Alte Postkarten aus Wilster

Aktuelle Kategorie: Wilsteraner Luftbilder und Totale

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1870 Hafen am Rosengarten der Stadt Wilster

1870 Hafen am Rosengarten der Stadt Wilster

ca. 1870 Blick auf den alten Hafen am Rosengarten.
Auch der Burggraben, der in Bildmitte zwischen den Häusern nach Norden (oben) führt und bei der Brücke die Deichstraße unterquert, ist noch offen. Dieses ursprünglich künstlich gegrabene Gewässer führte über den Stadtpark, den Colosseumplatz, die Burger Staße querend am Verlagsgebäude der Wilsterschen Zeitung vorbei und den Kohlmarkt querend wieder zurück zur Wilsterau. Das Gewässer wurde 1925 verfüllt, wie auch 1974 das Bäckerstraßenfleth (hier rechts erkennbar), welches vom Rosengarten am Neumarkt entlang, die Rathausstraße (frühere Bäckerstraße) unterquerend zur Wilsterau am Bischofer Deich führte. Das Bäckerstraßenfleth grenzte in früherer Zeit die sogenannte Neue Seite der Stadt Wilster gegen das Umland ab.

Ein Jahrhundert später veröffentlichte die Wilstersche Zeitung in den 1960/70er Jahren eine Artikel-Reihe "Alt-Wilster", in welcher auch das vormalige Aussehen der Straßen und Plätze in Erinnerung gerufen wurde (Bild 2).

Bildrechte: mit Sicherheit wohl Hans-Peter Mohr; den Abzug erhielt ich von Werner Behning, Wilster, aus dessen Sammlung er auch stammt
Der Zeitungsausschnitt wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Frau Tanja Thode, Beldorf

1875 Hafen am Rosengarten der Stadt Wilster

1875 Hafen am Rosengarten der Stadt Wilster
1875 Hafen am Rosengarten der Stadt Wilster
1875 Hafen am Rosengarten der Stadt Wilster

ca. 1875 Blick auf den alten Hafen am Rosengarten.
Ganz links im Vordergrund ist ein zur damaligen Zeit noch offenes Fleth zu erkennen;
der Rosengarten mit dem daran anschließenden Zimmerplatz (Helgenland) war damals praktisch eine Insel.
Über den Häusern links ist der Zusammenfluß von Wilsterau (der Stadtarm) und der 1483 im Mittelalter künstlich gegrabenen Sielwettern (von der Mühlenbücke am Audeich entlang) erkennbar.
Links der Schornstein einer ehemaligen Lederfabrik.
Auf Bild 2 ist rechts der damals noch offene und offenbar gut unterhaltene Burggraben erkennbar; er führte vom Rosengarten am Stadtpark entlang, unterquerte die Zingelstraße, führte an der Südseite des Colosseum-Platzes entlang, unterquerte Burgerstraße und Kohlmarkt und mündete in wieder in den Stadtarm der Wilsterau zwischen Kohlmarkt und Klosterhof ein.
Das Haus rechts neben dem vom Rosengarten zur Deichstraße führenden Fussgängersteg ist das Elternhaus des Betreibers dieser Heimat-Seite.

Anmerkung:
Der Name „Rosengarten“ ist sehr alt: im Mittelalter hatte fast jede Stadt in Norddeutschland mit dem sogenannten Rosengarten ihren Platz, auf dem die Gilden (mittelalterliche Versicherungen auf Gegenseitigkeit) ihre Feste feierten. Mit der Armbrust wurde dabei nach dem Papagoyen geschossen (der Brauch lebt heute als Vogelschießen fort).

Bild 1: Bildrechte mit großer Sicherheit wohl Hans-Peter Mohr; den Abzug erhielt ich von Werner Behning, Wilster, aus dessen Sammlung er auch stammt
Bild 2: Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1900 Bootswerft auf dem Helgenland

1900 Bootswerft auf dem Helgenland zwischen den beiden Armen der Wilsterau in Wilster

1900 Bootswerft auf dem Helgenland zwischen den beiden Armen der Wilsterau.
Am rechten Bildrand ist der Schornstein und das Betriebsgebäude der dort 1873 gegründeten Gerberei von Johannes Falk zu erkennen.
Auf beiden Armen der Wilsterau haben Wilsteraner Schiffer ihre Ewer zur Winterruhe festgemacht.
Sowohl an der Spitze des Helgenlandes als auch quer zum Hauptarm sind an den dort vorhandenen Slip-Anlagen jeweils Ewer zwecks Inspektion und Überholung auf den Helgen der Bergmann-Werft gezogen worden. Im Jahre 1910 ist auf der Werft mit der von Martin Bergmann auf eigene Rechnung gebauten "Georgine" das wohl letzte Frachtschiff in Wilster gebaut worden.
Letzter Traditionsträger des Wilsteraner Schiffbaues auf dem Helgenland war der Tischlermeister Heinrich von Holdt (* 1909, + 1973) der in seinem an der Spitze der Halbinsel stehenden Bootsschuppen im Zeitraum von 1949 bis 1962 mehrere hölzerne Segeljachten erbaute.
Folgende Wilsteraner Werften sind auf dem Helgenland bezeugt:
1840 bis 1910 Werft von Friedrich Bergmann, danach ab 1886 Martin Bergmann
1856 bis 1884 Werft von Hans Fack, danach Johannes Fack
Hans Fack hatte offenbar zuvor in Itzehoe im Jahr 1852 eine kleine Werft gegründet und dann den Betrieb nach Wilster verlegt. Die Familie Fack war in Holstein eine bekannte Schiffbauerfamilie. Die 5 Söhne des Hans Fack betrieben ebenfalls Werften (Johannes ab 1876 in Wilster; Ferdinand ab 1899 die bereits 1873 gegründete Werft in Burg; Hermann in Tönning; Wilhelm in Rethwisch; Johann Heinrich ab 1880 in Itzehoe)
1861 bis 1876 Reimer Griese
1871 Heinrich Rehder
1879 bis 1890 Theodor Engel
1885 Martin Bruhn
1949 bis 1962 Heinrich von Holdt

Bildrechte: wohl Ludwig Behning; das Foto stammt aus der Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1914 Blick über den Rosengarten auf die Stadt

1914 Blick über den Rosengarten auf die Stadt
Gegenüber dem Zustand einige Jahrzehnte später herrscht noch Betrieb am alten Hafen der Stadt Wilster.
Blick vom Hause Falk (Gaststätte „Radfahrers Ruh“) in der Neustadt auf den Rosengarten (rechts) mit Fuhrwerken, die Wilsterau und dort liegende kleine Frachtschiffe;
rechts oben der Neumarkt mit der damaligen dort befindlichen Feuerwache (Spritzenhaus an den Toren erkennbar).
Vom Rosengarten führt eine Brücke über das Bäckerstraßenfleth zum Neumarkt.
Ganz links ragt der unmittelbar an der Wilsterau stehende Kühl´sche Speicher empor.

