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Firmen Institutionen Zeitung - Post Ephemera

1922 - Geschäftspost der Firma J.P.T. Andersen Söhne

1922 Geschäftspost der Firma J.P.T. Andersen Söhne.
Es ist aus heutiger Sicht erstaunlich, wie schlicht vor einhundert Jahren Firmen ihre Geschäftspost erledigten. Mit der offenen Postkarte teilt die Firma Andersen ihrem Geschäftspartner, einer im sächsischen Hartha ansässigen Woll-Spinnerei, eine mit deren Vertreter geschlossene Vereinbarung mit. Es geht dabei um eine Bestellung und im Gegenzug um die Lieferung von Stricklumpen und gegebenenfalls auch Kehrwolle als Ausgangsmaterial für die Wiederverwertung (Recyclingmaterial) in der Woll-Spinnerei.
Eine Transkription des Kartentextes kann in der unten aufrufbaren Datei nachgelesen werden.
Gemäß dem Logo auf der Anschriftsseite der Karte war die Firma J.P.T. Andersen Söhne seinerzeit dem Einkaufsverband Norden angeschlossen.
Im Jahr 1882 hatte sich die bereits Jahrzehnte zuvor schon in Wilster ansässig gewesene Firma Andersen an der Einmündung der Marktstraße (heutige Op de Göten) in den Markt ein Geschäftshaus errichten lassen, sie firmierte seinerzeit als Färberei & Handlung J.P.T. Andersen Söhne; das Gebäude wurde 1912 abgebrochen und an seiner Stelle 1912/13 das noch heute bestehende imposante Gebäude errichtet.

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1922 - Reklame Annoncen der Firmen J.P.T Andersen und Carl Göttsche

Reklame Annoncen der Firmen J.P.T Andersen und Carl Göttsche
Beide Firmen bestehen heute nicht mehr.
Das Textilhaus Andersen war lange Zeit das größte derartige Geschäft in Wilster und bestand bis in die 1980er Jahre. Seine Telefonnummer lautete im Jahr 1922 einprägsam 100
Das am Markt stehende große Geschäftshaus der damaligen Firma Andersen wird heute anderweitig genutzt.
Das "Spezialhaus in Steingut, Porzellan und Kristallwaren" von Carl Göttsche im Haus Deichstraße 11 bestand bereits in den Jahren nach 1945 nicht mehr.

Anmerkung: Die Annoncen sind abgedruckt im Marschen-Kalender 1922
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1922 - Reklame Annoncen der Firmen Wilhelm Reese - und Thams & Garfs

Reklame Annoncen der Firmen Wilhelm Reese - und Thams & Garfs
Von den beiden Firmen besteht heute nur noch Reese Moden; es ist eines der wenigen von den noch vor einigen Jahrzehnten in großer Anzahl in der Stadt Wilster vorhanden gewesenen  Einzelhandelsgeschäfte. Es konnte sich mit innovativen Ideen sehr erfolgreich in dem seit vielen Jahren immer härter werdenden Verdrängungswettbewerb behaupten. Die Stadt Wilster und deren Einwohnerschaft dürfen sich glücklich schätzen, Reese-Moden am Ort zu haben.
Die Filiale des "Hamburger Kaffee-Lager Thams & Garfs" im Haus Deichstraße 7 bestand bis in die 1970er Jahre.

Anmerkung: Die Annoncen sind abgedruckt im Marschen-Kalender 1922
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1923 - Handels- und Versicherungsvertretung Heinrich Ahsbahs

1923 Handels- und Versicherungsvertretung Heinrich Ahsbahs.
Der Firmensitz befand sich im Gebäude Taggstraße 14
Die geschäftliche Korrespondenz erfolgte vor etwa 100 Jahren vielfach noch mittels offener Postkarten.
So schrieb Heinrich Ahsbahs im Jahr 1923 eine Postkarte nach Burg an den dortigen Fuhrmann Jacob Peters, welchem er vermutlich mit der Eisenbahn (die Strecke war erst 1920 eröffnet worden) diverse Artikel gesendet hatte, und bat ihn, diese an örtliche Empfänger in Burg und Buchholz weiter zu speditieren.
Genannt sind:
P. Matthießen, Buchholz
H. Dunker, Burg
Aug. Orth, Burg
J. Ibs, Burg
A. Lindemann, Buchholz
welche allesamt dort jeweils tätige Kolonialwaren-Händler waren.

