Alte Postkarten aus Wilster

Aktuelle Kategorie: Zingelstraße, Villa Schütt, Colosseum, Trichter

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1865 Personen in der Schul-Straße - der heutigen Zingelstraße

1865 Personen in der Schul-Straße - der heutigen Zingelstraße in Wilster
1865 Personen in der Schul-Straße - der heutigen Zingelstraße in Wilster

ca. 1865 Personen in der Schul-Straße - der heutigen Zingelstraße
Wilster verdankt viele Photographien aus der zweiten Hälfte des vorletzten Jahrhunderts dem damals in Wilster ansässigen Photographen Hans-Peter Mohr.
Dieser fertigte nicht nur viele Aufnahmen von Straßen und Plätzen, sondern war auch bemüht, Personen mit auf das Bild zu bringen - angesichts der damaligen Möglichkeiten der Photographie mußten die Abgebildeten hierfür einige Disziplin aufbringen.
Die abgebildete Personengruppe steht in der heutigen Zingelstraße, die seinerzeit wegen der an ihr gelegenen Stadt-Schule noch Schulstraße hieß.
Den Namen Zingel führte nur der über den Zingel - den Burggraben - führende Bereich bei der damaligen Brücke. Der Verlauf des ehemaligen und in den 1930er Jahren verfüllten Burggraben ist an dem auf seiner Trasse angelegten und zum Stadtpark führenden Fußweg heute noch gut erkennbar.
Am unteren Ende der Straße ist das repräsentative Wohnhaus der Familie Görries erkennbar; dort wurde 1897 die heute noch vorhandene Villa des damaligen Lederfabrikanten Marcus Schütt errichtet.

Foto: Hans-Peter Mohr, Wilster
Das Foto stammt aus der Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1868 der historische "Trichter" - ein ehemaliges Gartenhaus

1868 Historischer "Trichter" - ein ehemaliges Gartenhaus

1868 Der historische "Trichter" und zugehöriger Garten.
Blick aus dem Bereich der heutigen Zingelstraße auf das Gebäude, seinen davor liegenden Garten und dahinter liegende Wirtschaftsgebäude. Das "Colosseum" genannte und heute noch bestehende Gebäude mit dem großen Saal wurde erst später gebaut.
In dem wegen seiner äußeren Form Trichter genannten Gebäude befindet sich heute die gleichnamige Gaststätte beim Saalbetrieb Colosseum.
Der Trichter wurde 1777 im Stil des Rokoko als Gartenhaus innerhalb eines weitläufigen Gartens - dieser umfaßte auch weitgehend den Colosseum-Platz – gebaut.
Der in französischem Stil angelegte Garten gehörte zu dem am Markt gelegenen Palais (es wurde 1826 abgebrochen und lag im Bereich der späteren Turnhalle) des 1797 gestorbenen Etatsrats Michaelsen.

Bildrechte: Hans-Peter Mohr, Wilster
Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1870 Schul-Straße - heutige Zingelstraße

ca. 1870 unterer Bereich der Zingelstraße, die seinerzeit wegen der an ihr gelegenen Stadt-Schule noch Schulstraße hieß.
Den Namen Zingel führte nur der über den Zingel - den Burggraben - führende Bereich bei der damaligen Brücke. Der Verlauf des ehemaligen und in den 1930er Jahren verfüllten Burggraben ist an dem auf seiner Trasse angelegten und zum Stadtpark führenden Fußweg heute noch gut erkennbar.
Hier am unteren Ende der Straße führte zwischen zwei Häusern hindurch ein Zugang zu dem repräsentativen Wohnhaus der Familie Görries; dort wurde 1897 die heute noch vorhandene Villa des damaligen Lederfabrikanten Schütt errichtet.
Bild 3 zeigt das Gebäude vom Zugang aus in winterlichem Flair.
Viele Jahrzehnte später veröffentlichte die Wilstersche Zeitung in den 1960/70er Jahren eine Artikel-Reihe "Alt-Wilster", in welcher auch das vormalige Aussehen der Straßen in Erinnerung gerufen wurde (Bild 4).

Bild 1: Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster
Bildrechte Bild 3: nicht bekannt
Der Zeitungsausschnitt wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Frau Tanja Thode, Beldorf

1897 Errichtung der Villa Schütt an der Schul-Straße - heutige Zingelstraße

1897 Errichtung der Villa Schütt (von der östlichen Seite aufgenommen) an der Zingelstraße, der damaligen Schul-Straße.
Am Ende der Zingelstraße ließ sich im Jahre 1897 der Wilsteraner Fabrikant Marcus Schütt, Mitinhaber der in Rumfleth gelegenen Lederwerke „Falk & Schütt“ die repräsentative Jugendstil-Villa errichten.
Auf dem Gelände der neuen Villa hatte zuvor das gleichfalls sehr repräsentative Wohnhaus der Familie Görries gestanden.
Um 1900 waren die Wilsteraner Lederwerke zeitweilig die größte derartigen Fabrik in Europa.
Die Arbeiter mußten 60 Stunden die Woche arbeiten; 1889 kam es wegen des Lohnes und der Arbeitsbedingungen zu einem 24 Wochen dauernden Streik; Ursache war auch der zur Schau gestellte aufwendige Lebensstil der Inhaber der Fabrik.
Bild 1: Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1905 Colosseum Platz und Villa Schütt

1905 Colosseum Platz und Villa Schütt in Wilster

1905 Colosseum Platz und Villa Schütt
Das Gelände des ehemaligen Michaelsen´schen Gartens ist Garten und Festplatz am Colosseum; auf ihm findet an jedem ersten Wochenende im August der Wilster Jahrmarkt – „der größte der Westküste“ – statt.
Auf dem Schlackenplatz führte der Sportverein Alemannia von 1904 bis in die 1950er Jahre seine Fußballspiele durch – zu der Zeit war die direkt am Graben stehende Reihe der Bäume der kleinen Allee noch vorhanden.
Rechts im Bild die „Villa Schütt“ des Wilsteraner Lederfabrikanten.
Am Ende der Zingelstraße ließ sich 1897 der Wilsteraner Fabrikant Marcus Schütt, Mitinhaber der in Rumfleth gelegenen Lederwerke „Falk & Schütt“ die repräsentative Jugendstil-Villa errichten.
Um 1900 waren die Wilsteraner Lederwerke die größten Europas.
Die Arbeiter mußten 60 Stunden die Woche arbeiten; 1889 kam es wegen des Lohnes und der Arbeitsbedingungen zu einem 24 Wochen dauernden Streik; Ursache war auch der zur Schau gestellte protzige Lebensstil der Inhaber.

Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1906 Trichter - Gartenhaus aus der Zeit des Rokoko

1906 Trichter - Gartenhaus aus der Zeit des Rokoko in der Stadt Wilster

19o6 Trichter - ehemaliges Gartenhaus Michaelsen.
Spielende Kinder im Garten des Trichters. In dem Garten stand seinerzeit ein Musikpavillon (rechts außerhalb des Bildes), in welchem Konzerte gegeben wurden, die sich regelmäßig eines enormen Besuchs erfreuen konnten. Der Garten war dann voller Menschen.
Der Trichter wurde 1777 im Stil des Rokoko als Gartenhaus innerhalb eines weitläufigen Gartens - dieser umfaßte auch weitgehend den Colosseum-Platz – für den Etatsrat Michaelsen gebaut.
Der zugehörige und in französischem Stil angelegte Garten gehörte zu dem am Markt gelegenen Palais (es wurde 1826 abgebrochen und lag im Bereich der späteren Turnhalle) des 1797 gestorbenen Etatsrats Michaelsen.
Der eingeschossige Backsteinbau mit Kantenrustika steht auf hohem Kellergeschoß über sechsseitigem Grundriß. Auf Vorder- und Rückseite führt jeweils eine Freitreppe zum Garten bzw. Vorplatz herab.
Das zeltartige Mansarddach gab durch seine äußere Form dem heute "Trichter" genannten Gebäude den Namen. Im Trichter befand sich lange Zeit die Gaststätte zum Saalbetrieb Colosseum. Das "Colosseum" genannte Gebäude mit dem großen Saal ist jedoch viel jüngeren Datums.
Links an das Gebäude ist in den 1960er Jahren in unharmonischer Weise ein heute nicht mehr vorhandener Anbau errichtet worden. Der Anbau ist wieder beseitigt, wodurch jedoch die Nutzung des Gebäudes für gastronomische Zwecke erheblich erschwert ist.

Bildrechte: vermutlich Ludwig Behning, Wilster
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1908 Freitreppe an der Rückseite des Trichter

1908 Freitreppe an der Rückseite des 1777 erbauten Trichter - historisches Gartenhaus - in der Stadt Wilster
1908 Freitreppe an der Rückseite des 1777 erbauten Trichter - historisches Gartenhaus - in der Stadt Wilster

1908 Freitreppe an der Rückseite des Trichter
Das heute Trichter genannte Gebäude ist das ehemalige Gartenhaus des Etatsrates Michaelsen. Es wurde 1777 im Stil des Rokoko als Gartenpavillon innerhalb eines weitläufigen Gartens - dieser umfaßte auch weitgehend den Colosseum-Platz – für den Etatsrat Michaelsen gebaut. Als Baumeister wird Ernst Georg Sonnin vermutet, welcher diese Aufgabe für die in den Jahren 1775 bis 1780 errichtete St. Bartholosmäus Kirche zu Wilster wahrnahm.
Der zugehörige und in französischem Stil angelegte Garten gehörte zu dem am Markt gelegenen Palais (es wurde 1826 abgebrochen und lag im Bereich der späteren Turnhalle) des 1797 gestorbenen Etatsrats Michaelsen.
Das Foto zeigt den Eingang an der rückwärtigen Seite des Trichter. Der eingeschossige Backsteinbau mit Kantenrustika steht auf hohem Kellergeschoß über sechsseitigem Grundriß. Auf Vorder- und Rückseite führt jeweils eine Freitreppe zum Garten bzw. Vorplatz herab.

Bildrechte: nicht bekannt
Quelle: Bildarchiv Foto Marburg

1912 Trichter und Colosseum

1912 Trichter und Colosseum
In dem wegen seiner äußeren Form Trichter genannten Gebäude befindet sich die Gaststätte zum Saalbetrieb Colosseum.
Der Trichter wurde 1777 als Gartenhaus innerhalb des zum am Markt gelegenen Palais des Etatsrats Michaelsen gehörenden weitläufigen Gartens - dieser umfaßte auch weitgehend den heutigen Colosseum-Platz - gebaut.
Am Gebäude des Colosseum fällt auf, daß der die Küche beherbergende spätere Vorbau noch nicht vorhanden ist.

Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
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1915 Militärische Kolonne vor dem Colosseum

1915 Militärische Kolonne vor dem Colosseum in Wilster

1915 Militärische Kolonne vor dem Colosseum
Zeit des I. Weltkrieges.
Möglicherweise aus Wilster und der Wilstermarsch zum Militärdienst eingezogene Männer marschieren mit geschulterten Gewehren hinter einer Musikkapelle mit klingendem Spiel vorbei an Trichter und Colosseum zum Platz am Colosseum.
Die Soldaten tragen noch preußische Pickelhauben, für welche im Verlaufe des Jahres 1916 Stahlhelme aus Chromnickelstahl eingeführt wurden.
Der Marsch führte vermutlich über den Colosseum-Platz zum seinerzeit noch an der heutigen Tagg-Straße gelegenen Bahnhof der Stadt.
Begleitet wird der Zug von vielen zuschauenden Kindern.
Auffällig ist die auf dem Dach des Colosseum installierte große Antennenanlage - offenbar diente das Gebäude zeitweilig militärischen Zwecken.

Carl Kuskop, Wilster

1915 Nordwestecke des Markt Platzes und Einmündung der Zingelstraße

1915 Nordwestecke des Markt Platzes und Einmündung der Zingelstraße in Wilster

1915 Zingelstraße, nordwestliche Ecke des Marktes
Nordwestlichen Ecke des Marktplatzes mit Blick in die heutige Zingelstraße, die seinerzeit noch Schulstraße hieß, denn seit Jahrhunderten lag sowohl die Stadtschule (am Ende der Straße links, hier nicht erkennbar) als auch das Haus mit den Lehrerwohnungen (links das Haus mit der langen zur Straße hin gewandten Traufseite) an dieser Straße;
Zingel wurde offenbar nur der untere Teil genannt, der über den Burggraben (den Zingel) führte.
Anzumerken ist hier, daß "Singel" in der Niederländischen Sprache für einen "Ringgraben" steht. Es liegt daher nahe, daß der alte Name "Zingel" der Zingelstraße aus der Zeit der niederländischen Kolonisation der Wilstermarsch stammt und daher so alt ist wie die Ansiedlung Wilster selbst.
Links an der Einmündung der Zingelstraße der „Deutsche Hof“ von Christian Schlotfeldt (später Weidemann, Rost, Eul); der Pferdekopf über dem Schild weist die mit der Kutsche oder dem Gespann anreisenden Gäste auf die Ausspann-Möglichkeit für die Pferde hin.
Rechts das Gast- und Logierhaus von Hermann Stücker (später Stückers Hotel; lange Zeit war der gastronom Egon Hoinke dessen Betreiber).
Das Haus links mit der wunderschönen klassizitischen Fassade – man sah es schon von der unteren Burger Straße – wurde in kaum nachvollziehbarer Weise in den 1970er Jahren nach seinem Erwerb durch die Verbandssparkasse Wilstermarsch beseitigt; die Möglichkeit der Erhaltung der schönen Fassade ist offenbar nicht einmal geprüft worden – dieser geradezu frevelhafte Eingriff in das optische Erscheinungsbild des Häuser-Ensemble des Marktplatzes führte zur Einschaltung des Landes-Konservators, wonach dann zumindest die Erhaltung des links davon stehenden Gebäudes (hier nicht im Bild) erreicht werden konnte.

Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1920 Fahnenschwenken der Bürger-Schützen-Gilde auf dem Colosseum Platz

1920 Fahnenschwenken der Bürger-Schützen-Gilde auf dem Colosseum Platz in Wilster

1920 Die Bürger Gilde ist auf dem Festplatz am Colosseum angetreten, um die Kunst der Fahnen Schwenker zu bewundern.
Das Fahnenschwenken der Bürger-Schützen-Gilde hat eine weit über 220 Jahre alte Tradition.
Die einzelnen Darbietungen orientieren sich nach einer Vorgabe, die vom Exercitienmeister Andreas Kletten in Nürnberg im Jahre 1679 festgeschrieben wurde.
Die Farben der heute genutzten vier Flaggen geben die ursprünglichen Farben der Wappen der Herzogtümer Schleswig und Holstein wieder; weiß (silber) und rot für Holstein, gelb (gold) und blau für Schleswig; dazu die Wappenbilder vom Bund, Land, Kreis Steinburg und der Stadt.
Gegenüber früheren Jahren ist die gelbe/goldene Flagge mit dem Bundesadler hinzu gekommen.
Zu dieser Tradition der Gilde siehe Fahnenschwenken
Zum Fest der Bürger-Gilde stand häufig neben Schieß- und Süßigkeitsbuden auch ein Karussell auf dem Festplatz, damit auch die Kinder ihr Vergnügen hatten. Manch einer der Gilde-Brüder machte sich seinerzeit das Vergnügen, den Kindern eine "Freifahrt für alle" auf dem Karussell zu spendieren.

Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1920 Festwagen des Wirtevereins Wilster für einen Festumzug

920 Festwagen des Wirtevereins Wilster für einen Festumzug

ca. 1920 Festwagen des Wirtevereins Wilster für einen Festumzug.
Der für die Teilnahme an einem Umzug durch die Straßen der Stadt Wilster geschmückte Festwagen des damaligen "Wirthe - Verein Wilster" hat auf dem Platz am Colosseum Aufstellung genommen.
Neben dem Wagen stehen die mit Zylindern und Schärpen als solche gekennzeichneten Offiziellen des Vereins mit der Vereins-Standarte.
Leider sind weder das Jahr noch der Anlaß für den Festumzug bekannt; es wird sich jedoch um einen Zeitpunkt vor 1922 gehandelt haben, denn an dem Wagen wirbt ein Plakat für das Bier "Bavaria Bräu". - Die 1897 gegründete Altonaer Bavaria Brauerei AG fusionierte 1922 mit derHamburger Großbrauerei „Actien-Brauerei“ in Hamburg-St. Pauli und nannte sich Bavaria und St. Pauli Brauerei AG; entsprechend wurden auch ihre Biere bezeichnet.
Das "Bavaria Bräu" wurde in Wilster von der an der Deichstraße gelegenen Bierhandlung von Albin Schrödel verlegt; der Betrieb wurde danach als Wilsteraner Niederlassung der Bavaria und St. Pauli Brauerei ausgebaut, wozu 1934 ein völliger baulicher Umbau der Betriebsgebäude erfolgte, von denen heute jedoch nur noch das Wohnhaus besteht.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Udo Urban, Wilster

1922 Fest der Liedertafel Wilster - Darbietungen bei der Musik-Muschel

1922 Zum achtzigjährlichen Gründungstag der Wilsteraner Liedertafel wurde am 17. und 18. Juni 1922 ein großes Sängerfest in Wilster gefeiert.
In und bei der Musikmuschel im Garten der Trichter Gaststätte wurden vor einem zahlreich erschienenen Publikum ein Chor-Konzert der Sänger veranstaltet.
Freunde des Chorgesangs werden mit etwas nostalgischen Gefühlen sich daran erinnern, welch großen Zuspruch früher die verschiedenen Chöre hatten.
Die hölzerne Musik Muschel ist Mitte der 1950er Jahre beseitigt worden.

Bildrechte:
Bilder 1 und 2: nicht bekannt; die Fotos wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Heidi und Heinz Steinbrecher, Wilster
Bild 3: vermutlich Ludwig Behning, Wilster

1923 Wilsteraner Turner in der Musik Muschel im Trichter Garten am Colosseum Platz

1923 In der Musik Muschel im Garten des Trichter am Colosseum Platz haben sich Wilsteraner Turner zum Gruppenbild aufgestellt.
In dem zur Gaststätte im Trichter gehörenden Garten, welcher zwischen diesem und der Zingelstraße gelegen ist, stand bis zu Beginn der 1950er Jahre ein muschelförmiger Musikpavillon, in welchem Konzerte gegeben wurden; der Konzertgarten am Trichter war daher ein beliebtes Ausflugsziel an den Wochenenden und war dann belebt, wie heute nur noch während des Jahrmarktes.

Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1925 Gauturnfest des MTV Wilster auf dem Colosseum-Platz

1925 Gauturnfest des MTV Wilster auf dem Colosseum-Platz in Wilster

1925 Gauturnfest des MTV Wilster auf dem Colosseum-Platz
Der ursprünglich als Männer-Turnverein gegründete MTV Wilster besteht seit dem Jahre 1880.
Bereits Ende der 1850er Jahre war es in Wilster zur Gründung eines Turnvereins gekommen, welchem bald (1861) durch eine weitere Gründung ein konkurrierender Wilsteraner Turnverein entgegen stand. Beide Vereine existierten jedoch nur wenige Jahre.
Am 04. Dezember 1868 kam es zu einer Neugründung, welche sich aber mit Ausbruch des Deutsch-Französischen Krieges 1870 wieder auflöste.
Der MTV Wilster wurde am 30. Mai 1880 gegründet; er gehört heute zu den ältesten Sportvereinen im Kreis Steinburg.
Der erste Übungsabend der Turner wurde am 12. Juni 1880 durchgeführt.
Informationen über den heutigen MTV Wilster gibt es hier.
Nachdem der junge Verein bereits in den Jahren 1882, 1887 und 1895 Gau-Turnfeste ausgerichtet hatte, lud er in der Folge zu weiteren derartigen Großveranstaltungen ein.
Das Foto zeigt Darbietungen der Turner auf dem Platz beim Colosseum. Hinter den Baumreihen im Hintergrund sind die Rückseiten der Häuser an der Burgerstraße erkennbar.
Sowohl unter der Baumreihe als auch im Vordergrund beobachten viele Zuschauer das Geschehen, bei dem neben in der Mehrzahl männlichen Aktiven auch viele Frauen teilnehmen.
Im Vordergrund ist eine Musikkapelle angetreten, unter deren Führung die Turner offenbar zuvor zum Sportplatz marschiert waren.

