Alte Postkarten aus Wilster

Aktuelle Kategorie: Wappen, Embleme, Medaillen, Siegel, Plaketten

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1910 Abzeichen - Wilster, Stadt der Baudenkmäler

Mit dem Abzeichen "Wilster - Stadt der Baudenkmäler" warb die Stadt Wilster bereits vor einhundert Jahren mit Fug und Recht für sich mit dem Schatz ihrer Baudenkmäler.
Das Alte Rathaus, das Hudemann´sche Haus, die von Ernst-Georg Sonnin entworfene St. Bartholomäus Kirche, das Doos´sche Palais (Neues Rathaus) mit dem prächtigen Garten sind weithin bekannte bauliche Schätze!
Wer durch die engen Straßen der kleinen Stadt wandert, wird noch viel mehr entdecken können, die historische Schwan-Apotheke, die Waffen-Halle, den alten Hafen am Rosengarten, den Stadtpark und die Mühle Aurora, um hier nur einiges zu nennen.
Aus welchem konkreten Anlaß das aus versilbertem Blech bestehende 30 mm breite und 37 mm hohe wahrscheinlich vor dem I. WK herausgegebene Abzeichen verausgabt wurde, ist nicht bekannt. Neben der genannten Umschrift ist das Wappen der Stadt in das Abzeichen geprägt.
Das Wappen der Stadt Wilster stammt aus historischer Zeit.
Im Jahre 1283 hatte das 1282 von den Grafen von Holstein zur Stadt erhobene Wilster lübisches Recht erhalten;
das überlieferte Stadtsiegel von ca. 1300 zeigt bereits den Fisch und das holsteinische Nesselblatt.
Wappen Blasonierung: Geteilt von Rot und Blau. Oben ein silbernes Nesselblatt, belegt mit einem von Silber und Rot geteilten Schildchen, unten schwimmend auf silbernen Wellen ein silberner Fisch.

Bildrechte: nicht bekannt; im Zweifel: Stadt Wilster

1941 / 42 Anstecknadel "Wilstermarscher Haus" - typisches Bauernhaus der Wilstermarsch

1941 / 42 Anstecknadel "Wilstermarscher Haus" des Winterhilfswerkes in der Zeit des Nationalsozialismus

1941 / 42 Anstecknadel Wilstermarscher Haus - typisches Bauernhaus der Wilstermarsch.
In der Zeit des Nationalsozialisten veranlaßte das Regime, im Rahmen des „Winterhilfswerk des Deutschen Volkes“ (WHV oder Winterhilfswerk) die Sammlung von Sach- und Geldspenden für bedürftige „Volksgenossen“ durchzuführen. Vorrangig die „Nationalsozialistische Volkswohlfahrt“ organisierte diese Sammlungen in den seinerzeitigen Regionen, wie dem „Gau Schleswig-Holstein“. Das Spendenaufkommen linderte die Not bedürftiger Bevölkerungsgruppen, jedoch wurden schändlicher Weise bedürftige Menschen jüdischer Abstammung und bestimmte andere ethnische oder religiöse Gruppen nicht unterstützt!
An den Sammelaktionen beteiligten sich die regionalen Gliederungen der Partei und die gleichgeschalteten Organisationen. Die Spender erhielten für ihren Beitrag ein Spenderabzeichen oder eine kleine Sammelfigur, deren Sammeln seinerzeit für viele auch mit der Darstellung der eigenen linientreuen Gesinnung verbunden war.
Es gab dabei eine Vielzahl an unterschiedlichen Motiven und vielfach solche auch mit regionalem Bezug. So wurden für die WHV Sammlung 1941/42 eine Serie „Schleswig-Holsteinische Häuser“ verausgabt, welche u.a. auch die vorgestellte Anstecknadel mit dem in Kunstharz gegossenen Motiv „Wilstermarscher Haus“ beinhaltete.

1982 Aufkleber - Marschenstadt Wilster 1282 - 1982 Stadtjubiläum 700 Jahre

Wilster Aufkleber

1982 Aufkleber - Marschenstadt Wilster 1282 - 1982 Stadtjubiläum 700 Jahre
Der Aufkleber wurde aus Anlaß des Stadtjubiläums herausgegeben im Jahre 1982, in welchem die Feierlichkeiten im Rahmen einer Festwoche vom 4. bis 13. Juni 1982 ihren Höhepunkt fanden.
Die Stadt Wilster ist eine der ältesten Städte im heutigen Bundesland Schleswig-Holstein.
Das damalige Dorf Wilster war mit Urkunde vom 8. August 1282 vom damaligen Landesherrn, dem Grafen Gerhard von Holstein und Schauenburg, zur Stadt erhoben wurde; Ritter "Marquardus de Wilstria" unterschrieb als erster Zeuge die Urkunde. Der Name der Marquardstraße erinnert heute an das Geschehen.

Anmerkung: Der Aufkleber wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Thomas Mikolajczyk, Wilster

1982 Medaille "700 Jahre Stadt Wilster"

Die Medaille "700 Jahre Stadt Wilster"
wurde aus Anlaß des Stadtjubiläums im Jahre 1982 geprägt.
Die Stadt Wilster ist eine der ältesten Städte im heutigen Bundesland Schleswig-Holstein.
Die sehr ansprechend gestaltete Medaille zeigt
zum einen die Umschrift "700 Jahre Stadt Wilster" sowie die Abbildung "Altes "Rathaus"
sowie zum anderen das Wappen der Stadt, die Inschrift "Stadt Wilster" sowie die Jahreszahlen 1282 - 1982

1982 Plakat "700 Jahre Stadt Wilster"

Plakat "700 Jahre Stadt Wilster"
10 Festtage vom 4. - 13. Juni 1982
13. Juni "Schleswig-Holstein Tag"

