Alte Postkarten aus Wilster

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1910 Kate in Hollerwettern am Deich der Elbe

1910 Kate am Deich der Elbe in Hollerwettern in der Wilstermarsch
1910 Kate am Deich der Elbe in Hollerwettern in der Wilstermarsch

1910 Kate in Hollerwettern am Deich der Elbe.
Die Ansichtskarte stammt aus einem Album aus Frankreich;
zu der Abbildung heißt es dort: "Brockdorf sur l´Elbe - Maison de la famille Meyer et verger"
Das Haus der Familie Meyer mit den Obstbäumen stand jedoch offenbar nicht in der Gemeinde Brokdorf, sondern in dem angrenzenden und zur Gemeinde Wewelsfleth gehörenden Hollerwettern. Dort standen wie auch in Brokdorf etliche Katen auf der Deicherde. Nahe der Binnenböschung der Deiche waren vor einigen Jahrhunderten auf der sogenannten Deicherde viele Katen sogenannter "kleiner Leute" errichtet worden, denn diese Grundstücke vor den von Adligen und den Hof-Besitzern zu unterhaltenden Deichen waren abgabenfrei.

Bildrechte: nicht bekannt
Reg. mein-wilster: 1423 AK

1928 Brokdorf - Elbdeich, Wohnhäuser, Katen (SF)

1928 Brokdorf - Elbdeich, Wohnhäuser, Katen
1928 Brokdorf - Katen auf der sogenannten Deicherde luftseitig des Deiches
1928 Brokdorf - Verlauf des Deiches vor der Strandhalle, Erneuerung des Deckwerkes

1928 Brokdorf - Elbdeich, Wohnhäuser, Katen
Das auf dem hohen Ufersaum der Elbe gelegene Kirchdorf Brokdorf gehört zu den ältesten und schon in sächsischer Zeit besiedelten Orten der Wilstermarsch; das Kirchspiel reichte in früher Zeit bis an die Dithmarscher Grenze.
Der Name des Dorfes hat sich aus dem Namen einer dort seit alters her wohnhaften Familie „derer zu Brockdorff“ entwickelt. Einem Angehörigen dieses Geschlechts, dem Hildeslev von Brochthorp verdankt das Dorf die erste urkundlich belegte geschichtliche Erwähnung seines Namens aus dem Jahre 1220.
oben und Bild 2: Katen am Fuß des Deiches.
Nahe der Binnenböschung der Deiche sind vor einigen Jahrhunderten auf der sogenannten Deicherde viele Katen sogenannter "kleiner Leute" errichtet worden, denn diese Grundstücke vor den von Adligen und den Hof-Besitzern zu unterhaltenden Deichen waren abgabenfrei.
mittig: Deich im Bereich der Strandhalle verlief der Deich in einem Bogen. Zum Zeitpunkt der Aufnahme wurde offenbar der obere Bereich des Deckwerk des Deiches mit Wasserbausteinen erneuert.
Interessant ist der an der Böschung des Deiches errichtete Steg mit den darauf stehenden Personen. Derartige Nutzungen am Deich sind heute aus nachvollziehbaren Gründen des Deichschutzes nicht genehmigungsfähig.
unten: Gebäude an der Dorfstraße; im Hintergrund der Turm der Kirche St. Nikolaus.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Karl Kautz, Brokdorf

1914 St. Margarethen - Häuser auf dem Deich der Elbe, Hauptstraße

1914 St. Margarethen - Häuser auf dem Deich der Elbe, Hauptstraße
1914 St. Margarethen - Häuser auf dem Deich der Elbe
1914 St. Margarethen - Hauptstraße

1914 St. Margarethen - Häuser auf dem Deich der Elbe, Hauptstraße
oben (Bild 2): Blick von den Wiesen des unbedeichten Vorlandes auf die Häuser, Gehölze und Gärten auf dem Deich, welche nicht nur wegen ihres pittoresken Anblickes etwas besonderes waren, sondern auch allein schon wegen der gesamten Situation ihres Standortes. Die über lange Zeiträume bestehende Situation im Bestick des Deiches kennzeichnete einen aus der Sicht des Küstenschutzes völlig untragbaren Zustand. Er war dadurch entstanden, dass der Deich zeitweilig zur zweiten Deichlinie gehört hatte, weil weiter vorne ein neuer Deich gebaut worden war. Da dieser jedoch gegen die sich verlagernde Elbe nicht gehalten und daher aufgegeben werden mußte, bekam die zeitweilig rückliegende Deichlinie wieder ihre volle Funktion. Zwischenzeitlich aber war die zeitweilig funktionslos gewordene Deicherde jedoch bebaut worden und diese Nutzung wurde weiterhin aufrecht erhalten. Selbst nach der Sturmflut vom 16./17. Februar 1962 und den dabei entstandenen Schäden waren keine Konsequenzen gezogen worden. Erst die Sturmflut vom Januar 1976 löste bei den Verantwortlichen für die Deichsicherheit die notwendigen Maßnahmen aus – in der Folge wurde eine Vordeichung vorgenommen und das Deichprofil von deichfremden Nutzungen frei gehalten. Eines der Deichhäuser kann heute sogar als Feriendomizil erlebt werden als Haus Stöpe
Unten (Bild 3): Blick durch die seinerzeit noch unbefestigte Hauptstraße , rechts hinter der Hecke und den Bäumen das 1992 abgebrochene alte Gebäude der Schule.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
reg. mein-wilster: 1455 AK

