Alte Postkarten aus Wilster

Aktuelle Kategorie: Stördorf und Kasenort

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1898 Bauernhof am Kasenort

1898 Bauernhof am Kasenort
Der am Kasenort direkt hinter dem Deich der Stör gelegene kleine Bauernhof liegt auf einer Warft. Dieses verdeutlicht, daß es sich hier möglicherweise um einen bereits aus der Zeit vor der Bedeichung entstandenen Siedlungsplatz handelt.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

1898 die Stör am Kasenort, Mündung der Wilsterau

1898 Eine Karte der „Schiffergilde Eintracht“ – eine Versicherung auf Gegenseitigkeit der Wilsteraner Schiffer.
Als Miniatur im Rettungsring ist ein klassischer Gaffel getakelter Störewer abgebildet; diese befuhren seinerzeit in großer Zahl Elbe, Stör und Wilsterau, denn die Wasserstraßen waren bevorzugte Verkehrswege.
Rechts eine der Schiffer-Katen am Kasenort.
Unten die große Hodorfer Mäanderschleife der Stör, aufgenommen vom Stördeich am Siel der Kampritter Wettern.
An dem Anleger vor der Wilsterau hat ein Dampfschiff fest gemacht.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Photograph, Wilster

1898 Kasenort mit Gaststätten

1898 Kasenort mit Gasthäusern

1898 Kasenort mit Gaststätten "Zur Schleuse" und "Sommerlust", Stör, Wilsterau
Der Kasenort, wo die Wilsterau in die Stör mündet, war bereits vor einhundert Jahren ein beliebtes Ziel für Spaziergänge der Wilsteraner.
Am Kasenort existierten zwei Schankwirtschaften.
Es bestanden jeweils an beiden Seiten der Hodorfer Mäanderschleife sogenannt Kahn-Fähren zum Übersetzen über die Stör; „Holler´s Fähre“ oberhalb und „von Holdt´s Fähre“ unterhalb.
Am gegenüber liegenden Ufer in der markanten Hodorfer Mäanderschleife der Stör bestand seinerzeit eine Ziegelei, welche den hier anstehenden Mergel nutzte. Die vor 1850 gegründete Ziegelei wurde 1912 stillgelegt.
Die Karte zeigt:
oben links: Gastwirtschaft von Rudolf Rundt
oben mittig: die Stör mit dem Ufer links der Hodorfer Außendeich und auf dem Ufer rechts Kasenort
oben rechts: Last-Ewer auf der Wilsterau bei Bischof
links mittig: Last-Ewer vor der Schleuse
links unten: Meiforth´s Mühle mit der Gastwirtschaft "Sommerlust"
mitte: Fußweg in Bischof

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1898 Wilsterau, Kasenort und Meiforth´sche Mühle "Renata"

1898 Kasenort und Meiforth´sche Mühle "Renata"
1898 Kasenort und Meiforth´sche Mühle "Renata"

1898 Kasenort mit der Meiforth´schen Mühle "Renata"
Die 1883 erbaute Getreide-Mühle von H. Meifort (hier geschrieben: Maifort) am Kasenort (hier geschrieben: Kaasenort);
zu dem Anwesen gehörte eine Gastwirtschaft mit Kegelbahn – die Gastwirtschaft „Sommerlust“ wurde bis Anfang der 1950er Jahre betrieben.
In Bildmitte der alte Mündungsarm der Wilsterau; über den Arm der Wilsterau führt eine Brücke, sie liegt in der Linienführung der heutigen Straße nach Kathen.
Die Mündung der Wilsterau wurde 1925 im Zusammenhang mit der Errichtung der neuen Schleuse verlegt.
rechts im Hintergrund der Deich an der Stör.
In früheren Zeiten gab es in Wilster und der Wilstermarsch eine größere Anzahl Windmühlen mit Mahlgängen für das Getreide. Sie waren königlich privilegiert und ihr räumlicher Zuständigkeitsbereich amtlich festgesetzt. Die Landwirte in den zugeordneten Mahlbezirken waren Zwangsgäste.
Bekannt sind in der Wilstermarsch folgende Korn Windmühlen mit Standorten in:
Brokdorf (die Mühle stand auf dem Deich der Elbe), Kasenort (eine Graupenmühle), Krummendiek, Neumühlen, Uhrendorf, Büttel, "auf dem Stuven", Ecklak, Dammfleth, Averfleth, Rumfleth (die Mühle Aurora)

(bei dem abgebildeten Objekt handelt es sich um das Foto einer alten Ansichtskarte)
Bildrechte: Ferd. Schlüter, Wilster
Verlag: Knackstedt & Näther, Hamburg
Anmerkung: die ergänzend vorgestellte originale Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Udo Urban, Wilster

1899 Frachtschiffe auf der Stör am Kasenort; Fischer Kate

ca. 1899 Frachtschiffe auf der Stör im Bereich des Kasenort, wo die Wilsterau in die Stör mündet.
Im Vordergrund links ein Stör-Ewer mit Seitenschwertern.
Rechts daneben ein Rahsegelschoner; im Hintergrund ein weiterer Frachtewer.
Der in der Nähe des Stördeiches gelegene Bauernhof liegt auf einer Wurt – Beleg dafür, daß dieser Siedlungsplatz auf dem hohen Ufer der Stör bereits vor der allgemeinen Eindeichung der Marsch bestand.

