Alte Postkarten aus Wilster

Aktuelle Kategorie: Wilsteraner Sportboote, Seglervereinigung Wilster

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01 Paddelboot - das erste in Wilster gebaute Sportboot a

1924 das erste in Wilster gebaute Sportboot - ein Paddelboot
1928 Touren Wilsteraner Paddler auf Elbe und Stör
1928 Touren Wilsteraner Paddler auf Elbe und Stör
1928 Touren Wilsteraner Paddler auf Elbe und Stör

Das erste in Wilster erbaute Sportboot - ein Paddelboot
1924 erbaute der damals in seinem ersten Lehrjahr stehende Tischlerlehrling Heinrich von Holdt das erste in Wilster gefertigte Sportboot - ein Paddelboot.
Das Boot war ohne jegliche Vorkenntnisse gefertigt worden; ausgestattet mit einem Jachtkiel verlangte das hochbordige Boot seinem Skipper ein Höchstmaß an Geschick und Gleichgewichtsgefühl ab - manch ein mutiger junger Paddler machte unfreiwillig eine halbe Eskimo-Rolle. Dennoch löste das Monstrum an Boot das Interesse am Kanusport in Wilster aus.
Innerhalb der nächsten beiden Jahre schafften sich die Paddler fünf weitere Boote an. Es kam 1926 zur Gründung des "Wassersportverein Wilster", der jedoch nur wenige Jahre Bestand hatte.
Die jungen Wassersportler unternahmen Fahrten auf der Wilsterau, dem Kaiser-Wilhelm-Kanal, der Stör und der Elbe.
Seinerzeit waren die jungen Wassersportler sehr experimentierfreudig. So statteten sie ihre Paddelboote mit Hilfsbesegelung aus und nahmen auch an Segelregatten teil.
Bild 1 Hochbordiges Kanu auf der Wilsterau (ca. 1924)
Bilder 2 bis 4 Fahrt zur Elbinsel Krautsand (1928)
Bild 3 zeigt Heinrich von Holdt in seinem Camp.

Bildrechte: unbekannt

01 Paddelboot - das erste in Wilster gebaute Sportboot b

1927 Wilsteraner Paddler auf der Wilsterau
1927 Touren Wilsteraner Paddler auf Elbe und Stör
1927 Touren Wilsteraner Paddler auf Elbe und Stör
1934 Wilsteraner Paddler auf der Wilsterau am Rosengarten

Das 1924 durch den Tischlerlehrling Heinrich von Holdt erbaute Paddelboot löste in Wilster ein großes Interesse am Wassersport aus.
Der Wassersportverein Wilster wurde 1926 von den Jugendlichen Heinrich von Holdt, Karl Huusfeldt, Oswald Bruhn und Willi Kuhrt gegründet; er bestand bis 1930. Zu der Zeit befand sich Heinrich von Holdt als Tischlergeselle auf seiner zünftigen Wanderschaft, die ihn durch ganz Deutschland führte.
Einige Paddler - so wie auch Wilsteraner Segler - schlossen sich der Seglervereinigung Glückstadt an. Als 1932 die Segler-Vereinigung Wilster gegründet wurde, fanden auch die Paddler mit einer eigenen Kanu-Gruppe zu diesem Verein. Das Domizil der Paddler lag an der Landrechter Brücke.
Bild 1 zeigt einen Paddler auf der Wilsterau im Jahre 1927
Bild 2 Paddler mit ihren Kanus mit Hilfsbesegelung treffen sich am 28.08.1927 zur Teilnahme an der vor Glückstadt auf der Elbe stattfindenden Segel-Regatta.
Bild 3 Kanu mit Segel bei der Segelregatta am 28.08.1927 auf der Elbe
Bild 4 Die Boote wurden immer ausgereifter; hier (1934) schaut der spätere Textil-Kaufmann Heino Looft von seinem damaligen Elternhaus aus Freunden zu, die auf der Wilsterau am Rosengarten ihr Kanu vorführen.
Die Wilsteraner Kanuten waren ab 1932 der in dem 1932 gegründeten Segler-Vereinigung Wilster als Kanu-Gruppe angeschlossen; ab 1936 als selbständige Gruppe innerhalb des Vereins. Im Jahre 1951 gründeten die Kanuten einen eigenständigen Verein; ihr Stander mit den Farben grün, weiß, rot erinnert an die lange Zeit der engen Verbundenheit mit den Seglern.
Die Kanu-Gruppe Wilster hat eine eigene Netz-Seite.

Bildrechte: nicht bekannt

02 Törns und Aktivitäten Wilsteraner Segler a

ca. 1928 Wilsteraner Segler im Kaiser-Wilhelm-Kanal in Brunsbüttel (damaliges Brunsbüttelkoog)
1931 Wilsteraner Segler auf der Elbe im Hamburger Hafen vor dem Lotsenhaus Seemannshöft
1936 Wilsteraner Segler Heinrich von Holdt
Wassersportflagge - zwangsverordnet in der Zeit der Nazi Diktatur in den Jahren 1936 bis 1945

Törns und Aktivitäten Wilsteraner Segler
Die Begeisterung für den Wassersport setzte in Wilster ab den 1920er Jahren ein. Die Törns der Segler führten ihre Boote über Stör und Elbe von Hamburg bis in die Elbemündung und bis nach Helgoland sowie in und durch den Kaiser-Wilhelm-Kanal bis in die Kieler Förde und in die Ostsee.
Anmerkung: Nach dem II. Weltkrieg diente die Insel Helgoland nach dem seitens der Briten vorgenommenen Versuch ihrer völligen Zerstörung diesen als Bombenabwurfplatz. Eine durch deutsche Studenten ab Dezember 1950 vorgenommene kurzzeitige Besetzung der Insel endete nach 14 Tagen, löste jedoch
Initiativen zur Rettung Helgolands aus; die Briten gaben am 1. März 1952 Helgoland an Deutschland zurück.
Im Juni 1951 nutzte der Wilsteraner Segler Heinrich von Holdt einen der regelmäßigen vom Bombardement freien Tage, um Helgoland mit seiner in dem Jahr fertiggestellten Segeljacht ANKE I aufzusuchen und von seinem "Ausflug" einen Helgoländer Sandstein mit heim zu bringen. Seine Aktion blieb zu seinem Glück seitens der Briten ohne Konsequenzen.
Bild 1: Wilsteraner Segler Im Kaiser-Wilhelm-Kanal vor den Schleusen in Brunsbüttel, dem damaligen Brunsbüttelkoog.
Bild 2: 1931 Der Wilsteraner Segler Heinrich von Holdt mit seiner Jacht FIDJE und in Begleitung seiner Schwestern Annemarie und Frieda (Fidje) vor dem Lotsenhaus Seemannshöft im Hamburger Hafen.
Bild 3: 1936 Heinrich von Holdt mit seiner Jacht FIDJE auf der Elbe. Die Jacht führt am Heck die zur Zeit der Nationalsozialistischen Diktatur zwangsverordnete Wassersportflagge; diese musste in den Jahren von 1936 bis 1945 geführt werden.
Die Flagge (vgl. Bild 4) zeigt auf rotem Tuch auf einen schwarzen, weiß gesäumten, klaren Anker aufgelegt eine weiße Kreisscheibe mit dem Hakenkreuz.

