Alte Postkarten aus Wilster

Aktuelle Kategorie: Wilsterau, Helgenland, Rosengarten, Burger Au

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1925 Schifffahrt auf Wilsterau, Holstenau und Burger Au a

1925 Schifffahrt auf Wilsterau, Holstenau und Burger Au
Bis in die 1930er Jahre bestand für die auf der Wilsterau verkehrenden Schiffer die Möglichkeit, über eine Schleuse von der Holstenau/Wilsterau direkt in den Kaiser-Wilhelm-Kanal (heute: Nord-Ostsee Kanal bzw. Kiel Kanal bzw. NOK) und von dort über eine weitere Schleuse in die Burger Au zu gelangen.
In der Burger Au war vor der Schleuse eine Gewässeraufweitung, der Kattenstieg, angelegt worden. Sie diente den Schiffern als Liegeplatz; hier siedelte sich 1913 die zuvor in Friedrichstadt betriebene Werft von Detlef Schöning an.
In der Werft am Kattenstieg wurden nach dem I. Weltkrieg zunächst Küsten-Torpedoboote abgewrackt und dann mangels Neubauaufträge Reparaturen an Küstenschiffen ausgeführt.
Als einziger nennenswerter Neubau wurde von 1924 - 1926 auf eigene Rechnung der 26 m lange Schoner IRENE SCHÖNING gebaut.
Mit der IRENE SCHÖNING hatte es insofern eine besondere Bewandtnis, als sie das letzte in Deutschland ohne Motor gebaute Frachtschiff war. Der Schoner fuhr in seinem ersten Jahr nur unter Segeln; ein Hilfsmotor wurde erst nach einem Jahr eingebaut.
Bild 1 zeigt die IRENE SCHÖNING am Kattenstieg. Ein Modell des Schiffes befindet sich im Burger Museum
Hinter der IRENE SCHÖNING liegt die in Delfzijl, Niederlande, gebaute MARTHA SCHÖNING (Eigner: Karl Schöning).
Hölzerne Schiffe für die Berufsschifffahrt wurden zu dieser Zeit nicht mehr hergestellt; sie wurden von Stahlschiffen, vor allem aus Holland, verdrängt. Lediglich Anfang der 30er Jahre wurde auf der Werft Schöning noch ein kleines Ausflugsschiff aus Stahl gefertigt; danach wurde die Werft aufgegeben. In der Folge waren die Schöning´s nur noch als Schiffseigner und Kapitäne tätig. Der Itzehoer Kapitän, Lotse und Autor Herbert Karting hat der Schiffer- und Schiffbauerfamilie Schöning mit seinem Buch "Segel von der Eider" ein Denkmal gesetzt.
Bild 2 zeigt den stark frequentierten Liegeplatz am Kattenstieg während der außergewöhnlichen Frostperiode im Januar/Februar 1922. Aus der Abbildung läßt sich erahnen, welche Bedeutung Burg als Schifferort hatte; um 1900 waren allein in Burg 64 Frachtsegler beheimatet gewesen.
Bild 3 zeigt um 1914 ein Schiff auf dem Slip der Werft Schöning am Kattenstieg. Bei dem Schiff handelt es sich um die 1912 gebaute stählerne Galeasse MELPOMENE des Schiffers H.F. Meyburg aus Burg/Dithmarschen. Wahrscheinlich liegt der Segler zur Reparatur oder für einen neuen
Bodenanstrich bei Schöning auf Slip, denn er war zum Zeitpunkt der Aufnahme ja noch nicht alt.
Anzumerken ist noch, daß sich in der St. Petri Kirche in Burg das vom Schiffbaumeister Detlef Schöning im Jahre 1922 gestiftete Votivschiff "Detlef und Marie" befindet, welches so heute noch an vergangene Schifffahrts- und Schiffbautraditionen in Burg erinnert.

Bildrechte:
Bild 1: Privatfoto Familie Schöning
Bild 2: Repro aus einem Leporello (Bilderserie) von Foto-Lorenz, Burg
Bild 3: nicht bekannt
Die Abbildungen wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Herrn Rudolf Böckmann; Burg in Dithmarschen
Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung von Herrn Hans-Peter Lausen, Burg in Dithmarschen

1925 Schifffahrt auf Wilsterau, Holstenau und Burger Au b

1925 Schifffahrt auf Wilsterau, Holstenau und Burger Au - Schoner IRENE SCHÖNING am Kattenstieg an der Burger Au
1925 Schifffahrt auf Wilsterau, Holstenau und Burger Au - Schoner IRENE SCHÖNING im Hamburger Hafen
1924 Schiffsliegeplatz Kattenstieg an der Burger Au mit Zugang zum NOK
1928 Schiffsliegeplatz Kattenstieg an der Burger Au mit Zugang zum NOK

1925 Schifffahrt auf Wilsterau, Holstenau und Burger Au
Bis in die 1930er Jahre bestand für die auf der Wilsterau verkehrenden Schiffer die Möglichkeit, über eine Schleuse von der Holstenau/Wilsterau direkt in den Kaiser-Wilhelm-Kanal (heute: Nord-Ostsee Kanal bzw. Kiel Kanal bzw. NOK) und von dort über eine weitere Schleuse in die Burger Au zu gelangen.
In der Burger Au war vor der Schleuse eine Gewässeraufweitung, der Kattenstieg, angelegt worden. Sie diente den Schiffern als Liegeplatz; hier siedelte sich 1913 die zuvor in Friedrichstadt betriebene Werft von Detlef Schöning an.
In der Werft am Kattenstieg wurden nach dem I. Weltkrieg zunächst Küsten-Torpedoboote abgewrackt und dann mangels Neubauaufträge Reparaturen an Küstenschiffen ausgeführt.
Als einziger nennenswerter Neubau wurde von 1924 - 1926 auf eigene Rechnung der 26 m lange Schoner IRENE SCHÖNING gebaut.
Mit der IRENE SCHÖNING hatte es insofern eine besondere Bewandtnis, als sie das letzte in Deutschland gebaute Frachtschiff ohne Motor war. Der Schoner fuhr in seinem ersten Jahr nur unter Segeln; ein Hilfsmotor wurde erst nach einem Jahr eingebaut.
Bild 1 zeigt die IRENE SCHÖNING am Kattenstieg. Ein Modell des Schiffes befindet sich im Burger Museum
Bild 2 zeigt die IRENE SCHÖNING bei einem Aufenthalt im Hamburger Hafen.

Bildrechte: nicht bekannt
Die Abbildungen wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Rudolf Böckmann, Burg in Dithmarschen

1925 Stadtarm der Wilsterau am Helgenland

1925 Stadtarm der Wilsterau am Helgenland in Wilster

1925 Stadtarm der Wilsterau am Helgenland
Blick von der Fußgängerbrücke (im Zuge des Verbindungsweges zwischen Deichstraße und Rosengarten) flußaufwärts.
Im Hintergrund sind Häuser an der Hans-Prox-Straße (damalige Straße "Hinter der Stadt") zu erkennen;
davor verläuft der Hauptarm der Wilsterau (nach links Richtung Audeich und nach rechts Richtung Rumfleth).
Rechts die Rückansichten der Häuser an der Deichstraße in Höhe der Wende.
Das unmittelbar an der Wilsterau stehende Fachwerkgebäude im Vordergrund ist der Speicher der Kolonialwaren und Eisenwaren Handlung Kloppenburg.
Links wird das Helgenland, der traditionsreiche Werftplatz der Stadt Wilster, als Gartenland genutzt. Am Ufer entlang führt der mit Kopfweiden abgegrenzte Treidelpfad am Gewässer entlang; er wurde lange Zeit von den mit ihren Last-Ewern den Hafen am Rosengarten anfahrenden Schiffern zum Treideln ihrer Schiffe genutzt - er wurde auch Leinpfad genannt.
Das zu der Zeit noch recht breite Gewässer wurde in der Folge im Rahmen sogenannter Unterhaltungsarbeiten auf den heute recht schmalen Zustand eingeengt; die Vorsetzen zur Böschungsfußsicherung wurden immer weiter in das Gewässerprofil hinein versetzt - im Grunde eine wasserrechtlich unzulässige Art des Gewässerausbaues.

