Alte Postkarten aus Wilster

Aktuelle Kategorie: Wewelsfleth, Störort, Großwisch

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1898 Gasthaus Zur guten Hoffnung in Wewelsfleth (SF)

1898 Gasthaus Zur guten Hoffnung in Wewelsfleth
1898 Gasthaus Zur guten Hoffnung in Wewelsfleth
1898 Gasthaus Zur guten Hoffnung in Wewelsfleth

1898 Gasthaus "Zur guten Hoffnung" in Wewelsfleth
Das im Vordergrund stehende sehr interessante Gebäude, in welchem eine Gastwirtschaft mit Festsaal betrieben wurde, besteht heute leider nicht mehr; das Haus brannte am 28. Januar 1973 vollständig ab.
In ihm wurde zur Zeit der Aufnahme die Gastwirtschaft "Zur guten Hoffnung" von Marcus Dunkel betrieben, welcher zugleich auch den Beruf des Viehhändlers ausübte.
In der Folge wechselten die Eigentümer; nach dem Gastwirt Möller, welcher um 1930 nach Kanada auswanderte, betrieb über den Zeitraum mehrerer Jahrzehnte Reinhard Schlüter das Gasthaus. Letzter Eigentümer war Hans Zeidler.
Der Gasthof verfügte über einen Salon mit einer Bühne (sh. Bild 4).
Der Name des Ortes ist auf der Ansichtskarte fälschlich Wefelsfleth und nicht Wewelsfleth geschrieben.

Bildrechte: Otto Sievers, Horst in Holstein
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Udo Urban, Wilster

1898 Wewelsfleth an der Stör

1898 Wewelsfleth an der Stör

1898 Wewelsfleth an der Stör
Wewelsfleth liegt an der Stör kurz vor deren Mündung in die Elbe.
Der Ort wurde 1238 erstmals urkundlich erwähnt.
Die den Ort mit der gegenüber liegenden Kremper Marsch verbindende Grundseilfähre wurde bald nach der 1975 erfolgten Fertigstellung des Stör-Sperrwerks eingestellt; im Rahmen dieses großen wasserbaulichen Projekts wurde auch die einen ganz besonderen Charme habende Örtlichkeit Störort (an der mündung der Stör) völlig umgestaltet.
Die Trinitatis Kirche (vorher Willihardus Kirche) erhielt ihren jetzigen Namen nach der Reformation.
Die 1871 gegründete Peters Werft hat als einzige der ehemals vorhandenen 4 Werften heute noch Bestand; sie stellt bis zu 140 m lange Schiffe her.

Bildrechte: Joh. Kröger Buchhandlung, Blankenese
Reg. mein-wilster: 0398

1899 Wewelsfleth an der Stör, Krause´s Gasthof (SF)

1899 Wewelsfleth an der Stör
1899 Wewelsfleth an der Stör
1899 Wewelsfleth an der Stör, Krause´s Gasthof

1899 Wewelsfleth an der Stör
Die Mehrbildkarte zeigt neben den Dorfstraßen (Bild 4) auch die Kirche, die Schiffswerft Junge sowie Krause´s Gasthof (Bild 3).

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Udo Urban, Wilster

1900 Fähre über die Stör bei Wewelsfleth, "Wewelsflether Fährhaus"

1900 Fähre über die Stör bei Wewelsfleth, "Wewelsflether Fährhaus"
1900 Fährprahm der Fähre über die Stör bei Wewelsfleth
1900 Fährmann Jacob Rehder an der Fähre über die Stör in Wewelsfleth

1900 Wewelsfleth an der Stör - Fähre über die Stör.
Die Wewelsflether Fähre war eine Wagenfähre, welche die Stör überquert nahe von deren Mündung in die Elbe. Sie war nach einem vom 26.11.1629 stammenden Privileg eingerichtet worden.
Seit dem Jahr 1980 ist die Fähre jedoch stillgelegt, da über das in den Jahren zuvor gebaute Stör-Sperrwerk im Zuge der B431 eine Straßenbrücke geführt wurde.
Zu Beginn des vorigen Jahrhunderts war Hugo Peters aus Wewelsfleth Pächter der als Seilfähre betriebenen Fähre. Als Fährmann arbeitete für ihn Jacob Rehder (Bild 3), welcher gemeinsam mit dem Fährknecht Rudolf Knoop den Fährprahm über den Fluß zog, denn über einen Motorantrieb verfügte die Fähre nicht. Mehr Fahrzeuge als ein großes Gespann konnte die Fähre damals nicht befördern (Bild 2); erst 1910 wurde ein größerer Prahm eingesetzt.
Das Gasthaus "Wewelsflether Fährhaus" wurde um 1900 von W. Groth betrieben.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

1900 Kahn-Fähre am Störort bei Wewelsfleth

1900 Kahn-Fähre über die Stör am Störort bei Wewelsfleth

1900 Kahn-Fähre am Störort bei Wewelsfleth.
Die Abbildungen zeigen den ehemaligen Fährpriel am Störort bei Wewelsfleth. Das gegenüber liegende Ufer bei Ivenfleth gehört bereits zur Kremper Marsch.
Bei der Fähre handelte es sich um eine Kahnfähre. Sie gehörte zu der nahe der Stör auf einer Warft stehenden Gastwirtschaft „Störort“ von E. Breckwoldt und wurde nach ihrem Verkauf an den Ivenflether Fährmann Johann Albers von diesem und dessen Sohn Jacob bis in das Jahr 1926 betrieben und im Juni 1926 aufgehoben - letzter Fährmann war Hans Schnoor aus Humsterdorf. Auch die Gastwirtschaft wurde bald danach aufgegeben.
Das Gasthaus stand auf der mittleren der drei am Störort vorhanden gewesenen Warften.
Alle drei der seinerzeit am Störort auf Warften stehenden Höfe sind mit diesen verschwunden, seit hier im Zusammenhang mit dem Bau des Mündungs-Sperrwerkes der Stör deren Verlauf in den 1970er Jahren verlegt wurde – nichts erinnert heute mehr an die damalige Idylle.
Die Kahnfähre zwischen Ivenfleth und Störort hat mit Sicherheit bereits schon zu Beginn des 17ten Jahrhunderts bestanden, sie ist wahrscheinlich noch älter. Am 10.Juli 1874 erwarb der Kapitän Christian Meyn (+ 1896) das Fährhaus und die Gastwirtschaft; er war einer der letzten Grönlandfahrer, die auf Walfang und Robbenschlag gingen. Als solcher war er Kommandeur des "Der kleine Heinrich", dem letzten von Glückstadt ausgehenden Grönlandfahrer.

Bildrechte: Joh. Krügers Buchdruckerei, Blankenese
Reg. mein-wilster: 1009 AK

1900 Wewelsfleth an der Stör

1900 Wewelsfleth an der Stör
1900 Junge-Werft in Wewelsfleth
1900 Wewelsfleth an der Stör

ca. 1900 Wewelsfleth liegt an der Stör kurz vor deren Mündung in die Elbe.
Der Ort ist mit dem Namen „Weuelesflethe“ im Jahre 1238 erstmals schriftlich genannt.
Die Lage des Dorfes prädestinierte es als Wohnsitz für Schiffer und als Standort von Werften. Seit zweieinhalb Jahrhunderten sind für Wewelsfleth Schiffszimmerplätze bezeugt. Zum Zeitpunkt der Aufnahme war die Werft der Gebrüder Junge (Bild 3) die bedeutendste von ihnen.
Noch heute wird die Tradition des Wewelsflether Schiffbaues von der Peters-Werft weiter getragen.
Die in Wewelsfleth die Stör überquerende Grundseilfähre wurde 1975 eingestellt.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Reg. mein-wilster: 0969 AK

1901 Wewelsfleth - Trinitatis Kirche (SF)

1901 Wewelsfleth - Trinitatis Kirche im Winter

1901 Wewelsfleth - Trinitatis Kirche
Wewelsfleth an der Stör wurde 1238 erstmals urkundlich erwähnt.
Der Ort lag ursprünglich im heutigen Vorland der Elbe und wurde wegen der Gefahr durch den sich ständig verlagernden Strom um 1500 planmäßig verlegt.
Das Bild zeigt die nach der Reformation so bezeichnete Trinitatis Kirche (vorher Willihardus Kirche) im winterlichen Dorf.