2007 Medaille "725 Jahre Stadt Wilster"

Die Medaille "725 Jahre Stadt Wilster"
wurde aus Anlaß des Stadtjubiläums im Jahre 2007 geprägt.
Die Stadt Wilster ist eine der ältesten Städte im heutigen Bundesland Schleswig-Holstein.
Die in feinsten 999 Silber geprägte und sehr anspruchsvoll und überaus gelungen gestaltete Medaille zeigt
zum einen die Umschrift "725 Jahre Stadt Wilster" sowie die Abbildungen "Altes "Rathaus" und "Neues Rathaus"
sowie zum anderen das Wappen der Stadt und die Jahreszahlen 1282 - 2007

Emblem (inoffizielles) der Wilstermarsch (gestanzt)

Emblem (Kokermühle) gestanzt aus Messing-Blech
Die Abbildung einer Schöpfmühle, der sogenannten Bockmühle Honigfleth, stellt seit etwa 1960 das inoffizielle Emblem der Wilstermarsch dar.
Von diesen Mühlen standen früher mehrere Hundert in der Wilstermarsch; sie schöpften mittels einer archimedischen Schnecke das Wasser aus den Gräben in die höher gelegenen Wettern. Die letzte ihrer Art stand bis 1960 in Schotten an der Dwerfelder Wettern, sie wurde 1960 an die Honigflether Wettern umgesetzt und dient als Blickfang für die auf der über die B5 nach Wilster Reisenden.
Allerdings ist das Wahrzeichen der Wilstermarsch, die Bockmühle Honigfleth, keine Bockmühle, sondern entsprechend ihrer Bauart eine Köcherwindmühle bzw. Kokerwindmühle, auch kurz Kokermühle genannt; vielfach wurde diese Mühlenart auch Wippmühle genannt. Die Schöpfmühlen der Wilstermarsch hatten anstelle des Bockes einen Koker bzw. Köcher, sie waren Kokermühlen. Dagegen sind Bockmühlen fast ausnahmslos immer Getreidemühlen und können bautechnisch nie Wasserschöpfmühlen sein.
Quelle: freundlicher Hinweis durch J.S. Bakker, Holland

Hersteller der Stanzung: nicht bekannt

Flagge der Stadt Wilster

Die Flagge der Stadt Wilster (150 cm x 90 cm)
zeigt neben den Landesfarben blau, weiß (silber) und rot das in seinen Grundbestandteilen uralte Wappen der Stadt Wilster.
Die Blasonierung des Wappens lautet:
Geteilt von Rot und Blau. Oben ein silbernes Nesselblatt, belegt mit einem von Silber und Rot geteilten Schildchen, unten schwimmend auf silbernen Wellen ein silberner Fisch.

Leider ist die Flagge nur in einer sehr kleinen Stückzahl gefertigt worden, da seitens der Kommunalaufsicht des Kreises Steinburg aus kaum nachvollziehbaren Gründen der Stadt Wilster untersagt wurde, diese Flagge gegen Zahlung des Selbstkostenpreises an Interessenten abzugeben.
Um so schöner ist es, wenn aus Anlaß besonderer Wilsteraner Festlichkeiten oder einem anstehenden Besuch aus Wilster diese Flagge bei Peter von Holdt in Tungeln an dem Flaggenmast bei seinem Hause aufgezogen wird.
Den Wilsteranern und Buten-Wilsteranern ist zu wünschen, daß auch sie Gelegenheit erhalten, diese schöne Flagge zu erwerben um sie dann in Heimatverbundenheit zu zeigen!

Wappenrecht: Stadt Wilster

Freiwillige Feuerwehr Wilster Ärmelabzeichen

Ärmelabzeichen der Freiwilligen Feuerwehr Wilster
Die Wilsteraner Wehr wurde am 31. Juli 1870 gegründet

Siegel Königlich Preußisches Amtsgericht Wilster

Siegel des Königlich Preußischen Amtsgerichts Wilster.
Siegelmarken bzw. Briefverschlußmarken lösten in Deutschland (d.h. zunächst in den damaligen deutschen Staaten) etwa ab der Zeit um 1850 die zuvor üblichen (mit dem Petschaft in erwärmten Siegellack bzw. Siegelwachs gedrückten) Siegel ab; sie wurden vornehmlich bis zum Ende des I. Weltkrieges, teilweise aber auch bis etwa 1945 verwendet.
Das in unterschiedlichen Farben und leicht variierenden Aufschriften vorliegende Siegel zeigt den Adler des Königreichs Preußen. Der einköpfige Adler mit ausgebreiteten Schwingen blickt heraldisch nach rechts; er ist gezungt und trägt eine Krone. Im rechten Fang trägt er ein Zepter, im linken einen Reichsapfel. Auf seiner Brust stehen die Buchstaben „FR“ für Fredericus Rex (für den ersten preußischen König Friedrich I.).
Der preußische Adler als Wappenvogel Preußens stammt ursprünglich von dem Reichsadler des Heiligen Römischen Reiches. Der Hochmeister des Deutschen Ordens hatte von Kaiser Friedrich II. das Recht erhalten, in seinem Wappen den schwarzen Adler zu führen. Das 1525 durch Säkularisierung aus dem Deutschordenstaat entstandene Herzogtum Preußen behielt den Adler in seinem Wappen.

Das Gebäude des Königlichen Amtsgerichts Wilster lag gegenüber der Einmündung der Schmiedestraße (zeitweilige Johannisstraße) in die Rathausstraße (vormalige Bäckerstraße).
Das Amtsgericht war 1867 (nachdem Holstein preußische Provinz geworden war, nach vorheriger Loslösung von Dänemark 1864) eingerichtet worden und bestand bis 1975 (an anderem Standort an der unteren Rathausstraße, im vormaligen Diana-Bad).
In das hier abgebildete Gebäude (Bild 2) zog im Jahre 1970 das zu dem Zeitpunkt neu gegründete Amt Wilstermarsch ein.
Alle auf dem Foto erkennbaren Gebäude bestehen heute nicht mehr. Im Umgang mit ihrer historischen Bausubstanz war die Stadt Wilster leider nicht immer vorbildlich.

