Alte Postkarten aus Wilster

Aktuelle Kategorie: Wilsteraner Kirche St. Bartholomäus

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1163 Kirche in Wilster urkundlich bezeugt

1163 Kirche in Wilster urkundlich bezeugt

1163 Kirche in Wilster urkundlich bezeugt.
Die erste urkundliche Erwähnung der Kirche zu Wilster ist in einer in lateinischer Sprache verfaßten Urkunde des Klosters Neumünster überliefert; die Urkunde befindet sich im Landesmuseum in Schleswig.
Mit der Urkunde übertrug der Erzbischof dem Kloster Neumünster ...."ebenso den Zehnten auf der südlichen Seite der Wilsterau im Nesse zwischen Stockfleth und Dammfleth gegenüber der Kirche und das Land, das unmittelbar daneben liegt, zwölf Joch groß."...
Die genannten Begrenzungen Dammfleth und Stockfleth waren mit Sicherheit Wasserläufe, wobei wahrscheinlich der erstere im Bereich der heutigen Mühlenstraße und der letztere im Bereich des heutigen Krumwehl seinen Verlauf hatte.
Ebenso ist zu vermuten, dass die Kirche auf dem Areal des heutigen Marktplatzes lag, denn dieses war die am höchsten gelegene Fläche in der Wilstermarsch.
Das Kloster Neumünster ließ in der Folge ein Gehöft, den sogenannten "Mönkehof" (Mönchs Hof), anlegen im Bereich der heutigen Straße Klosterhof, deren Namen somit an diesen erinnert.

Anmerkung: Die vorgestellte Darstellung wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von der evangelisch lutherischen Kirchengemeinde Wilster.

1568 - 1578 Franciskus Alardus, Pastor an der Kirche St. Bartholomäus zu Wilster

1568 - 1578 Franciskus Alardus, Pastor in Wilster
1568 - 1578 Franciskus Alardus, Pastor in Wilster

1568 - 1578 Franciskus Alardus, Pastor an der Kirche St. Bartholomäus zu Wilster
Sein Bildnis (sh. Abbildung 2) hängt in der Kirche zu Wilster. Das Gemälde ist 15 Jahre nach seinem Tode auf Veranlassung seiner Nachkommen gefertigt worden.
Die obere Inschrift auf dem Gemälde lautet:
M. (Magister) Franciskus Alardus
Van Brüssel In Brabandt
Disser Karcke Pastor Is
seelich Endslope Ao. (Anno) 1578
Den 10 September
Unde hir begrave.

Franz Alard, der damaliger Gepflogenheit entsprechend später den latinisierten Namen Franciskus Alardus führte, wurde in Brüssel geboren. Er stammt aus einem adeligen Geschlecht, welches sich nach dem Landgut Alard de Cantier benannte.
In Antwerpen trat er in einen Prediger Orden ein. Nachdem er von einem Hamburger Kaufmann mit den Schriften Martin Luthers bekannt gemacht wurde, floh er im Alter von 22 Jahren nach Hamburg, wo er mit finanzieller Unterstützung des Kaufmannes lutherische Theologie studierte. Als der Gönner starb, kehrte Franciskus Alardus in seine Heimat zurück, wo ihn seine eigene Mutter der Inquisition auslieferte. Er wurde zum Tode verurteilt, konnte sich diesem Schicksal jedoch durch abenteuerliche Flucht entziehen, die ihn nach Oldenburg führte. Bei den Grafen von Oldenburg fand er als Prediger ein Unterkommen.
Als später die Lutheraner in Antwerpen freie Religionsausübung erlangten, folgte er einer Berufung zum Geistlichen dorthin. Doch scheinen die Unruhen der Bilderstürmer ihn dort bald wieder verdrängt zu haben. Um 1557 ging er nach Ostfriesland, wo er 6 Jahre lang zu Norden tätig war. Dann führte ihn sein Weg nach Holstein, wo er in Kaltenkirchen und Kellinghusen Prediger war.
Bis 1567 ist er als Pastor an der St. Cyriacus-Kirche zu Kellinghusen tätig gewesen, von wo er wieder nach Antwerpen berufen wurde. Hier ordnete er mit anderen das Kirchenwesen. Die Antwerpener Agenda und Bekenntnisschriften sind von ihm mit unterzeichnet. Außerdem verfasste er 1568 einen "Katechismus op Frage en Antwoorde gestellt".
In Antwerpen heiratete er Gertrud Bennings.
Wegen des vom Stadthalter der damaligen Spanischen Niederlande, dem Herzog Alba, dort ausgeübten brutalen Schreckensregime und der Verfolgung Evangelischer Christen kehrte er nach Itzehoe zurück. Von dort wurde er 1568 nach Wilster berufen, wo er zehn Jahre bis zu seinem Tode als Pastor tätig war.
Während seiner Wilsteraner Amtszeit wurde in Nortorf die erste Landschule des Kirchspiels Wilster eingerichtet.

Sein gleichnamiger Enkel *1600 + 1646 war kurze Zeit , nämlich von 1644 bis 1646 gleichfalls in Wilster als Pastor tätig; er starb im Alter von nur 46 Jahren in Wilster an Scharlach Fieber.

Anmerkungen: Das vorgestellte Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von der evangelisch lutherischen Kirchengemeinde Wilster.

1775 Alte Kirche zu Wilster abgebrochen

1767 Ansicht der alten Kirche zu Wilster, welche 1775 abgebrochen wurde
1767 Grundriss der alten Kirche zu Wilster, welche 1775 abgebrochen wurde
1767 Querschnitt der alten Kirche zu Wilster, welche 1775 abgebrochen wurde

1775 Alte Kirche zu Wilster abgebrochen
Der Vorgängerbau der heutigen St. Bartholomäus Kirche wurde im Jahre 1775 wegen Baufälligkeit abgebrochen; der Bau stammte aus dem 15. oder 16. Jahrhundert.
Das Aussehen der alten Bartholomäus Kirche, deren Name noch aus katholischer Zeit stammt, ist durch Zeichnungen überliefert. Diese wurden z.B. von den Baumeistern Rosenberg sowie Findorff und Bardewick gefertigt, welche mit Ernst-Georg Sonnin im Wettbewerb um die Frage standen, die alte baufällige Kirche zu sanieren oder abzubrechen und völlig neu zu errichten. Letztendlich kam es nach den Vorschlägen von Ernst-Georg Sonnin zum Neubau der Kirche. Diese mächtige Hallenkirche gilt heute vielen Experten als die wohl überzeugendste Lösung des lutherisch-protestantischen Kirchenbaus.
Bild 1 zeigt die im Jahre 1767 vom Baumeister Rosenberg gefertigte Ansicht der alten Kirche.
Bild 2 zeigt den im Jahre 1767 vom Baumeister Rosenberg gefertigten Grundriss der alten Kirche.
Bild 3 zeigt den von Baumeister Finndorf gefertigten Querriss der alten Kirche

Es war bei dem Vorschlag zur Erhaltung der alten Kirche u.a. damit argumentiert worden, dass der Zustand der alten Kirche und insbesondere der Strebepfeiler so sei, dass der damalige Bürgermeister Heinrich von Holten*) habe einräumen müssen, dass an dem gefährdetsten Pfeiler "nicht die geringste Veränderung oder Abnahme" wahrzunehmen sei.
*) Heinrich von Holten (* 24.03.1694, † 06.08.1785); war zunächst von 14.07.1750 bis 11.03.1760 zweiter Bürgermeister, danach ein viertel Jahrhundert lang bis zu seinem Tode am 06.08.1785 erster Bürgermeister in Wilster.

