Alte Postkarten aus Wilster

Aktuelle Kategorie: Zingelstraße, Villa Schütt

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1865 Schul-Straße - heutige Zingelstraße - mit vielen Personen

1865 Schul-Straße - heutige Zingelstraße in Wilster - mit vielen Personen

1865 Personen in der Schul-Straße - der heutigen Zingelstraße
Wilster verdankt viele Photographien aus der zweiten Hälfte des vorletzten Jahrhunderts dem damals in Wilster ansässigen Photographen Hans-Peter Mohr.
Dieser fertigte nicht nur viele Aufnahmen von Straßen und Plätzen, sondern war auch bemüht, Personen mit auf das Bild zu bringen - angesichts der damaligen Möglichkeiten der Photographie mußten die Abgebildeten hierfür einige Disziplin aufbringen.
Die abgebildete Personengruppe steht in der heutigen Zingelstraße, die seinerzeit wegen der an ihr gelegenen Stadt-Schule noch Schulstraße hieß.
Den Namen Zingel führte nur der über den Zingel - den Burggraben - führende Bereich bei der damaligen Brücke. Der Verlauf des ehemaligen und in den 1930er Jahren verfüllten Burggraben ist an dem auf seiner Trasse angelegten und zum Stadtpark führenden Fußweg heute noch gut erkennbar.
Am unteren Ende der Straße ist das repräsentative Wohnhaus der Familie Görries erkennbar; dort wurde 1897 die heute noch vorhandene Villa des damaligen Lederfabrikanten Marcus Schütt errichtet.

Foto: Hans-Peter Mohr, Wilster
Anmerkung: Auf der Ansichtskarte ist kein Verlag vermerkt. Die alte Aufnahme ist reichlich ein halbes Jahrhundert später für eine sogenannte private Ansichtskarte genutzt worden. Sie stammt aus einem 1933 vom damaligen Heimatverein Wilstermarsch als Ehrengabe Herrn Pastor D.Dr. Wilhelm Jensen überreichten Album, welches freundlicherweise von Frau Sigrid Malz, Karlruhe, mit Zustimmung der Nachkommen des D.Dr. Wilhelm Jensen für die Heimat-Seite mein-wilster zur Verfügung gestellt wurde.

1865 Schul-Straße - heutige Zingelstraße - mit vielen Personen b

1865 Schul-Straße, heutige Zingelstraße in der Stadt Wilster
1865 Wilster, Personengruppe in der Schul-Straße, heutige Zingelstraße

1865 Schulstraße, heutige Zingelstraße
Personen in der Schul-Straße - der heutigen Zingelstraße
Wilster verdankt viele Photographien aus der zweiten Hälfte des vorletzten Jahrhunderts dem damals in Wilster ansässigen Photographen Hans-Peter Mohr.
Dieser fertigte nicht nur viele Aufnahmen von Gebäuden, Straßen, und Plätzen, sondern war auch bemüht, Personen mit auf das Bild zu bringen - angesichts der damaligen Möglichkeiten der Photographie mußten die Abgebildeten hierfür einige Disziplin aufbringen.
Die abgebildete Personengruppe steht in der heutigen Zingelstraße, die seinerzeit wegen der an ihr gelegenen Stadt-Schule noch Schulstraße hieß.
Den Namen Zingel führte nur der über den Zingel - den Burggraben - führende Bereich bei der damaligen Brücke. Der Verlauf des ehemaligen und in den 1930er Jahren verfüllten Burggraben ist an dem auf seiner Trasse angelegten und zum Stadtpark führenden Fußweg heute noch gut erkennbar.
Am unteren Ende der Straße ist das repräsentative Wohnhaus der Familie Görries erkennbar; dort wurde 1897 die heute noch vorhandene Villa des damaligen Lederfabrikanten Marcus Schütt errichtet.

Foto: Hans-Peter Mohr, Wilster

1870 Schul-Straße - heutige Zingelstraße

1870 Schul-Straße - heutige Zingelstraße in Wilster

1870 unterer Bereich der Zingelstraße, die seinerzeit wegen der an ihr gelegenen Stadt-Schule noch Schulstraße hieß.
Den Namen Zingel führte nur der über den Zingel - den Burggraben - führende Bereich bei der damaligen Brücke.
Der Verlauf des ehemaligen und 1925 verfüllten Burggraben ist an dem auf seiner Trasse angelegten und zum Stadtpark führenden Fußweg heute noch gut erkennbar.
Hier am unteren Ende der Straße führte zwischen zwei Häusern hindurch ein Zugang zu dem repräsentativen Wohnhaus der Familie Görries; dort wurde 1897 die heute noch vorhandene Villa des damaligen Lederfabrikanten Schütt errichtet.

Bildrechte: Hans-Peter Mohr, Wilster
Anmerkung: Auf der Ansichtskarte ist kein Verlag vermerkt. Die alte Aufnahme ist reichlich ein halbes Jahrhundert später für eine sogenannte private Ansichtskarte genutzt worden. Sie stammt aus einem 1933 vom damaligen Heimatverein Wilstermarsch als Ehrengabe Herrn Pastor D.Dr. Wilhelm Jensen überreichten Album, welches freundlicherweise von Frau Sigrid Malz, Karlruhe, mit Zustimmung der Nachkommen des D.Dr. Wilhelm Jensen für die Heimat-Seite mein-wilster zur Verfügung gestellt wurde.

1870 Schul-Straße - unterer Bereich der heutigen Zingelstraße

1870 Schul-Straße - heutige Zingelstraße in Wilster

1870 unterer Bereich der Zingelstraße, die seinerzeit wegen der an ihr gelegenen Stadt-Schule noch Schulstraße hieß.
Den Namen Zingel führte nur der über den Zingel - den Burggraben - führende Bereich bei der damaligen Brücke. Der Verlauf des ehemaligen und in den 1930er Jahren verfüllten Burggraben ist an dem auf seiner Trasse angelegten und zum Stadtpark führenden Fußweg heute noch gut erkennbar.
Hier am unteren Ende der Straße stand das repräsentative Wohnhaus der Familie Görries; dort wurde 1897 die heute noch vorhandene Villa des damaligen Lederfabrikanten Schütt errichtet.