Bildrechte: wohl Ludwig Behning; den Abzug erhielt ich von Werner Behning, Wilster, aus dessen Sammlung die Aufnahme stammt

Siegel der Stadt Wilster sowie Siegel des Magistrats der Stadt Wilster

Verschiedene Siegelmarken der Stadt und des Magistrats von Wilster.
Das Siegel der Stadt Wilster soll um das Jahr 1300 entstanden sein. Aus ihm ist das Wappen der Stadt abgeleitet.
Siegelmarken bzw. Briefverschlußmarken lösten in Deutschland (d.h. zunächst in den damaligen deutschen Staaten) etwa ab der Zeit um 1850 die zuvor üblichen (mit dem Petschaft in erwärmten Siegellack bzw. Siegelwachs gedrückten) Siegel ab; sie wurden vornehmlich bis zum Ende des I. Weltkrieges, teilweise aber auch bis etwa 1945 verwendet.

Verein Angelsport Verein ASV Petri Heil Wilster

Anstecknadel des Angelsportvereins "Petri Heil" Wilster
Anstecknadel des Angelsportvereins "Petri Heil" Wilster für vierzigjährige Mitgliedschaft
Ärmelabzeichen des Angelsportvereins "Petri Heil" Wilster

Angelsport Verein ASV Petri Heil Wilster
Der Verein bewirtschaftet die etwa 18 km lange Strecke der Wilsterau zwischen Nord-Ostsee-Kanal und Stör.
Bild 1: Anstecknadel des Angelsportvereins "Petri Heil" Wilster
Bild 2: Anstecknadel des Angelsportvereins "Petri Heil" Wilster für vierzigjährige Mitgliedschaft.
Bild 3: Ärmelabzeichen des Angelsportvereins "Petri Heil" Wilster

Verein Boßel-Verein BV Wilster

Anstecknadel des BV Wilster von 1894
Der alte Norddeutsche Sport des Boßeln wird in der Wilstermarsch seit vielen Jahrzehnten mit Begeisterung in den Boßel-Vereinen Wilster und Brokdorf sowie seit einiger Zeit auch wieder in Beidenfleth betrieben.
In früheren Zeiten war das Klootschießen ein besonderes Wintervergnügen in den Marschen; da hieß es dann „Lüch op un fleu herut“.
Der Kloot (eine mit Bleibohrungen beschwerte Holzkugel) wird mit unterschiedlicher Wurftechnik (zumeist aber dem „Schunken“) über die gefrorenen Marsch-Beete der Wiesen und Weiden getrieben. Erst wo nach dem „Trüll“ die Boßel liegen bleibt, setzt der nächste Werfer an. Nach dem Sportgerät, dem Kloot, nennt man diesen Sport neben Boßeln auch Klootschießen.
Tradition hat heute in der Wilstermarsch auch das sogenannte Standbosseln und das Straßenbosseln.

Verein Bürger-Schützen-Gilde, Löffel der Bürger Gilde

Eine Tradition der Bürger-Schützen-Gilde Wilster - der zweitältesten Gilde des Landes Schleswig-Holstein - ist die Dekorierung ihrer beim Vogelschießen ermittelten Könige (König, Schwanz- und Kopfkönig) mit ganz besonderen silbernen Löffeln.
Beim Ausschießen des Volkskönigs wurden versilberte Löffel als Preis ausgesetzt, während dieses beim Schießen der Gildebrüder silberne Löffel waren.
Peter J. von Holdt hatte die Ehre, u.a. zweimal die Würde des Volks-Königs und einmal beim Schießen der Gilde die des Kopf-Königs zu erringen.
Die Bürgergilde hat bis in das Jahr 1380 zurück reichende Traditionen; siehe dazu Bürger Gilde Wilster

Anmerkung: Die Löffel haben ein sehr altes Dekor. Die verwendete Punze (der Stempel) Krone und Halbmond ist seit ca. 1880 als Garantiestempel für silberne Gegenstände benutzt worden; es ist das Markenzeichen der Firma Robbe & Berking

Verein Fußballverein SV Alemannia 04 Wilster

Anstecknadel des SV Alemannia 04 Wilster

Anstecknadel des SV Alemannia 04 Wilster
Der SV Alemannia Wilster gehört in Schleswig-Holstein zu den ältesten Fußballvereinen, die eigens zur Ausübung dieses Sportes gegründet wurden. Die Wilsteraner Alemannia gehört somit zu den Pionieren des Fußballsports in Schleswig-Holstein und hat positiv zu seiner Entwicklung beigetragen; in rascher Folge entstanden danach weitere Vereine in anderen Orten.
Die Fußballspiele der Alemannia wurden in den ersten Jahrzehnten - teilweise noch bis in die ersten Jahre nach dem II. Weltkrieg - auf dem Schlackenplatz am Colosseum durchgeführt. Als "Schwarze Teufel von der Westküste" verschafften sich die Alemannen Ansehen und Respekt. In den Jahren von 1906 bis 1910 gehörte die Alemannia zu den sportlich stärksten Vereinen im Lande.
Gegründet wurde der Verein am 12. Februar 1904 in Stücker´s Gastwirtschaft (spätere "Adler"-Lichtspiele) im Landrecht.
Die Gründer sind bekannt: Johannes Ahsbahs, Theodor Andersen, Carl Eckardt, Rudolf Eckhardt, Willi Eckardt, Adolf Hartmann, Carl Hencke, H. Krumbeck, Nikolaus Musfeldt, Christian Schlotfeldt, Heinrich Thomsen, Karl Tross und Onno Wilms.

