Alte Postkarten aus Wilster

Aktuelle Kategorie: Wilstermarsch Schöpf- und Getreidemühlen

Sie können die einzelnen Bilder durch Anklicken direkt vergrößern.

1882 Spinnkopfmühle auf einem Hausdach in der Neustadt

1882 Spinnkopfmühle auf einem Hausdach in der Neustadt in Wilster
1882 Neustadt in Wilster; Spinnkopfmühle auf einem der Häuser
Aus Fockendorf in der Wilstermarsch stammende Spinnkopfmühle im Freilichtmuseum Molfsee bei Kiel
Konstruktion einer Spinnkopfmühle

1882 Spinnkopfmühle auf einem Hausdach in der Neustadt
Auf mehreren Häusern in Wilster fanden sich Ende des vorletzten Jahrhunderts zur Energiegewinnung genutzte Windmühlen. Diese waren zumeist sogenannte Spinnkopfmühlen - kleinere bauähnliche Varianten der Kokerwindmühle (z.B. Schöpfmühle Honigfleth). Die Spinnkopfmühlen verfügten über eine um den Mühlenkörper herumlaufende Galerie, von welcher aus mittels des Steert der Mühlenkopf mit den Flügeln in den Wind gedreht werden konnte.
Eine aus der Wilstermarsch stammende Spinnkopfmühle kann heute noch im Freilichtmuseum Molfsee bewundert werden; die aus Fockendorf stammende Mühle wurde hier 1966 restauriert und aufgebaut (Bild 3) und ist die einzige in Schleswig-Holstein erhaltene derartige Mühle. Ihre Konstruktion zeigt Bild 4.

Bildrechte:
Bilder 1 und 2: Hans-Peter Mohr, Wilster
Bild 3: Klaus Wätzel, Horst
Bild 4: Hans Finck, Kiel

1892 Getreidemühle RENATA am Kasenort

1892 Getreidemühle RENATA am Kasenort bei der Einmündung der Wilsterau in die Stör

1892 Getreidemühle RENATA am Kasenort
Die 1883 erbauten Getreide-Mühle von H. Meifort am Kasenort war ein sogenannter Galerie-Holländer (so wie die heute noch in Rumfleth vorhandene Mühle); die ehemals königlich privilegierte Kornwindmühle wurde in den 1920er Jahren beseitigt.
Zu dem Anwesen gehörte auch eine Gastwirtschaft mit Kegelbahn – die Gastwirtschaft „Sommerlust“ wurde bis Anfang der 1950er Jahre betrieben.
In Bildmitte ein alter Mündungsarm der Wilsterau; über den Arm der Wilsterau führt eine Brücke, sie liegt in der Linienführung der heutigen Straße nach Kathen.
Die Mündung der Wilsterau wurde 1925 im Zusammenhang mit der Errichtung der neuen Schleuse verlegt.
Links im Hintergrund ist der Deich an der Stör zu erkennen.
In früheren Zeiten gab es in Wilster und der Wilstermarsch eine größere Anzahl Windmühlen mit Mahlgängen für das Getreide. Sie waren königlich privilegiert und ihr räumlicher Zuständigkeitsbereich amtlich festgesetzt. Die Landwirte in den zugeordneten Mahlbezirken waren Zwangsgäste.
Bekannt sind in der Wilstermarsch folgende Korn Windmühlen mit Standorten in:
Brokdorf (die Mühle stand auf dem Deich der Elbe), Kasenort (eine Graupenmühle), Krummendiek, Neumühlen, Uhrendorf, Büttel, "auf dem Stuven", Ecklak, Dammfleth, Averfleth, Rumfleth (die Mühle Aurora)

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Der lange Zeit einen Postkartenverlag in Wilster am Markt betreibende Carl Kuskop war seit 1892 als Photograph in Wilster aktiv.

1895 Getreidemühle im Bereich Landscheide / Neumühlen

1895 Getreidemühle im Bereich Landscheide / Neumühlen in der Gemeinde Beidenfleth
Getreide-Bockmühle aus dem 16. Jahrhundert auf einer Wurt im Bereich Landscheide / Neumühlen
1895 Wohnhaus zur ehemaligen Getreidemühle im Bereich Landscheide / Neumühlen in der Gemeinde Beidenfleth
Im jahre 1831 erbaute Holländer Mühle auf einer Wurt im Bereich Landscheide / Neumühlen

1895 Getreidemühle im Bereich Landscheide / Neumühlen in der Gemeinde Beidenfleth.
An die heute nicht mehr vorhandene Mühle erinnert nur noch der Name der Straße Neumühlen.
Die von Fockendorf bzw. Mückendorf nach Dodenkopp bzw. zur Brokdorfer Landscheide führende Straße Neumühlen liegt auf der Grenze zwischen den Gemeinden Beidenfleth und Dammfleth. Die Straße Neumühlen folgt einem ehemaligen Deich, dem Döwerdiek ( dove = alt, daher: alter Deich).
Die Mühle stand auf einer Wurt auf Beidenflether Gebiet an der Stelle, wo die Grenzen der Gemeinden Beidenfleth, Wewelsfleth und Dammfleth zusammenstoßen und die Grenze zu Brokdorf nicht fern ist.
Eine Mühle an diesem Standort gab es seit dem 16. Jahrhundert, wobei es sich zunächst um eine Bockmühle handelte (sh. Zeichnung Bild 2). In den Jahren 1831/32 wurde die Bockmühle durch die abgebildete Holländer Mühle ersetzt und auch das zugehörige Wohnhaus errichtet. 1897 wurde die Mühle abgebrochen und nach Hochfeld verlegt.
Die Zeichnung Bild 4 zeigt die 1831 errichtete Holländer Mühle, deren Flügel zunächst mit Segeln bespannt waren; die Klappen in den Ruten wurden erst später eingebaut.
Das Wohnhaus (sh. Bild 3) zur vormaligen Kornwindmühle wurde noch in den 1950er Jahren genutzt; wann es beseitigt wurde, ist gegenwärtig noch nicht ermittelt.

Bildrechte:
Fotos: nicht bekannt
Zeichnungen: Johann Richard Peters, Wewelsfleth und Wilster; Marinemaler und Journalist

1899 Wilstermarsch Schöpf-Mühlen - Kokermühlen

1899 Wilstermarsch Schöpf-Mühlen - Kokermühlen

1899 Schöpfmühlen - Kokermühlen - in der Wilstermarsch
Noch nach der vorletzten Jahrhundertwende bestimmten Hunderte von Schöpfmühlen das Landschaftsbild der Wilstermarsch. Im Jahre 1866 hatte es in der Wilstermarsch 284 Schöpfmühlen gegeben, wovon im Jahre 1921 immer noch 107 vorhanden waren.
Diese vom Wind angetriebenen und heute in der Wilstermarsch fälschlich Bockmühlen genannten Schöpfmühlen schöpften mittels einer archimedischen Schnecke das Wasser aus den Entwässerungsgräben in die höher gelegenen Wettern. Sie hielten die unter dem Meeresspiegel liegende Marsch trocken.
Das Wahrzeichen der Wilstermarsch, die Bockmühle Honigfleth, ist keine Bockmühle, sondern entsprechend ihrer Bauart eine Köcherwindmühle bzw. Kokerwindmühle, auch kurz Kokermühle genannt; vielfach wurde diese Mühlenart auch Wippmühle genannt.
Bockmühlen sind fast ausnahmslos immer Getreidemühlen und können bautechnisch nie Wasserschöpfmühlen sein. Die Schöpfmühlen der Wilstermarsch hatten anstelle des Bockes einen Koker bzw. Köcher, sie waren Kokermühlen.
Quelle: freundlicher Hinweis durch J.S. Bakker, Schriftleiter des Monatsheftes "Molenworeld" in den Niederlanden
Die letzte Schöpfmühle ihrer Art konnte erhalten werden und hat in Honigfleth einen Standort gefunden, wohin sie 1960 versetzt wurde.

Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1900 Brokdorf - Windmühle auf dem Deich der Elbe

1900 Brokdorf - Windmühle auf dem Deich der Elbe

1900 Windmühle auf dem Deich der Elbe bei Brokdorf
Bis in das Jahr 1940 stand auf dem Elbdeich bei Brokdorf eine Korn-Windmühle (ein sogenannter Erd Holländer).
Aus Sicht der Sicherheit der Landesschutzdeiche ist es heute unverstellbar, daß ein derartiges Bauwerk auf einem Deich geduldet wurde.
Die Brokdorfer Mühle war eine königlich privilegierte Mühle, der ein konkret bestimmter Mahlbezirk zugewiesen war; eine erste Brokdorfer Mühle ist 1595 erwähnt.
Das der auf dem Deich stehenden Mühle zugehörige Wohnhaus sowie das übrige Betriebsgelände mit der Dampfmühle lag im Schutz des Deiches; die Windmühle wurde 1940 abgebrochen.

Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder Fotos von den Originalnegativen erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1910 Dampf-Pumpwerk in Averfleth a

1910 Dampf-Pumpwerk in Averfleth der Neuendorf-Sachsenbander Entwässerungsgenossenschaft; Fototafel mit Darstellung eines einschneidenden Wandels in der Entwässerungstechnik der Wilstermarsch
1910 Dampf-Pumpwerk in Averfleth der Neuendorf-Sachsenbander Entwässerungsgenossenschaft
1910 Erläuterungstafel frühere und "jetzige" Entwässerung

1910 Dampf-Pumpwerk in Averfleth
Fototafel mit Darstellung eines einschneidenden Wandels in der Entwässerungstechnik der Wilstermarsch, welcher das Ende der so lange das Landschaftsbild der Wilstermarsch prägenden Schöpfmühlen einleitete.
Der heutige Sielverband Neuendorf-Sachsenbande ist 1906 als Neuendorf-Sachsenbander Entwässerungsgenossenschaft gegründet worden. Es bestand die Absicht, das etwa 1.400 Hektar große Entwässerungsgebiet künftig mit modernen leistungsfähigen Schöpfwerken anstelle der ca. 50 vorhandenen Windmühlen (Wipp-Mühlen und Achtkant-Mühlen) zu entwässern.
Bereits im Herbst 1906 wurde mit dem Bau des Dampf-Pumpwerkes in Averfleth begonnen, in dessen Kesselhaus mit dem hohen Schornstein zwei jeweils 40 PS aufweisende Dampfmaschinen aufgestellt wurden.
Die abgebildeten Fotografien wurden von dem damaligen Meliorations-Bausekretär Struve am 18. Mai 1910 gefertigt.
Bild 1: Fototafel frühere und "jetzige" Entwässerung.
Bild 2: Dampfschöpfwerk Averfleth
Bild 3: Erläuterungstafel
Bild 4: Rückseite der Fototafel mit Vervielfältigungsauftrag
Das Pumpwerk war ein halbes Jahrhundert lang in Betrieb, bis es 1960 mit dem Bau des Hauptschöpfwerkes Averfleth stillgelegt wurde. Am Bau des neuen Schöpfwerkes wirkte 1960 Peter von Holdt - der Betreiber von mein-wilster - als junger Maurerlehrling mit.

Bildrechte: Struve, Meliorations-Bausekretär

1910 Dampf-Pumpwerk in Averfleth b

1910 Wilstermarsch Schöpfmühle - eine sogenannte Wipp- oder Kokermühle
1910 Innenansicht vom Maschinenhaus des Dampf-Pumpwerkes in Averfleth
1910 Wilstermarsch Schöpfmühle - eine sogenannte Wipp- oder Kokermühle
1910 Wilstermarsch Schöpfmühle - eine sogenannte Achtkantmühle

1910 Dampf-Pumpwerk in Averfleth
Fotos mit Darstellung eines einschneidenden Wandels in der Entwässerungstechnik der Wilstermarsch, welcher das Ende der so lange das Landschaftsbild der Wilstermarsch prägenden Schöpfmühlen einleitete.
Der heutige Sielverband Neuendorf-Sachsenbande ist 1906 als Neuendorf-Sachsenbander Entwässerungsgenossenschaft gegründet worden. Es bestand die Absicht, das etwa 1.400 Hektar große Entwässerungsgebiet künftig mit modernen leistungsfähigen Schöpfwerken anstelle der ca. 50 vorhandenen Windmühlen (Wipp-Mühlen und Achtkant-Mühlen) zu entwässern.
Bereits im Herbst 1906 wurde mit dem Bau des Dampf-Pumpwerkes in Averfleth begonnen, in dessen Kesselhaus mit dem hohen Schornstein zwei jeweils 40 PS aufweisende Dampfmaschinen aufgestellt wurden.
Die abgebildeten Fotografien wurden von dem damaligen Meliorations-Bausekretär Struve am 18. Mai 1910 gefertigt.
Bild 1: Innenansicht vom Maschinenhaus des Dampf-Pumpwerkes in Averfleth
Bild 2: Innenansicht vom Maschinenhaus des Dampf-Pumpwerkes in Averfleth
Bild 3: Schöpfmühle - eine sogenannte Wipp- oder Kokermühle (in der Wilstermarsch vielfach fälschlich Bock-Mühle genannt).
Bild 4: Schöpfmühle - eine Achtkantmühle.
Das Pumpwerk war ein halbes Jahrhundert lang in Betrieb, bis es 1960 mit dem Bau des Hauptschöpfwerkes Averfleth stillgelegt wurde. Am Bau des neuen Schöpfwerkes wirkte 1960 Peter von Holdt - der Betreiber von mein-wilster - als junger Maurerlehrling mit.

Bildrechte: Struve, Meliorations-Bausekretär

1911 Dampfmühle Averfleth an der Wilsterau

1920 Dampfmühle Averfleth an der Wilsterau
1920 Dampfmühle Averfleth an der Wilsterau
alte Landkarte mit dem Mühlenstandort in Averfleth (

ca. 1911 Dampfmühle Averfleth
Eigenwillige Konstruktion eines Schornsteins.
Die offenkundig auf einem alten Mühlenstandort (sh. Bild 3) unmittelbar an der Wilsterau in Neuendorf-Sachsenbande vorhanden gewesene Mühle ist seinerzeit von Windkraft auf Motorkraft (Dampfmaschine) umgerüstet worden.
Im Hintergrund ist der ihrer Flügel bereits beraubte Torso der alten Windmühle zu erkennen, während vorne das Maschinenhaus am Ufer der Wilsterau steht. Die Umrüstung auf den Dampfbetrieb wird, wie das Foto Dokumentiert, gerade durchgeführt. Durch den großen Mauerdurchbruch wurde offenbar die Maschinenanlage in das Gebäude geschafft. Der hohe und mit einer Gitterkonstruktion sowie Abspannungen gesicherte hohe Schornstein wird auf dem Dach des Gebäudes montiert, auf dem mehrere Personen zu erkennen sind (Bild 1).
Nachdem nur noch der Mauerdurchbruch des Maschinenhauses wieder zu verschließen ist, posieren Eigner und Handwerker nach verrichteter Arbeit (Bild 2).

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

1920 Schöpfmühle, Ernte in der Wilstermarsch

ca. 1920 Schöpfmühle in der Wilstermarsch
Repro einer alten Ansichtskarte
Mehrere Hundert der in den Wind drehbaren Kokermühlen sicherten vor 100 Jahren die Entwässerung der Wilstermarsch; sie pumpten das Wasser aus den Sammelgräben in die hoch gelegenen Wettern.
Bei der Ernte wurde das Getreide bis in die 1950er Jahre nach dem Schnitt zum Trocknen in sogenannte Hocken aufgestellt. Zuvor wurde das frisch gemähte Getreide von Hand gebündelt und verknotet; die so entstandenen Garben wurden mit den Ähren nach oben in Hocken aufgestellt. Eine Roggenhocke bestand aus 18 Garben, eine Haferhocke aus 14 Garben. Erst nach einigen Tagen Trocknungszeit wurde das Getreide zu der am Bauernhof stationierten Dreschmaschine gebracht.

Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster
Sammlung Werner Behning
Anmerkung:
Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder Fotos von den Originalnegativen erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1923 Kornwindmühle in Ecklak-Austrich

1923 Kornwindmühle in Ecklak-Austrich in der Wilstermarsch

1923 Kornwindmühle in Ecklak-Austrich
In der erst 1867 gebildeten Wilstermarsch Gemeinde Ecklak bestand im Ortsteil Ecklak-Austrich seit etwa Hälfte des vorletzten Jahrhunderts eine Kornwindmühle. Die unmittelbar an der Wilsterau stehende Mühle mußte durch Menschenkraft in den Wind gestellt werden. Erst im Jahre 1914 baute der Wilsteraner Mühlenbauer Johann Meyer die Mühle völlig um, wobei das Bauwerk eine Galerie und auch eine Windrose erhielt, um sich selbsttätig in den Wind zu stellen.
Um 1940 wurde der Mühlenbetrieb eingestellt; die Mühle wurde in den 1950er Jahren abgebrochen.