Bildrechte
Fotos 1 - 3: nicht bekannt; Privatfotos
Abbildung 4: Wikipedia

02 Törns und Aktivitäten Wilsteraner Segler b

1938 Heinrich von Holdt aus Wilster bei der eigenhändigen Reparatur eines Segels
1932 Segleralltag - Trinkwasser aufbewahrt in der Korbflasche; Unrat wird dem nassen Element übergeben.
1938 Aufnähen eines Segelkennzeichens
1934 Heinrich und Annemarie von Holdt aus Wilster auf einem Segeltörn

Törns und Aktivitäten Wilsteraner Segler.
Die Begeisterung für den Wassersport setzte in Wilster ab den 1920er Jahren ein.
In den ersten Jahrzehnten waren hinsichtlich der Ausstattung der Boote die Möglichkeiten noch überaus bescheiden - und die Segler waren dieses bezüglich ihrer Ansprüche gleichermaßen.
Bild 1: ca. 1938 Heinrich von Holdt bei der eigenhändigen Reparatur eines Segels.
Der ihn dabei beobachtende Junge trägt eine Pudelmütze in den Farben weiß, rot und grün, den Farben der SVW. Eine derartige Pudelmütze hatten seinerzeit alle damaligen Segler der Seglervereinigung Wilster.
Bild 2: ca. 1932 Bordleben. Das Trinkwasser wurde im Demion - einer Korbflasche - aufbewahrt. Schiet wurde anstandslos mit der Pütz dem nassen Element übergeben.
Bild 3: Aufnähen des Segelkennzeichens
Bild 4: 1934 Heinrich und Annemarie von Holdt aus Wilster auf einem Segeltörn

03 Regatta um das Blaue Band der Stör

1951 Start der Regatta um das Blaue Band der Stör
1951 Start der Regatta um das Blaue Band der Stör
ca. 1955 Regatta um das Blaue Band der Stör
ca. 1955 Regatta um das Blaue Band der Stör

Regatta um das Blaue Band der Stör.
Seit sieben Jahrzehnten segeln an der Stör beheimatete Segler die Regatta um das Blaue Band der Stör aus. Gehörten ursprünglich nur Boote der SVW (Seglervereinigung Wilster) und der SVI (Seglervereinigung Itzehoe) dazu, sind dieses seit vielen Jahren auch solche des SVB (Seglerverein Beidenfleth) und des NB (Neuenkirchener Bootsclub).
Allerdings war in früheren Jahren für alle in den Vereinen organisierten Segler die Teilnahme an der Regatta eine selbstverständliche Ehrensache.
Gesegelt wird in unterschiedlichen Klassen, wobei die wichtigste Wertung das "Blaue Band der Stör" (Schnellster nach gesegelter Zeit) ist sowie gegenwärtig auch das "Grüne Band der Stör" (Schnellster nach berechneter Zeit).
Die Stör ist für eine derartige Veranstaltung ein ganz besonderes und auch ideales Segelrevier. Die vielen Windungen der Stör sorgen dafür, daß der Wind nicht immer aus einer Richtung kommt und so die Segler in besonderer Weise gefordert sind.
Gestartet wird am Kasenort, von wo die etwa 15 km lange Strecke bis Wewelsfleth führt und wofür je nach Windverhältnissen und Bootstyp eine Segelzeit von 1 bis 2 Stunden benötigt wird. Nach einer Ruhepause wird die Strecke dann in umgekehrter Richtung zurück gesegelt. Die jeweilig benötigten Zeiten für beide Strecken werden addiert.
Bild 1: Im Jahr 1951 bereiten sich Segler auf der Stör am Kasenort vor der Startlinie auf den Beginn der Regatta vor. Im Vordergrund die JOHANNA von Albert Bergner. Links davon (mit zu kleinem Segel, denn der Neuanfang nach der Währungsreform hatte eine Neuanschaffung noch nicht möglich gemacht) die ANKE I von Heinrich von Holdt.
Bild 2: Zuschauer beobachten von der Kasenorter Schleuse aus den Start der Regatta.
Bilder 3 und 4: Segler auf der Regattastrecke

Bildrechte: nicht bekannt; Privatfotos

1921 Tourenkreuzer MAVIC - erbaut auf der Störwerft Wewelsfleth

1921 Tourenkreuzer MAVIC - erbaut auf der Störwerft Wewelsfleth
Segelkutter FRITZ LEXOW

1921 Tourenkreuzer MAVIC - erbaut auf der Störwerft Wewelsfleth
Der Segelkutter MAVIC ist baugleich mit der "FRITZ LEXOW", welche als Nachbau des königlichen Dienstfahrzeugs Kutter "JUIST" heute ihren Heimathafen in der Schleuse Kasenort hat und dort als Zeugnis alter Handwerkskunst bewundert werden kann; sh. dazu auch die Beschreibung (Bild 3 - kann unten als pdf-Datei aufgerufen werden).
Die MAVIC war unter der Baunummer No. 260 als See-Tourenkreuzer mit Hilfsmotor von der damaligen Störwerft und Maschinenfabrik Friedrich Sternemann & Co. in Wewelsfleth im Jahr 1921 erbaut worden.
Die Störwerft und Maschinenfabrik Friedrich Sternemann Co. in Wewelsfleth gehörte zu den Vorgängerbetrieben der heutigen Peters Werft. Nachdem der Schiffbaumeister Jürgen Peters 1871 die Werft von Hans Stelling übernommen und den Betrieb in den folgenden Jahrzehnten zu einem erfolgreichen Unternehmen entwickelt hatte, vernichtete im Jahr 1906 ein Großfeuer nahezu die gesamte Werft. Danach wurde sie mehrfach kurzzeitig von unterschiedlichen Eigentümern geführt, bis sie 1919 von dem Hamburger Unternehmen Friedrich Sternemann & Co. erworben und mit der benachbarten Junge-Werft zur Störwerft zusammengefaßt wurde. Diese bestand bis zu ihrem Konkurs im Jahr 1927; danach ruhte der Betrieb bis 1938.

Bildrechte: Störwerft und Maschinenfabrik Friedrich Sternemann & Co., Wewelsfleth
Anmerkung: Die Ansichtskarte sowie das Informationsblatt wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Ingeburg und Thomas Wulff, Wilster

Hier finden Sie noch weitere Informationen (als Datei)

1926 Sportboote auf der Wilsterau am Brook

1926 Sportboote auf der Wilsterau am Brook in der Stadt Wilster

ca. 1926 Sportboote auf der Wilsterau am Brook
Bevor die Seglervereinigung Wilster gegründet wurde
- sie war von Heinrich von Holdt, ihrem langjährigen Vorsitzenden, mit initiiert und am 16.01. Januar 1932 in der Gaststätte „Goldener Anker“- von Heinrich Krumm - [Bei der Schott-Brücke] gegründet worden -
waren die Wilsteraner Segler Mitglied in der Seglervereinigung Glückstadt. Hieraus erhellt auch, daß auf dem Foto die Boote am Heck als ihren Verein noch die SVG (Seglervereinigung Glückstadt) und nicht die SVW (Seglervereinigung Wilster) ausgeben.
Im Hintergrund hinter den Bäumen sind die Gebäude des Steinmetzbetriebes von Albert Stechemesser an der Straße Allee erkennbar.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

1926 Treffen der Segler auf der Wilsterau am Brook

1926 Treffen der Segler auf der Wilsterau am Brook

ca. 1926 Treffen der Segler am Brook
Sportboote auf der Wilsterau am Brook
Der Anlaß des Treffens der Segler ist nicht bekannt; vermutlich steht er im Zusammenhang mit der 1926 erfolgten Gründung des "Wassersportverein Wilster", der jedoch nur wenige Jahre Bestand hatte. Neben Heinrich von Holdt gehörten Karl Huusfeld, Oswald Bruhn und Willi Kuhrt zu den Gründungsmitgliedern. Heinrich von Holdt begab sich als junger Tischlergeselle auf die damals obligatorische Wanderschaft, die ihn durch viele Regionen Deutschlands führte. Der "Wassersportverein Wilster" jedoch löste sich nach wenigen Jahren wieder auf und einige der Wilsteraner Segler schlossen sich der Seglervereinigung Glückstadt an.
Im Jahr 1932 wurde dann die heute noch bestehende Seglervereinigung Wilster gegründet. Sie war von Heinrich von Holdt, ihrem langjährigen Vorsitzenden, mit initiiert und am 16.01. Januar 1932 in der Gaststätte „Goldener Anker“- von Heinrich Krumm - [Bei der Schott-Brücke] gegründet worden.
Im Hintergrund hinter den Bäumen sind die Gebäude des Steinmetzbetriebes von Albert Stechemesser an der Straße Allee erkennbar.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

1930 Kanuten auf der Wilsterau

1930 Kanuten auf der Wilsterau im Bereich Oberstenwehr

ca. 1930 Kanuten auf der Wilsterau
Mit der Schleswig-Holstein Flagge am Heck ist ein junges Paar mit seinem Paddelboot auf der Wilsterau - vermutlich im Bereich Stadtmoor / Oberstenwehr - auf Tour.
Wer mehr weiß, wird um freundliche Konkretisierung gebeten!
Auf der schiffbaren Wilsterau, welche vor einem Jahrhundert noch von kleinen Frachtschiffen befahren wurde, haben heute nur noch die Kanuten ein überaus idyllisches Revier. Gegenwärtig kann man in Achterhörn sogar für kleine Törns auf der Wilsterau Kanus mieten