Die Anstecknadel des SV Alemannia zeigt auf dreieckigem weißem Schild, der mit drei goldenen Kreisen belegt ist, in schwarzer Schrift die Buchstaben SVA

Hier geht es zur Internetpräsenz des SV Alemannia Wilster

Verein Keglerverein Wilster Abzeichen

Abzeichen des Keglervereins Wilster
Der Keglerverein Wilster ist die Dachorganisation aller ihm angeschlossenen Kegelclubs in Wilster und Umgebung; er wurde 1927 gegründet.

Verein Militärverein Wilster Abzeichen

Abzeichen des 1883 gegründeten Militärvereins Wilster
Abzeichen des 1883 gegründeten Militärvereins Wilster

Verein Militärverein Wilster
Abzeichen des 1883 gegründeten Militärvereins Wilster
Militär- oder Kriegervereine entstanden in der Zeit nach der Gründung des Deutschen Reiches in der Folge des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 an vielen Orten in Deutschland.
Es waren pariotische Vereinigungen, in denen vaterländische Gedanken gepflegt wurden.
Ihre Mitglieder waren zumeist Veteranen, die an den Kriegen teilgenommen hatten, beispielsweise an der Schleswig-Holsteinischen Erhebung von 1848 gegen Dänemark, am Österreichisch und Preußischen Krieg 1964 gegen Dänemark oder den bereits genannten Krieg 1870/71
Wie lange der Wilsteraner Verein Bestand hatte, wurde von mir noch nicht ermittelt.
Ob möglicherweise der Kriegerverein, dessen Abzeichen (Bild 3) gleichfalls vorgestellt wird, ein Vorläufer des Militärvereins war oder für diesen nur eine andere Bezeichnung darstellt, ist nicht bekannt.

Verein MTV Wilster von 1880

Der ursprünglich als Männer-Turnverein gegründete MTV Wilster besteht seit dem Jahre 1880.
Bereits Ende der 1850er Jahre war es in Wilster zur Gründung eines Turnvereins gekommen, welchem bald (1861) durch eine weitere Gründung ein konkurrierender Wilsteraner Turnverein entgegen stand. Beide Vereine existierten jedoch nur wenige Jahre.
Am 04. Dezember 1868 kam es zu einer Neugründung, welche sich aber mit Ausbruch des Deutsch-Französischen Krieges 1870 wieder auflöste.
Der MTV Wilster wurde am 30. Mai 1880 gegründet; er gehört heute zu den ältesten Sportvereinen im Kreis Steinburg.
Infolge einer Bekanntmachung im Kreisblatt hatten sich bereits zuvor am 22. Mai 1880 im Gasthof von Martin Göttsche junge Leute zwecks Gründung eines Turnvereins versammelt. Nach kurzer Vorbereitung , insbesondere zur Erarbeitung der Statuten, erfolgte der Gründungsakt eine Woche später.
Der erste Übungsabend der Turner wurde am 12. Juni 1880 durchgeführt.
Die ersten Gau-Turnfeste richtete der junge Verein in den Jahren 1882, 1887 und 1895 aus.
Informationen über den heutigen MTV Wilster gibt es hier.

Die Abbildungen zeigen aus der Zeit um 1930 stammende - also zum Zeitpunkt des 50 jährigen Stiftungsfestes des MTV Wilster - handgefertigte Abzeichen
Bild 1 Emblem des MTV Wilster
Das Abzeichen war 1930 von dem Turner W. Schlüter entworfen worden und wurde als Vereinsabzeichen gewählt.
Bild 2 Emblem des Deutschen Turnerbundes
Bild 3 Emblem der Deutschen Turner mit den Buchstaben FFFF - Frisch, Fromm, Fröhlich, Frei -
diese stehen seit Turnvater Jahn für:
Frisch ans Werk!
Fromm im Glauben an die Gemeinnützigkeit und Wertbeständigkeit des Schaffens
Fröhlich untereinander
Frei und offen in allem Handeln
Die Bewegung der Turner war seit ihren Anfängen durchweg sehr patriotisch und vaterländisch eingestellt.

Verein Schützenverein Wilster von 1895

Ärmelabzeichen des Schützenverein Wilster von 1895

Schützenverein Wilster von 1895
Ärmelabzeichen des Schützenverein Wilster.

Anmerkung: Hier geht es zur Internetseite des Schützenverein Wilster, doch enthält das Portrait leider keine Informationen zur Historie des alten Vereins!

Verein Seglervereinigung Wilster - Stander

Stander der Seglervereinigung Wilster -SVW

Verein Seglervereinigung Wilster SVW - Stander
Stander der Seglervereinigung Wilster e.V.
gegründet 1932
Der Stander nimmt die Farben Grün, Weiß und Rot des Standers der Seglervereinigung Glückstadt auf, in welcher viele Wilsteraner Segler bis zur Gründung der SVW Mitglied waren.

Mehr zur Seglervereinigung Wilster

Verein Seglervereinigung Wilster Ehrennadel

Goldene Ehrennadel der Seglervereinigung Wilster e.V.
gegründet 1932
siehe dazu Seglervereinigung Wilster

Verein Seglervereinigung Wilster Plakette Deutscher Segler Verband K.A. Binnen 1960

Plakette Deutscher Segler Verband K.A. Binnen
Treffen in Wilster 1960

Verein Seglervereinigung Wilster Regatta 1956

Plakette von der Regatta auf der Elbe
Seglervereinigung Wilster
Wettfahrt des DSV Gruppe Nedderelv am 10.06.1956
Reliefkarte von Elbe und Stör mit den Standern der Segler-Vereine der Gruppe Nedderelv