Bildrechte: nicht bekannt

1930 Schöpfmühlen an der Neufelder Wettern und im Burger Feld

1930 Schöpfmühlen an der Neufelder Wettern in der Wilstermarsch
ca. 1920 Schöpfmühlen im Burger Feld
ca. 1920 Schöpfmühlen im Burger Feld
1930 Schöpfmühlen an der Neufelder Wettern in der Wilstermarsch

1930 Schöpfmühlen an der Neufelder Wettern (Oberlauf der Kampritter Wettern)
Bilder 1 und 4: Zwei unterschiedliche Generationen an Schöpfmühlen der Wilstermarsch zeigen diese Aufnahmen.
Im Vordergrund links steht eine Koker-Mühle oder auch Wipp-Mühle, die in der Wilstermarsch unzutreffend Bock-Mühle genannt wird. Sie schöpft mittels einer archimedischen Schnecke das Wasser aus dem tiefer gelegenen Sammelgraben in die höher gelegene Wettern.
Mit einer entsprechenden Förderschnecke sind auch die auf der anderen Seite der Wettern stehenden Windräder bzw. Windturbinen ausgerüstet.
Ab den ersten Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts verdrängten die Windräder der Firmen Apel & Sachau, Wilster, und Köster, Heide, viele der zuvor das Landschaftsbild der Wilstermarsch prägenden Koker-Schöpfmühlen, von denen die letzte erhalten werden konnte und heute in Honigfleth zu bewundern ist.
Bild 2 zeigt an einem Standort im Burger Feld beispielhaft den Aufbau einer Windturbine als Ersatz für die kurz danach abgebrochene daneben stehende Koker-Schöpfmühle.
Leider wurde keines der Windräder erhalten, nachdem der Antrieb aller Schöpfanlagen mit elektrischem Strom sichergestellt worden war.
Im Jahre 1886 waren bei den Wilstermarsch-Mühlengilden noch 284 Mühlen versichert gewesen; im Jahre 1921 waren es noch 107 Mühlen. Heute dominieren modernen Windkraftanlagen das Landschaftsbild.
Das Foto verdeutlicht auch die für weite Teile der tief gelegenen Wilstermarsch dort erforderliche zweistufige Entwässerung. Die Entwässerung der Nutzflächen (Wiesen und Weiden) erfolgt zunächst über die Grüppen bzw. Beet-Gräben in die parallel zur Beuferung der hoch gelegenen Wettern verlaufenden Rhinschloote, von wo das Wasser dann mittels der Schöpfmühlen in die Wettern gehoben wurde. Die Wettern transportieren das Wasser weiter zu den Deichen an Elbe oder Stör, wo es dann über Siele bzw. Mündungsschöpfwerke in die Flüsse abgeführt wird.

Bildrechte:
Bild 1: Wilhelm Köberlein, Wilster
Bild 2 u. 3: nicht bekannt

1930 Wilster - Gesamtansicht mit der Stadt Mühle

1930 Wilster - Gesamtansicht mit der Stadt Mühle

1930 Wilster - Gesamtansicht von Dammfleth aus betrachtet.
Bei der Abbildung handelt es sich nicht um eine Ansichtskarte,
sondern um ein Sammelbild aus dem 480 Bilder umfassenden Sammelband "An unserm schönen Elbstrom" des Verlages Ernst Lübbe, Wischhafen.
Nach der heute nicht mehr vorhandenen Stadt Mühle an der nach ihr benannten Mühlenstraße ist auch die Mühlen-Brücke über die Wilsterau und gleichfalls die heutige Straße Stadtmühlen Weg benannt.
Die Stadt Mühle wurde im Jahre 1939 abgebrochen.
Die Stadt Mühle war 1545 aus der Stadt heraus an den Standort einer alten Mühlenwarft an der Mühlenstraße (im Bereich des Dodenkoper Rechts) vor die Stadt verlegt worden; zuvor stand die Stadt Mühle an der Ecke Blumenstraße und Rathausstraße (vorher Lange Straße oder Bäckerstraße).
Die Stadt Mühle war eine königlich privilegierte Mühle. König Christian III. hat gemäß einer vom 10. März 1540 datierten und in Rendsburg ausgestellten Urkunde seinem Hofmeister, Amtmann zu Steinburg und Rat Johann Rantzau, Ritter, wegen des Mangels an Windmühlen in der Wilstermarsch je eine Windmühle im Kirchspiel St. Margarethen, im Kirchspiel Beidenfleth und vor Wilster zu bauen gestattet.

Bildrechte: Verlag Ernst Lübbe, Wischhafen

1932 Schöpfmühle in der Wilstermarsch

1932 Schöpfmühle in der Wilstermarsch im Raum Honigfleth
1932 Schöpfmühle in der Wilstermarsch im Raum Honigfleth
Ausschnitt aus einem Messtischblatt aus 1925

1932 Schöpfmühle in der Wilstermarsch - vermutlich in Honigfleth.
Noch nach der vorletzten Jahrhundertwende bestimmten weit über 100 Schöpfmühlen das Landschaftsbild der Wilstermarsch. Im Jahre 1866 hatte es in der Wilstermarsch 284 Schöpfmühlen gegeben, wovon im Jahre 1921 immer noch 107 vorhanden waren.
Diese vom Wind angetriebenen und heute in der Wilstermarsch fälschlich Bockmühlen genannten Schöpfmühlen schöpften mittels einer archimedischen Schnecke das Wasser aus den Entwässerungsgräben in die höher gelegenen Wettern. Sie hielten die unter dem Meeresspiegel liegende Marsch trocken.
Allerdings ist das Wahrzeichen der Wilstermarsch, die "Bockmühle Honigfleth", keine Bockmühle, sondern entsprechend ihrer Bauart eine Köcherwindmühle bzw. Kokerwindmühle, auch kurz Kokermühle genannt; vielfach wurde diese Mühlenart auch Wippmühle genannt.
Bockmühlen sind fast ausnahmslos immer Getreidemühlen und können bautechnisch nie Wasserschöpfmühlen sein. Die Schöpfmühlen der Wilstermarsch hatten anstelle des Bockes einen Koker bzw. Köcher, sie waren Kokermühlen.
Die letzte ihrer Art konnte erhalten werden und hat in Honigfleth einen Standort gefunden, wohin sie 1960 versetzt wurde.
Der Ausschnitt aus einem Messtischblatt aus dem Jahr 1925 zeigt die im Raum Honigfleth zu dem Zeitpunkt noch vorhandenen Standorte mit Schöpfmühlen (Bild 3).

Bildrechte: nicht bekannt
Quelle: Bildarchiv Foto Marburg

1933 Achtkant-Schöpfmühle und Koker-Schöpfmühlen in Dwerfeld

1933 Achtkant-Schöpfmühle in Dwerfeld in der Wilstermarsch
1933 Kokermühlen und eine Achtkantmühle sowie Windräder an der Dwerfelder Wettern in der Wilstermarsch

1933 Achtkant-Schöpfmühle und Koker-Schöpfmühlen in Dwerfeld.
Bild 1: Die große Schöpfmühle entwässerte die Ländereien der Höfe Rademann und Stahl.
Neben der Vielzahl der früher in der Wilstermarsch zu hunderten vorhandenen und als Schöpfmühlen verwendeten Kokermühlen wurden auch einige Holländerwindmühlen für diesen Zweck eingesetzt. Der auch Kappenwindmühle genannte Typ war bereits um 1500 in den Niederlanden entwickelt worden. Es handelt sich zumeist um eine hölzerne achteckige Konstruktion auf einem niedrigen festen Unterbau. Die Mühle war sehr leistungsfähig, da die Flügel im Vergleich zur Kokermühle größer waren und zudem die Drehebene höher lag.
Die obere bewegliche Kappe mit den Flügeln konnte mittels des Steert in den Wind gedreht werden. Über die Flügelwelle und die senkrechte Königswelle wurde die gewonnene Energie zum Unterbau des Gebäudes geleitet, wo bei den Schöpfmühlen über Getrieberäder eine Übertragung auf die Archimedische Schnecke erfolgte.
Derartige Mühlen reichten aus, um eine etwa 40 Hektar große Fläche zu entwässern.
Aus diesem Mühlentyp entstanden die noch höheren Galerie-Holländer, die durchweg als Getreidemühlen eingesetzt wurden – so wie die heute noch bestehende schöne Rumflether Mühle AURORA
Bild 2: Das Foto zeigt neben Koker-Schöpfmühlen und Windrädern auch die Achtkant-Schöpfmühle an der Dwerfelder Wettern.
Bei der Kokermühle im Vordergrund ist sehr gut der Trog zu erkennen, in welchem die Archimedische Schnecke untergebracht ist, mit deren Hilfe das Wasser von den tiefer liegenden Entwässerungs- und Zulaufgräben in die höher gelegene verwallte Wettern gefördert wurde.

Bildrechte: nicht bekannt

1933 Schöpfmühle an der Neufelder Wettern

1933 Schöpfmühle an der Neufelder Wettern in der Wilstermarsch

1933 Schöpfmühle an der Neufelder Wettern, dem Oberlauf der Kampritter Wettern.
Noch nach der vorletzten Jahrhundertwende bestimmten Hunderte von Schöpfmühlen das Landschaftsbild der Wilstermarsch. Im Jahre 1866 hatte es in der Wilstermarsch 284 Schöpfmühlen gegeben, wovon im Jahre 1921 immer noch 107 vorhanden waren.
Bei der abgebildeten Mühle handelt es sich um eine Koker-Mühle oder auch Wipp-Mühle, die in der Wilstermarsch unzutreffend Bock-Mühle genannt wird. Sie schöpft mittels einer archimedischen Schnecke das Wasser aus dem tiefer gelegenen Sammelgraben in die höher gelegene Wettern. Die Wettern transportieren das Wasser weiter zu den Deichen an Elbe oder Stör, wo es dann über Siele bzw. Mündungsschöpfwerke in die Flüsse abgeführt wird.
Das Prinzip der archimedischen Schnecke war von dem am 28. November 1745 in Holler´s Fährhaus in Hodorf geborenen Johann Holler in die Wilstermarsch gebracht worden. Johann Holler hatte als Zimmermann in den Niederlanden gearbeitet und dort entsprechende berufliche Erfahrungen gesammelt. Im Jahre 1770 gründete er am Kohlmarkt in Wilster eine Zimmerei, wo die ersten archimedischen Schnecken für die Schöpfmühlen der Wilstermarsch hergestellt wurden. Holler war es wohl auch, der die Bauform der Koker-Mühle in der Wilstermarsch ab 1772 etablierte.
Doch bestanden bereits schon zuvor seit zweihundert Jahren vom Wind betriebene Schöpfmühlen anderer Bauart in der Wilstermarsch. Sie waren mit Schaufelrädern ausgestattet; die erste dieser Mühlen ist 1571 in Ecklak errichtet worden.
Ab den ersten Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts verdrängten die Windräder der Firmen Apel & Sachau, Wilster, und Köster, Heide, viele der zuvor das Landschaftsbild der Wilstermarsch prägenden Koker-Schöpfmühlen, von denen die letzte erhalten werden konnte und heute in Honigfleth zu bewundern ist.

