Alte Postkarten aus Wilster

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1911 Wewelsfleth Humsterdorf

1911 Wewelsfleth Humsterdorf

1911 Wewelsfleth Humsterdorf.
Bei der abgebildeten Straße handelt es sich vermutlich um die Straße Humsterdorf mit Blick auf den Ortsausgang des Dorfes.
Der breite Wassergraben zwischen Straße und Hausgrundstücken mit den zur Ermöglichung des Wasserschöpfens in ihn hinein gebauten kleinen Stegen erinnert daran, dass vor einhundert Jahren in den Dörfern der Marsch ganz überwiegend das Brauchwasser und Trinkwasser aus offenen Gewässern und aus Zisternen gewonnen wurde.
Auffällig ist auch der rechts des Gewässers zwischem diesem und den angrenzenden Hausgrundstücken verlaufende Fußweg, wobei dieser offenbar nur die vordersten Grundstücke erschloß.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
Reg. mein-wilster: 1600 AK

1911 Beidenfleth an der Stör, Straße Langereihe

1911 Beidenfleth an der Stör, Straße Langereihe
1911 Beidenfleth an der Stör, Straße Langereihe

1911 Beidenfleth an der Stör, Straße Langereihe
Die schmale Straße Langereihe in Beidenfleth hat einen ganz besonderen pittoresken Charme. Sie ist heute noch in gut erkennbarer Weise erhalten.
In geschlossener Bebauung grenzen insgesamt elf kleine eingeschossige Häuser mit ihrer Giebelseite unmittelbar an die nur auf einer Seite bebaute Straße an.
Die jeweils den Häusern zugehörigen kleinen Gärten liegen gegenüber auf der anderen Seite der Straße.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Reg. mein-wilster: 1949 AK
Das Foto wurde über einen längeren Zeitraum für lediglich im Aufdruck und Farbgebung unterschiedliche Versionen von Ansichtskarten verwendet (sh. Bild 3)
Anmerkung: Die ergänzend vorgestellte Ansichtskarte befindet sich in einer externen Sammlung.

1914 Soldaten vor dem Wilstermarschhaus

1914 Soldaten vor dem Wilstermarschhaus in der Stadt Wilster
Soldaten der 3. Kompanie des Landsturm Infanterie Ersatz Bataillons Dillenburg

1914 Soldaten vor dem Wilstermarschhaus
Vor dem Hotel Wilstermarsch-Haus an der Ecke Deichstraße / Op de Göten sind mit Pickelhauben behelmte Soldaten mit einer Militär-Kapelle angetreten.
Rechts im Anschnitt das auch heute noch bestehende Geschäft von Christian Haack.
Zahlreiche Bürger haben sich eingefunden, um die Soldaten zu verabschieden;
damals herrschte in großen Teilen der Bevölkerung zu Beginn des I. Weltkrieges eine heute kaum noch nachvollziehbare Euphorie.
Die Soldaten tragen noch preußische Pickelhauben, für welche im Verlaufe des Jahres 1916 Stahlhelme aus Chromnickelstahl eingeführt wurden.
Es handelt sich vermutlich um Soldaten der 3. Kompanie des Landsturm Infanterie Ersatz Bataillons Dillenburg (s.h. ergänzend vorgestellte Karte, welche aus Wilster zum Versand kam. Die Karte ist jedoch nicht in Wilster oder einem der Orte der Wilstermarsch aufgenommen worden, denn einen Fährpächter Claus Wieck, wie er auf dem abgebildeten Reklameschild ablesbar ist, hat es dort offenbar nicht gegeben.)

