Alte Postkarten aus Wilster

Aktuelle Kategorie: Wilsteraner Altes Rathaus

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1875 Altes Rathaus

1875 Altes Rathaus von 1585 in Wilster
1875 Altes Rathaus von 1585 in Wilster
1875 Altes Rathaus von 1585 in Wilster
1875 Altes Rathaus von 1585 in Wilster

1875 Altes Rathaus
Das repräsentative Alte Rathaus wurde 1585 im Renaissance-Stil auf der sogenannten „Neuen Seite“ der Wilsterau errichtet als Ersatz für den 1545 auf dem gegenüber liegenden Ufer erbauten und bald baufällig gewordenen Vorgänger.
Im Jahre 1912 befand sich auch das Alte Rathaus in einem Zustand des Verfalls! Professor Haupt aus Hannover konnte glücklicherweise die Städtischen Gremien davon überzeugen, daß sich die Wiederherstellung des Baudenkmals lohnen werde. Aus heutiger Sicht ist eine andere Aussage und Entscheidung unvorstellbar!
An das Alte Rathaus links angrenzend ist das Balkenhaus erkennbar, in ihm war bis Mitte der 1950er Jahre die Polizei-Wache untergebracht.
Vorn die Gewölbebrücke (Op de Göten) über den ursprünglichen Auarm, er wurde 1953 verfüllt.
Rechts hinter dem Alten Rathaus der historische Speicher, in welchem heute ein Naturkunde-Museum untergebracht ist.
Links - in der Schmiedestraße - ein später für den Neubau der Westbank abgebrochenes Gebäude.

Bildrechte: Hans-Peter Mohr, Wilster
Bilder 3 und 4: Die Abzüge stammen aus einem 1933 vom damaligen Heimatverein Wilstermarsch als Ehrengabe Herrn Pastor D.Dr. Wilhelm Jensen überreichten Fotoalbum, welches freundlicherweise von Frau Sigrid Malz, Karlsruhe, mit Zustimmung der Nachkommen des D.Dr. Wilhelm Jensen für die Heimat-Seite mein-wilster zur Verfügung gestellt wurde.

1907 Altes Rathaus - im Zustand des Zerfalls

1907 Im Zustand des Zerfalls - Altes Rathaus in der Stadt Wilster
1907 Im Zustand des Zerfalls - Altes Rathaus in der Stadt Wilster

1907 Altes Rathaus - im Zustand des Zerfalls
Im Jahre 1907 befand sich das wunderschöne Bauwerk in einem Zustand des Zerfalls.
Das repräsentativeGebäude war 1585 im Renaissance-Stil auf der sogenannten „Neuen Seite“ der Wilsterau errichtet worden als Ersatz für den 1545 auf dem gegenüber liegenden Ufer erbauten und bald baufällig gewordenen Vorgänger.
Nachdem jedoch das ehemalige Palais Doos an die Stadt Wilster gelangte und seit 1829 als Neues Rathaus diente, war der Umgang mit dem älteren Gebäude alles andere als pfleglich und seine Nutzung unangemessen.
Es diente sogar als Gefängnis, denn in der ehemaligen Kämmmerei war Platz für zwei weibliche Gefangene geschaffen und im Saal waren sogar sechs Zellen für inhaftierte Straftäter eingerichtet worden.
Im Obergeschoß des Gebäudes war eine Wohnung eingerichtet.
Es muss als glückliche Fügung bezeichnet werden, daß praktisch im letzten Moment Professor Haupt aus Hannover die Städtischen Gremien davon überzeugen konnte, die Wiederherstellung des Baudenkmals in Angriff zu nehmen.
Heute sind die Wilsteraner mit großer Berechtigung stolz auf ihr prächtiges altes Rathaus, welches im Jahre 1585 errichtet wurde und welches als eines der schönsten Rathäuser niederdeutscher Renaissance gilt.
Die Stadt Wilster wird heute bei der Erhaltung des Bauwerkes von Bürgern unterstützt, welche sich im Förderverein Historische Rathäuser in Wilster e.V. engagieren.

Bildrechte: nicht bekannt
Quelle: Bildarchiv Foto Marburg

1912 Altes Rathaus - ein bauliches Kleinod im Zustand des Zerfalls

1912 Altes Rathaus in Wilster - ein bauliches Kleinod im Zustand des Zerfalls
1915 Altes Rathaus in Wilster nach seiner Restaurierung

1912 Altes Rathaus - ein bauliches Kleinod im Zustand des Zerfalls
Heute sind die Wilsteraner mit großer Berechtigung stolz auf ihr prächtiges altes Rathaus, welches im Jahre 1585 errichtet wurde und welches als eines der schönsten Rathäuser niederdeutscher Renaissance gilt.
Im Jahre 1912 allerdings befand sich das wunderschöne Bauwerk in einem Zustand des Zerfalls und der Umgang mit ihm war alles andere als pfleglich.
Es diente sogar als Gefängnis, denn in der Kämmmerei war Platz für zwei weibliche Gefangene geschaffen und im Saal waren sogar sechs Zellen für inhaftierte Straftäter eingerichtet.
Offenbar posiert der Wärter mit seiner Familie vor dem Gebäude für den Photographen.
Im Obergeschoß des Alten Rathauses war seinerzeit eine Wohnung eingerichtet - so wie auch in den Jahren nach dem II.Weltkrieg für die Familie des Stadtboten Klaus Stockfleth.
Es kann als glückliche Fügung bezeichnet werden, daß damals Professor Haupt aus Hannover die Städtischen Gremien davon überzeugen konnte, die Wiederherstellung des Baudenkmals in Angriff zu nehmen.
Bild 2 zeigt das Bauwerk nach der erfolgten Sanierung, bei welcher in gelungener Weise die Vorderfront restauriert wurde.
Heute wird die Stadt Wilster bei der Erhaltung des Bauwerkes von ihren Bürgern unterstützt, welche sich im Förderverein Historische Rathäuser in Wilster e.V. engagieren.