Bildrechte: nicht bekannt
Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Rudolf Böckmann, Burg in Dithmarschen

1930 Sportboote an ihrem Liegeplatz auf der Wilsterau am Brook

an ihrem Liegeplatz
1930 Sportboot an seinem Liegeplatz auf der Wilsterau am Brook in Wilster
1930 Sportboote im Glückstädter Hafen
1930 Wilsterau zwischen Wilster und dem Kasenort

1930 Sportboote an ihrem Liegeplatz auf der Wilsterau am Brook.
Bereits bevor im Jahr 1932 die SVW Seglervereinigung Wilster gegründet wurde, waren in Wilster mehrere Segler mit eigenen Sportbooten aktiv. Ein 1926 gegründeter Wassersportverein bestand nur bis 1930; viele seiner vormaligen Mitglieder wurden danach Mitglied in der Seglervereinigung Glückstadt, deren Farben grün weiß rot die 1932 gegründete SVW in ihren Stander übernahm.
Nur einige Wilsteraner Segler hatten ihre Boote zeitweilig im Glückstädter Hafen liegen (Bild 3), die Mehrzahl der Boote lag seinerzeit in der Wilsterau am Brook (Bilder 1 und 2).
Aus diesem Grunde mußten die Boote vor den auf Stör und Elbe durchgeführten Touren zunächst über die Wilsterau (Bild 4) zur Schleuse am Kasenort verholt werden. In der Folge wurde deshalb von den Wilsteraner Seglern am Kasenort eine Schlengelanlage im Außentief der Großen Feldwettern eingerichtet.

Bildrechte: Heinrich von Holdt, Wilster

1932 Bootstransport am Rosengarten und der Neustadt

1932 Bootstransport am Rosengarten und der Neustadt in Wilster
1932 Bootstransport am Rosengarten und der Neustadt in Wilster
1932 Bootstransport am Rosengarten und der Neustadt in Wilster

1932 Bootstransport am Rosengarten und der Neustadt
Am Rosengarten, dem alten Hafen der Stadt Wilster, wird mittels des dort vorhandenen Krans eine geklinkerte Segeljacht aus dem Wasser an Land geholt. Der Kran wurde in den 1950er Jahren leider beseitigt.
Das ehemalige Rettungsboot war zuvor von dem späteren Wilsteraner Tischlermeister und Bootsbauer Heinrich von Holdt zu einer Segeljacht umgebaut worden. Auf einem provisorischen Bootswagen wird das Boot durch die Neustadt zu seinem Winterlager transportiert.
Bild 3 zeigt den Zugang vom Rosengarten zur Neustadt
Die Häuserzeile in der Neustadt fiel in den 1960er Jahren der Stadtsanierung zum Opfer

Bildrechte: nicht bekannt

1932 Mitglieder der Seglervereinigung Wilster bei einer Ausflugstour auf der Elbe

1932 Mitglieder der Seglervereinigung Wilster bei einer Ausflugstour auf der Elbe
Stander der Seglervereinigung Wilster

1932 Mitglieder der SVW bei einer Ausflugstour auf der Elbe
Nachdem die Seglervereinigung Wilster SVW am 16.01. Januar 1932 in der Gaststätte „Goldener Anker“- von Heinrich Krumm - [Bei der Schott-Brücke] gegründet worden war, unternahmen ihre Mitglieder viele gemeinsame Aktivitäten. So wurde u.a. mit dem Motorschiff KÄTHE ein gemeinsamer Besuch bei den Seglerkameraden in Glückstadt unternommen, in deren Seglervereinigung viele der Wilsteraner Segler zuvor einige Jahre Mitglied gewesen waren. Der gleichfalls wie der Glückstädter Stander die Farben grün weiß rot zeigende Wilsteraner Stander erinnert hieran. Eine große Ausfertigung ihres Standers begleitete die Wilsteraner, welche sie mit der KÄTHE offenbar auf der Elbe vor Glückstadt zeigt.

Bildrechte: Heinrich von Holdt, Wilster

1933 Sportboote auf der Wilsterau am Helgenland

1933 Sportboote auf der Wilsterau am Helgenland in der Stadt Wilster

1933 Sportboote auf der Wilsterau am Helgenland
Blick von der Fußgängerbrücke am Rosengarten nach Norden auf den Stadtarm der Wilsterau und seine Einmündung in den Hauptarm.
Links liegt das zu der Zeit zum Grundstück der Kohlenhandlung Martin Krumm gehörende Helgenland, auf dem früher die wilsteraner Werften betrieben wurden.
Das Ufer links ist besetzt mit Kopfweiden,
rechts sind die Rückseiten der Häuser an der mittleren Deichstraße zu erkennen; das Gebäude im Vordergrund ist der Speicher der Eisenwaren- und Kolonialwarenhandlung von Hans Kloppenburg an der Wende. Offenbar wurde die Uferwand des Gebäudes kurz zuvor erneuert, so wie auch der rechts davor vorhanden gewesene ehemalige Speicher der Gaststätte "Zur Wende" beseitigt und dort gleichfalls die Uferwand erneuert wurde.
Das Foto verdeutlicht, daß der Segelsport in Wilster Einzug gehalten hat (Die Segler-Vereinigung Wilster wurde 1932 gegründet), denn in Höhe des Hauses des Tischlermeisters Paul Schulz (heute Stitterich) liegt eine kleine Segeljacht. Alfred Stitterich, der Ehemann der Tochter Wilma, gehörte zu den Gründungsmitgliedern der SVW.

Bildrechte: Verlag Hans Andres, Hamburg
Anmerkung: So anerkennenswert es ist, dass der historische Stadtarm der Wilsterau im betrachteten Bereich erhalten blieb, um so unverständlicher ist es, dass die Stadt Wilster den heute von den angrenzenden Ufergrundstücken weit in das Gewässerprofil hinein reichenden Gehölzbewuchs nicht drastisch zurückschneiden läßt!
Die Aufstellung einer kleinen Informationstafel am Rosengarten mit Hinweisen auf die für die Geschichte der Stadt sehr bedeutsame historische Funktion dieses Flussabschnittes als Wasserstraße und Hafen jedenfalls bleibt unzureichend, wenn nicht zugleich für interessierte Besucher die ehemalige Situation optisch erlebbar gemacht wird!

1934 Hafen und Segelrevier der Wilsteraner Segler am Kasenort

1934 Hafen der Wilsteraner Segler am Kasenort
1934 Revier der Wilsteraner Segler auf der Stör am Kasenort
1934 Revier der Wilsteraner Segler auf der Stör am Kasenort
1934 Revier der Wilsteraner Segler auf der Stör am Kasenort

1934 Hafen und Segelrevier der Wilsteraner Segler am Kasenort
Bevor die Seglervereinigung Wilster im Jahr 1932 gegründet wurde, waren die Wilsteraner Segler Mitglied in der Seglervereinigung Glückstadt. Ihre Fahrzeuge allerdings lagen nicht im Glückstädter Hafen sondern zumeist in der Wilsterau am Brook in Wilster. Wegen der vor jedem Törn sich ergebenden Notwendigkeit einer Durchschleusung am Kasenort, verholten einige Segler bald ihre Boote in das Außentief der Großen Feldwettern (Bild 1).
Angesichts der gegenüber heutigen Zeiten deutlich geringeren Freizeit war es den Seglern so möglich, von dort aus zu kurzen Touren aufzubrechen. Weil die Boote über keine Hilfsmaschine verfügten und die Tiden für weiter führende Unternehmungen häufig ungünstig waren, musste manchmal das sonntägliche Unternehmen weitgehend auf die Stör begrenzt bleiben.

