Alte Postkarten aus Wilster

Aktuelle Kategorie: Wilster Gaststätten

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1899 Gasthof "Zur Linde" am Kohlmarkt

1899 Gasthof "Zur Linde" am Kohlmarkt in Wilster

1899 Gasthof "Zur Linde" am Kohlmarkt
Der Gasthof „Zur Linde“ von Markus Brandt (Nachfolger: Peter Brandt, Alfred Pech) war eine Versammlungsstätte für Vereine und Gesellschaften.
Auf dem Saal im Obergeschoß fanden regelmäßig Tanzveranstaltungen statt.
Auf dem Gelände des abgebrochenen Anwesens entstand später das Dienstgebäude „Amt Wilstermarsch“ (dieses ist 1970 aus den Ämtern Wilster-Land, St. Margarethen und Wewelsfleth gebildet worden), in welchem nach seiner baulichen Erweiterung ab 2006 in Verwaltungsgemeinschaft auch die Stadt Wilster verwaltet wird; die Verwaltungsgemeinschaft ist zum 01.07.2005 begründet worden.
Rechts eine bäuerliche Szene; damals (bis in die 1960er Jahre) wurden die Kühe noch von Hand gemolken.

Bildrechte: Photogr. u. Verlag Fr. Schlüter, Wilster

1900 Das "Neue Rathaus" - Doos´sches Palais - und "Loofts Gasthaus" SF

1900 Das "Neue Rathaus" - Doos´sches Palais - und "Loofts Gasthaus"

1900 Das "Neue Rathaus" - Doos´sches Palais
Im Jahr 1894war die Straßenfront des wunderschönen Gebäudes in einem eklatanten Stilbruch unvorteilhaft durch einen gotischen Vorbau verändert worden – sie wurde 1938 wieder in ihren klassizistischen Zustand versetzt. Die Gartenfront hingegen blieb immer unverändert.
Der Große Saal im Obergeschoß war lange Zeit Sitzungssaal der Ratsversammlung.
Oben im Giebel des Hauses sieht man als Ornament das „D“, welches an die Doos als frühere Besitzer erinnert.
Die ohne überlebende Leibeserben gebliebene Etatsrätin Luise Charlotte Dorothea Christina Doos hatte in ihrem Testament am 15. Juni 1829 ihr Haus - das spätere Neue Rathaus - samt einer 8.000 Bände umfassenden Bibliothek, des Gartens - heutiger Bürgermeister Garten - und 200.000 Mark - eine für die damalige Zeit unglaublich hohe Summe - ihrer Heimatstadt Wilster vermacht.
Rechts neben dem Doos´schen Palais steht das heute nicht mehr vorhandene "Loofts Gasthaus", der spätere „Dithmarscher Hof“ von Hans Schwede; letzter Betreiber des später beseitigten Hauses war der Gastwirt Jan Pauls.

Anmerkung: Die Erhaltung und Unterhaltung ihrer wundervollen Baudenkmäler Altes Rathaus und Doos´sches Palais fordert ganz erhebliche Aufwendungen, welche die kleine Stadt Wilster vor Probleme stellen. Seit dem Jahr 2011 wird die Stadt in ihrem Bemühen von dem Förderverein Historische Rathäuser in Wilster unterstützt. Dieser Verein kann allen mit Wilster und der Wilstermarsch verbundenen Heimatfreunden nur empfohlen werden!

Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen

1900 Marktstraße (spätere Op de Göten) mit dem Wilster-Marsch-Haus b SF

1900 Marktstraße (spätere Op de Göten) mit dem Hotel Wilster-Marsch-Haus

1900 Marktstraße (spätere Op de Göten) mit dem Wilster-Marsch-Haus
Blick von Am Markt in die Marktstraße.
Vor dem Hotel Wilster-Marsch-Haus an der Einmündung der Deichstraße in den Marktplatz stehen mehrere Gendarmen mit Pickelhaube und Säbel.
Auf der Marktstraße (der späteren Op de Göten) haben es sich vor dem seitlichen Eingang des Hotels einige Gäste auf Stühlen bequem gemacht.
Links im Anschnitt das wenige Jahre später für einen Neubau abgerissene Haus von J.P.T. Andersen.
Gut erkennbar ist das Gefälle vom Markt zur Wilsterau, die hinten beim Alten Rathaus die Straße unterquert.
Ganz im Hintergrund bereits Häuser in der Schmiedestraße; das für die Westbank errichtete Gebäude mit der dem Alten Rathaus nachempfundenen Fachwerk-Fassade steht noch nicht.

Bildrechte: M. Glückstadt & Münden, Hamburg
Anmerkung:Die etwa drei Jahre nach der schwarz-weiß Version verausgabte kolorierte Fassung der Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen

1903 Burger Straße und „Dunckers Gasthof“

1903 Blick in die Burger Straße Richtung Markt.
Rechts „Dunckers Gasthof“ mit Ausspann (das spätere Bahnhofshotel von Johannes und Käthe Oesau), welche das Gasthaus bis 1962 betrieben; zuvor hatten H. Volkery (bis 1935) und danach H. Oesau das Haus geführt. Heute steht auf dem Grundstück das Fahrrad Geschäft von Ingo Lamberty.
links an der Ecke mit der kurzen namenlosen Verbindungsstraße zum Kohlmarkt das Kolonial- und Haushaltswaren Geschäft von Heinrich Holm (später Hubert Holm).
In dem links im Anschnitt erkennbaren Gebäude praktizierte nach dem II.WK der Zahnarzt Dr. Bahr; davor stand in der Zeit nach 1949 zeitweilig ein Kiosk.

Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster

1904 Etablissement "Centralhalle" an der Schmiedestraße in Wilster

1904 Etablissement "Centralhalle" an der Schmiedestraße in Wilster
1904 Festsaal im Etablissement "Centralhalle" an der Schmiedestraße in Wilster
1904 Festsaal im Etablissement "Centralhalle" an der Schmiedestraße in Wilster

1904 Etablissement „Centralhalle“ an der Schmiedestraße.
Die seinerzeit von N. Kühl betriebene Gaststätte "Centralhalle" befand sich in einem Gebäude im oberen Bereich der Schmiedestraße in deren kurzen zwischen Op de Göten und Rathausstraße gelegenen Abschnitt.
Die Gaststätte führte später den Namen Lübbes Gasthaus und wurde betrieben von Theodor Lübbe, welcher auch mit Spirituosen handelte.
Wie nahezu alle größeren Gaststätten in Wilster verfügte auch die "Centralhalle" neben dem gastraum über einen Festsaal.
In dem Saal des Gebäudes war von Mitte der 1950er Jahre bis Ende der 1960er Jahre das Kino Central Theater untergebracht.
Das Haus und mit ihm die gesamte aus vier Gebäuden bestehende Häuserzeile fiel der Stadtsanierung zum Opfer; der Bereich wird heute von dem Gebäude eingenommen, welches die Wilsteranern „Roter Elefant“ nennen.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1904 Falk´s Bierhandlung und Gaststätte "Radfahrers Ruh"

1904 typische Jugenstil Karte, Mehrbild
links: Blick auf C. Falk´s Bierhandlung und Mineralwasser-Fabrik – die Gaststätte führte den Namen „Radfahrers Ruh“ – und in die Straße Neustadt.
rechts: Blick von der Schottbrücke bei dem hier die Wilsterau aufstauenden Schott auf die Wilsterau, Last-Ewer und das Helgenland, dem ehemaligen Werftplatz der Stadt Wilster.
Im Hintergrund sind die Rückseiten der Häuser an der unteren Deichstraße erkennbar, vorne links das Gebäude einer ehemaligen Lederfabrik.

Bildrechte: Verlag Fr. Schlüter, Wilster

1905 Burger Straße, Brücke über Burggraben, Gasthaus "Zur Traube"

Gasthaus Zur Traube 1905

1905 Burger Straße, Brücke über Burggraben, Gasthaus "Zur Traube"
Blick von der Brücke über den Burggraben in die Burger Straße Richtung Markt.
Heute verläuft zwischen den Häusern links auf der Trasse des ehemaligen Burggrabens ein Verbindungsgang zwischen Burger Straße und Kohlmarkt.
In dem hohen Gebäude links befand sich zur damaligen Zeit das „Gasthaus zur Traube“ von Ferdinand Hansmeyer; seit den 1950er Jahren ist in dem Gebäude das Büro des Deich-und Hauptsielverbandes Wilstermarsch (Geschäftsstelle der Wasser- und Bodenverbände der Wilstermarsch) untergebracht.
Das links im Anschnitt erkennbare Fachwerk-Gebäude mußte später dem neu errichteten Wohn- und Geschäftshaus des Malermeisters Ferdinand Büttner Platz machen.

Bildrechte: Verlag von Carl Kuskop, Wilster

1906 Gasthof "Zur Linde" am Kohlmarkt

1906 Gasthof "Zur Linde" am Kohlmarkt

1906 Gasthof "Zur Linde" am Kohlmarkt
Der Gasthof „Zur Linde“ von Markus Brandt stand am unteren Kohlmarkt in dem Bereich, der heute von den Verwaltungsgebäuden des Amtes Wilstermarsch eingenommen wird.
Markus Brandt war nicht nur Gastwirt, sondern auch Pferdezüchter. Er steht neben den beiden Pferden links. In der Mitte steht sein Sohn Peter Brandt, der den Gasthof in den 1920er Jahren übernahm; auf dem Pferd rechts sitzt der Sohn Georg Brandt.
Rechts steht ein Bediensteter – damals nannte man diese Hausknecht.
Ältere Wilsteraner werden sich noch an das sehr sympathische Pächter Ehepaar Alfred (Alli) und Annelene Pech erinnern, die das Haus bis 1974 führten und danach die Gastwirtschaft „Poßfelder Hof“ in Poßfeld erwarben

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

1906 Neustadt und Gasthof "Radfahrers Ruh"

1906 Blick von der Schottbrücke in die Neustadt.
Links die Gastwirtschaft „Zum goldenen Anker“, deren Inhaber auch das hier die Wilsterau aufstauende Schott bedienten (links ist ein Teil des Stautores erkennbar).
Danach das stattliche Gebäude mit der Gaststätte „Radfahrers Ruh“ des Wirtes Falk.
Das hohe Gebäude rechts ist das zwischenzeitlich abgebrochene Geburtshaus des Dichters Johann Meyer, an welchen das Denkmal im Stadtpark erinnert (eingeweiht: 05.01.1909).

Bildrechte: Verlag v. L. Behning, Wilster

1906 Saal im Colosseum

ca. 1906 Festsaal im Colosseum.
Zu genannter Zeit wurde die Gaststätte von August Ballerstädt betrieben.
Im Colosseum wurden nicht nur Theaterstücke und Konzerte aufgeführt, es fanden auch Tanzveranstaltungen, Bälle, Maskeraden und in früherer Zeit auch die beliebten Kaffee-Gesellschaften (ein gemütliches Beisammensein) statt, für letztere sind offenbar die Tische eingedeckt.
Daneben wurden hier auch große Versammlungen zu allen möglichen Anlässen durchgeführt.
Sehr interessant ist die aufwendige Bemalung der gewölbten Decke des Festsaales.