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Wilster
Anmerkung: Die alte Aufnahme stammt aus einem vom damaligen Gemeindeverein St. Margarethen dem scheidenden langjährigen Hauptpastor D. Dr. Wilhelm Jensen (von 1910 bist 1933) anläßlich einer Abschiedsfeier am 24. September 1933 als Ehrengabe überreichten Album, welches Fotografien aus dem Kirchspiel St. Margarethen enthält.
Das Album wurde großzügigerweise von Frau Sigrid Malz, Karlruhe, mit Zustimmung der Nachkommen des D.Dr. Wilhelm Jensen für die Heimat-Seite mein-wilster zur Verfügung gestellt.

1934 Spinnkopf-Mühle bei einem Gehöft in Stördorf

1934 Spinnkopf-Mühle bei einem Gehöft in Stördorf
Spinnkopfmühle aus Fockendorf in der Wilstermarsch aufgestellt im Freilichtmuseum Molfsee
Spinnkopfmühle aus Fockendorf in der Wilstermarsch aufgestellt im Freilichtmuseum Molfsee
Bauliche Konstruktion der Spinnkopfmühle aus Fockendorf in der Wilstermarsch - aufgestellt im Freilichtmuseum Molfsee

1934 Spinnkopf-Mühle bei einem Gehöft in Stördorf.
Spinnkopf-Mühlen sind kleine Varianten (7 bis 12 m Flügelraddurchmesser) der Koker-Windmühle (Köcherwindmühle, kurz Kokermühle); auch Wippmühle oder Holländische Jungfer genannt.
Derartige Spinnkopfmühlen wurden zumeist zur Energiegewinnung für den Antrieb kleiner Mahlwerke genutzt.
Nachdem 1853 der Mühlenzwang und mit ihm die Mahlbezirke für die privilegierten Getreidemühlen in Schleswig-Holstein aufgehoben war, fanden auf vielen Höfen die kleinen Spinnkopfmühlen Verwendung. Sie wurden zum Mahlen und Schroten von Getreide sowie als Senfmühlen eingesetzt.
Die letzte Spinnkopfmühle der Wilstermarsch stand früher auf einem Gehöft in Fockendorf bei Beidenfleth. Diese um 1850 erbaute Mühle wurde im Jahre 1966 abgebaut, restauriert und im Freilichtmuseum Molfsee wieder aufgebaut (Bilder 2 und 3). Sie ist die einzige in Schleswig-Holstein erhaltene derartige Mühle, deren bauliche Konstruktion der Schnitt zeigt (Bild 4).
Im Gegensatz zu diesem Mühlentyp kamen in der Wilstermarsch in früheren Zeiten (ab Ende des 18.Jhdts bis in die 1950er Jahre) als Schöpfmühlen zumeist Kokermühlen zum Einsatz; die letzte dieser Kokermühlen wurde 1960 in Honigfleth an einem historischen Mühlenstandort als Baudenkmal aufgestellt.

Bildrechte:
Bild 1: nicht bekannt
Bild 2: Otto Vollert, Kiel
Bild 3: Klaus Wätzel, Horst
Bild 4: Hans Finck, Kiel

1935 Nortorf - Schöpfmühlen an der Dwerfelder Wettern

1935 Schöpfmühlen an der Dwerfelder Wettern
Zwei unterschiedliche Generationen an Schöpfmühlen der Wilstermarsch zeigt diese Aufnahme.
Im Vordergrund steht eine Wipp-Mühle, die in der Wilstermarsch unzutreffend Bock-Mühle genannt wird. Sie schöpft mittels einer archimedischen Schnecke das Wasser aus dem tiefer gelegenen Sammelgraben in die höher gelegene Wettern.
Mit einer entsprechenden Förderschnecke ist auch das dahinter auf der anderen Seite der Wettern stehende Windrad ausgerüstet.
Windräder ersetzten in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts in der Wilstermarsch viele der Wipp-Mühlen, von denen die letzte erhalten werden konnte und heute in Honigfleth zu bewundern ist. Leider wurde keines der Windräder erhalten, nachdem der Antrieb aller Schöpfanlagen mit elektrischem Strom sichergestellt worden war.
Im Jahre 1886 waren bei den Wilstermarsch-Mühlengilden noch 284 Mühlen versichert gewesen; im Jahre 1921 waren es noch 107 Mühlen. Heute dominieren modernen Windkraftanlagen das Landschaftsbild.

Bildrechte: Werner Behning, Wilster

1935 Schöpfmühlen an der Wettern in der Wilstermarsch

1935 Schöpfmühlen an der Wettern in der Wilstermarsch

ca 1935 Schöpfmühlen in der Wilstermarsch.
Bei der abgebildeten Wettern handelt es sich vermutlich um die Dwerfelder Wettern.
Über Jahrhunderte hinweg bestimmten die Wasser-Schöpfmühlen, die nach ihrer Bauart so genannten Kokermühlen - heute vielfach fälschlich Bockmühlen genannt - das Landschaftsbild der Wilstermarsch. Sie schöpften durch Windkraft getrieben mittels einer archimedischen Schnecke das Wasser aus den Entwässerungsgräben in die höher gelegenen Wettern.
Im Jahre 1866 hatte es in der Wilstermarsch 284 Schöpfmühlen gegeben, wovon im Jahre 1921 immer noch 107 vorhanden waren.
Die Mühlen wurden in der ersten Hälfte des 20ten Jahrhunderts zunächst durch die eisernen Windräder ersetzt, deren Zeit jedoch ebenfalls ab den 1950er Jahren vorbei war.

Bildrechte: Ludwig Behning, Wilster
Anmerkung: Das Foto stammt aus dem Buch Haus und Hof deutscher Bauern - I.Band: Schleswig-Holstein

1935 Stadt Mühle und Meierei an der Mühlenstraße

1935 Stadt Mühle und Meierei an der Mühlenstraße in Wilster

ca. 1935 Stadt Mühle und Meierei an der Mühlenstraße
Blick über den Hofgraben des Hofes Kloppenburg in Dammfleth und die Wiesen bis zur jenseits der Wilsterau gelegenen Stadt Mühle und die benachbarte Meierei;
die Land-Zufahrt zu den Gebäuden erfolgte von der heute noch so bezeichneten Mühlenstraße.
Die Stadt Mühle wurde als Windmühle und als Dampfmühle betrieben. Dem Betrieb war neben einer Meierei und Fettkäserei auch eine Mästerei sowie eine Schlachterei und Wurstfabrik angegliedert.
Als besonderes Produkt fertigte der Betrieb den Wilstermarsch Käse.
Um 1920 hatte Emil Bahmert von Wilhelm Wulf den Betrieb übernommen, aus welchem er bald darauf die Mühle an August Hennings verkaufte.
Die Stadt Mühle - die Straße Stadtmühlen Weg erhielt später nach ihr den Namen - wurde 1939 abgebrochen. In den Gebäuden wurde danach von 1943 bis 1952 die Konservenfabrik VITAMO betrieben.
Die Stadt Mühle war ursprünglich eine königlich privilegierte Mühle. König Christian III. hat gemäß einer vom 10. März 1540 datierten und in Rendsburg ausgestellten Urkunde seinem Hofmeister, Amtmann zu Steinburg und Rat Johann Rantzau, Ritter, wegen des Mangels an Windmühlen in der Wilstermarsch je eine Windmühle im Kirchspiel St. Margarethen, im Kirchspiel Beidenfleth und vor Wilster zu bauen gestattet. Gleichzeitig hat er verboten, neben diese Mühlen andere zu bauen, "dewile wy genanten dre molen gnediklik den wint vorgunnet hebben und de molengeste ehn nicht schollen vorbaden werden." Absolute Herrscher verfügten damals auch über den Wind!