Bildrechte: Annemarie von Holdt, Wilster

1935 Wilsterau am Helgenland, Frachtschiffe, Fischer-Kähne, Sportboote

1935 Wilsterau am Helgenland, Frachtschiffe, Fischer-Kähne, Sportboote

1935 Wilsterau am Helgenland, Frachtschiffe, Fischer-Kähne, Sportboote
Noch mit einem seiner ursprünglichen Funktion als Wasserweg gerecht werdenden relativ breiten Wasserspiegel präsentiert sich die Wilsterau am Helgenland.
Rechts sind die Rückseiten der an der Deichstraße stehenden Häuser zu sehen.
Kleine Fracht-Ewer sowie ein Fischerkahn und zwei Sportboote haben am Ufer festgemacht.
In späterer Zeit wurde leider die Breite des Gewässers und somit seine Wasserfläche durch mehrere wasserrechtlich unzulässige Eingriffe erheblich eingeengt. Im Rahmen von Unterhaltungsarbeiten an der linksseitigen Uferbefestigung wurde das Ufer immer weiter in das ursprüngliche Gewässerprofil hinein verlegt - hierfür wären vorherige wasserrechtliche Verfahren erforderlich gewesen.

Bildrechte: nicht bekannt

1949 Kielschwert Kreuzer TORDALK an der Wilsterau am Großen Brook

1949 Kielschwert Kreuzer TORDALK an der Wilsterau am Großen Brook

1949 Kielschwert Kreuzer TORDALK an der Wilsterau am Großen Brook
Nachdem der in der Folge des II. Weltkrieges zum Erliegen gekommene Segelsport von den Mitgliedern der Seglervereinigung Wilster wieder aufgenommen worden war, konnte der Verein im Jahr 1949 insgesamt vier neue Boote unter seinem Stander registrieren.
Zu diesen Booten gehörte die "Tordalk", ein Kielschwerter. Eigner war Hans Suck, Leiter der Stadtwerke Wilster.
Das Foto zeigt die TORDALK nach dem Aufslippen aus der Wilsterau am Großen Brook.
Neben einigen Zuschauern und mehreren Helfern sind in Bildmitte zu erkennen: Heinrich von Holdt (mit Mütze und eine kurze Pfeife rauchend); rechts von ihm der Eigner Hans Suck sowie links von ihm der Tiefbauunternehmer Detlef Kruse.
Die weiteren für die SVW registrierten Boote waren:
"Susewind", ein Kielschwerter, Eigner Detlef Kruse, Wilster
"Schnucki", eine Sharpie Jolle, Eigner Peter Horn, Wilster
"Johanna", ein Kielschwerter, Eigner Albert Bergner, Lockstedt.
Jenseits der Wilsterau ist das seinerzeit "Landarmenhaus" genannte Gebäude zu erkennen, in welchem Sozialwohnungen bestanden.

Bildrechte: nicht bekannt

1949 Werft im Möbelladen in der Deichstraße a

1949 Werft im Möbelladen Heinrich von Holdt in der Deichstraße in der Stadt Wilster
1949 Werft im Möbelladen Heinrich von Holdt in der Deichstraße in der Stadt Wilster
1949 Werft im Möbelladen Heinrich von Holdt in der Deichstraße in der Stadt Wilster
1949 Transport der im Möbelladen Heinrich von Holdt in der Deichstraße in der Stadt Wilster erbauten JOHANNA durch die Deichstraße und die Straße Landrecht

1949 Möbelladen in der Deichstraße zur Werft umfunktioniert.
Kompliziertes "Ausdocken" der Segeljacht JOHANNA.
Der Wilsteraner Tischlermeister Heinrich von Holdt erbaute im Jahre 1949 in dem zu der Zeit leer stehenden Möbelladen im Hause Deichstraße 18 eine große Segeljacht für Albert Bergner; dieser war Revierförster im Schierenwald bei Lockstedt.
Viele fleißige Seglerkameraden und Nachbarn halfen unter den wachsamen Augen eines Polizisten beim "Ausdocken" der JOHANNA.
Bild 3 zeigt im Vordergrund vor dem Bug der Jacht den Erbauer Heinrich von Holdt, der sorgsam die Arbeit leitete, damit Schiff und Haus keinen Schaden nahmen.
Die Jacht, ein Kielschwert Kreuzer, wurde auf einem Bootswagen durch die Deichstraße zum Landrecht gezogen, wo sie in rustikaler Art zu Wasser gelassen wurde.
Zum Zwecke des Innenausbaues machte sie danach am Rosengarten hinter der Tischlerwerkstatt von Holdt fest, wo noch andere Segeljachten fertig gestellt wurden.
Der gesamte Bericht zu dem Vorgang findet sich unter: Werft im Möbelladen

Bildrechte: Heinz Sinn, Wilster

1949 Werft im Möbelladen in der Deichstraße b

1949 Transport Kielschwertkreuzer JOHANNA, erbaut im Möbelladen Heinrich von Holdt in der Deichstraße in der Stadt Wilster
1949 Taufe Kielschwertkreuzer JOHANNA, erbaut im Möbelladen Heinrich von Holdt in der Deichstraße in der Stadt Wilster
1949 Stapellauf Kielschwertkreuzer JOHANNA, erbaut im Möbelladen Heinrich von Holdt in der Deichstraße in der Stadt Wilster
1949 Wilsterau am Rosengarten, Kielschwertkreuzer JOHANNA, erbaut im Möbelladen Heinrich von Holdt in der Deichstraße in der Stadt Wilster

1949 Möbelladen in der Deichstraße zur Werft umfunktioniert.
Der Wilsteraner Tischlermeister Heinrich von Holdt erbaute im Jahre 1949 in dem zu der Zeit leer stehenden Möbelladen im Hause Deichstraße 18 eine große Segeljacht für Albert Bergner; dieser war Revierförster im Schierenwald bei Lockstedt.
Die Jacht wurde auf einem Bootswagen durch die Deichstraße zum Landrecht gezogen, wo sie getauft und danach in rustikaler Art zu Wasser gelassen wurde.
Auf Bild 1 sind einige der fleißigen Helfer zu erkennen, von denen einige namentlich genannt werden können. In Bildmitte sich abwendend Heino Looft (Textilhändler in Wilster), links (mit Hut) Rolf Hencke (Tabakwarenhändler), hinter ihm (mit Mütze) Oswald Bruhn (Kolonialwarenhändler), mit der Hand am Bug der Jacht Heinrich Horn (Fischhändler), rechts mit der Schulter die Segeljacht stützend Ferdinand Büttner (Malermeister), hinter diesem Hans Suck (Leiter der Stadtwerke Wilster).
Bild 2 zeigt den Sektkuss bei der Taufe der JOHANNA, wobei Ferdinand Büttner der Taufpatin Johanna Bergner, Tochter des Eigners, behilflich ist.
Zu den interessierten Zuschauern zählt auch der Begründer dieser Heimatseite, welcher als kleiner Junge auf dem Arm seines Vater Heinrich von Holdt neugierig das Geschehen verfolgt; neben ihm seine Mutter Annemarie von Holdt.
Zum Zwecke des Innenausbaues machte die JOHANNA nach geglücktem Stapellauf am Rosengarten hinter der Tischlerwerkstatt Heinrich von Holdt fest, wo noch andere Segeljachten fertig gestellt wurden.
Der gesamte Bericht zu dem Vorgang findet sich unter: Werft im Möbelladen

Bildrechte: Heinz Sinn, Wilster

1950 Wilsteraner Segler - am Brook - Kasenort Bau der Schlengelanlage

1950 Wilsteraner Segler an der Wilsterau am Brook. (von links): Hans Suck, Werkleiter der Stadtwerke Wilster, Detlef Kruse, Tiefbauunternehmer, Heinrich von Holdt, Tischlermeister und seinerzeitiger Vorsitzender der SVW
Segler am Kasenort - Bau einer Schlengelanlage