Bildrechte: Verlag H. Kröger, Wewelsfleth - Gebr. Graetz, Leipzig
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Udo Urban, Wilster

1901 Wewelsfleth Störort - Kahn-Fähre und Fährhaus

1901 Wewelsfleth Störort - Kahn-Fähre und Fährhaus
1900 Haus des Kunstmalers Karl Leipold am Störort im Wewelsflether Außendeich
Kunstmaler Karl Leipold (eigentlich Philipp Carl Leipold; * 12.01.1864 Duisburg; † 01.04.1943 Würzburg)

1901 Wewelsfleth Störort - Kahn-Fähre und Fährhaus.
Die Abbildungen auf der Ansichtskarte zeigen den Zugang zur ehemaligen Kahn-Fähre am Störort sowie das Fährhaus.
Die Fähre gehörte zur Gastwirtschaft Fährhaus „Störort“ von E. Breckwoldt. Das Gasthaus stand auf der mittleren der drei seit Jahrhunderten am Störort vorhandenen und mit Gebäuden bestandenen Warften.
Heute erinnert in der Örtlichkeit nichts mehr an die damalige Idylle. Die beeindruckenden und auf Warften stehenden Häuser mußten dem im Jahre 1971 begonnenen und 1975 vollendeten Bau des Stör-Sperrwerks weichen.
Der im Wewelsflether Außendeich an der Einmündung der Stör in die Elbe gelegene Störort mit der ehemaligen Zollstation und dem Alten Fährhaus hatte seinerzeit vor der einschneidenden Veränderung ein ganz eingenwilliges Gepräge. Obwohl am großen Strom der Elbe gelegen, war der Ort einsam und auf dem Landwege nur beschwerlich zu erreichen. Die Landschaft hatte hier ein seltsam entrücktes Gepräge, weshalb sich hier zeitweilig auch sehr exzentrische Menschen ansiedelten. Zuletzt der Schriftsteller, Regisseur und Drehbuchautor Richard Schneider-Edenkoben (* 25.06.1899 Edenkoben, † 23.09.1986 Nindorf bei Hohenwestedt), welcher hier von 1938 bis 1970 lebte.
Die vorgestellte Ansichtskarte ist eigenhändig geschrieben von dem bekannten deutsche Kunstmaler Karl Leipold (eigentlich Philipp Carl Leipold; * 12.01.1864 Duisburg; † 01.04.1943 Würzburg), welcher seinerzeit in dem ehemaligen Zollhaus am Störort lebte.
Karl Leipold war 1899 an den Störort gekommen, welcher ihm über den Zeitraum von vier Jahrzehnten Inspiration und Refugium war, obwohl er auch zeitweilig in anderen Städten Ateliere und Wohnungen unterhielt. Vor dem Erwerb des ehemaligen Zollhauses auf Störort war Leipold über ein Jahrzehnt zur See gefahren auf Fischereifahrzeugen und Frachtseglern, was ihn in viele Gegenden der Welt geführt hatte. Die dabei gewonnenen Eindrücke prägten sein künstlerisches Werk. Überdies lebte Karl Leipold seine Verbundenheit zum Wasser und zur Seefahrt dadurch aus, dass er mit seinem eigenen und normalerweise vor seinem Haus vertäuten Segelboot ausgedehnte Touren auf der Unterelbe unternahm.
Mit einem kurzen Hinweis "unser Boot" auf der linken Bildseite der Ansichtskarte informierte Karl Leipold deren Empfänger über den Liegeplatz seines Schiffes.
Die ergänzend vorgestellte Abbildung (Bild 3) zeigt das Haus Leipold und die davor liegende Jolle des Künstlers um 1900; Bild 4 zeigt den Künstler selbst.
Mehr zu dem Kunstmaler Karl Leipold kann hier nachgelesen werden.

Bildrechte: Wilhelm Mehlert, Glückstadt
Reg. mein-wilster: 1785 AK

1903 Die Junge Werft in Wewelsfleth an der Stör

1903 Die Werft von Junge in Wewelsfleth

1903 Die Junge Werft in Wewelsfleth an der Stör.
Die Werft war 1859 in Nachbarschaft einer weiteren dort bereits seit 20 Jahren bestehenden kleinen Werft von dem aus Burg in Dithmarschen stammenden und 33 Jahre alten Schiffszimmerer Christopher Junge gemeinsam mit seinem Bruder Johann gegründet worden und hatte sich rasch ein hervorragendes Renommee erarbeitet. Der Bruder Johann Junge wurde später alleiniger Eigentümer der Werft.
Auf den Slip-Anlagen der Werft liegen hier fünf Schiffe.
Die Werft wurde bis 1918 von dem Nachfolger Gustav Junge (* 26.11.1861 in Wewelsfleth), Sohn des Vorbesitzers, betrieben und dann verkauft – sie bestand dann noch einige Zeit.
Aus dem Nachlaß des Gustav Junge werden viele Konstruktionspläne und Modelle der von der Werft gebauten Schiffe heute im Deutschen Schifffahrtsmuseum Bremerhaven verwahrt.
Von mehreren ehemaligen Wewelsflether Werften besteht heute nur noch die Peters-Werft.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
Reg. mein-wilster: 0970 AK

1903 Junge-Werft in Wewelsfleth an der Stör (SF)

1903 Nationale Kreuzer-Yachten GERDA und HANNA auf der Junge-Werft in Wewelsfleth an der Stör

1903 Junge-Werft in Wewelsfleth an der Stör
Nationale Kreuzer-Yachten GERDA und HANNA.
Die Werft war 1859 in Nachbarschaft einer weiteren dort bereits seit 20 Jahren bestehenden kleinen Werft von dem in Burg in Dithmarschen den Schiffbau erlernt habenden 33 Jahre alten Schiffszimmerer Christopher Junge gemeinsam mit seinem Bruder Johann gegründet worden und hatte sich rasch ein hervorragendes Renommee erarbeitet. Der Bruder Johann Junge wurde später alleiniger Eigentümer der Werft.
Auf der Helling der Werft liegen hier zwei schnittige Segeljachten - eine Seltenheit in der damaligen Zeit.
Die Werft wurde bis 1918 von dem Nachfolger Gustav Junge (* 26.11.1861 in Wewelsfleth), Sohn des Vorbesitzers, betrieben und dann verkauft – sie bestand dann noch einige Zeit.
Aus dem Nachlaß des Gustav Junge werden viele Konstruktionspläne und Modelle der von der Werft gebauten Schiffe heute im Deutschen Schifffahrtsmuseum Bremerhaven verwahrt.
Von mehreren ehemaligen Wewelsflether Werften besteht heute nur noch die Peters-Werft.

Bildrechte: nicht bekannt; sogen. Private Ansichtskarte
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Karl Kautz, Brokdorf

1903 Junge-Werft in Wewelsfleth an der Stör - Segeljachten auf dem Helgen

1903 Junge-Werft in Wewelsfleth an der Stör
1903 Segeljachten auf dem Helgen der Junge-Werft in Wewelsfleth an der Stör

1903 Junge-Werft in Wewelsfleth an der Stör.
Die Werft war 1859 in Nachbarschaft einer weiteren dort bereits seit 20 Jahren bestehenden kleinen Werft von dem in Burg in Dithmarschen den Schiffbau erlernt habenden 33 Jahre alten Schiffszimmerer Christopher Junge gemeinsam mit seinem Bruder Johann gegründet worden und hatte sich rasch ein hervorragendes Renommee erarbeitet. Der Bruder Johann Junge wurde später alleiniger Eigentümer der Werft.
Auf der Helling der Werft liegen hier zwei schnittige Segeljachten - eine Seltenheit in der damaligen Zeit.
Die Werft wurde bis 1918 von dem Nachfolger Gustav Junge (* 26.11.1861 in Wewelsfleth), Sohn des Vorbesitzers, betrieben und dann verkauft – sie bestand dann noch einige Zeit.
Aus dem Nachlaß des Gustav Junge werden viele Konstruktionspläne und Modelle der von der Werft gebauten Schiffe heute im Deutschen Schifffahrtsmuseum Bremerhaven verwahrt.
Von mehreren ehemaligen Wewelsflether Werften besteht heute nur noch die Peters-Werft.

