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1915 - Soldaten vor dem Gasthof "Zur Linde" am Kohlmarkt

1915 Soldaten vor dem Gasthof "Zur Linde" am Kohlmarkt
Auf der Bank vor dem Gebäude haben es sich offenbar seinerzeit in Wilster einquartierte Soldaten bequem gemacht. Auf dem First des Gebäudes ist eine Funkantenne errichtet.
Der Gasthof "Zur Linde" stand am Kohlmarkt in dem Bereich, der heute von den Verwaltungsgebäuden des Amtes Wilstermarsch eingenommen wird.
Links die Einmündung der damaligen namenlosen Verbindungsstraße zwischen Burger Straße und Kohlmarkt.
Der Gasthof wurde zunächst von Markus Brandt, danach von dessen Sohn Peter Brandt betrieben; beide waren nicht nur Gastwirte, sondern auch Pferdezüchter. Möglicherweise handelt es sich bei den beiden Knaben, welche in der von einem Pony gezogenen Kutsche sitzen, um Söhne der damaligen Wirtsleute.
Peter Brandt hielt lange Zeit in Wilster auch den für Sterbefälle gebrauchten Leichenwagen vor – bis zu Beginn der 1950er Jahre eine von Pferden gezogene schwarze Kutsche, danach ein Kraftfahrzeug.
Ältere Wilsteraner werden sich noch gerne an das nach Peter Brandt den Gasthof übernehmende sympathische Pächter Ehepaar Alfred (Alli) und Annelene Pech erinnern, die das Haus bis 1974 führten und danach die Gastwirtschaft „Poßfelder Hof“ in Poßfeld erwarben.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Ralf Steffens, Luzern, Schweiz

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1914 - Soldaten vor dem Wilstermarschhaus

1914 Soldaten vor dem Wilstermarschhaus
Vor dem Hotel Wilstermarsch-Haus an der Ecke Deichstraße / Op de Göten sind mit Pickelhauben behelmte Soldaten mit einer Militär-Kapelle angetreten.
Rechts im Anschnitt das auch heute noch bestehende Geschäft von Christian Haack.
Zahlreiche Bürger haben sich eingefunden, um die Soldaten zu verabschieden;
damals herrschte in großen Teilen der Bevölkerung zu Beginn des I. Weltkrieges eine heute kaum noch nachvollziehbare Euphorie.
Die Soldaten tragen noch preußische Pickelhauben, für welche im Verlaufe des Jahres 1916 Stahlhelme aus Chromnickelstahl eingeführt wurden.
Es handelt sich vermutlich um Soldaten der 3. Kompanie des Landsturm Infanterie Ersatz Bataillons Dillenburg (s.h. ergänzend vorgestellte Karte, welche aus Wilster zum Versand kam. Die Karte ist jedoch nicht in Wilster oder einem der Orte der Wilstermarsch aufgenommen worden, denn einen Fährpächter Claus Wieck, wie er auf dem abgebildeten Reklameschild ablesbar ist, hat es dort offenbar nicht gegeben.)

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
Anmerkung: Die ergänzend vorgestellte Ansichtskarte befindet sich in einer externen Sammlung

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1955 - Kirche St. Bartholomäus, Palais Doos - Neues Rathaus, Gasthof Zur Linde

1955 Mehrbildkarte - Kirche St. Bartholomäus, Palais Doos - Neues Rathaus, Gasthof "Zur Linde"
- oben links: Gasthof "Zur Linde"; der Gasthof des Wirtes Peter Brandt war Versammlungslokal für viele Vereine und Gesellschaften.
Im Obergeschoß des Gebäudes befanden sich einige Gästezimmer und ein für 240 Personen ausgelegter Festsaal.
Der Gastwirt Peter Brandt war zugleich auch Eigner und Betreiber des örtlichen Leichenwagens; in den ersten Jahren nach 1945 war dies noch eine von Pferden gezogene Trauerkutsche, danach dann ein Kraftfahrzeug.
Langjährige Nachfolger des Gasthofes war das sehr sympathische Ehepaar Annelene und Alfred Pech, welche 1974 den "Poßfelder Hof" erwarben und den von ihnen geführten Betrieb umbenannten in „Poßfelder Hof“. 
Auf dem Gelände des abgebrochenen Anwesens des Gasthofes"Zur Linde" befindet sich heute das Verwaltungsgebäude „Amt Wilstermarsch“.
- mittig: Kirche St. Bartholomäus von der Straße Op de Göten aus gesehen.
- oben rechts: Palais Doos, welches als Neues Rathaus genutzt wurde.
- unten: Gaststube und Klubzimmer im Gasthof "Zur Linde"