Verein Seglervereinigung Wilster Störregatta 1964

Plakette Erster Preis bei der Störregatta 1964

Verein Spielmanns- und Fanfarenzug der Wolfgang-Ratke-Schule 1965

Anstecknadel des 1965 gegründeten
Spielmanns- und Fanfarenzug der Wolfgang-Ratke-Schule
Hier gibt es mehr Informationen zu dem Spielmannszug

Verein Wilstermarsch Gemischter Chor Landscheide 1928

Anstecknadel des "Gemischter Chor Landscheide 1928"
Ob dieser Chor heute noch besteht oder wie lange er bestand, konnte von mir noch nicht geklärt werden.
Neben den zumeist älteren Liedertafeln, in denen ausschließlich Männer Mitglieder waren, entstanden um die vorletzte Jahrhundertwende an vielen Orten auch Gemischte Chöre. Offenbar hat in jeder der zum Kirchspiel St. Margarethen gehörenden Gemeinden - neben St. Margarethen auch Büttel, Kudensee, Landscheide - zumindest zeitweilig ein Gemischter Chor bzw. ein Gesangsverein bestanden.

Wappen der Stadt Wilster

Wappen der Stadt Wilster
Wappen der Stadt Wilster

Das Wappen der Stadt Wilster stammt aus historischer Zeit.
1283 hatte das 1282 von den Grafen von Holstein zur Stadt erhobene Wilster lübisches Recht erhalten;
das überlieferte Stadtsiegel von ca. 1300 zeigte bereits den Fisch und das holsteinische Nesselblatt.
Wappen Blasonierung: Geteilt von Rot und Blau. Oben ein silbernes Nesselblatt, belegt mit einem von Silber und Rot geteilten Schildchen, unten schwimmend auf silbernen Wellen ein silberner Fisch.

Wappenrechte: Stadt Wilster

Wappen der Stadt Wilster (gestanzt)

Wappen von Wilster gestanzt aus Messing-Blech
Das Wappen der Stadt Wilster stammt aus historischer Zeit.
1283 hatte das 1282 von den Grafen von Holstein zur Stadt erhobene Wilster lübisches Recht erhalten; das überlieferte Stadtsiegel von ca. 1300 zeigte bereits den Fisch und das holsteinische Nesselblatt.
Wappen Blasonierung: Geteilt von Rot und Blau. Oben ein silbernes Nesselblatt, belegt mit einem von Silber und Rot geteilten Schildchen, unten schwimmend auf silbernen Wellen ein silberner Fisch.

Hersteller der Stanzung: nicht bekannt

Wappen der Stadt Wilster (Gußeisen)

Wappen der Stadt Wilster (mit im unteren Feld farblich unrichtiger Gestaltung)

Wappen der Stadt Wilster (Gußeisen)
Das Wappen der Stadt Wilster stammt aus historischer Zeit. Es stützt sich auf das um 1300 entstandene Siegel der Stadt.
1283 hatte das 1282 von den Grafen von Holstein zur Stadt erhobene Wilster lübisches Recht erhalten; das überlieferte Stadtsiegel von ca. 1300 zeigte bereits den Fisch und das holsteinische Nesselblatt.
Die Farben des Wappens decken sich mit denen Holsteins;
zum weiteren Zeichen der Verbundenheit der Stadt mit dem Land nimmt das Wappen im oberen roten Feld des geteilten Wappens Nesselblatt und Schild der Grafen von Schaumburg (der frühen Landesherrn Holsteins) auf.
Im unteren Feld deutet der schwimmende Fisch auf den Fischreichtum der Gegend hin.
Die offizielle Blasonierung des Wappens lautet:
Geteilt von Rot und Blau. Oben ein silbernes Nesselblatt, belegt mit einem von Silber und Rot geteilten Schildchen, unten schwimmend auf silbernen Wellen ein silberner Fisch.

Die farbliche Gestaltung des mit der Abbildung vorgestellten Wappen entspricht nicht der Blasonierung; der 1957 von der damaligen Carlshütte in Rendsburg gefertigte Abguß (19,3 cm hoch, 15,7 cm breit) ist farblich unrichtig gestaltet!
Das untere Feld ist fälschlich Rot und nicht Blau;
das Wasser und die Wellen sind fälschlich Grün mit Silber und nicht Silbern;
der Fisch ist fälschlich Golden und nicht Silbern.
Gleichwohl handelt es sich um die vom Hersteller vorgenommene originale Farbgebung, sh. Deutsche Digitale Bibliothek

Wappen der Stadt Wilster, Anhänger

Wappen der Stadt Wilster auf einem kleinen silbernen Anhänger für ein Bettel-Armband
Das Wappen der Stadt Wilster stammt aus historischer Zeit.
1283 hatte das 1282 von den Grafen von Holstein zur Stadt erhobene Wilster lübisches Recht erhalten; das überlieferte Stadtsiegel von ca. 1300 zeigte bereits den Fisch und das holsteinische Nesselblatt.
Wappen Blasonierung: Geteilt von Rot und Blau. Oben ein silbernes Nesselblatt, belegt mit einem von Silber und Rot geteilten Schildchen, unten schwimmend auf silbernen Wellen ein silberner Fisch.

Hersteller des Anhängers: nicht bekannt
rüchwärtige Stanzung: ANTIKO 800

Wappen der Stadt Wilster, Reklamemarke Kaffee HAG

Reklamemarke von Kaffee-HAG (Kaffee-Handels-Gesellschaft)
Das Wappen der Stadt Wilster stützt sich auf das um 1300 entstandene Siegel der Stadt ab. Die Farben des Wappens decken sich mit denen Holsteins;
Zur weiteren Zeichen der Verbundenheit der Stadt mit dem Land nimmt das Wappen im oberen roten Feld des geteilten Wappens Nesselblatt und Schild der Grafen von Schaumburg (der frühen Landesherrn Holsteins) auf.
Im unteren blauen Feld deutet der auf silbernen Wellen schwimmende silberne Fisch auf den Fischreichtum der Gegend hin.