Bildrechte:
Bild 1: nicht bekannt
Vergleichsfoto: Ludwig Behning, Wilster
Anmerkung: Das Foto (Bild 1) wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Ralf Steffens, Luzern, Schweiz

1912 Altes Rathaus im Zustand des Zerfalls

1922 Gerichtsstube im Alten Rathaus der Stadt Wilster nach der Restaurierung
1913 Gerichtsstube im Alten Rathaus der Stadt Wilster vor der Restaurierung
1913 Gerichtsstube im Alten Rathaus der Stadt Wilster vor der Restaurierung

1912 Altes Rathaus - ein bauliches Kleinod im Zustand des Zerfalls.
Im Jahre 1912 befand sich das Alte Rathaus in einem Zustand des Verfalls! Professor Haupt aus Hannover konnte glücklicherweise die Städtischen Gremien davon überzeugen, daß sich die Wiederherstellung des Baudenkmals lohnen werde. Aus heutiger Sicht ist eine andere Aussage und Entscheidung unvorstellbar!
Auch heute noch erfordern die Erhaltung und Unterhaltung der wundervollen Baudenkmäler Altes Rathaus und Doos´sches Palais der Stadt Wilster immer wieder erhebliche Anstrengungen ab, welche sie vor Probleme stellen. Seit dem Jahr 2011 wird die Stadt in ihrem Bemühen von dem Förderverein Historische Rathäuser in Wilster unterstützt. Dieser Verein kann allen mit Wilster und der Wilstermarsch verbundenen Heimatfreunden nur empfohlen werden!
Bild 1 zeigt die Gerichtsstube im Jahr 1922 nach ihrer Restaurierung.
Der Text der Wandmalereien beinhaltet eine an die Richter gerichtete Mahnung, die heute noch Bestand hat. Sie lautet:

DU SOLT DAS RECHT NICHT BEUGEN
AUCH KEINE PERSON ANSEHEN
NOCH GESCHENK NEHMEN,
DEN DIE GESCHENKE MACHEN
DIE WEISEN BLIND UNDT VER-
KEHREN DIE GERECH-
TEN / WAS RECHT IST DEM
SOLT DU NACHJAGEN /

PERSON ANSEHEN IST
NICHT GUHT / DEN ER THÄT
ÜBEL AUCH UMB EIN
STÜCK BRODT
+
WER EIN ZIMBLICHES AUSKOMEN
UNDT HAT ZU RECHT
GERICHT NACH RADT; DER WEISS
GUHT WIE WOLL SEIN SACH
STAHT

Bilder 2 und 3 zeigen im Jahr 1913 vor den Erneuerungsarbeiten im Alten Rathaus eine Wand in der Gerichtsstube, dem einzigen Raum, in welchem unter dem Putz ornamentale Malereien mit Texten gefunden wurden.
Die heute in anderen Räumen in den Wandbemalungen vorhandenen Texte wurden nach alten Urkunden an die Wände gebracht!

Bildrechte: Ludwig Behning, Wilster
Anmerkung: Die Fotos stammen aus der Sammlung Werner Behning, Wilster, und wurden hieraus freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

1914 Alter Speicher am Alten Rathaus

1914 Alter Speicher am Alten Rathaus in Wilster
1914 Alter Speicher am Alten Rathaus in Wilster

1914 Alter Speicher am Alten Rathaus
Im Jahre 1912 befand sich das historische Alte Rathaus in einem Zustand des Verfalls! Auch der zugehörige rückwärtige Fachwerkspeicher war in einem schlechten Zustand.
Professor Haupt aus Hannover konnte glücklicherweise die Städtischen Gremien davon überzeugen, daß sich die Wiederherstellung des Baudenkmals lohnen werde. Aus heutiger Sicht ist eine andere Aussage und Entscheidung unvorstellbar!
In der Folge wurden sowohl das Alte Rathaus als auch der Speicher wiederhergestellt bzw. teilweise rekonstruiert.
Das Foto zeigt 1914 die zur damals noch am Alten Rathaus vorbei laufende Wilsterau gekehrte Rückseite des Speichers nach Abschluß der Arbeiten.
Heute unterhält in diesem seither mehrmals renovierten Gebäude die Gruppe Wilstermarsch im Naturschutzbund NABU gemeinsam mit der Jägerschaft des Hegeringes 7 der Wilstermarsch ein Naturkunde-Museum (Peter J. von Holdt, Betreiber dieser Heimat-Seite initiierte 1977 die Gründung der Gruppe Wilstermarsch des NABU [seinerzeit Deutscher Bund für Vogelschutz] und war deren Gründungs-Vorsitzender).

Bildrechte: nicht bekannt
Quelle: Bildarchiv Foto Marburg

1915 Das Alte Rathaus nach seiner Restaurierung

1915 Das Alte Rathaus nach seiner Restaurierung

1915 Das Alte Rathaus nach seiner Restaurierung
Das 1585 errichtete Alte Rathaus der Stadt Wilster nach seiner in den Jahren 1914/15 erfolgten Restaurierung, bei welcher es wieder in seinen ursprünglichen Renaissancestil zurück versetzt wurde, nachdem es zuvor mit Elementen des Barock verfälscht worden war.
In dem links neben dem Alten Rathaus stehenden sogenannten Balkenhaus war nach dem II. Weltkrieg das Polizei-Revier untergebracht; das schöne Fachwerk-Gebäude fiel 1960 ersatzlos einer Kurvenausrundung zur Schmiedestraße zum Opfer.
Die Straße „Op de Göten“ hieß bis zu Beginn der 1930er Jahre noch Marktstraße; mit „Op de Göten“ wurde nur der Bereich auf der Brücke über den Stadtarm der Wilsterau bezeichnet, wo sich das vom Marktplatz abfließende Regenwasser in die Au ergoß.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Anmerkung: Fast 100 Jahre nach der seinerzeitigen Restaurierung des wunderschönen alten Gebäudes wurde die erforderlich gewordene umfangreiche und kostenträchtige Sanierung des städtebaulichen Kleinods mit dem III. Bauabschnitt abgeschlossen. Die Stadt Wilster hat am 10.10.2012 das sanierte Bauwerk der Öffentlichkeit vorgestellt.
In ihrem Bemühen bei der Erhaltung des Bauwerkes wurde und wird die Stadt von dem "Förderverein Historische Rathäuser in Wilster e.V." tatkräftig unterstützt. Hier geht es zur Seite des Förderverein Historische Rathäuser in Wilster (<- anklicken). Mit dem Verkauf des Alt-Wilster-Kalender 1912 unterstützte Robert Friedrichs mit 2 € pro Exemplar die Aktion des Vereins. Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1922 Gerichtsstube im Alten Rathaus

1922 Gerichtsstube im Alten Rathaus der Stadt Wilster nach der Restaurierung
1922 Bursprake in der Gerichtsstube im Alten Rathaus der Stadt Wilster nach der Restaurierung
1922 Bursprake in der Gerichtsstube im Alten Rathaus der Stadt Wilster nach der Restaurierung

1922 Gerichtsstube im Alten Rathaus nach der Restaurierung
Nach Abschluß der Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten befand sich das Alte Rathaus wieder in einem ansehnlichen Zustand.
In der Gerichtsstube sind zu den aufgefundenen ornamentalen Malereien auch Texte aus der Bursprake der Stadt dargestellt.
Aus dem Statutum der Stadt Wilster vom 12. Februar Anno 1587 heißt es eingangs :
Thom Ersten
Gebüet ein Ehrbahr Radt, dat nemand
jegen und wedder de Buersprake streven
noch dorwedder spreken schall, und woferne
jemandt darjegen dede, de schall verlahren hebben
Lieff und Gudt. .....

