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Chronik Wilster

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Hexenprozess
Die in der Tier-Heilkunde bewanderte Ehefrau Sile Lakemanns wird u.a. von Jürgen Heitmann der Hexerei beschuldigt und vom Gericht zur Wasserprobe verurteilt

Der bekannte Bilderschnitzer Jürgen Heitmann tritt in dem Prozess gegen die Beklagte auf.
Die unglückliche Frau ist bei der Tortur ertrunken.
König Christian IV von Dänemark verlegt den Sitz des Amtmannes von der Steinburg nach dem von ihm gegründeten Glückstadt

Der Name des Amtmannes von Steinburg als Name für den Kreis Steinburg blieb jedoch über die Jahrhunderte bis zum heutigen Tag
Dänische Amtsverwaltung läßt die unbefestigte Straße von Wilster bis zu dem befestigten Bekhof an der Bekau in einen Steindamm umbauen. Von dort führt die Straße weiter nach Itzehoe.

Die Straße "Am Steindamm" in Wilster erhielt danach ihren bis heute geltenden Namen.
Der Bau der Chaussee nach Itzehoe erfolgte erst im Jahre 1853
Hexenprozess;
die fünfzehn Jahre alte Stincke Ritzers wird der Hexerei, zwei weitere Frauen - Trine Evers und Trinke Kuhlemann - der Anstiftung zur Hexerei beschuldigt

Trienke Evers wird nach einem durch Folter erzwungenen Geständnis 1676 auf dem Marktplatz öffentlich verbrannt;
Trinke Kuhlemann und Stincke Ritzers werden ausgewiesen
Verheerende Viehseuche grassiert in den Elbmarschen

Ursächlich sind offenbar die lange andauernden Überflutungen infolge der vergangenen Sturmfluten
Truppen des schwedischen Generals Steenbock plündern die Wilstermarsch

Der Große Nordische Krieg dauerte von 1700 bis 1720; die Stadt Altona wurde 1713 durch schwedische Truppen niedergebrannt; Holstein und Dithmarschen wurden schwere Kriegskontributionen auferlegt.
Für die "Große Stadtschule" (eine reine Knabenschule) wird in der Zingelstraße - damals Schulstraße - ein Neubau errichtet

Die Schule war für das gesamte Kirchspiel Wilster zuständig
An der "Großen Stadtschule" in der Zingelstraße wird ein Wohnhaus für die Lehrer errichtet.

Die Schule ist für das gesamte Kirchspiel Wilster zuständig
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Der Landschuldistrikt innerhalb des Kirchspiels wird von der Stadt Wilster abgetrennt

Die in Wilster befindliche "Große Stadtschule" wird eine rein städtische Einrichtung.
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Stadt Wilster verkauft das am Markt stehend Palais Michaelsen auf Abbruch

Kaufmann Carsten Meyer läßt das Gebäude in seinen Einzelteilen abbauen und errichtet es neu in Itzehoe; das klassizistisch überbaute Haus Reichenstraße 41 steht dort heute noch.
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Der Dänische König ernennt die Witwe Louise Charlotte Dorothea Christina Doos, geb. von Wolters, zur Etatsrätin

Die Ernennung erfolgt infolge der von der Geehrten ausgeübten außergewöhnlich großherzigen Wohltätigkeit.
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Die Etatsrätin Charlotte Doos verstirbt am 15. Juni 1829 und vermacht den Großteil ihres Vermögens der Stadt Wilster; das Palais Doos wird Bürgermeisterhaus und Sitz der städtischen Verwaltung

Das Testament wurde am 20. Hornung (Februar). 1829 errichtet. Wilster erhielt das Palais Doos mit dem Garten (Neues Rathaus und Bürgermeister Garten), die Doos´sche Bibliothek mit 10.000 Bänden sowie 125.000 Goldmark.
Die drei leiblichen Kinder der Charlotte Doos waren jung verstorben.
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Verwaltung der Stadt Wilster wird vom „Alten Rathaus“ in das „Neue Rathaus“ (Palais Doos) umquartiert

Im „Alten Rathaus“ wird die Stadtwache eingerichtet; im Obergeschoß werden sechs Gefängniszellen eingebaut.
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Gründung des Wilstermarsch Verein zur Förderung der Viehzucht

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Beginn der Erhebung der deutsch gesinnten Schleswig-Holsteiner am 24.03.1948 gegen Dänemark

Auch Freiheitskämpfer aus Wilster und der Wilstermarsch waren an der kriegerischen Auseinandersetzung beteiligt.
Nach anfänglichen Erfolgen unterlagen die Schleswig-Holsteiner 1850, nachdem ihnen Preußen seine Unterstützung entzogen hatte. Im Londoner Vertrag von 08.05.1852 war mit Zustimmung der europäischen Großmächte die Erbfolge nach dänischen Wünschen geregelt worden.
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Schleswig-Holstein wird nach dem preußisch-österreichisch-dänischen Krieg im Wiener Frieden am 30.10.1864 von Dänemark an Preußen und Österreich abgetreten

Dänemark hatte durch seine "Eiderdänische Verfassung" von November 1863 die gegenüber Preußen und Österreich gegebenen Zusagen gebrochen und so den Krieg ausgelöst.
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Österreich tritt seine Rechte an Schlewig-Holstein an Preußen ab

Nach dem Deutschen Krieg zwischen Preußen und Österreich mußte letzteres sich im Friedensvertrag von Prag 23.08.1866 beugen.
Die Herzogtümer Schleswig und Holstein werden preussische Provinzen. Der preußische Landkreis Steinburg wird gegründet durch Verordnung vom 22.09.1867

Der Landkreis wurde u.a. gebildet aus dem Amt Steinburg, dem zum Amt Bordesholm gehörenden Sachsenbande, dem zum Amt Rendsburg gehörenden Vogteibezirk Kellinghusen (mit Ausnahme einiger Dörfer), den Städten Itzehoe, Wilster, Krempe, Glückstadt, verschiedenen Kloster- und herrschaftsbezirken sowie adligen Gütern (z.B. Heiligenstedten, Krummendiek, Klein- und Groß Kampen)
Mit Einführung der neuen Städteordnung steht der Verwaltung der Stadt Wilster ein auf 12 Jahre gewählter Bürgermeister vor

Der erste von der Bürgerschaft gewählte Bürgermeister war Joh. Christoph Ernst Hinsching,Hauptmann a.D.; er wurde am 21.7.1877 aus dem Amt entlassen.
Tierschau- und landwirtschaftliche Vereine in der Wilstermarsch schließen sich am 15.07.1871 zusammen

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