Bildrechte: nicht bekannt; sogen. Private Ansichtskarte
Reg. mein-wilster: 1657 AK
Anmerkung: Der Umstand, dass die Ansichtskarte von keinem der in damaliger Zeit in der Region tätigen Photographen oder Verlage herausgegeben wurde, läßt die Vermutung zu, dass der damalige Werftbesitzer Gustav Junge selbst das Photo gefertigt und diese Karte geschrieben hat.

1903 Wewelsfleth - Dorfstrasse, Kirchspielsvogtei, Kirche, Werft

1903 Wewelsfleth - Dorfstrasse, Kirchspielsvogtei, Kirche, Werft

1903 Wewelsfleth.
Die Chromolithografie (Farblithografie) zeigt sechs Ansichten aus dem an der Stör gelegenen Dorf.
oben links: Einmündung der Deichreihe in die Dorfstraße mit dem Gebäude der Kirchspielsvogtei und Krauses Gasthof.
Das alte Fachwerkhaus der ehemaligen Kirchspielvogtei ist im Jahr 1698 erbaut worden unter der Leitung von Kirchspielsvogt Peter Hellmann.
oben mittig: Trinitatis Kirche; die Kirche ist 1503 geweiht worden - sie hieß zunächst Willihardus-Kirche; nach der Reformation erhielt sie den Namen Trinitatis Kirche.
oben rechts: Straße Neustadt (heutige Dorfstraße), rechts die Einmündung der Straße Am Hafen.
unten links: Straße Deichreihe.
unten mittig: Schiffswerft Junge.
Werften gab es etwa ab 1760 in Wewelsfleth; die Junge Werft ist 1859 in Nachbarschaft einer weiteren dort bereits seit 20 Jahren bestehenden kleinen Werft gegründet worden von dem 33 Jahre alten Schiffszimmerer Christopher Junge gemeinsam mit seinem Bruder Johann. unten rechts: Straße Neustadt (heutige Dorfstraße).

Bildrechte: Verlag von Carl Kuskop, Wilster
Reg. mein-wilster: 1908 AK

1903 Wewelsfleth - Fährhaus und Seil-Fähre über die Stör

1903 Wewelsfleth - Fährhaus und Seil-Fähre über die Stör
1903 Wewelsfleth - Seil-Fähre über die Stör
1903 Wewelsfleth an der Stör, königliches (privilegiertes) Fährhaus

1903 Fährhaus und Seil-Fähre über die Stör bei Wewelsfleth.
Die Wewelsflether Fähre bildete viereinhalb Jahrhunderte lang eine wichtige Verkehrsverbindung zwischen der Wilstermarsch und der Kremper Marsch.
Die Wagenfähre war eine Seilfähre; an dem durch das Gewässer verlaufenden Seil wurde der Fährprahm zunächst mit Muskelkraft, später (ab 1928) jedoch mittels eines Motors über den Fluß gezogen.
Der Fährmann mußte ein Signal geben, wenn das Seil straff gezogen wurde, denn sonst bestand für die die Fährstelle passierenden Schiffe auf der Stör sowie auch für den Fährprahm selbst und die transportierten Güter und Menschen ein großes Gefahrenrisiko. Wegen des starken Ebb- bzw. Flutstromes der Stör hatten die Schiffe "Vorfahrt" und gaben ihrerseits rechtzeitig Signal.
Bereits im Jahre 1629 war die Wewelsflether Fähre eingerichtet worden – daneben bestanden früher im Bereich der Gemeinde Wewelsfleth Fußgänger-Fähren bzw. Kahn-Fähren in Uhrendorf und am Störort.
Nach dem Bau des Störsperrwerks in den Jahre 1971 bis 1974 und der Herstellung einer damit verbundenen Straßenverbindung der B 431 über die Stör verlor die Fähre Wewelsfleth ihre Bedeutung und sie wurde daher 1980 eingestellt.
Das Fährhaus in Wewelsfleth wurde von Johannes Möller als Schenkwirtschaft betrieben. Es war offenbar auf der Basis eines königlichen Privilegs eingerichtet, denn es firmierte zum Zeitpunkt der Aufnahme als kgl. (königliches) Fährhaus. Das noch bestehende Gebäude steht an der Deichreihe direkt gegenüber der Zufahrt zur heute gleichfalls noch vorhandenen Fährrampe.

Bildrechte: G. Schmidt, Lägerdorf
Reg. mein-wilster: 1696 AK

1903 Wewelsfleth - Gasthof Westpfalen und Peters Werft

1903 Wewelsfleth - Gasthof Westpfalen und Peters Werft
1903 Wewelsfleth - Gasthof Westpfalen am Alten Hafen
1903 Wewelsfleth - Peters Werft

1903 Wewelsfleth - Gasthof Westpfalen und Peters Werft.
Der Name des Ortes ist auf der Karte fälschlich Wefelsfleth geschrieben.
Bild 2: Die Gastwirtschaft von P. Westpfalen stand am Alten Hafen.
Bild 3: Peters Werft
Seit über zweieinhalb Jahrhunderten sind in Wewelsfleth Schiffszimmerplätze bezeugt.
Seinerzeit bestanden in dem an der Stör gelegenen kleinen Ort zwei Werften, nämlich die von Johann Junge und von Jürgen Peters. Hinzu kam noch die östlich der Fährstelle gelegene Abbruchwerft Jensen & Massuthe.
Jürgen Peters hatte im Jahre 1871 die damalige Werft von Hans Stelling erworben. Die Peters-Werft wurde im Oktober des Jahres 1906 durch ein Schadensfeuer völlig zerstört, wonach der aus Hamburg stammende Schiffsbauer Max Werner im folgenden Jahr den Betrieb erwarb. Offenbar hatte sich der neue Eigentümer finanziell übernommen, denn seine Werft ging zu Beginn des Jahres 1909 in Konkurs.
In dem Jahr darauf erwarb Hugo Peters, Sohn von Jürgen Peters, den Betrieb, welchen er umgehend weiter veräußerte an Claus Witt. Dieser nahm den Betrieb der Werft wieder auf bis zum Jahr 1919. In diesem Jahr verkaufte er die Werft an die Firma Friedrich Sternemann & Co. aus Hamburg. Dieses Unternehmen erwarb zu dem Zeitpunkt auch die benachbarte Werft von Gustav Junge und führte beide Werften zur Störwerft zusammen. Die Werft ging 1927 in Konkurs und der Betrieb ruhte danach bis zur Wiederbegründung im Jahr 1938.
Die Abbruchwerft Jensen & Massuthe hatte 1910 gleichfalls Hugo Peters erworben und zur Schiffswerft unter dem Namen Unterelbe-Werft ausgebaut, die er jedoch bereits ein Jahr später weiterverkaufte und in 1922 eine Werft in Beidenfleth gründete.
Von den Wewelsflether Werften hat sich bis heute die Peters Werft erhalten und sich aus kleinsten Anfängen zu einem den heutigen Anforderungen gerecht werdenden leistungsfähigen Betrieb entwickelt; die Peters-Werft stellt den bedeutendsten Wirtschaftsfaktor für das Dorf dar.