Bildrechte: Hans-Peter Mohr, Wilster
Anmerkung: Auf der Ansichtskarte ist kein Verlag vermerkt. Die alte Aufnahme ist reichlich ein halbes Jahrhundert später für eine sogenannte private Ansichtskarte genutzt worden. Sie stammt aus einem 1933 vom damaligen Heimatverein Wilstermarsch als Ehrengabe Herrn Pastor D.Dr. Wilhelm Jensen überreichten Album, welches freundlicherweise von Frau Sigrid Malz, Karlruhe, mit Zustimmung der Nachkommen des D.Dr. Wilhelm Jensen für die Heimat-Seite mein-wilster zur Verfügung gestellt wurde.

1870 Zingelstraße, seinerzeitige Schulstraße

1870 Zingelstraße, seinerzeitige Schulstraße in Wilster
1775 Ausschnitt aus dem Stadtplan der Stadt Wilster

1870 Zingelstraße, seinerzeitige Schulstraße.
Unterer Bereich der Zingelstraße, die seinerzeit wegen der an ihr gelegenen Stadt-Schule noch Schulstraße hieß. Den Namen Zingel führte nur der über den Zingel - den Burggraben - führende Bereich bei der damaligen Brücke.
Der Verlauf des ehemaligen und in den 1930er Jahren verfüllten Burggraben ist an dem auf seiner Trasse angelegten und zum Stadtpark führenden Fußweg heute noch gut erkennbar.
Hier am unteren Ende der Straße führte zwischen zwei Häusern hindurch ein Zugang zu dem repräsentativen Wohnhaus der Familie Görries; dort wurde 1897 die heute noch vorhandene Villa des damaligen Lederfabrikanten Schütt errichtet.
Interessant ist auch, dass das Gebiet jenseits des „Zingel“ seinerzeit noch zur Gemeinde Landrecht gehörte.
Aus dem Stadtplan von 1775 (sh. dazu daraus den Ausschnitt Bild 2) ist die vormalige bauliche Situation gut erkennbar; ganz oben in der Mitte am Kartenrand das Wohnhaus Görries.

Bildrechte: vermutlich Hans-Peter Mohr, Wilster

1880 Südwestseite des Marktplatzes, Zingelstraße, Kirche St. Bartholomäus

1880 Südwestseite des Marktplatzes, Zingelstraße, Kirche St. Bartholomäus in Wilster

1880 Häuser an der südwestlichen Seite des Marktplatzes sowie Blick in die damalige Schulstraße - heutige Zingelstraße.
Ganz vorne links das Haus von J.J. Oesau, in welchem vermutlich zu der Zeit eine Gaststätte betrieben wurde; das Haus wurde später von Kaufmann Christian Haack übernommen;
dann „Nissens Gasthof“; danach wurde das Haus als Hotel „Stadt Hamburg“ geführt;
am Eingang zum Bartholomäusgang zum Stadtpark steht eine Schott´sche Karre (eigentlich:Schottische Karre), wie sie bis weit in die 1950er Jahre vielfach in Wilster genutzt wurde;
das folgende Haus ist die Gaststätte „Zur Börse“ von Ruge;
dann das Geschäftshaus der Textilhandlung August Voss - die beiden letzteren Häuser sind heute mit vorbildlich restaurierten Giebelfronten Teil des Geschäftshauses Reese;
die folgenden Gebäude wurden später, zum Teil mehrmals, durch Neubauten ersetzt (heute Teile der Gebäude der Westholsteinischen Bank).
Im Hintergrund geht der Blick in die damalige Schulstraße - die heutige Zingelstraße.
Ganz rechts ist der mächtige Turm der Kirche St. Bartholomäus zu erkennen.

Bildrechte: Hans-Peter Mohr, Wilster
Anmerkung: Auf der Ansichtskarte ist kein Verlag vermerkt. Die alte Aufnahme ist ein halbes Jahrhundert später für eine sogenannte private Ansichtskarte genutzt worden. Sie stammt aus einem 1933 vom damaligen Heimatverein Wilstermarsch als Ehrengabe Herrn Pastor D.Dr. Wilhelm Jensen überreichten Album, welches freundlicherweise von Frau Sigrid Malz, Karlsruhe, mit Zustimmung der Nachkommen des D.Dr. Wilhelm Jensen für die Heimat-Seite mein-wilster zur Verfügung gestellt wurde.

1897 Markt , Marktstraße (Op de Göten), Villa Schütt, Kohlmarkt

1897 Markt , Marktstraße (Op de Göten), Villa Schütt, Kohlmarkt
rechts: Blick vom Kirchturm auf die westliche Häuserzeile am Markt. Die Fassaden der Häuser sind auch heute noch, einhundert Jahre später, gut erkennbar.
Mittig: die 1897 im Jugendstil erbaute Villa Schütt des damaligen Leder-Fabrikanten.
Die schönen bunten bleiverglasten Fenster der Villa zeugen auch weit über 100 Jahre später von Wohlstand und Handwerkskunst. Sie wurden 2011 restauriert
Rechts: Blick in die damalige Marktstraße (heutige „Op de Göten“) mit dem an der Ecke zur Deichstraße stehenden Hotel Wilster-Marsch-Haus; das Gebäude wurde bei dem Terror-Angriff anglo-amerikanischer Bomber während des II: Weltkrieges stark beschädigt. Im Hintergrund steht noch das Vorgängergebäude am Standort des 1909 errichteten Gebäudes der späteren „Westbank“.
Unten: Blick vom Markt in den Kohlmarkt.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1898 Villa Schütt, Markt-Straße, Marktplatz, Stadtpark