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1923 - Kolonialwaren und Eisenwarenhandlung H. Martens Nachf. in Wilster

1923 Kolonialwaren und Eisenwarenhandlung H. Martens Nachf. (Inhaber A. Wilde).
Die zur Zeit der Inflation gelaufene Karte verdeutlicht das Ausmaß der Geldentwertung während der damaligen ihrem Höhepunkt zustrebenden Hyperinflation in Deutschland.
So beträgt das Porto für die Karte nachweislich der für die Frankatur verwendeten Briefmarke 100.000 Mark.
Die Relation der damaligen Mark zum Dollar wird in der Mitteilung deutlich. Dort heißt es gegenüber dem in Herford wohnenden Empfänger:
"Überwies heute an die Direktion der Discontogesellschaft 1,25 Dollar zum Briefkurs vom 21.9.(1923) z.M. 110.275.000 lt. Rechnung v. 17.9.(1923)
= M 137.843.000 "
Das Geschäft von H. Martens Nachfolger (Inhaber A. Wilde) firmierte im Haus Markt 10 und 11 in Wilster unde bestand noch in den 1930er Jahren; in das Gebäude zog später die „Wilstermarsch Sparkasse“ (spätere Verbandssparkasse, jetzt Sparkasse Westholstein) ein.

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1923 - Städtische Betriebswerke Wilster

1923 Städtische Betriebswerke Wilster;
die späteren Stadtwerke Wilster führten seinerzeit diese Bezeichnung.
Auf der in der Inflationszeit (1914 - 1923) im Jahr der Hyperinflation gelaufenen Geschäftspost der Städt. Betriebswerke hat deren damaliger Leiter Johannes Bockelmann die Mitteilung an einen Lieferanten unterzeichnet.
Der am 05. Dezember 1879 in Krempe geborene Johannes Bockelmann - seine Eltern stammen aus Wilster und hatten dort auch geheiratet - war in der Zeit von 01. Juni 1919 bis August 1946 Leiter der Stadtwerke Wilster.

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1923 - Wilstermarsch Butter- und Käse-Versandhaus Jacob Garms

1923 Wilstermarsch Butter- und Käse-Versandhaus Jacob Garms, Wilster
Im Wilsteraner Adressbuch sowohl von 1926 als auch von 1958 taucht der Name Jacob Garms nicht auf; es handelt sich bei dem genannten Geschäft wahrscheinlich um die Kolonialwaren- und Delikatessen-Handlung von Garms, Burger Straße 3 (heute Möbelhaus Wolfsteller)

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1924 - Stiftungsfest Vaterländischer Frauenverein Wilster

1924 Programm zum Unterhaltungsabend beim Stiftungsfest Vaterländischer Frauenverein Wilster.
Der Vaterländische Frauenverein Wilster ist einer der ursprünglichen Vereine, aus welchen der DRK Ortsverein Wilster im Deutschen Roten Kreuz entstand.
Neben der seit 1878 bestehenden Freiwilligen Sanitätskolonne Wilster, in welcher ausschließlich Männer aktiv waren, wurde im Jahr 1899 der Vaterländische Frauenverein Wilster (VFV) gegründet. Initiatorin und auch erste Vorsitzende des am 28. Februar 1899 gegründeten Vereins war die Ehefrau des Wilsteraner Pastors Clausen.
Der VFV beging 25 Jahre später sein Vereinsjubiläum mit einem Unterhaltungsabend. Dieser fand vermutlich am auf den Jahrestag folgenden Sonnabend, dem 01. April 1924 statt. Vereinslokal des VFV war der Gasthof Looft, welcher sich in einem heute nicht mehr vorhandenen Gebäude neben dem Neuen Rathaus (Palais Doos) befand.
Das Programm (sh. Bild 1) der Veranstaltung weist aus, dass u.a. sowohl die Wilsteraner Stadtkapelle als auch die des Sportvereins unter ihrem Leiter Wilhelm Nagel maßgeblich die Veranstaltung musikalisch gestalteten. Die Festansprache hielt Pastor Hans Julius Schwede.

Anmerkung: Mehr zum Vaterländischen Frauenverein findet sich in der unten aufrufbaren Datei.