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
Reg. mein-wilster: 0538 AK
Anmerkung: Die ergänzend vorgestellte Ansichtskarte befindet sich in einer externen Sammlung

1915 Wewelsfleth - Hafenpriel, Stör (Ex)

1915 Wewelsfleth - Hafenpriel, Stör

1915 Wewelsfleth - Hafenpriel, Stör
Blick auf die Ausmündung des Hafenpriels in die Stör und auf die letzte Flußschleife vor deren Mündung in die Elbe.
Der ehemalige Wewelsflether Hafen lag nicht unmittelbar an der Stör, sondern im Verlauf eines ehemaligen Priels, an dessen Einmündung in die Stör auch Werften betrieben wurden.
Heute erinnert der Name der Straße "Am Hafen" noch an die seinerzeitige und seither völlig veränderte Situation.
Früher legten hier kleine Fracht-Ewer an, welche die Aufgabe der heutigen Lastwagen erfüllten, denn sie beförderten in großer Zahl über das enge in den Niederungsgebieten vorhandene Netz der schiffbaren Gewässer (u.a. Elbe, Stör, Wilsterau, Burger Au, Flethe und Kanäle) die Güter.
Diese Nutzung als Hafen war zum Zeitpunkt der Aufnahme offenbar schon weitgehend Geschichte, wie aus den in den Priel hinein gebauten Stegen und den dort vertäuten kleinen Sport- und Fischerbooten vermutet werden kann.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in einer externen Sammlung

1962 Unteres Dorf in Beidenfleth, Windmühle Hoffnung (Ex)

1962 Unteres Dorf in Beidenfleth, Windmühle Hoffnung

1962 Unteres Dorf in Beidenfleth, Windmühle Hoffnung
Blick durch die Straße Unteres Dorf in Beidenfleth;
im Hintergrund die Windmühle Hoffnung
Die Windmühle „Hoffnung“ in der etwa 900 Einwohner zählenden Gemeinde Beidenfleth an der Stör prägte die Silhouette des Dorfes; sie wurde im Jahre 1813 errichtet und stand an der Straße Groß Kampen in erhöhter Lage auf einer Verbreiterung des Stör Deiches.
Nachdem im Jahr 2011 mit der schrittweisen Sanierung des einstöckigen Galerieholländers begonnen worden war, brannte das Bauwerk bei einem verheerenden Schadenfeuer am 17. April 2016 vollständig ab.
Die mit drei Mahlwerken ausgerüstete Mühle stand unter Denkmalschutz, war aber nicht mehr im Betrieb und lange Zeit in einem nicht befriedigenden Zustand.

Bildrechte: Heinrich C. Otto, Kiel
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in einer externen Sammlung

1901 Beidenfleth, Straße Unteres Dorf

1901 Blick in die Straße Unteres Dorf in Beidenfleth in der Wilstermarsch
1901 Blick in die Straße Unteres Dorf in Beidenfleth in der Wilstermarsch

1901 Beidenfleth, Straße Unteres Dorf.
Blick in die Straße Unteres Dorf.
Im Hintergrund überragt der Turm der Kirche St. Nicolai die Häuser des Dorfes; der Turm wurde 1557 errichtet.
Das zu den Außenkirchspielen der Wilstermarsch gehörende Dorf Beidenfleth wurde auf dem höher gelegenen Uferwall der Stör begründet. In der Zeit vor der Eindeichung der Wilstermarsch hatten sich hier im flußnahen Bereich bei Flut die Sedimente stärker abgelagert als in den weiter zurück liegenden Flächen der Marsch. So nimmt es nicht Wunder, dass auf diesen höher gelegenen Uferrehnen der Stör und der Elbe die Kirchorte Heiligenstedten, Beidenfleth, Wewelsfleth, Brokdorf und St. Margarethen begründet wurden, wobei letzteres allerdings als Ersatz für das infolge Stromverlagerung in der Elbe vesunkene Elredefleth entstand.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Reg. mein-wilster: 1941 AK

1912 Straße Deichreihe in Wewelsfleth

1912 Straße Deichreihe in Wewelsfleth in der Wilstermarsch

1912 Straße Deichreihe in Wewelsfleth.
Blick von der Einmündung in den Straßenzug Dorfstraße/Humsterdorf in die Deichreihe Richtung Fährstelle.
Die Straße ist charakterisiert durch die vor allen Gebäuden vorhandenen und regelmäßig beschnittenen Windschutzgehölze; heute befinden sich Bäume nur noch im Bereich des östlichen Streckenabschnitts der Straße und geben diesem ein ganz eigenes beschauliches Gepräge.
Auf der sonst von keinen Fahrzeugen befahrenen Fahrbahn versuchen sich mehrere Mädchen in der Geschicklichkeit des Radfahrens. Es war gewiss zum Zeitpunkt der Aufnahme eine Besonderheit, dass junge Mädchen über ein Veloziped verfügten, wie seinerzeit die Fahrräder zumeist noch bezeichnet wurden.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
reg. mein-wilster: 1684 AK