Bildrechte: O. Sievers, Albersdorf
Reg. mein-wilster: 1543 AK

1903 Wewelsfleth - Hafen, Logier- und Gasthaus

1903 Wewelsfleth - Hafen, Logier- und Gasthaus
1903 Wewelsfleth - Logier- und Gasthaus Carsten Dohrn
1903 Wewelsfleth - Hafen

1903 Wewelsfleth - Hafen, Logier- und Gasthaus.
Der damalige Wewelsflether Hafen lag nicht unmittelbar an der Stör, sondern im Verlauf eines ehemaligen Priels, an dessen Einmündung in die Stör auch Werften betrieben wurden.
Heute erinnert der Name der Straße "Am Hafen" noch an die seinerzeitige und seither völlig veränderte Situation.
Früher legten hier kleine Fracht-Ewer an, welche die Aufgabe der heutigen Lastwagen erfüllten, denn sie beförderten in großer Zahl über das enge in den Niederungsgebieten vorhandene Netz der schiffbaren Gewässer (u.a. Elbe, Stör, Wilsterau, Burger Au, Flethe und Kanäle) die Güter.
Das am Hafen stehende Gasthaus von Carsten Dohrn (auf der Karte ist der Familienname Döhrn geschrieben), verfügte über eine Durchfahrt für die mit der Kutsche anreisenden Gäste sowie über eine Kegelbahn.

Bildrechte: H. Struck, Krempe
Reg. mein-wilster: 1496 AK

1903 Wewelsfleth - Neustadt (Ex)

1903 Wewelsfleth - Straße Neustadt (heutige Dorfstraße) in Wewelsfleth in der Wilstermarsch

1903 Wewelsfleth - Neustadt
Blick durch die seinerzeit infolge ihrer geschlossenen Bebauung städtisch wirkende Straße "Neustadt", welche heute den Namen Dorfstraße führt.
An der Straße lag der „Gasthof zum goldenen Kringel“ und die Störkringelbäckerei von Carsten Mahn.
Störkringel - kleine gesottene und gebackene Brezeln aus Mehl, Wasser, Rübensirup und Anis - waren eine legendäre Spezialität aus Wewelsfleth und bildeten lange Zeit eine Haupteinnahmequelle für das Dorf.
Sie wurden in früheren Zeiten in sehr großer Zahl an mehreren Orten, jedoch insbesondere in Wewelsfleth als Schiffsproviant hergestellt. Die auf Schnüren zu jeweils 60 Stück zum sogenannten „Busch“ aufgezogenen Störkringel dienten schon im siebzehnten Jahrhundert den Schiffern und Seeleuten als Dauerproviant. Sie wurden um 1800 allein in Wewelsfleth von 8 Bäckereien insbesondere für die Schiffer und Walfänger aus Hamburg und von der Niederelbe gefertigt. Nach dem bekanntesten Ort ihrer Herstellung wurden sie Störkringel genannt.

Bildrechte: H. Kröger, Wewelsfleth - Gebr. Grätz, Leipzig
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in einer externen Sammlung

1903 Wewelsfleth, Straße Neustadt, Gaststätten Mahn und Wiebensohn

1903 Wewelsfleth, Straße Neustadt mit den Gaststätten Mahn und Wiebensohn
1903 Wewelsfleth, Straße Neustadt - Gaststätten Mahn und Wiebensohn
1903 Wewelsfleth - Stellmacherei

1903 Wewelsfleth, Straße Neustadt - Gaststätten Mahn und Wiebensohn
Als „Neustadt“ wurde seinerzeit in Wewelsfleth die heutige obere Dorfstraße bezeichnet. An der Straße befanden sich viele Geschäfte und Gaststätten, z.b. unten links das Cafe´und die Bäckerei von Carsten Mahn, auf der gegenüberliegenden Straßenseite die Gaststätte von Carl Wiebensohn.
In dem kleinen Ort befanden sich seinerzeit mehrere Bäckereien, die sich schwerpunktmäßig der Fertigung von Störkringeln widmeten.
Störkringel sind kleine gesottene und gebackene Brezeln aus Mehl, Wasser, Rübensirup und Anis. Die auf Schnüren zu jeweils 60 Stück zum sogenannten „Busch“ aufgezogen Störkringel dienten schon im siebzehnten Jahrhundert den Schiffern und Seeleuten als Dauerproviant. Sie wurden um 1800 allein in Wewelsfleth von 8 Bäckereien insbesondere für Schiffer und Walfänger aus Hamburg und von der Niederelbe gefertigt. Nach dem bekanntesten Ort ihrer Herstellung wurden sie Störkringel genannt.
Das Rezept für die Störkringel kann in der unten aufrufbaren Datei eingesehen werden.

Bildrechte: Henry Wegener, Hamburg-Lokstedt
Reg. mein-wilster: 1762 AK

Hier finden Sie noch weitere Informationen (als Datei)

1904 Peters Werft an der Stör

1904 Peters Werft an der Stör in Wewelsfleth in der Wilstermarsch
1904 Peters Werft an der Stör in Wewelsfleth in der Wilstermarsch

1904 Peters Werft an der Stör - Rahsegelschoner am Quai
Seit über zweieinhalb Jahrhunderten sind in Wewelsfleth Schiffszimmerplätze bezeugt.
Seinerzeit bestanden in dem an der Stör gelegenen kleinen Ort zwei Werften, nämlich die von Johann Junge und von Jürgen Peters. Hinzu kam noch die östlich der Fährstelle gelegene Abbruchwerft Jensen & Massuthe.
Jürgen Peters hatte im Jahre 1871 die damalige Werft von Hans Stelling erworben. Die Peters-Werft wurde im Oktober des Jahres 1906 durch ein Schadensfeuer völlig zerstört, wonach der aus Hamburg stammende Schiffsbauer Max Werner im folgenden Jahr den Betrieb erwarb. Offenbar hatte sich der neue Eigentümer finanziell übernommen, denn seine Werft ging zu Beginn des Jahres 1909 in Konkurs.
In dem Jahr darauf erwarb Hugo Peters, Sohn von Jürgen Peters, den Betrieb, welchen er umgehend weiter veräußerte an Claus Witt. Dieser nahm den Betrieb der Werft wieder auf bis zum Jahr 1919. In diesem Jahr verkaufte er die Werft an die Firma Friedrich Sternemann & Co. aus Hamburg. Dieses Unternehmen erwarb zu dem Zeitpunkt auch die benachbarte Werft von Gustav Junge und führte beide Werften zur Störwerft zusammen. Die Werft ging 1927 in Konkurs und der Betrieb ruhte danach bis zur Wiederbegründung im Jahr 1938.
Die Abbruchwerft Jensen & Massuthe hatte 1910 gleichfalls Hugo Peters erworben und zur Schiffswerft unter dem Namen Unterelbe-Werft ausgebaut, die er jedoch bereits ein Jahr später weiterverkaufte und in 1922 eine Werft in Beidenfleth gründete.
Von den Wewelsflether Werften hat sich bis heute die Peters Werft erhalten.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
Reg. mein-wilster: 1698 AK
Anmerkung: Die auf der Bildseite unbeschriebene Ansichtskarte in etwas anderer Aufmachung befindet sich in einer externen Sammlung

1904 Störort mit dem Alten Fährhaus - Mündung der Stör

1904 Störort mit dem Alten Fährhaus - Mündung der Stör
1904 Altes Fährhaus am Störort im Wewelsflether Außendeich
1904 Mündung der Stör am Störort

1904 Störort mit dem Alten Fährhaus (Fähre von Störort nach Ivenfleth auf der Kremper Seite).
Vor dem auf dem Steinburger Ufer im Wewelsflether Außendeich stehenden Gehöften wird ein Toppsegelschoner von einem kleinen Schlepper von der Elbe kommend in die Stör geschleppt.