Anmerkung: Die vorgestellte Darstellung wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von der evangelisch lutherischen Kirchengemeinde Wilster.

1775 bis 1780 Bau der Bartholomäus Kirche zu Wilster

1775 bis 1780 Bau der Bartholomäus Kirche zu Wilster

1775 bis 1780 Bau der Bartholomäus Kirche zu Wilster
Der Turm der Vorgängerkirche wurde beim Neubau der St. Bartholomäus-Kirche übernommen, wobei das neue Kirchenschiff allerdings aus der klassischen Ost-West Achse heraus in die Längsachse des Marktplatzes gedreht wurde. Der Helm des alten Turmes wurde um 4,30m höher geschraubt
Die Bartholomäus Kirche zu Wilster wurde von dem Hamburger Baumeister Ernst-Georg Sonnin entworfen und nach dem Abbruch des Vorgängerbaues unter seiner Leitung gebaut; am 02. Juli 1780 wurde sie eingeweiht.
Der schlanke Helm über dem achteckigen Turm (ein Relikt der Vorgänger-Kirche) ist 52 m hoch.
Elegant konkav geschwungen ist der Anschluß des Turmes an das hohe wuchtige und dennoch transparent wirkende Kirchenschiff.

Anmerkung: Die vorgestellte Darstellung wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von der evangelisch lutherischen Kirchengemeinde Wilster.

1775 Zeichnung - Standriss zu einer neuen Kirche und Turm

1775 Standriss zu einer neuen Kirche und Turm für die Sankt Bartholomäus Kirche zu Wilster
1775 Standriss zu einer neuen Kirche und Turm für die Sankt Bartholomäus Kirche zu Wilster
Unterschrift des Baumeisters Ernst Georg Sonnin am 1. Mai 1775

1775 "Standriss (Aufriss) zu einer neuen Kirche und Thurm"
Nach jahrelangen und unter Einschaltung konkurrierender Baumeister geführten Beratungen um den Erhalt der alten Kirche oder um einen Neubau, ist 1775 der Vorgängerbau der heutigen St. Bartholomäus Kirche wegen Baufälligkeit abgebrochen worden.
Die Gremien der evangelisch lutherischen Kirchengemeinde Wilster hatten sich zuvor nach den Plänen des Hamburger Baumeisters Ernst Georg Sonnin für einen Neubau entschieden.
Die abgebildeten Federzeichnungen aus der Hand des Ernst Georg Sonnin wurden von diesem mit Datum vom 1. Mai 1775 gefertigt (sh. Abbildung 3). Die Kirche wurde nach diesen Plänen und unter seiner Leitung in den Jahren 1775 bis 1780 gebaut; am 02. Juli 1780 wurde sie eingeweiht.
Die mächtige Hallenkirche gilt heute vielen Experten als die wohl überzeugendste Lösung des lutherisch-protestantischen Kirchenbaus.

Bildquelle: Bildarchiv Foto Marburg

1775 Zeichnung -- Querschnitt der neuen Kirche

1775 Querschnitt für den neunau der St. Bartholomäus Kirche zu Wilster
1775 Querschnitt für den neunau der St. Bartholomäus Kirche zu Wilster
Unterschrift des Baumeisters Ernst Georg Sonnin am 1. Mai 1775

1775 "Durchschnitt (Querschnitt) nach der Breite" für die neue Kirche.
Die St. Bartholomäus-Kirche zu Wilster wurde von dem Hamburger Baumeister Ernst-Georg Sonnin entworfen und unter seiner Leitung in den Jahren 1775 bis 1780 errichtet; am 02. Juli 1780 wurde sie eingeweiht..
Die abgebildete Federzeichnung aus der Hand des Ernst Georg Sonnin wurden von diesem mit Datum vom 1. Mai 1775 gefertigt (sh. Abbildung 3).
Die Wilsteraner Kirche gilt als die größte Hallenkirche Schleswig-Holstein; das frei tragende Hängewerk der Dachkonstruktion ist beeindruckend.
Es ermöglicht den Verzicht von Pfeilern im Kirchenraum und schafft die Voraussetzung dafür, dass von allen Plätzen ein freier Blick zum Altar und zur Kanzel möglich ist. In dem gerne auch Sonnin-Kirche genannten Gotteshaus mit seinem von Licht durchfluteten Kirchenschiff bewirken die von Pilastern getrennten und dem Licht geöffneten hohen Fenster den Eindruck von Helligkeit und Offenheit.
Die mächtige Hallenkirche gilt heute vielen Experten als die wohl überzeugendste Lösung des lutherisch-protestantischen Kirchenbaus.

Bildquelle: Bildarchiv Foto Marburg

1794 Baumeister Ernst Georg Sonnin - Erbauer der St. Bartholomäus Kirche

1713 - 1794 Baumeister Ernst Georg Sonnin - Erbauer der St. Bartholomäus Kirche zu Wilster

1794 Baumeister Ernst Georg Sonnin - Erbauer der St. Bartholomäus Kirche
Von den jemals in der Stadt Wilster tätig gewesenen Personen verdient es vorrangig der für die Errichtung der St. Bartholomäus Kirche verantwortlich gewesene Baumeister Ernst Georg Sonnin, hier vorgestellt zu werden.
Ernst Georg Sonnin wurde am 10. Juni 1713 in Quitzow bei Perleberg geboren. Er war der zweitälteste Sohn von insgesamt acht Geschwistern; sein Vater war Prediger. Nach dessen Tod kam er im Alter von 12 Jahren an das Christianeum in dem damals zu Dänemark gehörenden Altona.
In den Jahren von 1729 bis 1743 studierte er zunächst Theologie und sodann Mathematik in Halle und Jena.
In Hamburg wirkte er als Privatlehrer für Mathematik und Latein und betrieb – auch als Erfinder – eine Werkstatt für feinmechanische Gerätschaften.
Wegen seiner ingenieurtechnischen Fähigkeiten wurde er häufig bei der Instandsetzung verschiedener Gebäude und insbesondere von Kirchen eingeschaltet.
Die Arbeiten zur Errichtung der Hamburger St. Michaelis Kirche (dem Michel) waren sein zweiter größerer Auftrag. Zunächst dort nur ab 1750 als Mitbaumeister tätig, avancierte er bald zum alleinigen Baumeister.
Von den in der Folge von ihm betreuten Bauwerken – er wird auch als Erbauer des Doos´schen sowie des Michaelsen´schen Palais in Wilster vermutet – soll hier insbesondere der 1775 bis 1781 erfolgte Bau der St. Barholomäus Kirche in Wilster genannt werden.
Ernst Georg Sonnin starb am 08.06.1794 in Hamburg; er fand seine letzte Ruhestätte im Gruftgewölbe der St. Michaeliskirche zu Hamburg.
Als den Baumeister ihrer wunderschönen und dem St. Bartholomäus geweihten Kirche ehren die Wilsteraner Ernst Georg Sonnin damit, daß sie ihre Kirche vorrangig als Sonnin Kirche bezeichnen.

Anmerkungen: Die vorgestellte Abbildung wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von der evangelisch lutherischen Kirchengemeinde Wilster.

1800 Altar-Leuchter in der St. Bartholomäus Kirche zu Wilster

1968 Silberner Altarleuchter aus dem Jahr 1798 in der St. Bartholomäus Kirche zu wilster
1968 Silberner Altarleuchter aus dem Jahr 1798 in der St. Bartholomäus Kirche zu wilster

1968 Altarleuchter in der St. Bartholomäus Kirche zu Wilster.
Der silberne Altarleuchter stammt aus dem Jahr 1798, wurde also offenbar speziell für die Wilsteraner Kirche gefertigt.
In der in den Jahren 1775 bis 1780 errichteten St. Bartholomäus Kirche wurden aus der Vorgängerkirche nur sehr wenige Ausstattungsgegenstände weiter verwendet.
In ihrer auf künstlerisches Beiwerk weitgehend verzichtenden und eher schlichten Ausgestaltung beeindruckt die Kirche insgesamt durch die Einfachheit ihrer geschlossenen Einheitlichkeit.