1909 Wewelsfleth - Deichreihe

1909 Wewelsfleth - Deichreihe

1909 Blick durch die Straße Deichreihe in Wewelsfleth. Wewelsfleth liegt an der Stör kurz vor deren Mündung in die Elbe.
Das Dorf wurde 1238 erstmals urkundlich erwähnt. Der ursprüngliche Ort lag jedoch in einem Bereich, der heute von der Elbe eingenommen wird. Zu Beginn des des 16. Jahrhunderts wurde der von der Verlagerung des Stromes bedrohte Ort aufgegeben, die Bewohner siedelten sich planmäßig im Bereich des vormaligen Dorfes Humsterdorf an, auf welches in der Folge der Name Wewelsfleth überging.
Die Straßen Deichreihe und Dorfstraße sowie Am Kirchhof (früher: "In de Mürn") bilden den alten Kern des Dorfes.
So wie auf dem Foto stellt sich auch heute noch die Deichreihe in ihrem Erscheinungsbild sehr lebenswert und ansprechend dar.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
Reg. mein-wilster: 1515 AK

1914 Gehöft in der Wilstermarsch (Ex)

1914 nicht näher lokalisiertes Gehöft in der Wilstermarsch

1914 Gehöft in der Wilstermarsch
Der exakte Standort des abgebildeten Bauernhauses konnte noch nicht lokalisiert werden.
Um Mithilfe wird gebeten!

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
Anmerkung: Die Karte befindet sich in einer externen Sammlung

1907 Wewelsfleth - Werft Junge - Dreimast Marssegelschoner JUPITER

1907 Wewelsfleth - Werft Junge - Dreimast Marssegelschoner JUPITER auf der Helling
1907 Wewelsfleth - Werft Junge - Dreimast Marssegelschoner JUPITER

1907 Die Junge Werft in Wewelsfleth an der Stör.
Dreimast Marssegelschoner JUPITER auf der Helling.
Die Junge Werft war 1859 in Nachbarschaft einer weiteren dort bereits seit 20 Jahren bestehenden kleinen Werft von dem aus Burg in Dithmarschen stammenden und zu dem Zeitpunkt 33 Jahre alten Schiffszimmerer Christopher Junge gemeinsam mit seinem Bruder Johann gegründet worden und hatte sich rasch ein hervorragendes Renommee erarbeitet.
Der Bruder Johann Junge wurde später alleiniger Eigentümer der Werft.
Die Werft wurde bis 1918 von dem Nachfolger Gustav Junge (* 26.11.1861 in Wewelsfleth), Sohn des Vorbesitzers, betrieben und dann verkauft – sie bestand dann noch einige Zeit. Aus dem Nachlaß des Gustav Junge werden viele Konstruktionspläne und Modelle der von der Werft gebauten Schiffe heute im Deutschen Schifffahrtsmuseum Bremerhaven verwahrt.
Von mehreren ehemaligen Wewelsflether Werften besteht heute nur noch die Peters-Werft.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
Reg. mein-wilster: 1271 AK
Anmerkung: Die ergänzend vorgestellte Ansichtskarte befindet sich in einer externen Sammlung.

1907 Unbekanntes Haus - vermutlich in der Hans-Prox-Straße (Ex)

1907 Unbekanntes Haus - vermutlich an der Hans-Prox-Straße in Wilster

1907 Unbekanntes Haus in Wilster - vermutlich an der Hans-Prox-Straße (damalige "Hinter der Stadt")
Der genaue Standort des kleinen Wohnhauses konnte noch nicht ermittelt werden.
Um Mithilfe bei der Bestimmung wird gebeten!
Hinweis: der Empfänger der Karte ist der sich seinerzeit in Schleswig in der Ausbildung befindliche Bäckerlehrling Friedrich Hagedorn, dessen Vater womöglich selbst Bäcker war. An der "Hinter der Stadt" / "Hans Prox Straße" wurde bis in die 1960er Jahre im Haus Nr. 62 eine Bäckerei betrieben, zuletzt Wilhelm Friedrich und vorher Heinrich Wilde (gem. Adressbuch 1926).

