreiche Gefecht gegen ein Dänisches Geschwader erinnern Denkmäler in Eckernförde. Sie wurden an den Orten errichtet, wo die Küstenbatterien standen, welche am 5. April 1849 einem mit überlegener Feuerkraft in die Eckernförder Bucht eindringendem Geschwader der Marine Dänemarks eine verheerende Niederlage beibrachten.
224 Dänen fanden den Tod, 86 wurden schwer verletzt und 900 in Gefangenschaft.
Die Deutschen hatten 4 Tote und 14 Verletzte zu beklagen.
Die Inschriften auf dem Süderdenkmal sind in der Datei unten nachzulesen.

Bildrechte: Verlag Georg Haltermann, Eckernförde

Hier finden Sie noch weitere Informationen (als Datei)

1898 Schleswig-Holsteinische Erhebung 1849.04.05. Vernichtung dänischer Schiffe - f

1898 Erinnerung an die Schleswig-Holsteinische Erhebung gegen Dänemark in den Jahren 1848 – 1850; Gallions der unterlegenen dänischen Kriegsschiffe; Grabdenkmale Ludwig Theodor Preußer und Eduard Julius Jungmann

1898 Erinnerung an die Schleswig-Holsteinische Erhebung gegen Dänemark in den Jahren 1848 – 1850
Am 5. April war in die von zwei Küstenbatterien gedeckte Eckernförder Bucht ein überlegene Feuerkraft aufweisendes Dänisches Geschwader eingedrungen. Es bestand aus 6 Seglern (davon 3 Segler mit Landungscorps) und 3 Dampfern. Das Linienschiff CHRISTIAN VIII führte 84 Geschütze, die Fregatte GEFION 48 Geschütze.
Den insgesamt 148 Schiffsgeschützen der Dänen standen 10 Geschütze der festen Landbatterien sowie 6 Geschütze einer Feldbatterie gegenüber. Die Dänen erlitten – nicht zuletzt wegen einer falschen Einschätzung der Manövrierfähigkeit ihrer Schiffe - eine verheerende Niederlage; 224 Dänen fanden den Tod, 86 wurden schwer verletzt und 900 gerieten in Gefangenschaft.
Das dänische Linienschiff wurde vernichtet, die Fregatte fiel den Siegern in die Hände, welche 4 Tote und 14 Verletzte zu beklagen hatten.
Die Abbildungen zeigen die erbeuteten Gallions-Figuren der dänischen Schiffe, außerdem das Grab des bei der Übergabe der CHRISTIAN VIII erfolgten Explosion ums Leben gekommenen die Südschanze befehligenden siebenundzwanzigjährigen Unteroffiziers Ludwig Theodor Preußer. Sein Grabmal und ein Denkmal im Kurpark von Eckernförde erinnern heute noch an seine Tat. Kommandant der Festungsbatterien Eckernförde war der mit dieser Aufgabe am 11. März 1849 betraute preußische Hauptmann Eduard Julius Jungmann, der wegen seines umsichtigen Vorgehens bei dem Gefecht danach zum Major befördert wurde. Er starb im März 1862 in Hamburg und wurde auf dem Jacobi-Friedhof beigesetzt. Bei der Auflassung des Jacobi-Friedhofes wurde das Grabdenkmal abgebaut und nach Eckernförde gebracht. Seitdem steht es dort auf dem Gelände des alten Militärfriedhofes, des jetzigen Kurparks an der Preußerstraße.

Bildrechte: M. Glückstadt & Münden, Hamburg und Verlag C. Heldt, Eckernförde

1898 Schleswig-Holsteinische Erhebung 1849.04.05. Vernichtung dänischer Schiffe - g

05. April 1849 - siegreiches Gefecht der Schleswig-Holsteiner in der Eckernförder Bucht gegen die Marine Dänemarks

1899 Erinnerung an die Schleswig-Holsteinische Erhebung gegen Dänemark in den Jahren 1848 – 1850
1899 war es fünfzig Jahre her seit dem siegreichen Gefecht in der Eckernförder Bucht gegen die Marine Dänemarks.
Am 5. April war in die von zwei Küstenbatterien gedeckte Bucht ein mit überlegener Feuerkraft ausgerüstetes Dänisches Geschwader eingedrungen. Es bestand aus 6 Seglern (davon 3 Segler mit Landungscorps) und 3 Dampfern. Das Linienschiff CHRISTIAN VIII führte 84 Geschütze, die Fregatte GEFION 48 Geschütze. Den insgesamt 148 Schiffsgeschützen standen 10 Geschütze der festen Landbatterien sowie 6 Geschütze einer Feldbatterie gegenüber. Die Dänen erlitten – nicht zuletzt wegen einer falschen Einschätzung der Manövrierfähigkeit ihrer Schiffe - eine verheerende Niederlage; 224 Dänen fanden den Tod, 86 wurden schwer verletzt und 900 gerieten in Gefangenschaft. Das dänische Linienschiff wurde vernichtet, die Fregatte fiel in die Hände der Sieger, welche 4 Tote und 14 Verletzte zu beklagen hatten.

Bildrechte: Verlag C. Heldt, Eckernförde

1898 Schleswig-Holsteinische Erhebung 1849.04.13. Erstürmung der Düppeler Schanzen a

Schleswig-Holsteinische Erhebung 13.04.1849 Erstürmung der Düppeler Schanzen
1898 Karte zur 50jährlichen Gedenkfeier der Wiederkehr des Tages der Erhebung Schleswig-Holsteins am 24. März 1848 gegen Dänemark.
Die Karte erinnert an die Erstürmung der von den Dänen verteidigten Düppeler Schanzen am 13.04.1849 durch Truppen aus Sachsen und Bayern. Die Schleswig-Holsteinische Armee war in der ersten Zeit der letztlich gescheiterten Erhebung von Truppen des Deutschen Bundes unterstützt worden. Insbesondere im Königreich Bayern wurde sowohl von der dortigen Regierung als auch von der Bevölkerung - es hatten sich viele Unterstützungs-Kommitees gebildet - die Sache der deutschsprachigen Schleswig-Holsteiner aus patriotischer Gesinnung unterstützt.