1956 Deichbau in Wewelsfleth an der Stör

1956 Deichbau in Wewelsfleth an der Stör

1956 Neubau des Deiches an der Stör in Wewelsfleth
Über den Zeitraum mehrerer Jahrhunderte waren die auf dem Deich an der Dorfstraße und an der Deichreihe stehenden Wohnhäuser in der Ortslage Wewelsfleth Bestandteil des Sturmflutschutzes. Im Deichverteidigungsfall mußten Türöffnungen und auch Fenster sowie die Zwischenräume zwischen den Gebäuden mit Dammbalken gegen eindringendes Wasser geschützt werden. Sowohl aus Kostengründen und mangels eigener Einsicht wehrte sich die örtliche Bevölkerung mehrmals gegen die Verbesserung des Deichschutzes. Dieses auch vor dem Hintergrund, dass in früheren Zeiten die nahe der Elbe und der Stör liegenden Flächen im Bereich der Gemeinde durch Sedimentation deutlich höher aufgewachsen sind, als die weiter zurück liegenden Flächen der inneren Wilstermarsch, weshalb im Gegensatz zu dort länger dauernde Überflutungen hier nicht zu besorgen waren.
Erst mit der Gründung des Deich- und Hauptsielverbandes Wilstermarsch setzten konkrete Bestrebungen ein, um diesen hinsichtlich der Wehrfähigkeit des Sturmflutschutzes unhaltbaren und unverantwortlichen Zustand zu beenden.
Zu einem Zeitpunkt, als an eine Realisierung eines Sperrwerkes an der Mündung der Stör noch nicht gedacht werden konnte, haben dabei vorausschauende Menschen die Notwendigkeit der Verbesserung des Deichschutzes in der Ortslage von Wewelsfleth betrieben.
Bevor es in den Jahren 1956 und 1957 zu den das Dorfbild einschneidend verändernden Baumaßnahmen kam, hatten die Vertreter des Deich- und Hauptsielverbandes Wilstermarsch und ihres Deichbauamtes sich mit vielen aus der Wewelsflether Bevölkerung kommenden Widerständen auseinander zu setzen. Jahrhunderte lang schließlich hatten in Wewelsfleth Häuser auf der Deichkrone gestanden, und es war kaum einmal etwas passiert, und wenn doch, dann war es in der Erinnerung der zeitgenossen verblaßt. Selbst der wortgewaltige damalige Wewelsflether Pastor Hans Lohse wetterte von der Kanzel gegen das Vorhaben - es wurde dennoch gebaut.
Das Luftbild zeigt im Überblick die Arbeiten zur Errichtung eines neuen Deiches in nach vorne verlegter Linienführung. Das Foto macht auch deutlich, dass die Bewohner der auf dem Deich stehenden Häuser den Blick auf die Stör verlieren sollten. Manch einer war verbittert über die Ignoranz der Fachleute.
Dann kam die Sturmflut vom 16. Februar 1962 mit zuvor nicht für möglich gehaltenen Wasserständen. Das Dorf Wewelsfleth kam ohne Schäden davon - und mit ihm die gesamte innere Wilstermarsch.
Pastor Hans Lohse dankte in einem offenen Brief in der Wilsterschen Zeitung der Weitsicht der Deichbauer.

Bildrechte: nicht bekannt

1913 Gehöfte hinter dem Deich der Stör in Wewelsfleth

1913 Gehöfte hinter dem Deich der Stör in Wewelsfleth

1913 Gehöfte hinter dem Deich der Stör in Wewelsfleth
Die exakte Örtlichkeit der abgebildeten Situation konnte noch nicht eindeutig bestimmt werden - möglich wäre ein Standort im Wewelsflether Uhrendorf.
Um Mithilfe wird gebeten!

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
Reg. mein-wilster: 1445 AK

1976 Sturmflut am 03. Januar - Situation am Deich bei St. Margarethen

1976 Deichreihe in St. Margarethen - Häuser, Bäume, Gärten im Bestick des Deiches
1976 Deichreihe in St. Margarethen - Häuser, Bäume, Gärten im Bestick des Deiches
1976 Deichreihe in St. Margarethen - Häuser, Bäume, Gärten im Bestick des Deiches
2012 Deichreihe in St. Margarethen - eine Vordeichung schützt die Häuser der Deichreihe

1976 Sturmflut am 03. Januar - Situation am Deich bei St. Margarethen
In St. Margarethen wurden Häuser an der Deichreihe stark beschädigt. Dort bestand mit den auf dem Deich und wasserseitig der Deichkappe stehenden Häusern eine außergewöhnliche Situation.
Die über lange Zeiträume hinweg sich entwickelt habende Situation mit den im Bestick des Deiches gebauten Häusern und aufgewachsenen Bäumen sowie den auf der Deichböschung angelegten Gärten kennzeichnete eine aus der Sicht des Küstenschutzes völlig untragbare Situation. Selbst nach der Sturmflut vom 16./17. Februar 1962 und den dabei entstandenen Schäden waren keine Konsequenzen gezogen worden. Erst die Sturmflut vom Januar 1976 löste bei den Verantwortlichen für die Deichsicherheit die notwendigen Maßnahmen aus – in der Folge wurde eine Vordeichung vorgenommen und das Deichprofil von deichfremden Nutzungen frei gehalten.
Die 1976 vom Außendeich aus gemachten Fotos (Bilder 1 bis 3) von den Häusern der Deichreihe verdeutlichen den überfälligen Handlungsbedarf.
Bild 4 zeigt den gegenwärtigen nach der erfolgten Vordeichung bestehenden Zustand, welcher für die Häuser der Deichreihe einen vollständigen Schutz bewirkte.
Das sehr anheimelnd wirkende und mit Reeth/Reith gedeckte Haus der Deichreihe kann als Feriendomizil erlebt werden als Haus Stöpe. Besucher erfahren hier auch detailliert, wie es überhaupt dazu kam, dass die Häuser der Deichreihe im Bestick des Deiches standen.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: Die Bilder wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Tord Siemen, Wilster