Bildrechte: Verlag F. Schlüter, Wilster

1899 Kasenort, Stör

1899 Kasenort, Stör

1899 Kasenort
Der Kasenort war bereits vor einhundert Jahren ein beliebtes Ziel für Spaziergänge der Wilsteraner.
Am Kasenort existierten zwei Schankwirtschaften und es bestand eine Fährverbindung „Holler´s Fähre“ – eine Kahnfähre – zum Übersetzen auf die jenseits der Stör gelegene Hodorfer Seite.
In der markanten Hodorfer Mäanderschleife der Stör bestand seinerzeit (vgl. die Miniatur in der Mitte der Karte) eine Ziegelei, welche den hier anstehenden Mergel nutzte. Die vor 1850 gegründete Ziegelei wurde 1912 stillgelegt.
Bei Hodorf auf den erhöhten Uferrehnen der Stör lag offenbar einer der ältesten Siedlungsplätze an der Stör, denn dort wurden Eisenzeitliche Einbäume entdeckt.
Auf der Miniatur unten links ist das Dampfschiff "KOEHLBRAND" abgebildet, mit welchem regelmäßig am Kasenort verladene Rinder aus der Wilstermarsch nach Hamburg befördert wurden. Auch Passagiere konnten mit dem sogenannten Ochsen-Dampfer reisen.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1900 Mühle am Kasenort

1900 Kolorierte Karte
Mühle von H. Meifort am Kasenort,
die ehemals könglich privilegierte Kornwindmühle wurde in den 1920er Jahren beseitigt;
im Vordergrund der alte Mündungsarm der Wilsterau;
links im Hintergrund der Deich an der Stör.
Die Mündung der Wilsterau wurde 1925 im Zusammenhang mit der Errichtung der Schleuse verlegt; der Neubau war erforderlich geworden, weil 1920 in der alten Schleuse bei auflaufender Flut eine Segelschute stecken geblieben war, die Schleusentore nicht geschlossen werden konnten und daraufhin weite Teile der Marsch überschwemmt wurden.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

1900 Mühle am Kasenort

1900 Mühle von Henning Meifort am Kasenort,
die ehemals könglich privilegierte Kornwindmühle wurde in den 1920er Jahren beseitigt;
im Vordergrund der alte Mündungsarm der Wilsterau;
links im Hintergrund der Deich an der Stör.
Die Mündung der Wilsterau wurde 1925 im Zusammenhang mit der Errichtung der Schleuse verlegt; der Neubau war erforderlich geworden, weil 1920 in der alten Schleuse bei auflaufender Flut eine Segelschute stecken geblieben war, die Schleusentore nicht geschlossen werden konnten und daraufhin weite Teile der Marsch überschwemmt wurden.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

1902 Gehöfte an der Wilsterau in Bischof und Kathen, Gemeinde Stördorf

1902 Gehöfte an der Wilsterau in Bischof und Kathen, Gemeinde Stördorf

1902 Gehöfte an der Wilsterau in Bischof und Kathen, Gemeinde Stördorf.
Blick von der Kathener Seite des Gewässers auf die Wilsterau und Gehöfte. Breit und behäbig liegen die Bauernhäuser mit ihren mächtigen Dächern im Schutz der sie umstehenden Bäume da, so wie es seit Jahrhunderten war. Erst in neuerer Zeit hat manches der für die Wilstermarsch so typischen Häuser ein anderes Aussehen erhalten, leider! Es ist sehr zu begrüßen, wenn sich immer wieder Menschen finden, die große Belastungen und Mühen auf sich nehmen, um alte Bauernhäuser als überkommenes Kulturgut sach- und fachgerecht zu erhalten - dafür kann jeder Heimatfreund nur dankbar sein!
Links in Bischof offenbar Hof 231 (jew. gem. dem Buch Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild) und im Hintergrund Hof 230; rechts in Kathen Hof 225.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

1904 Büchsenkate, Gasthof Zur Büchsenkathe

1904 Büchsenkate, Gasthof Zur Büchsenkathe in der Gemeinde Bekdorf in der Wilstermarsch

1904 Gasthof "Zur Buechsenkathe" an der Bekau.
Der Gasthof "Zur Büchsenkathe" (Zur Büxenkathe) in Bekdorf stand an der Abzweigung nach Krummendiek an der Bundesstraße 5, zwischen Wilster und Heiligenstedten.
Der Gasthof gehörte zu den vielen früher an den Landstraßen gelegenen Krügen mit Ausspann, die den Fuhrleuten Möglichkeiten zur Rast und zur Versorgung der Gespanne boten.
Die Büxenkathe wurde bis zum 01.09.1964 als ländliche Gastwirtschaft betrieben, bis 1953 sogar mit Saalbetrieb. Letzte Wirtin des Gasthofes war Kunigunde Schade, deren Ehemann Adolf 1944 an der Front gefallen war. Bereits um 1900 war dessen Vater Peter Schade Besitzer der Gaststätte.
Der Name der ehemaligen Gaststätte wurde seinerzeit ausweislich des auch auf der Vorderfront des Anwesens lesbaren Namens "Büxenkathe" geschrieben - hierbei handelt es sich um eine Verbalhornung des Wortes Büchsenkate.
Der Name wird gerne darauf zurück geführt, daß dort ein Hosenmacher, also ein Büchsen-Schneider seine Büchsenschneider Kate gehabt habe (Büx bzw. Büchs ist die niederdeutsche Bezeichnung für Hose). Diese Interpretation erscheint hinterfragungswürdig. Es ist eher zu vermuten, daß hier weit draußen vor der Stadt ein Büchsenmacher oder auch Büchsenschneider sich mit der Fertigung von Waffen (Büchsen) befaßte, denn der Umgang mit Schießpulver war wegen der Brandgefahr in der eng bebauten Stadt Wilster nicht erlaubt. Für diese These spricht auch, daß das Grundstück der Kate früher im Eigentum der Stadt Wilster lag.
Viele Jahre wurde diese Kate, zur der auch eine kleine Schankwirtschaft gehörte, von der Stadt Wilster verpachtet.
Am Donnerstag, den 28. Mai 1970 gegen 22.10 Uhr fiel das Gebäude einem verheerenden Schadensfeuer zum Opfer und wurde nicht wieder aufgebaut.
Hier gibt es mehr InformationenZur Büchsenkate