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1925 - Familienverband der Kreyen - Familien Krey

1925 Familienverband der Kreyen - Familie Krey.
Träger des Familiennamens Krey sind seit langem und auch heute noch in der Wilstermarsch ansässig.
Der Familienname leitet sich ab von dem Niederdeutschen Wort Krey bzw. Krei für Krähe.
In dem Buch „Die Wappen der alten Bauernfamilien in den holsteinischen Elbmarschen“ heißt es u.a. über die Krey: Eine große begüterte Familie der Wilster Marsch. Besonders im Kirchspiel St. Margarethen ist sie von jeher angesessen...... (sh. Abbildung 4)
Für Mitglieder der Familie sind Wappen in zwei Variationen bekannt (Bild 3):
In silbernem Schild
I. auf grünem Ast auf dem …...
II. ein grüner Ast mit zwei Zweigen übereinander auf deren jedem ….eine rot bewehrte schwarze Krähe gegen den Stamm gekehrt sitzt.
Helmdecken: Schwarz – weiß (silber)

Bildrechte: Familienverband der Kreyen

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1928 - Kolonialwaren und Eisenhandlung A. Martens Nachf.

1928 Kolonialwaren und Eisenhandlung A. Martens Nachf. von A. Wilde.
Mit der Postkarte kündigte die Firma den Besuch ihres Vertreters bei ihren Kunden an.
Das Geschäft Martens Nachf. für Eisen, Stoffe, Kurzwaren, Kolonialwaren, Tabak, Zigarren wurde seinerzeit von Albert Wilde im Haus Markt 10 und 11 betrieben (sh. Bild 3 das Gebäude mit dem Mansarddach).
In das Gebäude zog später die „Wilstermarsch Sparkasse“ (spätere Verbandssparkasse, jetzt Sparkasse Westholstein) ein; der von der Sparkasse in den 1970er Jahren vorgesehene Abriß der schönen reich gegliederten Fassade des Hauses konnte durch die Einschaltung des Landes-Konservators verhindert werden, weshalb die Fassade des Hauses erhalten blieb.
An dieser Stelle ist den Inhabern der Firma Reese ganz nachhaltig Anerkennung entgegen zu bringen, denn sie haben 1987 bei der Modernisierung ihrer beiden benachbarten links daneben stehenden Geschäftshäuser auf die Wiederherstellung der alten ausdrucksstarken Fassaden Wert gelegt und so das unverkennbare Ensemble erhalten. Leider diente dieses vorbildliche Verhalten nicht zum Vorbild, wie der 2013 erfolgte Ersatzbau im Bereich der abgebrochenen Häuser des Café Egge schmerzlich zeigt!

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1928 - Werbung - Hotel Wilstermarsch-Haus (Ex)

1928 Werbung - Hotel Wilstermarsch-Haus
Gaststätte und Hotel Wilstermarsch-Haus am Markt an der Ecke Op de Göten und Deichstraße. Das seinerzeit von Wilhelm Jacobs betriebene Haus war das größte Hotel in Wilster.
Dem seinerzeit allmählich zunehmenden Kraftfahrzeug-Verkehr trug der Betrieb mit der vorgestellten Ansichtskarte Rechnung, welche ein per Automobil anreisendes Paar zeigt. Allerdings ist auf der Ansichtskarte keine Situation in Wilster abgebildet.
Das große Fachwerk-Gebäude des Wilstermarsch-Haus wurde bei dem Terror-Angriff anglo-amerikanischer Bomber während des II. Weltkrieges am 15.Juni 1944 durch Bombenwirkung stark beschädigt. Es wurde danach einige Jahre behelfsweise als Wohngebäude genutzt und 1952 abgebrochen;
nach seiner Beseitigung entstand hier 1956/57 ein neues Wohn- und Geschäftshaus (zunächst Albert Gutsche Kolonialwaren, danach Reese´s Junior Shop für Bekleidungswaren).

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in einer externen Sammlung.

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1929 - Firmenpost der Dampfmolkerei Brokdorf

1929 Firmenpost der Dampfmolkerei Brokdorf
Die 1904 erbaute Meierei / Molkerei in Brokdorf wurde zeitweilig als Genossenschaftsmeierei und zeitweilig als Privatmeierei betrieben.
Im Jahr 1929 waren die Gebrüder Meyer, als Nachfolger von August Meyer, Eigentümer und Betreiber der Meierei resp. Dampfmolkerei.
Es ist erstaunlich, dass in damaliger Zeit die Firmenpost mit den Kunden mittels Postkarten geführt wurde. Mit der vorgestellten Postkarte bitten die Eigentümer der Dampfmolkerei Brokdorf ihren Geschäftspartner, die Meierei Süderzollhaus bei Eggebeck (Eggebek im Kreis Schleswig-Flensburg) um Begleichung von Außenständen.
Im Jahre 1962 wurde die Meierei Brokdorf stillgelegt - in das Gebäude zog danach der Feinoptikerbetrieb Reichmann ein.

