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Chronik Nordsee Sturmfluten

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28. Februar 1269 - Agnesflut
niederländische Küste betroffen

25./26. Dezember 1277 - Weihnachtsflut
vorrangig Friesland betroffen, dort ca. 50 Dörfer zerstört
Einbruch des Dollart

Datierung unsicher; vermutlich mit Luciaflut verwechselt
14. Dezember 1287 - Luciaflut
deutsche und niederländische Nordseeküste betroffen,
viele Dörfer zerstört, ca. 50.000  Menschen ertrunken
Einbruch des Dollart; Erweiterung der Zuiderzee und der Lauwerszee

Große Landverluste; überlebende Menschen verlassen die Marschen und ziehen auf höher gelegene Gebiete
05. Februar 1288 - Agathenflut
niederländische Küste betroffen

28. Oktober 1288 - Simon- und Judasflut
niederländische Küste betroffen

1307 Sturmflut
Budjadingen und Jadebusen betroffen

Durchbruch der Ahne (im nördlichen Bereich des heutigen Jadebusen) zur Weser
März 1318
Schwere Sturmflut bewirkt Schäden an der flandrischen und niederländischen Küste

23. November 1334  - Clemensflut
Vergrößerung des Jadebusen
Durchbruch der Heete zur Weser

die Dörfer Arngast und Jadelee versinken,
Butjadingen wird Insel
01. November 1341 - Allerheiligenflut
Flandrische, niederländische und nordfriesische Küste betroffen

15.-17. Januar 1362 - Zweite Marcellusflut oder Grote Mandränke
große Landverluste in Ost- und Nordfriesland und der Wesermarsch,
Meeresbuchten Dollart und Leybucht erweitern sich,
Vergrößerung der Mündungen von Jade und Eider
Entstehung des Lockfleth,
30 Dörfer im Dollart untergegangen

Untergang der nordfriesischen Uthland, Entstehung der Insel Strand und der Halligen
Zerstörung von Rungholt, Aufgabe und Untergang zahlreicher Dörfer,
Westermarsch bei Norden überflutet,
das Lockfleth frißt sich in der Folge tiefer ins Binnenland, verbindet sich mit der Harrier Brake und wird zu einem Mündungsarm der Weser
genannte Opferzahl der verheerenden Sturmflut ca. 100.000 Tote (vermutlich zu hoch gegriffen)
09. Oktober 1374 - Erste Dionysiusflut
Flandrische, niederländische und deutsche Küste betroffen

Leybucht erreicht ihre größte Ausdehnung bis zur Stadt Norden,
Untergang des Dorfes Westeel bei Norden,
Harlebucht erweitert sich
09. Oktober 1377 - Zweite Dionysiusflut
Betroffene Gebiete von Flandern bis zur Weser

Schwere Schäden und Deichbrüche an der Leybucht,
Deichbrüche bei Lütetsburg und Bargebur;
Überschwemmungen bis zum Dominikaner Kloster in Norden
21./22. Januar 1393 - Vinzenzflut
Flandrische und niederländische Küste betroffen

unsicher, ob auch Nordfriesland betroffen wurde
17. Januar. 1396 - Antoniflut
Flandrische, niederländische und deutsche Küste und Gebiete an der Elbe betroffen

im Raum Hamburg viele Menschen ertrunken
25. Oktober 1403 - Catharinaflut
vorrangig Ostfriesland betroffen

Kirchspiel Drewert auf dem Rysumer Nacken bei Emden schwer betroffen und aufgegeben
19./20. November 1404 - Erste St. Elisabeth Flut
Flandrische und niederländische Küste betroffen

Ort Hugevlier in Flandern versunken,
gleichfalls Ijzendijke in der Provinz Zeeland (Ort wurde später an anderem Standort neu aufgebaut)
21. November 1412 - Cäcilienflut
Deutsche Küste und Gebiete an der Niederelbe schwer betroffen

Krempermarsch weiträumig überschwemmt,
Dorf Zesterfleth an der Estemündung vernichtet,
Elbinsel Hahnöfersand vom Festland abgetrennt,
vermutl. 30.000 Tote
18. November 1421- Zweite St. Elisabeth Flut
Flandrische und Holländische Küste betroffen,
Überflutung des Rhein-Maas-Mündungsgebietes

Gebiet Groote Waard an der Mündung der Waal katastrophal betroffen,
dort 28 Dörfer aufgegeben,
insgesamt fallen 70 Dörfer und 10.000 Menschen den Fluten zum Opfer,
Dortrecht in Südholland wird vom Festland abgetrennt
18./19. November 1424 - Dritte St. Elisabeth Flut
Vornehmlich niederländische Küste betroffen

21. Dezember 1429 - Thomasflut
Westfriesland betroffen

Betroffenheit auch von Ostfriesland kann vermutet werden

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