Bildrechte: 1968 Landesamt für Denkmalpflege, Kiel
Quelle: Bildarchiv Foto Marburg

1800 Kronleuchter in der St. Bartholomäus Kirche

1800 Kronleuchter in der St. Bartholomäus Kirche zu Wilster
1800 Kronleuchter in der St. Bartholomäus Kirche zu Wilster

1968 Kronleuchter in der St. Bartholomäus Kirche zu Wilster
In der in den Jahren 1775 bis 1780 errichteten St. Bartholomäus Kirche wurden aus der Vorgängerkirche nur sehr wenige Ausstattungsgegenstände weiter verwendet.
In ihrer auf künstlerisches Beiwerk weitgehend verzichtenden und eher schlichten Ausgestaltung beeindruckt die Kirche insgesamt durch die Einfachheit ihrer geschlossenen Einheitlichkeit.
Das aus dem 16. Jht. stammende Kruzifix der vorherigen spätgotischen Wilsteraner Kirche z.B. befindet sich heute in der Kirche zu Mürwick in Flensburg.
Aus der Vorgängerkirche der Wilsteraner St. Bartholomäus Kirche hingegen wurden vier aus Messing gefertigte Kronleuchter - von diesen sind heute noch drei vorhanden - in die am 02. Juli 1780 eingeweiht neue Kirche übernommen. Ursprünglich mit Wachskerzen bestückt, wurden sie später mit elektrischem Licht versehen. Zwischenzeitlich dann wieder mit Kerzen ausgestattet und nur bei besonderen Anlässen benutzt, sind sie gegenwärtig wieder mit elektrischem Licht versehen.

Bildrechte: 1968 Landesamt für Denkmalpflege, Kiel
Quelle: Bildarchiv Foto Marburg

1800 Taufstein in der St. Bartholomäus Kirche

1968 Taufstein in der St. Bartholomäus Kirche zu Wilster
1968 Taufstein in der St. Bartholomäus Kirche zu Wilster

1968 Taufstein in der St. Bartholomäus Kirche zu Wilster
Der aus Holz gefertigte "Taufstein" der Kirche ist beim Kirchenbau neu hergestellt worden. Seine in der Ausformung eher schlichte Gestaltung entspricht der in ihrer Einfachheit geschlossenen Einheitlichkeit der gerade auch dadurch sehr beeindruckenden Kirche.
In der in den Jahren 1775 bis 1780 errichteten St. Bartholomäus Kirche wurden aus der Vorgängerkirche nur sehr wenige Ausstattungsgegenstände weiter verwendet. Das aus dem 16. Jht. stammende Kruzifix der vorherigen spätgotischen Kirche befindet sich heute in der Kirche zu Mürwick in Flensburg.

Bildrechte: Landesamt für Denkmalpflege, Kiel
Quelle: Bildarchiv Foto Marburg

1800 Wandleuchter Jona mit dem Wal in der St. Bartholomäus Kirche

1968 Wandleuchter Jona mit dem Wal in der St. Bartholomäus Kirche zu Wilster
1968 Wandleuchter Jona mit dem Wal in der St. Bartholomäus Kirche zu Wilster

1968 Wandleuchter "Jona mit dem Wal" in der St. Bartholomäus Kirche zu Wilster
In der in den Jahren 1775 bis 1780 errichteten St. Bartholomäus Kirche wurden aus der Vorgängerkirche nur sehr wenige Ausstattungsgegenstände weiter verwendet.
Eines davon ist ein schwerer Wandarmleuchter aus Messing, auf welchem die Jahreszahl 1652 vermerkt ist.
Der Leuchter zeigt eine figürliche Abbildung des Propheten Jona, wie er aus dem Wal augespuckt wird. Es ist eine Darstellung aus dem alttestamentarischen Buch Jona, welches davon berichtet, dass der Prophet Jona von einem großen Fisch verschlungen und nach drei Tagen wieder ausgespuckt wurde.

Bildrechte: 1968 Landesamt für Denkmalpflege, Kiel
Quelle: Bildarchiv Foto Marburg

1829 Gottesdienst in der Kirche St. Bartholomäus, Beerdigung der Etatsrätin Doos

1829 Gottesdienst in der Kirche St. Bartholomäus zu Wilster, Beerdigung der Etatsrätin Doos am 21. Juni 1829

1829 Gottesdienst in der Kirche St. Bartholomäus, Beerdigung der Etatsrätin Doos.
Die Zeichnung zeigt die Trauerfeier anlässlich der am 21. Juni 1829 erfolgten Beerdigung der Etatsrätin Doos, der herausragenden Wohltäterin der Stadt Wilster.
Die ohne überlebende Leibeserben gebliebene Etatsrätin Luise Charlotte Dorothea Christina Doos hatte in ihrem Testament am 15. Juni 1829 ihr Haus - das spätere Neue Rathaus - samt einer 8.000 Bände umfassenden Bibliothek, den Garten - heutiger Bürgermeister Garten - und 200.000 Mark - eine für die damalige Zeit unglaublich hohe Summe - ihrer Heimatstadt Wilster vermacht.
Ihr Mausoleum steht im Stadtpark (dem vormaligen Friedhof) zu Wilster. Es ist eine selbstverständliche Pflicht der Stadt, Ihrer Bürger, Politiker und Verwaltung, das Mausoleum und dessen Umfeld dauerhaft in angemessener und respektvoller Weise zu unterhalten und zu pflegen!

Anmerkung: Die vorgestellte Darstellung wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von der evangelisch lutherischen Kirchengemeinde Wilster.

1864 Kirche St. Bartholomäus, Markt

1864 St. Bartholomäus Kirche zu Wilster
1864 St. Bartholomäus Kirche zu Wilster

ca. 1864 St. Bartholomäus Kirche, Markt
Blick aus östlicher Richtung
Die erste fotografische Aufnahme von der Wilsteraner St. Bartholomäus-Kirche fertigte der damalige Wilsteraner Photograph Hans-Peter Mohr; (geboren ca. 1827, gestorben 26.07.1910);
er war von 1862 bis 1885 in Wilster als Photograph aktiv und Wilster verdankt ihm viele frühe Aufnahmen seines Stadtbild.
Das Foto hier zeigt gewisse Mängel, u.a. an der Turmspitze, da das alte auf einer Glasplatte befindliche Negativ etwas beschädigt ist. Der Abzug für Bild 2 wurde womöglich etwas früher gefertigt.
Die die Kirche umsäumenden Kastanienbäume sind noch recht klein, sie wurden 1862 gepflanzt.
Im Hintergrund ist an der Westseite des Marktes ein Fachwerk-Gebäude erkennbar, an dessen Platz später der Gasthof "Zur Börse" (von Ruge) entstand. Rechts daneben das spätere Geschäftshaus von Textil Reese.