Bildrechte: Carl Kuskop; den Abzug erhielt ich von Werner Behning

1914 Blick über den Rosengarten auf die Stadt (Ausschnitts-Vergrößerung)

1914 Blick vom Hause Falk (Gaststätte „Radfahrers Ruh“) in der Neustadt auf den Mast eines am Hafen am Rosengarten liegenden Frachtschiffes;
dahinter die rückwärtigen Ansichten von Häusern an der Deichstraße,
dabei ganz links der Speicher der Bäckerei von August Kühl, wiederum dahinter die Straßenfronten von Häusern an der oberen Deichstraße, sowie die mächtige Wilsteraner St. Bartholomäus-Kirche mit ihrem 52m hohen spitzen charakteristischen Turm.

Bildrechte: wohl Ludwig Behning; den Abzug erhielt ich von Werner Behning, Wilster, aus dessen Sammlung die Aufnahme stammt

1925 Fahnenschwenker auf dem Audeich

ca. 1925 Fahnenschwenker auf dem Audeich
Der Fahnenschwenker posiert auf dem Audeich vor der Kulisse der Stadt Wilster.
Die quadratische Fahne zeigt ein geteiltes Wappen (Allianz-Wappen), wobei die eine Hälfte das Wappen der Stadt Wilster einnimmt.
Das Fahnenschwenken der Bürger-Schützen-Gilde hat eine weit über 220 Jahre alte Tradition.
Die einzelnen Darbietungen orientieren sich nach einer Vorgabe, die vom Exercitienmeister Andreas Kletten in Nürnberg im Jahre 1679 festgeschrieben wurde.
Die heute von den Fahnenschwenker verwendeten vier Flaggenfarben geben die ursprünglichen Farben der Wappen der Herzogtümer Schleswig und Holstein wieder; weiß (silber) und rot für Holstein, gelb (gold) und blau für Schleswig; dazu die Wappenbilder vom Bund, Land, Kreis Steinburg und der Stadt.
Gegenüber früheren Jahren ist die gelbe/goldene Flagge mit dem Bundesadler hinzu gekommen.
Zu dieser Tradition der Gilde siehe Fahnenschwenken

Bildrechte: Ludwig Behning, Wilster
Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Frau Ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen

1927 Blick aus nördlicher Richtung auf Wilster

1927 Blick vom Baugerüst des im Bau befindlichen Meierei-Schornsteins über den Colosseum-Platz auf die Kirche und Wilster.
An der Nordseite als auch an der Südseite des Colosseum-Platzes (im Vordergrund) befinden sich noch Baum-Alleen.
Rechts gut erkennbar ist das Saalgebäude des Colosseum sowie dahinter die Gaststätte „Trichter“, das ehemalige Gartenhaus des Kanzleirats Michaelsen, zu dessen Garten der gesamte Platz ehemals gehörte.

Bildrechte: Das Foto stammt aus der Sammlung Werner Behning, Wilster

1930 Luftbild aus südlicher Richtung auf Wilster

1930 Luftbild aus südlicher Richtung auf die Stadt Wilster
1930 Luftbild aus südlicher Richtung auf die Stadt Wilster

ca. 1930 Luftbild aus südlicher Richtung auf Wilster
Das Luftbild läßt im Vordergrund die Gebäude der vormaligen Brauerei Lübbe und den zugehörigen zur Gewinnung von Natureis genutzten „Karpfenteich“ erkennen; die 1872 gegründete Brauerei wurde 1886 von P.Lübbe geführt, nach 1920 von den Geschwistern Lübbe.
Im ersten Jahrzehnt der Nachkriegszeit wurde der Karpfenteich von der an der Deichstraße gelegenen Niederlage der Hamburger Bavaria & St.Pauli Brauerei gleichfalls zur Eisgewinnung genutzt.
In Bildmitte rechts das Bäckerstraßenfleth mit den später im Rahmen der Stadtsanierung als "Sanierungsausweichgelände" genutzten Wiesen.
Ganz links ist die „Villa Schütt“ zu erkennen, rechts davon die Gebäude der Genossenschafts-Meierei mit dem hohen Schornstein;
oben links die Bahnstrecke nach Westerland;
rechts oben die Bäume der weitgehend unbebauten Bahnhofstraße.

Bildrechte: Kruse, Hamburger Luftbild
Quelle: Bildarchiv Foto Marburg

1930 Platz am Colosseum

1930 Platz am Colosseum in Wilster

ca. 1930 Platz am Colosseum
Blick von dem zu der Zeit im Bau befindlichen hohen Schornstein der an der Tagg Straße errichtenen Gebäude der Genossenschafts Meierei auf den Platz am Colosseum und auf die Innenstadt von Wilster.
Der Platz am Colosseum - welches seinerzeit den größten Fest-Saal im Kreis Steinburg barg - war ursprünglich der Garten des Kanzleirates Michaelsen, dessen Gartenhaus "Trichter" heute noch vom Wohlstand seines damaligen Besitzers Kunde gibt.
Der Platz wurde lange Zeit vom Sportverein Allemannia 1904 als Fußballplatz genutzt, gleichzeitig diente und dient er bis heute als Festplatz für viele Veranstaltungen, u.a. für den Wilster Jahrmarkt.
Der Platz war seinerzeit an beiden Seiten durch eine zweireihige Baumallee gesäumt. Die Baumreihen in Bildmitte verliefen in dem Bereich, der früher von dem längst verfüllten Burggraben begleitet wurde. Im Rahmen der Stadtgestaltung ist in neuerer Zeit hier ein schöner und die alte Situation wieder aufgreifender von Bäumen begleiteter Spazierweg angelegt worden.

Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1932 Blick über den Rosengarten auf die Stadt

1932 Blick über den Rosengarten auf die Stadt Wilster

1932 Blick vom Hause Falk (Gaststätte „Radfahrers Ruh“) in der Neustadt auf den Rosengarten (rechts) und die Wilsterau sowie die Häuser der Deichstraße; alles überragt von der St. Bartholomäus Kirche und ihrem 52 m hohen Turm.
Unten rechts ist der Platz am Rosengarten und die Wilsterau erkennbar. Auf der anderen Seite des Gewässers steht noch der schöne Fachwerk-Speicher der Bäckerei Kühl.
Hinter der Werkstatt und dem Wohnhaus des Tischlermeisters Heinrich von Holdt steht auf der gegenüber liegenden Straßenseite der Deichstraße ein großes Wohnhaus, welches kurz darauf abgebrochen wurde. Hier wurden kurz danach die Gebäude der Niederlage Wilster der Bavaria und St. Pauli Brauerei errichtet (Verwalter war der Braumeister Wilhelm Köberlein); zuvor wurde hier die Bierhandlung von Albin Schrödel betrieben.