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Büttel und Wilster
Anmerkung: Das Foto stammt aus dem Nachlaß von Pastor D.Dr. Wilhelm Jensen (amtierte von 1910 bis 1933 in St. Margarethen); es wurde freundlicherweise von Frau Sigrid Malz, Karlsruhe, zur Verfügung gestellt.

1925 Wilsterau bei Bischof - Gemeinde Landrecht

1925 Wilsterau bei Bischof und Kathen, Gemeinden Landrecht und Stördorf in der Wilstermarsch

1925 Wilsterau bei Bischof, Gemeinde Landrecht
Zwischen ihren niedrigen Deichen windet sich die Wilsterau in Richtung ihrer Mündung am Kasenort.
Der auf der Bischofer Seite am Fuß des niedrigen Deiches verlaufende unbefestigte Fahrweg (links im Vordergrund) war unbefestigt, weshalb parallel zu ihm auf der Deichkrone sich bald ein trockener Geh- und Radweg herausbildete.
Rechts der Wilsterau verlief in Kathen in der Gemeinde Stördorf ein mit Klinkern befestigter Fahrweg von Dammfleth zum Kasenort.
Das links im Schmuck der zum Windschutz angepflanzten Bäume stehende Gehöft mit dem zweistöckigen Wohnteil ist der im Jahre 1764 erbaute Hof Heesch (232 in "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild")

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Wilster

1925 Wilsterau und Häuser an der Deichstraße

1925 Wilsterau und Rückseiten der Häuser an der Deichstraße in Wilster
1925 Wilsterau und Rückseiten der Häuser an der Deichstraße in Wilster

1925 Wilsterau und Häuser an der Deichstraße
Blick aus einem Haus an der Schmiedestraße über die rückwärtigen Grundstücke hinweg auf die Rückseiten mehrerer an der Deichstraße stehender Häuser, welche vom hohen spitzen Turm der St. Bartholomäus Kirche überragt werden.
Nur schwer zu erkennen ist der zwischen den Grundstücken an Deichstraße und Schniedestraße damals noch offene Verlauf der Wilsterau. Das Bett des Gewässers war durch die an den Ufergrundstücken eingebrachten Vorsetzen (senkrechte Uferbefestigungen) stark eingeengt. Dass dort in der Vergangenheit Lastkähne verkehrten, war schon seinerzeit kaum noch zu erahnen. Die in der Innenstadt von Wilster an der Wilsterau vorhanden gewesenen Speicher - von diesen ist heute nur noch der Speicher am Alten Rathaus vorhanden - wurden jedoch über diesen Verkehrsweg beliefert. 1953 wurde der Stadtdurchgang der Wilsterau verrohrt. Das Gewässer befand sich zuvor in einem verheerend schlechten Unterhaltungszustand, woran sich der Betreiber dieser Heimat-Seite erinnern kann, denn er hat noch als Schüler mit seinem Dinghi den vom Rosengarten aus erreichbaren Abschnitt des Gewässers befahren.

Bildrechte: nicht bekannt
Quelle: Bildarchiv Foto Marburg

1926 Sportboote auf der Wilsterau am Brook

1926 Sportboote auf der Wilsterau am Brook in der Stadt Wilster

ca. 1926 Sportboote auf der Wilsterau am Brook
Bevor die Seglervereinigung Wilster gegründet wurde
- sie war von Heinrich von Holdt, ihrem langjährigen Vorsitzenden, mit initiiert und am 16.01. Januar 1932 in der Gaststätte „Goldener Anker“- von Heinrich Krumm - [Bei der Schott-Brücke] gegründet worden -
waren die Wilsteraner Segler Mitglied in der Seglervereinigung Glückstadt. Hieraus erhellt auch, daß auf dem Foto die Boote am Heck als ihren Verein noch die SVG (Seglervereinigung Glückstadt) und nicht die SVW (Seglervereinigung Wilster) ausgeben.
Im Hintergrund hinter den Bäumen sind die Gebäude des Steinmetzbetriebes von Albert Stechemesser an der Straße Allee erkennbar.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

1926 Wilsterau Neubau der Schleuse am Kasenort

1926 Neubau der Schleuse am Kasenort an der Einmündung der Wilsterau in die Stör in den Jahre 1925 / 26.
Im Hintergrund Gehöfte in Stördorf (links, Hof Sühl, Nr. 227 in "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild") und in Bischof (rechts; Hof Krey, Nr. 229 in "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild").
Die neue erstellte Schleuse ist im Bereich der Tore 7 m breit;
sie wurde im Trockenen (also nicht innerhalb eines zu der Zeit bestehenden Gewässerabschnitts)errichtet;
nach Fertigstellung der Schleuse wurde die Ausmündung der Wilsterau Stör-aufwärts verlegt.
Auf dem Foto ist links im Hintergrund der ehemalige gradlinige Verlauf der Wilsterau zu erkennen.
Das Binnenhaupt (hinten) der Schleuse war seit dem Niedergang der Schifffahrt Mitte der 1960er mehrere Jahrzehnte lang funktionsuntüchtig und wurde erst in letzter Zeit in Folge des vorbildlichen Wirkens eines Fördervereins wieder hergestellt.

Bildrechte: Ludwig Behning, Wilster; der Abzug stammt aus der Sammlung Werner Behning

1927 Schott-Brücke und Neustadt

1927 Schott-Brücke und Neustadt in Wilster

1927 Schott-Brücke und Neustadt
Die Brücke am Schott überquert die Wilsterau (Verlauf der ehemaligen Sielwettern) im Zuge der Straße Neustadt.
Über die Brücke geht der Blick in die Straße Neustadt.
Ganz links unmittelbar an der Wilsterau die Gaststätte "Zum Goldenen Anker" von Heinrich Krumm; hinter dem Baum ist das imposante Gebäude der Gaststätte "Radfahrers Ruh" des Wirtes Falk erkennbar.
Das 1932 erneuerte Schott diente zum Aufstau der Wilsterau, oder um den Flut- bzw. Ebbstrom wahlweise entweder durch den Hauptarm oder die Stadtarme zu leiten; auch am Bäckerstraßenfleth war am Neumarkt ein Schott vorhanden.
Das Schott an der Schott-Brücke wurde viele Jahre lang von "Tine" Albertine Krumm, Wirtin der Gaststätte „Goldener Anker“ (links erkennbar) bedient; Tine Krumm bezeichnete sich in den 1950er Jahren mit gewissem Stolz als "einzige Hafenmeisterin Deutschlands".

Bildrechte: Ludwig Behning, Wilster
Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1928 Neubau der Schott-Brücke in der Neustadt

1928 Neubau der Schott-Brücke in der Neustadt in Wilster

1928 Neubau des Schotts und der Schottbrücke.
Die Brücke am Schott überquert die Wilsterau (Verlauf der ehemaligen Sielwettern) im Zuge der Straße Neustadt.
Im Hintergrund führt die Straße Krumwehl Richtung Stadtfeld, St. Margarethen, Brunsbüttel.
Das Schott diente zum Aufstau der Wilsterau, oder um den Flut- bzw. Ebbstrom wahlweise entweder durch den Hauptarm oder die Stadtarme zu leiten;
auch am Bäckerstraßenfleth war am Neumarkt ein Schott vorhanden.
Das Schott an der Schott-Brücke wurde viele Jahre lang von Albertine Krumm, Wirtin der Gaststätte „Goldener Anker“ (rechts im Anschnitt erkennbar) bedient.

Bildrechte: Werner Behning, Wilster, aus dessen Sammlung die Aufnahme stammt

1928 Rosengarten und Rückseite von Häusern an der Deichstraße

1928 Rosengarten und Rückseite von Häusern an der Deichstraße in Wilster

1928 Rosengarten und Rückseite von Häusern an der Deichstraße
Blick vom Rosengarten und Wilsters alten Hafen am Rosengarten über die Wilsterau auf das Wohnhaus des Mobilien- und Antiquitätenhändlers Peter Markus Detlef von Holdt; dessen Ehefrau und Tochter stehen davor unten am Gewässer.
Links daneben die Fußgängerbrücke zur Deichstraße.
Hinter den drei Bäumen links das Wohnhaus des Kohlenhändlers Martin Krumm (verkaufte 1959 das Anwesen an Bernhard Peters).
In dem Gebäude dahinter hatte Wilsters erster Fotograf, Hans-Peter Mohr, dem die Stadt viele sehr frühe Fotos verdankt, in der Zeit um 1870 bis 1885 sein Geschäft.