Bildrechte: Bildrechte: H. Struck, Krempe
Reg. mein-wilster: 1256 AK
Anmerkungen:
Die beeindruckenden Häuser standen bis Ende der 1960er Jahre am Störort auf Warften vor dem Deich in dem damals weitab vom Verkehr gelegenen Winkel des Wewelsflether Außendeich zwischen der Elbe und der Mündung der Stör. Die insgesamt drei am Störort vorhandenen Häuser mußten dem im Jahre 1971 begonnenen und 1975 vollendeten Bau des Stör-Sperrwerks weichen. Die Landschaft hatte hier zuvor ein seltsam entrücktes Gepräge, weshalb sich hier zeitweilig sehr exzentrische Menschen ansiedelten – so der bekannte Maler Karl Leipold und der Schriftsteller, Regisseur und Drehbuchautor Richard Schneider-Edenkoben, welcher zeitweilig mit der Tochter Ellinor des bekannten norwegischen Schriftstellers Knut Hamsun verheiratet war.
Richard Schneider war zunächst beruflich sehr erfolgreich, verstrickte sich politisch in der Nazi-Diktatur und überwarf sich mit dieser, weshalb er untertauchen mußte; er galt ab 1943 als verschollen. Nach Ende der Nazi-Herrschaft lebte Schneider-Edenkoben ab 1946 auf Störort in dem von ihm 1938 gekauften alten Fährhaus und erwarb nach dessen Abriß ein Anwesen im Wald bei Hohenwestedt; am 23.09.1986 ist er gestorben.
Hier fnden sich weitere Informationen zu Richard Schneider-Edenkoben
Weiteres - ein Bericht aus der Wilsterschen Zeitung sowie etwas aus einem Heft des Illustrierten Filmkurier ist mit der Datei unten aufrufbar.

Hier finden Sie noch weitere Informationen (als Datei)

1904 Wewelsfleth - Hafen mit Logier- und Gasthaus

1904 Wewelsfleth - Hafen mit Logier- und Gasthaus
1904 Wewelsfleth - Hafen mit Logier- und Gasthaus

1904 Wewelsfleth - Hafen mit dem Logier- und Gasthaus von Carsten Dohrn.
Der damalige Wewelsflether Hafen lag nicht unmittelbar an der Stör, sondern im Verlauf eines ehemaligen Priels, an dessen Einmündung in die Stör auch Werften betrieben wurden.
Heute erinnert der Name der Straße "Am Hafen" noch an die seinerzeitige und seither völlig veränderte Situation.
Früher legten hier, so wie auf der Abbildung dokumentiert, kleine Fracht-Ewer an, welche die Aufgabe der heutigen Lastwagen erfüllten, denn sie beförderten in großer Zahl über das enge in den Niederungsgebieten vorhandene Netz der schiffbaren Gewässer (u.a. Elbe, Stör, Wilsterau, Burger Au, Flethe und Kanäle) die unterschiedlichsten Güter und Waren.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
Reg. mein-wilster: 1589 AK

1904 Wewelsfleth - Häuser am alten Hafen (SF)

1904 Wewelsfleth - Häuser am alten Hafen

1904 Wewelsfleth - Häuser am alten Hafen
Häuser mit verbretterten Giebeln waren bis weit in die zweite Hälfte des vergangenen Jahrhunderts typisch für Wewelsfleth.
Die abgebildeten Häuser standen vermutlich am ehemaligen alten Hafen, an welchen heute nur noch der Name der Straße "Am Hafen" erinnert.

Bildrechte: H. Mehlert, Kiel
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Udo Urban, Wilster

1904 Wewelsfleth - Werft, Trinitatis Kirche, Dorfstraße, Deichreihe

1904 Wewelsfleth - Werft, Trinitatis Kirche, Dorfstraße, Deichreihe
1904 Wewelsfleth - Straße Deichreihe
1904 Wewelsfleth - Straße Neustadt (heutige Dorfstraße) und Straße Am Hafen

1904 Wewelsfleth - Werft, Trinitatis Kirche, Dorfstraße, Deichreihe
oben links: Junge´s Schiffswerft.
Die Lage des Dorfes nahe der Mündung der Stör in die Elbe prädestinierte es als Wohnsitz für Schiffer und als Standort von Werften. Seit zweieinhalb Jahrhunderten sind für Wewelsfleth Schiffszimmerplätze bezeugt. Zum Zeitpunkt der Aufnahme war die Werft der Gebrüder Junge die bedeutendste von ihnen.
oben rechts: Blick von der Einmündung der Straße Deichreihe in die Dorfstraße.
mittig: Kirche. Das heute Trinitatis-Kirche genannte Gotteshaus wurde 1503 geweiht; sein Vorgänger stand, so wie auch der zu der Zeit Weuelesflethe genannte Ort, im heutigen Vorland der Elbe und mußte um 1500 aufgegeben werden.
unten links: Dorfmittelpunkt an der Dorfstraße.
unten mittig (Bild 2): Straße Deichreihe.
unten rechts (Bild 3): Straße Neustadt (heutige Dorfstraße), rechts die Einmündung der Straße Am Hafen.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Reg. mein-wilster: 1890 AK

1905 Elbe im Bereich der Wilstermarsch

1905 Elbe im Bereich der Wilstermarsch

1905 Elbe im Bereich der Wilstermarsch
Die im Bereich der Wilstermarsch fast 4 km breite Elbe ist der größte Strom, dessen Mündung in Deutschland liegt.
Der mächtige Strom hat mit seinen Ablagerungen die Landschaft der Wilstermarsch erst entstehen lassen, welche dann von den frühen Siedlern nach ihren Wünschen entwässert und gestaltet wurde.
Seit über achthundert Jahren schützen Deiche die Marsch vor den Gefahren der Elbe.
Die 1091 km lange Elbe entspringt in Tschechien, wo sie Labe genannt wird. Die Bedeutung des Wortes entspricht der bei uns verwendeten Bezeichnung, denn das von Albia bzw. Albis stammende Wort Elbe bedeutet „die Weiße“ oder „die Helle“, ein Name, dessen Bedeutung man aus der Abbildung gut nachvollziehen kann.
Auch den etwa am Deich in Brokdorf oder am Störort stehenden Betrachtern erschließt sich bei klarer Witterung dieser Name, wenn die Elbe hell glänzend vor ihnen liegt.

Bildrechte: W. Wilcke, Hamburg; Verlag Knackstedt & Näther
Reg. mein-wilster: 0574 AK

1905 Gehöfte an der Elbe im Wewelsflether Außendeich

1905 Gehöfte an der Elbe im Wewelsflether Außendeich
Gehöfte im ehemaligen Wewelsflether Außendeich (Luftbild google maps 2015)

1905 Gehöfte an der Elbe im Wewelsflether Außendeich.
Bei den im seinerzeit unbedeichten Wewelsflether Außendeich auf hoher gemeinsamer Warft stehenden Bauernhäusern handelt sich um die Höfe (Hof 21 und Hof 21a in „Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild“).
Das Wasser der Elbe spülte, so wie es die Abbildung zeigt, bei jeder Flut am Fuß der Warft.
Im Zusammenhang mit dem im Jahre 1971 begonnenen und 1975 vollendeten Bau des Stör-Sperrwerks und der Herrichtung einer neuen Deichlinie erhielt auch der ehemalige Wewelsflether Außendeich vollen Sturmflutschutz.
Eines der Gebäude wurde am 25.07.2009 in Folge eines Blitzschlages ein Raub der Flammen.
Die heutige örtliche Situation zeigt das Luftbild (Abbildung 2)

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
Reg. mein-wilster: 1447 AK
Luftbild: Google-maps

1905 Mühlenstraße und Kornwindmühle in Wewelsfleth a

1905 Mühlenstraße und Kornwindmühle in Wewelsfleth

1905 Mühlenstraße und Kornwindmühle in Wewelsfleth. Die links im Hintergrund erkennbare und der Straße den Namen gebende Kornwindmühle - eine Holländer Mühle ohne Galerie - in Wewelsfleth bestand bis in die 1930er Jahre. Heute trägt die frühere Mühlenstraße den Namen Humsterdorf nach dem früheren Ort, an dessen Stelle das frühere in der Elbe versunkene „Weuelesflethe“ um 1500 verlegt worden war.
In früheren Zeiten gab es in Wilster und der Wilstermarsch eine größere Anzahl Windmühlen mit Mahlgängen für das Getreide. Sie waren königlich privilegiert und ihr räumlicher Zuständigkeitsbereich amtlich festgesetzt. Die Landwirte in den zugeordneten Mahlbezirken waren Zwangsgäste. Bekannt sind in der Wilstermarsch folgende Korn Windmühlen mit Standorten in: Büttel und Brokdorf (die Mühlen standen jeweils auf dem Deich der Elbe), Kasenort (eine Graupenmühle), Krummendiek, Neumühlen, Uhrendorf, Büttel, "auf dem Stuven", Ecklak, Dammfleth, Averfleth, Rumfleth (die Mühle Aurora).