Bildrechte: Walter Jappe, Lübeck

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1933 - Gasthof "Zur Linde" am Kohlmarkt

1933 Gasthof "Zur Linde" am Kohlmarkt
Der Gasthof "Zur Linde" stand am Kohlmarkt in dem Bereich, der heute von den Verwaltungsgebäuden des Amtes Wilstermarsch eingenommen wird.
Der Blick geht zu der Einmündung der damaligen namenlosen Verbindungsstraße zwischen Burger Straße und Kohlmarkt in letztere.
Der Gasthof wurde zunächst von Markus Brandt, danach von dessen Sohn Peter Brandt betrieben; beide waren nicht nur Gastwirte, sondern auch Pferdezüchter.
Peter Brandt hielt lange Zeit in Wilster auch den für Sterbefälle gebrauchten Leichenwagen vor – bis zu Beginn der 1950er Jahre eine von Pferden gezogene schwarze Kutsche, danach ein Kraftfahrzeug.
Ältere Wilsteraner werden sich noch gerne an das nach Peter Brandt den Gasthof übernehmende sympathische Pächter Ehepaar Alfred (Alli) und Annelene Pech erinnern, die das Haus bis 1974 führten und danach die Gastwirtschaft „Poßfelder Hof“ in Poßfeld erwarben.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: Die an dem Fahnenmast vor dem Gebäude aufgezogene Hakenkreuzflagge ist hier von uns nicht unkenntlich gemacht, da das Foto hier ein zeitgeschichtliches Dokument im Rahmen der Berichterstattung über Vorgänge des Zeitgeschehens und der regionalen Geschichte ist.

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1974 - Luftbild - Kohlmarkt, Gasthof Zur Linde

1974 Luftbild - Kohlmarkt, Gasthof "Zur Linde"
Quer verläuft die namenlose Verbindungsstraße zwischen Kohlmarkt und Burger Straße.
An der Einmündung zum Kohlmarkt mit den Fachwerkgiebeln das Geschäftshaus von Elektro-Meier (Rudolf, später dessen Sohn Günter).
In Bildmitte der am unteren Kohlmarkt stehende Gasthof „Zur Linde“ von Brandt (zunächst Markus, nach ihm sein Sohn Peter) war eine Versammlungsstätte für Vereine und Gesellschaften.
Ältere Wilsteraner werden sich noch an das sehr sympathische Pächter Ehepaar Alfred (Alli) und Annelene Pech erinnern, welche das Haus bis 1974 führten und danach die Gastwirtschaft „Poßfelder Hof“ in Poßfeld erwarben.
Auf dem Gelände des abgebrochenen Anwesens entstand später das Dienstgebäude „Amt Wilstermarsch“ (es ist 1970 aus den Ämtern Wilster-Land, St. Margarethen und Wewelsfleth gebildet worden).
Seit dem 01.07.2005 bilden das Amt Wilstermarsch und die Stadt Wilster eine Verwaltungsgemeinschaft. Die Stadt Wilster und die 14 amtsangehörigen Gemeinden der Wilstermarsch werden seit Mitte 2006 in dem entsprechend erweiterten Dienstgebäude unter einem Dach verwaltet; die Verwaltungsgemeinschaft ist zum 01.07.2005 begründet worden.

