Alte Postkarten aus Wilster

Aktuelle Kategorie: St. Margarethen

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1914 Hafen St. Margarethen an der Elbe bei Eisgang

1914 Hafen St. Margarethen an der Elbe bei Eisgang

1914 Hafen St. Margarethen an der Elbe bei Eisgang
Der Hafen von St. Margarethen Hafen befand sich vor dem Deich im Außentief des Nortorf-Neuenhafener-Kanals.
An dem Standort hatten sich seinerzeit drei Mühlenbetriebe angesiedelt (Walter Siemen, Claus von Loh, Gustav Bols), deren Mühlen von Dampfmaschinen angetrieben wurden. Viele der Produkte für die Mühlenbetriebe wurden per Schiff transportiert und durch Sauganlagen oder mittels einer „Sackhebeanlage“ gefördert.
Die Mühlen Bols und Siemen waren bis in die 1950er Jahre in Betrieb. Die Firma Siemens wurde von der Firma Behrens übernommen, welche am Hafen ein Hoch-Silo errichten ließ. Mit der Verstärkung des Elbe-Deiches im Jahre 1980 endete der Hafenbetrieb.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Reg. mein-wilster: 1809 AK

1914 Private Ansichtskarte Mutter und Kind - von Wewelsfleth nach St. Margarethen

1914 Private Ansichtskarte Mutter und Kind (Magda Sötje geb. Krey mit ihrem Sohn Karl Hermann) - von Wewelsfleth nach St. Margarethen

1914 Private Ansichtskarte Mutter und Kind - von Wewelsfleth nach St. Margarethen.
Derartige entweder Gebäude oder auch Personen zeigende sogenannte private Ansichtskarten hatten zumeist eine sehr geringer Auflage und wurden häufig für die Korrespondenz innerhalb der jeweiligen Familien genutzt.
Die vorgestellte Karte wurde von Magda Sötje geb. Krey in Wewelsfleth Dammducht an ihre in St. Margarethen Osterbünge lebenden Eltern Jacob und Sielke Krey geb. Franzenburg geschrieben.
Auf der Bildseite der Karte abgebildet ist die mit dem Bauern Carl Sötje (Hof 17 gem. dem Buch die Bauernhöfe der Wilstermarsch mit ihren Familien) seit 1913 verheiratet gewesene Schreiberin mit ihrem ersten Kind, dem 1914 geborenen Karl Hermann Sötje (er fiel im II.WK im Jahr 1943 wie auch bereits 1940 sein jüngerer und 1916 geborene Bruder Richard). Das jüngste Kind des Ehepaares, die 1918 geborene Tochter Cäcie erbte später den Hof; sie heiratete 1939 Emil Kloppenburg.
Der Hof stand in Wewelsfleth Dammducht unmittelbar hinter dem Deich, er ist im Jahr 1969 vollständig abgebrannt.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

1914 St. Margarethen - Bahnhofstraße, Dorfstraße und Hauptstraße

1914 St. Margarethen - Bahnhofstraße, Dorfstraße und Hauptstraße
1914 St. Margarethen - Einmündung der Dorfstraße in die Hauptstraße
1914 St. Margarethen - Bahnhofstraße

1914 St. Margarethen - Bahnhofstraße, Dorfstraße und Hauptstraße
oben: Einmündung der Dorfstraße in die Hauptstraße. An dem Gebäude rechts mit der Uhr ist ein Reklameschild mit der Aufschrift DAPOLIN zu erkennen; offenbar konnte dort Benzin der damaligen gleichnamigen Marke bezogen werden.
Nachweislich der Mitteilung auf der nach Sioux-City in Iowa, USA, gelaufenen Karte wurde das Haus links seinerzeit von Mathilde Siemen geb. Falck und deren Eltern bewohnt.
Auf Initiative der Mathilde Siemen, geb. Falck, war 1891 in St. Margarethen die Privatmolkerei Siemen gegründet worden, welche bis 1922 bestand.
unten: Bahnhofstraße mit Blickrichtung Dorfstraße und Hauptstraße. Die Straße war seinerzeit offenbar noch weitgehend unbefestigt. Das zweite Haus von links wurde im Sommer 2014 bei einem Schadenfeuer stark beschädigt.

Bildrechte: nicht bekannt; Signatur: WB.L.H. 1502

1914 St. Margarethen - Häuser auf dem Deich der Elbe, Hauptstraße

1914 St. Margarethen - Häuser auf dem Deich der Elbe, Hauptstraße
1914 St. Margarethen - Häuser auf dem Deich der Elbe
1914 St. Margarethen - Hauptstraße

1914 St. Margarethen - Häuser auf dem Deich der Elbe, Hauptstraße
oben (Bild 2): Blick von den Wiesen des unbedeichten Vorlandes auf die Häuser, Gehölze und Gärten auf dem Deich, welche nicht nur wegen ihres pittoresken Anblickes etwas besonderes waren, sondern auch allein schon wegen der gesamten Situation ihres Standortes. Die über lange Zeiträume bestehende Situation im Bestick des Deiches kennzeichnete einen aus der Sicht des Küstenschutzes völlig untragbaren Zustand. Er war dadurch entstanden, dass der Deich zeitweilig zur zweiten Deichlinie gehört hatte, weil weiter vorne ein neuer Deich gebaut worden war. Da dieser jedoch gegen die sich verlagernde Elbe nicht gehalten und daher aufgegeben werden mußte, bekam die zeitweilig rückliegende Deichlinie wieder ihre volle Funktion. Zwischenzeitlich aber war die zeitweilig funktionslos gewordene Deicherde jedoch bebaut worden und diese Nutzung wurde weiterhin aufrecht erhalten. Selbst nach der Sturmflut vom 16./17. Februar 1962 und den dabei entstandenen Schäden waren keine Konsequenzen gezogen worden. Erst die Sturmflut vom Januar 1976 löste bei den Verantwortlichen für die Deichsicherheit die notwendigen Maßnahmen aus – in der Folge wurde eine Vordeichung vorgenommen und das Deichprofil von deichfremden Nutzungen frei gehalten. Eines der Deichhäuser kann heute sogar als Feriendomizil erlebt werden als Haus Stöpe
Unten (Bild 3): Blick durch die seinerzeit noch unbefestigte Hauptstraße , rechts hinter der Hecke und den Bäumen das 1992 abgebrochene alte Gebäude der Schule.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1915 Kirchspiel Wappen St. Margarethen