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
Reg. mein-wilster: 1583 AK

1905 Mühlenstraße und Kornwindmühle in Wewelsfleth b

1905 Wewelsfleth - Kornwindmühle

1905 Wewelsfleth - Kornwindmühle
In früheren Zeiten gab es in Wilster und der Wilstermarsch eine größere Anzahl Windmühlen mit Mahlgängen für das Getreide. Sie waren königlich privilegiert und ihr räumlicher Zuständigkeitsbereich amtlich festgesetzt. Die Landwirte in den zugeordneten Mahlbezirken waren Zwangsgäste.
Bekannt sind in der Wilstermarsch folgende Korn Windmühlen mit Standorten in: Büttel und Brokdorf (die Mühlen standen jeweils auf dem Deich der Elbe), Kasenort (eine Graupenmühle), Krummendiek, Neumühlen, Uhrendorf, Büttel, "auf dem Stuven", Ecklak, Dammfleth, Averfleth, Rumfleth (die Mühle Aurora).
Die Mühle - eine Holländer Mühle ohne Galerie - in Wewelsfleth bestand bis in die 1930er Jahre.

Bildrechte: Graphische Industrie, Berlin
Reg. mein-wilster: 1452 AK

1905 Wewelsfleth

1905 Totale von Wewelsfleth in der Wilstermarsch

1905 Totale von Wewelsfleth.
Das nahe der Mündung der Stör in die Elbe gelegene Dorf Wewelsfleth wurde mit seinem Namen „Weuelesflethe“ im Jahre 1238 erstmals schriftlich bezeugt. Es liegt an einem Fleth, der sicherlich in früher Zeit als Hafen genutzt wurde und in engem Begründungszusammenhang mit der Gründung der Siedlung steht.
Seit über zweieinhalb Jahrhunderten sind in Wewelsfleth Schiffszimmerplätze bezeugt – heute noch stellt die Peters-Werft einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor für das Dorf dar.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
Reg. mein-wilster: 0522 AK

1905 Wewelsfleth - Dorfstraße, Gasthaus Zur guten Hoffnung

1905 Dorfstraße in Wewelsfleth in der Wilstermarsch
1905 Dorfstraße in Wewelsfleth in der Wilstermarsch

1905 Wewelsfleth - Dorfstraße
Blick von der Einmündung der Straße Deichreihe in die Dorfstraße.
Ganz rechts das Gasthaus "Zur guten Hoffnung". Das sehr interessante Gebäude, in welchem neben der Gastwirtschaft auch ein Festsaal mit Bühne betrieben wurde, besteht heute leider nicht mehr; das Haus brannte am 28. Januar 1973 vollständig ab. Zum Zeitpunkt der Aufnahme wurde in dem schönen das Ortsbild prägenden Gebäude die Gastwirtschaft "Zur guten Hoffnung" von Marcus Dunkel betrieben, welcher zugleich auch den Beruf des Viehhändlers ausübte.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Reg. mein-wilster: 1731 AK

1906 Kornwindmühle und Gasthof Zum Goldenen Kringel

1906 Kornwindmühle und Gasthof Zum Goldenen Kringel in Wewelsfleth in der Wilstermarsch
1906 Straße Neustadt (Dorfstraße) in Wewelsfleth in der Wilstermarsch
1906 Kornwindmühle in Wewelsfleth in der Wilstermarsch

1906 Kornwindmühle und "Gasthof zum goldenen Kringel" in Wewelsfleth.
Der Ort Wewelsfleth an der Stör wurde um 1503 nach Aufgabe des danach in der Elbe versunkenen Alt-Wewelsfleth in den Bereich des Dorfes Humsterdorf planmäßig verlegt, auf welches bald der Name überging; der Straßenname Humsterdorf erinnert heute noch an das ehemalige Dorf.
Die Kornwindmühle in Wewelsfleth bestand bis in die 1930er Jahre.
Der Name des in der damaligen „Neustadt“ gelegenen „Gasthof zum goldenen Kringel“ und die Störkringelbäckerei von Carsten Mahn erinnern an die Störkringel – eine legendäre Spezialität aus Wewelsfleth, die lange Zeit eine Haupteinnahmequelle für das Dorf war.
Störkringel sind kleine gesottene und gebackene Brezeln aus Mehl, Wasser, Rübensirup und Anis.
Das Rezept für die Störkringel ist in der Datei unten aufrufbar.
Störkringel wurden in früheren Zeiten in sehr großer Zahl an mehreren Orten, jedoch insbesondere in Wewelsfleth als Schiffsproviant hergestellt. Die auf Schnüren zu jeweils 60 Stück zum sogenannten „Busch“ aufgezogen Störkringel dienten schon im siebzehnten Jahrhundert den Schiffern und Seeleuten als Dauerproviant. Sie wurden um 1800 allein in Wewelsfleth von 8 Bäckereien insbesondere für Schiffer und Walfänger aus Hamburg und von der Niederelbe gefertigt. Nach dem bekanntesten Ort ihrer Herstellung wurden sie Störkringel genannt.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Reg. mein-wilster: 1051 AK

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1906 Trinitatis Kirche zu Wewelsfleth

1906 Trinitatis Kirche zu Wewelsfleth

1906 Trinitatis Kirche zu Wewelsfleth.
Im Jahre 1238 wurde die Wewelsflether Kirche erstmals urkundlich erwähnt, doch lag die Vorgängerin der heutigen Kirche damals im heutigen Vorland der Elbe, so wie auch der zu der Zeit Weuelesflethe genannte Ort. Dieser war zu der Zeit vermutlich unbedeicht und die Gebäude lagen auf Wurten/Warften.
Das Dorf wurde um 1500 wegen der Gefahr durch die sich ständig verlagernde Elbe planmäßig an seinen heutigen Standort verlegt.
Die am neuen Standort errichtete Kirche wurde 1503 fertig. 1592 wurde die Kirche durch einen Anbau erweitert.
Die Kirche führte bis zur Reformation den Namen Willihardus-Kirche (nach Willehard, dem Missionar der Friesen). Nach der Reformation wurde die Kirche der Dreieinigkeit (Einheit von Gott Vater, Sohn und Heiligem Geist) geweiht, sie heißt seither Trinitatis-Kirche.
Westlich der Kirche steht ihr aus dem Jahr 1817 stammende achteckige hölzerne und 29 m hohe Glockenturm, welcher jedoch Vorgänger hatte. Der erste und fast 60 m hohe Glockenturm war bei einem Orkan im Jahr 1648 eingestürzt.
Wegen des in der Marsch infolge des weichen Baugrundes zu erwartenden ungleichmäßigen Setzungsverhaltens der einzelnen und zudem zu unterschiedlichen Zeiten errichteten Gebäudeteile, wurden der neue Turm und und das Kirchenschiff zweckmäßigerweise nicht starr miteinander verbunden.
1883 und 1964 wurde die Kirche restauriert. Der Glockenturm wurde 1993/94 restauriert.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
Reg. mein-wilster: 1569 AK