Bildrechte: nicht bekannt

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1934 - Kohlmarkt - Gasthof Zur Linde

1934 Gasthof "Zur Linde" am Kohlmarkt
Der Gasthof "Zur Linde" stand am Kohlmarkt in dem Bereich, der heute von den Verwaltungsgebäuden des Amtes Wilstermarsch eingenommen wird.
Der Blick geht zu der Einmündung der damaligen namenlosen Verbindungsstraße zwischen Burger Straße und Kohlmarkt in letztere.
Der Gasthof wurde zunächst von Markus Brandt, danach von dessen Sohn Peter Brandt betrieben; beide waren nicht nur Gastwirte, sondern auch Pferdezüchter.
Peter Brandt hielt lange Zeit in Wilster auch den für Sterbefälle gebrauchten Leichenwagen vor – bis zu Beginn der 1950er Jahre eine von Pferden gezogene schwarze Kutsche, danach ein Kraftfahrzeug.
Ältere Wilsteraner werden sich noch gerne an das nach Peter Brandt den Gasthof übernehmende sympathische Pächter Ehepaar Alfred (Alli) und Annelene Pech erinnern, die das Haus bis 1974 führten und danach die Gastwirtschaft „Poßfelder Hof“ in Poßfeld erwarben.

Bildrechte: nicht bekannt; Signatur: WM

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1951 - Gasthof „Zur Linde“ am Kohlmarkt

1951 Gasthof „Zur Linde“ am Kohlmarkt
Der am unteren Kohlmarkt stehende Gasthof „Zur Linde“ von Peter Brandt (Nachfolger: Alfred Pech, bis 1974) war eine Versammlungsstätte für Vereine und Gesellschaften.
Auf dem Saal im Obergeschoß fanden regelmäßig Tanzveranstaltungen statt. Auf diesem Saal wurde vielen Jungen und Mädchen aus Wilster von der Tanzschule Zeppelin (Brunsbüttel) mit mehr oder weniger Erfolg das Tanzen beigebracht.
Der Gastwirt Peter Brandt betrieb auch den Wilsteraner Leichenwagen – bis ca. 1950 eine von Pferden gezogene Kutsche (von der leider bisher noch kein Bilddokument auf mein-wilster vorliegt) und danach einen Kraftwagen.
Auf dem Gelände des abgebrochenen Anwesens entstand später das Dienstgebäude „Amt Wilstermarsch“ (vorher Amt Wilster-Land).
Seit dem 01.07.2005 bilden das Amt Wilstermarsch und die Stadt Wilster eine Verwaltungsgemeinschaft. Die Stadt Wilster und die 14 amtsangehörigen Gemeinden der Wilstermarsch werden seit Mitte 2006 in dem entsprechend erweiterten Dienstgebäude unter einem Dach verwaltet; die Verwaltungsgemeinschaft ist zum 01.07.2005 begründet worden.

Bildrechte: Walter Jappe, Lübeck

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1935 - Gasthof „Zur Linde“ in Heiligenstedten

1935 Gasthof „Zur Linde“ in Heiligenstedten.
Das kleine Kirchdorf Heiligenstedten beherbergte vor einigen Jahrzehnten mindestens 6 Gasthöfe. Neben dem Gasthaus „Zur Linde“ noch „Stadt Itzehoe“, „Zur Doppeleiche“, „Zur Post“, „Zur alten Brücke“ und „Zur Erholung“, von denen nur noch letztere besteht.
In den seinerzeit von Hans Rehder betriebenen Gasthof „Zur Linde“ kehrten damals viele Viehhändler, Schlachter und Bauern ein, denn in der Durchfahrt war eine Viehwaage untergebracht. Daneben wurden an jedem Sonntag sogenannte „Tanzkränzchen“ veranstaltet.