1950 Wilsteraner Segler am Brook und Bau einer Schlengelanlage am Kasenort
Nachdem der in der Folge des Krieges zum Erliegen gekommene Segelsport von den Mitgliedern der Seglervereinigung Wilster wieder aufgenommen worden war, konnte der Verein im Jahr 1949 insgesamt vier neue Boote unter seinem Stander registrieren. Dieses waren die
"Susewind", ein Kielschwerter, Eigner Detlef Kruse, Wilster
"Tordalk", ein Kielschwerter, Eigner Hans Suck, Wilster
"Schnucki", eine Sharpie Jolle, Eigner Peter Horn, Wilster
"Johanna", ein Kielschwerter, Eigner Albert Bergner, Lockstedt.
Bild 1 zeigt die Segler (von links): Hans Suck ( Werkleiter der Stadtwerke Wilster), Detlef Kruse (Tiefbauunternehmer), Heinrich von Holdt (Tischlermeister und seinerzeitiger Vorsitzender der SVW).
Die größer gewordene Flotte hatte zur Folge, dass von den Seglern am Brook in Eigenarbeit ein Winterlager für die Boote geschaffen wurde und am Kasenort eine neue Schlengelanlage im Außentief der Großen Feldwettern gebaut wurde.
Bild 2 zeigt mehrere Vereinsmitglieder beim Einrammen von Pfählen. Während Heinrich Horn (mit dem Rücken zum Betrachter) den lotrechten Stand des Pfahles prüft, arbeiten Oswald Bruhn (oben links) und ein weiterer Seglerkamerad mit dem eigenen Körpergewicht und einer Handramme, um den Pfahl in den Boden zu treiben. Rechts sichern Dieter Suck und Hobe Hein mit ihrem Körpergewicht den Sitz jeweils einer der einseitig an den Pfahl gehängten und als Standfläche dienenden Streben ab.

Bildrechte: nicht bekannt

1952 JUMBO - Segeljacht auf der Wilsterau am Rosengarten

1952 JUMBO - Segeljacht auf der Wilsterau am Rosengarten

1952 JUMBO - Segeljacht auf der Wilsterau am Rosengarten
Heino Looft, der Sohn des Textilwarenhändlers Hermann Looft, hatte früh seine Leidenschaft für den Segelsport entdeckt. Mit ursächlich dafür war sicherlich der Umstand, dass sein Nachbar, der Tischlermeister und Bootsbauer Heinrich von Holdt, ein passionierter Segelsportler war. Das Gebäude der Tischlerei steht links unmittelbar an der Wilsterau.
Heino Looft erwarb für sich die kleine Segeljacht JUMBO. Das Foto zeigt das Boot auf der Wilsterau am Rosengarten angelegt an der Ufermauer des elterlichen Grundstückes mit aufgezogenen Segeln.
Käthe Looft, Mutter des Eigners, beobachtet vom Ufer aus ihren auf dem Boot spielenden Enkel.
Hermann und Käthe Looft betrieben seinerzeit im Gebäude Deichstraße 17 ein Textilwarengeschäft. Mitte der 1950er Jahre erwarben sie das Haus Nr. 4 in der oberen Deichstraße und ließen es für ihre Zwecke - Ladengeschäft und Wohnung - umbauen. Ihre Nachkommen und Nachfolger betreiben das immer wieder modernisierte Haus bis heute - gegenwärtig (2017) unter dem Namen Petra Looft Mode.

Bildrechte: nicht bekannt

1953 Werftbetrieb für Sportboote - Wilsterau am Rosengarten

1953 Werftbetrieb für Sportboote - Wilsterau am Rosengarten in der Stadt Wilster4

1953 Werftbetrieb am Rosengarten
Am Rosengarten, dem alten Hafen der Stadt Wilster, liegen in der Wilsterau neben der unmittelbar an dem Gewässer stehenden Werkstatt des Wilsteraner Tischlermeisters und Bootsbauers Heinrich von Holdt zwei Sportboote, deren Innenausbau dort vorgenommen wird.
Über einen Zeitraum von zwei Jahrzehnten herrschte wieder Bootsbetrieb an Wilsters altem Hafen. Die Fußgängerbrücke bildet – wie heute noch - die Verbindung vom Rosengarten zur Deichstraße.

Bildrechte: Nicht bekannt

1955 Hafen der Wilsteraner Segler am Kasenort

1955 Hafen der Wilsteraner Segler am Kasenort

1955 Hafen der Seglervereinigung Wilster
Noch recht bescheiden stellt sich die Flotte der Wilsteraner Segler dar, welche im Außentief der Feldwettern am Kasenort ihr Sommerquartier gefunden hat.
Insbesondere die Einfachheit der Schlengel-Anlage und des Steges sind auffallend.
Im Vordergrund liegt der Kielschwerter JOHANNA von Albert Bergner;
der schnittige Jollenkreuzer dahinter ist die ANKE II von Heinrich von Holdt, welcher beide Yachten erbaute.

Bildrechte: nicht bekannt
Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Gerd Heutmann, Nutteln

1962 Der letzte Stapellauf auf dem Helgenland, der Kielschwerter Anke III

1962 Der letzte Stapellauf auf dem Helgenland in Wilster, der Kielschwerter Anke III
1962 Der letzte Stapellauf auf dem Helgenland in Wilster, der Kielschwerter Anke III
1962 Der letzte Stapellauf auf dem Helgenland in Wilster, der Kielschwerter Anke III
1962 Kielschwerter Anke III am Kasenort

Der 20. Juli 1962 war für den historischen Werftplatz der Stadt Wilster, deas zwischen den beiden Armen der Wilsterau gelegene Helgenland, ein besonderes Datum, denn es erfolgte der letzte Stapellauf an diesem Ort.
Die von dem Tischlermeister Heinrich von Holdt erbaute hölzerne Segeljacht Anke III wurde dem nassen Element übergeben - das Ende einer Epoche, und der Himmel weinte dazu (Bild 1), doch die schöne Jacht schwamm.
Bei strömendem Regen sichert Peter von Holdt, Sohn des Erbauers der Jacht, vom Beiboot aus die aufgeschwommenen Pallhölzer (Bild 2).
Nach dem glücklich erfolgten Stapellauf wird die Anke II im alten Auarm neben dem Bootsschuppen festgemacht (Bild 3).
Ihren endgültigen Liegeplatz für die nächsten Jahre fand die Anke III am Kasenort im Hafen der Wilsteraner Segler (Bild 4).
An Bord sind hier von links: Peter J. von Holdt; Heinrich Stitterich , Heinrich von Holdt.

Bildrechte: Richard Peters (Bild 2 und 3)
Annemarie von Holdt (Bild 1 und 4)

1962 Segelboote der Wilsteraner Segler in der Schleuse am Kasenort

1962 Segelboote der Wilsteraner Segler in der Schleuse am Kasenort

ca. 1962 Segelboote in der Schleuse
Blick von der Klappbrücke der Wilsterau-Schleuse am Kasenort in die Schleusenkammer.
Boote der Segler der Segler-Vereinigung Wilster haben sich nach der langen Winterpause zum Ausschleusen in der langgestreckten Schleusenkammer eingefunden.
Im Hintergrund ist das Oberhaupt der Schleuse mit noch geöffnetem Tor erkennbar.

Bildrechte: Gerd Heutmann, Nutteln

1963 Lampion-Fahrt auf der Wilsterau

1963 Lampion-Fahrt auf der Wilsterau

Lampion-Fahrt auf der Wilsterau zwischen Kasenort und Brook.
Über viele Jahre bildete die Lampion-Fahrt der Segler auf der Wilsterau einen gesellschaftlichen Höhepunkt im Jahresverlauf der Wassersportler.
Die Jachten der Wilsteraner Segler und aus befreundeten Vereinen drängten sich wie die Sardinen in der Kammer der Schleuse am Kasenort.
Die Boote wurden über die Toppen mit unzähligen bunten Lampions geschmückt.
Mit beginnender Dämmerung wurden die Wachskerzen der Laternen entzündet und es setzte sich in Gruppen ein Konvoi auf der Wilsterau Richtung Brook-Hafen in Bewegung.
Für die Teilnehmer der Fahrt und für die nach Tausenden zählenden Zuschauer auf den begleitenden Staßen auf der Kathener und Bischofer Seite bot sich ein märchenhafter Anblick. In sehr langsamer Fahrt zogen die Jachten - und dazwischen die nicht minder bunt geschmückten Boote der Kanuten - durch die dunkle Nacht. Das bunte Licht der Lampions wurde im Wasser der Wilsterau widergespiegelt - beeindruckend und einfach zauberhaft!
Leider setzte der bauliche Zustand des Oberhauptes der Kasenorter Schleuse sowie der Bau der Umgehungsstraßenbrücke (B 5) der jährlichen Durchführung der wunderschönen Veranstaltung ein Ende - sie wurde von den Seglern auch nach Sanierung der Schleuse nicht wieder aufgenommen. Die letzte Lampionfahrt unter Beteiligung der Segler wurde am 15. September 1973 durchgeführt - gut einen Monat nach dem Tode von Heinrich von Holdt, einem der Initiatoren dieser faszinierenden Veranstaltung.
Den Wilsteranern Kanuten ist es im Rahmen ihrer Möglichkeiten vorbehalten, die schöne Tradition zu bewahren. Die Paddler waren es auch, welche zuerst mit der Lampion-Fahrt begonnen hatten, indem sie von ihrem damaligen Bootshaus in Landrecht mit ihren illuminierten Kanus zum Brook fuhren; ab 1933 fuhren von hier aus die Segler mit ihren gleichfalls mit Lampions geschmückten Booten mit den Kanuten gemeinsam weiter zum Kasenort. Später wurde der Start der Veranstaltung zum Kasenort verlegt, von wo aus die Fahrt zum Brook führte.