Ganz im Hintergrund ist der hohe Schornstein der Genossenschafts Meierei Wilster an der Tagg-Straße erkennbar.

Bildrechte: Urheberrecht ist nicht verzeichnet; den Abzug erhielt ich von Werner Behning, Wilster, aus dessen Sammlung er auch stammt

1937 Luftbild aus nördlicher Richtung auf Wilster

1937 Luftbild aus nördlicher Richtung auf Wilster

1937 Luftbild aus nördlicher Richtung auf Wilster
Das am 08.09.1937 aus nördlicher Richtung aufgenommene Luftbild läßt im Vordergrund links den Trichter und das Colosseum,
mittig das in der Zingelstraße gelegene Gebäude der ehemaligen Lehrerwohnungen zur Alten Stadtschule mit dem Weg (Verlauf des alten Burggrabens) zum Stadtpark (rechts) erkennen.
Die Kirche ist noch mit hohen Kastanienbäumen umkränzt - diese wurden 1950 gefällt und durch Linden ersetzt.

Bildrechte: Kruse, Hamburg-Fuhlsbüttel

1955 Luftbild aus südöstlicher Richtung

ca. 1955 Luftbild aus südöstlicher Richtung auf die Innenstadt der Stadt Wilster.
Auf der Spitze des Helgenlandes am Zusammenfluß der beiden Arme der Wilsterau betrieb der Tischlermeister Heinrich von Holdt den Bau von hölzernen Segeljachten.
Deutlich erkennbar am Stadtarm der Wilsterau ist der Rosengarten, an dem Jahrhunderte lang der Hafen der Stadt lag.
Bei der damaligen Volksschule (links im Mittelgrund) sind die angrenzend an die Rückseite des Gebäudes vorher angrenzenden Gärten abgeräumt.
Oben im Hintergrund die Bahnstrecke nach Brunsbüttelkoog mit der von den Wilsteranern liebevoll "Rosa" genannten Dampflokomotive.

Bildrechte: Deutsche Luftbild K-G; W. Seelmann & Co.

1955 Luftbild von Marktplatz und Kirche

1955 Das aus östlicher Richtung aufgenommene Luftbild zeigt zentral Marktplatz und Kirche.
Unten links ist die Einmündung der "Op de Göten" erkennbar, an deren Ecke zur Deichstraße das ehemalige und im II. Weltkrieg durch Bomben beschädigte ehemalige Hotel "Wilstermarsch Haus" bereits beseitigt ist.
Links sind die Bäume des Stadtparks und hinten die bei der Villa Schütt erkennbar. Dahinter sind im Bereich des so genannten Feldweges noch eine Vielzahl an Kleingärten vorhanden, die in den folgenden Jahren dem Bau von Straßen (Etatsrat Michaelsen Straße, Etatsrätin Doos Straße) und größeren Wohngebäuden weichen mußten.

Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1955 Luftbild von Wilster aus östlicher Richtung

ca. 1955 Das aus östlicher Richtung aufgenommene Luftbild zeigt zentral Marktplatz und Kirche.
An der linken (westlichen) Ecke des Marktplatzes bei der Einmündung der "Op de Göten" ist an deren Ecke zur Deichstraße das ehemalige und im II. Weltkrieg durch Bomben beschädigte ehemalige Hotel "Wilstermarsch Haus" bereits beseitigt.
Ganz rechts ist die seinerzeit als Sportplatz (Schlacken-Platz) genutzte Fläche am Colosseum erkennbar.
In Bildmitte links sind die Bäume des Stadtparks und rechts die im Garten der Villa Schütt stehenden Bäume erkennbar.
Dahinter sind im Bereich des so genannten Feldweges noch eine Vielzahl an Kleingärten sowie das Betriebsgelände der Gärtnerei Moser vorhanden, die in den folgenden Jahren dem Bau von Straßen (Etatsrat Michaelsen Straße, Etatsrätin Doos Straße) und größeren Wohngebäuden weichen mußten; das Baufeld für die Etatsrat Michaelsen Straße ist zum Zeitraum der Aufnahme bereits hierfür frei gemacht.

Bildrechte: Deutsche Luftbild KG Seelmann & Co., Hamburg

1955 Wilster - Luftbild aus südlicher Richtung

1955 Wilster aus südlicher Richtung
1955 Wilster aus südlicher Richtung

1955 Wilster - Luftbild aus südlicher Richtung
Das kleine Landstädtchen Wilster inmitten der nach ihr benannten weiten ebenen Wilstermarsch.
Rechts unten die Landstraße nach Dammfleth mit dem Bauernhof von Günther Kloppenburg.
Die heute vom Neubaugebiet an der Ostpreußenstraße eingenommene Fläche wurde seinerzeit noch als Kleingartenanlage genutzt. Rechts ist die heute noch bestehende Anlage Großer Brook der Kleingärtner zu sehen.
Links sind die für die Marsch so typischen parallel verlaufenden Beete und Grüppen der Weiden in der Stadtfelder Ducht erkennbar. In Bildmitte stoßen sie auf den Audeich; die Wilsterau - die im Jahre 1483 gegrabene Sielwettern - verläuft hier im leichten Bogen von West nach Ost.
Jenseits der Wilsterau erkennbar ist der damalige Karpfenteich auf dem Gelände der vormaligen Brauerei Gebrüder Lübbe.
Das spätere sogenannte Sanierungsausweichgelände zwischen Wilsterau und dem Bäckerstraßenfleth ist noch unbebaut.
Jenseits der Stadt ist der in großem Bogen geführte Verlauf der Bahnstrecke gut auszumachen. Nördlich davon liegen die Gehöfte Hove, Auf der Horst und Marschhof wie Inseln in der Marsch.
Und ganz im Hintergrund sind die Höhen der Geest bei Kleve und Nutteln zu erahnen.

Bildrechte: Cramers Kunstanstalt AG, Dortmund
Anmerkung: Bild 1 zeigt einen Ausschnitt aus dem gesamten im Original vorliegenden firmeninternen Abzug (vgl. Bilder 2 und 3)

1955 winterliches Wilster - Blick aus Bürgermeisters Garten

1955 winterliches Wilster - Blick aus Bürgermeisters Garten

1955 winterliches Wilster - Blick aus Bürgermeisters Garten
Sas Bild mit dem Blick auf das winterliche tief verschneite Wilster wurde vom Bürgermeister Garten aus aufgenommen.
Filigran ragt der unglaublich spitze Turm der St. Bartholomäus Kirche über die Häuser der kleinen Stadt in den Winterhimmel.