Bildrechte: Hans-Peter Mohr; den Abzug erhielt ich von Werner Behning, Wilster

1864 Kirche St. Bartholomäus, Op de Göten (damalige Marktstraße)

1864 Marktstraße spätere Op de Göten, Kirche St. Bartholomäus in Wilster
1864 Marktstraße spätere Op de Göten, Kirche St. Bartholomäus in Wilster

1864 Marktstraße (spätere Op de Göten), Kirche St. Bartholomäus
Die heutige Straße Op de Göten führte früher den Namen Marktstraße, denn vor und im (!!!) Alten Rathaus fanden in früheren Zeiten die Markttage statt, denn der Platz um die Kirche herum wurde als Friedhof genutzt.
Das Geländer der über den Stadtarm der Wilsterau (den hier ursprünglichen Verlauf dieses den Begründungszusammenhang der Stadt und ihren Namen [Wilstera] erklärenden Flusses) führenden Brücke ist gut zu erkennen. Das Gewässer wurde leider ca. 1953 verfüllt.
Vor dem Gasthaus (das große Gebäude rechts) „Holsteinisches Haus“ (es war später langjähriges Vereinslokal des SV Alemannia 04) führte eine breite rampenartige Treppe herunter zur Wilsterau. Über diese Rampe floß das Niederschlagswasser vom hoch liegenden Marktplatz ab - es ergoß sich hierhin, weshalb man sich auf der Brücke "über der Gosse", also "op de Göten" befand. Den Namen erhielt später die gesamte zuvor Marktstraße genannte Straße.

Ein Jahrhundert später veröffentlichte die Wilstersche Zeitung in den 1960/70er Jahren eine Artikel-Reihe "Alt-Wilster", in welcher auch das vormalige Aussehen der Straßen, Plätze und Gebäude in Erinnerung gerufen wurde (Bild 2).

Bildrechte: Hans Peter Mohr
Bild 1: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster
Bild 2: Der Abzug stammt aus einem 1933 vom damaligen Heimatverein Wilstermarsch als Ehrengabe Herrn Pastor D.Dr. Wilhelm Jensen überreichten Fotoalbum, welches freundlicherweise von Frau Sigrid Malz, Karlsruhe, mit Zustimmung der Nachkommen des D.Dr. Wilhelm Jensen für die Heimat-Seite mein-wilster zur Verfügung gestellt wurde.
Der Zeitungsausschnitt wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Frau Tanja Thode, Beldorf

1875 nordwestliche Seite des Marktplatzes, Kirche St. Bartholomäus

1875 nordwestliche Seite des Marktplatzes in Wilster, Kirche St. Bartholomäus
1875 nordwestliche Seite des Marktplatzes in Wilster, Kirche St. Bartholomäus

1875 nordwestliche Seite des Marktplatzes
Ganz vorne links ist an der Krümmung des Bordsteines die Einmündung der damaligen Schulstraße, heutigen Zingelstraße) in den Markt erkennbar.
In dem Gebäude links richtete später Karl Stücker seinen Gasthof ein;
rechts daneben das vom Photographen Carl Kuskop übernommene Gebäude, in welchem er später auch einen Verlag für Ansichtskarten betrieb.
Rechts an dem Gebäude führte ein schmaler Gang zu dem rückwärtig liegenden Atelier, welches von dem Photographen Ludwig Behning übernommen wurde und später von dessen Sohn Werner Behning.
Rechts von dem Gang steht noch das Gebäude der Stadtschule, auf deren Platz danach die im Jahre 1900 erbaute und im Jahr 1963 abgebrochene Turnhalle stand.
Weiter hinten das Pastorat der evangelischen Kirchengemeinde Wilster;
im Hintergrund ist die Burgerstraße zu erkennen, an deren Einmündung rechts das Gebäude des Archidiakonat steht.
Ganz rechts Anschnitt die Kirche St. Bartholomäus

Bildrechte: Hans-Peter Mohr, Wilster
Der Abzug stammt aus einem 1933 vom damaligen Heimatverein Wilstermarsch als Ehrengabe Herrn Pastor D.Dr. Wilhelm Jensen überreichten Fotoalbum, welches freundlicherweise von Frau Sigrid Malz, Karlsruhe, mit Zustimmung der Nachkommen des D.Dr. Wilhelm Jensen für die Heimat-Seite mein-wilster zur Verfügung gestellt wurde.

1907 Portal der Wilsteraner St. Bartholomäus-Kirche auf der Nordseite

1907 Portal auf der Nordseite der Wilsteraner St. Bartholomäus-Kirche
1907 Portal auf der Nordseite der Wilsteraner St. Bartholomäus-Kirche
1907 Kirchspielsiegel über dem Portal an der Nordseite der Wilsteraner St. Bartholomäus-Kirche

1950 Portal auf der Nordseite der Wilsteraner St. Bartholomäus-Kirche.
Die Kartusche oberhalb des Portals zeigt das Siegel des Kirchspiels Wilster (vgl. Bild 3) und welches noch aus katholischer Zeit stammt. Im Jahre 1622 hat es eine neue Form erhalten. Diese zeigt im gespaltenen Schild links (heraldisch gesehen) den Patron der Kirche, den heiligen Bartholomäus. Rechts zeigt es die Heroldsbilder aus dem Wappen des Herzogtums Holstein und dem der Stadt Wilster; im oberen Viertel das Nesselblatt des Herzogtums, im unteren Viertel den Fisch auf Wellen der Stadt.
Entgegen der in der "Quelle" (sh. Bild 2) genannten Beschreibung handelt es sich somit nicht um das südliche Portal der Kirche. Dort nämlich befindet sich entgegen der Abbildung in der von den Putten eingerahmten Kartusche das Monogramm des dänischen Königs Christian VII, Landesherr zur Zeit des Kirchenbaues von 1775 bis 1780.
Der am 29.01.1749 in Kopenhagen geborene und am 13. März 1808 in Rendsburg gestorbene Christian war von 1766 bis 1808 König von Dänemark und Norwegen und Herzog von Schleswig und von Holstein. Er war dieses jedoch nur nominell, denn der spätere König durchlebte eine sehr unglückliche Kindheit und wurde früh geisteskrank, weshalb er die Regierungsgeschäfte nicht selbst führte (so regierte z.B. ab 1784 sein Sohn Friedrich als Kronprinzregent an Stelle seines Vaters).
Die Initialen von Christian VII finden sich heute auch an der speziell für ihn als Landesherrn in der Wilsteraner St. Bartholomäus Kirche errichteten königlichen Loge, die er zweimal besucht hat.

Bildrechte: Nicht bekannt
Quelle: Bildarchiv Foto Marburg

1908 Kirche, Marktstraße - die spätere Op de Göten

1908 Kirche zu Wilster, Marktstraße - die spätere Op de Göten

1908 Marktstraße, die spätere Op de Göten
Das im Vordergrund an der Einmündung zur Schmiedestraße neben dem Alten Rathaus stehende Alte Balkenhaus - in ihm war nach 1945 das Wilsteraner Polizei-Revier untergebracht - wurde 1960 beseitigt. Auch das Gebäude rechts an der Ecke zur früheren „Johannis-Straße“ (heute Teil der Schmiedestraße) stehende Haus des Goldschmiedes Mohr (vor 1899 gehörte es dem Schuhmacher Meister H. Nahrendorf) steht heute nicht mehr; es wurde 1983 abgerissen.
Im Hintergrund rechts sind die Fassaden der ehemaligen Gaststätte „Holsteinischen Haus“ und der damaligen Drogerie "Adler" Meier heute noch gut erkennbar, da sie kaum verändert wurden. Das 1896 errichtete repräsentativen Gebäude der Drogerie Meier weist heute sein Türmchen nicht mehr auf; das an der Ecke zum Marktplatz stehende damalige Gebäude der Manufakturwarenhandlung J.P.T. Andersen mußte einem 1912/13 errichteten Neubau weichen.

Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1909 St. Bartholomäus Kirche, Wochenmarkt

ca. 1909 Das Foto zeigt die Wilsteraner St. Bartholomäus-Kirche (gerne nach dem Erbauer Ernst-Georg Sonnin auch Sonnin-Kirche genannt);
über die Bäume ragt der 52m hohe Turm; dieser noch mit der alten Uhr; sie hatte nur einen Zeiger, um die Stunden anzuzeigen. 1911 wurden Uhrwerk und Ziffernblatt erneuert.
Unter den blühenden Kastanienbäumen bieten Händler ihre Waren an, denn es ist Wochenmarkt – er fand bis Ende der 1960er Jahre an diesem Ort vor der Kirche statt.

Bildrechte: Das Foto stammt aus der Sammlung Werner Behning, Wilster

1910 St. Bartholomäus Kirche

1910 St. Bartholomäus Kirche zu Wilster
1910 St. Bartholomäus Kirche zu Wilster

1910 die Wilsteraner St. Bartholomäus-Kirche wird gerne nach dem Erbauer Ernst-Georg Sonnin auch Sonnin-Kirche genannt.
Über die unbelaubten Kastanien Bäume ragt der 52m hohe Turm; dieser noch mit der alten Uhr; sie hatte nur einen Zeiger, um die Stunden anzuzeigen. 1911 wurden Uhrwerk und Ziffernblatt erneuert.

Bildrechte: nicht bekannt - vermutlich Ludwig Behning, Wilster
Quelle: Bildarchiv Foto Marburg

1914 Blick über den Rosengarten auf die Stadt

1914 Blick über den Rosengarten auf die Stadt
Gegenüber dem Zustand einige Jahrzehnte später herrscht noch Betrieb am alten Hafen der Stadt Wilster.
Blick vom Hause Falk (Gaststätte „Radfahrers Ruh“) in der Neustadt auf den Rosengarten (rechts) mit Fuhrwerken, die Wilsterau und dort liegende kleine Frachtschiffe;
rechts oben der Neumarkt mit der damaligen dort befindlichen Feuerwache (Spritzenhaus an den Toren erkennbar).
Vom Rosengarten führt eine Brücke über das Bäckerstraßenfleth zum Neumarkt.
Ganz links ragt der unmittelbar an der Wilsterau stehende Kühl´sche Speicher empor.

Bildrechte: Carl Kuskop; den Abzug erhielt ich von Werner Behning

1916 Marktplatz mit der St. Bartholomäus Kirche

1916 Marktplatz mit der St. Bartholomäus Kirche, diese ohne Turmspitze

1916 Marktplatz mit der St. Bartholomäus Kirche
An der Kirche fehlt die Turmspitze.
Bei einem Orkan am 11.01.1916 war die Helmstange mit Kugel, Kreuz und Wetterhahn heruntergeweht worden und mit ihnen der Blitzableiter.
Am 10.Juni 1916 schlug ein Blitz in die Spitze der Bartholomäus-Kirche ein und setzte die Turmspitze in Brand. Eine der Ursachen des Blitzschlages lag darin begründet, dass zu dem zeitpunkt der Blitzableiter fehlte.
Der Wiederaufbau der Kirchturmspitze ist dann 1919 durch den Wilsteraner Zimmermeister Looft zum Preis von 21.703,33 Mark (nachweislich der Kirchen Rechnungsunterlagen) vorgenommen worden.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkungen: Die vorgestellte Abbildung wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von der evangelisch lutherischen Kirchengemeinde Wilster.

1917 Kirche St. Bartholomäus ohne Turmspitze

1919 Kirche St. Bartholomäus ohne Turmspitze
1919 Kirche St. Bartholomäus ohne Turmspitze
1919 Reparatur der Kirchturmspitze der Kirche st. Bartholomäus zu Wilster
1920 Kirche St. Bartholomäus zu Wilster mit der durch Reparatur leicht veränderten Turmspitze

1917 Kirche St. Bartholomäus ohne Turmspitze
Am 10.Juni 1916 schlug ein Blitz in die Spitze der Bartholomäus-Kirche in Wilster ein und setzte die Turmspitze in Brand.
Eine der Ursachen des Blitzschlages lag darin begründet, daß bei einem Orkan am 11.01.1916 die Helmstange mit Kugel, Kreuz und Wetterhahn heruntergeweht worden war und somit der Blitzableiter fehlte.
Der Wiederaufbau der Kirchturmspitze ist dann 1919 durch den Wilsteraner Zimmermeister Looft zum Preis von 21.703,33 Mark (nachweislich der Kirchen Rechnungsunterlagen) vorgenommen worden.
Bild 3 zeigt die Reparatur der Turmspitze und Bild 4 die Kirche mit der dadurch gegenüber dem vorherigen Zustand leicht veränderten Turmspitze.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkungen: Die vorgestellten Abbildungen (Bilder 1,2 und 4) wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von der evangelisch lutherischen Kirchengemeinde Wilster.
Bild 3 wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Wolfgang Bockelmann, Krefeld

1917 Marktstraße (Op de Göten), Markt, Kirchturm

Winter 1916/17 1917 Marktstraße (Op de Göten), Markt, Kirchturm St. Bartholomäus in Wilster

Winter 1916/17 Marktstraße (Op de Göten), Markt, Kirchturm
Der harte Winter 1916/17 ist als Steckrübenwinter, auch Kohlrübenwinter genannt, in der Erinnerung geblieben. Er bezeichnete eine Hungersnot im Deutschen Reich während des Ersten Weltkriegs, die auch durch Missernten und die kriegsbedingte Seeblockade durch die Alliierten ausgelöst wurde.
In der verschneiten Marktstraße (der heutigen "Op de Göten") spielen Kinder in der damals weitgehend vom Verkehr ungenutzten Straße, während einige gut gekleidete Herren dem Treiben zuschauen. Das Geländer hinter ihnen dient als Absturzsicherung gegen die von der Straße parrallel zu ihr zur Wilsterau hinab führende breite Treppe.
Die vielen die Straße überspannenden Freileitungen sind durch die Schneelast besonders auffällig.
Links ist im Anschnitt das Alte Rathaus zu erkennen, ihm schräg gegenüber steht der Gasthof "Holsteinisches Haus" von "Hanne" Johannes Holm. Dahinter das 1896 errichtete prächtige Gebäude der Drogerie Meyer mit seiner aufwendigen Klinker-Fassade und dem Turm-Giebel. An der Ecke des Marktes das kurz zuvor fertiggestellte und in den Jahren 1912/13 erbaute Geschäftshaus der Firma J.P.T. Andersen Söhne.
Der Sockel des Turmes der 1785 eingeweihten St. Bartholomäus Kirche stammt noch von deren Vorgängerin. Vor dem Turm sind die seinerzeitigen das eigentliche Kirchengrundstück gegen den Markt abgrenzenden Poller aus Granit mit den sie verbindenden schmiedeeisernen Ketten gut zu erkennen.

Bildrechte: Ludwig Behning, Wilster
Das Foto stammt aus der Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1920 Innenraum der St. Bartholomäus Kirche, Turmseite und Altarseite

1920 Innenraum der St. Bartholomäus Kirche, Turmseite
1920 Innenraum der St. Bartholomäus Kirche, Altarseite
1920 Innenraum der St. Bartholomäus Kirche, Altarseite

1920 Das Innere der Wilsteraner St. Bartholomäus-Kirche.
Die Orgel liegt dem Altar und der Kanzel direkt gegenüber.
Die mächtige Orgel steht hier noch auf der zweiten durchlaufenden Empore an der Westseite – der Turm-Seite. Hier gibt es spezielle Informationen zur Orgel
Die Kirche besticht durch ihre Schlichtheit ohne Pathos; sie erscheint auch die gültigste Lösung des lutherisch-protestantischen Kirchenbaues darzustellen.
Sie ist die größte Hallenkirche Schleswig-Holsteins.