Bildrechte: Verlag v. L. Behning, Wilster

1906 Saal im Colosseum

1906 Festsaal im Colosseum in Wilster

ca. 1906 Festsaal im Colosseum.
Zu genannter Zeit wurde die Gaststätte von August Ballerstädt betrieben, jedoch erschien die Postkarte zu einem späteren Zeitpunkt nach seinem Tode, denn als Betreiberin wird die Witwe Ballerstädt genannt.
Im Colosseum wurden nicht nur Theaterstücke und Konzerte aufgeführt, es fanden auch Tanzveranstaltungen, Bälle, Maskeraden und in früherer Zeit auch die beliebten Kaffee-Gesellschaften (ein gemütliches Beisammensein) statt, für letztere sind offenbar die Tische eingedeckt.
Daneben wurden hier auch große Versammlungen zu allen möglichen Anlässen durchgeführt.
Sehr interessant ist die aufwendige Bemalung der gewölbten Decke des Festsaales.

Bildrechte: Verlag v. L. Behning, Wilster
Anmerkung: Die Ansichtskarte wurde freundlicherweise von Ralf Steffens, Luzern, Schweiz, für diese Heimat-Seite zur Verfügung gestellt.

1906 Saal und angeschlossene Veranda im Colosseum SF

1906 Saal und angeschlossene Veranda im Colosseum

ca. 1906 Festsaal und angeschlossene Veranda im Colosseum.
Zum Zeitpunkt der Aufnahme wurde die Gaststätte von August Ballerstädt betrieben.
Im Colosseum wurden nicht nur Theaterstücke und Konzerte aufgeführt, es fanden auch Tanzveranstaltungen, Bälle, Maskeraden und in früherer Zeit auch die beliebten Kaffee-Gesellschaften (ein gemütliches Beisammensein) statt.
Daneben wurden hier auch große Versammlungen zu allen möglichen Anlässen durchgeführt. Es bestand die Möglichkeit, bei größeren Veranstaltungen die großen Falttüren zur Veranda zu öffnen und so den Raum erheblich zu vergrößern.

Bildrechte: Verlag v. L. Behning, Wilster
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Udo Urban, Wilster

1907 Burger Straße und Dunckers Gasthof

1907 Postkutsche in der Burger Straße vor Dunckers Gasthof

1907 Burger Straße und "Duncker´s Gasthof"
Blick in die Burger Straße Richtung Markt.
Im Vordergrund eine Postkutsche, welche den Bahnreisenden Möglichkeit zur Weiterfahrt nach Burg in Dithmarschen bot, denn der Ort erhielt erst 1920 im Zuge des Baues der über Hochdonn führenden Bahnstrecke einen eigenen Bahnanschluß.
Offenbar wurde 1907 letztmalig die Reiseverbindung zwischen Wilster und Burg durch Postkutschen sicher gestellt; ab dem Jahr 1908 wurde eine Kraft-Droschke eingesetzt.
Der Bahnhof in Wilster lag an der heutigen Tagg-Straße, die seinerzeit Bahnhofstraße hieß.
rechts „Duncker´s Gasthof“ mit Ausspann (später Bahnhofshotel von Johannes Oesau);
links an der Ecke mit der kurzen namenlosen Verbindungsstraße zum Kohlmarkt ein Kolonialwaren Geschäft (später Hubert Holm).
Hinter dem hohen Gebäude rechts in Bildmitte zweigt die damalige Bahnhofstraße ab (heutige Tagg-Straße), an welcher der erste Bahnhof der Stadt Wilster lag (an der Strecke, die heute nur noch bis Brunsbüttel, früher jedoch bis nach Tondern führte).

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

1907 Deichstraße im Bereich der Wende, Gaststätte "Waffenhalle"

1907 Deichstraße im Bereich der Wende

1907 Deichstraße und Wende.
Blick in die Untere Deichstraße von der Wende aus in Richtung Landrecht; links das Haus mit der beeindruckend hohen Eingangstür ist die „Waffenhalle", in welcher früher eine Zollstation untergebracht war und zum Zeitpunkt der Aufnahme die genannte Gaststätte von Andreas Moser. Dahinter folgend ist die Buchdruckerei Hencke zu erkennen; ganz hinten links das Haus der ehemaligen Schmiede von Carl-Adolf Theodor von Holdt – der Inhaber wanderte in die USA aus, wo er sich in Bellingham im Bundesstaat Washington niederließ. Rechts das Geschäftshaus der Schlachterei von Heinrich Dencker; danach wurde der Betrieb in drei Generationen von Mitgliedern der Familie Schlüter (Heinrich, Erwin, Heiner) geführt, etwa ab 1956 war der Betrieb einige Jahre an den Schlachtermeister Huster verpachtet, zuletzt war hier eine Filiale der am Kohlmarkt beheimateten Schlachterei von Tade Magnussen untergebracht – im Jahre 2000 ist das Geschäftshaus ersatzlos abgebrochen worden.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

1907 Kohlmarkt, Gasthaus & Herberge von Gustav Ahrens

1907 Gasthaus & Herberge von Gustav Ahrens am unteren Kohlmarkt.
Die Gaststätte wurde später unter dem Namen „Krug zum grünen Kranze“ von Otto Busch (danach von seiner Witwe Magda Busch, dann ab 1979 von deren Sohn Werner Busch als Hotel) geführt.
An die Rückseite des Lokals war eine Doppel-Kegelbahn angebaut.
Das Gebäude links daneben ist heute mit dem Hotel verbunden; in ihm wurde die Schlachterei von Richard Ahrens (danach Tade Magnussen) betrieben.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

Anmerkung: Am 26. Mai 2009 ist Werner Busch plötzlich verstorben

1907 Musik-Muschel und Kegelbahn am "Trichter" SF

1907 Musik-Muschel und Kegelbahn am Garten des Trichter in Wilster
1907 Musik-Muschel am Garten des Trichter in Wilster
1907 Kegelbahn am Garten des Trichter in Wilster