Bildrechte: Ludwig Behning, Wilster
Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1925 Villa Schütt an der Zingelstraße

1925 Villa Schütt an der Zingelstraße
Wie ein kleines Märchenschloß präsentiert sich im winterlichen Kleid die 1897 für den Wilsteraner Lederfabrikanten Marcus Schütt errichtete Villa am unteren Ende der Zingelstraße.
Die Straße war seinerzeit eine Sackgasse. Nur direkt vor dem schmiedeeisernen Zaun führte nach links der sogenannt Feldweg sowohl zur Mittelschule als auch mit zwei rechtwinkligen Abbiegungen zu einer Vielzahl von Kleingärten sowie zum Schulhof der damaligen Volksschule an der Straße Landrecht. Die Etatsrat-Michaelsen Straße wurde erst Mitte der 1950er Jahre angelegt.

Bild 1: Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1930 Platz am Colosseum

1930 Platz am Colosseum in Wilster

ca. 1930 Platz am Colosseum
Blick von dem zu der Zeit im Bau befindlichen hohen Schornstein der an der Tagg Straße errichtenen Gebäude der Genossenschafts Meierei auf den Platz am Colosseum und auf die Innenstadt von Wilster.
Der Platz am Colosseum - welches seinerzeit den größten Fest-Saal im Kreis Steinburg barg - war ursprünglich der Garten des Kanzleirates Michaelsen, dessen Gartenhaus "Trichter" heute noch vom Wohlstand seines damaligen Besitzers Kunde gibt.
Der Platz wurde lange Zeit vom Sportverein Allemannia 1904 als Fußballplatz genutzt, gleichzeitig diente und dient er bis heute als Festplatz für viele Veranstaltungen, u.a. für den Wilster Jahrmarkt.
Der Platz war seinerzeit an beiden Seiten durch eine zweireihige Baumallee gesäumt. Die Baumreihen in Bildmitte verliefen in dem Bereich, der früher von dem längst verfüllten Burggraben begleitet wurde. Im Rahmen der Stadtgestaltung ist in neuerer Zeit hier ein schöner und die alte Situation wieder aufgreifender von Bäumen begleiteter Spazierweg angelegt worden.

Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1931 Trichter - ehemaliges Gartenhaus Michaelsen

1931 Trichter - ehemaliges Gartenhaus Michaelsen an der Zingelstraße in der Stadt Wilster
1931 Trichter - ehemaliges Gartenhaus Michaelsen an der Zingelstraße in der Stadt Wilster

1931 Trichter - ehemaliges Gartenhaus Michaelsen
Der Trichter wurde 1777 im Stil des Rokoko als Gartenhaus innerhalb eines weitläufigen Gartens - dieser umfaßte auch weitgehend den Colosseum-Platz – für den Etatsrat Michaelsen gebaut.
Der zugehörige und in französischem Stil angelegte Garten gehörte zu dem am Markt gelegenen Palais (es wurde 1826 abgebrochen und lag im Bereich der späteren Turnhalle) des 1797 gestorbenen Etatsrats Michaelsen.
Das Foto zeigt von der Zingelstraße aus die rückwärtige Seite des Trichter. Der eingeschossige Backsteinbau mit Kantenrustika steht auf hohem Kellergeschoß über sechsseitigem Grundriß. Auf Vorder- und Rückseite führt jeweils eine Freitreppe zum Garten bzw. Vorplatz herab.
Das zeltartige Mansarddach gab durch seine äußere Form dem heute "Trichter" genannten Gebäude den Namen. Im Trichter befand sich lange Zeit die Gaststätte zum Saalbetrieb Colosseum. Das "Colosseum" genannte Gebäude mit dem großen Saal ist jedoch viel jüngeren Datums.
Zum Zeitpunkt der Aufnahme war der Wirt Max Pruter Betreiber des Colosseum.

Bildrechte: Theodor Möller, Kiel
Quelle: Bildarchiv Foto Marburg

1931 Wilster Jahrmarkt, Karussell auf dem Marktplatz

ca. 1931 Wilster Jahrmarkt, Vespermanns Pracht-Karussell auf dem Marktplatz vor Stückers Gasthof in Wilster

ca. 1931 Wilster Jahrmarkt, Karussel auf dem Marktplatz vor Stückers Gasthof; links geht der Blick in die Zingelstraße.
Der am ersten Wochenende im August eines jeden Jahres stattfindende Jahrmarkt in Wilster nannte sich viele Jahrzehnte lang mit Fug und Recht "der größte Jahrmarkt der Westküste".
Auf dem Platz am Colosseum sowie am Marktplatz rund um die Kirche lockten viele Kirmes-Buden und Fahrgeschäfte die zahlreichen Besucher.
Bei den Fahrgeschäften bildete lange Zeit als regelmäßiger Marktbeschicker das Prunk-Karussel von Vespermann eine ganz besondere Augenweide.
Das überaus prächtig verzierte Karussel wurde bereits 1902 erbaut und ist heute noch regelmäßig auf dem Hamburger Dom zu bewundern. Das sich langsam im Kreise drehende Karussel mit seinen Pferden, einem Schwein, zwei Gondeln und zwei sogenannten Kaffeemühlen war immer stark frequentiert. Und die Musik der zugehörigen alten aus dem Jahre 1911 stammenden mit Lochkarten betriebenen wunderschönen Orgel gab dem Jahrmarkt einen ganz besonderen unvergesslichen Sound.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Ralf Steffens, Luzern, Schweiz

1932 Colosseum Platz, Festwagen zum 650ten Stadtjubiläum der Stadt Wilster

1932 Auf dem Platz am Colosseum haben sich Gruppen und Motivwagen eingefunden, die am großen Fest-Umzug durch die Stadt anläßlich des 650-jährigen Jubiläum der Stadt Wilster teilnehmen wollen. "Kauft in Wilster" lautet an einem der Festwagen ein Spruch der Wilsteraner Kaufmannschaft.
Eine in der alten Tracht der Wilstermarsch gekleidete Gruppe der Landfrauen hat sich versammelt; im Hintergrund Kinder der Kinder-Gilde und im Vordergrund posiert in weißer Hose offenbar ein Mitglied der Bürger-Schützen-Gilde Wilster.
Im Hintergrund sind Gebäude an der Tagg-Straße und rechts hinter den Bäumen solche an der Burger Straße erkennbar.

Bildrechte: nicht bekannt
Das Foto wurde freundlicherweise von Heinz und Heidi Steinbrecher, Wilster, zur Verfügung gestellt.