Bildrechte: Urheberrecht ist nicht verzeichnet; den Abzug erhielt ich von Werner Behning, Wilster, aus dessen Sammlung er auch stammt

1928 Schoner WILHELM in der Schleuse der Wilsterau am Kasenort

ca. 1928 Schoner WILHELM in der Schleuse am Kasenort
Weshalb der Schoner in der Schleuse lag, ist nicht bekannt; er hatte bestimmt beladen 2,50 Meter Tiefgang - nach Wilster kam er damit wohl nicht. Vielleicht war er auf dem Weg nach Itzehoe und widrige Umstände zwangen den Kapitän dazu, einen Zwischenstopp einzulegen.
Die Aufnahme wurde Ende der 20er Jahre gemacht, da die WILHELM schon Anfang der 30er Jahre keine Breitfock (die Rah am Fockmast) mehr führte.
Hier nun die Geschichte des Gaffelschoners WILHELM:
Gebaut 1911 bei J.J. Pattje & Zonen in Waterhuizen für Kapitän Hans Wilhelm Sievers aus Breiholz
Rufzeichen: RSDC / DIMR / DJFJ
Heimathafen: Hamburg
L. 26,00 m X Br. 6,50 m X T. 2,58 m / 119 BRT / 99 NRT
GL Klasse +100A4 für große Küstenfahrt
Im Mai 1922 bekam der Schoner auf der Nobiskrugwerft in Rendsburg die erste Maschine mit 80 PS Leistung eingebaut.
Im Mai 1929 wurde Kapitän W.J. Sievers aus Breiholz neuer Eigner des Schiffes.
Am 2. Febr. 1931 strandete der Schoner auf der Reise von Hamburg nach Karlshamn bei schwerem Schneesturm nur wenige Meilen von seinem Löschhafen entfernt. Das Schiff konnte aber später abgebracht werden. In Rendsburg erfolgte dann die Reparatur. Danach kam die WILHELM für Kapitän Claus Sievers, die nächste Generation, wieder in Fahrt.
1935 erfolgte in Beidenfleth der Einbau eines Motors der Deutschen Werke Kiel mit 100 PS Leistung.
1939 ging der Küstensegler an Kapitän Heinrich Meeder aus Süderstapel, der ihm den Namen EIDER gab.
Den Krieg überstand der Motorsegler unbeschadet.
Nach dem Krieg bekam er von den Alliierten die TMMC-Nr. 982 zugeteilt, also keine X-Nr. und war somit auch nicht von der Gefahr einer eventuellen Ablieferung an die Siegermächte bedroht.
1961 bekam das Schiff seine 3. Maschine, einen 195 PS leistenden Mercedes-Benz 4 Takt Diesel. Es wurden auch verschiedene Umbauten im
Decksbereich durchgeführt. Mit der starken Maschine verschwanden auch die letzten Reste der Besegelung endgültig.
1967 - 1974 war die EIDER noch für Kapitän Johann Heldt Meeder aus Süderstapel in Fahrt. Dann war es mit der Frachtfahrt vorbei und das
Schiff fand als Sportangelfahrzeug eine neue Beschäftigung.
Unter dem neuen Namen NAJADE I ist die alte Lady noch heute von Cuxhaven aus in Fahrt und ist "still going strong".

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Wilster
Das Foto und der erläuternde Text wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt aus dem Archiv André Konietzko
Herbert Karting, Deutsche Schoner, Band VI, S. 113-115

1930 Badespaß in der Wilsterau

1930 Badespaß in der Wilsterau
Es müssen schon harte und gesunde junge Männer gewesen sein, die sich 1930 in Rumfleth bei der Lederfabrik im Wasser der Wilsterau vergnügten.
Die Wasserqualität der Wilsterau ließ seinerzeit - nicht zuletzt bedingt durch ungeklärte Einleitungen aus der Lederfabrik, den zahlreichen Schlachtereien und anderer Gewerbebetriebe sehr zu wünschen übrig. Aus heutiger Sicht war die Wasserqualität absolut ungenügend.

Bildrechte: nicht bekannt

1930 Dreimast-Schoner AMALIE in der Schleuse am Kasenort

Dreimastschoner AMALIE in der Schleuse am Kasenort
Bildausschnitt - Dreimastschoner AMALIE in der Schleuse am Kasenort
1930 Dreimast-Schoner AMALIE in der Schleuse am Kasenort

1930 Schoner AMALIE in der Schleuse am Kasenort
Ein auch in früheren Zeiten eher ungewöhnlicher Anblick bot sich, als in der Schleuse am Kasenort ein Dreimastschoner fest machte.
Bei dem Schiff handelt es sich um die AMALIE, welche in dem Werk „Deutsche Schoner“ (Band VI, ab Seite 258) von Herbert Karting ausführlich beschrieben ist.
Die AMALIE ist im Jahr 1910 im niederländischen Martenshoek auf der Werft der Gebrüder G. & H. Bodewes für den Schiffer Heinrich Dehde, Bützfleth, als 2-mastiger Schoner gebaut worden. Das stählerne Kielschiff war etwa 23,00 m lang, 6,00 m breit und hatte einen Tiefgang von 2,30m. Es wurde von seinem Eigner und Schiffer als Frachtschiff für den Transport von Holz eingesetzt.
Es liegt nahe, daß die AMALIE ihre für eine Adresse in Wilster bestimmte Ladung in der Schleuse am Kasenort löschte, denn die Wilsterau konnte sie wegen ihres Tiefganges nicht befahren.
Es ist kein Widerspruch, wenn auf dem Foto ein 3-Mast-Schoner abgebildet ist, denn die bereits 1921 mit einer Maschine ausgerüstete AMALIE wurde im Jahre 1923 auf einer Werft in Kiel um 6,00 m verlängert und als 3-Mast-Schoner aufgeriggt.
Es ist glücklichen Umständen zu verdanken, wenn die AMALIE nach einer wechselvollen und von mehrmaligen Umbenennungen geprägten Geschichte der Abwrackwerft entkam und auch heute noch, jetzt unter dem Namen „Leão Holandês“ (d.h.: Holländischer Löwe) in den Gewässern vor Portugal unterwegs ist.
Hier gibt es ausführliche Informationen zur LEAO HOLLANDES

Bildrechte:
Bild 1 bzw. 2: nicht bekannt
Bild 3: Ludwig Behning, Wilster
Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Fotos aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1930 Fracht-Ewer in der Schleuse Kasenort

1930 Fracht-Ewer in der Schleuse Kasenort an der Wilsterau

1930 Fracht-Ewer in der Schleuse Kasenort.
Das zweimastige kleine Frachtschiff wartet auf die Öffnung des Schleusentores am Oberhaupt der Schleuse auf die Weiterfahrt auf der Wilsterau in Richtung Wilster.
Im Hintergrund rechts ist ein Gehöft (Hof Sühl, Nr. 227 in "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild") zu erkennen
Die Wilsterau, ein schiffbares Gewässer I. Ordnung, hatte bis Ende der 1950er Jahre für die Frachtschifffahrt Bedeutung. Das schmale Gewässer wurde von kleinen Frachtschiffen - Ewern - durchfahren, welche Ladung von und zu der Futtermittelfabrik an der Rumflether Straße transportierten.
Die vormals gedeckte Deichschleuse an der Einmündung der Wilsterau in die Stör war n versetzter Stelle in den Jahren 1925 / 26 durch einen Neubau ersetzt worden.
Die neu erstellte Schleuse ist im Bereich der Tore 7 m breit; sie wurde im Trockenen (also nicht innerhalb eines zu der Zeit bestehenden Gewässerabschnitts)errichtet;
nach Fertigstellung der Schleuse wurde die Ausmündung der Wilsterau Stör-aufwärts verlegt.
Das Binnenhaupt (hinten) der Schleuse war seit dem Niedergang der Schifffahrt Mitte der 1960er mehrere Jahrzehnte lang funktionsuntüchtig und wurde erst in letzter Zeit in Folge des vorbildlichen Wirkens des Fördervereins
Wilster-Au und Schleuse e.V. wieder funktionsfähig gemacht.