Bildrechte: Arthur Zachger, Itzehoe

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1906 - Gasthof Zur Linde am Kohlmarkt

1906 Gasthof "Zur Linde" am Kohlmarkt
Der Gasthof „Zur Linde“ von Markus Brandt stand am unteren Kohlmarkt in dem Bereich, der heute von den Verwaltungsgebäuden des Amtes Wilstermarsch eingenommen wird.
Markus Brandt war nicht nur Gastwirt, sondern auch Pferdezüchter. Er steht neben den beiden Pferden links. In der Mitte steht sein Sohn Peter Brandt, der den Gasthof in den 1920er Jahren übernahm; auf dem Pferd rechts sitzt der Sohn Georg Brandt.
Rechts steht ein Bediensteter – damals nannte man diese Hausknecht.
Ältere Wilsteraner werden sich noch an das sehr sympathische Pächter Ehepaar Alfred (Alli) und Annelene Pech erinnern, die das Haus bis 1974 führten und danach die Gastwirtschaft „Poßfelder Hof“ in Poßfeld erwarben

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

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1962 - Kohlmarkt - Gasthof Zur Linde

1962 Kohlmarkt - Gasthof Zur Linde
Blick von der Ausmündung des schmalen vom Klosterhof kommenden Verbindungsweges in den Kohlmarkt stadtauswärts.
Links das Wohn- und Geschäftshaus der Textilwaren Handlung von Heinrich Helms.
Das zwiebelförmige Ziertürmchen auf dem Gebäude im Hintergrund ist schon lange beseitigt, so wie auch der Gasthof "Zur Linde" ganz hinten, auf dessen Areal heute das Gebäude der heutigen Amt Wilstermarsch steht.

Bildrechte: Wolfgang Bockelmann, Krefeld

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1899 - Gasthof Zur Linde am Kohlmarkt

1899 Gasthof "Zur Linde" am Kohlmarkt
Der Gasthof „Zur Linde“ von Markus Brandt (Nachfolger: Peter Brandt, Alfred Pech) war eine Versammlungsstätte für Vereine und Gesellschaften.
Auf dem Saal im Obergeschoß fanden regelmäßig Tanzveranstaltungen statt.
Auf dem Gelände des abgebrochenen Anwesens entstand später das Dienstgebäude „Amt Wilstermarsch“ (dieses ist 1970 aus den Ämtern Wilster-Land, St. Margarethen und Wewelsfleth gebildet worden), in welchem nach seiner baulichen Erweiterung ab 2006 in Verwaltungsgemeinschaft auch die Stadt Wilster verwaltet wird; die Verwaltungsgemeinschaft ist zum 01.07.2005 begründet worden.
Rechts eine bäuerliche Szene; damals (bis in die 1960er Jahre) wurden die Kühe noch von Hand gemolken.

Bildrechte: Photogr. u. Verlag Fr. Schlüter, Wilster

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1937 - Kudensee - Gasthof Zur Linde, Büttel-Kudenseer Kanal (SF)

1937 Kudensee - Gasthof Zur Linde, Büttel-Kudenseer Kanal (Lütte Kanol bzw. Kleiner Kanal)
Der an der alten Grenze zwischen den Landschaften Dithmarschen und Wilstermarsch gelegene Ort Kudensee trägt seinen Namen nach dem benachbarten und bereits auf Dithmarscher Gebiet gelegenen Kuden See.
oben bzw. Bild 2: Gasthof "Zur Linde" in Kudensee.
Der im Mittelpunkt des dörflichen Lebens stehende Gasthof wurde über einen Zeitraum von vier Jahrzehnten von dem Ehepaar Louise und Peter Scheel bis 1969 betrieben. Danach führten nacheinander verschiedene Wirte die Gaststätte, bis deren Betrieb 1986 eingestellt wurde. In dem Gebäude wurden danach Wohnungen eingerichtet.
unten bzw. Bild 3: Kudenseer Kanal (Lütte Kanol oder Bütteler Kanal), der vor dem Bau des Kaiser-Wilhelm Kanals (heute Nord- Ostsee Kanal) und der dadurch bewirkten Zerschneidung vom Kudensee über den Ort Kudensee nach Büttel an der Elbe führte.
Der um 1765 gegrabene Kanal bildete eine Verbindung von der Elbe über den Kudensee zur Burger Au (Wallburgs-Au), welche ursprünglich in die Wilsterau mündete.
Der Kudenseer Kanal ist heute nur noch eine der Entwässerung dienende Idylle. Bis in die 1930er Jahre verkehrten auf ihm zumeist mit Torf für Hamburg beladene Lastkähne. Der Nord- Ostsee-Kanal konnte mittels einer Schleuse erreicht werden, deren Relikte erst im Rahmen der in den vergangenen Jahren vorgenommenen Kanalverbreiterungen beseitigt wurden.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich bei Ulrich Drenkhahn, Krempe