1978 Stördorf, Gehöft hinter dem Deich an der Stör

1978 Stördorf, Gehöft hinter dem Deich an der Stör
Hof 247 der Wilstermarsch

1978 Stördorf, Gehöft hinter dem Deich an der Stör
Bei dem Gehöft handelt es sich um Hof 247 (gem. dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild"), welcher seinerzeit im Eigentum von Kurt Schmidt stand und von diesem auch bewirtschaftet wurde (vgl. Abbildung 2).
Über die am binnenseitigen Fuß des Stördeiches verlaufende und somit relativ hoch gelegene Straße führte in früheren Zeiten der Weg von Wilster auf die Geest.
Vor Ausbau des Steindamms verlief die Verbindung von der Stadt Wilster auf die Geest von der Straße Lange Reihe in Wilster über den Bischofer Deich und entlang dem linksseitigen Deich der Wilsterau bis zum Kasenort; von dort folgte man dem Deich an der Stör bis zur Einmündung der Bekau. Von dort führte der Weg weiter am Deich der Bekau entlang über Schadendorf bis nach Bekdorf, wo eine Brücke die Bekau querte. Über Bekhof konnte dann die Geest bei Oldendorf erreicht werden.

Bildrechte: Günther Trede, Itzehoe

1976 Vordeichung bei St. Margarethen a

1976 - 1977 Vordeichung bei St. Margarethen
1976 - 1977 Vordeichung bei St. Margarethen
1976 - 1977 Vordeichung bei St. Margarethen
1976 - 1977 Vordeichung bei St. Margarethen

1976 - 1977 Vordeichung bei St. Margarethen
Die Sturmflut am 03. Januar 1976 hatte sowohl am Deich als auch an den Häusern der Deichreihe in St. Margarethen erhebliche Schäden bewirkt.
Zum einen bestand durch die im Bestick des Deiches vorhandenen Häuser eine aus Sicht des Küstenschutzes nicht tolerierbare Situation, zum anderen hatte sich gezeigt, dass auch der bestehende Deich den Anforderungen nicht mehr gerecht wurde.
Der vollständig aus Klei bestehende Deich hatte sowohl an der Außen- als auch an der Innenböschung ein steiles Profil. Dieses war - wie bei allen Deichen an der Niederelbe - seiner Entstehungsgeschichte geschuldet.
Wenn auch Klei für den Deichbau ein besonders geeignetes Material ist - insbesondere wenn grüne (mit Gras bedeckte) Deiche gewünscht sind - so ist die Beschaffung großer Mengen zunehmend problematisch. Dieses auch, weil ein zudem erhöhter Deich mit flacher geneigten Böschungen ganz erhebliche Volumina erfordert. Aus diesem Grunde erhalten neuere Deiche einen Sandkern, der anschließend mit einer Schicht Klei und Mutterboden abgedeckt wird.
Die Bilder zeigen die Herstellung der Deichbasis. Mutterboden wird beiseite gesetzt. Klei wird zwecks späterer Profilierung zu zwei Dämmen aufgebaut, zwischen welche dann Sand gespült wird.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: Die Bilder wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Tord Siemen, Wilster

1925 St.Margarethen, Häuser, Gehölze und Gärten auf dem Deich an der Elbe

1925 St.Margarethen, Häuser, Gehölze und Gärten auf dem Deich an der Elbe
1925 St.Margarethen, Häuser, Gehölze und Gärten auf dem Deich an der Elbe

1925 St.Margarethen, Häuser, Gehölze und Gärten auf dem Deich
Das Foto zeigt von den Wiesen des Vorlandes aus gesehen die Häuser auf dem Deich der Elbe bei St. Margarethen, die etwas ganz besonderes waren. Nicht nur wegen ihres pittoresken Anblickes, sondern auch allein schon wegen der gesamten Situation ihres Standortes.
Die über lange Zeiträume hinweg sich entwickelt habende Situation mit den im Bestick des Deiches gebauten Häusern und aufgewachsenen Bäumen sowie den auf der Deichböschung angelegten Gärten kennzeichnete eine aus der Sicht des Küstenschutzes völlig untragbare Situation. Sie war dadurch entstanden, dass der Deich zeitweilig zur zweiten Deichreihe gehörte, weil weiter vorne ein neuer Deich gebaut worden war, welcher jedoch gegen die sich verlagernde Elbe nicht gehalten und daher aufgegeben werden mußte.
Selbst nach der Sturmflut vom 16./17. Februar 1962 und den dabei entstandenen Schäden waren keine Konsequenzen gezogen worden. Erst die Sturmflut vom Januar 1976 löste bei den Verantwortlichen für die Deichsicherheit die notwendigen Maßnahmen aus – in der Folge wurde eine Vordeichung vorgenommen und das Deichprofil von deichfremden Nutzungen frei gehalten.
Eines der Deichhäuser kann heute sogar als Feriendomizil erlebt werden als Haus Stöpe

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Büttel und Wilster
Anmerkung: Das Foto stammt aus dem Nachlaß von Pastor D.Dr. Wilhelm Jensen (amtierte von 1910 bis 1933 in St. Margarethen); es wurde freundlicherweise von Frau Sigrid Malz, Karlsruhe, zur Verfügung gestellt.

1970 Campingplatz am Deich der Elbe in St. Margarethen

1970 Campingplatz am Deich der Elbe in St. Margarethen

1970 Campingplatz in St. Margarethen
In der zwischen der geschlossenen Dorflage St. Margarethen und Scheelenkuhlen gelegenen Heideducht wurde in den 1960er Jahren von W. Wilstermann ein kleiner Campingplatz betrieben; wie lange der Platz Bestand hatte, ist bisher nicht ermittelt.
Im Bereich der Heideducht entstanden vor einigen Jahrhunderten auf der sogenannten Deicherde viele Katen sogenannter "kleiner Leute", denn diese Grundstücke vor den von Adligen und den Hof-Besitzern zu unterhaltenden Deichen waren abgabenfrei.