Bildrechte: Verlag Carl Kuskop Nachf. Inh. L. Behning

1906 Schlepper bei Eisgang auf der Stör am Kasenort a

1906 Schlepper bei Eisgang auf der Stör am Kasenort
1906 Schlepper bei Eisgang auf der Stör am Kasenort

ca. 1906 Schlepper bei Eisgang auf der Stör am Kasenort
Ein Konvoi aus drei Schleppern und einem Last-Ewer kämpft sich bei schwerem Eisgang auf der Stör flußabwärts. An der Spitze der Schlepper PINNAU.
Das gegenüber liegende Ufer ist die von dem Hodorfer Mäanderbogen fast umschlossene und bereits zur Kremper Marsch gehörige Halbinsel.
Das Foto wurde von dem etwa 2 Jahrzehnte lang in Wilster tätig gewesenen Photographen Friedrich Schlüter aufgenommen, welcher auf der Vorderseite dieser Karte seine Dienste anbot.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
Die ergänzend vorgestellte und im Postgang gelaufene Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Udo Urban, Wilster

1906 Schlepper bei Eisgang auf der Stör am Kasenort b

1906 Schleppzug bei Eisgang auf der Stör am Kasenort

1906 Schlepperzug bei Eisgang auf der Stör am Kasenort
Ein Konvoi aus drei Schleppern - vorweg der Schlepper PINNAU - und einem Last-Ewer kämpft sich bei schwerem Eisgang auf der Stör flußabwärts.
Das gegenüber liegende Ufer ist die von dem Hodorfer Mäanderbogen fast umschlossene und bereits zur Kremper Marsch gehörige Halbinsel.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

1907 Fracht-Ewer auf der Stör und die Mühle "Renata" am Kasenort

1907 Fracht-Ewer auf der Stör und die Mühle "Renata" am Kasenort

1907 Frachtewer auf der Stör und die Graupen-Mühle "Renata" von H. Meifort am Kasenort;
zu dem Anwesen gehörte eine Gastwirtschaft mit Kegelbahn – die Gastwirtschaft „Sommerlust“ wurde bis Anfang der 1950er Jahre betrieben, während die 1883 erbaute Mühle bereits in den 1920er Jahren beseitigt wurde.
Im Vordergrund die Wilsterau.
Die über den Deich der Stör hinaus ragenden Segel der Fracht-Ewer sind vom Photographen in die Abbildung hinein retuschiert worden, gleichwohl gibt das Bild einen Eindruck von der Bedeutung von Stör und Wilsterau vor hundert Jahren als Verkehrsweg.
Die Takelage der Frachtsegler entspricht dem der Ewer von der Elbe.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

1907 Fracht-Ewer auf der Stör und die Mühle "Renata" am Kasenort b

1907 Fracht-Ewer auf der Stör und die Mühle "Renata" am Kasenort

1907 Frachtewer auf der Stör und die Graupen-Mühle "Renata" von H. Meifort am Kasenort;
zu dem Anwesen gehörte eine Gastwirtschaft mit Kegelbahn – die Gastwirtschaft „Sommerlust“ wurde bis Anfang der 1950er Jahre betrieben, während die 1883 erbaute Mühle bereits in den 1920er Jahren beseitigt wurde.
Im Vordergrund die Wilsterau.
Die über den Deich der Stör hinaus ragenden Segel der Fracht-Ewer sind vom Photographen in die Abbildung hinein retuschiert worden, gleichwohl gibt das Bild einen Eindruck von der Bedeutung von Stör und Wilsterau vor hundert Jahren als Verkehrsweg.
Die Takelage der Frachtsegler entspricht dem der Ewer von der Elbe.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
Es handelt sich um eine hinsichtlich der in das Bild hinein retuschierten Segel veränderte Version der Ansichtskarte.

1907 Mühle am Kasenort, Gastwirtschaft "Sommerlust"

1907 Mühle "Renata" am Kasenort mit der Gastwirtschaft "Sommerlust" von Henning Meifort

1907 Mühle "Renata" am Kasenort mit der Gastwirtschaft "Sommerlust" von Henning Meifort (danach Friedrich Meier).
Zu dem Anwesen gehörte auch eine Gastwirtschaft "Sommerlust", die bis in die 1950er Jahre bestand; 1929 hatte ein Schadensfeuer ganz erhebliche Schäden an dem Gebäude verursacht.
Die 1883 erbaute Mühle "Renata" war ein sogenannter Galerie-Holländer (so wie die heute noch in Rumfleth vorhandene Mühle); die ehemals königlich privilegierte Kornwindmühle wurde in den 1920er Jahren beseitigt.
Oben links im Hintergrund ist der Schornstein der hier früher existierenden Kalkbrennerei zur Herstellung von Branntkalk (er wurde aus Muschelkalk gewonnen) zu erkennen.
Hinter der Mühle verlief früher ein Mündungsarm der Wilsterau.
Das Bild unten ist vom Deich der Stör aus fotografiert.

Bildrechte: nicht bekannt

1908 Gehöft und Klei-Pütte in Stördorf SF

1908 Gehöft und Klei-Pütte in Stördorf

1908 Gehöft und Klei-Pütte in Stördorf
Bei dem Hof handelt es sich um ein Barghus mit der seitlich angeordneten großen Einfahrt.
Das Barghus ist neben dem Husmannshus der vorherrschende landwirtschaftliche Haustyp in der Wilstermarsch.
Es handelt sich wahrscheinlich um den Hof von Kurt Schmidt (Hof 247 in „Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild“)
Der Teich im Vordergrund ist offenbar eine sogenannte Pütte, aus welcher zum Zwecke des Baues des Deiches bzw. dessen Erhöhung Bodenmaterial (vornehmlich Klei) gewonnen wurde.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1908 Stördorf und Hodorf - Holler´s Fähre über die Stör SF