Bild 1: Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1956 Blick auf die St. Bartholomäus Kirche

1956 Blick auf die St. Bartholomäus Kirche zu Wilster

1956 Blick auf die St. Bartholomäus Kirche
Vom Colosseum Platz aus, womöglich vom damaligen hohen Schornstein der Genossenschafts Meierei aus oder vom Riesenrad auf dem Wilster Jahrmarkt, geht der Blick über die rückwärtigen Gärten der Häuser an oberer Burgerstraße und Markt auf die alles überragende mächtige Kirche und die sie umstehenden Häuser.
Rechts ist das Pastorat gut zu erkennen.
Die 1960 an der Kirche gepflanzten Linden sind noch nicht so hoch aufgewachsen, dass sie sichtbar wären.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von der evangelisch lutherischen Kirchengemeinde Wilster.

1956 Rumflether Mühle AURORA, Leder-Werke, Wilsterau, Marschbahn

1956 Rumflether Mühle AURORA, Leder-Werke, Wilsterau

1956 Rumflether Mühle AURORA, Leder-Werke, Wilsterau
Das Luftbild zeigt die in Rumfleth am Mühlen-Loch, ein Sticharm der Wilsterau, stehende Mühle AURORA. Sie ist im Kreis Steinburg eine der letzten Galerie-Holländer Windmühlen und steht heute unter Denkmalschutz.
Ein Besuch auf dem Internetportal der Rumflether Mühle gibt mehr Informationen; wem es gefällt, kann dort auch einen freundlichen Eintrag im Gästebuch hinterlassen.
Hinter der Mühle ist ein Sticharm der Wilsterau erkennbar, welcher in den Jahren 1960 bis 1976 von einem kleinen Wilsterau-Ewer (der „Christina“ ex "Melpomene"; benannt nach der Enkelin des Müllermeisters Detlef Martens) zum Transport der Produkte der Mühle angelaufen wurde.
Der große Gebäudekomplex links ist ein Teil der ehemaligen Leder-Werke, deren Betrieb zu der Zeit endgültig eingestellt wurde.
Auf der Wilsterau sind dahinter kleine Fracht-Ewer zu sehen, welche Produkte der Futter- und Trocknungswerke Günther & Co. beförderten. Dieser Betrieb war in den weiter links liegenden und vormals gleichfalls zu den Leder-Werken gehörenden Gebäuden untergebracht.
Jenseits der Wilsterau ist die Straße nach Diekdorf zu sehen sowie die Bahnstrecke (vormalige Trasse der Marschbahn) nach Brunsbüttel.

Bildrechte: Hamburger Aero - Lloyd GmbH, Hamburg - Flughafen

1956 Totale von Wilster, vom Audeich aus gesehen

1956 Totale von Wilster, vom Audeich aus gesehen
Das spätere Sanierungsausweichgelände gegenüber dem Audeich wird noch landwirtschaftlich genutzt.
Als der Wilsteraner Photograph Werner Behning seinerzeit das malerische Foto anfertigen wollte, hatte er zuvor seinen ehemaligen Schulfreund, den Wilsteraner Tischlermeister Heinrich von Holdt, um Mithilfe gebeten. Dieser nämlich legte das abgebildete Ruderboot - er hatte es kurz zuvor repariert - am Ufer der Wilsterau fest und trieb überdies die beiden Jungrinder zu der Gruppe der am Gewässerufer stehenden Kopfweiden. Nachdem er selber aus dem Bild gegangen war, war das Ensemble für einen gelungenen Blick auf die kleine Stadt und ihren hohen spitzen Kirchturm perfekt.

Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1962 Blick vom Kirchturm in östliche Richtung

1962 Blick vom Kirchturm
auf die Häuser auf der Südseite des Marktes sowie in die Einmündung der Straße Kohlmarkt.
Der Blick vom Kirchturm geht in östliche Richtung. Für den unbefangenen Betrachter sieht es so aus, als ginge der Blick nach Südosten, wenn er sich davon leiten läßt, daß die christlichen Kirchen grundsätzlich Ost-West ausgerichtet sind.
Der Baumeister Sonnin hat aber seinerzeit bei der Konzeption der St. Bartholomäus Kirche eine Veränderung vorgenommen, indem er nicht die strikte Ost-West Ausrichtung der Vorgängerkirche beibehielt, sondern die neue Kirche entsprechend der Längsachse des Marktplatzes ausrichtete. Hierdurch ist es zu einer Abweichung von der grundsätzlichen Ausrichtung nach Osten gekommen; die Achse der Kirche ist Süd-West zu Nord-Ost ausgerichtet - der Standort des Altars war den damaligen Kirchenältesten dabei immer noch östlich genug.
Die Aussicht geht weit über die Häuser der Stadt hinweg über die flache Marsch bis zu den Höhen der Geest bei Itzehoe.
Rechts sind hinter den Häusern die alten Bäume im Bürgermeister Garten erkennbar.
Im Vordergrund hat einige Zeit zuvor die untere Hälfte der Fassade des Gebäudes der Volksbank ein moderneres Aussehen erhalten.

Bildrechte: Holger A. Hansen, Mülheim a. d. Ruhr

1962 Kfz.-Reparatur und Omnibus Betrieb Wilhelm Pott - Am Steindamm

1962 Kfz.-Reparatur und Omnibus Betrieb Wilhelm Pott - Am Steindamm in Wilster

1962 Kfz.-Reparatur und Omnibus Betrieb Wilhelm Pott - Am Steindamm
Die aus Bergkirchen bei Bad Oeynhausen stammende Firma Pott hatte sich ab 01.04.1950 auf dem Anwesen der vormaligen Firmen Trammnitz angesiedelt.
Der Firmeninhaber Wilhelm Pott betrieb in Wilster eine Kfz.-Reparatur Werkstatt sowie einen Omnibus Betrieb, welcher nach seinem Tode von seinem Sohn Helmut bis 1973 weiter geführt wurde.
Die Omnibusse bedienten den Linien Verkehr auf der Strecke Brunsbüttelkoog - Wilster - Itzehoe.
Im Jahr 1962 ließ Wilhelm Pott einige Umbaumaßnahmen an seinen Betriebsanlagen vornehmen. So wurde u.a. der Standort der Tankstelle östlich neben das Hauptgebäude verlegt und diesem ein kleiner Pavillon zugeordnet. Dahinter wurde zur Vergrößerung der Werkstatträume ein Flachdach-Anbau errichtet.
Die Hoffläche des Betriebes war weiterhin lediglich mit Schotter befestigt.
Auf dem hinteren Teil des Betriebsgeländes (hinten links) befand sich die separate Firma Vulkanisier Betrieb Albert Ebbecke (später Naujokat).
Im Vordergrund ist die Straße Am Steindamm zu erkennen sowie diesseits der Straße das Dach des Wohnhauses der Familie Dethlefs.