Bildrechte: nicht bekannt

1964 ARKONA und JOHANNA in der Kammer der Schleuse der Wilsterau am Kasenort

1964 Ewer ARKONA und Kielschwertkreuzer JOHANNA in der Kammer der Schleuse der Wilsterau am Kasenort

1964 Kammer der Schleuse der Wilsterau am Kasenort.
Blick vom Oberhaupt der Schleuse und ihrer Klappbrücke (im Vordergrund) in die Schleusenkammer und das Unterhaupt der Schleuse im Hintergrund.
In der Kammer liegt das Binnenschiff "ARKONA" sowie an den Schlengeln die Segeljacht "JOHANNA" von Albert Bergner
(letztere ist das 1949 von Heinrich von Holdt in der Werft im Möbelladen erbaute Sportboot).
Im Zusammenhang mit dem 1926 erfolgten Neubau der Schleuse ist die Mündung der Wilsterau in die Stör verlegt worden.
Die neue erstellte Schleuse hat im Bereich ihrer Tore eine Durchfahrtsbreite von 7,00 m.
Das Binnenhaupt der Schleuse war seit dem Niedergang der Schifffahrt ab Mitte der 1960er mehrere Jahrzehnte lang funktionsuntüchtig geworden; es wurde erst in letzter Zeit in Folge des vorbildlichen Wirkens eines Fördervereins wieder ertüchtigt.

Bildrechte: Heinz Oest, Lichtbildfreunde Itzehoe

1965 Hafen der Segler am Kasenort an der Stör

1965 Hafen der Seglervereinigung Wilster am Kasenort
2010 Außentief der Großen Felwettern, Liegeplatz für Sportboote an der Stör am Kasenort

1965 Blick vom Deich der Stör auf den Hafen der Seglervereinigung Wilster;
dahinter die große Mäanderschleife der Stör.
Von den im Hafen liegenden Segeljachten hat der Tischlermeister Peter Klaus Heinrich von Holdt die ersten vier gebaut;
von links: „Johanna“, „Anke III“, „Anke II“ und „Anke I“;
„Anke II“ war ein Jollenkreuzer, die übrigen Kielschwerter.
Die „Johanna“ war im Möbelladen in der Deichstraße entstanden, die übrigen im Bootshaus mit eigener Slip-Anlage auf dem Helgenland.
Zu dem Bau der "Johanna" siehe auch den Bericht über die Werft im Möbelladen

Bildrechte: Cramers Kunstanstalt KG, Dortmund

1967 Hochwasser am Kasenort - Liegeplatz der Segler

1967 Überflutetes Vorland am Kasenort an der Stör - Liegeplatz der Segler derSeglervereinigung Wilster SVW

1967 Hochwasser am Kasenort - Liegeplatz der Segler
Vor der Inbetriebnahme des in den Jahren 1971 bis 1974 gebauten Sperrwerkes an der Mündung der Stör in die Elbe, kam es schon bei mittleren Sturmfluten zu Überflutungen der Außendeichsländereien an der Stör.
Das Foto zeigt eine Überflutung der am Kasenort zwischen der Ausmündung der Wilsterau und dem Außentief der Großen Feldwettern gelegenen Außendeichsfläche.
Im Außentief der Großen Feldwettern befand sich seinerzeit der Sportboothafen der Seglervereinigung Wilster.
Am Schlengel liegen die Segeljachten ANKE III (links) und SUSEWIND (rechts) der Eigner Heinrich von Holdt und Heino Looft. Von der Deichrampe aus betrachtet eine am Geschehen interessierte Gruppe die Szene.

Bildrechte: nicht bekannt

ANKE I Kielschwert-Kreuzer a erbaut 1949/1950

Bau der ANKE
Sektkuß für die ANKE
Stapellauf der ANKE
ANKE im nassen Element

ANKE I Kielschwert-Kreuzer
Am Zusammenfluß von Haupt- und Stadtarm der Wilsterau auf der Spitze des Helgenlandes errichtete der Wilsteraner Tischlermeister Heinrich von Holdt im Jahr 1949 in einfacher Bauweise ein Bootshaus mit einer Slip-Anlage.
In dem Bootshaus erbaute er in den Jahren 1949 bis 1950 in seiner Freizeit für sich den Kielschwert-Kreuzer ANKE.
Als im Frühjahr 1951 die Jacht ihrem feuchten Element übergeben wurde, war der Erbauer kurze Zeit zuvor Vater einer Tochter geworden, nach welcher die Segeljacht ihren Namen ANKE erhielt.
Bereits nach der dritten Segelsaison wurde die ANKE im Jahre 1953 an den Wilsteraner Zahnarzt Dr. Herbert Meister (dieser hatte seine Praxis im Obergeschoß des Hauses JPT Andersen am Markt) verkauft.
Es spricht für die solide Handwerksarbeit des Erbauers, daß die mit Eichenholz beplankte ANKE nach 60 Jahren noch soweit intakt ist, daß sie gegenwärtig von einem Holzboot Liebhaber in Düsseldorf instandgesetzt wird.
Bild 1 Bau der ANKE im Bootshaus auf dem Helgenland
Bild 2 Die bekränzte ANKE bereit zum Sektkuß
Bild 3 Stapellauf der ANKE
Bild 4 ANKE in ihrem feuchten Element; der Stapellauf wird von vielen Menschen beobachtet, die sich auf dem Fußgängersteg zwischen Deichstraße und Hans-Prox-Straße eingefunden haben.

Bildrechte: Annemarie von Holdt, Wilster

ANKE I Kielschwert-Kreuzer b erbaut 1949/1950

Heinrich von Holdt an Bord der ANKE
ANKE längsseits am Bootshaus
Rückkehr der ANKE von der ersten Reise
Meßbrief der ANKE

ANKE I Kielschwert-Kreuzer
Nach dem Stapellauf im Frühjahr 1951 führt der Erbauer und Eigner der Segeljacht, der Wilsteraner Tischlermeister Heinrich von Holdt, die ersten Manöver mit der ANKE durch. Danach geht es mit der 8,75 m langen und 2,55 m breiten 30 qm Segel führenden Jacht auf die erste Reise.
Bild 1 Anke nach dem Stapellauf 1951
Bild 2 Unter den Augen der Seglerkameraden verholt Heinrich von Holdt (im Mund die für ihn charakteristische kurze Pfeife) die ANKE am Bootshaus.
Bild 3 Rückkehr mit Segler-Kameraden von der ersten Reise der ANKE
Bild 4 Meßbrief der ANKE

Bildrechte: Annemarie von Holdt, Wilster

ANKE I Kielschwert-Kreuzer c erbaut 1949/1950

ANKE I Kielschwert-Kreuzer, erbaut 1949/1950
1955 ANKE I Kielschwert-Kreuzer, erbaut 1949/1950 - mit neuen Segeln