1915 hölzernes Relief Kirchspiel Wappen St. Margarethen

1915 Kirchspiel Wappen St. Margarethen
Im Zusammenhang mit der im I. Weltkrieg durchgeführten Sammelaktion (Nationalspende) für die Opfer des Krieges erfolgte seinerzeit auch in St. Margarethen eine derartige Aktion. Hierfür wurde angelehnt an das die Heilige Margaretha zeigende Kirchspielwappen ein hölzernes etwa 2 Meter großes Relief der Heiligen Margaretha gefertigt. Am 13.02.1915 wurde die Figur aufgestellt, um durch Nagelbeschlag vollendet zu werden. Spender erwarben zum Zweck der sogenannten Nagelung die Nägel, um sie dann in die Figur einzuschlagen.
Professor Schwindrazheim in Altona hatte das Relief entworfen, welches von dem St. Margarethener Tischlermeister Johann Wiekhorst geschnitzt und von dem Bütteler Malermeister Jacob Baumann ausgemalt wurde.
Die Gemeinde St. Margarethen trägt ihren Namen nach ihrer Kirche. Die erste Kirche des Kirchspiels stand in dem vor 500 Jahren in der Elbe vor Scheelenkuhlen aufgegebenen und versunkenen Dorf Elredefleth; sie wurde etwa im Jahre 1500 abgetragen und im heutigen St. Margarethen wieder aufgebaut und am Margarethen-Tag (20. Juli) eingeweiht.

Bildrechte: nicht bekannt; vermutlich der seinerzeitige "Ausschuß für die Nagelung des St. Margarethener Kirchspiels-Wappen"

1915 St. Margarethen - Gasthof zur Traube, Bahnhofstraße, Pastorat

1915 St. Margarethen - Gasthof zur Traube, Bahnhofstraße, Pastorat
1915 Gebäude an der Bahnhofstraße in St. Margarethen in der Wilstermarsch
2017 Gebäude an der Bahnhofstraße in St. Margarethen in der Wilstermarsch

1915 St. Margarethen - Gasthof zur Traube, Bahnhofstraße, Pastorat
oben: Blick durch die Dorfstraße. Rechts an der Einmündung der Poststraße in die Dorfstraße steht „Haack´s Gasthof“, zuvor auch "Gasthof zur Traube" genannt; das Gebäude ist das heutige „Dolling Haus“, welches als Gemeindezentrum genutzt wird. Es ist benannt nach Otto Dolling, welcher in dem Gebäude längere Zeit einen Getreidehandel betrieben hatte und es gemeinsam mit seiner Ehefrau der Gemeinde vermachte.
Das mit Efeu überwachsene traufständige Gebäude ist das heute unter Denkmalschutz stehende Haus „von Osten“, es beherbergte die erste Poststelle des Dorfes.
mittig und Bild 2: Die in Baukörper und Fassadengestaltung sehr ansprechend strukturierten Gebäude stehen an der Bahnhofstraße am Ortsausgang Richtung Stuven; sie sind heute (2017) noch gut wiedererkennbar (vgl. Bild 3).
unten: Pastorat. In dem Gebäude war ab 1921 einige Jahre eine "Höhere Privatschule" betrieben worden. Sie war eingerichtet worden auf Initiative von D. Dr. Wilhelm Jensen, Hauptpastor zu St. Margarethen, und dessen Ehefrau, die ein Examen für Lehrerinnen an höheren Mädchenschulen hatte und auch die Schule leitete. Ausschlaggebend war vermutlich der Wunsch des Ehepaares, seinen vier Töchtern eine über die Volksschule hinausgehende Bildung zu ermöglichen. In den Jahren von 1921 bis 1932 unterrichteten 2 bzw. 3 Lehrerinnen bis zu 40 Schüler aus dem Kirchspiel St. Margarethen an der "Höheren Privatschule".

Bildrechte Ansichtskarte: Carl Kuskop, Wilster
Bild 3: Tord Siemen, Wilster

1915 St. Margarethen an der Elbe

1915 St. Margarethen an der Elbe

1915 St. Margarethen an der Elbe
St. Margarethen gehört neben Beidenfleth, Wewelsfleth und Brokdorf zu den auf den hohen Ufersäumen von Elbe und Stör angelegten alten Außen-Kirchspielen der Wilstermarsch.
Die erste Kirche des Kirchspiels St. Margarethen stand allerdings in dem vor 500 Jahren in der Elbe vor Schelenkuhlen versunkenen Dorf Elredefleth; die Elbe verlagerte damals ihr Strombett und es bestanden damals keine Möglichkeiten, diesem Geschehen durch wasserbauliche Maßnahmen zu begegnen.
Die Kirche wurde etwa im Jahre 1500 abgetragen und im heutigen Dorf St. Margarethen wieder aufgebaut und am Margarethen-Tag (20. Juli) eingeweiht.
Die Karte zeigt
rechts oben: das 1912 fertiggestellte Wohn- und Geschäftshaus des Mühlenbetriebes des Claus von Loh.
links unten: die der Heiligen St. Margaretha geweihte Kirche, welche dem Dorf den Namen gab.
rechts unten den Bahnhof von St. Margarethen, welcher jedoch tatsächlich in der Gemeinde Landscheide lag.

Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster

1917 Landscheide - Bahnhof St. Margarethen, Postamt, Bahnhofshotel, Gasthof

1917 Landscheide - Bahnhof St. Margarethen, Postamt, Bahnhofshotel, Gasthof
1917 Landscheide - Bahnhof St. Margarethen, Bahnhofshotel
1917 Landscheide - Bahnhof St. Margarethen, Postamt

1917 Bahnhof St. Margarethen in Landscheide - Postamt, Bahnhofshotel, Gasthof
Der Bahnhof des Kirchortes St. Margarethen lag weit außerhalb des Dorfes bei Landscheide an der Straße nach Flethsee. Hier verlief die am 01.11.1878 eröffnete ursprüngliche Strecke der Marschbahn zwischen Wilster und Heide (Strecke von Altona nach Riepen / Ribe in Nord-Schleswig).
Der Ort Flethsee in der Gemeinde Landscheide wurde deshalb lange Zeit zumeist St. Margarethen Bahnhof genannt.
Die Abbildung oben links zeigt das Empfangsgebäude des Bahnhofes sowie Bahnpersonal und Bahnreisende. Im Bahnhof war auch eine Bahnhofs-Gaststätte vorhanden; seinerzeit und bis in die 1960er Jahre waren diese Gaststätten in den Empfangsgebäuden der Bahnhöfe in heute nicht mehr nachvollziehbarer Weise mit Wartesälen unterschiedlicher Klassen ausgerüstet.
Nach Fertigstellung der ab 1920 über die Hochbrücke Hochdonn führende Eisenbahnstrecke verlor die über den Bahnhof St. Margarethen führende Bahnstrecke an Bedeutung. Von dem Zeitpunkt an endete die von Wilster aus über den Bahnhof St. Margarethen führende Strecke in Brunsbüttel.
Nach der 1878 erfolgten Inbetriebnahme der Marschbahn hatten sich offensichtlich auch in Flethsee große Erwartungen an eine dadurch bewirkte Entwicklung des Ortes begründet. Zusätzlich zur Gaststätte im Bahnhofsgebäude etablierte sich noch der Gasthof "Zur Börse" bzw. "Zum Paßop" und ein "Bahnhofshotel" (unten rechts bzw. Bild 2) sowie ein Postamt (unten links bzw. Bild 3).
Ab Anfang der 1950er Jahre verkehrte noch ein Schienenbus auf der Strecke Wilster - Brunsbüttel, auf welcher 1988 der Personenverkehr völlig eingestellt wurde.
Ein Bahnhof St. Margarethen besteht heute nicht mehr, doch hält der Name der Bahnhofstraße in Flethsee die Erinnerung an ihn wach.