Bildrechte: W. Wilstermann, St. Margarethen
Reg. mein-wilster: 0880 AK

1905 St. Margarethen, Häuser, Gehölze und Gärten auf dem Deich

1905 St.Margarethen, Häuser, Gehölze und Gärten auf dem Deich der Elbe

1905 St. Margarethen, Häuser, Gehölze und Gärten auf dem Deich der Elbe.
Die Abbildung zeigt von der Deichkrone aus gesehen das breite Vorland sowie auf dem Deich der Elbe bei St. Margarethen mehrere Häuser, die etwas ganz besonderes waren. Nicht nur wegen ihres pittoresken Anblickes, sondern auch allein schon wegen der gesamten Situation ihres Standortes.
Die über lange Zeiträume hinweg sich entwickelt habende Situation mit den im Bestick des Deiches gebauten Häusern und aufgewachsenen Bäumen sowie den auf der Deichböschung angelegten Gärten kennzeichnete eine aus der Sicht des Küstenschutzes völlig untragbare Situation. Sie war dadurch entstanden, dass der Deich zeitweilig zur zweiten Deichreihe gehörte, weil weiter vorne 1614 ein neuer Deich gebaut worden war, welcher jedoch 1684 gegen die sich verlagernde Elbe nicht gehalten und daher aufgegeben werden mußte.
Selbst nach der Sturmflut vom 16./17. Februar 1962 und den dabei entstandenen Schäden waren keine Konsequenzen gezogen worden. Erst die Sturmflut vom Januar 1976 löste bei den Verantwortlichen für die Deichsicherheit die notwendigen Maßnahmen aus – in der Folge wurde eine Vordeichung vorgenommen und das Deichprofil von deichfremden Nutzungen frei gehalten.

Bildrechte: Verlag v. Emil Sander, Brunsbüttelkoog und St. Margarethen
Reg. mein-wilster: 1768 AK

00a Deiche und Deichsicherungswerke an der Elbe

Deiche und Deichsicherungswerke an der Elbe; hier: Abbruchkanten
Deiche und Deichsicherungswerke an der Elbe
Deiche und Deichsicherungswerke an der Elbe
Deiche und Deichsicherungswerke an der Elbe

Deiche und Deichsicherungswerke an der Elbe
Seit Besiedelung der Wilstermarsch haben die in ihr lebenden Menschen sich mit der immer vorhandenen abstrakten Gefahr von lebensbedrohenden Überschwemmungen auseinandersetzen müssen.
Diese Gefahr war ganz augenscheinlich zu den Zeiten, als es noch keine Deiche gab und die Menschen auf Wurten siedelten. Aber auch nach dem um 1200 begonnenen Deichbau war diese Gefahr immer wieder konkret. Häufig genug kam es zu Deichbrüchen, zu verheerenden Überschwemmungen, zu Verlusten an Menschen und Sachgütern. Nicht ohne Grund mußten in früheren Jahrhunderten die Dörfer Wewelsfleth (Weulesflethe) und Elredefleth, so wie Brunsbüttel im benachbarten Dithmarschen, aufgegeben und zurück gelegt werden.
Erst im letzten Jahrhundert wurde durch die unter Ausnutzung der technischen Möglichkeiten vorgenommene Ertüchtigung der Deiche eine größere Sicherheit geschaffen. Doch die Erhaltung sicherer Deiche bleibt eine unverzichtbare dauerhafte Aufgabe! Dieses umso mehr, als die Wilstermarsch besonders gefährdet ist. Sie liegt nicht nur in weiten Bereichen unter dem Meeresspiegel - schon die gewöhnliche Flut würde sie zweimal täglich meterhoch überschwemmen - sondern sie ist auch in besonderer Weise durch die Elbe gefährdet. Der Strom verläuft hier in einem Linksbogen und die Stömung nagt unentweg an dem am Außenbogen der Elbe schar liegenden Elbdeich. Überdies liegt der Deich frontal zur vorherrschenden Windrichtung bei Sturmflut.
Bild 1 zeigt die im Jahr 1919 vorhandenen mehr als mannshohen Abbruchkanten vor dem Elbe-Deich bei Hollerwettern. Erst ab 1879 war durch den Bau von Buhnen eine erste Verbesserung des Schutzes des Deichfußes erfolgt.
Bild 2 zeigt ca. 1953 die trotz der zur Fußsicherung vorgenommenen Steinschüttung eingetretenen Beschädigungen des Deiches.
Bild 3 zeigt die in den 1950er Jahren vorgenommene Sicherung des Elbe Deiches mit Buhnen, Steinschüttung und Deckwerk.
Seit Ende der 1960er Jahre schützt ein Parallelwerk, welches zudem höheres Vorland gewährleistet, den Deichfuß.
Bild 4 zeigt Wasserbauwerker bei ihrer Arbeit; das Setzen der Steine an den Deckwerken der Deiche ist eine körperlich ungemein schwere Arbeit.

Bildrechte: nicht bekannt

1933 St. Margarethen - Katen am Deich in der Heideducht

1933 St. Margarethen - Kate am Deich in der Heideducht
1933 St. Margarethen - Katen am Deich in der Heideducht
1933 St. Margarethen - Katen am Deich in der Heideducht

1933 Katen am Deich der Elbe in der Heideducht in St. Margarethen
Bei dem unmittelbar am luftseitigen Fuß des Elbdeiches stehenden Gebäude (Bild 1) handelt es sich um eine Kate, die seinerzeit von Peter Fock bewohnt wurde und im Besitz von Hein Tobias stand.
Bild 2 zeigt die Kate der Familie Lau, deren Nachbar war der Korbmacher Karl Rahna, Heideducht Nr.12
Bild 3 zeigt die Kate von Willi Lau.