Bildrechte: Privatfoto, Familie Steffens, Wilster

1935 Windkraftanlage - Windrotor in Kuskoppermoor

1935 Windkraftanlage - Windrotor auf dem Hof Boll in Kuskoppermoor in der Wilstermarsch

ca. 1935 Windkraftanlage - Windrotor auf dem Hof Boll in Kuskoppermoor, Gemeinde Nortorf.
Windrotoren dienten zur Stromerzeugung oder unmittelbar zum Antrieb von Schöpfeinrichtungen für die Entwässerung der Ländereien.
Die Windräder der Firmen Apel & Sachau, Wilster, und Köster, Heide, hatten in den ersten Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts viele der zuvor das Landschaftsbild der Wilstermarsch prägenden Schöpfmühlen (Koker-Mühlen und Achtkant-Mühlen), von denen eine bei Honigfleth als Baudenkmal erhalten wurde, abgelöst.
Geschöpft wurde auch bei den von Windrädern angetriebenen Schöpfmühlen weiterhin mit der bewährten Archimedischen Schnecke. Eine solche befand sich in dem rechts der abgebildeten Mühle erkennbaren Trog, welcher zum Entwässerungsgraben/Rhinschloot herunter reicht.
Die Abbildung zeigt ein von der Firma Köster, Heide, erbautes Windrad auf den Ländereien des Hofes Boll in Kuskoppermoor. Noch Ende der 1950er Jahre waren an der Kuskoppermoorer Wettern zwei derartige Windrotoren vorhanden.
Leider wurde in der Wilstermarsch nicht eines der bis weit in die 1950er Jahre vorhandenen Windräder erhalten. Dabei wurden in Wilster bei der 1909 gegründeten Maschinenfabrik Apel & Sachau diese Windrotoren sogar hergestellt.

Bildrechte. nicht bekannt

1936 Bauernhaus - Husmannshuus und Schöpfmühlen in Possfeld, Gemeinde Nortorf

1936 Bauernhaus - Husmannshuus und Schöpfmühlen in Possfeld in der Wilstermarsch

1936 Bauernhaus - Husmannshuus und Schöpfmühlen in Possfeld, Gemeinde Nortorf.
Es handelt sich um den Hof 532 (gem. dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild"), welcher zum Zeitpunkt der Aufnahme im Eigentum von Heinrich Junge stand.
Der vordere Wohnteil des mächtigen Hallenfachhauses ist zum Zwecke des Windschutzes von dicht stehenden und als Galerie-Bäume beschnittenen Linden hausnah gesäumt. Derartige Windschutzgehölze waren vor vielen Bauernhäusern der Wilstermarsch gepflanzt, um die mächtigen Dächer der Gehöfte vor den stürmischen Westwinden zu schützen.
Die beiden Schöpfmühlen verdeutlichen die Abhängigkeit der tief gelegenen Wilstermarsch von einer funktionierenden Entwässerung.
Diese vom Wind angetriebenen und nach ihrer Bauform Koker-Mühlen (in der Wilstermarsch vielfach fälschlich als Bock-Mühlen bezeichnet) genannten Schöpfmühlen schöpften mittels einer archimedischen Schnecke das Wasser aus den Entwässerungsgräben in die höher gelegenen Wettern. Sie hielten die unter dem Meeresspiegel liegende Marsch trocken. Die letzte ihrer Art steht in Honigfleth.
Das Prinzip der archimedischen Schnecke war von dem am 28. November 1745 in Holler´s Fährhaus in Hodorf geborenen Johann Holler in die Wilstermarsch gebracht worden. Johann Holler hatte als Zimmermann in den Niederlanden gearbeitet und dort entsprechende berufliche Erfahrungen gesammelt. Im Jahre 1770 gründete er am Kohlmarkt in Wilster eine Zimmerei, wo die ersten archimedischen Schnecken für die Schöpfmühlen der Wilstermarsch hergestellt wurden. Holler war es wohl auch, der die Bauform der Koker-Mühle in der Wilstermarsch ab 1772 etablierte.
In der Wilstermarsch gab es bei den historischen Bauernhäusern zwei vorherrschende Typen, welche lange zeitgleich nebeneinander bestanden. Dieser Umstand ist eine in keiner anderen deutschen Landschaft so auftretende Eigentümlichkeit.
- Zum einen ein niedersächsisches Fachhallenhaus, das Huusmannshuus oder Husmanshus, mit der zentralen großen Diele in der Mitte des Hauses. Die Grotdör (Große Tür) ermöglichte es, mit voll beladenen landwirtschaftlichen Fahrzeugen - zur Zeit der Entstehung dieser Häuser waren dieses von Pferden gezogene Gespanne - in die Große Diele des Gebäudes zu fahren.
- Zum anderen das vom niederländischen Baustil beeinflußte friesische Gulfhaus, das Barghus oder Barghuus, mit seitlich angeordneter großer Diele. Der mittig des Hauses zwischen dem mächtigen Ständerwerk befindliche Bergeraum für das eingebrachte Heu und Stroh ist namensgebend für diesen Haustyp.
Beide Haustypen, Husmannshuus und Barghuus, haben in der Wilstermarsch äußerlich recht große Ähnlichkeit. Deutlich werden die Unterschiede durch die Verschiedenheit ihrer baulichen Durchbildung und die unterschiedliche Raumnutzung.

Bildrechte: Pastor Johannes Rickers, Krummendiek
Anmerkung: Das Foto stammt aus dem Buch Haus und Hof deutscher Bauern - I.Band: Schleswig-Holstein

1936 Kornwindmühle Aurora in Neufeld in der Gemeinde Dammfleth

1936 Kornwindmühle Aurora in Neufeld in der Gemeinde Dammfleth
2012 Standort der ehemaligen Kornwindmühle Aurora in Neufeld, Gemeinde Dammfleth
1944 die auf dem Anwesen der Neufelder Mühle geborenen und aufgewachsenen Kinder (1938 Klaus Brandt, 1940 Gerda Brandt, 1941 Peter Holm, 1943 Horst Holm)
ca. 1925 Windturbinen und Kornwindmühle in Neufeld, Gemeinde Dammfleth

ca. 1936 Kornwindmühle "Aurora" in Neufeld, Gemeinde Dammfleth
Neben über einhundert Schöpfmühlen prägten noch bis in die Mitte des vergangenen Jahrhunderts mehrere Kornwindmühlen Landschaft und Orte der Wilstermarsch.
So hatte die Wilstermarsch-Gemeinde Dammfleth neben der vielen noch in Erinnerung gebliebenen und 1971 abgebrannten Hochfelder Mühle "Fortuna" eine weitere Kornwindmühle aufzuweisen. Die Neufelder Mühle "Aurora" stand an der Abzweigung der Straße Neufeld von der Straße Rehweg (ehemalige Bundesstraße 5) an dem dort heute noch vorhandenen Teich (vgl. Bild 2).
Im "Heimatbuch der Gemeinde Dammfleth" befindet sich auf Seite 41 ein Foto, welches neben zwei Windturbinen auch im Hintergrund die Neufelder Mühle zeigt (Bild 4).
Erbaut worden war die Kornwindmühle in der Zeit um 1850/52. Ihr vormaliger Eigentümer Gustav Lass ist im Heimatbuch der Gemeinde Dammfleth genannt; als Erbauer der Mühle wird ein Müller namens Benthien genannt. Jedenfalls war die "Aurora" 1935 im Eigentum der Familie Peters, welche sie im genannten Jahr an den Wilsteraner Nikolaus Brandt verkaufte. Dieser übergab sie als Hochzeitsgeschenk an seinen Sohn Walter Brandt und dessen Ehefrau Else, geb. Heesch; die Hochzeit erfolgte am 25.10.1935. Der Betrieb des jungen Unternehmens stand unter keinem guten Stern, denn der Müller wurde 1939 zum Kriegsdienst eingezogen, weshalb die Mühle stillgelegt wurde.
In dem Anwesen fand ab 1941 die Familie Holm Unterkunft; Lisa Holm geb. Heesch war die Schwester von Else Brandt, geb. Heesch. Die in dem Anwesen geborenen Kinder (1938 Klaus Brandt, 1940 Gerda Brandt, 1941 Peter Holm, 1943 Horst Holm) der beiden Familien wuchsen gemeinsam auf (Bild 3).
Da der Müller und Eigentümer Walter Brandt erst 1949 nach der Kriegsgefangenschaft wieder heimkehrte, konnte der Betrieb der Mühle nur für kurze Zeit wieder aufgenommen werden. Zu schwierig waren die Zeitumstände und die aus dem jahrelangen Stillstand erwachsenen Belastungen.
Um 1962 wurde die stillgelegte Mühle verkauft und in der Folge abgebrochen. Heute steht auf dem Areal ein Einfamilienhaus.