Bildrechte: Werner Behning, Wilster
Anmerkung: Bilder 2 und 3 wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von der evangelisch lutherischen Kirchengemeinde Wilster.

1925 Kirche St. Bartholomäus

1925 Kirche St. Bartholomäus zu Wilster

1925 Kirche St. Bartholomäus
Die Wilsteraner Kirche wurde von dem Hamburger Baumeister Ernst-Georg Sonnin entworfen und unter seiner Leitung gebaut; am 02. Juli 1780 wurde sie eingeweiht. Sonnin war auch Baumeister der Hamburger St. Michaelis Kirche (Michel).
Der schlanke Helm über dem achteckigen Turm (ein Relikt der Vorgänger-Kirche) ist 52 m hoch: Elegant konkav geschwungen ist der Anschluß des Turmes an das hohe wuchtige und dennoch transparent wirkende Kirchenschiff.
Die ganze beschwingte Eleganz des Gotteshauses der St. Bartholomäus-Kirche (gerne auch Sonnin-Kirche genannt) wird auch innen mit seinem von Licht durchfluteten Kirchenschiff deutlich, bewirkt durch die von Pilastern getrennten und dem Licht geöffneten hohen Fenster. Die Wilsteraner Kirche gilt als die größte Hallenkirche Schleswig-Holstein; das frei tragende Hängewerk der Dachkonstruktion ist beeindruckend.
Die vor der Kirche stehenden Granitpfosten für die Ketteneinfriedung wurden um 1970 entfernt; bereits 1950 hatte man die großen Kastanien gefällt und als Ersatz Linden gepflanzt.

Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1927 Blick aus nördlicher Richtung auf Wilster

1927 Blick vom Baugerüst des im Bau befindlichen Meierei-Schornsteins über den Colosseum-Platz auf die Kirche und Wilster.
An der Nordseite als auch an der Südseite des Colosseum-Platzes (im Vordergrund) befinden sich noch Baum-Alleen.
Rechts gut erkennbar ist das Saalgebäude des Colosseum sowie dahinter die Gaststätte „Trichter“, das ehemalige Gartenhaus des Kanzleirats Michaelsen, zu dessen Garten der gesamte Platz ehemals gehörte.

Bildrechte: Das Foto stammt aus der Sammlung Werner Behning, Wilster

1929 Renovierung der Kirche St. Bartholomäus

1929 Renovierung der Kirche St. Bartholomäus zu Wilster
1929 Kirche St. Bartholomäus zu Wilster nach der Renovierung
1929 Renovierung der Kirche St. Bartholomäus zu Wilster; Uhr neben der Kanzel

1929 Renovierung der Kirche St. Bartholomäus
Das Innere der spätbarocken Predigt-Kirche besticht durch die Schlichtheit und Helligkeit. Die mächtige Hallenkirche gilt vielen als die wohl gültigste Lösung des lutherisch-protestantischen Kirchenbaues.
Im Jahr 1929 wurde der Innenraum der Kirche durch Malerarbeiten renoviert.
Bild 1 zeigt die beteiligten Handwerker
Bild 2 zeigt die Kirche nach Abschluss der Renovierung.
Bild 3 (Ausschnitt aus Bild 1) zeigt das Schild mit der Aufschrift "Ausmalung der Kirche zu Wilster 1929". Außerdem belegt der Ausschnitt, dass zu dem Zeitpunkt die Uhr neben der Kanzel noch vorhanden war. Ein heute für eine Kirche sehr ungewöhnliches Interieur, welches wohl auch den Pastoren mahnte, die Predigt zeitlich nicht zu lang zu fassen.
Die Uhr neben der Kanzel war im Jahr 1801 angeschafft worden. Sie wurde von dem Wilsteraner Uhrmacher Johann Adam Seemann angefertigt und von Johann Chr. Behrnt in Hamburg "mit schwerem Gold verguldet". Die äußere Verzierung der Uhr stammt von Christoph Köster.

Bildrechte. nicht bekannt
Anmerkung: Die vorgestellten Bilder wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von der evangelisch lutherischen Kirchengemeinde Wilster.

1930 Innenraum der St. Bartholomäus Kirche

1930 Innenraum der St. Bartholomäus Kirche zu Wilster
1930 Innenraum der St. Bartholomäus Kirche zu Wilster
1930 Innenraum der St. Bartholomäus Kirche zu Wilster
1930 Innenraum der St. Bartholomäus Kirche zu Wilster

1930 Innenraum der St. Bartholomäus Kirche
Blick aus dem Bereich unter der Orgelempore auf der Turmseite in das Kirchenschiff.
Das Innere der in den Jahren 1775 bis 1781 erbauten spätbarocken Predigt-Kirche besticht durch Schlichtheit und Helligkeit. Die mächtige Hallenkirche gilt vielen als die wohl gültigste Lösung des lutherisch-protestantischen Kirchenbaues.
Im Jahr 1929 ist der Innenraum der Kirche durch Malerarbeiten renoviert worden; die Fotos wurden vermutlich im Anschluss an diese Arbeiten gefertigt.

Bildrechte: nicht bekannt
Quelle: Bildarchiv Foto Marburg

1930 Innenraum und Altar der St. Bartholomäus Kirche

1930 Innenraum der St. Bartholomäus Kirche zu Wilster
1930 Innenraum der St. Bartholomäus Kirche zu Wilster
1930 Innenraum der St. Bartholomäus Kirche zu Wilster
1930 Innenraum der St. Bartholomäus Kirche zu Wilster

1930 Innenansicht der St. Bartholomäus-Kirche
Bilder 1 bzw. 2: Blick vom I. Emporengeschoß auf der dem Turm zugewandten Seite der Kirche durch das Kirchenschiff auf den Altar auf der Ostseite;
die große Orgel steht dem Altarraum mit der Kanzel direkt gegenüber.
Bilder 3 bzw.4: Blick vom II. Emporengeschoß durch das Kirschenschiff auf den Altar. Seinerzeit war das heute durch die Orgel unterbrochene II. Emporengeschoß auf der Turmseite der Kirche noch durchgehend.
Das Gotteshaus ist durch die hohen Fenster vom Sonnenlicht hell durchflutet. Die Emporen und die Pilaster zwischen den Fenstern wirken sehr elegant. Das Innere der spätbarocken Predigt-Kirche besticht durch Schlichtheit und Helligkeit. Von jedem ihrer Plätze besteht freier Blick auf den Altar und auf die direkt darüber befindliche Kanzel.
Die mächtige Hallenkirche gilt vielen als die wohl gültigste Lösung des lutherisch-protestantischen Kirchenbaues. Sie wurde in den Jahren 1775 bis 1780 errichtet (Baumeister Ernst Georg Sonnin) in einer Zeit, die in die dreißigjährige Amtszeit des Wilsteraner Bürgermeisters Hein von Holten fiel.

Bildrechte: nicht bekannt
Quelle: Bildarchiv Foto Marburg

1930 Innenraum und Orgel der St. Bartholomäus Kirche

1930 Innenraum und Orgel der St. Bartholomäus Kirche zu Wilster
1930 Innenraum und Orgel der St. Bartholomäus Kirche zu Wilster
1930 Innenraum und Orgel der St. Bartholomäus Kirche zu Wilster
1930 Innenraum und Orgel der St. Bartholomäus Kirche zu Wilster

1930 Innenansicht der St. Bartholomäus-Kirche
Bilder 1 bzw. 2: Blick vom Altar auf die auf der gegenüber liegenden Seite der Kirche befindliche große Orgel. Seinerzeit war das heute durch die große Orgel unterbrochene II. Emporengeschoß auf der Turmseite der Kirche noch durchgehend.
Bilder 3 bzw. 4: Blick von der Kanzel durch das Kirchenschiff auf die Orgel.
Die mächtige Hallenkirche ist durch die hohen Fenster vom Sonnenlicht hell durchflutet. Die Emporen und die Pilaster zwischen den Fenstern wirken sehr elegant. Das Innere der spätbarocken Predigt-Kirche besticht durch Schlichtheit und Helligkeit. Von jedem ihrer Plätze besteht freier Blick auf den Altar und auf die direkt darüber befindliche Kanzel.