1933 Fahnenschwenken der Bürger-Schützen-Gilde

1933 Fahnenschwenken der Bürger-Schützen-Gilde auf dem Marktplatz in Wilster

1933 Fahnenschwenken der Bürger-Schützen-Gilde
Hinten geht der Blick in die Zingelstraße, die vormalige Schulstraße.
Rechts am Bildrand das Wohn- und Geschäftshaus von Carl Kuskop, dem die Stadt Wilster sowie die Orte der Wilstermarsch eine Vielzahl alter Ansichtskarten verdankt.
Die Mitglieder der Bürger-Gilde sowie zahlreiche Passanten und sehr viele Schüler der Wilsteraner Schulen haben sich in weitem Rund auf der westlichen Seite des Marktes aufgestellt, um die Künste der Fahnenschwenker zu beobachten.
Zum jährlichen Gildefest gehören weiterhin der vorbereitende Exerzierabend, der Festumzug, das Vogelschießen (entstanden aus dem mittelalterlichen Papagoyenschießen) und der Festball.
Die Gilden waren im Mittelalter Versicherungsgilden auf Gegenseitigkeit. Die „broderscopp des Hilgen Lichnames der schutten“ wurde bereits 1380 im alten Ratsbuch der Stadt Wilster erwähnt.
Das Fahnenschwenken der Bürger-Schützen-Gilde hat eine weit über 220 Jahre alte Tradition.
Die einzelnen Darbietungen orientieren sich nach einer Vorgabe, die vom Exercitienmeister Andreas Kletten in Nürnberg im Jahre 1679 festgeschrieben wurde.
Die Farben der heute genutzten vier Flaggen geben die ursprünglichen Farben der Wappen der Herzogtümer Schleswig und Holstein wieder; weiß (silber) und rot für Holstein, gelb (gold) und blau für Schleswig; dazu die Wappenbilder vom Bund, Land, Kreis Steinburg und der Stadt Wilster.
Gegenüber früheren Jahren ist die gelbe/goldene Flagge mit dem Bundesadler hinzu gekommen.
Zu dieser Tradition der Gilde siehe Fahnenschwenken

Bildrechte: Werner Behning, Wilster
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder Fotos von den Originalnegativen erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1937 Wilster Jahrmarkt auf dem Colosseum Platz

1937 Wilster Jahrmarkt auf dem Colosseum Platz in Wilster
1937 Wilster Jahrmarkt auf dem Colosseum Platz in Wilster

1937 Wilster Jahrmarkt
Der traditionell am ersten Wochenende im August gefeierte Wilster Jahrmarkt – von den Wilsteranern stolz als „Der größte der Westküste“ postuliert - erfreut sich seit Alters her eines großen Zuspruchs und stellt im Jahresablauf der Stadt einen ganz besonderen Höhepunkt dar.
Das dichte Gedränge der vielen Markt-Besucher vor dem Hintergrund der St. Bartholomäus-Kirche mit ihrem 52m hohen spitzen Turm vermittelt das, was den Jahrmarkt auch noch heute ausmacht. Sehen und gesehen werden, lange aus den Augen verlorene Menschen vielleicht zu treffen und ein Schwätzchen zu halten.
Damals wie heute kommen auch viele Menschen aus den Umlandgemeinden sowie Buten-Wilsteraner in die Stadt.
Geradezu festliche Kleidung, so wie seinerzeit, ist heute allerdings eher obsolet.

Bildrechte: Werner Behning, Wilster, aus dessen Sammlung die Aufnahmen stammen

1954 Wilster Jahrmarkt - Selbstfahrer, Schiffschaukel, Riesenrad

1954 Wilster Jahrmarkt - Selbstfahrer, Schiffschaukel, Riesenrad
1954 Wilster Jahrmarkt - Einläuten des Festes vor dem Alten Rathaus

1954 Wilster Jahrmarkt - Selbstfahrer, Schiffschaukel, Riesenrad.
Traditionell am ersten Wochenende im August wird der Wilster Jahrmarkt gefeiert – er zehrt heute noch von seinem von den Wilsteranern stolz als „Der größte Jahrmarkt an der Westküste“ postulierten Nimbus.
Der auf dem Colosseum Platz und dem Marktplatz gefeierte Jahrmarkt hatte in früheren Jahrzehnten zu Zeiten seltenerer Vergnügungsmöglichkeiten einen enormen Besuch und stellte im Jahresablauf der Stadt einen ganz besonderen Höhepunkt dar. Auf dem Gelände herrschte dichtes Gedränge festlich gekleideter Menschen. Aus der Stadt, den Umlandgemeinden und von weit her kamen viele Besucher um sich zu vergnügen, um zu sehen und gesehen zu werden, vielleicht lange aus den Augen verlorene Menschen zu treffen und ein Schwätzchen zu halten.
Buden und Fahrgeschäfte waren deutlich bescheidener als heute, und doch übte der Jahrmarkt einen gegenwärtig so nicht mehr vorhandenen Reiz aus. Dem Einläuten des Jahrmarktes vor dem Alten Rathaus in der Op de Göten wohnte eine riesige Menschenmenge bei (Bild 2). Und nach dem traditionsreichen Prozedere und dem Anstich des "Hamburger Bier" strömte die Menge auf den Festplatz.
Die Selbstfahrer waren noch unter freiem Himmel unterwegs und das Riesenrad hatte gerade einmal die Höhe eines Einfamilienhauses, die Schiffsschaukel mußte durch Kraft und Geschick ihrer Benutzer angetrieben werden. Und doch war alles wunderbar! Das Geld bei den Besuchern war knapp, und dennoch mußte man sich ob der großen Zahl der Besucher mühen, einen freien Platz in einem Fahrgeschäft zu ergattern.

Bildrechte: nicht bekannt

1955 Wilster Jahrmarkt auf dem Colosseum Platz

1955 Wilster Jahrmarkt auf dem Colosseum Platz
1955 Wilster Jahrmarkt auf dem Colosseum Platz
1955 Wilster Jahrmarkt auf dem Colosseum Platz

1955 Wilster Jahrmarkt auf dem Colosseum Platz
Der traditionell am ersten Wochenende im August gefeierte Wilster Jahrmarkt – von den Wilsteranern stolz als „Der größte Jahrmarkt an der Westküste“ postuliert - erfreut sich seit Alters her eines großen Zuspruchs und stellt im Jahresablauf der Stadt einen ganz besonderen Höhepunkt dar.
Das dichte Gedränge der vielen Markt-Besucher vor dem Hintergrund der Häuser an der Tagg-Straße vermittelt das, was den Jahrmarkt auch noch heute ausmacht: Sehen und gesehen werden, lange aus den Augen verlorene Menschen vielleicht zu treffen und ein Schwätzchen zu halten.
Damals wie heute kommen auch viele Menschen aus den Umlandgemeinden sowie Buten-Wilsteraner zum Jahrmarkt in die Stadt.
Geradezu festliche Kleidung, so wie seinerzeit, ist heute allerdings eher obsolet. Dafür waren die Buden und Fahrgeschäfte früher deutlich bescheidener.

Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1962 Villa Schütt - Gartenseite der Jugendstil Villa

1962 Villa Schütt in Wilster - Gartenseite

1962 Villa Schütt - Gartenseite der Jugendstil Villa
Die repräsentative Villa im Jugendstil wurde 1897 erbaut für den Wilsteraner Lederfabrikanten Marcus Schütt, Mitinhaber der in Rumfleth gelegenen Lederwerke „Falk & Schütt“.
Die weitgehend im originalen Zustand erhaltene Villa ist ein besonderes Kulturdenkmal in der Stadt Wilster.
Das Gebäude wurde am Ende der Zingelstraße - der früheren Schulstraße - auf einem Areal errichtet, auf welchem zuvor das gleichfalls sehr repräsentative Wohnhaus der Familie Görries gestanden hatte. Die Straße war früher eine Sackgasse. Heute verbindet sie die Etatsrat-Michaelsen Straße mit dem Marktplatz.

Bildrechte: Wolfgang Bockelmann, Krefeld,
welcher das Foto freundlicherweise zur Verfügung stellte.

1965 Der historische "Trichter" am Colosseum

1965 Der historische "Trichter" und zugehöriger Garten.
In dem wegen seiner äußeren Form Trichter genannten Gebäude befindet sich die Gaststätte zum Saalbetrieb Colosseum.
Zum Zeitpunkt der Aufnahme war der Wirt Heinrich Helms Betreiber des Colosseum.
Der Trichter wurde 1777 im Stil des Rokoko als Gartenhaus innerhalb eines weitläufigen Gartens - dieser umfaßte auch weitgehend den Colosseum-Platz – gebaut.
Der in französischem Stil angelegte Garten gehörte zu dem am Markt gelegenen Palais (es wurde 1826 abgebrochen und lag im Bereich der späteren Turnhalle) des 1797 gestorbenen Etatsrats Michaelsen.

Bildrechte: Stramm Verlag, St. Michaelisdonn
Anmerkung: das als Originalabzug vorliegende Foto ist ein Probeabzug für eine Ansichtskarte
Anmerkung: Die Ansichtskarte war von dem Wirt Heinrich Helms als Betreiber des Colosseum in Auftrag gegeben worden. Diese Karte wird gleichfalls hier vorgestellt (sh. Bild 2).

1965 Trichter Gaststätte - Gebäude aus dem Rokoko

1965 Gaststätte Trichter in einem historischen 1777 erbauten Gartenhaus aus der Zeit des Rokoko
1965 Gaststätte Trichter in einem historischen 1777 erbauten Gartenhaus aus der Zeit des Rokoko
1965 Gaststätte Trichter in einem historischen 1777 erbauten Gartenhaus aus der Zeit des Rokoko

1965 Trichter Gaststätte - Gebäude aus dem Rokoko
In dem wegen seiner äußeren Form Trichter genannten Gebäude befindet sich die Gaststätte zum Saalbetrieb Colosseum.
Der Trichter wurde 1777 im Stil des Rokoko als Gartenhaus innerhalb eines weitläufigen Gartens - dieser umfaßte auch weitgehend den Colosseum-Platz – gebaut. Dieser gehörte zu dem am Markt gelegenen Palais (es wurde 1826 abgebrochen und lag im Bereich der späteren Turnhalle) des 1797 gestorbenen Etatsrats Michaelsen. Bereits 1814 war durch Vermächtnis das gesamte Anwesen in das Eigentum der Stadt Wilster gelangt.
Links vom Trichter ist ein kurz vor Fertigung der Aufnahme errichteter Anbau zu erkennen, in welchem sanitäre Anlagen untergebracht wurden. Der unter Mißachtung der baukulturellen Besonderheit des Trichter errichtete Anbau ist zwischenzeitlich wieder beseitigt, so dass sich das Gebäude wieder in seiner gesamten Schönheit zeigt.

Bildrechte: Verlag Stramm & Co., St. Michaelisdonn
Anmerkung: Die Negative der für die Fertigung von Ansichtskarten genutzten Fotografien liegen dem Betreiber dieser Heimat-Seite vor.

1966 Platz am Colosseum, Blick auf die Kirche

1966 Platz am Colosseum, Blick auf die Kirche St. Barholomäus zu Wilster

1966 Platz am Colosseum, Blick auf die Kirche
Blick vom Platz am Colosseum über das Pastorat hinweg zur Kirche St. Bartholomäus mit ihrem charakteristischen schlanken spitzen Turm.
Der Platz am Colosseum war vor zweihundert ein sehr großer und im französischem Stil angelegter Garten. Der Garten gehörte zu dem Palais, welches am Markt - im Bereich der Einmündung der heutigen Sonnin Straße - Ende des achtzehnten Jahrhunderts für den Kanzleirat Michaelsen errichtet worden war. Das Palais
ist heute noch erhalten, nur steht es (im Gegensatz zu dem ehemals dem gesamten Anwesen zugehörigen Gartenhaus, dem Trichter) nicht mehr in Wilster!
Das ist eine seltsame Geschichte, und die kam so.
Der Kanzleirat Michaelsen war ein Schwager des Kanzleirates Doos, dessen Witwe später der Stadt Wilster unter anderem des Neue Rathaus vermachte.
Michaelsen war ebenfalls ein Freund prächtiger Bauten. Es ist zwar ungesichert - gilt aber als sehr wahrscheinlich - daß Michaelsen bei Planung und Bau seines Palais den bekannten Baumeister Ernst Georg Sonnin (den Erbauer der Hamburger St. Michaelis Kirche und der Wilsteraner St. Bartholomäus Kirche) herangezogen hat. Als Michaelsen 1797 starb, gelangte sein Palais im Erbgang an die Familie Doos, die es 1814 an die Stadt Wilster verschenkte. Da die Stadt keine geeignete Verwendung für das prächtige, jedoch aufwendig zu erhaltende Bauwerk fand, versteigerte sie es. Der begüterte Kaufmann C.H. Meyer erhielt den Zuschlag; er ließ das Gebäude abbrechen und in Itzehoe in der Reichenstraße (Haus Nr. 41) wieder aúfbauen, wo das unter Denkmalschutz stehende Gebäude heute noch steht.