Bildrechte: Verlag M. Glückstadt & Münden, Hamburg

1898 Schleswig-Holsteinische Erhebung 1849.04.13. Erstürmung der Düppeler Schanzen b

Schleswig-Holsteinische Erhebung 1849.04.13. Erstürmung der Düppeler Schanzen

1898 Karte zur 50jährlichen Gedenkfeier der Wiederkehr des Tages der Erhebung Schleswig-Holsteins am 24. März 1848 gegen Dänemark.
Der dänische König war seinerzeit Landesherr von Schleswig und Holstein.
In Wilster erinnern u.a. heute noch die Initialen des Dänischen Königs Christian VII an der speziell für ihn als Landesherrn in der Wilsteraner St. Bartholomäus Kirche errichteten königlichen Loge, die er zweimal besucht hat.
Die Wilsteraner Kirche war am 2. Juli 1780 – also in der Regierungszeit von Christian VII. - eingeweiht worden; zu der Zeit war Hein von Holten Bürgermeister (seit 1760) von Wilster.
Entzündet hatte sich die Erhebung der deutsch gesinnten Schleswig-Holsteiner an dem Sprachenstreit und der Interpretation des Vertrages von Ripen 1460 „Op ewich ungedeelt“.
Am 23. März 1848 war in Kiel eine provisorische Regierung eingesetzt worden.
In der Folge kam es zu einem bis 1850 dauernden Bürgerkrieg zur erfolglosen Loslösung der Herzogtümer Schleswig und Holstein von Dänemark. Diese gelang erst in der Folge des Krieges von 1864 der Armeen von Preußen und Österreich gegen Dänemark.
Die Karte erinnert an die Erstürmung der von den Dänen verteidigten Düppeler Schanzen am 13.04.1849 durch Truppen aus Sachsen und Bayern. Die Schleswig-Holsteinische Armee war in der ersten Zeit der letztlich gescheiterten Erhebung von Truppen des Deutschen Bundes unterstützt worden.

Bildrechte: G.J. Koch, Schleswig

1898 Schleswig-Holsteinische Erhebung 1849.04.23. Schlacht bei Kolding

1898 Erinnerung an die Schleswig-Holsteinische Erhebung 1848 bis 1851.
Nach der vor Eckernförde erlittenen Niederlage der Dänischen Flotte zog sich die Dänische Armee auf die Insel Alsen und auf dem Festland bis hinter Kolding zurück.
Die von Truppen des Deutschen Bundes unterstützten Schleswig-Holsteiner nahmen am 20.04.1849 die Stadt Kolding ein, welche nördlich der Grenze von Nord-Schleswig gelegen ist.
Ein Dänischer Angriff am 23.04. wurde abgewiesen.
Im Hintergrund des abgebildeten Geschehens ist die Ruine des Schlosses Kolding zu erkennen.

Bildrechte: Verlag G.J. Koch, Hofphot. Schleswig

1898 Schleswig-Holsteinische Erhebung 1849.05.07 Gefecht bei Gudsoe

Schleswig-Holsteinische Erhebung 1849.05.07 Gefecht bei Gudsoe

Schleswig-Holsteinische Erhebung in den Jahren 1848 bis 1851 zur Loslösung der Herzogtümer von Dänemark
07. Mai 1849 Gefecht bei Gudsoe.
Nach Ablauf eines Waffenstillstandes am 1. April 1949 hatten die Dänen schon 3 Tage später mit der Besetzung von Haderleben die kriegerische Auseinandersetzung wieder aufgenommen. Die Schleswig-Holsteinische Armee und sie unterstützende preußische Truppen drängten die Dänen wieder aus dem Herzogtum Schleswig heraus. Während die Preußen jedoch bei Kolding stehen blieben, rückte die Schleswig-Holsteinische Armee in Jütland ein und wendete sich gegen Fredericia.
Eine starke Verschanzung der Dänen bei Gudsoe beherrschte den Zugang zur Festung. Nachdem jedoch die Schleswig-Holsteiner neben einem direkten Angriff auch die dänische Befestigung auf deren rechten Flügel umgingen, zogen sich die Dänen in die Festung Fredericia zurück und die Schleswig-Holsteiner unter General v. Bonin begannen die Belagerung von Fredericia.

Bildrechte: G.J. Koch, Schleswig

1898 Schleswig-Holsteinische Erhebung 1849.06.06. Schlacht bei Friedericia

1898 Karte zur 50jährlichen Gedenkfeier der Wiederkehr des Tages der Erhebung Schleswig-Holsteins am 24. März 1848 gegen Dänemark.
Die Karte erinnert an die Schlacht bei Friedericia. Die nördlich der alten Grenze des Herzogtums Schleswig bereits im dänischen Kernland gelegene Stadt war von der schleswig-holsteinischen Armee belagert worden. Die Dänen waren jedoch nur von der Landseite her eingeschlossen; sie erhielten über den Seeweg Nachschub und neue Kräfte.
In der Nacht zum 06. Juli 1849 brachen die Dänen aus und die Schleswig-Holsteiner mußten sich bis Vejle zurückziehen.

Bildrechte: Verlag G. J. Koch, Hofphotograph, Schleswig; Lichtdruck v. Knackstädt & Näther, Hamburg

weitere Elemente ->

 

© 2008-2017 Peter von Holdt · Technische Realisation: MReinke.Net · Impressum Key