Die Bursprake war im Spätmittelalter in der Stadt Wilster die von ihren Bürgern (Bur = Bürger) im Rahmen ihrer Selbstverwaltung beschlossene Sammlung von Vorschriften und Anweisungen.
Sie wurde zumeist vom Rat der Stadt vorgeschlagen und anläßlich der alljährlichen Bürgerversammlungen abgestimmt und vorgetragen. Um ein gedeihliches Zusammenleben der Einwohnerschaft zu gewährleisten, waren die Bestimmungen in Ihrer Konsequenz vielfach drastisch.

Bildrechte: Ludwig Behning, Wilster
Anmerkung: Das Foto stammt aus der Sammlung Werner Behning, Wilster, und wurde hieraus freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

1922 Gerichtstür im Alten Rathaus

1922 Gerichtstür im Alten Rathaus der Stadt Wilster

ca. 1922 In dem 1585 im Renaissance-Stil errichteten repräsentativen Alte Rathaus befand sich in früheren Zeiten neben dem großen Saal im Obergeschoß die Gerichtsstube.
Die abgebildete aufwendig gearbeitete prunkvolle Tür führt vom Saal zur Gerichtsstube. Wie oft mag wohl der im Jahre 1667 zum Gerichtsboten ernannte Wilsteraner Schmied (faber ferrarius) Hein von Holten (geboren etwa 1645 in Oberndorf a.d. Oste, gestorben 18.07.1716 in Wilster) diese Tür durchschritten haben?

Bildrechte: Das Foto stammt aus der Sammlung Werner Behning, Wilster, von dem ich auch den Abzug erhielt

1922 Saal im Obergeschoß im Alten Rathaus

1922 Saal im Obergeschoss im Alten Rathaus der Stadt Wilster

ca. 1922 Saal im Obergeschoß im Alten Rathaus
In dem 1585 im Stil der Renaissance errichteten repräsentativen Alten Rathaus fanden im Zeitraum der Aufnahme (1922) in dem großen Saal im Obergeschoß des Gebäudes die Sitzungen der Ratsversammlung der Stadt Wilster statt.
Hier tagte in früherer Zeit auch Hein von Holten (geboren 24.03.1694, gestorben 06.08.1785), der von 11.03.1760 bis 06.08.1785 das Amt des Bürgermeisters von Wilster ausübte.
Die Tür links führt zur Gerichtsstube.

Bildrechte: Urheberrecht ist nicht verzeichnet; mit Sicherheit aber wohl Werner Behning, Wilster, von dem ich den Abzug erhielt

1924 Altes Rathaus an der Op de Göten

1924 Altes Rathaus an der Op de Göten in der Stadt Wilster

1924 Saal im Alten Rathaus
In dem 1585 im Stil der Renaissance errichteten repräsentativen Alten Rathaus war zum Zeitpunkt der Aufnahme (1924) in dem großen Raum im Erdgeschoß die Stadtkasse der Stadt Wilster untergebracht.
Die Darstellungen an den Wänden zeigen eine Entwässerungsmühle (Kokermühle) sowie Szenen aus den Gewerben der Gerber und Brauer.
In vergangenen Jahrhunderten wurden in dem Raum die Markttage abgehalten.

Bildrechte: Urheberrecht ist nicht verzeichnet; mit Sicherheit aber wohl Werner Behning, Wilster, von dem ich den Abzug erhielt

1927 Rats-Glocke oder Kökschen Glocke am Alten Rathaus, Einläuten des Jahrmarktes

1927 Rats-Glocke oder Kökschen Glocke am Alten Rathaus in Wilster

1927 Rats-Glocke oder Kökschen Glocke am Alten Rathaus - sie erklang zum Einläuten des Jahrmarktes.
Viele ältere Wilsteraner werden sich noch daran erinnern, dass in früheren Jahren zur Zeremonie des Einläutens des Wilster Jahrmarktes am Alten Rathaus die zumeist "Kökschen Glocke" genannte Glocke geläutet wurde.
Diese auf dem Dachreiter des Südgiebels befindliche kleine historische Glocke war dort seit alters her vorhanden gewesen, bis sie im I. Weltkrieg abgenommen und zur Verwendung in der Waffenproduktion eingeschmolzen wurde.
Dieser bedauerliche Umstand veranlaßte im Jahr 1927 sechs Wilsteraner dazu, ihrer Heimatstadt eine neue Glocke zu stiften.
Die sich bereits 1921 zu einem Club "Jahrmarktsglocke" zusammen gefunden habenden Stifter, nämlich
Heinrich Auhage
Christian Dethlefsen
Rudolf Dolling
Dr. Johannes Eggers
Heinrich Pruter
Peter Springer
hatten sich seither regelmäßig zum Zeitpunkt des Einläutens des Wilster Jahrmarkt in der Veranda des dem Alten Rathaus gegenüber gelegenen Gasthaus "Holsteinisches Haus" getroffen, um der Zeremonie beizuwohnen. Dort war auch die Idee zur Stiftung der neuen Glocke geboren worden, welche in einem feierlichen Akt 1927 der Stadt Wilster übergeben wurde.
Die Inschrift der Glocke lautet:
"Für meine Schwester, die im Kriege geopfert wurde, stifteten mich im Jahre 1927 sechs Bürger der Stadt Wilster.
H. u. D. Ohlsen in Lübeck gossen mich"
Noch zu Beginn der 1950er Jahre trafen sich Mitglieder der sogenannten Glockenrunde zum Einläuten des Jahrmarktes.
Weitere Informationen sowie ein Artikel der Wilsterschen Zeitung können in der nachstehend aufrufbaren Datei nachgelesen werden.
Es ist sehr zu wünschen, dass die Glocke noch sehr lange verwendet werden kann, um den Wilster Jahrmarkt einzuläuten und dessen Bestand gesichert wird!