Bildrechte: nicht bekannt
Quelle: Bildarchiv Foto Marburg

1930 Innenraum, Emporen, Orgel und Interieur der St. Bartholomäus Kirche

1930 Innenraum, Emporen und Orgel der St. Bartholomäus Kirche zu Wilster
1930 Innenraum, Emporen und Orgel der St. Bartholomäus Kirche zu Wilster
1930 Stuckdekoration und Beleuchtungskörper an der Decke in der St. Bartholomäus Kirche zu Wilster
1930 Stuckdekoration und Beleuchtungskörper an der Decke in der St. Bartholomäus Kirche zu Wilster

1930 Innenansicht der St. Bartholomäus-Kirche
Bilder 1 bzw. 2: Blick vom II. Emporengeschoß auf der Altarseite auf die gegenüber an der Turmseite befindliche große Orgel. Seinerzeit war das heute durch die große Orgel unterbrochene II. Emporengeschoß auf der Turmseite der Kirche noch durchgehend.
Bilder 3 bzw. 4: Stuckdekoration und Beleuchtungskörper an der Decke des Kirchenschiffs. Dieses Interieur der Kirche wurde bei dem verheerenden und auch die Kirche nicht verschonenden Bombenangriff auf Wilster am 15. Juni 1944 zerstört.
Das Innere der spätbarocken Predigt-Kirche besticht durch Schlichtheit und Helligkeit. Von jedem der Plätze der durch die hohen Fenster vom Sonnenlicht hell durchfluteten mächtigen Hallenkirche besteht für die Gottesdienstbesucher freier Blick auf den Altar und auf die direkt darüber befindliche Kanzel.

Bildrechte: nicht bekannt
Quelle: Bildarchiv Foto Marburg

1930 Konfirmandinnen vor der St. Bartholomäus Kirche

ca. 1930 Konfirmandinnen vor der St. Bartholomäus Kirche
Recht damenhaft gekleidet hat sich eine große Gruppe Konfirmandinnen - vermutlich nach der Konfirmanden Prüfung - vor dem Portal der St. Bartholomäus Kirche in Wilster zum Gruppenbild aufgestellt.
Besonders auffällig ist, dass fast alle jungen Damen lange Zöpfe tragen! Eine Haartracht, die seit Jahrzehnten aus der Mode gekommen ist.
Leider konnte - bisher - keine der abgebildeten Personen namentlich benannt werden. Um Mithilfe wird daher gebeten!

Bildrechte: nicht bekannt

1932 Blick über den Rosengarten auf die Stadt

1932 Blick über den Rosengarten auf die Stadt Wilster

1932 Blick vom Hause Falk (Gaststätte „Radfahrers Ruh“) in der Neustadt auf den Rosengarten (rechts) und die Wilsterau sowie die Häuser der Deichstraße; alles überragt von der St. Bartholomäus Kirche und ihrem 52 m hohen Turm.
Unten rechts ist der Platz am Rosengarten und die Wilsterau erkennbar. Auf der anderen Seite des Gewässers steht noch der schöne Fachwerk-Speicher der Bäckerei Kühl.
Hinter der Werkstatt und dem Wohnhaus des Tischlermeisters Heinrich von Holdt steht auf der gegenüber liegenden Straßenseite der Deichstraße ein großes Wohnhaus, welches kurz darauf abgebrochen wurde. Hier wurden kurz danach die Gebäude der Niederlage Wilster der Bavaria und St. Pauli Brauerei errichtet (Verwalter war der Braumeister Wilhelm Köberlein); zuvor wurde hier die Bierhandlung von Albin Schrödel betrieben.

Ganz im Hintergrund ist der hohe Schornstein der Genossenschafts Meierei Wilster an der Tagg-Straße erkennbar.

Bildrechte: Urheberrecht ist nicht verzeichnet; den Abzug erhielt ich von Werner Behning, Wilster, aus dessen Sammlung er auch stammt

1933 Bartholomäus Kirche zu Wilster

1933 Bartholomäus Kirche zu Wilster
1933 Bartholomäus Kirche zu Wilster

1933 Bartholomäus Kirche zu Wilster
Die grobporigen Bilder stammen aus dem Deutschland-Bildheft Nr. 162 - Dithmarschen und Holsteinische Elbmarschen. Das von der Universum-Verlagsanstalt G.m.b.H., Berlin-Tempelhof herausgegebene Bildbändchen gehört zu einer 250 Hefte umfassenden Reihe und enthält bei den auf 44 Seiten vorgestellten Fotos allein 16 davon aus Wilster und der Wilstermarsch.
Bild 1: Blick auf die seinerzeit noch von hohen Kastanienbäumen umstandene Kirche
Bild 2: Blick aus dem Bereich unter der Orgel-Empore auf den Altarraum

Bildrechte:
Bild 1: Provinzialkonservator der Provinz Schleswig-Holstein, Kiel
Bild 2: E. von Aspern Nachfolger, Itzehoe

1934 St. Bartholomäus Kirche - Anschluss des Kirchenschiffs an den Turm

1934 St. Bartholomäus Kirche zu Wilster - Anschluss des Kirchengebäudes an den Turm
1934 St. Bartholomäus Kirche zu Wilster - Anschluss des Kirchengebäudes an den Turm

1934 St. Bartholomäus Kirche - Anschluss des Kirchengebäudes an den Turm
Die Kirche wurde von dem Hamburger Baumeister Ernst-Georg Sonnin entworfen und unter seiner Leitung gebaut; am 02. Juli 1780 wurde sie eingeweiht.
Elegant konkav geschwungen ist der Anschluß des Turmes an das hohe wuchtige und dennoch transparent wirkende Kirchenschiff.
Der achteckigen Turm (ein Relikt der Vorgänger-Kirche) mit seinem schlanke Helm ist 52 m hoch.
Für den Bau der Kirche wurden mit Schiffen allein 500.000 Steine von Ziegeleien aus Oberndorf an der Oste herangeschafft, weitere aus Wischhafen und von der Klosterziegelei in Itzehoe.

Bildrechte: nicht bekannt
Quelle: Bildarchiv Foto Marburg

1935 Innenraum und Emporen der St. Bartholomäus Kirche

1935 Innenraum und Emporen der St. Bartholomäus Kirche zu Wilster
1935 Innenraum und Emporen der St. Bartholomäus Kirche zu Wilster

1935 Innenraum und Emporen der St. Bartholomäus Kirche
Blick aus dem Bereich unterhalb der unteren der zweigeschossigen Emporen durch die mächtige Hallenkirche.
Sehr gut ist an der Turmseite mit der Orgel zu erkennen, dass seinerzeit beide Emporengeschosse dort durchlaufend waren. Bei dem verheerenden Bombenangriff auf Wilster am 15. Juni 1944, bei dem auch die Kirche einen Treffer erhielt, wurde dieser Bereich ganz erheblich zerstört. Auch die Orgel wurde vernichtet.
Heute sind gegenüber dem ursprünglichen Zustand die obere Emporen von einander getrennt; dieses war erforderlich, um den Einbau der Großen Orgel zu ermöglichen. Die Orgel wurde in den Jahren 1954 bis 1955 durch die Orgelbaufirma Ernst Brandt (Quickborn) erbaut, und ersetzte die ursprüngliche Marcussen-Orgel, welche bei dem Bombenangriff zerstört wurde. Die Orgel wurde seither mehrfach erweitert.