Bildrechte: Heinrich von Holdt, Wilster

1930 Frachtschiff vor der Einmündung der Wilsterau in die Stör am Kasenort

1930 Frachtschiff vor der Einmündung der Wilsterau in die Stör am Kasenort

ca. 1930 Einmündung der Wilsterau in die Stör am Kasenort
Breit und zeitweilig träge fließt die von den Gezeiten geprägte Stör (von „store“, die „Große“ ) am Kasenort, wo sie eine fast geschlossene Mäanderschleife - die Hodorfer Schleife - ausgebildet hat.
Das noch von Segeln angetriebene kleine Frachtschiff mit den Seitenschwertern hat an den Dalben vor der Schleuse an der Ausmündung der Wilsterau festgemacht.
Der Arm (Ausmündung der "Große Feldwettern") links dahinter beherbergte später den Seglerhafen der von Heinrich von Holdt mit begründeten Seglervereinigung Wilster. Im Hintergrund sind in der Gemeinde Stördorf gelegene Gehöfte erkennbar.

Bildrechte: Rudolf Schneider Verlag, Reichenau

1930 Kattenstieg - Schiffs-Liegeplatz, Werft-Standort, Badeanstalt

Badeanstalt am Kattenstieg am Nord-Ostsee Kanal
Badeanstalt am Kattenstieg am Nord-Ostsee Kanal
Badeanstalt am Kattenstieg am Nord-Ostsee Kanal
Badeanstalt am Kattenstieg am Nord-Ostsee Kanal

1930 Kattenstieg - Schiffs-Liegeplatz, Werft-Standort, Badeanstalt.
Bis in die 1930er Jahre hatte für die auf der Wilsterau verkehrenden Schiffer die Möglichkeit bestanden, von der Wilsterau direkt in den Kaiser-Wilhelm-Kanal (heute: Nord-Ostsee Kanal bzw. Kiel Canal bzw. NOK) und weiter auch in die Burger Au zu gelangen.
Im Zuge des Baues des Kaiser-Wilhelm-Kanals waren Schleusen erbaut und 1895 in Betrieb genommen worden. Sie ermöglichten die Verbindungen vom Kanal zur Holstenau/Wilsterau und auch zur Burger Au.
Die Schleuse zur Burger Au lag am nördlichen Ende der Gewässeraufweitung Kattenstieg, welche einen offenen Zugang zum Kaiser-Wilhelm Kanal (NOK) hatte und als Liegeplatz und Werftstandort diente. Am Kattenstieg wurde bald auch eine Badeanstalt eingerichtet.
Der Liegeplatz am Kattenstieg wurde wegen des moorigen Untergrundes seiner Ufer jedoch nie als Lösch- und Ladeplatz genutzt.
Mit dem 01. April 1933 wurde der Betrieb der Schleuse zur Burger Au eingestellt; die Schleuse zur Holstenau/Wilsterau war bereits zuvor einer Kanalverbreiterung zum Opfer gefallen und wegen der bedeutungslos gewordenen Schifffahrt auf diesem Teil der Gewässer nicht wieder errichtet worden.
1971 wurde die bis dahin offene Verbindung des bis dahin zeitweilig noch als Schiffsliegeplatz genutzten Kattenstieg zum NOK geschlossen.

Bildrechte: nicht bekannt

1930 Kattenstieg - Schiffs-Liegeplatz, Werft-Standort, Badeanstalt b

1930 Kattenstieg - Schiffs-Liegeplatz, Werft-Standort, Badeanstalt

1930 Kattenstieg - Schiffs-Liegeplatz, Werft-Standort, Badeanstalt.
Der Kattenstieg - eine Aufweitung am NOK - diente lange Zeit als Liegeplatz für die Schiffe der Burger Schiffer.
Das Foto zeigt vorne rechts die "BERTHA" von Günther Schöning, in der Mitte die Tjalk "Seestern" von Johannes Wilstermann und ganz links die ehemalige Segelschute "GERD SCHÖNING" von Theodor Schöning.
Rechts am Bildrand sind Gebäude der ehemalgen Schöning´schen Werft zu erkennen.
Bis in die 1930er Jahre hatte für die auf der Wilsterau verkehrenden Schiffer die Möglichkeit bestanden, von der Wilsterau direkt in den Kaiser-Wilhelm-Kanal (heute: Nord-Ostsee Kanal bzw. Kiel Canal bzw. NOK) und weiter auch in die Burger Au zu gelangen.
Im Zuge des Baues des Kaiser-Wilhelm-Kanals waren Schleusen erbaut und 1895 in Betrieb genommen worden. Sie ermöglichten die Verbindungen vom Kanal zur Holstenau/Wilsterau und auch zur Burger Au.
Die Schleuse zur Burger Au lag am nördlichen Ende der Gewässeraufweitung Kattenstieg, welche einen offenen Zugang zum Kaiser-Wilhelm Kanal (NOK) hatte und als Liegeplatz und Werftstandort diente. Am Kattenstieg wurde bald auch eine Badeanstalt eingerichtet.
Der Liegeplatz am Kattenstieg wurde wegen des moorigen Untergrundes seiner Ufer jedoch nie als Lösch- und Ladeplatz genutzt.
Mit dem 01. April 1933 wurde der Betrieb der Schleuse zur Burger Au eingestellt; die Schleuse zur Holstenau/Wilsterau war bereits zuvor einer Kanalverbreiterung zum Opfer gefallen und wegen der bedeutungslos gewordenen Schifffahrt auf diesem Teil der Gewässer nicht wieder errichtet worden.
1971 wurde die bis dahin offene Verbindung des bis dahin zeitweilig noch als Schiffsliegeplatz genutzten Kattenstieg zum NOK geschlossen, nachdem bereits zuvor schon die Dalben gezogen worden waren.

Bildrechte: nicht bekannt

1930 Vachelederwerke Ballin, Wilsterau im Landrecht

1930 Vachelederwerke Ballin an der Rumflether Straße in Wilster

1930 Vachelederwerke Ballin, Wilsterau im Landrecht
Über die Zeitraum mehrerer Jahrzehnte war Wilster ein bedeutender Standort der Lederindustrie.
Die Lederwerke von Falk & Schütt in Rumfleth sowie die Lederwerke „Gebrüder Böhme“, später Vacheleder-Fabrik "Ballin" an der Rumflether Straße bewirkten, dass Wilsters Bevölkerung in den Jahren 1890 bis 1901 von 2716 auf 5124 Einwohner wuchs.
Die Lederwerke der Gebrüder Böhme brannten 1903 ab, wonach dann die dänischen "Vachelederwerke Ballin GmbH" im Jahr 1907 die zerstörten Gebäude modernisiert wieder aufbauen ließ und den Betrieb aufnahm.
Nach dem II. Weltkrieg und dem zuvor bereits eingetretenen Niedergang der wilsteraner Lederindustrie etablierte sich 1948 in den Gebäuden die Firma Wilhelm Krause GmbH - Fabrik für elektrische Heiz und Kochgeräte. Etwa um 1952 wurde die Fabrik verlagert und gab ihren Standort in Wilster auf.
In die Gebäude der Lederwerke zog Mitte der 1950er Jahre das zunächst in Wilster als Sack-Fabrik bezeichnete Unternehmen der Zelte- und Planenfabrik von Friedrich Spies ein. Die Firma besteht unter den Nachkommen des Begründers am Standort Wilster heute noch.

Bildrechte: Ludwig Behning, Wilster
Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1930 Wilsterau bei Kathen und Bischof

ca. 1930 Wilsterau bei Kathen und Bischof

ca. 1930 Wilsterau bei Kathen und Bischof
In sanften Windungen schlängelt sich die Wilsterau auf ihrem Weg zum Kasenort durch die ebene Wilstermarsch.
Der Blick geht von der Kathener Seite über die Wilsterau hinweg nach Bischof. Bei dem stattlichen Gehöft handelt es sich um den Hof 232 (gem. dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild") von Reimer Heesch.
Das Gebäude unterscheidet sich erheblich von den anderen Höfen in der Wilstermarsch dadurch, daß sein Wohnteil zwei Vollgeschosse aufweist.
Der 1764 erbaute Hof steht heute unter Denkmalschutz!
Der an der Wilsterau entlang führende Zufahrtsweg war bis weit in die 1950er Jahre unbefestigt.