Bildrechte: Club "Jahrmarktsglocke" Wilster
Anmerkung: Die Informationen wurden für diese Heimat-Seite und für den Rathausverein freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Herrn Dr. Boie Eggers, Wilster

Hier finden Sie noch weitere Informationen (als Datei)

1930 Altes Balkenhaus und Altes Rathaus

1930 Altes Balkenhaus und Altes Rathaus an der Op de Göten (damalige Marktstraße) in der Stadt Wilster
1930 Altes Balkenhaus und Altes Rathaus an der Op de Göten (damalige Marktstraße) in der Stadt Wilster

1930 Altes Balkenhaus und Altes Rathaus an der Op de Göten (damalige Marktstraße).
Das Alte Balkenhaus an der Ecke zur Schmiedestraße bildete mit dem Alten Rathaus und dem dahinter liegenden „Alten Speicher“ ein harmonisches und das Stadtbild prägendes Ensemble. Sein Fachwerk stand in gelungener Harmonie zum „Alten Rathauses“. Besonders auffällig war seine im Untergeschoß zurückspringende Ecke.
In dem Gebäude war nach dem II. Weltkrieg und bis zur Errichtung eines Neubaues an der Straße Am Steindamm das Polizei-Revier Wilster untergebracht.
Leider versäumten in Wilsters Stadtvertreter und Verwaltung die Erhaltung des Alten Balkenhauses. Eine den Bestand erhaltende Sanierung des baugeschichtlich interessanten und das Stadtbild prägenden Gebäudes wurde nicht verfolgt. Der Begriff Bestandssanierung war weitgehend unbekannt, schon gar nicht wurde er bedacht.
Das Alte Rathaus von 1585 hingegen wurde erhalten.
Die Stadt Wilster wird in ihrem Bemühen um die Erhaltung ihrer baugeschichtlich bedeutsamen ehemaligen Rathäuser (Altes Rathaus und Neues Rathaus bzw. Palais Doos) seit 2011 tatkräftig unterstützt von Bürgern, die sich im Förderverein Historische Rathäuser in Wilster engagieren. Die Mitgliedschaft in diesem gemeinnützigen Verein kann allen Freunden der Stadt Wilster nachhaltig empfohlen werden! Ein Besuch auf der Internetpräsenz des Vereins (bitte vorstehenden Fettdruck anklicken) bringt viele hoch interessante weitere Informationen zu diesen Bauwerken.

Bildrechte: nicht bekannt
Quelle: Bildarchiv Foto Marburg

1930 Altes Rathaus an der Op de Göten (damalige Marktstraße)

1930 Altes Rathaus an der Op de Göten (damalige Marktstraße) in Wilster
1930 Altes Rathaus an der Op de Göten (damalige Marktstraße) in Wilster
1930 Altes Rathaus an der Op de Göten (damalige Marktstraße) in Wilster
1930 Altes Rathaus an der Op de Göten (damalige Marktstraße) in Wilster

1930 Altes Rathaus an der Op de Göten (damalige Marktstraße).
Das repräsentative Gebäude wurde 1585 im Renaissance-Stil auf der sogenannten „Neuen Seite“ der Wilsterau errichtet als Ersatz für seinen 1545 auf dem gegenüber liegenden Ufer ("Alte Seite") erbauten und bald baufällig gewordenen Vorgänger.
Im Jahre 1912 hatte sich das Alte Rathaus in einem Zustand des Verfalls befunden! Professor Haupt aus Hannover konnte glücklicherweise die Städtischen Gremien davon überzeugen, daß sich die Wiederherstellung des Baudenkmals lohnen werde. Aus heutiger Sicht ist eine andere Aussage und Entscheidung unvorstellbar!
Wenn sich seither immer wieder ein ganz erheblicher und auch kostspieliger Sanierungsbedarf für das alte Gebäude ergibt, so sind doch alle Anstrengungen zu seiner Erhaltung überaus gerechtfertigt!
Die Stadt Wilster wird in ihrem Bemühen um die Erhaltung ihrer baugeschichtlich bedeutsamen ehemaligen Rathäuser (Altes Rathaus und Neues Rathaus bzw. Palais Doos) seit 2011 tatkräftig unterstützt von Bürgern, die sich im Förderverein Historische Rathäuser in Wilster engagieren. Die Mitgliedschaft in diesem gemeinnützigen Verein kann allen Freunden der Stadt Wilster nachhaltig empfohlen werden! Ein Besuch auf der Internetpräsenz des Vereins (bitte vorstehenden Fettdruck anklicken) bringt viele hoch interessante weitere Informationen zu diesen Bauwerken.

Bildrechte: nicht bekannt
Quelle: Bildarchiv Foto Marburg

1950 Altes Rathaus und Altes Balkenhaus

1950 Altes Rathaus und Altes Balkenhaus an der Straße Op de Göten in der Stadt Wilster

ca. 1950 Altes Rathaus
Das repräsentative Alte Rathaus im Renaissance-Stil wurde 1585 auf der sogenannten „Neuen Seite“ der Wilsterau errichtet als Ersatz für seinen 1545 auf dem gegenüber liegenden Ufer erbauten und bald baufällig gewordenen Vorgänger.
In seinem Giebel sieht man hier die sogenannte „Kökschen Klock“.
Die „Op de Göten“ (frühere Marktstraße) überquert zwischen dem Alten Rathaus und dem rechts dahinter liegenden Gebäude auf einer aus Natursteinen gemauerten Gewölbebrücke die Wilsterau.
Im Vordergrund das später leider abgebrochene Alte Balkenhaus, in welchem bis etwa Mitte der 1950er Jahre das Polizei-Revier Wilster untergebracht war.

Bildrechte: Urheberrecht ist nicht verzeichnet; mit Sicherheit aber wohl Werner Behning, Wilster, von dem ich den Abzug erhielt

1950 Bibliothek Doos im Alten Rathaus

1950 Doos´sche Bibliothek im Alten Rathaus der Stadt Wilster

1950 Doos´sche Bibliothek im Alten Rathaus
Die ohne überlebende Leibeserben gebliebene Etatsrätin Luise Charlotte Dorothea Christina Doos hatte in ihrem Testament am 15. Juni 1829 ihr Haus, das spätere Neue Rathaus nebst dem zugehörigen Garten (Bürgermeister Garten), sowie 200.000 Mark - eine für die damalige Zeit unglaublich hohe Summe - auch ihre 8.000 Bände umfassende Bibliothek ihrer Heimatstadt Wilster vermacht.
Die kostbare und heute leider nur noch in Teilen bestehende Bibliothek wird seit langer Zeit im Alten Rathaus verwahrt. Sie soll ursprünglich etwa 5.000 Werke in 10.000 Bänden umfaßt haben, von denen heute noch etwa 2.700 vorhanden sind.
Die Bibliothek ist 1967 durch die 1500 Bände umfassende Bibliothek Witt-Warstede Bibliothek ergänzt worden, die Gustavus F.C. Witt, Arosa in der Schweiz, der Stadt durch Vermächtnis übertragen hatte.
Hier gibt es mehr Informationen zur Bibliothek Doos
sowie zur Bibliothek Witt-Warstede

Bildrechte: Werner Behning, Wilster
Anmerkung: Die Fotos stammen aus der Sammlung Werner Behning, Wilster, und wurden hieraus freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