Bildrechte: nicht bekannt
Quelle: Bildarchiv Foto Marburg

1935 Inneres, Altar, Kanzel, Emporen, Logen der St. Bartholomäus Kirche

1935 Inneres, Altar, Kanzel, Emporen, Logen der St. Bartholomäus Kirche zu Wilster
1935 Inneres, Altar, Kanzel, Emporen, Logen der St. Bartholomäus Kirche zu Wilster
1935 Inneres, Altar, Kanzel, Emporen, Logen der St. Bartholomäus Kirche zu Wilster
1935 Inneres, Altar, Kanzel, Emporen, Logen der St. Bartholomäus Kirche zu Wilster

ca. 1935 Inneres, Altar, Kanzel, Emporen, Logen der St. Bartholomäus Kirche
Bilder 1 bzw. 2: Blick durch das Kirchenschiff auf den Altar, die darüber angebrachte und von einer Uhr flankierte Kanzel, die beiderseits des Altarraumes befindlichen Logen und auf die beidseitigen unteren Emporen. Das gleichfalls beidseitige II. Emporengeschoss ist links im Anschnitt erkennbar.
Bilder 3 bzw. 4: Blick vom Altar durch das gesamte Kirchenschiff mit den übereinander angeordneten Emporen und die auf der Turmseite des Kirchenraumes befindliche Orgel.
Im Vordergrund der Taufstein.
Das Innere der spätbarocken Predigt-Kirche besticht durch Schlichtheit und Helligkeit. Von nahezu jedem der Plätze der beeindruckenden Hallenkirche besteht für die Gottesdienstbesucher freier Blick auf den Altar und auf die direkt darüber befindliche Kanzel.

Bildrechte: nicht bekannt
Quelle: Bildarchiv Foto Marburg

1937 Straße Op de Göten und Marktplatz mit der Kirche

1937 Straße Op de Göten und Marktplatz mit der Kirche

1937 Straße Op de Göten und Marktplatz mit der Kirche
Die nach dem Entwurf und unter der Bauleitung von Baumeister Ernst-Georg Sonnin in den Jahren 1775 bis 1781 erbaute St. Bartholomäus Kirche in Wilster beherrscht mit ihrer Silhouette das Bild der kleinen schönen alten Stadt.
Der Sockel ihres Turmes stammt noch von der Vorgängerkirche - der Turmhelm wurde von Sonnin in einer Bewunderung abverlangenden Aktion angehoben. In einer zeitgenössischen Schrift heißt es dazu: (Der Turm der Kirche) „Zu Wilster hatte eine noch gute und dauerhafte Thurmspitze ein sehr verfallenes Mauerwerk zum Untertheil; Sonnin stützte die Thurmspitze ab, nahm das alte Mauerwerk zu 50 Fuß hoch weg, führte ein neues auf und schraubte die Thurmspitze, etwa 150 Fuß hoch, noch um 20 Fuß höher, drehete sie auch zum Theil um ihre Achse, indem er der neuen Kirche zugleich eine bessere Lage gegeben hatte.“
Links ist im Anschnitt das im II. Weltkrieg bei dem Bombenangriff auf Wilster - so wie auch die Kirche - schwer beschädigte und heute nicht mehr vorhandene Hotel "Wilstermarsch-Haus" von Jacobs zu erkennen sowie rechts das 1912/13 errichtete Wohn-und Geschäftshaus der damaligen Firma J.P.T. Andersen Söhne.
Mitten in der Einmündung der Op de Göten in den Markt steht ein Fahrbahnteiler mit einem Wegweiser.

Bildrechte: nicht bekannt
Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Jan Hilbert, Sievershütten

1940 Gedenktafel in der Kirche für die im I. Weltkrieg Gefallenen aus der Kirchengemeinde Wilster

1940 Gedenktafel in der St. Bartholomäus Kirche für die im I. Weltkrieg Gefallenen aus der Kirchengemeinde Wilster
1940 Gedenktafel in der St. Bartholomäus Kirche für die im I. Weltkrieg Gefallenen aus der Kirchengemeinde Wilster

1940 Gedenktafel für die im I. Weltkrieg Gefallenen aus der Kirchengemeinde Wilster
In der Wilsteraner St. Bartholomäus Kirche befand sich unter der Orgel-Empore eine Ehrentafel mit den Namen der aus dem Kirchspiel Wilster stammenden Gefallenen des I. Weltkrieges (1914 - 18).
Bei dem Bombenangriff auf Wilster am 15. Juni 1944 verursachten Volltreffer auch große Zerstörungen an der Kirche.
Dabei soll auch die Tafel verloren gegangen sein, welche mit den Worten „Als die Sterbenden, und siehe, wir leben“ überschrieben und die mit dem Allianz-Wappen der Stadt Wilster und der Wilstermarsch geschmückt war.
Das Gedenkbuch mit den Namen und Daten der Gefallenen konnte hingegen geborgen werden und wird heute im Archiv der Stadt verwahrt.
Die Namen der Gefallenen hatten bereits zuvor auf dem am 15.09.1929 im Stadtpark eingeweihten Ehrenmal einen würdigen und auch heute noch an die Opfer der Kriege mahnenden Platz gefunden.

Bildrechte:
Bild 1: nicht bekannt
Bild 2: Verlag Karl Kuskop, Wilster
Anmerkung: Bild 1 wurd freundlicherweise zur Verfügung gestellt von der evangelisch lutherischen Kirchengemeinde Wilster.

1941 Straße Op de Göten und Marktplatz mit der Kirche

1941 Straße Op de Göten und Marktplatz mit der Kirche in Wilster
1941 Straße Op de Göten und Marktplatz mit der Kirche in Wilster
1941 Straße Op de Göten mit Altem Rathaus in Wilster

1941 Straße Op de Göten und Marktplatz mit der Bartholomäus Kirche
Die nach dem Entwurf und unter der Bauleitung von Baumeister Ernst-Georg Sonnin in den Jahren 1775 bis 1781 erbaute St. Bartholomäus Kirche in Wilster beherrscht mit ihrer Silhouette das Bild der kleinen schönen alten Stadt. Die Kirche wurde seinerzeit noch von hohen Kastanienbäumen umrahmt.
Der wenige Jahre zuvor noch an der Einmündung der Op de Göten in den Markt vorhanden gewesene Fahrbahnteiler mit Wegweiser ist beseitigt.
Rechts vor dem Gasthaus "Holsteinisches Haus" von "Hanne" Johannes Holm ist die hölzerne Veranda zu sehen.
Davor das Geländer der hier die Wilsterau überquerenden Brücke. Diese Brücke wurde früher "Op de Göten" (Über der Gosse) genannt und gab ab den 1930er Jahren der gesamten zuvor Marktstraße genannten Straße den Namen. Der hier durch die gesamte Stadt führende ursprüngliche Verlauf der Wilsterau wurde 1953 verfüllt. Viele Straßen in Wilster wie der Kohlmarkt sowie Deichstraße, Schmiedestraße, Klosterhof, Lange Reihe folgen in ihrer Linienführung dem ehemaligen Verlauf der Wilsterau. Die alte Wilstera gab der Stadt nicht nur ihren Namen sondern prägte auch ganz maßgeblichen deren Grundriß.

Bildrechte: nicht bekannt

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