1908 Holler´s Fähre über die Stör verband Hodorf und Stördorf
Neben den Wagenfähren in Wewelsfleth und Beidenfleth ermöglichten bis in die Mitte des vergangenen Jahrhunderts auch einige kleine Kahnfähren den Fußgängern das Überqueren der Stör.
So waren am Störort, in Uhrendorf, in Klein Kampen und in Stördorf derartige Fähren vorhanden. Die Fähre, welche die Überfahrt bei Klein Kampen ermöglichte, wurde von Nikolaus von Holdt betrieben.
Bei Stördorf konnte man mit Holler´s Fähre auf die gegenüber liegende Seite nach Hodorf gelangen. Der Standort der Fähre lag am stromauf liegenden Ende der markanten Hodorfer Mäander-Schleife der Stör. Wer von der Wilstermarsch Seite aus übergesetzt werden wollte, schlug zur Benachrichtigung des Fährmannes die Glocke.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
A. Sternberg, Hamburg (gem. Emblem: Stern über Berg)

Die Abbildungen wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Ulf Steinhauer, Krempe

1909 Gasthof Zur Büchsenkathe an der Bekau

1909 Gasthof Zur Büchsenkathe an der Bekau
1909 Kraftdroschke vor dem Gasthof Zur Büchsenkathe an der Bekau
1909 Gasthof Zur Büchsenkathe an der Bekau; versorgung der Pferde eines Gespanns

1909 Gasthof "Zur Büchsenkathe" an der Bekau.
Der seinerzeit sehr bekannte Gasthof - die Schreibweise war unterschiedlich - Büxenkate/kathe, Büchsenkate/kathe, Buechsenkate/kathe - stand an der Abzweigung nach Krummendiek an der damaligen Reichsstraße 5 zwischen Wilster und Heiligenstedten im Bereich der heute an dem Standort befindlichen Rettungswache.
Der Gasthof gehörte zu den vielen früher an den Landstraßen gelegenen Krügen mit Ausspann, die den Fuhrleuten Möglichkeiten zur Rast und zur Versorgung der Gespanne boten. So zeigt die Abbildung (sh. Detail Bild 3), wie der Kutscher der Firma Hartwig Kröger, Heide, neben der Durchfahrt die Pferde seines Gespanns mit Hafer versorgt.
Während vor dem Gasthof die Familie und Personal des Wirtes Peter Schade aufstellung genommen haben, posieren im Vordergrund die Insassen einer Kraftdroschke (sh. Detail Bild 2); aus der Form des gefährts wird sehr deutlich, weshalb frühe Automobile auch Kraftdroschken genannt wurden, denn die Ähnlichkeit mit Pferdekutschen ist deutlich.
Auf Reklameschildern an dem Gebäude werden für Erntemaschinen der amerikanischen Firma Osborne sowie für die in Itzehoe an der Straße Feldschmiede Fahrräder und Automobile vertreibenden Firma Ludwig Gorsky (die Firma war zuvor in Wilster an der Deichstraße ansässig) geworben.
Die „Büchsenkathe“ wurde bis zum 01.09.1964 als ländliche Gastwirtschaft betrieben; die Durchfahrt war abgebrochen worden, um den Fernfahrern hinreichende Parkmöglichkeit zu bieten. Am 28. Mai 1970 fiel das Gebäude einem verheerenden Schadensfeuer zum Opfer und wurde nicht wieder aufgebaut.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
Hier gibt es mehr Informationen Zur Büchsenkate Es wäre sehr erfreulich, wenn Besucher der Seite dort im Gästebuch einen freundlichem Kommentar hinterlassen!

1910 Bauernhof in Stördorf

1910 Bauernhof in Stördorf.
Das von einem breiten Hof-Graben umgebene und von der öffentlichen Straße durch ein repräsentatives Tor abgetrennte Gehöft vermittelt eindrucksvoll Stolz und Anspruch der Marsch-Bauern auf ihren beeindruckenden Höfen.
Leider wurden in den ersten Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts viele Gebäude unvorteilhaft verändert. Sehr schöne Beispiele weitgehend in ihrem äußeren Zustand wohltuend in ihrem ursprünglichen Zustand erhaltener Höfe findet man noch heute in Stördorf.
Die Rotbunten Rinder sind charakteristisch für das in der Wilstermarsch gehaltene Vieh, welches sich im Gegensatz zu anderen Landschaften zumeist auch heute noch eines Weideganges erfreuen darf.

Bildrechte: C. K. W. -> Carl Kuskop, Wilster

1911 Bauernhof in Stördorf

ca. 1911 Blick über einen Teich auf einen Bauernhof in Stördorf.
Bei dem Hof handelt es sich um ein Barghus mit der seitlich angeordneten großen Einfahrt.
Das Barghus ist neben dem Husmannshus der vorherrschende landwirtschaftliche Haustyp in der Wilstermarsch.
Es handelt sich wahrscheinlich um den Hof von Kurt Schmidt (Hof 247 in „Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild“)
Der Teich im Vordergrund ist offenbar eine sogenannte Pütte, aus welcher zum Zwecke des Baues des Deiches bzw. dessen Erhöhung Bodenmaterial (vornehmlich Klei) gewonnen wurde.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

1911 Blick vom Deich der Stör auf einen Bauernhof in Stördorf

ca. 1911 Blick vom Deich der Stör auf einen Bauernhof in Stördorf

ca. 1911 Blick vom Deich der Stör auf einen Bauernhof in Stördorf
Bei dem Hof handelt es sich offenbar um den Hof von Heinz Reimers (Hof 241 in dem Buch „Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild“).
Die am Fuß des Deiches vorhandene Straße dient gleichzeitig als Deichverteidigungsweg.
Aus Gründen der Deichsicherheit ist es heute aus fachlicher Sicht undenkbar, daß im Profil des Landesschutzdeiches Bäume stehen, so wie sie hier in der abgebildeten Situation vorhanden sind.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

1911 Wilsterau, Mühle am Kasenort a

1911 Wilsterau, Mühle am Kasenort
1911 Wilsterau, Mühle am Kasenort

1911 Mühle von H. Meifort am Kasenort,
die 1883 erbaute ehemalige königlich privilegierte Kornwindmühle RENATA - eine Graupenmühle - wurde in den 1920er Jahren wieder beseitigt;
im Vordergrund ein alter Mündungsarm der Wilsterau;
ganz links im Hintergrund der Deich an der Stör.
Die Mündung der Wilsterau wurde 1925 im Zusammenhang mit der Errichtung der heute noch bestehenden Schleuse verlegt.
Hinter der Mühle sind die hohen Schornsteine der früher dort existierenden Kalkbrennerei zur Herstellung von Branntkalk. Grundmaterial war Muschel-Schill – also Muschelschalen.