Bildrechte: Westdeutsche Luftfoto, Bremen
Anmerkung: Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Helmut Pott, Wilster

1962 Wilsterau am Audeich - Totale von Wilster, Kirche

1962 Wilsterau am Audeich, Blick auf die Stadt Wilster

1962 Wilsterau am Audeich, Blick auf die Stadt Wilster
Blick vom Audeich auf Wilster und die gedrängt die alles überragende Kirche umstehenden Häuser.
Eine heute so aus dieser Perspektive nicht mehr wahrnehmbare Ansicht der kleinen schönen und alten Stadt.
Die Wilsterau am Audeich (von der Schottbrücke bis zur Mühlenbrücke) ist die im Mittelalter (1483) gegrabene Sielwettern, der heutige Hauptarm der Wilsterau.
Die Abbrüche an der Böschung des jenseitigen Ufers verdeutlichen, dass seinerzeit noch Belastungen am Unterhaltungszustand des Gewässers von der damals noch auf ihm betriebenen Frachtschifffahrt ausgingen.
Jenseits des Gewässers wurde die Wiese im Vordergrund im Rahmen der Stadtsanierung als sogenanntes Sanierungsausweichgelände in einem unorganischen Konglomerat aus Hochhäusern, Einfamilienhäusern und Gewerbebetrieben bebaut – ein künftiger Sanierungsfall.

Bildrechte: Wolfgang Bockelmann, Krefeld,
welcher das Foto freundlicherweise zur Verfügung stellte.

1963 Blicke vom Dach der Volksschule

1963 Blicke vom Dach der Volksschule
Auf dem Dach der füheren Knabenschule befand sich früher neben der Sirene auch eine Beobachtungsplattform und ein Verschlag für einen Luftbeobachter im II: Weltkrieg.
Von dieser Plattform aus hatte man einen guten Blick über Wilster.
Bild 1: So auf die in den Jahren zuvor an der Etatsrat Michaelsen Straße errichteten Mehrfamilienhäuser, die Bäume des Stadtparks und die St. Bartholomäus Kirche
Bild 2: Auf die Häuser in der Straße Landrecht, Hans-Prox Straße und über die Wiesen bis zum Krumwehl
Bild 3: Über die Flächen der damaligen Gärtnerei Moser hinweg auf die Gebäude der ehemaligen Ballin´schen Lederfabrik mit ihrem zu der Zeit noch bestehenden Stumpf des hohen Schornsteins,
bis zu den Fabrikgebäuden an der Rumflether Straße und bis zur Straße Rumflether Deich.

Bildrechte: Gerd Heutmann, Nutteln,
welcher freundlicherweise die Fotos zur Verfügung stellte, welche er als Schüler mit einer einfachen Kamera aufgenommen hatte.

1964 Luftbild von Marktplatz und Kirche St. Bartholomäus

1964 Luftbild von Marktplatz und Kirche der Stadt Wilster

ca. 1964 Luftbild von Marktplatz und Kirche
Die im Jahre 1780 eingeweihte und zuvor in fünfjähriger Bauzeit unter der Leitung des Baumeisters Ernst-Georg Sonnin erbaute St. Bartholomäus Kirche mit ihrem unglaublich spitzen Turm bestimmt die Silhouette der Stadt.
Im Bereich der 1963 abgebrochenen ehemaligen Turnhalle ist die Sonnin-Straße bereits angelegt.
Die Geschäftshäuser des Café Egge und der Bäckerei Starck (rechts neben dem Turmstumpf erkennbar) sind mit ihren Fassaden noch nicht miteinander verbunden.
Auf dem Gelände der Stadtwerke Wilster steht noch der Gasspeicher bzw. Gasometer (links neben der Kirchturmspitze erkennbar).
Oberhalb der Kirchturmspitze sind die Gehölze im Bürgermeister Garten zu erkennen; links davon die heute nicht mehr vorhandenen Gebäude des Wilsteraner Krankenhauses Mencke-Stift.

Bildrechte: Uwe Greiss; Lichtbildfreunde Itzehoe

1965 Innenstadt von Wilster - Luftbild aus südlicher Richtung

1965 Innenstadt von Wilster - Luftbild aus südlicher Richtung

ca. 1965 Wilster - Luftbild aus südwestlicher Richtung
Im Vordergrund links der vom Markt zum Stadtpark - dem vormaligen zweiten Friedhof der Stadt - führende Bartholomäus Gang.
In dem an diesem Gang stehenden hellen vorderen Gebäude wohnte viele Jahre der Stadtrentmeister Arthur Schmidt, an den sich der Betreiber von mein-wilster mit ganz besonderer Freundschaft, Hochachtung und Respekt gerne erinnert, zumal dieser für ihn auf seinen ganz besonderen Wunsch bei seiner Eheschließung als Standesbeamter fungierte! Das war im Jahre 1967 und die damaligen guten Wünsche des Standesbeamten haben sich bis heute erfüllt!
Links im Hintergrund sind die langgestreckten hellen Gebäude der damaligen FRIKA (Rockfabrik von Friedrich Kallweit) erkennbar, welche später vom Wandmaker-Markt genutzt wurden.
Ganz links am Bildrand erkennt man den hohen frei stehende Schornstein der genossenschafts-meierei Wilster.

Bildrechte: Cramers Kunstanstalt AG, Dortmund
Anmerkung: Bild 1 zeigt einen Ausschnitt aus dem gesamten im Original vorliegenden firmeninternen Abzug (vgl. Bilder 2 und 3)

1965 Luftbild aus südöstlicher Richtung

1965 Luftbild aus südöstlicher Richtung auf die Stadt Wilster

1965 Luftbild aus südöstlicher Richtung
Im Vordergrund ist die Verzweigung der Wilsterau bei der Mühlenbrücke erkennbar. Der nach rechts führende ursprüngliche Arm verlief bis Anfang der 1950er Jahre durch die Stadt. Der nach links führende und im Mittelalter (1483) als Sielwettern künstlich gegrabene Arm vereinigt sich an der Spitze des Helgenlandes wieder mit dem ursprünglichen Gewässer, von welchem am Rosengarten ein Relikt erhalten werden konnte.
Peter J. von Holdt, der Begründer dieser Heimat Seite erntete Mitte der 1970er Jahre bei Ratsversammlung, Verwaltung und der Mehrheit der Bevölkerung viel Unverständnis, als er die Erhaltung der Wilsterau am Rosengarten gegen ganz erhebliche Widerstände durchsetzen konnte!
Der Bereich der Kleingärten (linke untere Ecke), der Wiesen am Billerbeckschen Land (zwischen Rathausstraße und dem nach rechts führenden Arm der Wilsterau), die Wiesen zwischen dem Audeich und der Rathausstraße, sowie im Hintergrund der damalige "Hohle Zahn" zwischen der Straße Rumflether Deich und der nach Brunsbüttel führenden Bahnstrecke sind heute weitgehend bebaut.