ANKE I Kielschwert-Kreuzer erbaut 1949/1950
Das Segelboot ist vom Wilsteraner Tischlermeister Heinrich von Holdt in den Jahren 1949/50 erbaut worden. Er hatte sich dafür am Zusammenfluß von Haupt- und Stadtarm der Wilsterau auf der Spitze des Helgenlandes in einfacher Bauweise ein Bootshaus mit einer Slip-Anlage errichtet. Hier erbaute er in seiner Freizeit für sich den Kielschwert-Kreuzer ANKE. In den folgenden Jahren entstanden weitere hölzerne Segeljachten in dem Bootshaus.
Bereits nach der dritten Segelsaison wurde die ANKE im Jahre 1953 an den Wilsteraner Zahnarzt Dr. Herbert Meister (dieser hatte seine Praxis im Obergeschoß des Hauses JPT Andersen am Markt) verkauft.
Es spricht für die solide Handwerksarbeit des Erbauers, daß die mit Eichenholz beplankte ANKE nach 60 Jahren noch soweit intakt ist, daß sie kürzlich von einem Holzboot Liebhaber in Düsseldorf wieder instand gesetzt wurde.
Bild 1 zeigt das Boot beim Auslaufen aus dem als Bootshafen der Wilsteraner Segler genutzten Außentief der Feldwettern am Kasenort.
Bild 2 zeigt die im Jahr 1955 mit neuen Segeln ausgerüstete ANKE I bei einem Erprobungstörn; an der Pinne Heinrich von Holdt

Bildrechte:
Bild 1: Annemarie von Holdt, Wilster
Bild 2: nicht bekannt
Anmerkung: Bild 2 wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Hans-Rainer Meister, Lemwerder. Er ist ein Sohn des damaligen Bootseigners Dr. Herbert Meister

ANKE II Jollenkreuzer a erbaut 1953/54

1954 Jollenkreuzer ANKE II nach dem Stapellauf auf der Wilsterau am helgenland
1954 Standerschein der ANKE II
1955 ANKE II - in Wilster erbauter und beheimateter 27er Jollenkreuzer auf der Stör
1955 ANKE II - in Wilster erbauter und beheimateter 27er Jollenkreuzer auf der Stör

ANKE II Jollenkreuzer a erbaut 1953/54
Nachdem der Wilsteraner Tischlermeister und Bootsbauer seinen in den Jahren 1949/50 erbauten Kielschwertkreuzer ANKE I an seinen Segelkameraden, den Zahnarzt Dr. Herbert Meister, Wilster, verkauft hatte, erbaute er sich einen schnittigen 27er Jollenkreuzer. Das ausschließlich in der Freizeit erbaute Boot entstand gleichfalls im Bootsschuppen auf dem Helgenland.
Bereits 1954 konnte der Stapellauf und der Taufakt erfolgen. Das schnittige Boot erhielt den Namen ANKE II. Mit seinem hellblau gestrichenen Rumpf hob es sich auffällig von den anderen durchweg weiß gestrichenen Segelbooten im Elberevier ab.
Bild 1 zeigt die nach dem Stapellauf in den Stadtarm der Wilsterau neben den Ort ihrer Erstellung verholte Segeljacht. Auf dem Boot befinden sich außer Heinrich von Holdt von links die Taufpatin Anke von Holdt, Tochter des Erbauers, ihr Bruder Peter sowie die Nachbarskinder Anke und Thomas Tönsen.
Bild 2 Standerschein der ANKE II
Bilder 3 und 4 zeigen die schnittige Segeljacht auf der Stör am Kasenort.
Weitere Informationen zu der Jacht können in der unten aufrufbaren Datei nachgelesen werden.

Bildrechte: Familie von Holdt, Wilster

Hier finden Sie noch weitere Informationen (als Datei)

ANKE II Jollenkreuzer b erbaut 1953/54 auf Tour

1957 Boote der Seglervereinigung Wilster bei einer gemeinsamen Unternehmung
1957 Boote der Seglervereinigung Wilster bei einer gemeinsamen Unternehmung

ANKE II Jollenkreuzer - erbaut 1953/54
In den ersten beiden Jahrzehnten nach der Wiederbegründung des Segelsports, der im II. Weltkrieg und den nachfolgenden Jahren praktisch völlig zum Erliegen gekommen war, unternahm die kleine Schar der in der SVW (Segler Vereinigung Wilster) organisierten Segler viele gemeinsame Törns.
Die Touren führten die Segler, deren Boote zumeist nicht mit Motoren ausgestattet waren, in kleine Häfen oder für einen Aufenthalt geeignete Außentiefs an der Niederelbe.
Cuxhaven, Drochtersen und Assel, Glückstadt, Haseldorf, die Elbinsel Pagensand, Hollern-Twielenfleth und Grünendeich waren beliebte und gemeinsam verabredete Ziele. Da für die Touren jeweils nur ein Wochenende (Sonnabend und Sonntag) zur Verfügung stand und auch die Tideverhältnisse (Ebbe- bzw. Flutstrom) zu berücksichtigen waren, blieben die Möglichkeiten für gemeinsame Unternehmungen begrenzt. Die rechtzeitige Rückkehr der Boote in den Heimathafen am Kasenort gelang aber immer auch dann, wenn trotz einschlafenden Windes nach dem Tidenwechsel der kenternde Strom nicht mehr tot gesegelt werden konnte. Zur Gruppe der Wilsteraner Segler gehörte immer auch der Malermeister Ferdinand Büttner *), welcher mit seinem kleinen Motorboot BIBER die Nachzügler auf den Haken nahm und in den Heimathafen schleppte. Die Wilsteraner Segler waren eine kleine verschworene Gemeinschaft.
Bild 1 zeigt Boote der SVW in Gauensieker Außentief.
Im Vordergrund die ANKE II von Heinrich von Holdt
rechts dahinter das Motorboot BIBER von Ferdinand Büttner (Malermeister).
Bild 2 Boote der SVW bei einer gemeinsamen Unternehmung. Im Vordergrund die BIBER von Ferdinand Bütter mit dem Eigner und seiner Ehefrau Gertrud.
Dahinter auf der kleinen JUMBO von Heino Looft dessen Ehefrau Anneliese
sowie links davon ANKE II mit Heinrich und Annemarie von Holdt.

*) Es war eine schockierende Nachricht für die Wilsteraner Wassersportler, als Ferdinand Büttner am 17.12.1958 im Alter von 61 Jahren unerwartet verstarb; seine sportliche und kameradschaftliche Einstellung war ihnen beispielgebend gewesen.

Bildrechte: nicht bekannt; Privatfotos

ANKE III Kielschwert-Kreuzer a erbaut 1960/1962

Der Kielschwert-Kreuzer ANKE III war das letzte Schiff, welches auf dem historischen Platz der Wilsteraner Werften, dem Helgenland, erbaut wurde.
In den Jahren 1960 bis 1962 fertigte der Tischlermeister Heinrich von Holdt das wunderschöne Segelboot in seiner Freizeit für sich (Bild1).
Die Beplankung des Bootes erfolgte aus dem schwierig zu bearbeitenden, jedoch äußerst beständigen tropischen Afzelia-Holz.
Am 19.07.1962 wurde Taufe und Stapellauf des Segelbootes vorgenommen (Bild 2).
Seinen Sommer-Liegeplatz fand die Jacht im Hafen der Wilsteraner Segler am Kasenort (Bild 3). Im Vordergrund liegt die ebenfalls von Heinrich von Holdt erbaute JOHANNA, deren Eigner Albert Bergner ganz rechts auf dem Schlengel steht.
Die ANKE III führte bei 9,45 m Läne und 2,75 m Breite 30 qm Segel gemäß dem Standerschein (Bild 4)

Bildrechte: Marinemaler Richard Peters, Wilster (Bild 1 und 3)
Peter J. von Holdt (Bild 2)

ANKE III Kielschwert-Kreuzer b erbaut 1960/1962

ANKE III Kielschwert-Kreuzer, erbaut 1960/1962
ANKE III Kielschwert-Kreuzer, erbaut 1960/1962
ANKE III Kielschwert-Kreuzer, erbaut 1960/1962
ANKE III Kielschwert-Kreuzer, erbaut 1960/1962

Der 1962 vom Stapel gelaufene 30 qm Kielschwert-Kreuzer ANKE III war von dem Wilsteraner Tischlermeister Heinrich von Holdt erbaut worden.
Neben Törns im heimischen Revier auf Stör (Bild 1)und Elbe wurden auch solche nach Helgoland und insbesondere im Urlaub in die Inselwelt Dänemarks auf der Ostsee (Bild 2) unternommen.
Die Pflege der Segelboote bedeutet für die Segler einen hohen zeitlichen Aufwand, der überwiegend während des Winterlagers der Jachten erbracht wurde. Ganz besonders aufwendig ist die Pflege von hölzernen Jachten. Bild 3 zeigt das Aufslippen der ANKE III am Winterlager der Seglervereinigung Wilster am Brook.
Nach ihrem Verkauf im Jahre 1972 wurde die ANKE III von ihren neuen Eignern mehrfach modernisiert. Insbesondere der Umbau von einem Kielschwerter zu einem Kielschiff stellte eine Zäsur dar. Das schöne gepflegte Boot hat heute seinen Liegeplatz an der Ostsee.

