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Chronik Wilster

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Fränkische Reichs-Annalen nennen den Ort Badenflioth.
Heiligenstedten ist der Ort, mit dem unsere Gegend erstmals urkundlich eindeutig belegt in das Licht der Geschichte tritt.

In Badenflioth trafen Gesandte Karl des Großen mit Gesandten des Dänen-König Göttrik zusammen - es handelt sich bei dem Ort vermutlich jedoch nicht um Beidenfleth an der Stör.
In den Fränkischen Reichsannalen des Einhard ist geschrieben, dass Kaiser Karl (der Große) im Jahr 809 in Nordalbingien (Gebiet der nordelbischen Sachsen) auf dem Esesfelth (bei der späteren Oldenburgskuhle bei Heiligenstedten) eine Burg errichten ließ, welche bereits im Jahre 817 sich erfolgreich dem Ansturm der Dänen und Abodriten erwehren konnte. Lange Zeit vermute man fälschlich, der Standort der Burg würde in Itzehoe liegen.
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Siedler aus Holland besiedeln in Ergänzung zu der ansässigen alt-sächsischen Bevölkerung die Wilstermarsch

Holländer wurden als Kolonisten von den Schauenburger Grafen in die Wilstermarsch gerufen
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Wilster breitet sich über die Wilsterau aus auf die vom Bäckerstraßenfleth begrenzte "Neue Seite". Die Stadt hat 4 Ausgänge: das Nesstor oder Kehdinger Tor und das Biskopper Tor auf der "Alten Seite"; Diekdorfer Tor und Dammflether Tor auf der "Neuen Seite"

Es entstanden neue Straßen; eine führte zu einem dem Kloster Neumünster gehörenden Bauernhof - daher "Klosterhof Straße" (Klosterhof). Außerdem die Diekdorfer Straße (Schmiedestraße), die "Lange Straße" (später Bäckerstraße, heute Rathausstraße), Verlängerung der Kehdinger Straße (Deichstraße), die Haferstraße auch Achterstraße (Burgerstraße)
Hovedlude und Landtschwaren der Marsch schließen einen Vertrag mit dem jenseits der Elbe gelegenen Land Kehdingen

Die Bauern der Wilstermarsch saßen auf eigener Scholle und hatten als Obrigkeit nur den Landesherrn über sich
Bevölkerung der Stadt Wilster umfaßt etwa 400 Personen

Bei der Bevölkerung wurde unterschieden zwischen Bürgern (Personen mit Grundbesitz) und Einwohnern.
Wilster hat etwa 1.600 Einwohner

Es wurde unterschieden nach Einwohnern und in der Stadt Besitz habenden Bürgern. Es gab 50 Bier-Brauereien, denn Biersuppe war wegen der schlechten Wasserqualität ein beliebtes und zudem preiswertes Nahrungsmittel. Insgesamt bestanden in Wilster etwa 50 Bierbrauereien, eine Weinstube und drei Hamburger Bier Schenken.
Nach einer ersten Volkszählung des Landes hat die Stadt Wilster 1581 Einwohner

Glückstadt 2483, Itzehoe 2320, Krempe 761
Wilster hat 2622 Einwohner

Glückstadt 5988, Itzehoe 5495, Krempe 1230
Ausgehend von Altona breitet sich in Holstein eine Cholera-Epedemie aus, die auch in Wilster Opfer findet

Bedingt durch die Cholera steigt in Wilster die Anzahl der Leichen von 180 im Vorjahr auf 273 im Jahr 1832
Wilster hat am 03.12.1864
3144 Einwohner

Itzehoe 7356, Glückstadt 5041, Krempe 1203
Vorwikingerzeitlicher gespreizter Einbaum im Vaaler Moor ausgegraben
früher Beleg für die Schifffahrt auf den Gewässern in Marsch und Moor

2,00 m unter der Erdoberfläche wurde das aus der Zeit vom 1. bis 4. Jahrhundert stammende Boot aufgefunden;
der 12,30 m lange Einbaum ist im Deutschen Schifffahrtsmuseum Bremerhaven ausgestellt

1885 Stadt Wilster hat 2.539 Einwohner

Im folgenden Jahrzehnt verdoppelte sich die Einwohnerzahl infolge des Zuzugs von Arbeitern der boomenden Lederwerke sowie durch Eingemeindung entstandener Arbeiterquartiere nahezu auf das Doppelte.
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Arbeiterquartiere außerhalb der Stadtgrenzen werden polizeilich mit der Stadt vereinigt

Die im Rahmen der Expansion der Lederfabrikation entstandenen Arbeitersiedlungen befanden sich vornehmlich im Landrecht und in der Gemeinde Nortorf
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2.716 Einwohner leben in Wilster

Neben der weit überwiegend evangelisch-lutherischer Konfession angehörigen Einwohnerschaft gibt es 26 Katholiken und 31 Juden
Wilster hat 5171 Einwohner

Der Aufschwung der Leder-Industrie hat einen starken Zuzug von Arbeiter nach Wilster und in die Umlandgemeinden bewirkt.
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Eingemeindung außerhalb der Stadt entstandener Arbeiterquartiere in den Gemeinden Landrecht, Dammfleth und Nortorf;
die Einwohnerzahl der Stadt wächst um 1316 Personen

Eingemeindet werden u.a. die Straßen Landrecht, "Hinter der Stadt", "Bischofer Deich", "Lange Reihe".
Die Arbeiterquartiere waren insbesondere infolge der expandierenden Lederindustrie entstanden. Wilster ist danach ca. 205 ha groß
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Eingemeindung der Vereinsstraße wird von den Wilsteraner Kollegien am 16.05.1899 abgelehnt;
die Gemeinde Nortorf hatte dieses beantragt

Grund war die befürchtete geringe Steuerkraft der dort wohnenden Arbeiter und die befürchteten höheren Kosten bei Schul- und Armenverwaltung
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Lederwerke Falck & Schütt durch ein Großfeuer am 09. Dezember weitgehend vernichtet

Für die beschäftigten fast 500 Arbeiter und deren Familien war der Verlust der Arbeit katastrophal! Viele waren zum Fortzug aus Wilster gezwungen.
Bereits nach einem Jahr ging der Betrieb mit 140 Arbeitern wieder in Produktion.
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Eingemeindung der durch die neue Trasse der Marschbahn abgetrennten Flächen aus der Gemeinde Landrecht zum 24.06.1920

Die zuvor von Wilster in Richtung Flethsee führende Strecke der Marschbahn erhielt eine neue Linienführung, welche den Nord- Ostsee Kanal mittels der Hochbrücke Hochdonn quert.
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Wilster hat 4.194 Einwohner

Rückgang der Leder-Industrie bewirkte den Fortzug vieler Arbeiterfamilien

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