1898 Villa Schütt, Markt-Straße, Marktplatz, Stadtpark
1898 Villa Schütt an der Zingelstraße
1898 alter Friedhof

1898 Villa Schütt, Markt-Straße, Marktplatz, Stadtpark
4-Bild Jugendstil Karte
links: Die an der Zingelstraße im Jahre 1897 errichtete Jugendstil-Villa Schütt des Wilsteraner Fabrikanten Marcus Schütt, Mitinhaber der an der Rumflether Straße gelegenen Lederwerke „Falk & Schütt“.
Um 1900 waren die Wilsteraner Lederwerke die größten in Europa.
mittig oben: Marktstraße; in der Vergangenheit hieß die heutige Straße „Op de Göten“ Marktstraße, denn im Alten Rathaus und davor fanden in früheren Zeiten die Markttage statt.
mittig unten: Blick vom Markt in die Straße Kohlmarkt. Dieser hier sichtbare Abschnitt der Straße bis zum ursprünglichen kleinen dreieckigen platzartigen Kohlenmarkt hieß zeitweilig Neuenburgstraße in der fälschlichen Annahme, daß an dieser erhöhten Stelle östlich des Marktes eine neue Burg gestanden habe, deren Vorläufer man – ebenfalls wohl fälschlich – an der Zingelstraße vermutete.
rechts: Der heutige Stadtpark wurde im Jahre 1907 angelegt, nachdem das Gelände des hier seit 1604 vorhanden gewesenen Friedhofes in das Eigentum der Stadt Wilster gelangt war.
Vor 1604 lag der Friedhof des Kirchspiels Wilster um die Kirche herum; er wurde danach auf das Gelände des heutigen Stadtparks verlegt und hier bis 1859 betrieben, in Einzelfällen auch länger.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1902 Blick vom Kirchturm in nordwestliche Richtung

1902 Blick vom Kirchturm in nordwestliche Richtung nach Rumfleth.
Im Hintergrund die Rumflether Mühle und die Gebäude der Lederfabrik von Falk & Schütt an der Rumflether Straße.
In Bildmitte ist die im Jahre 1896 errichtete Villa des Lederfabrikanten Schütt zu erkennen.
Links im Vordergrund die Häuser der Zingelstraße mit dem Lehrer-Wohnhaus.
In dem Gebäude mit dem flach geneigten Dach war später (nach 1903) das Atelier des Fotographen Ludwig Behning untergebracht.
Im Mittelgrund rechts ragt das markante Dach des „Trichter“ am Colosseum über die Bäume.

Bildrechte: Knackstedt & Näther, Hamburg

1903 Colosseumplatz

1903 Colosseumplatz in Wilster
2007 Colosseumplatz in Wilster

1903 Das Gelände des ehemaligen Michaelsenschen Gartens ist Garten und Festplatz am Colosseum; auf ihm findet an jedem ersten Wochenende im August der Wilster Jahrmarkt – „der größte der Westküste“ – statt.
Auf dem Schlackenplatz führte der Sportverein Alemannia von 1904 bis in die 1950er Jahre seine Fußballspiele durch – zu der Zeit stand noch eine Reihe der Bäume der kleinen Allee.
Rechts im Bild die „Villa Schütt“ des Wilsteraner Lederfabrikanten.

Bildrechte: Verlag C. Kuskop Nachf., Inh. L. Behning, Wilster

1903 freiwillige Sanitäts-Kolonne Wilster

1903 freiwillige Sanitäts-Kolonne Wilster bei einer Übung

1903 Übung der Sanitätskolonne Wilster aus Anlaß ihres 25-jährlichen Bestehens.
Der Verein vom Roten Kreuz in Wilster war am 15. März 1878 auf Initiative von Chefarzt Dr. Karl Gustav Adolf Werner gegründet worden.
Zu ihrem fünfundzwanzigjährigen Bestehen fand eine große Übung auf dem Platz am Colosseum statt. Die Ansichtskarte zeigt die Freiwillige Sanitäts-Kolonne Wilster, angetreten mit ihren Tragen, bei einer Übung im Bereich der Bahnstrecke nach Brunsbüttelkoog.
Die im Portrait abgebildete Person ist der Übungsleiter Dr. Fritz Carlau, welcher bis 1915 das Krankenhaus Menckestift leitete.
Siehe dazu: Deutsches Rotes Kreuz, Wilster.
Im Hintergrund ist die im Jahre 1897 errichtete Jugendstil-Villa des Wilsteraner Lederfabrikanten Schütt zu erkennen.

Bildrechte: Verlag v. Carl Kuskop, Wilster

1908 Zingelstraße, die damalige Schulstraße

1908 Zingelstraße, die damalige Schulstraße in Wilster

1908 Zingelstraße, die damalige Schulstraße
Blick von der nordwestlichen Ecke des Marktplatzes in die heutige Zingelstraße, die seinerzeit noch (bis 1930) Schulstraße hieß, denn seit Jahrhunderten lag sowohl die Stadtschule (am Ende der Straße links, hier nicht erkennbar) als auch das Haus mit den Lehrerwohnungen (links das große Haus mit der zur Straße hin gewandten Traufseite) an dieser Straße;
Zingel wurde offenbar nur der untere Teil genannt, der über den Burggraben (den Zingel) führte.
Links der „Deutsche Hof“ von Christian Schlotfeldt (später Weidemann, Rost, Eul);
der Pferdekopf über dem Schild weist auf die Ausspann-Möglichkeit hin.
Der Kringel über dem Eingang des folgenden Hauses verweist auf die hier seinerzeit von Friedrich Schöne betriebene Conditorei mit Café.
Rechts das Gast- und Logierhaus von Hermann Stücker.
Am Ende der Straße steht die 1896 erbaute „Villa Schütt“ (Schütt´sche Villa) des Lederfabrikanten Schütt.

Bildrechte: Verlag von L. Behning, Wilster

1909 Gast- und Logierhaus "Schweizerhalle"

Gast- und Logierhaus "Schweizerhalle"
2010 Stückers Restaurant

1909 Gast- und Logierhaus "Schweizerhalle" am Markt, Ecke Zingelstraße.
In der westlichen Ecke des Marktes an der Einmündung der Zingelstraße - sie führte seinerzeit den Namen Schulstraße - steht der Gasthof von Hermann Stücker. Der Besitzer steht in der Tür seines Lokals, vor welchem ein Kutscher mit einer einspannigen einachsigen Kutsche (Tilbury) Halt gemacht hat.
Hermann Stücker war auch als Viehhändler tätig; die zugehörigen Stallungen befanden sich an der Zingelstraße.
Nach ihm übernahmen sein Sohn Karl Stücker und dann dessen Tochter Hilge, verheiratet mit Egon Hoinke, den Betrieb.
Links geht der Blick in die heutige Zingelstraße, an deren Ende die 1897 für den Wilsteraner Fabrikanten Marcus Schütt, Mitinhaber der in Rumfleth gelegenen Lederwerke „Falk & Schütt“ errichtete repräsentative Jugendstil-Villa gelegen ist.