Bildrechte: Verlag L. Treichel, Altona
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in einer externen Sammlung

1912 Wewelsfleth - Gasthof Vollmerdt (Ex)

1912 Wewelsfleth - Saal im Gasthof Vollmerdt

1912 Wewelsfleth - Gasthof Vollmerdt
Auf dem Saal des Gasthofes haben sich viele Personen an festlich gedeckten Tischen eingefunden.
Auf der Bühne des Saales befinden sich sechs Musiker einer Musik-Kapelle, welche mit ihrem Spiel die Gäste unterhält.
Vermutlich handelt es sich bei der Veranstaltung um eine Kaffee-Gesellschaft bzw. einen sogenannten Kaffeeball (ein gemütliches Beisammensein), wie sie bis zu Beginn der 1960er Jahre in den Gasthöfen der Wilstermarsch jeweils alljährlich durchgeführt wurden.
Bei dem nachweislich der vorgestellten Karte zu der Zeit von J. Nic. Vollmerdt geführten Haus handelt es sich augenscheinlich um den Gasthof "Zur Hoffnung" an der Dorfstraße; das Gebäude besteht heute nicht mehr, denn es brannte am 28. Januar 1973 bei einem Schadensfeuer ab.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in einer externen Sammlung.

1901 Allee Richtung Bischof - Brooker Allee b

1901 Wilster, Straße Allee Richtung Bischof in der Stadt Wilster
1901 Wilster, Straße Allee Richtung Bischof

1901 Brooker Allee
Die Straße Allee Blickrichtung Bischof
Die von der Rathausstraße über die Schweinsbrücke nach Bischof und weiter zum Kasenort führende Straße „Allee“ entsprach früher in ihrem Erscheinungsbild völlig ihrem Namen.
Links an die Straße angrenzend wurde später der Sportplatz „Am Brook“ des 1904 gegründeten Fußballvereins Alemannia Wilster angelegt, während auf der rechten zum „Großen Brook“ gehörenden Seite eine durchgehende Bebauung mit kleinen Siedlungshäusern entstand.
Vor über einhundert Jahren wurde der Weg "Brooker Allee" genannt.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
Reg. mein-wilster: 0545 AK
Die ergänzend vorgestellte Ansichtskarte mit identischem Motiv weist die Bezeichnung "Brooker Allee" auf; die Karte befindet sich in der Sammlung Udo Urban, Wilster

1906 Schlepper bei Eisgang auf der Stör am Kasenort a

1906 Schlepper bei Eisgang auf der Stör am Kasenort
1906 Schlepper bei Eisgang auf der Stör am Kasenort

ca. 1906 Schlepper bei Eisgang auf der Stör am Kasenort
Ein Konvoi aus drei Schleppern und einem Last-Ewer kämpft sich bei schwerem Eisgang auf der Stör flußabwärts. An der Spitze der Schlepper PINNAU.
Das gegenüber liegende Ufer ist die von dem Hodorfer Mäanderbogen fast umschlossene und bereits zur Kremper Marsch gehörige Halbinsel.
Das Foto wurde von dem etwa 2 Jahrzehnte lang in Wilster tätig gewesenen Photographen Friedrich Schlüter aufgenommen, welcher auf der Vorderseite dieser Karte seine Dienste anbot.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
Reg. mein-wilster: 1609 AK
Die ergänzend vorgestellte und im Postgang gelaufene Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Udo Urban, Wilster