Bildrechte: Karl Kuskop, Wilster

1917 St. Margarethen, Büttel, Landscheide

1917 St. Margarethen, Büttel, Landscheide, Marschbahn
ehemalige Kirchspielsvogtei St. Margarethen
1917 Bahnhof Landscheide an der Marschbahn

1917 St. Margarethen, Büttel, Landscheide.
Die Mehrbildkarte zeigt Motive aus beiden Orten sowie auch den in Flethsee (Gemeinde Landscheide) an der damaligen Marschbahn (Strecke Altona – Wilster – Hvidding in Nordschleswig) gelegenen Bahnhof St. Margarethen.
Neben dem Wappen des Landes Schleswig-Holstein ist auch die erste Strophe des Schleswig-Holstein-Liedes abgedruckt; seinerzeit war vielen Menschen noch nachhaltig in Erinnerung, mit welchen Opfern die Loslösung der beiden Herzogtümer von Dänemark bei den Auseinandersetzungen in den Jahren 1848 bis 1851 und 1864 bis 1866 verbunden war.
Die Abbildung rechts zeigt Szenen aus Büttel und den dortigen Hafen; die Abbildung rechts unten zeigt gleichfalls den Hafen in Büttel.
Die Abbildung links unten zeigt die ehemalige Kirchspielsvogtei (Bild 2) in St. Margarethen.
Die Abbildung unten mittig zeigt den "Bahnhof St. Margarethen" (Bild3), welcher jedoch in dem zur Gemeinde Landscheide gehörenden Ort Flethsee stand.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1920 Gasthof Franzenburg in St. Margarethen

1920 Gasthof Franzenburg in St. Margarethen in der Wilstermarsch
1920 Gasthof Franzenburg in St. Margarethen in der Wilstermarsch
1920 Gasthof Franzenburg in St. Margarethen in der Wilstermarsch

1920 Gasthof Franzenburg in St. Margarethen.
Die Gebäude des Gasthofes „Zur Franzenburg“ in St. Margarethen, Dorfstraße 23, standen unmittelbar am Deich der Elbe. Heute ist es aus Gründen der Deichsicherheit nicht angezeigt, derartige Gebäude im Bestick eines Deiches zu plazieren; in St. Margarethen erfolgte zwischenzeitlich eine Vordeichung.
Noch heute wird in dem Anwesen ein Hotel mit Gaststätte (Margarethen-Hof) betrieben.
Seinerzeit warb der Gasthof mit dem zugehörigen Garten und der auf der luftseitigen Böschung des Elbdeiches aufgeständerten Veranda (Bild unten bzw. Bild 3). Selbstverständlich stand damals am Gasthof auch für die mit der von Pferden gezogenen Kutsche Reisenden eine sogenannte Durchfahrt für den Ausspann bereit (bild oben bzw. Bild 2).

Bildrechte: Amandus Dohrn, Büttel
Reg. mein-wilster: 1777 AK

1920 St. Margarethen - Festumzug der Ring- oder der Rolandsreiter SF

1920 St. Margarethen - Festumzug der Ring- oder der Rolandsreiter
1920 St. Margarethen - Festumzug der Ring- oder der Rolandsreiter

ca. 1920 (geschätzt) St. Margarethen - Festumzug der Ring- oder der Rolandsreiter.
Nach dem alljährlichen Wettkampf geleitet der Festumzug der Ring- oder der Rolandsreiter den dabei ermittelten Sieger, den "König", durch das Dorf.
Neben zahlreichen Zuschauern begleiten fünf Kutschen mit den Honoratioren und Ehren-Damen sowie viele Reiter mit ihrer Standarte den König.
Der "König" ist als solcher gekennzeichnet durch eine über die Brust gespannte Schärpe.
Nahezu alle der auf dem Foto abgebildeten männlichen Personen, Reiter, Honoratioren, Kutscher, Zuschauer und Knaben tragen Kopfbedeckungen, Reiterkappen, Mützen, Hüte und zwei der Kutscher und die Honoratioren sogar jeweils einen Zylinderhut.
Neben dem auch heute noch in der Wilstermarsch betriebenen Ringreiten war dort früher auch das Rolandreiten ein beliebter Pferdesport.
Der Roland war eine bemalte menschenähnliche Holzfigur, welcher drehbar auf einem Pflock befestigt ist.
Der nahe an der hölzernen Figur vorbei reitende Reiter mußte mit einer kurzen Lanze den am rechten Arm des Roland befestigten Schild treffen und ihn so in eine Drehbewegung versetzen. Eine besondere Herausforderung für den Reiter war, daß er so schnell reiten mußte, um nicht von dem am linken Arm des sich drehenden Roland befestigten und mit Asche oder Kreide gefüllten Sack getroffen zu werden.
Leider wird das alte Brauchtum seit Jahrzehnten in der Wilstermarsch nicht mehr ausgeübt, obwohl es zumindest für die Zuschauer attraktiver als das Ringreiten ist.
In St. Margarethen wurde der sportliche Wettkampf der Reiter im Vorland unmittelbar vor dem Deich betrieben.
In den Jahren vor 1925 borgten sich die St. Margarethener einen Roland aus Eddelak, bis ihnen dann 1922 der Tischler Heinrich Alpen eine eigene Figur fertigte. Leider verbrannte der noch zu Beginn der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts in der Wilstermarsch benutzte Roland bei dem Schadenfeuer, welches 1964 den Gasthof Franzenburg in St. Margarethen zerstörte.