Bildrechte: C.M. Hencke´s Buchhandlung, Wilster
Anmerkung: Die ergänzend vorgestellte und erst 1943 gelaufene Version (Wolken, Schwäne verändert) der Karte befindet sich in der Sammlung Udo Urban, Wilster

1911 Wilsterau, Mühle am Kasenort b

1911 Wilsterau, Mühle RENATA am Kasenort

1911 Wilsterau, Mühle am Kasenort.
Die 1883 erbaute Mühle RENATA war ein sogenannter Galerie-Holländer (so wie die heute noch in Rumfleth vorhandene Mühle AURORA) und bestand bis in die 1920er Jahre. Sie gehörte zum Anwesen der Gastwirtschaft "Sommerlust" von H. Meifort.
Rechts neben der Mühle sind im Hintergrund Schornsteine der hier früher existierenden Kalkbrennerei zur Herstellung von Branntkalk (er wurde aus Muschelkalk / Muschelschill gewonnen) zu erkennen.
Hinter der Mühle verlief früher ein Mündungsarm der Wilsterau, die im Vordergrund verläuft. Die von Kathen kommende Straße zum Kasenort quert über die Brücke den alten Mündungsarm.

Bildrechte: Verlag Carl Hencke, Buchdruckerei, Burgerstraße, Wilster
Anmerkung: Das Foto mit dem interessanten Motiv wurde mehrfach für in Farbgebung, Beschriftung und den hineingezeichneten Schwänen unterschiedlich variierende Ansichtskarten verwendet. Bei der vorgestellten Version ist die die Farbe des Himmels bearbeitet, die Wasserfläche sogar farblich metallisch glänzend.

1912 Fracht-Ewer unter Segeln und ein Schleppzug auf der Stör

1912 Fracht-Ewer unter Segeln sowie ein Schlepper mit Schuten auf der Stör
1912 Fracht-Ewer unter Segeln sowie ein Schlepper mit Schuten auf der Stör

1912 Ewer und ein Schleppverband auf der Stör.
Fracht-Ewer unter Segeln auf der Stör; der Ewer ganz links wird von seinem Schiffer angesichts der offenbar geringen Windstärke mit langen Rudern in Fahrt unterstützt. Ein Schlepper unter Dampf bildet mit den von ihm gezogenen Schuten einen Schleppverband.
Die möglicherweise zu einem früheren Zeitpunkt gefertigte Aufnahme wurde von mehreren Orten an der Stör für sich reklamiert. Das ist insofern auch konsequent, als die von den Gezeiten geprägte Stör (von „store“, die „Große“) von den frühesten Zeiten an bis in die zweite Hälfte des 20sten Jahrhunderts der bedeutendste Verkehrsweg für das Gebiet des heutigen Kreises Steinburg war und auf ihm ein Großteil der Waren befördert wurde.
Über die am Kasenort in die Stör mündende Wilsterau erfolgte über Jahrhunderte hinweg den verkehrsmäßige Anschluß der Stadt Wilster an die Welt. Der Hafen am Rosengarten war über Jahrhunderte hinweg Ausgangshafen für die Wilsteraner Schiffer vor ihrer Fahrt in ferne Länder – das waren z.B. um 1540 Holland, Seeland, Frankreich, Engeland (England), Schottland, Portugal und das „Land tho Losien“ (Andalusien) – aber auch in Länder im Ostseeraum.
Der Hafen und die Schiffahrt sowie die Produkte der fruchtbaren Marsch begründeten die Bedeutung Wilsters und den zeitweilig hier vorhandenen relativen Wohlstand.

Bildrechte: nicht benannt
Anmerkung: Die zweite (Abbildungen 3 und 4) der vorgestellten Karten wurde herausgegeben von Carl Kuskop, Wilster

1912 Kasenort, Wilsterau, Schleuse, Stör, Mühle, Gastwirtschaft (Ex)

1912 Kasenort, Wilsterau, Schleuse, Stör, Mühle

1912 Kasenort, Wilsterau, Schleuse, Stör, Mühle, Gastwirtschaft
Die Farb-Lithografie zeigt
oben links: Gastwirtschaft von "Rudel" Rudolf Rundt am Kasenort
oben mittig: Fußweg zum Kasenort
oben rechts: Stör bei der Hodorfer Mäanderschleife; auf dem jenseitigen Ufer eine Ziegelei. Die Hodorfer wurde vor 1850 gegründet und 1912 stillgelegt.
unten links: "Wassermühlen", wobei es sich richtigerweise um Schöpfmühlen handelt.
unten mittig: Mühle "Renata" von Henning Meiforth und Gastwirtschaft "Sommerlust"
unten rechts: Deichschleuse Kasenort

Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in einer externen Sammlung

1913 Getreide-Mühle "Renata" an der Wilsterau am Kasenort

1913 Getreide-Mühle "Renata" an der Wilsterau am Kasenort

1913 Getreide-Mühle "Renata" an der Wilsterau am Kasenort
Mühle in Kasenort mit der Gastwirtschaft "Sommerlust" von H. Meifort.
Die 1883 erbaute Mühle war ein sogenannter Galerie-Holländer (so wie die heute noch in Rumfleth vorhandene Mühle).
Rechts neben der Mühle ist im Hintergrund der Schornstein der hier früher existierenden Kalkbrennerei zur Herstellung von Branntkalk ( er wurde aus Muschelkalk / Muschelschill gewonnen) zu erkennen.
Hinter der Mühle verlief früher ein Mündungsarm der Wilsterau, die im Vordergrund zu erkennen ist.

Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster

1913 Mühle am Kasenort a

1913 Mühle RENATA an der Wilsterau am Kasenort
1913 Mühle RENATA an der Wilsterau am Kasenort

1913 Mühle am Kasenort, im Vordergrund die Wilsterau;
die ehemals könglich privilegierte Kornwindmühle wurde in den 1920er Jahren beseitigt.
links im Hintergrund der Deich an der Stör;
hinter der Mühle bei dem hohen Schornstein existierte früher eine Kalkbrennerei zur Herstellung von Branntkalk.
Direkt an der Wilsterau ist eine Anlegestelle mit Dalben und Feldbahngleisen erkennbar. Dahinter zweigt ein ehemaliger Mündungsarm der Wilsterau ab, er mündete etwa bei der Kalkbrennerei in die Stör.

Bildrechte: C. K. W. Nr. 170

Anmerkung: Im Gegensatz zu der nachträglich kolorierten Karte mit den hinein retuschierten Schwänen fehlen diese bei der älteren schwarz-weiß Ausgabe der zum Vergleich vorgestellten Karte; diese befindet sich in der Sammlung Ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen

1913 Mühle am Kasenort, Wilsterau b

1913 Mühle RENATA an der Wilsterau am Kasenort

1913 Mühle am Kasenort, im Vordergrund die Wilsterau
Die ehemals königlich privilegierte Kornwindmühle von Johannes Meifort am Kasenort wurde in den 1920er Jahren beseitigt;
links im Hintergrund der Deich an der Stör;
hinter der Mühle bei dem hohen Schornstein existierte früher eine Kalkbrennerei zur Herstellung von Branntkalk. Ausgangsstoff für den Kalk war Muschel-Schill.
Direkt an der Wilsterau ist eine Anlegestelle mit Dalben und Feldbahngleisen erkennbar. Dahinter zweigt ein ehemaliger Mündungsarm der Wilsterau ab, er mündete etwa bei der Kalkbrennerei in die Stör.

Bildrechte: C. K. W. Nr. 170
Anmerkung: Im Gegensatz zu einer anderen Version der nachträglich kolorierten Karte wurden hier keine Schwäne in das Bild retouschiert.

1913 Mühle am Kasenort, Wilsterau c

1913 Mühle RENATA am Kasenort, Wilsterau

1913 Mühle am Kasenort, im Vordergrund die Wilsterau. Die ehemals königlich privilegierte und 1883 gebaute Kornwindmühle RENATA von Johannes Meifort am Kasenort wurde in den 1920er Jahren beseitigt.
Zu dem danach von Henning Meifort (danach Friedrich Meier) betriebenen Anwesen gehörte auch eine Gastwirtschaft mit Kegelbahn – die Gastwirtschaft „Sommerlust“ wurde bis Anfang der 1950er Jahre betrieben.
Links im Hintergrund ist der Deich an der Stör zu erkennen;
rechts hinter der Mühle, bei dem hohen Schornstein, existierte früher eine Kalkbrennerei zur Herstellung von Branntkalk. Ausgangsstoff für den Kalk war Muschel-Schill.
Direkt an der Wilsterau ist eine Anlegestelle mit Dalben und Feldbahngleisen erkennbar. Dahinter zweigt ein ehemaliger Mündungsarm der Wilsterau ab, er mündete etwa bei der Kalkbrennerei in die Stör.
Die im Vordergrund verlaufende Mündungsstrecke der Wilsterau wurde 1925 im Zusammenhang mit der Errichtung der neuen Schleuse verlegt.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1914 Bauernhof in Stördorf SF

1914 Bauernhof in Stördorf

1914 Bauernhof in Stördorf
Die in leuchtendem Weiß gehaltenen Gebäude des Hofes heben sich markant gegen den unmittelbar benachbarten grünen Deich der Stör und die umgebende grüne Marsch ab.
Es handelt sich um den Bauernhof (Hof 243 in „Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild“; vgl. Bild 2), der zum Zeitpunkt der Aufnahme im Eigentum von Hans Johann Wisch stand und von ihm bewirtschaftet wurde; er hatte den Hof von seinen Schwiegereltern erworben.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung von Frau Ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen

1914 Gehöft in Stördorf

1914 Gehöft in Stördorf in der Wilstermarsch

1914 Gehöft in Stördorf.
Die nahe der Flüsse Stör und Elbe unmittelbar an den Deichen befindlichen Gehöfte, so wie hier in Stördorf, stehen zumeist auf Siedlungsplätzen, die bereits vor der Zeit des Deichbaues auf den höher aufgeschlickten Uferwällen begründet wurden. Über lange Zeiträume hinweg waren hier die flußnahen Bereiche durch Sedimentation höher aufgewachsen und weniger durch Überflutung gefährdet. Im Laufe der Zeit wurden die Siedlungsplätze durch das Aufwerfen von Warften weiter verbessert, bis endlich mit dem Entstehen des Deichwesens ein geschlossener Deichring die Marschen sicherte.
Das abgebildete Gehöft konnte noch nicht näher verortet werden, seine Lage zum Deich ließe vermuten, daß es sich um den Hof 242 (gem. dem Buch „Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild“) von Max Frauen handeln könnte.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

1915 Gehöft in Honigfleth (Ex)

1915 Gehöft in Honigfleth in der gemeinde Stördorf in der Wilstermarsch

1915 Gehöft in Honigfleth in der gemeinde Stördorf
Bei dem abgebildeten Gehöft, an dessen Torauffahrt seine Bewohner sich für den Fotografen aufgestellt haben, handelt es sich wahrscheinlich um den Hof 233 (gem. dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild"), welcher der Neutrassierung der Bundesstraße B5 weichen mußte.
Zum Zeitpunkt der Aufnahme stand der genannte Hof im Eigentum von Heinrich Egge.