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1934 - Meierei und Totale von Wilster - kolorierte Zeichnungen auf einer Urkunde

1934 kolorierte Zeichnung: Meierei, Totale von Wilster und Wappen auf einer Urkunde
Die 1934 ausgestellte Urkunde zeigt
das Wappen der Stadt Wilster und das der Wilstermarsch
Wilster in der Totale
das Gebäude der Genossenschaftsmeierei Wilster.
Die Meierei der 1928 gegründeten Genossenschaft lag an der Tagg-Straße. Das Gebäude stand unmittelbar an der Bahnstrecke (alte Marschenbahn) Wilster – Brunsbüttel; es hatte ein eigenes Anschlußgleis an einer dem Bahnkörper zugewandten Rampe.
Heute steht nur noch der Verwaltungs- und Bürotrakt.
Ausgestellt ist die Urkunde für Annemarie Kuhrt, die erste Kontoristin der Genossenschaft. Sie war von 1929 bis 1934 für den Betrieb tätig. Es ist erstaunlich, dass einer jungen Frau (sie war zu dem Zeitpunkt 22 Jahre alt) die mit der Urkunde zum Ausdruck gebrachte Anerkennung und Wertschätzung entgegen gebracht wurde.
Die am 29. Oktober 1934 ausgestellte Urkunde ist original unterzeichnet von den Vorstandsmitgliedern Heinrich Egge und Johannes Rohwedder, dem Aufsichtsrat Heinrich Reimers und dem Betriebsleiter August Cordts.
Bild 3: Kontoristin Annemarie Kuhrt an ihrem Arbeitsplatz in der Genossenschaft-Meierei Wilster. Es ist heute kaum nachvollziehbar, wie spartanisch noch vor achtzig Jahren die Büroeinrichtung eines zu der Zeit modernen Betriebes war.
Bild 4: Der Vorstand der Genossenschafts-Meierei Wilster vor dem Eingangsbereich des Verwaltungstraktes der Meierei.
stehend von links: Gustav Dunker, Markus Vollmert, Johannes Thumann, Hemann Krey, Johannes Harder, Martin Dreier
sitzend von links: Johannes Rohwedder, August Cordts (Betriebsleiter), Heinrich Egge, Heinrich Reimers.

Anmerkung: Annemarie Kuhrt wurde Ehefrau des Tischlermeisters und Bootsbauers Heinrich von Holdt, sie ist die Mutter des Begründers dieser Heimat-Seite.

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1934 - Schmiede von Schmiedemeister Wilhelm Fick / Fock

1934 Schmiede von Schmiedemeister Wilhelm Fick
Die Schmiede von Schmiedemeister Wilhelm Fick befand sich in dem Gebäude Kohlmarkt 5, dem Eckgebäude an der kleinen namenlosen Verbindungsstraße zwischen Burger Straße und Kohlmarkt. Die kleine Straße führte in früheren Zeiten als Verbindung von Burger Straße und Kohlmarkt den zutreffenden Namen Dwerstrate (Querstraße).
Entsprechend dem Aufdruck auf der Karte wurde geworben mit:
Huf- und Wagenschmiede, Grosse autogenische Schweiss- und Schneideanlage, Krafthammer.
Der Betrieb bestand bis in die 1960er Jahre.
Da Wilhelm Fick wegen seines Familiennamens sich offenbar häufig hänselnde Anmerkungen gefallen lassen mußte, ließ er ihn ändern in den Namen Fock (sh. Bild 4). Allerdings führte dieses dazu, dass die Wilsteraner von ihm als Willy Fick-Fock sprachen - ein ihn sicherlich nicht erfreuender Umstand.
Der Begründer - Peter von Holdt - dieser Heimatseite hat Wilhelm Fock als sehr angenehmen Menschen in Erinnerung.
Das Foto (Bild 3) zeigt rechts im Anschnitt das Gebäude der Schmiede, an deren Außenwand eine Egge angelehnt ist.