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1940 - Heiligenstedten, Gasthof Zur Erholung, Präbenden-Stift, Pastorat, Blome-Straße

1940 Heiligenstedten, Gasthof "Zur Erholung", Präbenden-Stift, Pastorat, Blome-Straße
links oben: Präbenden-Stift und Gasthof "Zur Erholung"
Beide Gebäude stehen auf dem Deich der Stör.
Das Präbenden-Stift wurde im Jahre 1638 gegründet und bot Unterkunft für bedürftige betagte Menschen.
rechts oben: Gasthof Zur Erholung.
Der aus dem vorletzten Jahrhundert stammende und lange Zeit von Wilhelm Färber betriebene Gasthof „Zur Erholung“ in Heiligenstedten ist heute der letzte von einstmals sechs Gastwirtschaften im Kirchdorf Heiligenstedten.
In Heiligenstedten bestanden vor einigen Jahrzehnten mindestens 6 Gasthöfe: „Stadt Itzehoe“, „Zur Post“, „Zur Doppeleiche“, „Zur alten Brücke“, „Zur Linde“ und „Zur Erholung“.
Der letztere wurde viele Jahrzehnte lang von den Familien Ohland und Sommer betrieben.
Bei der verheerenden Sturmflut des Jahres 1962 wurden erhebliche Schäden an den Gebäuden und Einrichtungen verursacht, so auch an der Kegelbahn im Nebengebäude. Das Wasser der Stör floß zwischen dem Gasthof und dem rechts davon erkennbaren Nebengebäude auf die Straße.
Das traditionsreiche Haus wurde vor einigen Jahren grundlegend umgestaltet und renoviert.
unten links: Pastorat Heiligenstedten.
Der Kirchort Heiligenstedten ist der Ort, mit dem unsere Gegend erstmals urkundlich in das Licht der Geschichte tritt. Aus den Fränkischen Reichsannalen des Einhard erfahren wir, daß der fränkische Kaiser Karl (der Große) hier in Nordalbingien im Jahre 809 auf dem Esesfelth (bei der späteren Oldenburgskuhle) eine Burg errichten ließ. Wohl bald nach dem Bau der Burg wurde in Heiligenstedten die erste Kirche im späteren Land Schleswig-Holstein errichtet, sie war es wohl, die dem Ort den Namen (Heilige Stätte) gab. Das Pfarrhaus gehört zur der auf dem erhöhten Ufer der Stör errichteten Kirche, deren jetziger Bau im 13. Jahrhundert errichtet wurde.
unten rechts: Blomestraße. Die Benennung der Straße erfolgte nach dem Adelsgeschlecht der v. Blome, welche 1741 das Gut Heiligenstedten mit dem Herrenhaus (vielfach "Schloss" genannt) erworben und ihre Familie zu einer der führenden Familien Schleswig-Holsteins gemacht hatten und es zu hohem Ansehen brachten.
Die streng absolutistische und erzkonzervative Familie der Heiligenstedtener v. Blome war dem dänischen Königshaus verbunden und stellte sich 1849 im Gegensatz zur Salzauer Familien-Linie gegen die schleswig-holsteinische Bewegung, welche in einer kriegerischen Erhebung für eine Loslösung der beiden Herzogtümer von Dänemark eintrat.