Bildrechte: Ludwig Behning, Wilster

1909 Gast- und Logierhaus "Schweizerhalle" b

1909 Gast- und Logierhaus "Schweizerhalle" am Markt in der Stadt Wilster

1909 Gast- und Logierhaus "Schweizerhalle" am Markt, Ecke Zingelstraße.
In der westlichen Ecke des Marktes an der Einmündung der Zingelstraße - sie führte seinerzeit den Namen Schulstraße - steht der Gasthof von Hermann Stücker. Der Besitzer steht in der Tür seines Lokals, vor welchem ein Kutscher mit einer einspannigen einachsigen Kutsche (Tilbury) Halt gemacht hat. Hermann Stücker war auch als Viehhändler tätig; die zugehörigen Stallungen befanden sich an der Zingelstraße. Nach ihm übernahmen sein Sohn Karl Stücker und dann dessen Tochter Hilge, verheiratet mit Egon Hoinke, den Betrieb.
Links geht der Blick in die heutige Zingelstraße, an deren Ende die 1897 für den Wilsteraner Fabrikanten Marcus Schütt, Mitinhaber der in Rumfleth gelegenen Lederwerke „Falk & Schütt“ errichtete repräsentative Jugendstil-Villa gelegen ist.

Bildrechte: Ludwig Behning, Wilster

1911 Café Schöne in der Schulstraße, der heutigen Zingelstraße

ca. 1911 Café Schöne in der Schulstraße, der heutigen Zingelstraße
Vor einhundert Jahren betrieb Friedrich Schöne im Hause Schulstraße 2 (der heutigen Zingelstraße) eine Konditorei mit einem angeschlossenen Café.
Nachweislich einer anderen und aus der Zeit stammenden Ansichtskarte war über dem Eingang des Hauses ein Kringel als Zeichen der Bäcker angebracht; der Firmeninhaber arbeitete offenbar nicht nur als Konditor sondern ging auch dem Gewerbe eines Bäckers nach.
Das Café wurde etwas später ausgelagert in ein neu errichtetes Gebäude, welches zwei Bauplätze oberhalb in dem bereits zum Markt gehörigen Bereich stand. Die Backstube blieb jedoch weiterhin im Hause Schulstraße (Zingelstraße) 2.
Das am Markt im Stil des Klassizismus errichtete Gebäude des "Café Schöne" wurde Anfang der 1970er Jahre leider auf Veranlassung der Verbandssparkasse Wilster abgebrochen, Überlegungen und Anstrengungen zur Erhaltung zumindest der schönen Fassade wurden nicht angestellt – ein stilloser Frevel am Wilsteraner Stadtbild!

Bildrechte: Ludwig Behning, Wilster

1912 Café Schöne in der Schulstraße, der heutigen Zingelstraße

1912 Café Schöne in der Schulstraße, der heutigen Zingelstraße in Wilster

ca. 1912 Café Schöne in der Schulstraße, der heutigen Zingelstraße
Vor einhundert Jahren betrieb Friedrich Schöne im Hause Schulstraße 2 (der heutigen Zingelstraße) eine Konditorei mit einem angeschlossenen Café.
Entsprechend den aus der karte ersichtlichen Reklametafeln wurde in dem Café auch "Frische Bouillon" und "Stollwerck Schokolade" angeboten.
Das Café wurde etwas später ausgelagert in ein neu hergerichtetes klassizistisches Gebäude, welches zwei Bauplätze oberhalb in dem bereits zum Markt gehörigen Bereich stand. Die Backstube blieb jedoch weiterhin im Hause Schulstraße (Zingelstraße) 2.
Das am Markt bezogene Gebäude des "Café Schöne" wurde Anfang der 1970er Jahre leider auf Veranlassung der Verbandssparkasse Wilster abgebrochen, Überlegungen und Anstrengungen zur Erhaltung zumindest der schönen Fassade wurden nicht angestellt – ein stilloser Frevel am Wilsteraner Stadtbild!

Bildrechte: Ludwig Behning, Wilster

1913 Zingelstraße (damalige Schulstraße) und Villa Schütt

1913 Am Ende der Zingelstraße ließ sich 1897 der Wilsteraner Fabrikant Marcus Schütt, Mitinhaber der in Rumfleth gelegenen Lederwerke „Falk & Schütt“ die repräsentative Jugendstil-Villa errichten.
Um 1900 waren die Wilsteraner Lederwerke die größten Europas.
Die Arbeiter mußten 60 Stunden die Woche arbeiten; 1889 kam es wegen des Lohnes und der Arbeitsbedingungen zu einem 24 Wochen dauernden Streik; Ursache war auch der zur Schau gestellte protzige Lebensstil der Inhaber.
Der vordere Teil der Straße hieß sehr lange (bis in die 1930er Jahre) Schulstraße, denn an ihm stand die von der Kirchengemeinde gegründete und betriebene Große Stadtschule, deren Gebäude 1771 erneuert und 1804 neu aufgeführt wurden;
die Gebäude, welche auch die Lehrerwohnungen enthielten, stehen heute noch.

Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster

1913 Zingelstraße (damalige Schulstraße) und Villa Schütt SF

1913 Zingelstraße (damalige Schulstraße) und Villa Schütt

1913 Zingelstraße (damalige Schulstraße) und Villa Schütt
Am Ende der Zingelstraße ließ sich 1897 der Wilsteraner Fabrikant Marcus Schütt, Mitinhaber der in Rumfleth gelegenen Lederwerke „Falk & Schütt“ die repräsentative Jugendstil-Villa errichten.
Um 1900 waren die Wilsteraner Lederwerke die größten Europas.
Die Arbeiter mußten 60 Stunden die Woche arbeiten; 1889 kam es wegen des Lohnes und der Arbeitsbedingungen zu einem 24 Wochen dauernden Streik; Ursache war auch der zur Schau gestellte protzige Lebensstil der Inhaber.
Der vordere Teil der Straße hieß sehr lange (bis in die 1930er Jahre) Schulstraße, denn an ihm stand die von der Kirchengemeinde gegründete und betriebene Große Stadtschule, deren Gebäude 1771 erneuert und 1804 neu aufgeführt wurden;
die Gebäude, welche auch die Lehrerwohnungen enthielten, stehen heute noch.

Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Udo Urban, Wilster

1915 Gaststätte Deutscher Hof

1915 Gaststätte Deutscher Hof in der Stadt Wilster

1915 Gaststätte Deutscher Hof am Markt.
Das Schild über der Einfahrt wies auf die Ausspann-Möglichkeit für Fuhrwerke hin, was seinerzeit für viele Gasthöfe eine notwendige Einrichtung war, um den vielfach mit Pferdekutschen anreisenden Gästen den hierfür notwendigen Service bieten zu können.
Die Gaststätte „Deutscher Hof“ von Christian Schlotfeldt lag an der nordwestlichen Ecke des Marktes bei der Einmündung der Zingelstraße, welche seinerzeit noch Schulstraße hieß, denn seit Jahrhunderten lag sowohl die Stadtschule als auch das Haus mit den Lehrerwohnungen an dieser Straße.
Der vormalige „Deutsche Hof“ von Christian Schlotfeld (später Weidemann, Arthur Rost, Hermann Eul) wurde zuletzt von dem Letztgenannten unter dem Namen „Zur Eule“ geführt. Das Gebäude besteht heute nicht mehr.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1915 Zingelstraße (damalige Schulstraße), nordwestliche Ecke des Marktes

1915 Zingelstraße (damalige Schulstraße), nordwestliche Ecke des Marktes in der Stadt Wilster
2007 1915 Zingelstraße, nordwestliche Ecke des Marktes in der Stadt Wilster

1915 Zingelstraße, nordwestliche Ecke des Marktes
Nordwestlichen Ecke des Marktplatzes mit Blick in die heutige Zingelstraße, die seinerzeit noch Schulstraße hieß, denn seit Jahrhunderten lag sowohl die Stadtschule (am Ende der Straße links, hier nicht erkennbar) als auch das Haus mit den Lehrerwohnungen (links das Haus mit der langen zur Straße hin gewandten Traufseite) an dieser Straße;
Zingel wurde offenbar nur der untere Teil genannt, der über den Burggraben (den Zingel) führte.
Anzumerken ist hier, daß "Singel" in der Niederländischen Sprache für einen "Ringgraben" steht. Es liegt daher nahe, daß der alte Name der Zingelstraße aus der Zeit der niederländischen Kolonisation der Wilstermarsch stammt und daher so alt ist wie die Ansiedlung Wilster selbst.
Links an der Einmündung der Zingelstraße der „Deutsche Hof“ von Christian Schlotfeldt (später Weidemann, Rost, Eul); der Pferdekopf über dem Schild weist die mit der Kutsche oder dem Gespann anreisenden Gäste auf die Ausspann-Möglichkeit für die Pferde hin.
Rechts das Gast- und Logierhaus von Hermann Stücker (später Stückers Hotel).
Das Haus links mit der wunderschönen klassizistischen Fassade – man sah es schon von der unteren Burger Straße – wurde in kaum nachvollziehbarer Weise in den 1970er Jahren nach seinem Erwerb durch die Verbandssparkasse Wilstermarsch beseitigt; die Möglichkeit der Erhaltung der schönen Fassade ist offenbar nicht einmal geprüft worden – dieser geradezu frevelhafte Eingriff in das optische Erscheinungsbild des Häuser-Ensemble des Marktplatzes führte zur Einschaltung des Landes-Konservators, wonach dann zumindest die Erhaltung des links davon stehenden Gebäudes (hier nicht im Bild) erreicht werden konnte.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1918 Villa Schütt an der Zingelstraße (damalige Schulstraße) SF

1918 Villa Schütt an der Zingelstraße (damalige Schulstraße)

1918 Villa Schütt an der Zingelstraße (damalige Schulstraße)
Die am Ende der heutigen Zingelstraße (damalige Schulstraße) noch heute vorhandene repräsentative Jugendstil-Villa wurde 1897 erbaut für Marcus Schütt, Mitinhaber der an der Rumflether Straße gelegenen Lederwerke „Falk & Schütt“.

Bildrechte: Carl Kuskop, Ansichtskartenverlag, Wilster
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Udo Urban, Wilster

1920 Markt, Zingelstraße

1920 Markt, Zingelstraße in der Stadt Wilster
2007 Markt, Zingelstraße in der Stadt Wilster

ca. 1920 Markt, Zingelstraße
Nordwestliche Ecke des Markt.
Blick in die heutige Zingelstraße, die früher Schulstraße hieß, denn seit Jahrhunderten lag sowohl die Stadtschule als auch das Haus mit den Lehrerwohnungen an dieser Straße;
Zingel wurde offenbar nur der untere Teil genannt, der über den Burggraben führte.
Links der „Deutsche Hof“ von Christian Schlotfeldt (später Weidemann, Rost, Eul); das Schild über der Einfahrt weist auf die Ausspann-Möglichkeit für Fuhrwerke hin.
Im Anschnitt ist die schöne Fassade des klassizistischen Gebäudes erkennbar, in welchem später das Café Schöne und danach das Café Thörmer untergebracht war.
Rechts der Gasthof von Karl Stücker, (zuvor Hermann Stücker, danach Egon Hoinke), welcher auch als Viehhändler tätig war; die zugehörigen Stallungen befanden sich an der Zingelstraße.
Von den drei abgebildeten Gasthöfen werden heute nur noch "Stücker´s Gaststätten" betrieben.
Das von der Verbandssparkasse Wilstermarsch anstelle des in den 1970er Jahren abgebrochenen schönen Gebäudes des Café Schöne errichtete Bauwerk bildet einen auffälligen Kontrast zu den angrenzenden Fassaden. Trotz seiner kleinzeiligen Fassadengestaltung und der dezenten Farbgebung wirken insbesondere das Fehlen eines Giebels sowie der bauklotzartige Zuschnitt seiner Straßenfront unharmonisch.

Bildrechte: Karl Kuskop, Wilster

1920 Markt, Zingelstraße. Nordwestliche Ecke des Marktplatzes

ca. 1920 Markt, Zingelstraße. Nordwestliche Ecke des Markt

ca. 1920 Markt, Zingelstraße. Nordwestliche Ecke des Marktplatzes.
Blick in die heutige Zingelstraße, die früher Schulstraße hieß, denn seit Jahrhunderten lag sowohl die Stadtschule als auch das Haus mit den Lehrerwohnungen an dieser Straße; Zingel wurde offenbar nur der untere Teil genannt, der über den Burggraben führte.
Links der „Deutsche Hof“ von Christian Schlotfeld (später Weidemann, Rost, Eul); das Schild über der Einfahrt weist auf die Ausspann-Möglichkeit für Fuhrwerke hin.
Im Anschnitt ist die schöne Fassade des Gebäudes erkennbar, in welchem das Café Schöne und danach das Café Thörmer untergebracht war. Leider fiel das Gebäude einem Neubau der Verbandssparkasse Wilstermarsch zum Opfer.
Rechts der Gasthof von Karl Stücker, (zuvor Hermann Stücker, danach Egon Hoinke), welcher auch als Viehhändler tätig war; die zugehörigen Stallungen befanden sich an der Zingelstraße.
Von den drei abgebildeten Gaststätten werden heute nur noch "Stücker´s Gaststätten" betrieben.