Bildrechte: nicht bekannt

1931 Frachtschiff auf der Wilsterau im Winter 1930/31

1931 Frachtschiff auf der Wilsterau im Winter 1930/31
1931 Hafen Rosengarten an der Wilsterau im Winter 1930/31
931 Hafen Rosengarten an der Wilsterau im Winter 1930/31
1934 Werkstätte des Tischlermeisters und Bootsbauers Heinrich von Holdt an der Wilsterau

Winter 1931 Wilsterau am Rosengarten und am Helgenland
Die Wilsterau bietet sich dem Betrachter noch als Wasserweg (schiffbares Gewässer I. Ordnung);
am Helgenland ist das Gewässer (der Stadtarm) noch erheblich breiter als im heutigen Zustand.
Bild 1 Ein Frachtschiff liegt in der zugefrorenen Wilsterau etwa in Höhe der Waffenhalle; das Helgenland wird nur noch als Gartenland genutzt.
Bild 2 Vom Quai am Rosengarten führt eine breite Treppe hinunter zur Wasserfläche der Wilsterau
Bild 3 Blick von der Fußgängerbrücke am Rosengarten auf das an der Deichstraße gelegene Grundstück von Holdt
Bild 4 Blick von der Brücke auf die von Heinrich von Holdt im Jahre 1932 errichtete Werkstatt seiner Tischlerei; davor posieren seine Mutter Frida von Holdt sowie die gleichnamige Schwester.

Bildrechte: Frida von Holdt

1931 Wilsterau, Häuser an der Deichstraße

1931 Wilsterau, Häuser an der Deichstraße

1931 Wilsterau, Häuser an der Deichstraße
Die Häuser an der Deichstraße und an der Straße Landrecht standen - so wie heute noch - vielfach mit ihren Rückseiten unmittelbar an der Wilsterau.
Die abgebildeten Gebäude gehören zu den Häusern 31 bis 34 an der Deichstraße.
Im Hintergrund links ist der aufgeständerte Fusgängersteg erkennbar, welcher im Zuge des Fußweges von der Deichstraße zur Straße "Hinter der Stadt" (heute: Hans-Prox-Straße) die Wilsterau überquerte.
Die Wilsterau, ein schiffbares Gewässer I. Ordnung, wurde seinerzeit noch von kleinen Frachtschiffen befahren, welche die Lederwerke und die Futtermittelfabrik an der Rumflether Straße bedienten. Daher hatte das schmale Gewässer in seiner gesamten Breite eine erhebliche Sohltiefe, weshalb anstelle natürlicher Uferböschungen das seitliche Gewässerbett von Uferverbauen - den sogenannten Vorsetzen - begrenzt war. Sehr häufig befanden sich diese Uferverbaue in einem wenig Vertrauen erweckenden Zustand.

Bildrechte: Theoder Möller (1900 - 1953), Kiel
welcher seine Fotos 1950 dem Landesamt für Denkmalpflege Schleswig-Holstein übereignete, in dessen Fundus sie sich jetzt befinden.

1932 Blick über den Rosengarten auf die Stadt

1932 Blick über den Rosengarten auf die Stadt Wilster

1932 Blick vom Hause Falk (Gaststätte „Radfahrers Ruh“) in der Neustadt auf den Rosengarten (rechts) und die Wilsterau sowie die Häuser der Deichstraße; alles überragt von der St. Bartholomäus Kirche und ihrem 52 m hohen Turm.
Unten rechts ist der Platz am Rosengarten und die Wilsterau erkennbar. Auf der anderen Seite des Gewässers steht noch der schöne Fachwerk-Speicher der Bäckerei Kühl.
Hinter der Werkstatt und dem Wohnhaus des Tischlermeisters Heinrich von Holdt steht auf der gegenüber liegenden Straßenseite der Deichstraße ein großes Wohnhaus, welches kurz darauf abgebrochen wurde. Hier wurden kurz danach die Gebäude der Niederlage Wilster der Bavaria und St. Pauli Brauerei errichtet (Verwalter war der Braumeister Wilhelm Köberlein); zuvor wurde hier die Bierhandlung von Albin Schrödel betrieben.

Ganz im Hintergrund ist der hohe Schornstein der Genossenschafts Meierei Wilster an der Tagg-Straße erkennbar.

Bildrechte: Urheberrecht ist nicht verzeichnet; den Abzug erhielt ich von Werner Behning, Wilster, aus dessen Sammlung er auch stammt

1932 Bootstransport am Rosengarten und der Neustadt

1932 Bootstransport am Rosengarten und der Neustadt in Wilster
1932 Bootstransport am Rosengarten und der Neustadt in Wilster
1932 Bootstransport am Rosengarten und der Neustadt in Wilster

1932 Bootstransport am Rosengarten und der Neustadt
Am Rosengarten, dem alten Hafen der Stadt Wilster, wird mittels des dort vorhandenen Krans eine geklinkerte Segeljacht aus dem Wasser an Land geholt. Der Kran wurde in den 1950er Jahren leider beseitigt. Leider mangelte es den Verantwortlichen der Stadt vielfach an dem nötigen Gespür, bauliche Zeugen der Stadtgeschichte zu erhalten.
Das ehemalige Rettungsboot war zuvor von dem späteren Wilsteraner Tischlermeister und Bootsbauer Heinrich von Holdt zu einer Segeljacht umgebaut worden. Auf einem provisorischen Bootswagen wird das Boot durch die Neustadt zu seinem Winterlager transportiert.
Bild 3 zeigt den Zugang vom Rosengarten zur Neustadt
Die Häuserzeile in der Neustadt fiel in den 1960er Jahren der Stadtsanierung zum Opfer

Bildrechte: nicht bekannt

1932 Seglertreffen der Gruppe Nedderelv auf der Wilsterau

1932 Seglertreffen der Gruppe Nedderelv auf der Wilsterau
1932 Seglertreffen der Gruppe Nedderelv auf der Wilsterau
1932 Seglertreffen der Gruppe Nedderelv auf der Wilsterau
1932 Seglertreffen der Gruppe Nedderelv auf der Wilsterau

1932 Seglertreffen der Gruppe Nedderelv auf der Wilsterau am Großen Brook
Die Seglervereinigung Wilster war von Heinrich von HoIdt (er war viele Jahre ihr Vorsitzender) maßgeblich mit initiiert und am 16.01. Januar 1932 in der Gaststätte „Goldener Anker“- von Heinrich Krumm - [Bei der Schott-Brücke] gegründet worden.
Schon im seinem Gründungsjahr gelang es dem jungen Verein - Seglervereinigung Wilster SVW - aus besonderem Anlaß viele Segeljachten auswärtiger Segler zu einem Besuch der Stadt Wilster zu bewegen. Es gelang nämlich - wohl auch wegen der zeitgleichen Feier 650 Jahre Stadtrechte Wilster - das Treffen der Segler der Gruppe Niederelbe (Nedderelv) auszurichten.
In sehr großer Anzahl machten über die Toppen geflaggte Segelyachten auf der Wilsterau am Großen Brook fest.
Bild 1 zeigt auf der Wilsterau in Bischof eine Gruppe Segelyachten, welche nach Durchschleusung am Kasenort Richtung Wilster fahren.
Bilder 2 bis 4 zeigen die auf der Wilsterau am Großen Brook dicht gedrängt liegenden Segelboote, denen sogar die Berufsschiffer ihre Liegeplätze überließen.
Im Hintergrund rechts sind Häuser der Mühlenstraße erkennbar.
Im Erdgeschoß des villenartigen Hauses Mühlenstraße 5 wohnte einige Jahre der Begründer dieser Heimat-Seite mit seiner Familie.