1906 Wewelsfleth - Deichreihe

1906 Wewelsfleth - Deichreihe

1906 Wewelsfleth - Deichreihe
Einmündung der Deichreihe in den Straßenzug Dorfstraße/Humsterdorf.
Rechts der Gasthof von Arthur Mahn.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
Reg. mein-wilster: 1501 AK

1906 Wewelsfleth - Werften auf den Ufergrundstücken an der Stör

1906 Wewelsfleth - Werften auf den Ufergrundstücken an der Stör
1906 Wewelsfleth - Werften auf den Ufergrundstücken an der Stör
1906 Wewelsfleth - Werften auf den Ufergrundstücken an der Stör

1906 Wewelsfleth - Werften auf den Ufergrundstücken an der Stör.
In beeindruckender Weise zeigt das Panorama der Doppelkarte das Dorf Wewelsfleth als bedeutenden Werftstandort.
Eine Vielzahl von Slip-Anlagen mit aufgezogenen kleinen hölzernen Frachtschiffen sowie mit Neubauten auf dem Helgen am Ufer der Stör zeigt einen lebhaften Betrieb. Am Ufer ist eine Segeljacht vertäut – das war seinerzeit eine Besonderheit, denn die Freizeitschifferei war noch in ihren Anfängen. Im Vordergrund überquert der Prahm der Seilfähre Wewelsfleth den Fluß; hier bestand vor der Mündung der Stör in die Elbe die letzte Möglichkeit, den Fluß mit Fahrzeugen zu überqueren.
Seinerzeit bestanden in dem an der Stör gelegenen kleinen Ort zwei Werften, nämlich die von Johann Junge und von Jürgen Peters. Hinzu kam noch die östlich der Fährstelle gelegene Abbruchwerft Jensen & Massuthe.
Jürgen Peters hatte im Jahre 1871 die damalige Werft von Hans Stelling erworben. Die Peters-Werft wurde im Oktober des Jahres 1906 durch ein Schadensfeuer völlig zerstört, wonach der aus Hamburg stammende Schiffsbauer Max Werner im folgenden Jahr den Betrieb erwarb. Offenbar hatte sich der neue Eigentümer finanziell übernommen, denn seine Werft ging zu Beginn des Jahres 1909 in Konkurs.
In dem Jahr darauf erwarb Hugo Peters, Sohn von Jürgen Peters, den Betrieb, welchen er umgehend weiter veräußerte an Claus Witt. Dieser nahm den Betrieb der Werft wieder auf bis zum Jahr 1919. In diesem Jahr verkaufte er die Werft an die Firma Friedrich Sternemann & Co. aus Hamburg. Dieses Unternehmen erwarb zu dem Zeitpunkt auch die benachbarte Werft von Gustav Junge und führte beide Werften zur Störwerft zusammen. Die Werft ging 1927 in Konkurs und der Betrieb ruhte danach bis zur Wiederbegründung im Jahr 1938.
Die Abbruchwerft Jensen & Massuthe hatte 1910 gleichfalls Hugo Peters erworben und zur Schiffswerft unter dem Namen Unterelbe-Werft ausgebaut, die er jedoch bereits ein Jahr später weiterverkaufte und in 1922 eine Werft in Beidenfleth gründete.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
Reg. mein-wilster: 1352 AK

1907 Wewelsfleth - Stör, Frachtewer, Werft, Trinitatis Kirche, Neustadt

1907 Wewelsfleth - Stör, Frachtewer, Werft, Trinitatis Kirche, Neustadt
1907 Wewelsfleth - Alter Fahrensmann
Wewelsfleth - Einmündung der Straße Am Hafen in die Dorfstraße (damalige Neustadt)

1907 Wewelsfleth - Stör, Frachtewer, Werft, Trinitatis Kirche, Straße Neustadt
Die Abbildungen verdeutlichen sehr anschaulich den Umstand, dass Wewelsfleth von jeher ein maritim geprägter Ort war, an welchem Schiffer und Fischer ansässig waren, Schiffsproviant (die bekannten Stör-Kringel) gefertigt wurde und sich der Standort mehrerer Werften befand.
oben links: Fracht-Ewer auf der Stör vor der Kulisse des Dorfes.
oben mittig: Fischkutter auf der Slipanlage der Werft von Claus Witt.
oben rechts u. Bild 2: Alter Fahrensmann mit Öljacke und Südwester, mit weißhaariger Schifferkrause und eine kurze Pfeife rauchend.
unten links: Blick durch die seinerzeit infolge ihrer geschlossenen Bebauung städtisch wirkende Straße "Neustadt", welche heute den Namen Dorfstraße führt. An der Straße lag u.a. der „Gasthof zum goldenen Kringel“ und die Störkringelbäckerei von Carsten Mahn.
unten mittig: Trinitatis Kirche (1238 erstmals urkundlich erwähnt).
unten rechts u. Bild 3: Straße Neustadt (heutige Dorfstraße), rechts die Einmündung der Straße Am Hafen.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Reg. mein-wilster: 1673 AK

1907 Wewelsfleth - Werft Junge - Dreimast Marssegelschoner JUPITER

1907 Wewelsfleth - Werft Junge - Dreimast Marssegelschoner JUPITER auf der Helling
1907 Wewelsfleth - Werft Junge - Dreimast Marssegelschoner JUPITER

1907 Die Junge Werft in Wewelsfleth an der Stör.
Dreimast Marssegelschoner JUPITER auf der Helling.
Die Junge Werft war 1859 in Nachbarschaft einer weiteren dort bereits seit 20 Jahren bestehenden kleinen Werft von dem aus Burg in Dithmarschen stammenden und zu dem Zeitpunkt 33 Jahre alten Schiffszimmerer Christopher Junge gemeinsam mit seinem Bruder Johann gegründet worden und hatte sich rasch ein hervorragendes Renommee erarbeitet.
Der Bruder Johann Junge wurde später alleiniger Eigentümer der Werft.
Die Werft wurde bis 1918 von dem Nachfolger Gustav Junge (* 26.11.1861 in Wewelsfleth), Sohn des Vorbesitzers, betrieben und dann verkauft – sie bestand dann noch einige Zeit. Aus dem Nachlaß des Gustav Junge werden viele Konstruktionspläne und Modelle der von der Werft gebauten Schiffe heute im Deutschen Schifffahrtsmuseum Bremerhaven verwahrt.
Von mehreren ehemaligen Wewelsflether Werften besteht heute nur noch die Peters-Werft.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
Reg. mein-wilster: 1271 AK
Anmerkung: Die ergänzend vorgestellte Ansichtskarte befindet sich in einer externen Sammlung.