1955 Altes Balkenhaus und Altes Rathaus

1955 Altes Balkenhaus und Altes Rathaus an der Op de Göten in Wilster
1955 Altes Balkenhaus und Altes Rathaus an der Op de Göten in Wilster
1955 Altes Balkenhaus und Altes Rathaus an der Op de Göten in Wilster
1955 Altes Balkenhaus und Altes Rathaus an der Op de Göten in Wilster

1957 Altes Balkenhaus und Altes Rathaus
Das Alte Balkenhaus an der Ecke zur Schmiedestraße bildete mit dem Alten Rathaus und dem dahinter liegenden „Alten Speicher“ ein harmonisches und das Stadtbild prägendes Ensemble. Sein Fachwerk stand in gelungener Harmonie zum „Alten Rathauses“. Besonders auffällig war seine im Untergeschoß zurückspringende Ecke.
In dem Gebäude war nach dem II. Weltkrieg und bis zur Errichtung eines Neubaues an der Straße Am Steindamm das Polizei-Revier Wilster untergebracht.
Leider versäumten in Wilsters Stadtvertreter und Verwaltung die Erhaltung des Alten Balkenhauses. Eine den Bestand erhaltende Sanierung des baugeschichtlich interessanten und das Stadtbild prägenden Gebäudes wurde nicht verfolgt. Der Begriff Bestandssanierung war weitgehend unbekannt, schon gar nicht wurde er bedacht.
Das Alte Rathaus hingegen wurde erhalten.
Die Stadt Wilster wird in ihrem Bemühen um die Erhaltung ihrer baugeschichtlich bedeutsamen ehemaligen Rathäuser (Altes Rathaus und Neues Rathaus bzw. Palais Doos) seit 2011 tatkräftig unterstützt von Bürgern unterstützt, die sich im Förderverein Historische Rathäuser in Wilster engagieren. Die Mitgliedschaft in diesem gemeinnützigen Verein kann allen Freunden der Stadt Wilster nachhaltig empfohlen werden! Ein Besuch auf der Internetpräsenz des Vereins (bitte vorstehenden Fettdruck anklicken) bringt viele hoch interessante weitere Informationen zu diesen Bauwerken.

Bildrechte: Landesamt Denkmalschutz Schleswig-Holstein
Quelle: Bildarchiv Foto Marburg

1957 Altes Balkenhaus an der Ecke Schmiedestraße/Op de Göten

1957 Altes Balkenhaus an der Ecke Schmiedestraße/Op de Göten

1957 Altes Balkenhaus an der Ecke Schmiedestraße/Op de Göten
Das Alte Balkenhaus an der Ecke zur Schmiedestraße bildete mit dem Alten Rathaus und dem dahinter liegenden „Alten Speicher“ ein harmonisches und das Stadtbild prägendes Ensemble. Sein Fachwerk nahm in gelungener Harmonie Elemente des „Alten Rathauses“ auf. Besonders auffällig war seine im Untergeschoß zurückspringende Ecke.
In dem Gebäude war nach dem II. Weltkrieg und bis zur Errichtung eines Neubaues an der Straße Am Steindamm das Polizei-Revier Wilster untergebracht.
Links das Gebäude der Schleswig-Holsteinischen Westbank und rechts daneben mit dem Blend-Giebel das Hutgeschäft Buron.
Leider versäumten Wilsters Stadtväter die Erhaltung des Alten Balkenhauses. Eine den Bestand erhaltende Sanierung des baugeschichtlich interessanten und das Stadtbild prägenden Gebäudes wurde nicht verfolgt. Der Begriff Bestandssanierung war weitgehend unbekannt, schon gar nicht wurde er bedacht. Vor vier Jahrzehnten erntete beispielsweise der Betreiber der Heimat-Seite mein-wilster weitgehendes Unverständnis, als er in der damaligen Wilsterschen Zeitung mit einem Leserbrief die in Wilster um sich greifende "Klinkerites" beklage, welcher viele schöne alte ausdrucksvolle Putzfassaden im Stadtkern zum Opfer fielen.

Bildrechte: nicht bekannt

1960 Op de Göten, Altes Rathaus und Altes Balkenhaus, Kirche St. Bartholomäus

1960 Op de Göten, Altes Rathaus und Altes Balkenhaus, Kirche St. Bartholomäus zu Wilster

1960 Op de Göten, Altes Rathaus und Altes Balkenhaus, Kirche St. Bartholomäus
Blick von der Schmiedestraße durch die Op de Göten zum Markt.
Rechts vor der hölzernen Veranda des heute nicht mehr bestehenden Gasthofes "Holsteinisches Haus" von "Hanne" Johannes Holm steht eine Besuchergruppe.
Ganz links das Alte Balkenhaus (in ihm war nach dem II. Weltkrieg und bis zum Zeitpunkt der Aufnahme das Polizei-Revier Wilster untergebracht) an der Ecke Schmiedestraße/Op de Göten. Es bildete mit dem Alten Rathaus und dem dahinter liegenden „Alten Speicher“ ein harmonisches und das Stadtbild prägende Ensemble; sein Fachwerk mit dem vorkragenden Obergeschoß nahm in gelungener Harmonie Elemente des „Alten Rathauses“ auf.
Leider versäumten Wilsters Stadtväter die Erhaltung dieses schönen Gebäudes, welches kurz nach der Aufnahme 1960 abgebrochen wurde.
Es hätte sich zumindest angeboten, dieses uralte Wilsteraner Bürgerhaus an anderer Stelle wieder aufzubauen und so für die Nachwelt zu erhalten. Statt dessen wurde es 1960 ersatzlos einer Abflachung der Kurve zur Schmiedestraße geopfert.
So reihte sich auch Wilster in die Reihe der Städte und Orte ein, in denen Unverstand und Ignoranz dem Stadtbild ähnliche Wunden schlug wie zuvor die Bombenangriffe im II. Weltkrieg.
Es ist sehr zu wünschen, dass sich der in den letzten Jahren zunehmend auch in Wilster zeigende sensibler werdende Umgang mit alter Bausubstanz fortsetzt.

Bildrechte: nicht bekannt

1962 Altes Rathaus

1962 Altes Rathaus der Stadt Wilster

1962 Das Alte Rathaus; Blick von dem im Jahre 1953 verrohrten Stadtarm der Wilsterau aus.
Das Geländer der ehemaligen Brücke über die Wilsterau ist noch vorhanden und im Vordergrund gut erkennbar.
Hinter dem Alten Rathaus steht der alte Speicher, in welchem aktuell ein von dem Naturschutzbund NABU mit Unterstützung der örtlichen Jägerschaft betriebenes Naturkundemuseum untergebracht ist.
Rechts im Anschnitt mit dem offenen Fenster das Gebäude der Gastwirtschaft „Holsteinisches Haus“ von Johannes („Hanne“) Holm.
Links im Anschnitt ein Haus in der Schmiedestraße.