Bildrechte: nicht bekannt (Privat Ansichtskarte)
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in einer externen Sammlung

1916 Bauernhaus in der Wilstermarsch

1916 Bauernhaus in der Wilstermarsch in Stördorf
1916 Bauernhaus in der Wilstermarsch in Stördorf

ca. 1916 Bauernhaus in der Wilstermarsch
Die Künstler Ansichtskarte im Steindruck zeigt ein typisches Bauernhaus der Wilstermarsch.
Die Abbildung ist ganz offensichtlich nach der zum Vergleich beigefügten Ansichtskarte gefertigt.
Das abgebildete Husmannshus stand in Stördorf.
Der exakte Standort des eine Fachwerkbauweise aufweisenden Hofes ist noch nicht ermittelt; im Hintergrund ist der Deich der Stör erkennbar. Von seiner Lage her könnte es sich um den Hof 245 (gem. Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild) handeln, welcher seinerzeit im Eigentum von Gustav Ehlers stand und 1919 von Carl Mohr erworben wurde.
Das Husmannshus mit seiner am Hinterhaus mittig angeordneten Einfahrt zur zentralen großen Diele ist neben dem Barghus (mit der seitlich angeordneten großen Einfahrt) der vorherrschende landwirtschaftliche Haustyp alter Art in der Wilstermarsch. Äußerlich ist bei beiden Typen das Erscheinungsbild der mit mächtigen Dächern ausgestatteten Häuser ansonsten recht ähnlich.

Bildrechte: Elka Kalender
Bildrechte der Foto Ansichtskarte: Carl Kuskop, Wilster

1916 Husmannshus in Stördorf

1916 Husmannshus in der Wilstermarsch
1916 Husmannshus in der Wilstermarsch

ca. 1916 Husmannshus der Wilstermarsch in Stördorf.
Das Husmannshus mit seiner am Hinterhaus mittig angeordneten Einfahrt zur zentralen großen Diele ist neben dem Barghus (mit der seitlich angeordneten großen Einfahrt) der vorherrschende landwirtschaftliche Haustyp alter Art in der Wilstermarsch. Äußerlich ist das Erscheinungsbild der mit mächtigen Dächern ausgestatteten Häuser ansonsten recht ähnlich.
Der exakte Standort des eine Fachwerkbauweise aufweisenden Hofes ist noch nicht ermittelt; im Hintergrund ist der Deich der Stör erkennbar. Von seiner Lage her könnte es sich um den Hof 245 (gem. Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild) handeln, welcher seinerzeit im Eigentum von Gustav Ehlers stand und 1919 von Carl Mohr erworben wurde.
Interessant ist die links neben der Dielentür erkennbare Rampe - sogenannte Hühnerleiter - für das Federvieh. Derartige Vorrichtungen befanden sich in früheren Zeiten an fast allen Höfen der Wilstermarsch.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Die ergänzend vorgestellte kolorierte Fassung der Karte befindet sich in der Sammlung Ingrid Schröder, Burg/Dithmarschen
Anmerkung: Bereits im Jahr 1991 versuchte der damalige Ansichtskarten Sammler Klaus Peters, Wilster, den Standort des Bauernhofes mittels eines in der Wilsterschen Zeitung abgedruckten Artikels zu ermitteln.
Der Zeitungsbericht mit den Fotos kann in der unten aufrufbaren Datei nachgelesen werden. Bei dem anderen dort gezeigten Foto handelt es sich um das 1765 erbaute und noch heute am Audeich in Wilster stehende Anwesen (Walter Ruge, Hof 209 a in dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild").

Hier finden Sie noch weitere Informationen (als Datei)

1917 Fischereifahrzeuge auf der Stör am Kasenort

1917 Kleine Fischereifahrzeuge auf der Stör am Kasenort

1917 Kleine Fischereifahrzeuge auf der Stör am Kasenort.
Eines der Boote führt erstaunlicherweise das Fischereikennzeichen S.H. 2707; das Boot stammt somit von der Ostsee aus Heiligenhafen, denn S.H. steht bei den Kennzeichen für Schleswigisch Heiligenhafen.
Für Fischerboote mit dem Heimathafen Kasenort galt entsprechend der 1885 eingeführten Kennzeichnungspflicht für Fischereifahrzeuge die Buchstabengruppe KAS mit einer Registriernummer.
Auf dem Ufer sind die Fischernetze zum Trocknen aufgehängt.
Links am Bildrand ist auf der gegenüber liegenden Seite der Stör gelegenen und von der Hodorfer Mäanderschleife umschlossenen Fläche die dort seinerzeit vorhandene Ziegelei erkennbar. Die vor 1850 gegründete Ziegelei verarbeitete als Grundmaterial neben dem hier gewonnenen Mergel auch Schlick aus der Stör; die Ziegelei wurde 1912 stillgelegt.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

1917 Kasenort, Mündung der Wilsterau in die Stör, Schenkwirtschaft

1917 Kasenort, Mündung der Wilsterau in die Stör, Schenkwirtschaft
Schenkwirtschaft von Rudolf Rundt am Kasenort
Außentief der Großen Feldwettern in die Stör am Kasenort