Bildrechte: nicht bekannt (Bild 1)
Peter von Holdt, Wilster (Bild 2)
Richard Peters, Wilster (Bild 3)
Peter Offermann, Wilster (Bild 4)

ARIADNE - ein 20er Jollenkreuzer

ARIADNE - ein 20er Jollenkreuzer
Am Zusammenfluß von Haupt- und Stadtarm der Wilsterau auf der Spitze des Helgenlandes hatte der Wilsteraner Tischlermeister Heinrich von Holdt im Jahr 1949 in einfacher Bauweise ein Bootshaus mit einer Slip-Anlage errichtet.
Hier, auf dem historischen Gelände der früher in Wilster ansässig gewesenen Werften, erbaute er in den Jahren von 1949 bis 1962 in Holzbauweise mehrere Segeljachten für sich und Seglerfreunde.
Etwa im Jahre 1955 entstand auf dem Helgenland für den Itzehoer Segler und Bau-Unternehmer Wilhelm (Willi) Lipp der Jollenkreuzer ARIADNE.
Der schnittige Segler spielte in den folgenden Jahren bei den Regatten um das "Blaue Band der Stör" eine herausragende Rolle; etwa 1963 veräußerte der Eigner das Boot, um danach eine größere Jacht zu erwerben.
Bild 1 zeigt den Erbauer Heinrich von Holdt (mit Kreuz markiert), links neben ihm Heinz Heutmann.
Der Junge rechts ist der damals am Rosengarten wohnende Horst Klingenberg (genannt: Groggy), welcher gemeinsam mit dem links stehenden Uwe Dietrich (er segelte 1957 als Kadett auf der letzten Reise der Viermast-Bark PASSAT) häufig mit Heinrich von Holdt segelte und von ihm mit der Freude an der Seefahrt infiziert wurde.
Bild 2 der Eigner Willi Lipp nimmt Besitz von seiner Jacht.

Bildrechte: nicht bekannt

FIDJE ein 20qm Jollenkreuzer a erbaut 1930/31

Klassenschein der FIDJE

In den Jahren 1930/31 erbaute der junge Tischlergeselle Heinrich von Holdt sein erstes Segelboot. Dabei halfen ihn die Erfahrungen, die er während seiner zünftigen Wanderschaft insbesondere beim Bau von Flugzeugen in Böblingen bei Stuttgart gewonnen hatte. Es war nach einem Zeitraum von fast zwei Jahrzehnten der erste Schiffsbau in Wilster.
Die Jacht sollte den Namen FIDJE erhalten nach dem Kosenamen seiner Schwester Frida.
Beim Bau wurde er von Freunden unterstützt, so auch von seinem Segler Kameraden Oswald Bruhn (im Vordergrund Bild 2).
Der Klassenschein für die Segeljacht wurde unter dem 22.08.1931 ausgestellt (Bild 4); zu der Zeit waren die Wilsteraner Segler noch Mitglieder im Seglerverein Glückstadt, denn ein eigener Verein wurde erst ein halbes Jahr später gegründet.
Die als Slup getakelte FIDJE war 6,15 m lang und 1,93 m breit.

Bildrechte: Frida von Holdt

FIDJE ein 20qm Jollenkreuzer b erbaut 1930/31

Die in den Jahren 1930/31 vom Tischlergesellen Heinrich von Holdt erbaute FIDJE hat nach dem Stapellauf im August 1932 in der Wilsterau am Grundstück von Holdt gegenüber dem Rosengarten festgemacht. Der junge Eigner stellt sein Boot seiner Mutter und seinen beiden Schwestern Annemarie und Frida vor (Bild 1).
Bereits am 16.08.1931 besucht die FIDJE die Regatta der Paddler und das Stör-Schwimmen am Delftor in Itzehoe (Bild 2).
Deckschrubben (Bild 3) und Reisen zur Lühe (Bild 4) sind Teil des Segler Vergnügens.

Bildrechte: Familie von Holdt, Wilster

FIDJE ein 20qm Jollenkreuzer c erbaut 1930/31

FIDJE ein 20qm Jollenkreuzer, erbaut 1930/31, auf der Wilsterau am Rosengarten in Wilster
FIDJE ein 20qm Jollenkreuzer, erbaut 1930/31, trocken gefallen auf der Stör
FIDJE ein 20qm Jollenkreuzer, erbaut 1930/31, auf der Stör bei Beidenfleth
FIDJE ein 20qm Jollenkreuzer, erbaut 1930/31, auf der Elbe nahe der Mündung der Stör

FIDJE ein 20qm Jollenkreuzer, erbaut 1930/31
Die in den Jahren 1930/31 vom Tischlergesellen Heinrich von Holdt erbaute FIDJE hat nach dem Stapellauf im August 1932 in der Wilsterau am Grundstück von Holdt gegenüber dem Rosengarten festgemacht. Die Fidje genannte Schwester Frida des jungen Eigners nimmt als Namenspatin gemeinsam mit Nachbarskindern das Boot in Augenschein (Bild 1).
Bild 2 zeigt die am Ufer der Stör trocken gefallene FIDJE
Die FIDJE auf der Stör bei Beidenfleth (Bild 3)
sowie auf der Elbe (Bild 4)

Bildrechte: Annemarie von Holdt, Wilster

FIDJE ein 20qm Jollenkreuzer d erbaut 1930/31

1931 FIDJE ein 20qm Jollenkreuzer aus Wilster auf der Elbe
1931 FIDJE ein 20qm Jollenkreuzer aus Wilster auf der WilsterauElbe
1931 FIDJE ein 20qm Jollenkreuzer aus Wilster
1931 Reinschiff auf der FIDJE - 20qm Jollenkreuzer aus Wilster

FIDJE ein 20qm Jollenkreuzer - erbaut 1930/31
In den Jahren 1930/31 erbaute der junge Tischlergeselle Heinrich von Holdt in Wilster sein erstes Segelboot. Dabei halfen ihn die Erfahrungen, die er während seiner zünftigen Wanderschaft insbesondere beim Bau von Flugzeugen in Böblingen bei Stuttgart gewonnen hatte.
Es war nach einem Zeitraum von fast zwei Jahrzehnten der erste Schiffsbau in Wilster.
Die Jacht sollte den Namen FIDJE erhalten nach dem Kosenamen seiner Schwester Frida.
Der Klassenschein für die Segeljacht wurde unter dem 22.08.1931 ausgestellt; zu der Zeit waren die Wilsteraner Segler noch Mitglieder im Seglerverein Glückstadt, denn ein eigener Verein wurde erst ein halbes Jahr später gegründet.
Die als Slup getakelte FIDJE war 6,15 m lang und 1,93 m breit.
Während Bild 1 die FIDJE bei einem ihrer ersten längeren Törns auf der Elbe zeigt, schippert sie auf Bild 2 gemächlich auf der Wilsterau. Bei den Mitseglerinnen handelt es sich um die Schwester und Namenspatin Frieda (links) des Eigners, eine gemeinsame Freundin (mittig) und die Verlobte und spätere Ehefrau Annemarie Kuhrt (rechts).
Die Damen an Bord waren nicht nur "Hilfsmatrosen" sondern auch für die Zubereitung der Mahlzeiten und für den Abwasch (Bild 3) zuständig, sondern auch für das Deckschrubben (Bild 4)

Bildrechte: Privatfotos Familie von Holdt, Wilster

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