Bildrechte: Karl Kuskop, Wilster

1920 Schulstraße (heutige Zingelstraße), Umzug der Kinder-Gilde

1920 Schulstraße (heutige Zingelstraße), Umzug der Kindergilde
1920 Schulstraße (heutige Zingelstraße), Umzug der Kindergilde

1920 Schulstraße (heutige Zingelstraße), Umzug der Kindergilde
Angeführt von ihrem Trommler und Pfeifer Korps marschiert der Umzug der Kindergilde vom Marktplatz kommend durch die damalige Schulstraße (heutige Zingelstraße) und biegt ab zum Festplatz beim Colosseum.
Die Stadt Wilster bot während dieser Veranstaltung ein prächtiges farbenfrohes Bild. Das Pflaster der Straßen war mit Blumen bestreut, von vielen Häusern grüßten die blau-weiß-roten Flaggen Schleswig-Holsteins.
Auch im Festumzug wurden neben den vielen bunten Blumenreifen der Mädchen weitere Flaggen und ein Banner mit dem Wappen der Stadt Wilster mitgeführt.
Auf dem Bürgersteig begleiten viele Menschen den Ummarsch der Gilde durch die Straßen der Stadt. Leider besteht seit vielen Jahren die alte und über einen sehr langen Zeitraum gepflegte Tradition der Kindergilde mit ihrem Umzug durch die Straßen der festlich geschmückten Straßen nicht mehr.

Bildrechte: nicht bekannt

1920 Wilster im Winter

1920 Wilster im Schnee
1920 Einmündung der Straße Kohlmarkt in den Marktplatz in Wilster
1920 Nordseite des Marktplatzes mit dem Pastorat in Wilster

1920 Wilster in winterlichem Schmuck gefallenen Schnees.
Links: Blick von der Marktstraße (heutige "Op de Göten“) zur Kirche St. Bartholomäus auf dem Marktplatz.
Oben: Einmündung der Straße Kohlmarkt in den Marktplatz.
Unten: Nordseite des Marktplatzes mit dem Pastorat; im Hintergrund die Burger Straße.
Rechts: Blick von der Zingelstraße (damaligen Schul-Straße) auf die 1896 erbaute „Villa Schütt“ (Schütt´sche Villa).

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1920 Wilster im Winter, Markt, Zingelstraße, Op de Göten

1920 Wilster im Winter.
In früheren Jahrzehnten brachte der Winter auch in Wilster regelmäßig deutlich mehr Schnee als heute.
Die Aufnahmen aus dem Jahr 1920 zeigen im winterlichen Kleid:
oben links: Nordseite des Marktplatzes mit dem Pastorat;
oben rechts: Zingelstraße mit der 1896 erbauten Schütt´schen Villa;
unten links: Nordseite des Marktplatzes mit dem 1911 errichteten Denkmal zur Erinnerung an den Frieden nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71;
unten rechts: westliche Seite des Marktes;
mittig: Marktstraße mit Blick zur Kirche.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1925 Mittelschule, Mädchenschule, Knabenschule SF

1925 Mittelschule, Mädchenschule, Knabenschule
Die Mehrbildkarte zeigt die seinerzeit in Wilster vorhandenen Schulen.
oben: die an der heutigen Etatsrat-Michaelsen-Straße und am Stadtpark gelegene Mittelschule.
Das Schulgebäude war 1885 als Privatschule für Mädchen und Knaben errichtet worden; das Gelände grenzte an den Stadtpark und hatte einen Zugang zur Zingelstraße (früher: Schul-Straße);
am 03.04.1913 wurde die Mittelschule Wilster gegründet - sie zog in das Gebäude ein.
mittig: die ehemalige Mädchen-Schule im Landrecht ging später gemeinsam mit der benachbarten Knaben-Schule in die Volksschule Wilster auf;
das Gebäude für die Mädchen-Schule wurde 1898 an der Straße Landrecht errichtet.
unten: die ehemalige Knaben-Schule im Landrecht; das Gebäude wurde 1913 in unmittelbarer Nähe zur Mädchen-Schule errichtet.

Bildrechte: Karl Kuskop, Wilster - Verlagszeichen: 13864
Die Karte befindet sich in der Sammlung von Ingrid Schröder, Burg/Dithmarschen

1926 Fahnenschwenken der Bürger-Schützen-Gilde auf dem Marktplatz b

1926 Fahnenschwenken der Bürger-Schützen-Gilde auf dem Marktplatz der Stadt Wilster

1926 Fahnenschwenken der Bürger-Schützen-Gilde auf dem Marktplatz.
Im Hintergrund geht der Blick in die Zingelstraße, die vormalige Schul Straße.
Die Mitglieder der Gilde sowie zahlreiche Passanten haben sich in weitem Rund auf der westlichen Seite des Marktes aufgestellt, um die Künste der Fahnenschwenker zu beobachten.
Zum jährlichen Gildefest gehören weiterhin u.a. der vorbereitende Exerzierabend, des Festumzug, das Vogelschießen (entstanden aus dem mittelalterlichen Papagoyenschießen) und der Festball.
Die Gilden waren im Mittelalter Versicherungsgilden auf Gegenseitigkeit. Die „broderscopp des Hilgen Lichnames der schutten“ wurde bereits 1380 im alten Ratsbuch der Stadt Wilster erwähnt.
Das Fahnenschwenken der Bürger-Schützen-Gilde hat eine weit über 220 Jahre alte Tradition. Die einzelnen Darbietungen orientieren sich nach einer Vorgabe, die vom Exercitienmeister Andreas Kletten in Nürnberg im Jahre 1679 festgeschrieben wurde.
Die Farben der heute genutzten vier Flaggen geben die ursprünglichen Farben der Wappen der Herzogtümer Schleswig und Holstein wieder; weiß (silber) und rot für Holstein, gelb (gold) und blau für Schleswig; dazu die Wappenbilder vom Bund, Land, Kreis Steinburg und der Stadt. Gegenüber früheren Jahren ist die gelbe/goldene Flagge mit dem Bundesadler hinzu gekommen.