Bildrechte: nicht bekannt; sogen. Private Postkarte
Anmerkung: Die vorgestellte Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Karl Kautz, Brokdorf

1921 St. Margarethen - Fracht-Segelschute, Hafen, Priel, Vorland, Deichhäuser

1921 St. Margarethen - Fracht-Segelschute TYRA, Hafen, Priel, Vorland, Deichhäuser
1921 Fracht-Segelschute TYRA im St. Margarethener Hafenpriel
1921 Frau Cornelia Jensen, Leiterin der Höheren Privatschule St. Margarethen, mit ihren Töchtern

1921 St. Margarethen - Hafen, Priel, Vorland, Deichhäuser
Die Fracht-Segelschute TYRA liegt vertäut im St. Margarethener Hafenpriel (sh. auch Bild 2).
Im Hintergrund das Panorama des Ortes mit den sogenannten Deichhäusern auf dem Deich der Elbe. Zu der ungewöhnlichen deichfremden Nutzung einer Bebauung des Deiches war es im 17. Jht. nach einer zuvorigen Vordeichung gekommen, welche ihn zeitweilig zu einem Schlafdeich machte, der jedoch nach Aufgabe der Vordeichung 1686 wieder reaktiviert werden mußte.
Erst in der Folge der Sturmflut des Jahres 1976 wurde die aus Gründen der Deichsicherheit untragbare Situation beseitigt, indem der Deich in neuem Bestick verlegt wurde.
Bei den rechts sitzenden Personen (sh. Ausschnitt Bild 3) handelt es sich um Frau Cornelia Jensen, Ehefrau von Pastor Dr. Wilhelm Jensen, mit zwei Töchtern des Ehepaares.
Cornelia Jensen, welche ein Examen für Lehrerinnen an höheren Mädchenschulen hatte, leitete in den Jahren von 1921 bis 1933 die auf Initiative ihres Ehemannes in St. Margarethen eingerichtete "Höhere Privatschule".

Bildrechte: nicht bekannt, sogen. Privat Postkarte
Anmerkung: Die Karte wurde freundlicherweise von Frau Sigrid Malz, Karlsruhe, für die Heimat-Seite mein-wilster zur Verfügung gestellt.

1924 St. Margarethen - Mehrbildkarte

1924 St. Margarethen - Mehrbildkarte
1924 St. Margarethen (Elbe) - Gebäude mit Kolonialwaren Laden an der Dorfstraße
1924 St. Margarethen (Elbe) - Villa Siemen (Siemen im Busch)

1924 St. Margarethen - Mehrbildkarte mit 10 Abbildungen
oben links: Poststraße und Kirche St. Margarethen.
oben mittig: Dorfstraße mit dem Dolling-Haus an der Einmündung der Poststraße.
oben rechts: Dorfstraße mit den auf dem Deich der Elbe stehenden sogenannten Deichhäusern.
mitte links (Bild 2): Kolonialwarenladen Gebäude Dorfstraße 15; das Gebäude war nach den Plänen des bekannten örtlichen Baumeisters Johannes Wiekhorst aufgestockt worden.
mitte mittig oben: Einmündung der Dorfstraße in die Hauptstraße.
mitte mittig unten: Steinzeug- und Colonialwaren Handlung von Heinrich Thode im Haus Dorfstraße 35.
mitte rechts: Wohnhaus an der Einmündung der Dorfstraße in die Hauptstraße.
unten links (Bild 3): Haus Hauptstraße 28; alte Villa Siemen (Siemen im Busch) weil das Haus zwischen vielen Bäumen stand. Das schöne Gebäude mit Stuckdecken, farbigen Bleiverglasungen, Veranda und Artrium im Treppenhaus wurde Ende der 1980er Jahre verkauft. Bevor der neue Eigentümer das schöne Haus sanieren konnte, wurde es durch ein Schadensfeuer zerstört. Kinder aus dem Dorf hatten in dem leer stehenden Gebäude mit Feuer gespielt, welches außer Kontrolle geriet.
unten mittig: Blick vom Deich auf die Dorfstraße.
unten rechts: altes Schulgebäude.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Reg. mein-wilster: 1800 AK

1925 Elbe bei Scheelenkuhlen

1925 Elbe bei Scheelenkuhlen in der Gemeinde St. Margarethen

1925 Elbe bei Scheelenkuhlen.
Bei dem in der St. Margarthener Heideducht gelegenen Scheelenkuhlen springt der Deich der Elbe als Deichnase vor, weshalb er dort schar liegt und seine Wasserseite mit einem massiven Steindeckwerk gesichert ist. In Richtung St. Margarethen weicht der Deich weiter zurück; dort liegt zwischen dem Deich der hier etwa 3,5 km breiten Elbe und dem Fluß ein ausgedehntes Vorland. Dieses war dadurch entstanden, als ein weiter vorne gebauter Deich gegen die sich verlagernde Elbe nicht gehalten und daher aufgegeben werden mußte; die zeitweilig rückliegende Deichlinie erhielt danach wieder ihre volle und heute noch bestehende Funktion.
Vor Scheelenkuhlen lag das vor 1500 aufgegebene Dorf Elredefleth; dessen Nachfolgerin das um 1500 errichtete und nach seiner am St. Margarethen Tag geweihten Kirche benannte Dorf St. Margarethen ist.
Der Name der Örtlichkeit Scheelenkuhlen verweist auf die gefährliche Situation, die hier der beständig mahlende Strom der Elbe erzeugt;
Kuhle bedeutet Vertiefung,
scheel bedeutet tückisch oder unberechenbar.
Der Fluß hat hier, wie an keiner anderen Stelle sonst, einen tiefen Kolk in den Untergrund gegraben, wohl die tiefste Sohllage der Elbe oberhalb von Cuxhaven. Mit massiven Strombauwerken, u.a. mit der auf dem Foto erkennbaren Buhne, muss daher bei Scheelenkuhlen der Deich gegen den gegen das Land arbeitenden Strom gesichert werden.
Die Ansichtskarte wurde verausgabt vom Verlag. J. J. Augustin in Glückstadt, um für das von ihm verlegte "Heimatbuch des Kreises Steinburg" in 3 Bänden zu werben.
Bildrechte: Ballerstädt, Wilster

1925 Gastwirtschaft "Zum Paßop" am Bahnhof St. Margarethen

1925 Gastwirtschaft

1925 Gastwirtschaft Zum Paßop am Bahnhof St. Margarethen.
Die Gastwirtschaft "Zum Paßop" befand sich in Flethsee gegenüber dem Bahnhof St. Margarethen. Der Bahnhof führte seinen Namen nach dem Kirchspiel St. Margarethen, zu welchem die gleichnamige Gemeinde sowie die Gemeinden Kudensee, Landscheide und Flethsee gehörten.
Der Bahnhof und die Gastwirtschaft "Zum Paßop" lagen an der Strecke der Marschbahn, welche von Altona über Wilster und Heide nach Hvidding in Nordschleswig führte und schrittweise 1887 vollendet war. Eine 1893 fertig gestellte Stichstrecke führte ab Flethsee nach Brunsbüttel. Nach dem Bau des Kaiser-Wilhelm Kanals mußte der Kanal bei Taterpfahl mittels einer Drehbrücke gequert werden; eine Kanalverbreiterung erzwang eine neue Linienführung der Marschbahn über die ab 1920 über die Hochbrücke Hochdonn führende Strecke. Der Bahnhof St. Margarethen lag in der Folge nur nach an einer Stichstrecke, welche von Wilster nach Brunsbüttel führt.
Die Gastwirtschaft "Zum Paßop" bestand unter dem Namen "Zur Börse" bis in die 1980er Jahre; sie wurde zuletzt von Johann Laackmann betrieben.