Bildrechte: Holger A. Hansen, Mülheim a. d. Ruhr

1964 Wandfliesen aus dem frühen 18. Jahrhundert im Bauernhaus Rademann

1964 Wandfliesen aus dem frühen 18. Jahrhundert im Bauernhaus Rademann in Wilster
1964 Wandfliesen aus dem frühen 18. Jahrhundert im Bauernhaus Rademann in Wilster
1964 Wandfliesen aus dem frühen 18. Jahrhundert im Bauernhaus Rademann in Wilster
1964 Wandfliesen aus dem frühen 18. Jahrhundert im Bauernhaus Rademann in Wilster

1964 Wandfliesen aus dem frühen 18. Jahrhundert (ca. 1714) im Bauernhaus Rademann,
danach verwendet in der Wilstermarschstube im Alten Rathaus.
Das stattliche Kreuzgiebel Husmannshus des Bauern Rademann besteht heute leider nicht mehr. Es stand an der Hans-Prox-Straße (vormalige „Hinter der Stadt“); es handelt sich um den Hof 212 (Gerd Rademann) entsprechend dem Buch „Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild“.
Die Aufnahmen von den alten Wandfliesen in der Döns des Hauses wurden gefertigt, bevor die typische Wilstermarschstube ausgebaut wurde.
Die alten Bauernstuben - von denen heute wohl keine mehr an ihrem ursprünglichen Ort vorhanden ist - geben einen besonderen Eindruck von der Wohnkultur ihrer früheren Besitzer und sind Zeugnis von deren Wohlstand ab dem Zeitpunkt ihrer Entstehung im sechzehnten bis weit ins neunzehnte Jahrhundert.
Die Wilstermarschstube (Bauernstube aus der Wilstermarsch) alter Art kann heute nur noch in Museen bewundert werden.
Es ist ein besonders glücklicher und die Stadt Wilster reicher machender Umstand, daß im Alten Rathaus seit einigen Jahrzehnten eine derartige Stube zu besichtigen ist. Die aus dem Hof Rademann (Hans-Prox-Straße / Hinter der Stadt) stammende und im Jahre 1714 entstandene Wilstermarschstube wurde 1965 hier eingebaut.
Die Wilstermarschstuben sind charakterisiert durch die zumeist dunklen eichenen Paneele, die holländischen Wandfliesen (blaue Delfter Fliesen), das besondere Tischler- und Schnitzwerk, die Balken- und Deckenbemalung, den Bileggerofen.
Bilder 1 und 2 zeigen in der Döns des Hofes Rademann typische Delfter Wandfliesen aus dem 18. Jhdt. mit landschaftsspezifischen Motiven.
Bilder 3 und 4 zeigen in der Döns des Hofes Rademann Delfter Wandfliesen aus dem 18. Jhdt. mit Motiven christlicher Thematik.

Bildrechte: Landesamt für Denkmalpflege, Kiel
Quelle: Bildarchiv Foto Marburg

1965 Altes Rathaus

1965 Altes Rathaus in Wilster
1965 Altes Rathaus in Wilster

1965 Altes Rathaus
Aufgenommen vom verrohrten Stadtarm der Wilsterau aus, bietet das historische Alte Rathaus einen imposanten Anblick.
Das repräsentative Gebäude wurde 1585 im Renaissance-Stil auf der sogenannten „Neuen Seite“ der Wilsterau errichtet als Ersatz für seinen 1545 auf dem gegenüber liegenden Ufer ("Alte Seite") erbauten und bald baufällig gewordenen Vorgänger.
Im Jahre 1912 befand sich das Alte Rathaus in einem Zustand des Verfalls! Professor Haupt aus Hannover konnte glücklicherweise die Städtischen Gremien davon überzeugen, daß sich die Wiederherstellung des Baudenkmals lohnen werde. Aus heutiger Sicht ist eine andere Aussage und Entscheidung unvorstellbar!
Wenn sich - so wie auch gegenwärtig im Jahre 2011 - immer wieder ein ganz erheblicher und auch kostspieliger Sanierungsbedarf für das Gebäude ergibt, so sind doch alle Anstrengungen zu seiner Erhaltung überaus gerechtfertigt!
Das links im Anschnitt erkennbare Mauerwerk gehört nicht zu dem im Jahre 1983 im Rahmen der Sadtsanierung abgbrochenen Geschäftshaus Uhren-Mohr, sondern zu einem ursprünglich am Ufer der Wilsterau errichteten Schuppen.

Bildrechte: Stramm Verlag, St. Michaelisdonn
Anmerkung: die als Originalabzug mit Negativ vorliegenden Fotos sind Probeabzüge für Ansichtskarten.

1965 Wilstermarsch Stube im Alten Rathaus

1965 Wilstermarsch Stube im Alten Rathaus der Stadt Wilster
1965 Wilstermarsch Stube im Hof Rademann an der Straße Hinter der Stadt in Wilster
1965 Wilstermarsch Stube im Hof Rademann an der Straße Hinter der Stadt in Wilster
1965 Wilstermarsch Stube im Hof Rademann an der Straße Hinter der Stadt in Wilster

1965 Wilstermarsch Stube im Alten Rathaus
Mit der im Erdgeschoß des Alten Rathauses eingebauten prächtigen Wilstermarschstube konnte ein beeindruckendes Beispiel bäuerlicher Wohnkultur der Wilstermarsch erhalten werden, so wie sich heute in vielen Museen eine derartige Stube findet. Sie sind Zeugnis für den Wohlstand ihrer ehemaligen Besitzer zum Zeitpunkt ihrer Entstehung im achtzehnten Jahrhundert.
Die Stuben sind charakterisiert durch die eichenen Paneele, die holländischen Wandfliesen, das besondere Tischler- und Schnitzwerk, die Balken- und Deckenbemalung, den Bileggerofen. All das ist zu sehen in der im Alten Rathaus verwahrten Wilstermarschstube.
Die aus dem heute nicht mehr vorhandenen Hof Rademann an der Straße Hinter der Stadt (heutige Hans-Prox-Straße) stammende Stube konnte so nahe ihres ehemaligen Standortes in der Region erhalten werden.
Die an ihrem jetzigen Standort im Alten Rathaus zur Verfügung stehende geringere Raumhöhe machte es leider erforderlich, einzelne Teile etwas einzukürzen, was aber den Gesamteindruck nicht nachteilig veränderte (Bild 1).
Die Bilder 3 und 4 zeigen die Wilstermarschstube vor dem Ausbau im Hof Rademann.