Bildrechte: Ludwig Behning, Wilster

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1935 - Adler Drogerie Meyer an der Op de Göten

1935 "Adler Drogerie" Meyer an der Op de Göten
Fototasche der Drogerie Meyer - bis weit in die 1970er Jahre wurden in Wilsteraner Drogerien im eigenen Labor noch Fotografien entwickelt.
Das in 1896 errichtete Gebäude der "Adler Drogerie" mit seiner aufwendigen Klinker-Fassade steht heute noch an der Straße Op de Göten. Die Firmeninhaberin war eine geborene Andersen; ihre Brüder errichteten auf dem angrenzenden Eckgrundstück zum Markt das 1912/13 erbaute Geschäftshaus von J.P.T.Andersen Söhne.
Die aus dem Jahre 1896 stammende Ladeneinrichtung der "Adler Drogerie" Meyer fand nach Aufgabe der Drogerie in den 1970er Jahren Aufnahme in die Volkskundliche Gerätesammlung des Schleswig-Holsteinischen Landesmuseum im Schloß Gottorf in Schleswig.

Anmerkung: Die alte Versandtasche stellte freundlicherweise Ulf Steinhauer, Krempe, zur Verfügung.

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1935 - Zollstock der Firma Heinrich Langfeldt, Wilster

1935 Zollstock der Firma Heinrich Langfeldt, Wilster
Der alte Zollstock (auch Meterstab oder Gliedergelenkmaßstab) weist auf der der einen Seite das heute übliche metrische Maß in Zentimetern auf, hingegen auf der anderen Seite noch eine Aufteilung in Zoll mit London Inches zu 25,4 mm.
Der Zollstock stammt wahrscheinlich aus der Zeit kurz nach 1935, als wegen der Nutzung der Maßeinheit Zoll in Schiffbau und Holzhandel derartige Gliedergelenkmaßstäbe eingeführt wurden.
Der Zollstock ist 1 Meter lang und besteht aus 6 hölzernen Gliedern, während die heute üblichen Zollstöcke 2 Meter lang sind, zumeist 10 Glieder haben und aus Kunststoff bestehen (vgl. Bild 3).
Der aus der Werkstatt des Wilsteraner Tischlermeisters und Bootsbauers Heinrich von Holdt stammende Zollstock wurde vom Betreiber dieser Heimat-Seite dem Wilsteraner Zollstock-Sammler Jörg Hamann überlassen, dessen Sammlung fast 37.000 Zollstöcke umfaßt und der sich Vizeweltmeister unter den Zollstocksammlern nennen darf.

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1941 - Wandkalender zur Wilsterschen Zeitung

1941 Wandkalender zur Wilsterschen Zeitung
Der offenkundig als Beigabe zur Wilsterschen Zeitung den Abonennten zur Verfügung gestellte Kalender ist ein Zeugnis aus beklemmender Zeit.
Auf beiden Seiten des Kalenders befindet sich unter dem Kalendarium jeweils eine Bildleiste, in welchen Ereignisse aus dem Kriegsgeschehen dargestellt sind.
"Der Führer bei seinen Soldaten in Polen (Bild 3)
Unsere Nachschuptruppen auf dem Vormarsch in Norwegen
Deutsche Panzerjäger auf der Mole von Dünkirchen
Der erstürmte rechte Eckpfeiler der Maginotlinie
Rudolf Heß begrüßt den Führer in Compiègne (Bild 4)
Im Einsatz gegen England: Küstenflugzeuge und U-Boot"

Unter einzelnen Datumsangaben sind dem Nationalsozialistischen Regime offenbar wichtige Ereignisse angeführt.
Es sind genannt:
30. Februar - 1933 Adolf Hitler wird Reichskanzler
01. März - 1935 Rückgliederung des Saargebietes
13. März - 1938 Oesterreich zum Reich
16. März - Heldengedenktag
16. März - 1939 Protektorad Böhmen-Mähren
22. März - 1939 Rückgliederung des Memellandes
09. April - Inschutznahme Dänemarks und Norwegens
20. April - Geburtstag des Führers
01. Mai - Nationaler Feiertag des Deutschen Volkes
10. Mai - 10.5.40 Deutscher Gegenschlag im Westen beginnt
14. Mai - 1940 Kapitulation der holländischen Armee
28. Mai - 1940 Kapitulation der belgischen Armee
25. Juni - 1940 Frankreich kapituliert
01. Sept. - Deutscher Gegenangriff in Polen; Heimkehr Danzigs
03. Sept. - 1939 Kriegserklärung England und Frankreich
23. Sept. - 1939 Polenfeldzug beendet
01. Okt. - 1938 Befreiung des Sudentenlandes
26. Okt. - 1939 Errichtung des Generalgouvernements
09. Nov. - Gedenktag für die Gefallenen der Bewegung