Bildrechte:Ludwig Behning, Wilster

1926 Zingelstraße (damalige Schulstraße) und Villa Schütt SF

1926 Zingelstraße (damalige Schulstraße) und Villa Schütt

1926 Zingelstraße (damalige Schulstraße) und Villa Schütt
Am Ende der heutigen Zingelstraße hat sich 1897 der Wilsteraner Fabrikant Marcus Schütt, Mitinhaber der in Rumfleth gelegenen Lederwerke „Falk & Schütt“ die heute noch vorhandene repräsentative Jugendstil-Villa errichten lassen.
Die Straße hieß seinerzeit Schulstraße, denn seit Jahrhunderten lag sowohl die Stadtschule als auch das Haus mit den Lehrerwohnungen an dieser Straße. Die Gebäude der von der Kirchengemeinde gegründeten und betriebenen Großen Stadtschule waren 1771 erneuert und 1804 neu aufgeführt wurden;
die Gebäude, welche auch die Lehrerwohnungen enthielten, stehen heute noch.
Zingel wurde offenbar von Alters her nur der untere Teil genannt, der über den Burggraben (den Zingel) führte.

Bildrechte: M. Glückstadt & Münden, Hamburg
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Udo Urban, Wilster

1932 nordwestliche Ecke des Marktplatzes, Zingelstraße

1932 nordwestliche Ecke des Marktplatzes, Zingelstraße in der Stadt Wilster
Stadt Wilster, Marktplatz Nordwestseite 2007

ca. 1932 Nordwestliche Ecke des Markts mit Blick in die Zingelstraße.
An der Ecke Karl Stückers Gasthof (später Egon Hoinke),
rechts davon das Schreibwarengeschäft von Carl Kuskop,
dann die Turnhalle, davor eine schottische Karre.
Links der „Deutsche Hof“ (später „Zur Eule“) von u.a. Schlotfeldt, Rost, Weidemann,
daneben das wunderschöne klassizistische Gebäude des Café Schöne mit dem PKW des Besitzers davor (das Gebäude wurde leider ca. 1972 abgebrochen und durch einen Zweckbau ersetzt);
links vorne die „Wilstermarsch Sparkasse“ (heutige Verbandssparkasse); der von der Sparkasse gleichfalls vorgesehene Abriß der schönen Fassade konnte durch die Einschaltung des Landes-Konservators verhindert werden.

Bildrechte: Verlag Chr. Schöning, Lübeck

1932 nordwestliche Ecke des Marktplatzes, Zingelstraße SF

ca. 1932 Nordwestliche Ecke des Markts mit Blick in die Zingelstraße

ca. 1932 Nordwestliche Ecke des Marktplatzes mit Blick in die Zingelstraße.
An der Ecke Karl Stückers Gasthof (später Egon Hoinke),
rechts davon das Schreibwarengeschäft von Carl Kuskop,
dann die Turnhalle, davor eine schottische Karre.
Links der „Deutsche Hof“ (später „Zur Eule“) von u.a. Rost, Weidemann, Schlotfeld
daneben das wunderschöne klassizistische Gebäude des Café Schöne mit dem PKW des Besitzers davor (das Gebäude wurde leider ca. 1972 abgebrochen und durch einen Zweckbau ersetzt);
links vorne die „Wilstermarsch Sparkasse“ (heutige Verbandssparkasse); der von der Sparkasse gleichfalls vorgesehene Abriß der schönen Fassade konnte durch die Einschaltung des Landes-Konservators verhindert werden.

Bildrechte: Verlag Chr. Schöning, Lübeck.
Anmerkung: Die abgebildete Ansichtskarte, welche gegenüber der bereits vorgestellten Fassung in ihrer Aufmachung leicht abweicht, befindet sich in der Sammlung Udo Urban, Wilster

1935 Jugend-Landlager der Nationalsozialisten bei der Villa Schütt an der Zingelstraße

1937 Villa Schütt in der Zingelstraße; Jugend-Landlager der Nationalsozialisten

1935 Villa Schütt an der Zingelstraße.
Während der Zeit der Diktatur der Nationalsozialisten wurde das Gebäude und das großzügig geschnittene Anwesen für sogenannte Jugend-Landlager genutzt. Nach der Schulentlassung arbeitslose oder noch nicht in einer Berufsausbildung stehende Jugendliche waren verpflichtet, an den in den Jahren 1935 bis 1939 durchgeführten Veranstaltungen teilzunehmen. Dort wurden sie, wie in allen vom herrschenden Regime etablierten Institutionen, im Rahmen der damaligen Jugenderziehung mit dem Gedankengut der Nazis indoktriniert.
Die repräsentative Jugendstil-Villa hatte der Wilsteraner Fabrikant Marcus Schütt, Mitinhaber der an der Rumflether Straße gelegenen Lederwerke „Falk & Schütt“, im Jahre 1897 für sich errichten lassen.

Bildrechte: Ludwig Behning, Wilster

1935 Villa Schütt in der Zingelstraße

Villa Schütt 2007

ca. 1935 Der Wilsteraner Fabrikant Marcus Schütt, Mitinhaber der an der Rumflether Straße gelegenen Lederwerke „Falk & Schütt“ ließ die repräsentative Jugendstil-Villa im Jahre 1897 errichten.
Um 1900 waren die Wilsteraner Lederwerke die größten Europas.
Die Lederarbeiter mußten damals 60 Stunden die Woche arbeiten; 1889 kam es wegen des Lohnes und der Arbeitsverhältnisse zu einem 24 Wochen dauernden Streik.
Am 09.12.1907 kam es in der Fabrik zu einem Großbrand.