Bildrechte:
Bild 1: Familie Brandt
Bild 2: Auszug aus google earth
Bild 3: Familie Brandt
Bild 4: Heimatbuch der Gemeinde Dammfleth
Anmerkung: Die Fotos und Informationen wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Gerda Thießen (geb. Brandt) und Horst Holm, Schwentinental

1940 Gehöft und Schöpfmühle in Schotten

1940 Gehöft und Schöpfmühle in Schotten, Gemeinde Nortorf, in der Wilstermarsch

ca. 1940 Gehöft und Schöpfmühle in Schotten
Das abgebildete Gebäude ist heute nicht mehr vorhanden, denn es fiel 1971 einem Schadensfeuer zum Opfer. Danach erfolgte ein Wiederaufbau modernerer zeitgemäßer Gebäude.
Die zum Hof gehörende und für die Wilstermarsch so lange Zeit typische Schöpfmühle war bereits in der Zeit vor 1950 abgebrochen worden.
Es handelt sich um den Hof Nr. 522 (gem. dem Buch "Die Bauernhäuser der Wilstermarsch im Bild"), der seinerzeit im Eigentum von Simon Göttsche stand und von diesem auch bewirtschaftet wurde.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Johannes Göttsche, Ecklak

1942 Windkraftanlage - Windrotor auf dem Hof Dibbern in Honigfleth

1942 Windkraftanlage - Windrotor auf dem Hof Dibbern in Honigfleth

1942 Windkraftanlage - Windrotor auf dem Hof Dibbern in Honigfleth, Gemeinde Stördorf.
Windrotoren dienten zur Stromerzeugung oder unmittelbar zum Antrieb von Schöpfeinrichtungen für die Entwässerung der Ländereien.
Die Windräder der Firmen Apel & Sachau, Wilster, und Köster, Heide, hatten in den ersten Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts viele der zuvor das Landschaftsbild der Wilstermarsch prägenden Schöpfmühlen, von denen eine bei Honigfleth als Baudenkmal erhalten wurde, abgelöst.
Geschöpft wurde auch bei den von Windrädern angetriebenen Schöpfmühlen weiterhin mit der bewährten Archimedischen Schnecke.
Die Abbildung zeigt ein Windrad auf den Ländereien des Landwirtes Henning Dibbern in Honigfleth.
Leider wurde in der Wilstermarsch nicht eines der bis weit in die 1950er Jahre vorhandenen Windräder erhalten. Dabei wurden in Wilster bei der 1909 gegründeten Maschinenfabrik Apel & Sachau diese Windrotoren sogar hergestellt.

Bildrechte: Privatfoto, Familie Dibbern

1951 Mühle Fortuna in Hochfeld, Gemeinde Dammfleth

1951 Mühle Fortuna in Hochfeld, Gemeinde Dammfleth
1951 Mühle Fortuna in Hochfeld, Gemeinde Dammfleth
1951 Mühle Fortuna in Hochfeld, Gemeinde Dammfleth
1951 Mühle Fortuna in Hochfeld, Gemeinde Dammfleth

1951 Mühle Fortuna in Hochfeld, Gemeinde Dammfleth
Die Mühle "Fortuna" trug die Jahreszahl 1897 - in genanntem Jahr war sie von ihrem vorherigen Standort in Neumühlen nach Hochfeld versetzt worden.
Im Jahre 1971 brannte die Mühle leider ab. Zu der Zeit erbaute der Betreiber dieser Heimat-Seite das Unterschöpfwerk Klein Kampen; er war Augenzeuge des schaurig schönen Anblicks, als sich das brennende Mühlenkreuz noch einmal drehte und dann in einem Schwall von Funken und Rauch in sich zusammenstürzte.
Da der Betrieb sich bereits ab dem Jahr 1904 zunehmend von der Windkraft unabhängig gemacht hatte und von Dampf, dann von Kraftstoffen und zuletzt durch Elektrischen Strom betriebene Maschinen einsetzte, konnte er trotz der Katastrophe weiter arbeiten. Er ist heute weiterhin ein sehr erfolgreicher Mühlenbetrieb.

Bildrechte: nicht bekannt,
vermutlich Johann Richard Peters, Wewelsfleth und Wilster; Marinemaler und Journalist

1956 Hochfelder Mühle

1956 Hochfelder Mühle in Hochfeld, Gemeinde Dammfleth in der Wilstermarsch

ca. 1956 Hochfelder Mühle von Detlef Trede in Hochfeld, Gemeinde Dammfleth
Der seit 1831 im Besitz der Familie Trede stehende Betrieb war im Laufe der Zeit über die reine Windmüllerei hinaus ausgeweitet worden; er betreibt Futter- und Düngemittelhandel.
Die zentral auf dem Luftbild erkennbare Windmühle "Fortuna"trug die Jahreszahl 1897 und war von ihrem ursprünglichen Standort in Neumühlen nach Hochfeld umgesetzt worden.
Leider ist die schöne Mühle - sie war zu dem Zeitpunkt eine der wenigen im Kreis Steinburg nach vorhandenen alten Windmühlen - im Jahre 1971 abgebrannt.

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Wilster

1960 Windkraftanlage - Schöpfmühle mit Windrotor

1960 Windkraftanlage - Schöpfmühle mit Windroto
1960 Windkraftanlage - Schöpfmühle mit Windroto

1960 Windkraftanlage - Schöpfmühle mit Windrotor
Windrotoren dienten zur Stromerzeugung oder unmittelbar zum Antrieb von Schöpfeinrichtungen für die Entwässerung der Ländereien.
Die Windräder der Firmen Apel & Sachau, Wilster, und Köster, Heide, hatten in den ersten Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts viele der zuvor das Landschaftsbild der Wilstermarsch prägenden Schöpfmühlen, von denen eine bei Honigfleth als Baudenkmal erhalten wurde, abgelöst.
Geschöpft wurde auch bei den von Windrädern angetriebenen Schöpfmühlen weiterhin mit der bewährten Archimedischen Schnecke.
Die Abbildungen zeigen Windräder in der Wilstermarsch.
Leider wurde in der Wilstermarsch nicht eines der bis weit in die 1950er Jahre vorhandenen Windräder erhalten. Dabei wurden in Wilster bei der 1909 gegründeten Maschinenfabrik Apel & Sachau diese Windrotoren sogar hergestellt.

Bildrechte: nicht bekannt

1965 Windmühle "Hoffnung" in Beidenfleth an der Stör

1982 Beidenfleth an der Stör - Windmühle HOFFNUNG

1965 Beidenfleth an der Stör - Windmühle "Hoffnung"
Die Windmühle „Hoffnung“ in der etwa 900 Einwohner zählenden Gemeinde Beidenfleth an der Stör prägt die Silhouette des Dorfes; sie wurde im Jahre 1813 errichtet und steht im Unteren Dorf in erhöhter Lage auf einer Verbreiterung des Stör Deiches.
Die mit drei Mahlwerken ausgerüstete Mühle "Hoffnung" stand unter Denkmalschutz und war lange Zeit nicht mehr im Betrieb. Nachdem im Jahr 2011 mit der Sanierung des einstöckigen Galerieholländers begonnen worden war, brannte das Bauwerk bei einem verheerenden Schadenfeuer am 17. April 2016 vollständig ab.

Bildrechte: Heinz Oest, Lichtbildfreunde Itzehoe

1970 Mühle Fortuna in Hochfeld

1970 Mühle Fortuna in Hochfeld, Gemeinde Dammfleth in der Wilstermarsch

ca. 1970 Mühle "Fortuna" von Detlef Trede in Hochfeld
Die Mühle "Fortuna" trug die Jahreszahl 1897 - in genanntem Jahr war sie von ihrem vorherigen Standort in Neumühlen nach Hochfeld versetzt worden.
Die schöne Mühle - sie war zu der Zeit eine der letzten noch in Betrieb befindlichen Kornwindmühlen im Kreis Steinburg - brannte im Jahre 1971 ab. Zu der Zeit erbaute der Betreiber dieser Heimat-Seite das Unterschöpfwerk Klein Kampen im Sielverband Kampritt; er war Augenzeuge des schaurig schönen Anblicks, als sich das brennende Mühlenkreuz noch einmal drehte und dann in einem Schwall von Funken und Rauch in sich zusammenstürzte.

Bildrechte: nicht bekannt

1976 Rumflether Mühle AURORA

1976 Rumflether Mühle AURORA in Wilster

1976 Rumflether Mühle AURORA
Die Mühle - einer der letzten Galerie-Holländer im Kreis Steinburg - ist heute noch mit Leben erfüllt. Zwar wird nicht mehr Korn gemahlen, doch lädt die Familie Martens zu vielfältigen Aktivitäten und Anlässen in die vorbildlich erhaltene und sanierte Mühle ein.
Im Jahre 1981 unter Denkmalschutz gestellt, verschönt sie seit iher Erbauung im Jahre 1872 in wundervoll ästhetischer Weise die Silhouette der Marschenstadt Wilster. Die AURORA überdauerte glücklicherweise das große Mühlensterben, welches ab 1957 mit dem Mühlenstilllegungsgesetz eintrat. Ein mit staatlichen Prämien finanzierter Anreiz zur Aufgabe der Kornwindmühlen bewirkte in der damaligen Bundesrepublik Deutschland das Verschwinden der großen Mehrzahl dieser so beeindruckenden technischen Anlagen.
In der schönen "Aurora" aber läßt sich heute noch die alte Mühlentechnik bewundern, so wie die Übertragung der Windkraft über Flügelwelle, Königswelle, Kamm- Stock- und Stirnräder bis in die Mahlgänge.
Bis in das Jahr 1953 hinein nutzte die Rumflether Mühle die Windkraft. Dann wurde die Windmühle stillgelegt, von ihren Eigentümern aus der Müller-Familie Martens jedoch weiterhin tatkräftig unterhalten. Der Mühlenbetrieb selbst wurde als Motormühle bis 1991 von dem Müllermeister Hansdelf Martens geführt, welcher die Mühle von seinem Vater Detlef Martens übernommen hatte.
Wer mehr wissen oder sogar die Mühle besuchen möchte - und ein Besuch lohnt sich - wird in der Rumflether Mühle Informationen finden.