Bildrechte: Stramm Verlag, St. Michaelisdonn
Anmerkung: das als Originalabzug vorliegende Foto ist ein Probeabzug für eine Ansichtskarte

1967 Saal im Colosseum - Gastronomie Trichter und Colosseum

1967 Saal im Colosseum in Wilster

1967 Saal im Colosseum.
Das abgebildete Foto wurde für eine von dem damaligen Wirt Heinrich Helms in Auftrag gegebene Reklame-Ansichtskarte verwendet.
Das dem Restaurant Trichter zugeordnete Colosseum mit seinem großen Festsaal war lange Zeit größter Veranstaltungsraum im Kreis Steinburg; in ihm wurden seit Generationen alle größeren Festveranstaltungen Wilsters durchgeführt, so in früheren Jahren u.a. regelmäßig auch der Mittelschulball, an welchem traditionsgemäß die Schüler der Abschlußklassen teilnahmen und ein Theaterstück aufführten. Leider wird diese schöne und großes Engagement von Schülern und Lehrerschaft erfordert habende Veranstaltung seit vielen Jahren nicht mehr durchgeführt.
Das Colosseum wird auch noch heute für vielfältige Veranstaltungen (Tagungen, Feiern) genutzt, vornehmlich jedoch für Disco Veranstaltungen.

Bildrechte: Stramm Verlag, St. Michaelisdonn

1968 Etatsrätin Doos Straße, Trichter, Colosseum, Arbeitsamt

1968 Etatsrätin Doos Straße, Trichter, Colosseum, Arbeitsamt in Wilster

1968 Etatsrätin Doos Straße, Trichter, Colosseum, Arbeitsamt Nebenstelle
Blick vom Turm der St. Bartholomäus Kirche in nordwestliche Richtung.
Das heute nicht mehr vorhandene helle Gebäude beherbergte früher die Nebenstelle Wilster des Arbeitsamtes Elmshorn.
Die rechts daneben erkennbare Sonnin-Straße ist heute völlig umgebaut.
In Bildmitte die Gaststätte "Colosseum" mit dem historischen Trichter, dem ehemaligen Gartenhaus des Etatsrats Michaelsen, dessen Palais am Mark stand (im Bereich der heutigen Ausmündung der Sonnin-Straße).
Im Hintergrund ein Wohnblock an der Etatsrätin Doos Straße, welche heute nach rechts weitergeführt ist und an den seither gleichfalls verlängerten Klosterhof anschließt.

Bildrechte: Verlag der Wilsterschen Zeitung
Anmerkung: Das Foto stammt aus der 1990 erschienenen Jubiläums-Ausgabe der Zeitung

1968 Trichter - ehemaliges Gartenhaus Michaelsen

1968 Trichter - ehemaliges 1777 erbautes Gartenhaus Michaelsen in der Stadt Wilster
1968 Trichter - ehemaliges 1777 erbautes Gartenhaus Michaelsen in der Stadt Wilster
1968 Eingangstür am Trichter - ehemaliges 1777 erbautes Gartenhaus Michaelsen in der Stadt Wilster
1968 Eingangstür am Trichter - ehemaliges 1777 erbautes Gartenhaus Michaelsen in der Stadt Wilster

1968 Trichter - ehemaliges Gartenhaus Michaelsen
Der Trichter wurde 1777 im Stil des Rokoko als Gartenhaus innerhalb eines weitläufigen Gartens - dieser umfaßte auch weitgehend den Colosseum-Platz – für den Etatsrat Michaelsen gebaut.
Der zugehörige und in französischem Stil angelegte Garten gehörte zu dem am Markt gelegenen Palais (es wurde 1826 abgebrochen und lag im Bereich der späteren Turnhalle) des 1797 gestorbenen Etatsrats Michaelsen.
Der eingeschossige Backsteinbau mit Kantenrustika steht auf hohem Kellergeschoß über sechsseitigem Grundriß. Auf Vorder- und Rückseite führt jeweils eine Freitreppe zum Garten bzw. Vorplatz herab.
Das zeltartige Mansarddach gab durch seine äußere Form dem heute "Trichter" genannten Gebäude den Namen. Im Trichter befand sich lange Zeit die Gaststätte zum Saalbetrieb Colosseum. Das "Colosseum" genannte Gebäude mit dem großen Saal ist jedoch viel jüngeren Datums.
Rechts an das Gebäude war seinerzeit in unharmonischer Weise ein im Anschnitt erkennbarer heute nicht mehr vorhandener Anbau errichtet worden. Der Anbau ist heute wieder beseitigt, wodurch jedoch die Nutzung des Gebäudes für gastronomische Zwecke erheblich erschwert ist.

Bildrechte: Landesamt für Denkmalpflege Schleswig-Holstein
Quelle: Bildarchiv Foto Marburg

1974 Zingelstraße

1974 Zingelstraße in Wilster
1974 Zingelstraße in Wilster

1908 Zingelstraße, die damalige Schulstraße
Blick von der nordwestlichen Ecke des Marktplatzes in die heutige Zingelstraße, die bis 1930 noch Schulstraße hieß, denn seit Jahrhunderten lag sowohl die Stadtschule (am Ende der Straße links, hier nicht erkennbar) als auch das Haus mit den Lehrerwohnungen (links das große Haus mit der zur Straße hin gewandten Traufseite) an dieser Straße.
Zingel wurde offenbar nur der untere Teil der Straße genannt, der über den Burggraben (den Zingel) führte.
Anzumerken ist hier, daß "Singel" in der Niederländischen Sprache für einen "Ringgraben" steht. Es liegt daher nahe, daß der alte Name Zingel aus der Zeit der niederländischen Kolonisation der Wilstermarsch stammt und daher so alt ist wie die Ansiedlung Wilster selbst.
Links das Gebäude mit dem Gasthof "Zur Eule" von Hermann Eul (vorher „Deutscher Hof“ von Christian Schlotfeld, nach ihm Weidemann und Arthur Rost).
In dem folgenden Haus bestand seinerzeit die Backstube der Konditorei des Café Schöne.
Rechts im Anschnitt "Stückers Hotel" von Egon Hoinke.

Bildrechte: Landesamt für Denkmalpflege, Kiel
Quelle: Bildarchiv Foto Marburg

1990 Villa Schütt

ca. 1990 Villa Schütt
Am unteren Ende der heutigen Zingelstraße wurde 1897 die heute noch vorhandene Villa des damaligen Lederfabrikanten Marcus Schütt errichtet.
Die Straße hieß seinerzeit wegen der an ihr gelegenen Stadt-Schule noch Schulstraße.
Den Namen Zingel führte nur der über den Zingel - den Burggraben - führende Bereich bei der damaligen Brücke. Der Verlauf des ehemaligen und in den 1930er Jahren verfüllten Burggraben ist an dem auf seiner Trasse angelegten und zum Stadtpark führenden Fußweg heute noch gut erkennbar.
Die Straße war bis in die 1950er Jahre eine Sackgasse. Nur direkt vor dem schmiedeeisernen Zaun führte nach links der sogenannt Feldweg sowohl zur Mittelschule als auch mit zwei rechtwinkligen Abbiegungen zu einer Vielzahl von Kleingärten sowie zum Schulhof der damaligen Volksschule an der Straße Landrecht. Die auf der Trasse des Feldweges verlaufende Etatsrat-Michaelsen Straße - auf dem Foto nach links verlaufend - ist erst Mitte der 1950er Jahre angelegt worden.