Im Bereich der Heideducht waren vor einigen Jahrhunderten auf der sogenannten Deicherde eine Vielzahl kleinerer Katen errichtet worden, denn die Grundstücke vor den von Adligen zu unterhaltenden Deichen waren abgabenfrei. Ähnliche Situationen finden sich auch in anderen Bereichen der Wilstermarsch auf der Luftseite der Deiche.

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Wilster
Anmerkung: Die alte Aufnahme stammt aus einem vom damaligen Gemeindeverein St. Margarethen dem scheidenden langjährigen Hauptpastor D. Dr. Wilhelm Jensen (von 1910 bist 1933) anläßlich einer Abschiedsfeier am 24. September 1933 als Ehrengabe überreichten Album, welches Fotografien aus dem Kirchspiel St. Margarethen enthält.
Das Album wurde großzügigerweise von Frau Sigrid Malz, Karlruhe, mit Zustimmung der Nachkommen des D.Dr. Wilhelm Jensen für die Heimat-Seite mein-wilster zur Verfügung gestellt.

1937 Bestickungsarbeiten an den Deichen

1937 Bestickungsarbeiten an den Deichen

1937 Bestickungsarbeiten an den Deichen.
Seit dem 12. Jahrhundert wird die weitgehend unter dem mittleren Meeresspiegel liegende Wilstermarsch durch Deiche geschützt. Diese immer wieder den Bedrohungen durch Sturmfluten angepaßten Deiche bedingen einen hohen Unterhaltungsaufwand, welcher zunächst gemäß dem Spadelandsbrief („Keen nich will dieken, de mutt wieken") von den jeweiligen Deichpflichtigen zu erfüllen war. Später erfolgte die Deichunterhaltung auf genossenschaftlicher Basis durch die Deichverbände; heute hat das Land Schleswig-Holstein die Aufgabe zur Erhaltung und Unterhaltung der Landesschutzdeiche übernommen.
Die Abbildung zeigt Bestickungsarbeiten an einem Deichfuß; dabei werden bei einem neu angelegten Deich bzw. bei einer erforderlich gewordenen Neuandeckung von Grassoden diese mit Reeth oder Stroh bis zum Anwachsen gesichert. Mittels der sogenannten Deichnadel werden quer zur Lagerichtung der ausgebreiteten Abdeckung Strohseile in den Boden gedrückt.

Bildrechte: Verlag Husumer Postkarten-Vereinigung
Reg. mein-wilster: 1413 AK
Anmerkung: Der „Spade-Land-Brief“ von 1438 für die Wilstermarsch ist eine der ältesten überlieferten Regelungen für die Pflicht zur Deichunterhaltung. Er war in seiner Konsequenz überaus drastisch. Konnte ein Besitzer eines zur Deichlast verpflichteten Grundstückes seinen Pflichten nicht nachkommen, wurde in seinem Deichabschnitt ein Spaten in den Deich gesteckt. Wer den Spaten heraus zog, übernahm die Deichpflicht und erhielt dafür das deichpflichtige Grundstück. Der vorherige Eigentümer verlor somit seinen Besitz!
Die Härte der Regelung war dadurch begründet, dass der Schutz der tiefliegenden Wilstermarsch von der Wehrfähigkeit des schwächsten Deichabschnittes abhängig war.

1956 Neubau des Deiches an der Stör in Wewelsfleth

1956 Neubau des Deiches an der Stör in Wewelsfleth

1956 Neubau des Deiches an der Stör in Wewelsfleth
Zu einem Zeitpunkt, als an eine Realisierung eines Sperrwerkes an der Mündung der Stör noch nicht gedacht werden konnte, haben vorausschauende Menschen die Notwendigkeit der Verbesserung des Deichschutzes in der Ortslage von Wewelsfleth betrieben.
Bevor es in den Jahren 1956 und 1957 zu den das Dorfbild einschneidend verändernden Baumaßnahmen kam, hatten die Vertreter des Deich- und Hauptsielverbandes Wilstermarsch und ihres Deichbauamtes sich mit vielen aus der Wewelsflether Bevölkerung kommenden Widerständen auseinander zu setzen. Jahrhunderte lang schließlich hatten in Wewelsfleth Häuser auf der Deichkrone gestanden, und es war kaum einmal etwas passiert. Selbst der wortgewaltige damalige Wewelsflether Pastor Hans Lohse wetterte von der Kanzel gegen das Vorhaben - es wurde dennoch gebaut.
Das Foto zeigt einen Seil-Bagger der damaligen in Wilster ansässigen Tiefbau Firma Kruse bei der Deichverlegung und -verstärkung in Wewelsfleth. Das Foto macht auch deutlich, dass die Bewohner der auf dem Deich stehenden Häuser den Blick auf die Stör verlieren sollten. Manch einer war verbittert über die Ignoranz der Fachleute.
Dann kam die Sturmflut vom 16. Februar 1962 mit zuvor nicht für möglich gehaltenen Wasserständen. Das Dorf Wewelsfleth kam ohne Schäden davon -
Pastor Hans Lohse dankte in einem offenen Brief in der Wilsterschen Zeitung der Weitsicht der Deichbauer.