1910 Wewelsfleth - Straße Humsterdorf

1910 Wewelsfleth - Straße Humsterdorf
1910 Wewelsfleth - Straße Humsterdorf
1910 Wewelsfleth - Straße Humsterdorf

1910 Wewelsfleth - Straße Humsterdorf.
Die Abbildungen zeigen von Uhrendorf kommend den Ortseingang von Wewelsfleth mit der Straße Humsterdorf (der Name erinnert an das gleichnamige frühere Dorf, an dessen Platz das von dem sich verlagernden Elbestrom bedrohte alte und nach seiner Aufgabe danach in der Elbe versunkene Alt-Wewelsfleth "Weuelesflethe" im Jahre 1238 erstmals schriftlich bezeugt) etwa um 1500 verlegt wurde.
Im Hintergrund die zur Zeit der Verlegung des Ortes gebaute Trinitatis Kirche.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Reg. mein-wilster: 1487 AK

1909 Hafenbetrieb auf der Wilsterau an der Rumflether Straße (Ex)

1909 Hafenbetrieb auf der Wilsterau an der Rumflether Straße

1909 Hafenbetrieb auf der Wilsterau an der Rumflether Straße
Vier Fracht-Ewer liegen am Quai der Getreide- und Kohlenhandlung W. Hansen an der Wilsterau unmittelbar oberhalb der Landrechter Brücke. Massengüter wurden seinerzeit nahezu ausschließlich mit unzähligen kleinen Frachtschiffen über die schiffbaren Gewässer (Wilsterau, Burger Au, Bütteler Kanal, Stör, Elbe) der Region befördert.
Hinten rechts ist das damalige Hotel von Stücker an der Straße Landrecht zu erkennen, in welchem wenige Jahre später (1911) das Kino Adler - Lichtspiele eröffnet wurde. Vor dem Gebäude quert die zur Straße "Hinter der Stadt" (jetzige Hans-Prox-Straße) führende Brücke die Wilsterau; die Brücke besteht heute nicht mehr.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in einer externen Sammlung

1935 Beidenfleth an der Stör - segelnder Ewer auf der Stör

1935 Beidenfleth an der Stör - segelnder Ewer auf der Stör

1935 Beidenfleth an der Stör
In dem gegenwärtig etwa 900 Einwohner zählenden Kirchdorf Beidenfleth überquert heute die letzte an der Stör noch vorhandene Fähre den Fluß.
Die Straße Unteres Dorf überquert in der Mitte des Ortes die Altenfelder Wettern.
An der Straße Oberes Dorf und der Zufahrt zur Beidenflether Fähre lag Egge´s Gasthof (heute Gasthof Frauen).
Passend zur Lage des Dorfes an der Stör gab es früher in Beidenfleth über den Zeitraum von etwa 200 Jahren Werften für den Neubau und die Reparatur von Schiffen.
In Beidenfleth waren früher mehrere Schiffer mit ihren Ewern - so wie die Karte einen von diesen vor der Kulisse des Dorfes in vollen Segeln auf der Stör zeigt - beheimatet.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
reg. mein-wilster: 0794 AK

1900 Beidenfleth - Unteres Dorf (SF)

1900 Beidenfleth - Unteres Dorf

1900 Beidenfleth an der Stör
Die Straße "Unteres Dorf"
Im Hintergrund rechts ist die an der Straße Groß Kampen stehende Mühle "Hoffnung" - ein Galerie Holländer - zu erkennen.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Anmerkung: Die Abbildungen der Karte wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Oliver Grimm, Wilster

1968 Beidenfleth an der Stör (SF)

1968 Beidenfleth an der Stör

ca. 1968 Beidenfleth an der Stör
oben links: Die Windmühle "Hoffnung" stand unter Denkmalschutz und war lange Zeit nicht mehr im Betrieb. Nachdem im Jahr 2011 mit der Sanierung des einstöckigen Galerieholländers begonnen worden war, brannte das Bauwerk bei einem verheerenden Schadenfeuer am 17. April 2016 vollständig ab.
oben rechts: Die Straße „Unteres Dorf“ vermittelt so recht den ursprünglichen Charakter des heute knapp 900 Einwohner zählenden Dorfes.
mittig: Die bereits 1325 genannte schöne anheimelnde Kirche St. Nicolai hat ein frei stehendes Glockengestühl. Der Turm wurde 1557 errichtet.
unten links: Seit dem vor drei Jahrzehnten eingesetzten Niedergang der Frachtschifffahrt auf der Stör wird der Strom-Hafen in Beidenfleth weitgehend nur noch von der Sportschifffahrt frequentiert.
unten rechts: Die schmale Straße Lange Reihe in Beidenfleth hat einen ganz besonderen pittoresken Charme.
In geschlossener Bebauung grenzen insgesamt elf kleine eingeschossige Häuser mit ihrer Giebelseite unmittelbar an die nur auf einer Seite bebaute Straße an.
Die jeweils den Häusern zugehörigen kleinen Gärten liegen gegenüber auf der anderen Seite der Straße.