Wappen von Schleswig-Holstein aus dem Jahre 1842

Schleswig Holsteinisches Wappen von 1842
Exemplar des 1842 von der Carlshütte in Rendsburg in Spritzgußtechnik gefertigten Wappens
Blasonierung:
Über dem Wappen zwei sich fassende Hände, darüber eine Großherzogskrone (oder Königskrone).
Das Wappen geviert, darin ein geteilter Herzschild.
Oben links: Das holsteinische Nesselblatt mit drei Nägeln
Oben rechts: Zwei nach außen schreitende Löwen
Unten links: Der Dithmarscher Reiter
Unten rechts Der nach außen blickende Stormarner Schwan
Das geteilte (gespaltene) Herzschild steht für das Großherzogtum Oldenburg
rechts (heraldisch): Ein Ankersteckkreuz oder Tatzenkreuz (Herrschaft Delmenhorst).
links (heraldisch): In Gold zwei rote Querbalken (Grafschaft Oldenburg
In späteren Versionen des Wappens – so auch im aktuellen Schleswig-Holsteinischen Landeswappen – wurde aus heraldischen Gründen der Höflichkeit bei zusammengesetzten (Allianz-) Wappen die Figuren so angeordnet, daß sie einander anblicken (die Löwen also nach links schreiten - heraldisch vom Schildträger aus gesehen).
Auf dem unter dem Wappen befindlichen geschwungenen Spruchband findet sich der Satz:
Wy lowen dat Schleswigk u. Holsten bliewen ewich tosamende ungedelt 1460
In heutiger Schreibweise: Wir geloben daß Schleswig und Holstein bleiben ewig zusammen ungeteilt
Als nach dem Tode des letzten Schauenburgers es zur Wahl König Christians I. von Dänemark zum Landesherrn von Schleswig und Holstein kam, hatte sich dieser in dem Ripener Freiheitsbrief mit den genannte Worten für sich und seine Erben verpflichten müssen, die Unteilbarkeit beider Landesteile anzuerkennen.

Wappen von Schleswig-Holstein aus dem Jahre 1866 Preußische Provinz

Wappen Schleswig Holstein

Schleswig Holsteinisches Wappen von 1866 Preußische Provinz
Die in den 1920/1930er Jahren vom Bilderdienst der Berliner Cigaretten-Fabrik Abdulla & Co. herausgegebene Abbildung des Wappens der Preußischen Provinz Schleswig-Holstein ist sehr ungewöhnlich. In dem Wappen sind entgegen allen bekannten historischen und offiziellen Variationen das Holsteinische Nesselblatt rechts (heraldisch aus der Sicht des Schildträgers) und die Schleswiger Löwen links angeordnet.
Der Vorteil dieser Darstellung der Wappenfiguren ist, daß die Schleswiger Löwen, so wie auch in dem allein stehenden Schleswiger Wappen, nach rechts schreiten und somit hier das Nesselblatt anschauen. Ob diese Anordnung der Wappenfiguren jemals in dieser Weise offiziell so vorgenommen wurde, ist mir nicht bekannt.
Die preußische Provinz Schleswig-Holstein war nach dem Deutschen Krieg 1866 (zwischen Preußen und Österreich) aus dem beiden vormaligen Herzogtümern Schleswig und Holstein zum 12.01.1867 gebildet worden.
Dabei ist das alte Wappen – die Zusammenstellung der beiden Wappenfiguren erschien erstmals 1386 im Wappen von Gerhard VI Graf von Holstein und Herzog von Schleswig – übernommen worden.
Dagegen wurde für die Provinz die in den 1830er Jahren im Zuge der sich gegen die dänische Vorherrschaft wendenden Deutschen Bewegung entstandene Trikolore Blau-Weiß-Rot nicht offiziell übernommen; gleichwohl zeigten die Schleswig-Holsteiner zumeist diese Flagge.

Wappen von Schleswig-Holstein aus dem Jahre 1946

Wappen des 1946 gebildeten Landes Schleswig-Holstein
Das Wappen Schleswig- Holsteins ist gespalten; es ist ein Allianzwappen und es lehnt sich hinsichtlich der Schildfiguren an das Wappen der vormaligen Preussischen Provinz Schleswig-Holstein an.
Im heraldisch rechten Feld (also für den Betrachter links) befinden sich auf goldenem Grund zwei blaue, nach innen gewandte, rot bewehrte, übereinander schreitende Löwen. Die Schleswigschen Löwen sind dem dänischen Wappen entnommen, wobei eine Reduzierung von drei auf zwei Löwen vorgenommen ist.
Dabei wurden die Löwen gedreht.
Üblicherweise schreiten Wappenfiguren nach rechts (heraldisch betrachtet, also vom Schildträger aus gesehen). Das hat seinen Grund darin, daß der Schild üblicherweise mit dem linken Arm - also auf der Herzseite des Trägers - getragen wurde. Die für den Träger nach rechts gewandte Wappenfigur schritt vom Herzen weg, also vorwärts, sie war somit ein Symbol für Tapferkeit. Eine nach links - also zum Herzen hin - sich wendende Figur symbolisierte Flucht, stand daher für Feigheit.
Weil aber bei zusammengesetzten Wappen (bei Allianzwappen) das Abwenden von der anderen Wappenfigur als unhöflich gilt, schreiten die Löwen auf dem Schleswig-Holsteiner Landeswappen nach links. Dieses regelte beim Schleswig-Holstein Wappen sogar der Deutsche Kaiser Wilhelm II, indem er am 28. September 1891 eine Kabinettsorder (die sogenannte Allianzwappenorder) erließ, die den Löwen eine andere Richtung verordnete - dieses jedoch nur im Allianzwappen und nicht, wenn das Wappen mit den Löwen allein steht.
Im heraldisch linken Feld befindet sich das Holsteinische Nesselblatt,ein altes Symbol, das auch schon von den Schauenburger Landesherren übernommen wurde (Grafen von Schauenburg) – es findet sich auch im Wappen des niedersächsischen Landkreises Grafschaft Schaumburg). Dieses Nesselblatt ist weiß auf rotem Grund.
Der Schild des abgebildeten Wappen weist im Gegensatz zu dem als offizielles Hoheitszeichen des Landes verwendeten eine unten runde Form auf, während die amtliche Version eine unten auslaufende Spitze aufweist; die Schleswiger Löwen weisen zudem entgegen der hier dargestellten Abbbildung in der offiziellen Version einen geteilten Schweif auf.

