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1989 - Die Marschbahn von Altona nach Westerland

1989 Eine Fotochronik der Baugeschichte " Die Marschbahn" von Altona nach Westerland
von Hans Bock
erschienen bei: Westholsteinische Verlagsanstalt Boyens & Co., Heide
ISBN 3-8042-0458-9
Auf 175 Seiten mit vielen Illustrationen und erläuternden profunden Texten stellt der Autor die höchst interessante Baugeschichte der Marschbahn vor.
Eigentliche Endpunkte der Marschbahn waren Elmshorn (an der Strecke zwischen Altona und Kiel) sowie Hviding an der Grenze von Nordschleswig zu Dänemark.
Der Bau der Strecke wurde ab 1845 auf Veranlassung Dänemarks (Schleswig-Holstein gehörte seinerzeit zum Dänischen Gesamtstaat) von Elmshorn ausgehend vorgenommen. Die Schleswig-Holsteinische Erhebung im Jahre 1848 verzögerte das Projekt; so erhielt Itzehoe 1857 seinen Bahnhof.
Erst zwanzig Jahre später in 1878 wurde die weiterführende Strecke über Wilster nach Heide in Betrieb genommen. Sie verlief im Raum Wilster über die Bahnhöfe und Haltepunkte Bekdorf, Wilster, Flethsee (St. Margarethen Bahnhof), Taterpfahl nach St. Michaelisdonn (vgl. Abbildung 2).
Der Bau des Kaiser-Wilhlem-Kanals machte 1893 bis 1895 die Errichtung einer Eisenbahn-Drehbrücke bei Taterpfahl erforderlich. Die spätere und bereits 1908 begonnene Kanalerweiterung führte dann zur Verlegung der Marschbahn auf die Strecke über Hochdonn, da die Bodenverhältnisse in der Wilstermarsch mit den damaligen Möglichkeiten den Bau einer Hochbrücke bei Taterpfahl nicht zuließen.
Nur ganz entschiedene Interventionen der Gremien der Stadt Wilster gegenüber den Preußischen Ministerien konnte verhindern, dass die neue Strecke nicht gradlinig von Itzehoe nach Hochdonn projektioniert wurde (vgl. Abbildung 3), sondern den gewundenen Verlauf über Wilster erhielt. Einfluß auf die Entscheidung hatte der Umstand, dass die Stadt Wilster ursprünglich erheblich zur Finanzierung der Marschbahnstrecke beigetragen hatte.

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