1907 Musik-Muschel und Kegelbahn am Garten des "Trichter"
In dem ehemaligen Michaelsen´schen Gartenhaus, dem historischen und nach seinem äußeren Erscheinungsbild so genannten "Trichter" wird seit langer Zeit eine Gaststätte betrieben.
In dem zur Gaststätte im Trichter gehörenden Garten, welcher zwischen diesem und der Zingelstraße gelegen ist, stand bis zu Beginn der 1950er Jahre ein muschelförmiger Musikpavillon (sh. Bild 3), in welchem Konzerte gegeben wurden; der Konzertgarten am Trichter war daher ein beliebtes Ausflugsziel an den Wochenenden und war dann belebt, wie heute nur noch während des Jahrmarktes.
Am nördlichen Rand des Gartens befand sich eine Kegelbahn (sh. Bild 4). Es ist nicht bekannt, wie lange die Kegelbahn bestand; in der Zeit nach dem II. Weltkrieg war sie nicht mehr vorhanden.

Bildrechte: Ludwig Behning, Wilster
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Udo Urban, Wilster.

1908 Burger Straße und "Duncker´s Gasthof"

1908 Burger Straße.
Blick in die Burger Straße Richtung Markt. rechts „Duncker´s Gasthof“ mit Ausspann (später Bahnhofshotel von Johannes Oesau);
links an der Ecke mit der kurzen namenlosen Verbindungsstraße zum Kohlmarkt ein Kolonialwaren Geschäft (später Hubert Holm).
Hinter dem hohen Gebäude rechts in Bildmitte zweigt die damalige Bahnhofstraße ab (heutige Tagg-Straße), an welcher der erste Bahnhof der Stadt Wilster lag (an der Strecke, die heute nur noch bis Brunsbüttel führt, früher jedoch bis nach Tondern führte).
Im Vordergrund ein Bus (man beachte die Handtröte für den Beifahrer), welcher den Bahnreisenden Möglichkeit zur Weiterfahrt nach Burg in Dithmarschen bot, welches erst 1920 im Zuge des Baues der über Hochdonn führenden Bahnstrecke einen eigenen Bahnanschluß erhielt.

Bildrechte: L. Behning, Wilster

1908 Rathausstraße und Gasthof "Zum landwirtschaftlichen Hause" Ex/SF

1908 Rathausstraße und Gasthof "Zum landwirtschaftlichen Hause"
1908 Rathausstraße und Gasthof

1908 Rathausstraße und Gasthof "Zum landwirtschaftlichen Hause"
Oben: Die Rathausstraße hieß früher Bäckerstraße; der Sitz der Stadtverwaltung wurde erst, nachdem das Doos’sche Palais durch Schenkung 1829 in der Besitz der Stadt gelangte, in das nun Neues Rathaus genannte Gebäude verlegt.
Das zweite Gebäude links ist das Gasthaus „Zum landwirtschaftlichen Hause“ von Johannes Thode in der westlichen Häuserzeile der Straße; der zugehörige Landhandel lag auf der anderen Seite (hier im Vordergrund) der Straße und bestand noch in den 1950er Jahren.
Mitte: Im Gebäude des Diana-Bad (Wannenbäder) in der Rathausstraße war später (von 1950 bis 1974) das Amtsgericht Wilster untergebracht; danach diente das Gebäude als Jugendzentrum, Volksbücherei und Stadtarchiv. Das Amtsgericht war 1867 (nachdem Holstein preußische Provinz geworden war, nach vorheriger Loslösung von Dänemark 1864) eingerichtet worden und bestand bis 1975.
Unten: Altersheim der Stadt Wilster
Das an der Einmündung der Straße Bischofer Deich in die Allee stehende markante Gebäude wurde bis 2003 als Alterheim der Stadt Wilster genutzt; danach wurde das Gebäude einer anderen Nutzung zugeführt.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Anmerkung: Die ergänzend vorgestellte kolorierte Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Udo Urban, Wilster

1908 Saal im "Konzerthaus" an der Deichstraße, Wappen der Stadt Wilster (Ex)

1908 Saal im "Konzerthaus" an der Deichstraße in Wilster

1908 Saal im "Konzerthaus" an der Deichstraße; Wappen der Stadt Wilster
Die Gaststätte "Konzerthaus" wurde seinerzeit von H. Nottelmann betrieben. Die Gaststätte war von Beginn an immer im Eigentum der Familie Hinrich Feldmann, welcher das Haus mit dem Saal erbauen ließ. H. Feldmann starb Ende der dreißiger Jahre. Seine mit Heinrich Jacobs verheiratete Nichte Dora Feldmann übernahm mit ihrem Ehemann danach die Gaststätte.
Noch in den 1950er Jahren wurden auf der kleinen Bühne des Saales Theateraufführungen veranstaltet. Darüber hinaus wurden unterschiedliche Veranstaltungen - u.a. Versammlungen und Tanzveranstaltungen - auf dem Saal durchgeführt.
Die Gaststätte war über die Dauer vieler Jahrzehnte Versammlungslokal der Wilsteraner Sozialdemokraten.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
Die Ansichtskarte befindet sich in einer externen Sammlung

1909 Gast- und Logierhaus "Schweizerhalle"

Gast- und Logierhaus "Schweizerhalle"
2010 Stückers Restaurant

1909 Gast- und Logierhaus "Schweizerhalle" am Markt, Ecke Zingelstraße.
In der westlichen Ecke des Marktes an der Einmündung der Zingelstraße - sie führte seinerzeit den Namen Schulstraße - steht der Gasthof von Hermann Stücker. Der Besitzer steht in der Tür seines Lokals, vor welchem ein Kutscher mit einer einspannigen einachsigen Kutsche (Tilbury) Halt gemacht hat.
Hermann Stücker war auch als Viehhändler tätig; die zugehörigen Stallungen befanden sich an der Zingelstraße.
Nach ihm übernahmen sein Sohn Karl Stücker und dann dessen Tochter Hilge, verheiratet mit Egon Hoinke, den Betrieb.
Links geht der Blick in die heutige Zingelstraße, an deren Ende die 1897 für den Wilsteraner Fabrikanten Marcus Schütt, Mitinhaber der in Rumfleth gelegenen Lederwerke „Falk & Schütt“ errichtete repräsentative Jugendstil-Villa gelegen ist.