Bildrechte:
Bild 1: nicht bekannt
Bilder 2 und 4: Ludwig Behning, Wilster
Bild 3: Carl Kuskop, Wilster

1933 Sportboote auf der Wilsterau am Helgenland

1933 Sportboote auf der Wilsterau am Helgenland in der Stadt Wilster

1933 Sportboote auf der Wilsterau am Helgenland
Blick von der Fußgängerbrücke am Rosengarten nach Norden auf den Stadtarm der Wilsterau und seine Einmündung in den Hauptarm.
Links liegt das zu der Zeit zum Grundstück der Kohlenhandlung Martin Krumm gehörende Helgenland, auf dem früher die wilsteraner Werften betrieben wurden.
Das Ufer links ist besetzt mit Kopfweiden,
rechts sind die Rückseiten der Häuser an der mittleren Deichstraße zu erkennen; das Gebäude im Vordergrund ist der Speicher der Eisenwaren- und Kolonialwarenhandlung von Hans Kloppenburg an der Wende. Offenbar wurde die Uferwand des Gebäudes kurz zuvor erneuert, so wie auch der rechts davor vorhanden gewesene ehemalige Speicher der Gaststätte "Zur Wende" beseitigt und dort gleichfalls die Uferwand erneuert wurde.
Das Foto verdeutlicht, daß der Segelsport in Wilster Einzug gehalten hat (Die Segler-Vereinigung Wilster wurde 1932 gegründet), denn in Höhe des Hauses des Tischlermeisters Paul Schulz (heute Stitterich) liegt eine kleine Segeljacht. Alfred Stitterich, der Ehemann der Tochter Wilma, gehörte zu den Gründungsmitgliedern der SVW.

Bildrechte: Verlag Hans Andres, Hamburg
Anmerkung: So anerkennenswert es ist, dass der historische Stadtarm der Wilsterau im betrachteten Bereich erhalten blieb, um so unverständlicher ist es, dass die Stadt Wilster den heute von den angrenzenden Ufergrundstücken weit in das Gewässerprofil hinein reichenden Gehölzbewuchs nicht regelmäßig drastisch zurückschneiden läßt!
Die Aufstellung einer kleinen Informationstafel am Rosengarten mit Hinweisen auf die für die Geschichte der Stadt sehr bedeutsame historische Funktion dieses Flussabschnittes als Wasserstraße und Hafen jedenfalls bleibt unzureichend, wenn nicht zugleich für interessierte Besucher die ehemalige Situation optisch erlebbar gemacht wird!

1933 Wilsterau am Rosengarten

1933 Wilsterau am Rosengarten, dem alten Hafen der Stadt Wilster
1933 Wilsterau am Rosengarten, dem alten Hafen der Stadt Wilster

1933 Entschlammung der Wilsterau am Rosengarten
Wie die von der Fußgängerbrücke am Rosengarten gemachte Aufnahme zeigt, wurde das Hafenbecken in überwiegender Handarbeit entschlammt.
Hinten links ist der durch die Stadt führende Arm der Wilsterau erkennbar (dieser Arm wurde 1953 verrohrt, wodurch die rasche Wiederverschlickung des Gewässers am Rosengarten gefördert wurde);
nach rechts zweigt das 1973 ebenfalls verrohrte Bäckerstraßenfleth (es hatte im Mittelalter für die sogenannte Neue Seite die Funktion eines Burggrabens) ab.
Der schöne urtümliche Drehkran rechts wurde Mitte der 1950er Jahre beseitigt, denn man hatte damals an der Erhaltung einer derartigen für das Gesamtensemble bedeutsamen Anlage leider kein Interesse.
Der Quai rechts sowie die vom Rosengarten zum Wasser herabführende Treppe sind in gutem Zustand
Links im Anschnitt ist der schöne - später leider ebenfalls beseitigte - Fachwerkspeicher der Bäckerei Kühl erkennbar.

Bild 1: Bildrechte Werner Behning, Wilster, aus dessen Sammlung ich den Abzug erhielt
Bild 2: Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1933 Wilsterau am Rosengarten

1933 Wilsterau am Rosengarten in der Stadt Wilster

1933 Wilsterau am Rosengarten nach deren Entschlammung
Am Rosengarten, dem alten Hafen der Stadt Wilster, ist auf der Wilsterau kein Bootsbetrieb mehr vorhanden; der Quai und die Dalben sind verwaist. Die Fußgängerbrücke bildet – wie heute noch - die Verbindung vom Rosengarten zur Deichstraße.
Vor der Brücke ist die Werkstatt des Wilsteraner Tischlermeisters und Bootsbauers Heinrich von Holdt noch nicht errichtet; ganz rechts steht der schöne Fachwerkspeicher der Bäckerei von August Kühl (später Willy Kühl).

Bildrechte: Heinrich von Holdt

1935 Ausbau einer Segeljacht auf dem Helgenland

1935 Ausbau einer Segeljacht auf dem Helgenland in der Stadt Wilster
1935 Ausbau einer Segeljacht auf dem Helgenland in der Stadt Wilster
1935 Klinkerbeplankte Wilsteraner Segeljacht auf Tour

1935 Ausbau einer Segeljacht auf dem Helgenland
Den Ausbau der Segeljacht in Klinkerbeplankung führte der junge Wilsteraner Tischlermeister Heinrich von Holdt unter freiem Himmel auf dem an den Rosengarten angrenzenden Helgenland durch.
Es handelt sich vermutlich um die KLABAUTERMANN, welche Heinrich von Holdt vom Seglerkameraden Werner Scharf erworben hatte und nach dem Umbau den Namen FIDJE II gab. Später wurde das Boot an Heinrich Horn verkauft, bei welchem es den Namen MÖWE II führte.
Während der Arbeit erhält Heinrich von Holdt Besuch von seiner Schwester Frieda - nach deren Kosenamen "Fidje" er bereits sein erstes Segelboot benannt hatte - und seiner Ehefrau Annemarie und dem Nachbarmädchen Inge Eggers. (Bild 1)
Im Hintergrund sind links Häuser an der Straße "Hinter der Stadt" (heutige Hans-Prox-Straße) sowie rechts an der Deichstraße zu erkennen.
Für welchen der damaligen Wilsteraner Segler die kleine Segeljacht ausgebaut wurde, ist leider nicht überliefert. Bild 3 zeigt die Jacht anläßlich einer Tour mit einigen der damaligen Segelkameraden an Deck; im Vordergrund Heinrich von Holdt, hinten links Oswald Bruhn.

Bildrechte: Privatfotos Familie von Holdt, Wilster

1935 Schleuse der Wilsterau/Holstenau am Kaiser-Wilhelm-Kanal

Schleuse der Wilsterau/Holstenau am Kaiser-Wilhelm-Kanal
Kartenausschnitt aus der „Newe Landkarte von dem Ampte Steinborg“ 1651

ca. 1935 Schleuse der Wilsterau/Holstenau am Kaiser-Wilhelm-Kanal
Bis in die 1930er Jahre bestand für die auf der Wilsterau verkehrenden Schiffer die Möglichkeit, von der Wilsterau direkt in den Kaiser-Wilhelm-Kanal (heute: Nord-Ostsee Kanal bzw. Kiel Kanal) und weiter auch in die Burger Au zu gelangen.
Das alte Luftbild zeigt sowohl – östlich des Kanals - die Schleuse zur Holstenau, als auch – westlich des Kanals - an der Ausbuchtung des Kattenstiegs die Schleuse zur Burger Au.
Die Holstenau-Schleuse wurde von dem an der Kattenstieg - Schleuse wohnenden Schleusenwärter mit bedient. Wenn die Schiffe Signal gaben, ruderte er zwecks Verrichtung seiner Arbeit über den Kanal; zuletzt wurde die Aufgabe mit Miele Rehder von einer Frau ausgeführt.
Über sehr lange Zeiträume war ein ganz wesentlicher Teil des Handels für Süderdithmarschen über die Wilsterau und Burger Au erfolgt, woran Schiffer aus Wilster und Burg großen Anteil hatten. Eine weitere Verbindung von Burg zur Elbe war früher mit der Passage von der Burger Au über den Kudensee und den um 1765 gegrabenen Burg-Kudenseer Kanal nach Büttel und die dortige Deichschleuse gegeben.
Die Schleuse zur Wilsterau/Holstenau ist einer Kanalverbreiterung zum Opfer gefallen; die Schleuse zur Burger Au wurde verfüllt. Die Schifffahrt auf den Gewässern war allerdings bereits zuvor zum Erliegen gekommen. Die den Kanal und die Burgerau verbindende Schleuse am Kattenstieg Au wurde 1937 geschlossen, 1940 wurde sie zugeschüttet. Der Kattenstieg, der alte Burger Liege- und Werftplatz, wurde 1971 vom Kanal abgeschnitten.
Die Wilsterau führt von alters her ihren Namen erst ab dem Zusammenfluß ihres Quellgewässers Holstenau mit der Burger Au. Der Lauf der Holstenau bildete über Jahrhunderte die Grenze zwischen dem Land der Holsten und dem der Dithmarscher.