Bildrechte: Otto Warnck, Heiligenstedten

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1915 - Zeit des I. Weltkrieges - Marschkolonne Soldaten auf dem Marktplatz

1915 Zeit des I. Weltkrieges - Marschkolonne Soldaten auf dem Marktplatz
Aus Wilster und der Wilstermarsch zum Militärdienst eingezogene Männer marschieren am Markt hinter einer Musikkapelle mit klingendem Spiel zum Platz am Colosseum; die Soldaten tragen preußische Pickelhauben, für welche im Verlaufe des Jahres 1916 Stahlhelme aus Chromnickelstahl eingeführt wurden.
Begleitet wird die Truppe von einer Schar Kinder, nahezu allesamt in die damals übliche Matrosenkleidung gewandet.
Links die Gaststätte „Zur Börse“ von Johannes Ruge - das Gebäude gehört seit 1957 zu dem bereits seinerzeit in dem rechts daneben stehenden Gebäude betriebenen Textil-Geschäft von Wilhelm Reese - Herren & Knaben Bekleidung.
Rechts das Geschäft H. Martens Nachf. für Eisen, Stoffe, Kurzwaren, Colonialwaaren, Taback, Cigarren (interessant sind die damaligen Schreibweisen für die Worte Waren und Zigarren); in das Gebäude zog später die „Wilstermarsch Sparkasse“ (spätere Verbandssparkasse, jetzt Sparkasse Westholstein) ein; der von der Sparkasse in den 1970er Jahren vorgesehene Abriß der schönen reich gegliederten Fassade des Hauses konnte durch die Einschaltung des Landes-Konservators verhindert werden. An dieser Stelle sind besonders die Inhaber der Firma Reese ganz nachhaltig zu loben, denn sie haben bei der Modernisierung ihrer beiden Geschäftshäuser auf die Wiederherstellung der alten ausdrucksstarken Fassaden Wert gelegt und so das unverkennbare Ensemble erhalten, welches einen hohen Wiedererkennungswert hat.

Bildrechte: nicht bekannt

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1932 - Heiligenstedten - Paul Butterbrodt, Gasthof Zur Linde, Präbenden-Stift

1932 Heiligenstedten - Paul Butterbrodt, Gasthof "Zur Linde", Präbenden-Stift
links: die Abbildung aus dem Jahr 1786 zeigt Paul Butterbrodt, welcher Gastwirt und Bierbrauer in Heiligenstedten war. Er galt zu seiner Zeit als einer der dicksten Menschen der Welt.
Paul Butterbrodt (1730 – 1793) wog bei seiner für die damalige Zeit enormen Körpergröße von 1,89 m stattliche 476 Pfund, also 238 kg, und das bei einem Leibesumfang von 1,84 m. Er ließ sich 1786 für Geld in Deutschland und Frankreich auf Jahrmärkten zeigen.
oben rechts (Bild 2): Der Gasthof "Zur Linde" (vormals „Harder´s Gastwirtschaft“) von Hans Rehder war das Geburtshaus von Paul Butterbrodt.
Der Betrieb warb mit seinem "großen Garten direkt am Wasser" der Stör.
Wie alle ländlichen Gasthöfe in der damaligen Zeit verfügte das Gasthaus auch über eine sogenannte Durchfahrt (rechts), in welcher die mit der Kutsche anreisenden Gäste ihr Gefährt und ihre Zugpferde unterstellen und versorgen konnten. In diesem Gebäude war auch eine Viehwaage untergebracht.
unten rechts (Bild 3): Auf der Stör verkehrte vorwiegend an den Wochenenden ein kleiner Ausflugdampfer, welcher Tagesgäste aus Itzehoe für einen Ausflug nach Heiligenstedten gerne nutzten.
Auf dem Deich der Stör ist das Präbenden-Stift zu erkennen. Das im Jahre 1638 gegründete und auf dem Deich errichtete Präbendenstift bot Unterkunft für bedürftige betagte Menschen.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

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1940 - Kudensee - Kolonialwarenladen, Gasthof Zur Linde

1940 Kudensee - Kolonialwarenladen, Gasthof Zur Linde.
oben: Kolonialwarengeschäft Rosenwald im Haus Dörpstroot 19; später Gemischtwaren H. Konopka. Das Geschäft wurde bis zu Beginn der 1970er Jahre betrieben.
unten: Der Gasthof "Zur Linde" in Kudensee war der Mittelpunkt des dörflichen Lebens in dem kleinen Ort.
Über den Zeitraum von vier Jahrzehnten wurde er von dem Ehepaar Louise und Peter Scheel bis 1969 betrieben, wobei vornehmlich die Ehefrau den Krug führte und der Ehemann die nebenan bestehende Kohlenhandlung.
Danach führten nacheinander mehrere Wirte die Gaststätte, bis deren Betrieb 1986 eingestellt wurde. In dem Gebäude wurden danach Wohnungen eingerichtet.