Bildrechte: J. Waldemar Jacobsen, Hamburg
Reg. mein-wilster: 1822 AK

1925 Grüppen Kleien in der Wilstermarsch SF

1925 Grüppen Kleier bei der Arbeit in der Wilstermarsch

1925 Grüppen Kleien oder Schloten in der Wilstermarsch
(als "kleien" oder "schloten" wurde die Arbeit des Ausheben von Erde und Sediment aus den Gräben und Grüppen bezeichnet).
Das Aufreinigen von Grüppen bei St. Margarethen.
Die Abbildung zeigt anschaulich, wie besonders arbeitsaufwendig und mühevoll noch vor wenigen Jahrzehnten die in Handarbeit vorzunehmende Unterhaltung und Aufreinigung der Entwässerungseinrichtungen der Wilstermarsch war.
Die Marsch weist im Gegensatz zu nahezu allen anderen nicht urbanen Landschaften die Besonderheit auf, dass sie praktisch vollkommen vom Menschen gestaltet ist. Die Marschbeetstruktur mit den vielen kleinen die einzelnen Beete voneinander trennenden und sie entwässernden Grüppen (kleine Gräben) entstand zu der Zeit, als die ersten Kolonisten die Marsch urbar machten.
Die Marschbeete sind in der Kleimarsch (mit an Ton reichen Böden, dem Klei) leicht gewölbt und haben zumeist eine Breite von 16 m bis 22 m; die Beete der Moormarsch (z.B. im Bereich Vaalermoor) sind zumeist deutlich schmaler und in aller Regel eben. In den letzten Jahrzehnten wurden im Interesse einer Optimierung der Bewirtschaftung der Flächen viele Grüppen durch gedeckte Drain-Systeme beseitigt.
Anmerkung: Es sollte Auftrag der örtlichen kommunalen Stellen sein, die Erhaltung besonders anschaulicher Beispiele der ursprünglichen Marschbeetstruktur durch geeignete administrative Festlegung zu bewirken!
Dort, wo heute noch Grüppen vorhanden sind, werden diese nahezu ausschließlich durch den Einsatz von Maschinen (Tellerrandfräse, Schneckenfräse) aufgereinigt. Es liegt auf der Hand, dass diese - aus ökonomischen Zwängen notwendige - Art der Gewässerunterhaltung große Nachteile für Flora und Fauna in der Marsch hat. So haben z.B. die dramatischen Rückgänge bei Leitarten wie dem Weißstorch hierin eine ihrer entscheidenden Ursachen.
Bei der maschinellen Reinigung sollten schonende Systeme verwendet werden, bei denen mit möglichst geringer Drehzahl der Grüppenaushub aufgenommen und abgelegt wird. Ein gutes Beispiel für eine derartige Maschine ist die von der Firma von Osten entwickelte Grabenfräse, welche mehrere Fotos und ein Video im Einsatz zeigt.

Bildrechte Ansichtskarte: nicht bekannt
Anmerkung: Die Karte befindet sich in der Sammlung Ulf Steinhauer, Krempe

1925 Inneres der Kirche zu St. Margarethen

1925 Inneres der Kirche zu St. Margarethen

ca. 1925 Inneres der Kirche zu St. Margarethen.
Das Kirchdorf trägt seinen Namen nach der um 1500 errichteten und am Margarethen-Tag (20. Juli 1500) geweihten Kirche.
Die erste Kirche des Kirchspiels stand in dem vor 500 Jahren in der Elbe vor Schelenkuhlen versunkenen Dorf Elredefleth; die Elbe verlagerte damals ihr Strombett und es bestanden keine Möglichkeiten, diesem Geschehen durch wasserbauliche Maßnahmen zu begegnen.
Die Kirche wurde etwa im Jahre 1500 abgetragen und im heutigen Dorf St. Margarethen wieder aufgebaut. Die mit Backsteinen erbaute barocke und mit einer umlaufenden Empore versehene Saalkirche ist mit Blattgold und Marmor-Malereien verziert. Ihr frei stehender und in hölzerner Konstruktion erbauter und mit Schiefer gedeckte Kirchturm stammt aus dem Jahre 1784.
Die Heilige Margaretha in der Darstellung in ihrem Kampf mit dem Drachen ist sowohl über dem Portal als auch in der Wetterfahne der Kirche abgebildet; weiterhin befindet sich in der Kirche ein die Heilige zeigendes Nagelbild. Die Marcussen-Orgel der Kirche stammt aus dem Jahr 1786.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1925 St. Margarethen - Bahnhofstraße, Villa von Loh, Bahnhof, Deichhäuser SF

1925 St. Margarethen - Bahnhofstraße, Villa von Loh, Bahnhof, Deichhäuser
St. margarethen - Wohnhäuser an der Bahnhofstraße
St. Margarethen 1912 erbautes Wohn- und Geschäftshaus des Mühlenbetriebes des Claus von Loh

1925 St. Margarethen - Bahnhofstraße, Villa von Loh, Bahnhof, Deichhäuser
oben links: Wohnhäuser an der Bahnhofstraße am Ortsausgang Richtung Stuven.
oben rechts und Bild 3: Wohn- und Geschäftshaus des Mühlenbetriebes des Claus von Loh.
Das 1912 errichtete Haus ist - wie viele andere das Ortsbild von St. Margarethen prägende Bauwerke – von dem dort ansässig gewesenen Baumeister Johannes Wiekhorst entworfen worden.
unten links: Empfangsgebäude Bahnhof St. Margarethen
Der Bahnhof des Kirchortes St. Margarethen lag weit außerhalb des Dorfes bei Landscheide an der Straße nach Flethsee. Hier verlief die am 01.11.1878 eröffnete ursprüngliche Strecke der Marschbahn zwischen Wilster und Heide (Strecke von Altona nach Riepen / Ribe in Nord-Schleswig).
Der Ort in der Gemeinde Landscheide wurde lange Zeit zumeist St. Margarethen Bahnhof genannt.
unten rechts: sogenannte Deichhäuser auf dem (damaligen) Deich der Elbe.