Bildrechte: Rudolf Horstmann, Wilster

1994 Colosseum, Colosseum Platz, Zingelstraße, Villa Schütt

1994 historisches Gartenhaus Trichter und Colosseum in Wilster
1994 Villa Schütt in Wilster vom Platz am Colosseum aus gesehen
1994 Blick über den Platz am Colosseum zur Kirche St. Bartholomäus
1994 Blick durch den umgestalteten Garten am Trichter zur Zingelstraße in Wilster

1994 Colosseum, Colosseum Platz, Zingelstraße, Villa Schütt
Der Bereich um den Trichter - das historische Gartenhaus des Etatsrates Michaelsen - und dem Colosseum mit angrenzendem Platz (ehemaliger Garten des Etatsrates Michaelsen, dessen Palais am Markt stand) wurde ansprechend umgestaltet und fußläufig erlebbar gemacht.
Bild 1: Trichter und Colosseum in Wilster
Bild 2: Villa Schütt vom Colosseum Platz aus gesehen
Bild 3: Blick über den Platz am Colosseum zur Kirche St. Bartholomäus
Bild 4: Blick durch den umgestalteten Garten am Trichter zur Zingelstraße; zwischen dem großen Gebäude links und dem rechts davon stehenden schmalen Haus verläuft auf der Trasse des ehemaligen Burggrabens ein Fußweg zum Stadtpark.

Bildrechte: Ralf Steffens, Luzern, Schweiz

1995 Jahrmarkt in Wilster, Schausteller Geschäfte auf dem Colosseum Platz

1995 Jahrmarkt in Wilster, Schausteller Geschäfte auf dem Colosseum Platz in Wilster

1995 Jahrmarkt in Wilster, Schausteller Geschäfte auf dem Colosseum Platz
Es ist eine lange Tradition, daß am ersten Wochenende im August eines jeden Jahres der Wilster Jahrmarkt – der größte an der Westküste – stattfindet.
Vom Riesenrad geht der Blick über den Festplatz am Colosseum, dessen Größe hier gut erkennbar ist.
Dahinter der historische Trichter, das ehemalige Gartenhaus des Etatsrats Michaelsen, dessen Palais am Markt stand.
Über die Baumwipfel ragt die Spitze des Turmes der Villa Schütt empor.

Bildrechte: Peter J. von Holdt, Tungeln

2012 Villa Schütt -Tag des offenen Denkmals am 09.September 2012 a

2012 Außenansicht der Villa Schütt in Wilster
2012 Außenansicht der Villa Schütt in Wilster
2012 Außenansicht der Villa Schütt in Wilster
2012 Außenansicht der Villa Schütt in Wilster

2012 Villa Schütt -Tag des offenen Denkmals am 09.September 2012
Am Ende der Zingelstraße hatte sich 1897 der Wilsteraner Fabrikant Marcus Schütt, Mitinhaber der in Rumfleth gelegenen Lederwerke „Falk & Schütt“ die repräsentative Jugendstil-Villa errichten lassen.
Um 1900 waren die Wilsteraner Lederwerke zeitweilig die größten Europas.
Die Arbeiter mußten 60 Stunden die Woche arbeiten; 1889 kam es wegen des Lohnes und der Arbeitsbedingungen zu einem 24 Wochen dauernden Streik; Ursache dafür war auch der zur Schau gestellte aufwendige Lebensstil der Inhaber.
Gleichwohl kann sich heute die Stadt Wilster glücklich schätzen, eine derartige Villa in ihren Mauern zu haben.
Bilder 1 - 4 zeigen Außenansichten der Villa Schütt

Bildrechte: Rüdiger Mengel, Wilster

2012 Villa Schütt -Tag des offenen Denkmals am 09.September 2012 b

2012 Außenansicht der Villa Schütt in Wilster
2012 Außenansicht - Balkon - der Villa Schütt in Wilster
2012 Außenansicht - Detail Balkon - der Villa Schütt in Wilster
2012 Außenansicht - Fenster - der Villa Schütt in Wilster

2012 Villa Schütt -Tag des offenen Denkmals am 09.September 2012
Am Ende der Zingelstraße hatte sich 1897 der Wilsteraner Fabrikant Marcus Schütt, Mitinhaber der in Rumfleth gelegenen Lederwerke „Falk & Schütt“ die repräsentative Jugendstil-Villa errichten lassen.
Die Stadt Wilster kann sich glücklich schätzen, eine derartige Villa in ihren Mauern zu haben.
Bilder 1 - 3 zeigen Außenansichten der Villa Schütt
Bild 4 zeigt das auf Bild 3 vorgestellte Fenster von Innen.

Bildrechte: Rüdiger Mengel, Wilster

2012 Villa Schütt -Tag des offenen Denkmals am 09.September 2012 c

2012 Villa Schütt in Wilster - Bleiglasfenster von innen
2012 Villa Schütt in Wilster - Bleiglasfenster von außen
2012 Villa Schütt in Wilster - Bleiglasfenster
2012 Villa Schütt in Wilster - Bleiglasfenster

2012 Villa Schütt -Tag des offenen Denkmals am 09.September 2012
Am Ende der Zingelstraße hatte sich 1897 der Wilsteraner Fabrikant Marcus Schütt, Mitinhaber der in Rumfleth gelegenen Lederwerke „Falk & Schütt“ die repräsentative Jugendstil-Villa errichten lassen.
Die Stadt Wilster kann sich glücklich schätzen, eine derartige Villa in ihren Mauern zu haben.
Die Bilder zeigen - Beispiel großbürgerlicher Wohnkultur - Bleiglasfenster der Villa Schütt.

Bildrechte: Rüdiger Mengel, Wilster

2012 Villa Schütt -Tag des offenen Denkmals am 09.September 2012 d

2012 Villa Schütt in Wilster - großzügig geschnittenes und mit schmückenden Malereien aufwendig gestaltetes Treppenhaus
2012 Villa Schütt in Wilster - schmückende Malereien im aufwendig gestalteten Treppenhaus
2012 Villa Schütt in Wilster - schmückende Malereien im aufwendig gestalteten Treppenhaus
2012 Villa Schütt in Wilster - großzügig geschnittenes und mit schmückenden Malereien aufwendig gestaltetes Treppenhaus

2012 Villa Schütt -Tag des offenen Denkmals am 09.September 2012
Am Ende der Zingelstraße hatte sich 1897 der Wilsteraner Fabrikant Marcus Schütt, Mitinhaber der in Rumfleth gelegenen Lederwerke „Falk & Schütt“ die repräsentative Jugendstil-Villa errichten lassen.
Die Stadt Wilster kann sich glücklich schätzen, eine derartige Villa in ihren Mauern zu haben.
Die Bilder zeigen das großzügig geschnittene und mit schmückenden Malereien aufwendig gestaltete Treppenhaus.

Bildrechte: Rüdiger Mengel, Wilster

 

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