Bildrechte: Firma Hans Kruse, Wilster

1907 Strohbestickung als Deichsicherungsarbeiten an der Elbe

1907 Strohbestickung als Deichsicherungsarbeiten

1907 Deiche und Deichsicherungswerke an der Elbe. Ohne Deiche an der Elbe würde nahezu die gesamte Wilstermarsch täglich zweimal überflutet. Der seit etwa 1200 begonnene und seither immer wieder verbesserte Deichbau an der Elbe ist daher auch für die Zukunft eine unverzichtbare Aufgabe, um die Marsch und ihre Bewohner vor Überflutungen zu bewahren.
Zur Gewährleistung der Wehrfähigkeit der Deiche gehört seit jeher auch, insbesondere die durch Sturmfluten an den Außenböschung der Deiche entstandenen Ausschläge möglichst umgehend zu sichern.
Noch vor wenigen Jahrzehnten wurden in der Grasnarbe der Deichaußenböschung aufgetretene sogenannte Schöllstellen durch Strohbestickung gegen weitere Ausspülungen gesichert. Die Abbildung zeigt Wasserwerker bei der Fertigung einer derartigen Strohbestickung.
Unter Strohbestickung wird eine Schutzdecke aus Stroh verstanden, welche in einem besonderen handwerklichen Verfahren auf nicht mit Gras begrünten Außendeichsböschungen eines Deiches aufgebracht wird. Sie soll Auswaschungen des Deichbodens infolge von Wellenauflauf, Brandung oder Strömung verhindern. Durch Sturmflutereignisse in der Strohbestickung am Deich entstandene Löcher, sogenannte Schöllstellen, müssen unverzüglich ausgebessert werden, um eine Aufweitung der Schadensstelle und ein Ausspülen des Deichbodens zu verhindern.
Eine alte fachliche Beschreibung zur Strohbestickung kann in der unten aufrufbaren Datei nachgelesen werden.

Bildrechte: Knittel, Husum
Reg. mein-wilster: 1678 AK

Hier finden Sie noch weitere Informationen (als Datei)

1934 Deich an der Elbe bei Brokdorf

1934 Deich an der Elbe bei Brokdorf
1934 Deich an der Elbe bei Brokdorf
1934 Deich an der Elbe bei Brokdorf

1934 Deich ander Elbe bei Brokdorf
Blick über den Deich der Elbe auf die Kirchducht in Brokdorf mit der Kirche St. Nikolaus.
Der Deich bei Brokdorf liegt weitgehend schar, d.h. es ist kein oder nur sehr wenig Vorland vorhanden.
Die untere Abbildung zeigt weidendes Großvieh auf dem Deich; Großvieh auf Hauptdeichen – Deichen der ersten Deichlinie – ist heutzutage nicht mehr erlaubt, da die von den schweren Tieren auf der Böschung des Deiches bewirkten Trittschäden auf dessen Rasennarbe seine Wehrfähigkeit erheblich beeinträchtigen.
Zur Pflege der Deiche und insbesondere zur Erzeugung einer dichten und festen Grasnarbe wird heute allgemein Schafbeweidung vorgenommen. Der Verbiss durch die Schafe sowie das von den kleinen Klauen der Tiere bewirkte Festtreten des Bodens (sogenannte „Trippelwalze“) erzeugt eine dichte feste Grasnarbe, welche der Deichsicherheit förderlich ist.

Bildrechte: Ernst Lübbe, Glückstadt
Reg. mein-wilster: 1799 AK
Anmerkung: Die Ansichtskarte gehört zu der Reihe Aus den Holsteinischen Gauen - Land Steinburg - Marsch und Geest - Wasser und Wald

1911 Blick vom Deich der Stör auf einen Bauernhof in Stördorf

1911 Blick vom Deich der Stör auf einen Bauernhof in Stördorf

1911 Blick vom Deich der Stör auf einen Bauernhof in Stördorf
Bei dem Hof handelt es sich offenbar um den Hof von Heinz Reimers (Hof 241 in dem Buch „Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild“).
Die am Fuß des Deiches vorhandene Straße dient gleichzeitig als Deichverteidigungsweg.
Aus Gründen der Deichsicherheit ist es heute aus fachlicher Sicht undenkbar, daß im Profil des Landesschutzdeiches Bäume stehen, so wie sie hier in der abgebildeten Situation vorhanden sind.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
Reg. mein-wilster: 0639 AK

1916 Brokdorf - Katen, Kirche St. Nikolaus, Poststelle und Hökerei

1916 Brokdorf - Katen, Kirche St. Nikolaus, Poststelle und Hökerei
1916 Brokdorf - Poststelle und Hökerei
2017 Brokdorf - ehemalige Poststelle und Hökerei

1916 Brokdorf - Katen, Kirche St. Nikolaus, Poststelle und Hökerei.
Das Kirchdorf Brokdorf gehört zu den auf den hohen Ufersäumen von Elbe und Stör gelegenen und sehr früh gegründeten Außenkirchspielen der Wilstermarsch. Die bereits 1283 urkundlich bezeugte Gemeinde zählt heute auf knapp 20 km² gut 1.000 Einwohner.
oben: Im Bereich des Dorfes waren vor einigen Jahrhunderten auf der sogenannten Deicherde eine Vielzahl kleinerer Katen errichtet worden, denn die Grundstücke vor den von Adligen und Großbauern zu unterhaltenden Deichen waren abgabenfrei. Ähnliche Situationen finden sich auch in anderen Bereichen der Wilstermarsch auf der Luftseite der Deiche.
mittig: Kirchducht mit der dem Heiligen St. Nicolaus geweihten Brokdorfer Kirche; sie wurde im Jahre 1342 erstmals urkundlich erwähnt.
Der Turm der nahe dem Deich der Elbe gelegenen Kirche ragt weit über diesen hinaus und grüßt zum jenseitigen Ufer – freundlicher als das im Jahre 1986 in Betrieb genommene Kernkraftwerk Brokdorf, welches heute die Kulisse des Dorfes dominiert.
unten: Bei dem Gebäude im Vordergrund handelt es sich um das Haus Hafenducht 3, in welchem lange Zeit die Postannahmestelle der Gemeinde und auch eine Hökerei (Kaufmannsladen) untergebracht war. Gut ein Jahrhundert später präsentiert sich das unter Denkmalschutz stehende bereits 1624 errichtete alte Gebäude heute in einem kaum veränderten und vorbildlichen Unterhaltungszustand (Bild 3).