Bildrechte: Cramers Kunstanstalt KG., Dortmund

1965 Wilster - Luftbild aus südwestlicher Richtung

Wilster - Luftbild aus südwestlicher Richtung

ca. 1965 Wilster - Luftbild aus südwestlicher Richtung
Im Vordergrund links die Gehöfte von Stahl und Rademann an der Straße nach Diekdorf.
Rechts ist die Hans-Prox-Straße - die vormalige "Hinter der Stadt" - gut zu erkennen. Die rechts von ihr stehenden Häuser waren zu dem Zeitpunkt neu errichtet.
Gegenüber von den Gehöften Stahl und Rademann liegen jenseits der Wilsterau an der Rumflether Straße die Gebäude der vormaligen Ballin´schen Vacheleder-Fabrik mit dem Stumpf der ehemaligen hohen Esse. Die Gebäude werden seit Jahrzehnten von der Sack- und Planen Fabrik Spies genutzt.
Auf den darüber erkennbaren und zu der Zeit noch landwirtschaftlich genutzten Fläche steht heute das Schulzentrum Wilstermarsch.
Am linken Bildrand diagonal verläuft die Bahnstrecke von Wilster nach Brunsbüttel. Jenseits der Bahn sind die hellen Gebäude der FRIKA (Rockfabrik von Friedrich Kallweit) erkennbar, welche später vom Wandmaker-Markt genutzt wurden.
Dieseits der Bahn sind die ersten Wohnblocks an der Etatsrätin Doos Straße bereits errichtet.

Bildrechte: Cramers Kunstanstalt AG, Dortmund
Anmerkung: Bild 1 zeigt einen Ausschnitt aus dem gesamten im Original vorliegenden firmeninternen Abzug (vgl. Bilder 2 und 3)

1965 Wilster - Luftbild aus südöstlicher Richtung

Wilster aus südöstlicher Richtung
Wilster aus südöstlicher Richtung

ca. 1965 Wilster - Luftbild aus südöstlicher Richtung
Im Vordergrund links der Friedhof in Bischof mit der einige Jahre zuvor errichteten neuen Kapelle.
Jenseits der den Friedhof umfassenden Baumreihe die Straße Bischofer Deich und daran angrenzend das Gelände mit der ebenfalls kurz zuvor fertiggestellten - heute bereits nicht mehr bestehenden - Kläranlage. Links davon ist im Anschnitt der Sportplatz Brook des SV Alemannia Wilster zu sehen.
Rechts von der Klärlage liegt das Firmengelände der Tiefbaufirma von Peter Kruse.
Gegenüber der Kläranlage und bereits jenseits der Wilsterau sind die Weiden und Kleingärten auf dem Billerbek´schen Land noch nicht der Bebauung zugeführt - hier liegt heute die in den 1990er Jahren entstandene Neubausiedlung an Wilhelm-Nagel-Allee, Heinrich-Schulz-Straße und Hans-Peter-Mohr-Weg.
Diagonal durch das Bild verläuft von rechts nach links oben die Bahnstrecke von Wilster nach Brunsbüttel. Jenseits der Bahn sind als heller Fleck erkennbar die neu errichteten Gebäude der FRIKA (Rockfabrik von Friedrich Kallweit), welche später vom Wandmaker-Markt genutzt wurden.
Zwischen Bahnstrecke, Neue Burger Straße, Rumflether Deich und Rumflether Straße ist das Thumann´sche Gelände und das Rumflether Feld noch völlig unbebaut.
Dieseits der Bahn sind die ersten Wohnblocks an der Etatsrätin Doos Straße hingegen bereits errichtet.

Bildrechte: Cramers Kunstanstalt AG, Dortmund
Anmerkung: Bild 1 zeigt einen Ausschnitt aus dem gesamten im Original vorliegenden firmeninternen Abzug (vgl. Bilder 2 und 3)

1966 Luftbild aus südlicher Richtung

1966 Luftbild aus südlicher Richtung
Im Vordergrund rechts geht der Blick in die Deichstraße; annnährend parallel dazu verläuft links der Bartholomäus Gang, der historische Verbindungsweg von der St. Bartholomäus-Kirche zum im Jahre 1604 im Bereich des heutigen Stadtparks eingerichteten und fast 300 Jahre Bestand habenden Friedhofes.
Am Bildrand links ist der hohe Schornstein der seinerzeitigen Genossenschafts-Meierei an der Tagg-Straße zu sehen.
Im Hintergrund links sind die wenige Jahre zuvor erbauten langgestreckten hellen Gebäude der damaligen Rockfabrik von Friedrich Kallweit (FRIKA Röcke) gut zu erkennen.
Ganz im Hintergrund steigen aus der weiten planebenen Wilstermarsch die Höhen der Geest bei Kleve auf.

Bildrechte: Cramers Kunstanstalt KG., Dortmund

1968 Etatsrätin Doos Straße, Trichter, Colosseum, Arbeitsamt

1968 Etatsrätin Doos Straße, Trichter, Colosseum, Arbeitsamt in Wilster

1968 Etatsrätin Doos Straße, Trichter, Colosseum, Arbeitsamt Nebenstelle
Blick vom Turm der St. Bartholomäus Kirche in nordwestliche Richtung.
Das heute nicht mehr vorhandene helle Gebäude beherbergte früher die Nebenstelle Wilster des Arbeitsamtes Elmshorn.
Die rechts daneben erkennbare Sonnin-Straße ist heute völlig umgebaut.
In Bildmitte die Gaststätte "Colosseum" mit dem historischen Trichter, dem ehemaligen Gartenhaus des Etatsrats Michaelsen, dessen Palais am Mark stand (im Bereich der heutigen Ausmündung der Sonnin-Straße).
Im Hintergrund ein Wohnblock an der Etatsrätin Doos Straße, welche heute nach rechts weitergeführt ist und an den seither gleichfalls verlängerten Klosterhof anschließt.