Bildrechte: Verlag Heinr. C. Otto, Kiel
Anmerkung: die Karte befindet sich in der Sammlung Rudolf Böckmann, Burg in Dithmarschen

1904 Wewelsfleth - Häuser am alten Hafen (SF)

1904 Wewelsfleth - Häuser am alten Hafen

1904 Wewelsfleth - Häuser am alten Hafen
Häuser mit verbretterten Giebeln waren bis weit in die zweite Hälfte des vergangenen Jahrhunderts typisch für Wewelsfleth.
Die abgebildeten Häuser standen vermutlich am ehemaligen alten Hafen, an welchen heute nur noch der Name der Straße "Am Hafen" erinnert.

Bildrechte: H. Mehlert, Kiel
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Udo Urban, Wilster

1927 Marktplatz Nordseite, Denkmal Frieden 1871, Blick in die Burger Straße

1927 Nordseite des Marktplatzes, Denkmal Frieden 1871, Blick in die Burger Straße in der Stadt Wilster
1927 Nordseite des Marktplatzes, Denkmal Frieden 1871, Blick in die Burger Straße in dere Stadt Wilster

1927 Nordseite des Marktplatzes, Denkmal Frieden 1871, Blick in die Burger Straße.
Die Karte unterscheidet sich nur durch ihre Aufmachung von einer gleichfalls vorgestellten anderen Auflage.
Vor dem Kirchen-Portal an der Nordseite der St. Bartholomäus Kirche steht das Denkmal, welches an den Frieden von 1871 nach dem deutsch-französischen Krieg von 1870/71 erinnert. Die beim Denkmal stehenden "Friedens-Eichen" waren bereits unmittelbar nach Friedensschluß gepflanzt worden.
Das Denkmal jedoch war erst 1911 vom damaligen Wilsteraner „Kriegerverein“ gestiftet und zwischen den Friedens-Eichen aus großen Findlingen errichtet worden; im Mai 1911, also 40 Jahre nach dem Frieden, wurde es eingeweiht. Das Denkmal wurde Mitte der 1950er Jahre in den Stadtpark versetzt, wo es heute noch steht.

Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster
Reg. mein-wilster: 0852 AK
Anmerkung: Die zusätzlich vorgestellte Variante der Ansichtskarte mit identischem Motiv befindet sich in der Sammlung Udo Urban, Wilster

1918 Beidenfleth - Kirche St. Nicolai, Standort einer Doppeleiche

1918 Beidenfleth - Kirche St. Nicolai, Standort der Doppeleiche

1918 Beidenfleth - Kirche St. Nicolai, Standort einer Doppeleiche.
Im Hintergrund überragt der Turm der Kirche St. Nicolai die an der Straße Oberes Dorf stehenden Häuser.
An der Einmündung der Straße Oberes Dorf in die Straße Unteres Dorf befand sich auf einem angrenzenden Grundstück der Standort einer Doppeleiche.
Wie an vielen Orten in Schleswig-Holstein war auch in Beidenfleth als Ausdruck patriotischer Gesinnung und in Erinnerung an die Schleswig-Holsteinische Erhebung des Jahres 1848 gegen Dänemark eine Doppeleiche gepflanzt worden als Symbol der unverbrüchlichen Zusammengehörigkeit "op ewig ungedeelt" der beiden ehemaligen Herzogtümer Schleswig und Holstein.
Leider besteht die Doppeleiche heute nicht mehr; auch die Erinnerung an die für Schleswig-Holstein so bedeutsame Erhebung des Jahres 1848 ist bei vielen Schleswig-Holsteinern verblaßt. Doch war es diese Erhebung und das damit verbundene Bekenntnis der Mehrheit der Bevölkerung zur deutschen Sprache und Kultur letztendlich Anlaß dafür, dass dieses heutige Bundesland Schleswig-Holstein ein Teil Deutschlands wurde.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Reg. mein-wilster: 1585 AK