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Reg. mein-wilster: 1658 AK
Vergleichsfoto: Karl Kautz, Brokdorf (2017)

1938 Deich der Stör in Beidenfleth Groß Kampen

1938 Deich der Stör in Beidenfleth Groß Kampen in der Wilstermarsch

1938 Deich der Stör in Beidenfleth Groß Kampen
Auffällig ist, daß seinerzeit im Bestick des Deiches Bäume standen, obwohl der Deich die erste Deichlinie bildete (nach dem Bau des Stör-Sperrwerkes änderte sich dieses); es verwundert sehr, daß dieses seinerzeit von den für die Sicherheit der Deiche Verantwortlichen geduldet wurde.

Anmerkung: Gemäß den Aufzeichnungen von Werner Behning (vgl. Bildrechte) soll es sich um eine Situation in Wewelsflether Uhrendorf handeln.
Nach Auffassung des Betreibers dieser Heimatseite handelt es sich jedoch um eine Örtlichkeit in Groß Kampen in der Gemeinde Beidenfleth. Im Hintergrund links sind die beiden damals am Langen Rack der Stör vorhanden gewesenen sehr hohen Hochspannungsmasten erkennbar. Bei dem Gehöft müßte es sich dementsprechend um den Hof 121 (gem. dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild") handeln, der seinerzeit im Eigentum von Heinrich Brandt stand und von diesem auch bewirtschaftet wurde.

Bildrechte: Werner Behning, Wilster
Das Foto stammt aus der im Eigentum von Robert Friedrichs, Wilster, stehenden Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1905 Mühlenstraße und Kornwindmühle in Wewelsfleth a

1905 Mühlenstraße und Kornwindmühle in Wewelsfleth

1905 Mühlenstraße und Kornwindmühle in Wewelsfleth. Die links im Hintergrund erkennbare und der Straße den Namen gebende Kornwindmühle - eine Holländer Mühle ohne Galerie - in Wewelsfleth bestand bis in die 1930er Jahre. Heute trägt die frühere Mühlenstraße den Namen Humsterdorf nach dem früheren Ort, an dessen Stelle das frühere in der Elbe versunkene „Weuelesflethe“ um 1500 verlegt worden war.
In früheren Zeiten gab es in Wilster und der Wilstermarsch eine größere Anzahl Windmühlen mit Mahlgängen für das Getreide. Sie waren königlich privilegiert und ihr räumlicher Zuständigkeitsbereich amtlich festgesetzt. Die Landwirte in den zugeordneten Mahlbezirken waren Zwangsgäste. Bekannt sind in der Wilstermarsch folgende Korn Windmühlen mit Standorten in: Büttel und Brokdorf (die Mühlen standen jeweils auf dem Deich der Elbe), Kasenort (eine Graupenmühle), Krummendiek, Neumühlen, Uhrendorf, Büttel, "auf dem Stuven", Ecklak, Dammfleth, Averfleth, Rumfleth (die Mühle Aurora).

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
Reg. mein-wilster: 1583 AK

1825 Sturmflut am 03. Februar - weite Teile der Wilstermarsch überschwemmt

1825 Eine Sturmflut - die sogen. Halligflut - überschwemmt weite Teile der Wilstermarsch
1825 Eine Sturmflut - die sogen. Halligflut - überschwemmt weite Teile der Wilstermarsch
1825 Eine Sturmflut - die sogen. Halligflut - überschwemmt weite Teile der Wilstermarsch
Deichbruch (Beispiel)

1825 Sturmflut am 03. Februar - weite Teile der Wilstermarsch überschwemmt.
Die dramatischen Ereignisse der Sturmflut vom 16./17. Februar 1962 veranlaßten die Zeitung Norddeutsche Rundschau, Itzehoe, in ihrer Ausgabe vom 04.03.1962 mit einem Artikel an die Sturmflut des Jahres 1825 zu erinnern.
Die sogenannte Halligflut hatte insbesondere die deutsche Nordseeküste betroffen. Die Krummhörn war bis Geestrand überflutet, Durchbrüche auf Baltrum, Langeoog und Spiekeoog, in Ritzebüttel (dort 16 Tote) und Groden waren aufgetreten.
Deichbrüche an der Elbe traten auf und es kam an den steilen Deichen zu zahlreichen Kappenstürzen. Überströmung des Deiches an der Elbe und insbesondere an der Stör verursachten großflächige Überschwemmungen in der Wilstermarsch sowie der Neustadt in Itzehoe.
In dem unten aufrufbaren Bericht heißt es u.a.:
"Es kamen Alarmmeldungen aus der Wilstermarsch. Es entstanden Deichdurchbrüche, und selbst bei den Kirchdörfern Beidenfleth und Wewelsfleth wurde der Deich auf 17 Fuß tief aufgerissen.....
Alles Land von Beidenfleth, Wewelsfleth, Brokdorf, St. Margarethen, sowie Rothenmeer, Neufeld, Poßfeld, Schotten und am Rehwege bis an die Hohe Brücke war unter Wasser gesetzt. An den niedrigen Stellen stand das Wasser fünf bis sechs Fuß hoch. ....
Noch schwerer hatten die Ortschaften an der Stör zu leiden. .... In Störort zwei Häuser gänzlich zerstört.
In Wewelsfleth war das Wasser 27 Zoll höher als zur Zeit der höchsten Flut von 1792. Keine Schotten oder Stöpen sind also hoch genug gewesen. Sie wurden weggerissen und haben tiefe Löcher erhalten. Sechs Häuser sind weggespült. Fast durch alle Häuser strömte das Wasser. In der Kirche in Wewelsfleth stand das Wasser einen halben Fuß hoch auf dem Altar und auf dem Kirchhof wurden einige Särge durch die furchtbare Flut entblößt. Sogar drei Frauen sind ertrunken, wovon nur eine wiedergefunden wurde. .. Auch in Heiligenstedten brach das Wasser der Stör durch die Stöpen und tat großen Schaden. ...."