Anmerkung: Die in knappen Worten benannten kalendarischen Ereignisse geben die Sichtweise des Hitler-Regimes zu den vom ihm selbst angezettelten kriegerischen Ereignissen wieder. Die Sicht des Regimes wurde seinerzeit mit allen Mitteln in der gleichgeschalteten Presse dargestellt. Gegner und Kritiker wurden rücksichtslos verfolgt oder eingeschüchtert. Viele Millionen Menschen wurden Opfer des vom Nationalsozialistischen Deutschland begonnenen Angriffskrieges und seines menschenverachtenden Rassenwahns. Sie sind Mahnung für alle nachfolgenden Generationen, sich immer und überall nationalistischen Bestrebungen entgegen zu stellen.

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1943 - Gärtnerei Johannes Meyer - Brief an die Stadtverwaltung Itzehoe

1943 Gärtnerei Johannes Meyer - Brief an die Stadtverwaltung Itzehoe
Die Flächen der Gärtnerei Meyer mit den Aufzuchtbeeten und den Gewächshäusern lag in dem Dreieck, welches gebildet wurde von Mühlenstraße und Rathausstraße (sh. Foto Bild 2)
Heute sind die Flächen der Gärtnerei der Wohn-Bebauung zugeführt.
Der in seinem Briefkopf sein Leistungsspektrum darlegende Betrieb hatte auch in Itzehoe an der Edendorfer Straße Anzuchtsflächen. Offenbar waren an den dortigen Kulturen seinerzeit erhebliche Schäden durch Wildkaninchen entstanden, weshalb der Gärtnermeister folgendes schrieb an die
"Stadtverwaltung Itzehoe.
Warte noch immer vergebens auf den mir von der Polizeiverwaltung in Aussicht gestellten Erlaubnisschein zum Abschießen der wilden Kaninchen in meiner Gärtnerei in Itzehoe Edendorferstraße. Da selbige sehr viel Schaden anrichten, bitte ich zu veranlassen, daß selbiger mir umgehend zugestellt wird, damit ich mich davor schützen kann.
Heil Hitler (Anm.: seinerzeit obligatorische Grußformel)
Johannes Meyer"

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1947 - VITAMO - Feinkost- und Konservenfabrik

1947 VITAMO - Feinkost- und Konservenfabrik
Die Feinkost- und Konservenfabrik VITAMO wurde nach gegenwärtigem Kenntnisstand in den Jahren 1943 bis 1952 in dem zur ehemaligen Stadt Mühle gehörenden Gebäudekomplex an der Mühlenstraße betrieben.
Der vorgestellte Briefkopf nennt O.E. Anders & Co. als Betreiber der Firma, welche offenbar 1948 in Konkurs ging. Danach wurde anscheinend der Betrieb von anderen bis etwa 1952 weiter geführt.
Die Produkte der Firma wurden überwiegend in Verkehr gebracht in Einmachgläsern, deren Form derjenigen von Milchflaschen ähnlich war und aus Ornamentglas (Streuglas) bestanden. Derartige Gläser fanden auch nach dem Ende der Firma sehr lange noch in Wilster als VITAMO-Gläser in den Privathaushalten beim Einmachen von Früchten Verwendung.

Anmerkung: Der Briefkopf wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Lutz Pütter, dessen Vater als Chemiker in der VITAMO bis zu deren Konkurs tätig war.

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1948 - Amtsgericht Wilster

1948 Brief des Amtsgerichts Wilster an das Kreisjugendamt in Itzehoe
Bis 1975 hat in Wilster ein Amtsgericht bestanden. Dieses war 1867 (nachdem Holstein preußische Provinz geworden war, nach vorheriger Loslösung von Dänemark 1864) eingerichtet worden.
Es war zunächst als "Königliches Amtsgericht Wilster" untergebracht in einem Gebäude, welches an der Einmündung des Klosterhof in den Rathausplatz stand (vgl. Bild 2). Leider fiel das historische Gebäude 1996 dem Ausbau des Klosterhof als innerörtliche Umgehungsstraße zum Opfer, obwohl bei geschickter Trassierung der Straße das Haus hätte erhalten werden können.
In der Zeit von 1950 bis 1974 war das Amtsgericht Wilster an der unteren Rathausstraße im Gebäude des vormaligen DIANA-Bad (vgl. Bild 3) untergebracht.
Bild 4: Lacksiegel des Königlich Preußischen Amtsgericht Wilster aus dem Jahr 1867

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