Bildrechte: Ludwig Behning, Wilster

1909 Gast- und Logierhaus "Schweizerhalle" b

1909 Gast- und Logierhaus "Schweizerhalle" am Markt in der Stadt Wilster

1909 Gast- und Logierhaus "Schweizerhalle" am Markt, Ecke Zingelstraße.
In der westlichen Ecke des Marktes an der Einmündung der Zingelstraße - sie führte seinerzeit den Namen Schulstraße - steht der Gasthof von Hermann Stücker. Der Besitzer steht in der Tür seines Lokals, vor welchem ein Kutscher mit einer einspannigen einachsigen Kutsche (Tilbury) Halt gemacht hat. Hermann Stücker war auch als Viehhändler tätig; die zugehörigen Stallungen befanden sich an der Zingelstraße. Nach ihm übernahmen sein Sohn Karl Stücker und dann dessen Tochter Hilge, verheiratet mit Egon Hoinke, den Betrieb.
Links geht der Blick in die heutige Zingelstraße, an deren Ende die 1897 für den Wilsteraner Fabrikanten Marcus Schütt, Mitinhaber der in Rumfleth gelegenen Lederwerke „Falk & Schütt“ errichtete repräsentative Jugendstil-Villa gelegen ist.

Bildrechte: Ludwig Behning, Wilster

1910 Rumflether Straße, Gaststätte "Zur frischen Quelle"

1910 Rumflether Straße, Gaststätte "Zur frischen Quelle" in Wilster
2013 Rumflether Straße in Wilster
1940 Rumflether Straße und Lederfabrik von Falk & Schütt

1910 Rumflether Straße, Gaststätte "Zur frischen Quelle"
Vor der Gaststätte "Zur frischen Quelle" von Johann Martens haben sich für den Photographen in der Rumflether Straße eine große Zahl Anwohner aufgestellt, einige stolz ihre Fahrräder vorführend.
Die Gaststätte wurde direkt gegenüber der Lederfabrik betrieben und erlebte sicherlich nach Feierabend einen guten Zuspruch.
Die Rumflether Straße ist zur Zeit der Aufnahme noch unbefestigt.
Im Hintergrund steigt die Straße leicht an - das ist der Bereich. in welchem der ursprüngliche Deich (er führte an der jetzigen Straße Rumflether Deich entlang) der Wilsterau die Straße quert. Das zur Rumflether Mühle gehörende Wohnhaus der Familie Martens ist gut erkennbar, ebenso das davor stehende und mit seinen zwei Giebeln sehr markante Haus der Familie Falkenberg.
Die davor befindliche Baulücke wurde erst in den 1920er Jahren geschlossen.
Das Haus mit den hellen Umrahmungen der Fenster ist heute noch weitgehend unverändert, während das die damalige Gaststätte beherbergende Haus zwischenzeitlich einem Neubau weichen mußte (Bild 2).

Das ergänzend beigestellte und von etwa gleichem Standort aufgenommene alte Foto aus dem Jahr 1940 zeigt die gegenüber liegende Straßenseite mit der Lederfabrik von Falk & Schütt (Bild 4)

Bildrechte:
Bild 1: Verlag von Chr. Fr. Arp, Photogr., Wilster
Bild 2: Helmut Hoyer, Wilster
Bild 4: Werner Behning, Wilster

1910 Trichter und Colosseum

Trichter und Colosseum 2007

ca. 1910 In dem wegen seiner äußeren Form Trichter genannten Gebäude befindet sich die Gaststätte zum Saalbetrieb Colosseum.
Der Trichter wurde 1777 als Gartenhaus innerhalb des zum am Markt gelegenen Palais des Etatsrats Michaelsen gehörenden weitläufigen Gartens - dieser umfaßte auch weitgehend den heutigen Colosseum-Platz - gebaut.
Am Gebäude des Colosseum fällt auf, daß der die Küche beherbergende spätere Vorbau noch nicht vorhanden ist.

Viele Jahrzehnte später veröffentlichte die Wilstersche Zeitung in den 1960/70er Jahren eine Artikel-Reihe "Alt-Wilster", in welcher auch das vormalige Aussehen der Straßen, Plätze und Gebäude in Erinnerung gerufen wurde (Bild 4).

Bildrechte: nicht bekannt
Der Zeitungsausschnitt wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Frau Tanja Thode, Beldorf

1910 Wende an der Deichstraße, Stadtpark, Gaststätte "Waffenhalle"

1910 Wende an der Deichstraße, Stadtpark, Gaststätte "Waffenhalle"
1910 Wende an der Deichstraße, Stadtpark, "Waffenhalle"
1910 Wende an der Deichstraße, Stadtpark, Gaststätte "Waffenhalle"

ca. 1910 Blick vom Stadtpark auf die Wende (hier wendeten in früheren Zeiten die Fuhrwerke) an der Deichstraße.
In Bildmitte die Gaststätte (mit Fremdenzimmern) "Waffenhalle" von August Moser; in diesem Gebäude war vorher eine Zollstation untergebracht.
Links davon die Kolonial- und Eisenwarenhandlung von Kloppenburg.
Rechts an der Wende die Schlachterei von Heinrich (Heine-Meister) Schlüter.
Das schöne Tor zum Park wurde Anfang der 1950er ersetzt.

Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster
Anmerkung: Die ergänzend vorgestellte unkolorierte Ansichtskarte (Bild 4) befindet sich in der Sammlung Ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen

1911 Café Schöne in der Schulstraße, der heutigen Zingelstraße

ca. 1911 Café Schöne in der Schulstraße, der heutigen Zingelstraße
Vor einhundert Jahren betrieb Friedrich Schöne im Hause Schulstraße 2 (der heutigen Zingelstraße) eine Konditorei mit einem angeschlossenen Café.
Nachweislich einer anderen und aus der Zeit stammenden Ansichtskarte war über dem Eingang des Hauses ein Kringel als Zeichen der Bäcker angebracht; der Firmeninhaber arbeitete offenbar nicht nur als Konditor sondern ging auch dem Gewerbe eines Bäckers nach.
Das Café wurde etwas später ausgelagert in ein neu errichtetes Gebäude, welches zwei Bauplätze oberhalb in dem bereits zum Markt gehörigen Bereich stand. Die Backstube blieb jedoch weiterhin im Hause Schulstraße (Zingelstraße) 2.
Das am Markt im Stil des Klassizismus errichtete Gebäude des "Café Schöne" wurde Anfang der 1970er Jahre leider auf Veranlassung der Verbandssparkasse Wilster abgebrochen, Überlegungen und Anstrengungen zur Erhaltung zumindest der schönen Fassade wurden nicht angestellt – ein stilloser Frevel am Wilsteraner Stadtbild!

Bildrechte: Ludwig Behning, Wilster

1911 Colosseum

Colosseum 2007

1911 Das der Gaststätte im historischen Trichter (ehemaliges Gartenhaus des Palais Michaelsen) zugeordnete Colosseum, dessen großer Festsaal lange Zeit größter Veranstaltungsraum im Kreis Steinburg war; in ihm wurden seit Generationen alle größeren Festveranstaltungen Wilsters durchgeführt; in früheren Jahren u.a. regelmäßig auch der Mittelschulball, an welchem traditionsgemäß die Schüler der Abschlußklassen teilnahmen und ein Theaterstück aufführten

Bildrechte: Verlag L. Behning, Wilster

1911 Trichter am Colosseum a

1911 Trichter am Colosseum in Wilster
2007 Trichter in Wilster
Gemälde - Trichter in Wilster

1911 Der Trichter ist das ehemalige Gartenhaus des Etatsrats Michaeisen, dessen Palais am Markt stand (Bereich der späteren Turnhalle) und von welchem nach dessen Abbruch die überwiegenden Teile beim Bau des Hauses Reichenstraße in Itzehoe Verwendung fanden.
Zwischen Palais und Trichter erstreckte sich der Stadtgarten, der ebenso wie der Colosseum-Platz zum Michaelsenschen Besitz gehörte.
Im Trichter wird eine Gaststätte betrieben (Betreiber waren u.a. August Ballerstädt, Max Pruter, Gerd Wolf)

Bildrechte: Verlag v. L. Behning, Wilster

Das offenbar nach der vorgestellten Ansichtskarte gefertigte Gemälde ist mit "J. Stademann" signiert";
zu dieser Person habe ich keine weiteren Erkenntnisse.

1912 Café Schöne in der Schulstraße, der heutigen Zingelstraße

1912 Café Schöne in der Schulstraße, der heutigen Zingelstraße in Wilster

ca. 1912 Café Schöne in der Schulstraße, der heutigen Zingelstraße
Vor einhundert Jahren betrieb Friedrich Schöne im Hause Schulstraße 2 (der heutigen Zingelstraße) eine Konditorei mit einem angeschlossenen Café.
Entsprechend den aus der karte ersichtlichen Reklametafeln wurde in dem Café auch "Frische Bouillon" und "Stollwerck Schokolade" angeboten.
Das Café wurde etwas später ausgelagert in ein neu hergerichtetes klassizistisches Gebäude, welches zwei Bauplätze oberhalb in dem bereits zum Markt gehörigen Bereich stand. Die Backstube blieb jedoch weiterhin im Hause Schulstraße (Zingelstraße) 2.
Das am Markt bezogene Gebäude des "Café Schöne" wurde Anfang der 1970er Jahre leider auf Veranlassung der Verbandssparkasse Wilster abgebrochen, Überlegungen und Anstrengungen zur Erhaltung zumindest der schönen Fassade wurden nicht angestellt – ein stilloser Frevel am Wilsteraner Stadtbild!

Bildrechte: Ludwig Behning, Wilster

1912 Deichstraße und Wende, Gaststätte "Waffenhalle"

1912 Deichstraße und Wende, Gaststätte "Waffenhalle" in Wilster
Deichstraße 2007 (Blick von der Wende stadtauswärts)
1912 Deichstraße und Wende, Gaststätte "Waffenhalle" in Wilster

1912 Deichstraße.
Blick in die Untere Deichstraße von der Wende aus Richtung Landrecht;
links die „Waffenhalle", in welcher früher eine Zollstation untergebracht war und danach die genannte Gaststätte von Andreas Moser;
dahinter folgend ist die Buchdruckerei Hencke zu erkennen; ganz hinten links das Haus der ehemaligen Schmiede von Carl-Adolf Theodor von Holdt – der Inhaber wanderte in die USA aus, wo er sich in Bellingham im Bundesstaat Washington niederließ;
rechts das 2000 abgebrochene Geschäftshaus der vormaligen Schlachterei Schlüter

Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster

Anmerkung: Das zum Vergleich hier gezeigte Bild rechts - ein Bildausschnitt - stammt aus dem Alt-Wilster Kalender (Blatt August 2003) von Robert Friedrichs. Es verdeutlicht, daß die bei Robert Friedrichs zu beziehenden Abzüge von der Originalplatte deutlich brillanter sind als die Ansichtskarte.