Bildrechte: nicht verzeichnet
Anmerkung: Die vorgestellte Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Karl Kautz, Brokdorf

1925 St. Margarethen an der Elbe

1925 St. Margarethen an der Elbe
1925 St. Margarethen (Elbe) Häuser an der Bahnhofstraße
1925 St. Margareten (Elbe) Gemischtwaren Hinz an der Herzogstraße

ca. 1925 St. Margarethen an der Elbe.
oben links: Haus von Albert Siemen in der Bahnhofstraße
oben mittig: Häuser an der Bahnhofstraße Richtung Flethsee (Bild 2)
oben rechts: Schule
mitte links: Hauptstraße und Schule
mitte mittig: Villa von Loh mit dem rechts daneben stehenden Bankgebäude
mitte rechts: Hof Siemen an der Dorfstraße
unten links: Gasthof zum Landhaus; daneben der Friseursalon Huck
unten mittig: Denkmal (auf der Rasenfläche gegenüber Tischlerei Alpen) vor dem Friedhof
unten rechts: Gemischtwaren Hinz an der Herzogstraße (Bild 3)

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1925 Villa in St. Margarethen an der Elbe

ca. 1925 St. Margarethen an der Elbe
Das Kirchdorf St. Margarethen gehört neben Beidenfleth, Wewelsfleth und Brokdorf zu den alten Außen-Kirchspielen der Wilstermarsch.
Die repräsentative Villa wurde auf dem Standort - auf dem "Stuven" - der 1540 erstmals bezeugten Korn-Windmühle in St. Margarethen gebaut. Der Turm der Villa wurde 1912 als Ergänzung zu dem Gebäude errichtet.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1927 St. Margarethen, ländliches Wohnhaus

1927 St. Margarethen, ländliches Wohnhaus

1927 St. Margarethen, ländliches Wohnhaus.
Das ländliche Wohnhaus mit dem angebauten Wirtschaftsteil wurde wahrscheinlich von einer Familie Andersen bewohnt; der genaue Standort des Gebäudes konnte noch nicht ermittelt werden.
Um Mithilfe bei der Identifizierung wird gebeten!

Bildrechte: nicht bekannt

1928 Gasthof "Zur Franzenburg" in St Margarethen

1928 Gasthof "Zur Franzenburg" in St Margarethen
Die Gebäude des Gasthofes „Zur Franzenburg“ in St. Margarethen, Dorfstraße 23, standen unmittelbar am Deich der Elbe. Heute ist es aus Gründen der Deichsicherheit nicht angezeigt, derartige Gebäude im Bestick eines Deiches zu plazieren.
In St. Margarethen erfolgte zwischenzeitlich eine Vordeichung.
Noch heute wird in dem Anwesen ein Hotel mit Gaststätte (Margarethen-Hof) betrieben.

Bildrechte: A. Bockmann, Brunsbüttelkoog

1928 St. Margarethen (Elbe) - Franzenburgs Gasthof

1928 St. Margarethen (Elbe) - Franzenburgs Gasthof

1928 St. Margarethen (Elbe) - Franzenburgs Gasthof
Mit zugehörigem Garten und Veranda warb der Betrieb für sich. Das Gasthaus hielt selbstverständlich auch für die mit der von Pferden gezogenen Kutsche Reisenden eine sogenannte Durchfahrt als Ausspann bereit.
Die Gebäude des Gasthofes „Zur Franzenburg“ in St. Margarethen, Dorfstraße 23, standen unmittelbar am Deich der Elbe. Heute ist es aus Gründen der Deichsicherheit nicht angezeigt, derartige Gebäude im Bestick eines Deiches zu plazieren.
In St. Margarethen erfolgte zwischenzeitlich eine Vordeichung.
Noch heute wird in dem Anwesen ein Hotel mit Gaststätte (Margarethen-Hof) betrieben.

Bildrechte: A. Bockmann, Brunsbüttelkoog

1928 St. Margarethen - Kirche, Villen, Gasthof, Schule

1928 St. Margarethen - Kirche, Villen, Gasthof, Schule
1928 Hauptstraße in St. Margarethen mit der Villa von Loh
1928 St. Margarethen - Schulhaus

1928 St. Margarethen - Kirche, Villen, Gasthof, Schule.
oben links: Die repräsentative Villa wurde auf dem Standort - auf dem "Stuven" - der 1540 erstmals bezeugten Korn-Windmühle in St. Margarethen gebaut. Der Turm der Villa wurde 1912 als Ergänzung zu dem bestehenden Gebäude errichtet.
oben mittig u. Bild 2: Die an der Hauptstraße stehende Villa des Mühlenbetreibers Claus von Loh wurde 1912 errichtet.
Sie wurde – wie so viele andere das Ortsbild von St. Margarethen prägende Bauwerke – von dem dort ansässig gewesenen Baumeister Johannes Wiekhorst entworfen.
oben rechts: Die um 1500 am St. Margarethen Tag (20. Juli) geweihte Kirche.
mittig: Dampfschiff auf der Elbe.
unten links: altes Schulgebäude.
unten mittig: Gasthof Franzenburg.
unten rechts: Gebäude Hauptstraße 25 mit der Filiale der Westholsteinischen Bank.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Reg. mein-wilster: 1779 AK

1928 St. Margarethen - Kirche, Villen, Gasthof, Schule b SF

1928 St. Margarethen - Kirche, Villen, Gasthof, Schule

1928 St. Margarethen - Kirche, Villen, Gasthof, Schule.
oben links: Die repräsentative Villa wurde auf dem Standort - auf dem "Stuven" - der 1540 erstmals bezeugten Korn-Windmühle in St. Margarethen gebaut. Der Turm der Villa wurde 1912 als Ergänzung zu dem bestehenden Gebäude errichtet.
oben mittig: Die an der Hauptstraße stehende Villa des Mühlenbetreibers Claus von Loh wurde 1912 errichtet.
Sie wurde – wie so viele andere das Ortsbild von St. Margarethen prägende Bauwerke – von dem dort ansässig gewesenen Baumeister Johannes Wiekhorst entworfen.
oben rechts: Die um 1500 am St. Margarethen Tag (20. Juli) geweihte Kirche.
mittig: Dampfschiff auf der Elbe.
unten links: altes Schulgebäude.
unten mittig: Gasthof Franzenburg.
unten rechts: Gebäude Hauptstraße 25 mit der Filiale der Westholsteinischen Bank.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Anmerkung: Die vorgestellte kolorierte Version der Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Karl Kautz, Brokdorf

1930 St. Margarethen (Elbe)

ca. 1930 St. Margarethen
Ansichten aus dem schönen Dorf St. Margarethen an der Elbe.
Der Ort war um 1500 als Ersatz für das alte in der Elbe vor Scheelenkuhlen Elbe versunkene Dorf Elredeflethe errichtet worden. Er wurde benannt nach seiner am St. Margarethen Tag geweihten Kirche.
Die mittig abgebildete repräsentative Villa wurde auf dem Standort - auf dem "Stuven" - der 1540 erstmals bezeugten St. Margarethener Korn-Windmühle errichtet. Der Turm wurde 1912 errichtet.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1930 St. Margarethen (Elbe) - Dorfstraße

1930 St. Margarethen (Elbe) - Dorfstraße

1930 St. Margarethen (Elbe) - Dorfstraße
Bei der Abbildung handelt es sich nicht um eine Ansichtskarte,
sondern um ein Sammelbild aus dem 480 Bilder umfassenden Sammelband "An unserm schönen Elbstrom" des Verlages Ernst Lübbe, Wischhafen.
Die Dorfstraße folgt in weiten Strecken dem Fuß des Deiches an der Elbe.
Ganz rechts der „Gasthof zum Landhause“ von Johannes Vollmert, in welchem sich ein Festsaal befand, auf welchem u.a. das alljährliche Kinderfest mit Vogelschießen und nachfolgendem Tanz gefeiert wurde. Nach dem II. Weltkrieg diente der Saal in dem Gebäude dem Turnverein St. Margarethen als Turnhalle. Im Jahre 1978 mußte das Gebäude einem Neubau weichen.
Das links stehende Gebäude besteht heute noch, hat allerdings nicht mehr das prägende Reethdach.