1907 Wewelsfleth - Werft Junge - Schiffe auf der Helling

1907 Wewelsfleth - Werft Junge - Schiffe auf der Helling
1907 Wewelsfleth - Werft Junge - Schiffe auf der Helling

ca. 1907 Die Junge Werft in Wewelsfleth an der Stör.
Auf den Slip-Anlagen der Werft liegen hier sieben Schiffe, darunter ein in Hamburg-Finkenwerder beheimateter Fischkutter.
Die Werft war 1859 in Nachbarschaft einer weiteren dort bereits seit 20 Jahren bestehenden kleinen Werft von dem in Burg in Dithmarschen den Beruf des Schiffszimmermanns gelernt habenden und 33 Jahre alten Christopher Junge gemeinsam mit seinem Bruder Johann gegründet worden und hatte sich rasch ein hervorragendes Renommee erarbeitet.
Der Bruder Johann Junge wurde später alleiniger Eigentümer der Werft.
Die Werft wurde bis 1918 von dem Nachfolger Gustav Junge, Sohn des Vorbesitzers, betrieben und dann verkauft – sie bestand dann noch einige Zeit. Aus dem Nachlaß des Gustav Junge werden viele Konstruktionspläne und Modelle der von der Werft gebauten Schiffe heute im Deutschen Schifffahrtsmuseum Bremerhaven verwahrt.
Von mehreren ehemaligen Wewelsflether Werften besteht heute nur noch die Peters-Werft.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
Reg. mein-wilster: 1270 AK
Reg. mein-wilster: 1397 AK

1908 Fährhaus Störort - Dreimastbark auf der Stör

1908 Fährhaus Störort - Dreimastbark auf der Stör
1908 Fährhaus Störort - Dreimastbark auf der Stör
1908 Fährhaus Störort

1908 Fährhaus Störort - Dreimastbark auf der Stör.
Zwischen Störort und Ivenfleth verkehrte nahe der Mündung der Stör in die Elbe die südlichste von den seinerzeit die Querung der Stör ermöglichenden Kahnfähren. Flussabwärts der Klappbrücke Heiligenstedten konnte die Stör mit den Prahmfähren in Beidenfleth und Wewelsfleth sowie mit vier Kahnfähren (in Störort, in Uhrendorf, in Klein Kampen und in Stördorf) gequert werden.
Die beiden Abbildungen zeigen einen Blick über die Stör nach Störort vom gegenüber liegende Ufer bei Ivenfleth, welches bereits zur Kremper Marsch. gehört.
Auf der Stör passiert eine Dreimastbark die Fährstelle vor der nahe der Stör auf einer Warft stehenden Gastwirtschaft „Störort“ von Jacob Breckwoldt, dem auch die Kahnfähre gehörte. Diese wurde nach ihrem Verkauf an den Ivenflether Fährmann Johann Albers von diesem und dessen Sohn Jacob bis in das Jahr 1926 betrieben und im Juni 1926 aufgehoben - letzter Fährmann war Hans Schnoor aus Humsterdorf. Auch die Gastwirtschaft wurde bald danach aufgegeben.
Das Gasthaus stand auf der mittleren der drei am Störort vorhanden gewesenen Warften. Alle drei der seinerzeit am Störort auf Warften stehenden Höfe sind mit diesen verschwunden, seit hier im Zusammenhang mit dem Bau des Mündungs-Sperrwerkes der Stör deren Verlauf in den 1970er Jahren verlegt wurde – nichts erinnert heute mehr an die damalige Idylle.
Die Kahnfähre zwischen Ivenfleth und Störort hat mit Sicherheit bereits schon zu Beginn des 17ten Jahrhunderts bestanden, sie ist wahrscheinlich noch älter. Am 10.Juli 1874 erwarb der Kapitän Christian Meyn (+ 1896) das Fährhaus und die Gastwirtschaft; er war einer der letzten Grönlandfahrer, die auf Walfang und Robbenschlag gingen. Als solcher war er Kommandeur des "Der kleine Heinrich", dem letzten von Glückstadt ausgehenden Grönlandfahrer.
Nach Christian Meyn erwarb E. Breckwoldt das Fährhaus und die Fährgerechtsame; ihm folgte sein Sohn Jacob. Die Breckwoldts gehören zu einer an der Niederelbe weit verbreiteten Familie, welche viele Seefahrer hervorgebracht hat. Über einen von ihnen handelt die in den 1950er Jahren von dem populären Hamburger Volkssänger Richard Germer (*04.11.1900, + 12.09.1993) gesungene "Ballade von den Seeräubern" (deren Text ist unten aufrufbar).

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
Reg. mein-wilster: 1911 AK

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1908 Gasthaus am alten Hafen in Wewelsfleth

1908 Gasthaus am alten Hafen in Wewelsfleth in der Wilstermarsch

1908 Gasthaus am Fleth – dem alten Hafen - in Wewelsfleth, Blickrichtung Stör.
Im Hafen liegt ein kleiner Fracht-Ewer. Diese kleinen Schiffe erfüllten seinerzeit die Aufgabe der heutigen Lastwagen, denn sie beförderten in großer Zahl über das enge in den Niederungsgebieten vorhandene Netz der schiffbaren Gewässer (u.a. Elbe, Stör, Wilsterau, Burger Au, Flethe und Kanäle) die Güter.
Das nahe der Mündung der Stör in die Elbe gelegene Dorf Wewelsfleth wurde mit seinem Namen „Weuelesflethe“ im Jahre 1238 erstmals schriftlich bezeugt.
Der Ort liegt an einem Fleth, der sicherlich seit frühester Zeit als Hafen genutzt wurde.
Seit über zweieinhalb Jahrhunderten sind in Wewelsfleth Schiffszimmerplätze bezeugt – heute noch stellt die Peters-Werft einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor für das Dorf dar.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Reg. mein-wilster: 0643 AK

1908 Mündung der Stör in die Elbe am Störort

1908 Mündung der Stör in die Elbe am Störort
1908 Mündung der Stör in die Elbe am Störort
1908 Mündung der Stör in die Elbe am Störort

1908 Mündung der Stör in die Elbe am Störort.
Mit dem Ebbestrom laufen Fracht Ewer durch die Mündung der Stör in die Elbe ein. Da in den Tidegewässern Elbe und Stör ein harter Ebbe- bzw. Flutstrom läuft, war es den unter Segel fahrenden und seinerzeit noch nicht mit Motorantrieb ausgerüsteten Ewern zumeist nicht möglich, gegen den Strom zu fahren. Die mit dem Ziel Hamburg aus der Stör kommenden Ewer nutzten zumeist bei Niedrigwasser die letzte Phase der Ebbe um in die Elbe einzufahren, um dann nach Kenterung der Tide mit dem Flutstrom elbaufwärts zu fahren.
Die Fotos sind vom linksseitigen Ufer der Stör bei Ivenflether aus aufgenommen worden.
oben (Bild 2): Der Mündungshaken der Stör zeigt typischerweise wegen des hinsichtlich seiner Räumkraft gegenüber dem Flutstrom stärkeren Ebbestromes elbabwärts Richtung Brunsbüttel.
unten (Bild 3): Auf dem gegegenüber liegenden und zum Störort gehörenden Ufer ist eines der seinerzeit dort im unbedeichten Wewelsflether Außendeich auf hohen Warften stehenden Gebäude zu erkennen; in ihm war zeitweilig eine Zollstation untergebracht war.

Bildrechte: Buchhandlung Max Hansen, Glückstadt
Reg. mein-wilster: 1358 AK

1908 Schiffswerft in Wewelsfleth an der Stör

1908 Schiffswerft in Wewelsfleth an der Stör

1908 Schiffswerft in Wewelsfleth an der Stör.
Um 1900 bestanden in dem an der Stör gelegenen kleinen Ort drei Werften, nämlich diejenigen von Johann Junge und von Jürgen Peters sowie die Abbruchwerft Jensen & Massuthe.
Die Peters-Werft wurde im Oktober des Jahres 1906 durch ein Schadensfeuer völlig zerstört, wonach der aus Hamburg stammende Schiffsbauer Max Werner im folgenden Jahr den Betrieb erwarb. Offenbar hatte sich der neue Eigentümer finanziell übernommen, denn seine Werft ging zu Beginn des Jahres 1909 in Konkurs.
In dem Jahr verkaufte Hugo Peters den kurz zuvor von ihm erworbenen Betrieb weiter an den Schiffbauer Claus Witt, welcher die Werft bis 1919 betrieb.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
Reg. mein-wilster: 1347 AK

1908 Wewelsfleth - Stellmacherei (Ex)

1908 Wewelsfleth - Stellmacherei

1908 Wewelsfleth - Stellmacherei Wittfoth
Mitglieder des Betriebes und der Familie haben sich vor dem Gebäude für den Photographen postiert; links ein typischer Ackerwagen und an der Hauswand gelehnt mehrere hölzerne Ackerwagenräder.
Der exakte Standort der Stellmacherei Wittfoth konnte noch nicht ermittelt werden.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in einer externen Sammlung

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