1913 Kohlmarkt, Gasthaus "Neue Börse"

1913 Kohlmarkt, Gasthaus "Neue Börse"

1913 Kohlmarkt, Gasthaus "Neue Börse"
Blick vom mittleren Kohlmarkt stadtauswärts. Links im Vordergrund das Verlagshaus der „Wilsterschen Zeitung“ von J.P.A. Schwarck.
Dem Gebäude gegenüber auf der rechten Straßenseite die Gaststätte „Neue Börse“ von Alwin Springer (danach Elfriede Schober; heute Frauke Schober).
In dem folgenden Gebäude die Gärtnerei von Hans Behrens, dahinter kreuzte der Burggraben die Straße – die alte Brücke ist am Geländer links hinter dem Gebäude der Wilsterschen Zeitung erkennbar.

Bildrechte: Ludwig Behning, Wilster

1914 Burger Straße mit „Duncker´s Gasthof“

1914 Blick in die Burger Straße Richtung Markt.
rechts „Dunckers Gasthof“ mit Ausspann (später Bahnhofshotel von Oesau, genannt: „Geierwally“);
im übernächsten Haus war die Schmiede von Stücker (bis in die 1960er).
links an der Ecke mit der kurzen namenlosen Verbindungsstraße zum Kohlmarkt ein Kolonialwaren und Haushaltswaren Geschäft (später Hubert Holm).
Hinter dem Fuhrwerk rechts zweigt die damalige Bahnhofstraße ab (heutige Tagg-Straße), an welcher der erste Bahnhof der Stadt Wilster lag (an der Marschbahn, die über Heide nach Tondern führte; heute Strecke nach Brunsbüttel)

Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster

1914 Café Egge am Markt

1914 Das Cafe Egge am Markt gehört heute zu den ältesten gastronomischen Betrieben in Wilster. In den 1960er Jahren war der Inhaber Hans Egge,
von der Wilsteranern freundlich gemeint als „Hans Cremeschnitt“ bezeichnet, eine Institution in Wilster.
Das Foto zeigt die Inneneinrichtung des Cafés vor knapp einhundert Jahren. Das Café befand sich seinerzeit nur in dem östlichen Teil des schmalen Hauses, der rechts daneben liegende Verkaufsraum war sehr klein.

Bildrechte: Aufnahme und Verlag v. L. Behning, Wilster

1914 Colosseum

1914 Das zur Gaststätte im historischen Trichter (Gartenhaus des Palais Michaelsen) gehörende Colosseum enthält den großen Festsaal (über jahrzehnte der größte Festsaal im Kreis Steinburg).
Neben der im Zuckerbäckerstil errichteten und mit Türmchen versehenen Veranda ist noch eine weitere offene kleine Veranda erkennbar – sie wurde in den 1970er Jahren beseitigt wie auch die links neben dem im Hintergrund erkennbaren Trichter vorhandene Musikmuschel.

Bildrechte: Aufnahme und Verlag von L. Behning, Wilster

1914 Neustadt, Schottbrücke, Gastwirtschaften „Zum goldenen Anker", "Radfahrers Ruh"

1914 Neustadt, Schottbrücke, Gastwirtschaften „Zum goldenen Anker" und "Radfahrers Ruh" in Wilster
2009

1914 Neustadt, Schottbrücke, Gastwirtschaften „Zum goldenen Anker" und "Radfahrer´s Ruh"
Blick von der Schottbrücke in die Neustadt.
Links die Gastwirtschaft „Zum goldenen Anker“, deren Inhaber auch das hier das den Aufstau der Wilsterau ermöglichende Schott bedienten (links von der Brücke).
Danach das stattliche Gebäude mit der Gaststätte „Radfahrers Ruh“ des Wirtes Falk.
Ím Vordergrund sind die Geländer der Schott-Brücke erkennbar.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1914 Wartesaal im Bahnhof (in der heutigen Tagg-Straße)

1914 Innenansicht des Wartesaals des im Jahre 1878 in Betrieb genommenen ersten Bahnhof der Stadt Wilster in der Bahnhofstraße (der heutigen Tagg-Straße);
der Bahnhof wurde 1920 nach Fertigstellung der Bahnstrecke Hamburg - Westerland (der Marschbahn) nach seinem heutigen Standort verlegt.
Der Wartesaal ist im Stil der Gründerzeit gehalten, die Bilder an den Wänden entstammen jedoch dem Jugendstil.
Zum Lesen gab es für die Besucher das Hamburger Fremdenblatt.

Bildrechte: Verlag von L. Behning, Wilster

1915 Gaststätte Deutscher Hof

1915 Gaststätte Deutscher Hof in der Stadt Wilster

1915 Gaststätte Deutscher Hof am Markt.
Das Schild über der Einfahrt wies auf die Ausspann-Möglichkeit für Fuhrwerke hin, was seinerzeit für viele Gasthöfe eine notwendige Einrichtung war, um den vielfach mit Pferdekutschen anreisenden Gästen den hierfür notwendigen Service bieten zu können.
Die Gaststätte „Deutscher Hof“ von Christian Schlotfeldt lag an der nordwestlichen Ecke des Marktes bei der Einmündung der Zingelstraße, welche seinerzeit noch Schulstraße hieß, denn seit Jahrhunderten lag sowohl die Stadtschule als auch das Haus mit den Lehrerwohnungen an dieser Straße.
Der vormalige „Deutsche Hof“ von Christian Schlotfeld (später Weidemann, Arthur Rost, Hermann Eul) wurde zuletzt von dem Letztgenannten unter dem Namen „Zur Eule“ geführt. Das Gebäude besteht heute nicht mehr.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1915 Gaststätte Trichter am Colosseum