Anmerkung: beispielhafte Illustrationen
1 aus "Die Gartenlaube" 1855
2 Gemälde "auflaufende Seen kämmen über den Deich" von Hans Bohrdt
3 "Sturmflut", Gemälde von Hermann Wehrmann, Glückstadt

Hier finden Sie noch weitere Informationen (als Datei)

1900 Bischofer Deich

ca. 1900 Haus 17 am Bischofer Deich.
So recht noch den ländlichen Charakter der Straße Bischofer Deich vermittelt diese alte Aufnahme.
Deutlich nachvollziehbar ist, daß die Häuser hier tatsächlich auf dem flachen "Bischofer" Deich der Wilsterau stehen.
Vor den Häusern verläuft der Fußweg;
davon abgesetzt der etwas tiefer gelegene schmale Fahrweg.
Zwischen dem Fahrweg und der Wilsterau lag damals ein etwa 100 m breiter Wiesenstreifen.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Herrn Gerd Heutmann, Nutteln

1935 Beidenfleth an der Stör

1935 Beidenfleth an der Stör
1935 Beidenfleth - Einmündungsbereich der Straße Oberes Dorf in die Straße Uhrendorf
1935 Straße Oberes Dorf in Beidenfleth in der Wilstermarsch

1935 Beidenfleth an der Stör.
oben links: Das Gasthaus Beidenflether Fährhaus steht unmittelbar neben der von der Straße „An der Fähre“ zum Wasser der Stör herabführenden Rampe der Beidenflether Fähre.
Das heute noch äußerlich kaum veränderte und weiterhin als Gaststätte betriebene Fährhaus wurde seinerzeit von Adolf Ralfs, dem Fährmann und Betreiber der Beidenflether Fähre, sowie dessen Tochter Else geführt (die Ehefrau Christine war 1923 tödlich verunglückt). 1935 übernahm der in dem Jahr mit Else geb. Ralfs verheiratete Alfred Wiegleb neben der Fähre auch die Gaststätte. Alfred Wiegleb (genannt Quittje = hochdeutsch sprechender Fremder) war als Olympia-Segler 1928 mit seinem Schären-Kreuzer „Quisque“ ein bekannter Regatta Segler. Das Ehepaar Wiegleb betrieb das Fährhaus bis 1966 und die Fähre bis 1968.
oben rechts und Bild 2: Blick vom Deich der Stör auf den Einmündungsbereich der Straße "Oberes Dorf" in die Straße "Uhrendorf".
Der Deich und die Straße "Uhrendorf" werden hier unterquert von der Altenfelder Wettern, welche kurz dahinter in die Stör mündet.
Die schönen Häuser jenseits der Straße haben heute noch weitgehend ihren Charme erhalten.
In dem rechts stehenden Gebäude wird gegenwärtig das Café Uhrendorf betrieben.
Mittig: Das Foto von dem auf der Stör an dem Ort vorbeiziehenden kleinen Fracht-Ewer wurde bereits 1907 für Ansichtskarten verwendet.
unten links: Auch dieses Foto wurde bereits deutlich früher, 1911, für Postkarten verwendet.
Es zeigt den Einmündungsbereich Deichreihe, Unteres Dorf, Groß Kampen mit "Reimers Gasthof" an der Ecke der Straßen Unteres Dorf und Deichreihe; von rechts mündet die Straße Groß Kampen ein.
Zahlreiche Kinder haben sich eingefunden, als der Photograph die Aufnahme von der Straßenkreuzung macht, welche heute noch in der Örtlichkeit gut nachempfunden werden kann. Das Gebäude links, in welchem seinerzeit "Reimers Gasthof" betrieben wurde, besteht allerdings heute nicht mehr.
unten rechts und Bild 3: Straße Oberes Dorf.

Bildrechte: Karl Kuskop, Wilster
Reg. mein-wilster: 1752 AK

1955 Deich an der Elbe vor Brokdorf

1955 Deich an der Elbe vor Brokdorf
1955 Deich an der Elbe vor Brokdorf

1955 Deich an der Elbe vor Brokdorf
Der handschriftliche Eintrag auf der Bildseite der Karte lautet: Dörflein hinterm Deich.
Die in Windungen verlaufende Deichlinie kündet von den Mühen vorheriger Generationen zur Erhaltung und stetigen Verbesserung des Deiches. Bei den in weiter zurück liegender Vergangenheit immer wieder vorkommenden Deichbrüchen wurde bei der Wiederherstellung des Deiches der an der Bruchstelle entstandene tiefe Kolk zumeist umdeicht. Hieraus erklären sich die zahlreichen überraschenden Windungen in der Linienführung früherer Deiche an den Flüssen, wie sie heute noch z.B. an der Stör betrachtet werden können. Erst in der Neuzeit haben durch den Einsatz moderner Baumaschinen verbesserte Möglichkeiten den heutigen Zustand der Elbdeiche bewirkt.
Das gegenwärtig etwa tausend Einwohner zählende Kirchdorf Brokdorf zieht sich langgestreckt entlang dem Deich der Elbe.
Das zu den Außenkirchspielen der Wilstermarsch gehörende Brokdorf ist als das Dorf "im Bruch" 1283 in einer Schenkungsurkunde des Grafen Gerhard I. an das Kloster Neumünster erwähnt.
Die dem Heiligen St. Nicolaus geweihte Brokdorfer Kirche wurde im Jahre 1342 erstmals urkundlich erwähnt.

Bildrechte: nicht bekannt; sogen. private Postkarte
Reg. mein-wilster: 1948

 

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