Bildrechte: Verlag Martin Clausen, Kiel

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1955 - Schaf-Auktion beim Gasthof Zur Linde

1955 Schaf-Auktion beim "Gasthof Zur Linde" von Peter Brandt
Der Gasthof wurde zunächst von Markus Brandt, danach von dessen Sohn Peter Brandt betrieben; beide waren nicht nur Gastwirte, sondern auch Pferdezüchter.
Peter Brandt hielt lange Zeit in Wilster auch den für Sterbefälle gebrauchten Leichenwagen vor – bis zu Beginn der 1950er Jahre eine von Pferden gezogene schwarze Trauerkutsche, danach ein Kraftfahrzeug.
Der nach Peter Brandt von dem Ehepaar Alfred und Annelene Pech betriebene Gasthof am Standort Kohlmarkt 25 besteht heute nicht mehr; auf dem Areal steht heute das Dienstgebäude "Amt Wilstermarsch und Stadt Wilster".
Von der Straße Kohlmarkt her führte seinerzeit eine sogenannte Durchfahrt durch das seinerzeitige Gebäude zum rückwärtigen Hof, welcher jedoch bequemer von der kleinen Querstraße zwischen Kohlmarkt und Burgerstraße zu erreichen war. Den hinteren Abschluss des Hofplatzes bildete das hinten erkennbare landwirtschaftliche Gebäude, welches seinerzeit vom Ehepaar Uwe und Amanda Ehlers bewohnt wurde.
Bis weit in die 1950er Jahre hatte die Schafzucht auch für Bauern der Wilstermarsch sowie einige private Tierhalter eine nicht unerhebliche Bedeutung.
Schon 1914 hieß es im "Landwirthschaftliches Wochenblatt für Schleswig-Holstein": "Eine lohnende Nebeneinnahmequelle haben die Landwirte in der Wilstermarsch mit ihrer Schafzucht. Das Wilstermarschschaf ist seit undenklichen Zeiten dort einheimisch."
So ist es nicht erstaunlich, dass der 1917 gegründete "Schafzuchtverein in Südwestholstein" für die Wilstermarsch einen eigenen Körbezirk einrichtete.
Die ergänzend vorgestellten Fotos (Bild 2 und 3) zeigen an Orten der Kremper Marsch durchgeführte Veranstaltungen des "Schafzuchtverein in Südwestholstein".
Der Verein beging im Jahr 2017 mit einer Jubiläumsschau und Auktion in Kollmar sein einhundertjährigen Bestehen; das Bauernblatt berichtete (Bild 4).
Mehr über die Schafzucht in der Region kann in dem unten aufrufbaren Bericht (verfasst von Janine Bruser vom Landesverband Schleswig-Holsteinischer Schaf- und Ziegenzüchter e.V.) über die Jubiläumsschau nachgelesen werden. Dort ist auch das nach 1920 relativ schnell erfolgende Verschwinden des mehr zum Milchtyp tendierenden Wilstermarschschaf beschrieben.

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1912 - Brokdorf - Deichmühle, Gasthof Zur Linde, Meierei (Ex)