Wappen von Schleswig-Holstein aus dem Jahre 1946 - Anstecknadel

Anstecknadel mit dem Wappen des 1946 gebildeten Landes Schleswig-Holstein
Anstecknadel mit den mit einander verbundenen Wappen der Herzogtümer Schleswig und Holstein

Anstecknadel mit dem Wappen des 1946 gebildeten Landes Schleswig-Holstein
Das Wappen Schleswig- Holsteins ist gespalten; es ist ein Allianzwappen und es lehnt sich hinsichtlich der Schildfiguren an das Wappen der vormaligen Preussischen Provinz Schleswig-Holstein an.
Im heraldisch rechten Feld (also für den Betrachter links) befinden sich auf goldenem Grund zwei blaue, nach innen gewandte, rot bewehrte, übereinander schreitende Löwen. Die Schleswigschen Löwen sind dem dänischen Wappen entnommen, wobei eine Reduzierung von drei auf zwei Löwen vorgenommen ist.
Dabei wurden die Löwen gedreht. Das hat folgende Ursache: Üblicherweise schreiten Wappenfiguren nach rechts (heraldisch betrachtet, also vom Schildträger aus gesehen). Das hat seinen Grund darin, daß der Schild üblicherweise mit dem linken Arm - also auf der Herzseite des Trägers - getragen wurde. Die für den Träger nach rechts gewandte Wappenfigur schritt vom Herzen weg, also vorwärts, sie war somit ein Symbol für Tapferkeit. Eine nach links - also zum Herzen hin - sich wendende Figur symbolisierte Flucht, stand daher für Feigheit.
Weil aber bei zusammengesetzten Wappen (bei Allianzwappen) das Abwenden von der anderen Wappenfigur als unhöflich gilt, schreiten die Löwen auf dem Schleswig-Holsteiner Landeswappen nach links. Dieses regelte beim Schleswig-Holstein Wappen sogar der Deutsche Kaiser Wilhelm II, indem er am 28. September 1891 eine Kabinettsorder (die sogenannte Allianzwappenorder) erließ, die den Löwen eine andere Richtung verordnete - dieses jedoch nur im Allianzwappen und nicht, wenn das Wappen mit den Löwen allein steht.
Im heraldisch linken Feld befindet sich das Holsteinische Nesselblatt,ein altes Symbol, das auch schon von den Schauenburger Landesherren übernommen wurde (Grafen von Schauenburg) – es findet sich auch im Wappen des niedersächsischen Landkreises Grafschaft Schaumburg). Dieses Nesselblatt ist weiß auf rotem Grund.
Die ergänzend vorgestellte Anstecknadel zeigt eine sehr überraschende Form eines Allianzwappens der Herzogtümer Schleswig und Holstein. Das Schleswiger Wappen ist im Holsteiner Nesselblatt plaziert - der Anlaß zur Herausgabe der Nadel mit der gewählten sehr ungewöhnlichen Darstellung konnte bisher nicht ermittelt werden. Bekannt allerdings ist, daß die alte Gottorfer Seeflagge von 1696 das weiße Nesselblatt auf rotem Grund, darin die beiden blauen Schleswiger Löwen auf Gelb zeigte. 1843 hatte es beim Volksfest in Apenrade den Versuch gegeben, dieses Wappen für die beiden Herzogtümer einzuführen.

Wappen von Schleswig-Holstein aus den Jahren um 1616 - 1659

Blechschild mit dem Wappen von Schleswig-Holstein-Gottorf aus den Jahren um 1616 - 1659
Blasonierung (heraldische Beschreibung, Seitenbezeichnung aus der Sicht des Schildträgers.
Oben rechts: Norwegen
Auf rotem Feld ein nach links steigender goldener gekrönter Löwe mit angehobener Tatze und ausgestreckter Zunge, der in den Vordertatzen eine angehobene Streitaxt mit goldenem Schaft und einem Blatt aus Silber hält- über dem Schild eine königliche Krone.
(Anmerkung: der Löwe im norwegischen Wappen schreitet nach rechts)
Oben links: Schleswig
Auf goldenem Feld zwei blaue, nach innen gewandte, rot bewehrte, übereinander schreitende Löwen.
Anmerkung: Die Schleswigschen Löwen sind dem Dänischen Wappen mit den drei Löwen und 9 roten Herzen entnommen, wobei für das Herzogtum eine Reduzierung auf zwei Löwen vorgenommen wurde
Mittig rechts: Holstein
Auf rotem Feld ein silbernes Nesselblatt
Mittig links: Stormarn
Auf rotem Feld ein nach rechts schreitender silberner Schwan mit erhobenen Flügeln und einer goldenen Krone um den Hals.
Unten: Dithmarschen
Auf rotem Feld auf silbernem galoppierenden Pferd mit goldenem Sattel, goldenem Zaumzeug und blauer Satteldecke ein golden gerüsteter, ein silbernes Schwert über dem Kopf schwingender Reiter mit silbernem Helmbusch.
Herzschild: Großherzogtum Oldenburg
Gevierter Schild; 1 und 4 in Gold zwei rote waagerechte Balken; 2 und 3 in Blau ein goldenes Nagelspitzkreuz