Zur besseren Orientierung hinsichtlich der auf dem Luftbild erkennbaren Örtlichkeiten sind noch beigefügt:
Bild 2: Kartenausschnitt aus Google Maps
Bild 3: Kartenausschnitt aus der Kreiskarte Süderdithmarschen (in Topographischer Atlas 1966)
Bild 4: Kartenausschnitt aus der „Newe Landkarte von dem Ampte Steinborg“ 1651

Bildrechte am Luftbild: Wasser- und Schifffahrts Verwaltung.

1935 Wilsterau am Bischofer Deich, am Brook, in Bischof

1935 Wilsterau am Bischofer Deich
1935 Wilsterau am Bischofer Deich
1935 Wilsterau am Brook
1935 Wilsterau in Bischof bei Wilster

ca. 1935 Wilsterau am Bischofer Deich, am Brook, in Bischof bzw. Kathen
Bild1 und 2: Wilsterau am Bischofer Deich
Die Wilsterau - vermutlich von der Schweins-Brücke aus gesehen – bietet sich hier dem Betrachter mit einem idyllisch und ländlich anmutendem Bild, obwohl der Gewässerabschnitt in der Stadt gelegen ist.
Im Hintergrund sind die hohen Bäume des Bürgermeister-Garten zu erkennen.
Das Gelände links im Vordergrund ist auch heute noch unbebaut, während auf den Flächen dahinter in den letzten Jahrzehnten eine Neubau-Siedlung entstand.
Hinten rechts beim damaligen städtischen Gelände für die Fäkal-Abfuhr liegt ein kleines und wohl dem Abtransport des Schlammes dienendes Binnenschiff.
Mitte der 1970er Jahre war von Verwaltung und Rat der Stadt Wilster beabsichtigt, diese Strecke des Gewässer ab der Schweins-Brücke zu verrohren. Diese Absicht konnte glücklicherweise von Bürgern (Peter J. von Holdt, der Begründer dieser Heimat-Seite, gehörte dazu) bereits mit der Forderung nach vorheriger Durchführung eines wasserrechtlichen Planfeststellungsverfahrens verhindert werden.
Rückblickend ist es wunderbar, dass es nicht gelungen ist, die Stadt Wilster noch weiter uniform zu machen!
Bild 3: Am Großen Brook gegenüber der Mühlenstraße lag der erste Sportboot-Hafen der Wilsteraner Wassersportler. Die charmante Dame im Vordergrund ist nicht bekannt.
Bild 4: Idyllische Wilsterau im Bereich Bischof/Kathen

Bildrechte: nicht bekannt

1935 Wilsterau am Brook

ca. 1935 Die Wilsterau am Großen Brook.
Auf dem Gelände links haben heute die Wilsteraner Kanuten und Segler ihre Domizile.
Im Hintergrund sind die in Bischof gelegene Brennerkate und ein heute noch bestehendes Wohnhaus zu erkennen.
Auch die hohen Bäume am niedrigen Deich der Wilsterau sind heute noch weitgehend erhalten.
Das Ufer rechts gehört zu Kathen.

Bildrechte: nicht bekannt

1935 Wilsterau am Helgenland, Frachtschiffe, Fischer-Kähne, Sportboote

1935 Wilsterau am Helgenland, Frachtschiffe, Fischer-Kähne, Sportboote

1935 Wilsterau am Helgenland, Frachtschiffe, Fischer-Kähne, Sportboote
Noch mit einem seiner ursprünglichen Funktion als Wasserweg gerecht werdenden relativ breiten Wasserspiegel präsentiert sich die Wilsterau am Helgenland.
Rechts sind die Rückseiten der an der Deichstraße stehenden Häuser zu sehen.
Kleine Fracht-Ewer sowie ein Fischerkahn und zwei Sportboote haben am Ufer festgemacht.
In späterer Zeit wurde leider die Breite des Gewässers und somit seine Wasserfläche durch mehrere wasserrechtlich unzulässige Eingriffe erheblich eingeengt. Im Rahmen von Unterhaltungsarbeiten an der linksseitigen Uferbefestigung wurde das Ufer immer weiter in das ursprüngliche Gewässerprofil hinein verlegt - hierfür wären vorherige wasserrechtliche Verfahren erforderlich gewesen.

Bildrechte: nicht bekannt

1935 Wilsterau in Bischof

1935 Wilsterau in Bischof, Gemeinde Landrecht

1935 Wilsterau in Bischof
Hinter dem niedrigen mit Bäumen bestandenen Deich der Wilsterau führt in Bischof, Gemeinde Landrecht, der Weg von Wilster zum Kasenort auf der gesamten Strecke an der Wilsterau entlang.
Der Bauernhof im Hintergrund ist der Lindenhof (Hof 230 in dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild") von Walter Harder.
Die jenseits der Wilsterau liegenden Flächen liegen in Kathen, Gemeinde Stördorf.

Bildrechte: nicht bekannt

1936 Schleuse am Kasenort

ca. 1936 Außenhaupt der Schleuse am Kasenort (Bild 1 und 2)
Die Mündung der Wilsterau in die Stör war im Zusammenhang mit dem 1926 erfolgten Neubau der Schleuse am Kasenort verlegt worden.
Die neue erstellte Schleuse hat im Bereich ihrer Tore eine Durchfahrtsbreite von 7,00 m.
Das Binnenhaupt der Schleuse war seit dem Niedergang der Schifffahrt Mitte der 1960er mehrere Jahrzehnte lang funktionsuntüchtig und wurde erst in letzter Zeit in Folge des vorbildlichen Wirkens eines Fördervereins wieder hergestellt.
Die am Deich der Stör entlang laufende Straße - gleichzeitig Deichverteidigungsweg - überbrückt im Bereich der Schleuse die Wilsterau mit einer Klapp-Brücke (Bild 3).
Vom Außenhaupt der Schleuse kann man die mächtige Hodorfer Mäanderschleife der Stör gut überblicken (Bild 4). Das Bild verdeutlicht, weshalb die frühe sächsische Bevökerung der Marschen den Fluß als Store (das heißt: die Große) bezeichnete.

Bild 1, 3 und 4: Bildrechte nicht bekannt
Bild 2: Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1938 Ausflugsdampfer vor der Schleuse am Kasenort

1938 Schleuse der Wilsterau am Kasenort
Ein Ausflugsdampfer hat am Anleger vor der Schleuse der Wilsterau am Kasenort festgemacht und nimmt Passagiere auf.
Rechts im Bildanschnitt ist das an der Stör gelegene Unterhaupt der Schleuse mit dem charakteristischen Gestänge der Klappbrücke zu erkennen (Blick von der Stör aus über den Deich).
Ein ähnliches Bild wie vor 70 Jahren bietet sich heute dem Betrachter, wenn die „Germania“ des Wilsteraner Schiffers Peter Brandt in der Schleuse festmacht (also auf der anderen Seite des Deiches).