1912 Brokdorf - Deichmühle, Gasthof Zur Linde, Meierei
oben: Die auf dem Deich der Elbe stehende Mühle (ein Erd Holländer) wurde im Jahre 1940 beseitigt.
Das im Jahre 1912 in Dienst gestellte Luftschiff LZ 13 "HANSA" machte am 30.07.1912 seine erste Fahrt. Der Zeppelin überflog mehrfach Schleswig-Holstein und wurde am 25.08.1912 über Brokdorf gesichtet.
mittig (Bild 2): Gasthof "Zur Linde"; der später unter dem Namen „Zum Elbstrand“ geführte Betrieb bestand bereits vor 1900 und war im Jahr 1894 von Hinrich von Osten erworben worden, der ihn mit seiner Ehefrau Maria geb. Haß betrieb. In der Folge übernahm eine der Töchter des Wirtspaares, nämlich Magda von Osten mit ihrem Ehemann Alfred Kelm den mit einem Festsaal und Clubräumen ausgestatteten Betrieb.
Zuletzt war das modernisierte Anwesen verpachtet an Jutta Thölke.
Bei einem Schadenfeuer in der Nacht vom 18./19. Dezember 1987 brannte das Gebäude ab und wurde danach nicht wieder aufgebaut.
unten: Die 1904 erbaute Meierei in Brokdorf wurde zeitweilig als Genossenschaftsmeierei und zeitweilig als Privatmeierei betrieben. Im Jahre 1962 wurde der Betrieb stillgelegt; in das Gebäude zog danach der Feinoptikerbetrieb Reichmann ein..

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in einer externen Sammlung

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1915 - Soldaten posieren auf der Marktstraße vor dem Alten Rathaus

1915 Drei Soldaten auf der Marktstraße vor dem Alten Rathaus
Die Marktstraße ist die der heutige Op de Göten.
Der Versender der als Feldpost gelaufenen Karte und womöglich einer der abgebildeten Soldaten schreibt u.a.: "....aus Schleswig-Holstein von einem Pferdetransport ....".
Hierzu ist anzumerken, dass seinerzeit in der Wilstermarsch nicht nur viele Pferde gezüchtet wurden, sondern mit Heinrich Auhage (* 1855 + 1928) in Wilster ein Pferdehändler ansässig war, der zeitweilig als der größte und wichtigste Remonten-Händler in Deutschland galt. Das stattliche Anwesen des Hofes Auhage stand an an der Neue Burger Straße. Das Anwesen wurde in den Jahren 1961/62 abgebrochen; der Hof war nach Landrecht ausgesiedelt worden. Die Flächen im Bereich der heutigen Jürgen-Heitmann-Straße wurden der Wohnbebauung zugeführt.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

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1903 - Aebtissinwisch - Gasthof zur Linde

1903 Aebtissinwisch, "Gasthof zur Linde"
Äbtissinwisch gehörte bis zum Jahre 1889 zum Verwaltungsbereich des Klosters (zuerst ein Zisterzienserinnen Nonnen-Kloster) Itzehoe, weshalb die ursprünglich Wisch (Wiese) genannte Gegend auch ihren Namen hat, nämlich „Wiese der Äbtissin“.
Die Gegend wurde 1541 als d´Wißke erstmals urkundlich erwähnt.
Die Gemeinde ist nördlich des die alte Marsch vom Hohen Moor abgrenzenden Schenkeldeiches gelegen; wo dieser an den Deich der Wilsterau anschließt, endete noch im späten Mittelalter der Deich der Wilsterau. Die kleine und nie mehr als 10 Hofstellen und einige Katenstellen aufweisende Gemeinde betrieb bis 1969 eine Dorfschule.
Es ist ein kaum noch zu erklärender Anachronismus, wenn es heute noch in der Wilstermarsch Gemeinden mit deutlich weniger als 1.000 Einwohnern gibt - sogar solche mit weniger als 100 Einwohnern, wie beispielsweise Aebtissinwisch.
Der Gasthof „Zur Linde“ wurde vor 100 Jahren von Heinrich Lass betrieben. Noch in den 1950er Jahren fanden in dem schon lange nicht mehr bestehenden Gasthof regelmäßig sogenannte „Kaffee-Gesellschaften“ bzw. „Kaffee-Bälle“ statt, bei denen von den Besuchern bei Musik und Gesprächen Kaffee und Kuchen genossen und so manches Tänzchen gewagt wurde. Derartige Veranstaltungen wurden seinerzeit in fast allen ländlichen Gasthöfen durchgeführt.

Bildrechte: F. Stammerjohann, Burg in Dithmarschen

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