1915 Gaststätte Trichter am Colosseum in Wilster
1915 Gaststätte Trichter am Colosseum in Wilster

1915 Gaststätte Trichter am Colosseum.
Das nach seinem äußeren Erscheinungsbild "Trichter" genannte Gebäude ist das ehemalige Gartenhaus des Etatsrats Michaelsen, dessen Palais am Markt stand (Bereich der späteren Turnhalle) und von welchem nach dessen Abbruch die überwiegenden Teile beim Bau des Hauses Reichenstraße in Itzehoe Verwendung fanden.
Der Trichter wurde 1777 im Stil des Rokoko erbaut.
Zwischen Palais und Trichter erstreckte sich der zum Anwesen gehörende weitläufige Stadtgarten, der ebenso wie der Bereich des heutigen Colosseum-Platz zum Michaelsenschen Besitz gehörte.
Im Trichter wird seit langem eine Gaststätte betrieben - Betreiber war seinerzeit August Ballerstädt, dessen Ehefrau offenbar die Ansichtskarte versendete.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1915 Konzertgarten am Trichter

1915 Konzertgarten am Trichter, einem historischen Gartenhaus in Wilster
1915 Konzertgarten am Trichter, einem historischen Gartenhaus in Wilster
1915 Konzertgarten am Trichter, einem historischen Gartenhaus in Wilster

1915 In dem zur Gaststätte im Trichter gehörenden Garten, welcher zwischen diesem und der Zingelstraße gelegen ist, stand bis zu Beginn der 1950er Jahre ein muschelförmiger Musikpavillon, in welchem wie hier (1915) Konzerte gegeben wurden; der Konzertgarten am Trichter war daher ein beliebtes Ausflugsziel an den Wochenenden.
Im Hintergrund ist der Festplatz am Colosseum erkennbar. Auf diesem Schotter-Platz führte der SV Alemannia 1904 seine Fußballspiele aus und auf dem Platz findet regelmäßig der Wilster Jahrmarkt statt.

Bildrechte: Verlag L. Behning, Wilster
Die beiden ergänzend vorgestellten Ansichtskarten befinden sich in der Sammlung von Frau Ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen

1916 Personal und Betreuungskräfte der Colosseum Gaststätte

1916 Personal und Betreuungskräfte der Colosseum Gaststätte.
Offenbar wurde die Aufnahme im September 1916 gemacht, wobei der spezielle Anlaß hierfür und auch die abgebildeten Personen bisher nicht bekannt sind.
Offenbar wurden im Kriegsjahr 1916 im Colosseum Angehörige der Reichswehr betreut; das jedenfalls läßt die Notiz auf der Schriftseite und die abgebildete Rot-Kreuz Schwester vermuten.
Eine der abgebildeten Personen ist mit Elisabeth Juhl bezeichnet.
Das zur Gaststätte Trichter gehörende Colosseum in Wilster beherbergte über viele Jahrzehnte den größten Festsaal im Kreis Steinburg. Der Raum konnte bedarfsweise durch Öffnen der Türen zur angrenzenden und auch als Pavillon bezeichneten Veranda vergrößert werden. Diese war mit der im massiven angrenzenden Gebäude befindlichen Küche durch eine Tür verbunden.
Im Pavillon stand wie im eigentlichen Saalgebäude ein Tresen.
Zu genannter Zeit wurde das Lokal von August Ballerstädt betrieben

Bildrechte: nicht bekannt

1918 Kahn-Fähre über die Stör und Schankwirtschaft Fährhaus des Nikolaus von Holdt

1918 Kahn-Fähre über die Stör und Schankwirtschaft Fährhaus des Nikolaus von Holdt
1918 Kahn-Fähre über die Stör und Schankwirtschaft Fährhaus des Nikolaus von Holdt
Nikolaus von Holdt und Ehefrau Wilhelmine, geb. Breiholz

1918 Kahn Fähre Groß Kampen - Hodorf
Die Kahn-Fähre des Nikolaus von Holdt über die Stör verband Hodorf und das zur Gemeinde Beidenfleth gehörige Groß Kampen.
Das Fährhaus, dem auch eine kleine Gastwirtschaft zugeordnet war, steht heute noch auf dem Deich der Stör in Hodorf.
Das ergänzende Foto (Bild 3) zeigt das Fährhaus in den 1920er Jahren.
Der am 27.09.1866 in Landrecht geborene und einer alten Schiffer-Familie entstammende Nikolaus von Holdt war gleichzeitig auch Gastwirt, Fischer und Schiffer.
Bis 1908 hatte er mit den Ewern Ida und Wilhelmine Flußschifffahrt betrieben. Vom Erlös seines letzten Schiffes erwarb er das Hodorfer Fährhaus mit Gastwirtschaft und dem Recht, eine Personenfähre betreiben zu dürfen.
Bei seinen beruflichen Tätigkeiten wurde Nikolaus von Holdt unterstützt von seiner Ehefrau Sophie Wilhelmine geb. Breiholz, welche am 11.02.1875 in Vaalermoor geboren wurde. Bild 4 zeigt das Ehepaar von Holdt.
Seine kleine Personen-Fähre betrieb Nikolaus von Holdt von 01.10.1908 bis 31.10.1935, danach wurde die Fähre eingestellt.
Angemerkt werden soll hier noch, daß Nikolaus von Holdt es war, der im Jahre 1936 den letzten Stör in der Stör gefangen hat – der große Edelfisch war über einen Zentner schwer.

Bildrechte Bild 1: Friedrich Schlüter, Wilster
Bildrechte Bilder 3 u. 4: nicht bekannt
Die Fotos 3 und 4 wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt vom Freundeskreis von Holte

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