Bildrechte: Carl Kuskop, Ansichtskartenverlag, Wilster

1940 Gaststätte "Trichter" am Colosseum

1940 Gaststätte "Trichter" am Colosseum in Wilster

1940 Gaststätte "Trichter" am Colosseum
Das wegen seiner äußeren Form „Trichter“ genannte Gebäude ist 1777 im Stil des Rokoko als Gartenhaus innerhalb eines weitläufigen Gartens - dieser umfaßte auch weitgehend den Colosseum-Platz – erbaut worden. Es gehörte mit dem Garten zu dem am Markt gelegenen Palais (es wurde 1826 abgebrochen und lag im Bereich der späteren Turnhalle) des 1797 gestorbenen Etatsrats Michaelsen.
In dem Gebäude befindet sich die Gaststätte zum Saalbetrieb Colosseum; zum Zeitpunkt der Aufnahme wurde die Gaststätte von Max Pruter bewirtschaftet. Max Pruter hielt bis weit in der 1950er Jahre im Bereich seines Anwesens freilaufende Puten, welche den auf dem benachbarten Sportplatz spielenden Knaben gehörigen Respekt abnötigten.
In dem im Hintergrund unter den Bäumen erkennbaren und an der Zingelstraße stehenden Gebäude hatte der Maler Rudolf Stegemann seinen Betrieb.

Bildrechte: Ludwig Behning, Wilster

1941 Gaststätte "Trichter" am Colosseum

1941 Gaststätte "Trichter" am Colosseum

1941 Gaststätte "Trichter" am Colosseum
Das wegen seiner äußeren Form „Trichter“ genannte Gebäude wurde 1777 im Stil des Rokoko als Gartenhaus innerhalb eines weitläufigen Gartens - dieser umfaßte auch weitgehend den Colosseum-Platz – gebaut. Er gehörte zu dem am Markt gelegenen Palais (es wurde 1826 abgebrochen und lag im Bereich der späteren Turnhalle) des 1797 gestorbenen Etatsrats Michaelsen.
In dem Gebäude befindet sich die Gaststätte zum Saalbetrieb Colosseum; zum Zeitpunkt der Aufnahme wurde die Gaststätte von Max Pruter bewirtschaftet.
In dem im Hintergrund unter den Bäumen erkennbaren und an der Zingelstraße stehenden Gebäude hatte der Maler Rudolf Stegemann seinen Betrieb.

Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster

1953 Nordwestliche Ecke des Markt Platzes, Einmündung der Zingelstraße

1953 Nordwestliche Ecke des Markt Platzes, Einmündung der Zingelstraße in der Stadt Wilster

ca. 1953 Nordwestliche Ecke des Marktes und Einmündung der Zingelstraße.
Links das im Stil des Klassizismus errichtete schöne Gebäude des Café Schöne (das Gebäude wurde leider ca. 1975 auf Betreiben der Verbandssparkasse abgebrochen) - ein Beispiel für unsensiblen Umgang mit alter das Stadtbild prägender Bausubstanz. Das Gebäude des Café Schöne hatten durch Wilster fahrende Verkehrsteilnehmer am längsten im Blick, denn Richtung Markt fahrend hatte man es bereits vom unteren Abschnitt der Burger Straße an vor Augen.
Rechts davon neben der Einfahrt das Gasthaus „Deutsche Hof“ (später „Zur Eule“) von Arthur Rost, vorher Christian Schlotfeldt;
an der Ecke zur Zingelstraße Karl Stückers Gasthof (später Egon Hoinke),
rechts davon das Schreibwarengeschäft von Carl Kuskop (diesem verdankt die Stadt Wilster viele überlieferte Photographien aus alter Zeit)

Bildrechte: Karl Kuskop, Wilster

1960 Gasthof "Zur Eule" in der Zingelstraße

Gasthof "Zur Eule" in der Zingelstraße in Wilster

ca. 1960 Gasthof "Zur Eule" in der Zingelstraße
An der nordwestlichen Ecke des Marktes, bereits zur Zingelstraße gehörig, stand der Gasthof „Zur Eule“ von Gerda und Hermann Eul.
Zuvor hatte das Gasthaus den Namen „Deutscher Hof“ geführt; er war zunächst von Christian Schlotfeld und danach von Arthur Rost betrieben worden.
Hermann Eul war für die von ihm bereiteten leckeren Brathähnchen bekannt – Imbiss-Lokale mit entsprechendem Angebot gab es zu der damaligen Zeit in Wilster noch nicht.

Bildrechte: Verlag Walter Jappe, Lübeck

1970 Markt, Zingelstraße - Stückers Gaststätten

1970 Markt, Zingelstraße - Stückers Gaststätten

ca. 1970 Markt, Zingelstraße "Stücker´s Gaststätten"
Auch heute noch steht das Hotel „Stücker`s Gaststätten“ an der nordwestliche Ecke des Marktes mit der Zingelstraße.
Mit seiner Ehefrau Hilge, geb. Stücker führte der Gastwirt Egon Hoinke das Haus in den Jahren von 1951 bis 1976.
Das für seine Gastlichkeit bekannte Haus war viele Jahre lang Versammlungslokal des Ortsverbandes Wilster der Freien Demokraten, bei denen der leider 1986 im Alter von 57 Jahren verstorbene Inhaber ebenso Mitglied war wie der Begründer dieser Heimatseite.
Ganz rechts ist der freie Platz erkennbar, auf welchem die 1963 wegen Baufälligkeit abgebrochene Turnhalle stand.
Davor steht das Gebäude mit dem Schreibwarengeschäft Carl Kuskop.

Bildrechte: Verlag Walter Jappe, Lübeck

1980 Hotel „Stückers Gaststätten“ am Markt

1980 Hotel „Stückers Gaststätten“ am Marktplatz in Wilster

1980 Das Hotel „Stückers Gaststätten“ an der nordwestliche Ecke des Markte und an der Zingelstraße.
Mit seiner Ehefrau Hilge, geb. Stücker, führte der Gastwirt Egon Hoinke das Haus in den Jahren von 1951 bis 1976.
Das für seine Gastlichkeit bekannte Haus war über viele Jahre Versammlungslokal für den FDP Ortsverband Wilster, in dem der leider bereits 1986 verstorbene Inhaber Mitglied war wie auch der Begründer dieser Heimat-Seite.
In dem kleinen Häuschen rechts hatte der Wilsteraner Photograph Carl Kuskop (1868 - 1953) sein Geschäft, welches zuletzt von seiner Tochter geführt wurde.
An der Einmündung zur Zingelstraße ist das heute nicht mehr bestehende Gebäude der seinerzeitigen Gaststätte „Zur Eule“ (zuvor „Deutscher Hof“) erkennbar.

Bildrechte: Verlag E. Paske, Heide

 

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