Bildrechte: Ludwig Behning, Wilster
Anmerkung: Die Fotos stammen aus der Sammlung Werner Behning, Wilster, und wurden hieraus freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

1968 Op de Göten mit dem Alten Rathaus

1968 Op de Göten mit dem Alten Rathaus

ca. 1968 Op de Göten und Altes Rathaus
Blick von der Schmiedestraße in die Straße "Op de Göten" bis zur St. Bartholomäus Kirche am Markt. Das repräsentative Gebäude Alte Rathaus wurde 1585 im Renaissance-Stil auf der sogenannten „Neuen Seite“ der Wilsterau errichtet als Ersatz für seinen 1545 auf dem gegenüber liegenden Ufer ("Alte Seite") erbauten und bald baufällig gewordenen Vorgänger.
An der Ecke zur Schmiedestraße im Bereich der links erkennbaren kleinen Grünanlage stand bis 1960 das Alte Balkenhaus, dessen Erhaltung leider von den städtischen Gremien versäumt wurde. Es ist zu hoffen, daß - wie schon mehrmals in der Geschichte der Stadt Wilster - immer wieder alle Anstrengungen zur Erhaltung des historischen Alten Rathauses unternommen werden!
Auch im Jahre 1912 hatte sich das Alte Rathaus in einem Zustand des Verfalls befunden. Professor Haupt aus Hannover konnte glücklicherweise die Städtischen Gremien davon überzeugen, daß sich die Wiederherstellung des Baudenkmals lohnen werde. Aus heutiger Sicht ist eine andere Aussage und Entscheidung unvorstellbar!
Rechts im Anschnitt ist noch die damalige hölzerne Veranda vor dem Gasthof "Holsteinisches Haus" von "Hanne" Johannes Holm erkennbar.
Der schiefe Turm-Helm der Kirche ist bereits nicht mehr mit blaugrauen Schieferplatten gedeckt, sondern hat 1968 eine Eindeckung aus Kupfer erhalten.

Bildrechte: Stramm Verlag, St. Michaelisdonn
Anmerkung: das als Originalabzug vorliegende Foto ist ein Probeabzug für eine Ansichtskarte.

1975 Renovierung des Alten Rathauses

1975 Renovierung des Alten Rathauses in Wilster
1975 Renovierung des Alten Rathauses in Wilster

1975 Renovierung des Alten Rathauses
Das Alte Rathaus von 1585 ist ein ganz besonderer städtebaulicher Schatz der Stadt Wilster. Die Erhaltung des Gebäudes - auf welches die Wilsteraner zu Recht stolz sind - erfordert immer wieder erhebliche Anstrengungen. Hierin wird die Stadt seit 2011 vom Förderverein Historische Rathäuser in Wilster unterstützt, auf dessen Homepage viele Geschichten und Details zu dem Gebäude nachgelesen werden können.
Nachdem in den Jahren 1965 und 1966 das Dach des Gebäudes mit dunklen Pfannen neu eingedeckt worden war - man hat sich dabei an dem Erscheinungsbild des Daches der St. Bartholomäus Kirche orientiert - wurde 1975 eine weitere Renovierungsmaßnahme durchgeführt. Unter anderem wurden für die Präsentation der Doos´schen Bibliothek im Festsaal Wandregale aufgestellt, im Keller wurden Toiletten eingebaut, der ursprünglich vom 1960 abgebrochenen Alten Balkenhaus eingenommene Platz wurde umgestaltet.
Bei dem Maurer im Vordergrund handelt es sich möglicherweise um Franz Hinrichs, mit dem eine kleine Geschichte den Betreiber dieser Heimat-Seite verbindet. Er hat nämlich, als er sich in den Semesterferien etwas Geld verdiente, mit Franz Hinrichs einige Wochen zusammen gearbeitet. Trotz des großen Altersunterschiedes war das eine sehr harmonische und kollegiale Zusammenarbeit, man verstand sich prächtig und tauschte sich zu vielen Themen aus. So kam es - so ist es überliefert - dass Franz Hinrichs als Mitglied der Sozialdemokraten bei einer Versammlung der SPD vor der Kommunalwahl 1973 verkündetet, er würde eine Stimme für Peter von Holdt abgeben, der als Liberaler für die FDP kandidierte. Das soll nicht allen seiner Genossen gefallen haben!

Bildrechte: Richard Peters
Anmerkung: Richard Peters war auch Marine-Maler. Er fertigte lange Zeit für die Wewelsflether Peters Werft Ölgemälde von deren Neubauten. Die Gemälde wurden den Schiffseignern am Tag des Stapellaufs ihrer Schiffe zum Geschenk gemacht. Richard Peters schrieb auch nicht nur zu maritimen Themen Artikel und Berichte für die regionalen Zeitungen.

1989 Altes Rathaus - Saal im Erdgeschoss

1989 Saal im Erdgeschoss im Alten Rathaus der Stadt Wilster
1989 Saal im Erdgeschoss im Alten Rathaus der Stadt Wilster

1989 Altes Rathaus - Saal im Erdgeschoss
Der Saal im Erdgeschoss des 1585 im Stil der Renaissance errichteten repräsentativen Alten Rathaus wurde in der Vergangenheit in vielfältiger Weise unterschiedlich genutzt. So wurden in vergangenen Jahrhunderten in dem Raum die Markttage abgehalten; im Zeitraum zwischen den beiden Weltkriegen war hier die Stadtkasse der Stadt Wilster untergebracht.
Die Treppe führt in das Obergeschoß zu dem dort befindlichen großen Saal mit der Bibliothek und zur Gerichtsstube.
Das wunderschöne und historisch bedeutsame Gebäude verlangt der Stadt Wilster immer große Anstrengungen zu seiner Erhaltung ab. Seit 2011 wird die Stadt bei den Bemühungen um die Erhaltung ihrer baugeschichtlich bedeutsamen ehemaligen Rathäuser (Altes Rathaus und Neues Rathaus bzw. Palais Doos) tatkräftig unterstützt von Bürgern, die sich im Förderverein Historische Rathäuser in Wilster engagieren. Die Mitgliedschaft in diesem gemeinnützigen Verein kann allen Freunden der Stadt Wilster nachhaltig empfohlen werden! Ein Besuch auf der Internetpräsenz des Vereins (bitte vorstehenden Fettdruck anklicken) bringt viele hoch interessante weitere Informationen zu diesen Bauwerken.