Es handelt sich um das Wappen der Herzöge von Gottorf (aus der Zeit Friedrichs III.; dieser war von 1616 bis 1659 Herzog von Schleswig-Holstein-Gottorf). Friedrich III war somit Landesherr verschiedener über das heutige Schleswig-Holstein verteilter Territorien – Wilster und die Wilstermarsch gehörten nicht dazu.
Das Wappen entspricht in seiner Zusammensetzung dem Titel des Herzogs:
Erbe zu Norwegen [Löwe], Herzog zu Schleswig [zwei Löwen], Holstein [Nesselblatt], Stormarn [Schwan] und der Dithmarschen [Reiter], Graf zu Oldenburg und Delmenhorst [Herzschild mit Balken und Kreuz]

Wappen von Schleswig-Holstein – Ärmelabzeichen der Bundeswehr

Wappen von Schleswig-Holstein – Ärmelabzeichen der Bundeswehr
Wappen von Schleswig-Holstein – Ärmelabzeichen der Bundeswehr
Wappen von Schleswig-Holstein – Ärmelabzeichen der Bundeswehr
Wappen von Schleswig-Holstein – Ärmelabzeichen der Bundeswehr

Wappen von Schleswig-Holstein – Ärmelabzeichen der Bundeswehr
Die vorgestellten Ärmelabzeichen zeigen eine überraschende Form der zusammengesetzten Wappen der Herzogtümer Schleswig und Holstein.
Das Wappen des 1946 gebildeten Landes Schleswig- Holsteins ist bekanntlich ein Allianzwappen im gespaltenen Schild; hinsichtlich der Schildfiguren lehnt es sich an das Wappen der vormaligen Preußischen Provinz Schleswig-Holstein. Es zeigt im heraldisch rechten Feld (also für den Betrachter links) auf goldenem Grund zwei blaue, nach innen gewandte, rot bewehrte, übereinander schreitende Löwen. Die Schleswiger Löwen sind dem dänischen Wappen entnommen, wobei eine Reduzierung von drei auf zwei Löwen vorgenommen ist. Dabei wurden die Löwen gedreht.
In den vorgestellten Abzeichen (Abbildungen 1 und 2) ist das Schleswiger Wappen im Holsteiner Nesselblatt plaziert. Es handelt sich um das Abzeichen der 6.Panzergrenadierdivision der Bundeswehr. Die am 30. September 1997 aufgelöste Division hatte ihren Sitz in Neumünster, die Truppenteile des Verbandes waren hauptsächlich in Schleswig-Holstein und Hamburg stationiert. Die Begründung für die Wahl des Emblems liegt offenkundig im regionalen Bezug des Verbandes.
Bei den vorgestellten leicht voneinander abweichenden Ärmelabzeichen handelt es sich um solche von Mannschafts- und von Offiziersdienstgraden. Die Umrandung beider Abzeichen wird als Silber (schwarz durchwirkt) angegeben.

Bei den beiden Abzeichen (Abbildungen 3 und 4) handelt es sich um die der Heimatschutz-Brigade 51 (HSchBrig51) - früher Heimatschutz-Kommando 13 (HSchKdo 13; Aufstellung im April 1970). ab April 1981 dann Heimatschutz-Brigade 51
Die Abzeichen zeigen die Farben blau weiß rot der Flagge des Landes Schleswig-Holstein, diese mit dem oben beschriebenen Wappen belegt.
Das Abzeichen mit der roten Umrandung wurde geführt von Angehörigen der Artillerie, das mit der grünen Umrandung von der Jägertruppe.
Der Stab der zum 30. September 1992 aufgelösten Brigade war zuletzt in Eutin und Flensburg-Weiche stationiert.

Die ungewöhnliche Darstellung des Wappens erinnert an die alte Gottorfer Seeflagge von 1696, welche das weiße Nesselblatt auf rotem Grund, darin die beiden blauen Schleswiger Löwen auf Gelb zeigte. 1843 hatte es beim Volksfest in Apenrade den Versuch gegeben, dieses Wappen für die beiden Herzogtümer einzuführen.

Wappenbild der Wilstermarsch - Zinnteller mit dem Wappen des Kreises Steinburg

Zinnteller mit dem Wappen des Kreis Steinburg
Wappen des Kreis Steinburg

Zinnteller mit dem
Wappen des Kreises Steinburg - mit dem Wappenbild der Wilstermarsch
eingeführte Version aus dem Jahr 1928
Beschreibung:
„In Rot über blauen Wellen eine silberne Burg mit drei blau bedachten Zinnentürmen;
unter dem Zinnenkranz aufgelegt drei Schilde:
1. auf blauem Feld der silbern und golden gekleidete Christus mit zum Segen erhobener Rechten, in der Linken die rote Weltkugel haltend;
2. auf rotem Feld ein silbernes Nesselblatt;
3. auf rotem Feld ein nach rechts schreitender silberner Schwan mit erhobenen Flügeln und einer goldenen Krone um den Hals.“

Die dem Landkreis den Namen gebende Steinburg trägt die historischen Wappenbilder der drei den Landkreis ausmachenden Hauptgebiete.
Als Zeichen der Geest und der Stadt Itzehoe gilt das Nesselblatt der Grafen von Schauenburg-Holstein;
der Schwan mit der Krone ist das Symbol der Kremper Marsch;
der die Weltkugel in seiner linken Hand tragende segnende Heiland (Salvator mundi = Retter der Welt) versinnbildlicht die Wilstermarsch.
Das Motiv des segnenden Christus geht zurück auf das 1607 zuerst belegte Siegel der alten Wilstermarschkommüne, die Ende des 19. Jahrhunderts aufgehoben wurde.
Die Wellen am Schildfuß weisen auf die Elbe hin.

 

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