Bildrechte: Verlag Ernst Lübbe, Wischhafen

1932 maritime Motive an der Elbe bei Brokdorf und St. Margarethen SF

1932 Brokdorf an der Elbe - maritime Motive aus älterer Zeit
Die Elbe bei St. Margarethen
Richtfeuer Brokdorf

1932 maritime Motive an der Elbe bei Brokdorf und St. Margarethen
Die 1932 gelaufene Ansichtskarte zeigt z.T. viele Jahre ältere maritime Motive.
oben: Lotsenhaus (um 1900) auf der Bösch im unbedeichten Vorland vor St. Margarethen.
Seit dem 13. Jahrhundert gab es auf der Elbe Lotsen. Diese waren zunächst Fischer, die mit den schwierigen und sich ständig verändernden Fahrwasserverhältnissen vertraut waren; mit der Zeit entwickelte aus dem Gelegenheitsgewerbe ein eigener Berufsstand. Ab 1656 gab es ein geregeltes Lotswesen auf der Elbe. Die Lotsen organisierten sich in Bruderschaften; so in die 1745 gebildete Elbelotsenbrüderschaft, welche die Abfolge des Einsatzes der Lotsen regelte. Ab 1749 wurden die Lotsenboote besetzt von einer Lotsen-Station bei St. Margarethen; sie war in einem Wirtshaus eingerichtet worden, welches sich auf einer im Vorland gelegenen uralten Wurt befand. Die seit alters her bewohnte Wurt wurde Bösch genannt nach einer am gegenüber liegenden Rand des Fahrwassers gelegenen Sandbank - der Bösch bzw- dem Bösch-Rücken. Die Lotsen nannten sich entsprechend: Bösch-Lotsen.
Das Gebäude brannte am nebligen Morgen des 05. November 1902 ab und wurde nicht wieder aufgebaut. Die Lotsenstation, welche bie zu 80 Lotsen Quartier bieten konnte, war bereits 1895 nach Brunsbüttelkoog verlegt worden, wonach das Gebäude nur noch als Gastwirtschaft genutzt wurde. Die Warft selbst besteht heute noch, sie liegt unmittelbar am Bütteler Außenpriel im Außendeich von St. Margarethen (vgl. Bild 3).
mittig:
- Dreimast-Toppsegel-Schoner, Spaziergänger auf dem Deich, Stack, Peilbake
- alter Fahrensmann
- Leuchtturm Brokdorf (Oberfeuer des Richtfeuers Brokdorf), Stack, Schiffe
unten: Leuchtturm Hollerwettern; am Elbdeich stehendes Unterfeuer des Brokdorfer Leuchtturmes.
Das für die Schifffahrt auf der Elbe eingerichtete Richtfeuer Brokdorf bestand aus dem höheren Oberfeuer in Brokdorf und dem niedrigeren Unterfeuer in Hollerwettern.
Wenn das gelbe Licht beider Türme sich für den Schiffer übereinander – also „Feuer in Linie“ – befand, steuerte er den richtigen Kurs im Fahrwasser (vgl. Bild 4).
Das Richtfeuer in Brokdorf wurde 1889 errichtet; das Oberfeuer als runder Eisenturm, das Unterfeuer als hölzernes Leuchthaus.
1911 wurden beide Anlagen durch Neubauten ersetzt, die bis 1982 im Dienst waren.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Karl Kautz, Brokdorf

1935 Kriegerdenkmal in St. Margarethen

ca. 1935 Kriegerdenkmal in St. Margarethen
Das an die Gefallenen des I. Weltkrieges 1914 bis 1918 aus dem Kirchspiel St. Margarethen erinnernde Kriegerdenkmal wurde am Ortseingang auf der dreieckigen von Hauptstraße und Poststraße gebildeten Fläche vor dem Friedhof errichtet.
Jede Ortschaft der Wilstermarsch ehrte auf diese Weise ihre Gefallenen.

Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster

1935 St. Margarethen (Elbe) SF

ca. 1935 St. Margarethen (Elbe)
Die vier Mehrbildkarten aus St. Margarethen konnten zeitlich nicht hinreichend zugeordnet werden, da sie nicht gelaufen sind.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Die Karten befinden sich in der Sammlung von Reinhard Soetje, Offenburg, der als Kind einige Jahre in St. Margarethen wohnhaft war.

1935 St. Margarethen (Elbe) SF

ca. 1935 St. Margarethen (Elbe)
Die drei Postkarten aus St. Margarethen konnten zeitlich nicht hinreichend zugeordnet werden, da sie nicht gelaufen sind.
Bild 4 zeigt eine Rückseite der Karten.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Die Karten befinden sich in der Sammlung von Reinhard Soetje, Offenburg, der als Kind einige Jahre in St. Margarethen wohnhaft war.

1935 St. Margarethen (Elbe) SF

ca. 1935 St. Margarethen (Elbe)
Die vier Mehrbildkarten aus St. Margarethen konnten zeitlich nicht hinreichend zugeordnet werden, da sie nicht gelaufen sind.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Die Karten befinden sich in der Sammlung von Reinhard Soetje, Offenburg, der als Kind einige Jahre in St. Margarethen wohnhaft war.

1935 St. Margarethen (Elbe) SF

ca. 1935 St. Margarethen (Elbe)
Die vier Mehrbildkarten aus St. Margarethen konnten zeitlich nicht hinreichend zugeordnet werden, da sie nicht gelaufen sind.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Die Karten befinden sich in der Sammlung von Reinhard Soetje, Offenburg, der als Kind einige Jahre in St. Margarethen wohnhaft war.