Bildrechte: Landesamt Denkmalschutz Schleswig-Holstein
Quelle: Bildarchiv Foto Marburg

1989 Altes Rathaus - Sitzungszimmer, Gilde Zimmer

1989 Sitzungszimmer Wilstermarsch Stube im Alten Rathaus der Stadt Wilster
1989 Sitzungszimmer Wilstermarsch Stube im Alten Rathaus der Stadt Wilster
1989 Gilde Zimmer - frühere Kämmerei Stube - im Alten Rathaus der Stadt Wilster
1989 Gilde Zimmer - frühere Kämmerei Stube - im Alten Rathaus der Stadt Wilster

1989 Altes Rathaus - Sitzungszimmer, Gilde Zimmer
Die Räume im Alten Rathaus wurden im Laufe der Zeit immer wieder einmal unterschiedlich genutzt und entsprechend benannt.
Bilder 1 und 2: Sitzungszimmer Wilstermarsch Stube
Mit der 1965 im Erdgeschoß des Alten Rathauses eingebauten prächtigen Wilstermarschstube konnte ein beeindruckendes Beispiel bäuerlicher Wohnkultur der Wilstermarsch erhalten werden, so wie sich heute in vielen Museen eine derartige Stube findet. Sie sind Zeugnis für den Wohlstand ihrer ehemaligen Besitzer zum Zeitpunkt ihrer Entstehung im achtzehnten Jahrhundert.
Die Stuben sind charakterisiert durch die eichenen Paneele, die holländischen Wandfliesen, das besondere Tischler- und Schnitzwerk, die Balken- und Deckenbemalung, den Bileggerofen. All das ist zu sehen in der im Alten Rathaus verwahrten Wilstermarschstube.
Die aus dem heute nicht mehr vorhandenen Hof Rademann an der Straße Hinter der Stadt (heutige Hans-Prox-Straße) stammende Stube konnte so nahe ihres ehemaligen Standortes in der Region erhalten werden.
Die an ihrem jetzigen Standort im Alten Rathaus zur Verfügung stehende geringere Raumhöhe machte es leider erforderlich, einzelne Teile etwas einzukürzen, was aber den Gesamteindruck nicht nachteilig veränderte.
Bilder 3 und 4: Gilde Zimmer
Eine Stube - die frühere Kämmerei Stube - im Obergeschoß des Alten Rathaus wird genutzt von der Bürger Schützen Gilde Wilster, die hier ihre Utensilien verwahrt.
Die Bürger-Schützen-Gilde in Wilster ist eine der ältesten Gilden in Schleswig-Holstein. Sie führt sich zurück auf die "broderscopp des Hilghen Lichnames der schutten", welche bereits im Jahre 1380 genannt wurde. Gilden waren früher in der Art von Versicherungen freiwillige Vereinigungen der Bürger zum gegenseitigen Schutz; sie pflegten auch die Geselligkeit untereinander sowie Belange der Tradition. In letzteren bestehen heute noch Anspruch und Aufgabe der Bürgergilde, wie sie in Wilster abkürzend genannt wird.

Bildrechte: Landesamt Denkmalschutz Schleswig-Holstein
Quelle: Bildarchiv Foto Marburg

1989 Bibliothek im Alten Rathaus a

1989 Bibliothek Doos und Witt-Warstede im Alten Rathaus der Stadt Wilster
1989 Bibliothek Doos und Witt-Warstede im Alten Rathaus der Stadt Wilster
1989 Bibliothek Doos und Witt-Warstede im Alten Rathaus der Stadt Wilster
1989 Bibliothek Doos und Witt-Warstede im Alten Rathaus der Stadt Wilster

1950 Bibliothek im Obergeschoß des Alten Rathaus
Die ohne überlebende Leibeserben gebliebene Etatsrätin Luise Charlotte Dorothea Christina Doos hatte in ihrem Testament am 15. Juni 1829 ihr Haus, das spätere Neue Rathaus nebst dem zugehörigen Garten (Bürgermeister Garten), sowie 200.000 Mark - eine für die damalige Zeit unglaublich hohe Summe - auch ihre 8.000 Bände umfassende Bibliothek ihrer Heimatstadt Wilster vermacht.
Die kostbare und heute leider nur noch in Teilen bestehende Bibliothek wird seit langer Zeit im Alten Rathaus verwahrt. Sie soll ursprünglich etwa 5.000 Werke in 10.000 Bänden umfaßt haben, von denen heute noch etwa 2.700 vorhanden sind.
Die Bibliothek ist 1967 durch die 1500 Bände umfassende Bibliothek Witt-Warstede ergänzt worden, die Gustavus F.C. Witt, Arosa in der Schweiz, der Stadt Wilster durch Vermächtnis übertragen hatte.
Hier gibt es mehr Informationen zur Bibliothek Doos
sowie zur Bibliothek Witt-Warstede

Bildrechte: Landesamt für Denkmalschutz Schleswig-Holstein
Quelle: Bildarchiv Foto Marburg

1989 Bibliothek im Alten Rathaus b

1989 Bibliothek Doos und Witt-Warstede im Alten Rathaus der Stadt Wilster
1989 Bibliothek Doos und Witt-Warstede im Alten Rathaus der Stadt Wilster
1989 Bibliothek Doos und Witt-Warstede im Alten Rathaus der Stadt Wilster
1989 Bibliothek Doos und Witt-Warstede im Alten Rathaus der Stadt Wilster

1989 Bibliothek im Obergeschoß des Alten Rathaus
In dem 1585 im Renaissance-Stil errichteten repräsentativen Alte Rathaus befand sich in früheren Zeiten neben dem großen die Bibliothek aufnehmenden Saal im Obergeschoß die Gerichtsstube. Auf dem Bild 1 bzw. 2 ist rechts die prächtige Tür zur Gerichtsstube zu erkennen.
Die ohne überlebende Leibeserben gebliebene Etatsrätin Luise Charlotte Dorothea Christina Doos hatte in ihrem Testament am 15. Juni 1829 ihr Haus, das spätere Neue Rathaus nebst dem zugehörigen Garten (Bürgermeister Garten), sowie 200.000 Mark - eine für die damalige Zeit unglaublich hohe Summe - auch ihre 8.000 Bände umfassende Bibliothek ihrer Heimatstadt Wilster vermacht.
Die kostbare und heute leider nur noch in Teilen bestehende Bibliothek wird seit langer Zeit im Alten Rathaus verwahrt. Sie soll ursprünglich etwa 5.000 Werke in 10.000 Bänden umfaßt haben, von denen heute noch etwa 2.700 vorhanden sind.
Die Bibliothek ist 1967 durch die 1500 Bände umfassende Bibliothek Witt-Warstede ergänzt worden, die Gustavus F.C. Witt, Arosa in der Schweiz, der Stadt Wilster durch Vermächtnis übertragen hatte.
Hier gibt es mehr Informationen zur Bibliothek Doos
sowie zur Bibliothek Witt-Warstede

Bildrechte: Landesamt für Denkmalschutz Schleswig-Holstein
Quelle: Bildarchiv Foto Marburg

 

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