Bildrechte: Landesamt Denkmalschutz Schleswig-Holstein
Quelle: Bildarchiv Foto Marburg

Dammfleth 1925 Mühle

Dammfleth 1925 Mühle FORTUNA

ca. 1925 Mühle "Fortuna" von Detlef Trede in Hochfeld
Die Mühle "Fortuna" im Ortsteil Hochfeld der Wilstermarsch Gemeinde Dammfleth ist im Jahre 1971 abgebrannt. Zu der Zeit erbaute der Begründer (Peter J. von Holdt als Ingenieur des DHSV) dieser Heimat-Seite das Unterschöpfwerk Klein Kampen; er war Augenzeuge des schaurig schönen Anblicks, als sich das brennende Mühlenkreuz noch einmal drehte und dann in einem Schwall von Funken und Rauch in sich zusammenstürzte.
Das abgebildete Foto (Bild 1) stammt aus der leider undatierten Festzeitung (Bild 2) zur Silberhochzeit des Mühlenbetreibers Detlef Trede und dessen Ehefrau Emma geb. Schröder.
Die Mühle "Fortuna" trug die Jahreszahl 1897 - in genanntem Jahr war sie von ihrem vorherigen Standort in Neumühlen nach Hochfeld versetzt worden.
Bild 3 zeigt die Mühle zu einem einige Jahre späteren Zeitpunkt (erkennbar an den umgestalteten Nebengebäuden) sowie die damalige zahlreiche Belegschaft (Bild 4) des Betriebes, zu welchem auch eine Schweinemästerei gehörte.

Bildrechte: nicht bekannt
Die Festzeitung befindet sich im Eigentum von Heidi und Heinz Steinbrecher, Wilster

Wilstermarsch Schöpf-Mühle 2012 Schöpfmühle Honigfleth

2012 Schöpfmühle Honigfleth - Wahrzeichen der Wilstermarsch
2012 Schöpfmühle Honigfleth - Wahrzeichen der Wilstermarsch
2012 Schöpfmühle Honigfleth - Wahrzeichen der Wilstermarsch
2012 Schöpfmühle Honigfleth - Wahrzeichen der Wilstermarsch

2012 Schöpfmühle Honigfleth - Wahrzeichen der Wilstermarsch
Impressionen von der letzten Kokermühle der Wilstermarsch.
Noch nach der vorletzten Jahrhundertwende bestimmten Hunderte von Schöpfmühlen das Landschaftsbild der Wilstermarsch. Im Jahre 1866 hatte es in der Wilstermarsch 284 Schöpfmühlen gegeben, wovon im Jahre 1921 immer noch 107 vorhanden waren.
Diese vom Wind angetriebenen und heute in der Wilstermarsch fälschlich Bockmühlen genannten Schöpfmühlen schöpften mittels einer archimedischen Schnecke das Wasser aus den Entwässerungsgräben in die höher gelegenen Wettern. Sie hielten die unter dem Meeresspiegel liegende Marsch trocken.
Das Wahrzeichen der Wilstermarsch, die Bockmühle Honigfleth, ist keine Bockmühle, sondern entsprechend ihrer Bauart eine Köcherwindmühle bzw. Kokerwindmühle, auch kurz Kokermühle genannt; vielfach wurde diese Mühlenart auch Wippmühle genannt.
Bockmühlen sind fast ausnahmslos immer Getreidemühlen und können bautechnisch nie Wasserschöpfmühlen sein. Die Schöpfmühlen der Wilstermarsch hatten anstelle des Bockes einen Koker bzw. Köcher, sie waren Kokermühlen.
Die letzte Schöpfmühle ihrer Art konnte erhalten werden und hat in Honigfleth einen Standort gefunden, wohin sie 1960 versetzt wurde.

Bildrechte: Ulf Steinhauer, Krempe

Wilstermarsch Schöpf-Mühlen 1920 Spinnkopf-Mühle aus Fockendorf

Spinnkopfmühle aus der Wilstermarsch im Freilichtmuseum Molfsee
Spinnkopf-Mühlen wurden als Schöpfmühlen, aber auch als Getreidemühlen verwendet.
Die kleine Spinnkopf-Mühle stand früher auf einem Gehöft in Fockendorf bei Beidenfleth. Sie wurde dort nach Aufhebung der Mahlbezirke für die privilegierten Getreidemühlen als Senfmühle und zum Mahlen und Schroten von Getreide verwendet; der Mühlenzwang in Schleswig-Holstein ist 1853 aufgehoben worden.
Die um 1850 erbaute Mühle wurde im Jahre 1966 abgebaut, restauriert und im Freilichtmuseum Molfsee wieder aufgebaut.
Spinnkopf-Mühlen sind kleine Varianten (7 bis 12 m Flügelraddurchmesser) der Koker-Windmühle (Köcherwindmühle, kurz Kokermühle); auch Wippmühle oder Holländische Jungfer genannt.

Bildrechte: Klaus Wätzel

Wilstermarsch Schöpf-Mühlen 1930 Schöpfmühlen und Windkraftturbinen

ca. 1930 Schöpfmühlen und Windkraftturbinen
Zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts hatten die seit alters her und nach niederländischem Vorbild in der Wilstermarsch tätigen Entwässerungskommünen/-Genossenschaften damit begonnen, die alten Schöpfmühlen (Koker-Mühlen) durch Dampfschöpfwerke zu ersetzen. Die jeweiligen Entwässerungsgebiete waren entsprechend in Duchten aufgeteilt.
Mit der dann nachfolgenden Einrichtung kleiner elektrisch betriebener Schöpfwerke ging parallel auch die optimierte Nutzung der Windkraft einher.
Die von den Firmen Apel & Sachau, Wilster, und Köster, Heide, entwickelten Windkraftturbinen ersetzten viele der alten Koker-Mühlen (in der Wilstermarsch fälschlich Bock-Mühlen genannt).
Bild 1: Einige Jahrzehnte lang waren in der Marsch die verschiedenen Formen der Schöpfanlagen zu bewundern, so wie auf der vorgestellten Abbildung.
Bild 2: Bis in die 1950er Jahre verrichteten die Schöpfmühlen - so wie die abgebildete Koker-Mühle - in der Wilstermarsch ihren Dienst.
Die Aufnahme wurde um 1930 im Bereich von Äbtissinwisch aufgenommen; im Hintergrund ist die Hochbrücke Hochdonn zu erkennen.
Anmerkung: Der Ortsname ist aus "der Äbtissin Wisch" entstanden, denn die Wiesen standen früher im Eigentum des Klosters Neumünster.
Bild 3: Die urtümlich wirkende und nach ihrer Bauform Achtkant-Mühle genannte Schöpfmühle war bis weit in die 1930er Jahre in Neufeld Rehweg in Betrieb.
Bild 4: zweieinhalb Jahrhunderte lang bestimmten die Koker-Schöpfmühlen das Landschaftsbild der Wilstermarsch.

Bildrechte
Bild 1: nicht bekannt
Die Abbildung wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Herrn Rudolf Böckmann, Burg in Dithmarschen
Bilder 2 und 3: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster
Bild 4: Verlag Lothar Elias, Itzehoe

Wilstermarsch Schöpf-Mühlen 1934 Windräder, Kornwindmühle Neufeld

ca. 1934 Windräder und Kornwindmühle Neufeld
Die in Wilster an der Straße Am Steindamm ansässige Maschinenfabrik Apel & Sachau hat in den ersten Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts in der Wilstermarsch eine Vielzahl an Windrädern bzw. Windturbinen als Schöpf-Mühlen errichtet.
Diese von den Landwirten betriebenen Anlagen ersetzten nach und nach viele der zuvor in Gebrauch gewesenen Koker-Mühlen.
Während von den Koker-Mühlen die sogenannte "Bockmühle Honigfleth" als Baudenkmal für die Nachwelt erhalten werden konnte, sind die Windräder in der Wilstermarsch seit Ende der 1950er Jahre völlig verschwunden.
Das Foto zeigt Windräder in Neufeld; vorne links in dem abgedeckten schrägen Trog befand sich die der Förderung des Wassers dienende Archimedische Schnecke.
Im Hintergrund - an der Einmündung der Neufelder Straße in die alte Bundesstraße B5 - ist die ebenfalls schon sehr lange der Vergangenheit angehörende Korn-Windmühle von Gustav Lass zu erkennen.