Bildrechte: Verlag der Wilsterschen Zeitung
Anmerkung: Das Foto stammt aus der 1990 erschienenen Jubiläums-Ausgabe der Zeitung

1968 Op de Göten, Rathausstraße

1968 Blick in südöstliche Richtung vom Turm der St. Bartholomäus Kirche zu Wilster

1968 Op de Göten, Rathausstraße
Blick vom Turm der St. Bartholomäus Kirche in südöstliche Richtung.
Das Gebäudes der Vereins- und Westbank ist noch nicht mit der später an der Fassade vorgesetzten Waschbetonplatten verschandelt, welche glücklicherweise heute nicht mehr vorhanden sind.
Die Häuser an der oberen Schmiedestraße sind noch nicht im Rahmen der Stadtsanierung beseitigt;
auch das Gasthaus "Dithmarscher Hof" rechts neben dem Palais Doos (Neues Rathaus) ist noch vorhanden.
Im Hintergrund ist zu erkennen, dass auf den hinter der östlichen Häuserzeile der Rathausstraße angrenzenden Flächen noch keine Bebauung vorhanden ist.

Bildrechte: Verlag der Wilsterschen Zeitung
Anmerkung: Das Foto stammt aus der 1990 erschienenen Jubiläums-Ausgabe der Zeitung

1968 Ostecke des Marktplatzes, Kohlmarkt

1968 Ostecke des Marktplatzes und Kohlmarkt in Wilster

1968 östlicher Bereich des Marktplatzes, Kohlmarkt
Blick vom Turm der St. Bartholomäus Kirche.
Verlauf des Kohlmarktes.
Ganz hinten links ist noch der "Gasthof zur Linde", an dessen Standort heute die Verwaltungsgebäude des Amtes Wilstermarsch stehen.
Ganz vorne rechts das heute ebenfalls nicht mehr vorhandene schöne Gebäude des Café Egge, dessen Standort heute von einem Teil des Neubaues der Filiale der Volksbank Elmshorn eingenommen wird.
Leider gehen viele der schönen und das Ortsbild so charakteristisch prägenden Fassaden alter Gebäude in Wilster Schritt für Schritt verloren. Es ist besonders zu bedauern, wenn solvente Kreditinstitute sich diesbezüglich nicht in der Pflicht sehen, wenn sie im Ortskern alter Städte für sich Neubauten errichten lassen!

Bildrechte: Verlag der Wilsterschen Zeitung
Anmerkung: Das Foto stammt aus der 1990 erschienenen Jubiläums-Ausgabe der Zeitung

1969 Blick von Dammfleth auf die Stadt Wilster

1969 Blick von Dammfleth auf die Stadt Wilster

1969 Blick von Dammfleth auf die Stadt Wilster.
Bei dem Gehöft im Vordergrund handelt es sich um den seinerzeit im Eigentum des Bauern Günther Kloppenburg stehenden und von ihm bewirtschafteten Betrieb (Hof 178 gem. dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild"). Das Gehöft befindet sich unmittelbar südlich der heutigen Grenze zur Stadt Wilster auf dem Gebiet der Gemeinde Dammfleth. Nördlich des Hofes ist auf Wilsteraner Gebiet in den vergangenen Jahrzehnten das Wohnbaugebiet an der Ostpreußenstraße entstanden.
Es handelt sich bei dem Standort des Hofes um einen der sehr alten Siedlungsplätze in der Wilstermarsch, denn die Gebäude stehen auf einer künstlichen Aufschüttung, einer alten Wurt, wie so vor Vollendung geschlossener Deichlinien zum Schutz vor Überschwemmungen erforderlich war.

Bildrechte: Familie Steffens, Wilster

1974 Burger Straße - Bahnhofshotel

1974 Burger Straße - "Bahnhofshotel" in Wilster

1974 Burger Straße - Bahnhofshotel
Das Bahnhofshotel bezog seinen Namen nach dem ersten Bahnhof der Stadt Wilster, welcher an der späteren Tagg-Straße (vormalige Bahnhofstraße) lag. Die Bahnstrecke der sogenannten Marschbahn Richtung Tondern führte früher über die heute nur noch nach Brunsbüttel führende Strecke.
Der Gasthof hieß vormals „Dunckers Gasthof“ und wurde nach 1945 vom Ehepaar Oesau geführt - er wurde von den Wilsteranern „Geierwally“ benannt.
Anekdote: Im Kino "Adler Lichtspiele" in Wilster lief um 1956 der Film "Die Geierwally". Zugleich war in dem genannten Gasthof ein Dienstmädchen namens Waltraud, genannt Wally, in Stellung. Die jungen Leute übernahmen den Namen "bei Geierwally" und sagten dieses, wenn sie in das Bahnhofshotel gingen. Es war ein Mißverständnis, als sich der Nökelname (Nickname) innerhalb kurzer Frist dauerhaft und zu deren Kummer auf die Wirtin übertrug.
Heute wird das Gebäude vom Fahrradgeschäft Lamberty genutzt.
Im übernächsten Haus war die Schmiede von Stücker (bis weit in die 1960er Jahre); zum Zeitpunkt der Aufnahme betrieb Christine Plambeck in dem Haus die Neue Apotheke.
Links an der Ecke mit der kurzen namenlosen Verbindungsstraße (heute Teil der Burgerstraße) zum Kohlmarkt wurde das Kolonial- und Haushaltswaren Geschäft von Hubert Holm betrieben.

Bildrechte: nicht bekannt

1974 Krankenhaus Mencke Stift am Klosterhof

1974 Krankenhaus Mencke Stift am Klosterhof in Wilster

1974 Krankenhaus Mencke Stift am Klosterhof
Dieses kleine Krankenhaus war auf Veranlassung des Sanitätsrats Dr. Wilhelm Mencke (* 01.07.1825 Itzehoe, + 27.02.1899 Wilster) gegen viele Widerstände gegründet und Anfang 1870 in Betrieb genommen worden. Es entwickelte sich sich zu einer für die Bewohner der Stadt Wilster und der Wilstermarsch segensreichen Einrichtung von hoher auch fachlicher Reputation. Was Ärzte und Personal diese kleinen Krankenhauses in den gut 100 Jahren seines Bestehens geleistet haben, verdient Anerkennung und Respekt.
Das in den Jahren 1867/70 erbaute und danach mehrfach erweiterte Krankenhaus wurde bis 1978 betrieben; es wurden alle anfallenden Krankheiten behandelt – es gab nur einen Arzt, (ab 1930 bis 1966 den Chirurgen Dr. Günther) dem bei Operationen in Wilster niedergelassene Ärzte assistierten. Nach 1978 wurde von den Drs. Steppeler in den Gebäuden eine Pflegestation (bis 1982) eingerichtet.
Danach diente die Gebäude unterschiedlichen sozialen Einrichtungen. Heute befindet sich auf dem Areal der Neubau einer Kindertagesstätte.