1935 St. Margarethen (Elbe) - Dorfstraße

1935 St. Margarethen (Elbe) - Dorfstraße
2013 St. Margarethen (Elbe) - Dorfstraße

1935 St. Margarethen an der Elbe - Dorfstraße.
Blick von der Krone des Deiches über die Dorfstraße auf die dem Dorf ihren Namen gebende und der Heiligen Margaretha geweihten Kirche.
Die Dorfstraße im Zuge der heutigen B 431 führt rechts Richtung Brokdorf sowie nach links zu ihrer Einmündung in die Hauptstraße.
Das Gebäude rechts mit dem Frontispiz wird aktuell von der Bordesholmer Sparkasse genutzt; hinter dem Gebäude mündet die schmale Herzogstraße in die Dorfstraße ein.
An der Herzogstraße steht hinten links das helle Haus; in ihm wurde vor einigen Jahren die Bäckerei Piepenburg betrieben.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Das Vergleichsfoto (Bild 2) wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Tord Siemen, Wilster. Es wurde offenbar aus dem Ferienhaus Stöpe heraus aufgenommen.

1940 St. Margarethen (Elbe) Ortskern mit der Kirche

1940 St. Margarethen (Elbe) Ortskern mit der Kirche

1940 St. Margarethen (Elbe) Ortskern mit der Kirche
Der Ort wurde um 1500 als Ersatz für das vor Scheelenkuhlen gelegene und in der Elbe versunkene und zuvor planmäßig geräumte Dorf Elredeflethe neu begründet.
Er wurde benannt nach seiner am St. Margarethen Tag geweihten Kirche.
Nachweislich seiner unregelmäßigen Straßenführung wurde das Dorf jedoch nicht planmäßig errichtet (wie das später aus gleichem Grunde verlegte Dorf Brunsbüttel Ort), so daß zu vermuten ist, daß hier bereits zuvor eine Ansiedlung bestand.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1940 St. Margarethen - Leuchttürme Brokdorf und Scheelenkuhlen, Lotsenstation Bösch

1940 St. Margarethen - Leuchttürme Brokdorf und Scheelenkuhlen, Lotsenstation Bösch
1940 Pension Matthiesen an der Einmündung der Dorfstraße in die Hauptstraße in St. Margarethen (Elbe)
1940 Villa des Mühlenbesitzers Claus von Loh an der Hauptstraße in St. Margarethen (Elbe)

1940 St. Margarethen - Leuchttürme Brokdorf und Scheelenkuhlen, Lotsenstation Bösch
Die Lage des unmittelbar hinter dem Deich der Elbe liegenden Dorfes wird auf der Karte mit verschiedenen maritimen Szenen dokumentiert.
oben links: Viermastbark und Ewer auf der Elbe
oben mittig: Bei dem Leuchtturm in Gitterkonstruktion handelt es sich um das außerhalb des Gemeindegebietes stehende Oberfeuer Brokdorf, welcher von 1911 bis 1982 in Betrieb war.
oben rechts: Der auf der Binnenböschung des Deiches stehende Leuchtturm Scheelenkuhlen war 1897 in Betrieb genommen worden; er besteht seit 1980 nicht mehr.
links mittig (Bild 2): Das Gebäude der Pension Matthiessen an der Einmündung der Dorfstraße in die Hauptstraße.
rechts mittig (Bild 3): Die an der Hauptstraße stehende Villa des Mühlenbetreibers Claus von Loh wurde 1912 errichtet.
unten rechts: Die um 1900 entstandene Abbildung zeigt die ehemalige Lotsenstation auf der Bösch vor St. Margarethen. Das Gebäude brannte im Jahr 1902 ab und wurde nicht wieder aufgebaut.

Bildrechte: Verlag Walter Jappe, Lübeck

1942 St. Margarethen (Elbe) Bahnhof, Kirche, Villen, Elbe Deich

ca. 1942 St. Margarethen (Elbe)
Die Abbildung oben links zeigt den an der ehemaligen Marschen-Bahn (Strecke Altona nach Tondern) errichteten Bahnhof (Bahnhof St. Margarethen) in Landscheide.
Die abgebildeten Villen wurden – wie viele andere das Ortsbild von St. Margarethen prägende Bauwerke – von dem dort ansässig gewesenen Baumeister Johannes Wiekhorst entworfen.
Im Jahre 1913 wurde das Dorf erstmals von einem Zeppelin überflogen.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1942 St. Margarethen (Elbe) Ortskern, Leuchtturm, Segel- und Dampfschiffe

1942 St. Margarethen (Elbe) Ortskern, Leuchtturm, Segel- und Dampfschiffe

ca. 1943 St. Margarethen an der Elbe.
Die Abbildungen mit maritimen Motiven belegen die Lage des schönen an der Elbe gelegenen Dorfes.
Der im Deichbestick stehende Leuchtturm in Scheelenkuhlen wurde 1979 durch das moderne und außerhalb des Deiches stehende neue Unterfeuer ersetzt.
Das abgebildete Kirchspiels-Wappen – es zeigt die dem Dorf ihren Namen gebende Heilige St. Margaretha – ist 1916 zugunsten der Nationalsspende aufgerichtet worden.

Bildrechte: Karl Kuskop, Wilster

1943 St. Margarethen (Elbe) Hauptstraße

ca. 1943 St. Margarethen an der Elbe.
Die Hauptstraße des Kirch-Dorfes St. Margarethen an der Elbe.
Der Ort wurde benannt nach seiner am St. Margarethen Tag dieser Schutzpatronin geweihten Kirche.
Die an der Hauptstraße stehende Villa des Mühlenbetreibers Claus von Loh wurde 1912 errichtet. Sie wurde – wie so viele andere das Ortsbild von St. Margarethen prägende Bauwerke – von dem dort ansässig gewesenen Baumeister Johannes Wiekhorst entworfen.
Vorne links im Anschnitt der Gasthof „Zum Holsteinischen Hause“ von G.F.Rogge.

Bildrechte: Karl Kuskop, Wilster

1949 St. Margarethen (Elbe)

1949 St. Margarethen (Elbe)

1949 St. Margarethen (Elbe)
St. Margarethen an der Elbe wurde bis vor wenigen Jahrzehnten noch von kleinen Frachtschiffen angefahren, welche den Hafen über den durch das breite Vorland führenden Priel erreichen konnten.
Am Hafen St. Margarethen, welcher vor dem Deich im Außentief des Nortorf-Neuenhafener-Kanals lag, hatten sich seinerzeit drei Mühlenbetriebe angesiedelt (Walter Siemen, Claus von Loh, Gustav Bols), deren Mühlen von Dampfmaschinen angetrieben wurden.
Das Getreide wurde per Schiff angeliefert bzw. weiter transportiert und durch Sauganlagen oder mittels einer „Sackhebeanlage“ gefördert.
Die Mühlen Bols und Siemen waren bis in die 1950er Jahre in Betrieb.
Die Firma Siemens wurde von der Firma Behrens übernommen, welche am Hafen ein Hoch-Silo errichten ließ.
Mit der Verstärkung des Elbe-Deiches im Jahre 1980 endete der Hafenbetrieb.

Bildrechte: Verlag Heinrich C. Otto, Kiel

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