Bildrechte: Fritz Scheffler, Wilster, (früher Neufeld)

Wilstermarsch Schöpf-Mühlen 1934 Windräder, Kornwindmühle Neufeld

Wilstermarsch Schöpf-Mühlen 1934 Windräder, Kornwindmühle Neufeld

ca. 1934 Windkraftturbinen und Kornwindmühle Neufeld, Gemeinde Dammfleth, in der Wilstermarsch.
Abgebildet ist die Mühle Neufeld und Gehöfte mit Windmühlen an der Straße Neufeld (aufgenommen von der alten B5 im Bereich Dwerfeld).
Zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts hatten die seit alters her und nach niederländischem Vorbild in der Wilstermarsch tätigen Entwässerungskommünen/-Genossenschaften damit begonnen, die alten Schöpfmühlen (Koker-Mühlen) durch Dampfschöpfwerke zu ersetzen. Die jeweiligen Entwässerungsgebiete waren entsprechend in Duchten aufgeteilt. Daneben betrieben jedoch sehr viele Landwirte eigene Schöpfanlagen, was zum Teil zu erbitterten Nachbarschaftsstreitigkeiten führte.
Mit der nachfolgenden Einrichtung kleiner elektrisch betriebener Schöpfwerke ging parallel auch die optimierte Nutzung der Windkraft einher.
Die von den Firmen Apel & Sachau, Wilster, und Köster, Heide, entwickelten Windkraftturbinen ersetzten viele der alten Koker-Mühlen (in der Wilstermarsch fälschlich Bock-Mühlen genannt); einige Jahrzehnte lang waren in der Marsch die verschiedenen Formen der Schöpfanlagen nebeneinander zu bewundern - auf der Abbildung sind mehrere Windkraftturbinen zu entdecken.
Bei der linken Mühle handelt es sich jedoch um eine Kornwindmühle in Neufeld. Es ist der 1850 bis 1852 erbaute Galerieholländer "Aurora", welcher jedoch nur knapp hundert Jahre Bestand hatte.

Bildrechte: nicht bekannt;
es handelt sich um ein Sammel-Bild, welches vom Nationalsozialistischen Gauverlag Schleswig-Holstein GmbH, Kiel, herausgegeben wurde

Wilstermarsch Schöpf-Mühlen 1935

1935 Schöpfmühle - Kokermühle - in der Wilstermarsch
Noch zu Anfang des vergangenen Jahrhunderts bestimmten über Hunderte Schöpfmühlen das Landschaftsbild der Wilstermarsch.
Diese vom Wind angetriebenen und heute in der Wilstermarsch fälschlich Bockmühlen genannten Schöpfmühlen schöpften mittels einer archimedischen Schnecke das Wasser aus den Entwässerungsgräben in die höher gelegenen Wettern. Sie hielten die unter dem Meeresspiegel liegende Marsch trocken.
Die abgebildete Mühle stand offenbar an der Kampritter Wettern; im Hintergrund sind schwach die beiden riesigen und heute nicht mehr vorhandenen Hochspannungsmasten erkennbar, die am Langen Rack an der Stör standen.
Die letzte Schöpfmühle ihrer Art konnte erhalten werden und hat in Honigfleth einen Standort gefunden, wohin sie 1960 versetzt wurde.

Bildrechte: nicht bekannt

Wilstermarsch Schöpf-Mühlen 1935 Bau einer Archimedischen Schnecke für eine Schöpfmühle

1935 Bau einer Archimedischen Schnecke für eine Schöpfmühle in der Wilstermarsch
Riß einer Koker-Schöpfmühle in der Wilstermarsch

ca. 1935 Bau einer Archimedischen Schnecke für eine Schöpfmühle.
Die Arbeiten wurden von der Zimmerei Sievers in Krummendiek durchgeführt.
Eichene Brettchen wurden spindelförmig in einen als Welle geformten Schaft gesteckt.
Das Prinzip der archimedischen Schnecke war von dem am 28. November 1745 in Holler´s Fährhaus in Hodorf geborenen Johann Holler in die Wilstermarsch gebracht worden. Johann Holler hatte als Zimmermann in den Niederlanden gearbeitet und dort entsprechende berufliche Erfahrungen gesammelt. Im Jahre 1770 gründete er am Kohlmarkt in Wilster eine Zimmerei, wo die ersten archimedischen Schnecken für die Schöpfmühlen der Wilstermarsch hergestellt wurden. Holler war es wohl auch, der die Bauform der Koker-Mühle in der Wilstermarsch ab 1772 etablierte.
Doch bestanden bereits schon zuvor seit zweihundert Jahren vom Wind betriebene Schöpfmühlen anderer Bauart in der Wilstermarsch. Sie waren mit Schaufelrädern ausgestattet; die erste dieser Mühlen ist 1571 in Ecklak errichtet worden.
Der Riß (Bild 2) einer Koker-Mühle entspricht dem der vormaligen Schöpfmühle der Höfe Mehlert und Brandt in Flethsee.
Gut erkennbar ist, wie durch zwei Kammräder die Kraft des Windes auf die Schnecke übertragen wird. Die sich um ihre Mittelachse drehende Schnecke befindet sich in einem eng angepassten Trog. Schnecke und Trog bilden eine Folge von Kammern. Durch die Rotation der Schnecke bewegen sich alle Kammern in Richtung des Schneckenendes und fördern so das in ihnen befindliche Wasser nach oben, während am Schneckenanfang gleichzeitig immer wieder eine neue mit Wasser gefüllte Kammer entsteht.

Im Jahr 2010 wurde von der Zimmerei Sönke Sievers in Krummendiek eine archimedische Schnecke gebaut, welche in die letzte und in Honigfleth stehende Windschöpfmühle der Wilstermarsch eingebaut werden soll. Die Einweihung ist für den Mühlentag am zweiten Pfingst-Feiertag am 25. Mai 2010 vorgesehen.

Bildrechte: Bild 1 Werner Sievers, Huje
Zeichnung Bild 2 Carsten Schütt, Flethsee

Wilstermarsch Schöpf-Mühlen 1950 Kokermühle und Windräder

Wilstermarsch Schöpf-Mühlen 1950 Kokermühle und Windräder
Wilstermarsch Schöpf-Mühlen 1950 Kokermühle und Windräder
Wilstermarsch Schöpf-Mühlen 1950 Kokermühle und Windräder

ca. 1950 Schöpfmühlen in der Wilstermarsch
Ab den 1950er Jahren lösten elektrisch betriebene und von den Sielverbänden errichtete leistungsfähige Schöpfwerke die letzten in der Wilstermarsch zuvor noch vielfach bestehenden Schöpfmühlen ab.
Bereits in den ersten Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts hatten die Windräder der Firmen Apel & Sachau, Wilster, und Köster, Heide, viele der zuvor das Landschaftsbild der Wilstermarsch prägenden Schöpfmühlen abgelöst.
Die letzte Koker-Schöpfmühle der Wilstermarsch wurde 1960 von ihrem ursprünglichen Standort an der Dwerfelder Wettern nach Honigfleth versetzt, um sie als Baudenkmal zu erhalten. Der Begründer dieser Heimat-Seite hatte die Freude, als seinerzeitiger Maurer-Lehrling mit seiner ersten Arbeit an dem Wiederaufbau der Mühle in Honigfleth mitwirken zu dürfen.
Die Abbildung zeigt sowohl eine Kokermühle als auch Windräder an der Neufelder Wettern (Oberer Abschnitt der Kampritter Wettern) nördlich der Straße von Wilster nach St. Margarethen. Die Reh-Brücke im Zuge der Straße ist in Bildmitte erkennbar.
Bild 3 verdeutlicht, dass die Entwässerung der Nutzflächen (Wiesen und Weiden) zunächst über die Grüppen bzw. Beet-Gräben in einen parallel zur Beuferung der hoch gelegenen Wettern verlaufenden Rhinschloot erfolgte, von wo das Wasser dann mittels der Schöpfmühlen in die Wettern gehoben wurde.
Leider wurde in der Wilstermarsch nicht eines der bis in die 1950er Jahre betrieben Windräder erhalten.

Bildrechte:
Bild 1: nicht bekannt
Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Gerd Heutmann, Nutteln
Bild 2: Heinrich Ballerstädt, Wilster
Bild 3: Th. Möller, Kiel
(es handelt sich um ein Sammel-Bild)

Wilstermarsch Schöpf-Mühlen 1958 Kokermühle in Dwerfeld

Wilstermarsch Schöpf-Mühlen 1958 Kokermühle in Dwerfeld in der Wilstermarsch

Wilstermarsch Schöpf-Mühlen 1958 Kokermühle in Dwerfeld
Bei der seinerzeit an der Dwerfelder Wettern - Oberlauf der Kampritter Wettern - stehenden Schöpfmühle handelt es sich um diejenige, welche heute in Honigfleth zu bewundern ist.
Ab den 1950er Jahren haben elektrisch betriebene und von den Sielverbänden errichtete leistungsfähige Schöpfwerke die letzten in der Wilstermarsch zuvor noch vielfach bestehenden Schöpfmühlen abgelöst.
Zuvor hatten bereits in den ersten Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts die Windräder der Firmen Apel & Sachau, Wilster, und Köster, Heide, viele der zuvor das Landschaftsbild der Wilstermarsch prägenden Schöpfmühlen verdrängt.
Die letzte Koker-Schöpfmühle der Wilstermarsch wurde 1960 von ihrem ursprünglichen Standort an der Dwerfelder Wettern nach Honigfleth versetzt, um sie als Baudenkmal zu erhalten. Der Betreiber dieser Heimat-Seite hatte die Freude, als seinerzeitiger Maurer-Lehrling mit seiner ersten Arbeit an dem Wiederaufbau der Mühle in Honigfleth mitwirken zu dürfen.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Carsten Brecht, Kiel

 

© 2008-2017 Peter von Holdt · Technische Realisation: MReinke.Net · Impressum Key