Bildrechte: nicht bekannt

1938 Wilsterau in Bischof

Die Wilsterau in Bischof
Eingefaßt von den sowohl auf der Bischofer als auch von der gegenüber liegenden Kathener Seite zum Kasenort führenden Straßen bietet die Wilsterau ein malerisches Bild.
Der Weg in Bischof zum Kasenort ist 1938 noch unbefestigt; erst Ende der 1950er Jahre erhielt die Straße einen festen Belag. Auf dem links der Straße gelegenen niedrigen Deich der Wilsterau verlief ein ebenfalls unbefestigter Fuß- und Radweg, der es seinen Benutzern erlaubte, den häufig mit tiefen Furchen zerfahrenen Fahrweg zu vermeiden

Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1939 Gasthof 'Zum goldenen Anker' - Vereinslokal der Wilsteraner Segler

1939 Gasthof 'Zum goldenen Anker' an der Neustadt in der Stadt Wilster
1939 Albertine Krumm, Hafenmeisterin und Wirtin der Gaststätte 'Zum goldenen Anker' an der Neustadt in der Stadt Wilster

1939 Gasthof "Zum goldenen Anker" an der Wilsterau bei der Schott-Brücke
Der Gasthof stand in der Neustadt unmittelbar an der Wilsterau bei der Schott-Brücke.
In der Gaststätte ist am 16. Januar 1932 die SVW - Seglervereinigung Wilster gegründet worden; die Gründung war von Heinrich von HoIdt (er war viele Jahre Vorsitzender der SVW) mit initiiert worden.
In den seit der Gründung der SVW bis heute vorliegenden Protokollbüchern können viele bemerkenswerte Umstände aus der langen Geschichte der Wilsteraner Segler nachgelesen werden. Für den Zeitraum der ersten fünf Jahrzehnte der SVW - von ihrer Gründung bis 1980 - sind aus den Protokollbüchern viele interessante Geschehnisse in der unten aufrufbaren Datei chronologisch zusammengefasst.
Der Inhaber der Gaststätte "Goldener Anker", Heinrich Krumm, war nicht nur Gastwirt, sondern übte zugleich die Funktion eines Hafenmeisters aus. Hierzu gehörte insbesondere die Bedienung des vor der Brücke befindlichen Schotts (Stemmtore). Dieses diente zum Aufstau der Wilsterau, oder um den Flut- bzw. Ebbstrom wahlweise entweder durch den Hauptarm oder die Stadtarme zu leiten.
Häufig mußten die Binnenschiffe an den Dalben vor dem Helgenland festmachen, um dann nach geöffnetem Schott und hinreichend erfolgter Absenkung des Wasserspiegels die Schott-Brücke unterfahren zu können.
Auch am Bäckerstraßenfleth war vor dessen Unterquerung des Neumarktes ein Schott in Form eines beweglichen Plattenschütz bzw. Hubschütz vorhanden.
Bis in die 1960er Jahre wurden mittels des Schott die Wasserstände in der Wilsterau reguliert und Spülströme für die Stadtarme aktiviert, was jedoch ab der zu Beginn der 1950er Jahre begonnenen Verrohrung des Stadtdurchganges der Wilsterau hydraulisch nicht mehr funktionieren konnte – ein wasserbaulicher Mißgriff.
Nach dem 1937 erfolgten Tod ihres Ehemannes führte die Witwe Albertine Krumm (Bild 2) nicht nur die Gaststätte weiter, sondern sie sie übte auch bis 1958 die Stelle des Hafenmeisters aus. "Tine Düchtig", wie sie von manchen sowohl anerkennend als auch etwas despektierlich genannt wurde, erlangte als einzige Hafenmeisterin in Deutschland eine überregionale Bekanntheit.

Bildrechte: nicht bekannt

Hier finden Sie noch weitere Informationen (als Datei)

1940 Wilsterau zwischen Deichstraße und Helgenland

1940 Wilsterau zwischen Deichstraße und Helgenland in der Stadt Wilster

1940 Wilsterau zwischen Deichstraße und Helgenland
Blick von der Fußgängerbrücke am Rosengarten auf den zwischen Helgenland (links) und den Häusern (rechts) an der Deichstraße gelegenen Stadtarm der Wilsterau, welcher seinerzeit noch seine ursprüngliche Breite hatte.
Im Hintergrund ist die Einmündung des Stadtarmes (ursprünglicher Lauf der Wilsterau) in den Hauptarm zu erkennen. Die jenseits des Hauptarmes zu sehenden Gebäude stehen an der Hans-Prox-Straße, der seinerzeitigen "Hinter der Stadt".
Das Helgenland war in früherer Zeit Standort der Wilsteraner Werften.
Gegenwärtig ist das Gewässerbett des Stadtarmes der Wilsterau durch Vorverlegung des linksseitigen Ufers erheblich eingeengt. Überdies versperrt der an der Böschung unkontrolliert aufgewachsene ungepflegte Gehölzbewuchs den Blick auf das Gewässer, welches früher für die Handelsschifffahrt der Zugang zum historischen Wilsteraner Hafen am Rosengarten war. Der historische Begründungszusammenhang zwischen dem Gewässer und dem Entstehen der Stadt Wilster an ihm, läßt sich für den Betrachter nicht mehr nachvollziehen.
Auf dem Foto ist rechts der direkt an der Wilsterau stehende Speicher des Kaufmanns Hans Kloppenburg zu erkennen, dessen Geschäft (Eisenwaren und Kolonialwaren) sich an der Wende befand.
Am linken Ufer liegen mehrere Ruderboote, welche seinerzeit Wilsteraner Anglern und Sportfischern gehörten.

Zu dem abgebildeten Abschnitt der Wilsterau hat der Begründer der Heimatseite "mein-wilster", Peter J. von Holdt, eine ganz besondere emotionale Bindung. In seiner Grundschulzeit hatte er sich als Kleiner König der Wilsterau gefühlt, wenn er diese ausgehend von dem abgebildeten Gewässerabschnitt mit seinem eigenen kleinen Ruderboot - einem Dinghi - befuhr.
In der unten aufrufbaren Datei kann aus seinen Jugenderinnerungen der Abschnitt "Der Kleine König der Wilsterau" nachgelesen werden.

Bildrechte: Werner Behning, Wilster
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

Hier finden Sie noch weitere Informationen (als Datei)

1942 Blick von der Schottbrücke die Wilsterau und das Helgeland

1942 Blick von der Schottbrücke die Wilsterau aufwärts; rechts das Helgenland

1942 Blick von der Schottbrücke die Wilsterau und das Helgeland
Blick von der Schottbrücke die Wilsterau aufwärts.
Rechts hinten sieht man die Rückseiten der an der Deichstraße gelegenen Häuser.
Etwas links von dem Baum (eine Esche) in Bildmitte mündet der Stadtarm der Wilsterau (vom Rosengarten kommend) in den Hauptarm (Sielwettern) ein.
Das dreiecksförmige Landstück zwischen den beiden Armen der Wilsterau ist das Helgenland, auf dem früher mehrere Werftbetriebe ansässig waren.
Bekannt sind folgende Werften:
1840 bis 1910 Werft von Friedrich Bergmann, danach ab 1886 Martin Bergmann
1856 bis 1884 Werft von Hans Fack, danach Johannes Fack
1861 Reimer Griese
1871 Heinrich Rehder
1879 bis 1890 Werft von Theodor Engel
1885 Martin Bruhn
An der Landspitze des Helgenlandes errichtete später (ca. 1950) Heinrich von Holdt sein Bootshaus, in dem er im Laufe der folgenden Jahrzehnte mehrere hölzerne Segeljachten baute - er war somit der letzte Traditionsträger des Schiffbaues in Wilster.

Bildrechte: Photo und Verlag Hans Andres, Hamburg

1948 Nutzung der Schleuse Kasenort als Dock für Frachtewer

1948 Nutzung der Schleuse Kasenort als Dock für Fracht-Ewer Wilsteraner Schiffer

(geschätzt) 1948 Nutzung der Schleuse Kasenort als Dock
Kammer der Schleuse der Wilsterau am Kasenort; Blick vom Unterhaupt der Schleuse und der über die Klappbrücke führenden Straße (im Vordergrund) in die Schleusenkammer und das Oberhaupt der Schleuse im Hintergrund. Rechts auf der Berme liegt ein Binnenschiff trocken.
Anschaulich verdeutlicht die Aufnahme, wie seinerzeit die Kammer der Schleuse Kasenort von den Wilsteraner Schiffern auch als Dock genutzt wurde. Der ausbuchtende Umfassungsdeich der Schleusenkammer umschließt rechts eine breite Berme. Auf dieser konnten durch Absenkung des Wasserspiegels die dort zuvor plazierten flachkieligen Binnenschiffe abgesetzt werden. Hierdurch war es den Schiffern möglich, auch das Unterwasserschiff ihrer kleinen Frachtewer weitgehend zu inspizieren und gegebenenfalls mit einem neuen Anstrich zu versehen.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Ralf Steffens, Luzern, Schweiz

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