1917 Kasenort, Mündung der Wilsterau in die Stör, Schenkwirtschaft von Rudolf Rundt
Am Kasenort mündet die Wilsterau in die Stör.
Die hier an der direkt am Fuß des Deiches der Stör verlaufenden Straße gelegene Schenkwirtschaft (späterer Gasthof „Zur Schleuse“) von Rudolf Rundt gehörte zu den früher zahlreich in der Wilstermarsch vorhandenen ländlichen Gasthöfen, die den Reisenden und insbesondere den Fuhrleuten Möglichkeiten zur Rast und zur Versorgung der Gespanne boten. Entsprechend hatte sie eine sogenannte Durchfahrt, hier rechts an dem Gebäude, zum Ausspannen der Fuhrwerke (Bild 2).
Nachdem die Wilsteraner Segler das Sommerquartier für ihre Boote in dem jenseits des Deiches gelegenen Außentief der Großen Feldwettern (Bild 3) eingerichtet hatten, wurde die Wirtschaft häufig von den Seglern aufgesucht. Die Fahrräder der Segler wurden während ihrer Segeltouren in der immer unverschlossenen Durchfahrt verwahrt – niemals, auch nicht in der sogenannten „schlechten Zeit“ – war jemals ein Verlust durch Diebstahl oder mutwillige Zerstörung zu beklagen.
Auf der jenseits der Stör gelegenen und von dem Hodorfer Mäanderbogen umschlossenen Fläche wurde seinerzeit eine Ziegelei betrieben; auf der unteren Abbildung (sh. auch Bild 4) sind ganz rechts im Anschnitt noch Gebäude der Ziegelei erkennbar.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1918 Stördorf, Bauernhof

1918 Bauernhof in Stördorf.
Auf dem ehemaligen hohen Ufersaum der Stör in unmittelbarer Nähe des Deiches stehen heute noch besonders schöne Gehöfte, deren Ursprung weit zurückliegt und sehr frühe Siedlungsplätze in der Marsch markieren.
Neben dem Barghus mit der seitlich angeordneten großen Einfahrt ist das Husmannshus mit seiner mittleren Einfahrt und der zentralen großen Diele der vorherrschende landwirtschaftliche Haustyp in der Wilstermarsch.
Leider wurden in den ersten Jahrzehnten nach dem II. WK sehr viele landwirtschaftliche Gebäude in der Wilster-Marsch unvorteilhaft verändert.
Sehr schöne Beispiele weitgehend in ihrem äußeren Zustand wohltuend in ihrem ursprünglichen Zustand erhaltener Höfe findet man noch heute in Stördorf.
Bei dem abgebildeten Gehöft handelt es sich vermutlich um den Hof von Heinz Reimers (Hof 241 in dem Buch die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild)
Nachweislich der in 1918 gelaufenen und zusätzlich vorgestellten Ansichtskarte handelt es sich um eine retouschierte Fassung der ursprünglichen Abbildung

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Die zusätzlich vorgestellte Karte befindet sich in der Sammlung Ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen

1925 Gehöft Dibbern in Honigfleth, Gemeinde Stördorf.

1925 Gehöft Dibbern in Honigfleth, Gemeinde Stördorf.

1925 Gehöft Dibbern in Honigfleth, Gemeinde Stördorf.
Das Gebäude stand unmittelbar an der Chaussee, die von Wilster nach Itzehoe führt; die damalige Reichsstraße 5 und spätere Bundesstraße 5.
Der Standort liegt an der Einmündung der aus Richtung Krummendiek kommenden Landstraße L 135 (heutige B 431).
Es handelt sich um den Hof 238 (gem. dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild"), vgl. Bild 2.
Das traditionelle alte Gehöft wurde durch einen Neubau ersetzt.

Bildrechte: nicht bekannt
Das Wort LEONAR auf der Anschriftseite der Karte bezieht sich auf das Papier; aus [LEONAR] wurde 1964 Agfa.
Ein Teil der LEONAR-Werke befand sich (durch Reklame-AK belegt: um 1923) in Hamburg-Wandsbek.
(konkretisiert nach freundlichem Hinweis von Herrn Matthias Kohls, Harburg)

1930 Die Einmündung der Wilsterau in die Stör am Kasenort

ca. 1930 Breit und zeitweilig träge fließt die von den Gezeiten geprägte Stör (von „store“, die „Große“ ) am Kasenort, wo sie eine fast geschlossene Mäanderschleife ausgebildet hat.
Das noch von Segeln angetriebene kleine Frachtschiff mit den Seitenschwertern hat an den Dalben vor der Schleuse an der Ausmündung der Wilsterau festgemacht.
Der Arm (Ausmündung der "Große Feldwettern") links dahinter beherbergte später den Seglerhafen der von Heinrich von Holdt mit begründeten Seglervereinigung Wilster.

Bildrechte: Rudolf Schneider Verlag, Reichenau

1930 Kasenort und andere Partien an der Stör in Heiligenstedten, Beidenfleth, Störort

1930 Kasenort und andere Partien an der Stör in Heiligenstedten, Beidenfleth, Störort

ca. 1930 Mehrbildkarte
Die breit und zeitweilig träge fließende und von den Gezeiten geprägte goße Mäanderschleifen aufweisende Stör (von „store“, die „Große“ ) trennt die Wilstermarsch von der Krempermarsch. Sie war von den frühesten Zeiten an bis in die zweite Hälfte des 20zigsten Jahrhunderts ein bedeutender Wasserweg.
Die am Kasenort in die Stör mündende Wilsterau bildete über Jahrhunderte hinweg den verkehrsmäßigen Anschluß Wilsters an die Welt.
Die Karte zeigt u.a. Kasenort; Beidenflether Fährhaus; Klappbrücke in Heiligenstedten; Seglertreffen auf der Wilsterau am Brook; Schiffsverkehr auf der Stör; Störort (an der Mündung der Stör in die Elbe; Elbe bedeutet: Die Weiße oder die Helle, vgl. Elfen oder Elben)

Bildrechte: Carl Kuskop, Kunstverlag, Wilster i. Holst.

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