Bildrechte: nicht bekannt

1974 Luftbild - Deichstraße, Wende, Stadtpark

1974 Luftbild - Deichstraße, Wende, Stadtpark in Wilster

1974 Luftbild - Deichstraße, Wende, Stadtpark
Unten links ist die an der Deichstraße gelegene Wende zu erkennen, rechts der Eingangsbereich zum Stadtpark.
Die Wende an der Deichstraße wurde vormals nicht nur als Wendemöglichkeit für Fuhrwerke genutzt, sondern diente auch lange Zeit als Vorplatz des Friedhofs. Nachdem bis zum Jahre 1604 der Friedhof des Kirchspiels Wilster um die Kirche herum lag, wurde er danach auf das Gelände des heutigen Stadtparks verlegt und hier bis 1859 betrieben, in Einzelfällen auch länger. Erst nach dem Erwerb des Geländes durch die Stadt Wilster wurde der Stadtpark 1907 angelegt.
Angrenzend an die Wende stehen noch das Wohn- und Geschäftshaus sowie das Schlachthaus der Schlachterei Schlüter.
Das längliche flache Gebäude oben rechts barg den Saal der Gaststätte "Konzerthaus" Jacobs.
Ganz unten ist mittig der Turm der Elevatoren zur Beschickung des Eiskellers der vormaligen Niederlassung Wilster der Bavaria und St. Pauli Brauerei erkennbar (zuletzt Getränkehandel Max Hintz).

Bildrechte: nicht bekannt

1974 Luftbild - Klosterhof, Stadtwerke Wilster

1974 Luftbild - Klosterhof, Stadtwerke Wilster

1974 Luftbild - Klosterhof, Stadtwerke Wilster
Seinerzeit wurde die Gasversorgung der Haushalte in Wilster noch direkt von den Stadtwerken Wilster vorgenommen. Das Gasometer als auch die Kessel für das Stadtgas sind heute nicht mehr vorhanden.
Zwischen der Häuserreihe des Klosterhofs und den am oberen Bildrand erkennbaren am Kohlmarkt stehenden Häusern verlief bis 1951 die Wilsterau, welche im genannten Jahr verfüllt wurde. Der alte Lauf der Wilsterau gab vielen alten Straßen der Stadt deren Linienführung vor, was heute noch deutlich am Grundriß von Wilster erkennbar ist.

Bildrechte: nicht bekannt

1974 Luftbild - Klosterhof, verfüllte Wilsterau

1974 Luftbild - Klosterhof, verfüllte Wilsterau

1974 Luftbild - Klosterhof
Zwischen der linksseitigen Häuserreihe des Klosterhofs und den links erkennbaren am Kohlmarkt stehenden Häusern verlief bis 1951 die Wilsterau, welche im genannten Jahr verfüllt wurde. Der alte Lauf ist auf dem Foto als grünes Band erkenbar. Die Wilsterau gab vielen alten Straßen der Stadt deren Linienführung vor, was heute noch deutlich am Grundriß von Wilster erkennbar ist.
Zwischen den beiden Häusern im Vordergrund verläuft nach links der zum Kohlmarkt führende fußläufige Verbindungsweg, welcher vor 1951 mit einem Steg die Wilsterau querte.

Bildrechte: nicht bekannt

1974 Luftbild - Kohlmarkt, Gasthof Zur Linde

1974 Luftbild - Kohlmarkt, Gasthof "Zur Linde" in Wilster

1974 Luftbild - Kohlmarkt, Gasthof "Zur Linde"
Quer verläuft die namenlose Verbindungsstraße zwischen Kohlmarkt und Burger Straße.
An der Einmündung zum Kohlmarkt mit den Fachwerkgiebeln das Geschäftshaus von Elektro-Meier (Rudolf, später dessen Sohn Günter).
In Bildmitte der am unteren Kohlmarkt stehende Gasthof „Zur Linde“ von Brandt (zunächst Markus, nach ihm sein Sohn Peter) war eine Versammlungsstätte für Vereine und Gesellschaften.
Ältere Wilsteraner werden sich noch an das sehr sympathische Pächter Ehepaar Alfred (Alli) und Annelene Pech erinnern, welche das Haus bis 1974 führten und danach die Gastwirtschaft „Poßfelder Hof“ in Poßfeld erwarben.
Auf dem Gelände des abgebrochenen Anwesens entstand später das Dienstgebäude „Amt Wilstermarsch“ (es ist 1970 aus den Ämtern Wilster-Land, St. Margarethen und Wewelsfleth gebildet worden).
Seit dem 01.07.2005 bilden das Amt Wilstermarsch und die Stadt Wilster eine Verwaltungsgemeinschaft. Die Stadt Wilster und die 14 amtsangehörigen Gemeinden der Wilstermarsch werden seit Mitte 2006 in dem entsprechend erweiterten Dienstgebäude unter einem Dach verwaltet; die Verwaltungsgemeinschaft ist zum 01.07.2005 begründet worden.

Bildrechte: nicht bekannt

1974 Luftbild - Marquardstraße, Kohlmarkt, Klosterhof, Mencke Stift

1974 Luftbild - Marquardstraße, Mencke Stift in Wilster

1974 Luftbild - Marquardstraße, Kohlmarkt, Klosterhof, Mencke Stift
Die Marquardstraße bildete seinerzeit den Anschluß der Straße Klosterhof (hinten) an den Kohlmarkt (vorne). Im Rahmen der innerstädtischen Umgehung wurde später der Kohlmarkt als Teil der L136 zum Steindamm verlängert; die Marquardstraße ist heute nur noch eine ruhige Nebenstraße.
Der Name der Straße erfolgte nach Marquardus de Wilstria und führt zu den Anfängen der Stadtgeschichte zurück. Als das damalige Dorf Wilster mit Urkunde vom 8. August 1282 vom damaligen Landesherrn, dem Grafen Gerhard von Holstein und Schauenburg, zur Stadt erhoben wurde, hat "Marquardus de Wilstria" die Urkunde als erster Zeuge unterschrieben.
Dieses kleine Krankenhaus Mencke-Stift (oben links zu erkennen besteht heute nicht mehr Es war auf Veranlassung des Sanitätsrats Dr. Wilhelm Mencke (* 01.07.1825 Itzehoe, + 27.02.1899 Wilster) gegründet und Anfang 1870 in Betrieb genommen worden.
Das in den Jahren 1867/70 erbaute und danach mehrfach erweiterte Krankenhaus wurde bis 1978 betrieben. Nach 1978 wurde in den Gebäuden eine Pflegestation (bis 1982) eingerichtet.
Danach diente die Gebäude unterschiedlichen sozialen Einrichtungen. Heute befindet sich auf dem Areal der Neubau einer Kindertagesstätte.

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