1920 Kreuzeryachten entstehen auf der Junge Werft in Wewelsfleth (SF)

1920 Kreuzeryachten entstehen auf der Junge Werft in Wewelsfleth

1920 Kreuzeryachten entstehen auf der Junge Werft in Wewelsfleth.
Neben Schiffen für die Berufsschifffahrt und Fischerei fertigte die sehr renommierte damalige Junge Werft auch Boote für die Freizeit-Schifffahrt.
Die Karte zeigt auf den Helligen der Junge Werft in Wewelsfleth die nahezu fertiggestellten schnittigen Kreuzer-Yachten "Gerda" und "Hanna".
Der Betrieb war 1859 in Nachbarschaft einer weiteren dort bereits seit 20 Jahren bestehenden kleinen Werft (von Harm Stelling) von den Gebrüdern Christopher und Johann Junge gegründet worden.
Die Junge-Werft erlangte nach ihrer Gründung rasch ein ganz hervorragendes Renommee hinsichtlich ihrer Konstruktionen und der Ausführung. Die Werft wurde bis 1918 von Gustav Junge (* 26.11.1861 in Wewelsfleth), Sohn des Vorbesitzers, betrieben und dann verkauft – sie wurde dann mit der benachbarten und gleichfalls verkauften und zuvor Claus Witt gehörenden Werft von dem neuen Eigentümer (Friedrich Sternemann & Co., Hamburg) zur Störwerft zusamengelegt.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Udo Urban, Wilster

1934 Beidenfleth - Pastorat, Kirche, Ehrenmal, Gasthof (Ex)

1934 Beidenfleth - Pastorat, Kirche, Ehrenmal, Gasthof

ca. 1934 Beidenfleth an der Stör
oben links: Egges Gasthof
oben rechts: Pastorat an der Straße Oberes Dorf; hinten die Kirche St. Nicolai zu Beidenfleth.
unten links: Mahlstedtplatz an der Straßeneinmündung Oberes Dorf, Unteres Dorf und Uhrendorf
unten rechts: Ehrenmal für die Gefallenen aus der Gemeinde Beidenfleth auf einer Grünanlage gegenüber der Beidenflether Kirche.
Unter den Gefallenen der beiden Weltkriege ist auch aufgeführt Peter von Holdt, welcher am 20.01.1945 gefallen ist; eine Woche später am 29.01.1945 fiel auch sein Bruder Hermann Johannes von Holdt - über viele Menschen und Familien brachten die furchtbaren Kriege entsetzliches Leid.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in einer externen Sammlung

1966 Wewelsfleth, Werft, Kaufhaus, Siedlung

1966 Wewelsfleth, Werft, Kaufhaus, Siedlung
1966 Wewelsfleth, Peters Werft
1966 Wewelsfleth, Kaufhaus Szymanski an der Dorfstraße

1966 Wewelsfleth, Werft, Kaufhaus, Siedlung.
links: Auf der Slip-Anlage der Peters Werft liegt ein Küstenmotorschiff (Bild 2).
oben: Kaufhaus Szymanski an der Dorfstraße gegenüber der Einmündung der Straße Deichreihe und der weiterführenden Straße Humsterdorf, deren Name an das ehemalige gleichnamige Dorf erinnert (Bild 3).
Das alte und 1238 erstmals urkundlich erwähnte „Weuelesflethe“ lag in einem Bereich, der heute von der Elbe bedeckt ist; wegen der Gefahr durch den sich ständig verlagernden Strom wurde die Ansiedlung um 1500 planmäßig in den Bereich des Dorfes Humsterdorf verlegt, welches sich zum heutigen Wewelsfleth entwickelte.
unten: das in den 1960er Jahren angelegte Wohngebiet Wiesengrund.

Bildrechte: Verlag Stramm & Co., St. Michaelisdonn
Reg. mein-wilster: 1337 AK

 

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